[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät mit einem Korpus und einer durch wenigstens
ein Scharnier an den Korpus angelenkten Tür, und mit einem Öffnungsbegrenzungskörper,
der wenigstens zwei Abschnitte aufweist, von denen ein erster Abschnitt in einer öffnungsbegrenzten
Stellung am Korpus gehalten ist und von dem ein zweiter Abschnitt an der Tür festgelegt
ist. Das Haushaltsgerät ist bevorzugt ein Kühl- oder Gefrierschrank.
[0002] Die Türen von Haushaltsgeräten weisen in der Regel nur einen begrenzten Öffnungswinkel
auf. Um zu verhindern, dass die Tür bei kraftvollem Öffnen an der maximalen Öffnungsstellung
anschlägt und dabei beschädigt wird, sollte ein Mechanismus vorhanden sein, welcher
eine öffnungsbegrenzte Stellung der Tür festlegt und verhindert, dass die Tür weiter
geöffnet wird. Derartige Vorrichtungen sollten auch in der Lage sein, die kinetische
Energie der Tür beim Aufschlagen zu absorbieren. Dies wird jedoch von den Öffnungsbegrenzungsvorrichtungen
gemäß Stand der Technik nicht erfüllt.
[0003] Insbesondere auf dem Gebiet der Einbau-Haushaltsgeräte ist es bekannt, Mehrgelenkscharniere
zu verwenden, deren aneinander angelenkte Arme konstruktionsbedingt nur eine begrenzte
Winkelbewegungsfreiheit haben. Derartige Mehrgelenkscharniere sind durch ihren notwendigerweise
komplizierten Aufbau kostspielig, und sie beanspruchen eine beträchtliche Einbautiefe,
deren Bereitstellung insbesondere bei Haushaltsgeräten in Standbauweise problematisch
sein kann.
[0004] Die
WO 2007/031469 A1 offenbart eine Tür für ein Haushaltsgerät mit einem Türblatt und einem Scharnier
zum Anlenken des Türblatts an einen Korpus des Haushaltsgeräts, wobei das Scharnier
einen Scharnierzapfen und eine Scharnierhülse umfasst, die drehbar ineinander greifen
und von denen eines am Türblatt und das andere an einem Tragarm fest ist, der zur
Befestigung an dem Korpus vorgesehen ist. Das Scharnier weist einen Öffnungsbegrenzungskörper
auf, von dem ein erster Abschnitt am Türblatt festgelegt ist und von dem ein zweiter
Abschnitt in einer öffnungsbegrenzten Stellung der Tür an den Tragarm anstößt. Der
Öffnungsbegrenzungskörper umfasst eine Grundplatte, von der der erste und zweite Abschnitt
abstehen. Der Öffnungsbegrenzungskörper der
WO 2007/031469 A1 hat den Nachteil, dass er im Wesentlichen biegesteif ist, so dass die Tür beim Anschlagen
in der öffnungsbegrenzten Stellung sehr hart aufschlägt und dabei beschädigt werden
kann.
[0005] Die
WO 2007/031425 A1, die die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 offenbart, offenbart eine ähnliche
Tür, welche jedoch zwei verschiedene Scharniere aufweist. Die Scharniere setzen jeweils
einer Schwenkbewegung des Türblatts über einen maximalen Öffnungswinkel hinaus ein
Gegendrehmoment entgegen. In einem Winkelbereich unmittelbar vor Erreichen des maximalen
Öffnungswinkels ist das erste Scharnier frei drehbar, und das zweite übt mit zunehmendem
Öffnungswinkel zunehmendes Gegendrehmoment aus. Das zweite Scharnier weist einen elastisch
verformbaren Pufferkörper mit einem Auslegerarm auf, welcher radial zur Schwenkachse
verläuft, und in den ein Bremsabschnitt von der Seite anschlägt, wenn die Tür sich
ihrem maximalen Öffnungswinkel nähert. Die Bauweise des Scharniers mit dem Pufferkörper
ist sehr aufwendig.
[0006] Aus der
US 5 272 789 A ist ein federvorgespanntes Scharnier für Kühlschranktüren bekannt. In einem ersten
Öffnungsbereich ist eine Feder des Scharniers vorgespannt, um die Tür in ihre Schließstellung
vorzuspannen. In einem weiteren Öffnungsbereich bewegt sich die Feder innerhalb eines
Schlitzes, so dass die Tür ohne Vorspannung bewegbar ist, bis ein Ende der Feder an
dem Ende des Schlitzes anschlägt, um so eine weitere Öffnung der Tür dämpfend zu begrenzen.
[0007] Aus der
US 2 955 315 A ist ein Kühlschrank mit einer Tür bekannt, deren Öffnung über öffnungsbegrenzte Scharniere
begrenzt ist. Die Scharniere weisen jeweils einen Drehbolzen mit seitlich wegstehendem
Ende auf. Das seitlich wegstehende Ende schlägt in der öffnungsbegrenzten Stellung
gegen einen Anschlagblock aus stoßabsorbierendem Material an.
[0008] Aus der
EP 0 111 019 A1 ist kein Haushaltsgerät, sondern eine Kühlvorrichtung zur Präsentation von Kühlprodukten
in Supermärkten bekannt. Eine Glastür der Kühlvorrichtung ist in ihrer Schließstellung
vorgespannt. Um zum Beladen der Kühlvorrichtung die Tür offen zu halten, ist ein Offenhaltemechanismus
vorgesehen, der eine Feder aufweist, mittels der die Tür in ihrer weitesten Öffnungsstellung
eingerastet wird. Eine Anschlagplatte der Tür schlägt dabei gegen eine festgelegte
Schlaufe der Feder starr an.
[0009] Aus der
GB 2 410 059 A ist ein Haushaltsgerät in Form eines Kühlschranks bekannt, dessen Tür mit Scharnieren
angelenkt ist, die bei Öffnen der Tür ein ansteigendes Drehmoment entgegen diese Öffnungsbewegung
ausüben. Hierzu ist an der Tür eine Auffahrrampe vorgesehen, auf die ein Teilbereich
eines Haltewinkels des Scharniers gleitend und federelastisch ausweichend auffährt,
um die Bewegung zu bremsen. Es ist weder ein Anschlag noch eine Öffnungsbegrenzung
vorgesehen; der Auffahrblock muss aus verschleißbeständigem Material gefertigt werden.
[0010] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Haushaltsgerät bereitzustellen,
bei dem Korpus und Tür durch ein einfach aufgebautes und dennoch belastbares öffnungsbegrenztes
Scharnier miteinander verbunden sind.
[0011] Die Aufgabe wird durch ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Es ist vorgesehen, dass bei einem gattungsgemäßen Haushaltsgerät der Öffnungsbegrenzungskörper
dazu ausgelegt ist, beim Anschlagen der Tür in der öffnungsbegrenzten Stellung zumindest
einen Teil der kinetischen Energie der Tür in Federenergie des Öffnungsbegrenzungskörpers
umzuwandeln, wobei sich der Öffnungsbegrenzungskörper sichtbar elastisch verformt.
Dadurch wird eine Überbeanspruchung der Tür beim Türanschlag federnd abgefangen und
die dabei auftretenden Kräfte werden reduziert. Der außen sichtbare Bereich der Tür
kann nicht beschädigt werden. Eine sichtbare Verformung bedeutet eine Verformung um
mehr als 0,1mm, vorzugsweise von mehr als 0,3mm, stärker bevorzugt von mehr als 0,5mm
und besonders bevorzugt von 0,8mm bis 2mm.
[0013] Vorzugsweise wird der Öffnungsbegrenzungskörper bei der Aufnahme der Federenergie
auf Biegung belastet. Hierzu weist der Öffnungsbegrenzungskörper erfindungsgemäß zumindest
einen Schenkel auf, welche beim Anschlagen der Tür in der öffnungsbegrenzten Stellung
elastisch federt. Dabei verbiegt sich der Schenkel vorzugsweise elastisch. Zusätzlich
kann der Öffnungsbegrenzungskörper bzw. ein Schenkel desselben bei der Aufnahme der
Federenergie auch auf Torsion oder auf Dehnung belastet werden.
[0014] Vorzugsweise ist der Schenkel durch eine Abwinklung gebildet. Bei der elastischen
Bewegung kann sich der Winkel der Abwinklung ggf. elastisch vergrößern oder verkleinern.
Darüber hinaus kann sich der Schenkel elastisch verbiegen.
[0015] Besonders bevorzugt weist der Öffnungsbegrenzungskörper mindestens zwei federnde
Abschnitte auf, welche beim Anschlagen der Tür in der öffnungsbegrenzten Stellung
die kinetische Energie in Federenergie umwandeln. Hierbei kann es sich um zwei Schenkel
des Öffnungsbegrenzungskörpers handeln, die beim Anschlagen der Tür auf ähnliche oder
verschieden Weise elastisch verbogen werden.
[0016] Die Richtung der Biegebewegung der federnden Abschnitte verläuft bevorzugt zumindest
teilweise radial und/oder parallel zur Schwenkachse. Dadurch unterscheidet sich die
Erfindung von üblichen Öffnungsbegrenzungskörpern, bei denen die Biegebewegung in
der Umfangsrichtung erfolgt, also in der gleichen Richtung wie die Bremskraft beim
Anschlag der Tür. Dadurch kann der Öffnungsbegrenzungskörper sehr einfach gestaltet
werden.
[0017] Der erste Abschnitt des Öffnungsbegrenzungskörpers wird bevorzugt durch die Abwinklung
gebildet, die mit einem federnden Schenkel verbunden ist. Erfindungsgemäß liegt der
federnde Schenkel zumindest im Nahbereich seines Übergangs auf den ersten Abschnitt
an einem Auflager auf und ist an seinem dem ersten Abschnitt gegenüberliegenden Ende
gehalten. Das Auflager ist ein Teil der Tür. Erfindungsgemäß übt der federnde Schenkel
beim Anschlagen der Tür in der öffnungsbegrenzten Stellung eine Kraft auf das Auflager
aus.
[0018] Besonders bevorzugt ist der Schenkel mit dem zweiten Abschnitt verbunden und von
diesem gehalten. Dadurch dient der zweite Abschnitt ggf. als weiteres Auflager.
[0019] Der erste Abschnitt steht freitragend vom Schenkel ab und hintergreift einen am Korpus
festgelegten Abschnitt des Scharniers.
[0020] Der Schenkel liegt zumindest annähernd über seine Länge auf einem Auflager auf. Auf
diese Weise werden ggf. auf das Auflager ausgeübte Kräfte gut verteilt.
[0021] Der erste Abschnitt und der Schenkel können gleich lang oder verschieden lang ausgebildet
sein. Die relative Länge des ersten Abschnitts und des Schenkels bestimmen die Biegemomente,
die auf den Schenkel bzw. auf den ersten Abschnitt wirken. Je länger ein Abschnitt,
desto größer ist der Abstand von der Auflage, und desto größer ist das Biegemoment.
[0022] Vorzugsweise ist der zweite Abschnitt federnd ausgebildet und dient als Befestigungsabschnitt,
mit dem der Öffnungsbegrenzungskörper an der Tür festgelegt ist. Der zweite Abschnitt
übt also bevorzugt eine doppelte Funktion aus: Zum einen dient er als Befestigungsabschnitt,
d.h. durch ihn verläuft ggf. eine Biegeachse. Zum anderen kann er auch selbst federn,
insbesondere ein Biegemoment aufnehmen.
[0023] Der erste Abschnitt des Öffnungsbegrenzungskörpers verläuft erfindungsgemäß im Wesentlichen
parallel zur Schwenkachse - z.B. senkrecht - und der zweite Abschnitt im Wesentlichen
quer zur Schwenkachse - z.B. horizontal. Im Wesentlichen bedeutet hier mit einer Abweichung
von bis zu 20°. Der mittlere Schenkel verläuft dagegen vorzugsweise schräg zur Schenkachse,
z.B. in einem Winkel von 45° bis 85°, vorzugsweise 70° bis 80° zur Schwenkachse.
[0024] In einer Draufsicht entlang der Schwenkachse bilden der erste und der zweite Abschnitt
des Öffnungsbegrenzungskörpers sowie die Schwenkachse bevorzugt ein Dreieck.
[0025] Vorzugsweise ist der Öffnungsbegrenzungskörper aus einem abgewinkelten Federmaterial
mit flachem Querschnitt hergestellt. Er kann z.B. als Stanz-/Biegeteil aus einem Metallblech,
insbesondere Stahlblech hergestellt sein. Dieses hat vorzugsweise eine Dicke von 3-6mm.
Der erste Abschnitt ist in diesem Fall aus Platzgründen vorzugsweise recht schmal
zu gestalten.
[0026] Alternativ kann der Öffnungsbegrenzungskörper aus einem abgewinkelten Federmaterial
mit rundem oder ovalem Querschnitt hergestellt sein, insbesondere aus einem
[0027] Drahtelement. Der Draht hat bevorzugt einen Durchmesser von ca. 3mm bis 5mm, bevorzugt
ca. 4mm. Der Öffnungsbegrenzungskörper ist bevorzugt aus einem hochwertigen Stahl
hergestellt z.B. Chromstahl oder Chrom-Nickelstahl. Die Festigkeit und Stärke des
Materials ist so zu bemessen, dass sich der Öffnungsbegrenzungskörper bei den beim
Anschlagen der Tür auftretenden Kräften elastisch um etwa 0,1 bis 3mm, vorzugsweise
0,2 bis 2mm und stärker bevorzugt von 0,5 bis 1,5mm verformt, insbesondere verbiegt.
[0028] Alternativ ist es auch möglich, den Öffnungsbegrenzungskörper aus einem elastisch
verformbarem Kunststoffmaterial mit runden oder ovalem Querschnitt zu formen.
[0029] Erfindungsgemäß ist der Schenkel beim Anschlagen der Tür an ihrer öffnungsbegrenzten
Stellung von einer als Auflager dienenden Auflagefläche der Tür weggewölbt. Dabei
stützt sich der Schenkel z.B. an einem oder an beiden seiner Enden gegen die Auflagefläche
ab, während der mittlere Abschnitt des Schenkels durchgebogen wird und so kinetische
Energie in Federenergie umwandelt. Die Auflagefläche ist bevorzugt in einem weiter
unten näher beschrieben Verbindungsstück ausgebildet. Erfindungsgemäß ist die Auflagefläche
parallel zu dem Schenkel und somit schräg zur Schwenkachse ausgerichtet.
[0030] Die vom Öffnungsbegrenzungskörper oder dessen Schenkel beim Anschlagen der Tür an
ihrer öffnungsbegrenzten Stellung auf die Tür ausgeübte Kraft ist erfindungsgemäß
zumindest teilweise parallel zur Schwenkachse des Scharniers ausgerichtet. Hierdurch
wird die Kraft vorteilhaft auf einen unteren Bereich der Tür bzw. des Verbindungsstücks
übertragen.
[0031] Der zweite Abschnitt des Öffnungsbegrenzungskörpers ist bevorzugt formschlüssig am
Türblatt festgelegt. Vorzugsweise ist er von einer Mulde formschlüssig umschlossen.
Dies kann dadurch erreicht werden, dass der zweite Abschnitt zu einer Öse gebogen
ist. Zusätzlich kann die Öse von einer Schraube gehalten sein. Eine stoffschlüssige
oder eine reibschlüssige Verbindung oder Kombinationen derselben mit einer formschlüssigen
Verbindung sind ebenfalls denkbar.
[0032] Das Scharnier weist bevorzugt einen Lagerbolzen und eine Lagerhülse auf, die drehbar
ineinander greifen und von denen eines an der Tür und das andere an einem Tragarm
festgelegt ist, der zur Befestigung an dem Korpus vorgesehen ist. Besonders bevorzugt
umfasst das Scharnier ein Scharnierelement, welches einen Montageabschnitt zur Montage
am Korpus des Haushaltsgeräts, einen vom Montageabschnitt abstehenden Tragarm, und
ein am freien Ende des Tragarms angeordnetes Lagerelement aufweist, wobei der Tragarm
in einen zur Rückseite der Tür hin offenen Aufnahmeraum der Tür eingreift. Vorzugsweise
ist der erste Abschnitt des Öffnungsbegrenzungskörpers am Tragarm gehalten, z.B. hintergreift
er den Tragarm.
[0033] Vorzugsweise weist die Tür einen maximalen Öffnungswinkel von 110°-180°, stärker
bevorzugt von 120°-150° und besonders bevorzugt von mehr als 130°, insbesondere von
135°±5° auf.
[0034] Das Scharnierelement ist bevorzugt wie im Folgenden beschrieben ausgebildet:
Bevorzugt sind am freien Ende des Tragarms des Scharnierelements zwei in entgegengesetzte
Richtungen abstehende Lagerzapfen angeordnet. Die beiden Lagerzapfen bilden ein Lagerelement
und ersetzten die eingerollte Hülse des Scharnierelements gemäß dem Stand der Technik.
[0035] Vorzugsweise sind die beiden Lagerzapfen entlang einer gemeinsamen Schwenkachse des
Scharniers ausgerichtet. Die Lagerzapfen definieren also durch ihre Längsrichtung
die Schwenkachse. Beim Anlenken der Tür an das Scharnierelement wird bevorzugt auf
einen der beiden Lagerzapfen ein Lagerbolzen aufgesetzt, der in einem an der Tür festgelegten
Lagerauge gelagert ist.
[0036] Die beiden Lagerzapfen weisen vorzugsweise zumindest im Wesentlichen den gleichen
Querschnitt auf, die z.B. jeweils polyederförmig, rechteckig oder quadratisch mit
innerhalb von ±0,1 bis ±0,5 mm gleich langen Kantenlängen sein können. Insbesondere
sind die beiden Lagerzapfen zumindest im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zu einer
Ebene senkrecht zur Schwenkachse angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass das Scharnierelement
für beide Seiten eingesetzt werden kann, also eine Anlenkung der Tür sowohl auf der
linken als auch auf der rechten Seite des Korpus möglich ist. Hierzu sind die beiden
Lagerzapfen bevorzugt auf einer Linie oder parallel zueinander ausgerichtet und weisen
vorzugsweise die gleiche Länge auf. Besonders bevorzugt ist das gesamte Scharnierelement
im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zu einer Ebene senkrecht zur Schwenkachse.
[0037] Das Scharnierelement ist vorzugsweise aus einem Flachmaterialzuschnitt geformt, insbesondere
aus einem Blechzuschnitt. Besonders bevorzugt ist das Scharnierelement aus einem Stahlblech
hergestellt. Vorzugsweise wird hochfester Stahl verwendet, zum Beispiel Chromstahl
oder Chromnickelstahl. Die Dicke des Flachmaterialzuschnitts beträgt bevorzugt 3mm
bis 7mm, besonders bevorzugt ca. 5±1 mm.
[0038] Das Scharnierelement kann einfach als Stanz-/Biegeteil gefertigt werden, vorzugsweise
durch Stanzen aus einem Stahlblech und anschließendem Biegen. So können Montageabschnitt,
Tragarm und Lagerzapfen einstückig hergestellt werden. Das Scharnierelement kann dadurch
kostengünstig hergestellt werden und weist dennoch eine hohe Festigkeit auf.
[0039] Vorzugsweise weist der Tragarm in einem Schnitt senkrecht zur Schwenkachse eine Krümmung
auf. Dadurch wird eine Ausnehmung gebildet, in die beim Öffnen der Tür eine Seitenwand
eines Aufnahmeraums der Tür eingreift, wodurch ein großer Öffnungswinkel erlaubt wird.
[0040] Die Krümmung des Tragarms ist vorzugsweise derart gestaltet, dass ein noch größerer
Öffnungswinkel ermöglicht wird als bei der
WO 2007/031469 A1. Um dies zu erreichen, ist das Scharnierelement bevorzugt soweit wie möglich an die
Schwenkbewegung der Seitenwand des Aufnahmeraums der Tür angepasst. Insbesondere ist
der Tragarm in einem stumpfen Winkel vom Montageabschnitt abgewinkelt, um - zusammen
mit dem Montageabschnitt - einen Halbkreis zu umspannen, entlang dessen beim Öffnen
der Tür die Seitenwand verschwenkt wird. Bevorzugt sind Montageabschnitt und der an
diesen angrenzende Abschnitt des Tragarms soweit wie möglich an eine Halbkreisform
angepasst. Aus konstruktiven Gründen wird der Montageabschnitt in der Regel gerade
sein, da er am Korpus eines Haushaltsgeräts zu befestigen ist. Der Tragarm steht dann
in einem stumpfen Winkel von vorzugsweise mehr als 100°, stärker bevorzugt mehr als
110° und besonders bevorzugt von ca. 115° ±5° vom Montageabschnitt ab.
[0041] Ferner beschreibt der Tragarm vorzugsweise insgesamt einen Bogen bzw. eine Kurve
von mehr als 90°, vorzugsweise von mehr als 120°, und besonders bevorzugt von 130°
bis 150°. Dies erlaubt, die Lagerzapfen in der Nähe der Schenkachse zu positionieren
und erlaubt einen noch größeren Öffnungswinkel.
[0042] Besonders bevorzugt ist der Krümmungsradius des Tragarms über seine Länge unterschiedlich.
Der Übergang zwischen verschiedenen Krümmungsradien ist vorzugsweise kontinuierlich,
so dass der Tragarm besonders stabil ist. Kontinuierlich veränderliche Krümmungsradien
können in einem Warmbiegeverfahren hergestellt werden. Bevorzugt nimmt der Krümmungsradius
des Tragarms von einem Punkt nahe dem Montageabschnitt bis zu einem bestimmten Punkt
kontinuierlich zu und von dort bis zu einem Punkt nahe dem freien Ende kontinuierlich
ab.
[0043] Vorzugsweise weist der Tragarm einen an den Montageabschnitt angrenzenden ersten
Abschnitt auf, der z.B. im Wesentlichen nicht oder wenig gekrümmt ist, und einen an
den ersten Abschnitt angrenzenden zweiten Abschnitt, wobei der erste Abschnitt und
ein an der zweiten Abschnitt angrenzender Endabschnitt einen spitzen Zwischenwinkel
einschließen. Dieser Zwischenwinkel beträgt weniger als 90°, vorzugsweise weniger
als 60°, und besonders bevorzugt von 30° bis 50°. Der erste Abschnitt weist insgesamt
vorzugsweise eine Biegung von weniger als 10° auf, und der zweite Abschnitt weist
bevorzugt einen maximalen Krümmungsradius von ca. 5 bis 15mm auf.
[0044] Der zweite Abschnitt verbindet den ersten Abschnitt, der sich im Wesentlichen entlang
der Umfangrichtung der Schwenkbewegung erstreckt, mit dem Endabschnitt des Tragarms,
an dessen Ende die Lagerzapfen angeordnet sind und der sich im Wesentlichen radial
zur Schwenkachse erstreckt. Der Endabschnitt weist bevorzugt keine oder nur eine geringe
Krümmung auf, da er soweit wie möglich an die Radialrichtung angepasst ist. Alternativ
kann auch der Endabschnitt eine geringe Biegung von z.B. bis zu 10° aufweisen.
[0045] Durch die Krümmung des Tragarms wird z.B. erreicht, dass der an den zweiten Abschnitt
angrenzender Endabschnitt des Tragarms in einem Schnitt senkrecht zu der Schwenkachse
einen Winkel von mehr als 10°, vorzugsweise mehr als 20° und besonders bevorzugt von
30° bis 40° zum Montageabschnitt aufweist.
[0046] Durch diese Art der Krümmung wird die Form des Tragarms soweit wie möglich an den
kreisförmigen Schwenkweg der Seitenwand des in der Tür angeordneten Aufnahmeraums
angepasst. Dadurch wird einen Öffnungswinkel des Scharniers von mehr als 130°, insbesondere
von bis zu 135° erlaubt, vorzugsweise bis zu 140° und gegebenenfalls sogar bis zu
160° oder 180°.
[0047] In der Richtung der Schwenkachse weist der Tragarm vorzugsweise an seinem freien
Ende eine geringere Höhe auf als der Montageabschnitt. Hierdurch wird der vorhandene
Bauraum optimal genutzt und ausreichend Platz für die in entgegen gesetzte Richtungen
abstehenden Lagerzapfen geschaffen.
[0048] Bevorzugt verjüngt sich der Tragarm vom Montageabschnitt zu seinem freien Ende hin
in der Richtung der Schwenkachse zumindest einseitig. Durch eine allmähliche Verjüngung
werden die auftretenden Kräfte optimal über das Scharnierelement verteilt. Besonders
bevorzugt verjüngt sich der Tragarm vom Montageabschnitt zu seinem freien Ende hin
in der Richtung der Schwenkachse beidseitig. Auf diese Weise ist das Scharnierelement
leicht elastisch, was die Bruchsicherheit des Scharnierelements erhöht, wenn die Tür
starken Belastungen ausgesetzt ist.
[0049] Besonders bevorzugt verjüngt sich der Tragarm in der Richtung der Schwenkachse spiegelsymmetrisch
zu einer Ebene senkrecht zur Schwenkachse vom Montageabschnitt zu seinem freien Ende
hin. Dies führt zu einer hohen Belastbarkeit und erlaubt dazu, das Scharnierelement
sowohl als Rechtsanschlag als auch als Linksanschlag zu nutzen.
[0050] Die Verjüngung ist vorteilhaft nicht konstant über die Länge des Tragarms. Vielmehr
verjüngt sich der Tragarm vorzugsweise über einen ersten Abschnitt, der an den Montageabschnitt
angrenzt, und weist an seinem an das freie Ende angrenzenden Endabschnitt eine konstante
Höhe in Richtung der Schwenkachse auf. Besonders bevorzugt verläuft die Verjüngung
zumindest teilweise ungefähr linear, d.h. bei einem auf einer Ebene ausgebreiteten
Tragarm etwa entlang einer Geraden. Eine exponentiell vom Montageabschnitt zum freien
Ende hin abnehmende Verjüngung ist ebenfalls denkbar.
[0051] Die Lagerzapfen weisen vorzugsweise einen nicht rotationssymmetrischen und insbesondere
rechteckigen oder quadratischen Querschnitt auf. Dadurch wird ermöglicht, jeweils
einen der beiden Lagerzapfen drehfest in einem Lagerbolzen aufzunehmen, der in einem
an der Tür festgelegten Lagerauge gelagert ist. Bevorzugt wird ein Lagerbolzen auf
den nach unten ragenden Lagerzapfen aufgesetzt, insbesondere wenn es sich um ein oberes
Scharnier der Tür handelt.
[0052] Zur Lagerung in dem Lagerauge weist der Lagerbolzen bevorzugt einen kreiszylinderförmigen
Abschnitt auf, an dessen Stirnseite ein Loch bzw. eine Aufnahme für einen Lagerzapfen
angeordnet ist. Die Aufnahme weist bevorzugt die gleiche, nicht rotationssymmetrische
und vorzugsweise rechteckige oder quadratische Querschnittsform auf wie der Lagerzapfen,
sodass der Lagerzapfen drehfest im Lagerbolzen aufgenommen werden kann. Das Loch ist
vorzugsweise ein Durchgangsloch.
[0053] Darüber hinaus weist der Lagerbolzen neben der Aufnahme bevorzugt einen durchgehenden
Kabelkanal auf, welcher insbesondere parallel zur Schwenkachse verläuft. Dadurch können
auf elegante Weise Kabel vom Korpus in die Tür geführt werden. Dies ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn sich in der Tür eine Steuerungselektronik befindet, z.B. ein Anzeige-Bedienmodul.
[0054] Der Lagerbolzen ist vorzugsweise aus Kunststoff spritzgeformt. Besonders bevorzugt
besteht er aus einem gut gleitenden Kunststoff wie zum Beispiel POM (Polyoxymethylen).
[0055] Vorzugsweise weist die Tür eine Außenwand und eine Innenwand auf, zwischen denen
ein mit isolierendem Schaummaterial ausgefüllter Hohlraum vorhanden ist. An dem oberen
und/oder unteren Querrand der Außen- und Innenwand ist bevorzugt ein Verbindungsstück
bzw. eine Türabschlussleiste angeordnet, welches Außen- und Innenwand vorzugsweise
miteinander verbindet und den Hohlraum abschließt. Das Verbindungsstück besteht bevorzugt
aus Kunststoff, z.B. ABS und ist vorzugsweise als Spritzgussteil ausgebildet.
[0056] Der zum Korpus gewandet Aufnahmeraum zur Aufnahme des Tragarms des Scharnierelements
ist bevorzugt in dem Verbindungsstück angeordnet. Ferner ist die Auflage vorzugsweise
an dem Verbindungsstück angeordnet, z.B. in einer Bodenwandung des Aufnahmeraums.
Der Aufnahmeraum ist darüber hinaus bevorzugt von einer Seitenwand begrenzt. In dieser
Seitenwand ist vorzugsweise eine Freimachung zur zumindest teilweisen Aufnahme des
Öffnungsbegrenzungskörpers angeordnet. Insbesondere erstreckt sich der erste Abschnitt
des Öffnungsbegrenzungsköpers in die Freimachung, die bevorzugt durch eine Ausbauchung
in der Seitenwand gebildet ist. Die Seitenwand wird bevorzugt durch das Verbindungsstück
gebildet. In geöffneter Stellung der Tür greift die Seitenwand in die durch die Krümmung
des Tragarms gebildete Ausnehmung ein, wodurch ein besonders großer Öffnungswinkel
erreicht wird.
[0057] In der Ruhestellung des Öffnungsbegrenzungskörpers ist der erste Abschnitt bevorzugt
durch einen Spalt von der Seitenwand des Verbindungsstücks beabstandet. Dieser wird
vorzugsweise zumindest teilweise durch die Freimachung geschaffen und dient dazu,
Raum für eine elastische Verformung des ersten Abschnitts zu schaffen.
[0058] Bevorzugt ist ferner das Lagerauge in das Verbindungsstück eingelassen, insbesondere
wird es durch eine am Verbindungsstück geformte Lagerbuchse gebildet.
[0059] Die Tür ist bevorzugt an zwei Scharnieren am Korpus angelenkt, wobei der erfindungsgemäße
Öffnungsbegrenzungskörper nur bei einem Scharnier, insbesondere dem oberen Scharnier,
oder an beiden Scharnieren verwendet werden kann.
[0060] Das Haushaltsgerät ist bevorzugt ein Kältegerät, insbesondere ein Kühl- oder Gefrierschrank
oder eine Kühl-Gefrierkombination in Standbauweise.
[0061] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht eines Kältegeräts, an dem die vorliegende
Erfindung verwirklicht ist, mit geschlossener Tür;
- Fig. 2
- eine schematische perspektivische Ansicht des Kältegeräts der Fig. 1 mit offener Tür;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Scharnierelements, an dem die vorliegende Erfindung
verwirklicht ist;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch das Scharnierelement der Fig. 3, jedoch in gespiegelter Ansicht;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts der oberen vorderen Ecke des Korpus
eines Kältegeräts, an dem das Scharnierelement der Fig. 3 befestigt ist;
- Fig. 6
- eine ähnliche Ansicht wie Fig. 5 mit aufgesetztem Lagerbolzen;
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch den Lagerbolzen entlang der Linie VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht auf die rechte obere Ecke der Tür von der Innenseite,
mit Blick auf den Aufnahmeraum, wobei der obere Rand der Tür zu Klarheitszwecken abgeschnitten
ist;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht der rechten oberen Ecke des Korpus mit angelenkter Tür;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht ähnlich derjenigen der Fig. 9, wobei die obere Abdeckleiste
der Tür abgenommen ist, und wobei um das Scharnierelement Verkleidungen angeordnet
sind;
- Fig. 11
- einen Querschnitt durch eine rechte obere Ecke des Kältegeräts bei geöffneter Tür;
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch eine rechte obere Ecke des Kältegeräts bei geschlossener Tür;
- Fig. 13
- einen Längschnitt durch einen Öffnungsbegrenzungskörper und das darunter liegende
Verbindungsstück;
- Fig. 14
- eine schematische Seitenansicht des Öffnungsbegrenzungskörpers der Fig. 13.
[0062] Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel für ein Haushaltsgerät, bei dem die Erfindung
verwirklicht ist, einen Kühlschrank 1 in Standbauweise mit einem Korpus 4 und einer
Tür 2, die an dem Korpus 4 um eine Achse 3 schwenkbar angelenkt ist. Die Achse 3 verläuft
durch die Tür 2 parallel zu einer in Fig. 1 vom Betrachter abgewandten Seitenfläche
des Korpus 4.
[0063] Die Tür 2 umfasst eine Außenwand 5, die an den Seiten nach innen umgebogen ist und
vorteilhaft aus Blech, insbesondere Metallblech, geformt ist. Der dadurch gebildete
Hohlraum in der Tür wird zum Kühlschrankinneren hin durch die Innenwand 6 begrenzt,
siehe Fig. 2, welche vorteilhaft aus Kunststoff geformt ist. Der zwischen Außenwand
5 und Innenwand 6 gebildete Hohlraum ist mit isolierendem Schaummaterial ausgefüllt.
[0064] Außen- und Innenwand sind am oberen Querrand der Tür durch ein Verbindungsstück 7
miteinander verbunden, welches gleichzeitig den Hohlraum in der Tür nach oben abschließt.
Nach unten ist der Hohlraum ebenfalls durch ein (nicht dargestelltes) unteres Verbindungsstück
begrenzt. Dieses kann gleich oder anders ausgebildet sein wie das obere Verbindungsstück
7. Im Verbindungsstück 7 sind auf beiden Seiten Aufnahmeräume 8 vorgesehen. Um die
Aufnahmeräume 8 nach oben zu verdecken, wird auf das Verbindungsstück 7 eine in den
Fig. 1 und 2 nicht dargestellte Abdeckleiste aufgesetzt. Die Tür ist vorzugsweise
um eine Längsachse spiegelsymmetrisch, so dass sie an beiden Seiten an den Korpus
angelenkt werden kann.
[0065] Fig. 2 zeigt den Kühlschrank der Fig. 1 bei geöffneter Tür. Dadurch sind beide Aufnahmeräume
8 deutlich zu erkennen. Auf der Seite der Schwenkachse 3 ragt in den dort angeordneten
Aufnahmeraum 8 der Tragarm eines Scharnierelementes 10, welches am oberen Abschnitt
9 des der Tür 2 zugewandten vorderen Rahmens des Korpus 4 befestigt ist. Vorzugsweise
sind am oberen Abschnitt 9 ferner Anzeige- und/oder Bedienelemente für den Kühlschrank
angeordnet.
[0066] Aus den Fig. 1 und 2 ist ferner zu erkennen, dass die Außenwand 5 in Richtung der
Schwenkachse 3 länger ist als die Innenwand 6, sodass das Verbindungsstück 7 zur Sichtseite
hin ganz oder teilweise von der Außenwand 5 verdeckt ist. Dadurch weist die Tür 2
nach außen eine einheitliche, durch die Außenwand 5 gebildete Außenfläche auf, was
einen ansprechenden ästhetischen Eindruck bewirkt.
[0067] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des in Fig. 2 erkennbaren Scharnierelements
10. Das Scharnierelement 10 ist aus einem hochkant orientierten Streifen Grobblech
geformt und weist einen Montageabschnitt 11 zur Befestigung am Korpus 4 des Haushaltsgeräts
1 und einen vom Montageabschnitt 11 abstehenden Tragarm 12 auf, an dessen Ende zwei
identische nach oben bzw. unten abstehende Lagerzapfen 16a, 16b angeordnet sind. Im
Montageabschnitt 11 sind zwei Bohrungen 17 zu erkennen, die vorgesehen sind, um (nicht
dargestellte) Schrauben aufzunehmen, mit denen das Scharnierelement 10 am Korpus 4
des Haushaltsgerätes 1 befestigt wird.
[0068] Die Schwenkachse 3 verläuft in der Längsrichtung der beiden Lagerzapfen 16a und 16b.
Die Höhe B des Scharnierelements 10 im Bereich der beiden Lagerzapfen 16a und 16b
ist geringfügig größer als die Höhe des Montageabschnitts 11 in der Richtung der Schwenkachse
3. Vorteilhaft beträgt die Höhe B der beiden Lagerzapfen 16a und 16b 20mm bis 40mm,
besonders bevorzugt 30mm bis 35 mm. Der Tragarm 12 verjüngt sich vom Montageabschnitt
11 bis hin zu seinem freien Ende, von dem die beiden Lagerzapfen 16a und 16b abstehen.
Dadurch wird gewährleistet, dass das Scharnierelement 10 den oberen Abschnitt 9 des
vorderen Rahmens des Korpus 4 nicht überragt, der nur etwa 40 bis 60mm hoch sein soll,
um den Nutzraum des Kühlschranks nicht unnötig zu verkleinern. Würde der Tragarm 12
wie im Stand der Technik eine konstante Höhe aufweisen, müssten die Lagerzapfen 16a
und 16b zusammengenommen eine erheblich größere Höhe aufweisen.
[0069] Das Scharnierelement 10 ist in einer Ebene senkrecht zu der durch die Lagerzapfen
16a, 16b definierten Schwenkachse spiegelsymmetrisch. Auf diese Weise kann das Scharnierelement
10 sowohl für einen Linksanschlag als auch für einen Rechtanschlag genutzt werden.
[0070] Fig. 4 zeigt das Scharnierelement 10 der Fig. 3 im Querschnitt und in spiegelverkehrter
Darstellung zu derjenigen der Fig. 3. Das Scharnierelement 10 weist über seine Länge
eine konstante Dicke d auf, welche ca. 5 mm beträgt. Anhand der Fig. 4 soll nun der
bevorzugte Krümmungsverlauf des Tragarms 12 erläutert werden.
[0071] Der am Korpus 4 festgelegte Montageabschnitt 11 ist im Wesentlichen gerade entlang
einer Linie L
1. Vom Montageabschnitt 11 ist ein erster Abschnitt 13 des Tragarms 12 in einem stumpfen
Winkel β abgewinkelt, welcher etwa 105° ± 5° beträgt. Der erste Abschnitt 13 verläuft
zunächst im Wesentlichen gerade entlang der Linie L
2 und geht dann in einen gekrümmten zweiten Abschnitt 14 über. Der gekrümmte zweite
Abschnitt 14 geht wiederum in einen geraden Endabschnitt 15 über, der entlang der
Linie L
3 verläuft .Der Abschnitt 14 weist eine starke Krümmung auf, so dass der erste Abschnitt
13 und der Endabschnitt 15 einen Zwischenwinkel γ von weniger als 80°, im gezeigten
Beispiel von 40° ± 5° einschließen. Je kleiner der Zwischenwinkel γ, desto größer
ist der erreichbare Öffnungswinkel der Tür 2.
[0072] Durch die Krümmung des zweiten Abschnitts 14 ist der Endabschnitt 15, an dessen freien
Ende die Lagerzapfen 16 angeordnet sind, um einen Winkel α zum Montageabschnitt 11
hin geneigt. Der Neigungswinkel α beträgt mehr als 10°, vorzugsweise mehr als 20°
und besonders bevorzugt mehr als 30°, im gezeigten Beispiel etwa 32°.
[0073] Durch die beschriebene Krümmung des Tragarms 12 wird eine Ausnehmung 18 gebildet,
in die beim Öffnen der Tür die Seitenwand des Aufnahmeraums 8 hineinschwenkt, und
zwar entlang der gepunkteten Linie P, die soeben nicht den Montageabschnitt 11 berührt.
[0074] Fig. 5 zeigt nochmals eine perspektivische Ansicht des Scharnierelementes 10, welches
nunmehr an der rechten oberen Ecke des vorderen Rahmens des Korpus 4 eines Haushaltsgeräts
angebracht ist. Hierzu sind im oberen Abschnitt 9 des vorderen Rahmens Gewindelöcher
für die die Bohrungen 17 durchlaufenden Schrauben vorgesehen. Fig. 5 zeigt einen rechten
Anschlag der Tür, sodass der Tragarm 12 nach rechts gebogen ist.
[0075] In Fig. 5 ist erkennbar, dass der Tragarm 12 sich vom Montageabschnitt 11 zu seinem
freien Ende hin verjüngt, und zwar auf eine zu einer Ebene senkrecht zur Schwenkachse
spiegelsymmetrische Weise. Die Verjüngung ist am stärksten im ersten Abschnitt 13,
setzt sich dann im zweiten Abschnitt 14 fort, während der Endabschnitt 15 sich nur
noch geringfügig verjüngt oder gar eine konstante Höhe aufweist. Die Verjüngung im
ersten und zwischen Abschnitt verläuft ungefähr linear, d.h. bei einem auf einer Ebene
ausgebreiteten Tragarm 12 etwa entlang einer Geraden, bis zum Übergang zum Endabschnitt
15. Eine exponentiell vom Montageabschnitt 11 zum Endabschnitt 15 abnehmende Verjüngung
ist ebenfalls denkbar.
[0076] Fig. 6 zeigt eine zur Fig. 5 vergleichbare Darstellung, bei der nun auf den unteren
Lagerzapfen 16b ein Lagerbolzen 20 aufgesetzt ist. Ein Querschnitt des Lagerbolzens
20 entlang der Linie VII ist in Fig. 7 gezeigt. Der Lagerbolzen 20 weist einen unteren
Abschnitt mit kreiszylinderförmiger Außenfläche auf, welcher zur Lagerung in einem
an der Tür festgelegten Lagerauge vorgesehen ist. Nach oben steht auf einer Seite
ein schalenartiger Abschnitt 19 ab, welcher als Kabelkanal und als Verkleidung für
den Endabschnitt des Scharnierelements 10 dient.
[0077] Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist im Lagerbolzen 20 ein im Querschnitt viereckiges
Loch 22 vorgesehen, welche den Lagerzapfen 16b spielfrei aufnimmt. Angrenzend an das
Loch 22 ist ein parallel zur Schwenkachse verlaufender Kabelkanal 21 mit ovalem oder
beliebigem Querschnitt angeordnet, der zur Führung von Kabeln vom Korpus 4 in die
Tür 2 vorgesehen ist. Vorzugsweise sind der Kabelkanal 21 und das Loch 22 durchgehend.
Der Lagerbolzen 20 ist als Spritzgussteil aus einem Kunststoff mit geringem Reibungskoeffizienten
wie beispielsweise Polyoxymethylen (POM) hergestellt.
[0078] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht in den Aufnahmeraum 8 in der rechten oberen
Ecke der Tür 2, vom Korpus 4 aus gesehen. Der obere Abschnitt einschließlich der Abdeckleiste
der Tür 2 ist zu Zwecken der besseren Sichtbarkeit abgeschnitten. Nach unten ist die
Innenwand 6 erkennbar, an deren äußeren Rändern eine Magnetdichtung 29 angeordnet
ist. Oberhalb der Innenwand 6 schließt sich das Verbindungsstück 7 an. Dahinter ist
die Außenwand 5 angeordnet, die zur Seite hin zu einem Außenwand-Seitenabschnitt 25
umgebogen ist. Zusammen mit einem Seitenwandabschnitt 51 des Verbindungsstücks 7 bildet
der Außenwand-Seitenabschnitt 25 somit die Seitenwand 28 des Aufnahmeraums 8 in der
Tür 2.
[0079] Der Aufnahmeraum 8 weist ferner eine Bodenwand 37 und eine Wandung 38 zur Sichtseite
der Tür auf, in die eine Tasche 39 eingelassen ist. Im Bereich der Tasche 39 verläuft
die Wandung 39 parallel zu und sehr nahe oder anliegend an der Außenwand 5.
[0080] Im Verbindungsstück 7 ist ferner das Lagerauge 24 durch Ausformung einer Lagerhülse
23 gebildet, in der der Lagerbolzen 20 (in Fig. 8 nicht dargestellt) aufgenommen ist.
[0081] Schließlich ist in Fig. 8 ein Öffnungsbegrenzungskörper 30 zu sehen, der durch ein
Drahtelement gebildet ist, welches einen ungefähr parallel zur Schwenkachse verlaufenden
ersten Abschnitt 32 aufweist. Dieser erste Abschnitt 32 hintergreift den Tragarm 12
und definiert dadurch eine öffnungsbegrenzte Stellung der Tür. Am anderen Ende des
Öffnungsbegrenzungskörpers 30 ist ein zweiter Abschnitt 34 ist zu einer Öse gekrümmt
und in einer Mulde 35 im Boden 37 des Verbindungsstücks 7 aufgenommen. Dadurch ist
er formschlüssig an der Tür festgelegt. In der Mitte der Öse ist der zweite Abschnitt
34 zusätzlich durch eine Schraube 31 befestigt. Ein mittlerer Schenkel 33 des Öffnungsbegrenzungskörpers
30 verläuft entlang einer gegenüber der Schwenkachse 3 schräg ausgerichteten Auflagefläche
36, die ebenfalls im Boden 37 des Verbindungsstücks 7 ausgeformt ist.
[0082] Fig. 9 zeigt wie Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der oberen rechten Ecke des
Kühlschranks 1, mit angelenkter Tür. Im Gegensatz zur Fig. 6 ist der untere Abschnitt
des Lagerbolzens 20 in der Lagerhülse 23 des Lagerauges 24 schwenkbar aufgenommen.
Dabei hintergreift der erste Abschnitt 32 des Öffnungsbegrenzungskörpers 30 den Tragarm
12 und ist daher in Fig. 9 verdeckt. Nach oben ist der Aufnahmeraum 8 durch eine Abdeckleiste
43 abgedeckt.
[0083] Ferner zeigt Fig. 9 ein Kabelbündel 45, welches durch den Kabelkanal 21 im Lagerbolzen
20 in den Hohlraum der Tür 2 geführt ist.
[0084] Fig. 10 zeigt ebenfalls eine perspektivische Ansicht der rechten oberen Ecke des
Kühlschranks mit angelenkter Tür, jedoch ohne Kabelbündel 45 und mit abgenommener
Abdeckleiste 43. Ferner sind in Fig. 10 die Verkleidungen des Scharnierelementes dargestellt,
welche durch Kunststoffelemente 40, 41 und 42 gebildet werden.
[0085] Darüber hinaus ist in Fig. 10 der untere Abschnitt der Lagerhülse 23 zu erkennen,
der in den zwischen Außenwand 5 und Innenwand 6 gebildeten Hohlraum hineinragt und
durch den Kabel in die Tür 2 geführt werden können.
[0086] Fig. 11 und 12 zeigen Querschnitte senkrecht zur Schwenkachse durch das Scharnierelement
10 mit daran angelenkter Tür bei geöffneter Tür (Fig. 11) und geschlossener Tür (Fig.
12). Die Schwenkachse 3 verläuft jeweils durch die Achse des Lagerbolzens 20.
[0087] Im den Schnittdarstellungen sind der nach oben abstehende Abschnitt 19 des Lagerbolzens
20, ein geschnittenes Kabelbündel 45 und eine Schraube 26 erkennbar, mit der der Montageabschnitt
11 an dem Korpus eines Haushaltsgeräts (nicht dargestellt) befestigt ist. Eventuelle
Verkleidungen des Scharnierelements sind zu Zwecken der Klarheit nicht dargestellt.
Der Öffnungsbegrenzungskörper 30 ist von oben erkennbar, ebenso wie die Mulde 35,
in der dessen zweiter Abschnitt 34 festgelegt ist.
[0088] Wie aus Fig. 11 ersichtlich ist, greift der erste Abschnitt 32 des Öffnungsbegrenzungskörpers
30 hinter den Tragarm 12 und schlägt dort in der öffnungsbegrenzten Stellung der Tür
im Bereich zwischen dem zweiten Abschnitt 14 und dem Endabschnitt 15 des Tragarms
12 an. In dieser weit geöffneten Stellung schwenkt die Seitenwand 28 des Aufnahmeraums
8 in die durch die Krümmung gebildete Ausnehmung des Tragarms 12 hinein. Die Abschnitte
13, 14 und 15 des Tragarms 12 sind derart gekrümmt, dass die Seitenwand 28 beim Öffnen
der Tür nicht am Tragarm 12 anstößt, obgleich sie entlang der gepunkteten Linie P
einen Bogen von bis zu 135° beschreibt. Um einen besonders großen Öffnungswinkel zu
ermöglichen, ist der erste Abschnitt 32 des Öffnungsbegrenzungskörpers 30 ferner in
einer Freimachung 52 in der Seitenwand 28 angeordnet, so dass er auch bei großem Öffnungswinkel
den Tragarm 12 hintergreift.
[0089] Bei der in Fig. 12 dargestellten geschlossenen Stellung der Tür ragt der gekrümmte
Abschnitt 14 des Tragarms 12 in die Tasche 39 hinein, welche in der Wandung 38 des
Verbindungsstücks 7 gebildet ist. Durch die Tasche 39 ist es möglich, den ersten Abschnitt
13 besonders lang und die Krümmung des zweiten Abschnitts 14 besonders stark auszubilden,
was einen besonders großen Öffnungswinkel der Tür ermöglicht.
[0090] Anhand der Figuren 13 und 14 soll nun die elastische Bewegung des Öffnungsbegrenzungskörpers
näher erläutert werden.
[0091] Fig. 13 zeigt einen Schnitt durch das Verbindungsstück 7, auf dem der Öffnungsbegrenzungskörper
30 aufliegt. Der Schenkel 33 ist dabei gegen die schräge Auflagefläche 36 abgestützt,
während der erste Abschnitt an der Biegung 46 nach oben abgewinkelt ist. Der zweite
Abschnitt 34 ist an der Biegung 48 vom Schenkel 33 abgewinkelt und durch die Schraube
31 am Verbindungsstück 7 und somit an der Tür befestigt.
[0092] Die gleichen Teile sind stark schematisiert auch in Fig. 14 in Seitenansicht wiedergegeben,
wobei die Abschnitte 32, 33 und der Schenkel 34 des Öffnungsbegrenzungskörpers 30
hier lediglich als Striche dargestellt sind. Die durchgezogenen Linien stellen den
Öffnungsbegrenzungskörper 30 in der Ruheposition dar. Die gestrichelten Linien stellen
die Form des Öffnungsbegrenzungskörpers 30 in einem Zustand dar, bei dem die Tür in
ihrer öffnungsbegrenzten Stellung anschlägt. Dann wird durch den Tragarm 12 eine Kraft
F
1 auf den ersten Abschnitt 32 ausgeübt. Die so übertragene kinetische Energie wird
in zwei Federstrecken aufgenommen, die in den Figuren 13 und 14 mit R
1 und R
2 bezeichnet sind.
[0093] Je nachdem, an welchem Abstand von der Biegung 46 die Kraft F
1 an dem ersten Abschnitt 32 angreift, kann der erste Abschnitt 32 in die Richtung
R
1 federn, wobei er sich in diese Richtung verbiegt. Da der erste Abschnitt 32 relativ
kurz ist (ca. 5 bis 10mm), wird er sich nur relativ geringfügig verbiegen. Darüber
hinaus kann sich ggf. auch der Krümmungsradius an der Biegung 46 elastisch vergrößern.
Die maximale Auslenkung des ersten Abschnitts 32 in der Richtung R
1 beträgt ca. 0,3 bis 1mm. Um ausreichend Platz für diese Auslenkung zu schaffen, ist
der obere Abschnitt 32 von dem Seitenwandabschnitt 51 durch einen Spalt getrennt.
Der Spalt weist eine Breite e von ca. 0,5 bis 2mm, vorzugsweise ca. 1±0,2mm auf.
[0094] Zum anderen wölbt sich der Schenkel 33 - und ggf. auch der zweite Abschnitt 34 -
nach oben in der mit R
2 bezeichneten Richtung. Dabei stützt sich der Schenkel 33 im Bereich der Biegung 46
an der Auflagefläche 36 ab, so dass eine Kraft auf die Auflagefläche 36 wirkt, siehe
Pfeil F
2. Darüber hinaus wirkt ggf. auch eine Zugkraft auf den zweiten Abschnitt 34, der auf
die die Öse umschließende Mulde abgeleitet wird. Auf Grund der relativ großen Länge
des Schenkels 33 (ca. 20-30mm) wird er sich sichtbar wölben, und zwar z.B. etwa um
etwa 0,2 bis 2mm in der Richtung R
2. Dabei biegen sich der Schenkel und ggf. auch der zweite Abschnitt 34 und nehmen
dadurch Federenergie auf. Ferner kann auch der Krümmungsradius an der Biegung 48 und
damit der Krümmungswinkel bei 48 elastisch vergrößert werden, wie in Fig. 14 zu erkennen.
[0095] Die Federbewegungen R
1 und R
2 sind in Fig. 14 möglicherweise übertrieben dargestellt. Die beim Anschlag der Tür
auftretenden Kräfte werden auf die darunter liegende schräge Auflagefläche 36 (Kraft
F
2) und die die Öse umschließende Mulde abgeleitet. Auf diese Weise werden die Kräfte
ausreichend gut verteilt, um eine Beschädigung des Verbindungsstücks 7 zu vermeiden.
[0096] Die Erfindung schafft somit einen elastischen Türstopper, welcher die beim Türanschlag
auftretenden Kräfte federnd aufnimmt und somit eine Überbeanspruchung verhindert.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0097]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Tür
- 3
- Schwenkachse
- 4
- Korpus des Haushaltsgeräts
- 5
- Außenwand der Tür
- 6
- Innenwand der Tür
- 7
- Verbindungsstück
- 8
- Aufnahmeraum im Verbindungsstück
- 9
- Oberer Abschnitt des vorderen Rahmens des Korpus
- 10
- Scharnierelement
- 11
- Montageabschnitt
- 12
- Tragarm
- 13
- Erster Abschnitt des Tragarms
- 14
- Zweiter Abschnitt des Tragarms
- 15
- Endabschnitt des Tragarms
- 16, 16a, 16b
- Lagerzapfen
- 17
- Montagelöcher
- 18
- Durch Krümmung gebildete Ausnehmung im Tragarm 12
- 19
- Oberer Abschnitt des Lagerbolzens
- 20
- Lagerbolzen
- 21
- Kabelkanal
- 22
- Loch für Lagerzapfen
- 23
- Lagerbuchse
- 24
- Lagerauge
- 25
- Außenwand-Seitenabschnitt
- 26
- Schraube
- 28
- Seitenwand des Aufnahmeraums 8
- 29
- Magnetdichtung
- 30
- Öffnungsbegrenzungskörper
- 31
- Schraube
- 32
- Erster Abschnitt des Öffnungsbegrenzungskörpers 30
- 33
- Mittlerer Schenkel des Öffnungsbegrenzungskörpers 30
- 34
- Zweiter Abschnitt des Öffnungsbegrenzungskörpers 30
- 35
- Mulde im Verbindungsstück 7
- 36
- Schräge Auflagefläche
- 37
- Boden des Aufnahmeraums 8
- 38
- Frontwandung des Aufnahmeraums 8
- 39
- Tasche in der Rückwand 38
- 40
- Verkleidung des Tragarms
- 41
- Verkleidung des Lagerbolzens
- 42
- Verkleidung des Montageabschnitts
- 43
- Obere Abdeckleiste des Verbindungsstücks 7
- 45
- Kabelbündel
- 51
- Seitenwandabschnitt des Verbindungsstücks 7
- 52
- Freimachung in der Seitenwand 28
1. Haushaltsgerät (1) mit einem Korpus (4) und einer durch wenigstens ein Scharnier an
dem Korpus (4) angelenkten Tür (2), und mit einem Öffnungsbegrenzungskörper (30),
der wenigstens zwei Abschnitte (32, 34) aufweist, von denen ein erster Abschnitt (32)
in einer öffnungsbegrenzten Stellung der Tür (2) am Korpus (4) gehalten ist und von
denen ein zweiter Abschnitt (34) an der Tür (2) festgelegt ist,
wobei der Öffnungsbegrenzungskörper (30) dazu ausgelegt ist, beim Anschlagen der Tür
(2) in der öffnungsbegrenzten Stellung zumindest einen Teil der kinetischen Energie
der Tür (2) in Federenergie des Öffnungsbegrenzungskörpers (30) umzuwandeln, wobei
sich der Öffnungsbegrenzungskörper (30) sichtbar elastisch verformt,
wobei der Öffnungsbegrenzungskörper (30) zumindest einen Schenkel (33) aufweist, welcher
beim Anschlagen der Tür (2) in der öffnungsbegrenzten Stellung elastisch federt,
wobei der erste Abschnitt (32) freitragend vom Schenkel (33) absteht und einen am
Korpus festgelegten Abschnitt des Scharniers hintergreift,
wobei der federnde Schenkel (33) zumindest im Nahbereich seines Übergangs in den ersten
Abschnitt (32) an einem Auflager aufliegt, um beim Anschlagen der Tür an ihrer öffnungsbegrenzten
Stellung eine zumindest teilweise parallel zur Schwenkachse des Scharniers ausgerichtete
Kraft auf die Tür (2) zu übertragen, und an seinem dem ersten Abschnitt (32) gegenüberliegenden
Ende gehalten ist, wobei der erste Abschnitt (32) des Öffnungsbegrenzungskörpers (30)
im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse (3) und der zweite Abschnitt (34) im Wesentlichen
quer zur Schwenkachse (3) verläuft, wobei der Schenkel (33) zumindest annähernd über
seine Länge auf dem Auflager aufliegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schenkel (33) beim Anschlagen der Tür (2) an ihrer öffnungsbegrenzten Stellung
von einer als Auflager dienenden Auflagefläche (36) der Tür (2) weggewölbt ist, wobei
die Auflagefläche (36) schräg zur Schwenkachse (3) ausgerichtet ist.
2. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsbegrenzungskörper (30) bei der Aufnahme der Federenergie auf Biegung
belastet wird und/oder dass der Schenkel (33) durch eine Abwinklung gebildet ist.
3. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (32) des Öffnungsbegrenzungskörpers (30) durch die Abwinklung
gebildet ist, die mit dem federnden Schenkel (33) verbunden ist.
4. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsbegrenzungskörper (30) mindestens zwei federnde Abschnitte (32, 33) aufweist,
welche beim Anschlagen der Tür (2) in der öffnungsbegrenzten Stellung die kinetische
Energie in Federenergie umwandeln, vorzugsweise derart, dass die Richtung der Biegebewegung
(R1, R2) der federnden Abschnitte (32, 33) zumindest teilweise radial und/oder parallel zur
Schwenkachse (3) verläuft.
5. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schenkel (33) mit dem zweiten Abschnitt (34) verbunden und von diesem gehalten
ist.
6. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (32) und der Schenkel (33) verschieden lang oder gleich lang
ausgebildet sind.
7. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (34) federnd ausgebildet ist und als Befestigungsabschnitt dient.
8. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Abschnitt (32, 34) des Öffnungsbegrenzungskörpers (30) sowie
die Schwenkachse (3) in einer Draufsicht entlang der Schwenkachse (3) ein Dreieck
bilden.
9. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsbegrenzungskörper (30) aus einem abgewinkelten Federmaterial mit flachem
Querschnitt oder mit rundem oder ovalem Querschnitt hergestellt ist oder aus elastisch
verformbarem Kunststoffmaterial mit runden oder ovalem Querschnitt geformt ist.
10. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eines, mehrere oder alle der folgenden Merkmale a) bis e):
a) dass der zweite Abschnitt (32) des Öffnungsbegrenzungskörpers (30) formschlüssig
an der Tür (2) festgelegt ist;
b) dass das Scharnier einen Lagerbolzen und eine Lagerhülse umfasst, die drehbar ineinander
greifen und von denen eines an der Tür (2) und das andere an einem Tragarm (12) festgelegt
ist, der zur Befestigung an dem Korpus (4) vorgesehen ist, wobei der erste Abschnitt
(32) in einer öffnungsbegrenzten Stellung der Tür (2) am Tragarm (12) gehalten ist;
c) dass das Scharnier ein Scharnierelement (10) umfasst, welches einen Montageabschnitt
(11) zur Montage am Korpus (4) des Haushaltsgeräts, einen vom Montageabschnitt (11)
abstehenden Tragarm (12), und ein am freien Ende des Tragarms angeordnetes Lagerelement
(16a, 16b) aufweist, wobei der Tragarm (12) in einen zur Rückseite der Tür (2) hin
offenen Aufnahmeraum (8) der Tür (2) eingreift;
d) dass die Tür (2) einen maximalen Öffnungswinkel von mehr als 130° aufweist; und/oder
e) dass das Haushaltsgerät (1) ein Kältegerät, insbesondere ein Kühlschrank, ist.
1. Household appliance (1) with a body (4) and a door (2) hinged onto the body (4) by
at least one hinge, and with a body limiting the opening (30), having at least two
sections (32, 34), of which a first section (32) is held in an opening-limited position
of the door (2) on the body (4) and of which a second section (34) is attached to
the door (2),
wherein the body limiting the opening (30) is designed, when the door (2) strikes
the stop in the limited-opening position, to convert at least a part of the kinetic
energy of the door (2) into spring energy of the body limiting the opening (30), wherein
the body limiting the opening (30) visibly elastically deforms,
wherein the body limiting the opening (30) has at least one arm (32) which, when the
door (2) strikes the stop, flexes elastically in the limited-opening position,
wherein the first section (32) projects from the arm (33) as a cantilever and engages
behind a section of the hinge defined on the body,
wherein the flexible arm (33), at least close to its transition into the first section
(32), rests on a support, in order to transmit a force aligned at least partly parallel
to the pivot axis of the hinge to the door (2) when the door (2) strikes the stop
in its limited-opening position, and is held at its end lying opposite the first section
(32), wherein the first section (32) of the body limiting the opening (30) runs substantially
in parallel to the pivot axis (3) and the second section (34) runs substantially at
a right angle to the pivot axis (3), wherein the arm (33) rests at least approximately
over its length on the support, characterised in that the arm (33), when the door (2) strikes the stop in its limited-opening position,
is curved away by a support surface (36) of the door (2) acting as a support, wherein
the support surface (36) is aligned at an angle to the pivot axis (3).
2. Household appliance (1) according to claim 1, characterised in that the body limiting the opening (30), on accepting the spring energy, is stressed into
bending and/or the arm (33) is formed by an angled element.
3. Household appliance (1) according to claim 2, characterised in that the first section (32) of the body limiting the opening (30) is formed by the angled
element which is connected to a flexible arm (33).
4. Household appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the body limiting the opening (30) features at least two sprung sections (32, 33)
which, when the door (2) strikes the stop in the limited-opening position, convert
the kinetic energy into spring energy, preferably such that the direction of the bending
movement (R1, R2) of the sprung sections (32, 33) runs at least partly radially and/or in parallel
to the pivot axis (3).
5. Household appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the arm (33) is connected to the second section (34) and is held by the latter.
6. Household appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first section (32) and the arm (33) are embodied as different lengths or equal
in length.
7. Household appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the second section (34) is embodied flexible and serves as an attachment section.
8. Household appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the first section and the second section (32, 34) of the body limiting the opening
(30) as well as the pivot axis (3) form a triangle when viewed from above along the
pivot axis (3).
9. Household appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the body limiting the opening (30) is made of an angled spring material with a flat
cross section or with a round or oval cross section or is made of an elastically-deformable
plastic material with a round or oval cross section.
10. Household appliance (1) according to one of the preceding claims,
characterised by one, a plurality or all of the following features a) to e):
a) the second section (32) of the body limiting the opening (30) is attached by a
form fit to the door (2);
b) the hinge comprises a journal and a journal sleeve, which engage rotatably in one
another and of which one is fixed to the door (2) and the other to a carrier arm (12)
which are intended for attachment to the body (4), with the first section (32) being
held in a limited-opening position of the door (2) on the carrier arm (12);
c) the hinge comprises a hinge element (10) which features a mounting section (11)
for mounting on the body (4) of the household appliance, a carrier arm (12) projecting
from the mounting section (11) and a bearing element (16a, 16b) arranged at the free
end of the carrier arm, with the carrier arm (12) engaging into a receiving space
(8) of the door (2) open towards the rear side of the door (2);
d) the door (2) has a maximum angle of opening of more than 130°; and/or
e) the household appliance (1) is a refrigeration device, especially a refrigerator.
1. Appareil ménager (1) comprenant un corps (4) et une porte (2) articulée sur le corps
(4) au moyen d'au moins une charnière, et comprenant un corps de limitation d'ouverture
(30) qui présente au moins deux sections (32, 34) dont une première section (32) est
maintenue sur le corps (4) dans une position de la porte (2) à ouverture limitée et
dont une deuxième section (34) est fixée sur la porte (2),
le corps de limitation d'ouverture (30) étant conçu pour convertir au moins une partie
de l'énergie cinétique de la porte (2) en énergie élastique du corps de limitation
d'ouverture (30) lors de la butée de la porte (2) dans la position à ouverture limitée,
le corps de limitation d'ouverture (30) se déformant de manière élastique visible,
le corps de délimitation d'ouverture (30) présentant au moins une branche (33) qui,
lors de la butée de la porte (2) dans la position à ouverture limitée, amortit de
manière élastique,
la première section (32) faisant saillie de la branche (33) en porte-à-faux et ayant
prise par l'arrière sur une section de la charnière, fixée sur le corps,
la branche (33) élastique reposant sur un support au moins dans la partie proche de
sa transition en la première section (32) afin, lors de la butée de la porte sur sa
position à ouverture limitée, de transmettre sur la porte (2) une force orientée au
moins en partie parallèlement à l'axe de pivotement (3) de la charnière, et étant
maintenue sur son extrémité opposée à la première section (32),
la première section (32) du corps de limitation d'ouverture (30) s'étendant essentiellement
parallèlement à l'axe de pivotement (3) et la deuxième section (34) s'étendant essentiellement
transversalement à l'axe de pivotement (3), la branche (33) reposant sur le support
au moins approximativement sur sa longueur, caractérisé en ce que la branche (33), lors de la butée de la porte (2) sur sa position à ouverture limitée,
est bombée de manière détournée d'une surface d'appui (36) de la porte (2), servant
de support, la surface d'appui (36) étant orientée de manière oblique par rapport
à l'axe de pivotement.
2. Appareil ménager (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de limitation d'ouverture (30) est soumis à une flexion lors de la réception
de l'énergie élastique et/ou en ce que la branche (33) est formée par un coude.
3. Appareil ménager (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la première section (32) du corps de limitation d'ouverture (30) est formée par le
coude qui est relié à la branche (33) élastique.
4. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de limitation d'ouverture (30) présente au moins deux sections élastiques
(32, 33) qui convertissent l'énergie cinétique en énergie élastique lors de la butée
de la porte (2) dans la position à ouverture limitée, de préférence de manière à ce
que la direction du mouvement de flexion (R1, R2) des sections élastiques (32, 33) s'étende au moins en partie radialement et/ou parallèlement
à l'axe de pivotement (3).
5. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la branche (33) est reliée à la deuxième section (34) et est maintenue par celle-ci.
6. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première section (32) et la branche (33) sont réalisées de différente longueur
ou de même longueur.
7. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième section (34) est réalisée de manière élastique et sert de section de
fixation.
8. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première et la deuxième sections (32, 34) du corps de limitation d'ouverture (30)
ainsi que l'axe de pivotement (3) forment un triangle dans une vue de dessus le long
de l'axe de pivotement (3).
9. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de limitation d'ouverture (30) est fabriqué dans une matière élastique coudée
ayant une section plate ou une section ronde ou ovale ou est formé à partir de matière
plastique élastiquement déformable ayant une section ronde ou ovale.
10. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par une, plusieurs ou toutes les caractéristique suivantes a) à e) :
a) en ce que la deuxième section (32) du corps de limitation d'ouverture (30) est
fixée sur la porte (2) par adhérence de forme ;
b) en ce que la charnière comprend un tourillon de palier et une douille de palier
qui ont prise l'un dans l'autre par rotation et dont un est fixé sur la porte (2)
et l'autre sur un bras de support (12) qui est ménagé sur le corps (4) pour la fixation,
la première section (32) étant maintenue sur le bras de support (12) dans une position
de la porte (2) à ouverture limitée,
c) en ce que la charnière présente un élément de charnière (10) qui présente une section
de montage (11) pour le montage sur le corps (4) de l'appareil ménager, un bras de
support (12) faisant saillie de la section de montage (11) et un élément de palier
(16a, 16b) disposé sur l'extrémité libre du bras de support (12), le bras de support
(12) ayant prise dans un espace de logement (8) de la porte (2), ouvert vers le côté
arrière de la porte (2) ;
d) en ce que la porte (2) présente un angle d'ouverture maximal de plus de 130° ;
et/ou
e) en ce que l'appareil ménager (1) est un appareil frigorifique, notamment un réfrigérateur.