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(11) |
EP 2 272 776 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.10.2014 Patentblatt 2014/44 |
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Anmeldetag: 07.06.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum stoßartigen Ausblasen von gasförmigen Medien
Device for percussive expulsion of gaseous media
Dispositif de sortie par à-coups de milieux gazeux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
07.07.2009 DE 202009009307 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.2011 Patentblatt 2011/02 |
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Patentinhaber: Agrilux Beteiligungs GmbH |
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55444 Waldlaubersheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Leibling, Udo
55411 Bingen (DE)
- Roth, Michael
55252 Mainz-Kastel (DE)
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Vertreter: Bockhorni & Kollegen |
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Elsenheimerstraße 49 80687 München 80687 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 097 236 DE-U1-202006 016 627
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DE-A1- 3 602 207
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum stoßartigen Ausblasen von gasförmigen
Medien, vorzugsweise Luft oder Inertgase, gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruches
1.
[0002] Derartige Vorrichtungen, auch als Luftkanonen oder Luftstoßgeräte bezeichnet, werden
zur Erzeugung starker Luftstöße verwendet, um damit Materialanbackungen oder Materialaufstauungen
von Schüttgütern in Bunkern, Silos, Reaktionsbehältern und dergleichen zu beseitigen.
Insbesondere werden derartige Luftstoßgeräte in großer Stückzahl in der Zementindustrie
zur Abreinigung von Vorwärmersystemen verwendet.
[0003] Diese Luftstoßgeräte basieren auf dem Prinzip, dass ein in einem Druckbehälter gespeichertes
Medium schlagartig über eine Ausblasöffnung abgeblasen wird. Die Steuerung des Ausblasvorgangs
erfolgt in aller Regel durch ein Schnellentlüftungsventil mit einem 3/2-Wege-Ventil
bzw. direkt über ein 3/2-Wege-Ventil. Bei den bisher bekannten Luftstoßanlagen solcher
Baurart weisen alle Ventileinheiten ein 3/2-Wegeventil auf, über welches die Druckluft
aus dem Druckluftnetz direkt oder über ein Schnellentlüftungsventil in einen Kolbenvorraum
gelangt und dann direkt in den Druckluftbehälter oder über ein zusätzliches Rückschlagventil
strömt. Es sind auch Ausführungen bekannt, bei denen Druckluft aus dem Druckluftnetz
gleichzeitig in den Druckluftbehälter und in den Kolbenvorraum gelangt, wobei in Richtung
Druckluftbehälter eine eingebaute Drossel sicherstellt, dass der Kolbenvorraum bevorzugt
mit Druckluft beaufschlagt wird. Beim Umschalten des 3/2-Wegeventils auf Entlüften
wird der Kolbenvorraum entlüftet und die im Druckluftbehälter gespeicherte Druckluft
entweicht schlagartig als Luftstoß.
[0004] Der Nachteil der Anwendung des 3/2-Wegeventils liegt darin, dass das 3/2 Wegeventil
nicht nur zum Entlüften eingesetzt wird, sondern die gesamte Luftmenge zum Füllen
des Druckluftbehälters durch das 3/2-Wege-Ventil strömt. Dadurch unterliegt es einem
Verschleiß, was die Wartungskosten des Luststoßgerätes oder der Luftstoßanlage erhöht.
Da die Beschaffungskosten des 3/2-Wegeventils ebenfalls hoch sind, da je mehr Anschlüsse
ein Ventil aufweist, desto teurer es ist, führt dies auch zur hohen Herstellungskosten
der Luftstoßvorrichtung und/oder -Anlage.
[0005] Aus der
DE 20 2006 016627 U1 ist System von Luftstoßgeräten bekannt, die über gemeinsame Leitungen miteinander
verbunden sind, um so eine gegenseitige Pufferung zu erreichen. Die einzelnen Luftstoßgeräte
werden dabei wie üblich über 3/2-Wege-Ventile zur schlagartigen Entlüftung (Abschießen)
des Kolbenvorraums betätigt. Zum kontrollierten Entlüften können zusätzlich 2/2-Wege
Kugelhähne eingesetzt werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Luftstoßvorrichtung der gattungsgemäßen Art zu
schaffen, die technisch Vorteile bietet und außerdem wirtschaftlicher ist, als bisher
bekannten Techniken.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich durch die Merkmale aus den Unteransprüchen.
[0008] Erfindungsgemäß zeichnet sich die Vorrichtung zum stoßartigen Ausblasen von gasförmigen
Medien, vorzugsweise Luft oder Inertgase, insbesondere zur Beseitigung von Materialanbackungen
oder -aufstauungen in verfahrenstechnischen Anlagen, mit einem Druckbehälter, einer
Ventileinheit mit Zylinder und zumindest einem darin beweglichen Kolben zum schlagartigen
Ausblasen des gespeicherten Mediums, wobei die Ventileinheit, über den Ventilsitz
eine Ausblasstelle schließen und öffnen kann, über welchen das gasförmige Medium ausgeblasen
wird, dadurch, dass zum Abschießen der Vorrichtung ein 2/2-WegeVentil zur Entlüftung
des Kolbenvorraums der Ventileinheit vorgesehen ist. Dies ist mit einem 2/2-Wegeventil
möglich, so dass kein aufwendiges 3/2-Wege-Ventil zur Steuerung der Ventileinheit
verwendet werden muss. Durch den Einsatz des kostengünstigeren 2/2-Wegeventils sind
die Aufbaukosten der erfindungsgemäßen Luftstoßvorrichtung geringer als bei den Vorrichtungen
mit einem 3/2 Wegeventil im Stand der Technik, bei denen das Ventil auch die Druckluftzufuhr
zum Druckbehälter steuert und deswegen entsprechend stark ausgeführt werden muss.
Da der Kolbenvorraum ein Volumen von zumeinst kleiner als 1 1 aufweist, ergibt sich
praktisch kaum ein Ventilverschleiß, so dass sehr lange Betriebszeiten gewährleistet
sind. Darüber hinaus sind Wartungskosten der erfindungsgemäßen Vorrichtung geringer
im Vergleich zu Luftstoßgeräten mit einem 3/2 Wegeventil als Steuerung der Ventileinheit.
Wie allgemein bekannt, umfasst ein 2/2 Wegeventil zwei Anschlüsse und zwei Schaltstellungen,
"AUF" und "ZU". Bei der Schaltstellung "Zu" des 2/2-Wegeventils, ist die Ventileinheit
in Schließstellung gehalten, d.h. dass der bewegliche Kolben die Austrittsöffnung
des Druckbehälters verschlossen hält. Bei der Schaltstellung "Auf" des 2/2-Wegeventils
wird der Kolbenvorraum entlüftet und damit geht die Ventileinheit schlagartig in eine
Offenstellung, in der der Kolben die Austrittsöffnung des Behälters freigibt, wodurch
das im Druckbehälter gespeicherte Medium schlagartig entweicht. Eine Feder schließt
den Kolben in der Ventileinheit, sobald der Druck im Druckbehälter entsprechend abgefallen
ist. Beim erneuten Füllen des Druckbehälters strömt das Medium aus dem Druckbehälter
über eine oder mehrere Verbindungsöffnungen in den Kolbenvorraum. Dadurch erhält der
Kolben wieder seine optimale Schließkraft, um den Ventilausgang zuverlässig bis zum
nächsten Abschuss verschlossen zu halten. Das bedeutet, dass das 2/2-Wegeventil hierin
lediglich eine Steuerungsfunktion des Kolbenvorraums bzw. des Auf- und Zuschließen
der Ventileinheit erfüllt. Dadurch unterliegt es kaum einem Verschleiß, was die Wartungskosten
der Luftstoßanlage oder des Luftstoßgerätes erheblich senkt und zusätzlich die Lebensdauer
solcher Anlagen erhöht. Ferner werden bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung keine
Schnellentlüftungs-, Rückschlag- bzw. Überströmventile benötigt, wie dies bei der
herkömmlichen Vorrichtung mit einem 3/2 Wegeventil der Fall ist. Dadurch bietet das
erfindungsgemäße Luftstoßgerät mit einem 2/2-Wegeventil, das lediglich den Mediendruck
im Kolbenvorraum steuert, sowohl wirtschaftliche als auch technische Vorteile.
[0009] Erfindungsgemäß ist die Zufuhr des gasförmigen Mediums so gestaltet, dass der Druckbehälter
über einen zur Zufuhr externen Mediums vorgesehenen Druckanschluss und der Kolbenvorraum
nur aus dem Druckbehälter mit dem Medium versorgt wird. Der Vorteil der erfindungsgemäßen
Ausführung besteht darin, dass bei bisher bekannten Vorrichtungen die Füllung des
Druckbehälters entweder gedrosselt über den Kolbenvorraum oder direkt gedrosselt erfolgt,
während bei der erfindungsgemäßen Ausführung das Füllen des Druckbehälters ungedrosselt
über den vollen Zuleitungsquerschnitt erfolgen kann. Dadurch wird die Füllzeit wesentlich
reduziert und das Luftstoßgerät steht schneller wieder schussbereit zur Verfügung.
[0010] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung besteht darin, dass durch die
ungedrosselte Zuleitung eine schnelle und sichere Entlüftung des Druckbehälters möglich
ist, was die Sicherheit solcher Anlagen wesentlich erhöht. Bei bisher bekannten Systemen
war eine schnelle und sichere Entlüftung nur möglich, wenn zusätzliche Entlüftungsleitungen
gelegt wurden.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der Kolbenvorraum und der
Druckbehälter über wenigstens eine Verbindungsöffnung für die Zufuhr der Druckluft
aus dem Druckbehälter in dem Kolbenvorraum verbunden. Dies bietet den Vorteil, dass
der Kolbenvorraum der Ventileinheit, sobald er weniger Druckluft als der Druckluftbehälter
aufweist, gleich mit der aus dem Druckbehälter überströmenden Luft gespeist wird,
wodurch der Kolben seine optimale Schließkraft gleich nach dem Abschuss, d.h. gleich
nach dem Entlüften, wieder erhält und den Ventilausgang des Druckbehälters schlagartig
schließt und zuverlässig bis zum nächsten Abschuss verschlossen hält.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist der zur Zufuhr des Mediums
zum Druckbehälter vorgesehene Druckanschluss angepasst, den Druckbehälter zu entlüften,
ohne das Medium aus der Ausblasstelle auszublasen. Dadurch ist es möglich, den Druckbehälter
über denselben Druckanschluss über den der Druckbehälter direkt mit dem Medium versorgt
wird, direkt und sicher zu entlüften. Ebenfalls können auf diese Art und Weise mehrere
Druckbehälter, die über eine Ringleitung mit den Druckanschlüssen verbunden sind,
direkt zentral entlüftet werden.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist die Feder derart ausgebildet, dass sie unabhängig von
der Entlüftungszeit des 2/2-Wegeventils die Ventileinheit unmittelbar nach dem Ausblasen
des gasförmigen Mediums den Ventilsitz und somit die Ausblasstelle verschließt. Auf
dieser Weise wird ein Einfließen von Schüttgut oder Einströmen von Fremdgasen in die
erfindungsgemäße Vorrichtung verhindert.
[0014] Zweckmäßig ist es, die erfindungsgemäße Vorrichtung derart auszubilden, dass die
Ventileinheit mit einem 2/2-Wegeventil zu ihrer Steuerung bei Luftstoßgeräten variierbar
angeordnet werden kann. Das bedeutet, dass die Erfindung nicht auf eine bestimmte
Anordnung der Ventileinheit bei einem Luftstoßgerät und/oder einer Luftstoßanlage
begrenzt ist, sondern die Ventileinheit kann außerhalb oder innerhalb des Druckbehälters
angeordnet werden. Ebenfalls ist es möglich, die innen liegende Ventileinheit oben
oder unten anzuordnen. Dadurch wird mit der Erfindung sichergestellt, dass die erfindungsgemäße
Steuerung der Ventileinheit bei allen wesentlichen Bauarten der Luftstoßgeräte anwendbar
ist.
[0015] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Luftstoßgerätes
mit einer außen liegenden Ventileinheit,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Luftstoßgerätes mit einer oben innen liegenden Ventileinheit,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 1 mit "X" gekennzeichneten verschlossenen
Ventilsitzes, und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 2 mit "Y" gekennzeichneten verschlossenen
Ventilsitzes.
[0016] Entsprechend der Figuren 1 und 2 umfasst das Luftstoßgerät im wesentlichen einen
Druckbehälter 1, der mit Druckgas von einer nicht dargestellten externen Druckgasquelle
über einen Druckanschluss 19.1 gespeist wird und ein Ausblasrohr 9, das wie in Fig.
1 und 2 dargestellt ist, durch eine Ventileinheit bestehend aus einem Ventilzylinder
2 und einem Kolben 3 gegen den Innenraum des Druckbehälters hin abgeschlossen ist.
[0017] In Fig. 1 ist die Ventileinheit außerhalb des Druckbehälters an seinem oberen Ende
über Flansche 12 angeschlossen. In der Ventileinheit ist zwischen dem Kolben 3 und
einem den Ventilzylinder 2 gegenüber der Ventilaustrittsseite abschließenden Deckel
10 ein Kolbenvorraum 4 ausgebildet. Der Kolbenvorraum 4 ist über eine Anschlussleitung
17 an einem 2/2-Wegeventil 5 angeschlossen, das in Fig. 1 an der rechten Seite des
Kolbenvorraums 4 in schematischer Weise dargestellt ist. Das 2/2-Wegeventil 5 ermöglicht
in einer Stellung das Schließen einer Ausblasstelle 18 und in der anderen Stellung
die Entlüftung des Kolbenvorraums 4, d.h. Öffnen der Ausblasstelle 18, was eine schlagartige
Zurückbewegung des Kolbens 3 und damit die Erzeugung des Luftstoßes auslöst. In der
Fig. 1 ist der Ventilausgang, d.h. die Ausblasstelle 18 verschlossen. Zwischen dem
Druckbehälter 1 und dem Kolbenvorraum 4 ist ein Verbindungskanal 6 angeordnet. Der
Verbindungskanal 6 hat auf der Seite des Druckbehälters 1 einen größeren Querschnitt
als die Verbindungsöffnung zum Kolbenvorraum 4.
[0018] Alternativ kann ein Druckanschluss 19.2 im Deckel 10 angeordnet werden, wobei die
Öffnung im Deckel 10 und der Verbindungskanal 6 zum Behälter 1 im Querschnitt größer
ausgelegt sind als die Verbindungsöffnung zwischen Verbindungskanal 6 und Kolbenvorraum
4.
[0019] Der Druckbehälter 1 wird zuerst mit Druckluft über den externen Druckluftanschluss
19.1 bzw. 19.2 von einer nicht hierin dargestellten Druckquelle beaufschlagt und gleichzeitig
strömt die Luft im Überströmverfahren durch den Verbindungskanal 6 in den Kolbenvorraum
4 der Ventileinheit über. Der zunehmende Luftdruck im Kolbenvorraum 4 unterstützt
die Schließkraft der Feder 16, wodurch der Kolben 3 gegen den Ventilsitz 8 gepresst
wird. Dadurch wird die Ausblasöffnung 18 verschlossen. Im Falle von Fig. 1 befindet
sich das 2/2-Wegeventil 5 in der Schließstellung, so dass die Ventileinheit in der
geschlossen Stellung ist. Wenn das 2/2-Wegeventil 5 betätigt wird, entlüftet der Kolbenvorraum
4. Dadurch wirkt das im Druckbehälter 1 gespeicherte Medium auf den Kreisring 11 an
der Unterseite des Kolbens 3, wie in Fig. 3 vergrößert für das Detail "X" aus Fig.
1 dargestellt ist, und schiebt den Kolben 3 gegen den Ventildeckel 10. Dadurch kann
die Druckluft aus dem Speicherbehälter 1 schlagartig über das Ausblasrohr 9 und die
Ausblasstelle 18 entweichen.
[0020] Im Kolbenvorraum 4 der Fig. 1 ist eine Feder 16 angeordnet. Die Druckfeder 16 ist
nach dem Ausführungsbeispiel eine Schraubenfeder. Es können aber auch andere Elemente
mit Federwirkung verwendet werden. Der Kolben 3 wird durch die Feder 16 unabhängig
von der Entlüftungszeit des 2/2-Wegeventils 5, unmittelbar nach dem Abschuss wieder
auf den Ventilsitz 8 gedrückt und die Ausblasstelle 18 verschlossen, sobald der Druck
im Druckbehälter 1 entsprechend abgefallen ist.
[0021] Durch die aus dem Druckbehälter 1 in den Kolbenvorraum 4 überströmende Druckluft,
erhält der Kolben 3 wieder seine optimale Schließkraft, wodurch die Austrittsöffnung
18 - unabhängig vom Betriebsdruck des Druckluftnetzes - zuverlässig bis zum nächsten
Abschuss verschlossen bleibt.
[0022] Bei der Ausführungsform des Luftstoßgerätes nach Fig. 2 ist die Ventileinheit bestehend
aus Kolben 3 und Zylinder 2 im Inneren des Druckbehälters 1 oben liegend angeordnet.
Der Ventilzylinder 2 hat vorzugsweise drei am Umfang verteilten Öffnungen 7 und ist
am oberen Ende des Ausblasrohres 9 mit dem Ventilsitz 8 verbunden, wobei das Ausblasrohr
9 sich entlang der Längsachse des Druckluftbehälters 1 koaxial zu dessen Behältermitte
von der Austrittsöffnung 18 in Richtung der gegenüberliegenden Seite des Druckluftbehälters
1 erstreckt. An den oberen und unteren Enden des Druckbehälters 1, der hierin zylinderförmig
ausgebildet ist, sind einander gegenüberliegend vorzugsweise zentral zwei Blockflansche
12 und 13 angeordnet. An dem unteren Blockflansch 13 sind wiederum Befestigungsflansche
14 und 15 vorgesehen, die dem Innendurchmesser des Ausblasrohres 9 der Ventileinheit
entsprechen. Ausblasrohr 9 und die Flansche 14 und 15 sind miteinander verbunden.
Das Ausblasrohr 9 kann anstelle der lösbaren Flanschverbindung 13 und 14 bekannter
weise auch fest mit dem Boden des Behälters 1 verschweißt sein.
[0023] Wie in Fig. 1 wird in Fig. 2 der Druckbehälter 1 zuerst mit Druckluft über den externen
Druckluftanschluss 19.1 bzw. 19.2 von einer nicht hierin dargestellten Druckquelle
beaufschlagt und gleichzeitig strömt die Luft im Überströmverfahren durch die Verbindungsöffnung
6 in den Kolbenvorraum 4 der Ventileinheit. Die Verbindungsöffnung 6 hat einen kleineren
Querschnitt als der Druckanschluss 19.1 bzw. 19.2. In der Ventileinheit ist zwischen
Kolben 3 und einem den Zylinder 2 gegenüber der Ausblasöffnung 18 abschließenden Deckel
10 ein Kolbenvorraum 4 ausgebildet. Der Kolbenvorraum 4 ist über eine Anschlussleitung
17 an einem 2/2-Wegeventil 5 angeschlossen, das über dem Kolbenraum 4 und dem Deckel
10 in schematischer Weise dargestellt ist. Zwischen dem Druckbehälter 1 und dem Kolbenvorraum
4 ist vorzugsweise eine Verbindungsöffnung 6 angeordnet. Die Verbindungsöffnung 6
kann im Zylinder 2 angeordnet sein, wie in Fig. 2 dargestellt, oder auch im Deckel
10 realisiert werden. Durch die Verbindungsöffnung 6 wird der Kolbenvorraum 4 mit
Medium aus dem Druckbehälter beaufschlagt.
[0024] Bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung befindet sich die Ventileinheit in der geschlossen
Stellung, in der der Kolben mit seiner Unterseite auf dem Ventilsitz 8 aufliegt und
die-Ausblasöffnung 18 verschließt. Durch Betätigung des 2/2-Wegeventils 5 wird der
Kolbenvorraum 4 entlüftet.
[0025] Dadurch wirkt das im Druckbehälter 1 gespeicherte Medium auf den Kreisring 11 an
der Unterseite des Kolbens 3, wie in Fig. 4 vergrößert für das Detail "Y" in Fig.
2 dargestellt ist, und schiebt den Kolben 3 gegen den Ventildeckel 10. Dadurch kann
die Druckluft bzw. das gasförmige Medium aus dem Speicherbehälter 1 schlagartig durch
die Öffnungen 7 des Zylinders 2 über das Ausblasrohr 9 und die Ausblasstelle 18 entweichen.
Im Kolbenvorraum 4 der Fig. 2 ist eine Feder 16 angeordnet. Die Druckfeder 16 ist
nach dem Ausführungsbeispiel eine Schraubenfeder. Es können aber auch andere Elemente
mit Federwirkung verwendet werden. Der Kolben 3 wird durch die Feder 16 unabhängig
von der Entlüftungszeit des 2/2-Wegeventils 5, unmittelbar nach dem Abschuss wieder
auf den Ventilsitz 8 gedrückt und der Ventilausgang 18 verschlossen, sobald der Druck
im Druckbehälter 1 entsprechend abgefallen ist.
[0026] Durch den ungedrosselten Querschnitt der Druckluftanschlüsse 19.1 und 19.2 kann der
Behälter 1 schnell gefüllt und ebenso schnell auch entlüftet werden, ohne dass über
den Ventilausgang 18 ein Luftstoß abgegeben wird. Dadurch wird der "sichere Betrieb
von Luftstoßgeräten bzw. Luftkanonen auf besondere Weise zuverlässig gewährleistet.
[0027] Aus der vorstehenden Schilderung der Erfindung ist es deutlich geworden, dass die
erfindungsgemäße Vorrichtung zum stoßartigen Ausblasen von gasförmigen Medien mit
2/2-Wegeventil, wobei das 2/2-Wegeventil zum Entlüften und Schließen des Kolbenraums
dient, während das Medium den Behälter direkt befüllt und von dort in den Kolbenvorraum
überströmt, gegenüber herkömmlichen Luftstoßvorrichtungen einfacher und kostengünstiger
zu fertigen und zu erhalten ist und wesentliche technische Vorteile bietet, zusätzlich
auch im Bereich "sicherer Betrieb von Luftstoßgeräten".
1. Vorrichtung zum stoßartigen Ausblasen von gasförmigen Medien, vorzugsweise Luft oder
Inertgase, insbesondere zur Beseitigung von Materialanbackungen oder -aufstauungen
in verfahrenstechnischen Anlagen, mit einem Druckbehälter (1), einer Ventileinheit
mit Zylinder (2) und zumindest einem darin beweglichen Kolben (3) zum schlagartigen
Ausblasen von in dem Druckbehälter gespeicherten gasformigen Mediums, wobei die Ventileinheit
einen Kolbenvorraum aufweist und wobei die Ventileinheit (2, 3), über einen Ventilsitz
(8) eine Ausblasstelle (18) schließen und öffnen kann, so dass über den Ventilsitz
das gasförmige Medium ausgeblasen wird, wobei
zum Abschießen der Vorrichtung ein 2/2-Wege-Ventil (5) zur Entlüftung des Kolbenvorraums
(4) der Ventileinheit (2, 3) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kolbenvorraum (4) nur aus dem Druckbehälter mit dem Medium bzw. Druckluft versorgbar
ist und die Zufuhr eines Druckmediums zum Druckbehälter über mindestens einen separaten
Druckanschluss (19.1, 19.2) unmittelbar in den Druckbehälter erfolgt und damit unabhängig
von einer Entlüftungsleitung und dem Kolbenvorraum (4).
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Ventileinheit (2, 3) zwischen dem Kolben (3) und einem den Ventilzylinder (2)
gegenüber der Ausblasstelle (18) abschließenden Deckel (10) der Kolbenvorraum (4)
ausgebildet ist, wobei die Zufuhr des gasförmigen Mediums so gestaltet ist, dass der
Druckbehälter (1) über den zur Zufuhr des externen Mediums vorgesehenen Druckanschluss
(19.1, 19.2) und der Kolbenvorraum (4) nur aus dem Druckbehälter (1) mit dem Medium
versorgt werden.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kolbenvorraum (4) und der Druckbehälter (1) über wenigstens eine Verbindungsöffnung
(6) verbunden sind, welche vorzugsweise einen kleineren Querschnitt als der Druckanschluss
(19.1, 19.2) aufweist, wobei die Verbindungsöffnung vorzugsweise im Zylinder (2) oder
im Deckel (10) angeordnet ist.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zur Zufuhr des Mediums zum Druckbehälter (1) vorgesehene Druckanschluss (19.1,
19.2) angepasst ist, den Druckbehälter (1) zu entlüften, ohne das Medium aus der Ausblasstelle
(18) auszublassen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Kolbenvorraum (4) eine gegen den Kolben (3) zum Verschließen des Ventilausgangs
(11) wirkende Feder (16) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Feder (16) derart ausgebildet ist, dass sie unabhängig von der Entlüftungszeit
des 2/2-Wegeventils (5) die Ventileinheit (2, 3) unmittelbar nach dem Ausblasen des
gasförmigen Mediums den Ventilsitz (8) und somit die Ausblasstelle (18) verschließt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ventileinheit (2, 3) außerhalb des Druckbehälters (1) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ventileinheit (2, 3) innerhalb des Druckbehälters (1) oben bzw. unten liegend
angeordnet ist.
1. A device for percussive expulsion of gaseous media, preferably air or inert gasses,
in particular for removing caked or built-up material in process-engineering systems
with a pressure vessel (1), a valve unit with cylinder (2) and at least one shank
(3) being movable therein for an explosive expulsion of gaseous media being stored
in the pressure vessel, wherein the valve unit has a shank vestibule with the valve
unit (2, 3) being able to open and close a blow-off location (18) via a valve seat
(8), so that the gaseous media is blown off via the valve seat wherein
for closing the device, a 2/2 way valve (5) for ventilation of the shank vestibule
(4) of the valve unit (2, 3) is provided,
characterized in that
the shank vestibule (4) can only be supplied with the medium or pressure air from
the pressure vessel and the supply of a pressuring medium to the pressure vessel takes
place via at least one separate pressure port (19.1, 19.2) directly into the pressure
vessel and thereby independently from a ventilation pipe and the shank vestibule (4).
2. The device according to claim 1,
characterized in that
the shank vestibule (4) is configured in the valve unit (2, 3) between the shank (3)
and a lid (10) which closes the valve cylinder (2) opposite to the blow-off location
(18), with the supply of the gaseous medium being configured so that the pressure
vessel (1) is supplied with the medium via the pressure port (19.1, 19.2), which is
provided for delivering the external medium, and the shank vestibule (4) only from
the pressure vessel (1) with the medium.
3. The device according to claim 1 or 2,
characterized in that
the shank vestibule (4) and the pressure vessel (1) are connected via at least one
connection opening (6), which preferably has a smaller cross section than the pressure
port (19.1, 19.2), with the connection opening preferably being arranged in the cylinder
(2) or in the lid (10).
4. The device according to claim 1, 2 or 3,
characterized in that
the pressure port (19.1, 19.2) which is intended for delivering the medium to the
pressure vessel (1) is adjusted in order to ventilate the pressure vessel (1) without
blowing off the medium from the blow-off location (18).
5. The device according to one of the preceding claims
characterized in that
in the shank vestibule (4), a spring (16) is arranged which act against the shank
(3) for locking the valve output (11).
6. The device according to claim 5,
characterized in that
the spring (16) is formed so that it locks, independently of the ventilation time
of the 2/2 way unit (5), the valve unit (2, 3) directly after blow-off of the gaseous
medium, the valve seat (8), and hence the blow-off location (18).
7. The device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the valve unit (2, 3) is arranged outside of the pressure vessel (1).
8. The device according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
the valve unit (2, 3) is arranged in a lying position on top or bottom within the
pressure vessel (1).
1. Dispositif d'expulsion par à-coups de milieux gazeux, de préférence d'air ou de gaz
inertes, en particulier pour éliminer de la matière collée ou des accumulations de
matière dans des installations technologiques, comprenant un réservoir sous pression
(1), une unité-soupape ayant un cylindre (2) et au moins un piston (3) déplaçable
à l'intérieur de celui-ci, pour expulser brusquement du milieu gazeux stocké dans
ledit réservoir sous pression, ladite unité-soupape présentant une antichambre de
piston et ladite unité-soupape (2, 3) pouvant fermer et ouvrir, via un siège de soupape
(8), un endroit d'expulsion (18) de sorte que le milieu gazeux est expulsé par ledit
siège de soupape, dans lequel, pour lancer le dispositif, une vanne à 2/2 voies (5)
est prévue pour purger ladite antichambre de piston (4) de ladite unité-soupape (2,
3), caractérisé par le fait que ladite antichambre de piston (4) ne peut être alimentée en milieu ou bien en air
comprimé qu'à partir dudit réservoir sous pression et que l'amenée d'un milieu de
pression au réservoir sous pression se fait par au moins un raccord de pression (19.1,
19.2) séparé, directement dans ledit réservoir sous pression et ainsi indépendamment
d'une conduite de purge et de ladite antichambre de piston (4).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que ladite antichambre de piston (4) est réalisée dans ladite unité-soupape (2, 3) entre
le piston (3) et un couvercle (10) fermant le cylindre de soupape (2) vis-à-vis dudit
endroit d'expulsion (18), l'amenée du milieu gazeux étant réalisée de telle manière
que le réservoir sous pression (1) soit alimenté en milieu par le raccord de pression
(19.1, 19.2) prévu pour l'amenée du milieu externe et ladite antichambre de piston
(4) ne soit alimentée en milieu qu'à partir du récipient sous pression (1).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que ladite antichambre de piston (4) et ledit réservoir sous pression (1) sont reliés
entre eux par au moins une ouverture de communication (6) qui, de préférence, présente
une section transversale inférieure à celle du raccord de pression (19.1, 19.2), ladite
ouverture de communication étant disposée de préférence dans le cylindre (2) ou dans
le couvercle (10).
4. Dispositif selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé par le fait que le raccord de pression (19.1, 19.2) prévu pour amener le milieu au réservoir sous
pression (1) est adapté pour purger le réservoir sous pression (1) sans expulser le
milieu dudit endroit d'expulsion (18).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que dans ladite antichambre de piston (4) est disposé un ressort (16) qui agit à l'encontre
du piston (3) pour fermer la sortie de soupape (11).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par le fait que ledit ressort (16) est réalisé de telle manière que le ressort, indépendamment du
temps de purge de ladite vanne à 2/2 voies (5), ladite unité-soupape (2, 3), ferme
immédiatement après l'expulsion du milieu gazeux le siège de soupape (8) et ainsi
ledit endroit d'expulsion (18).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que ladite unité-soupape (2, 3) est disposée à l'extérieur du réservoir sous pression
(1).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que ladite unité-soupape (2, 3) est disposée à l'intérieur du réservoir sous pression
(1) en étant située en haut ou bien en bas.
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