[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern von Objekten.
[0002] Im Bereich der Heimelektronik sind Fernbedienungen zum Steuern elektronischer Geräte
wohlbekannt. Eine Vielzahl von typischerweise in Haushalten zu findenden elektronischen
Geräten sind heutzutage mit Fernbedienungen ausgestattet. Die Fernbedienungen gestatten
es, das zugehörige elektronische Gerät ein-, aus- und umzuschalten. Auch im industriellen
Umfeld ist der Einsatz von Fernbedienungen zur Steuerung und Kontrolle von Anlagen
bekannt.
[0003] Typischerweise ist jedem Gerät eine eigene Fernbedienung zugeordnet. In Umgebungen
mit vielen fernbedienbaren Geräten und Anlagen ist daher eine große Anzahl von Fernbedienungen
notwendig. Die unterschiedlichen Geräten und Anlagen zugeordneten Fernbedienungen
weisen dabei häufig von einander abweichende Bedienkonzepte auf. Dies zwingt den Benutzer
der Fernbedienungen dazu, sich mit einer Anzahl unterschiedlicher Bedienkonzepte vertraut
zu machen.
[0004] Zum Steuern fernbedienbarer Geräte und Anlagen senden herkömmliche Fernbedienungen
in der Regel Steuersignale an das zu steuernde Gerät bzw. die zu steuernde Anlage.
Die Fernbedienung baut hierfür eine direkte Kommunikationsverbindung mit dem zu steuernden
Gerät oder der zu steuernden Anlage auf. Üblicherweise ist diese Kommunikationsverbindung
eine Infrarot-Datenverbindung. Die Fernbedienung sendet Infrarotsignale an das zu
steuernde Gerät, in denen der gewünschte Steuerbefehl codiert ist. Ein Nachteil des
Datenaustauschs per Infrarotsignal besteht in der begrenzten Reichweite der Infrarotsignale
und der Notwendigkeit einer unmittelbaren Sichtverbindung zwischen der Fernbedienung
und dem zu steuernden Gerät oder der zu steuernden Anlage.
[0005] Die
WO 02/43023 A2 beschreibt eine Fernbedienung, die im Zusammenspiel mit einer Steuereinheit eine
Mehrzahl von Geräten ansteuern kann. In der Steuereinheit sind die räumlichen Koordinaten
aller ansteuerbaren Geräte hinterlegt. Die Fernbedienung weist Mittel auf, um die
räumliche Position und Orientierung der Fernbedienung zu erfassen. Die Steuereinheit
ermittelt anhand dieser Daten, ob die Fernbedienung auf eines der steuerbaren Geräte
ausgerichtet ist und wählt dieses Gerät gegebenenfalls zur Steuerung aus.
[0006] Auch die
DE 10 2005 046 218 A1 beschreibt ein Fernbedienungssystem zum Ansteuern einer Mehrzahl von Geräten. Auch
hier ist eine Steuereinheit vorgesehen, die die Raumkoordinaten aller steuerbaren
Geräte vorhält. Wiederum werden die Position und Ausrichtung der Fernbedienung erfasst,
um zu ermitteln, auf welches Gerät die Fernbedienung ausgerichtet ist. Die Raumkoordinaten
der steuerbaren Geräte können alternativ auch in der Fernbedienung selbst hinterlegt
sein.
[0007] Auch die
US 2005/0225453 beschreibt ein Fernbedienungssystem zum Ansteuern einer Mehrzahl von Geräten. Auch
hier ist eine Steuereinheit vorgesehen, die die Raumkoordinaten aller steuerbaren
Geräte vorhält. Wiederum werden die Position und Ausrichtung der Fernbedienung erfasst,
um zu ermitteln, auf welches Gerät die Fernbedienung ausgerichtet ist. Das ausgewählte
Gerät kann durch mit der Fernbedienung ausgeführte Gesten gesteuert werden.
[0008] Bei allen drei Vorschlägen muss die Fernbedienung auf die in der jeweiligen Steuereinheit
hinterlegten Gerätekoordinaten ausgerichtet werden. Dies kann sich als unkomfortabel
erweisen. Bei sehr kleinen, weit entfernten oder versteckt angeordneten Geräten kann
es Schwierigkeiten bereiten, die Fernbedienung ausreichend präzise auszurichten. Dies
gilt umso mehr, falls sich die zu steuernden Geräte außer Sichtweite oder in einem
anderen Raum oder Gebäude befinden.
[0009] Außerdem schränkt die Bindung an die Raumkoordinaten der zu steuernden Geräte die
Flexibilität der bisherigen Vorschläge ein. Es sind keine Möglichkeiten vorgesehen,
um Gruppen von Geräten gemeinsam zu steuern oder vordefinierte komplexe Steuerabläufe
bequem abrufbar anzubieten.
[0010] Auch die
US 2006/0241864 beschreibt ein Fernbedienungssystem zum Ansteuern einer Mehrzahl von Geräten. Es
werden die Raumkoordinaten aller steuerbaren Geräte vorgehalten. Außerdem ist es möglich,
bestimmte Raumkoordinaten mit Geräten zu assoziieren, die sich tatsächlich an anderem
Ort befinden. Ein zu steuerndes Gerät wird ausgewählt, indem die Fernbedienung auf
das Gerät ausgerichtet oder in seine Nähe gebracht wird.
[0011] Dieser Vorschlag vereinfacht somit die Auswahl kleiner oder versteckt angeordneter
Geräte. Eine Möglichkeit, Gruppen von Geräten gemeinsam zu steuern oder vordefinierte
komplexe Steuerabläufe bequem abrufbar anzubieten, ist jedoch nicht vorgesehen.
[0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Steuern
von Objekten anzugeben, das eine Steuerung einer Mehrzahl von Objekten mit nur einem
Zeiger ermöglicht. Es ist weiter Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zum Steuern von Objekten anzugeben, für das keine unmittelbare Sichtverbindung zwischen
Zeiger und zu steuerndem Objekt bestehen muss. Es ist weiter Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, das Steuern von Objekten zu vereinfachen.
[0013] Diese Aufgaben werden durch ein Verfahren zum Steuern von Objekten mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0014] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sind die zu steuernden Objekte in einem Realraum
angeordnet. Der Realraum ist über eine Verknüpfungsvorschrift mit einem mehrdimensionalen
Figurenraum verknüpft. Den zu steuernden Objekten des Realraums sind durch eine Zuordnungsvorschrift
Figuren im Figurenraum zugeordnet. Das Verfahren umfasst ein Feststellen der Position
und Ausrichtung eines Zeigers im Realraum, ein Ermitteln der Position und Ausrichtung
einer dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur im Figurenraum anhand der Position und
Ausrichtung des Zeigers im Realraum und der Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum
und Figurenraum, ein Bestimmen der Figuren des Figurenraums, die von der Auswahlfigur
geschnitten werden, ein Auswählen einer Figur, die von der Auswahlfigur geschnitten
wird, und ein Steuern des der ausgewählten Figur im Figurenraum zugeordneten Objekts
im Realraum.
[0015] Vorteilhafterweise gestattet das erfindungsgemäße Verfahren die Steuerung einer Mehrzahl
von Objekten mit nur einem Zeiger. Dabei muss kein direkter Sichtkontakt zwischen
Zeiger und zu steuerndem Objekt bestehen. Vorteilhafterweise kann die Auswahl eines
zu steuernden Objekts intuitiv dadurch erfolgen, dass mit dem Zeiger auf das Objekt
gezeigt wird.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden zum Definieren des Figurenraums Schritte
zum Festlegen einer mathematischen Verknüpfung zwischen Figurenraum und Realraum,
zum Zuordnen von Figuren zu den zu steuernden Objekten und zum Positionieren der Figuren
im Figurenraum ausgeführt.
[0017] Vorteilhafterweise wird durch die Verknüpfung von Real- und Figurenraum ein hoher
Abstraktionsgrad erreicht, der eine Anpassung des erfindungsgemäßen Verfahrens an
eine Vielzahl von Anwendungsfällen ermöglicht.
[0018] Vorzugsweise werden die Figuren überschneidungsfrei im Figurenraum positioniert.
Dies erleichtert die Auswahl eines zu steuernden Objekts, da die Wahrscheinlichkeit
sinkt, dass eine Auswahlfigur mehr als eine Figur schneidet.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Position und Größe des Figurenraums
und der den zu steuernden Objekten zugeordneten Figuren automatisch entsprechend der
Lage und Größe erfasster, zu steuernder Objekte festgelegt. Dies erleichtert die Erzeugung
eines einem Realraum zugeordneten Figurenraums. Vorteilhafterweise kann die Erzeugung
weitgehend automatisch erfolgen.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zu steuernden Objekte mit einer Steuereinrichtung
verbunden. Dabei werden zum Steuern des der ausgewählten Figur zugeordneten Objekts
Schritte zum Übertragen eines Steuerkommandos vom Zeiger zur Steuereinrichtung und
zum Übertragen des Steuerkommandos von der Steuereinrichtung zum Objekt ausgeführt.
[0021] Vorteilhafterweise ist nach diesem Verfahren eine direkte Kommunikation zwischen
Zeiger und zu steuerndem Objekt nicht notwendig. Dadurch muss keine Sichtverbindung
zwischen Objekt und Zeiger bestehen und die Steuerung kann unabhängig vom Abstand
zwischen Objekt und Zeiger erfolgen.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren zusätzlich Schritte
zum Zuordnen von ein oder mehreren Einstellwerten ein oder mehrerer zu steuernder
Objekte zu einer Einstellungsfigur, zum Positionieren der Einstellungsfigur im Figurenraum,
zum Auswählen der Einstellungsfigur und zum Übertragen der ein oder mehreren Einstellwerte
zu den ein oder mehreren Objekten.
[0023] Dieses Verfahren eröffnet die Möglichkeit, Sätze zueinander passender Einstellungen
für verschiedene steuerbare Objekte zu hinterlegen und wieder abzurufen. Dadurch können
häufig wiederkehrende Szenarien berücksichtigt und passende Einstellungen verschiedener
steuerbarer Objekte müssen nicht jedesmal neu eingegeben werden.
[0024] Bevorzugterweise weist der Zeiger die Form einer Fernbedienung auf. Dadurch müssen
sich Benutzer, die an die Verwenduing einer Fernbedienung gewohnt sind, nicht umgewöhnen.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Zeiger eine berührungsempfindliche
Anzeige auf. Dies erlaubt eine komfortablere Handhabung des Zeigers.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sendet der Zeiger einen Lichtstrahl
in eine festgelegte Richtung aus, deren Orientierung im Realraum der Orientierung
der Auswahlfigur im Figurenraum entspricht. Dadurch wird ein Objekt, auf das der Zeiger
ausgerichtet ist, durch einen Lichtfleck markiert. Dies kann die Auswahl eines zu
steuernden Objekts erleichtern.
[0027] Bevorzugterweise erfolgt das Steuern des ausgewählten Objekts durch Ausführen festgelegter
Bewegungen mit dem Zeiger. Dadurch wird eine intuitive und unkomplizierte Bedienung
des Zeigers möglich.
[0028] Weitere bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den übrigen abhängigen Ansprüchen.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Realraums mit steuerbaren und nicht steuerbaren
Objekten und einem Zeiger;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Figurenraums mit einer Figur, einer Einstellungsfigur
und einer Auswahlfigur;
Figur 3 eine schematische Darstellung eines Objekts und einer zugeordneten Figur;
Figur 4 eine schematische Darstellung einer Mehrzahl von Objekten mit einer zugeordneten
Figur;
Figur 5 eine schematische Darstellung einer Mehrzahl von Objekten mit zugeordneten
Figuren;
Figur 6 eine schematische Darstellung eines Objekts mit einer Mehrzahl zugeordneter
Figuren;
Figur 7 eine schematische Darstellung eines Gebäudeplans mit einer Mehrzahl zweidimensionaler
Figuren;
Figur 8 eine schematische Darstellung eines Steuergeräts, das mit zwei Objekten, einem
Zeiger und einem Positionserfassungsgerät verbunden ist;
Figur 9 ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Steuern von Objekten;
Figur 10 eine schematische Darstellung eines Verfahrens zum Steuern von Objekten;
Figur 11 ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Definieren eines Figurenraums;
Figur 12 eine schematische Darstellung eines Zeigers;
Figur 13 eine schematische Darstellung eines Zeigers mit zugeordneter Auswahlfigur;
Figur 14 eine schematische Darstellung eines Zeigers mit zugeordneter Auswahlfigur;
Figur 15 eine schematische Darstellung eines Zeigers mit zugeordneter Auswahlfigur;
Figur 16 eine schematische Darstellung eines Zeigers mit zugeordneter Auswahlfigur;
Figur 17 eine schematische Darstellung eines Zeigers mit zugeordneter Auswahlfigur;
Figur 18 eine schematische Darstellung eines Zeigers mit zugeordneter Auswahlfigur;
Figur 19 eine schematische Darstellung eines Zeigers und mehrerer von der zugeordneten
Auswahlfigur geschnittener Figuren;
Figur 20 eine schematische Darstellung eines Zeigers und einer zugeordneten Auswahlfigur;
Figur 21 eine schematische Darstellung einer Auswahlfigur und einer Mehrzahl von Figuren;
Figur 22 eine schematische Darstellung eines Zeigers und eines Positionserfassungssystems;
Figur 23 eine schematische Darstellung eines Zeigers und eines Positionserfassungssystems;
Figur 24 eine schematische Darstellung eines ortsfesten Zeigers;
Figur 25 eine schematische Darstellung eines steuerbaren Objekts und eines Zeigers.
[0030] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Realraums 100. Der Realraum 100
kann beispielsweise ein Raum in einem Gebäude, etwa einer Wohnung oder einer Fabrik
sein. Der Realraum 100 kann sich auch außerhalb eines Gebäudes befinden. Der Realraum
100 kann eine beliebige Größe aufweisen. Der Realraum 100 kann auch mehrere Räume
eines Gebäudes oder einen Teil eines Raumes eines Gebäudes umfassen.
[0031] Dem Realraum 100 kann ein dreidimensionales kartesisches Koordinatensystem mit einer
ersten Achse x
1, einer zweiten Achse y
1 und einer dritten Achse z
1 zugeordnet werden. Die Achsen x
1, y
1, z
1 stehen jeweils senkrecht aufeinander.
[0032] In dem Realraum 100 befindet sich ein steuerbares Objekt 101. Das steuerbare Objekt
101 kann beispielsweise ein elektrisches oder elektronisches Gerät, etwa ein Heimelektronikgerät
oder eine Anlage in einer Fabrik sein. Beispielsweise kann es sich bei dem steuerbaren
Objekt 101 um einen Fernseher handeln. Das steuerbare Objekt 101 weist von einem Benutzer
veränderbare Einstellungsmöglichkeiten auf. Im Falle eines Fernsehers kann der Benutzer
beispielsweise das wiedergegebene Programm oder die Lautstärke einstellen. Falls es
sich bei dem steuerbaren Objekt 101 um eine Lampe handelt, so kann beispielsweise
deren Helligkeit gesteuert werden. Falls es sich bei dem steuerbaren Objekt 101 um
eine in einer Fabrik befindliche Anlage handelt, so können Einstellungen dieser Anlage
verändert werden.
[0033] Weiterhin befindet sich im Realraum 100 ein nicht steuerbares Objekt 102. Bei dem
nicht steuerbaren Objekt 102 kann es sich um ein beliebiges Objekt handeln, das keine
Steuerungsmöglichkeiten für einen Nutzer vorsieht. Das nicht steuerbare Objekt 102
kann beispielsweise eine Zimmerpflanze, ein an einer Wand angebrachtes Schild oder
eine nicht steuerbare Anlage einer Fabrik sein.
[0034] Der Realraum 100 kann neben dem dargestellten steuerbaren Objekt 101 und dem dargestellten
nicht steuerbaren Objekt 102 eine beliebige Anzahl weiterer steuerbarer und nicht
steuerbarer Objekte aufweisen. Die steuerbaren und nicht steuerbaren Objekte können
innerhalb des Realraums beliebig angeordnet sein. Falls der Realraum 100 mehrere Räume
oder Gebäudeteile eines Gebäudes umfasst, so können die steuerbaren und nicht steuerbaren
Objekte in unterschiedlichen Räumen oder Gebäudeteilen des Realraums 100 angeordnet
sein.
[0035] Figur 1 zeigt weiter einen im Realraum 100 angeordneten Zeiger 103. Der Zeiger 103
dient zur Steuerung des steuerbaren Objekts 101 und anderer steuerbarer Objekte des
Realraums 100. Der Zeiger 103 kann die Form einer Fernbedienung aufweisen, wie sie
etwa für Fernsehgeräte bekannt sind. Der Zeiger 103 kann auch die Form eines Mobiltelefons
oder eine beliebige andere Form aufweisen. In der Darstellung von Figur 1 handelt
es sich bei dem Zeiger 103 um eine frei im Realraum 100 bewegliche Vorrichtung.
[0036] An jedem Punkt im Realraum 100 weist der Zeiger 103 eine Position auf, die sich in
Bezug auf die Koordinatenachsen x
1, y
1, z
1 angeben lässt. Zusätzlich lässt sich der Zeiger 103 um beliebige Achsen drehen. Zu
jedem Zeitpunkt weist der Zeiger 103 eine Orientierung innerhalb des Realraums 100
auf, die sich beispielsweise durch einen Richtungsvektor ausdrücken lässt, der in
Einheiten der Koordinatenachsen x
1, y
1, z
1 angegeben werden kann. In Figur 1 ist eine Sichtlinie 104 eingezeichnet, die die
Orientierung des Zeigers 103 angibt. Im Beispiel von Figur 1 steht die Sichtlinie
104 senkrecht auf einer Außenfläche des Zeigers 103. Falls der Zeiger 103 die Form
einer Fernbedienung aufweist, kann die Sichtlinie 104 beispielsweise senkrecht auf
einer Stirnfläche des Zeigers 103 stehen. In Figur 1 ist der Zeiger 103 derart orientiert,
dass die Sichtlinie 104 in Richtung des steuerbaren Objekts 101 ausgerichtet ist.
Dies entspricht der intuitiven Verwendung einer herkömmlichen Fernbedienung, die zur
Steuerung des steuerbaren Objekts 101 dient.
[0037] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines mit dem Realraum 100 verknüpften
Figurenraums 200. Der Figurenraum 200 kann ein ein-, zwei- oder dreidimensionaler
Figurenraum sein. In der Darstellung von Figur 2 ist der Figurenraum 200 ein dreidimensionaler
Figurenraum mit einem kartesischen Koordinatensystem mit Achsen x
2, y
2, z
2, die jeweils senkrecht aufeinander stehen. Der Figurenraum 200 ist mit dem Realraum
100 über eine Verknüpfungsvorschrift verknüpft. Die Verknüpfungsvorschrift kann als
Zusammenhang zwischen dem kartesischen Koordinatensystem mit Achsen x
1, y
1, z
1 des Realraums 100 und dem kartesischen Koordinatensystem mit Achsen x
2, y
2, z
2 des Figurenraums 200 verstanden werden. Bei der Verknüpfungsvorschrift kann es sich
beispielsweise um eine lineare Abbildung handeln. Die Verknüpfungsvorschrift kann
eine Translation, eine Rotation und eine Vergrößerung oder Verkleinerung umfassen.
Die Verknüpfungsvorschrift kann auch beliebige andere mathematische Operationen oder
Verknüpfungsvorschriften umfassen. In einem einfachen Fall ist die Verknüpfungsvorschrift
zwischen Realraum 100 und Figurenraum 200 eine identische Abbildung. In diesem Fall
liegen Realraum 100 und Figurenraum 200 deckungsgleich aufeinander.
[0038] Der Figurenraum 200 kann eine beliebige Ausdehnung aufweisen. Der Figurenraum 200
kann größer, kleiner oder gleichgroß wie der Realraum 100 sein.
[0039] Im Figurenraum 200 ist eine Figur 201 angeordnet. Die Figur 201 ist dem steuerbaren
Objekt 101 des Realraums 100 über eine Zuordnungsvorschrift zugeordnet. Die Figur
201 kann an unterschiedlichen Positionen innerhalb des Figurenraums 200 angeordnet
sein und unterschiedliche Größen und Orientierungen innerhalb des Figurenraums 200
aufweisen. Falls der Figurenraum 200 dem Realraum 100 deckungsgleich überlagert ist,
kann die Figur 201 vorzugsweise an derselben Position innerhalb des Figurenraums 200
angeordnet sein, an der das der Figur 201 zugeordnete steuerbare Objekt 101 im Realraum
100 angeordnet ist. Vorzugsweise hat die Figur 201 in diesem Fall eine ähnliche Form
wie das steuerbare Objekt 101 und weist eine ähnliche Größe und wie das steuerbare
Objekt 101 auf. Das im Realraum 100 angeordnete steuerbare Objekt 101 kann eine komplizierte
Geometrie aufweisen. In diesem Fall kann die Form der Figur 201 vorzugsweise vereinfacht
werden. Falls das steuerbare Objekt 101 ein Fernsehgerät ist, kann dem steuerbaren
Objekt 101 beispielsweise eine quaderförmige Figur 201 im Figurenraum 200 zugeordnet
werden.
[0040] Figur 2 zeigt weiterhin eine im Figurenraum 200 angeordnete Auswahlfigur 203. Die
Auswahlfigur 203 im Figurenraum 200 ist dem Zeiger 103 im Realraum 100 über eine Zuordnungsvorschrift
zugeordnet. Position und Orientierung der Auswahlfigur 203 im Figurenraum 200 entsprechen
gemäß der Verknüpfungsvorschrift von Figurenraum 200 und Realraum 100 der Position
und Orientierung des Zeigers 103 im Realraum 100.
[0041] Im dargestellten Beispiel von Figur 2 weist die Auswahlfigur 203 die Form eines Kegels
auf. Die Auswahlfigur 203 kann auch eine beliebige andere Form haben, beispielsweise
die Form eines Zylinders, einer Pyramide, eines Quaders, eines Tetraeders, eines Prismas,
einer Geraden oder eines fächerförmigen Geradenbündels oder eine andere geometrische
Form.
[0042] Im Beispiel von Figur 2 befindet sich die Spitze der kegelförmigen Auswahlfigur 203
an der Position des Figurenraums 200, die über die Verknüpfungsvorschrift zwischen
Figurenraum 200 und Realraum 100 mit der Position des Zeigers 103 im Realraum 100
verknüpft ist. In Figur 1 ist eine senkrecht auf einer Oberfläche des Zeigers 103
stehende Sichtlinie 104 auf das steuerbare Objekt 101 des Realraums 100 ausgerichtet.
Entsprechend schneidet die Auswahlfigur 203 in Figur 2 die Figur 201. In den in Figuren
1 und 2 gezeigten Beispielen sind die Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum 100
und Figurenraum 200 und die Zuordnungsvorschrift zwischen steuerbarem Objekt 101 und
Figur 201 derart gewählt, dass die Auswahlfigur 203 die Figur 201 dann schneidet,
wenn eine senkrecht auf einer Oberfläche des Zeigers 103 stehende Sichtlinie 104 auf
das steuerbare Objekt 101 des Realraums 100 ausgerichtet ist. Verknüpfungsvorschrift
und Zuordnungsvorschrift könnten jedoch in anderen Ausführungsformen auch so gewählt
werden, dass die Auswahlfigur 203 die Figur 201 nicht schneidet, wenn der Zeiger 103
auf das steuerbare Objekt 101 ausgerichtet ist. Stattdessen könnte die Auswahlfigur
203 die Figur 201 bei einer anderen Ausrichtung des Zeigers 103 im Realraum 100 schneiden.
[0043] Der in Figur 2 dargestellte Figurenraum 200 weist zusätzlich eine Einstellungsfigur
202 auf. Die Einstellungsfigur 202 ist keinem Objekt des Realraums 100 aus Figur 1
zugeordnet. Die Einstellungsfigur 202 repräsentiert einen Satz von Einstellwerten
für eines oder mehrere steuerbare Objekte des Realraums 100. Beispielsweise kann die
Einstellungsfigur 202 einen oder mehrere Einstellwerte für das steuerbare Objekt 101
aus Figur 1 repräsentieren. Die Einstellungsfigur 202 befindet sich an der Position
des Figurenraums 200, die mit der Position des nicht steuerbaren Objekts 102 im Realraum
100 aus Figur 1 verknüpft ist. Dies hat zur Folge, dass die Auswahlfigur 203 die Einstellungsfigur
202 im Figurenraum 200 dann schneidet, wenn der Zeiger 103 im verknüpften Realraum
100 aus Figur 1 auf das nicht steuerbare Objekt 102 ausgerichtet wird. Die Einstellungsfigur
202 könnte jedoch auch an einer beliebigen anderen Position innerhalb des Figurenraums
200 angeordnet sein. Der Figurenraum 200 könnte auch weitere Einstellungsfiguren aufweisen.
Die Einstellungsfigur 202 kann auch entfallen.
[0044] Figur 3 verdeutlicht noch einmal den Zusammenhang zwischen einem in einem Realraum
angeordneten steuerbaren Objekt 300 und einer in einem mit dem Realraum verknüpften
Figurenraum angeordneten Figur 301. Das steuerbare Objekt kann beispielsweise eine
Lampe mit einstellbarer Helligkeit oder eine Musikanlage mit einstellbarer Lautstärke
sein. Die Figur 301 ist dem Objekt 300 über eine Zuordnungsvorschrift zugeordnet.
Die Figur 301 kann die gleiche Geometrie wie das Objekt 300 aufweisen. Die Figur 301
kann jedoch auch eine andere Geometrie als das Objekt 300 aufweisen. Beispielsweise
kann die Geometrie der Figur 301 gegenüber der Geometrie des Objekts 300 vereinfacht
sein. Die Figur 301 kann sich an der Position des Figurenraums befinden, die mit der
Position des Objekts 300 im Realraum verknüpft ist. Die Figur 301 kann sich jedoch
auch an einer anderen Position des Figurenraums befinden. Im in Figur 3 dargestellten
Beispiel ist dem Objekt 300 die Figur 301 zugeordnet und der Figur 301 ist das Objekt
300 zugeordnet.
[0045] In Figur 4 sind schematisch drei in einem Realraum angeordnete steuerbare Objekte
400, 401, 402 dargestellt. Die im Realraum angeordneten steuerbaren Objekte 400, 401,
402 können beispielsweise drei Lampen mit steuerbarer Helligkeit sein. Den drei im
Realraum angeordneten steuerbaren Objekten 400, 401, 402 ist eine Figur 403 über eine
Zuordnungsvorschrift zugeordnet, die in einem mit dem Realraum über eine Verknüpfungsvorschrift
verknüpften Figurenraum angeordnet ist. Im in Figur 4 dargestellten Beispiel ist den
drei steuerbaren Objekten 400, 401, 402 somit eine gemeinsame Figur 403 zugeordnet.
Der Figur 403 sind die drei steuerbaren Objekte 400, 401, 402 zugeordnet.
[0046] Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung drei in einem Realraum angeordnete Objekte
500, 502, 504. Die steuerbaren Objekte 500, 502, 504 können beispielsweise Lampen
mit steuerbarer Helligkeit sein. Den im Realraum angeordneten Objekten 500, 502, 504
sind in einem mit dem Realraum über eine Verknüpfungsvorschrift verknüpften Figurenraum
angeordnete Figuren 501, 503, 505 über eine Zuordnungsvorschrift zugeordnet. Dem Objekt
500 ist die Figur 501 zugeordnet. Dem Objekt 502 ist die Figur 503 zugeordnet. Dem
Objekt 504 ist die Figur 505 zugeordnet. Jedes der Objekte 500, 502, 504 ist somit
einer der Figuren 501, 503, 505 zugeordnet. Jede der Figuren 501, 503, 505 ist einem
der Objekte 500, 502, 504 zugeordnet.
[0047] Die Figuren 501, 503, 505 sind im Figurenraum innerhalb einer weiteren Figur 506
angeordnet. Die Figuren 501, 503, 505 sind somit im Figurenraum zu der Figur 506 zusammengefasst
oder gruppiert. Jedes der im Realraum angeordneten Objekte 500, 502, 504 ist somit
auch der Figur 506 im Figurenraum zugeordnet. Die Figur 506 im Figurenraum ist jedem
der Objekte 500, 502, 504 im Realraum zugeordnet. Das Objekt 500 im Realraum ist sowohl
der Figur 501 als auch der Figur 506 im Figurenraum zugeordnet. Das Objekt 502 im
Realraum ist sowohl der Figur 503 als auch der Figur 506 im Figurenraum zugeordnet.
Das Objekt 504 ist sowohl der Figur 505 als auch der Figur 506 im Figurenraum zugeordnet.
[0048] In Figur 6 ist schematisch ein steuerbares Objekt 600 dargestellt, das in einem Realraum
angeordnet ist. Bei dem steuerbaren Objekt 600 kann es sich beispielsweise um eine
Fabrik handeln. Dem im Realraum angeordneten steuerbaren Objekt 600 sind über eine
Zuordnungsvorschrift drei Figuren 601, 602, 603 zugeordnet, die in einem mit dem Realraum
über eine Verknüpfungsvorschrift verknüpften Figurenraum angeordnet sind. Im in Figur
6 dargestellten Beispiel sind somit einem steuerbaren Objekt 600 im Realraum mehrere
Figuren 601, 602, 603 im verknüpften Figurenraum zugeordnet. Wie in Figur 5 können
die in Figur 6 gezeigten Figuren 601, 602, 603 weitere Figuren enthalten, die in der
Figur 6 nicht dargestellt sind.
[0049] Figur 7 zeigt in schematischer Ansicht einen Gebäudeplan 702. Der Gebäudeplan 702
bildet ein Gebäude mit darin befindlichen steuerbaren Objekten ab. Das auf dem Gebäudeplan
702 abgebildete Gebäude kann beispielsweise ein Bürogebäude mit darin befindlichen
steuerbaren Objekten sein. Die im Bürogebäude befindlichen steuerbaren Objekte können
beispielsweise Lampen, Klimaanlagen, Lautsprecher, Jalousien, Computer oder sonstige
steuerbare Geräte sein.
[0050] Der Gebäudeplan 702 ist in einem Realraum angeordnet. Der Gebäudeplan 702 kann sich
beispielsweise an einer Wand des auf dem Gebäudeplan 702 abgebildeten Gebäudes befinden.
Der Realraum, in dem der Gebäudeplan 702 angeordnet ist, ist über eine Verknüpfungsvorschrift
mit einem Figurenraum verknüpft. Den auf dem Gebäudeplan 702 abgebildeten steuerbaren
Objekten sind über eine Zuordnungsvorschrift im Figurenraum angeordnete Figuren 703
zugeordnet. Die Figuren 703 sind zweidimensionale Figuren. Die zweidimensionalen Figuren
703 sind derart im Figurenraum angeordnet, dass die Position der Figuren 703 im Figurenraum
über die Verknüpfungsvorschrift zwischen Figurenraum und Realraum mit einer Position
im Realraum verknüpft ist, die sich auf dem im Realraum angeordneten Gebäudeplan 702
befindet. Die Figur 703 befindet sich im Figurenraum dort, wo das der Figur 703 zugeordnete
steuerbare Objekt im Realraum auf dem Gebäudeplan 702 abgebildet ist. Wird nun im
Realraum ein Zeiger 700 derart ausgerichtet, dass eine senkrecht auf einer Oberfläche
des Zeigers 700 stehende Sichtlinie 701 eine Abbildung eines steuerbaren Objekts auf
dem Gebäudeplan 702 schneidet, so schneidet im mit dem Realraum verknüpften Figurenraum
eine dem Zeiger 700 zugeordnete Auswahlfigur eine dem geschnittenen steuerbaren Objekt
zugeordnete Figur 703. Der im Realraum angeordnete Gebäudeplan 702 erlaubt damit eine
einfache und komfortable Auswahl aller in unterschiedlichen Gebäudeteilen angeordneten
steuerbaren Objekte.
[0051] In Figur 8 ist ein schematisches Blockschaltbild einer Anordnung zum Steuern eines
oder mehrerer steuerbarer Objekte dargestellt. Figur 8 zeigt einen Zeiger 800, der
zur Steuerung eines ersten steuerbaren Objekts 801 und eines zweiten steuerbaren Objekts
802 verwendet werden kann. Der Zeiger 800 ist über eine Kommunikationsverbindung 810
mit einem Steuergerät 803 verbunden. Bei dem Steuergerät 803 kann es sich beispielsweise
um einen Computer handeln. Die Kommunikationsverbindung 810 kann eine drahtgebundene,
bevorzugt jedoch eine drahtlose Kommunikationsverbindung 810 sein. Die Kommunikationsverbindung
810 kann eine bekannte drahtlose Kommunikationsverbindung, beispielsweise eine Bluetooth-Verbindung
oder eine WLAN-Verbindung sein. Das Steuergerät 803 ist über eine erste Steuerverbindung
811 mit dem ersten steuerbaren Objekt 801 verbunden. Das Steuergerät 803 ist über
eine zweite Steuerverbindung 812 mit dem zweiten steuerbaren Objekt 802 verbunden.
Die Steuerverbindungen 811, 812 können drahtgebundene oder drahtlose Steuerverbindungen
sein. Beispielsweise können die Steuerverbindungen 811, 812 Infrarot-Steuerverbindungen
sein. In diesem Fall können für die Steuerverbindungen 811, 812 eventuell bereits
vorhandene Schnittstellen der steuerbaren Objekte 801, 802 genutzt werden, die zur
Steuerung der steuerbaren Objekte 801, 802 mit einer herkömmlichen Fernbedienung vorgesehen
sind.
[0052] Das Blockschaltbild aus Figur 8 zeigt weiter ein Positionserfassungsgerät 804. Das
Positionserfassungsgerät 804 ist über eine Datenverbindung 813 mit dem Steuergerät
803 verbunden. Die steuerbaren Objekte 801, 802, das Steuergerät 803, der Zeiger 800
und das Positionserfassungsgerät 804 sind in einem Realraum angeordnet. Das Positionserfassungsgerät
804 kann über eine Positionserkennung 814 die Position und Ausrichtung des Zeigers
800 im Realraum erfassen. Das Positionserfassungsgerät 804 teilt die erfasste Position
und Ausrichtung des Zeigers 800 über eine Datenverbindung 813 an das Steuergerät 803
mit. Die Datenverbindung 813 kann eine drahtgebundene oder eine drahtlose Datenverbindung
sein.
[0053] Das Steuergerät 803 ermittelt anhand der erfassten Position und Ausrichtung des Zeigers,
anhand einer im Steuergerät 803 hinterlegten Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum
und Figurenraum und einer im Steuergerät 803 hinterlegten Zuordnungsvorschrift zur
Zuordnung von im Realraum angeordneten steuerbaren Objekten 801, 802 zu im Figurenraum
angeordneten Figuren, welche der im Figurenraum angeordneten Figuren von der dem Zeiger
800 zugeordneten Auswahlfigur im Figurenraum geschnitten wird. Anschließend ermittelt
das Steuergerät 803 das der geschnittenen Figur zugeordnete steuerbare Objekt 801,
802 des Realraums. Falls die Auswahlfigur im Figurenraum mehr als eine Figur schneidet,
so erlaubt das Steuergerät 803 die Auswahl einer bestimmten Figur nach einem später
erläuterten Verfahren.
[0054] Das Steuergerät 803 teilt dem Zeiger 800 über die Kommunikationsverbindung 810 mit,
welches steuerbare Objekt 801, 802 der ausgewählten geschnittenen Figur zugeordnet
ist. Der Zeiger 800 kann das ausgewählte steuerbare Objekt 801, 802 dem Benutzer des
Zeigers 800 beispielsweise über einen Bildschirm mitteilen. Falls die dem Zeiger 800
zugeordnete Auswahlfigur die dem ersten steuerbaren Objekt 801 zugeordnete Figur schneidet,
so teilt der Zeiger 800 dem Benutzer mit, dass das erste steuerbare Objekt 801 ausgewählt
wurde. Der Benutzer des Zeigers 800 kann nun über Bedienelemente des Zeigers 800 Steuerkommandos
für das erste steuerbare Objekt 801 eingeben. Der Zeiger 800 übermittelt die eingegebenen
Steuerkommandos über die Kommunikationsverbindung 810 an das Steuergerät 803. Das
Steuergerät 803 übermittelt die eingegebenen Steuerkommandos über die erste Steuerverbindung
811 an das erste steuerbare Objekt 801. Das erste steuerbare Objekt 801 führt die
eingegebenen Steuerkommandos aus. Das erste steuerbare Objekt 801 kann über die erste
Steuerverbindung 811 auch eine Antwort auf das Steuerkommando an das Steuergerät 803
senden. Das Steuergerät 803 übermittelt die Antwort über die Kommunikationsverbindung
810 an den Zeiger 800. Der Zeiger 800 kann die Antwort des ersten steuerbaren Objekts
801 auf seinem Bildschirm darstellen.
[0055] In Figur 9 ist das beschriebene Verfahren zum Steuern von Objekten noch einmal schematisch
anhand eines Ablaufdiagramms dargestellt. In einem ersten Verfahrensschritt 900 werden
Position und Ausrichtung eines Zeigers in einem Realraum festgestellt. Position und
Ausrichtung des Zeigers im Realraum können beispielsweise mit einem weiter unten genauer
beschriebenen Positionserfassungsgerät festgestellt werden.
[0056] In einem zweiten Verfahrensschritt 901 werden Position und Ausrichtung einer dem
Zeiger zugeordneten Auswahlfigur im Figurenraum anhand der Position und Ausrichtung
des Zeigers im Realraum und einer Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum und Figurenraum
ermittelt.
[0057] In einem dritten Verfahrensschritt 902 werden diejenigen im Figurenraum angeordneten
Figuren bestimmt, die von der Auswahlfigur geschnitten werden.
[0058] In einem vierten Verfahrensschritt 903 wird eine der im vorhergehenden Verfahrensschritt
902 bestimmten, von der Auswahlfigur geschnittenen Figuren des Figurenraums ausgewählt.
Die Auswahl kann automatisch anhand unten beschriebener Kriterien oder manuell durch
einen Benutzer erfolgen.
[0059] In einem fünften Verfahrensschritt 904 wird das der im vierten Verfahrensschritt
903 ausgewählten Figur zugeordnete steuerbare Objekt im Realraum ermittelt. Anschließend
wird dieses Objekt des Realraums gesteuert.
[0060] In Figur 10 sind die Zusammenhänge zwischen Realraum 1001, Figurenraum 1004, Zeiger
1000, Auswahlfigur 1003, Objekt 1002 und Figur 1005 schematisch dargestellt. Ein Realraum
1001 ist über eine Verknüpfungsvorschrift 1007 mit einem Figurenraum 1004 verknüpft.
Die Verknüpfungvorschrift 1007 verknüpft ein Koordinatensystem des Realraums 1001
mit einem Koordinatensystem des Figurenraums 1004.
[0061] Einem Zeiger 1000 ist über eine Zuordnungsvorschrift 1006 eine Auswahlfigur 1003
zugeordnet. Die Zuordnungsvorschrift 1006 gibt den Zusammenhang zwischen Position
und Orientierung des Zeigers 1000 im Realraum 1001 und Position und Orientierung der
Auswahlfigur 1003 im Figurenraum 1004 an. Die Zuordnungsvorschrift 1006 gibt auch
Größe und Form der Auswahlfigur 1003 an.
[0062] Einem steuerbaren Objekt 1002 ist über eine Zuordnungsvorschrift 1008 eine Figur
1005 zugeordnet. Die Zuordnungsvorschrift 1008 gibt Größe und Form der Figur 1005
und deren Position im Figurenraum 1004 an.
[0063] Der Zeiger 1000 und das steuerbare Objekt 1002 sind im Realraum 1001 angeordnet.
Die Auswahlfigur 1003 und die Figur 1005 sind in dem Figurenraum 1004 angeordnet.
[0064] Wenn das steuerbare Objekt 1002 gesteuert werden soll, nimmt der Zeiger 1000 eine
festgelegte Ausrichtung 1009 in Bezug auf das Objekt 1002 ein. In einer einfachen
Ausführungsform wird der Zeiger 1000 beispielsweise auf das Objekt 1002 ausgerichtet.
Über ein Positionserfassungsgerät werden eine Position und Orientierung 1010 des Zeigers
1000 im Realraum 1001 ermittelt. Über eine Verknüpfung 1011 werden Position und Orientierung
1010 des Zeigers 1000 im Realraum 1001 in eine Position und Orientierung 1012 der
Auswahlfigur 1003 im Figurenraum 1004 umgerechnet. Daraus wird ein Schnitt 1013 der
Auswahlfigur 1003 mit der Figur 1005 festgestellt. Über eine Zuordnung 1014 wird von
der geschnittenen Figur 1005 auf das steuerbare Objekt 1002 geschlossen. Anschließend
kann das steuerbare Objekt 1002 gesteuert werden.
[0065] Das beschriebene Verfahren setzt eine Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum und
Figurenraum und eine Zuordnungsvorschrift zwischen steuerbaren Objekten und zugeordneten
Figuren voraus. Ein Verfahren zum Definieren von Figurenraum, Verknüpfungs- und Zuordnungsvorschrift
ist in Figur 11 schematisch anhand eines Ablaufdiagramms dargestellt.
[0066] In einem ersten Verfahrensschritt 1100 wird eine mathematische Verknüpfungsvorschrift,
die Realraum und Figurenraum miteinander verknüpft, festgelegt. Die mathematische
Verknüpfungsvorschrift bildet Realraum und Figurenraum aufeinander ab. Die mathematische
Verknüpfungsvorschrift kann beispielsweise Rotationen, Translationen und Skalierungen
umfassen. In einer einfachen Ausführungsform bildet die mathematische Verknüpfungsvorschrift
Realraum und Figurenraum derart identisch aufeinander ab, dass Realraum und Figurenraum
deckungsgleich aufeinander liegen.
[0067] In einem zweiten Verfahrensschritt 1101 werden den im Realraum angeordneten steuerbaren
Objekten Figuren zugeordnet. Die Figuren können dieselbe geometrische Form wie die
steuerbaren Objekte aufweisen. Die Figuren können auch eine gegenüber den steuerbaren
Objekten vereinfachte geometrische Form aufweisen. Beispielsweise können den steuerbaren
Objekten Figuren in Form einfacher geometrischer Grundkörper wie Quader, Kugel, Zylinder
und Pyramide zugeordnet werden. Die Figuren können eine andere Dimensionalität als
die steuerbaren Objekte aufweisen. Beispielsweise können dreidimensionalen steuerbaren
Objekten zweidimensionale Figuren zugeordnet werden. Die Ausdehnung der Figuren im
Figurenraum ist von der Ausdehnung der steuerbaren Objekte im Realraum unabhängig.
Die Figuren im Figurenraum können die gleiche Größe aufweisen wie die Objekte im Realraum.
Die Figuren können aber auch größer oder kleiner als die Objekte sein.
[0068] In einem dritten Verfahrensschritt 1102 werden die den zu steuernden Objekten zugeordneten
Figuren im Figurenraum angeordnet. Die Figuren können derart im Figurenraum angeordnet
werden, dass eine Ausrichtung des Zeigers auf ein im Realraum befindliches Objekt
eine Ausrichtung der dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur auf die dem Objekt zugeordnete
Figur bewirkt. Die Figuren können aber auch an anderen Positionen des Figurenraums
angeordnet werden. Beispielsweise können die Figuren, wie in Abbildung 7 dargestellt,
derart im Figurenraum angeordnet werden, dass eine Ausrichtung des Zeigers auf eine
im Realraum befindliche Abbildung des Objekts einen Schnitt zwischen der dem Zeiger
zugeordneten Auswahlfigur und der im Figurenraum angeordneten Figur bewirkt.
[0069] Figur 12 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1200 zur Verwendung in
einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Steuern von Objekten. Der Zeiger 1200 weist
einen Bildschirm 1201 auf. Der Bildschirm 1201 kann beispielsweise ein Flüssigkristallbildschirm
sein. Der Bildschirm 1201 des Zeigers 1200 kann zur Anzeige von Informationen dienen.
Beispielsweise kann auf dem Bildschirm 1201 das momentan ausgewählte steuerbare Objekt
angegeben werden. Im Fall, dass die dem Zeiger 1200 zugeordnete Auswahlfigur eine
Mehrzahl von im Figurenraum angeordneten Figuren schneidet, kann auf dem Bildschirm
1201 eine Liste der den geschnittenen Auswahlfiguren zugeordneten Objekte angezeigt
werden. Dies ermöglicht es dem Benutzer, eines der angezeigten Objekte auszuwählen.
Der Benutzer kann seine Auswahl beispielsweise über Bedienelemente 1202 des Zeigers
1200 treffen. In einer anderen Ausführungsform ist der Bildschirm 1201 des Zeigers
1200 ein berührungsempfindlicher Bildschirm. In diesem Fall kann der Benutzer des
Zeigers 1200 seine Auswahl durch Berühren des Bildschirms 1201 treffen. Der Bildschirm
1201 kann auch zur Anzeige von durch das ausgewählte steuerbare Objekt gelieferten
Informationen dienen. Der Bildschirm 1201 des Zeigers 1200 kann auch beliebige andere
Informationen anzeigen.
[0070] Einem in einem Realraum beweglichen Zeiger ist über eine Zuordnungsvorschrift eine
Auswahlfigur in einem Figurenraum zugeordnet. Figuren 13 bis 18 zeigen unterschiedliche
Ausführungsformen der geometrischen Form einer Auswahlfigur.
[0071] Figur 13 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1300 und der dem Zeiger
1300 zugeordneten Auswahlfigur 1301. Die Auswahlfigur 1301 weist die Form einer Halbgeraden
bzw. eines Strahls auf. Die Auswahlfigur 1301 dehnt sich von einem von der Position
des Zeigers 1300 im Realraum abhängigen Startpunkt im Figurenraum linienförmig in
eine von der Ausrichtung des Zeigers 1300 im Realraum abhängige Raumrichtung des Figurenraums
aus. Die Auswahlfigur 1301 kann eine festgelegte endliche Länge aufweisen, kann aber
auch unendlich ausgedehnt sein.
[0072] Figur 14 zeigt schematisch einen Zeiger 1400 und eine dem Zeiger 1400 zugeordnete
Auswahlfigur 1401 im Figurenraum. Die Auswahlfigur 1401 weist die Form eines Strahlbündels
auf. Das Strahlbündel der Auswahlfigur 1401 dehnt sich in Form einer Mehrzahl von
Strahlen von einem Startpunkt im Figurenraum in unterschiedliche Richtungen des Figurenraums
aus. Die einzelnen Strahlen des Strahlbündels der Auswahlfigur 1401 können innerhalb
einer im Figurenraum angeordneten Ebene liegen. In diesem Fall weist das Strahlbündel
der Auswahlfigur 1401 eine fächerförmige Gestalt auf. Die Strahlen des Strahlbündels
der Auswahlfigur 1401 können aber auch in beliebige andere Raumrichtungen des Figurenraums
zeigen. Die Strahlen des Strahlbündels der Auswahlfigur 1401 können endliche oder
unendliche Länge aufweisen.
[0073] Figur 15 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1500 und einer dem Zeiger
1500 im Figurenraum zugeordneten Auswahlfigur 1501. Die Auswahlfigur 1501 weist die
Form eines Kegels auf. Die Spitze des Kegels der Auswahlfigur 1501 befindet sich an
einem Punkt im Figurenraum. Von diesem Punkt dehnt sich der Kegel der Auswahlfigur
1501 endlich oder unendlich weit in eine von der Orientierung des Zeigers 1500 im
Realraum abhängige Richtung in den Figurenraum aus.
[0074] Figur 16 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1600 und einer dem Zeiger
1600 im Figurenraum zugeordneten Auswahlfigur, die aus einem ersten Teil 1601 und
einem zweiten Teil 1602 besteht. Der erste Teil 1601 der Auswahlfigur ist linienförmig.
Von einem im Figurenraum angeordneten Startpunkt aus dehnt sich der erste Teil der
Auswahlfigur 1601 über eine festgelegte Länge in eine von der Orientierung des Zeigers
1600 im Realraum abhängige Richtung im Figurenraum aus. Der zweite Teil 1602 der Auswahlfigur
weist eine rechteckige Form auf. Der zweite Teil 1602 der Auswahlfigur ist am Ende
des ersten Teils 1601 derart angeordnet, dass der linienförmige erste Teil 1601 der
Auswahlfigur senkrecht auf dem rechteckigen zweiten Teil 1602 der Auswahlfigur steht.
Der zweite Teil 1602 der Auswahlfigur kann auch eine Kreisoder andere Form aufweisen.
Die Länge des ersten Teils 1601 der Auswahlfigur und die Größe des zweiten Teils 1602
der Auswahlfigur können fest vorgegeben oder vom Benutzer des Zeigers 1600 einstellbar
sein.
[0075] Figur 17 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1700 und einer dem Zeiger
1700 zugeordneten Auswahlfigur, die aus einem ersten Teil 1701 und einem zweiten Teil
1702 besteht. Der erste Teil 1701 der Auswahlfigur erstreckt sich vom im Figurenraum
angeordneten Startpunkt über eine festgelegte Länge in eine von der Orientierung des
Zeigers abhängige Richtung. Die Länge des ersten Teils 1701 der Auswahlfigur kann
fest vorgegeben oder vom Benutzer des Zeigers 1700 einstellbar sein. An den Endpunkt
des ersten Teils 1701 der Auswahlfigur schließt sich der zweite Teil 1702 der Auswahlfigur
an. Der zweite Teil 1702 der Auswahlfigur weist die Form eines Strahlbündels auf.
Die Strahlen des Strahlbündels des zweiten Teils 1702 der Auswahlfigur erstrecken
sich vom Endpunkt des ersten Teils 1701 gerade in unterschiedliche Richtungen des
Figurenraums. Die Strahlen des Strahlbündels des zweiten Teils 1702 der Auswahlfigur
können in einer gemeinsamen Ebene im Figurenraum liegen.
[0076] Figur 18 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1800 und einer dem Zeiger
1800 im Figurenraum zugeordneten Auswahlfigur, die aus einem ersten Teil 1801 und
einem zweiten 1802 besteht. Der erste Teil 1801 und der zweite Teil 1802 weisen die
Form in entgegengesetzte Raumrichtungen des Figurenraums zeigender Halbgeraden auf.
Der erste Teil 1801 der Auswahlfigur verläuft von einem von der Position des Zeigers
1800 im Realraum abhängigen Startpunkt im Figurenraum gerade in eine von der Ausrichtung
des Zeigers 1800 im Realraum abhängige Raumrichtung des Figurenraums. Der zweite Teil
1802 der Auswahlfigur verläuft vom selben Startpunkt wie der erste Teil 1801 der Auswahlfigur,
dehnt sich jedoch in die entgegengesetzte Raumrichtung des Figurenraums aus. Der erste
Teil 1801 und der zweite Teil 1802 der Auswahlfigur können eine endliche oder unendliche
Länge aufweisen.
[0077] Eine einem Zeiger zugeordnete Auswahlfigur kann auch andere geometrische Formen aufweisen.
Beispielsweise kann die Auswahlfigur in Form eines Kegels, eines Zylinders, einer
Pyramide, eines Quaders, eines Tetraeders, eines Prismas, einer Geraden, eines fächerförmigen
Geradenbündels oder einer andere geometrischen Form ausgestaltet sein.
[0078] Die Form einer einem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur kann fest vorgegeben sein.
In einer anderen Ausführungsform ist die Form der dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur
durch den Benutzer des Zeigers einstellbar. In einer weiteren Ausführungsform wird
die Form der dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur automatisch anhand vorgegebener
Kriterien ausgewählt. Die Auswahl der Form der Auswahlfigur kann beispielsweise in
Abhängigkeit einer Geschwindigkeit erfolgen, mit der der Zeiger im Realraum bewegt
wird. Die Form der Auswahlfigur kann auch in Abhängigkeit von den durch die Auswahlfigur
geschnittenen Figuren erfolgen. Beispielsweise kann im Fall, dass die Auswahlfigur
eine Mehrzahl von im Figurenraum angeordneten Figuren schneidet, die Auswahlfigur
verkleinert werden. Die Verkleinerung kann beispielsweise den zweiten Teil 1602 der
in Figur 16 dargestellten Auswahlfigur oder den Öffnungswinkel der in Figur 15 dargestellten
kegelförmigen Auswahlfigur 1501 betreffen. Die Form der Auswahlfigur kann sich auch
in Abhängigkeit des Abstands einer von der Auswahlfigur geschnittenen Figur vom Ausgangspunkt
der Auswahlfigur ändern.
[0079] Einem Zeiger können auch mehr als eine Auswahlfigur zugeordnet sein. Die zugeordneten
Auswahlfiguren können im Figurenraum unterschiedlich orientiert sein. Die mehreren
Auswahlfiguren können unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise kann
vorgesehen sein, dass eine der Auswahlfiguren nur Figuren einer festgelegten Art schneidet.
[0080] Figur 19 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 1900 mit einem Bildschirm
1901 und Bedienelementen 1902. Im Realraum angeordneten steuerbaren Objekten 1904,
1906, 1908 sind im Figurenraum Figuren 1905, 1907, 1909 zugeordnet. Die dem Zeiger
1900 zugeordnete Auswahlfigur 1903 im Figurenraum schneidet alle drei dargestellten
Figuren 1905, 1907, 1909. Daher sind weitere Angaben erforderlich, um festzustellen,
welches der steuerbaren Objekte 1904, 1906, 1908 der Benutzer des Zeigers 1900 steuern
möchte.
[0081] In einer Ausführungsform stellt der Zeiger 1900 auf dem Bildschirm 1901 eine Liste
der steuerbaren Objekte 1904, 1906, 1908 oder der zugeordneten Figuren 1905, 1907,
1909 dar. Der Benutzer kann nun eines der in der Liste angegebenen steuerbaren Objekte
1904, 1906, 1908 auswählen und steuern. Alternativ kann der Benutzer des Zeigers 1900
mehrere der in der Liste aufgeführten steuerbaren Objekte 1904, 1906, 1908 auswählen
und gemeinsam steuern. Falls die steuerbaren Objekte 1904, 1906, 1908 beispielsweise
Lampen mit steuerbarer Helligkeit sind, kann der Benutzer des Zeigers 1900 die Helligkeit
aller ausgewählten steuerbaren Lampen gleichzeitig verändern.
[0082] In einer anderen Ausführungsform erfolgt die Auswahl eines der den von der Auswahlfigur
1903 geschnittenen Figuren 1905, 1907, 1909 zugeordneten Objekte 1904, 1906, 1908
automatisch. Beispielsweise kann automatisch das Objekt 1904 ausgewählt werden, dessen
zugeordnete Figur 1905 dem Ausgangspunkt der Auswahlfigur 1903 am nächsten liegt.
Alternativ kann das Objekt 1908 ausgewählt werden, dessen zugeordnete Figur 1909 am
weitesten vom Ausgangspunkt der Auswahlfigur 1903 entfernt ist. In einer weiteren
Ausführungsform kann dasjenige Objekt 1904, 1906, 1908 ausgewählt werden, das in der
Vergangenheit am häufigsten gesteuert wurde. In einer weiteren Ausführungsform kann
dasjenige Objekt 1904, 1906, 1908 automatisch ausgewählt werden, das in der Vergangenheit
zuletzt gesteuert wurde. In einer weiteren Ausführungsform kann dasjenige Objekt 1904,
1906, 1908 automatisch ausgewählt werden, dessen zugeordnete Figur das größte Schnittvolumen
mit der Auswahlfigur aufweist.
[0083] Um dem Benutzer eines Zeigers die Auswahl eines gewünschten steuerbaren Objekts zu
erleichtern, können Eigenschaften einer dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur automatisch
oder manuell durch den Benutzer des Zeigers variiert werden. Es können auch Eigenschaften
von den steuerbaren Objekten zugeordneten Figuren automatisch oder manuell durch den
Benutzer des Zeigers variiert werden.
[0084] Figur 20 zeigt eine schematische Darstellung eines Zeigers 2000 und einer dem Zeiger
zugeordneten Auswahlfigur mit einem ersten Teil 2002 und einem zweiten Teil 2003.
Die zweiteilige Auswahlfigur 2002, 2003 entspricht der zweiteiligen Auswahlfigur 1601,
1602 aus Figur 16 mit einem linienförmigen ersten Teil 2002 und einem rechteckigen
zweiten Teil 2003. Die Größe des rechteckigen zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur
kann in Abhängigkeit verschiedener Parameter verändert werden. Beispielsweise kann
die Größe des zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur automatisch in Abhängigkeit von
einer Geschwindigkeit 2001 verändert werden, mit der der Zeiger 2000 durch den Realraum
bewegt wird. Falls der Zeiger 2000 mit einer hohen Geschwindigkeit 2001 durch den
Realraum bewegt wird, wird die Größe des zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur erhöht.
Falls der Zeiger 2000 mit einer niedrigen Geschwindigkeit 2001 durch den Realraum
bewegt wird, wird die Größe des zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur reduziert. Die
Größenveränderung des zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur kann auch umgekehrt erfolgen.
Die Größe des zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur kann auch automatisch in Abhängigkeit
von Umgebungsparametern wie einer Helligkeit, einer Temperatur, einem Luftdruck, einer
Uhrzeit etc. variiert werden. Die Größe des zweiten Teils 2003 der Auswahlfigur kann
auch manuell durch den Benutzer des Zeigers 2000 variiert werden. Es können auch Eigenschaften
anderer Formen von Auswahlfiguren, beispielsweise der Auswahlfiguren der Figuren 13
bis 18, variiert werden.
[0085] Figur 21 zeigt eine schematische Darstellung einer in einem Figurenraum angeordneten
Auswahlfigur 2100. Die Auswahlfigur 2100 schneidet eine im Figurenraum angeordnete
Figur 2101. Daraufhin wird die Figur 2101 automatisch zu einer neuen Figur 2102 vergrößert.
Die vergrößerte Figur 2102 ist demselben steuerbaren Objekt im Realraum zugeordnet
wie die ursprüngliche Figur 2101. Während die Figur 2101 zur Figur 2102 vergrößert
wird, werden andere im Figurenraum angeordnete, nicht von der Auswahlfigur geschnittene
Figuren 2103, 2104 verkleinert. Durch die Vergrößerung der von der Auswahlfigur 2100
geschnittenen Figur 2101 zur vergrößerten Figur 2102 und die Verkleinerung nicht von
der Auswahlfigur 2100 geschnittener Figuren 2103, 2104 wird dem Benutzer eines der
Auswahlfigur 2100 zugeordneten Zeigers die Steuerung des der Auswahlfigur 2101 zugeordneten
steuerbaren Objekts erleichtert. Die vergrößerte Figur 2102 wird auch dann noch von
der Auswahlfigur 2100 geschnitten, wenn der Benutzer den der Auswahlfigur 2100 zugeordneten
Zeiger leicht bewegt. Dadurch bleibt die Steuerung des der Figur 2102 zugeordneten
Objekts auch möglich, wenn der Zeiger leicht bewegt wird.
[0086] Die Vergrößerung der Figur 2101 zur Figur 2102 und die Verkleinerung der Figuren
2103, 2104 kann für eine festgelegte Zeit fortbestehen. Die Vergrößerung der Figur
2101 zur Figur 2102 und die Verkleinerung der Figuren 2103, 2104 kann beispielsweise
rückgängig gemacht werden, wenn der Benutzer die Steuerung des der Figur 2101 zugeordneten
Objekts abgeschlossen hat. Alternativ kann die Vergrößerung und Verkleinerung der
Figuren nach einer festgelegten Zeitspanne rückgängig gemacht werden.
[0087] In einer anderen Ausführungsform kann die Steuerung eines ausgewählten steuerbaren
Objekts dadurch erleichtert werden, dass ein ausgewähltes steuerbares Objekt so lange
ausgewählt bleibt, bis der Benutzer eines Zeigers das steuerbare Objekt wieder abwählt.
In dieser Ausführungsform muss der Zeiger nach Auswahl eines steuerbaren Objekts nicht
mehr so ausgerichtet bleiben, dass die dem Zeiger zugeordnete Auswahlfigur die dem
steuerbaren Objekt zugeordnete Figur weiter schneidet.
[0088] In einer weiteren Ausführungsform kann eine von einer Auswahlfigur geschnittene Figur
zur Handhabungserleichterung so gedreht werden, dass eine größte Oberfläche der Figur
dem Startpunkt der Auswahlfigur zugewandt ist. Die Drehung der Figur kann nach Beendigung
der Steuerung eines der Figur zugeordneten Objekts oder nach einer festgelegten Zeitspanne
rückgängig gemacht werden.
[0089] In einer weiteren Ausführungsform können sich Position, Orientierung und Größe in
einem Figurenraum angeordneter Figuren zeitabhängig oder abhängig von Umgebungsparametern
wie einer Umgebungstemperatur, einer Helligkeit oder eines Luftdrucks automatisch
ändern. Beispielsweise kann eine Figur, die einer Lampe zugeordnet ist, bei Dunkelheit
automatisch vergrößert werden.
[0090] In einer weiteren Ausführungsform können Figuren des Figurenraums zeitweise aus dem
Figurenraum entfernt werden, um eine Steuerung von Objekten zu erleichtern, deren
zugeordnete Figuren hinter den zu entfernenden Figuren angeordnet sind. Die Entfernung
der Figuren aus dem Figurenraum kann automatisch oder manuell durch einen Benutzer
eines Zeigers erfolgen.
[0091] In einer weiteren Ausführungsform erfolgt ein Steuern eines steuerbaren Objekts abhängig
davon, auf welche Weise eine dem Objekt zugeordnete Figur von einer einem Zeiger zugeordneten
Auswahlfigur geschnitten wird. Beispielsweise kann ein Einstellwert des Objekts automatisch
erhöht werden, wenn die Figur in einer ersten Richtung geschnitten wird. Der Einstellwert
des Objekts kann automatisch reduziert werden, wenn die Figur in einer zweiten Richtung
geschnitten wird. Alternativ kann die Art des Schnitts auch Einfluss darauf haben,
welche Einstellungen des steuerbaren Objekts verändert werden können.
[0092] Figuren 22 und 23 zeigen beispielhaft zwei Möglichkeiten zur Erkennung der Position
und Orientierung eines Zeigers in einem Realraum, wie sie von dem in Figur 8 dargestellten
Positionserfassungsgerät 804 durchgeführt wird.
[0093] In Figur 22 ist schematisch ein Zeiger 2200 dargestellt. Der Zeiger 2200 weist eine
Mehrzahl von Sendern 2201 auf. Die Sender 2201 können beispielsweise Funkwellensender
oder Ultraschallsender sein. Der den Zeiger 2200 umgebende Realraum ist mit einer
Mehrzahl von Empfängern 2202 ausgestattet. Die Empfänger 2202 sind dazu ausgebildet,
das von den Sendern 2201 ausgesandte Signal zu detektieren. Die an unterschiedlichen
Positionen des Realraums angebrachten Empfänger 2202 und die an unterschiedlichen
Positionen des Zeigers 2200 angebrachten Sender 2201 erlauben eine Bestimmung der
Position und Orientierung des Zeigers 2200 im Realraum. Die Bestimmung der Position
und Orientierung des Zeigers 2200 kann beispielsweise über eine Analyse der Laufzeit
der von den Sendern 2201 ausgesandten Signale und durch Triangulation erfolgen.
[0094] In Figur 23 ist eine alternative Ausführungsform eines Positionserfassungssystems
schematisch dargestellt. Ein Zeiger 2300 ist sowohl mit einem Sender 2301 als auch
mit einem Empfänger 2302 ausgestattet. Im den Zeiger 2300 umgebenden Realraum sind
Positionserfassungsgeräte 2303 angebracht, die sowohl einen Sender 2304 als auch einen
Empfänger 2305 aufweisen. Da in dieser Ausführungsform Signale sowohl vom Zeiger 2300
zu den Positionserfassungsgeräten 2303 als auch von den Positionserfassungsgeräten
2303 zum Zeiger 2300 gesendet werden, erhöht sich die Genauigkeit bei der Erfassung
von Position und Orientierung des Zeigers 2300 im Realraum.
[0095] In anderen Ausführungsformen werden Position und Ausrichtung eines im Realraum beweglichen
Zeigers durch eine Mehrzahl im Realraum angeordneter Kameras erfasst und ausgewertet.
[0096] In einer weiteren Ausführungsform wird die Position und Orientierung eines Zeigers
relativ zu einer bekannten Startposition und -orientierung des Zeigers erfasst. Dazu
weist der Zeiger zu einem Startzeitpunkt eine festgelegte, bekannte Position und Orientierung
auf. Von diesem Startzeitpunkt ab werden Bewegungen des Zeigers erfasst und aus den
erfassten Bewegungen die neue Position und Orientierung des Zeigers berechnet. Die
Bewegungen des Zeigers können beispielsweise mittels im Zeiger integrierter Beschleunigungs-
und Drehratensensoren ermittelt werden.
[0097] In einer anderen Ausführungsform weist der Zeiger eine feste Position im Realraum
auf. Dieser Fall ist in Figur 24 schematisch dargestellt. Ein Zeiger 2400 ist ortsfest
in einem Realraum angeordnet. Der Zeiger 2400 weist in diesem Beispiel die Form eines
Bildschirms auf. Der Zeiger 2400 ist um eine senkrechte Achse 2402 und um eine waagrechte
Achse 2403 drehbar. Der Schnittpunkt der senkrechten Achse 2402 und der waagrechten
Achse 2403 liegt innerhalb des Zeigers 2400 und verbleibt stets am gleichen Ort des
Realraums. Eine dem Zeiger 2400 zugeordnete Auswahlfigur 2401 in einem mit dem Realraum
verknüpften Figurenraum weist einen festen Ausgangspunkt auf. Von diesem Ausgangspunkt
erstreckt sich die Auswahlfigur 2401 in eine von der Orientierung des Zeigers 2400
abhängige Richtung in den Figurenraum. Eine Drehung des Zeigers 2400 um die senkrechte
Achse 2402 oder die waagrechte Achse 2403 verändert die Orientierung der Auswahlfigur
2401 im Figurenraum.
[0098] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine stets ortsfeste Auswahlfigur
in einem Figurenraum vorgesehen. In dieser Ausführungsform kann die ortsfeste Auswahlfigur
von einem Benutzer beispielsweise mittels eines Tasters aktiviert oder deaktiviert
werden. In einer anderen Ausführungsform wird die ortsfeste Auswahlfigur in Abhängigkeit
festgelegter Parameter wie einer Betriebstemperatur eines steuerbaren Objekts oder
der Tageszeit automatisch aktiviert oder deaktiviert.
[0099] Ein mittels eines Zeigers ausgewähltes steuerbares Objekt kann auch durch Bewegungen
des Zeigers gesteuert werden. Dies ist schematisch in Figur 25 dargestellt. Figur
25 zeigt einen Zeiger 2500 und ein steuerbares Objekt 2501 in einem Realraum. Wenn
der Zeiger 2500 so ausgerichtet wird, dass eine senkrecht auf einer Oberfläche des
Zeigers 2500 stehende Sichtlinie 2502 das steuerbare Objekt 2501 schneidet, so schneidet
eine dem Zeiger 2500 zugeordnete Auswahlfigur eine dem steuerbaren Objekt 2501 zugeordnete
Figur in einem mit dem Realraum verknüpften Figurenraum, und das steuerbare Objekt
2501 wird zur Steuerung ausgewählt. Wird der Zeiger 2500 nun in festgelegte Richtungen
gedreht oder bewegt, so werden von der Dreh- oder Bewegungsrichtung abhängige Steuerkommandos
an das ausgewählte steuerbare Objekt 2501 gesendet. Bei dem steuerbaren Objekt 2501
kann es sich beispielsweise um ein Fernsehgerät handeln. Wird der Zeiger 2500 so gedreht,
dass eine senkrecht auf einer Oberfläche des Zeigers 2500 stehende Sichtlinie 2503
das Fernsehgerät in Richtung zur rechten Aussenkante des Fernsehgeräts überstreicht,
so wird das vom Fernsehgerät angezeigte Programm um einen Programmplatz weiter geschaltet.
Auf diese Weise kann beispielsweise auch die Lautstärke des Fernsehgeräts verändert
werden.
[0100] Falls einer in einem Figurenraum angeordneten Figur mehrere in einem Realraum angeordnete
steuerbare Objekte zugeordnet sind, so können die mehreren steuerbaren Objekte des
Realraums gleichzeitig gesteuert werden. Figur 4 zeigt beispielsweise eine in einem
Figurenraum angeordnete Figur 403, der drei steuerbare Objekte 400, 401, 402 in einem
Realraum zugeordnet sind. Wird die Figur 403 von einer einem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur
geschnitten, so werden alle drei Objekte 400, 401, 402 ausgewählt. Von einem Benutzer
mittels eines Zeigers übermittelte Steuerkommandos werden an alle drei steuerbaren
Objekte 400, 401, 402 übermittelt.
[0101] Falls eine Mehrzahl in einem Figurenraum angeordneter Figuren zu einer größeren Figur
zusammengefasst ist, so kann die Auswahl eines zugeordneten steuerbaren Objekts ein-
oder zweistufig erfolgen. In Figur 5 sind den steuerbaren Objekten 500, 502, 504 Figuren
501, 503, 505 zugeordnet. Die Figuren 501, 503, 505 sind zu einer größeren Figur 506
zusammengefasst. Schneidet eine Auswahlfigur die Figur 506 aus größerer Entfernung,
so werden dem Benutzer eines der Auswahlfigur zugeordneten Zeigers die steuerbaren
Objekte 500, 502, 504 auf einem Bildschirm des Zeigers zur Auswahl angeboten. Schneidet
die Auswahlfigur im Figurenraum die Figur 506 sowie genau eine der innerhalb der Figur
506 angeordneten Figuren 501, 503, 505, so wird das der geschnittenen Figur 501, 503,
505 zugeordnete steuerbare Objekt 500, 502, 504 direkt zur Steuerung ausgewählt.
[0102] In Figur 2 ist eine Figur 202 in einem Figurenraum 200 angeordnet, die keinem steuerbaren
Objekt in einem Realraum zugeordnet ist. Stattdessen repräsentiert die Figur 202 einen
Satz von Einstellwerten für eines oder mehrere, anderen Figuren des Figurenraums zugeordnete
steuerbare Objekte. Wird die Figur 202 durch eine Auswahlfigur geschnitten, so werden
diese anderen steuerbaren Objekte auf die von der Figur 202 repräsentierten Einstellwerte
gesetzt. Beispielsweise kann die Figur 202 eine Kombination festgelegter Werte für
eine Helligkeit einer Lampe, eine Temperatur einer Klimaanlage und einen Öffnungszustand
einer Jalousie repräsentieren. Um ein Schneiden der Figur 202 mit einer Auswahlfigur
zu erleichtern, kann die Figur 202 derart im Figurenraum angeordnet werden, dass ein
der Auswahlfigur zugeordneter Zeiger im Realraum auf ein nicht steuerbares Objekt,
beispielsweise eine Zimmerpflanze, ausgerichtet werden muss, damit die dem Zeiger
zugeordnete Auswahlfigur die Figur 202 schneidet.
[0103] Die steuerbaren Objekten zugeordneten Figuren können überschneidungsfrei oder nicht
überschneidungsfrei in einem Figurenraum positioniert werden. Eine überschneidungsfreie
Positionierung hat den Vorteil, dass eine eindeutige Auswahl eines den Figuren zugeordneten
steuerbaren Objekts vereinfacht wird.
[0104] In einer weiteren Ausführungsform sendet ein Zeiger in einem Realraum einen Lichtstrahl,
beispielsweise einen Laserstrahl aus. Der Lichtstrahl verläuft im Realraum in eine
Richtung, die der Orientierung einer dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur in einem
mit dem Realraum verknüpften Figurenraum entspricht. Dies kann die Handhabung des
Zeigers erleichtern. Wird der Zeiger im Realraum auf ein steuerbares Objekt ausgerichtet,
so trifft der Lichtstrahl das steuerbare Objekt und kann als Lichtfleck wahrgenommen
werden. Dies ist besonders hilfreich, wenn eine dem steuerbaren Objekt zugeordnete
Figur so im Figurenraum angeordnet ist, dass diese von der Auswahlfigur geschnitten
wird, wenn der Zeiger auf das steuerbare Objekt ausgerichtet ist.
[0105] In einer weiteren Ausführungsform kann eine Brille vorgesehen sein, auf deren transparente
Brillengläser ein Abbild eines mit einem Realraum verknüpften Figurenraums projiziert
werden kann. Falls der Träger der Brille den Realraum betrachtet, wird dem Bild des
Realraums ein computergeneriertes Abbild des verknüpften Figurenraums mit darin angeordneten
Figuren überlagert. Die Brille ist zu diesem Zweck mit Vorrichtungen zur Erkennung
von Position und Orientierung der Brille im Realraum ausgestattet. Abhängig von Position
und Blickrichtung des Brillenträgers wird ein passendes Abbild des Figurenraums erzeugt
und auf die Brillengläser projiziert. Die Brille gestattet es ihrem Träger somit,
die Positionen und Orientierungen der Figuren im Figurenraum zu kontrollieren.
[0106] In einer weiteren Ausführungsform wird zur Visualisierung eines Figurenraums ein
in einem mit dem Figurenraum verknüpftem Realraum angeordneter Bildschirm verwendet.
Der Bildschirm zeigt eine gegebenenfalls verkleinerte Projektion des Figurenraums
aus Sicht eines an einer festgelegten Position im Figurenraum angeordneten Beobachters.
Der Beobachter kann sich beispielsweise an einer Position des Figurenraums befinden,
die gemäß der Verknüpfungsvorschrift zwischen Figurenund Realraum einer Position im
Realraum entspricht, die sich vor dem Bildschirm befindet. Einem im Realraum befindlichen
Benutzer des Zeigers kann eine Benutzerfigur im Figurenraum zugeordnet sein. In diesem
Fall sieht der den Zeiger haltende und den Bildschirm betrachtende Benutzer die ihm
zugeordnete Benutzerfigur mit einer dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur in einer
rückwärtigen Ansicht im Figurenraum. Bewegt der Benutzer im Realraum den Zeiger, so
vollzieht die auf dem Bildschirm dargestellte Benutzerfigur eine entsprechende Bewegung
mit der Auswahlfigur. Zur Auswahl eines steuerbaren Objekts kann der Benutzer in dieser
Ausführungsform den Zeiger so im Realraum ausrichten, dass die dem Zeiger zugeordnete
Auswahlfigur im Figurenraum eine Figur schneidet.
[0107] Gemäß einer weiteren Ausführungsform zeigt ein Bildschirm 2602 eine Abbildung eines
Figurenraums 2603 mit darin angeordneten Figuren 2604. Die Darstellung auf dem Bildschirm
2602 ist so gewählt, dass ein Betrachter des Bildschirms 2602 den Eindruck gewinnt,
der Figurenraum 2603 befinde sich hinter dem Bildschirm 2602. Der Bildschirm 2602
kann den vollständigen Figurenraum 2603 inklusive aller darin befindlicher Figuren
2604 abbilden. Es kann jedoch auch lediglich ein Ausschnitt des Figurenraums 2603
sichtbar sein. Der Ausschnitt kann von einem Betrachter des Bildschirms 2602 vergrößert,
verkleinert und verschoben werden.
[0108] Die im Figurenraum 2603 angeordneten Figuren 2604 sind steuerbaren Objekten zugeordnet,
die sich an einem beliebigen anderen Ort als der Bildschirm 2602 befinden können.
Der Bildschirm 2602 kann beispielsweise in einem Bürogebäude angeordnet sein, während
die den Figuren 2604 zugeordneten steuerbare Objekte beispielsweise in einer entfernten
Fabrikhalle angeordnete Maschinen sind.
[0109] Der Betrachter des Bildschirms 2602 kann unterschiedliche Figurenräume auswählen.
Beispielsweise kann der Betrachter des Bildschirms 2602 zwischen Figurenräumen umschalten,
die mit unterschiedlichen Fabrikhallen verknüpft sind.
[0110] Der mit dem Figurenraum 2603 verknüpfte Realraum umfasst in dieser Ausführungsform
sowohl den Realraum, in dem die steuerbaren Objekte angeordnet sind, beispielsweise
die Fabrikhalle, als auch den Realraum, in dem der Bildschirm 2602 angeordnet ist,
beispielsweise das Bürogebäude. Die den steuerbaren Objekten zugeordneten Figuren
2604 befinden sich in dieser Ausführungsform nicht an den Positionen des Figurenraums
2603, die gemäß der Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum und verknüpftem Figurenraum
2603 den Positionen der steuerbaren Geräte im Realraum entsprechen. Vielmehr sind
die Figuren 2604 an Positionen des Figurenraums 2603 angeordnet, die im verknüpften
Realraum hinter dem Bildschirm 2602 liegen.
[0111] Um ein einer dargestellten Figur 2604 zugeordnetes Objekt, beispielsweise eine Maschine
in der Fabrikhalle, zu steuern, richtet der Betrachter des Bildschirms im Realraum
einen Zeiger 2600 so aus, das eine senkrecht auf einer Oberfläche des Zeigers 2600
stehende Sichtlinie 2601 in eine Richtung hinter dem Bildschirm 2602 weist. Der Betrachter
richtet den Zeiger 2600 somit auf eine auf dem Bildschirm 2602 dargestellte Abbildung
einer Figur 2604 aus. Dann schneidet eine dem Zeiger 2600 zugeordnete Auswahlfigur
im Figurenraum 2603 die Figur 2604 und das der Figur 2604 zugeordnete steuerbare Objekt
wird zur Steuerung ausgewählt.
[0112] Der Bildschirm 2602 kann auch lediglich einen Ausschnitt des Figurenraums 2603 darstellen.
Dann kann der Betrachter des Bildschirms 2602 den Zeiger 2600 auch in Richtung einer
nicht dargestellten Figur ausrichten, deren Position er anhand der auf dem Bildschirm
2602 dargestellten Figuren 2604 abschätzen kann.
[0113] Durch geeignete Wahl einer einen Realraum mit einem Figurenraum verknüpfenden Verknüpfungsvorschrift,
geeignete Wahl von Zuordnungsvorschriften zwischen im Realraum angeordneten steuerbaren
Objekten und im Figurenraum angeordneten Figuren und geeignete Wahl einer Zuordnungsvorschrift
zwischen im Realraum befindlichem Zeiger und im Figurenraum befindlicher Auswahlfigur
ergeben sich weitere Ausführungsformen der Erfindung in naheliegender Weise.
[0114] Ein Zeiger kann auch zum Verschieben von in einem Figurenraum angeordneten Figuren
verwendet werden. Dies kann beispielsweise im Anschluss an das oben anhand von Figur
11 beschriebene Verfahren zum Definieren des Figurenraums genutzt werden, um die Anordnung
der Figuren im Figurenraum zu ändern.
[0115] In einer Ausführungsform weist eine dem Zeiger zugeordnete Auswahlfigur im Figurenraum
eine feste und endliche Ausdehnung auf. Wird der Zeiger in einem Verschiebemodus im
Realraum von einer Position, an der die dem Zeiger zugeordnete Auswahlfigur keine
Figur im Figurenraum schneidet, zu einer Position im Realraum bewegt, an der die dem
Zeiger zugeordnete Auswahlfigur gerade eben eine Figur im Figurenraum schneidet, so
folgt bei einer weiteren Bewegung des Zeigers im Realraum die geschnittene Figur der
Bewegung der Auswahlfigur im Figurenraum. Für den Benutzer des Zeigers ergibt sich
der Eindruck, die Figuren im Figurenraum mit einem dem Zeiger zugeordneten Stock zu
verschieben. Die Figur kann der Auswahlfigur folgen, bis die verschobene Figur vom
Benutzer des Zeigers abgewählt wird.
[0116] Die Verschiebung der Figur im Figurenraum kann beliebigen Pfaden im Figurenraum folgen
oder entlang vorgegebener Pfade im Figurenraum verlaufen.
[0117] Bei der Annäherung der Auswahlfigur an die zu verschiebende Figur im Figurenraum
kann auch ein gedachter Impuls von der Auswahlfigur auf die Figur übertragen werden,
wie dies bei einem Stoss zweier Billardkugeln der Fall wäre. Die Größe dieses gedachten
Impulses hängt von der Geschwindigkeit ab, mit der der Zeiger durch den Realraum,
und die dem Zeiger zugeordnete Auswahlfigur durch den Figurenraum bewegt werden. Die
angestoßene Figur wird durch den Impulsübertrag im Figurenraum in Bewegung versetzt.
Die Bewegung kann gedämpft erfolgen, so dass die angestoßene Figur eine von der Größe
des übertragenen Impulses abhängige Strecke im Figurenraum zurücklegt und dann zur
Ruhe kommt. Dadurch ist es möglich, eine Figur im Figurenraum von einer Position an
eine andere zu schießen. In Zusammenhang mit den oben beschriebenen Visualisierungen
des Figurenraums mit einer Brille oder einem Bildschirm kann dies für Spiele genutzt
werden.
[0118] Ein Zeiger kann auch zum Festlegen von Punkten in einem Realraum dienen. Ist beispielsweise
einer Wand des Realraums eine Figur im mit dem Realraum verknüpften Figurenraum zugeordnet,
und wird der Zeiger auf einen Punkt der Wand ausgerichtet, so schneidet eine dem Zeiger
zugeordnete Auswahlfigur einen Punkt der der Wand zugeordneten Figur im Figurenraum.
Diesem Punkt der Figur ist wiederum gemäß Zuordnungs- und Verknüpfungsvorschrift der
Punkt der Wand zugeordnet, auf den der Benutzer den Zeiger ausgerichtet hat. Die Koordinaten
dieses Punkts kann der Benutzer des Zeigers abspeichern.
[0119] Hat der Benutzer des Zeigers auf diese Weise eine Anzahl von Punkten der Wand abgespeichert,
kann er sich beispielsweise die Größe der von den Punkten eingeschlossenen Fläche,
den Abstand zweier Punkte zueinander oder den Abstand eines Punktes vom Zeiger auf
dem Bildschirm des Zeigers anzeigen lassen. Auf diese Weise kann der Benutzer des
Zeigers auch ein von festgelegten Volumen eingeschlossenes Volumen bestimmen.
[0120] Falls die vom Benutzer festgelegten Punkte sich auf einem Fussboden des Realraums
befinden, so kann der Benutzer des Zeigers anhand der festgelegten Punkten einen Pfad
definieren. Diesen Pfad kann der Benutzer des Zeigers zur Steuerung von steuerbaren
Objekten verwenden. Beispielsweise kann der Benutzer den festgelegten Pfad an einen
steuerbaren Staubsauger übergeben. Der Staubsauger folgt dann selbstständig dem festgelegten
Pfad.
[0121] Wie oben beschrieben wurde, können im Figurenraum auch ein oder mehrere ortsfeste
Auswahlfiguren vorgesehen sein. Wird eine Figur derart im Figurenraum verschoben,
dass sie von einer ortsfesten Auswahlfigur geschnitten wird, so kann dies festgelegte
Reaktionen hervorrufen. Beispielsweise kann das der Figur zugeordnete steuerbare Objekt
eingeschaltet werden, sobald die Figur von der ortsfesten Auswahlfigur geschnitten
wird.
[0122] Eine erste Figur kann derart im Figurenraum verschoben werden, dass sie mit einer
zweiten Figur im Figurenraum in Kontakt kommt oder diese schneidet. Auch dies kann
eine festgelegte Reaktion hervorrufen. Beispielsweise können Einstellungen des der
ersten Figur zugeordneten steuerbaren Objekts auf das der zweiten Figur zugeordnete
steuerbare Objekt übertragen werden. Wird eine einer ersten Lampe zugeordnete Figur
in Kontakt mit einer einer zweiten Lampe zugeordneten Figur gebracht, so wird die
zweite Lampe auf die gleiche Helligkeit eingestellt, wie die erste Lampe.
[0123] In den Zeiger können weitere Funktionen integriert werden. Beispielsweise kann der
Zeiger zusätzlich als Mobiltelefon, Navigationsgerät, Internetclient, dreidimensionale
Computermaus oder als Anzeigegerät für Informationen aller Art dienen.
1. Verfahren zum Steuern von Objekten,
wobei ein Realraum durch eine veränderbare Verknüpfungsvorschrift mit einem mehrdimensionalen
Figurenraum verknüpft ist
und den zu steuernden Objekten durch eine veränderbare Zuordnungsvorschrift Figuren
im Figurenraum zugeordnet sind,
wobei zum Steuern der in dem Realraum angeordneten Objekte folgende Schritte ausgeführt
werden:
- Feststellen der Position und Ausrichtung eines Zeigers im Realraum;
- Ermitteln der Position und Ausrichtung einer dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur
im Figurenraum anhand der Position und Ausrichtung des Zeigers im Realraum und der
Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum und Figurenraum;
- Bestimmen der Figuren des Figurenraums, die von der Auswahlfigur geschnittenen werden;
- Auswählen einer Figur, die von der Auswahlfigur geschnittenen wird; und
- Steuern des der ausgewählten Figur im Figurenraum zugeordneten Objekts im Realraum;
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Einstellungsfigur im Figurenraum angeordnet ist, wobei der Einstellungsfigur
ein oder mehrere Einstellwerte eines oder mehrerer Objekte zugeordnet sind, wobei
die folgenden Schritte ausgeführt werden, um die ein oder mehreren Objekte auf die
ein oder mehreren Einstellwerte zu setzen:
- Feststellen der Position und Ausrichtung des Zeigers im Realraum;
- Ermitteln der Position und Ausrichtung der dem Zeiger zugeordneten Auswahlfigur
im Figurenraum anhand der Position und Ausrichtung des Zeigers im Realraum und der
Verknüpfungsvorschrift zwischen Realraum und Figurenraum; und
- Auswählen der Einstellungsfigur und Übertragen der ein oder mehreren Einstellwerte
zu den ein oder mehreren Objekten, falls die Einstellungsfigur von der Auswahlfigur
geschnittenen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei zum Definieren des Figurenraums folgende Schritte
ausgeführt werden:
- Festlegen einer mathematischen Verknüpfungsvorschrift zwischen Figurenraum und Realraum;
- Zuordnen von Figuren zu den zu steuernden Objekten;
- Positionieren der Figuren im Figurenraum.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Position und Größe des Figurenraums und der den
zu steuernden Objekten zugeordneten Figuren automatisch entsprechend der Lage und
Größe erfasster, zu steuernder Objekte festgelegt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Figurenraum ein zwei-
oder dreidimensionaler Figurenraum ist und die Figuren zwei- oder dreidimensionale
Figuren sind.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei aus einer Mehrzahl von durch
die Auswahlfigur geschnittenen Figuren automatisch diejenige Figur ausgewählt wird,
die in der Vergangenheit am Häufigsten ausgewählt wurde.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine ausgewählte Figur zeitweise
vergrößert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei folgende weitere Verfahrensschritte
ausgeführt werden können:
- Zuordnen von ein oder mehreren Einstellwerten ein oder mehrerer zu steuernder Objekte
zu einer Einstellungsfigur;
- Positionieren der Einstellungsfigur im Figurenraum.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Auswahlfigur die Form
eines Kegels, eines Zylinders, einer Pyramide, eines Quaders, eines Tetraeders, eines
Prismas, einer Geraden oder eines fächerförmigen Geradenbündels oder eine andere geometrische
Form aufweist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich die Form der Auswahlfigur
in Abhängigkeit von zeitlich veränderlichen Parametern ändern kann.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Zeiger einen Lichtstrahl
in eine festgelegte Richtung aussendet, wobei die festgelegte Richtung im Realraum
der Orientierung der Auswahlfigur im Figurenraum entspricht.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Steuern des ausgewählten
Objekts durch Ausführen festgelegter Bewegungen mit dem Zeiger erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Steuern des ausgewählten
Objekts abhängig davon erfolgt, auf welche Weise die dem Objekt zugeordnete Figur
von der Auswahlfigur geschnitten wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Zeiger eine feste Position
und/oder Ausrichtung im Realraum aufweist.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Auswahlfigur eine festgelegte
Position und/oder Ausrichtung im Figurenraum aufweist.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Visualisierungsgerät
zur Darstellung des Figurenraums vorgesehen ist.
1. A method for controlling objects,
wherein a real space is linked to a multi-dimensional representational space by an
alterable transformation rule
and wherein representations in the representational space are associated with the
objects to be controlled by an alterable mapping,
wherein for controlling the objects arranged in the real space, the following steps
are carried out:
- detecting the position and orientation of a pointer in the real space;
- determining the position and orientation of a pointer representation associated
with the pointer in the representational space by means of the position and orientation
of the pointer in the real space and by means of the transformation rule between real
space and representational space;
- determining the representations in the representational space which are intersected
by the pointer representation;
- selecting a representation which is intersected by the pointer representation, and
- controlling the object in the real space which is associated with the pointer representation
in the representational space;
characterized in that
a setting representation is arranged in the representational space,
wherein one or multiple setting values of one or multiple objects are associated with
the setting representation,
wherein the following steps are carried out in order to set the one or multiple objects
to the one or multiple setting values:
- detecting the position and orientation of the pointer in the real space;
- determining the position and orientation of the pointer representation associated
with the pointer in the representational space by means of the position and orientation
of the pointer in the real space and the transformation rule between real space and
representational space; and
- selecting the setting representation and transmitting the one or multiple setting
values to the one or multiple objects if the setting representation is intersected
by the pointer representation.
2. The method according to claim 1, wherein for defining the representational space the
following steps are carried out:
- defining a mathematical transformation rule between representational space and real
space;
- associating representations to the objects to be controlled;
- positioning the representations in the representational space.
3. The method according to claim 2, wherein the position and size of the representational
space and the representations associated with the objects to be controlled are automatically
determined according to the position and size of recorded objects to be controlled.
4. The method according to any one of the preceding claims, wherein the representational
space is a two- or three-dimensional representational space and the representations
are two- or three-dimensional representations.
5. The method according to any one of the preceding claims, wherein from a plurality
of representations intersected by the pointer representation, the one representation
is automatically selected which has been selected most frequently in the past.
6. The method according to any one of the preceding claims, wherein a pointer representation
is enlarged temporarily.
7. The method according to any one of the preceding claims, wherein the following further
process steps may be carried out:
- associating one or multiple setting values of one or multiple objects to a settings
representation;
- positioning the settings representation in the representational space.
8. The method according to any one of the preceding claims, wherein the pointer representation
comprises the shape of a cone, a cylinder, a pyramid, a cuboid, a tetrahedron, a prism,
a straight line or a fan-shaped line bundle or another geometric shape.
9. The method according to any one of the preceding claims, wherein the shape of the
pointer representation may change depending on time-dependant parameters.
10. The method according to any one of the preceding claims, wherein the pointer emits
a light beam into a predetermined direction, wherein the predetermined direction in
the real space corresponds to the orientation of the pointer representation in the
representational space.
11. The method according to any one of the preceding claims, wherein controlling the selected
object is carried out by conducting predetermined motions with the pointer.
12. The method according to any one of the preceding claims, wherein controlling the selected
object is carried out depending on the manner in which the representation associated
with the object is intersected by the pointer representation.
13. The method according to any one of the preceding claims, wherein the pointer comprises
a predetermined position and/or orientation in the real space.
14. The method according to any one of the preceding claims, wherein the pointer representation
comprises a predetermined position and/or orientation in the representational space.
15. The method according to any one of the preceding claims, wherein a visualization device
is provided for depicting the representational space.
1. Procédé pour commander des objets,
dans lequel un espace réel est lié par une règle de combinaison modifiable à un espace
de figures multidimensionnel et
dans lequel les objets à commander sont affectés par une règle d'affectation modifiable
à des figures dans l'espace des figures,
dans lequel, pour commander les objets agencés dans l'espace réel, les étapes suivantes
sont effectuées :
- définition de la position et de l'orientation d'un pointeur dans l'espace réel ;
- obtention de la position et de l'orientation d'une figure de sélection affectée
au pointeur dans l'espace des figures sur la base de la position et de l'orientation
du pointeur dans l'espace réel et de l'instruction de lien entre l'espace réel et
l'espace des figures ;
- détermination des figures de l'espace des figures qui vont avoir une intersection
avec la figure de sélection ;
- sélection d'une figure ayant une intersection avec la figure de sélection ; et
- commande de l'objet de l'espace réel qui est affecté à la figure sélectionnée dans
l'espace des figures ;
caractérisé en ce que
une figure de réglage est agencée dans l'espace des figures, dans lequel un ou plusieurs
réglages d'un ou plusieurs objets est ou sont affecté(s) à la figure de
réglage,
dans lequel les étapes suivantes sont effectuées pour régler les un ou plusieurs objets
conformément aux un ou plusieurs réglages :
- définition de la position et de l'orientation du pointeur dans l'espace réel ;
- obtention de la position et de l'orientation de la figure de sélection affectée
au pointeur dans l'espace des figures sur la base de la position et de l'orientation
du pointeur dans l'espace réel et de l'instruction de lien entre l'espace réel et
l'espace des figures ; et
- sélection de la figure de réglage et transfert des un ou plusieurs réglages aux
un ou plusieurs objets, si la figure d'ajustement a une intersection avec la figure
de sélection.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel, pour définir l'espace des figures,
les étapes suivantes sont effectuées :
- définition d'une instruction de lien mathématique entre l'espace des figures et
l'espace réel ;
- affectation de figures aux objets devant être commandés,
- positionnement des figures dans l'espace des figures.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel la position et la taille de l'espace
des figures et des figures affectées aux objets à commander sont déterminées automatiquement
d'une manière qui correspond à la position et à la taille d'objets à commander obtenus.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'espace des figures
est un espace des figures bidimensionnel ou tridimensionnel et les figures sont des
figures bidimensionnelles ou tridimensionnelles.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel on sélectionne parmi
une pluralité de figures ayant une intersection avec la figure de sélection celle
des figures qui a été sélectionnée le plus fréquemment dans le passé.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel une figure sélectionnée
est momentanément agrandie.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les étapes de procédé
supplémentaires suivantes peuvent être effectuées :
- affectation d'un ou plusieurs réglages d'un ou plusieurs objets à commander à une
figure de réglage ;
- positionnement de la figure de réglage dans l'espace des figures.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la figure de sélection
présente la forme d'un cône, d'un cylindre, d'une pyramide, d'un cube, d'un tétraèdre,
d'un prisme, d'un faisceau de droites ou de lignes en éventail ou une autre forme
géométrique.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la forme de la figure
de sélection peut être modifiée en fonction de paramètres variant dans le temps.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le pointeur émet un
faisceau lumineux dans une direction déterminée, dans lequel la direction déterminée
correspond à l'orientation dans l'espace réel de la figure de sélection dans l'espace
des figures.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la commande de l'objet
sélectionné est effectuée par mise en oeuvre à l'aide du pointeur de mouvements définis.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la commande de l'objet
sélectionné est effectuée en fonction de la manière dont la figure affectée à l'objet
forme une intersection avec la figure de sélection.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le pointeur a une
position et/ou une orientation fixes dans l'espace réel.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la figure de sélection
présente une position et/ou une orientation définies dans l'espace des figures.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel un dispositif de visualisation
est prévu pour l'affichage de l'espace des figures.