| (19) |
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(11) |
EP 2 279 307 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.11.2014 Patentblatt 2014/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.04.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/002380 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/121584 (08.10.2009 Gazette 2009/41) |
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| (54) |
SONNENSCHUTZEINRICHTUNG UND SEKUNDÄRFASSADE MIT SONNENSCHUTZEINRICHTUNG
SUN PROTECTION DEVICE AND A SECONDARY FAÇADE HAVING SUN PROTECTION DEVICE
DISPOSITIF DE PROTECTION SOLAIRE ET FAÇADE SECONDAIRE MUNIE D'UN DISPOSITIF DE PROTECTION
SOLAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
01.04.2008 DE 202008004456 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.02.2011 Patentblatt 2011/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Frener & Reifer GmbH/Srl |
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39042 Brixen/Bressanone (BZ) (IT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- REIFER, Franz
I-39040 Vahrn (IT)
- REIFER, Michael
I-39040 Vahrn (IT)
- TELFSER, Dietmar
I-39028 Schlanders (IT)
- HILPOLD, Josef
I-39042 Brixen (IT)
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| (74) |
Vertreter: Becker Kurig Straus |
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Patentanwälte
Bavariastrasse 7 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 149 961
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DE-A1- 4 140 539
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sonnenschutzeinrichtung. Weiterhin betrifft die vorliegende
Erfindung eine Sekundärfassade, die vor einer Gebäudefassade anbringbar ist, und mindestens
eine erfindungsgemäße Sonnenschutzeinrichtung umfasst.
Stand der Technik
[0002] Eine Sekundärfassade kann beispielsweise aus Gründen eines Blendschutzes oder Sichtschutzes
vorgesehen werden und Sonnenschutzeinrichtungen umfassen. In Abhängigkeit von der
Sonnen- bzw. Lichteinstrahlung und von sonstigen optisch bedingten Gründen können
derartige Fassadenelemente um jeweils eine horizontale Achse mehr oder weniger aus
ihrer vertikalen Ausrichtung oder um jeweils eine vertikale Achse mehr oder weniger
aus ihrer horizontalen Ausrichtung heraus verschwenkt werden, so dass sie zum Beispiel
an den Sonnenstand angepasst werden können. Die Fassadenelemente können transluzent,
transparent oder opak sein und zum Beispiel aus einer Glasscheibenkonstruktion oder
auch aus sonstigen Materialien bestehen. Die Art des Materials richtet sich nach den
jeweiligen Anforderungen.
[0003] Die Sekundärfassaden sowie die davon umfassten Sonnenschutzelemente des Standes der
Technik ermöglichen keine Aufteilung der Fassadenelemente entlang der Achse in mindestens
ein erstes oder mindestens ein zweites Fassadenelement und somit eine unabhängige
Bewegung der ersten Fassadenelemente und der zweiten Fassadenelemente zueinander.
DE4140539A1 zeigt eine Sonnenschutzeinrichtung gemäss dem Stand der Technik.
Beschreibung der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die oben erwähnten Nachteile des
Standes der Technik zu vermeiden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Sonnenschutzeinrichtung gelöst, umfassend
eine im Wesentlichen horizontale oder im Wesentlichen vertikale Säule, welche einen
vorzugsweise, aber nicht zwingend kreisförmigen, Kern und einen Mantel umfasst, wobei
der Kern und der Mantel um eine im Wesentlichen gemeinsame Längsachse gegeneinander
verdrehbar sind; mindestens ein erstes Fassadenelement, welches am Kern der Säule
befestigt ist; und mindestens ein zweites Fassadenelement, welches am Mantel der Säule
befestigt ist.
[0006] Der Kern kann beispielsweise kreisförmig ausgeführt sein. Sowohl der Kern als auch
der Mantel kann einteilig oder mehrteilig ausgeführt sein. Eine mit mehrteiligem Kern
und mehrteiligem Mantel versehene Säule kann leichter zerlegt und gewartet werden.
Mehrteilige Kerne können leichter Kabel aufnehmen, um beispielsweise von auf den Lamellen
angeordneten Photovoltaikelementen erzeugten Strom dem Gebäude zuführen zu können.
[0007] Durch den zweiteiligen Aufbau der Säule mit einem in dem Mantel liegenden Kern wird
eine unabhängige Bewegung der am Kern befestigten ersten Fassadenelemente und der
am Mantel befestigten zweiten Fassadenelemente ermöglicht. Dadurch können die Fassadenelemente
beispielsweise dem Sonnenstand nachgeführt werden. Sie können beliebige architektonisch
wirksame Stellungen einnehmen oder beispielsweise durch gegenseitige Verdrehung bis
zum gegenseitigen Kontakt, sofern dieser möglich ist, gänzlich geöffnet werden, um
beispielsweise die Aussicht nach außen zu verbessern.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat der Mantel der Säule einen
im Wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt senkrecht zur Längsachse.
[0009] In einer beispielhaften Ausführungsform ist der Mantel der Säule rohrförmig, der
Kern ist im Mantel angeordnet, und der Mantel weist mindestens einen Schlitz auf,
der im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse im Mantel angeordnet ist, wobei mindestens
ein erstes Fassadenelement den Mantel durch einen der Schlitze durchdringt. Die Schlitze
sind in einer Ausführungsform so eingerichtet, dass der Kern und der Mantel zusammen
mit den Fassadenelementen um eine gemeinsame Achse um mindestens 180° gegeneinander
verdrehbar sind.
[0010] Bei dem Kern der Säule kann es sich beispielsweise um ein Dreh-Frästeil handeln und
bei dem Mantel der Säule kann es sich beispielsweise um ein lasergefertigtes Teil
bzw. um ein Dreh-Frästeil handeln.
[0011] In einer anderen beispielhaften Ausführungsform umfasst die Sonnenschutzeinrichtung
weiterhin eine erste Antriebsvorrichtung, welche eingerichtet ist, um den Kern der
Säule um seine Längsachse zu drehen. Weiterhin kann die erfindungsgemäße Sonnenschutzvorrichtung
weiter eine zweite Antriebsvorrichtung umfassen, welche eingerichtet ist, um den Mantel
der Säule um seine Längsachse zu drehen. Schließlich umfasst die erfindungsgemäße
Sonnenschutzeinrichtung in einer weiteren beispielhaften Ausführungsform weiterhin
eine dritte Antriebsvorrichtung, welche eingerichtet ist, um den Kern und den Mantel
der Säule um ihre im Wesentlichen gemeinsame Längsachse gegeneinander zu verdrehen.
Bei den Antriebsvorrichtungen kann es sich beispielsweise um Doppelzahnstangenantriebe
oder um Doppelschneckengetriebe handeln, die beispielsweise je über mindestens einen
Aktuator angetrieben werden können.
[0012] Die ersten Fassadenelemente sind in einer beispielhaften Ausführungsform mittels
erster Befestigungselemente am Kern der Säule befestigt. Die zweiten Fassadenelemente
sind in einer ebenfalls beispielhaften Ausführungsform mittels zweiter Befestigungselemente
am Mantel der Säule befestigt. Bei den ersten Befestigungselementen und den zweiten
Befestigungselementen kann es sich beispielsweise um Bolzen handeln.
[0013] Die ersten Fassadenelemente sind, in einer anderen beispielhaften Ausführungsform
mittels mindestens einer ersten Verstärkungseinheit miteinander verbunden und die
zweiten Fassadenelemente können mittels mindestens einer zweiten Verstärkungseinheit
miteinander verbunden sein. In einer anderen beispielhaften Ausführungsform sind die
ersten Fassadenelemente an ihren von der Säule abgewandten Enden mittels mindestens
einer ersten Verstärkungseinheit miteinander verbunden und die zweiten Fassadenelemente
an ihren von der Säule abgewandten Enden mittels mindestens einer zweiten Verstärkungseinheit
miteinander verbunden. Bei der mindestens einen ersten Verstärkungseinheit und der
mindestens einen zweiten Verstärkungseinheit kann es sich beispielsweise jeweils um
lasergefertigte Stangen handeln, die mit den Fassadenelementen verschraubt sein können,
wobei aber auch alle anderen erdenkbaren Fügemethoden möglich sind.
[0014] Die Fassadenelemente umfassen in einer weiteren beispielhaften Ausführungsform Sonnenschutzlamellen.
Diese sind vorzugsweise, aber nicht zwingend, im Wesentlichen im rechten Winkel zur
Säule angeordnet. In einer speziellen beispielhaften Ausführungsform sind die Sonnenschutzlamellen
der ersten Fassadenelemente gegenüber den Sonnenschutzlamellen der zweiten Fassadenelemente
alternierend angeordnet. Dadurch können die Fassadenelemente durch nach vorne Klappen
verschränkt werden, so dass der Blick durch die Sonnenschutzeinrichtung völlig freigegeben
wird. Die Fassadenelemente können aus jeder Art Material, das den jeweiligen baulichen
und statischen Anforderungen genügt, gefertigt werden. Die Lamellen können z.B. auch
aus Glas bestehen und/oder mit Photovoltaikelementen bestückt sein, bzw. Photovoltaikelemente
bilden.
[0015] In einer zusätzlichen beispielhaften Ausführungsform weisen die Sonnenschutzlamellen
eine geschwungene Lamellenform auf. Die Sonnenschutzlamellen, die eine geschwungene
Lamellenform aufweisen können, können beispielsweise als Präge-Stanzteile ausgeführt
sein.
[0016] Die Lamellen können auch als Großlamellen oder Segel ausgeführt sein. Im Fall von
Großlamellen können eventuell die Verstärkungselemente entfallen.
[0017] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Sekundärfassade, die vor einer
Gebäudefassade angebracht werden kann und die mindestens eine erfindungsgemäße Sonnenschutzeinrichtung
umfasst.
[0018] In einer beispielhaften Ausführungsform umfasst eine erfindungsgemäße Sekundärfassade
mehrere erfindungsgemäße Sonnenschutzeinrichtungen, wobei die Längsachsen ihrer Säulen
im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegen und die von den Außenkanten der
Fassadenelemente zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen gebildeten Geraden
oder Kurven bei fluchtender Ausrichtung der Fassadenelemente im Wesentlichen parallel
verlaufen.
[0019] In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Sekundärfassade
weiterhin einen Rahmen, in welchem die Sonnenschutzeinrichtungen angeordnet sind,
wobei die Längsachsen ihrer Säulen im Wesentlichen in der Ebene des Rahmens liegen
und die von den Außenkanten der Fassadenelemente der beiden äußeren Sonnenschutzeinrichtungen
gebildeten Geraden oder Kurven bei fluchtender Ausrichtung der Fassadenelemente im
Wesentlichen parallel zu zwei Elementen des Rahmens verlaufen, welche im Wesentlichen
parallel zu den Säulen der Sonnenschutzeinrichtungen verlaufen.
[0020] Die vorliegende Erfindung wird nun an Hand von Beispielen genauer erläutert werden,
welche dem Fachmann, durch die begleitenden Zeichnungen ein weitergehendes Verständnis
der vorliegenden Erfindung ermöglichen sollen, ohne den beanspruchten Schutzbereich
dadurch einzuschränken.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021]
Figur 1 zeigt einen Mantel gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Figur 2 zeigt einen Kern, der in den Mantel aus Figur 1 eingeführt wurde.
Figur 3 zeigt die Säule aus Figur 2, an welche Befestigungselemente angebracht wurden.
Figur 4 zeigt eine Sonnenschutzvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
Figuren 5-1 bis 5-5 zeigen die Sonnenschutzvorrichtung aus Figur 4, an welche Verstärkungselemente
bzw. unterschiedliche Lamellenformen bzw. Großlamellen angebracht sind.
Figuren 6-1, 6-2 und 6-3 zeigen eine Sekundärfassade gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung mit jeweils vertikal bzw. horizontal ausgerichteten Säulen.
Beispiele
Sonnenschutzeinrichtung
[0022] Zur Herstellung einer Sonnenschutzeinrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird ein zylinderförmiges Rohr als Kern (1) der Säule (4) aus V4A-Stahl
lasergefertigt. Figur 1 zeigt ein zylinderförmiges Rohr aus V4A-Stahl, welches als
Mantel (2) der Säule (4) als Dreh-Frästeil gefertigt wird, dessen Innendurchmesser
größer ist, als der Außendurchmesser des Kerns (1), und das Schlitze aufweist, die
senkrecht zur Längsachse im Mantel (2) angeordnet sind.
[0023] Wie in Figur 2 gezeigt, wird dann der Kern (1) in den Mantel (2) eingeführt, so dass
sie um eine gemeinsame Längsachse (A) gegeneinander verdrehbar sind.
[0024] Figur 3 zeigt, dass durch jeden der Schlitze im Mantel (2) ein V4A Bolzen als erstes
Befestigungselement (11) im rechten Winkel zur Säule (4) an den Kern (1) angeschraubt
und durch Klebstoff gesichert wird. An jedem Abschnitt des Mantels (2), welcher keinen
Schlitz aufweist, wird ein V4A Bolzen als zweites Befestigungselement (21) im rechten
Winkel zur Säule (4) angeschraubt und durch Klebstoff gesichert. Die ersten Befestigungselemente
(11) werden dabei gegenüber den zweiten Befestigungselementen (21) alternierend angeordnet.
Bei den Bolzen handelt es sich um Dreh-Frästeile.
[0025] Gemäß Figur 4 werden an den ersten Befestigungselementen (11) Sonnenschutzlamellen
als erste Fassadenelemente (12) angeschweißt. An den zweiten Befestigungselementen
(21) werden Sonnenschutzlamellen als zweite Fassadenelemente (22) angeschweißt. Bei
den Sonnenschutzlamellen handelt es sich um V4A Prägestanzteile mit geschwungener
Lamellenform. Die Sonnenschutzlamellen können gleiche oder unterschiedliche Länge
haben.
[0026] Wie in Figur 5-1 gezeigt, werden die ersten Fassadenelemente (12) an ihren, von der
Säule (4) abgewandten, Enden mittels einer Stange als erster Verstärkungseinheit (13)
miteinander verbunden und die zweiten Fassadenelemente (22) werden an ihren von der
Säule (4) abgewandten Enden mittels einer Stange als zweiter Verstärkungseinheit (23)
miteinander verbunden. Bei den Stangen handelt es sich um lasergefertigte bzw. laserbearbeitete
V4A Stangen.
[0027] Eine erste Antriebsvorrichtung ist vorgesehen, um den Kern (1) der Säule (4) um seine
Längsachse (A) zu drehen. Weiterhin wird eine zweite Antriebsvorrichtung eingerichtet,
um den Mantel (2) der Säule (4) um seine Längsachse (A) zu drehen. Bei den Antriebsvorrichtungen
handelt es sich um Doppelzahnstangenantriebe oder um Doppelschneckengetriebe, die
durch mindestens einen Aktuator angetrieben werden können.
[0028] Wie in Figur 5-1 gezeigt, können die Lamellen aus Blech und/oder Glas gefertigt sein.
Weiterhin ist in Figur 5-1 eine Lamelle dargestellt, die mit Photovoltaikelementen
(6) versehen ist.
[0029] In Figuren 5-2 bis 5-5 sind Ausführungsformen dargestellt, bei denen die Fassadenelemente
(12, 22) als Großlamellen (5) ausgeführt sind.
[0030] In Figur 5-2 ist eine Sonnenschutzvorrichtung dargestellt, bei der die Großlamellen
(5) aus Aluminiumprofil hergestellt sind.
[0031] Figur 5-3 stellt eine Ausführungsform einer Sonnenschutzvorrichtung dar, bei der
Großlamellen (5) in Glas ausgeführt sind. Die auf der rechten Seite dargestellte Großlamelle
(5) ist mit dabei mit Photovoltaikelementen (6) versehen.
[0032] In Figur 5-4 sind die Großlamellen (5) als Faserverbund-Großlamellen (5) ausgeführt,
wobei als Faserverbundwerkstoff beispielsweise transluzenter Betonfaserverbundwerkstoff,
Glasfaserverbundwerkstoff, Kohlefaserverbundwerkstoff oder Aramidfaserverbundwerkstoff
verwendet werden kann.
[0033] In Figur 5-5 sind die Großlamellen (5) als Segel-Großlamellen (5) dargestellt. Die
auf der rechten Seite dargestellte Segel-Großlamelle (5) ist als Metallsegel ausgeführt,
während die auf der linken Seite dargestellte Segel-Großlamelle (5) als Textilsegel
umgesetzt wurde. Metallsegel können auch bauchig oder gerundet ausgeführt sein, um
die Anmutung eines im Wind stehenden Segels zu vermitteln.
Sekundärfassade
[0034] Figur 6-1 zeigt, dass zur Herstellung einer Sekundärfassade gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zwei der oben erwähnten beispielhaften Sonnenschutzeinrichtungen
in einem Rahmen (3) angeordnet werden, wobei die Längsachsen (A) ihrer Säulen (4)
in der Ebene (E) des Rahmens (3) liegen und die von den Außenkanten der Fassadenelemente
(12, 22) der beiden Sonnenschutzeinrichtungen gebildeten Geraden (G
1) bei fluchtender Ausrichtung der Fassadenelemente (12, 22) parallel zu zwei Elementen
(31, 32) des Rahmens (3) verlaufen, welche parallel zu den Säulen (4) der Sonnenschutzeinrichtungen
verlaufen.
[0035] Die von den Außenkanten der Fassadenelemente (12, 22) der beiden Sonnenschutzeinrichtungen
gebildeten Geraden (G
2) verlaufen bei fluchtender Ausrichtung der Fassadenelemente (12, 22) im Wesentlichen
parallel.
[0036] Die beiden Kerne (1), sowie die beiden Mäntel (2) der beiden Sonnenschutzeinrichtungen
werden jeweils miteinander verbunden, so dass ersten Fassadenelemente (12) und die
zweiten Fassadenelemente (22) kinematisch gekoppelt sind und durch eine zentrale oder
dezentrale Steuerung optimal an den Sonnenstand angepasst oder architektonisch wirksame
Stellungen einnehmen können wie beispielsweise durch gegenseitiges Verdrehen bis zum
gegenseitigen Kontakt gänzlich geöffnet werden, um beispielsweise die Aussicht nach
außen zu verbessern.
[0037] Vorzugsweise wird in dem Rahmen 3 die Antriebsmechanik untergebracht.
[0038] In Figur 6-1 sind die Außenkanten der Fassadenelemente zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen
als gerade Linien ausgebildet. Es wird hier explizit darauf hingewiesen, dass die
Außenkanten der Fassadenelemente zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen auch
schräge oder gebognen oder gar gewellte Linien bilden können. Es ist in der Figur
ebenfalls nicht dargestellt, dass die Fassadenelemente zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen
überlappen können. So ist es beispielsweise insbesondere bei der in Figur 4 dargestellten
lamellenartigen Aufbau möglich dass die Lamellen zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen
an den Außenkanten ineinandergreifen. Insbesondere diese etwas aufwändigeren Lamellen-
bzw. Fassadenelemente können den Aufwand, der für die Steuerung der Sonnenschutzeinrichtungen
notwenig ist erhöhen, da eine Kollisionsfreiheit zwischen den Außenkanten der Fassadenelemente
benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen nicht mehr gegeben sein muss.
[0039] In Figur 6-2 sind die zueinander weisenden Außenkanten der Fassadenelemente zweier
benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen als gekrümmte Kurve K
1 ausgebildet. Dies ermöglicht es, die Gestalt der Sonnenschutzeinrichtungen bzw. der
Fassadenelemente ästhetischen oder baulichen Anforderungen anpassen zu können.
[0040] Die linken, drehbar befestigte Lamellen 40 der linken Sonnenschutzeinrichtung können
in der Figur 6-2 um die Befestigungselemente 21 und um die Drehachse einer drehbar
befestigten Lamelle 40 gedreht werden. Die Drehung der drehbar befestigte Lamellen
44 wird in Figur 6-2 durch eine, über eine Antriebskette 41 zum Verstellen der Lamellen
40 mit den Drehbar befestigten Lamellen 40, verbundene Antriebsvorrichtung 42 zum
Verstellen der Lamellen 40 angetrieben. Antriebsvorrichtung 42 kann beispielsweise
auf dem Mantel angeordnet werden, wenn die Lamellen des Mantels drehbar gelagert sind.
Eine auf dem Mantel angeordnete Antriebsvorrichtung kann beispielsweise über eine
(nicht gezeigte) Kabelschlaufe mit Strom versorgt und angesteuert werden. Bei der
obersten drehbar befestigten Lamelle 40 ist die Drehachse 44 einer drehbar befestigten
Lamelle 40 als unterbrochene Linie dargestellt.
[0041] Um die Figur 6-2 nicht unübersichtlich werden zu lassen wurde darauf verzichtet auch
alle Antriebesvorrichtungen für andere drehbar befestigte Lamellen im Einzelnen darzustellen.
Entsprechend kann eine Antriebsvorrichtung auch auf, bzw. in dem Kern angeordnet werden,
wenn die Lamellen des Kerns drehbar gelagert sind. Eine auf dem Kern angeordnete Antriebsvorrichtung
kann beispielsweise ebenfalls über eine Kabelschlaufe mit Strom versorgt und angesteuert
werden.
[0042] Es kann jedoch auch vorgesehen werden die Antriebsvorrichtungen innen am Mantel oder
innen am Kern zu führen.
[0043] Figur 6-3 zeigt eine Ausführung des in Figur 6-1 dargestellten Gegenstandes mit waagerecht
angeordneten Säulen. Die Funktion der Ausführungsform von Figur 6-3 entspricht der
in Figur 6-1 dargestellten Ausführungsform, mit dem Unterschied, dass die Säulen waagerecht
und nicht Senkrecht angeordnet sind.
[0044] Es wird abschließend bemerkt dass auch alle Kombinationen von Lamellen (5, 12, 22)
Sekundärfassadenelementen, Säulen (4) Verstärkungseinheiten (13, 23) als offenbart
angesehen werden sollen, da eine detaillierte Auflistung und/oder Darstellung aller
möglichen Kombinationen die Beschreibung und die Zeichnung unnötig weniger deutlich
erscheinen lassen würden.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1:
- Kern
- 11:
- erstes Befestigungselement
- 12:
- erstes Fassadenelement
- 13:
- erste Verstärkungseinheit
- 2:
- Mantel
- 21:
- zweites Befestigungselement
- 22:
- zweites Fassadenelement
- 23:
- zweite Verstärkungseinheit
- 3:
- Rahmen
- 31:
- Elemente des Rahmens
- 32:
- Elemente des Rahmens
- 4:
- Säule
- 40:
- drehbar befestigte Lamelle
- 41:
- Antriebskette zum Verstellen der Lamellen 40
- 42:
- Antriebsvorrichtung zum Verstellen der Lamellen 40
- 44:
- Drehachse einer drehbar befestigten Lamelle 40
- 5:
- Großlamelle
- 6:
- Photovoltaikelement
- A:
- Längsachse
- E:
- Ebene (E)
- G1:
- von den Außenkanten der Fassadenelemente der beiden äußeren Sonnenschutzeinrichtungen
gebildeten Gerade
- G2:
- von den Außenkanten der Fassadenelemente zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen
gebildeten Gerade
- K1:
- von den Außenkanten der Fassadenelemente zweier benachbarter Sonnenschutzeinrichtungen
gebildete Kurve
1. Sonnenschutzeinrichtung, umfassend
eine im Wesentlichen horizontale oder im Wesentlichen vertikale Säule (4), welche
einen, Kern (1) und einen Mantel (2) umfasst, wobei der Kern (1) und der Mantel (2)
um eine im Wesentlichen gemeinsame Längsachse (A) gegeneinander verdrehbar sind;
mindestens ein erstes Fassadenelement (12), welches am Kern (1) der Säule (4) befestigt
ist; und
mindestens ein zweites Fassadenelement (22), welches am Mantel (2) der Säule (4) befestigt
ist;
wobei das erste Fassadenelement (12) und das zweite Fassadenelement (22) durch den
Mantel (2) und den Kern (1) unabhängig bewegbar sind.
2. Sonnenschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (2) der Säule (4) einen im Wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt,
senkrecht zur Längsachse (A) hat.
3. Sonnenschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (2) der Säule rohrförmig ist, der Kern (1) im Mantel (2) angeordnet ist,
und der Mantel (2) mindestens einen Schlitz aufweist, der im Wesentlichen senkrecht
zur Längsachse (A) im Mantel (2) angeordnet ist, wobei mindestens ein erstes Fassadenelement
(12) den Mantel (2) durch einen der Schlitze durchdringt, wobei die Schlitze bevorzugt
so eingerichtet sind, dass der Kern (1) und der Mantel (2) zusammen mit den Fassadenelementen
(12, 22) um im Wesentlichen eine gemeinsame Achse (A) um mindestens 180° gegeneinander
verdrehbar sind.
4. Sonnenschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Kern (1) der Säule (4) um ein Dreh-Frästeil handelt, und/oder dass
es sich bei dem Mantel (2) der Säule (4) um ein dreh- und lasergefertigtes Teil oder
Dreh-Frästeil handelt.
5. Sonnenschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin eine erste Antriebsvorrichtung umfasst, welche eingerichtet ist, um
den Kern (1) der Säule (4) um seine Längsachse zu drehen, und/oder wobei die Sonnenschutzeinrichtung
eine zweite Antriebsvorrichtung umfasst, welche eingerichtet ist, den Mantel (2) der
Säule (4) um seine Längsachse zu drehen, und/oder wobei die Sonnenschutzeinrichtung
eine dritte Antriebsvorrichtung umfasst, welche eingerichtet ist, um den Kern (1)
und den Mantel (2) der Säule (4) um ihre im Wesentlichen gemeinsame Längsachse (A)
gegeneinander zu verdrehen, und/oder wobei an dem Kern (1) und/oder dem Mantel (2)
der Säule (4) jeweils drehbar befestigte Lamellen angeordnet sind, die jeweils um
eine Längsachse (44) der Lamelle verdrehbar sind, und wobei die Sonnenschutzeinrichtung
mindestens eine vierte Antriebsvorrichtung (42) umfasst, welche eingerichtet ist,
die drehbar befestigten Lamellen (40) gegeneinander zu verdrehen.
6. Sonnenschutzeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung ein Doppelzahnstangenantrieb oder ein Doppelschneckengetriebe
umfasst, das jeweils durch mindestens einen Aktuator angetrieben wird.
7. Sonnenschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Fassadenelemente (12) mittels erster Befestigungselemente (11) am Kern
(1) der Säule (4) befestigt sind und die zweiten Fassadenelemente (22) mittels zweiter
Befestigungselemente (21) am Mantel (2) der Säule (4) befestigt sind.
8. Sonnenschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Fassadenelemente (12) mittels mindestens einer ersten Verstärkungseinheit
(13) miteinander verbunden sind und die zweiten Fassadenelemente (12) mittels mindestens
einer zweiten Verstärkungseinheit (23) miteinander verbunden sind, und/oder wobei
die ersten Fassadenelemente (12) an ihren von der Säule (4) abgewandten Enden mittels
mindestens einer ersten Verstärkungseinheit (13) miteinander verbunden sind und die
zweiten Fassadenelemente (22) an ihren von der Säule (4) abgewandten Enden mittels
mindestens einer zweiten Verstärkungseinheit (23) miteinander verbunden sind, und/oder
wobei die mindestens eine erste Verstärkungseinheit (13) und die mindestens eine zweite
Verstärkungseinheit (23) jeweils lasergefertigte Stangen sind.
9. Sonnenschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenelemente (12, 22) Sonnenschutzlamellen umfassen, oder Sonnenschutzlamellen
umfassen die als Großlamellen (5) ausgeführt sind.
10. Sonnenschutzeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenschutzlamellen im Wesentlichen im rechten Winkel zur Säule (4) angeordnet
sind, und/oder dass die Sonnenschutzlamellen der ersten Fassadenelemente (12) gegenüber
den Sonnenschutzlamellen der zweiten Fassadenelementen (22) alternierend angeordnet
sind.
11. Sonnenschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenschutzlamellen eine geschwungene Lamellenform haben, und/oder dass es sich
bei den Sonnenschutzlamellen um Präge-Stanzteile handelt, und/oder dass die Lamellen
Photovoltaikelemente (6) umfassen.
12. Sekundärfassade, die vor einer Gebäudefassade anbringbar ist, und mindestens eine
Sonnenschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11 umfasst.
13. Sekundärfassade nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Sonnenschutzeinrichtungen nach einem der Ansprüche 1 bis 11 umfasst,
wobei die Längsachsen (A) ihrer Säulen (4) im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene
(E) liegen und die von den Außenkanten der Fassadenelemente (12, 22) zweier benachbarter
Sonnenschutzeinrichtungen gebildeten Geraden oder Kurven (G2) bei fluchtender Ausrichtung der Fassadenelemente (12, 22) im Wesentlichen parallel
verlaufen.
14. Sekundärfassade nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Rahmen (3) umfasst, in welchem die Sonnenschutzeinrichtungen angeordnet
sind, wobei die Längsachsen (A) ihrer Säulen (4) im Wesentlichen in der Ebene (E)
des Rahmens (3) liegen und die von den Außenkanten der Fassadenelemente (12, 22) der
beiden äußeren Sonnenschutzeinrichtungen gebildeten Geraden oder Kurven (G1) bei fluchtender Ausrichtung der Fassadenelemente (11, 22) im Wesentlichen parallel
zu zwei Elementen (31, 32) des Rahmens (3) verlaufen, welche im Wesentlichen parallel
zu den Säulen (4) der Sonnenschutzeinrichtungen verlaufen.
1. A sun protection apparatus, comprising
a substantially horizontal or substantially vertical pillar (4), which comprises a
core (1) and a jacket (2), the core (1) and the jacket (2) being rotatable towards
each other about a substantially common longitudinal axis (A);
at least one first façade element (12), which is fastened to the core (1) of the pillar
(4); and
at least one second façade element (22), which is fastened to the jacket (2) of the
pillar (4);
wherein the first façade element (12) and the second façade element (22) are independently
movable by means of the jacket (2) and the core (1).
2. The sun protection apparatus according to Claim 1,
characterised in that
the jacket (2) of the pillar (4) has a substantially semi-circular cross section perpendicular
to the longitudinal axis (A).
3. The sun protection apparatus according to Claim 1,
characterised in that
the jacket (2) of the pillar is tubular, the core (1) is arranged in the jacket (2),
and the jacket (2) has at least one slot, which is arranged in the jacket (2) substantially
perpendicular to the longitudinal axis (A), at least one first façade element (12)
penetrating the jacket (2) through one of the slots, wherein the slots are preferably
designed in such a manner that the core (1) and the jacket (2) can be rotated together
with the façade elements (12, 22) by at least 180° towards each other about a substantially
common axis (A).
4. The sun protection apparatus according to any one of the preceding Claims 1 to 3,
characterised in that
the core (1) of the pillar (4) is a turned, milled part and/or the jacket (2) of the
pillar (4) is a turned and laser-manufactured part or turned, milled part.
5. The sun protection apparatus according to any one of the preceding Claims 1 to 4,
characterised in that
it furthermore comprises a first drive device, which is designed to rotate the core
(1) of the pillar (4) about the longitudinal axis thereof, and/or wherein the sun
protection apparatus comprises a second drive device, which is designed to rotate
the jacket (2) of the pillar (4) about the longitudinal axis thereof, and/or wherein
the sun protection apparatus comprises a third drive device, which is designed to
rotate the core (1) and the jacket (2) of the pillar (4) towards each other about
the substantially common longitudinal axis (A) thereof, and/or wherein slats are arranged
on the core (1) and/or jacket (2) of the pillar (4), which are each rotatably fastened
and can each rotate about a longitudinal axis (44) of the slat, and wherein the sun
protection apparatus comprises at least one fourth drive device (42), which is designed
to rotate the rotatably fastened slats (40) towards each other.
6. The sun protection apparatus according to Claim 5,
characterised in that
the drive device comprises a double rack and pinion drive or a double worm drive,
which is driven by means of at least one actuator.
7. The sun protection apparatus according to any one of the preceding Claims 1 to 6,
characterised in that
the first façade elements (12) are fastened to the core (1) of the pillar (4) by means
of first fastening elements (11) and the second façade elements (22) are fastened
to the jacket (2) of the pillar (4) by means of second fastening elements (21).
8. The sun protection apparatus according to any one of the preceding Claims 1 to 7,
characterised in that
the first façade elements (12) are connected to each other by means of at least one
first reinforcement unit (13) and the second façade elements (12) are connected to
each other by means of at least one second reinforcement unit (23), and/or wherein
the first façade elements (12) are connected to each other at their ends facing away
from the pillar (4) by means of at least one first reinforcement unit (13) and the
second façade elements (22) are connected to each other at their ends facing away
from the pillar (4) by means of at least one second reinforcement unit (23), and/or
wherein the at least one first reinforcement unit (13) and the at least one second
reinforcement unit (23) are each laser-manufactured rods.
9. The sun protection apparatus according to any one of the preceding Claims 1 to 8,
characterised in that
the façade elements (12, 22) comprise sun protection slats or comprise sun protection
slats that are configured as large slats (5).
10. The sun protection apparatus according to Claim 9, characterised in that
the sun protection slats are arranged substantially at right angles to the pillar
(4), and/or that the sun protection slats of the first façade elements (12) are arranged
in an alternating manner with the sun protection slats of the second façade elements
(22).
11. The sun protection apparatus according to one of Claims 9 or 10,
characterised in that
the sun protection slats have a curved slat shape, and/or that the sun protection
slats are stamped and punched parts, and/or that the slats comprise photovoltaic elements
(6).
12. A secondary façade, which can be attached in front of a building façade and comprises
at least one sun protection apparatus according to any one of the preceding Claims
1 to 11.
13. The secondary façade according to Claim 12,
characterised in that
it comprises a plurality of sun protection apparatuses according to any one of Claims
1 to 11, wherein the longitudinal axes (A) of the pillars (4) thereof lie substantially
in a common plane (E), and the straight lines or curves (G2) formed by the outer edges of the façade elements (12, 22) of two adjacent sun protection
apparatuses run substantially parallel when the façade elements (12, 22) are aligned
flush.
14. The secondary façade according to Claim 13,
characterised in that
it comprises a frame (3), in which the sun protection apparatuses are arranged, wherein
the longitudinal axes (A) of the pillars (4) thereof lie substantially in the plane
(E) of the frame (3) and the straight lines or curves (G1) formed by the outer edges of the façade elements (12, 22) of the two outer sun protection
apparatuses run substantially parallel to two elements (31, 32) of the frame (3),
which run substantially parallel to the pillars (4) of the sun protection apparatuses,
when the façade elements (11, 22) are aligned flush.
1. Dispositif de protection solaire, comprenant
- une colonne (4) quasiment horizontale ou quasiment verticale comprenant un noyau
(1) et une enveloppe (2), dans lequel le noyau (1) et l'enveloppe (2) peuvent tourner
l'un par rapport à l'autre autour d'un axe longitudinal (A) quasiment commun ;
- au moins un premier élément de façade (12) fixé au noyau (1) de la colonne (4) ;
et
- au moins un deuxième élément de façade (22) fixé à l'enveloppe (2) de la colonne
(4) ;
- dans lequel le premier élément de façade (12) et le deuxième élément de façade (22)
peuvent être déplacés indépendamment l'un de l'autre par le biais de l'enveloppe (2)
et du noyau (1).
2. Dispositif de protection solaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe (2) de la colonne (4) présente une section transversale de forme quasiment
semi-circulaire, perpendiculairement à l'axe longitudinal (A).
3. Dispositif de protection solaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe (2) de la colonne est tubulaire, le noyau (1) est agencé dans l'enveloppe
(2), et l'enveloppe (2) comporte au moins une fente agencée quasiment perpendiculairement
à l'axe longitudinal (A) dans l'enveloppe (2), dans lequel au moins un premier élément
de façade (12) traverse l'enveloppe (2) par l'une des fentes, dans lequel les fentes
sont de préférence conçues de manière à ce que le noyau (1) et l'enveloppe (2), ensemble
avec les éléments de façade (12, 22), peuvent tourner d'au moins 180° l'un par rapport
à l'autre, autour d'un axe (A) quasiment commun.
4. Dispositif de protection solaire selon l'une des revendications précédentes 1 à 3,
caractérisé en ce que le noyau (1) de la colonne (4) consiste en une pièce fraisée par rotation, et/ou
en ce que l'enveloppe (2) de la colonne (4) consiste en une pièce fraisée et tournée ou en
une pièce travaillée au laser et tournée.
5. Dispositif de protection solaire selon l'une des revendications précédentes 1 à 4,
caractérisé en ce qu'il comprend en outre un moyen d'entraînement conçu pour tourner autour de son axe
longitudinal autour du noyau (1) de la colonne (4), et/ou dans lequel le dispositif
de protection solaire comprend un deuxième moyen d'entraînement conçu pour faire tourner
l'enveloppe (2) de la colonne (4) autour de son axe longitudinal, et/ou dans lequel
le dispositif de protection solaire comprend un troisième moyen d'entraînement conçu
pour faire tourner le noyau (1) et l'enveloppe (2) de la colonne l'un par rapport
à l'autre autour de leur axe longitudinal (A) quasiment commun, et/ou dans lequel
des lamelles respectivement fixées de façon rotative sont montées sur le noyau et/ou
sur l'enveloppe (2) de la colonne (4), lesquelles peuvent respectivement tourner autour
d'un axe longitudinal (44) de la lamelle, et dans lequel le dispositif de protection
solaire comprend au moins un quatrième moyen d'entraînement (42) conçu pour faire
tourner les lamelles (40) fixées de façon rotative les unes par rapport aux autres.
6. Dispositif de protection solaire selon la revendication 5, caractérisé en ce que le moyen d'entraînement comprend un entraînement à double crémaillère ou un double
engrenage à vis sans fin, respectivement entraîné par au moins un actionneur.
7. Dispositif de protection solaire selon l'une des revendications précédentes 1 à 6,
caractérisé en ce que les premiers éléments de façade (12) sont fixés au noyau (1) de la colonne (4) à
l'aide de premiers éléments de fixation (11), et les deuxièmes éléments de façade
(22) sont fixés à l'enveloppe (2) de la colonne (4) à l'aide de deuxièmes éléments
de fixation (21).
8. Dispositif de protection solaire selon l'une des revendications précédentes 1 à 7,
caractérisé en ce que les premiers éléments de façade (12) sont reliés les uns aux autres à l'aide d'au
moins une première unité de renfort (13), et les deuxièmes éléments de façade (12)
sont reliés les uns aux autres à l'aide d'au moins une deuxième unité de renfort (23),
et/ou dans lequel les premiers éléments de façade (12) sont reliés les uns aux autres
par leurs extrémités détournées de la colonne (4), à l'aide d'au moins une première
unité de renfort (13), et les deuxièmes éléments de façade (22) sont reliés les uns
aux autres par leurs extrémités détournées de la colonne (4), à l'aide d'au moins
une deuxième unité de renfort (23), et/ou dans lequel l'au moins une première unité
de renfort (13) et l'au moins une deuxième unité de renfort (23) consistent respectivement
en des barres travaillées au laser.
9. Dispositif de protection solaire selon l'une des revendications précédentes 1 à 8,
caractérisé en ce que les éléments de façade (12, 22) comprennent des lamelles de protection solaire, ou
comprennent des lamelles de protection solaire conçues comme des lamelles de grande
taille (5).
10. Dispositif de protection solaire selon la revendication 9, caractérisé en ce que les lamelles de protection solaire sont agencées quasiment en angle droit par rapport
à la colonne (4), et/ou en ce que les lamelles de protection solaire des premiers éléments de façade (12) sont agencées
en alternance par rapport aux lamelles de protection solaire des deuxièmes éléments
de façade (22).
11. Dispositif de protection solaire selon l'une des revendications 9 à 10, caractérisé en ce que les lamelles de protection solaire présentent une forme de lamelle galbée, et/ou
en ce que les lamelles de protection solaire consistent en des pièces estampées découpées,
et/ou en ce que les lamelles comprennent des éléments photovoltaïques (6).
12. Façade secondaire susceptible d'être montée devant une façade de bâtiment, et au moins
un dispositif de protection solaire selon l'une des revendications précédentes 1 à
11.
13. Façade secondaire selon la revendication 12, caractérisée en ce qu'elle comprend plusieurs dispositifs de protection solaire selon l'une des revendications
1 à 11, dans laquelle les axes longitudinaux (A) de leurs colonnes (4) s'étendent
quasiment dans un plan commun (E), et les lignes ou les courbes (G2) formées par les bords extérieurs des éléments de façade (12, 22) de deux dispositifs
de protection solaire voisins s'étendent quasiment parallèlement lorsque les éléments
de façade (12, 22) sont alignés.
14. Façade secondaire selon la revendication 13, caractérisée en ce qu'elle comprend un cadre (3) dans lequel sont agencés les dispositifs de protection
solaire, dans laquelle les axes longitudinaux (A) de leurs colonnes (4) s'étendent
quasiment dans le plan (E) du cadre (3), et, lorsque les éléments de façade (12, 22)
sont alignés, les lignes ou les courbes (G1) formées par les bords extérieurs des éléments de façade (12, 22) des deux dispositifs
de protection solaire extérieurs s'étendent quasiment parallèlement à deux éléments
(31, 32) du cadre (3) qui s'étendent quasiment parallèlement aux colonnes (4) des
dispositifs de protection solaire.
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