[0001] Die Erfindung betrifft einen feuerfesten keramischen Gasspülstein. Ein solcher Gasspülstein
wird üblicherweise in der Wand oder im Boden eines metallurgischen Behandlungsgefäßes
eingebaut und dabei häufig in einen so genannten Lochstein (Englisch: well nozzle)
eingesetzt. Der Gasspülstein dient zur Einbringung von Gas in eine Metallschmelze.
[0002] Eine Übersicht über verschiedene Ausbildungen derartiger Gasspülsteine gibt die Radex-Rundschan
1987, 288. Daraus ergibt sich, dass es zwei grundsätzliche Typen von Gasspüleinrichtungen
beziehungsweise zwei grundsätzliche Arten gibt, Gas durch eine Gasspüleinrichtung
zu transportieren. Dies ist zum einen die Ausbildung eines Gasspülsteins oder eines
Teils eines Gasspülsteins mit so genannter gerichteter Porosität und zum anderen mit
so genannter ungerichteter Porosität.
[0003] Abschnitte mit ungerichteter Porosität sind ähnlich wie ein Schwamm gestaltet. Die
Gasströmung erfolgt über miteinander verbundene Poren und Porenkanäle innerhalb des
entsprechenden Abschnitts, und zwar ohne definierte Strömungsrichtung. Um dennoch
eine Gasströmung von einem gaseinlassseitigen Ende zu einem gasauslassseitigen Ende
zu erreichen sind solche Abschnitte mit ungerichteter Porosität umfangsseitig abgedichtet,
beilspielsweise durch einen weitestgehend dichten keramischen Teil oder eine Blechummantelung.
[0004] Von gerichteter Porosität spricht man dann, wenn die Gasströmung entlang definierter,
diskreter Kanäle oder Schlitze mit gezielter Strömungsrichtung geführt wird. Die Gaskanäle
verlaufen dabei meist in einem weitestgehend dichten keramischen Matrixmaterial. Im
Rahmen der Erfindung können die Gaskanäle einen beliebigen. Querschnitt senkrecht
zur Kanalachse aufweisen, beispielsweise rund, oval, rechteckig oder dreieckig. Die
Breite eines Kanals, senkrecht zur Kanalachse, beträgt üblicherweise <2mm, kann bei
einem erfindungsgemäßen Gasspülelement aber auch darüber liegen, insbesondere, wenn
der Gaskanal am gasaustrittsseitigen Ende in einen Abschnitt mit ungerichteter Porosität
einmündet.
[0005] Bei einer Gaszuführung über einen Abschnitt mit ungerichteter Porosität lässt sich
nur ein geringer Gasdruck aufbauen. Viele kleine Gasblasen werden in die Metallschmelze
abgegeben. Insbesondere zum Zwecke der Reinigung eines Stahlbades ist diese Spültechnik
vorteilhaft. Im Fall einer Metallschmelzeinfiltration in einen Abschnitt mit ungerichteter
Porosität ist es jedoch schwierig, den Spülabschnitt anschließend wieder in Betrieb
zu nehmen. In jedem Fall ist hierzu ein erheblicher Gasdruck notwendig, der im Ergebnis
dazu führt, dass die infiltrierte Zone abgesprengt werden kann. Dadurch wird der Verschleiß
des Gasspülsteins drastisch erhöht. Abschnitte mit gerichteter Porosität (Gaskanälen)
weisen insoweit Vorteile auf. Durch die Gaskanäle kann das Gas mit deutlich höherem
Druck geführt werden. Im Fall einer Metallschmelzeinfiltration lassen sich die Gaskanäle
(gerichtete Porosität) leicht freispülen. Auf Grund des hohen Gasdrucks kann das Gas
tief in die Metallschmelze hinein transportiert werden. Dabei lassen sich gezielte
Strömungsprofile in der Metallschmelze ausbilden.
[0006] Aus der
DE 199 54 918 A1 ist es bekannt, beide Spülarten zu kombinieren, wobei im Grenzflächenbereich eines
Abschnittes mit ungerichteter Porosität mindestens ein schlitzförmiger Gaskanal ausgebildet
wird. Der Gaskanal kann bei mehreckigem Querschnitt mit einer beliebigen Seite gegen
den Abschnitt mit ungerichteter Porosität anschließen.
[0007] Eine Kombination beider Spülarten ergibt sich auch aus der
DE 37 16 388 C1. Dabei ist der Gasspülstein in mehrere Abschnitte unterteilt, wobei beispielsweise
ein Abschnitt mit gerichteter und ein Abschnitt mit ungerichteter Porosität ausgebildet
sein kann.
[0008] Die Abschnitte können einzeln oder in beliebigen Kombinationen getrennt oder gleichzeitig
mit Gas beaufschlagt werden. Die Gasspüleinrichtung gemäß
EP 1 513 633 B1 entspricht funktional der gemäß
DE 37 16 388 C1.
[0009] Die vorgenannten Kombinationsspüler (teilweise mit gerichteter, teilweise mit ungerichteter
Porosität) bieten verschiedene Vorteile. Die genannten Nachteile jedes einzelnen Spülsystems
bleiben jedoch bestehen.
[0010] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, einen Gasspülstein anzubieten,
der diese Nachteile vermeidet. Beispielsweise soll der Gasspülstein weniger in Hinblick
auf eine Infiltration der Metallschmelze gefährdet sein.
[0011] Grundgedanke der Erfindung ist es, analog zum Gegenstand der
DE 199 54 918 A1, der
DE 37 16 388 C1 und
EP 1 513 633 B1 einen feuerfesten keramischen Gasspülstein bereitzustellen, der
- mindestens einen Abschnitt mit ungerichteter Porosität aufweist, der sich von einem
gaszuführseitigen Ende bis zu einer gasauslassseitigen Stirnfläche des Gasspülsteins
erstreckt, ferner
- mindestens einen Abschnitt mit gerichteter Porosität aufweist, in dem mindestens ein
Gaskanal ausgebildet ist, der sich von einem gaszuführseitigen Ende des Gasspülsteins
in Richtung auf die gasauslassseitige Stirnfläche des Gasspülsteins erstreckt, sowie
- mindestens einen Verbindungskanal umfasst, der mindestens einen Gaskanal des Abschnitts
mit gerichteter Porosität mit dem Abschnitt mit ungerichteter Porosität strömungstechnisch
verbindet.
[0012] Mit anderen Worten: Während im Stand der Technik Abschnitte mit ungerichteter Porosität
getrennt von Abschnitten gerichteter Porosität innerhalb eines Gasspülsteins ausgebildet
wurden schafft die erfindungsgemäße Lösung von Anspruch 1 innerhalb des keramischen
Materials des Spülers eine strömungstechnische Verbindung zwischen diesen unterschiedlichen
Spülabschnitten.
[0013] Die Gaszuführung kann wie folgt sein:
- Der Abschnitt mit ungerichteter Porosität wird getrennt von dem Abschnitt mit gerichteter
Porosität mit Gas versorgt. In diesem Fall erfolgt eine zusätzliche mittelbare Gaszuführung
in den Abschnitt mit ungerichteter Porosität aus dem Abschnitt mit gerichteter Porosität
über die Verbindungskanäle.
- Der Abschnitt mit ungerichteter Porosität und der Abschnitt mit gerichteter Porosität
können über eine gemeinsame Gasquelle mit Gas versorgt werden, beispielsweise dann,
wenn beide an eine gemeinsame Gasverteilkammer angeschlossen sind. Auch in diesem
Fall gilt aber, dass der gegen Metallschmelzeinfiltration gefährdete Abschnitt mit
ungerichteter Porosität eine zusätzliche Gaszuführung über die Gaskanäle des Abschnitts
mit gerichteter Porosität und den oder die Verbindungskanäle erhält.
[0014] Auf diese Weise kann der Gasdruck im Abschnitt mit ungerichteter Porosität erhöht
werden und zwar insgesamt (über die gesamte Umfangsfläche) oder gezielt an bestimmten
Abschnitten. So ist es möglich, die Verbindungskanäle so auszubilden, dass sie kurz
vor der gasauslassseitigen Stirnfläche des Gasspülsteins in den Abschnitt mit ungerichteter
Porosität einmünden, um insbesondere in diesem Abschnitt die Geschwindigkeit der Gasströmung
aus dem Abschnitt mit ungerichteter Porosität zu erhöhen und damit die Gefahr einer
Metallschmelzeinfiltration zu reduzieren. Außerdem wird es erleichtert, Verstopfungen
am gasauslassseitigen Ende des Abschnittes mit ungerichteter Porosität frei zu spülen.
[0015] Der oder die Verbindungskanäle können im Übrigen an unterschiedlichen Stellen (in
Axialrichtung des Gasspülsteins, an beliebigen Stellen des Querschnitts des Gasspülsteins)
ausgebildet werden.
[0016] Bei einer Ausführungsform, bei der Abschnitte mit ungerichteter Porosität konzentrisch
zu Abschnitten mit gerichteter Porosität angeordnet sind ist es möglich, mehrere Verbindungskanäle
rotationssymmetrisch anzuordnen, und zwar auch in unterschiedlichen Höhen (in Richtung
der Gasströmung betrachtet). Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele zeigen mögliche
Konstruktionsformen.
[0017] Der Abschnitt mit gerichteter Porosität kann, wie ausgeführt, ein oder mehrere Gaskanäle
aufweisen. Im Fall eines einzelnen Gaskanals kann dieser Gaskanal, in einem Schnitt,
senkrecht zur Mittenlängsachse des Gasspülsteins, beispielsweise eine Ring- oder Sternform
aufweisen (während der Gaskanal, in Strömungsrichtung des Gases betrachtet, im Wesentlichen
die äußere Form eines Zylinders oder Kegelstumpfes aufweist). Man spricht dann von
einem Fugenspüler, wobei hier in der Fuge Feststoffbrücken vorhanden sind, die das
Feuerfestmaterial auf beiden Seiten der Fuge abschnittweise verbinden. Die Breite
der Fuge ist meist < 2mm oder <1mm.
[0018] Von diesem zylinder- oder kegelstumpfartigen Gaskanal können sich ein oder mehrere
Verbindungskanäle zum Abschnitt mit ungerichteter Porosität erstrecken, und zwar unregelmäßig
oder regelmäßig (symmetrisch) in Bezug auf den Abschnitt mit ungerichteter Porosität
beziehungsweise den Abschnitt mit gerichteter Porosität.
[0019] Die gerichtete Porosität kann auch durch ein netzartiges Porenkanalsystem gebildet
werden. Werden mehrere Netzstrukturen im Sinne gerichteter Poren im Abschnitt mit
gerichteter Porosität vorgesehen, können diese über zugehörige Verbindungskanäle bis
zum Abschnitt mit ungerichteter Porosität weitergeführt werden. Auch die Verbindungskanäle
können eine Netzstruktur haben. Dies gilt für einzelne oder mehrere Gaskanäle und/oder
Verbindungskanäle.
[0020] Wenn der Abschnitt mit gerichteter Porosität mehrere, im Abstand zueinander verlaufende
Gaskanäle aufweist werden regelmäßig mehrere Verbindungskanäle vorgesehen, die jeweils
einen Gaskanal mit dem Abschnitt mit ungerichteter Porosität strömungstechnisch verbinden.
Nach einer Ausführungsform ist eine Anschlussstelle des Verbindungskanals an einen
Gaskanal weiter entfernt von der gasauslassseitigen Stirnfläche des Gasspülsteins
als eine Anschlussstelle des Verbindungskanals an den Abschnitt mit ungerichteter
Porosität. Dies hat den Zweck, eine stetige Gasströmung (Gasrichtung) innerhalb des
Gasspülsteins in Richtung auf das gasauslassseitige Ende sicher zu stellen, und damit
eine konstante und gezielte Gasströmung.
[0021] Der oder die Gaskanäle des Abschnittes mit gerichteter Porosität können aber müssen
nicht in der gasauslassseitigen Stirnfläche des Gasspülsteins enden. Zumindest ein
Gaskanal kann auch kurz vor der Stirnfläche des Gasspülsteins in den Abschnitt mit
ungerichteter Porosität einmünden, so dass das Gas hier umgelenkt wird. Der Verbindungskanal
schließt dabei an den eigentlichen Gaskanal an.
[0022] Die Abschnitte mit ungerichteter Porosität beziehungsweise gerichteter Porosität
können unmittelbar aneinander liegen. Zwischen den Gaskanälen des Abschnittes mit
gerichteter Porosität und den Poren des Abschnittes mit ungerichteter Porosität besteht
gleichwohl ein Abstand, der erfindungsgemäß an einer oder mehreren Stellen über Verbindungskanäle
überbrückt werden kann.
[0023] Im Anschlussbereich von den Verbindungskanälen zum Abschnitt mit ungerichteter Porosität
können Gasverteilräume ausgebildet werden, entweder als Hohlräume oder in Form von
labyrinthartigen Kammern, die eine strömungstechnische Durchlässigkeit für das Gas
erlauben. Demnach können solche Kammern/Räume ebenfalls ein kanalartiges Netzsystem
aufweisen. Die Kammern/Räume verlaufen im Oberflächenbereich des Abschnitts mit ungerichteter
Porosität, umlaufend oder als diskrete Abschnitte.
[0024] Es ist aber auch möglich, zwischen den genannten Abschnitten mit gerichteter und
ungerichteter Porosität weitere Abschnitte gleicher, ähnlicher oder anderer Bauart
vorzusehen. So ist es möglich, zwischen den Abschnitten Metallbleche vorzusehen, wobei
der Verbindungskanal durch dieses Blech hindurchgeführt ist. Ebenso können zwischen
den unterschiedlichen Abschnitten dichte keramische Abschnitte vorgesehen werden.
Auch hier gilt, dass der Verbindungskanal durch diesen Abschnitt hindurchgeführt werden
muss, um seine Aufgabe erfüllen zu können.
[0025] Die Zuordnung der Abschnitte kann symmetrisch oder unsymmetrisch erfolgen. Nach einer
Ausführungsform ist vorgesehen, im wesentlichen senkrecht zur Richtung der Gasströmung
mindestens einen Abschnitt mit ungerichteter Porosität vorzusehen und diesen Abschnitt
von mindestens einem Abschnitt mit gerichteter Porosität radial nach Außen zu begrenzen.
Dabei kann der Abschnitt mit ungerichteter Porosität wie ein Zylinder gestaltet sein,
während der Abschnitt mit gerichteter Porosität die Form eines Rohres hat, in dessen
Wand die Gaskanäle verlaufen wobei von mindestens einem Gaskanal mindestens ein Verbindungskanal
wegführt.
[0026] Diese Ausführungsform ermöglicht es, den blasenartigen Gasaustritt aus dem Abschnitt
mit ungerichteter Porosität innerhalb der Gasströmung auszubilden, die düsenartig
über die Gaskanäle des Abschnittes gerichteter Porosität erfolgt.
[0027] Weiters können einzelne Gaskanäle des Abschnitts mit gerichteter Porosität strömungstechnisch
verbunden sein, beispielsweise über einen oder mehrere weitere Kanäle. Dabei kann
eine netzartige Kanalstruktur entstehen.
[0028] Die Zuordnung der Abschnitte kann auch genau umgekehrt sein, dass heißt mindestens
ein Abschnitt mit ungerichteter Porosität wird radial (bezogen auf die Längsachse
des Gasspülelements) nach Innen von mindestens einem Abschnitt mit gerichteter Porosität
begrenzt.
[0029] Die verschiedenen Abschnitte können auch nebeneinander liegen.
[0030] Die Gaskanäle können so geführt werden, dass sie von ihrem gasanschlussseitigen Ende
abgewinkelt oder gekrümmt bis zum Abschnitt mit ungerichteter Porosität führen. Der
Teil, der an den Abschnitt mit ungerichteter Porosität führt, bildet dann den oder
die Verbindungskanäle.
[0031] Weitere Merkmale der Erfindung sind den Merkmalen der Unteransprüche sowie den sonstigen
Beschreibungsunterlagen zu entnehmen. Die Erfindung wird nachstehend anhand verschiedener
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Beispiele enthalten auch allgemein gültige
Merkmale, und zwar sowohl einzeln als auch in verschiedenen Kombinationen. Dabei zeigen,
jeweils in schematisierter Darstellung:
- Figur 1a:
- einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform eines Gasspülsteins,
- Figur 1b:
- Eine Aufsicht auf den Schnitt B-B gemäß Figur 1a,
- Figur 2a:
- Einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Gasspülsteins,
- Figur 2b:
- Eine Aufsicht auf den Schnitt B-B gemäß Figur 2a,
- Figur 3a:
- Einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Gasspülsteins,
- Figur 3b:
- Eine Aufsicht auf den Schnitt B-B gemäß Figur 3a,
- Figur 4:
- Einen Längsschnitt durch eine vierte Ausführungsform eines Gasspülsteins.
- Figur 5a:
- einen Längsschnitt durch eine fünfte Ausführungsform eines Gasspülsteins
- Figur 5b:
- einen gegenüber Figur 5a um 90 Grad versetzten Längsschnitt
- Figur 5c:
- eine Aufsicht auf den Gasspülstein nach Figuren 5a,5b
- Figur 6:
- einen Längsschnitt durch einen Gasspülstein in verschiedenen weiteren Ausführungsformen.
[0032] In den Figuren sind gleiche oder gleich wirkende Bauteile mit gleichen Bezugsziffern
dargestellt. Dabei werden nur die für die Erfindung relevanten Merkmale näher erläutert.
Im Übrigen sind dem Fachmann Herstellungs- und Konstruktionsdetails aus dem Stand
der Technik bekannt, auf den insoweit Bezug genommen wird.
[0033] Figur 1 zeigt eine kegelstumpfartigen Gasspülstein mit einer Mittenlängsachse L-L
der wie folgt aufgebaut ist:
[0034] Konzentrisch zur Mittenlängsachse L-L verläuft ein zylinderförmiger (säulenartiger)
Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität von einer Stirnseite 14 (Gasauslassseite
des Gasspülsteins) in Richtung auf eine untere Stirnfläche 16 des Gasspülsteins. Der
Abschnitt 12 steht mit seinem gaszuführseitigen Ende auf einem Abschnitt 18 auf, der
ebenfalls mit ungerichteter Porosität ausgebildet ist und eine Durchbruchsicherung
gegenüber Metallschmelzeinfiltration bei einem entsprechenden Verschleiß des Spülers
bildet. Der Abschnitt 18 könnte auch entfallen oder der Abschnitt 12 bis zur unteren
Stirnfläche 16 durchgehend verlaufen.
[0035] Um die Abschnitte 12, 18 herum besteht der Gasspülstein aus weitestgehend dichtem
keramischem Material, in dem eine in der Aufsicht nach Figur 1b sternförmig ausgebildete
ca. 1 mm breite Fuge zu erkennen ist, die die Stirnseiten 14, 16 miteinander verbindet
und einen Gaskanal 20 bildet, der in Richtung der Mittenlängsachse L verläuft, so
dass der im Wesentlichen gasdichte Abschnitt mit dem Gaskanal 20 einen Abschnitt 22
mit gerichteter Porosität darstellt.
[0036] Unterhalb der Stirnfläche 16 ist eine Gasverteilkammer 24 zu erkennen, die sich über
den gesamten Bereich der Stirnfläche 16 erstreckt. In die Gasverteilkammer 24 mündet
eine Gaszuführleitung 26. Dies ist Stand der Technik und wird hier nicht näher erläutert.
[0037] Die Gaszuführung erfolgt entsprechend über die Gaszuführleitung 26, die Gasverteilkammer
24 in den Abschnitt 18 und von dort in den Abschnitt 12 beziehungsweise über die Gasverteilkammer
24 direkt in den Gaskanal 20. Das Gas entweicht perlenförmig oberhalb des Abschnitts
12 beziehungsweise nach Art einer Ringdüse im Bereich des Kanals 20. Selbstverständlich
sind die Abschnitte radial außerhalb und innerhalb des Gaskanals 20 (also die Wände
des fugenartigen Gaskanals 20) abschnittweise durch keramisches Material verbunden,
um eine Verschiebung der Bereiche auf beiden Seiten der Fuge relativ zueinander zu
verhindern. Eine solche Feststoffbrücke ist schematisch bei 28 angedeutet. Es handelt
sich hierbei aber lediglich um diskrete einzelne Verbindungspunkte, die die Gasströmung
in Pfeilrichtung G nicht behindern. Die Figuren 1a, b zeigen weiters, dass mehrere
Verbindungskanäle 30 den Gaskanal 20 mit dem Abschnitt 12 (mit ungerichteter Porosität)
verbinden, wobei die Verbindungskanäle 30 in Richtung auf die Stirnfläche 14 schräg
ansteigend ausgebildet sind, um eine weitestgehend gleichmäßige Strömungsrichtung
des Gases zwischen den Stirnflächen 16, 14 zu gewährleisten.
[0038] Gas, welches zunächst in den Gaskanal 20 geführt wurde, wird also zumindest teilweise
über die Verbindungskanäle 30 in den Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität überführt
und erhöht dort den Gasdruck, so dass die Gefahr einer Infiltration von Metallschmelze
in diesem Abschnitt reduziert wird.
[0039] Die technischen Effekte gelten analog für alle anderen Ausführungsformen. Beim Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 2a, b ist der eine, in der Aufsicht gemäß Figur 1b sternförmige Gaskanal
20 durch mehrere diskrete Gaskanäle 20 mit Kreisquerschnitt ersetzt worden. Aus der
Zusammenschau der Figuren 2a, b ist zu entnehmen, dass von jedem Gaskanal 20 mehrere
Verbindungskanäle 30 zum Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität verlaufen, der hier
ebenfalls auf einem unteren Abschnitt 18 aufsteht. Die Gaskanäle 20 beziehungsweise
Verbindungskanäle 30 weisen jeweils einen Kreisquerschnitt mit einem Durchmesser von
0,7 mm auf.
[0040] Alternativ kann ein Gaskanal 20 mit angeschlossenen Verbindungskanälen 30 eine Kammform
aufweisen und aus einem kammartigen Ausbrennkörper hergestellt worden sein, wobei
die Zinken des Kamms zum Abschnitt mit ungerichteter Porosität verlaufen.
[0041] Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3a, b ergibt sich eine Besonderheit insoweit,
als dort, wie beim zweiten Ausführungsbeispiel, diskrete Gaskanäle 20 mitten im Abschnitt
mit gerichteter Porosität ausgebildet sind. Diese verlaufen aber nicht von der unteren
Stirnfläche 16 durchgehend bis zur oberen Stirnfläche 14 des Gasspülsteins, sondern
enden mit Abstand vor der oberen Stirnfläche 14. Ebenso wie beim zweiten Ausführungsbeispiel
(Figuren 2a, b) ist jeder Gaskanal 20 mit mehreren Verbindungskanälen, 30 verbunden,
die zum Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität führen. Die Verbindungskanäle sind
in Figur 3a in unterschiedlicher Höhe in Axialrichtung des Spülers (L-L) ausgeführt.
Sie können auch in und senkrecht zur Axialrichtung unterschiedlich ausgebildet sein.
[0042] Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3a, b wird das gesamte Gas, welches zunächst
über die Gaskanäle 20 zugeführt wird, anschließend über den Abschnitt 12 mit ungerichteter
Porosität geleitet, bevor es in die Metallschmelze (der Stirnfläche 14 benachbart)
gelangt.
[0043] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 sind die Abschnitte mit gerichteter/ungerichteter
Porosität vertauscht, das heißt, der Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität verläuft
radial außen, der Abschnitt 22 mit gerichteter Porosität "innen", wobei Gaskanäle
20 konzentrisch zur Mittenlängsachse L-L angeordnet sind. Der Spüler weist umfangsseitig
einen Blechmantel 40 auf, der mit einem Bodenblech 42 der Gasverteilkammer 24 verbunden
ist.
[0044] Ein gasdurchlässiger Abschnitt 18 schließt an die Gasverteilkammer 24 an und leitet
das Gas in die Gaskanäle 20 des Abschnittes 22. In der Gasverteilkammer 24 sind diskrete
Abstandhalter (nicht dargestellt) angeordnet, auf denen die Abschnitte 12, 22 aufstehen.
[0045] Von den Gaskanälen 20 verlaufen Verbindungskanäle 30 schräg nach oben (in Richtung
auf die Stirnfläche 14), bevor sie jeweils in den Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität
einmünden. Der Abschnitt 12 kann auch mit Abstand zur Gasverteilkammer 24 beginnen.
Dann erfolgt die Gaszufuhr nur über die Verbindungskanäle 30. Die Gaskanäle 20 haben
hier einen Querschnitt, der einem rechtwinkligen Dreieck ähnelt, wobei die an den
rechten Winkel anschließenden Seiten eine Länge von 1 und 5 mm aufweisen. Die Verbindungskanäle
30 haben einen Kreisquerschnitt.
[0046] Die Gasspüleinrichtung nach den Figuren 5 zeigt einen Spüler, dessen Abschnitt 22
mit gerichteter Porosität - ähnlich wie in Fig. 1a,b - einen umlaufenden zylinderartigen
Gaskanal 20 (nach Art einer Fuge) mit einer Breite von 1,2mm aufweist (Figuren 5b,
5c). Eine solche Fuge kann bei der Herstellung des Spülelements.dadurch hergestellt
werden, indem auf bekannte Weise ein entsprechender Folienzylinder in das keramische
Materixmaterial eingelegt und später ausgebrannt wird. Gemäß den Darstellungen der
Figuren 5a und 5c besteht hier eine Besonderheit darin, dass aus dem Folienzylinder
zungenartige Bereiche ausgeschnitten und nach innen, bis zum Abschnitt 12 mit ungerichteter
Porosität umgebogen wurden, die (nach dem Entfernen) am fertigen Gasspülelement diskrete
Verbindungskanäle 30 zwischen dem Gaskanal 20 und dem porösen Abschnitt 12 bilden.
[0047] Der poröse Abschnitt 12 hat hier einen quadratischen Querschnitt (Figur 5c) und verläuft
von der Gasverteilkammer 24, also von der unteren Stirnfläche 16 bis zur oberen Stirnfläche
14.
[0048] Gas gelangt über den Gaskanal 20 direkt in die gegen die obere Stirnfläche 14 anliegende
Metallschmelze, über die zungenartigen Verbindungskanäle 30 in den porösen Abschnitt
12 und direkt über den porösen Abschnitt 12 und die Stirnfläche 14 in die Metallschmelze,
das heißt, es gibt drei grundsätzliche Strömungswege für das Gas.
[0049] Es liegt im Rahmen der Erfindung, pro Gasspülstein/Gasspüleinrichtung nicht nur jeweils
einen. Abschnitt mit ungerichteter und einen Abschnitt mit gerichteter Porosität auszubilden,
sondern auch mehrere Abschnitte der einen oder anderen Art, wie es grundsätzlich aus
der
DE 199 54 918 A1 oder
DE 37 16 388 C1 bekannt ist. Die Zahl und Ausbildung der Verbindungskanäle kann von Fall zu Fall
variieren.
[0050] Figur 6 zeigt einen Längsschnitt durch einen kegelstumpfartigen Gasspülstein, bei
dem exemplarisch weitere alternative Ausführungsformen dargestellt sind, die einzeln
oder in Kombinationen bei einem kommerziellen Gasspülstein umgesetzt werden können.
[0051] Wiederum ist mit dem Bezugszeichen 12 ein Abschnitt mit ungerichteter Porosität und
mit dem Bezugszeichen 22 ein Abschnitt mit gerichteter Porosität dargestellt, wobei
der Abschnitt 22 mit gerichteter Porosität um den Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität
herum verläuft.
[0052] Anstelle einzelner (diskreter) Gaskanäle 20 beziehungsweise anstelle eines als Fuge
ausgebildeten Gaskanals 20 sind die Gaskanäle 20 netzartig gestaltet, wie in der vergrößerten
Aufsicht ("A") schematisch dargestellt. Mit anderen Worten: es entsteht ein netzartiges
System von Gaskanälen, wobei die einzelnen Netzabschnitte untereinander in strömungstechnischer
Verbindung stehen, so dass das Gas von einem gaseinlassseitigen Ende (bei "E") zu
einem gasauslassseitigen Ende (bei "O") strömen kann, und zwar hier von der Gasverteilkammer
24 in Richtung auf den Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität.
[0053] Ein solcher netzartiger Gaskanal 20 kann sich ringartig (zylinderartig) um den mittleren
Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität und im Abstand zu diesem erstrecken, kann
aber auch als diskreter Abschnitt ausgebildet sein.
[0054] Selbstverständlich kann ein solcher Gaskanal 20 auch direkt vom gaseinlassseitigen
Ende (hier: bei "E") bis zur Stirnfläche 14 verlaufen.
[0055] Während der Abschnitt 12 mit ungerichteter Porosität im Wesentlichen der Ausführungsform
nach Figur 1a entspricht, besteht bei dem Gasspülstein nach Figur 6 eine weitere Besonderheit
darin, dass um den Abschnitt 12 herum ringförmige Gasverteilräume 44, 46, 48, 50 ausgebildet
sind. Die nach Art einer Manschette gestalteten Gasverteilräume 44, 46, 48, 50 ragen
in den Abschnitt 22 mit gerichteter Porosität hinein; umgekehrt könnten sie aber auch
als Vertiefungen im Oberflächenbereich des Abschnitts 12 mit ungerichteter Porosität
ausgeführt sein.
[0056] Der in Figur 6 oben dargestellte Gasverteilraum 50 ist ein Hohlraum, ohne Weinbau.
Verbindungskanäle 30 führen von den Gaskanälen 20 in den Gasverteilraum 50, wo das
Gas umfangsseitig verteilt wird, um dann durch den Abschnitt 12 und die dort vorhandene
ungerichtete Porosität weiter nach oben zu strömen und über die Stirnfläche 14 aus
dem Spülstein auszutreten.
[0057] Bei der darunter dargestellten Ausführungsform eines Gasverteilraumes 48 ist dieser
mit einer Spirale 52 aus keramischen Material ausgebildet, die die Oberfläche des
Abschnitts 12 mit der korrespondierenden Oberfläche des Abschnitts 22 verbindet. Das
über die Verbindungskanäle 20 zugeführte Gas strömt dann spiralförmig entlang des
Gasverteilraums 48 und weiter, wie vorstehend beschrieben.
[0058] Der Gasverteilraum 46, als dritter von oben, ist ähnlich dem Gasverteilraum 48 gestaltet,
wobei die keramische Spirale 52 hier durch diskrete Feststoffbrücken 52 aus Keramik
ersetzt ist.
[0059] Während die Verbindungskanäle 30 zu den Gasverteilräumen 48, 50 ebenfalls mit einer
Netzstruktur, ähnlich den Gaskanälen 20, ausgebildet sind, sind die Verbindungskanäle
30 zum Gasverteilraum 46 diskrete Kanäle.
[0060] Die in Figur 6 unten dargestellte Ausführungsform eines Gasverteilraums 44 ist dadurch
gekennzeichnet, dass innerhalb dieses Raumes wiederum eine Netzstruktur an Kanälen
ausgebildet ist, ähnlich einem Labyrinth, so dass das zugeführte Gas entlang der netzartig
verlaufenden Kanäle im Raum 44 verteilt und dann in den porösen Abschnitt 12 geleitet
wird.
[0061] Wie die Figur zeigt verlaufen die Gaskanäle 20 schräg zur Mittenlängsachse L - L
auf den Gasverteilraum 44 zu, wobei der Abschnitt unmittelbar vor dem Gasverteilungsraum
44 einen Verbindungskanal 30 im Sinne der Erfindung darstellt.
[0062] Im Regelfall wird nur eine der dargestellten vier Ausführungsformen von Gasverteilräumen
44, 46, 48, 50 an einem konkreten Gasspülstein realisiert werden, wobei mehrere solcher
Abschnitte im Abstand zueinander im Übergangsbereich der Abschnitte 12, 22 angeordnet
werden können. Es ist aber auch möglich, einen solchen Gasverteilraum 44, 46, 48,
50 über größere Abschnitte entlang der Mittenlängsachse L - L vorzusehen, im Extremfall
vom gaseinlassseitigen Ende bis zur Stirnfläche 14.
[0063] Alle Gaskanäle, Verbindungskanäle, netzartigen Kanäle etc., die zum Abschnitt 22
mit gerichteter Porosität gehören, lassen sich auf die vorstehend bereits beschriebene
Art und Weise ausbilden, nämlich durch korrespondierende Feststoffkörper, die bei
der Herstellung des keramischen Gasspülsteins eingesetzt und später ausgebrannt werden.
Diese Technologie ist als solche bekannt und wird deshalb hier nicht weiter beschrieben.
1. Feuerfester Gasspülstein aus keramischem Material mit folgenden Merkmalen:
mindestens einem Abschnitt (12) mit ungerichteter Porosität, der sich von einem gaszuführseitigen
Ende bis zu einer gasauslassseitigen Stirnfläche (14) des Gasspülsteins erstreckt,
mindestens einem Abschnitt (22) mit gerichteter Porosität, in dem mindestens ein Gaskanal
(20) ausgebildet ist, der sich von einem gaszuführseitigen Ende des Gasspülsteins
in Richtung auf die gasauslassseitige Stirnfläche (14) des Gasspülsteins erstreckt,
sowie
mindestens einem Verbindungskanal (30), der innerhalb des keramischen Materials mindestens
einen Gaskanal (20) des Abschnitts (22) mit gerichteter Porosität mit dem Abschnitt
(12) mit ungerichteter Porosität strömungstechnisch verbindet.
2. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem der oder die Abschnitte (12) mit ungerichteter
Porosität konzentrisch zu dem oder den Abschnitten (22) mit gerichteter Porosität
angeordnet sind.
3. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem der Gaskanal (20) des Abschnitts (22) mit gerichteter
Porosität, in einem Schnitt, senkrecht zur Mittenlängsachse (L-L) des Gasspülsteins,
eine Ring- oder Sternform aufweist.
4. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei der Abschnitt (22) mit gerichteter Porosität mehrere,
im Abstand zueinander verlaufende Gaskanäle (20) aufweist und mehrere Verbindungskanäle
(30) vorgesehen sind, die jeweils mindestens einen Gaskanal (20) mit dem Abschnitt
(12) mit ungerichteter Porosität strömungstechnisch verbinden.
5. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem eine Anschlussstelle eines Verbindungskanals
(30) an einen Gaskanal (20) weiter entfernt von der gasauslassseitigen Stirnfläche
(14) des Gasspülsteins liegt als eine Anschlussstelle des Verbindungskanals (30) an
den Abschnitt (22) mit ungerichteter Porosität.
6. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem die Abschnitte (12, 22) mit gerichteter und
ungerichteter Porosität über eine gemeinsame Gasverteilkammer (24) mit Gas beaufschlagt
werden.
7. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem mindestens ein Gaskanal (20) in der gasauslassseitigen
Stirnfläche (14) des Gasspülsteins mündet.
8. Gasspülstein nach Anspruch 1, dessen Gaskanal/Gaskanäle (20) einen Kreis- oder Rechteckquerschnitt
aufweisen.
9. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem, senkrecht zur Richtung der Gasströmung, mindestens
ein Abschnitt (12) mit ungerichteter Porosität von mindestens einem Abschnitt (22)
mit gerichteter Porosität radial nach außen begrenzt wird.
10. Gasspülstein nach Anspruch 1, bei dem, senkrecht zur Richtung der Gasströmung, mindestens
ein Abschnitt (12) mit ungerichteter Porosität von mindestens einem Abschnitt (22)
mit gerichteter Porosität radial nach innen begrenzt wird.
1. Refractory gas purging brick made of a ceramic material and comprising:
at least one section (12) of random porosity, extending from a gas inlet end to a
gas outlet surface (14) of the gas purging brick,
at least one section (22) of directed porosity, in which at least one gas channel
(20) is provided, extending from a gas inlet end of the gas purging brick towards
the gas outlet surface (14) of the gas purging brick, and
at least one connecting channel (30), connecting within the ceramic material at least
one gas channel (20) of said section (22) of directed porosity with said section (12)
of random porosity.
2. Gas purging brick according to claim 1, wherein the section(s) (12) of random porosity
are arranged concentrically to the section(s) (22) of directed porosity.
3. Gas purging brick according to claim 1, wherein the gas channel (20) of section (22)
with directed porosity provides a ring or star shape, seen in a sectional view perpendicular
to the central longitudinal axis (L-L) of the gas purging brick.
4. Gas purging brick according to claim 1, wherein section (22) of directed porosity
has several gas channels (20), arranged at a distance to each other, and several connecting
channels (30) being provided fluidly each of which fluidly connects at least one gas
channel (20) with said section (12) of random porosity.
5. Gas purging brick according to claim 1, wherein a connection area of a connecting
channel (30) with a gas channel (20) is arranged farer away from the gas outlet surface
(14) of the gas purging brick than a connection area of this connecting channel (30)
with a section (22) of random porosity.
6. Gas purging brick according to claim 1, wherein die sections (12, 22) with directed
and random porosity are fed with gas via a common gas distribution chamber (24).
7. Gas purging brick according to claim 1, wherein at least one gas channel (20) discharges
into the gas outlet surface (14) of the gas purging brick.
8. Gas purging brick according to claim 1, the gas channel(s) (20) of which have a circular
or rectangular cross section.
9. Gas purging brick according to claim 1, wherein, perpendicular to the direction of
gas flow, at least one section (12) of random porosity is covered by at least one
section (22) of directed porosity radially toward the outside.
10. Gas purging brick according to claim 1, wherein, perpendicular to the direction of
gas flow, at least one section (12) of random porosity is covered by at least one
section (22) of directed porosity radially toward the inside.
1. Brique réfractaire céramique pour lavage au gaz avec les attributs suivants :
au moins une partie (12) de porosité non dirigée, qui s'étend d'une extrémité du côté
entrée du gaz jusqu'à une face frontale (14) du côté sortie du gaz de la brique pour
lavage au gaz,
au moins une partie (22) de porosité dirigée dans laquelle est conçu au moins un canal
de gaz (20) qui s'étend d'une extrémité du côté d'entrée du gaz de la brique pour
lavage au gaz en direction de la face frontale (14) du côté sortie du gaz de la brique
pour lavage au gaz, ainsi
qu'au moins un canal de liaison (30), qui à l'intérieur de la matière céramique relie
par écoulement au moins un canal de gaz (20) de la partie (22) à porosité dirigée
avec la partie (12) à porosité non dirigée.
2. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dans laquelle la ou les parties
(12) à porosité non dirigée sont disposées de façon concentrique par rapport à la
ou aux parties (22) à porosité dirigée.
3. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dans laquelle, dans une coupe
à la perpendiculaire de l'axe longitudinal médian (L-L), le canal de gaz (20) de la
partie (22) à porosité dirigée (L-L) de la brique pour lavage au gaz présente la forme
d'un anneau ou d'une étoile.
4. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dans laquelle la partie (22) à
porosité dirigée présente plusieurs canaux de gaz (20) s'étendant à distance les uns
des autres et plusieurs canaux de liaison (30) sont prévus reliant par écoulement
chacun au moins un canal de gaz (20) avec la partie (12) à porosité non dirigée.
5. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dans laquelle une zone de raccordement
d'un canal de liaison (30) se situe sur un canal de gaz (20) plus éloigné de la face
frontale (14) du côté sortie du gaz de la brique pour lavage au gaz qu'une zone de
raccordement du canal de liaison (30) sur la partie (22) à porosité non dirigée.
6. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dans laquelle les parties (12,
22) à porosité dirigée et non dirigée sont soumises à du gaz via une chambre commune
de distribution du gaz (24).
7. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dont au moins un canal de gaz
(20) débouche dans la face frontale (14) du côté sortie du gaz de la brique pour lavage
au gaz.
8. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, dont le canal à gaz/les canaux
à gaz (20) présente(nt) une section transversale circulaire ou rectangulaire.
9. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, sur laquelle, à la perpendiculaire
de la direction de l'écoulement de gaz, au moins une partie (12) à porosité non dirigée
est délimitée en direction radiale vers l'extérieur par au moins une partie (22) à
porosité dirigée.
10. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 1, sur laquelle, à la perpendiculaire
de la direction de l'écoulement de gaz, au moins une partie (12) à porosité non dirigée
est délimitée en direction radiale vers l'intérieur par au moins une partie (22) à
porosité dirigée.