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EP 2 272 644 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.2016 Patentblatt 2016/42 |
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Anmeldetag: 06.07.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Verminderung der Emission von Aldehyden und flüchtigen organischen Verbindungen
aus Holzwerkstoffen
Method of reducing the emissions of aldehydes and fleeting organic compounds in wooden
materials
Procédé destiné à la réduction de l'émission d'aldéhydes et de liaisons organiques
volatiles à partir de matières dérivées du bois
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.2011 Patentblatt 2011/02 |
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Teilanmeldung: |
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12187385.5 / 2546039 |
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Patentinhaber: SWISS KRONO Tec AG |
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6006 Luzern (CH) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Kröncke, Rolf et al |
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Gramm, Lins & Partner
Patent- und Rechtsanwälte PartGmbB
Freundallee 13 a 30173 Hannover 30173 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-02/072323 WO-A1-2007/012350 JP-A- 2001 164 235
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WO-A1-2006/010192 DE-A1-102007 038 041
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Additivs in einem Verfahren
zur Herstellung von Holzwerkstoffen aus lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten,
wobei eine Verminderung der Emission von flüchtigen organischen Verbindungen und Aldehyden
einschließlich Formaldehyd aus Holz, den Zerkleinerungsprodukten und dem hergestellten
Holzwerkstoff erreicht wird. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung eine Verwendung
eines Additivs zur Verminderung der Emission von flüchtigen organischen Verbindungen
und Aldehyden einschließlich Formaldehyd wobei Holz oder die lignocellulosehaltige
Zerkleinerungsprodukte mit Thiosulfaten, bevorzugt mit einer bestimmten Kombination
von Verbindungen aus Thiosulfaten und Harnstoffen, behandelt werden, um die Emission
dieser flüchtigen organischen Verbindungen einschließlich Aldehyden aus dem Holz oder
den hergestellten Holzwerkstoff zu verhindern. Weiterhin betrifft die vorliegende
Erfindung unter Verwendung dieses Additivs herstellbare Holzwerkstoffe. Insbesondere
stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung von Behandlungsmitteln zur Behandlung
von Holz oder lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten und daraus hergestellten
Holzwerkstoffen bereit, die geeignet sind, die Emission von Aldehyden einschließlich
Formaldehyd und flüchtigen organischen Verbindungen zu reduzieren und deren entsprechende
Verwendung.
Stand der Technik
[0002] Lignocellulose oder lignocellulosehaltige Materialien, wie Holz und Holzzerkleinerungsprodukte
und daraus hergestellte Holzwerkstoffe, wie Holzwerkstoffplatten, enthalten unter
anderem flüchtige organische Verbindungen (VOC) und sehr flüchtigen organischen Verbindungen
(VVOC), wie Formaldehyd. Als flüchtige organische Verbindungen werden alle flüchtigen
organischen Stoffe subsumiert, deren Retentionszeit im Gaschromatogramm zwischen C6
(Hexan) und C16 (Hexadecan) liegt. Zu den sehr flüchtigen organischen Verbindungen
werden unter anderem auch Ameisensäure und Formaldehyd gezählt. Der Ausdruck Aldehyde,
wie er vorliegend verwendet wird, umfasst nicht nur die flüchtigen Verbindungen, sondern
auch alle anderen Aldehyde, insbesondere Formaldehyd, wenn nicht anders ausgeführt.
[0003] Flüchtige organische Verbindungen und sehr flüchtige organische Verbindungen kommen
in Abhängigkeit von der Art und dem Zustand der Lignocellulosen, wie der Holzart,
der Lagerungsdauer, den Lagerungsbedingungen des Holzes bzw. der Zerkleinerungsprodukte
der Lignocellulose, in unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung und Mengen vor.
Die VOCs entstammen dabei im Wesentlichen aus Extraktstoffen der Lignocellulosen,
z.B. des Holzes oder Umwandlungsprodukten. Prominente Vertreter hiervon sind Stoffe
wie alpha-Pinen, beta-Pinen, delta-3-Caren. Vor allem im Holz der Nadelbäume finden
sich diese Bestandteile wieder. Umwandlungsprodukte, die z.B. während der Lagerung
und der Bearbeitung des Holzes und der Zerkleinerungsprodukte auftreten, sind z.B.
Pentanal und Hexanal. Vor allem Nadelhölzer, aus denen vorwiegend Spanplatten, mitteldichte
Faserplatten (MDF) oder OSB-Platten hergestellt werden, enthalten große Mengen Harz
und Fette, die zur Bildung von flüchtigen organischen Terpenverbindungen und Aldehyden
führen. Teilweise entstehen diese Stoffe auch durch Abbau der Hauptbestandteile des
Holzes, wie Lignin, Cellulose und Hemicellulose. VOCs einschließlich Aldehyde und
Formaldehyde können auch bei der Verwendung bestimmter Klebstoffe für die Herstellung
der Holzwerkstoffe entstehen.
[0004] Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass alle Holzwerkstoffe einschließlich
Spanplatten, Faserplatten und OSB-Platten sowohl Formaldehyd als auch VOC und Aldehyde
an die Raumluft abgeben. Wie bereits erwähnt, werden diese Emissionen sowohl durch
einen chemischen Abbau innerhalb des Holzes als auch durch chemischen Abbau der verwendeten
formaldehydhaltigen Klebstoffe verursacht. Bei den VOC-Emission liegen dagegen ausschließlich
holzbedingte Freisetzungen vor, diese gliedern sich in sogenannte Primäremissionen
von leicht flüchtigen Holzinhaltsstoffen, wie Terpenen oder chemischen Abbauprodukten,
wie Essigsäure und sogenannten Sekundär- bzw. Tertiäremissionen, z.B. höhere Aldehyde,
wie Pentanal oder höhere Carbonsäuren. Diese Abbauprodukte entstehen durch lang andauernde
oxidative Prozesse von Holzinhaltsstoffen, wie Fettsäuren, aber auch Lignin, Cellulose
und Hemicellulose.
[0005] Zu den Klebstoffen, wie sie derzeit in der Herstellung von Holzwerkstoffen, wie OSB-Platten,
mitteldichte Faserplatten usw. verwendet werden, zählen Aminoplastklebstoffe, wie
Harnstoff-Formaldehyd-Klebstoffe (UF-Klebstoffe), Melamin-Harnstoff-Phenol-Formaldehyd-Klebstoffe
(MUPF-Klebstoffe) oder Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Klebstoffe (MUF-Klebstoffe).
Weitere Klebstoffe, wie sie typischerweise bei Holzwerkstoffen eingesetzt werden,
umfassen Klebstoffe auf Basis von Diisocyanaten (PMDI), Polyurethanklebstoffe, Phenol-Formaldehyd-Klebstoffe
(PF-Klebstoffe) und/oder Tannin-Formaldehyd-Klebstoffe (TF-Klebstoffe) oder Gemische
hiervon. Im Faserplattenbereich finden z.B. hauptsächlich Aminoplast-Klebstoffe Verwendung.
Eine Freisetzung der VOCs und des Formaldehyds finden sowohl während der Herstellung
der Holzwerkstoffe als auch nach deren Herstellung oder bei ihrer Anwendung statt.
Bei der Faserplattenherstellung kann es z.B. bei der thermohydrolytischen Behandlung
der lignocellulosehaltigen Materialien zu einem chemischen Teilabbau des Holzes kommen.
Die dabei entstehenden, leicht flüchtigen Verbindungen, wie Aldehyde und Säuren, emittieren
dann während des späteren Herstellungsverfahrens oder bei späterer Nutzung der hergestellten
Holzwerkstoffe. Sie können ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Verklebungsfestigkeit
haben und somit die Eigenschaften der hergestellten Holzwerkstoffe negativ beeinflussen.
[0006] Die
WO 02/072323 beschreibt Verfahren zur Verminderung der Formaldehyd Emission aus mindestens zwei
Schichten enthaltenen Schichtprodukten, wobei die Oberfläche einer Platte oder eines
Furniers mit einer Lösung enthaltend Sulfit bzw. Bisulfit behandelt wird. In den Beispielen
wird dargestellt, dass Furnier mit einer Sulfitlösung behandelt wird, um die Formaldehyd
Emission zu erniedrigen. Aus der
WO 2007/012350 sind Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffartikeln mit geringer Emission von
chemischen Verbindungen, nämlich geringer Formaldehyd-Emission bei Verwendung vom
formaldehydhaltigen Harzen bekannt. Hier wird die Behandlung von Holzspänen oder Holzfasern
mit Bisulfit vorgeschlagen.
[0007] Aus der
DE 10 2007 038 041 A1 sind Verfahren zur Verminderung der Emission von Aldehyden und flüchtigen organischen
Verbindungen aus Holzwerkstoffen bekannt, bei denen Sulfit- oder Hydrogensulfitsalze
ggf. in Verbindung mit Harnstoff oder Harnstoffderivaten und ggf. in Verbindung mit
Alkali-, Erdalkali- oder Ammoniumhydroxide, als Additive eingesetzt werden.
[0008] Die
JP -A- 2001164235 Fänger für Formaldehyd und Verfahren zur Behandlung von Holzplatten.
[0009] Die mit Verfahren des Standes der Technik hergestellten Holzwerkstoffe zeigen insbesondere
bei längerer Nutzung eine unbefriedigende VOC- und Aldehyd-Emission auf.
[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung unter Nutzung chemischer Zusätze die
VOC-Emission und bevorzugt auch die Formaldehyd-Emission von Holzwerkstoffen auf ein
niedriges Niveau zu begrenzen. Dabei sollte so wenig wie möglich in den technologischen
Prozess der Holzwerkstoffherstellung eingegriffen werden, um aufwendige technologische
Anpassungen oder Umbaumaßnahmen zu vermeiden. Außerdem muss eine chemische Störung
des Prozesses ebenso vermieden werden. Bei Verwendung der üblichen formaldehydhaltigen
Klebstoffe findet deren Aushärtung unter hohen Temperaturen und hohem Druck statt.
Des Weiteren ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Emission von Aldehyden
und VOC über den gesamten Zeitraum, das heißt während der Herstellung und der späteren,
längeren Nutzung der hergestellten Holzwerkstoffe gering zu halten.
Beschreibung der Erfindung
[0011] Die Aufgabe wird durch Verwendung eines Additivs gemäß Anspruch 1 gelöst, wobei eine
spezielle Zusammensetzung dem Holz oder den lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten
oder den Holzwerkstoffen zugesetzt wird, um durch Umsetzung mit den VOCs und den Aldehyden,
diese so zu verändern, dass sie nicht mehr aus dem Holz oder den Zerkleinerungsprodukten
bzw. aus den aus den Zerkleinerungsprodukten hergestellten Holzwerkstoffen emittieren.
Die dabei entstehenden Verbindungen sind so hochmolekular, dass sie nicht mehr flüchtig
sind und somit nicht mehr auch nicht mehr langfristig zu den VOC-Emissionen bzw. Aldehydemissionen
einschließlich Formaldehydemissionen beitragen.
[0012] Ein Problem bei den Holzwerkstoffen, die aus Holz oder den lignocellulosehaltigen
Zerkleinerungsprodukten hergestellt werden, ist insbesondere die Freisetzung der VOC
und Aldehyde bei Nutzung. D. h., die Holzwerkstoffe emittieren über einen langen Zeitraum
in Holz vorhandene VOC und Aldehyde einschließlich Formaldehyd. Diese entstehen teilweise,
wie oben dargelegt, über die Zeit durch chemische Umsetzungen in dem lignocellulosehaltigen
Holzwerkstoff. Z. B. können durch Einwirkung von Licht, Sauerstoff, usw. entsprechende
Abbauprodukte von Holzinhaltsstoffen, wie Fettsäuren, aber auch Lignin, Cellulose
und Hemicellulose, im hergestellten Holzwerkstoff entstehen, die dann als entsprechende
Primäremission oder Sekundär- bzw. Tertiäremissionen, wie oben ausgeführt, aus dem
Holz emittieren.
[0013] Vorliegend wurde gefunden, dass bei Zugabe von mindestens zwei Komponenten, die aus
zwei voneinander unterschiedlichen Gruppen i) bis ii), wie unten ausgeführt, ausgewählt
sind, die beschriebenen Nachteile verringert bzw. begrenzt sind.
[0014] Die Zugabe des Additivs kann vor oder nach dem Zerkleinern und Aufarbeiten der Zerkleinerungsprodukte,
z. B. nach dem Refiner bei Fasern, erfolgen. Die Additive können dabei in das Holz
imprägniert werden, die lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte können mit den
Additiven behandelt z. B. imprägniert werden. Bevorzugt erfolgt das Aufbringen der
Additive unmittelbar vor dem Heißpressen oder vor dem Trockner. Die Zugabe des Klebstoffs
kann dabei vor oder nach dem Aufbringen des Additivs erfolgen. Die einzelnen Komponenten
des Additivs können dabei gleichzeitig oder getrennt voneinander aufgebracht werden.
D. h., das Additiv kann in einer Lösung vorliegend auf die lignocellulosehaltigen
Zerkleinerungsprodukte mit üblichen Maßnahmen aufgebracht werden. Alternativ können
die lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte mit den Komponenten einzeln behandelt
werden. So kann z. B. in der bevorzugten Ausführungsform bei der Verwendung einer
Kombination von Thiosulfat und Harnstoff bzw. deren Derivate die Komponente aus der
Gruppe i) vor oder nach der Komponente aus der Gruppe ii) separat aufgebracht werden.
Dieses Aufbringen bzw. Behandeln kann dabei vor oder nach Aufbringung des Klebstoffes
erfolgen. Der Klebstoff kann auch zwischen dem Aufbringen einer ersten Komponente
des Additivs und der zweiten Komponente des Additivs erfolgen.
[0015] Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung ist dabei in Bereitstellung in
Additiven, die in einem Reduktionsschritt Aldehyde aber auch andere flüchtige organische
Verbindungen, insbesondere solche mit Doppelbindungen, reduzieren, so dass die Emission
von diesen VOC und Aldehyden einschließlich Formaldehyd auch langfristig verringert
werden und eine Störung des technologischen Ablaufs nicht eintritt.
[0016] Erfindungsgemäß zeigte sich, dass bei Einsatz von Thiosulfaten, insbesondere der
allgemeinen Formel MeS
2O
3 oder Me
2(S
2O
3 wobei Me ein Alkali-, Erdalkalimetall oder Ammonium darstellt, die Emissionen, insbesondere
die Langzeitemission, von VOC und Aldehyden einschließlich Formaldehyd aus Holz und
Holzwerkstoffen verringert werden kann.
[0017] Bevorzugt können durch Kombination von mindestens zwei Komponenten, die aus zwei
voneinander unterschiedlichen Gruppen i) und ii) ausgewählt sind, diese Probleme insbesondere
im Langzeitbereich verringert werden. Bevorzugt beinhaltet das Additiv also mindestens
jeweils eine Komponente aus den beiden Gruppen i) und ii).
[0018] Die Gruppe i) umfasst Thiosulfate. Insbesondere handelt es sich um Thiosulfate der
allgemeinen Formel MeS
2O
3 oder Me
2(S
2O
3), wobei Me ein Alkali-, Erdalkalimetall, oder Ammonium darstellt. Bevorzug ist das
Thiosulfat eines aus der Gruppe Natriumthiosulfat, Ammoniumthiosulfat, Lithiumthiosulfat,
Kaliumthiosulfat, Kalziumthiosulfat, Magnesiumthiosulfat. Insbesondere wird erfindungsgemäß
als Thiosulfatsalz Natriumthiosulfat oder Ammoniumthiosulfat und ganz besonders bevorzugt
Ammoniumthiosulfat verwendet.
[0019] Im Gegensatz zu den z. B. in der
WO 2009/021702 A1 beschriebenen Verwendung von Sulfit/Hydrogensulfit-Verbindungen setzen sich die Komponenten
der Thiosulfate nicht schnell mit Aldehydverbindungen, wie Formaldehyd, unter Bildung
von z. B. schwer löslichen Additionsverbindungen um. Im Gegenteil, die Umsetzung erfolgt
erst mit einer Zeitverzögerung. Das Thiosulfat wird in einem ersten Schritt oxidiert,
wobei Sulfit als Zwischenprodukt und Sulfat als ein Produkt entsteht. Entsprechend
kann langfristig ein Umsetzungspartner für im Holz und Holzwerkstoff entstehenden
Aldehyden und flüchtigen organischen Verbindungen bereitgestellt werden. Dadurch ist
es möglich sehr effektiv und langfristig die Emissionen aus diesen Hölzern und Holzwerkstoffen
zu senken. Außerdem haben die genannten Komponenten antioxidative Eigenschaften und
können somit die VOC-Emission, die z.B. durch Oxidation verursacht werden, unterdrücken.
Das aus dem Thiosulfat entstehende Zwischenprodukt Sulfit kann z. B. mit isolierten
Doppelbindungen, wie sie unter anderem in Terpenen, Fetten oder Fettsäuren enthalten
sind, durch Reduktion bzw. Addition mit diesen Verbindungen reagieren.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform wird bei der erfindungsgemäßen Verwendung mindestens
ein Thiosulfat den Zerkleinerungsprodukten zugesetzt. Bevorzugt handelt es sich bei
den dabei verwendeten Salzen um Ammoniumthiosulfat und/oder Natriumthiosulfat.
[0021] Die Gruppe ii) umfasst Harnstoff und Harnstoffderivate, wie Monomethylolharnstoff
oder Methylenharnstoff. Bevorzugt wird Harnstoff eingesetzt.
[0022] Harnstoff reagiert ebenfalls mit Formaldehyd unter Bildung von Mono- und Dimethylolharnstoff.
Diese Umsetzung geschieht sehr langsam und erlaubt somit ebenfalls ein langfristiges
Absenken des Formaldehydniveaus in den Holzwerkstoffen. Die Verwendung von Harnstoff
alleine ist aber nicht sinnvoll, da die Umsetzung mit Formaldehyd sehr langsam erfolgt
und es sich um eine Gleichgewichtsreaktion handelt, so dass Formaldehyd zu einem späteren
Zeitpunkt auch wieder abgegeben werden kann.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine Kombination
aus mindestens einer Komponente der Gruppe i) und mindestens einer Komponente aus
der Gruppe ii) dem Holz oder den Zerkleinerungsprodukten oder den Holzwerkstoffen
erfindungsgemäß verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen Reaktionsweisen bzw. Reaktionszeiten
der zugefügten Komponenten in Bezug auf Formaldehyd und VOC kann sehr effektiv die
langfristige Emission von VOC und Formaldehyd verändert und dadurch die Eigenschaften
der Holzwerkstoffe optimiert werden. Des weiteren sind Thiosulfatsalze der Gruppe
i) dazu geeignet, Harnstoffe der Gruppe ii) zu stabilisieren, indem die Harnstoffhydrolyse
verhindert wird. Somit kann von einer besseren Wirksamkeit der Gruppe ii) ausgegangen
werden.
[0024] Bevorzugt wird das mindestens ein Thiosulfatsalz in einer Menge von 0,1 Gew.-% bis
5 Gew.-% bezogen auf atro Lignocellulose zugesetzt. Besonders bevorzugt werden Mengen
von jeweils 0,2 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, z. B. eine Mischung mit ca. 57 % Feststoffgehalt
mit 1 % auf atro Holz dosiert. Die Menge an Harnstoff liegt bevorzugt mit Bereich
von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% bezogen auf atro Lignocellulose.
[0025] Die beschriebenen Behandlungsmittel können zur Verringerung der Emissionen aus Holz,
lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten oder Holzwerkstoffen, z. B. bei der
Herstellung von Holzwerkstoffen zum Einsatz kommen, wobei die Zugabe gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren zweckmäßigerweise über betriebsübliche Anlagen zur Bindemitteldosierung,
wie Beleimtrommel, Blow-Line-Beleimung oder Trockenbeleimung erfolgt. Weiterhin ist
erfindungsgemäß die Zugabe der Lösung zur Matte über Düsen direkt vor der Heißpresse
möglich. Bevorzugt wird das Additiv nicht mit dem Klebstoff vermischt, sondern vor
oder nach Aufbringen des Klebstoffs den Zerkleinerungsprodukten unmittelbar vor dem
Heißpressen zugesetzt. Dabei ist es nicht nur auf formaldehydhaltige Klebstoffe beschränkt,
sondern erstreckt sich auch auf alle anderen thermo- oder duroplastischen Klebstoffe,
die bei Holzwerkstoffen zum Einsatz kommen, wie z.B. PMDI.
[0026] Alternativ kann aber auch das Holz direkt mit den erfindungsgemäßen Additiven imprägniert
werden. Diese Imprägnierung kann vor der Zerkleinerung des Holzes erfolgen; eine Imprägnierung
nach Herstellung des Holzwerkstoffes ist aber ebenfalls möglich.
[0027] Besonders bevorzugt ist eine Zusammensetzung enthaltend
0 bis 90 Gew.-% Ammoniumthiosulfat
0 bis 90 Gew.-% Natriumthiosulfat
0 bis 90 Gew.-% Harnstoff
wobei jeweils Komponenten aus den Gruppen i) und ii) in einer Menge von mindestens
0,1 Gew.-% vorhanden sind.
[0028] Des Weiteren werden Zusammensetzungen (Behandlungsmittel) zur Behandlung von Holz,
lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten und Holzwerkstoffen und zur Reduktion
der Emission von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und Aldehyden, einschließlich
Formaldehyd, umfassend mindestens ein i) Thiosulfatsalz, bevorzugt in Kombination
mit ii) Harnstoff und Harnstoffderivate beschrieben.
[0029] Bevorzugt handelt es sich bei dem Thiosulfatsalz um solche abgeleitet von Natrium
und Ammoniak.
[0030] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform betrifft eine Zusammensetzung (Behandlungsmittel)
der oben genannten Art, bei der mindestens ein Thiosulfatsalz in Kombination mit Harnstoff
und/oder Harnstoffderivat verwendet wird.
[0031] Schließlich stellt die vorliegende Erfindung Holzwerkstoffe erhältlich gemäß der
erfindungsgemäßen Verwendung bereit. Diese Holzwerkstoffe zeichnen sich durch eine
verringerte Emission an flüchtigen organischen Verbindungen insbesondere den Aldehyden
einschließlich Formaldehyd aus. Hierbei handelt es sich insbesondere um Faserplatten,
wie HDF oder MDF, Spanplatten oder OSB-Platten.
1. Verwendung eines Additiv aus mindestens einem Thiosulfat der allgemeinen Formel MeS2O3 oder Me2(S2O3), wobei Me ein Alkali-, Erdalkalimetall oder Ammonium ist, zur Verminderung der Emission
von flüchtigen organischen Verbindungen, deren Retentionszeit im Gaschromatogramm
zwischen Hexan und Hexadecan liegt aus lignozellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten
oder daraus hergestellten Holzwerkstoffen, wobei die Holzwerkstoffe hergestellt werden
durch Bereitstellen von lignozellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukten, Zusatz des
Additivs zur Behandlung der lignozellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte und ggf.
Verpressen der mit dem Additiv versetzten lignozellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte
mit Klebstoff unter Wärmebehandlung zur Herstellung eines Holzwerkstoffs.
2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei das Additiv eine Kombination von mindestens zwei
Komponenten ist, wobei die erste Komponente mindestens eine ist aus der Gruppe i)
Thiosulfate der allgemeinen Formel MeS2O3 oder Me2(S2O3) wobei Me ein Alkali-, Alkalimetall oder Ammonium ist; und die zweite Komponente
mindestens eine ist aus der Gruppe ii) Harnstoff und Harnstoffderivate.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lignozellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte ausgewählt sind aus Holzspäne,
Holzstrands und Holzfasern.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Holzwerkstoffe Holzplatten
sind.
5. Verwendung nach Anspruch 4, wobei die Holzplatten Spanplatten, Faserplatten, MDF-Platten,
und OSB-Platten sind.
6. Verwendung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Thiosulfat der Gruppe i) ausgewählt aus ist aus Natriumthiosulfat, Ammoniumthiosulfat,
Lithiumthiosulfat, Kaliumthiosulfat, Kalziumthiosulfat, Magnesiumthiosulfat oder Mischungen
hiervon, insbesondere Natriumthiosulfat oder Ammoniumthiosulfat.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Komponent aus der Gruppe ii) Harnstoff, oder ein Harnstoffderivat aus Monomethylolharnstoff,
Methylenharnstoff, bevorzugt Harnstoff, ist.
8. Verwendung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Menge an Thiosulfat 0,1
Gew.-% bis 5 Gew.-% Feststoff bezogen auf atro Lignocellulose ist.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei die Menge an Harnstoff oder Harnstoffderivat
0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% Feststoff bezogen auf atro Lignocellulose ist.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, wobei die Komponenten der Gruppe i) und
ii) getrennt voneinander auf die lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte aufgebracht
werden.
11. Verwendung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Additiv vor dem Verpressen
aber nach dem Zerfasern oder Zerspanen den Zerkleinerungsprodukten zugegeben wird.
12. Verwendung nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Zugabe des Additivs vor
oder nach Beleimung der zerfaserten oder zerspanten lignocellulosehaltigen Zerkleinerungsprodukte
erfolgt.
13. Verwendung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Klebstoff ein Phenol-Formaldehyd-Klebstoff, ein Klebstoff auf Basis
von Isocyanaten (PMDI), ein Harnstoff-Formaldehyd-Klebstoff, ein Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Klebstoff,
ein Melamin-Harnstoff-Phenol-Formaldehyd-Klebstoff, ein Tannin-Formaldehyd-Klebstoff
oder ein Gemisch hiervon ist.
14. Holzwerkstoff erhältlich unter Verwendung eines Additivs nach Anspruch 4, wobei es
sich um Faserplatten, Spanplatten oder OSB-Platten handelt.
15. Holzwerkstoff nach Anspruch 14, wobei die Faserplatten HDF- und MDF-Platten sind.
1. Use of an additive comprising at least one thiosulphate of the general formula MeS2O3 or Me2(S2O3) where Me is an alkali metal or alkaline earth metal or ammonium for reducing the
emission of volatile organic compounds whose retention time in a gas chromatogram
is between hexane and hexadecane from lignocellulosic comminution products or wood-base
materials produced therefrom wherein the wood-base materials are produced by provision
of lignocellulosic comminution products, addition of the additive for treating the
lignocellulosic comminution products and optional compression moulding of the additive-admixed
lignocellulosic comminution products with adhesive under thermal treatment to produce
a wood-base material.
2. Use according to Claim 1, wherein the additive is a combination of two or more components,
wherein the first component is at least one from group i) thiosulphates of general
formula MeS2O3 or Me2(S2O3), where Me is an alkali or alkali metal or ammonium; and the second component is
at least one from group ii) urea and urea derivatives.
3. Use according to Claim 1 or 2, characterized in that the lignocellulosic comminution products are selected from wood shavings, wood strands
and wood fibres.
4. Use according to any of Claims 1 to 3, wherein the wood-base materials are wood panels.
5. Use according to Claim 4, wherein the wood panels are particle board, MDF board and
OSB panels.
6. Use according to any preceding claim, characterized in that the thiosulphate of group i) is selected from sodium thiosulphate, ammonium thiosulphate,
lithium thiosulphate, potassium thiosulphate, calcium thiosulphate, magnesium thiosulphate
or mixtures thereof, in particular sodium thiosulphate or ammonium thiosulphate.
7. Use according to any of Claims 2 to 6, characterized in that the component from group ii) is urea, or a urea derivative from monomethylolurea,
methyleneurea, preferably urea.
8. Use according to any preceding claim, wherein the amount of thiosulphate is from 0.1
wt% to 5 wt% of solids based on absolutely dry lignocellulose.
9. Use according to any of Claims 2 to 8, wherein the amount of urea or urea derivative
is from 0.1 wt% to 5 wt% of solids based on absolutely dry lignocellulose.
10. Use according to any of Claims 2 to 9, wherein the components of groups i) and ii)
are applied to the lignocellulosic comminution products separately from each other.
11. Use according to any preceding claim, wherein the additive is admixed to the comminution
products before compression moulding but after defibration or chipping.
12. Use according to any preceding claim, wherein the additive is admixed before or after
resinating the defibrated or chipped lignocellulosic comminution products.
13. Use according to any preceding claim, characterized in that the adhesive used is a phenol-formaldehyde adhesive, an adhesive based on isocyanates
(PMDI), a urea-formaldehyde adhesive, a melamine-urea-formaldehyde adhesive, a melamine-urea-phenol-formaldehyde
adhesive, a tannin-formaldehyde adhesive or a mixture thereof.
14. Wood-base material obtainable using an additive according to Claim 4, wherein the
material is fibre board, particle board or OSB panels.
15. Wood-base material according to Claim 14, wherein the fibre board is HDF or MDF board.
1. Utilisation d'un additif constitué par au moins un thiosulfate de la formule générale
MeS2O3 ou Me2(S2O3), Me représentant un métal alcalin, un métal alcalino-terreux ou ammonium, pour la
diminution de l'émission de composés organiques volatils, dont le temps de rétention
dans un chromatogramme gazeux se situe entre l'hexane et l'hexadécane, provenant de
produits de désintégration contenant de la lignocellulose ou de matériaux à base de
bois fabriqués à partir de ceux-ci, les matériaux à base de bois étant fabriqués par
préparation de produits de désintégration contenant de la lignocellulose, par addition
de l'additif pour le traitement des produits de désintégration contenant de la lignocellulose
et le cas échéant par compression des produits de désintégration contenant de la lignocellulose
additionnés de l'additif avec un adhésif tout en traitant thermiquement pour la fabrication
d'un matériau à base de bois.
2. Utilisation selon la revendication 1, l'additif étant une combinaison d'au moins deux
composants, le premier composant étant au moins un composant du groupe i) formé par
les thiosulfates de la formule générale MeS2O3 ou Me2(S2O3), Me représentant un métal alcalin, un métal alcalino-terreux ou ammonium; et le
deuxième composant étant au moins un composant du groupe ii) formé par l'urée et les
dérivés d'urée.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les produits de désintégration contenant de la lignocellulose sont choisis parmi
les copeaux de bois, les longs copeaux de bois et les fibres de bois.
4. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, les matériaux à base
de bois étant des panneaux de bois.
5. Utilisation selon la revendication 4, les panneaux de bois étant des panneaux en bois
aggloméré, des panneaux de fibres, des panneaux de MDF et des panneaux d'OSB.
6. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le thiosulfate du groupe i) est choisi parmi le thiosulfate de sodium, le thiosulfate
d'ammonium, le thiosulfate de lithium, le thiosulfate de potassium, le thiosulfate
de calcium, le thiosulfate de magnésium ou leurs mélanges, en particulier le thiosulfate
de sodium ou le thiosulfate d'ammonium.
7. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que le composant du groupe ii) est l'urée ou un dérivé d'urée parmi la monométhylolurée,
la méthylène-urée, de préférence l'urée.
8. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, la quantité de
thiosulfate étant de 0,1% en poids à 5% en poids de solide par rapport à la lignocellulose
anhydre.
9. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 2 à 8, la quantité d'urée ou
de dérivé d'urée étant de 0,1% en poids à 5% en poids de solide par rapport à la lignocellulose
anhydre.
10. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 2 à 9, les composants des groupes
i) et ii) étant appliqués séparément l'un de l'autre sur les produits de désintégration
contenant de la lignocellulose.
11. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'additif étant
ajouté aux produits de désintégration avant la compression ou après le défibrage ou
le découpage-déchiquetage.
12. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'addition de l'additif
ayant lieu avant ou après l'encollage des produits de désintégration défibrés ou découpés-déchiquetés
contenant de la lignocellulose.
13. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'additif utilisé est un adhésif de type phénol-formaldéhyde, un adhésif à base d'isocyanates
(PMDI), un adhésif de type urée-formaldéhyde, un adhésif de type mélamine-urée-formaldéhyde,
un adhésif de type mélamine-urée-phénol-formaldéhyde, un adhésif de type tannin-formaldéhyde
ou un mélange de ceux-ci.
14. Matériau à base de bois pouvant être obtenu avec utilisation d'un additif selon la
revendication 4, où il s'agit de panneaux de fibres, de panneaux de copeaux ou de
panneaux d'OSB.
15. Matériau à base de bois selon la revendication 14, les panneaux de fibres étant des
panneaux de HDF et de MDF.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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