[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Absaugung von Schadstoffe
enthaltender Abluft. Sie kann insbesondere bei thermischen Verfahren, wie Schweißen,
Schneiden, Löten eingesetzt werden und die dabei entstehenden Schadstoffe, wie Gase,
Stäube, Rauch und Partikel aus einem kritischen Bereich mit der angesaugten Abluft
entfernen. Mit der Erfindung kann eine Absaugung der bei thermischen Verfahren entstehenden
Schadstoffe, wie Gase, Stäube, Rauche und Partikel erreicht werden. Durch eine erreichbare
Verringerung der dabei benötigten Luftmenge kann der Energiebedarf reduziert und gleichzeitig
die Effektivität erhöht werden.
[0002] Dabei sollen bei einer solchen Bearbeitung entstehende Schadstoffe sicher und möglichst
vollständig abgesaugt werden, damit ein Bediener nicht gesundheitlich gefährdet wird.
[0003] Dafür sind unterschiedliche Anordnungen und Verfahren bekannt.
[0004] Es sind Anordnungen bekannt, die oberhalb eines Werkstückes mit Hilfe eines Schlauches,
der an eine Absauganlage angeschlossen ist, nach oben austretende Schadstoffe absaugen
können. Die Absauganlage nutzt dabei in der Regel einen Ventilator, der einen Unterdruck
und damit eine Luftströmung erzeugt, die die Schadstoffe absaugt. Die abgesaugte Luft
soll vor dem Ventilator gefiltert werden, bevor sie in die Umgebung abgegeben wird.
[0005] Es kann auch unterhalb eines Werkstückes abgesaugt werden, insbesondere dann, wenn
die Schadstoffe verfahrensbedingt vor allem unter dem Werkstück auftreten. Dies geschieht
z.B. beim thermischen Trennen, wie dem Plasmaschneiden, dem Laserschneiden oder dem
autogenen Brennschneiden. Hier treten die Schadstoffe nach dem der thermische Strahl
das Werkstück durchdrungen hat unter dem Werkstück aus.
[0006] Bekannte Anordnungen, die üblicherweise auch als Brenntisch bezeichnet werden, können
prinzipiell aus einem oben geöffneten Kasten mit Seitenwänden und einem Boden bestehen.
In der Öffnung befindet sich die Werkstückauflage, beispielsweise ein Gitterrost oder
Metallstege, auf der das Werkstück liegt. In einer Wand des Kastens befindet/befinden
sich eine oder mehrere Öffnungen, die über ein Rohr an eine Absaugeinrichtung angeschlossen
sind. Die Absaugung erfolgt somit im Randbereich und ist oft ineffektiv, weil sich
die Position der Bearbeitung an der Schadstoffe entstehen, oftmals weit entfernt von
der Ansaugöffnung befindet. So muss ein sehr großer Volumenstrom abgesaugt werden,
um überhaupt eine wirksame Luftströmung an der Schneidstelle erzeugen zu können.
[0007] Ein Brenntisch besteht meist aus mehreren solcher Baugruppen, damit auch große Werkstücke
bearbeitet werden können. Es ist dann üblich, die Ansaugöffnungen so zu schließen
und zu öffnen, dass immer nur im gegenwärtigen Bearbeitungsbereich abgesaugt wird.
Dadurch muss immer nur in einem bzw. beim Überfahren von einem in den anderen Abschnitt
in zwei Bereichen abgesaugt werden.
[0008] Der bisher üblicherweise erforderliche Volumenstrom liegt in einer Größenordnung
von ca. 5.000 m
3/h bis 10.000 m
3/h für einen Schneidbrenner, und führt dazu, dass auch ein großer Teil der nicht mit
Schadstoffen belasteten Luft aus einer Werkhalle mit abgesaugt wird. Bei einer Beheizung
einer Werkhalle im Winter erhöht sich In Folge des abgesaugten großen Volumenstroms
der Wärmebedarf, was neben der hohen erforderlichen Leistung für die Absaugung zusätzlich
die Betriebskosten erhöht.
[0009] Es ist aus
DE 85 24 933 U1 bekannt, einen Brenntisch so zu gestalten, dass der Kasten unterhalb der Werkstückauflage
so verfahren wird, dass er sich immer unter der Schneidstelle befindet. Die Absaugung
kann über einen Schlitz in der Seitenwand erfolgen. Diese Anordnung ist von der Konstruktion
und der Steuerung her sehr aufwendig und auch anfällig, da der Kasten ständig in Anhängigkeit
von der Schneidstelle verfahren werden muss.
[0010] Da ein Schneidstrahl das Werkstück mit hoher Geschwindigkeit durchdringt, strömen
die Schadstoffe ebenfalls mit großer Geschwindigkeit in den Brenntisch und treffen
auf den Boden des Kastens auf, werden dort umgelenkt und treten dann aus der Öffnung
des Kastens aus. Die Luftströmung im Kasten reicht trotz des großen Volumenstromes
der Absaugung nicht aus, die Schadstoffe sicher und vollständig im Kasten zu halten.
[0011] In
EP 0 489 198 B1 ist eine Anordnung beschrieben, die nach oben aus dem Kasten ausströmende Gase absaugen
soll. Dafür werden Absaugkanäle unterhalb des Bearbeitungsrostes angeordnet, so dass
zwischen den Absaugkanälen und dem Boden ein freier Raum bleibt. Die Absaugkanäle
sind nach unten geöffnet. Diese Anordnung ist sehr aufwendig und benötigt eine große
Höhe des Brenntisches, was das Be- und Entladen des Tisches erschwert.
[0012] Nachteil aller dieser bekannten Anordnungen ist es, dass eine sichere Absaugung der
Schadstoffe nicht gewährleistet ist. Es gibt Bereiche, an denen nicht oder nur unzureichend
abgesaugt wird, insbesondere dann, wenn der Brenner weit von der/den Ansaugöffnung/en
entfernt ist und die Strömungsgeschwindigkeiten geringer sind. Zusätzlich werden hohe
Volumenströme der auszusaugenden Luft und damit auch eine hohe Leistung der Absauganlage
benötigt. Eine Folge davon ist, dass auch viel Umgebungsluft mit abgesaugt wird.
[0013] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Möglichkeiten vorzugeben, mit denen Schadstoffe
enthaltende Abluft aus für Bediener kritischen Bereichen sicherer entfernt und die
erforderlichen Kosten, insbesonder der Betriebskosten reduziert werden können.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung, die die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist, gelöst. Dabei kann mit einem Verfahren gemäß Anspruch 16 gearbeitet werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung können mit in untergeordneten
Ansprüchen bezeichneten Merkmalen realisiert werden.
[0015] Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist an einer Seite eines Gehäuses eine Ansaugöffnung
vorhanden, die in Richtung eines Entstehungsortes für Abluft weisen sollte. Sie kann
bevorzugt vertikal nach oben offen und dementsprechend an einem Gehäuse angeordnet
sein. Außerdem sind zwei seitliche Stirnwände am Gehäuse vorhanden. An mindestens
einer dieser seitlichen Stirnwände ist mindestens eine Öffnung vorhanden, an die eine
Absaugeinrichtung angeschlossen ist. Sind mehrere solcher Öffnungen an einem Gehäuse
vorhanden können alle an eine Absaugeinrichtung angeschlossen sein, die in herkömmlicher
Form ausgebildet sein kann. Die Öffnungen können unterschiedliche Querschnittsgeometrien
aufweisen, die von kreisrund über vieleckig, quadratisch bis dreieckig reichen können.
Es muss lediglich ein ausreichend großer Volumenstrom abgesaugt werden können.
[0016] Die Ansaugöffnung durch die die jeweilige Abluft in das Gehäuse hinein gesaugt werden
soll, ist parallel zur mittleren Längsachse des Gehäuses oder in einem Winkel kleiner
90° in Bezug zur mittleren Längsachse des Gehäuses ausgerichtet.
[0017] Die seitlichen Stirnwände sollten bevorzugt senkrecht zur mittleren Längsachse des
Gehäuses ausgerichtet sein. Es kann aber auch eine Neigung der seitlichen Stirnwände
in Bezug zur mittleren Längsachse des Gehäuses im Bereich 45° bis 135°, bevorzugt
70° bis 110° zugelassen werden.
[0018] Außerdem ist im/am Gehäuse parallel zu einer Kante der Ansaugöffnung, die in einer
Ebene, die parallel zur mittleren Längsachse des Gehäuses ausgerichtet ist, mindestens
eine in einem Abstand zur mittleren Längsachse des Gehäuses und der mindestens einen
Öffnung angeordnete schlitzförmige Einlassöffnung ausgebildet. So kann bei einer vertikal
oben an einem Gehäuse ausgebildeten Ansaugöffnung die Kante in einer vertikal ausgerichteten
Ebene angeordnet sein, die parallel zur mittleren Längsachse und in einem Abstand
zu dieser angeordnet ist. Der Abstand der schlitzförmigen Einlassöffnung zur mittleren
Längsachse sollte so gewählt sein, dass sich im Gehäuse ein Luftwirbel mit einem ausreichend
großen Durchmesser um die mittlere Längsachse des Gehäuses ausbilden kann. Der Durchmesser
des Luftwirbels sollte dabei jedoch nicht so groß sein, dass die Innenwand des Gehäuses
angeströmt wird und der Luftwirbel von dieser nicht behindert werden kann.
[0019] Über die schlitzförmige Einlassöffnung wird eine Luftströmung in das Gehäuse eingeführt.
Durch die kombinierte Wirkung der beiden Luftströmungen für die als Luftströmung zugeführte
Zuluft und die abgesaugte Abluft, die auch das über die Ansaugöffnung angesaugte Schadstoffe
enthält, bildet sich im Inneren des Gehäuses ein um die mittlere Längsachse des Gehäuses
kreisender Luftwirbel aus. Die abzusaugende Luft strömt dabei spiralförmig in Richtung
einer in einer seitlichen Stirnwand ausgebildete Öffnung und kann so durch diese abgesaugt
werden.
[0020] Da die Luftströmung durch eine an der Kante der Ansaugöffnung angeordnete schlitzförmige
Einlassöffnung in das Gehäuse eingeführt wird und die eine oder mehreren Öffnungen
in den seitlichen Stirnwänden in einem Abstand zum Ort der Einspeisung des Luftstromes
angeordnet sind, wird die Luftströmung dort tangential am radial äußeren Rand des
ausgebildeten Luftwirbels zugeführt und legt sich in diesem Bereich um den Luftwirbel
und bildet zwischen Ansaugöffnung und dem radial äußeren Teil des Luftwirbels eine
Strömung. So kann ein Wiederaustreten von Schadstoffen oder Partikel enthaltender
Abluft durch die Ansaugöffnung vermieden werden. Die eine oder auch mehrere Öffnungen
in seitlichen Stirnflächen sollten unmittelbar zumindest jedoch in der Nähe mit einem
geringen Abstand zur mittleren Längsachse des Gehäuses angeordnet sein, um ein ausreichend
großes Volumen für die Ausbildung eines Luftwirbels und einen geeigneten Abstand der
über mindestens eine schlitzförmige Einlassöffnung eingeführte Luftströmung im Gehäuse
einhalten zu können. Mit der Luftströmung kann ein Luftwirbel im Gehäuse ausgebildet
und dieser nach der Ausbildung auch aufrecht erhalten werden.
[0021] Das Gehäuse einer erfindungsgemäßen Vorrichtung kann senkrecht zu seiner mittleren
Längsachse einen quadratischen, rechteckigen, kreisförmigen oder teilkreisförmigen
Querschnitt aufweisen. Es sind auch andere vieleckige Querschnitte, wie drei-, sechs-
oder achteckige Querschnittsformen denkbar.
[0022] Eine Ansaugöffnung kann beispielsweise durch vollständiges oder teilweises Fehlen
einer Wand ausgebildet sein. So kann bei rechteckigem oder quadratischem Querschnitt
eine, bevorzugt die obere Wand, vollständig fehlen. Ein Gehäuse kann aber auch mit
einem Zylinder gebildet sein, dessen Mantelfläche einen Ausschnitt aufweist, mit dem
die Ansaugöffnung gebildet sein kann. Der Ausschnitt kann über die gesamte Länge aber
auch nur über einen bevorzugt in der Mitte zwischen den seitlichen Stirnwänden angeordneten
Bereich erfolgt sein. Im letztgenannten Fall kann an den beiden Stirnseiten ein kreisförmiger
und im Bereich des Ausschnitts ein teilkreisförmiger Querschnitt eines Gehäuses vorhanden
sein. Eine Ansaugöffnung kann dabei in Form eines Rechtecks oder Quadrats ausgebildet
sein.
[0023] Wird eine nichtsymmetrische Querschnittsform, z.B. eine rechteckige oder elliptische
Form für ein Gehäuse realisiert, sollten die seitlichen Stirnwände oder die maximale
Ausdehnung in eine Achsrichtung mindestens eine Höhe H1 aufweisen, die mindestens
80 % ihrer Breite B1 in einer senkrecht dazu ausgerichteten Achsrichtung entspricht.
Dies trifft auf eine Ausbildung zu bei der lediglich an einer Seitenwand eine schlitzförmige
Einlassöffnung vorhanden ist und lediglich ein Luftwirbel im Gehäuse ausgebildet wird.
Bei einer Ausführung der erfindungsgemäßen Absaugung, bei der zwei Luftwirbel mittels
an zwei sich gegenüberliegenden Seitenwänden vorhandenen schlitzförmigen Einlassöffnungen
reduziert sich dieser wert um die Hälfte, so dass die Höhe H1 mindestens 80 % von
B1/2 sein sollte.
[0024] In einer Weiterbildung besteht die Möglichkeit an mindestens einer seitlichen Stirnwand
zwei Öffnungen, die an eine Absaugeinrichtung angeschlossen sind, vorzusehen. Dann
können über zwei sich diametral gegenüberliegend angeordnete schlitzförmige Einlassöffnungen
jeweils eine Luftströmung mit entgegen gesetzter Strömungsrichtung in das Gehäuse
eingeführt werden. Die zwei Öffnungen in der jeweiligen seitlichen Stirnwand sollten
dabei bevorzugt mit ihrem Flächenschwerpunkt in einer Ebene liegen, die den gleichen
Abstand zur mittleren Längsachse des Gehäuses und/oder zu den schlitzförmigen Einlassöffnungen
für die eingeführte Luftströmung hat.
[0025] Durch die von zwei gegenüberliegenden Seiten mit entgegen gesetzter Strömungsrichtung
eingeführte Zuluft bilden können sich zwei Luftwirbel ausbilden, in denen die Luft
ebenfalls mit entgegen gesetzter Strömungsrichtung rotiert. Die Luftwirbel drehen
sich dabei um zwei Achsen, die dann parallel zueinander ausgerichtet sind. Mit einer
solchen Ausführungsform kann eine Absaugung innerhalb eines größeren Bereichs ohne
einen wesentlich erhöhten Aufwand realisiert werden. Dabei sollten bei den beiden
in das Gehäuse eingeführten Luftströmen jeweils gleiche Strömungsgeschwindigkeiten
und Volumenströme eingehalten sein. Die beiden schlitzförmigen Einlassöffnungen sollten
gleich dimensioniert sein und eine gleiche Geometrie aufweisen.
[0026] Eine schlitzförmige Einlassöffnung kann über die gesamte Länge, also von einer seitlichen
Stirnwand bis zur anderen seitlichen Stirnwand reichen. Sie kann aber auch eine Länge
aufweisen, die mindestens 50% der Länge der Ansaugöffnung in dieser Richtung aufweist.
Sie kann als durchgehender Schlitz aber auch mit einer Reihenanordnung mehrerer Durchbrechungen
ausgebildet sein. Solche Durchbrechungen können durch Stege voneinander getrennte
Schlitze oder Bohrungen sein. Durchbrechungen können auch in mehr als einer Reihe
auf gesonderten Achsen angeordnet sein.
[0027] Bei Schlitzen sollte eine Spaltbreite im Bereich 3 mm bis 50 mm eingehalten sein,
die über die gesamte Länge konstant gehalten sein sollte. Bei anderen Geometrien von
Durchbrechungen sollte eine entsprechende Dimensionierung, beispielsweise ein solcher
Durchmesser, beachtet werden.
[0028] Die Länge der Ansaugöffnung sollte mindestens 80% der Länge L des Gehäuses zwischen
den beiden seitlichen Stirnwänden betragen.
[0029] Eine Aufskalierung, um innerhalb eines größeren Bereichs absaugen zu können, kann
durch eine nebeneinander Anordnung von zwei oder mehreren vorab beschriebener Vorrichtungen
erreicht werden.
[0030] Insbesondere bei Gehäusen mit einer großen Länge, bei denen lediglich an einer seitlichen
Stirnwand mindestens eine an eine Absaugeinrichtung angeschlossene Öffnung ausgebildet
ist, kann es vorteilhaft sein, dass eine seitliche Stirnwand an der die mindestens
eine Öffnung ausgebildet ist, eine größere Fläche, als eine gegenüberliegend angeordnete
seitliche Stirnwand, an der keine Öffnung ausgebildet ist, aufweist. Dadurch bildet
sich eine konische Verjüngung des Gehäuses aus und der innere freie Querschnitt bzw.
Innendurchmesser vergrößert sich sukzessive ausgehend von der Stirnwand ohne Öffnung
in Richtung auf die Stirnwand mit Öffnung. Dadurch werden die Strömungsverhältnisse
und insbesondere die für die Ausbildung des Luftwirbels und für die Absaugung durch
die Öffnung günstig beeinflusst. In Bereichen des Gehäuses die kleinere freie Querschnitte
aufweisen ist die Strömungsgeschwindigkeit höher. Sie reduziert sich dann in die Richtung
in die aus dem Gehäuse abgesaugt wird. Dadurch kann die Absaugwirkung aus Bereichen
die weiter vom Ort der eigentlichen Absaugung aus dem Gehäuse entfernt angeordnet
sind, wirksamer gemacht werden.
[0031] In diesem Fall kann durch eine entsprechend schräg geneigte Ausrichtung des Gehäuses
eine Anpassung der Ausrichtung der Ansaugöffnung vorgenommen werden.
[0032] Bei einer solchen Ausführungsform der Erfindung kann es vorteilhaft sein, die Ansaugöffnung
trapezförmig auszubilden.
[0033] Für eine vorteilhafte Beeinflussung der in das Gehäuse eingeführten Luftströmung
sollte eine Leiteinrichtung an der/den schlitzförmigen Einlassöffnung(en) vorhanden
sein, mit deren Hilfe die Strömungsrichtung der eingeführten Luftströmung über einen
Teil des im Inneren des Gehäuses zurück gelegten Weges konstant gehalten werden kann,
bevor sich die Strömungsrichtung der Krümmung des Luftwirbels anpasst. Diese Leiteinrichtung
sollten eine Mindestlänge von 5 mm, bevorzugt von mindestens 8 mm in ihre Wirkrichtung
aufweisen. Sie kann vollständig, teilweise außerhalb oder innerhalb des Gehäuses ausgebildet
bzw. wirksam sein. Als Leiteinrichtung können Leitbleche oder andere geeignete, z.B.
kanalförmige Elemente sein.
[0034] Die schlitzförmige(n) Einlassöffnung(en) sollte(n) unmittelbar an der Kante der Ansaugöffnung
angeordnet oder die Kante mit einer schlitzförmigen Einlassöffnung gebildet sein.
Im letztgenannten Fall kann ein Leitblech diese Kante bilden.
[0035] Bei einer Absaugung von Schadstoffe enthaltender Abluft wird erfindungsgemäß so vorgegangen,
dass ein kleinerer Volumenstrom als Zuluft in Form einer Luftströmung von einer Seite
in das Gehäuse eingeblasen wird. Zusätzlich wird aus dem Gehäuse über eine oder mehrere
Öffnungen aus dem Gehäuse ein im Vergleich dazu mehrfach größerer Volumenstrom abgesaugt.
Der gesamte abgesaugte Volumenstrom entspricht daher dem Volumenstrom an Zuluft für
die eingeführte Luftströmung und dem Volumenstrom der über die Ansaugöffnung in das
Gehäuse zusätzlich angesaugten Abluft enthaltenden Luft. Dabei soll ein Verhältnis
des Volumenstroms der eingeführten Luftströmung zum aus dem Gehäuse abgesaugten Volumenstrom
von mindestens 1 : 10 bis 5 : 10 eingehalten werden. So kann der Volumenstrom der
Absaugluft A im Bereich 1.500 m
3/h bis 7.500 m
3/h pro Vorrichtung und der Volumenstrom Zuluft Z die als eingeführte Luftströmung
über schlitzförmige Einlassöffnungen in das Gehäuse eingeführt wird, im Bereich 150
m
3/h bis 1.000 m
3/h liegen. Bevorzugt ist ein Verhältnis von Absaugluft zu Zuluft zwischen 3 zu 1 bis
10 zu 1.
[0036] Es wird deutlich, dass eine wesentlich kleinere Luftmenge abgesaugt werden muss,
um eine sichere Absaugung zu erreichen, als dies beim Stand der Technik der Fall war.
[0037] Die Strömungsgeschwindigkeit und der Volumenstrom, der über die schlitzförmige(n)
Einlassöffnung(en) eingeführten Luftströmung kann in Abhängigkeit des aus dem Gehäuse
abgesaugten Volumenstroms und dem freien Querschnitt der Öffnung(en), dem freien Querschnitt
der Ansaugöffnung, der Länge und Breite des Gehäuses und/oder der Ansaugöffnung sowie
des Abstandes der Ansaugöffnung zu der/den Öffnungen in den seitlichen Stirnwänden
gesteuert oder geregelt werden. Die Strömungsgeschwindigkeit der in das Gehäuse eingeführten
Luftströmung sollte mit größer werdender Spaltbreite der schlitzförmigen Einlassöffnung(en)
verkleinert werden. Sie kann hierfür auf einen Wert im Bereich 1 m/s bis 8 m/s eingestellt
oder geregelt werden.
[0038] So kann bei einer Spaltbreite von 5 mm eine Strömungsgeschwindigkeit im Spalt der
schlitzförmigen Einlassöffnung im Bereich 5 bis 6 m/s gewählt werden. Das Verhältnis
des Volumenstroms für die Luftströmung (Zuluft) und dem Volumenstrom der gesamten
Absaugluft kann dann ≤ 0,2 gehalten werden.
[0039] Bei größerer Spaltbreite von schlitzförmigen Einlassöffnungen von beispielsweise
25 mm kann eine Strömungsgeschwindigkeit zwischen 2,0 m/s und 3 m/s und ein Volumenstromverhältnis
zwischen 0,25 bis 0,35 gewählt werden.
[0040] Ein Gehäuse kann vorteilhaft auch teilweise doppelwandig ausgeführt und zwischen
den Wänden Hohlräume vorhanden sein. Durch diese Hohlräume kann dann Zuoder Absaugluft
geführt werden. So kann eine doppelwandige Ausführung um die Seiten- und Stirnwände
gewählt werden. Dies ist auch in einem Bodenbereich möglich. Lediglich die Ansaugöffnung
ist frei zu halten. Mit einer doppelwandigen Ausführung können außen liegende und
häufig störende Leitungen oder Schläuche vermieden werden.
[0041] Nachfolgend soll die Erfindung beispielhaft näher erläutert werden.
[0042] Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Beispiels einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Figur 2 das Beispiel nach Figur 1 in einer modifizierten Ausführung;
Figur 3 ein zweites Beispiel in einer schematischen perspektivischen Darstellung;
Figur 4 das Beispiel nach Figur 3 in einer modifizierten Ausführung;
Figuren 5A u. 5B in schematischer Form den Strömungsverlauf innerhalb einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Figur 6 eine Draufsicht auf ein Beispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und
Figur 7A u. 7B zwei Beispiele bei denen an schlitzförmigen Einlassöffnungen eine Leiteinrichtung
vorhanden ist.
[0043] Bei allen hier beschriebenen Beispielen weisen die Gehäuse 1 einen rechteckigen oder
quadratischen Querschnitt auf. Die mittlere Längsachse der Gehäuse 1 verläuft dabei
durch die Flächenschwerpunkte der seitlichen Stirnwände 5 und 6.
[0044] In Figur 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
gezeigt. Es ist ein Gehäuse 1 dargestellt, das von Seitenwänden 2 und 3, einer Bodenwand
4 sowie den seitlichen Stirnwänden 5 und 6 begrenzt wird und oben offen ist. Durch
diese Öffnung ist eine Ansaugöffnung 7 gebildet, über die Schadstoffe enthaltende
Abluft in die Vorrichtung eintreten kann. Die Stirnwand 6 weist eine Öffnung 6.1 auf,
an der eine Absaugeinrichtung (nicht dargestellt) angeschlossen ist, mit der Luft,
also auch Abluft aus dem Gehäuse 1, absaugt wird. Entlang der Seitenwand 3 befindet
sich oberhalb des oberen Randes der Öffnung 6.1 an der Kante der Ansaugöffnung 7 eine
schlitzförmige Einlassöffnung 3.1 durch die eine Luftströmung in das Gehäuse 1 zugeführt
wird. Durch das seitliche Einblasen der Luftströmung und das gleichzeitige Absaugen
an der Stirnseite des Gehäuses 1 wird im Gehäuse 1 ein Luftwirbel ausgebildet, der
um die mittlere Längsachse des Gehäuses 1 strömt.
[0045] Dieser Luftwirbel bildet sich über die gesamte Länge des Gehäuses 1 aus und gewährleistet
so eine starke Luftströmung innerhalb des gesamten Gehäuses 1, die die Schadstoffe
sicher an jeder Position erfasst und sie dadurch aus dem Gehäuse 1 absaugt werden
können. Auch an der am weitesten von der Öffnung 6.1. entfernten Stelle herrscht immer
noch eine ausreichende Strömung. Versuche haben ergeben, dass die mit der Erfindung
erforderlichen abzusaugenden Volumenströme gegenüber den bisher üblicherweise erforderlichen
Volumenströmen halbiert werden können. So kann eine Reduzierung des Volumenstroms
z.B. von 5.000 m
3/h auf 1.500 m
3/h, im Vergleich zu einer herkömmlichen Absauganlage, die bei vergleichbaren Bedingungen
betrieben werden soll, erreicht werden und dabei immer noch sicher abgesaugt werden
kann.
[0046] Bei einem durchgeführten Versuch betrug der Volumenstrom der seitlich eingeführten
Luftströmung 250 m
3/h. Die Zuführung kann durch einen Lüfter, der beispielsweise Außenluft oder Umgebungsluft
ansaugt, zugeführt werden. Die seitlich eingeführte Luftströmung bildet noch zusätzlich
einen Luftschleier, der ein Ausströmen eventuell aus dem Gehäuse 1 hochströmender
Schadstoffe aus dem Gehäuse 1 über die Ansaugöffnung verhindert. Es besteht auch die
Möglichkeit gereinigte Absaugluft in einem Kreislauf rückzuführen und diese als Luftströmung
durch eine schlitzförmige Einlassöffnung wieder genutzt werden kann, wodurch Heizkosten
reduziert werden können.
[0047] Mit dieser Anordnung konnte aus einem Gehäuse 1 mit einer Länge L1 bis zu 2 m gut
und sicher abgesaugt werden. Solche Gehäuse 1 können auch an den Seitenwänden 2 oder
3 aneinandergereiht werden, um größere Brenntische zu erhalten oder größere Bearbeitungsbereiche
abdecken zu können.
[0048] Bei den gezeigten und beschriebenen Beispielen wies ein Gehäuse 1 eine Breite B1
von 0,5 m auf. Die kleinste sinnvolle Höhe H1 lag bei 0,4 m. Es ist jedoch günstiger,
die Höhe H1 größer zu wählen, da die Höhe der Werkstückauflage und in das Gehäuse
1 fallendes Material (geschnittene Werkstücke, Schlacke, Spritzer) die Strömung nicht
stören sollen.
[0049] Eine Ausführungsform des in Figur 1 gezeigten Beispiels ist in Figur 2 dargestellt.
Dabei ist zusätzlich eine Öffnung 5.1 in der Stirnwand 5 vorhanden. Dadurch kann gleichzeitig
durch die Öffnungen 5.1 und 6.1 abgesaugt werden. Dies führt zu einer noch gleichmäßigeren
Strömung. Außerdem können noch längere Gehäuse 1 eingesetzt werden. Auch solche Gehäuse
1 können an den Seitenwänden 2 oder 3 aneinandergereiht werden, um noch größere Brenntische
zu erhalten und größere Bearbeitungsbereiche berücksichtigen zu können.
[0050] Bei dem in Figur 3 gezeigten Beispiel ist ein Gehäuse 1 vorhanden, das von Seitenwänden
2 und 3, einer Bodenwand 4 sowie den seitlichen Stirnwänden 5 und 6 begrenzt wird
und ebenfalls mit der Ansaugöffnung 7 oben offen ist. Die Stirnwand 6 weist zwei Öffnungen
6.1 und 6.2 auf, an die eine Absaugeinrichtung (nicht dargstellt) angeschlossen ist,
die die Abgas enthaltende Abluft aus dem Gehäuse 1 absaugt. Entlang der Seitenwände
2 und 3 sind oberhalb der oberen Kante der Öffnungen 6.1 und 6.2 zwei sich diametral
gegenüberliegend angeordnete schlitzförmige Einlassöffnungen 2.1 und 3.1 vorhanden,
durch die die Luftströmung zur Ausbildung jeweils eines Luftwirbels im Gehäuseinneren
eingeblasen wird. Das seitliche Einblasen und das Absaugen an der Stirnseite erzeugen
im Gehäuse 1 zwei gegenläufige Luftwirbel. Diese Luftwirbel bilden sich über die gesamte
Länge des Gehäuses 1 aus und gewährleisten so eine starke Luftströmung im gesamten
Gehäuse 1, die die Schadstoffe sicher an jeder Position absaugt. Auch an der am weitesten
von der Öffnung 6.1. oder 6.2 entfernten Position herrscht immer noch eine ausreichende
Strömung. Versuche haben ergeben, dass die bisher erforderlichen Volumenströme einer
vergleichbaren Absauganlage halbiert werden können. So kann eine Reduzierung, z.B.
von 5.000 m
3/h auf 2.500 m
3/h, bei ausreichender Separationswirkung erreicht werden. Bei durchgeführten Untersuchungen
betrug der Volumenstrom der seitlich eingeführten Luftströmung ca. 500 m
3/h. Die Zufuhr kann durch einen Lüfter erfolgen, der beispielsweise Außenluft oder
Umgebungsluft ansaugt. Die seitlich eingeführte Luftströmung bildet noch zusätzliche
Luftschleier, die ein Ausströmen eventuell aus dem Gehäuse 1 hochströmender Schadstoffe
verhindert. Mit dieser Anordnung konnte aus dem Gehäuse 1 mit einer Länge L1 bis zu
2 m gut abgesaugt werden. Gehäuse 1 können auch an den Seitenwänden 2 oder 3 aneinandergereiht
werden, um noch größere Brenntische zu erhalten. Ein Vorteil gegenüber dem Beispiel
nach Figur 1 ist, dass zwischen den beiden Öffnungen 6.1 und 6.2 keine Trennwand,
wie bei der Aneinanderreihung zweier Gehäuse 1 vorhanden ist, die das Schneiden behindern
könnten. Natürlich können auch solche Gehäuse 1 an den Seitenwänden 2 oder 3 aneinandergereiht
werden, um noch größere Brenntische zu erhalten und größere Bereiche überdecken zu
können.
[0051] Ein weiteres Beispiel zeigt Figur 4, wobei hier im Vergleich zum in Figur 3 gezeigten
Beispiel zusätzlich zwei Öffnungen 5.1 und 5.2 in der Stirnwand 5 vorhanden sind.
Es wird durch die Öffnungen 5.1 und 5.2 sowie 6.1 und 6.2 abgesaugt. Dies führt zu
einer noch gleichmäßigeren Strömung. Außerdem können noch längere Gehäuse 1 gebaut
werden. Natürlich können auch diese Gehäuse 1 an den Seitenwänden 2 oder 3 aneinandergereiht
werden, um noch größere Brenntische zu erhalten.
[0052] Es besteht weiterhin die Möglichkeit ein oder mehrere aneinander gereihte Gehäuse
1 in Abhängigkeit von der Lage des Brenners oder der Abgasentstehungsposition mit
zu verfahren.
[0053] Durch die Einstellung der Volumenströme der aus dem Gehäuse 1 abgesaugten Abluft
und der mit der Luftströmung zugeführten Zuluft Z kann die Wirbelstärke des Luftwirbels
innerhalb des Gehäuses 1 beeinflusst und der Gehäusegröße angepasst werden. Die o.g.
Zahlenwerte sind lediglich Beispiele und eine entsprechende Anpassung kann relativ
einfach und ggf. mit Durchführung von Untersuchungen schnell und mit geringem Aufwand
vorgenommen werden. Weiterhin kann durch die Wahl der Spaltbreite der Öffnungen 2.1
und 3.1 die Wirbelstärke des/der Luftwirbel beeinflusst werden.
[0054] Oberhalb der schlitzförmigen Einlassöffnungen 2.1 und 3.1 für die Zuluft Z kann sich
eine Werkstückauflage befinden. Deren Öffnungen können einen Durchmesser von 25 bis
250 mm oder einen dem entsprechenden Flächeninhalt aufweisen.
[0055] Es kann eine Umschaltung der Ab- und Zuluft zwischen aneinander gereihten Gehäusen
1 erfolgen.
[0056] Bei den Beispielen nach den Figuren 3 und 4 ist bei gleicher Höhe H1 die Breite B1
im Vergleich zu den Beispielen nach den Figuren 1 und 2 doppelt so groß.
[0057] Mit den Figuren 5A und 5B sollen Strömungsverhältnisse bei einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung verdeutlicht werden. Es ist erkennbar, wie Zuluft Z über eine schlitzförmige
Einlassöffnung in ein Gehäuse 1 als tangentiale Luftströmung eingeführt werden kann.
Gleichzeitig wird Absaugluft A über die Öffnung 6.1 abgesaugt. Die Vektoren der Zuluft
Z beim Einströmen in das und der Absaugluft aus dem Gehäuse 1 sind bei diesem Beispiel
senkrecht zueinander ausgerichtet. Die Zuluft Z kann aber auch in einem Winkel schräg
geneigt, beispielsweise mit einem Winkel 45° bis 135°, in das Gehäuse 1 gerichtet
werden. Dabei sollte beachtet werden, dass die Strömungsrichtung der Luftströmung
den ausgebildeten Luftwirbel beachtet und diese auf den radial äußeren Rand des Luftwirbels
auftrifft.
[0058] Dabei sind in der Figur 5A Winkelverhältnisse für in das Gehäuse 1 einströmende Zuluft
Z mit dem Winkel α und der Winkel β, der zwischen der Oberkante der Stirnwand 2 oder
3 und dem Flächenschwerpunkt der Öffnungen 5.1, 5.2, 6.1 oder 6.2 liegt, dargestellt.
Diese Winkel sollten so gewählt sein, dass α kleiner als β und bevorzugt α ≤ β/2 ist.
[0059] Die Öffnung 6.1 in Figur 5A hat einen kreisförmigen und die Öffnung 6.1 in Figur
5B hat einen achteckigen Querschnitt.
[0060] Die Zuluft wird als Luftströmung in Folge der Absaugwirkung um einen sich im Gehäuse
1 herausbildenden an seiner in Richtung Ansaugöffnung 7 weisenden Seite des dort annähernd
kreisförmig strömenden Luftwirbel herum gezogen und deckt dabei den Luftwirbel mit
seiner eigenen Strömung in Richtung auf die Ansaugöffnung 7 ab, so dass ein Austreten
von Schadstoffen und darin enthaltenen Partikeln, wie z.B. heiße Schlacke oder Funken,
aus dem Gehäuse 1 verhindert werden kann. Die so zugeführte Zuluft Z tritt dann in
den Luftwirbel ein und kann dann mit der gesamtem aus dem Gehäuse 1 abgesaugten Absaugluft
A einer weiteren Nachbehandlung, z.B. einer Filterung in herkömmlicher Form zugeführt
werden.
[0061] Mit der in Figur 6 gezeigten Draufsicht auf ein Beispiel soll verdeutlicht werden,
dass es möglich ist, die über schlitzförmige Öffnungen 2.1 oder 3.1 eingeführte Zuluft
Z in einem Winkel γ in das Gehäuse 1 einströmen zu lassen, der von 90 ° in Bezug zur
Längsachse des Gehäuses 1 abweicht, ohne dass es größere Probleme bei der Ausbildung
eines Luftwirbels gibt und auch so eine sichere Absaugung der Abluft erreichbar ist.
Der Winkel kann zwischen 45° und 135° gewählt sein.
[0062] Die Figuren 7A und 7B zeigen in schematischer Darstellung schlitzförmige Einlassöffnungen
2.1 und 3.1 an denen jeweils eine Leiteinrichtung 8 ausgebildet ist, mit denen die
eingeführte Luftströmung in ihrer Strömungsrichtung beim Einströmen in das Gehäuse
1 beeinflusst werden kann. Die Leiteinrichtungen 8 können als Stege, die wie in den
Figuren 7A und 7B gezeigt in das Innere einer Doppelwand 11 des Gehäuses 1 hineinragen
ausgebildet sein. Die Luftströmung wird zwischen den beiden Wänden des Gehäuses 1
zugeführt und kann dann mittels der Leiteinrichtung 8, durch die die Luftströmung
in das Gehäuse strömt beeinflusst werden. Die Leiteinrichtungen 8 haben in dieser
Strömungsrichtung eine Länge von mindestens 5 mm.
[0063] Die Leiteinrichtungen 8 können aber auch in nicht dargestellter Form durch eine Wand
des Gehäuses 1 geführt sein, so dass sie teilweise oder vollständig in das Gehäuse
1 hineinragen, in dem sich ein Luftwirbel ausbildet.
[0064] In den Figuren 7A und 7B ist die Ansaugöffnung von einem Schutzgitter 9 abgedeckt.
Zu dieser sollte ein Mindestabstand H
M eingehalten sein, der 5 mm und mehr betragen soll.
[0065] Außerdem können Leiteinrichtungen 8 so ausgebildet sein, dass ihre Spalthöhe H
S verändert werden kann. Auch dadurch kenn Einfluss auf die Absaugwirkung genommen
werden. Es kann so eine Beeinflussung der Strömungsgeschwindigkeit und der Strömungseigenschaften
der in das Gehäuse 1 einströmenden Luftströmung erreicht werden. Letzteres betrifft
insbesondere die Anteile an laminarer und turbulenter Luftströmung.
[0066] In Strömungsrichtung der zugeführten Luftströmung vor den Leiteinrichtungen 8 können
Elemente 10 für eine Vergleichmässigung/Homogenisierung der Luftsrömung vor dem Eintritt
in das Gehäuse angeordnet werden. Dadurch kann eine zumindest nahezu konstante Strömungsgeschwindigkeit
und ein zumindest nahezu konstanter Volumenstrom über die gesamte Länge der Einlassöffnungen
2.1 und 3.1 erreicht werden. Für solche Elemente 10 eignen sich beispielsweise ausreichend
poröse Metallfasergewebe oder ein solches Gewebevlies. Für diese Elemente 10 können
aber auch Lochbleche oder eine Gitterstruktur eingesetzt werden.
[0067] Das in Figur 7B gezeigte Beispiel betrifft eine Möglichkeit mit einer Doppelwand
12 des Gehäuses 1, die als Trennwand in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei
Kammern, angeordnet ist. Durch diese Doppelwand 11 kann die Luftströmung zugeführt
und mittels der Leiteinrichtung 8 gezielt über die Einlassöffnungen in die Kammern
zur Absaugung strömen.
Bezugszeichenliste:
[0068]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Seitenwand
- 2.1
- schlitzförmige Einlassöffnung in Seitenwand 2
- 3
- Seitenwand
- 3.1
- schlitzförmige Einlassöffnung in Seitenwand 3
- 4
- Bodenwand
- 5
- Stirnwand
- 5.1
- Öffnung in Stirnwand 5
- 5.2
- Öffnung in Stirnwand 5
- 6
- Stirnwand
- 6.1
- Öffnung in Stirnwand 6
- 6.2
- Öffnung in Stirnwand 6
- 7
- Ansaugöffnung
- 8
- Leiteinrichtung
- 9
- Schutzgitter
- 10
- Element für eine Vergleichmässigung der Luftströmung
- 11
- Doppelwand
- 12
- Doppelwand
- A
- Absaugluft
- B1
- Breite
- L1
- Länge
- H1
- Höhe
- W
- Luftwirbel
- Z
- Zuluft
- HM
- Mindestabstand
- HS
- Spalthöhe
- α
- Winkel mit dem Zuluft Z in das Gehäuse einströmt
- β
- Winkel zwischen Oberkante einer Seitenwand und dem Flächenschwerpunkt einer in einer
Stirnwand ausgebildeten Öffnung
1. Vorrichtung zur Absaugung von Schadstoffe enthaltender Abluft, bei der an einer Seite
eines Gehäuses (1) eine Ansaugöffnung (7) und an mindestens einer seitlichen Stirnwand
(5, 6) mindestens eine Öffnung (5.1, 5.2, 6.1, 6.1), an die eine Absaugeinrichtung
angeschlossen ist/sind, ausgebildet sind,
dabei die Ansaugöffnung (7) parallel zur mittleren Längsachse des Gehäuses (1) oder
in einem Winkel kleiner 90° in Bezug zur mittleren Längsachse des Gehäuses (1) und
im Gehäuse (1) parallel zu einer Kante der Absaugöffnung,
mindestens eine in einem Abstand zur mittleren Längsachse des Gehäuses (1) und der
mindestens einen Öffnung (5.1, 5.2, 6.1, 6.2) angeordnete schlitzförmige Einlassöffnung
(2.1, 3.1) ausgebildet ist,
über die eine Luftströmung in das Gehäuse (1) einführbar ist und
an der/den schlitzförmigen Einlassöffnung(en) (2.1, 3.1) eine Leiteinrichtung (8)
für die in das Gehäuse (1) eingeführte Luftströmung angeordnet ist, die eine Mindestlänge
von 5 mm aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwände (5, 6) in einem Winkel im Bereich 70° bis 110° zur mittleren Längsachse
des Gehäuses (1) ausgerichtet sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) senkrecht zu seiner mittleren Längsachse einen quadratischen, rechteckigen,
kreisförmigen, vieleckigen oder teilkreisförmigen Querschnitt aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung(en) (5.1, 5.2, 6.1, 6.1) in der den seitlichen Stirnwand/-wänden (5,
6) zumindest in der oder zumindest in unmittelbarer Nähe der mittleren Längsachse
des Gehäuses (1) angeordnet ist/sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer seitlichen Stirnwand (5, 6) zwei Öffnungen (5.1, 5.2, 6.1, 6.2),
die an eine Absaugeinrichtung angeschlossen sind, und zwei sich diametral gegenüberliegend
angeordnete schlitzförmige Einlassöffnungen (2.1, 3.1) vorhanden sind, über die jeweils
eine Luftströmung mit entgegen gesetzter Strömungsrichtung in das Gehäuse (1) einführbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine schlitzförmige Einlassöffnung (2.1, 3.1) eine Länge aufweist, die mindestens
50% der Länge der Ansaugöffnung (7) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine schlitzförmige Einlassöffnung (2.1, 3.1) eine Spaltbreite im Bereich 3 mm bis
50 mm aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugöffnung (7) eine Länge aufweist, die mindestens 80% der Länge L1 des Gehäuses
(1) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Stirnwände (5, 6) bei einer an einer Seitenwand ausgebildeten schlitzförmigen
Einlassöffnung (3.1) mindestens eine Höhe H1 aufweisen, die mindestens 80 % ihrer
Breite B1 und bei zwei sich gegenüberliegend angeordneten schlitzförmigen Einlassöffnungen
(2.1 und 3.1) mindestens 80 % der Hälfte der Breite B1 in einer senkrecht dazu ausgerichteten
Achsrichtung entspricht.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugöffnung (7) mit einem Schutzgitter abgedeckt ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine seitliche Stirnwand (6) an der mindestens eine Öffnung (6.1, 6.2) ausgebildet
ist, eine größere Fläche, als eine gegenüberliegend angeordnete Stirnwand (5), an
der keine Öffnung ausgebildet ist, aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugöffnung (7) rechteckig, quadratisch oder trapezförmig ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine schlitzförmige Einlassöffnung (2.1, 3.1) mit einer Reihenanordnung mehrerer
Durchbrechungen gebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α mit dem Zuluft Z in das Gehäuse (1) einströmt kleiner als der Winkel
β zwischen der Oberkante einer Seitenwand (2 oder 3) und dem Flächenschwerpunkt einer
Öffnung (5.1, 5.2, 6.1, 6.2) ist.
15. Verfahren zur Absaugung von Schadstoffe enthaltender Abluft, bei dem durch mindestens
eine schlitzförmige Einlassöffnung (2.1, 3.1), die parallel zur und an einer Kante
einer an einem Gehäuse (1) ausgebildeten Ansaugöffnung (7) angeordnet ist, durch die
eine Luftströmung in das Gehäuse (1) eingeführt und
gleichzeitig durch mindestens eine in einer senkrecht zur mittleren Längsachse des
Gehäuses (1) ausgerichteten seitlichen Stirnwand (2, 3) ausgebildete Öffnung (5.1,
5.2, 6.1, 6.2), die an eine Absaugeinrichtung angeschlossen ist, ein Volumenstrom
aus dem Gehäuse (1) abgesaugt wird, der größer als der Volumenstrom, der mit der Luftströmung
in das Gehäuse (1) eingeführt wird, ist und
mittels der in einem Abstand zur mindestens einen Öffnung (5.1, 5.2, 6.1, 6.2) in
das Gehäuse (1) durch die schlitzförmige(n) Einlassöffnung(en) (2.1, 3.1) eingeführten
Luftströmung ein Luftwirbel um die Längsachse des Gehäuses (1) im Inneren des Gehäuses
(1) ausgebildet wird; dabei
die Strömungsgeschwindigkeit, der durch die schlitzförmige(n) Einlassöffnung(en) (2.1,
3.1) eingeführten Luftströmung auf einen Wert im Bereich 1 m/s bis 8 m/s eingestellt
oder geregelt und/oder
ein Verhältnis des Volumenstroms der eingeführten Luftströmung zum aus dem Gehäuse
(1) abgesaugten Volumenstrom von mindestens 1 : 10 bis 5 : 10 eingehalten wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit und der Volumenstrom, der über die schlitzförmige(n)
Einlassöffnung(en) (2.1, 3.1) eingeführten Luftströmung in Abhängigkeit des aus dem
Gehäuse (1) abgesaugten Volumenstroms und dem freien Querschnitt der Öffnung(en) (5.1,
5.2, 6.1, 6.2), dem freien Querschnitt der Ansaugöffnung (7), der Länge und Breite
des Gehäuses (1) und/oder der Ansaugöffnung (7) sowie des Abstandes der Absaugöffnung
zu der/den Öffnungen (5.1, 5.2, 6.1, 6.2) gesteuert oder geregelt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsgeschwindigkeit der in das Gehäuse (1) eingeführten Luftströmung bei
einer größeren Spaltbreite der schlitzförmigen Einlassöffnung(en) (2.1, 3.1) kleiner
eingestellt wird, als bei einer kleineren Spaltbreite.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer vergrößerten Spaltbreite einer schlitzförmigen Einlassöffnung (2.1 3.1)
und kleinerer Strömungsgeschwindigkeit der eingeführten Luftströmung, der Volumenstrom
der eingeführten Luftströmung in Bezug zum abgesaugten Volumenstrom auf einen größeren
Wert eingestellt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftströmung radial außen und tangential zum um die Längsachse des Gehäuses (1)
ausgebildeten Luftwirbel durch die schlitzförmige(n) Einlassöffnung(en) (2.1, 3.1)
in das Gehäuse (1) eingeführt wird.