[0001] Die Erfindung betrifft einen Arbeitsbeinschoner insbesondere zum Schutz des Knies
und des Unterschenkels eines Beins.
[0002] Knieschoner für Arbeiten in einer knienden Position sind allgemein bekannt. So sind
derzeit Knieschoner auf dem Markt, die mittels Gummibändern oberhalb und unterhalb
des Knies beziehungsweise in der Kniekehle am Bein befestigt werden. Bei einer Beanspruchung
während einer Nutzung der Knieschoner kommt es regelmäßig zu einer Verrutschung der
Gummibänder, was einen schlechten Sitz und ein unkomfortables Tragegefühl zur Folge
hat. Insbesondere kommt es durch die am Markt befindlichen Knieschoner, die fest am
Knie anliegen, zur Transpiration im Bereich des Knies, was ein Wundscheuern der Haut
zur Folge haben kann. Dies erschwert das Tragen über einen längeren Zeitraum beziehungsweise
macht das Tragen über einen längeren Zeitraum nahezu unmöglich. Die Notwendigkeit
ständiger Korrekturen des Sitzes der Knieschoner sind eine Folge.
[0003] In der
CA 2 263 028 A1 wird ein Beinschoner für den sportlichen Bereich beschrieben, der sowohl ein Knie
als auch ein Schienbein schützt. Der Beinschoner wird mit Bändern am Bein gehalten.
[0004] Die
US 5 829 055 beschreibt ein Paar von Beinschonern für sportliche Aktivitäten, wobei die Beinschoner
jeweils ein um den Schienbeinteil des Beinschoners geschlungenes Haltemittel aufweisen.
Diese Beinschoner sind für sportliche Aktivitäten ausgestaltet und auf die Verwendung
bei solchen optimiert. Für langandauernde Tätigkeiten, besonders in kniender Haltung,
sind diese Beinschoner nicht gesondert ausgelegt.
[0005] Die
US 4 876 745 beschreibt einen Knieschoner, der für Arbeiten insbesondere bei knienden Tätigkeiten
ausgestaltet ist. An der Unterseite des Knieschoners ist eine Unterstützung für das
Schienbein angeordnet. Die Unterstützung ist hierbei an den Knieschoner angeschraubt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es einen Arbeitsbeinschoner zur Verfügung zu stellen, der
für Arbeiten bei insbesondere knienden Tätigkeiten ausgestaltet ist und dessen Herstellung
einfacher und billiger ist und der, neben eben der Optimierung für längerandauernde
Arbeiten in kniender Haltung, auch ein komfortables Stehen und Gehen erlaubt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mittels eines Arbeitsbeinschoners nach
Anspruch 1, einer Verwendung eines Arbeitsbeinschoners nach Anspruch 19, einem Verfahren
nach Anspruch 20 sowie einem Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsbeinschoners nach
Anspruch 22. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den entsprechenden Unteransprüchen
gegeben.
[0008] Es wird ein Arbeitsbeinschoner mit zumindest einem ersten Schonerbereich und zumindest
einem zweiten Schonerbereich und zumindest ein Haltemittel zur Befestigung des Arbeitsschoners
an einem Bein vorgeschlagen. Der erste Schonerbereich ist zumindest zur Anordnung
im Bereich eines Knies ausgestaltet und der zweite Schonerbereich ist zumindest zur
Anordnung im Bereich eines Schienbeins ausgestaltet. Zumindest der erste Schonerbereich
und der zweite Schonerbereich sind einstückig ausgebildet und bilden ein im Wesentlichen
starres Schild, wobei das Haltemittel nur am zweiten Schonerbereich angeordnet ist.
In einem Längsschnitt des Beinschoners weist die Innenseite des ersten Schonerbereichs
am oberen Rand einen Abstand von einer Geraden von etwa 10 mm bis etwa 50 mm auf,
wobei die Gerade auf zumindest einem Abschnitt einer Innenseite des zweiten Schonerbereichs
angeordnet ist zur Beabstandung des ersten Schonerbereichs vom Bein.
[0009] Im Folgenden wird der Begriff Arbeitsbeinschoner für Beinschoner verwendet, die hauptsächlich
für handwerkliche Tätigkeiten eingesetzt werden. Insbesondere stellt der Arbeitsbeinschoner
ein Arbeitsgerät beispielsweise für Fliesenleger, Estrichleger, Parkett- und Laminatleger,
Dachdecker oder Maurer dar. Auch kann der Begriff Arbeitsbeinschoner Schoner umfassen,
die zudem zumindest Teile des Fußes und/oder Oberschenkels schützen.
[0010] Unter einteilig ist zu verstehen, dass der erste Schonerbereich und der zweite Schonerbereich
materialverbunden und insbesondere einstückig ausgestaltet sind.
[0011] Die vorgeschlagene Erfindung hat den Vorteil, dass neben dem Knie auch das Schienbein
mittels des Arbeitsbeinschoners geschützt wird. Insbesondere bei Arbeiten beispielsweise
an einer Treppe oder in Situationen, bei denen es unvermeintlich ist, auf einer Kante
zu knien, ist ein Schutz der Schienbeine vorteilhaft. Weiterhin ist es von Vorteil,
dass bei einem Arbeiten auf einem nassen oder feuchten Boden ein Durchnässen des Beinkleids
vermieden wird. Die weitgehend starre Verbindung der einzelnen Schonerbereiche hat
den Vorteil, dass eine Sitzkorrektur des ganzen Arbeitsbeinschoners einfach ist, beispielsweise
indem an einem Teil des Arbeitsbeinschoners gezogen oder gedrückt wird, um den kompletten
Arbeitsbeinschoner in die korrekte Position zu bringen.
[0012] In einer weiteren Variante sind der erste Schonerbereich und der zweite Schonerbereich
versetzt zueinander angeordnet. In einer Ausgestaltung sind der erste und der zweite
Arbeitsbeinschoner in einem Winkel zueinander angeordnet. Der Winkel beträgt in einer
Ausgestaltung etwa 5° bis 30°, insbesondere 10° bis 20°, bevorzugt, 10° bis 15°, besonders
bevorzugt 13° bis 14°. Insbesondere ist der Winkel beziehungsweise der Versatz oberhalb
des obersten Haltemittels angeordnet, vorzugsweise etwa 0,5 Zentimeter bis etwa 10
Zentimeter, weiterhin bevorzugt etwa 2 Zentimeter bis etwa 5 Zentimeter. Weiterhin
bevorzugt ist der Winkel weitgehend mittig angeordnet, bezogen auf die Längsachse
des Arbeitsbeinschoners. Besonders bevorzugt neigt sich der erste Schonerbereich,
wenn der Arbeitsbeinschoner am Bein angelegt ist, etwas von dem Bein weg. Weiterhin
bevorzugt weist der erste Schonerbereich in zumindest einem Abschnitt eine Krümmung
zum Bein hin auf, so dass dieser in einem Längsschnitt eine Kurve zum Bein hin beschreibt.
Weiterhin sieht eine Ausgestaltung vor, dass der erste Schonerbereich in einem Längsschnitt
zumindest in einem Abschnitt grade verläuft, insbesondere parallel zu einem Abschnitt
des zweiten Schonerbereiches. Insbesondere ist in einer Ausgestaltung ein Versatz
eine Stufe oder ein geschwungener Übergang zwischen dem ersten und zweiten Arbeitsbeinschoner.
Die Innenseite des ersten Schonerbereichs weist in einem Längsschnitt am oberen Rand
einen Abstand von einer Geraden, auf der zumindest ein Abschnitt einer Innenseite
des zweiten Schonerbereiches angeordnet ist, von etwa 10 Millimeter bis etwa 50 Millimeter,
bevorzugt etwa 20 Millimeter bis 35 Millimeter, weiterhin bevorzugt etwa 25 Millimeter
bis etwa 30 Millimeter auf. Die Beabstandung des ersten Schonerbereiches vom Bein
bewirkt einen erhöhten Tragekomfort, da insbesondere beim Stehen eine Hinterlüftung
des Arbeitsbeinschoners möglich ist. Auch wird durch die Beabstandung des zweiten
Schonerbereiches beim stehen und gehen ein Scheuern des Arbeitsschoners am Knie vermieden.
Der Arbeitsbeinschoner ist vorzugsweise derart ausgelegt, dass dieser bei einem Knieumfang
von beispielsweise etwa 42 Zentimetern bis etwa 45 Zentimetern und einem Überragen
der Kniescheibe über dem Schienbeinkopf von etwa 0,5 Zentimetern bis etwa 2 Zentimetern
im Stehen, das heißt bei durchgestecktem Knie nicht an das Knie anstößt. Insbesondere
ist vorgesehen, dass auch bei einer Gehbewegung, insbesondere bei einer Abwinklung
des Unterschenkels bis zumindest 100° eine Berührung des Arbeitsbeinschoners nicht
vorkommt.
[0013] Der Arbeitsbeinschoner weist vorzugsweise ein Material auf aus einer Gruppe zumindest
umfassend Ethylenvinylacetat - EVA, Polyurethan, Polyamide und/oder Aramide. Insbesondere
weist der Arbeitsbeinschoner ein geschäumtes Polyurethan oder thermoverformtes Ethylenvinylacetat
auf. Auch können weitere Materialien vorgesehen sein, die eine ähnliche Schore-Härte
aufweisen. Der Arbeitsbeinschoner weist zumindest in einem Bereich eine Shore-Härte
von 15A bis 35A, vorzugsweise etwa 20A bis 25A, weiterhin bevorzugt, etwa 23A auf.
Insbesondere ist eine Schore-Härte zwischen 15A und 35A im Bereich des Überganges
zwischen dem ersten Schonerbereich und dem zweiten Schonerbereich vorgesehen.
[0014] Das flexible Material des Beinschoners ist besonders komfortabel. Insbesondere im
Hinblick auf die Ausgestaltung mit einem Versatz zwischen dem ersten Schonerbereich
und dem zweiten Schonerbereich. Kniet sich ein Benutzer auf den Arbeitsbeinschoner,
so verformt sich der Arbeitsbeinschoner, so dass der erste Schonerbereich an dem Knie
des Benutzers anliegt und dieses schützt.
[0015] Auch ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner eine Lage
aus einem stichfestem Material umfasst. Vorzugsweise weist das stichfeste Material
zumindest 80% bis 100% Polyamide und 0% bis 20% Polyurethanklebstoff, weiterhin bevorzugt
zumindest etwa 95% Polyamide und etwa 5% Polyurethanklebstoff auf. Insbesondere ist
ein Stichschutz umfassend ein stichfestes Material vorgesehen. In einer Ausgestaltung
weist der Stichschutz ein thermoplastisches Material auf, insbesondere ein Polyolefin,
wie beispielsweise schwach verzweigtes Polyethylen - PE-HD oder Polypropylen - PP-HD.
Auch ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass das stichfeste Material Aramide,
vorzugsweise Aramidfasern oder Glasfasern aufweist. Das stichfeste Material weist
eine Stichfestigkeit nach EN 863 Typ 1 oder Typ 2 auf. Vorzugsweise ist der Arbeitsbeinschoner
ein Protektor nach DIN 14404. Weiterhin bevorzugt weist der Arbeitsbeinschoner zumindest
im Bereich der Lage des stichfesten Materials eine Stichfestigkeit von zumindest 95
Newton, vorzugsweise zumindest 105 Newton, weiterhin bevorzugt zumindest 240 Newton,
besonders bevorzugt zumindest 260 Newton, weiterhin besonders bevorzugt zumindest
445 Newton nach EN 863 auf.
[0016] In einer Ausgestaltung ist das stichfeste Material beziehungsweise der Stichschutz
eingeschäumt oder aufgeschäumt. Weiterhin bevorzugt ist das stichfeste Material aufgeklebt.
In einer weiteren Ausgestaltung ist das stichfeste Material zwischen zwei Lagen EVA
oder PU angeordnet.
[0017] Der Arbeitsbeinschoner weist zumindest ein Haltemittel zur Befestigung des Arbeitsbeinschoners
an einem Bein auf. In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass mehr als ein Haltemittel
vorgesehen ist, beispielsweise zwei, drei oder mehr Haltemittel. Das Haltemittel ist
insbesondere als Band ausgestaltet, welches in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
eine Verschlussvorrichtung aufweist. Die Verschlussvorrichtung umfasst beispielsweise
ein Klettband, einen Klemmverschluss, einen Knopfverschluss oder einen Schnürverschluss.
Es ist insbesondere vorgesehen, dass das Haltemittel ein dehnbares Material umfasst.
Insbesondere wird eine Haltung des Haltemittels durch das dehnbare Material zumindest
unterstützt. Auch ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass das Haltemittel ein
nicht dehnbares Material umfasst. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass das Haltemittel ein Schlauchförmiges Element umfasst, in welches das Bein einführbar
ist. Insbesondere kann ein Haltemittel auch in Verbindung mit einer Hose stehen, beispielsweise
indem das Haltemittel zumindest zweiteilig ausgestaltet ist und zumindest ein Teil
des Haltemittels der Hose zugeordnet ist. Beispielsweise ist ein Klettverschluss vorgesehen,
wobei ein Verschlussteil des Klettverschlusses an der Hose angeordnet ist. Auch ist
vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner in eine Hose, insbesondere in eine dafür vorgesehenen
Haltevorrichtung an der Hose, einführbar oder in die Hose eingearbeitet ist. Besonders
bevorzugt umfasst das Haltemittel zumindest ein Band, vorzugsweise mit einer Breite
von 4 Zentimeter bis 15 Zentimeter, besonders bevorzugt 6 Zentimeter bis 10 Zentimeter.
Das Haltemittel kann lösbar oder unlösbar an dem Arbeitsbeinschoner angeordnet sein.
Beispielsweise kann das Haltemittel durch Öffnungen, die der Arbeitsbeinschoner aufweist,
gezogen sein. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass das Haltemittel
eingeschäumt, verklebt und/oder eingeklemmt ist.
[0018] Das Haltemittel ist dem zweiten Schonerbereich zugeordnet. Dies hat den Vorteil,
dass das Haltemittel lediglich an einer Wade des Beins befestigt ist. Insbesondere
weist das Haltemittel, wenn der Arbeitsbeinschoner am Bein angelegt ist, nach unten
hin einen Abstand von einer Kniekehle des Beins auf, so dass das Haltemittel nicht
in die Kniekehle rutschen kann. Insbesondere ist vorgesehen, dass zumindest zwei Haltemittel
unterhalb des Knies den Arbeitsbeinschoner an dem Bein befestigen. Die Haltemittel
sind derart angeordnet, dass zumindest ein Haltemittel in einem oberen Bereich der
Wade und zumindest ein zweites Haltemittel in einem unteren Bereich der Wade anordbar
ist. Vorteil dieser Ausgestaltung ist es, dass eine Kniebewegung möglich ist, ohne
dass der Sitz des Arbeitsbeinschoners beeinflusst wird. Zudem steht der erste Schonerbereich
bei einem gebeugten Knie von diesem ab, was zu einem erhöhten Tragekomfort beiträgt.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Arbeitsbeinschoner Führungsrinnen auf,
in denen das Haltemittel anordbar ist. Insbesondere sind die Führungsrinnen als Vertiefungen
auf der Oberfläche des Arbeitsbeinschoners angeordnet. Weiterhin bevorzugt weisen
die Führungsrinnen zum Rand des Arbeitsbeinschoners hin eine zunehmende Tiefe auf.
Vorzugsweise weisen die Führungsrinnen an der Austrittstelle des Haltemittels aus
der Oberfläche des Arbeitsbeinschoners eine Tiefe von etwa 0 Millimeter bis etwa 3
Millimeter, vorzugsweise 2 Millimeter auf. Weiterhin bevorzugt weisen die Führungsrinnen
am Rand des Arbeitsbeinschoners eine Tiefe von etwa 3 Millimeter bis etwa 7 Millimeter,
vorzugsweise 5 Millimeter auf.
[0020] Das Haltemittel ist in einer weiteren Ausgestaltung in einem Winkel zu einer Querachse
des Arbeitsbeinschoners angeordnet. Insbesondere ist vorgesehen, dass das Haltemittel
in einem Winkel von etwa 5° bis etwa 10° zu der Querachse des Arbeitsbeinschoners
angeordnet ist. Insbesondere ist ein Winkel von etwa 8° bis etwa 9° vorgesehen. In
einer weiteren Ausgestaltung ist ein Winkel von etwa 8,4° und/oder etwa 9° vorgesehen.
Bei diesen Angaben sei eine Toleranz von bis zu etwa 10% gegeben. Vorzugsweise wird
das Haltemittel mittels der Führungsrinne im Winkel zur Querachse geführt. In einer
Variante ist es vorgesehen, dass ein erstes Haltemittel derart an dem Arbeitsbeinschoner
angeordnet ist, dass das erste Haltemittel in einem oberen Bereich einer Wade anordbar
ist. Weiterhin kann ein zweites Halteelement in einem unteren Bereich der Wade anordbar
sein. In einer Ausgestaltung insbesondere mit zumindest zwei Haltemitteln ist es weiterhin
vorgesehen, dass ein Haltemittel, das in einem oberen Bereich der Wade anordbar ist,
in Richtung des ersten Schonerbereichs geneigt ist. Weiterhin ist insbesondere vorgesehen,
dass zumindest ein Haltemittel, das in einem unteren Bereich der Wade anordbar ist,
von dem ersten Schonerbereich weg geneigt ist. Insbesondere weisen zumindest zwei
Haltemittel unterschiedliche Winkel, insbesondere unterschiedliche Beträge der Winkel
zur Querachse auf. Vorteilhaft an einer Anordnung eines Haltemittels in der unteren
Hälfte, vorzugsweise im unteren Drittel des zweiten Schonerbereiches ist, dass das
Haltemittel derart an der Wade anliegt, dass ein Verrutschen nach oben verhindert
wird. Vorzugsweise wird ein Haltemittel im oberen Drittel des zweiten Schonerbereiches
und ein Haltemittel im unteren Drittel des zweiten Schonerbereiches angeordnet. So
wird durch das obere Haltemittel ein Rutschen des Arbeitsbeinschoners nach unten und
durch das untere Haltemittel ein Rutschen des Arbeitsbeinschoners nach oben verhindert.
Der Abstand des oberen Haltemittels zur Kniekehle bleibt somit auch bei einer Bewegung
des Beines weitgehend gleich.
[0021] In einer weiteren Ausführung des Arbeitsbeinschoners weist dieser zumindest ein Dämpfungselement
auf. Das Dämpfungselement kann einteilig oder zweiteilig mit dem Arbeitsbeinschoner
verbunden sein. Insbesondere ist das Dämpfungselement aus dem gleichen Material wie
der Arbeitsbeinschoner. Auch ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass das Dämpfungselement
aus zumindest einem von dem Material des Arbeitsbeinschoners unterschiedlichen Material
ist. Auch ist eine Ausgestaltung vorgesehen, wobei das Dämpfungselement zerstörungsfrei
von dem Arbeitsbeinschoner abnehmbar respektive austauschbar ist. Insbesondere kann
durch eine Austauschbarkeit des Dämpfungselementes eine Anpassung an ein Gewicht des
Benutzers erfolgen. Das Dämpfungselement ist vorzugsweise am ersten und/oder am zweiten
Schonerbereich angeordnet.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass das Dämpfungselement über seine Fläche
unterschiedliche Dämpfungskonstanten aufweist. Insbesondere ist ein kontinuierlicher
Übergang der Dämpfungskonstante von einer ersten Seite zu einer zweiten Seite vorgesehen.
Auch kann ein iterativer Übergang, das heißt ein Übergang über mehrere diskrete Zonen
mit jeweils einer Dämpfungskonstante vorgesehen sein. Das Dämpfungselement weist insbesondere
in einer Ausgestaltung verschiedene Materialien auf, um verschiedene Dämpfungen zu
gewährleisten. Auch ist vorgesehen, dass das Dämpfungselement durch eine Formgebung
unterschiedliche Dämpfungen über eine Fläche aufweist. So ist in einer Ausgestaltung
vorgesehen, dass das Dämpfungselement zumindest eine Kerbe oder eine Nut aufweist.
Die Kerbe weist in einer weiteren Ausführung über ihren Verlauf eine variierende Breite
auf. Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass sich die Kerbe insbesondere in Richtung
des zweiten Schonerbereichs ausdehnt. Insbesondere ist die Kerbe zum zweiten Schonerbereich
hin breiter. Auch kann die Kerbe über ihren Verlauf eine variierende Tiefe aufweisen.
Die Kerbe ist in einer weiteren Ausgestaltung keilförmig ausgestaltet. Insbesondere
ist die Kerbe in Längsrichtung des Arbeitsbeinschoners ausgestaltet. Jedoch ist auch
eine Ausgestaltung vorgesehen in der sich zumindest eine Kerbe in einem Winkel zur
Längsachse erstreckt. Insbesondere ist ein Winkel von 30°, 45° oder 90° vorgesehen.
Auch können mehrere Kerben vorgesehen sein, die beispielsweise in unterschiedlichen
Abständen und/oder unterschiedlichen Winkeln zur Längsachse angeordnet sind. Insbesondere
sind die Kerben derart angeordnet, dass diese unterschiedliche Dämpfungseigenschaften
über die Fläche des Dämpfungselements ermöglichen. Insbesondere ist vorgesehen, dass
in einem oberen Bereich des Dämpfungselements eine härtere Dämpfung vorgesehen ist,
um ein höhere Gewicht von größeren Benutzern des Arbeitsbeinschoners besser dämpfen
zu können. Auch bei einem Vorbeugen des Benutzers im Knien lastet eine größere Flächenlast
auf dem oberen Teil des Dämpfungselements, so dass dort eine härtere Dämpfung vorzusehen
ist, um einen möglichst großen Komfort zu bieten.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung weist der Arbeitsbeinschoner zumindest ein Mittel
zum Einhaken oder Festkrallen an einer Stufe oder einer Kante auf. Insbesondere kann
das Mittel zumindest einen Haken, eine Kralle oder eine Lippe umfassen. Die Lippe
oder der sacht werden können, wie dies beispielsweise in handwerklichen oder auch
kampfsportlichen Bereichen vorkommen kann.
[0024] Ein weiterer Gedanke der Erfindung sieht ein Verfahren zum Schutz von einem Bein
vor, wobei ein Arbeitsbeinschoner an dem Bein befestigt wird, so dass dieses schildartig
das Bein schützt und wobei der Arbeitsbeinschoner mittels zumindest eines Haltemittels
ausschließlich unterhalb des Knies befestigt wird. In einer Weiterbildung wird der
Arbeitsbeinschoner mittels zumindest zwei Haltemitteln am Bein befestigt, wobei insbesondere
ein erstes Haltemittel in einem oberen Bereich einer Wade und ein zweites Haltemittel
im unteren Bereich einer Wade befestigt wird. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung
vorgesehen, dass zumindest ein Haltemittel in einem Winkel zu einer Querachse der
Arbeitsbeinschoners angeordnet wird.
[0025] Ein weiterer Gedanke sieht ein Verfahren zur Herstellung eines Arbeitsbeinschoners
vor, wobei der Arbeitsbeinschoner einen ersten Schonerbereich und einen zweiten Schonerbereich
umfasst, wobei der erste Schonerbereich und der zweite Schonerbereich materialschlüssig
verbunden werden. Insbesondere ist in einer ersten Ausgestaltung vorgesehen, dass
der erste und der zweite Schonerbereich in einem Arbeitsgang, insbesondere mittels
Spritzguss hergestellt werden. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der erste
Schonerbereich und der zweite Schonerbereich das gleiche Material umfassen. Insbesondere
werden die beiden Schonerbereiche aus einem Material gefertigt. In einer Weiterbildung
ist vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner und zumindest ein Dämpfungselement aus
einem Material gefertigt werden. Jedoch ist auch in einer Weiterbildung vorgesehen,
dass der Arbeitsbeinschoner aus mehr als einem Material gefertigt wird. Insbesondere
können die einzelnen Schonerbereiche aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein.
In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der erste Schonerbereich und der zweite
Schonerbereich einteilig gefertigt werden. Insbesondere wird der Arbeitsbeinschoner
mit den Schonerbereichen sowie dem Dämpfungselement einteilig hergestellt. Es ist
weiterhin vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner aus einem flexiblen Material hergestellt
wird. Auch kann der Arbeitsbeinschoner aus einem unflexiblen Material hergestellt
sein. Beispielsweise ist vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner ein Gummi, einen
Polymerschaum, Ethylen-Venyl-Acetat, Polyamide, Olefine und/oder Aramide umfasst.
[0026] In einer Ausgestaltung wird der Arbeitsbeinschoner mittels Thermoverformung hergestellt,
wobei insbesondere aus einer Oberschale und einer Unterschale der Arbeitsbeinschoner
zweiten Schonerbereich umfasst, wobei der erste Schonerbereich und der zweite Schonerbereich
materialschlüssig verbunden werden. Insbesondere ist in einer ersten Ausgestaltung
vorgesehen, dass der erste und der zweite Schonerbereich in einem Arbeitsgang, insbesondere
mittels Spritzguss hergestellt werden. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass
der erste Schonerbereich und der zweite Schonerbereich das gleiche Material umfassen.
Insbesondere werden die beiden Schonerbereiche aus einem Material gefertigt. In einer
Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner und zumindest ein Dämpfungselement
aus einem Material gefertigt werden. Jedoch ist auch in einer Weiterbildung vorgesehen,
dass der Arbeitsbeinschoner aus mehr als einem Material gefertigt wird. Insbesondere
können die einzelnen Schonerbereiche aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein.
In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der erste Schonerbereich und der zweite
Schonerbereich einteilig gefertigt werden. Insbesondere wird der Arbeitsbeinschoner
mit den Schonerbereichen sowie dem Dämpfungselement einteilig hergestellt. Es ist
weiterhin vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner aus einem flexiblen Material hergestellt
wird. Auch kann der Arbeitsbeinschoner aus einem unflexiblen Material hergestellt
sein. Beispielsweise ist vorgesehen, dass der Arbeitsbeinschoner ein Gummi, einen
Polymerschaum, Ethylen-Venyl-Acetat, Polyamide, Olefine und/oder Aramide umfasst.
[0027] In einer Ausgestaltung wird der Arbeitsbeinschoner mittels Thermoverformung hergestellt,
wobei insbesondere aus einer Oberschale und einer Unterschale der Arbeitsbeinschoner
gefertigt wird. Vorzugsweise wird zwischen Oberschale und Unterschale ein stichfestes
Material eingebracht.
[0028] In einer weiteren Variante wird der Arbeitsbeinschoner geschäumt, inbesondere wird
PU-Schaum in ein Werkzeug gespritzt. In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass ein
stichfestes Material eingeschäumt oder angeschäumt wird. Insbesondere wird das stichfeste
Material in das Werkzeug eingebracht, bevor der PU-Schaum eingespritzt wird.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung wird zumindest ein Haltemittel beim Fertigungsprozess
mit dem Arbeitsbeinschoner verbunden, insbesondere nicht zerstörungsfrei lösbar verbunden.
Insbesondere wird das Haltemittel eingeklemmt oder verklebt. Wird PU-Schaum verwendet,
kann das Haltemittel eingeschäumt werden. Auch ist in einer Ausgestaltung vorgesehen,
dass das Haltemittel zwischen Oberschale und Unterschale eingepresst wird.
[0030] In einer weiteren Variante ist vorgesehen, dass ein Dämpfungselement an dem ersten
Schonerbereich insbesondere materialschlüssig angeordnet ist. Eine Ausgestaltung sieht
vor, dass das Dämpfungselement nach einer Fertigstellung des ersten und/oder zweiten
Schonerbereiches auf dem zweiten Schonerbereich angeordnet wird. Das Dämpfungselement
kann geklebt, vulkanisiert, verschweißt, verschraubt, genietet, gesteckt und/oder
geklemmt sein. Insbesondere kann das Dämpfungselement in einer Ausgestaltung lösbar
an dem Arbeitsbeinschoner angeordnet werden. In einer weiteren Ausgestaltung wird
das Dämpfungselement aus zumindest einem anderen Material gefertigt, als der erste
und/oder zweite Schonerbereich. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass
eine Verschleißschicht auf den Arbeitsbeinschoner, insbesondere den ersten Schonerbereich,
weiterhin bevorzugt das Dämpfungselement angeordnet wird.
[0031] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus den nachfolgenden Zeichnungen hervor.
Die dort dargestellten Weiterbildungen sind jedoch nicht beschränkend auszulegen,
vielmehr können die dort beschriebenen Merkmale untereinander und mit den oben beschriebenen
Merkmalen zu weiteren Ausgestaltungen kombiniert werden. Des Weiteren sei darauf verwiesen,
dass die in der Figurenbeschreibung angegebenen Bezugszeichen den Schutzbereich der
vorliegenden Erfindung nicht beschränken, sondern lediglich auf die in den Figuren
gezeigten Ausführungsbeispiele verweisen. Gleiche Teile oder Teile mit gleicher Funktion
weisen im Folgenden die gleichen Bezugszeichen auf. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Arbeitsbeinschoner in einer Frontansicht;
- Fig. 2
- einen Arbeitsbeinschoner in einer Ansicht von unten;
- Fig. 3
- einen Arbeitsbeinschoner in einer perspektivischen Ansicht; Fig. 4 einen angelegten
Arbeitsbeinschoner;
- Fig. 5
- eine weitere Ausgestaltung eines Arbeitsbeinschoners;
- Fig. 6
- eine weitere Ausgestaltung eines Arbeitsbeinschoners;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht VII-VII aus Fig. 6
- Fig. 8
- eine Schnittansicht VIII-VIII aus Fig. 6;
- Fig. 9
- ein Arbeitsbeinschoner mit einem Verschleißschutz;
- Fig. 10
- ein Werkzeug;
- Fig. 11
- eine Schnittansicht XI-XI aus Fig. 10;
- Fig. 12
- eine weitere Ausgestaltung eines Arbeitsbeinschoners; und
- Fig. 13
- eine Schnittansicht XIII-XIII aus Fig. 12.
[0032] Fig. 1 zeigt einen Arbeitsbeinschoner 1 in einer Frontansicht. Der Arbeitsbeinschoner
1 weist einen ersten Schonerbereich 2 und einen zweiten Schonerbereich 3 auf, die
weitgehend starr und einteilig miteinander verbunden sind. Der erste Schonerbereich
2 umfasst ein Dämpfungselement 4, welches eine Kerbe 5 aufweist. Die Kerbe 5 ist konisch
ausgebildet, so dass das Dämpfungselement 4 in einem oberen Bereich 6 härter ist als
in einem unteren Bereich 7. Der Arbeitsbeinschoner weist eine Länge 8 von etwa zweiundvierzig
Zentimetern und eine Breite 9 von etwa siebzehn Zentimetern auf. Das Dämpfungselement
4 weist in einer Ausgestaltung eine rutschhemmende Oberfläche auf, beispielsweise
eine strukturierte Oberfläche, die ein Gleiten auf glattem und/oder nassem Untergrund
vermindert.
[0033] Weiterhin umfasst der Arbeitsbeinschoner in dem zweiten Schonerbereich 3 Führungen
10, 11, 12, 13, 14 und 15 auf, in welche Haltemittel eingeführt werden können. Die
Führungen 10, 12, 13 und 15 sind in einem Winkel zu einer Querachse 16, 17 angeordnet.
Die Führungen 10 und 12 weisen etwa einen Winkel α von 5° bis 10°, vorzugsweise etwa
8,38° und die Führungen 13 und 15 weisen etwa einen Winkel β von 5° bis 10°, vorzugsweise
etwa 8,95° auf.
[0034] Fig. 2 zeigt den Arbeitsbeinschoner in einer Ansicht von unten. Es ist zu erkennen,
dass dieser eine Wölbung 18 aufweist, die sich an ein Bein anlegen kann. Insbesondere
ist diese Wölbung in einer Ausgestaltung mit einem hier nicht dargestellten Polster
versehen. Das Dämpfungselements 4 ist beispielsweise derart ausgeformt, dass dieses
zu den Seiten hin Wülste 19, 20 aufweist, die beidseitig der Kerbe 5 angeordnet sind.
[0035] Fig. 3 zeigt den Arbeitsbeinschoner 1 in einer perspektivischen Ansicht. Es ist zu
erkennen, dass Haltemittel 21, 22 in die Führungen eingezogen sind. Insbesondere ist
vorgesehen, dass die Haltemittel als Bänder ausgestaltet sind, die einen hier nicht
dargestelltes Klettverschluss aufweisen. Wird der Arbeitsbeinschoner 1 an einem Bein
mittels der Haltemittel 21, 22 befestigt, so begünstigt die durch die zur Querachse
16, 17 gewinkelten Führungen 10, 12, 13, 15 die ergonomische Anlage der Haltemittel
21, 22 an dem Bein.
[0036] Fig. 4 zeigt einen angelegten Arbeitsbeinschoner 1 an einem Bein 23. Mittels der
Haltemittel 21, 22 ist der Arbeitsbeinschoner an der Wade 24 des Beins 23 befestigt.
Die Haltemittel 21, 22 sind derart ausgerichtet, dass sie sich in etwa an der Verlauf
der Wölbung der Wade 24 anlegen. Dies ist durch die Winkel α und β, welche die Haltemittel
21, 22 zur Querachse 16, 17 aufweisen erreicht. Somit ist auch bei einer Bewegung
sichergestellt, dass der Arbeitsbeinschoner in seiner bevorzugten Position bleibt.
Weiterhin ist zu erkennen, dass oberhalb der Kniekehle 25 kein Haltemittel befestigt
ist. Der Arbeitsbeinschoner 1 steht somit schildartig vor dem Knie. Wird das Knie
gebeugt, bleibt der Arbeitsbeinschoner 1 in seiner Position und schränkt den Benutzer
somit nicht ein. Auch wird ein verminderter Blutdurchfluss beim Knien vermieden, da
eine Einschnürung im Bereich der Kniekehle 25 durch ein Haltemittel nicht vorkommt.
[0037] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Arbeitsbeinschoners 1. Der Arbeitsbeinschoner
1 weist Führungsrinnen 26 auf, die von einer Austrittsstelle 27 für die hier nicht
dargestellten Haltemittel zu einem Rand 28 des Arbeitsbeinschoners 1 verlaufen. Die
Führungsrinnen 26 werden zum Rand 28 hin tiefer, sodass die Rinne 26 an der Austrittsstelle
27 eine Tiefe 29 von etwa 2 Millimetern aufweist und am Rand 28 eine Tiefe 30 von
etwa 5 Millimetern aufweist.
[0038] Weiterhin sind Versteifungselemente 31 zu erkennen, die ein Knicken des Arbeitsbeinschoners
1 im Bereich des Übergangs zwischen dem ersten Schonerbereiches 2 und des zweiten
Schonerbereiches 3 beispielsweise bei einem Knien auf dem Arbeitsbeinschoner vermindern,
beziehungsweise ein Biegemoment erhöhen.
[0039] Des Weiteren weist der Arbeitsbeinschoner 1 aus Fig. 5 eine rutschhemmende Oberfläche
32 auf, die vorzugsweise etwa 1 Millimeter bis 2 Millimeter erhaben ist. Die rutschhemmende
Oberfläche 32 weist insbesondere eine Struktur auf. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung
vorgesehen, dass die rutschhemmende Oberfläche 32 ein rutschhemmendes Material aufweist.
Auch kann die rutschhemmende Oberfläche 32 als zusätzliches Dämpfungselement oder
Versteifungselement dienen. In einer Ausgestaltung weist die rutschhemmende Oberfläche
32 einen thermoplastischen Kunststoff auf.
[0040] Fig. 6 zeigt den Arbeitsbeinschoner 1 aus Fig. 5 mit angedeuteten Haltemitteln 21,
22. Die Haltemittel 21, 22 sind unlösbar, beziehungsweise nicht zerstörungsfrei lösbar
mit dem Arbeitsbeinschoner 1 verbunden. Weiterhin weisen die Haltemittel 21, 22 auf
einer Au-βenseite des Arbeitsbeinschoners 1 - auf die in Fig. 6 gesehen wird - jeweils
nur zwei Durchtritte 27 auf. Insbesondere weisen die Durchtritte 27 einen Abstand
von weniger als 10 Zentimeter, vorzugsweise weniger als 5 Zentimeter voneinander auf.
[0041] Fig. 7 zeigt die Schnittansicht des Schnittes VII-VII der Fig. 6. Es ist der Verlauf
des Haltemittels 21 im Arbeitsbeinschoner 1 zu erkennen. Das Haltemittel 21 kann eingeschäumt
oder bei einer Thermoverformung des Arbeitsbeinschoner-Grundmaterials, insbesondere
bei der Thermoverformung von Ethylen-Venyl-Acetat eingepresst werden. Auch kann dass
Haltemittel 21 insbesondere lösbar durch den Arbeitsbeinschoner 1 durchgefädelt sein.
[0042] Fig. 8 zeigt die Schnittansicht des Schnittes VIII-VIII der Fig. 6. Es ist zu erkennen,
dass der erste Schonerbereich 2 vom zweiten Schonerbereich 3 abgeknickt ist. Insbesondere
ist vorgesehen, dass der erste Schonerbereich 2 um einen Winkel 33 von etwa 14° abgeknickt
ist. Auch ist zu erkennen, dass der erste Schonerbereich 2 in der Schnittansicht VIII-VIII
zumindest zum Teil einen kurvenförmigen Verlauf beschreibt. Der Abstand 34 des oberen
Randes 35 von einer Geraden 37, auf der die Innenseite 36 des zweiten Schonerbereiches
3 in dieser Schnittansicht liegt, beträgt etwa 10 Millimeter bis etwa 40 Millimeter,
weiterhin bevorzugt etwa 25 bis etwa 30 Millimeter.
[0043] Fig. 9 zeigt eine Ausgestaltung eines Arbeitsbeinschoners 1 mit einem angeschäumten
oder angeklebten Verschleißteil 44 in einer Explosionsansicht. Das Verschleißteil
44 wird auf das Dämpfungselement 4 aufgebracht. Das Verschleißteil 44 ist insbesondere
von dem Dämpfungselement 4 lösbar angebracht, um ein Austauschen des Verschleißteils
44 zu ermöglichen. Vorzugsweise weist das Verschleißteil 44 ein stichfestes Material
auf. Weiterhin bevorzugt ist das Verschleißteil 44 ein Stichschutz.
[0044] Fig. 10 zeigt eine Ausgestaltung eines Stichschutzes 38, der in ein Werkzeug 39 eingebracht
wird. Das Werkzeug wird in einem hier nicht gezeigten Folgeschritt geschlossen und
mit PU-Schaum gefüllt. Abstandshalter 40 halten den Stichschutz 38 weitgehend in der
Mitte, sodass dieser nahezu vollständig umschäumt wird. Im Bereich der Abstandshalter
40 kommt es zu keiner Umschäumung. Der Stichschutz 38 ist somit beim Endprodukt zu
sehen, wodurch ansprechendes Aussehen des Arbeitsbeinschoners 1 erzielt wird. Auch
ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass der nicht umschäumte Teil des Stichschutzes
verblendet wird.
[0045] Fig. 11 zeigt den Schnitt XI-XI eines Arbeitsbeinschoners 1, der in dem Werkzeug
aus Fig. 10 gefertigt wurde. Es ist zu erkennen, dass der Stichschutz 38 von PU-Schaum
41 umgeben ist. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass auch der zweite
Schonerbereich 3 einen Stichschutz 38 aufweist.
[0046] Fig. 12 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Arbeitsbeinschoners 1. Der Arbeitsbeinschoner
1 weist im zweiten Schonerbereich 3 Krallen 42 auf, die beispielsweise ein Abrutschen
verhindern können, wenn ein Benutzer auf einer Kante oder einer Stufe kniet.
[0047] Fig. 13 zeigt eine Schnittansicht des Schnittes XIII-XIII der Fig. 12. Es ist zu
erkennen, dass der erste Schonerbereich 2 zum zweiten Schonerbereich 3 versetzt angeordnet
ist.
[0048] Des Weiteren ist eine Stufe 45 vorgesehen, die einen Übergang vom ersten Schonerbereich
2 zum zweiten Schonerbereich 3 darstellt. Der erste Schonerbereich 2 ist um einen
Abstand 43 von etwa 20 Millimeter bis etwa 1 Zentimeter, vorzugsweise von etwa 20
Millimeter bis etwa 40 Millimeter, besonders bevorzugt etwa 30 Millimeter versetzt.
[0049] Weiterhin sind die Krallen 42 in Fig. 13 zu erkennen, die in dieser Ausgestaltung
einstückig mit dem zweiten Schonerbereich verbunden sind.
1. Arbeitsbeinschoner (1) der zumindest einen ersten Schonerbereich (2), zumindest einen
zweiten Schonerbereich (3) und zumindest ein Haltemittel (21, 22) zur Befestigung
des Arbeitsbeinschoners (1) an einem Bein (23) aufweist, wobei der erste Schonerbereich
(2) zumindest zur Anordnung im Bereich eines Knies ausgestaltet ist und der zweite
Schonerbereich (3) zumindest zur Anordnung im Bereich eines Schienbeins ausgestaltet
ist, wobei zumindest der erste Schonerbereich (2) und der zweite Schonerbereich (3)
einstückig ausgebildet sind und ein im Wesentlichen starres Schild bilden und wobei
das Haltemittel (21, 22) nur am zweiten Schonerbereich (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Längsschnitt des Beinschoners die Innenseite des ersten Schonerbereichs
(2) am oberen Rand (35) einen Abstand (34) von einer Geraden (37) von etwa 10 mm bis
etwa 50 mm aufweist, wobei die Gerade (37) auf zumindest einem Abschnitt einer Innenseite
(36) des zweiten Schonerbereiches (3) angeordnet ist zur Beabstandung des ersten Schonerbereichs
vom Bein.
2. Arbeitsbeinschoner (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Schonerbereich (2, 3) versetzt zueinander angeordnet sind.
3. Arbeitsbeinschoner (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Schonerbereich (2, 3) in einem Winkel (33) zueinander angeordnet
sind.
4. Arbeitsbeinschoner (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und zweiten Schonerbereich (2, 3) eine Stufe angeordnet ist und
das Haltemittel (21, 22) in einem Winkel (α, β) von etwa 5° bis etwa 10° zu der Querachse
(16, 17) des Arbeitsbeinschoners (1) angeordnet ist.
5. Arbeitsbeinschoner (1) nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbeinschoner (1) zumindest eine Führungsrinne (26) aufweist in der das
Haltemittel (21, 22) anordbar ist.
6. Arbeitsbeinschoner nach Anspruch 1-3 dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel in einem Winkel (α, β) zu einer Querachse (16, 17) des Arbeitsbeinschoners
(1) angeordnet ist.
7. Arbeitsbeinschoner (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Haltemittel (21) derart an dem Arbeitsbeinschoner (1) angeordnet ist,
dass das erste Haltemittel (21) in einem oberen Bereich einer Wade (24) anordbar ist
und an dem Arbeitsbeinschoner (1) angeordnet ist, dass das zweite Haltemittel (22)
in einem unteren Bereich der Wade (24) anordbar ist.
8. Arbeitsbeinschoner (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit zumindest zwei
Haltemitteln (21, 22), dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Haltemittel (21) und ein zweites Haltemittel (22) in unterschiedlichen
Winkeln (α, β) zu einer Querachse (16, 17) angeordnet sind.
9. Arbeitsbeinschoner (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbeinschoner (1) zumindest ein Dämpfungselement (4) aufweist.
10. Arbeitsbeinschoner (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (4) zumindest eine Kerbe aufweist, wobei die Breite und/oder
die Tiefe der Kerbe (5) über ihren Verlauf variiert.
11. Verwendung eines Arbeitsbeinschoners (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbeinschoner (1) zum Schutz der Beine bei einer knienden Tätigkeit verwendet
wird.
12. Verfahren zum Schutz von einem Bein (23), wobei ein Arbeitsbeinschoner (1) an dem
Bein (23) befestigt wird, so dass dieses schildartig das Bein (23) schützt, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbeinschoner (1) mittels zumindest eines Haltemittels (21, 22) derart ausschließlich
unterhalb des Knies befestigt wird, dass der Arbeitsbeinschoner im Stehen bei durchgestrecktem
Knie nicht am Knie anstößt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Haltemittel (21, 22) in einem Winkel (α, β) zu einer Querachse (16,
17) des Arbeitsbeinschoners (1) angeordnet wird.
1. Work leg protector (1) which has at least a first protector area (2), at least a second
protector area (3) and at least a holding means (21, 22) for fastening the work leg
protector (1) to a leg (23), wherein the first protector area (2) is configured at
least to the arrangement in the area of a knee and the second protector area (3) is
configured at least to the arrangement in the area of a shin, wherein at least the
first protector area (2) and the second protector area (3) are developed in one piece
and form a substantially rigid shield and wherein the holding means (21, 22) is arranged
only on the second protector area (3), characterised in that in a longitudinal section of the leg protector, the inside of the first protector
area (2) on the upper edge (35) has a gap (34) from a straight line (37) of approximately
10 mm to approximately 50 mm, wherein the straight line (37) on at least a section
of an inside (36) of the second protector area (3) is arranged to form a gap between
the first protector area and the leg.
2. Work leg protector (1) according to claim 1, characterised in that the first and second protector areas (2, 3) are arranged offset to one another.
3. Work leg protector (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first and second protector areas (2, 3) are arranged at an angle (33) to one
another.
4. Work leg protector (1) according to one of the preceding claims, characterised in that a step is arranged between the first and second protector areas (2, 3) and the holding
means (21, 22) is arranged at an angle (α, β) of approximately 5° to approximately
10° to the transverse axis (16, 17) of the work leg protector (1).
5. Work leg protector (1) according to claims 1 - 2, characterised in that the work leg protector (1) has at least a guide groove (26) in which the holding
means (21, 22) can be arranged.
6. Work leg protector (1) according to claims 1 - 3, characterised in that the holding means is arranged at an angle (α, β) to a transverse axis (16, 17) of
the work leg protector (1).
7. Work leg protector (1) according to one of the preceding claims, characterised in that a first holding means (21) is arranged in such a way on the work leg protector (1)
that the first holding means (21) can be arranged in an upper area of a calf (24)
and is arranged in such a way on the work leg protector (1) that the second holding
means (22) can be arranged in a lower area of the calf (24).
8. Work leg protector (1) according to one of the preceding claims with at least two
holding means (21, 22), characterised in that a first holding means (21) and a second holding means (22) are arranged at different
angles (α, β) to a transverse axis (16, 17).
9. Work leg protector (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the work leg protector (1) has at least a damping element (4).
10. Work leg protector (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the damping element (4) has at least a notch wherein the width and/or depth of the
notch (5) varies over its course.
11. Use of a work leg protector (1) according to one of claims 1 to 10, characterised in that the work leg protector (1) is used to protect the legs during a keeling activity.
12. Method for protecting a leg (23), wherein a work leg protector (1) is attached to
the leg (23) so that it protects the leg (23) like a shield, characterised in that the work leg protector (1) is attached by means of at least one holding means (21,
22) in such a way exclusively below the knee that the work leg protector does not
touch the knee when standing with the knee straight.
13. Method according to claim 12, characterised in that at least one holding means (21, 22) is arranged at an angle (α, β) to a transverse
axis (16, 17) of the work leg protector (1).
1. Jambière de travail (1) comportant au moins une première zone protectrice (2), au
moins une deuxième zone protectrice (3) et au moins un élément de maintien (21, 22)
pour fixer la jambière de travail (1) sur une jambe (23), la première zone protectrice
(2) étant conçue au moins pour être disposée dans la zone du genou et la deuxième
zone protectrice (3) étant conçue au moins pour être disposée dans la zone du tibia,
au moins la première zone protectrice (2) et la deuxième zone protectrice (3) étant
réalisées d'un seul tenant et formant sensiblement un bouclier rigide, et le élément
de maintien (21, 22) étant agencé seulement dans la deuxième zone protectrice (3),
caractérisée en ce que, sur une coupe longitudinale de la jambière, la face intérieure de la première zone
protectrice (2) présente au niveau du bord supérieur (35) un écart (34) de 10 mm environ
à 50 mm environ par rapport à une droite (37), ladite droite (37) étant disposée sur
au moins une portion d'une face intérieure (36) de la deuxième zone protectrice (3)
afin d'écarter la première zone protectrice de la jambe.
2. Jambière de travail (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première et la deuxième zone protectrice (2, 3) sont agencées en étant décalées
l'une par rapport à l'autre.
3. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première et la deuxième zone protectrice (2, 3) sont agencées en formant entre
elles un angle (33).
4. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un décrochement est disposé entre la première et la deuxième zone protectrice (2,
3), et le élément de maintien (21, 22) est disposé en formant un angle (α, β) de 5°
environ à 10° environ par rapport à l'axe transversal (16, 17) de la jambière de travail
(1).
5. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisée en ce que la jambière de travail (1) comporte au moins une rainure de guidage (26) dans laquelle
peut être agencé le élément de maintien (21, 22).
6. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le élément de maintien est agencé en formant un angle (α, β) par rapport à un axe
transversal (16, 17) de la jambière de travail (1).
7. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un premier élément de maintien (21) est agencé sur la jambière de travail (1) de telle
sorte que ledit premier élément de maintien (21) peut être agencé dans une partie
supérieure du mollet (24), et est disposé sur la jambière de travail (1) de telle
sorte que le deuxième élément de maintien (22) peut être agencé dans une partie inférieure
du mollet (24).
8. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes comportant
au moins deux éléments de maintien (21, 22), caractérisée en ce qu'un premier élément de maintien (21) et un deuxième élément de maintien (22) sont agencés
en formant par rapport à un axe transversal (16, 17) des angles (α, β) différents.
9. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la jambière de travail (1) comporte au moins un élément d'amortissement (4).
10. Jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que ledit élément d'amortissement (4) comporte au moins une entaille, la largeur et/ou
la profondeur de ladite entaille (5) variant au cours de son tracé.
11. Utilisation d'une jambière de travail (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisée en ce que ladite jambière de travail (1) est utilisée pour protéger les jambes dans une position
de travail à genoux.
12. Procédé pour la protection d'une jambe (23), une jambière de travail (1) étant fixée
à la jambe (23) de manière à protéger la jambe (23) comme un bouclier, caractérisé en ce que la jambière de travail (1) est fixée exclusivement en dessous du genou au moyen d'au
moins un élément de maintien (21, 22), de telle sorte que la jambière de travail ne
vienne pas toucher le genou en position debout lorsque le genou est étiré.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'au moins un élément de maintien (21, 22) est agencé en formant un angle (α, β) par
rapport à un axe transversal (16, 17) de la jambière de travail (1).