[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen LED-Leuchteneinsatz mit Lichtlenkelement
zum nachträglichen Einbau in Leuchten z.B. in Außenleuchten.
[0002] Die fortschreitende Entwicklung im Bereich der LED-Technologie ermöglicht eine zunehmende
Verbreitung von LEDs als Leuchtmittel in verschiedenen Bereichen der Beleuchtungstechnik.
Insbesondere ermöglichen lichtstarke LEDs auch einen Einsatz im Bereich der Außenbeleuchtung,
wie z.B. der Verkehrswegebeleuchtung. Diese Bereiche wurden bisher von Natriumdampf-Hochdrucklampen
und Quecksilberdampf Hochdrucklampen dominiert. Diese sind jedoch oft teilweise umweltschädlich
und weisen nur einen geringen Wirkungsgrad bei der Umwandlung der elektrischen Energie
in Licht auf. Weiterhin sind für diese Lampen häufig aufwändige zusätzliche Optiken
oder Reflektoren notwendig, um eine gewünschte Lichtverteilung zu erzeugen. Zudem
sind derartige Lampen in der Regel nicht dimmbar, und die verwendeten elektrischen
Vorschaltgeräte weisen einen niedrigen Wirkungsgrad auf.
[0003] Es ist daher wünschenswert, ein Beleuchtungseinheit bereitzustellen, welches eine
effiziente Nutzung der elektrischen Energie ermöglicht und auf die Verwendung umweltschädlicher
Materialien weitgehend verzichtet. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die verwendeten
Leuchtmittel dimmbar sind und das erzeugte Licht mit einfachen Mitteln in einfacher
Weise lenkbar ist, um eine gewünschte Lichtverteilung zu erreichen. Obgleich alternative
Beleuchtungseinrichtungen auf LED-Basis bereits bekannt sind, ist es auch aus wirtschaftlichen
Gesichtspunkten häufig nicht sinnvoll, bestehende Beleuchtungsanlagen, wie z.B. Straßenbeleuchtungen,
vollständig zu demontieren, um sie durch neue Beleuchtungseinrichtungen zu ersetzen.
[0005] Eine weitere säulenförmige Anordnung von lichtemittierenden Elementen ist in der
JP 2006 190559 A offenbart. Darin sind eine Vielzahl von lichtemittierenden Dioden säulenförmig angeordnet,
wobei jede einzelne LED einen optimierten Reflektor aufweist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher mit möglichst geringem Aufwand vorhandene
Leuchten, wie sie insbesondere im Bereich der Außenbeleuchtung anzutreffen sind, im
Hinblick auf die effizientere Nutzung von Energie zu verbessern.
[0007] Die Erfindung löst die Aufgabe durch einen Leuchteneinsatz gemäß Anspruch 1. Die
natürliche Zahl n ist insbesondere 2,3,4,5 oder 6.
[0008] In einer Ausführungsform umfasst der Leuchteneinsatz ferner ein Strukturelement,
das mit dem Trägerelement verbunden ist und zur Abstützung des Trägerelements in dem
Leuchtengehäuse dient,
wenigstens ein elektrisches Betriebsgerät (50) zur elektrischen Versorgung von LEDs
und eine Vielzahl von LEDs, die auf wenigstens einem der Schaltungsträger angeordnet
sind. Auf dem wenigstens einen Schaltungsträger sind LEDs, worunter auch OLEDs zu
verstehen sind, angeordnet. Ferner können auf den Schaltungsträgern ein oder mehrere
weitere elektrische Bauelemente angeordnet sein. Insbesondere können in einer Ausführungsform
die Schaltungsträger einen Sensor, insbesondere einen Temperatursensor, beispielsweise
einen temperaturabhängigen Widerstand aufweisen. Des Weiteren kann der Schaltungsträger
in einer Ausführungsform eine Schaltung zur Stromregelung aufweisen. Ferner können
auf den Schaltungsträgern Leiterbahnen angeordnet sein, welche die LEDs und/oder elektrischen
Bauelemente kontaktieren.
[0009] In einer Ausführungsform kann der Schaltungsträger eine zylindrische Form aufweisen,
auf deren äußerer Oberfläche die LEDs angeordnet sind. Auf diese Weise lässt sich
eine Anordnung erzielen, bei der die LEDs in unterschiedliche Raumrichtungen abstrahlen
können. Die Anordnung der LEDs beeinflusst dabei die Gesamtlichtverteilung der Leuchte.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform können Schaltungsträger verwendet werden, welche
eine im Wesentlichen ebene Oberfläche besitzen. Dabei können mehrere Schaltungsträger
so zusammengesetzt sein, dass jeweils benachbarte Schaltungsträger an einer Kante
ausgerichtet sind. Bei Verwendung von
n Schaltungsträgern kann sich insbesondere im Querschnitt der Anordnung ein
n-Eck ergeben, wobei die LEDs auf der Außenseite des
n-Ecks angeordnet sind. Eine solche ebene Ausführung der Schaltungsträger bietet den
Vorteil, dass die LEDs mit Hilfe von Verfahren, wie sie bei der Bereitstellung von
ebenen LED-Modulen bekannt sind, angebracht werden können. Gemäß einer Ausführungsform
bildet die Anordnung aus Schaltungsträgern ein gleichmäßiges
n-Eck, z.B. ein gleichmäßiges Sechseck. Bei einem Mehreck von wenigstens fünf Ecken
kann eine verhältnismäßig gleichmäßige Lichtverteilung um 360° des Leuchteneinsatzes
erzielt werden. Auch die Aufbringung von Leiterbahnen und die Bestückung mit weiteren
elektrischen Bauelementen z.B. Sensoren, wird durch die Verwendung von Schaltungsträgern
mit ebener Oberfläche erleichtert. Um eine Lichtverteilung bereitzustellen, wie sie
insbesondere im Bereich der Verkehrswegebeleuchtung zweckdienlich ist, und um andererseits
die Anzahl der Schaltungsträger in wirtschaftlichen Grenzen zu halten, bietet sich
insbesondere die Verwendung von fünf oder sechs Schaltungsträgern an. Eine höhere
Anzahl kann insbesondere eine feinere Winkelverteilung des abgestrahlten Lichts ermöglichen,
bedingt aber andererseits einen höheren Montageaufwand.
[0011] Der Schaltungsträger kann insbesondere als Printed Circuit Board (PCB) ausgeführt
sein. Ferner kann er zur Verbesserung der Wärmeableitung als Leiterplatte mit Metallkern
(MCPCB) ausgeführt sein. In einer weiteren Ausführungsform kann der Schaltungsträger
einen metallischen Kern aufweisen, welcher auf seiner Oberfläche mit einem Dielektrium
versehen ist. Insbesondere können auf dem Dielektrikum Leiterbahnen angeordnet sein.
Bevorzugt ist hierbei die Verwendung eines metallischen Kerns aus Aluminium.
[0012] Alternativ können Oberflächenabschnitte des Trägerelements selbst als Schaltungsträger
ausgebildet sein. Gemäß einer Ausführungsform sind metallische Leiterbahnen auf der
Oberfläche des Trägerelements oder einer elektrischen Isolierschicht der Oberfläche
des Trägerelements angebracht.
[0013] Der Schaltungsträger kann eine Matrix aus Spalten und Zeilen aufweisen, in welcher
die LEDs positioniert sind. Insbesondere kann die Matrix gleichmäßig sein z.B. in
vertikaler und/oder horizontaler Richtung gleiche Abstände aufweisen. Um bei gegebener
Matrix die Verteilungsdichte der LEDs variieren zu können, ist es in einer Ausführungsform
möglich, die LED an einer Position der Matrix mit einer elektrischen Brücke zu aktivieren
oder zu deaktivieren. Der Schaltungsträger kann in dieser Ausführungsform ein gleichmäßige
Anordnung von Spalten und Reihen möglicher LED-Anschluss-Postionen aufweisen, während
die LEDs gleichmäßig oder ungleichmäßig darauf verteilt sein können. In einer Ausführungsform
können auch mögliche LED-Anschluss-Positionen, die nicht mit LEDs besetzt sind, mit
einer elektrischen Brücke kurzgeschlossen werden, weil eine Reihenschaltung der ELDs
bzw. der LED-Positionen vorgesehen ist.
[0014] In einer Ausführungsform können die LEDs so angeordnet sein, dass sie einzeln von
außen kontaktierbar sind und individuell angesteuert werden können. Ferner kann in
einigen Ausführungsformen der Schaltungsträger äußere Anschlüsse aufweisen, die insbesondere
zur Versorgung mit elektrischer Energie dienen. Bevorzugt können diese als Steckverbindung
ausgeführt sein. Insbesondere ist bei der Verwendung mehrerer Schaltungsträger in
einem Leuchteneinsatz eine Anordnung der Stecker vorteilhaft, bei welcher eine Parallel-
oder Serienschaltung der einzelnen Schaltungsträger möglich ist, bei welcher sich
die Mittel zur Verbindung nicht überkreuzen. Ferner kann in einer Ausführungsform
der Schaltungsträger mit einer Schutzbeschichtung versehen sein, welche dem Schutz
vor Feuchtigkeit dient. Die Beschichtung kann dabei als transparente Lackierung oder
Beschichtung ausgeführt sein.
[0015] In einer Ausführungsform kann das Trägerelement im Querschnitt senkrecht zu seiner
Längsachse ein äußeres Profil aufweisen, welches dem Querschnitt der Anordnung der
Schaltungsträger entspricht oder wenigstens ähnelt. Insbesondere kann das Trägerelement
einen
n-eckigen Querschnitt aufweisen. In einer Ausführungsform kann das Trägerelement ein
röhrenförmiges, hohles Element sein, auf dessen äußerer Oberfläche die Schaltungsträger
angeordnet sind. In dieser Ausführungsform kann das Trägerelement insbesondere Kanäle
aufweisen, um die Schaltungsträger beispielsweise mittels Schrauben zu befestigen.
In einer weiteren Ausführungsform kann das Trägerelement massiv ausgeführt sein. Da
die Wärme, welche beim Betreiben der LEDs entsteht, im Wesentlichen von den LEDs über
den Schaltungsträger zum Trägerelement fließt, und von diesem ein Wärmefluss zum Strukturelement
stattfindet, ist eine Verwendung eines Materials für das Trägerelement vorteilhaft,
welches eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzt. Insbesondere kann das Trägerelement
Aluminium umfassen. In weiteren Ausführungsformen kann das Trägerelement Eisen oder
Kupfer umfassen.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform kann wenigstens ein Schaltungsträger mittels einer Schraub-
oder Klemmeinrichtung oder mittels eines Klebeverfahrens auf dem Trägerelement befestigt
sein. Zur Erzeugung eines guten thermischen Kontaktes kann ein sich bildender Hohlraum
zwischen dem Schaltungsträger und dem Trägerelement mit einem thermisch leitfähigen
Material (z.B. einer Wärmeleitpaste) ausgefüllt sein.
[0017] Die Erfindung sieht weiterhin ein Strukturelement vor. Dieses dient der mechanischen
Stabilität und der Befestigung anderer Komponenten desLeuchteneinsatzes, insbesondere
des Trägerelements, in dem Leuchtengehäuse. Bevorzugt ist hierbei die Verwendung eines
metallischen Materials. In einer Ausführungsform kann dabei das Strukturelement aus
Aluminium gefertigt sein. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit von Aluminium wird hierdurch
eine effiziente Ableitung der in den LEDs entstehenden Wärme ermöglicht. Ferner kann
das Strukturelement mit Außenflächen versehen sein, über welche die Wärmeenergie an
die Luft abgegeben werden kann. Weiterhin ist Aluminium ein Material mit relativ geringer
Dichte, wodurch das Gesamtgewicht des Aufbaus minimiert wird. Das Strukturelement
kann ferner ein Gussteil sein oder eine Konstruktion aus Blechen aufweisen.
[0018] Zum einfachen nachträglichen Einbau des Leuchteneinsatzes ist das Strukturelement
ferner mit einem Befestigungsmittel versehen, um den Leuchteneinsatz an der Leuchte
zu befestigen. Insbesondere kann das Strukturelement ein Gewinde aufweisen. In weiteren
Ausführungsformen können andere Befestigungsmittel, wie insbesondere Mittel für eine
Rastverbindung vorgesehen sein.
[0019] In einigen Ausführungsformen kann auch das Trägerelement ferner Befestigungsmittel
für ein Bauteil der zu sanierenden Leuchte, z.B. für einen Leuchtenschirm oder Leuchtendeckel
aufweisen. Insbesondere kann für die Verwendung in Pilzleuchten ein Befestigungsmittel,
wie ein Gewindezapfen, am Trägerelement vorgesehen sein, um ein Dachelement des Leuchtengehäuses
zu befestigen.
[0020] Ferner kann der Leuchteneinsatz ein oder mehrere Abdeckelemente aufweisen. Diese
dienen insbesondere dazu, Teilbereiche des Leuchteneinsatzes abzudecken, welche nicht
mit LEDs oder Reflektoren versehen sind. Die Abdeckelemente können aus einem metallischen
Material, insbesondere Aluminium gefertigt sein. Neben einem dekorativen Nutzen können
die Abdeckelemente auch zur Kühlung der Leuchte beitragen. Insbesondere können Öffnungen
zur Belüftung vorgesehen sein. Ferner können die Abdeckelemente Oberflächenbereiche
aufweisen, welche zur Abgabe von Verlustwärme an die umgebende Luft beitragen. In
einer weiteren Ausführungsform kann das Abdeckelement einstückig am Strukturelement
gebildet sein. Ferner kann das Abdeckelement eine Öffnung oder Aussparung aufweisen,
durch welche ein elektrischer Anschluss der Leuchte erfolgt. Die Öffnung bzw. Aussparung
kann darüber hinaus einen Deckel aufweisen, welcher am Abdeckelement befestigt ist.
[0021] Das wenigstens eine Betriebsgerät des Leuchteneinsatzes dient zur elektrischen Versorgung
der LEDs. Das Betriebsgerät kann dabei neben leistungselektronischen Komponenten auch
eine Logik enthalten. Insbesondere kann das Betriebsgerät auch ein Steuermodul (z.B.
einen Siteco Light Control (SLC) Baustein) aufweisen. Hierdurch ergibt sich insbesondere
der Vorteil, alle LEDs gemeinsam oder einzelne LEDs individuell zu regeln und ein
Beleuchtungsszenario bedarfsgerecht programmieren zu können. Auf diese Weise kann
z.B. eine Überbeleuchtung vermieden werden und ein Energieverbrauch reduziert werden.
Insbesondere ergibt sich durch die Verwendung eines Steuermoduls die Möglichkeit,
das Beleuchtungsniveau den tatsächlichen Erfordernissen anzupassen. Dies bietet insbesondere
im Hinblick auf die Verwendung des Leuchteneinsatzes in der Verkehrswegebeleuchtung
Vorteile. Beispielsweise kann durch eine bedarfsgerechte Regelung der Straßenbeleuchtung
das Beleuchtungsniveau an Unfallstellen oder bei ungünstigen Witterungsbedingungen
erhöht werden, wodurch eine Unfällgefahr reduziert werden kann.
[0022] Ferner kann in einer Ausführungsform das Betriebsgerät einen elektrischen Wandler
umfassen. Dieser dient zur Wandlung der von außen bereitgestellten elektrischen Energie
in eine Spannung, welche zum Betrieb der LEDs benötigt wird. Insbesondere kann der
elektrische Wandler als Abwärtswandler ausgeführt sein, welcher eine von außen bereitgestellte
höhere Spannung in eine zum Betrieb der LEDs geeignete niedrigere Spannung umwandelt.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform weist der Leuchteneinsatz weiterhin Lichtlenkelemente
auf, welche vor den LEDs in deren Abstrahlrichtung angeordnet sind. Die Lichtlenkelemente
können ferner insbesondere einen transparenten oder opalen Kunststoff, z.B. PMMA,
aufweisen. Möglich ist insbesondere die Verwendung von Kunststoffspritzgussteilen.
[0024] Ferner können die Lichtlenkelemente eine reflektierende oder teilreflektierende Oberflächenbeschichtung
aufweisen. Die Beschichtung kann dabei insbesondere die Materialien Aluminium, Silber
oder Gold umfassen. Möglich ist hierbei insbesondere ein Aufbringen des Materials
mit Hilfe eines Vakuummetallisierungsverfahrens. In einer Ausführungsform kann ein
beschichteter Teilbereich der Oberfläche glatt oder mattiert ausgeführt sein. Ferner
kann ein beschichteter Teilbereich der Oberfläche mit Facetten versehen sein. Zur
Erzielung einer gewünschten Lichtverteilung kann das Lichtlenkelement darüber hinaus
weitere eingeformte oder einsetzbare lichtbrechende oder lichtstreuende Elemente aufweisen,
wie z.B. eine Fresnell-Linse, ein Prisma, einen Diffusor oder eine Kombination dieser
Elemente.
[0025] In einer Ausführungsform ist das Lichtlenkelement in mehreren Segmenten ausgeführt,
welche jeweils Mittel zur mechanischen Verbindung der Segmente untereinander aufweisen.
Die Mittel können dabei einstückig aus dem Material der Lichtlenkeinheit gebildet
sein oder als separate Elemente an diesen angebracht sein. Die Verbindungselemente
können dabei so gebildet sein, dass einzelne Segmente sowohl in horizontaler als auch
in vertikaler Richtung miteinander verbunden werden können. Durch eine Anordnung unterschiedlicher
Segmente in vertikaler Richtung, d.h. einer Stapelung der Segmente übereinander, kann
dabei insbesondere die Lichtverteilung in radialer Richtung relativ zur Leuchte beeinflusst
werden. Durch eine Verbindung verschiedener Segmente in horizontaler Richtung kann
ferner die Lichtverteilung in ringförmigen Bereichen, welche konzentrisch um die Leuchte
herum verlaufen, beeinflusst werden. Um die Lichtverteilung für einen gewünschten
Anwendungszweck zu optimieren, können die einzelnen Segmente unterschiedlich ausgeführt
sein. Insbesondere können verschiedene Segmente unterschiedliche Abmessungen in horizontaler
und vertikaler Richtung aufweisen.
[0026] In einer Ausführungsformumfasst das Lichtlenkelement Reflektorflächen, um das von
den LEDs ausgesandte Licht reflektieren. Durch eine optimierte Anordnung bzw. Ausrichtung
der Reflektoren lässt sich hierbei die gewünschte Lichtverteilung einstellen. Insbesondere
können Teilbereiche der Reflektoren Licht von einer LED-Gruppe, die z.B. in einer
Reihe angeordnet, in einem leuchtennahen Bereich (in einem Umkreis von 10 m zur Leuchte)
lenken, während andere Teilbereiche der Reflektoren das Licht der gleichen LED oder
LED-Gruppe in einem leuchtenentfernteren Bereich lenken. Insbesondere können jeweils
zwei Teilbereiche der Reflektoren, die Licht in den Nah- bzw. Fernbereich der Leuchte
lenken, übereinander liegen, z.B. innerhalb eines Segmentes des Lichtlenkelements.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bildet das Lichtlenkelement mehrere Fächer,
die jeweils zwei gegenüberliegende oder vier etwa kastenförmig angeordnete Reflektorflächen
umfasst. Vorzugsweise sind die Reflektorflächen, welche quer zur Längsachse des Trägerelements
angeordnet sind, gegenüber der Längsachse des Trägerelements geneigt. Dadurch lässt
sich mit einer nach unten weisenden Reflektorfläche die Lichtstrahlung der LED in
den leuchtennahen Bereich umlenken, während die nach oben weisende Reflektorfläche
das Licht der LED in den leuchtenentfernten Bereich umlenkt.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform sind die Fächer aus den Segmenten des Lichtlenkelements
aufgebaut. Jeweils ein Segment kann dabei die obere Hälfte und die untere Hälfte zweier
benachbarter Fächer umfassen. Es ist auch vorgesehen, dass ein Segment des Lichtlenkelements
ein oder mehrere vollständige Fächer, die jeweils aus zwei oder vier Reflektorflächen
gebildet sind, umfasst.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Segmente jeweils wenigstens
zwei Reflektorflächen. Wenigstens einige der Segmente des Lichtlenkelements können
eine identische Form aufweisen.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform können Teile des Lichtlenkelements mit Hilfe einer
Tragstruktur miteinander verbunden sein. Die Verwendung einer separaten Tragstruktur
kann insbesondere die mechanische Stabilität des Aufbaus erhöhen. Ferner wird hierdurch
die Verwendung verschiedener Teile des Lichtlenkelements erleichtert, beispielsweise
für eine Kombination von Segmenten mit verschiedenen Abmessungen. Die Tragstruktur
selbst kann dabei aus einem transparenten, opalen Material ausgeführt sein. Insbesondere
kann die Tragstruktur aus Kunststoff gefertigt sein. Alternativ oder zusätzlich kann
die Tragstruktur auch metallische Elemente aufweisen.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsfrom kann die Tragstruktur von außen sichtbar sein.
Insbesondere kann in einer Ausführungsform ein Teilbereich der Tragstruktur als Lichtleiter
ausgebildet sein, wodurch sich das Erscheinungsbild der Leuchte gezielt beeinflussen
lässt. Insbesondere kann die Tragstruktur weiterhin mit fluoreszierenden oder lichtstreuenden
Partikeln versehen sein, welche Teilbereiche der Tragstruktur als leuchtendes Rahmenwerk
erscheinen lassen.
[0032] Die Lichtverteilung der Leuchte wird in einer Ausführungsform insbesondere durch
die Anordnung der einzelnen LEDs auf dem Schaltungsträger, der Anordnung der Schaltungsträger
in der Leuchte, sowie die Anordnung und Gestaltung der Lichtlenkelemente beeinflusst.
Beispielsweise lässt sich durch eine erhöhte Bestückungsdichte mit LEDs in einem Winkelbereich
des LED-Moduls eine Beleuchtungsstärke intensivieren. Eine solche Ausgestaltung kann
vorteilhaft sein, um in einer Anwendung zur Straßenbeleuchtung Teilbereiche der Straße
gezielt stärker zu beleuchten, und andererseits Teilbereiche, welche abseits der Straße
gelegen sind, weniger stark zu beleuchten.
[0033] Der erfindungsgemäße Leuchteneinsatz kann im Bereich der Innenraum- und Außenbeleuchtung
verwendet werden. Vorteilhaft ist insbesondere die Verwendung im Bereich der Außenbeleuchtung,
z.B. im Bereich der Verkehrswegebeleuchtung oder zur Beleuchtung von Parkanlagen oder
Plätzen. Durch die Austauschbarkeit des Leuchteneinsatzes kann dieser in verschiedenen
Leuchtenfamilien eingesetzt werden. Möglich ist eine Verwendung z.B. in Pilzleuchten,
Mastleuchten, Laternen oder Glockenleuchten. Der Leuchteneinsatz kann dabei so gestaltet
sein, dass er den mechanischen Anforderungen der einzelnen Leuchtenfamilien gerecht
wird. Beispielsweise kann der Leuchteneinsatz für die Verwendung in einer Glockenleuchte
so gestaltet sein, dass er in einer hängenden Position montiert werden kann.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform können die LEDs auf den Schaltungsträgern so angeordnet
sein, dass die Lichtverteilung im Wesentlichen in zwei Richtungen konzentriert ist.
Hierzu sind die LEDs so ausgerichtet, dass ihre Abstrahlrichtung eine horizontale
Projektion aufweist, welche einen Winkel von etwa 90° bis etwa 180°, insbesondere
etwa 100° bis etwa 160°, z.B. etwa 120° einschließt. Eine solche Lichtverteilung ist
insbesondere vorteilhaft für die Anwendung als Anliegerstraßenbeleuchtung, weil das
Licht der Leuchte, die am Rand der Straße angeordnet ist, entlang der Straße oder
des Gehweges neben der Straße abgegeben wird, jedoch nicht in Richtung zur Häuserfassade.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Lichtverteilung in einer horizontalen
Ebene annähernd isotrop sein. Dies kann insbesondere durch eine Anordnung der LEDs
und der Lichtlenkelemente erfolgen, welche in einer horizontalen Schnittebene annähernd
radialsymmetrisch ist. Insbesondere können die in einer Ausführungsform verwendeten
Schaltungsträger gleiche Abmessungen und gleiche LED-Verteilungen aufweisen, und zueinander
auf eine Weise angeordnet sein, so dass sie in einem horizontalen Querschnitt ein
regelmäßiges
n-Eck bilden. Vorteilhaft ist eine derartige Lichtverteilung insbesondere für eine
Platzbeleuchtung.
[0036] Gemäß einer Ausführungsform können zur Bestückung der Schaltungsträger LEDs mit unterschiedlicher
Lichtfarbe verwendet werden. Insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung eines
Steuermoduls können bei dieser Ausführungsform auch LEDs mit unterschiedlicher Lichtfarbe
gezielt angesteuert werden. Auf diese Weise kann die Lichtfarbe der Leuchte eingestellt
werden. Insbesondere können bei der Verwendung mehrerer Schaltungsträger in einem
Leuchteneinsatz die Schaltungsträger unterschiedliche Verteilungen der LEDs aufweisen,
so dass beispielsweise auf einem der verwendeten Schaltungsträger LEDs einer bestimmten
Farbe dominieren, während ein anderer Schaltungsträger mehr LEDs einer anderen Farbe
aufweist.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform kann das Beleuchtungsniveau, welches durch die Leuchte
bereitgestellt wird, durch ein Dimmen einzelner LEDs bzw. LED-Gruppen erfolgen. In
einer weiteren Ausführungsform kann das Beleuchtungsniveau über ein Zu- oder Abschalten
einzelner LEDs oder LED-Gruppen gezielt beeinflusst werden.
[0038] Zur gezielten Einstellung einer bestimmten Lichtverteilung kann in einer Ausführungsform
die Anzahl der LEDs, welche in einen bestimmten Raumwinkelbereich abstrahlen, variieren.
Hierbei ist die Gesamtanzahl der LEDs sowie ihre maximale Leistungsabgabe maßgeblich
für die Dimensionierung des Betriebsgerätes. Vorteilhaft ist hierbei insbesondere
die Verwendung von etwa 5 bis etwa 200 LEDs, insbesondere 10 bis 100 LEDs, insbesondere
20 bis 50 LEDs. Die Verteilung der LEDs auf dem Schaltungsträger bzw. den Schaltungsträgern
kann dabei insbesondere inhomogen sein. Hieraus ergibt sich eine Lichtverteilung der
Leuchte, welche in unterschiedlichen Raumbereichen unterschiedliche Intensität zeigt.
[0039] Gemäß einer Ausführungsform können die LEDs auf dem Schaltungsträger in Reihen angeordnet
sein. Diese Reihen können z.B. vertikal oder horizontal verlaufen. In einer horizontalen
Reihe können beispielsweise 1 bis 5 LEDs nebeneinander angeordnet sein. Eine ähnliche
Dimensionierung ist auch für vertikale Reihen möglich. Zur Erzielung einer besonderen
Lichtverteilung ist auch eine inhomogene Verteilung möglich.
[0040] Die einzelnen LEDs auf einem Schaltungsträger können gemäß einer Ausführungsfrom
mit Hilfe von Leiterbahnen kontaktiert sein. Auch eine Kontaktierung mittels einer
separaten Verkabelung ist möglich.
[0041] Gemäß einer Ausführungsform sind die LEDs auf dem Schaltungsträger aufgelötet. Möglich
ist auch eine Befestigung mit Hilfe eines Bondingverfahrens. Diese Verfahren gewährleisten
auch einen effizienten Wärmeabfluss von den LEDs in den Schaltungsträger. Ferner ist
auch eine Befestigung mit Hilfe eines Klebeverfahrens möglich.
[0042] Um eine effiziente Kühlung der LEDs zu ermöglichen, ist es in einer Ausführungsform
vorteilhaft, wenn, für den Wärmefluss wichtige Komponenten des LED-Moduls, wie das
Strukturelement, das Trägerelement und das Abdeckelement ein thermisch gut leitfähiges
Material, wie z.B. Aluminium aufweisen. Ferner können das Trägerelement und/oder das
Strukturelement so gefertigt sein, dass im Inneren des LED-Moduls ein Hohlraum ausgebildet
ist, durch welchen Luft strömen kann. Insbesondere ist in einer Ausführungsform im
Inneren des LED-Moduls ein Hohlraum ausgebildet.
[0043] Ferner kann in einer Ausführungsform der Leuchteneinsatz weiterhin einen Ventilator
aufweisen, welcher zur Kühlung beiträgt. Die durch den Ventilator erzeugte Luftströmung
erleichtert eine thermische Konvektion, durch welche Wärme von den Komponenten der
Leuchte an die Luft abgegeben werden kann. In einer Ausführungsform kann das LED-Modul
ferner eine steuerbare Wärmequelle im oberen Bereich aufweisen, durch welche eine
Konvektion zusätzlich stimuliert wird. Möglich ist insbesondere auch die Verwendung
einer VenturiDüse.
[0044] Darüber hinaus können in einigen Ausführungsformen des Leuchteneinsatzes einige Komponenten,
wie z.B. das Strukturelement oder das Trägerelement, sowie das Abdeckelement zusätzliche,
oberflächenvergrößernde Merkmale aufweisen. Insbesondere können in einigen Ausführungsformen
die oberflächenvergrößernden Merkmale als rippenförmig oder linsenförmig ausgebildete
Oberflächenprofile vorhanden sein.
[0045] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand einer bevorzugten
Ausführungsform im Zusammenhang mit den nachfolgenden Zeichnungen erläutert, die Folgendes
darstellen:
- Figur 1
- zeigt schematisch verschiedene Komponenten des Leuchteneinsatzes in Explosionsdarstellung.
- Figur 2
- zeigt die Anordnung der Lichtlenkeinheit an dem Leuchteneinsatz teil- weise in Explosionsansicht.
- Figur 3
- zeigt eine vollständige Lichtlenkeinheit einer Ausführungsform, wobei zwei Elemente
der Lichtlenkeinheit separat dargestellt sind.
- Figuren 4a und b
- zeigen Elemente einer Lichtlenkeinheit.
- Figuren 5a und b
- zeigen einen Ausschnitt der Lichtlenkeinheit in einem vertikalen und einem horizontalen
Schnitt.
- Figuren 6a bis g
- zeigen Anordnungen von LEDs auf jeweils einem Schaltungsträger.
- Figur 7
- zeigt eine Pilzleuchte mit dem Leuchteneinsatz.
- Figuren 8a und b
- zeigen eine alternative Ausführungsform eines Entblendungselements in Aufsicht und
von der Seite.
- Figuren 9a und b
- zeigen eine weitere alternative Ausführungsform eines Entblendungs- elements in Aufsicht
und von der Seite.
- Figur 10
- zeigt einen Querschnitt durch die Lichtlenkeinheit mit den Entblen- dungselementen
nach Figuren 9a und b.
- Figur 11
- zeigt eine alternative Ausführungsform des Leuchteneinsatzes teilweise in Explosionsansicht.
- Figur 12
- zeigt eine weitere alternative Ausführungsform des Leuchteneinsatzes teilweise in
Explosionsansicht.
[0046] In Figur 1 ist eine Explosionsansicht eines Leuchteneinsatzes dargestellt. In dem
oberen Teilbereich des Leuchteneinsatzes befindet sich ein Trägerelement 20, welches
eine längliche Form hat und auf der Umfangsfläche um die Längsachse Oberflächenabschnitte
21 definiert.
Die Oberflächenabschnitte 21 des Trägerelements 20 sind jeweils etwa eben ausgebildet
und definieren in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Trägerelements ein
regelmäßiges Sechseck.
[0047] In jedem Oberflächenabschnitt 21 ist ferner eine Nut 22 in Längsrichtung des Trägerelements
20 vorgesehen, welche dazu geeignet ist, dass Schrauben und Führungselemente in beliebiger
Höhe längs der Nut 22 eingreifen können. Auf jedem Oberflächenabschnitt 21 des Trägerelements
20 ist jeweils ein Schaltungsträger 30 mittels Schrauben 31durch Löcher 32 angebracht
(siehe Figur 2, welche einen Schaltungsträger 30 in Abstand von dem Trägerelement
20 darstellt) auf dem Schaltungsträger sind LEDs 35 angeordnet.
[0048] Das Trägerelement 20 ist aus Aluminium ausgebildet, um für eine gute Wärmeleitung
zu sorgen. Es schließt nach unten ein Strukturelement 10 an, welches in dem vorliegenden
Beispiel aus mehreren abgewinkelten Elementen, ebenfalls aus Aluminium, gebildet ist.
Auf der dem Trägerelement 20 abgewandten Seite des Strukturelements 10 sind Abwinklungen
11 vorgesehen, mit deren Hilfe der Leuchteneinsatz in einem Gehäuse einer Leuchte
in aufrechter Position befestigt werden kann. Das Strukturelement 10 ist ferner auf
der Außenseite mit Abdeckungen 60 verkleidet. Diese Abdeckungen 60 sind ebenfalls
aus Aluminium gebildet und Unterstützen die Kühlung des Leuchteneinsatzes durch Umgebungsluft.
Innerhalb des Strukturelements 10 ist ein Betriebsgerät 50 angeordnet. Das Betriebsgerät
50 ist mittels einer elektrische Anschlussldemme 51 auf dem Strukturelement 10 an
die vorhandenen elektrischen Zuleitungen in der Leuchte angeschlossen werden kann.
Das Betriebsgerät 50 verfügt über einen Spannungswandler, um die Spannung der Netzversorgung
auf die erforderlichen Spannungen zum Betrieb der LEDs umzuwandeln. Das Betriebsgerät
50 versorgt über Kabel (in den Figuren nicht gezeigt) die Schaltungsträger 30 mit
der notwendigen Versorgungsspannung der LEDs 35, die auf dem Schaltungsträger 30 angeordnet
sind.
[0049] Optional ist noch ein Steuermodul 55 mit dem Betriebsgerät 50 verbunden. Das Steuermodul
55 ermöglicht es, die LEDs 35 auf den Schaltungsträger 30 aufgrund von vorgegebenen
Steuerungsparametem, wie z.B. der Tageszeit oder aufgrund von Messsensoren an dem
Leuchteneinsatz, zu schalten und zu dimmen. Insbesondere können auch einzelne Gruppen
von LEDs 35 auf den Schaltungsträgern 30 unterschiedlich geschaltet oder gedimmt werden.
[0050] In Figur 7 ist der Leuchteneinsatz in einer Straßenleuchte, einer so genannten Pilzleuchte,
dargestellt. Durch eine transparente Gehäuseabdeckung 82 ist der Leuchteneinsatz in
aufrechter Position zu sehen. Im Bereich des Strukturelements 10 sind nach außen nur
die Abdeckungen 60 zu erkennen.
[0051] Auf der Oberseite des Trägerelements 20 ist ferner ein Gewindezapfen 27 vorgesehen.
Dieser dient dazu, wie in Figur 7 gezeigt, ein Gehäusedach 80 an dem oberen Ende des
Trägerelements 20 zu befestigen. Das Strukturelement 10 ist mit den Winkelansätzen
11 in einen Leuchtengehäusesockel 83 auf dem Ende eines Leuchtenmasts 81 befestigt
(in Figur 7 von einem Sockel 83 verdeckt). Das Strukturelement 10 und das Trägerelement
20 sind so stabil konstruiert, dass sie das Leuchtengehäuse aus dem Sockel 83 der
Abdeckung 82 und dem Gehäusedach 80 auch stützen können.
[0052] Um den Umfang des Trägerelements 20 bzw. der Schaltungsträger 30 ist ferner ein Lichtlenkelement
40 angeordnet, welches in dem gezeigten Beispiel aus mehreren übereinander gestapelten
Segmenten 41 gebildet ist. Die Figuren 4a und 4b zeigen jeweils ein einzelnes Segment
41 als Einzelteil. Zwei Segmente 41 aneinander angeschlossen ergeben eine etwa ringförmige,
genauer eine sechseckige Struktur, welche um das Trägerelement 20 bzw. die Schaltungsträger
30 angeordnet werden kann. Auf der Innenseite der Segmente 41 des Lichtleitelements
40 sind Rastnasen 45 und Vorsprünge 46 vorgesehen, mit welchen die Segmente 41 an
den Schaltungsträgern 30 in entsprechenden Vertiefungen angebracht werden können.
[0053] Wie in der Figur 3 zu sehen ist, werden mehrere Segmente 41 übereinander gestapelt
bis zu einer Höhe, die etwa der Längserstreckung des Trägerelements 20 bzw. der Schaltungsträger
30 entspricht. Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, kann der Aufbau des Lichtlenkelements
40 aus den Einzelteilen um den Umfang des Trägerelements 20 bzw. der Schaltungsträger
30 angebracht werden.
[0054] Bezug nehmend auf Figur 2 ist zu erkennen, dass jeweils eine Reihe von LEDs 35, die
sich quer zur Längsrichtung des Trägerelements 20 erstrecken, ein Segment 41 des Lichtlenkelements
40 zugeordnet ist.
[0055] Die lichttechnische Funktion der einzelnen Segmente 41 des Lichtlenkelements 40 ist
in den Figuren 5a und 5b dargestellt.
[0056] Die Segmente 41 weisen in horizontaler Richtung übereinander unterschiedlich geneigte
Reflexionsflächen 401 und 402 auf. Die Reflektorfläche 402 sorgt aufgrund ihrer Anordnung
oberhalb der LED 35, dass Licht gemäß dem Strahlengang 1001 nach unten reflektiert
wird. Diese Strahlung trägt zur Beleuchtung im leuchtennahen Bereich (z.B. im Umfang
von etwa 10 m um die Leuchte) bei. Die Strahlung 1002, welche die LED 35 ohne Reflexion
an dem Lichtlenkelement 40 verlässt sowie die Strahlung 1003 und 1004, welche an der
nach oben weisenden Reflexionsflächen 401 reflektiert werden, verlassen demgegenüber
die Leuchte um eine horizontale Richtung. Die Lichtstrahlung trägt dadurch zur Beleuchtung
der leuchtenentfemteren Bereiche bei.
[0057] Die Lichtlenkung innerhalb einer horizontalen Ebene ist in Figur 5b dargestellt.
Seitliche Reflektorflächen 404 sorgen dafür, dass die Lichtverteilung, welche von
jeweils einer LED 35 erzeugt wird, in seitlicher Richtung begrenzt wird. Dadurch tragen
die Reflelkorflächen 404 dazu bei, dass die Lichtverteilung der Leuchte auf die Radiale
der Längsachse mittig der beiden Reflektorflächen des Trägerelements stärker gebündelt
ist.
[0058] In Ergänzung zu den vorher genannten Reflektorflächen 401, 402 und 404 des Lichtlenkelements
40 weist dieses noch optische Entblendungselemente 420 in Form von lichtstreuenden
transparenten Platten 420 auf, die sich jeweils zwischen zwei Segmenten 41 etwa parallel
und in geringem Abstand zu den Schaltungsträgern 30 erstrecken. Das Entblendungselement
420 wird mittels Positionierungslöchem 403 zwischen jeweils zwei Segmenten 41 gehalten.
[0059] Die Figuren 8a und b bzw. 9a und b zeigen zwei alternative Ausführungsformen des
Entblendungselements 420' bzw. 420". Wie in den Figuren 8a und 8b dargestellt, besitzt
das Entblendungselement in mehreren Reihen 421' auf einer Seite des Entblendungselements
angeordnete linsenförmige Erhebungen 422' mit einem Krümmungsradius R. Diese optische
Struktur ist so ausgewählt, dass das Licht der LEDs nach unten gebündelt abgelenkt
wird. Die mittlere Reihe der Linsen liegt dabei mit der dicksten Stelle unterhalb
einer Hauptachse von LEDs, wodurch die Ablenkung nach unten hervorgerufen wird. Die
Form der linsenförmige Erhebungen 422' ist so ausgewählt, dass das Licht in vertikaler
Richtung stärker fokussiert wird als in horizontaler Richtung. In der gezeigten Ausführungsform
bilden die linsenförmigen Erhebungen keilförmig geschnittene Teilzylinder mit einem
Krümmungsradius R. Damit wird eine gleichmäßige Beleuchtung der Nutzfläche erreicht.
Die Höhe H der Reihen und die Breite A der linsenförmigen Erhebungen 422' sind vorzugsweise
so gewählt, dass eine Verschiebung der LEDs gegenüber dem Entblendungselement 420'
bei einer Vielzahl von LEDs ohne optische Wirkung bleibt. Dadurch bleibt die erzeugte
Lichtverteilung auch bei Ungenauigkeiten bei der Positionierung des Entblendungselements
420' erhalten. Die linsenförmigen Erhebungen sind in den Reihen aneinander angrenzend
angeordnet. In anderen Ausführungsformen können noch Abstände dazwischen vorgesehen
sein.
[0060] Gemäß der alternativen Ausführungsform nach Figur 9a und 9b sind nur im oberen Bereich
der Oberflächenstruktur des Entblendungselements 420" Reihen 421" mit linsenförmigen
Erhebungen 422", in dem gezeigten Beispiel drei Reihen 421", vorgesehen. Im unteren
Bereich des Entblendungselements 420" ist das Entblendungselement mattiert oder klar
ausgeführt.
[0061] Die Figur 10 zeigt im Querschnitt die Entblendungselemente 420" im eingebauten Zustand.
Der Positionierungsstift 423" greift in die Positionierungslöcher (in der Figur 10
nicht zu sehen) der Segmente des Lichtlenkelements ein. Dadurch wird das Entblendungselement
420" in einer definierten Lage gegenüber den LEDs 35 gehalten. Die Entblendungselemente
420 und 420' werden in der gleichen Weise wie in Figur 10 für das Entblendungselement
420" dargestellt positioniert.
[0062] Alternativ kann an der Stelle des Entblendungselements 420 auch eine lichtbrechende
Einrichtung, wie z.B. eine Linse, vorgesehen sein. Bei dieser Ausführungsform sind
bevorzugt jeweils zwei gegenüberstehende Reflektorflächen 401 und 402 und die zwei
dazwischenliegenden seitlichen Reflektorflächen 404 einstückig in einem Segment des
Lichtlenkelements vorgesehen.
[0063] Die übereinander gestapelten Segmente 41 des Lichtlenkelements 40 bilden daher durch
ihre Reflexionsflächen 401, 402 und 404 jeweils ein Fach, welches eine LED oder eine
Reihe von LEDs auf dem Schaltungsträger zugeordnet ist. Die Lichtlenkung kann durch
Wahl der Winkel der Reflektorflächen 401, 402 und 404 präzise den Erfordernissen angepasst
werden, weil die LED 35 als nahezu punktförmiger Strahler mit einem definierten Streuwinkel
Licht abgibt. Im Unterschied zu einer flächig strahlenden Lichtquelle, wie beispielsweise
einer Leuchtstoffröhre, die über den gesamten Umfang Licht abgibt, kann daher das
Lichtlenkelement 40 gemäß der vorliegenden Ausführungsform sehr viel präziser auf
die Anordnung der Lichtquellen abgestimmt werden.
[0064] Die Anordnung von LEDs auf den Schaltungsträgern 30 ist in für verschiedene Ausführungsformen
in den Figuren 6a bis 6g dargestellt. Es ist dabei zu verstehen, dass unterschiedliche
Schaltungsträger auf verschiedenen Seiten des Trägerelements 20 eines Leuchteneinsatzes
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein können.
[0065] Die prinzipielle Struktur der Anordnung der LEDs auf einem Schaltungsträger 30 ist
in Figur 6a dargestellt. Der Schaltungsträger 30 besitzt einen elektrischen Anschluss
301 in Form eines Steckers, welcher über ein elektrisches Kabel (nicht gezeigt) mit
dem Betriebsgerät 50 bzw. dem Steuermodul 55 verbunden wird. Auf dem Schaltungsträger
30 befinden sich ferner in mehreren Reihen und Spalten angeordnet Positionen 303,
welche mit elektrischen Leiterbahnen (nicht dargestellt) auf dem Schaltungsträger
30 verbunden sind, um an diesen Positionen LEDs anzulöten. Ferner sind Brückenelemente
302 jeweils für LED-Position vorgesehen. Durch Ein- oder Ausstecken von 0-Ω-Brücken
kann die elektrische Versorgung einer vorgesehenen Position für die LEDs aktiviert
oder deaktiviert werden.
[0066] Die Figuren 6b bis 6g geben beispielsweise an, wie vorgesehenen Positionen 303 mit
LEDs besetzt sein können. Es können sämtliche LED-Positionen mit aktiven LEDs besetzt
sein (Figur 6d). Eine derartige Anordnung ist bevorzugt für eine Seite des Trägerelements
20, welche in eine Richtung weist, in der besonders viel Licht abgegeben werden soll.
Für Schaltungsträger, die in Richtungen weisen, in denen weniger Licht abgegeben werden
soll, können einige Spalten oder alle Spalten außer einer ohne Funktion bleiben (Figuren
6b, 6c und 6f). Ferner können auch die Reihen innerhalb eines Schaltungsträgers 30
unterschiedlich besetzt werden (siehe Figuren 6e und 6g). Letzteres ist insbesondere
bevorzugt, wenn ein besonderer Lichteffekt in Bezug auf das Erscheinungsbild der Leuchte
in Längsrichtung des Trägerelements erzeugt werden soll. Beispielsweise kann es gewünscht
sein, dass die Leuchte im unteren Bereich heller wirken soll und im oberen Bereich
dunkler, was durch die entsprechende ungleichmäßige Anordnung der LEDs erzielt werden
kann. Auch eine asymmetrische Verteilung innerhalb der Reihen kann gewünscht sein.
Entsprechende Beispiele sind in den Figuren 6f und 6g angegeben.
[0067] Wie vorhergehend mit Bezug auf die Beschreibung des Lichtlenkelements 40 beschrieben,
ist jeweils ein Segment 41 bzw. ein Fach, welches sich aus der Oberseite und der Unterseite
zweier aufeinanderfolgender Segmente 41 ergibt, einer LED-Reihe zugeordnet. Es ist
auch möglich, dass die Segmente 41 des Lichtlenkelements nicht identisch zueinander
ausgeführt sind. Dann lässt sich durch die entsprechende Anordnung oder Beschaltung
von LEDs auf dem Schaltungsträger eine unterschiedliche Lichtverteilung des Leuchteneinsatzes
erzeugen.
[0068] Die Bestückung der Schaltungsträger 30 mit LEDs in verschiedenen Positionen der regelmäßigen
Matrix kann tatsächlich physikalisch durch Besetzung nur bestimmte Positionen erfolgen.
Es ist aber auch möglich, dass LEDs an jeder Position der Matrix angeordnet sind,
jedoch nur in unterschiedlichen Gruppen geschaltet werden, wobei die Schaltung vorzugsweise
durch das Steuermodul 55 erfolgt. So lassen sich zu unterschiedlichen Tageszeiten
verschiedene Lichteffekte erzeugen. Ferner können die Lichteffekte nicht nur durch
das Ein- und Ausschalten von LEDs hervorgebracht werden, sondern auch durch kontinuierliche
Dimmen von LEDs oder Gruppen von LEDs an ausgewählten Positionen innerhalb der Schaltungsträger
30.
[0069] Weitere Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Leuchteneinsätzen sind in den Figuren
11, 12 und 13 dargestellt. Bei diesen Leuchteneinsätzen sind die Lichtlenkelemente
40', 40" bzw. 40"' im Unterschied zu den vorhergehend beschriebenen Lichtlenkelementen
40 vollständig aus lichtbrechendem Material gebildet. Die Oberflächenstruktur der
Lichtlenkelemente ist so ausgebildet, dass sie wie eine Linse wirken und eine vergleichbare
Lichtlenkung erzielen wie die vorhergehend beschriebene Ausführungsform der Lichtlenkelemente
40. Die Lichtlenkelemente aus lichtbrechendem Material umfassen ebenso wie die Ausführungsformen
mit Reflexionsflächen mehrere Segmente 41', 41" bzw. 41"', die jeweils einer Gruppe
oder Reihe von LEDs in einer Höhe auf dem Trägerelement zugeordnet sind. Gemäß den
Ausführungsformen nach Figuren 11 und 12 sind die Lichtlenkelemente aus etwa teilzylindrischen
Elementen gebildet, die von außen auf das Trägerelement 20 aufgesetzt werden können.
Einige der Segmente können asymmetrisch ausgebildet sein. Diese Ausführungsform ist
bevorzugt für Leuchten, die auf unterschiedlichen Seiten verschiedene Lichtverteilungen
erzeugen sollen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass auf einer Seite der Leuchte
das Licht stärker nach unten gelenkt wird, um beispielsweise einen mastnahen Bereich
unter der Leuchte auszuleuchten, während auf der anderen Seite eine breitstrahlendere
Lichtverteilung erzeugt wird.
[0070] Zahlreiche Abwandlungen der vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen können im
Rahmen der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen definiert ist, vorgenommen werden.
Beispielsweise ist die Erfindung nicht auf ebene Schaltungsträger 30, wie in den Figuren
dargestellt, beschränkt. Es können auch zylindrische oder halbzylindrische oder teilzylindrische
Schaltungsträger Anwendung finden. Ebenso können flexible Schaltungsträger auf entsprechend
zylindrisch oder teilzylindrische Flächen des Trägerelements aufgebracht werden. Ferner
ist zu berücksichtigen dass anstelle separater Schaltungsträger 30 der Schaltungsträger,
d.h. die Leiterbahnen mit entsprechender Isolierung, auch direkt auf den Oberflächen
des Trägerelements 20 ausgebildet sein kann.
Bezugszeichenliste:
[0071]
- 10
- Strukturelement
- 11
- Winkelansatz
- 20
- Trägerelement
- 21
- Oberflächenabschnitt
- 22
- Nut
- 27
- Gewindezapfen
- 30
- Schaltungsträger
- 31
- Schraube
- 32
- Loch
- 35
- LED
- 40, 40', 40"
- Lichtlenkelemente
- 41, 41', 41"
- Segment des Lichtlenkelements
- 50
- Betriebsgerät
- 51
- Netzklemme
- 55
- Steuermodul
- 60
- Abdeckelement
- 80
- Gehäusedach
- 81
- Leuchtenmast
- 82
- Transparente Abdeckung
- 83
- Leuchtengehäusesockel
- 301
- Elektrischer Anschluss
- 302
- Elektrische Brücke
- 303
- LED-Position
- 401
- Reflektorfläche
- 402
- Reflektorfläche
- 403
- Positionsloch
- 404
- Reflektorfläche
- 405
- Rastnase
- 420, 420', 420"
- Entblendungselement
- 421', 421"
- Reihen
- 422', 422"
- linsenförmige Erhebungen
- 423', 423"
- Vorsprünge
- 1001
- Lichtstrahl
- 1002
- Lichtstrahl
- 1003
- Lichtstrahl
- 1004
- Lichtstrahl
1. Leuchteneinsatz mit einem Lichtlenkelement, wobei der Leuchteneinsatz Folgendes umfasst:
ein längliches Trägerelement (20), das entlang seines Umfangs um die Längsachse zur
Aufnahme von Schaltungsträgern (30) für LEDs (35) eingerichtet ist oder das Oberflächenabschnitte
entlang seines Umfangs um die Längsachse aufweist, die wenigstens teilweise selbst
als Schaltungsträger für LEDs eingerichtet sind,
und eine Vielzahl von LEDs (35), die auf wenigstens einem der Schaltungsträger (30)
angeordnet sind,
und wobei das Lichtlenkelement, welches sich um wenigstens einen Teil des Umfangs
des Trägerelements (20) vor dem Schaltungsträger (30) erstreckt, mehrere Segmente
(41, 41', 41") aufweist, wobei jedes Segment (41, 41', 41 ") wenigstens eine Reflexionsfläche
(401, 402) und/oder einen lichtbrechenden Abschnitt aufweist, die bzw. der jeweils
einer LED oder einer Reihe von LEDs, die sich quer zur Längserstreckung der LEDs erstreckt,
zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Segment 1/n-tel des Umfangs des Trägerelements umschließt, wobei n eine natürliche
Zahl ab 2 ist.
2. Leuchteneinsatz nach Anspruch 1, wobei der oder die Schaltungsträger (30) und/oder
das Trägerelement (20) in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Trägerelements
ein regelmäßiges n-Eck, vorzugsweise mit fünf oder mehr Ecken, definieren oder wobei
der oder die Schaltungsträger und/oder das Trägerelement einen Zylinder oder Zylinderabschnitte
entlang der Längsachse des Trägerelements definieren.
3. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf einem oder mehreren
der Schaltungsträger (30) elektrische Bauelemente angeordnet sind, insbesondere Sensoren
zur Temperaturmessung, Sensoren zur Leuchtstärkemessung und/oder elektrische Bauelemente
zur Schaltung der Stromversorgung der LEDs.
4. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die LEDs auf dem wenigstens
einen Schaltungsträger (30) in einer oder mehreren Spalten angeordnet sind, die sich
in Längsrichtung des Trägerelements (20) erstrecken, und/oder wenigstens einige der
LEDs in Zeilen quer zur Längsachse des Trägerelements auf dem Schaltungsträger (30)
angeordnet sind, wobei insbesondere wenigstens einige der LEDs auf einem Schaltungsträger
ungleichmäßig auf die Zeilen und Spalten des Schaltungsträgers (30) verteilt sind.
5. Leuchteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei einzelne LEDs oder Gruppen
von LEDs getrennt voneinander elektrisch angeschlossen sind und individuell ansteuerbar
sind, insbesondere einzeln zu- oder abschaltbar und/oder dimmbar sind.
6. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trägerelement (20)
innen hohl ist.
7. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trägerelement (20)
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung hergestellt sind.
8. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das Lichtlenkelement
(40, 40', 40") um den gesamten Umfang des Trägerelementes (20) erstreckt.
9. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lichtlenkelement
(40, 40', 40") mehrere sich wiederholende Segmente (41, 41', 41 ") aufweist, insbesondere
eine Stapelung von Segmenten (41) in Richtung der Längsachse des Trägerelements (20).
10. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lichtlenkelement
Fächer definiert, die jeweils wenigstens zwei Reflektorflächen (401, 402) aufweisen,
die gegenüber der Längsachse des Trägerelements geneigt sind.
11. Leuchteneinsatz nach Anspruch 10, wobei die Segmente (41) in Längsrichtung des Trägerelements
jeweils die Höhe eines oder mehrerer der Fächer aufweisen.
12. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Segmente (41, 41',
41") durch Steckverbindungen miteinander verbindbar sind.
13. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Teile des Lichtlenkelements
mittels einer Tragstruktur miteinander verbunden sind, die insbesondere aus einem
transparenten, opalen oder mit Lichtstreuelementen versehenen Material gebildet ist.
14. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die LEDs (35) auf den
Schaltungsträgern (30) derart verteilt sind oder ansteuerbar sind, so dass die Lichtabstrahlung
des Leuchteneinsatzes in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des Tragelements im
Wesentlichen in zwei Richtungen, insbesondere symmetrisch, erfolg, wobei die beiden
Richtungen in der Ebene einen Winkel zwischen etwa 90° bis etwa 180°, insbesondere
etwa 100° bis etwa 160° einschließen.
15. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die LEDs auf den Schaltungsträgem
(30) so verteilt sind oder ansteuerbar sind, dass die von dem Leuchteneinsatz erzeugte
Lichtverteilung in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des Leuchtenträgers (20) annähernd
isotrop ist.
16. Leuchteneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen zwei gegenüberliegenden
Reflektorflächen (401, 402) des Lichtlenkelements ein lichtstreuendes oder lichtbrechendes
Element (420, 420', 420") angeordnet ist.
1. Light element with a light diverter, wherein the light element comprises the following:
an elongate carrier element (20) which is fitted along its circumference around the
longitudinal axis to take circuit carriers (30) for LEDs (35) or which has surface
sections along its circumference around the longitudinal axis, which are fitted at
least partially themselves as circuit carriers for LEDs, and a multiplicity of LEDs
(35) which are arranged on at least one of the circuit carriers (30),
and whereby the light diverter, which extends around at least part of the circumference
of the carrier element (20) before the circuit carrier (30), has a plurality of segments
(41, 41', 41"), wherein each segment (41, 41', 41") has at least one reflection area
(401, 402) and / or a refractive section, said area or said section each being assigned
to an LED or a series of LEDs which extends perpendicular to the longitudinal extension
of the LEDs, characterised in that one segment encloses 1/nth of the circumference of the carrier element, whereby n
is a natural number from 2.
2. Light element according to claim 1, wherein the circuit carrier or carriers (30) and
/ or the carrier element (20) define, in a cross-section perpendicular to the longitudinal
axis of the carrier element, a regular n-gon, preferably with five or more corners,
or wherein the circuit carrier or carriers and / or the carrier element define a cylinder
or cylinder sections along the longitudinal axis of the carrier element.
3. Light element according to one of the previous claims, wherein on one or more of the
circuit carriers (30) electrical components are arranged, in particular sensors for
measuring the temperature, sensors for measuring the luminous emittance and / or electrical
components for switching the power supply of the LEDs.
4. Light element according to one of the previous claims, wherein the LEDs are arranged
on the at least one circuit carrier (30) in one or more columns which extend in the
longitudinal direction of the carrier element (20), and / or at least some of the
LEDs are arranged in lines perpendicular to the longitudinal axis of the carrier element
on the circuit carrier (30), wherein in particular at least some of the LEDs on a
circuit carrier are distributed unevenly on the lines and columns of the circuit carrier
(30).
5. Light element according to one of the previous claims, wherein individual LEDs or
groups of LEDs are electrically connected separately from each other and can be controlled
individually, in particular can be switched or off and / or can be dimmed individually.
6. Light element according to one of the previous claims, wherein the carrier element
(20) is hollow inside.
7. Light element according to one of the previous claims, wherein the carrier element
(20) is made of aluminium or an aluminium alloy.
8. Light element according to one of the previous claims, wherein the light diverter
(40, 40', 40") extends around the entire circumference of the carrier element (20).
9. Light element according to one of the previous claims, wherein the light diverter
(40, 40', 40") has a plurality of repeating segments (41, 41', 41"), in particular
a stacking of segments (41) in the direction of the longitudinal axis of the carrier
element (20).
10. Light element according to one of the previous claims, wherein the light diverter
defines compartments which each have at least two reflector areas (401, 402) which
are inclined against the longitudinal axis of the carrier element.
11. Light element according to claim 10, wherein the segments (41) in the longitudinal
direction of the carrier element are each the height of one or more of the compartments.
12. Light element according to one of the previous claims, wherein the segments (41, 41',
41") can be connected to each other by means of plug-in connections.
13. Light element according to one of the previous claims, wherein parts of the light
diverter are connected to each other by means of a supporting structure which is made
in particular of material which is transparent, opal or provided with light-diffusing
elements.
14. Light element according to one of the previous claims, wherein the LEDs (35) are distributed
on the circuit carriers (30) or can be controlled in such a way that the light emission
of the light element occurs on a plane perpendicular to the longitudinal axis of the
bearing element substantially in two directions, in particular symmetrically, wherein
the two directions on the plane enclose an angle of approximately 90° to approximately
180°, in particular approximately 100° to approximately 160°.
15. Light element according to one of the previous claims, wherein the LEDs are distributed
on the circuit carriers (30) or can be controlled such that the light distribution,
generated by the light element, on a plane perpendicular to the longitudinal axis
of the light carrier (20) is almost isotropic.
16. Light element according to one of the previous claims, wherein a light-diffusing or
refractive element (420, 420', 420") is arranged between two opposite reflector areas
(401, 402) of the light diverter.
1. Élément d'éclairage muni d'un guide de lumière, ledit élément d'éclairage comportant
les éléments suivants :
un élément de support (20) allongé qui, le long de sa périphérie autour de l'axe longitudinal,
est conçu pour recevoir des supports de connexion (30) destinés à des diodes électroluminescentes
(35) ou qui, le long de sa périphérie autour de l'axe longitudinal, comporte des parties
de surface qui sont réalisées elles-mêmes, au moins partiellement, comme des supports
de connexion destinés à des diodes électroluminescentes,
et une pluralité de diodes électroluminescentes (35) qui sont disposées sur au moins
un des supports de connexion (30),
et ledit guide de lumière, qui s'étend sur au moins une partie de la périphérie de
l'élément de support (20) devant le support de connexion (30), comporte plusieurs
segments (41, 41', 41"), chaque segment (41, 41', 41") comportant au moins une surface
réfléchissante (401, 402) et/ou une partie de réfraction, laquelle est associée respectivement
à une diode électroluminescente ou une rangée de diodes électroluminescentes qui s'étend
transversalement à la dimension longitudinale des diodes électroluminescentes,
caractérisé en ce qu'un segment entoure 1/nième de la périphérie de l'élément de support, n étant un entier naturel à partir de 2.
2. Élément d'éclairage selon la revendication 1, dans lequel le ou les supports de connexion
(30) et/ou l'élément de support (20) définissent, dans une coupe transversale perpendiculaire
à l'axe longitudinal de l'élément de support, un polygone régulier avec n angles,
de préférence avec cinq angles ou plus, ou dans lequel le ou les supports de connexion
et/ou l'élément de support définissent un cylindre ou des parties cylindriques le
long de l'axe longitudinal de l'élément de support.
3. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
des composants électriques, en particulier des capteurs de mesure de la température,
des capteurs de mesure de l'intensité d'éclairage, et/ou des composants électriques
pour le raccordement de l'alimentation électrique des diodes électroluminescentes
sont disposés sur un ou sur plusieurs supports de connexion (30).
4. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
les diodes électroluminescentes sont disposées sur ledit au moins un support de connexion
(30) en une ou plusieurs colonnes qui s'étendent dans la direction longitudinale de
l'élément de support (20), et/ou au moins quelques-unes des diodes électroluminescentes
sont disposées en lignes transversalement à l'axe longitudinal des l'élément de support
(20) sur le support de connexion (30), en particulier, au moins quelques-unes des
diodes électroluminescentes sur un support de connexion étant réparties irrégulièrement
dans les lignes et colonnes du support de connexion (30).
5. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
des diodes électroluminescentes individuelles ou des groupes de diodes électroluminescentes
sont raccordés électriquement séparément les uns des autres et peuvent être commandés
individuellement, en particulier il est possible de les connecter ou déconnecter individuellement
et/ou de faire varier individuellement leur intensité lumineuse.
6. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'élément de support (20) est creux.
7. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'élément de support (20) est réalisé en aluminium ou dans un alliage d'aluminium.
8. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le guide de lumière (40, 40', 40") s'étend sur tout le pourtour de l'élément de support
(20).
9. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
le guide de lumière (40, 40', 40") comporte plusieurs segments (41, 41', 41") répétitifs,
en particulier un empilement de segments (41) dans le sens de l'axe longitudinal de
l'élément de support (20).
10. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
ledit guide de lumière définit des casiers comportant chacun au moins deux surfaces
réfléchissantes (401, 402) inclinées par rapport à l'axe longitudinal de l'élément
de support.
11. Élément d'éclairage selon la revendication 10, dans lequel les segments (41) possèdent
dans la direction longitudinale de l'élément de support respectivement la hauteur
d'un ou de plusieurs desdits casiers.
12. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
les segments (41, 41', 41") sont reliés les uns aux autres par des assemblages enfichables.
13. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
des parties du guide de lumière sont reliées entre elles par une structure de support,
qui est réalisée en particulier dans un matériau transparent, opale ou muni d'éléments
de dispersion de la lumière.
14. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
les diodes électroluminescentes (35) sont réparties sur les supports de connexion
(30) ou peuvent être commandées de telle sorte que la lumière dudit élément d'éclairage
rayonne dans un plan perpendiculaire à l'axe longitudinal de l'élément de support,
sensiblement dans deux directions, en particulier symétriquement, lesdites deux directions
dans le plan formant un angle entre environ 90° jusqu'à environ 180°, en particulier
environ 100° jusqu'à environ 160°.
15. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
les diodes électroluminescentes sont réparties sur les supports de connexion (30)
ou peuvent être commandées de telle sorte que la répartition de la lumière générée
par ledit élément d'éclairage est approximativement isotrope dans un plan perpendiculaire
à l'axe longitudinal de l'élément de support (20).
16. Élément d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
un élément (420, 420', 420") de dispersion ou de réfraction de la lumière est agencé
entre les surfaces réfléchissantes (401, 402) face à face du guide de lumière.