Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Entladungslampe, bei dem
im Betrieb der Entladungslampe den Elektroden der Entladungslampe zumindest zeitweise
ein elektrischer Heizstrom und ein elektrischer Entladungsstrom zugeführt werden.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Beleuchtungssystem mit einer Entladungslampe
und einem Betriebsgerät für die Entladungslampe, mittels welchem den Elektroden der
Entladungslampe im Betrieb der Entladungslampe zumindest zeitweise ein elektrischer
Heizstrom und ein elektrischer Entladungsstrom zuführbar sind.
Stand der Technik
[0002] Entladungslampen sind in vielfältiger Ausgestaltung und Verwendung bekannt. Im Betrieb
einer Entladungslampe laufen eine Vielzahl physikalischer Effekte ab, wodurch die
Lichterzeugung der Entladungslampe generiert wird. In diesem Zusammenhang tritt auch
ein Zusammenwirken der Entladung des im Entladungsgefäß befindlichen Füllgases mit
den Lampenelektroden auf. Diese physikalischen Effekte haben auch einen mehr oder
minder starken Einfluss auf die Lebensdauer der Entladungslampe oder von Teilkomponenten
davon.
[0003] Aus dem Dokument DE 10 2005 049 583 A1 ist ein elektronisches Vorschaltgerät und Verfahren zum Betreiben einer elektrischen
Lampe bekannt. Es wird beschrieben, dass eine Heizschaltung derart ausgebildet ist,
dass ein von dieser Heizschaltung in einer Betriebsphase einer elektrischen Lampe
erzeugte Heizstrom mit einem Wert zwischen 20% und 60% des Lampenstroms der elektrischen
Lampe dimensionierbar ist.
Darstellung der Erfindung
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Entladungslampe
sowie ein Beleuchtungssystem mit einer Entladungslampe zu schaffen, bei welchem die
Lebensdauer der Entladungslampe verlängert werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, welches die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist,
und ein Beleuchtungssystem, welches die Merkmale nach Anspruch 9 aufweist, gelöst.
[0006] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Entladungslampe wird im
Betrieb der Entladungslampe zumindest einer Elektrode dieser Entladungslampe zumindest
zeitweise ein elektrischer Heizstrom und ein elektrischer Entladungsstrom zugeführt.
Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, dass im Nennbetrieb der Entladungslampe
der Wert der Summe der Quadrate der über mit der Elektrode verbundenen Stromzuführungen
zugeführten elektrischen Ströme im Betrieb der Entladungslampe in einem Intervall
zwischen 1,2 mal dem Quadrat des Werts eines für die Entladungslampe vorgegebenen
Teststroms und zweimal dem Quadrat des Werts dieses elektrischen Teststroms eingestellt
wird. Durch diese Betriebsweise und die spezifische Anpassung von elektronischen Betriebsparametern,
nämlich den Strömen, kann in einer ganz spezifischen Betriebsphase, nämlich im Nennbetrieb
bzw. ungedimmten Betrieb (bei in der Regel Nennstrom) der Entladungslampe, eine Betriebsweise
erreicht werden, welche zu einer wesentlichen Verlängerung der Lebensdauer der Entladungslampe
führt.
[0007] Vorzugsweise werden die über die Stromzuführungen einer Elektrode zugeführten elektrischen
Ströme in einem Intervall zwischen 1,3 mal dem Quadrat eines für die Entladungslampe
vorgegebenen elektrischen Teststrom und 1,8 mal dem Quadrat dieses Teststroms eingestellt.
Besonders bevorzugt erweist es sich, wenn die über die Stromzuführung der Elektrode
zugeführten elektrischen Ströme in einem Intervall zwischen 1,35 mal dem Quadrat eines
für die Entladungslampe vorgegebenen elektrischen Teststroms und 1,5 mal dem Quadrat
dieses Teststroms eingestellt werden. Gerade dies ist ein besonders bevorzugtes Werteintervall,
mit dem einerseits die Lampenlebensdauer wesentlich erhöht werden kann und andererseits
die Systemeffizienz sehr groß ist, da nur ein relativ geringer zugeführter Energiebedarf
für die Elektrodenheizung erforderlich ist.
[0008] Die Lampenlebensdauer kann somit durch eine auf geeignete Weise angepasste elektronische
Betriebsparameter, den elektrischen Strömen, insbesondere den Heizströmen und den
Entladungsströmen, erhöht werden, wobei dies im Nennbetrieb erreicht werden kann.
[0009] Vorzugsweise wird den Elektrode über eine erste Stromzuführung ein zu dem über eine
zweite Stromzuführung zugeführten zweiten Anteil des Entladungsstroms wertmäßig unterschiedlicher
erster Anteil des Entladungsstroms zugeführt. Es wird somit bevorzugterweise eine
asymmetrische Zuführung von dem Entladungsstrom diesem zur Elektrode durchgeführt,
wodurch ein erheblich positiver Einfluss auf die Verlängerung der Lampenlebensdauer
einerseits und die Systemeffizienz im Hinblick auf eine zusätzlich benötigte Energiezuführung
erreicht werden.
[0010] In besonders bevorzugter Weise wird der Entladungsstrom zumindest zu 90 % über eine
Stromzuführung der Elektrode zugeführt, insbesondere vollständig über nur eine der
Stromzuführungen an die Elektrode zugeführt.
[0011] Es kann in bevorzugter Weise vorgesehen sein, dass sowohl der Heizstrom als auch
der Entladungsstrom jeweils vollständig über eine gleiche Stromzuführung zugeführt
werden. Dies ist eine besonders effektive Vorgehensweise zur Verbesserung der Betriebsweise
im Hinblick auf die Verlängerung der Lampenlebensdauer und die minimale weitere Zuführung
der Energie.
[0012] Insbesondere wird der elektrische Teststrom lampenspezifisch so vorgegeben, dass
er die Elektrode auf einen Wert des Warm-zu-Kalt-Widerstandsverhältnis von 4,75 heizt,
wobei dies eine Vorgabe einer ICE Norm ist.
[0013] Der Teststrom ist ein für eine Lampe spezifisch festgelegter Stromwert, wodurch mit
einfacher Weise anhand dieses grundlegenden Parameters die Einstellung des Werts für
die Summe der Quadrate der elektrischen Ströme zwischen das Intervall 1,3 und 2, vorzugsweise
1,3 und 1,5 nochmals bevorzugter 1,35 und 1,5 des Quadrats des Teststroms in einfacher
und aufwandsarmer Weise ermöglicht werden kann.
[0014] Der Nennbetrieb der Entladungslampe wird insbesondere durch einen Bereich des Entladungsstroms
charakterisiert, indem dieser Entladungsstrom größer oder gleich 80 % des Teststroms
der Entladungslampe beträgt, wobei auch dies eine Vorgabe einer ICE Norm ist. Gerade
für diesen spezifischen Bereich des Nennbetriebs ist es bisher nicht vorgesehen bzw.
nicht bekannt, eine spezifische Einstellung des Heizstroms und des Entladungsstroms
durchzuführen, um eine Verlängerung der Lampenlebensdauer aufgrund der dann auftretenden
physikalischen Effekte erreichen zu können.
[0015] Vorzugsweise wird der Heizstrom im Betrieb der Entladungslampe der Elektrode kontinuierlich
zugeführt. Durch eine kontinuierliche Elektrodenheizung bzw. Wendelheizung kann ein
besonders positiver Effekt auf die Verlängerung der Lampenlebensdauer erzielt werden.
[0016] Vorzugsweise weist ein über eine Stromzuführung der Elektrode zugeführter elektrischer
Strom einen Heizstrom und/oder einen Entladungsstrom auf. Insbesondere ist vorgesehen,
dass eine Elektrode mit zwei Stromzuführungen verbunden wird, über welche die Energie,
insbesondere der elektrische Strom zur Elektrode zugeführt wird. Der Wert der Summe
der zugeführter elektrischen Ströme bildet sich somit aus einer Summe, welche einerseits
durch die Ströme, welche über die erste Stromzuführung, und andererseits über die
Ströme, welche über die zweite Stromzuführung zur Elektrode zugeführt werden, gebildet
wird. Abhängig vom Betrieb und der Zuführung, welche insbesondere asymmetrisch ausgelegt
wird, kann beispielsweise der über die erste Stromzuführung zugeführte elektrische
Strom einen Anteil des Heizstroms und einen Anteil des Entladungsstroms aufweisen.
Vorzugsweise ist aufgrund der asymmetrischen Auslegung vorgesehen, dass dieser elektrische
Strom über die erste Stromzuführung den vollständigen Heizstrom und den vollständigen
Entladungsstrom umfasst. Bei einer derartigen Auslegung ist dann der über die zweite
Stromzuführung geleitete Strom gleich dem Heizstrom.
[0017] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der elektrische Strom, welcher über die
erste Stromzuführung zugeführt wird, lediglich einen Anteil kleiner 100 % des Entladungsstroms
zur Elektrode zuführt, wobei dann der elektrische Strom, welcher über die zweite Stromzuführung
zur Elektrode zugeführt wird, den jeweils fehlenden Anteil zu 100 % plus den Heizstrom
zu dieser Elektrode zuführt.
[0018] Mit der Erfindung wird somit ein Bereich für den vorzugsweise kontinuierlichen Wendelzuheizstrom
beim elektronischen Betrieb eine Entladungslampe benannt, der es erlaubt, die Lebensdauer
der Entladungslampe signifikant zu verlängern. Der Strom wird dabei durch den so genannten
SoS (Sum of Squares)-Wert ausgedrückt, welcher der Wert der Summe der Quadrate der
über mit der Elektrode verbundenen Stromzuführung zugeführten elektrischen Ströme
darstellt. Durch die vorzugsweise Normierung dieses SoS-Werts auf das Quadrat des
Stroms, der die Elektrode bzw. die Lampenwendel auf ein vorzugsweise Warm-zu-Kalt-Widerstandsverhältnis
von R
w/R
k gleich 4,57 heizt, kann der SoS-Bereich für optimierte Lampenlebensdauern allgemein
für jede Entladungslampe angegeben werden, bei der dieser Stromwert bekannt ist. Dieser
Stromwert wird allgemein Teststrom I
T genannt und ist für viele Entladungslampen in IEC 60081 und IEC 60901 in den Datenblättern
aufgelistet.
[0019] Durch die erfindungsgemäße Wahl des geeigneten Bereichs für den SoS-Wert beim ungedimmten
Lampenbetrieb und somit im Nennbetrieb der Lampe kann die Lampenlebensdauer bis zu
einem Faktor 2 gesteigert werden, ohne Änderungen am Lampendesign durchführen zu müssen.
In dem bevorzugten Bereich dieses SoS-Werts, insbesondere in dem Intervall zwischen
1,3 mal dem Quadrat des Teststroms und 1,5 mal dem Quadrat des Teststroms liegt die
abgeschätzte Verlustleistung des Beleuchtungssystems umfassend ein Betriebsgerät für
die Entladungslampe und die Entladungslampe, die für die zusätzliche Heizung der Elektrode
benötigt wird, bei kleiner einem Watt.
[0020] Besonders bevorzugt erweist es sich, wenn der SoS-Wert für die erste Wendel der Entladungslampe
unterschiedlich zu dem SoS-Wert der zweiten Wendel der Entladungslampe ist. Damit
wird erreicht, dass eine Elektrode bzw. eine Lampenwendel der Entladungslampe definiert
die Lampenlebensdauer begrenzt, wodurch eine steilere Ausfallkurve erreicht werden
kann.
[0021] Vorzugsweise wird im Nennbetrieb der Entladungslampe der Wert der Summe der Quadrate
der über mit einer ersten Elektrode der Entladungslampe verbundenen Stromzuführungen
zugeführten elektrischen Ströme zumindest teilweise unterschiedlich zu dem Wert der
Summe der Quadrate der über mit einer zweiten Elektrode der Entladungslampe verbundenen
Stromzuführungen zugeführten elektrischen Ströme eingestellt. Auch dadurch kann das
Verhältnis zwischen Verlängerung der Lampenlebensdauer und Systemeffizienz verbessert
werden, da durch diese asymmetrische Auslegung der Wendelheizung die Steilheit der
Ausfallkurve vergrößert werden kann.
[0022] Ein erfindungsgemäßes Beleuchtungssystem umfasst zumindest eine Entladungslampe und
zumindest ein Betriebsgerät zum Betreiben der Entladungslampe, wobei mittels dem Betriebsgerät
zumindest einer Elektrode im Betrieb dieser Entladungslampe zumindest zeitweise ein
elektrischer Heizstrom und ein elektrischer Entladungsstrom zuführbar ist. Ein wesentlicher
Gedanke der Erfindung besteht darin, dass im Nennbetrieb der Entladungslampe der Wert
der Summe der Quadrate der über mit einer Elektrode verbundene Stromzuführungen zugeführten
elektrischen Ströme in einem Intervall zwischen 1,3 mal dem Quadrat des Werts eines
für die Entladungslampe vorgegebenen elektrischen Teststroms und 2 mal dem Quadrat
des Werts dieses Teststroms einstellbar ist. Die Lampenlebensdauer lässt sich dadurch
signifikant erhöhen, wobei darüber hinaus diesbezüglich die Systemeffizienz dennoch
hochgehalten werden kann.
[0023] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind als vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems anzusehen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems;
- Fig. 2
- ein vereinfachtes Diagramm, in dem die Lampenlebensdauer L in Abhängigkeit des SoS-Werts
gezeigt ist; und
- Fig. 3
- ein vereinfachtes Diagramm, in dem der SoS-Wert in Abhängigkeit des Nenn-Entladungsstroms
außerhalb des Nennbetriebs gezeigt ist.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0025] In Fig. 1 ist in einer vereinfachten schematischen Darstellung ein Beleuchtungssystem
I gezeigt, welches zumindest eine Entladungslampe 1 aufweist, welche im Ausführungsbeispiel
als Kompaktleuchtstofflampe ausgebildet ist. Die Entladungslampe 1 umfasst ein Entladungsgefäß
2, welches im Ausführungsbeispiel gekrümmte Teilbereiche aufweist, welche rohrförmig
konzipiert sind. Darüber hinaus umfasst das Beleuchtungssystem I ein Betriebsgerät
3 zum Betreiben der Entladungslampe 1, wobei das Betriebsgerät 3 separat zur Entladungslampe
1 ausgebildet sein kann, jedoch auch in einem nicht dargestellten Gehäuse der Entladungslampe
1 integriert sein kann. In dieses Gehäuse erstreckt sich dann auch das Entladungsgefäß
2 mit seinen Enden 4 und 5 hinein.
[0026] Die Entladungslampe 1 umfasst im Ausführungsbeispiel als Lampenwendeln 6 und 7 ausgebildete
Elektroden, wobei die erste Elektrode 6 im Bereich des einen Endes 4 des Entladungsgefäßes
2 angeordnet ist und sich in den Innenraum bzw. in den Entladungsraum des Entladungsgefäßes
2 hinein erstreckt. In entsprechender Weise ist die zweite Lampenwendel 7 im Bereich
des weiteren Endes 5 des Entladungsgefäßes 2 auch gasdicht eingeschmolzen und erstreckt
sich in den Entladungsraum des Entladungsgefäßes 2 hinein.
[0027] Die erste Lampenwendel 6 ist mit zwei Stromzuführungen 8 und 9 verbunden, welche
wiederum mit dem Betriebsgerät 3 zur Energiezuführung zur Lampenwendel 6 verbunden
sind. Darüber hinaus ist die zweite Lampenwendel 7 mit Stromzuführungen 10 und 11
verbunden, welche auch mit dem Betriebsgerät 3 zur Energiezuführung zur Lampenwendel
7 elektrisch verbunden sind.
[0028] Das Beleuchtungssystem I ist so ausgelegt, dass die Elektroden 6 und 7 im Betrieb
der Entladungslampe 1 zumindest zeitweise ein elektrischer Heizstrom I
H und ein elektrischer Entladungsstrom I
d zuführbar sind.
[0029] Die Entladungslampe 1 ist in ihrer spezifischen Auslegung auch dadurch charakterisiert,
dass sie einen festgelegten bzw. genormten Teststrom I
T aufweist, bzw. durch diesen charakterisiert wird. Darüber hinaus ist die Entladungslampe
1 und auch das Beleuchtungssystem I dahingehend spezifiziert, dass sie einen zugeordneten
elektrischen Nennstrom bzw. Nenn-Entladestrom aufweist, wodurch der Nennbetrieb charakterisierbar
ist. Der elektrische Nennstrom I
d, rated ist für die spezifische Entladungslampe 1 und das spezifische Beleuchtungssystem
I vorgegeben.
[0030] Im Nennbetrieb der Entladungslampe 1 und somit auch des Beleuchtungssystems I ist
der Wert der Summe der Quadrate der über mit der ersten Elektrode 6 verbundenen Stromzuführungen
8 und 9 zugeführten elektrischen Ströme in einem Intervall zwischen 1,3 mal dem Quadrat
in eines für die Entladungslampe 1 vorgegebenen Teststromwerts I
T und zweimal dem Quadrat dieses Teststroms I
T einstellbar.
[0031] Der Wert der Summe der Quadrate, welcher durch den SoS1-Wert für die erste Elektrode
6 vorgegeben ist, ist durch nachfolgende Formel gegeben:

mit

[0032] Der SoS1-Wert bezeichnet also die über die Stromzuführungen 8 und 9 zur ersten Elektrode
6 zugeführten elektrischen Ströme. In diesem Zusammenhang betrifft der elektrische
Strom I
11 den über die Stromzuführung 8 zugeführten elektrischen Strom, welcher sich aus dem
in diese Stromzuführung 8 zugeführten Entladungsstrom I
11d und dem über diese Stromzuführung 8 zugeführten Heizstrom I
11H zusammensetzen kann. In entsprechender Weise bezeichnet der elektrische Strom I
12 den über die zweite Stromzuführung 9 zur ersten Elektrode 6 zuführbaren Strom, welcher
sich ebenfalls aus dem über die Stromzuführung 9 zugeführten Entladungsstrom I
12d und dem über diese Stromzuführung 9 zugeführten Heizstrom I
12H zusammensetzen kann.
[0033] Bevorzugterweise ist vorgesehen, dass eine asymmetrische Zuführung der elektrischen
Ströme zur ersten Elektrode 6 erfolgt, was bedeutet, dass über die Stromzuführungen
8 und 9 unterschiedliche Anteile des Entladungsstroms der Elektrode 6 zugeführt werden.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass über eine der beiden Stromzuführungen 8 oder 9 der
vollständige Entladungsstrom I
d zugeführt wird.
[0034] In entsprechender Weise wird im Nennbetrieb der Entladungslampe 1 ein Wert SoS2,
welcher den Wert der Summe der Quadrate der über mit der zweiten Elektrode 7 verbundenen
Stromzuführungen 10 und 11 zugeführten elektrischen Ströme I
21 und I
22 bezeichnet, wobei der elektrische Strom I
21 den über die Stromzuführung 10 zuführbaren und der elektrische Strom I
22 eine über die Stromzuführung 11 zuführbaren elektrischen Strom bezeichnet. Der SoS2-Wert
lässt sich durch nachfolgende Formel darstellen:

mit

[0035] Der über die Stromzuführung 10 zuführbare elektrische Strom I
21 setzt sich wiederum gegebenenfalls aus einem Anteil des Entladungsstroms I
21d und gegebenenfalls einem Anteil des Heizstroms I
21H zusammen. Analogerweise setzt sich der über die Stromzuführung 11 zuführbare elektrische
Strom I
22 aus einem Anteil des Entladungsstroms I
22d und gegebenenfalls einem Anteil des Heizstroms I
22H zusammen. Auch hier kann in entsprechender Weise zur Erläuterung zur Stromzuführung
zur ersten Elektrode 6 die Stromzuführung zur zweiten Elektrode 7 in asymmetrischer
Auslegung durchgeführt werden, was bedeutet, dass vorzugsweise der vollständige Entladungsstrom
über eine der beiden Stromzuführungen 10 oder 11 zur zweiten Elektrode 7 zugeführt
wird.
[0036] Insbesondere kann auch vorgesehen sein, dass die über zumindest eine Stromzuführung
8 und/oder 9 zugeführten Entladungsströme und Heizströme vorzugsweise unterschiedlich
zu den über zumindest eine Stromzuführung 10 und/oder 11 zur zweiten Elektrode 7 zugeführten
Entladungsströme und Heizströme ist. Dadurch kann die Steilheit der Ausfallkurve vergrößert
werden und somit die Lampenlebensdauer nochmals verlängert werden.
[0037] Die Werte der Summe der Quadrate der über mit einer Elektrode 6 bzw. 7 verbundenen
Stromzuführungen 8, 9 bzw. 10, 11 zugeführten elektrischen Ströme sind in einem Intervall
zwischen 1,35 mal dem Quadrat des für die Entladungslampe 1 vorgegebenen Teststrom
I
T und 1,5 mal dem Quadrat des Teststroms I
T. Vorzugsweise gilt:

[0038] In diesem Nennbetrieb, in dem der Entladungsstrom größer oder gleich 80 % des elektrischen
Teststroms I
T beträgt, wird auch eine kontinuierliche Wendelzuheizung durchgeführt. Die Normierung
des SoS-Werts auf das Quadrat des Stroms, der die Lampenwendeln 6 und 7 auf ein Warm-zu-Kalt-Widerstandsverhältnis
R
w/R
k = 4,75 heizt, kann der SoS-Bereich für optimierte Lampenlebensdauern allgemein für
jede Entladungslampe angegeben werden, bei der dieser Stromwert bekannt ist.
[0039] In Fig. 2 ist ein Diagramm gezeigt, bei dem die Lampenlebensdauer in Abhängigkeit
des normierten SoS-Werts angegeben ist. Es kann deutlich erkannt werden, dass in dem
spezifischen Wertebereich zwischen 1,2 und 2, insbesondere zwischen 1,3 und 1,8, insbesondere
zwischen 1,35 und 1,5 eine erhebliche Verlängerung der Lampenlebensdauer erreicht
werden kann.
[0040] In Fig. 3 ist ein Diagramm gezeigt, bei dem der SoS-Wert in Abhängigkeit des Nenn-Entladestroms
I
d,rated gezeigt ist. Für den Bereich außerhalb des Nennbetriebs, welcher in der Darstellung
unter 80 % von I
T liegt, sind beispielhafte drei abfallend und geradlinig verlaufende Kennlinien eingetragen.
Die Erfindung betrifft demgegenüber den Bereich größer 80 % von I
T, in dem dann der SoS-Wert vorzugsweise zwischen 1,35 mal

und 1,5 mal

eingestellt wird.
1. Verfahren zum Betreiben einer Entladungslampe (1), bei dem im Betrieb der Entladungslampe
(1) einer Elektrode (6, 7) zumindest zeitweise ein elektrischer Heizstrom (IH) und ein elektrischer Entladungsstrom (Id) zugeführt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
im ungedimmten Betrieb der Entladungslampe (1) der Wert (SoS1, SoS2) der Summe der
Quadrate der über mit einer Elektrode (6, 7) verbundenen Stromzuführungen (8, 9, 10,
11) zugeführten elektrischen Ströme (I1, I2) in einem Intervall zwischen 1,2 mal dem Quadrat eines für die Entladungslampe (1)
vorgegebenen Teststroms (IT) und 2 mal dem Quadrat dieses Teststroms (IT) eingestellt wird,
wobei der elektrische Teststrom lampenspezifisch so Vorgegeben ist, dass er die Elektrode
auf einen Wert des Warm-zu-Kalt-Widerstandsverhältnis von 4,75 heizt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die über die Stromzuführungen (8 bis 11) einer Elektrode (6, 7) zugeführten elektrischen
Ströme (I1, I2) in einem Intervall zwischen 1,3 mal dem Quadrat des einem für die Entladungslampe
(1) vorgegebenen Teststroms (IT) und 1,8 mal dem Quadrat des Teststroms (IT) eingestellt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die über die Stromzuführungen (8 bis 11) der Elektrode (6, 7) zugeführten elektrischen
Ströme (I1, I2) in einem Intervall zwischen 1,35 mal dem Quadrat des für die Entladungslampe (1)
vorgegebenen Teststroms (IT) und 1,5 mal dem Quadrat des Teststroms (IT) eingestellt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Elektrode (6, 7) über eine zugeordnete erste Stromzuführung (8 bis 11) ein zu
dem über eine zugeordnete zweite Stromzuführung (8 bis 11) zugeführten zweiten Anteil
des Entladungsstroms (Id) wertmäßig unterschiedlicher erster Anteil des Entladungsstroms (Id) zugeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Entladungsstroms (Id) zumindest zu 90% über eine Stromzuführung (8 bis 11) einer zugeordneten Elektrode
(6, 7) zugeführt wird, insbesondere vollständig über nur eine der Elektrode zugeordneten
Stromzuführungen (8 bis 11) zugeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Nennbetrieb der Entladungslampe (1) der Wert (SoS1, SoS2) der Summe der Quadrate
der über mit einer ersten Elektrode (6, 7) der Entladungslampe (1) verbundenen Stromzuführungen
(8 bis 11) zugeführten elektrischen Ströme (I11, I12) zumindest zeitweise unterschiedlich zu dem Wert (SoS1, SoS2) der Summe der Quadrate
der über mit einer zweiten Elektrode (6, 7) der Entladungslampe (1) verbundenen Stromzuführungen
(8 bis 11) zugeführten elektrischen Ströme (I21, I22) eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Heizstrom (IH) im Betrieb der Entladungslampe (1) der Elektrode (6, 7) kontinuierlich zugeführt
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein über eine Stromzuführung (8 bis 11) der Elektrode (6, 7) zugeführter elektrischer
Strom (I1, I2) einen Heizstrom (IH) und/oder einen Entladungsstrom (Id) aufweist.
9. Beleuchtungssystem mit einer Entladungslampe (1) und einem Betriebsgerät (3) für die
Entladungslampe (1), mittels welchem einer Elektrode (6, 7) der Entladungslampe (1)
im Betrieb zumindest zeitweise ein elektrischer Heizstrom (IH) und ein elektrischer Entladungsstrom (Id) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
im ungedimmten Betrieb der Entladungslampe (1) der Wert (SoS1, SoS2) der Summe der
Quadrate der über mit einer Elektrode (6, 7) verbundenen Stromzuführungen (8 bis 11)
zugeführten elektrischen Ströme (I1, I2) in einem Intervall zwischen 1,2 mal dem Quadrat eines für die Entladungslampe (1)
vorgegebenen Teststroms (IT) und 2 mal dem Quadrat dieses Teststroms (IT) einstellbar ist,
wobei der elektrische Teststrom lampenspezifisch so vorgegeben ist, dass er die Elektrode
auf einen Wert des Warm-zu-Kalt-Widerstandsverhältnis von 4,75 heizt.
1. Method for operating a discharge lamp (1), in which, during operation of the discharge
lamp (1), an electrical heating current (IH) and an electrical discharge current (Id) are supplied at least temporarily to an electrode (6, 7),
characterized in that,
during undimmed operation of the discharge lamp (1), the value (SoS1, SoS2) of the
sum of the squares of the electrical currents (I1, I2) supplied via power supply lines (8, 9, 10, 11) connected to an electrode (6, 7)
is set in an interval of between 1.2 times the square of a test current (IT) predetermined for the discharge lamp (1) and 2 times the square of this test current
(IT),
the electrical test current being predetermined in a lamp-specific manner such that
it heats the electrode to a value of the warm-to-cold resistance ratio of 4.75.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the electrical currents (I1, I2) supplied via the power supply lines (8 to 11) to an electrode (6, 7) are set in
an interval of between 1.3 times the square of the test current (IT) predetermined for the discharge lamp (1) and 1.8 times the square of the test current
(IT).
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the electrical currents (I1, I2) supplied via the power supply lines (8 to 11) to the electrode (6, 7) are set in
an interval of between 1.35 times the square of the test current (IT) predetermined for the discharge lamp (1) and 1.5 times the square of the test current
(IT).
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
a first proportion of the discharge current (Id), which has a different value than the second proportion of the discharge current
(Id) which is supplied via an associated second power supply line (8 to 11), is supplied
via an associated first power supply line (8 to 11).
5. Method according to Claim 4,
characterized in that
at least 90% of the discharge current (Id) is supplied via a power supply line (8 to 11) to an associated electrode (6, 7),
in particular all of said discharge current (Id) being supplied via only one of the power supply lines (8 to 11) associated with
the electrode.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that,
during rated operation of the discharge lamp (1), the value (SoS1, SoS2) of the sum
of the squares of the electrical currents (I11, I12) supplied via power supply lines (8 to 11) connected to a first electrode (6, 7)
of the discharge lamp (1) is set at least temporarily to be different than the value
(SoS1, SoS2) of the sum of the squares of the electrical currents (I21, I22) supplied via power supply lines (8 to 11) connected to a second electrode (6, 7)
of the discharge lamp (1).
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the heating current (IH) is supplied continuously to the electrode (6, 7) during operation of the discharge
lamp (1).
8. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
an electrical current (I1, I2), which is supplied via a power supply line (8 to 11) to the electrode (6, 7), has
a heating current (IH) and/or a discharge current (Id).
9. Lighting system with a discharge lamp (1) and an operating device (3) for the discharge
lamp (1), by means of which an electrical heating current (IH) and an electrical discharge current (Id) can be supplied to an electrode (6, 7) of the discharge lamp (1) at least temporarily
during operation,
characterized in that,
during undimmed operation of the discharge lamp (1), the value (SoS1, SoS2) of the
sum of the squares of the electrical currents (I1, I2) supplied via power supply lines (8 to 11) connected to an electrode (6, 7) can be
set in an interval of between 1.2 times the square of a test current (IT) predetermined for the discharge lamp (1) and 2 times the square of this test current
(IT),
the electrical test current being predetermined in a lamp-specific manner such that
it heats the electrode to a value of the warm-to-cold resistance ratio of 4.75.
1. Procédé de fonctionnement d'une lampe à décharge (1), selon lequel un courant de chauffage
électrique (I
H) et un courant de décharge électrique (I
d) sont amenés, au moins par intermittence, à une électrode (6, 7) pendant le fonctionnement
de la lampe à décharge (1),
caractérisé en ce que :
pendant le fonctionnement sans variation de lumière de la lampe à décharge (1), la
valeur (SoS1, SoS2) de la somme des carrés des courants électriques (I1, I2) amenés via des amenées de courant (8, 9, 10, 11) reliées à une électrode (6, 7)
est réglée dans un intervalle compris entre 1,2 fois le carré d'un courant de test
(IT) prédéterminé pour la lampe à décharge (1) et 2 fois le carré de ce courant de test
(IT),
le courant de test électrique étant prédéterminé spécifiquement pour la lampe de manière
telle qu'il chauffe l'électrode à une valeur du rapport de résistance chaud/froid
de 4,75.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les courants électriques (I1, I2) amenés à une électrode (6, 7) via les amenées de courant (8 à 11) sont réglés dans
un intervalle compris entre 1,3 fois le carré du courant de test (IT) prédéterminé pour la lampe à décharge (1) et 1,8 fois le carré du courant de test
(I2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les courants électriques (I1, I2) amenés à l'électrode (6, 7) via les amenées de courant (8 à 11) sont réglés dans
un intervalle compris entre 1,35 fois le carré du courant de test (IT) prédéterminé pour la lampe à décharge (1) et 1,5 fois le carré du courant de test
(IT).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est amenée à l'électrode (6, 7), via une première amenée de courant associée (8 à
11), une première partie du courant de décharge (Id) qui est différente, en valeur, de la deuxième partie du courant de décharge (Id) qui est amenée via une deuxième amenée de courant associée (8 à 11).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le courant de décharge (Id) est amené à une électrode associée (6, 7) au moins à hauteur de 90 % via une amenée
de courant (8 à 11), et est plus particulièrement amené entièrement via uniquement
une amenée de courant (8 à 11) associée à l'électrode.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, en fonctionnement nominal de la lampe à décharge (1), la valeur (SoS1, SoS2) de
la somme des carrés des courants électriques (I11, I12) amenés via des amenées de courant (8 à 11) reliées à une première électrode (6,
7) de la lampe à décharge (1) est réglée au moins par intermittence différemment de
la valeur (SoS1, SoS2) de la somme des carrés des courants électriques (I21, I22) amenés via des amenées de courant (8 à 11) reliées à une deuxième électrode (6,
7) de la lampe à décharge (1).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le courant de chauffage (IH) est amené en continu à l'électrode (6, 7) pendant le fonctionnement de la lampe
à décharge (1).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un courant électrique (I1, I2) amené à l'électrode (6, 7) via une amenée de courant (8 à 11) comporte un courant
de chauffage (IH) et/ou un courant de décharge (Id).
9. Système d'éclairage comportant une lampe à décharge (1) et un appareil (3) pour la
lampe à décharge (1) au moyen duquel un courant de chauffage électrique (I
H) et un courant de décharge électrique (I
d) peuvent être amenés, au moins par intermittence, à une électrode (6, 7) de la lampe
à décharge (1) pendant le fonctionnement,
caractérisé en ce que :
pendant le fonctionnement sans variation de lumière de la lampe à décharge (1), la
valeur (SoS1, SoS2) de la somme des carrés des courants électriques (I1, I2) amenés via des amenées de courant (8 à 11) reliées à une électrode (6, 7) est réglable
dans un intervalle compris entre 1,2 fois le carré d'un courant de test (IT) prédéterminé pour la lampe à décharge (1) et 2 fois le carré de ce courant de test
(IT),
le courant de test électrique étant prédéterminé spécifiquement pour la lampe de manière
telle qu'il chauffe l'électrode à une valeur du rapport de résistance chaud/froid
de 4,75.