[0001] Die Erfindung betrifft eine verlorene Schalung für eine Klebverbindung zur Verbindung
mit einem Bauwerk oder einem Teil eines Bauwerkes gemäss Anspruch 1.
[0002] Bauwerke bzw. Brückenbauwerke oder auch Gebäude bestehen aus den unterschiedlichsten
Materialien, so beispielsweise aus Beton, Natursteinen oder auch Ziegeln. An derartigen
Bauwerken sollen häufig die unterschiedlichsten Gegenstände befestigt werden. Dies
sind beispielsweise Geländer oder Ähnliches. Die Befestigung solcher Teile erfolgt
üblicherweise durch den Einsatz von Dübeln. Die Verdübelung derartiger Elemente zur
Befestigung an einem solchen Bauwerk ist technisch gesehen relativ aufwendig, wenn
man bedenkt, dass häufig eine Vielzahl von Löchern gebohrt werden muss, die der Aufnahme
der entsprechenden Dübel und nachfolgend der entsprechenden Schrauben dienen.
[0003] Bei der Herstellung von Bauwerken und insbesondere von Gebäuden, findet die Klebtechnologie
immer weitere Anwendung. Dies deshalb, weil insbesondere Epoxidharzkleber hochfeste
Klebverbindungen erlauben. Aus der
DE 20 2006 016 523 U1 ist in diesem Zusammenhang eine Dachkonstruktion für ein Gebäude bekannt, bei der
auf den Sparren eine Betonschicht aufgebracht ist, die mittels Schrauben an den Sparren
befestigt ist. Auf der Betonschicht ist eine Isolierschicht aus einzelnen Kunststoffplatten
aufgebracht, die auf der Unterseite der Betonschicht verklebt sein können. Auf der
Oberseite der Isolierschicht sind die Ziegel befestigt.
[0004] Das Dokument
DE 198 29 401 A1 beschreibt eine verlorene Schalung, die durch Bewehrungselemente mit einem Bauwerk
in Verbindung steht.
[0005] Problematisch ist bei der Verwendung von Klebverbindungen, dass die Fläche von Betonbauwerken,
beispielsweise die Stirnseite einer Ortbetondecke, nicht derart ist, dass diese für
eine Klebverbindung geeignet wäre. Dies deshalb, weil sich auf der Stirnseite üblicherweise
immer eine ausgehärtete Zementschlämme befindet, die vor der Anbringung einer Klebverbindung
zunächst entfernt werden muss, beispielsweise durch Sandstrahlen und/oder Schleifen.
Nachteilig ist weiterhin, dass eine solche Betondecke nur eine relativ geringe Oberflächenzugfestigkeit
von etwa 1,5 - 2,5 N/mm
2 aufweist. Das bedeutet, selbst wenn eine Klebverbindung gelingen würde, so würde
diese den gestellten statischen Anforderungen meistens nicht genügen, da bereits bei
geringfügigen Belastungen, beispielsweise der Fuß eines Geländers, aus der Stirnseite
einer solchen Ortbetondecke herausbrechen würde.
[0006] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, eine verlorene Schalung
der eingangs genannten Art bereitzustellen, die als Adapter fungiert und die Möglichkeit
eröffnet, die Grundlage für eine Klebverbindung zu bilden.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Der
Adapter weist für eine Klebverbindung zur Verbindung mit einem Bauwerk oder dem Teil
eines Bauwerkes Bewehrungselemente auf, durch die der Adapter mit dem Bauwerk in Verbindung
steht, wobei der Adapter einen Betonkopf aufweist mit einer Druckfestigkeit von >
150 N/mm
2. Ein solcher hochfester oder ultra hochfester Beton, der auch unter dem Begriff "UHPC"-Beton
bekannt ist, zeigt aufgrund seiner Konstitution eine Oberflächen-zugfestigkeit von
15 bis 25 N/mm
2. Dieser Beton ist beschrieben in der
DE 10 332 491 B4. Ein solcher Adapter, der bereits in der Vorfertigung des Bauteils, insbesondere
beispielsweise einer Ortbetondecke, unmittelbar im Werk direkt mit der Ortbetondecke
über die Anschlussbewehrungen verbunden sein kann, kann unmittelbar die Grundlage
für eine Klebverbindung bilden. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, den Fuß
eines Geländers an der Stirnseite des Betonkopfes des Adapter anzukleben. Zu Bemerken
ist an dieser Stelle, dass die Klebverbindung selbst, die beispielsweise durch ein
Epoxidharzkleber bewirkt wird, im Wesentlichen die gleiche oder gar eine höhere Zugfestigkeit
aufweist, als der Beton des Adapters. Die Anschlussbewehrung kann aus Betonstahl,
Edelstahl oder Faserverbundwerkstoffen herstellt werden. Die Rückseite des Adapters
wird durch Aufrauen oder durch eine profilierte Formgebung so gestaltet, dass die
auftretenden Schubkräfte zwischen Adapter und dem Bauwerk, insbesondere z. B. der
Ortbetondecke, übertragen werden können.
[0008] Insgesamt ist festzuhalten, dass sich bei der erfindungsgemäßen Ausbildung solcher
Gebäudeteile mit einem solchen Adapter der Montageaufwand hinsichtlich der Befestigung
einzelner Bauelemente, gegenüber einer Befestigung mit Dübeln und Schrauben, wesentlich
vermindert. Wesentlich erhöht ist auch die Festigkeit gegenüber einer Klebverbindung
unmittelbar an einem Bauwerk oder dem Teil eines Bauwerkes, ohne einen solchen Adapter
mit einem Kopf aus einem hochfesten Beton, wie er zuvor beschrieben worden ist.
[0009] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Adapter, die Bewehrungselemente zur
Verbindung mit dem eigentlichen Betonbauwerk aufweisen, unmittelbar mit eingegossen
werden bei der Herstellung beispielsweise einer Ortbetondecke. Vor Ort kann dann ohne
weiteren Bearbeitungsaufwand der entsprechende Gegenstand unmittelbar an den Betonkopf
des Adapters angeklebt werden.
[0010] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung beispielhaft näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt schematisch einen Betonbauwerk mit dem erfindungsgemäßen Adapter;
- Fig. 2
- zeigt eine Ansicht auf den Adapter gemäß der Linie II-II aus Fig. 1;
- Fig. 3
- zeigt eine Ansicht gemäß der Linie III-III aus Fig. 2.
[0011] Aus den Figuren ist unmittelbar erkennbar, dass beispielsweise eine Ortbetondecke
1 als Bauwerk oder Teil eines Bauwerkes stirnseitig den Adapter mit dem Betonkopf
10a aufnimmt. Zur Verbindung des Adapters mit der Ortbetondecke dienen Anschlussbewehrungselemente
20, die bei der Herstellung der Ortbetondecke mit eingegossen werden. Insofern fungiert
der Adapter als verlorene Schalung 10, was Kosten spart. Da die stirnseitige Oberfläche
11 des Betonkopfes 10a des Adapters plan ist, kann diese unmittelbar die Grundlage
für eine Klebverbindung, beispielsweise für den Fuß eines Geländers bilden. Der Betonkopf
10a des Adapters ist mit einzelnen Fasern durchzogen, wie dies bereits in der
DE 103 32 491 B4 beschrieben ist. Diese Fasern sind vliesartig in dem Beton verteilt, und sorgen schlussendlich
auch für die hohe Oberflächenzugfestigkeit von 15 - 25 N/m
2. Für die Offenbarung wird in Bezug auf die Ausgestaltung de Betons insofern explizit
auf die
DE 103 32 491 Bezug genommen.
[0012] Wie sich aus den Figuren 2 und 3 ergibt, sind die Adapter in ihrer Größe durchaus
variabel. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, beispielsweise für Ortbetondecken,
solche Adapter in einer bestimmten Länge vorzufertigen wobei seitlich diagonal einander
gegenüberliegend Nasen oder Vorsprünge 12 vorgesehen sind, die zur Verbindung solcher
Adapter untereinander einander überlappen. Im Bereich der einander überlappenden Nasen
12 erfolgt die Verbindung der Adapter untereinander ebenfalls vorzugsweise durch eine
Klebverbindung.
[0013] Wesentlich ist weiterhin , dass zwischen dem Betonkopf 10a des Adapters und der Ortbetondecke
1 eine Profilierung 15 vorgesehen ist, um Schubkräfte in Richtung des Pfeils 17 übertragen
zu können. Die Profilierung 15 ist sowohl an dem Betonkopf 10a als auch an der Ortbetondecke
1 vorgesehen.
1. Verlorene Schalung für eine Klebverbindung zur Verbindung eines Gegenstands mit einem
Bauwerk oder einem Teil eines Bauwerkes, wobei die verlorene Schalung (10) durch ein
oder mehrere Bewehrungselemente (20) mit dem Bauwerk verbindbar ist, wobei die verlorene
Schalung (10) einen Betonkopf mit einer Oberflächenzugfestigkeit von 15 bis 25 N/mm2 aufweist.
2. Verlorene Schalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Betonkopf stirnseitig eine plane Oberfläche (11) aufweist.
3. Verlorene Schalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Betonkopf eine Druckfestigkeit von >150 N/mm2 aufweist.
4. Verlorene Schalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückseite der verlorenen Schalung (10) aufgeraut ist, oder eine Profilierung
aufweist, so dass auftretende Schubkräfte parallel zur Stirnkante des Betonkopfes
(10a) der verlorenen Schalung (10) verlaufend auf das Bauwerk übertragen werden können.
1. A lost shuttering
for an adhesive connection for connecting an object to a structure or part of a structure,
wherein the lost shuttering (10) is connectable to the structure by way of one or
more reinforcement elements (20), wherein the lost shuttering (10) has a concrete
head with a surface tensile strength of 15 to 25 N/mm2.
2. The lost shuttering according to claim 1,
characterized in that
the concrete head has a planar surface (11) on its front side.
3. The lost shuttering according to claim 1,
characterized in that
the concrete head has a compressive strength of >150 N/mm2.
4. The lost shuttering according to claim 1,
characterized in that
the back side of the lost shuttering (10) is roughened or has a profile, so that occurring
shear forces can be transferred to the structure parallel to the front edge of the
concrete head (10a) of the lost shuttering (10).
1. Coffrage perdu
pour une liaison de collage pour lier un objet avec une construction ou une partie
d'une construction, dans lequel le coffrage perdu (10) est agencé pour être couplé
avec la construction par un ou plusieurs éléments d'armature (20), dans lequel le
coffrage perdu (10) comporte une tête en béton ayant une résistance à la traction
de 15 à 25 N/mm2
2. Coffrage perdu selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
la tête en béton comporte une surface plane (11) du côté frontal.
3. Coffrage perdu selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
la tête en béton a une résistance à la compression de plus de 150 N/mm2.
4. Coffrage perdu selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
le coté arrière du coffrage perdu (10) est rendu rugueux, ou présente un profilage,
de sorte que les forces de coulissement qui apparaissent parallèlement par rapport
au rebord frontal de la tête en béton (10a) du coffrage perdu (10) peuvent se transmettre
sur la construction.