[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaftantrieb für einen Webschaft einer Webmaschine.
Ein solcher Schaftantrieb geht beispielsweise aus der
EP 1 975 292 A1 hervor. Der Schaftantrieb ist dort als Exzentermaschine mit Kurvenscheiben ausgeführt,
wobei ein an der Kurvenscheibe anliegender Kurvenfolger mit dem Webschaft der Webmaschine
verbunden ist. Entsprechend der Kontur der Kurvenscheibe ist der Bewegungsverlauf
des Webschaftes vorgegeben. Die dort beschriebene Kurvenscheibe weist vier aufeinander
folgende Sektoren auf, wobei zwei der Sektoren eine Fachwechselbewegung von der ersten
zur zweiten Offenfachstellung bzw. umgekehrt vorgeben. Dazwischen liegend ist jeweils
ein Kurvenscheibensektor vorhanden, der eine Pendelbewegung ohne Rast im Bereich der
jeweiligen Offenstellung hervorruft.
[0002] Auch aus
US 2006/0144459 A1 sowie
US 2005/0056334 A1 gehen Webmaschinen mit einem Schaftantrieb hervor, bei denen der Webschaft eine Bewegung
ohne Stillstandsphase ausführt. Der Webschaft führt dabei in den Offenfachstellungen
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fachwechselbewegungen eine fortgesetzte und insbesondere
pendelnde Bewegung durch.
[0003] Die
DE 27 44 795 C2 und
DE 36 23 016 C1 betreffen Webmaschinen zum Doppelflorweben mit einem Polfaden. Zur Einstellung der
gewünschten Polfadenlänge werden die das Webfach für das Obergewebe bildenden Webschäfte
in ihrer jeweiligen Position kontinuierlich mit einem vorgegebenen Hub auf und ab
bewegt. Der Schusseintrag für das Obergewebe findet auf Höhe des Untergewebes statt.
Durch die Hubbewegung der beiden Webschäfte für das Obergewebe wird der Schussfaden
zum Obergewebe angehoben und auf dieser Höhe durch das Blatt angeschlagen. Die Webschäfte
für das Untergewebe führen eine solche Hubbewegung nicht aus, sondern nehmen eine
Raststellung ein. Eine Rastposition der Webschäfte für das Obergewebe ist demgegenüber
nicht vorgesehen. Die Bewegung Webschäfte für das Obergewebe ergibt sich aus der Überlagerung
der Hubbewegung mit einer Grundbewegung. Die Phasenlage der Hub- gegenüber der Grundbewegung
ist einstellbar.
[0004] Aus der
EP 0699 786 A2 ist es bekannt den Webschaft nach der Fachwechselbewegung unmittelbar in seine Rastposition
zu bringen. Dadurch ergeben sich hohe Grundbeschleunigungen und eventuell Beschleunigungssprünge,
so dass sehr große Beschleunigungsänderungen auftreten, welche sich nachteilig auf
die bewegten Webschäfte auswirken und einen hohen Energiebedarf nach sich ziehen.
[0005] Ferner zeigt die
JP 3987 828 B2 die Möglichkeit die Webschaftbewegung aus vorgegebenen Teilbewegungen zusammenzusetzen
und entsprechend zu steuern. Aus der Rastposition heraus findet ein abrupter Übergang
in die Fachwechselbewegung statt, der einen Beschleunigungssprung und mithin eine
sehr große Beschleunigungsänderung erzeugt.
[0006] Ausgehend hiervon kann es als eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung angesehen werden,
einen möglichst ruckund stoßfreien Bewegungsverlauf des Webschaftes sicherzustellen
und dabei eine länger andauernde Pendelbewegung zu vermeiden und dies in Verbindung
mit niedrigen Beschleunigungswerten und unter strikter Vermeidung von Beschleunigungsspitzen,
wie sie bei bekannten Systemen unvermeidlich sind.
[0007] Dies wird durch einewebmaschine gemäß Patentanspruch 1 erreicht. Dabei ist der Bewegungsverlauf
des Webschaftes so vorgegeben, dass dieser nach Erreichen eines ersten Umkehrpunktes
innerhalb einer ersten Offenfachstellung in einen Ruheabschnitt überführt wird. Innerhalb
des Ruheabschnitts wird der Webschaft vorzugsweise unmittelbar anschließend an den
ersten Umkehrpunkt dazu veranlasst, eine erste Übergangsbewegung auszuführen, durch
die er in eine Rastposition überführt wird. Die Position oder der Hub des Webschaftes
in der Rastposition entspricht in etwa dem Hub im ersten Umkehrpunkt. Während der
ersten Übergangsbewegung erteilt der Schaftantrieb dem Webschaft eine Bewegung ohne
Stillstands- oder Rastphase. Diese erste Übergangsbewegung sorgt dafür, dass die Beschleunigungsänderung
beim Bewegen des Webschaftes vom ersten Umkehrpunkt in die Rastposition keine Beträge
annimmt, die über einem zulässigen Grenzwert liegen. Insbesondere Beschleunigungssprünge
werden durch die erste Übergansbewegung vermieden. Während der ersten Übergangsbewegung
durchläuft der Webschaft einen zwischen den beiden Offenfachstellungen liegenden Richtungswechselpunkt,
in dem er seine Bewegungsrichtung ändert und in die Rastposition bewegt wird. Während
der Bewegung durch diesen Richtungswechselpunkt folgt er in einer ersten Bewegungsphase
der ersten Übergangsbewegung einer ersten Bewegungsverlaufsvorgabe, die durch den
Schaftantrieb vorgegeben ist. An die erste Bewegungsphase schließt sich unmittelbar
eine zweite Bewegungsphase an, die durch eine sich von der ersten Bewegungsverlaufsvorgabe
unterscheidende zweite Bewegungsverlaufsvorgabe definiert ist. Auf die zweite Bewegungsphase
folgt unmittelbar der Stillstand des Webschaftes in der Rastposition.
[0008] Somit führt der Webschaft nach dem Erreichen des ersten Umkehrpunktes in der ersten
Offenfachstellung eine einmalige Pendelbewegung durch den Richtungswechselpunkt aus
und wird anschließend in die Rastposition überführt. Eine fortgesetzte Pendelbewegung
bis zum nächsten Fachwechsel kann vermieden werden. Unnötige Hubbewegungen des Webschaftes
und ein daraus resultierender unnötiger Energieverbrauch sind vermieden. Dennoch ergibt
sich ein sanfter Übergang vom ersten Umkehrpunkt in die Rastposition der ersten Offenfachstellung.
[0009] Die Bewegungsverlaufsvorgabe könnte auch als Bewegungsgesetz bezeichnet werden. Jedes
Bewegungsgesetz gibt eine einheitliche und insbesondere stetige und sprungfreie Funktion
vor, gemäß der sich der Webschaft bewegen soll. Diese Funktion ist beispielsweise
abhängig von der Zeit oder dem Rotationswinkel der Antriebswelle des Schaftantriebs
definiert.
[0010] Vorzugsweise ist der Gesamtbewegungsverlauf des Webschaftes wenigstens zweimal stetig
differenzierbar. Unter dem Bewegungsverlauf ist die Hubpositon des Webschaftes abhängig
vom Rotationswinkel der Antriebswelle des Schaftantriebes der Webmaschine zu verstehen.
Es ist vorteilhaft, wenn der Bewegungsverlauf einer Fachwechselbewegung vom ersten
Umkehrpunkt einer ersten Offenfachstellung in den zweiten Umkehrpunkt der jeweils
anderen bzw. zweiten Offenfachstellung auf Basis einer harmonischen Funktion, insbesondere
einer sinusförmigen Funktion, vorgegeben ist. Es ist weiterhin von Vorteil, wenn auch
die erste Bewegungsverlaufsvorgabe und oder die zweite Bewegungsverlaufsvorgabe auf
Basis einer harmonischen Funktion vorgegeben sind. Dadurch kann auf einfache Weise
die mehrmalige stetige Differenzierbarkeit des Bewegungsverlaufs des Webschaftes erreicht
werden.
[0011] Die Bewegung des Webschaftes muss bei der Fachwechselbewegung mit den anderen Teilen
der Webmaschine synchronisiert werden, da beispielsweise der Schusseintrag nur dann
erfolgen darf, wenn das Webfach ausreichend geöffnet ist. Daher ist es vorteilhaft,
wenn die Dauer einer Fachwechselbewegung vom ersten Umkehrpunkt einer Offenfachstellung
zum zweiten Umkehrpunkt der jeweils anderen Offenfachstellung der Periodendauer einer
Schusseintragsperiode von einem Schusseintrag bis zum nächsten Schusseintrag entspricht.
Beispielsweise kann die Fachwechselbewegung während eines Schusseintrags beginnen
und während des darauf folgenden Schusseintrags enden. Es ist allerdings nicht zwingend,
dass die Fachwechselbewegung mit den Anfangs- bzw. Endpunkten der Schusseintragsperioden
P exakt übereinstimmt. Maßgebend ist nur, dass die Schusseinträge störungsfrei stattfinden
können. Dies ist der Fall, wenn ein minimale Fachhub zu Beginn des Schusseintrags
und an dessen Ende erreicht ist.
[0012] Verbleibt der Webschaft in einer seiner Offenfachstellungen ist eine Synchronisation
des Bewegungsverlaufs des Webschaftes mit anderen Teilen der Webmaschine nicht erforderlich,
insbesondere muss der Schusseintrag nicht mit der ersten Übergangsbewegung des Webschaftes
synchronisiert werden. In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn die Dauer der
ersten Übergangsbewegung unabhängig von der Periodendauer der Schusseintragsperiode
zwischen zwei aufeinander folgenden Schusseinträgen ist. Dadurch besteht die Möglichkeit,
die erste Übergangsbewegung hinsichtlich der Ruck- und Stoßfreiheit zu optimieren,
Beschleunigungssprünge zu vermeiden und auch den Betrag des maximalen Beschleunigungswerts
zu minimieren. Die Dauer der ersten Übergangsbewegung kann dabei kürzer oder länger
sein als die Periodendauer der Schusseintragsperiode.
[0013] Der Schaftantrieb kann auch während der zweiten Offenfachstellung einen Ruheabschnitt
mit einer Rastposition aufweisen, wobei die Position des Webschafts im Wesentlichen
der Position des Webschafts im zweiten Umkehrpunkt entspricht. Dies ist dann sinnvoll,
wenn der Webschaft sowohl nach der Fachwechselbewegung in die erste Offenfachstellung,
als auch nach der Fachwechselbewegung in die zweite Offenfachstellung über mehrere
Schusseinträge, beispielsweise mindestens drei Schusseinträge, in der entsprechenden
Offenfachstellung gehalten werden soll, bevor die nächste Fachwechselbewegung ausgeführt
wird.
[0014] Die erste Übergangsbewegung kann mit einer Schusseintragsperiode beginnen und die
erste Bewegungsphase kann vor der darauf folgenden Schusseintragsperiode enden. Es
ist dabei ferner möglich, dass die erste Übergangsbewegung mit einer Schusseintragsperiode
beginnt und die zweite Bewegungsphase erst in der darauf folgenden Schusseintragsperiode
endet. Eine Synchronisation mit den Schusseinträgen, bzw. den Schusseintragsperioden
ist nicht erforderlich. Die erste Übergangsbewegung kann hinsichtlich der Webschaftbeschleunigungen
beziehungsweise Beschleunigungsänderungen optimiert werden.
[0015] Bei einer besonders einfach zu realisierenden Ausführungsform wird der Bewegungsverlauf
über eine Kurvenscheibe der Abtriebseinrichtung vorgegeben. Der Schaftantrieb ist
dabei als Exzenterantrieb ausgeführt.
[0016] Um einen ruck- und stoßfreien Bewegungsverlauf des Webschaftes innerhalb des Ruheabschnitts
aus der Rastposition in den ersten Umkehrpunkt der ersten Offenfachstellung zu gewährleisten,
bevor der Webschaft anschließend eine Fachwechselbewegung ausführt, ist es vorteilhaft,
wenn der Webschaft eine zweite Übergangsbewegung durchläuft. Die zweite Übergangsbewegung
entspricht dem Bewegungsablauf der beschriebenen ersten Übergangsbewegung in umgekehrter
Reihenfolge. Das heißt, dass die erste Übergangsbewegung, die vom ersten Umkehrpunkt
in die Rastposition geführt hat bei der zweiten Übergangsbewegung in umgekehrter Reihenfolge
ausgeführt wird, so dass der Webschaft aus der Rastposition in den ersten Umkehrpunkt
gebracht und von dort aus ohne unzulässig große Beschleunigung eine Fachwechselbewegung
in den zweiten Umkehrpunkt der zweiten Offenfachstellung ausführen kann. Die selben
Abläufe können auch in einer weiteren Rastposition in der zweiten Offenfachstellung
ausgeführt werden, sofern dort eine Rastposition vorgesehen sein sollte. Um die sich
an den Ruheabschnitt anschließende Fachwechselbewegung mit dem Schusseintrag zu synchronisieren,
erreicht der Webschaft den sich an die Rastposition anschließenden Umkehrpunkt der
Offenfachstellung zum Zeitpunkt des Beginns einer Schusseintragsperiode. Die zweite
Übergangsbewegung endet daher zu Beginn einer Schusseintragsperiode.
[0017] Der Schussfadeneintrag kann bei der Webmaschine abhängig vom Rotationswinkel der
Antriebswelle erfolgen, zum Beispiel einmal pro Umdrehung.
[0018] Bei einer erfindungsgemäßen Kurvenscheibe für einen Schaftantrieb kann diese über
die Antriebswelle angetrieben und über die Abtriebsrichtung mit dem Webschaft verbunden
werden. Der sich in Umfangsrichtung ändernde Radius der Kurvenscheibe bestimmt den
Bewegungsverlauf des Webschaftes abhängig vom Rotationswinkel der Kurvenscheibe. Ein
erster Kurvenscheibensektor gibt die Übergangsbewegung vor, bei der der Webschaft
wie beschrieben während des Ruheabschnitts vom ersten Umkehrpunkt der ersten Offenfachstellung
in die Rastposition überführt wird. Dieser erste Kurvenscheibensektor weist zwei Sektorabschnitte
auf, wobei der erste Sektorabschnitt die erste Bewegungsphase durch den Umkehrpunkt
definiert. Der sich daran anschließende zweite Sektorabschnitt bestimmt die sich an
die erste Bewegungsphase unmittelbar anschließende zweite Bewegungsphase des Webschaftes
in die Rastposition.
[0019] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung und weitere Merkmale ergeben sich aus
den abhängigen Patentansprüchen und der Beschreibung. Die Beschreibung beschränkt
sich auf wesentliche Merkmale der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten und wird durch
die Zeichnung ergänzt. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Schaftantriebs mit einem Webschaft,
Figur 2 eine schematische Darstellung einer Kurvenscheibe in Richtung der Rotationsachse,
Figur 3 ein erstes Ausführungsbeispiel des Bewegungsverlaufs abhängig vom Rotationswinkel
einer Antriebswelle des Schaftantriebs,
Figur 4 einen Ausschnitt des Bewegungsverlaufs des Webschaftes nach Figur 3, sowie
den zugehörigen Verlauf der Webschaftbeschleunigung jeweils abhängig vom Rotationswinkel
der Antriebswelle und
Figur 5 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Bewegungsverlaufs des Webschaftes abhängig
vom Rotationswinkel der Antriebswelle des Schaftantriebs.
[0020] In Figur 1 ist schematisch ein Schaftantrieb 10 dargestellt, der über ein Gestänge
11 mit einem Webschaft 12 verbunden ist. Der Schaftantrieb 10 ist beim Ausführungsbeispiel
als Exzenterantrieb ausgeführt, wobei die Rotationsbewegung einer Antriebswelle 13
in eine hin und her schwingende Bewegung einer Schwinge 14 umgesetzt wird, die mit
dem Gestänge 11 verbunden ist. Auf diese Weise führt die Rotationsbewegung der Antriebswelle
13 zu einer oszillierenden Hubbewegung H des Webschaftes 12, die insbesondere in Vertikalrichtung
ausgeführt wird. Eine Webmaschine umfasst in der Regel mehrere Webschäfte 12, die
jeweils über ein Gestänge 11 mit jeweils einer Schwinge 14 des Schaftantriebs 10 verbunden
sind.
[0021] Mit der Antriebswelle 13 ist eine Kurvenscheibe 15 drehfest gekoppelt, wie sie in
Figur 2 schematisch gezeigt ist. Die Kurvenscheibe 15 rotiert um ihre Drehachse 16.
Ein Nockenfolger 17 liegt an der Außenkontur der Kurvenscheibe 15 an, so dass sein
Abstand von der Drehachse 16 durch den Radius r der Kurvenscheibe 15 bestimmt wird,
wobei sich der Radius r in Umfangsrichtung der Kurvenscheibe 15 ändert. Über den Nockenfolger
17 werden die Schwingen 14 des Schaftantriebs 10 bewegt und eine entsprechende Hubbewegung
H des Webschaftes 12 hervorgerufen.
[0022] Der Schaftantrieb 10 veranlasst einen vorgegebenen Bewegungsverlauf des Webschaftes
12. Der Bewegungsverlauf ist als Hub H in Abhängigkeit vom Rotationswinkel ϕ der Antriebswelle
13 vorgegeben und in Figuren 3-5 anhand verschiedener Beispiele dargestellt. Der Webschaft
12 führt eine Hubbewegung H durch, wobei er zwischen einer ersten Offenfachstellung
O1 und einer zweite Offenfachstellung 02 hin und her bewegt wird. Um ein Webfach zu
bilden sind mindestens zwei Webschäfte 12 erforderlich, wobei der erste Webschaft
beispielsweise in der Offenfachstellung O1 und der zweite in der Offenfachstellung
02 ist. Die Offenfachstellung O1, 02 ist die Stellung des Webschaftes 12 mit einem
betragsmäßigen Mindesthub H
min. Sobald der Webschaft 12 diesen Mindesthubbetrag H
min erreicht oder überschritten hat, befindet er sich in der zugeordneten Offenfachstellung
O1 (bei H >= +H
min) oder 02 (bei H <= -H
min). Es kann bereits mit der Schusseintragung begonnen werden, wenn die Webschäfte jeweils
den Mindesthub erreicht haben, auch wenn sie ihren maximalen Hub noch nicht erreicht
haben. Die Offenfachstellung O1, 02 umfassen einen Hubbereich, der bis zu einem Drittel
des gesamten Hubs H (ϕ) des Webschaft 12 umfassen kann. Den maximalen Hub H
max erreicht der Webschaft 12 in den Umkehrpunkten T1, T2 der Offenfachstellungen O1,
02. Der erste Umkehrpunkt T1 ist die Stellung betragsmäßig maximalen Hubes H
max in der ersten Offenfachstellung O1 und der zweite Umkehrpunkt T2 ist die Stellung
betragsmäßig maximalen Hubes H
max in der zweiten Offenfachstellung 02 jeweils zu Beginn oder am Ende einer Fachwechselbewegung
F. Der Bewegungsverlauf des Webschaftes 12 ist beim Ausführungsbeispiel nach Figur
3 in fünf Schusseintragsperioden P unterteilt. Die Schusseintragsperiode P ist die
Zeitdauer zwischen zwei aufeinander folgenden Schusseinträgen S1, S2, S3, S4, S5.
Die Schusseinträge S1-S5 finden im Endbereich einer Schusseintragsperiode P und dem
Anfangsbereich der darauf folgenden Schusseintragsperiode P statt, wie dies in Figur
3 schematisch durch die schwarzen Balken veranschaulicht ist.
[0023] Es sei nunmehr angenommen, dass sich der Webschaft 12 im zweiten Umkehrpunkt T2 der
zweiten Offenfachstellung 02 befindet, während der erste Schusseintrag S1 erfolgt.
In der damit beginnenden Schusseintragsperiode P veranlasst der Schaftantrieb 10 eine
Fachwechselbewegung F von der zweiten Offenfachstellung 02 zur ersten Offenfachstellung
O1 und genauer vom zweiten Umkehrpunkt T2 in den ersten Umkehrpunkt T1. Die Fachwechselbewegung
F in Abhängigkeit des Rotationswinkels ϕ beruht auf einer harmonischen Schwingung
und ist beispielsgemäß sinusförmig. Die Dauer der Fachwechselbewegung F entspricht
im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 der Dauer der Schusseintragsperiode P, so dass
der Webschaft 12 den ersten Umkehrpunkt T1 der ersten Offenfachstellung O1 mit dem
Ende der Schusseintragsperiode erreicht, während der zweite Schusseintrag S2 erfolgt.
Die Fachwechselbewegung F ist die direkte Bewegung des Webschafts 12 zwischen der
beiden Umkehrpunkt T1, T2 durch die Geschlossenfachstellung (H=0) hindurch. In einem
nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Fachwechselbewegung F von den Anfangs-
bzw. Endpunkten der Schusseintragsperioden P abweichen. Zudem kann der Fachwechselbewegung
F einen Zeitraum umfassen, der größer oder kleiner als der Zeitraum für den Schusseintrag
ist. Maßgebend ist nur, dass die Schusseinträge Si störungsfrei stattfinden können.
Dies ist der Fall, wenn zumindest der minimale Fachhub H
min. zu Beginn und zu dem Ende des Schusseintrags Si erreicht ist. Unmittelbar nach Erreichen
des ersten Umkehrpunktes T1 verbleibt der Webschaft 12 während eines Ruheabschnitts
Ra in der ersten Offenfachstellung O1. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3
entspricht der Ruheabschnitt Ra der Dauer von drei Schusseintragsperioden P. In diesem
Ruheabschnitt Ra ruft der Schaftantrieb 10 eine Bewegung hervor, die aus mehreren
Bewegungsphasen zusammengesetzt sein kann. Zunächst bewegt sich der Webschaft 12 ohne
Stillstands- oder Rastphase mittels einer ersten Übergangsbewegung B, die durch eine
oder mehrere überlagerte harmonische Schwingungen gebildet sein kann, innerhalb seiner
Offenfachstellung O1. Die erste Übergangsbewegung B ist unabhängig von der Periodendauer
der Schusseintragsperiode P und kann kürzer oder länger als die Schusseintragsperiode
P sein. Die erste Übergangsbewegung B kann eine Startphase B0 und eine erste Bewegungsphase
B1 sowie eine zweite Bewegungsphase B2 umfassen. Beim Ausführungsbeispiel nach Figuren
3 und 4 ist die Dauer der ersten Übergangsbewegung B länger als eine Schusseintragsperiode
P. Durch die erste Übergangsbewegung B wird der Webschaft 12 vom ersten Umkehrpunkt
T1 (mit Hub H
max) innerhalb der ersten Offenfachstellung O1 in eine Rastposition R gebracht, bei der
der Betrag des Hubs H beispielsgemäß mit dem Betrag des Hubs H
max des ersten Umkehrpunktes T1 übereinstimmt. Alternativ hierzu könnte die Hubhöhe H
der Rastposition R und die Hubhöhe H
max voneinander abweichen wobei der Mindesthub H
min nicht unterschritten werden darf, um das Webfach in der ersten Offenfachstellung
O1 geöffnet zu halten, so dass ein Schusseintrag störungsfrei erfolgen kann. Im Anschluss
an die Rastposition R führt der Webschaft 12 zunächst eine umgekehrte zweite Übergangsbewegung
B' durch um dann anschließend vom ersten Umkehrpunkt T1 der Offenfachstellung O1 in
den zweiten Umkehrpunkt T2 der zweiten Offenfachstellung 02 zu wechseln.
[0024] In Figur 4 ist die erste Übergangsbewegung B genauer dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird die Übergangsbewegung B durch drei Bewegungsverlaufsvorgaben des Schaftantriebs
10 definiert. Die Bewegungsverlaufsvorgaben entsprechen Bewegungsgesetzen B0, B1,
B2, die im Schaftantrieb 10 vorgegeben sind und denen der Webschaft 12 während des
Betriebes des Schaftantriebs 10 folgt. Der Übergang zwischen den Bewegungsverlaufsvorgaben
findet unabhängig von den Schusseinträgen S1-S5 beziehungsweise unabhängig von Anfang
und Ende der Schusseintragsperioden P statt. Die erste Übergangsbewegung B ist nicht
mit den Schusseinträgen S1-S5 synchronisiert.
[0025] Während der ersten Übergangsbewegung B durchläuft der Webschaft 12 einen Richtungswechselpunkt
U mit einem Hub H = H
U, der beispielsgemäß zwischen dem ersten Umkehrpunkt T1 und der Geschlossenfachstellung
beim Hub H = 0 liegt. Beispielsweise kann der Hub H des Webschaftes 12 im Richtungswechselpunkt
U zwischen 60 und 90% und vorzugsweise zumindest 66% des Maximalhubes H
max betragen. Der Hub H
U im Richtungswechselpunkt U ist größer als der für das Offenhalten des Webfachs erforderliche
Mindesthub H
min, so dass sich der Webschaft 12 auch im Richtungswechselpunkt U in der ersten Offenfachstellung
O1 befindet. Bei der Bewegung des Webschaftes 12 durch den Richtungswechselpunkt U
folgt der Webschaft in dieser ersten Bewegungsphase B1, der eine Startphase B0 vorgelagert
sein kann, einer ersten Bewegungsverlaufsvorgabe. Nach dem Durchlaufen des Richtungswechselpunktes
U in der ersten Bewegungsphase B1 folgt unmittelbar eine zweite Bewegungsphase B2,
die durch eine zweite Bewegungsverlaufsvorgabe definiert ist. Die erste und die zweite
Bewegungsverlaufsvorgabe sind voneinander verschieden und geben verschiedene Hubbewegungsfunktionen
H abhängig vom Rotationswinkel ϕ vor. Die zweite Bewegungsverlaufsvorgabe der zweiten
Bewegungsphase B2 dient dazu, den Webschaft ruckfrei in die Rastposition R zu bewegen.
[0026] Wie dies aus Figur 4 ersichtlich ist, endet die erste Bewegungsphase B1 innerhalb
der Schusseintragsperiode P, die mit dem Erreichen des ersten Umkehrpunktes T1 der
ersten Offenfachstellung O1 begonnen hat. Unmittelbar im Anschluss an die erste Bewegungsphase
B1 beginnt die zweite Bewegungsphase B2, die erst in der darauf folgenden Schusseintragsperiode
P endet. Die zweite Bewegungsphase B2, wird beispielsgemäß während des dritten Schusseintrags
S3 ausgeführt. Am Ende der zweiten Bewegungsphase B2 befindet sich der Webschaft 12
in seiner Rastposition R, in der er verharrt.
[0027] Aus der Rastposition R veranlasst der Schaftantrieb 10 nicht unmittelbar eine Fachwechselbewegung
F in die zweite Offenfachstellung 02, sondern es wird zunächst eine zweite Übergangsbewegung
B' durchgeführt. Die zweite Übergangsbewegung B' entspricht dem Verlauf der ersten
Übergangsbewegung B mit umgekehrtem Bewegungsablauf. Die zweite Übergangsbewegung
B' entspricht somit dem Bewegungsverlauf, den man erhalten würde, wenn man ausgehend
von der Rastposition R die Rotationsrichtung der Antriebswelle 13 umkehren und die
erste Übergangsbewegung B wieder rückwärts bis zum ersten Umkehrpunkt T1 durchlaufen
würde. In einer Darstellung abhängig vom Rotationswinkel ϕ ist die zweite Übergangsbewegung
B' daher spiegelsymmetrisch zu einer Symmetrieachse ϕ = α = konstant parallel zur
Ordinate durch die Mitte der Rastposition R. Somit gilt:

[0028] Durch die zweite Übergangsbewegung B' wird der Webschaft 12 durch den Schaftantrieb
10 von der Rastposition R ruck- und stossfrei in den ersten Umkehrpunkt T1 der ersten
Offenfachstellung O1 überführt, aus der heraus er eine Fachwechselbewegung F in den
zweiten Umkehrpunkt T2 der zweiten Offenfachstellung 02 ausführt.
[0029] Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die erste Übergangsbewegung B durch drei
voneinander verschiedene Bewegungsgesetze B0, B1 und B2 definiert. Die Bewegungsphase
B0 stellt die Einleitung der ersten Übergangsbewegung B dar und bildet den Übergang
vom ersten Umkehrpunkt T1 des Webschaftes 12 in der Offenfachstellung O1 zur ersten
Bewegungsphase B1. In dieser Startphase B0 entspricht die Bewegungsverlaufsvorgabe,
das Bewegungsgesetz, der Bewegungsverlaufsvorgabe der Fachwechselbewegung F vom zweiten
Umkehrpunkt T2 in den ersten Umkehrpunkt T1. Somit bewegt sich der Webschaft 12 durch
den Richtungswechselpunkt U innerhalb der ersten Offenfachstellung O1 hindurch bis
zur ersten Bewegungsphase B1 gemäß demselben Bewegungsgesetz, beispielsweise einer
Sinusfunktion. Davon unterscheiden sich die Bewegungsverlaufsvorgaben während der
ersten und zweiten Bewegungsphase B1, B2. Analog gilt dasselbe für die zweite Übergangsbewegung
B'. Die zweite Übergangsbewegung B' setzt sich aus den Bewegungsphasen B2', B1' und
B0' zusammen. Aus der Beziehung B(ϕ) = B'(-ϕ) folgt entsprechend:

und

jeweils mit α = konstant.
[0030] Ausgehend von der Rastposition R durchläuft der Webschaft 12 während der zweiten
Übergangsbewegung B' zunächst die Bewegungsphase B2',. Unmittelbar auf die Bewegungsphase
B2' folgt die Bewegungsphase B1' an die sich die Bewegungsphase B0' anschließt, die
wiederum dem Bewegungsgesetz der Fachwechselbewegung F vom ersten Umkehrpunkt T1 der
ersten Offenfachstellung O1 in den zweiten Umkehrpunkt T2 der zweiten Offenfachstellung
02 entspricht, so dass auch hier der Webschaft 12 ausgehend von seinem Richtungswechselpunkt
eine Bewegung durch den ersten Umkehrpunkt T1 ausführt, ohne dass sich dabei das Bewegungsgesetz
ändert.
[0031] In Figur 4 sind in dem unteren Diagramm die Beschleunigung des Webschaftes 12 abhängig
vom Rotationswinkel ϕ dargestellt. Es ist zu erkennen, dass keine Beschleunigungssprünge
auftreten und der Bewegungsverlauf daher ruckfrei erfolgt. Als ruckfreie Bewegung
ist eine Bewegung ohne unzulässig große Beschleunigungsänderung zu verstehen. Ein
Ruck tritt insbesondere bei Beschleunigungssprüngen auf. Alle Bewegungsverlaufsvorgaben
sind auf Basis von harmonischen Schwingungen, beispielsweise Sinusschwingungen, gebildet.
Beschleunigungsänderungen können bis zu einem maximal zulässigen Betrag an den Übergangsstellen
zwischen zwei verschiedenen Bewegungsverlaufsvorgaben zugelassen werden. Der gesamte
Bewegungsverlauf H (ϕ) des Webschaftes 12 ist vorzugsweise zweimal stetig differenzierbar,
wie durch Figur 4 veranschaulicht. Der maximale Betrag a
max der Webschaftbeschleunigung tritt in den Umkehrpunkten T1, T2 auf. In den Richtungswechselpunkten
U ist der Betrag der Beschleunigung etwa im Bereich von 60 bis 90% und insbesondere
80% des Maximalbetrags a
max.
[0032] Um die Bewegung des Webschaftes 12 während der Fachwechselbewegung F mit dem Schusseintrag
zu synchronisieren endet die zweite Übergangsbewegung B' mit dem Beginn einer Schusseintragsperiode
P. Im Übrigen muss die zweite Übergangsbewegung B' wie auch die erste Übergangsbewegung
B nicht synchron zu den Schusseinträgen erfolgen, so dass hinsichtlich der zweiten
Übergangsbewegung B' auf die Erläuterungen zur ersten Übergangsbewegung B verwiesen
werden kann.
[0033] Beim Ausführungsbeispiel nach Figuren 3 und 4 ist eine Schussfolge 1/4 dargestellt.
Analog zu diesem Beispiel sind auch andere Schussfolgen, wie etwa 1/3 oder 1/5 usw.
möglich. In Figur 5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines mit dem Schaftantrieb
realisierbaren Bewegungsverlaufs dargestellt, der beispielsgemäß eine Schussfolge
2/4 ausführt. Die erste Offenfachstellung O1 wird im Unterschied zu dem vorher beschriebenen
Ausführungsbeispiel bei negativen Hüben H eingenommen, während der zweiten Offenfachstellung
02 positive Hubwerte zugeordnet sind. Während bei geöffnetem Fach im Bereich der ersten
Offenfachstellung O1 der Webschaft 12 innerhalb seines Ruheabschnitts Ra eine Rastposition
R einnimmt ist bei geöffnetem Fach im Bereich der zweiten Offenfachstellung 02 keine
Rastposition vorgesehen. Zwischen den beiden Fachwechselbewegungen F in die zweite
Offenfachstellung 02 und aus der zweiten Offenfachstellung 02 findet eine Pendelbewegung
durch einen Richtungswechselpunkt U ohne Rast statt. Ob eine Rastposition R innerhalb
eines Ruheabschnitts Ra eines Webschaftantriebs erforderlich ist, hängt von den Gegebenheiten
des Webmaschinenschaftantriebs und des zu produzierenden Gewebes ab.
[0034] Es versteht sich, dass der Webschaft 12 alternativ zu den dargestellten Bewegungsverläufen
H (ϕ) sowohl bei geöffnetem Fach in der ersten Offenfachstellung O1, als auch bei
geöffnetem Fach in der zweiten Offenfachstellung 02 eine Rastposition R einnehmen
kann, wenn dies sinnvoll oder erforderlich ist, beispielsweise wenn die Verweildauer
des Webschaftes 12 in beiden Offenfachstellungen O1, 02 ausreichend lang ist, beispielsweise
bei Schussfolgen von 3/3 oder 4/4.
[0035] Die in Figur 2 dargestellte Kurvenscheibe 15 des als Exzenterantrieb ausgebildeten
Schaftantriebs 10 entspricht dem in Figuren 3 und 4 dargestellten Bewegungsverlauf
H (ϕ) des Webschaftes 12. Um diesen Bewegungsverlauf H (ϕ) hervorzurufen weist die
Kurvenscheibe 15 einen ersten Kurvenscheibensektor 20 auf, der die erste Übergangsbewegung
B vorgibt. Der erste Kurvenscheibensektor 20 weist hierfür einen ersten Sektorabschnitt
21 und einen zweiten Sektorabschnitt 22 auf, die unmittelbar aneinander anschließen.
Der erste Sektorabschnitt 21 definiert die erste Bewegungsverlaufsvorgabe oder das
erste Bewegungsgesetz, entsprechend dem sich der Webschaft 12 während der ersten Bewegungsphase
B1 der ersten Übergangsbewegung B bewegt. Der daran anschließende zweite Sektorabschnitt
22 gibt die zweite Bewegungsverlaufsvorgabe während der zweiten Bewegungsverlaufvorgabe
B2 an. Vor dem ersten Sektorabschnitt 21 weist der erste Kurvenscheibensektor 20 noch
einen Startsektor 23 auf, der die Bewegung während der Startphase B0 angibt und dessen
Bewegungsgesetz dem der Fachwechselbewegung F von der zweiten in die erste Offenfachstellung
entspricht.
[0036] Im Uhrzeigersinn gesehen folgt auf den ersten Kurvenscheibensektor 20 ein zweiter
Kurvenscheibensektor 25, während dem der Radius r der Kurvenscheibe 15 konstant ist.
Der zweite Kurvenscheibensektor 25 definiert die Rastposition R des Webschaftes 12.
Eine Gerade G, die in Richtung der Winkelhalbierenden des zweiten Kurvenscheibensektors
25 verläuft und die Drehachse 16 der Kurvenscheibe 15 schneidet, bildet eine Symmetrieachse.
Die Kurvenscheibe 15 ist spiegelsymmetrisch zur Geraden G ausgestaltet. Dadurch ergibt
sich automatisch die zweite Übergangsbewegung B' in einem sich im Uhrzeigersinn an
den zweiten Kurvenscheibensektor 25 anschließenden dritten Kurvenscheibensektor 26.
Der Abschnitt der Kurvenscheibe 15 zwischen dem ersten Kurvenscheibensektor 20 und
dem dritten Kurvenscheibensektor 26 definiert die Fachwechselbewegung F von der ersten
Offenfachstellung O1 in die zweite Offenfachstellung 02 und von dort zurück in die
erste Offenfachstellung O1, wie dies in Figur 3 veranschaulicht ist. Die Kurvenscheibe
15 stellt eine einfache Möglichkeit dar die Bewegung des Webschaftes 12 zu erzielen.
Jedem Webschaft 12 der Webmaschine ist eine separate Kurvenscheibe 15 zugeordnet,
die dessen Bewegungsverlauf H (ϕ) definiert.
[0037] Dadurch, dass der erfindungsgemäße Schaftantrieb nicht lediglich einzelne Bewegungsphasen
des Webschaftes 12, sondern den gesamten Bewegungsverlauf und die Übergänge zwischen
den einzelnen Bewegungsphasen aufeinander abgestimmt vorgibt, ergeben sich wesentliche
Vorteile beim Betrieb der Webmaschine. Die Massenkräfte bleiben gering und die Kettfäden
werden weniger beansprucht. Es lassen sich kostengünstigere Webschaftkonstruktionen
auch für hohe Webleistungen erreichen. Durch geringere Kettfadenbeanspruchung sinkt
die Fadenbruchzahl und die Effizienz der Webmaschine steigt. Maximale Beschleunigung
und Beschleunigungssprünge können gering gehalten werden. Die Webschaftgeschwindigkeit
sowie die Webschaftbeschleunigung lassen sich optimieren, so dass deren Beträge auf
kleine Werte beschränkt werden können. Dadurch kann weiterhin die Antriebsleistung
des Schaftantriebes geringer ausgelegt werden als bei bisher bekannten Schaftantrieben.
[0038] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schaftantrieb 10 für einen Webschaft 12
einer Webmaschine. Eine Abtriebseinrichtung 17, 14, 11 wandelt die Rotationsbewegung
einer Antriebswelle 13 in eine oszillierende Bewegung des Webschaftes 12 zwischen
einem ersten Umkehrpunkt T1 einer ersten Offenfachstellung O1 und einem zweiten Umkehrpunkt
T2 einer zweiten Offenfachstellung 02 um. Nach einer Fachwechselbewegung F von der
zweiten Offenfachstellung 02 in die erste Offenfachstellung O1 veranlasst der Schaftantrieb
10 innerhalb eines Ruheabschnitts Ra eine erste Übergangsbewegung B des Webschaftes
12 durch einen Richtungswechselpunkt U in eine Rastposition R des Webschaftes 12,
die im Wesentlichen denselben Hubwert H aufweist, wie der erste Umkehrpunkt T1 innerhalb
der ersten Offenfachstellung O1. Sowohl die Fachwechselbewegung, als auch die Übergangsbewegung
B beruhen auf harmonischen Funktionen und sind mindestens zweimal stetig differenzierbar.
Die erste Übergangsbewegung B vom ersten Umkehrpunkt T1 der ersten Offenfachstellung
O1 in die Rastposition R des Webschaftes 12 ist durch drei verschiedene Bewegungsgesetze
definiert, wodurch der Webschaft 12 drei aufeinander folgende Bewegungsphasen B0,
B1, B2 durchläuft bis er die Rastposition R erreicht hat. Die Dauer der ersten Übergangsbewegung
B ist nicht synchronisiert mit der Dauer der Schusseintragsperioden P, die die Zeitdauer
zwischen zwei aufeinander folgenden Schusseinträgen angibt. Der Schaftantrieb 10 ist
bevorzugt als Exzenterantrieb mit einer den Bewegungsverlauf H abhängig vom Rotationswinkel
ϕ einer rotierenden Antriebswelle 13 bestimmenden Kurvenscheibe 15 ausgeführt.
Bezugszeichenliste:
[0039]
- 10
- Schaftantrieb
- 11
- Gestänge
- 12
- Webschaft
- 13
- Antriebswelle
- 14
- Schwinge
- 15
- Kurvenscheibe
- 16
- Drehachse
- 17
- Nockenfolger
- 20
- erster Kurvenscheibensektor
- 21
- erster Sektorabschnitt
- 22
- zweiter Sektorabschnitt
- 23
- Startsektor
- 25
- zweiter Kurvenscheibensektor
- 26
- dritter Kurvenscheibensektor
- amax
- maximale Beschleunigung v. 12
- B
- erste Übergangsbewegung
- B0
- Startphase v. B
- B1
- erste Bewegungsphase v. B
- B2
- zweite Bewegungsphase v. B
- B'
- zweite Übergangsbewegung
- B0'
- Bewegungsphase v. B'
- B1'
- Bewegungsphase v. B'
- B2'
- Bewegungsphase v. B'
- F
- Fachwechselbewegung
- G
- Gerade
- H
- Hub
- Hmin
- Mindesthub
- Hmax
- maximler Hub
- HU
- Hub im Richtungswechselpunkt U
- O1
- erste Offenfachstellung
- 02
- zweite Offenfachstellung
- P
- Schusseintragsperiode
- Ra
- Ruheabschnitt
- R
- Rastposition
- r
- Radius v. 15
- S1-S5
- Schusseintrag
- T1
- erster Umkehrpunkt
- T2
- zweiter Umkehrpunkt
- U
- Richtungswechselpunkt
- ϕ
- Rotationswinkel v. 13
1. Webmaschine mit einem Schaftantrieb für einen Webschaft (12),
mit einer eine Antriebswelle (13) mit dem Webschaft (12) verbindenden Abtriebseinrichtung
(11, 14, 17), die die Rotation der Antriebswelle (13) in eine oszillierende Fachwechselbewegung
F des Webschafts (12) zwischen einem ersten Umkehrpunkt (T1) einer ersten Offenfachstellung
(O1) und einem zweiten Umkehrpunkt (T2) einer zweiten Offenfachstellung (02) umwandelt,
wobei der Schaftantrieb (10) den Webschaft (12) nach dem Erreichen eines ersten Umkehrpunktes
(T1) innerhalb der ersten Offenfachstellung (O1) in einen Ruheabschnitt (Ra) überführt,
in dem der Webschaft (12) in seiner ersten Offenfachstellung (O1) verbleibt,
wobei der Schaftantrieb (10) dem Webschaft (12) während des Ruheabschnitts (Ra) eine
erste Übergangsbewegung (B) erteilt, durch die der Webschaft (12) in eine Rastposition
(R) überführt wird, in der die Position des Webschaftes (12) im Wesentlichen der Position
des Webschaftes (12) im ersten Umkehrpunkt (T1) entspricht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftantrieb (10) dem Webschaft (12) für die erste Übergangsbewegung (B) in
einer ersten Bewegungsphase (B1) eine erste Bewegungsverlaufsvorgabe vorgibt während
der der Webschaft (12) einen Richtungswechselpunkt (U) innerhalb der ersten Offenfachstellung
(O1) durchläuft,
wobei sich eine zweite Bewegungsphase (B2) der Übergangsbewegung (B) unmittelbar an
die erste Bewegungsphase (B1) anschließt und der Schaftantrieb (10) dem Webschaft
(12) für die zweite Bewegungsphase (B2) eine sich von der ersten Bewegungsverlaufsvorgabe
unterscheidende zweiten Bewegungsverlaufsvorgabe vorgibt.
2. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der für den Webschaft (12) vorgegebene Bewegungsverlauf wenigstens zweimal stetig
differenzierbar ist.
3. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungsverlauf der Fachwechselbewegung (F) abhängig vom Rotationswinkel (ϕ)
der Antriebswelle (13) auf Basis einer harmonischen Funktion vorgegeben ist.
4. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bewegungsverlaufsvorgabe und/oder die zweite Bewegungsverlaufsvorgabe abhängig
vom Rotationswinkel (ϕ) der Antriebswelle (13) auf Basis einer harmonischen Funktion
vorgegeben ist.
5. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer einer Fachwechselbewegung (F) von einer Offenfachstellung (O1, 02) in die
jeweils andere Offenfachstellung (02, O1) der Periodendauer einer Schusseintragsperiode
(P) zwischen zwei Schusseinträgen (S1 - S5) entspricht.
6. Webmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fachwechselbewegung (F) während eines Schusseintrags (S1) beginnt und während
des darauffolgenden Schusseintrags (S2) endet
7. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer einer Fachwechselbewegung (F) von einer Offenfachstellung (O1, 02) in die
jeweils andere Offenfachstellung (02, O1) unabhängig von der Periodendauer einer Schusseintragsperiode
(P) zwischen zwei Schusseinträgen (S1 - S5) ist.
8. Webmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fachwechselbewegung (F) und die Schusseintragsperiode (P) zu verschiedenen Zeitpunkten
beginnen und enden.
9. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer der ersten Übergangsbewegung (B) unabhängig von der Periodendauer der Schusseintragsperiode
(P) zwischen zwei Schusseinträgen ist.
10. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Übergangsbewegung (B) mit einer Schusseintragsperiode (P) beginnt und die
erste Bewegungsphase (B1) vor der darauffolgenden Schusseintragsperiode (P) endet.
11. Webmaschine nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Übergangsbewegung (B) mit einer Schusseintragspeiode (P) beginnt und die
zweite Bewegungsphase (B2) erst in der darauffolgenden Schusseintragsperiode (P) endet.
12. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Rastposition (R) befindlicher Webschaft (12) eine zweite Übergangsbewegung
(B') ausführt, um in einen ersten Umkehrpunkt (T1) mit maximalem Hub (Hmax) der ersten Offenfachstellung (O1) bewegt zu werden, wobei die zweite Übergangsbewegung
(B') durch Spiegeln der ersten Übergangsbewegung (B) an einer Parallelen zur Ordinate
erhalten wird.
13. Webmaschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Webschaft (12) nach dem Durchlaufen der zweiten Übergangsbewegung (B') den ersten
Umkehrpunkt (T1) zum Zeitpunkt des Beginns einer Schusseintragsperiode (P) erreicht.
14. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schussfadeneintrag abhängig vom Rotationswinkel (ϕ) der Antriebswelle (13) erfolgt,
insbesondere einmal pro Umdrehung.
15. Webmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftantrieb eine Kurvenscheibe aufweist,
die durch eine Antriebswelle (13) antreibbar und über eine Abtriebseinrichtung (11,
14, 17) mit dem Webschaft (12) verbindbar ist, wodurch eine oszillierende Bewegung
des Webschafts (12) zwischen einem ersten Umkehrpunkt (T1) einer ersten Offenfachstellung
(O1) und einem zweiten Umkehrpunkt (T2) einer zweiten Offenfachstellung (02) hervorgerufen
wird,
wobei sich der Radius (r) der Kurvenscheibe (15) in deren Umfangsrichtung ändert,
wodurch ein Bewegungsverlauf (H) für den Webschaft (12) abhängig vom Rotationswinkel
der Kurvenscheibe (15) vorgeben ist,
mit einem ersten Kurvenscheibensektor (20), der eine erste Übergangsbewegung (B) vorgibt,
durch die der Webschaft (12) vom ersten Umkehrpunkt (T1) der ersten Offenfachstellung
(O1) in eine Rastposition (R) innerhalb der ersten Offenfachstellung (O1) überführt
wird,
wobei der erste Kurvenscheibensektor (20) einen ersten Sektorabschnitt (21) aufweist,
der eine erste Bewegungsphase (B1) für den Webschaft (12) mit einer ersten Bewegungsverlaufsvorgabe
vorgibt, bei der der Webschaft (12) durch einen innerhalb der ersten Offenfachstellung
(O1) liegenden Richtungswechselpunkt (U) bewegt wird,
wobei sich an den ersten Sektorabschnitt (21) ein zweiter Sektorabschnitt (22) anschließt,
mit einer sich von der ersten Bewegungsverlaufsvorgabe unterscheidenden zweiten Bewegungsverlaufsvorgabe
für eine zweite Bewegungsphase (B2) die in der Rastposition (R) endet.
1. Weaving machine with a shaft drive for a heald frame (12),
with an output device (11, 14, 17), which connects a drive shaft (13) to the heald
frame (12) and converts the rotation of the dive shaft (13) into an oscillating shed
changing movement F of the heald frame (12) between a first reversal point (T1) of
a first open shed position (O1) and a second reversal point (T2) of a second open
shed position (O2),
wherein after reaching a first reversal point (T1) within the first open shed position
(O1) the shaft drive (10) transfers the heald frame (12) into a dwell section (Ra),
in which the heald frame (12) remains in its first open shed position (O1),
wherein when in the dwell section (Ra) the shaft drive (10) imparts to the heald frame
(12) a first transition movement (B), by which the heald frame (12) is transferred
into a rest position (R), in which the position of the heald frame (12) substantially
corresponds to the position of the heald frame (12) in the first reversal point (T1),
characterised in that in a first movement phase (B1) the shaft drive (10) presets a first movement pattern
setting for the heald frame (12) for the first transition movement (B), during which
the heald frame (12) passes through a direction change point (U) within the first
open shed position (O1),
wherein a second movement phase (B2) of the transition movement (B) directly follows
the first movement phase (B1) and the shaft drive (10) presets for the heald frame
(12) a second movement pattern setting differing from the first movement pattern setting
for the second movement phase (B2).
2. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the movement pattern preset for the heald frame (12) is at least twice continuously
differentiable.
3. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the movement pattern of the shed changing movement (F) is preset on the basis of
a harmonic function in dependence on the rotation angle (ϕ) of the drive shaft (13).
4. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the first movement pattern setting and/or the second movement pattern setting is
preset on the basis of a harmonic function in dependence on the rotation angle (ϕ)
of the drive shaft (13).
5. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the duration of a shed changing movement (F) from one open shed position (O1, 02)
into the respective other open shed position (O2, O1) corresponds to the period duration
of a weft insertion period (P) between two weft insertions (S1 - S5).
6. Weaving machine according to claim 5, characterised in that the shed changing movement (F) begins during a weft insertion (S1) and ends during
the following weft insertion (S2).
7. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the duration of a shed changing movement (F) from one open shed position (O1, 02)
into the respective other open shed position (O2, O1) is independent of the period
duration of a weft insertion period (P) between two weft insertions (S1 - S5).
8. Weaving machine according to claim 7, characterised in that the shed changing movement (F) and the weft insertion period (P) begin and end at
different times.
9. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the duration of the first transition movement (B) is independent of the period duration
of a weft insertion period (P) between two weft insertions (S1 - S5).
10. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the first transition movement (B) begins with a weft insertion period (P) and the
first movement phase (B1) ends before the following weft insertion period (P).
11. Weaving machine according to claim 10, characterised in that the first transition movement (B) begins with a weft insertion period (P) and the
second movement phase (B2) only ends in the following weft insertion period (P).
12. Weaving machine according to claim 1, characterised in that a heald frame (12) located in the rest position (R) performs a second transition
movement (B') in order to be moved into a first reversal point (T1) with maximum stroke
(Hmax) of the open shed position (O1), wherein the second transition movement (B') is obtained
by reflecting the first transition movement (B) on a parallel to the ordinate.
13. Weaving machine according to claim 12, characterised in that after running through the second transition movement (B') the heald frame (12) reaches
the first reversal point (T1) at the time of the beginning of a weft insertion period
(P).
14. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the weft thread insertion occurs in dependence on the rotation angle (ϕ) of the drive
shaft (13), in particular once per revolution.
15. Weaving machine according to claim 1, characterised in that the shaft drive has a cam disc,
which can be driven by a drive shaft (13) and can be connected to the heald frame
(12) by means of an output device (11, 14, 17), as a result of which an oscillating
movement of the heald frame (12) is caused between a first reversal point (T1) of
a first open shed position (O1) and a second reversal point (T2) of a second open
shed position (02),
wherein the radius (r) of the cam disc (15) changes in its circumferential direction,
as a result of which a movement pattern (H) is preset for the heald frame (12) in
dependence on the rotation angle of the cam disc (15),
with a first cam disc sector (20), which presets a first transition movement (B),
by which the heald frame (12) is transferred from the first reversal point (T1) of
the first open shed position (O1) into a rest position (R) within the first open shed
position (O1),
wherein the first cam disc sector (20) has a first sector section (21), which
presets a first movement phase (B1) for the heald frame (12) with a first movement
pattern setting, in which the heald frame (12) is moved through a direction change
point (U) located within the first open shed position (O1), wherein connecting to
the first sector section (21) is a second sector section (22), with which a second
movement pattern setting differing from the first movement pattern setting for a second
movement phase (B2) ends in the rest position (R).
1. Métier à tisser mécanique comportant un mécanisme d'entraînement de lame destiné à
une lame (12),
lequel est doté d'un dispositif de sortie (11,14,17) reliant un arbre d'entraînement
(13) à la lame (12) qui transforme la rotation de l'arbre d'entraînement (13) en un
mouvement oscillant (F) de changement de foule de la lame (12) entre un premier point
de retour (T1) d'une première position d'ouverture de foule (O1) et un deuxième point
de retour (T2) d'une deuxième position d'ouverture de foule (02),
le dispositif (10) d'entraîncment de lame fait passer la lame (12) après qu'un premier
point de retour (T1) a été atteint dans la première position d'ouverture de foule
(O1) dans une section de repos (Ra) dans laquelle la lame (12) reste dans sa première
position d'ouverture de foule (O1),
le dispositif (10) d'entraînement de lame imprimant à la lame (12) pendant la durée
de la section de repos (Ra) un premier mouvement de transition (B) par lequel la lame
(19) est amenée à une position d'arrêt (R), dans laquelle la position de la lame (12)
correspond essentiellement à la position de la lame (12) au premier point de retour
(T1), caractérisé en ce que
le dispositif (10) d'entraînement de lame délivre à la lame (12), pour le premier
mouvement de transition (B), dans une première phase de mouvement (B1), un premier
ordre de déroulement de mouvement tandis que la lame (12) passe par un premier point
de changement de direction (U) à l'intérieur de la première position d'ouverture de
foule (O1),
une deuxième phase de mouvement (B2) du mouvement de transition (B) se raccordant
immédiatement à la première phase de mouvement (B1) et le dispositif (10) d'entraînement
de lame délivrant à la lame (12) pour la deuxième phase de mouvement (B2) un deuxième
ordre de déroulement de mouvement qui se distingue du premier ordre de déroulement
de mouvement.
2. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que le déroulement de mouvement imprimé à la lame (12) peut être différencié au moins
deux fois de façon continue.
3. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que le déroulement de mouvement du mouvement (F) de changement de foule est provoqué
en fonction de l'angle de rotation (ϕ) de l'arbre d'entraînement (13) sur la base
d'une fonction harmonique.
4. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que le premier ordre de déroulement de mouvement et/ou le deuxième ordre de déroulement
de mouvement est/sont délivré(s) en fonction de l'angle de rotation (ϕ) de l'arbre
d'entraînement (13) sur la base d'une fonction harmonique.
5. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que la durée d'un mouvement (F) de changement de foule d'une position d'ouverture de
foule (O1, O2) à l'autre position d'ouverture de foule (O2, O1) correspond à la durée
de période d'une période (P) d'introduction de trame entre deux introductions de trame
(S1 - S5).
6. Métier à tisser mécanique selon la revendication 5 le mouvement (F) de changement
de foule débute pendant une introduction de trame (S1) et se termine pendant l'introduction
de trame (S2) suivante.
7. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que la durée d'un mouvement (F) de changement de foule depuis une position (O1, O2) d'ouverture
de foule jusqu'à l'autre position d'ouverture de foule (O2, O1) est indépendante de
la durée de période d'une période (P) d'introduction de trame entre deux introductions
de trame (S1 - S5).
8. Métier à tisser mécanique selon la revendication 7 caractérisé en ce que le mouvement (F) de changement de foule et la période (P) d'introduction de trame
débutent et se terminent à des instants différents.
9. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que la durée du premier mouvement de transition (B) est indépendante de la durée de période
de la période (P) d'introduction de trame entre deux introductions de trame.
10. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que le premier mouvement de transition (B) débute par une période (P d'introduction de
trame et en ce que la première phase (B1) de mouvement se termine avant la période (P) d'introduction
de trame suivante.
11. Métier à tisser mécanique selon la revendication 10 caractérisé en ce que le premier mouvement de transition (B) débute par une période (P) d'introduction
de trame et en ce que la deuxième phase de mouvement (B2) ne se termine que dans la période (P) d'introduction
de trame suivante.
12. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce qu'une lame (12) qui se trouve dans la position d'arrêt (R) exécute un deuxième mouvement
de transition (B') en vue d'être déplacée jusqu'à un premier point de retour (T1)
avec une course maximum (Hmax) de la première position d'ouverture de foule (O1), le deuxième mouvement de transition
étant obtenu par symétrie (B') du premier mouvement de transition (B) par rapport
à une parallèle à l'ordonnée.
13. Métier à tisser mécanique selon la revendication 12 caractérisé en ce que la lame (12) après l'exécution du deuxième mouvement de transition (B') atteint le
premier point de retour (T1) à l'instant du début d'une période (P) d'introduction
de trame.
14. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que l'introduction de fil de trame s'effectue en fonction de l'angle de rotation (ϕ)
de l'arbre d'entraînement (13), en particulier une fois par rotation.
15. Métier à tisser mécanique selon la revendication 1 caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement de lame présente un disque à came,
qui peut être entraîné par un arbre d'entraînement (13) et qui peut être relié à la
lame (12) par l'intermédiaire d'un dispositif de sortie (11, 14, 17), grâce à quoi
un
mouvement oscillant de la lame (12) est provoqué entre un premier point de retour
(T1) d'une première position (O1) d'ouverture de foule et un deuxième point de retour
(T2) d'une deuxième position (02) d'ouverture de foule,
le rayon (r) du disque à came (15) variant dans la direction périphérique de celui-ci,
grâce à quoi le déroulement du mouvement (H) en ce qui concerne la lame (12) est redu
dépendant de l'angle de rotation du disque à came (15),
avec un premier secteur (20) de disque à came qui provoque un premier mouvement de
transition (B) par lequel la lame (12) passe du premier point de retour (T1) de la
première position d'ouverture de foule (O1) à une position d'arrêt (R) à l'intérieur
de la première position (O1) d'ouverture de foule,
le premier secteur (20) de disque à came présentant une première section (21) de secteur
qui provoque avec un premier ordre de déroulement de mouvement une première phase
de mouvement (B1) la lame dans laquelle la lame (12) passe par un point (U) de changement
de direction situé à l'intérieur de la première position (O1) d'ouverture de foule,
une deuxième section (22) de secteur se raccordant à la première section (21) de secteur,
avec un deuxième ordre de déroulement de mouvement qui se distingue du premier ordre
de déroulement de mouvement, pour une deuxième phase de mouvement (B2) qui se termine
dans la position d'arrêt (R).