[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 und
auf ein Füllsystem gemäß Oberbegriff Patentanspruch 8. Ein solches Verfahren und eine
solches System sind aus
WO 2007/039074 bekannt, wie Weiter unten erörtert. In Flaschen, Dosen oder dergleichen Behälter
abgefüllte Getränke sind zum Großteil Mischgetränke, bei denen eine Hauptkomponente,
die den volumenmäßig weitaus größeren Teil des jeweils abgefüllten Produktes ausmacht
eine weitere flüssige Zusatz-Komponente z.B. in Form eines geschmacksgebenden hochkonzentrierten
Aromastoffs beigemischt ist. Diese Mischung wird in der Praxis innerhalb einer Mischanlage
erzeugt, die auch als "Mixer" bezeichnet wird und der Füllmaschine im Prozessablauf
vorausgeht, in der dann das aus den beiden Komponenten gemischte Produkt in die Behälter
abgefüllt wird.
[0002] Beispiele für derartige Mischgetränke sind u.a. Wasser + flüssiger Aromastoff bzw.
geschmacksgebender Zusatz, Wasser + flüssiger Aromastoff bzw. geschmacksbildender
Zusatz + Zucker, Wasser + flüssiger Aromastoff bzw. geschmacksgebender Zusatz + Grundsirup
usw. Auf diese Weise hergestellte Mischgetränke sind beispielsweise Fruchtsäfte oder
Colagetränke, auch mit Zusatz von Kohlensäure.
[0003] Nachteilig ist bei diesen bekannten Verfahrensweisen u.a., dass der Mischer, in welchem
die das Mischgetränk bildenden Komponenten (Wasser und/oder Zucker und/oder Grundsirup
und/oder Aromastoff und/oder Kohlensäure) gemischt werden eine von der Füllmaschine
auch räumlich getrennte Einheit darstellt, und dass daher Verbindungsleitungen zwischen
dem Mischer und der Füllmaschine notwendig sind, die ebenso wie Flüssigkeitsverbindungen
innerhalb der Füllmaschine ein erhebliches Flüssigkeitsvolumen enthalten.
[0004] Bei jedem Produktwechsel, beispielsweise bei einem Wechsel der Zusatz-Komponente(n),
aber auch bei einem Wechsel der Grundkomponente ist ea erforderlich, das gesamte innerhalb
der Gesamtanlage enthaltene Flüssigkeitsvolumen, insbesondere auch aus den Rohrleitungen
zwischen Mischer und Füllmaschine und aus den einzelnen Versorgungsleitungen eines
jeden Füllventils. Dabei muss in der Regel zumindest ein Großteil dieses Flüasigkeltsvolumens
verworfen werden.
[0005] Zusätzlich zu dem dabei auftretenden Verlust an hochwertigem Produkt ist auch nachteilig,
dass in der Praxis der Produktwechsel bzw. der Komponentenwechsel allein schon durch
das notwendig Entleeren der Verbindungsleitungen sehr zeitaufwendig ist.
[0006] Um diese Nachtelle zu vermelden wurde bereits vorgeschlagen (
EP 0 775 668 81) einer Grundkomponente innerhalb des jeweiligen Follelementes und während des Füllens
bzw. während der Füllphase eine zusätzliche Komponente beizumischen, und zwar dadurch,
dass diese zusätzlichen Komponente überwacht und gesteuert durch einen Durchflussmesser
in den unmittelbar an einen Ringkessel angeschlossenen bzw. über eine Öffnung mit
dem Ringkessel in Verbindung stehenden Abschnitt des Flüssigkeitskanals des Füllelementes,
d.h. in Strömungsrichtung des Füllgutes vor dem im Flüssigkeitskanal angeordneten
Flassigkai1sventil eingebracht wird. Dies hat u.a. den Nachteil, dass ein unerwünschtes
Vermischen der zusätzlichen Komponente mit der im Ringkessel enthaltenen ersten Komponente
oder Hauptkomponente nicht zuverlässig vermieden werden kann, so dass sich die im
Ringkessel enthaltene Hauptkomponente während des Füllbetriebes zunehmend mit der
zusätzlichen Komponente anreichert und dadurch ein Abfüllen von Mischgetränken mit
einer gleichbleibenden und reproduzierbaren Qualität nicht möglich ist.
[0007] Bekannt ist ein Verfahren zum Freistrahlfüllen von Flaschen oder dergleichen Behältern
mit einem aus wenigstens zwei Komponenten bestehenden flüssigen Füllgut sowie ein
Füllsystem zum Durchführen dieses Verfahrens (
WO 2007/039074 A1). Das Einbringen der ersten Komponente in den jeweiligen Behälter erfolgt über eine
Abgabeöffnung eines Füllelementes, welches einen diese Abgabeöffnung bildenden Flüssigkeitskanal
aufweist, der ein gesteuertes Flüselgkeitsventil enthalt und über eine Flüssigkeitsverbindung
mit einem Kessel für die erste Komponente in Verbindung steht. Die Abgabe der weiteren
Komponente erfolgt über eine zusätzliche Abgabeöffnung, die außen am Folielement unmittelbar
an dessen Abgabeöffnung für die erste Komponente vorgesehen ist und über eine Verbindungsleitung
mit Dosierventil an einem Kessel oder Behälter für die weitere Komponente angeschlossen
ist.
[0008] Bekannt ist weiterhin ein Verfahren zum Füllen von Flaschen oder dergleichen Behältern
mit einem aus wenigstens zwei Komponenten bestehenden flüssigen Füllgut (
WO 2008/037338 A1). Beide Komponenten werden bei diesem bekannten Verfahren oder Füllsystem in die
Flüssigkeitsverbindung dosiert eingebracht, die das jeweilige Füllelement mit den
die Komponenten bereitstellenden Vorratsbehältern oder Kessein verbindet, und zwar
gesteuert durch einen einzigen Durchflussmesser, der in der Flüssigkeitsverbindung
zwischen dem Füllelement und den Anschlüssen der die Komponenten enthaltenden Kessel
angeordnet ist. Um eine der jeweiligen Rezeptur des abzufüllenden Füllgutes entsprechende
Dosierung der Komponenten zu erreichen, ist es erforderlich, diese Komponenten jeweils
getrennt und zeitlich versetzt zumindest in die Flüssigkeitsverbindung einzubringen
und zwar Ober Steuerventile, die in Abhängigkeit von dem Signal des gemeinsamen Durchflussmessers
gesteuert werden.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, welches bei gleichbleibender
und reproduzierbarer Qualität des abgefüllten Produktes einen Produktwechsel bzw.
Kompanentenwechsel und dabei speziell Wechsel der wenigstens einen Zusatz-Komponente
bei einem reduzierten Verlust an hochwerten Produkt und Zeltaufwand ermöglicht.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
Ein Füllsystem zum Durchführen des Verfahrens Ist Gegenstand des patentanspruchs 8.
[0011] Bei einer generellen Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Zugabe der wenigstens
einen zusätzlichen Komponente zu der ersten Komponente oder Grundkomponente außerhalb
des jeweiligen Füllelementes bzw, außerhalb des in dem Füllelement ausgebildeten,
das Flüssigkeitsventil enthaltenden Flüssigkeitskanals, und zwar über wenigstens eine
zusätzliche Abgabeöffnung für die wenigstens eine zusätzliche Komponente direkt in
den zu füllenden Behälter und/oder in einen dem Behälter während des Füllens bzw.
während der Füllphase zufließenden Strom der wenigstens einen ersten Komponente.
[0012] Speziell bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es nicht
erforderlich, die Komponenten vor und/oder beim Einbringen in einen Behälter zu vermischen.
Es hat sich gezeigt, dass eine ausreichende Vermischung der Komponenten zu dem gemischten
Füllgut, beispielsweise zu dem Mischgetränk auch dann erfolgt, wenn die Komponenten
getrennt und zeitlich nacheinander in den jeweiligen Behälter eingebracht werden.
Die Vermischung erfolgt dann vielfach quasi automatisch durch beispielsweise beim
Transport bzw. beim Handeln der Behälter auftretenden Erschütterungen und Bewegungen.
Weiterhin besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Durchmischung der Komponenten
im verschlossenen Behälter erst durch den Endverbraucher, beispielsweise durch Schütteln
des Behälters erfolgt, während die Komponenten zuvor im verschlossenen Behälter bewusst
getrennt vorhanden sind, beispielsweise in der Weise, dass sich in einem Behälter
aus transparenten Material (z.B. Glas oder glasklarem Kunststoff) die "farblose" Grundkomponente
oberhalb der etwas schwereren farbigen und/oder geschmacksbildenden weiteren Komponente
befindet oder aber umgekehrt, was auch als zusätzlicher Marketingeffekt genutzt kann.
[0013] Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bestehen u.a. darin, dass eine gleichbleibende und reproduzierbare Qualität des abgefüllten
Produktes erreicht wird, und dass das bei einem Produkt- oder Komponentenwechsel zu
verwerfende Produktvolumen gering ist, da sich innerhalb der Verbindungen des Füllsystems
bzw. des jeweiligen Füllers kein aus den Komponenten bestehendes Mischprodukt befindet
oder aber nur ein sehr geringes Volumen an einem solchen Mischprodukt Die bei einem
Produktwechsel zu verwerfende Menge an Produkt und auch der Zeitaufwand für einen
Produktwechsel sind daher deutlich reduziert, und zwar bei reproduzierbaren Füllergebnissen.
[0014] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Die Erfindung wird Im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutern. Es zelgen:
- Fig. 1
- in vereinfachter Darstellung ein Füllsystem gemäß der Erfindung, zusammen mit einem
als Flasche ausgebildeten Behälter;
- Fig. 2 und 3
- das Follsystem der Figur 1 in verschiedenen Betriebszuständen;
- Fig. 4
- in Darstellung wie Figur 1 abgewandelte Ausführungsform des Füllsystems der Figur
1:
- Fig. 5
- in einer Darstellung ähnlich Figur 1 ein Vergleichsbeispiel eines Füllsystems nicht
Teil der Erfindung.
- Fig. 6
- in einer Darstellung annlich Figur 1 ein weiteres Vergleichsbeispiel eines Füllsystems
nicht Teil der Erfindung.
- Fig. 7
- das Füllsystem der Figur 6 im Betriebszustand "Spülen";
- Fig. 8
- eine Abwandlung des Füllsystems der Figur 6.
[0016] In den Figuren 1 - 3 ist 1 allgemein ein Füllsystem zum Füllen von Flaschen 2 mit
einem flüssigen Produkt oder Füllgut, welches aus wenigstens zwei Komponenten besteht,
von denen eine eine Grund- oder Hauptkomponente und eine eine Zusatzkomponente oder
zusätzliche Komponente ZK/ZK', beispielsweise ein geschmacksbildender und/oder farbgebender
Zusatz ist.
[0017] Das Füllsystem 1, welches bei der dargestellten Ausführungsform Bestandteil einer
Füllmaschine umlaufender Bauart ist, besteht in an sich bekannter Weise aus einem
Füllelement 3, welches mit einer Vielzahl gleichartiger Füllelemente am Umfang eines
um eine vertikale Maschinenachse umlaufend antreibbaren Rotors 4 der Füllmaschine
vorgesehen ist.
[0018] In einem Gehäuse 5 des Füllelementes 3 ist ein Flüssigkeitskanal 6 ausgebildet, der
an einem oberen Ende über eine zumindest teilweise von einer Leitung 7 gebildete Flüssigkeitsverbindung
mit dem für sämtliche Füllelemente 3 des Füllsystems 1 bzw. der Füllmaschine gemeinsamen
und am Rotor 4 vorgesehenen Kessel 8 zur Aufnahme der Hauptkomponente bzw. ersten
Komponente HK dient. Bei betriebsbereitem Füllsystem 1 ist der Kessel 8, der beispielsweise
als Ringkessel ausgebildet ist, niveaugesteuert bis zu dem Niveau N mit der Komponente
HK gefüllt.
[0019] In der Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Kessel 8 und jedem Füllelement 3 bzw.
dessen Flüssigkeitskanal 6 ist ein Durchflussmesser 9 vorgesehen, der z.B. ein magnetisch/induktiver
Durchflussmesser ist und ein elektrisches Signal, welches dem Volumenstrom bzw. der
dem jeweiligen Füllelement 3 zufließenden Menge der Komponente HK entspricht, an eine
beispielsweise von einem Rechner gebildete Steuereinheit 10 liefert, die für sämtliche
Füllelemente 3 des Füllsystems 1 gemeinsam vorgesehen und beispielsweise der die Füllmaschine
steuernde Rechner ist.
[0020] Im Bereich der Unterseite des Füllelementes 3 bildet der Flüssigkeitskanal 6 eine
Abgabeöffnung 11 zur Abgabe des flüssigen Füllgutes an die jeweils zu füllende Flasche
2. In der Abgabeöffnung 11 ist eine Gassperre 12 vorgesehen, die bei der dargestellten
Ausführungsform von einem Einsatz gebildet ist, der siebartig mit einer Vielzahl von
Durchlässen bzw. Kanälen versehen ist.
[0021] Im Flüssigkeitskanal 6 ist zwischen dem oberen Anschluss zur Flüssigkeitsverbindung
7 und der unteren Abgabeöffnung 11 ein Flüssigkeitsventil 13 zur gesteuerten Abgabe
der Komponente HK in die jeweilige Flasche 2 angeordnet. Das Flüssigkeitsventil 13
besteht in bekannter Weise aus einem Ventilkörper 14, der zwischen einer geschlossenen
Steigung und einer geöffneten Steigung in vertikaler Richtung, d.h. in der Füllelementachse
FA auf und ab bewegbar ist und in der geschlossenen Stellung mit einer Dichtung gegen
einen Ventilsitz im Flüssigkeitskanal 6 anliegt. Das gesteuerte Öffnen und Schließen
des Flüssigkeitsventils 13 erfolgt über eine von der Steuereinheit 10 gesteuerte Betätigungseinrichtung
15, und zwar u.a. auch in Abhängigkeit von dem vom Durchflussmesser 9 gelieferten
Messsignal.
[0022] Mit 16 ist in der Figur 1 eine von einem Fluidkanal gebildete Fluidverbindung bezeichnet,
die zum Einbringen der zusätzlichen Komponente ZK in die jeweilige Flasche 2 dient
und hierfür an der Unterseite des Füllelementes 3 eine zusätzliche Abgabeöffnung 17
für die zusätzliche Komponente ZK bildet. Bei der Ausführungsform der Figuren 1 -
3 ist die Abgabeöffnung 17 achsgleich mit der Füllelementachse FA an der Unterseite
der Gassperre 12 vorgesehen. Die Fluidverbindung 16, die beispielsweise von einem
abgedichtet von der Seite her in den Flüssigkeitskanal 6 unterhalb des Flüssigkeitsventils
13 eingeführten Rohrstück besteht, ist außerhalb des Flüssigkeitskanals 6 bzw. des
Füllelementes 3 über ein ansteuerbares (z.B. elektrisch oder pneumatisch steuerbares)
Sperrventil 18 mit dem Ausgang einer Dosierpumpe 19 verbunden, die ebenfalls von der
Steuereinheit 10 gesteuert wird und deren Eingang an eine Leitung 20 angeschlossen
ist, die zu einem nicht dargestellten Vorratsbehälter oder Kessel für die Komponente
ZK führt. Die Dosierpumpe 19 ist so ausgebildet, dass sie bei kontinuierlicher Arbeitsweise
bei jeder Pumpen-Umdrehung oder aber bei getakteter bzw. impulsförmiger Arbeitsweise
in jedem Arbeitstakt ein genau definiertes Volumen fördert
[0023] Jedem Füllelement 3 ist ein Behälterträger 21 zugeordnet, an dem bei der dargestellten
Ausführungsform die jeweilige Flasche 2 an einem unterhalb der Flaschenmündung 2.1
gebildeten Flansch 2.2 hängend gehalten ist, und zwar derart, dass die Flaschenmündung
2.1 von der Unterseite des Füllelementes 3 und damit von den dortigen Abgabeöffnungen
11 und 17 sowie auch von dem unteren, offenen Ende eines ringartigen Einsatzes 22
beabstandet ist, so dass beide Komponenten HK und ZK der jeweils zu füllenden Flasche
2 als freier Strahl zugeführt werden, wie dies in der Figur 2 dargestellt ist.
[0024] Der Einsatz 22 umgibt den die Abgabeöffnung 11 bildenden unteren rohrförmig ausgebildeten
Gehäuseabschnitt 5.1 des Gehäuses 5 mit Abstand, so dass zwischen der Innenfläche
des ringartigen Einsatzes 22 und der Außenfläche des Gehäuseabschnittes 5.1 ein Ringkanal
23 gebildet ist. Weiterhin steht der Einsatz 22 etwas über die Unterseite der Gassperre
12 und auch über die Abgabeöffnungen 11 und 17 nach unten vor, so dass nach dem Verschließen
des unteren, offenen Endes des Einsatzes 22 mit einer mit unterbrochenen Linien angedeuteten
Spülkappe 22.1 und bei geöffnetem Flüssigkeitsventil 13 eine CIP-Reinigung mit einem
z.B. den Flüssigkeitskanal 6 von oben nach unten durchströmenden und anschließend
über den Ringspalt 23 und eine an diesen angeschlossene Leitung 24 abgeführten Reinigungsmedium
möglich ist. In diese CIP-Reinigung können dann auch die Abgabeöffnung 17 und die
zugehörigen Flüssigkeitswege (Fluidverbindung 16, Sperrventil 18, Dosierpumpe 19,
Leitung 20 usw.) einbezogen werden.
[0025] Eine mögliche Betriebsweise des Füllsystems 1 zum Einbringen der Komponenten HK und
ZK ergibt sich aus der Figur 2. Nach der Positionierung der zu füllende Flasche 2
an dem Behälterträger 21 wird durch Öffnen des Flüssigkeitsventils 13 die Füllphase
eingeleitet, in der die Komponente HK im freien Strahl durch die Flaschenöffnung 2.1
in die Flasche 2 eingebracht wird. Gleichzeitig erfolgt bei geöffneten Sperrventil
18 durch Ansteuerung der Dosierpumpe 19 eine genau dosierte Zugabe der Komponente
ZK in den der Flasche 2 zufließenden Strom der Komponente HK mit einer vorgegebenen
Menge. Sobald die erforderliche Menge der Komponente ZK über die Abgabeöffnung 17
ausgebracht und damit in die Flasche 2 eingebracht ist, wird durch Sperren des Sperrventils
18 oder durch Abschalten der Dosierpumpe 19 das Einbringen der Komponente ZK in die
jeweilige Flasche 2 beendet, so dass dann bis zum vollständigen Füllen der Flasche
2 dieser nur noch die Komponente HK zugeführt wird. Die Füllphase wird gesteuert durch
das Signal des Durchflussmessers 9 durch Schließen des Flüssigkeitsventils 13 dann
beendet, wenn das angestrebte Füllvolumen erreicht ist.
[0026] Die Betriebsweise, bei der das Zuführen der Komponente HK endet, bevor das Flüssigkeitsventil
13 geschlossen wird, hat den Vorteil, dass im Bereich der Abgabeöffnung 17 bzw. im
Bereich der Unterseite der Gassperre 12 eventuell vorhandene Reste der Komponente
ZK durch die Komponente HK mitgeführt und in die am Füllelement 3 vorgesehene Flasche
2 eingebracht werden, so dass zu Beginn jeder neuen Füllphase eindeutige Verhältnisse
vorliegen. Es versteht sich, dass bei mehreren Füllelementen 3 am Rotor 4 für jedes
Füllelement 3 eine eigenständige Dosierpumpe 19 und ein eigenständiges Sperrventil
18 vorgesehen sind und diese für jedes Füllelement 3 individuell steuerbar sind.
[0027] Das Füllsystem 1 ermöglicht auch einen Wechsel der Komponenten HK und/oder ZK. Das
Wechseln der Komponente HK erfolgt in üblicher Weise durch Leerfahren des Füllsystems
1 hinsichtlich der Komponente HK und ggs. durch anschließendes Spülen und/oder Reinigen
des Füllsystems 1 sowie sämtlicher Fluidverbindungen und -wege auch innerhalb der
Füllelemente 3 bevorzugt in einem CIP-Reinigungsverfahren.
[0028] Durch die Verwendung der Gassperre 12 ist erreicht, dass nach dem Schließen des Flüssigkeitsventils
13, d.h. am Ende jeder Füllphase der sich unterhalb des Flüssigkeitsventils 13 befindliche
Teil des Flüssigkeitskanals 6 weiterhin mit der Komponente HK vollständig gefüllt
ist, ohne dass ein Nachtropfen des Füllelementes 3 erfolgt. Weiterhin ist auch der
Querschnitt der Fluidverbindung 16 bzw. des diese Fluidverbindung bildenden Fluidkanals
insbesondere an der Abgabeöffnung 17 so gewählt, dass nach der Beendigung der Abgabe
der Komponente ZK, d.h. nach dem Sperren des Ventils 18 und dem Abschalten der Dosierpumpe
19 der zwischen dem Sperrventil 18 und der Abgabeöffnung 17 sich erstreckende Teil
der Fluidverbindung 16 weiterhin mit der Komponente ZK gefüllt ist, ohne dass ein
Nachtropfen aus der Abgabeöffnung 17 erfolgt. Am Beginn jeder neuen Füllphase sehen
somit beide Komponenten HK und ZK sofort, d.h. verzögerungsfrei zur Verfügung.
[0029] Für ein Wechseln der Komponente ZK gegen eine andere Komponente ZK', beispielsweise
gegen eine im Geschmack und/oder Farbe unterschiedliche Komponente werden entsprechend
der Figur 3 zunächst bei geschlossenem Flüssigkeitsventil 13 in einem Spülverfahren
sämtliche Strömungsverbindungen, die die bisher verwendete Komponente ZK enthalten
mit einem Spülmedium, beispielsweise mit Wasser oder sterilem Wasser gespült, und
zwar insbesondere die Fluidverbindung 16, das geöffnete Sperrventil 18, die Dosierpumpe
19 und die an die Dosierpumpe 19 führende Leitung 20, soweit diese die Komponente
ZK enthält. Bei diesem Spülen ist die Dosierpumpe bevorzugt angetrieben. Dieses Spülen
erfolgt selbstverständlich ohne Flaschen 2 an den Füllelementen 3. Die beim Spülen
anfallende Flüssigkeit (Spülmedium + Rest der Komponente ZK) werden von einer unterhalb
des Füllelementes 3 angeordneten Auffangwanne 25 mit geeignetem Ablauf aufgefangen.
Bei einer Füllmaschine umlaufender Bauart ist diese Auffangwanne 25 dann beispielsweise
fest an einem Maschinenelement unterhalb der Bewegungsbahn der Füllelemente 3 vorgesehen,
und zwar in demjenigen Winkelbereich der Drehbewegung des Rotors 4, der zwischen einem
Behälterauslauf, an dem während des Füllbetriebes die gefüllten Flaschen 2 entnommen
werden, und einem Behältereinlauf gebildet ist, an dem während des Füllbetriebes die
leeren Flaschen zugeführt werden, und an dem (Winkelbereich) sich auch bei normalem
Füllbetrieb keine Flasche 2 an den Füllelementen 3 befindet.
[0030] Nach dem Spülen der Fluidverbindung 16, des Sperrventils 18, der Dosierpumpe 19 und
der mit dem Eingang der Dosierpumpe verbundenen Leitung 20 jedes Füllelementes 3 wird
bei weiterhin angetriebener Dosierpumpe 19 und geöffnetem Sperrventil 18 die Komponente
ZK' zugeführt bzw. vorgezogen, und zwar solange, bis diese Komponente die Abgabeöffnung
17 erreicht hat bzw. dort austritt. Da das zuvor gespülte und nach dem Spülen von
der Spülflüssigkeit eingenommene Volumen bekannt ist, kann dieses Vorziehen der Komponente
ZK' grundsätzlich durch entsprechende Steuerung der Dosierpumpe 19 bzw. des von dieser
Pumpe geförderten Volumenstroms erfolgen.
[0031] Ist die Auffangwanne 25 in der vorbeschriebenen Weise fest an der Füllmaschine umlaufender
Bauart vorgesehen, so erfolgt das Umstellen bzw. Wechseln von der Komponente ZK auf
die Komponente ZK' abschnittsweise an den sich jeweils oberhalb der Auffangwanne 25
befindlichen Füllelementen 3 unter Drehen des Rotors 4, und zwar z.B. bei kontinuierlich,
aber sehr langsam drehendem Rotor 4 oder aber bei getaktet drehendem Rotor 4.
[0032] Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass jedes Füllelement 3 für beide Komponenten
ZK und ZK' eine gemeinsame Dosierpumpe 19 mit Sperrventil 18 aufweist und beide Komponenten
dementsprechend auch über die Leitung 20 an die Dosierpumpe 19 geleitet werden. Die
Figur 4 zeigt ein Füllsystem 1a, welches sich von dem Füllsystem 1 dadurch unterscheidet,
dass an jedem Füllelement 3 für die Komponenten ZK und ZK' jeweils eine eigenständige
Dosierpumpe 19 vorgesehen ist, deren Eingang über eine Leitung 20 mit einem Vorratsbehälter
oder Kessel für die betreffende Komponente verbunden ist. Jede Dosierpumpe 19 ist
über ein eigenständiges, elektrisch steuerbares Sperrventil 18 mit der dann für beide
Komponenten gemeinsamen Fluidverbindung 16 verbunden.
[0033] Das Füllsystem 1a ermöglicht einen Wechsel der Komponenten ZK und ZK', selbstverständlich
wiederum unter Spülen der Strömungswege der bisher verwendeten Komponente ZK bzw.
ZK' und unter Vorziehen der nach dem Wechsei zu verwendeten Komponente ZK' bzw. ZK,
wobei das Spülen und Vorziehen auf die gemeinsame Fluidverbindung 16 werden kann.
[0034] Das Füllsystem 1a ermöglicht weiterhin auch das volumengesteuerte Einbringen beider
Komponenten ZK und ZK' in die jeweiligen Flaschen 2 innerhalb ein und derselben Füllphase.
Die Komponenten ZK und ZK' werden hierfür beispielsweise durch entsprechendes Ansteuern
der zugehörigen Dosierpumpe 19 und des Ventils 18 zeitlich versetzt in die jeweilige
Flasche 2 eingebracht werden, und zwar derart, dass das Einbringen der Komponenten
ZK und ZK' jeweils mit einer dieser Komponenten, beispielsweise mit der Komponente
ZK begonnen und mit derselben Komponente auch beendet wird, so dass nach dem Füllen
jeder Flasche 2, d.h. am Ende jeder Füllphase die selben Verhältnisse hinsichtlich
der an der Abgabeöffnung 17 anstehenden Komponente ZK bzw. ZK' vorliegen.
[0035] Die Figur 5 zeigt ein Füllsystem 1b, welches nicht Teil der Erfindung ist und sich
von dem Füllsystem 1 lediglich dadurch unterscheidet, dass die Abgabeöffnung 17 für
die Komponente ZK bzw. ZK' gegenüber der Füllelementachse FA bzw. gegenüber der Achse
der Abgabeöffnung 11 radial versetzt vorgesehen ist, und zwar derart, dass sich die
Abgabeöffnung 17 außerhalb der Abgabeöffnung 11 und außerhalb der Gassperre 12 befindet,
allerdings in der Form, dass der aus der Abgabeöffnung 17 austretende Strahl der Komponente
ZK bzw. ZK' zuverlässig durch die Flaschenöffnung 2.1 in die an dem Füllelement 3
vorgesehene Flasche 2 eingebracht wird.
[0036] Bei den Füllsystemen 1 - 1 b sind die Kessel für die Komponenten ZK und ZK' für sämtliche
Füllelemente 3 oder aber eine Gruppe von mehreren Füllelementen der Füllmaschine gemeinsam
vorgesehen. Die Dosierpumpen 19 und die zugehörigen Sperrventile 18 sind hingegen
für die einzelnen Füllelemente 3 gesondert vorgesehen und individuell steuerbar.
[0037] Die Figuren 6 und 7 zeigen als weitere Ausführungsform nicht Teil der Erfindung ein
Füllsystem 1c, welches sich von dem Füllsystem 1 - 1 b dadurch unterscheidet, dass
das Einbringen der zusätzlichen Komponente ZK bzw. ZK' zwar wiederum außerhalb des
Füllelementes 3, aber bereits in der Fluidverbindung zwischen dem Kessel 8 und dem
betreffenden Fülleelement 3, d.h. in der Leitung 7 erfolgt. Hierfür ist in der Leitung
7 für jedes Füllelement 3 ein eigenständiges ansteuerbares (z.B. elektrisch oder pneumatisch
ansteuerbares) Sperrventil 26 vorgesehen, dessen Eingang über einen Leitungsabschnitt
7.1 mit dem Kessel 8 und dessen Ausgang über einen Leitungsabschnitt 7.2 mit dem Durchflussmesser
9 in Verbindung steht. Mit dem Leitungsabschnitt 7.2 ist die wiederum für jedes Fülleelement
3 individuell vorgesehene Dosierpumpe 27 über ein ansteuerbares (z.B. elektrisch oder
pneumatisch ansteuerbares) Sperrventil 28 verbunden. Der Eingang der Dosierpumpe 27
ist an einem Kessel 29 für die Komponente ZK bzw. ZK' angeschlossen, der über eine
Leitung 30 mit dieser Komponente versorgt wird. Die Dosierpumpe 27 ist wiederum so
ausgebildet, dass sie bei kontinuierlicher Arbeitsweise bei jeder Pumpen-Umdrehung
oder aber bei getakteter bzw. impulsförmiger Arbeitsweise in jedem Arbeitstakt ein
genau definiertes Volumen fördert
[0038] Nach der Positionierung einer Flasche 2 unter dem Füllelement 3 bzw. unterhalb der
dortigen mit der Gassperre 12 versehenen Abgabeöffnung 11 und nach dem Einleiten der
Füllphase durch Öffnen des Flüssigkeitsventils 13 erfolgt während einer Teilphase
dieser Füllphase nach Öffnen des Sperrventils 28 über die Dosierpumpe 27 das volumengesteuerte
Einbringen der Komponente ZK bzw. ZK' in den Leitungsabschnitt 7.2, und zwar bevorzugt
bei zuvor gesperrtem Sperrventil 26, um ein Eindringen der Komponente ZK bzw. ZK'
in den Kessel 8 zuverlässig zu vermeiden. Das Einbringen der Komponente ZK bzw. ZK'
wird durch Schließen des Sperrventils 28 und durch Abschalten der Dosierpumpe 27 beendet,
so dass dann das Füllen der jeweiligen Flasche 2 mit der Komponente HK durch Öffnen
des Sperrventils 26 erfolgen oder fortgesetzt werden kann.
[0039] Unter Berücksichtigung des Flüssigkeitsvolumens, welches sich in der Fluidverbindung
zwischen dem Ausgang des Sperrventils 28 und der Abgabeöffnung 11 befindet, ist die
Teilfüllphase, in der die Komponente ZK bzw. ZK' in den Leitungsabschnitt 7.2 eingebracht
wird, so gewählt und innerhalb der Gesamtfüllphase so vorgesehen, dass mit dem nach
dem Schließen des Sperrventils 28 und Öffnen des Sperrventils 26 der jeweiligen Flasche
2 zufließenden Komponenten HK der gesamte, zuvor eingebrachte Anteil der Komponente
ZK bzw. ZK' noch vor Beendigung der Füllphase in die Flasche 2 mitgeführt wird. Sobald
das mit dem Durchflussmesser 9 gemessene Gesamtvolumen (Volumen der Komponente HK
und der Komponente ZK bzw. ZK') der gewünschten Füllmenge entspricht, wird durch Schließen
des Flüssigkeitsventils 13 die Füllphase beendet.
[0040] Das Füllsystem 1 c gestattet selbstverständlich ebenfalls einen Wechsel zwischen
der Komponente ZK und ZK'. Für diesen Wechsel wird entsprechend der Figur 7 bei geschlossenem
Sperrventil 26, geöffneten Sperrventil 28 und geöffneten Flüssigkeitsventil 13 der
Kessel 29, die Dosierpumpe 27, das Sperrventil 28, der Leitungsabschnitt 7.2, der
Durchflussmesser 9, der Flüssigkeitskanal 6 sowie die Abgabeöffnung 11 mit der Gassperre
12 mit einem geeigneten flüssigen Spülmedium, beispielsweise mit Wasser gespült, so
dass sämtliche Reste der bis dahin verwendeten Komponente ZK oder ZK' entfernt sind.
Die bei diesem Spülen anfallende Flüssigkeit wird wiederum in der Auffangwanne 25
aufgefangen. Nach dem Spülen erfolgt zunächst ein Vorziehen der neu zu verwendeten
Komponente ZK' bzw. ZK in der Form, dass diese Komponente über die Leitung 30 zugeführt
wird, so dass sie dann bei weiterhin geschlossenem Sperrventil 26 und geöffnetem Sperrventil
28 sowie geöffnetem Flüssigkeitsventil 13 nicht nur den Kessel 29, sondern auch den
Leitungsabschnitt 7.2 und den Flüssigkeitskanal 6 ausfüllt und schließlich an der
Abgabeöffnung 12 austritt. Im Anschluss daran erfolgt bei geschlossenem Sperrventil
28 und geöffnetem Sperrventil 26 das Spülen des Leitungsabschnittes 7.2 und des Flüssigkeitskanals
6 mit der Komponente HK, so dass am Ende des Komponentenwechsels bei wieder geschlossenem
Flüssigkeitsventil 13 ein Zustand erreicht ist, in dem die gesamte Leitung 7 sowie
auch der Flüssigkeitskanal 6 mit der Komponente HK gefüllt sind.
[0041] Die Figur 8 zeigt schließlich ein Füllsystem 1d auch nicht Teil der Erfindung, welches
sich von dem Füllsystem 1c nur dadurch unterscheidet, dass für jede Komponente ZK
und ZK' ein eigener Kessel 29 vorgesehen ist, der über die Dosierpumpe 27 und das
Sperrventil 28 mit dem Leitungsabschnitt 7.2 in Verbindung steht, und zwar u.a. mit
dem Vorteil, dass bei einem Komponentenwechsel ein Spülen des jeweiligen Kessels 29,
der zugehörigen Dosierpumpe 27 und des zugehörigen Sperrventils 28 nicht erforderlich
ist und auch die Möglichkeit besteht, beide Komponenten ZK und ZK' während der Füllphase
in die Flaschen 2 einzubringen.
[0042] Bei den Füllsystemen 1c und 1d sind die Kessel 29 für die Komponenten ZK und ZK'
wiederum für sämtliche Füllelemente 3 oder aber eine Gruppe von mehreren Füllelementen
der Füllmaschine gemeinsam vorgesehen. Die Dosierpumpen 27 und die zugehörigen Sperrventile
28 sind hingegen für die einzelnen Füllelemente 3 gesondert vorgesehen und individuell
steuerbar.
[0043] Sämtlichen vorbeschriebenen Ausführungsformen ist u.a. gemeinsam, dass die Komponente
ZK bzw. ZK' jeweils über die Dosierpumpe 19 bzw. 27 volumengesteuert zugegeben werden,
und dass jeder Dosierpumpe 19 bzw. 27 ein Sperrventil 18 bzw. 28 zugeordnet ist, welches
u.a. einen verzögerungsfreien Beginn sowie ein verzögerungsfreies Beenden der Zugabe
der jeweiligen Komponente ZK bzw. ZK' ermöglicht.
[0044] Bei den Füllsystemen und dabei speziell auch bei den Füllsystemen 1 - 1 b besteht
auch die Möglichkeit, den in die jeweilige Flasche 2 eingebrachten Anteil der Komponente
ZK bzw. ZK' unter Verwendung von Durchflussmessern zu steuern oder zu regeln, die
dann anstelle der Dosierpumpe 19 bzw. 27 oder aber zusätzlich zu dieser im Flüssigkeitskanal
vor oder nach dem Sperrventil 18 bzw. 28 vorgesehen ist, welches dann von der Steuereinheit
10 in Abhängigkeit von dem Signal dieser Durchflussmesser gesteuert wird.
[0045] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch
der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird. So kann selbstverständlich
die Anzahl der Komponenten, die zusätzlich zu der Hauptkomponente HK in die Flaschen
oder Behälter wahlweise oder aber jeweils gemeinsam eingebracht werden beliebig sein.
[0046] Ebenfalls kann die vorliegende Erfindung auch dazu genutzt werden, auf einer Füllmaschine
während des laufenden Betriebs zu einem Zeitpunkt parallel mehrere unterschiedliche
Produkte abzufüllen. So ist es beispielsweise möglich, alle zu füllenden Flaschen
2 mit der Hauptkomponente HK zu füllen, wobei durch die Füllelemente 3 einer ersten
Anzahl von Flaschen 2 eine erste Zusatzkomponente ZK und einer zweiten Anzahl von
Flaschen 2 eine zweite Zusatzkomponente ZK' zugeführt wird.
Dabei kann das Verhältnis der ersten Anzahl von Flaschen 2 zu der zweiten Anzahl von
Flaschen 2 beliebig sein. Auch kann die räumliche Anordnung der ersten Flaschen 2
zu der räumlichen Anordnung der zweiten Flaschen 2 beliebig sein. Diese können beispielsweise
abwechseln oder aber auch blockweise am Rotor 4 vorgesehen sein.
Durch diese Vorgehensweise wird es ermöglicht, ohne Umstellarbeiten einen beliebigen
Produktmix zu erzeugen.
Bezugszeichenliste
[0047]
| 1, 1a - 1d |
Füllsystem |
| 2 |
Flasche |
| 2.1 |
Flaschenmündung |
| 2.2 |
Flansch |
| 3 |
Füllelement |
| 4 |
Rotor |
| 5 |
Füllelementgehäuse |
| 6 |
Flüssigkeitskanal |
| 7 |
Leitung oder Fluidverbindung |
| 7.1, 7.2 |
Leitungsabschnitt |
| 8 |
Kessel |
| 9 |
Durchflussmesser |
| 10 |
Steuerelektronik |
| 11 |
Abgabeöffnung |
| 12 |
Gassperre |
| 13 |
Flüssigkeitsventil |
| 14 |
Ventilkörper |
| 15 |
Betätigungseinrichtung |
| 16 |
Fluidverbindung oder Flüssigkeitskanal |
| 17 |
Abgabeöffnung |
| 18 |
Sperrventil |
| 19 |
Dosierpumpe |
| 20 |
Leitung |
| 21 |
Behälterträger |
| 22 |
Einsatz |
| 22.1 |
Verschluss |
| 23 |
Ringspalt |
| 24 |
Leitung |
| 25 |
Auffangwanne |
| 26 |
Sperrventil |
| 27 |
Dosierpumpe |
| 28 |
Sperrventil |
| 29 |
Kessel |
| 30 |
Kanal |
| |
|
| N |
Niveau des Flüssigkeitsspiegels der Komponente HK im Kessel 8 |
| HK, ZK, ZK' |
Komponente |
| FA |
Füllelementachse |
1. Verfahren zum Freistrahlfüllen von Flaschen oder dergleichen Behältern (2) mit einem
flüssigen Follgut bestehend aus wenigstens zwei Komponenten (HK; ZK/ZK'), unter Verwendung
eines Fullsystems (1, 1a) mit wenigstens einem Füllelemente (3), welches zur gesteuerten
Abgabe der ersten Komponente (HK) über wenigstens eine Abgabeöffnung (11) einen diese
Abgabeöffnung (11) bildenden Flüssigkeitskanal (6) aufweist, in dem ein Flüssigkeltsventil
(13) angeordnet ist und der über eine Flüssigkeitsverbindung (7) mit einem Vorratsbehälter
oder Kessel (8) der ersten Komponente (HK) In Verbindung steht, wobei wenigstens eine
zusätzliche Komponente (ZK, ZK') dosiert über wenigstens eine zusätzliche Abgabeöffnung
(17), die an der wenigstens einen Abgabeöffnung (11) für die erste Komponente (HK)
vorgesehen Ist, in den jeweiligen Behälter (2) oder in einen aus dem Füllelement (3)
austretenden und dem Jeweiligen Behälter (2) zufließenden freien Strahl der ersten
Komponente (HK) abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abgabe der wenigstens einen zusätzlichen Komponente (ZK, ZK') an der wenigstens
einen zusätzlichen Abgabeöffnung (17) erfolgt, die innerhalb der Abgabeöffnung (11)
im Bereich einer die wenigstens eine Abgabeöffnung (11) für die erste Komponente (HK)
bildenden Gassperre (12) vorgesehenen
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine zusätzliche Komponente (ZK, ZK') unter Verwendung eines Durchflussmessers
und/oder einer Dosierpumpe (19) dosiert abgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine weitere Komponente (ZK, ZK') derart abgegeben wird, dass das
Vermischen dieser Komponente mit der ersten Komponente (HK) erst innerhalb des Behälters
(2) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Abgabeöffnung (17) für die zusätzliche Komponente (ZK, ZK') mit
wenigstens einer Dosierpumpe (19) und/oder Durchflussmesser in Verbindung steht, die
oder der in Serie mit einem steuerbaren Sperrventil (18) angeordnet ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung von wenigstens zwei mit der wenigstens einen Abgabeöffnung (17) für
die zusätzliche Komponente (ZK, ZK') oder mit dem Flüssigkeitskanal (7) vorzugsweise
über jeweils ein Sperrventil (18) in Verbindung stehende Dosierpumpen (19) und/oder
Durchflussmesser.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Abgabeöffnung (11, 17) des Füllelementes (3) in einem durch ein
Verschließelement (22.1) während einer CIP-Reinigung verschließbaren Raum mündet.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während des laufenden Betriebs alle zu füllenden Behälter (2) mit der Hauptkomponente
(HK) gefüllt werden, wobei gleichzeitig eine erste Anzahl von Behältern (2) mit einer
ersten zusätzilchen Komponente (ZK) und mindestens eine zweite Anzahl von Behältern
(2) mit mindestens einer zweiten Zusatzkomponente (ZK') gefüllt werden.
8. Füllsystem zum Freistrahlfüllen von Flaschen oder dergleichen Behältern (2) mit einem
flüssigen Füllgut bestehend aus wenigstens zwei Komponenten (HK; ZK/ZK'), mit wenigstens
einem Füllelement (3), welches zur gesteuerten Abgabe der ersten Komponente (HK) über
wenigstens eine Abgsbeöffnung (11) einen diese Abgabeöffnung (11) bildenden Flüssigkeitskanal
(6) aufweist, in dem ein Flüssigkeitsventil (13) angeordnet ist und der über eine
Flüssigkeitsverbindung (7) mit einem Vorratsbehälter oder Kessel (8) der ersten Komponente
(HK) in Verbindung steht, mit wenigstens einer zusätzlichen Abgabeöffnung (17), die
an der wenigstens einen Abgabeöffnung (11) für die erste Komponente (HK) vorgesehen
ist und über die wenigstens eine zusätzliche Komponente (ZK, ZK') dosiert In den jewelligen
Behälter (2) oder in einen aus dem Füllelement (3) austretenden und dem jeweiligen
Behälter (2) zufließenden freien Strahl der ersten Komponente (HK) abgegeben wird,
und zwar gesteuert durch wenigstens einen Durchflussmesser und/oder eine Dosierpumpe
(19),
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine zusätzliche Abgabeöffnung (17) innerhalb der Abgabeöffnung (11)
im Bereich einer die wenigstens eine Abgabeöffnung (11) für die erste Komponente (HK)
bildenden Gassperre (12) vorgesehenen ist.
9. Füllsystern nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Abgabeöffnung (17) für die zusätzliche Komponente (ZK, ZK') mit
wenigstens einer Dosierpumpe (19) und/oder Durchflussmesser in Verbindung steht, die
oder der in Serie mit einem steuerbaren Sperrventil (18) angeordnet ist.
10. Füllsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 oder 9, gekennzeichnet durch wenigstens zwei mit der wenigstens einen Abgabeöffnung (17) für die zusätzliche Komponente
(ZK, ZK') in Verbindung stehende Dosierpumpen (19) und/oder Durchflussmesser.
11. Füllsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8-10, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Abgabeöffnung (11, 17) des Füllelementes (3) in einem durch ein
Verschließelement (22.1) während einer CIP-Reinigung verschließbaren Raum mündet.
1. Method for free-jet filling bottles or similar containers (2) with a liquid filling
material comprising at least two components (HK; ZK/ZK'), using a filling system (1,
1 a) comprising at least one filling element (3) having a fluid channel (6) for the
controlled dispensing of the first component (HK) by way of at least one dispensing
opening (11), said channel forming said dispensing opening (11), a liquid valve (13)
being disposed in said channel and said channel being connected to a first component
(HK) supply container or vessel (8) by way of a liquid connection (7), wherein at
least one additional component (ZK, ZK') is meter-dispensed, by way of at least one
additional dispensing opening (17) provided on the at least one dispensing opening
(11) for the first component (HK), into the respective container (2) or into a free
jet of the first component (HK), said jet exiting the filling element (3) and being
supplied to the respective container (2), characterised in that the at least one additional component (ZK, ZK') is discharged from the at least one
additional dispensing opening (17) provided within the dispensing opening (11) in
the area of a gas lock (12) that forms at least one dispensing opening (11) for the
first component (HK).
2. Method according to claim 1, characterised in that the at least one additional component (ZK, ZK') is meter-dispensed using a flow meter
and/or a metering pump (19).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the at least one further component (ZK, ZK') is dispensed such that this component
is blended with the first component (HK) only within the container (2).
4. Method according to claim 2 or 3, characterised in that the at least one dispensing opening (17) for the additional component (ZK, ZK') is
connected with at least one metering pump (19) and/or flow meter disposed in series
with a controllable check valve (18).
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised by the use of at least two metering pumps (19) and/or flow meters connected with the
at least one dispensing opening (17) for the additional component (ZK, ZK') or with
the fluid channel (7), preferably by way of one stop valve (18) each.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one dispensing opening (11, 17) of the filling element (3) leads into
a space that can be closed by a closing element (22.1) during CIP cleaning.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, during operation, all containers (2) to be filled are filled with the main component
(HK), wherein, simultaneously, a first number of containers (2) are filled with a
first additional component (ZK) and at least a second number of containers (2) are
filled with at least one second additional component (ZK').
8. Filling system for free-jet filling bottles or similar containers (2) with a liquid
filling material comprising at least two components (HK; ZK/ZK'), comprising at least
one filling element (3) having a fluid channel (6) for the controlled dispensing of
the first component (HK) by way of at least one dispensing opening (11), said channel
forming said dispensing opening (11), a liquid valve (13) being disposed in said channel
and said channel being connected to a first component (HK) supply container or vessel
(8) by way of a liquid connection (7), comprising at least one additional dispensing
opening (17) provided on the at least one dispensing opening (11) for the first component
(HK) and meter-dispensed by way of the at least one additional component (ZK, ZK')
into the respective container (2) or into a free jet of the first component (HK),
said jet exiting the filling element (3) and being supplied to the respective container
(2), controlled by at least one flow meter and/or one dosing pump (19),
characterised in
that the at least one additional dispensing opening (17) is provided within the dispensing
opening (11) in the area of a gas lock (12) that forms at least one dispensing opening
(11) for first component (HK).
9. Filling system according to claim 8, characterised in that the at least one dispensing opening (17) for the additional component (ZK, ZK') is
connected with at least one metering pump (19) and/or flow meter disposed in series
with a controllable check valve (18).
10. Filling system according to any one of the preceding claims 8 or 9, characterised by at least two metering pumps (19) and/or flow meters connected with the at least one
dispensing opening (17) for the additional component (ZK, ZK').
11. Filling system according to any one of the preceding claims 8-10, characterised in that the at least one dispensing opening (11, 17) of the filling element (3) leads into
a space that can be closed by a closing element (22.1) during CIP cleaning.
1. Procédé servant au remplissage à jet libre de bouteilles ou de contenants (2) similaires
avec un produit de remplissage liquide constitué d'au moins deux composants (HK ;
ZK/ZK'), en utilisant un système de remplissage (1, 1a) doté d'au moins d'un élément
de remplissage (3), qui présente, aux fins de la distribution commandée du premier
composant (HK) par l'intermédiaire au moins d'un orifice de distribution (11), un
canal pour liquide (6) formant ledit orifice de distribution (11), dans lequel canal
pour liquide est disposée une soupape pour liquide (13) et qui est relié, par l'intermédiaire
d'un raccordement pour liquide (7), à un réservoir ou à une cuve (8) du premier composant
(HK), dans lequel au moins un composant supplémentaire (ZK, ZK') est distribué de
manière dosée par l'intermédiaire au moins d'un orifice de distribution supplémentaire
(17), qui est prévu au niveau de l'au moins un orifice de distribution (11) pour le
premier composant (HK), dans le contenant (2) respectif ou dans un jet libre, sortant
de l'élément de remplissage (3) et s'écoulant en direction du contenant (2) respectif,
du premier composant (HK), caractérisé en ce
que la distribution de l'au moins un composant supplémentaire (ZK, ZK') est effectuée
au niveau de l'au moins un orifice de distribution supplémentaire (17), lequel orifice
de distribution est prévu à l'intérieur de l'orifice de distribution (11) dans la
zone d'une barrière de gaz (12) formant l'au moins un orifice de distribution (11)
pour le premier composant (HK).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un composant supplémentaire (ZK, ZK') est distribué de manière dosée en
utilisant un débitmètre et/ou une pompe de dosage (19).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins un autre composant (ZK, ZK') est distribué de telle manière que le mélange
dudit composant au premier composant (HK) n'est effectué pour commencer qu'à l'intérieur
du contenant (2).
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que l'au moins un orifice de distribution (17) pour le composant supplémentaire (ZK,
ZK') est relié à au moins une pompe de dosage (19) et/ou à un débitmètre, lesquels
sont disposés en série avec une soupape d'arrêt (18) pouvant être commandée.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par l'utilisation d'au moins deux pompes de dosage (19) et/ou débitmètres reliés, de
préférence par l'intermédiaire respectivement d'une soupape d'arrêt (18), à l'au moins
un orifice de distribution (17) pour le composant supplémentaire (ZK, ZK') ou au canal
pour liquide (7).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un orifice de distribution (11, 17) de l'élément de remplissage (3) débouche
dans un espace pouvant être fermé par un élément de fermeture (22.1) au cours d'un
nettoyage en place (NEP).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que tous les contenants (2) devant être remplis sont remplis, lors du fonctionnement,
du composant principal (HK), dans lequel simultanément un premier nombre de contenants
(2) est rempli d'un premier composant supplémentaire (ZK) et qu'au moins un deuxième
nombre de contenants (2) est rempli d'au moins un deuxième composant additionnel (ZK').
8. Système de remplissage servant au remplissage par jet libre de bouteilles ou de contenants
(2) similaires avec un produit de remplissage liquide constitué d'au moins deux composants
(HK ; ZK/ZK'), comprenant au moins un élément de remplissage (3), qui présente, aux
fins de la distribution commandée du premier composant (HK) par l'intermédiaire au
moins d'un orifice de distribution (11), un canal pour fluide (6) formant ledit orifice
de distribution (11), dans lequel canal pour fluide est disposée une soupape pour
liquide (13) et qui est relié, par l'intermédiaire d'un raccordement pour fluide (7),
à un réservoir ou à une cuve (8) du premier composant (HK), comprenant au moins un
orifice de distribution supplémentaire (17), qui est prévu au niveau de l'au moins
un orifice de distribution (11) pour le premier composant (HK) et qui permet de distribuer
de manière dosée l'au moins un composant supplémentaire (ZK, ZK') dans le contenant
(2) respectif ou dans un jet libre, sortant de l'élément de remplissage (3) et s'écoulant
en direction du contenant (2) respectif, du premier composant (HK), et ce de manière
commandée par au moins un débitmètre et/ou une pompe de dosage (19),
caractérisé en ce
que l'au moins un orifice de distribution supplémentaire (17) est prévu à l'intérieur
de l'orifice de distribution (11) dans la zone d'une barrière de gaz (12) formant
l'au moins un orifice de distribution (11) pour le premier composant (HK).
9. Système de remplissage selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'au moins un orifice de distribution (17) pour le composant supplémentaire (ZK,
ZK') est relié à au moins une pompe de dosage (19) et/ou à un débitmètre, lesquels
sont disposés en série avec une soupape d'arrêt (18) pouvant être commandée.
10. Système de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes 8 ou
9, caractérisé par au moins deux pompes de dosage (19) et/ou deux débitmètres reliés à l'au moins un
orifice de distribution (17) pour le composant supplémentaire (ZK, ZK').
11. Système de remplissage selon l'une quelconque des revendications précédentes 8 à 10,
caractérisé en ce que l'au moins un orifice de distribution (11, 17) de l'élément de remplissage (3) débouche
dans un espace pouvant être fermé par un élément de fermeture (22.1) au cours d'un
nettoyage en place (NEP).