[0001] Die Erfindung betrifft eine sanitäre Wasserauslaufarmatur nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Es sind unterschiedliche sanitäre Wasserauslaufarmaturen bekannt, die alle wenigstens
eine Betätigungseinrichtung zum Ändern der Wassertemperatur und/oder des Wasservolumenstroms
aufweisen. Solche Betätigungseinrichtungen sind oft mit entsprechendem Platzbedarf
optisch unästhetisch neben, über oder unter dem Wasserauslauf angeordnet.
[0003] Eine sanitäre Wasserauslaufarmatur der eingangs genannten Art ist aus der
DE 202 09 799 U1 bekannt geworden. Sie ist als Multifunktionsarmatur konzipiert und kann mehrere Fluide
aus mehreren Auslassöffnungen abgeben. Sensoren am freien Ende der Auslaufarmatur
dienen zur Erfassung der Anwesenheit menschlicher Körperteile im Erfassungsbereich,
der Auswahl des gewünschten Fluids oder der Änderung der Wassertemperatur. Eine Abdeckung
umgreift topfartig die Sensoranordnung. Die Bedienung ist wegen der komplexen Funktionen
nicht einfach.
[0004] Eine weitere sanitäre Wasserauslaufarmatur der eingangs genannten Art geht aus der
DE 199 27 230 A1 hervor. Auch deren Bedienung bedarf der Eingewöhnung.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine sanitäre Wasserauslaufarmatur der
eingangs genannten Art so zu gestalten, dass die Betätigungseinrichtung Platz sparend
mit einem ansprechenden optischen Design angeordnet und einfach betätigt werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Mitteln
gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß weist also die Betätigungseinrichtung zylindermantelförmige Gestalt
auf und ist durch wenigstens ein Entkoppelungselement mechanisch und/oder elektrisch
und/oder kapazitiv vom restlichen Auslaufrohr entkoppelt, wobei die Außenkonturen
des Auslaufrohrs, des Entkoppelungselements und der Betätigungseinrichtung stufenlos
ineinander übergehen. Dadurch ist das Betätigungselement Platz sparend untergebracht
und wirkt optisch ansprechend Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform bildet
das freie Ende des Auslaufrohrs wenigstens einen Teil der Betätigungseinrichtung mit,
so dass kein zusätzliches Bedienelement erforderlich ist.
[0009] Ein optisch ansprechendes Strahlbild ist durch zwei längliche, in einer besonders
schlichten Ausführungsform gerade ausgebildete Auslaufrohre erzeugbar.
[0010] Zweckmäßigerweise können die beiden Auslaufrohre in einem Winkel zueinander geneigt
verlaufen, so dass sie eine größere Fläche abdecken.
[0011] Um ein ausgedehntes Strahlbild zu erzeugen, kann das Auslaufrohr eine Vielzahl von
Wasseraustrittsöffnungen aufweisen.
[0012] Insbesondere für motorisch eingeschränkte Personen besonders einfach bedienbar kann
als Betätigungseinrichtung das eine Auslaufrohr ein Temperaturerhöhungselement und
das andere Auslaufrohr ein Temperaturverringerungselement aufweisen, die auf diese
Weise deutlich voneinander getrennt angeordnet sind.
[0013] Sowohl ein Betätigungselement für die Wassertemperatur als auch ein Betätigungselement
für den Wasservolumenstrom ist bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform Platz
sparend angeordnet, bei der als Betätigungseinrichtung eines der Auslaufrohre ein
Mengenänderungseinrichtung und das jeweils andere Auslaufrohr ein Temperaturänderungseinrichtung
aufweist.
[0014] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist die Betätigungseinrichtung
ein Erhöhungselement und ein Verringerungselement für die Wassertemperatur beziehungsweise
den Wasservolumenstrom auf, das Erhöhungselement und das Verringerungselement sind
mit wenigstens einem Entkopplungselement voneinander und/oder von dem restlichen Auslaufrohr
entkoppelt. Auf diese Weise wird die Betätigungseinrichtung mit einer Doppelfunktion,
nämlich der Erhöhung und der Verringerung des entsprechenden Parameters, belegt, so
dass keine zusätzlichen Betätigungselemente erforderlich sind.
[0015] Das Entkoppelungselement kann elektrisch und/oder kapazitiv und/oder mechanisch ausgebildet
sein.
[0016] Zweckmäßigerweise kann die Betätigungseinrichtung ein Ein-und/oder Ausschaltelement
für den Wasserfluss aufweisen, das ebenfalls optisch ansprechend und Platz sparend
in das Auslaufrohr integriert oder an dieses angepasst ist.
[0017] Vorteilhafterweise kann die Betätigungseinrichtung wenigstens einen Sensor aufweisen,
welcher zweckmäßigerweise kapazitiv ausgebildet ist und in einer Ausführungsform von
einem Teil des Auslaufrohrs mitgebildet ist. So kann beispielsweise auch ein Teil
des Auslaufrohrs, vorzugsweise eine direkt berührbare oder eine hinter einer isolierenden
Schicht, beispielsweise an der Innenmantelfläche eines Glasrohrs, liegende Sensorfläche
technisch einfach als kapazitives Betätigungselement für die Betätigungseinrichtung
eingesetzt werden.
[0018] Weitgehend von äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit und/oder Temperatur unabhängig
kann die Betätigungseinrichtung einen Piezogeber, einen mechanischen, kontaktbehafteten
Schalter, beispielsweise einen Drehschalter und/oder einen vorteilhafterweise mittels
Drehung betätigbaren Inkrementalgeber aufweisen.
[0019] Besonders einfach bedienbar kann die Betätigungseinrichtung einen Drehschalter mit
drei Stellungen aufweisen, zum Beipiel mit einer automatischen Rückstellung in eine
Nullstellung in seiner Mittelstellung.
[0020] Die Betätigungseinrichtung kann auch wenigstens ein mechanisches Betätigungselement
aufweisen, welches von einer Stromversorgung unabhängig ist.
[0021] Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert; es zeigen
- Figur 1
- schematisch die Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer elektronisch
betätigbaren sanitären Wasserauslaufarmatur mit zwei Auslaufrohren, bei der das Ende
eines der Auslaufrohre einen kapazitiven Temperaturerhöhungs-sensor und das Ende des
anderen Auslaufrohrs einen kapazitiven Temperaturverringerungssensor mit bildet;
- Figur 2
- schematisch die Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer elektronisch
betätigbaren sanitären Wasserauslaufarmatur mit zwei Auslaufrohren, bei dem das Ende
eines der Auslaufrohre eine kapazitive Mengenänderungseinrichtung und das Ende des
anderen Auslaufrohrs eine kapazitive Temperaturänderungseinrichtung mit bildet;
- Figur 3
- schematisch die Seitenansicht eines Einzelauslaufrohrs eines dritten Ausführungsbeispiels
einer elektronisch betätigbaren sanitären Wasserauslaufarmatur, wobei das freie Ende
eines vertikalen Auslaufrohrs eine kapazitive Temperatur-änderungseinrichtung mit
bildet und von dem vertikalen Auslaufrohr ein horizontales Auslaufrohr abzweigt, das
einen kapazitiven Ein-/ Ausschaltsensor mit bildet;
- Figur 4
- schematisch die Seitenansicht eines Einzelauslaufrohrs eines vierten Ausführungsbeispiels
ähnlich dem in Figur 3 dargestellten, wobei das freie Ende des vertikalen Auslaufrohrs
hier einen kapazitiven Ein-/ Ausschaltsensor mit bildet und das horizontale Auslaufrohr
eine kapazitive Temperaturänderungseinrichtung mit bildet;
- Figur 5
- schematisch die Vorderansicht eines fünften Ausführungsbeispiels einer elektronisch
betätigbaren sanitären Wasserauslaufarmatur mit zwei Auslaufrohren, bei der das Ende
eines der Auslaufrohre einen Mengenänderungsdrehschalter und das Ende des anderen
Auslaufrohrs einen Temperaturänderungsdrehschalter aufweist;
- Figur 6
- schematisch die Seitenansicht eines Einzelauslaufrohrs eines sechsten Ausführungsbeispiels
ähnlich denen in Figur 3 und Figur 4 dargestellten, wobei das freie Ende des vertikalen
Auslaufrohrs hier einen Temperaturänderungsdrehschalter und das horizontale Auslaufrohr
kein Betätigungselement aufweist.
[0022] In Figur 1 ist eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 versehene elektronisch betätigbare
sanitäre Wasserauslaufarmatur für einen nicht dargestellten Waschtisch gezeigt.
[0023] Die Wasserauslaufarmatur 1 umfasst zwei in ihrer Form identische kreiszylinderförmige
wasserführende jeweils oben geschlossene Auslaufrohre 2, 3, die symmetrisch nebeneinander
in einer Aufnahmeeinheit 4 in Figur 1 unten befestigt sind.
[0024] Die Auslaufrohre 2, 3 sind zur Lotrechten jeweils um etwa 20 Grad in Figur 1 nach
rechts beziehungsweise nach links geneigt. Darüber hinaus sind sie vertikal zur Zeichenebene
in Richtung des Betrachters gekippt.
[0025] Die Aufnahmeeinheit 4 ist an dem Waschtisch angeordnet. Die Auslaufrohre 2, 3 sind
über nicht dargestellte Wasserleitungen mit einer nicht dargestellten Mischeinheit
verbunden und werden über diese in bekannter Weise mit Wasser versorgt.
[0026] In ihren in Figur 1 vorderen Bereichen der Außenmantelflächen sind in dem Auslaufrohren
2, 3 eine Vielzahl von Wasseraustrittsöffnungen 5 übereinander angeordnet.
[0027] Eine Betätigungseinrichtung 10, die in diesem Fall nur eine Temperaturänderungseinrichtung
11 zum Ändern der Wassertemperatur umfasst, befindet sich an den oberen Enden der
Auslaufrohre 2, 3.
[0028] Wenigstens ein Teil des oberen Endes des linken Auslaufrohrs 2 bildet einen kapazitiven
Temperaturerhöhungssensor 6, ein Teil des oberen Endes des rechten Auslaufrohrs 3
einen kapazitiven Temperaturverringerungssensor 7 mit.
[0029] Die Sensoren 6, 7 sind jeweils durch einen als Entkoppelungselement wirkenden Isolatorring
8 aus nicht leitendem Material vom restlichen Auslaufrohr 2, 3 elektrisch und kapazitiv
entkoppelt. Die Außenkonturen des Auslaufrohrs 2, 3, des Isolatorrings 8 und des Sensors
6, 7 gehen jeweils stufenlos ineinander über.
[0030] Über nicht dargestellte Signalleitungen sind die Sensoren 6, 7 mit einer nicht dargestellten
elektronischen Temperiereinrichtung verbunden, mit der die Mischeinheit gesteuert
wird. Mit der Mischeinheit wird die Wassertemperatur und der Wasservolumenstrom in
bekannter Weise vorgegeben.
[0031] Um den Wasserfluss zu starten, wird entweder der Temperaturerhöhungssensor 6 oder
der Temperaturverringerungssensor 7 mit einem Finger 9 einmal berührt.
[0032] Die Wassertemperatur wird erhöht, indem der Temperaturerhöhungssensor 6 am linken
Auslaufrohr 2 mehrmals hintereinander so oft oder einmal solange berührt wird, bis
die gewünschte Wassertemperatur eingestellt ist. Die Wassertemperatur wird verringert,
indem der Temperaturverringerungssensor 7 am rechten Auslaufrohr 3 entsprechend betätigt
wird.
[0033] Der Wasserfluss wird gestoppt, indem einer der beiden Sensoren 6, 7 zweimal schnell
hintereinander berührt wird.
[0034] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel, dargestellt in Figur 2, sind diejenigen Elemente,
die zu denen des ersten, in Figur 1 beschriebenen Ausführungsbeispiels ähnlich sind,
mit denselben Bezugszeichen zuzüglich 100 versehen, so dass bezüglich deren Beschreibung
auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel Bezug genommen wird. Dieses Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem ersten dadurch, dass statt des Temperaturerhöhungssensors
6 am Ende des linken Auslaufrohrs 102 eine Mengenänderungseinrichtung 114 und statt
des Temperaturverringerungssensors 7 am Ende des rechten Auslaufrohrs 103 eine Temperaturänderungseinrichtung
111 vorgesehen ist.
[0035] Die Temperaturänderungseinrichtung 111 weist in ihrem in Figur 2 unteren Bereich
einen kapazitiven Temperaturverringerungssensor 107 und oben einen kapazitiven Temperaturerhöhungssensor
106 auf.
[0036] Die beiden Sensoren 106, 107 sind aus den entsprechenden Bereichen der Außenmantelflächen
des Auslaufrohrs 103 mit gebildet.
[0037] Zwischen dem Temperaturerhöhungssensor 106 und dem Temperaturverringerungssensor
107 ist ein Isolatorring 108 angeordnet, der die beiden Sensoren 106, 107 elektrisch
und kapazitiv entkoppelt. Außerdem ist zwischen dem Temperaturverringerungssensor
107 und dem unteren Bereich des Auslaufrohrs 103 ebenfalls ein elektrisch und kapazitiv
entkoppelnder Isolatorring 108 angeordnet.
[0038] Die sich entsprechenden Außenkonturen des unteren Bereichs des Auslaufrohrs 103,
der Isolatorringe 108, des Temperaturerhöhungssensor 106 und des Temperaturverringerungssensors
107 gehen jeweils stufenlos ineinander über.
[0039] Die Mengenänderungseinrichtung 114 setzt sich zusammen aus einem kapazitiven Mengenerhöhungssensor
116 in Figur 2 oben und einem kapazitiven Mengenverringerungssensor 117 unten. Die
Sensoren 116, 117 sind analog zu den Sensoren 106, 107 aus entsprechenden Bereichen
des linken Auslaufrohrs 102 mit gebildet.
[0040] Zwischen den Sensoren 116 und 117 und zwischen dem Mengenverringerungssensor 117
und dem unteren Bereich des linken Auslaufrohrs 102 befindet sich jeweils ein Isolatorring
108.
[0041] Um den Wasserfluss zu starten, wird einer der vier Sensoren 106, 107, 116, 117 einmal
berührt.
[0042] Um die Temperatur zu verändern, werden der Temperaturerhöhungssensor 106 beziehungsweise
der Temperaturverringerungssensor 107 betätigt.
[0043] Um den Wasservolumenstrom zu verändern, werden der Mengenverringerungssensor 117
beziehungsweise der Mengenerhöhungssensor 116 analog betätigt.
[0044] Der Wasserfluss in wird gestoppt, indem einer der Sensoren 106, 107, 116, 117 zweimal
schnell hintereinander berührt wird.
[0045] In Figur 3 ist ein drittes Ausführungsbeispiel einer elektronisch betätigbaren Sanitärarmatur
201 mit einem Einzelauslaufrohr 203 von der Seite dargestellt.
[0046] Das Einzelauslaufrohr 203 weist ein kreiszylinderförmiges wasserführendes vertikales
Auslaufrohr 204 auf, zu dem in Figur 3 von unten eine nicht dargestellte Wasserleitung
von einer Mischeinheit führt. Von dem vertikalen Auslaufrohr 204 zweigt rechts ein
horizontales Auslaufrohr 220 ab.
[0047] Die freien Enden der Auslaufrohre 204, 220 weisen eine Betätigungseinrichtung 210
mit einer Temperaturänderungseinrichtung 211 und einem kapazitiven Ein-/Auschaltsensor
230 auf.
[0048] Die Temperaturänderungseinrichtung 211 umfasst einen kapazitiven Temperaturerhöhungssensor
206 oben, unter dem, durch einen oberen Isolatorring 208 getrennt, ein kapazitiver
Temperaturverringerungssensor 207 angeordnet ist.
[0049] Der Temperaturverringerungssensor 207 ist mit einem unteren Isolatorring 208 vom
restlichen vertikalen Auslaufrohr 204 elektrisch und kapazitiv entkoppelt.
[0050] Das kreiszylinderförmige wasserführende horizontale Auslaufrohr 220 ist etwas unterhalb
des unteren Isolatorrings 208 in Figur 3 senkrecht zum vertikalen Auslaufrohr 204
nach rechts führend an diesem befestigt.
[0051] Der Außendurchmesser des horizontalen Auslaufrohrs 220 ist etwas kleiner als der
des vertikalen Auslaufrohrs 204.
[0052] Das horizontale Auslaufrohr 220 ist im Bereich seiner rechten Stirnseite gegenüber
seiner Achse um etwa 45° in Figur 3 nach unten geknickt. In seiner Stirnfläche befindet
sich eine Wasseraustrittsöffnung 205 eines Luftsprudlers.
[0053] Der die Wasseraustrittsöffnung 205 des Luftsprudlers aufweisende rechte Endbereich
des horizontalen Auslaufrohrs 220 bildet den kapazitiven Ein-/Ausschaltsensor 230
zum Ein- beziehungsweise Ausschalten des Wasserflusses analog zu den Sensoren 106,
107, 116, 117 des zweiten Ausführungsbeispiels mit.
[0054] Der Ein-/Ausschaltsensor 230 ist mit einem Isolatorring 208 in Figur 3 links elektrisch
und kapazitiv von dem restlichen Bereich des horizontalen Auslaufrohrs 220 entkoppelt.
Die Außenkonturen des horizontalen Auslaufrohrs 220, des Isolatorrings 208 und des
Ein-/Ausschaltsensors 230 gehen jeweils stufenlos ineinander über.
[0055] Der Wasserfluss wird bei dem dritten Ausführungsbeispiel durch Berühren des Ein-/Ausschaltsensors
230 gestartet und gestoppt. Die Sensoren der Temperaturänderungseinrichtung 211 werden
zum Ändern der Wassertemperatur betätigt.
[0056] Bei einem vierten Ausführungsbeispiel, dargestellt in Figur 4, sind diejenigen Elemente,
die zu denen des dritten, in Figur 3 beschriebenen Ausführungsbeispiels ähnlich sind,
mit denselben Bezugszeichen zuzüglich 100 versehen, so dass bezüglich deren Beschreibung
auf die Ausführungen zum dritten Ausführungsbeispiel Bezug genommen wird. Dieses Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom dritten dadurch, dass eine Temperaturänderungseinrichtung 311
statt am Ende eines vertikalen Auslaufrohrs 304 an einem horizontalen Auslaufrohr
320 angeordnet ist. Am Ende des vertikalen Auslaufrohres 304 ist statt dessen ein
Ein-/Ausschaltsensor 330 angebracht.
[0057] Die Temperaturänderungseinrichtung 311 setzt sich zusammen aus einem kapazitiven
Temperaturverringerungssensor 307 rechts und einem kapazitiven Temperaturerhöhungssensor
306 links, die analog zu den Sensoren der vorhergehenden Ausführungsbeispiele aus
jeweiligen Bereichen des horizontalen Auslaufrohrs 320 mit gebildet sind. Zwischen
den beiden Sensoren 306, 307 ist ein Isolatorring 308 zum elektrischen und kapazitiven
Entkoppeln angeordnet.
[0058] Der Temperaturverringerungssensor 307 ist mit einem weiteren Isolatorring 308 von
dem rechten, abgeknickten Endbereich des horizontalen Auslaufrohrs 320 elektrisch
und kapazitiv entkoppelt.
[0059] Die einander entsprechenden Außenkonturen der Sensoren 306, 307 und der entsprechenden
Isolatorringe 308 beziehungsweise der weiteren Bereiche des horizontalen Auslaufrohrs
320 gehen stufenlos ineinander über.
[0060] Außerdem bildet die leitfähige Oberfläche des gesamten restlichen Einzelauslaufrohrs
303 den kapazitiven Ein-/Ausschaltsensor 330 mit. Ein dritter Isolatorring 308 ist
in Figur 4 links neben dem Temperaturerhöhungssensor 315 angeordnet, um diesen vom
Ein-/Ausschaltsensor 330 elektrisch und kapazitiv zu entkoppeln.
[0061] Die Betätigung der Wasserauslaufarmatur 301 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel
erfolgt entsprechend dem in Figur 3 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel.
[0062] In Figur 5 ist ein fünftes Ausführungsbeispiel dargestellt. Diejenigen Elemente,
die zu denen des zweiten in Figur 2 beschriebenen Ausführungsbeispiels ähnlich sind,
sind mit denselben Bezugszeichen zuzüglich 300 versehen, so dass bezüglich deren Beschreibung
auf die Ausführungen zum zweiten Ausführungsbeispiel Bezug genommen wird. Dieses Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom zweiten dadurch, dass statt der kapazitiven Mengenänderungseinrichtung
114 beziehungsweise der kapazitiven Temperaturänderungseinrichtung 111 ein Mengenänderungsdrehschalter
414 und ein Temperaturänderungsdrehschalter 411 jeweils mit einer kreiszylinderförmigen,
dem Außenquerschnitt des jeweiligen Auslaufrohrs 402, 403 entsprechenden Querschnitt
vorgesehen sind.
[0063] Die beiden Drehschalter 411, 414 sind jeweils axial relativ zum Auslaufrohr 403,
402 im und entgegen dem Uhrzeigersinn drehbar. Sie weisen jeweils drei Stellungen
auf, wobei die Mittelstellung die Nullstellung ist, die aus jeder der beiden Außenstellungen
beim Loslassen mittels einer Rückstellfunktion automatisch wieder eingenommen wird.
[0064] Zwischen den Drehschaltern 411, 414 und den jeweiligen benachbarten Bereichen des
Auslaufrohrs 402, 403 ist jeweils ein Distanzring 408 zum mechanischen Entkoppeln
angeordnet.
[0065] Durch Drehen des Drehschalters 411, 414 jeweils in die im Uhrzeigersinn gelegene
Stellung wird der ihm entsprechende Parameter, nämlich die Wassertemperatur beziehungsweise
der Wasservolumenstrom, solange verringert, bis der Drehschalter 411, 414 losgelassen
wird und seine Nullstellung einnimmt. Durch analoges Drehen des Drehschalters 411,
414 entgegen dem Uhrzeigersinn wird der ihm entsprechende Parameter vergrößert.
[0066] Alternativ können die Drehrichtungen auch vertauscht sein.
[0067] Zum Ein- beziehungsweise Ausschalten des Wasserflusses wird einer der Drehschalter
411, 414 zweimal hintereinander in dieselbe Richtung gedreht.
[0068] Statt dessen oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, einen der Drehschalter 411,
414 schnell hin und her zu drehen, um den Wasserfluss zu starten oder zu stoppen.
[0069] Statt der Drehschalter 411, 414 mit drei Stellungen können jeweils auch Inkrementalgeber
vorgesehen sein, die keinen Anschlag aufweisen. Eine Änderung der Parameter durch
inkrementieren beziehungsweise dekrementieren in der elektronischen Temperiereinrichtung
erfolgt dann durch kontinuierliches Drehen des entsprechenden Inkrementalgebers im
entsprechenden Drehsinn, solange bis beim Erreichen der gewünschten Größe die Drehbewegung
beendet wird.
[0070] Bei einem sechsten Ausführungsbeispiel, dargestellt in Figur 6, sind diejenigen Elemente
die zu denen des dritten, in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiels ähnlich sind,
mit denselben Bezugszeichen zuzüglich 300 versehen, so dass bezüglich deren Beschreibung
auf die Ausführungen zum dritten Ausführungsbeispiel Bezug genommen wird. Dieses Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem dritten dadurch, dass statt der Temperaturänderungseinrichtung
211 ein Temperaturänderungsdrehschalter 511 entsprechend dem fünften, in Figur 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel vorgesehen ist. Dieser wird analog zum Drehschalter 411 des fünften
Ausführungsbeispiels betätigt.
[0071] Darüber hinaus ist im sechsten, in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel kein
separater Ein-/Ausschaltsensor wie beim dritten Ausführungsbeispiel vorgesehen. Das
Einund Ausschalten des Wasserflusses erfolgt wie beim fünften, in Figur 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel durch betätigen des Temperaturänderungsdrehschalters 511.
[0072] Statt oder zusätzlich zu den kapazitiven beziehungsweise elektronischen Sensoren
können bei allen Ausführungsbeispielen auch mechanische Stelleinrichtungen verwendet
werden, mit denen beispielsweise von oben durch die Auslaufrohre 2, 3; 102, 103; 203;
303; 402, 403; 503 jeweils über eine Welle übertragen entsprechende mechanische Ventil-Oberteile
der Mischeinheit eingestellt werden können.
[0073] Statt an einem Waschtisch können die Wasserauslaufarmaturen 1; 101; 201; 301; 401;
501 beispielsweise auch an einem Spültisch oder in einer Dusche angeordnet sein.
[0074] Die Auslaufrohre 2, 3; 102, 103; 402, 403 können statt im Wesentlichen vertikal auch
mit einer anderen Orientierung, beispielsweise horizontal, verlaufen. Sie können beispielsweise
auch parallel zueinander angeordnet sein.
[0075] Es kann statt einer Vielzahl von Wasseraustrittsöffnungen 5; 105; 405 auch lediglich
eine Wasseraustrittsöffnung vorgesehen sein. Die Wasseraustrittsöffnungen können auch
in anderer Weise, beispielsweise in unterschiedlichen Abständen und/oder zueinander
versetzt angeordnet sein.
[0076] Statt lediglich eines horizontalen Auslaufrohrs 220; 320; 520 können auch eine Vielzahl
von horizontalen Auslaufrohren verwendet werden.
[0077] Es können statt der aus Bereichen der Auslaufrohre gebildeten kapazitiven Sensoren
auch separate Sensoren verwendet werden. Sie Sensoren können auch aus elektrisch leitfähigen
Bereichen der Auslaufrohre mit gebildet sein. Die Auslaufrohre können aus nicht leitendem
oder aus elektrisch leitfähigem Material sein.
[0078] Die kapazitiven Sensoren können direkt berührbar oder hinter einer isolierenden Schicht,
beispielsweise einem Glasrohr, sein.
1. Sanitäre Wasserauslaufarmatur mit wenigstens einem Auslaufrohr (2, 3; 102, 103; 203;
303; 402, 403; 503), das wenigstens eine Wasseraustrittsöffnung (5; 105; 205; 305;
405; 505) aufweist, und wenigstens einer Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310;
410; 510) zum Ändern der Wassertemperatur und/oder des Wasservolumenstroms, wobei
die Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310; 410; 510) im Bereich eines freien Endes
des Auslaufrohrs (2, 3; 102, 103; 203; 303; 402, 403; 503) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310; 410; 510) zylindermantelförmige
Gestalt aufweist und durch wenigstens ein Entkoppelungselement (8; 108; 208; 308;
408; 508) mechanisch und/oder elektrisch und/oder kapazitiv vom restlichen Auslaufrohr
(2, 3; 102, 103; 203; 303; 402, 403; 503) entkoppelt ist, wobei die Außenkonturen
des Auslaufrohrs (2, 3; 102, 103; 203; 303; 402, 403; 503), des Entkoppelungselements
(8; 108; 208; 308; 408; 508) und der Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310; 410;
510) stufenlos ineinander übergehen.
2. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Auslaufrohrs (2, 3; 102, 103; 203; 303; 402, 403; 503) wenigstens
einen Teil der Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310; 410; 510) mit bildet.
3. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 1 oder 2 , gekennzeichnet durch zwei längliche Auslaufrohre (2, 3; 102, 103; 402, 403).
4. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslaufrohre (2, 3; 102, 103; 402, 403) gerade sind.
5. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Auslaufrohre (2, 3; 102, 103; 402, 403) in einem Winkel zueinander geneigt
verlaufen.
6. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslaufrohr (2, 3; 102, 103; 402, 403) eine Vielzahl von Wasseraustrittsöffnungen
(5; 105; 405) aufweist.
7. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungseinrichtung (10) das eine Auslaufrohr (2) ein Temperaturerhöhungselement
(6) und das andere Auslaufrohr (3) ein Temperaturverringerungselement (7) aufweist.
8. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungseinrichtung (110; 410) eines der Auslaufrohre (102; 402) eine Mengenänderungseinrichtung
(114; 414) und das jeweils andere Auslaufrohr (103; 403) eine Temperaturänderungseinrichtung
(111; 411) aufweist.
9. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310; 410; 510) ein Erhöhungselement (6;
106, 116; 206; 306; 406; 506) und ein Verringerungselement (7; 107, 117; 207; 307;
407; 507) für die Wassertemperatur beziehungsweise den Wasservolumenstrom aufweist,
und das Erhöhungselement (6; 106, 116; 206; 306; 406; 506) und das Verringerungselement
(7; 107, 117; 207; 307; 406; 506) mit wenigstens einem Entkopplungselement (8; 108;
208; 308; 408; 508) voneinander und/oder von dem restlichen Auslaufrohr (2, 3; 102,
103; 203; 303; 403; 503) entkoppelt sind.
10. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Entkopplungselement (8; 108; 208; 308; 408; 508) elektrisch und/oder kapazitiv
und/oder mechanisch ausgebildet ist.
11. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (210; 310) ein Ein- und/oder Ausschaltelement (230; 330)
für den Wasserfluss aufweist.
12. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310) wenigstens einen Sensor (6, 7; 106,
107, 116, 117; 206, 207, 230; 306, 307, 320) aufweist.
13. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (6, 7; 106, 107, 116, 117; 206, 207, 230; 306, 307, 320) kapazitiv ausgebildet
ist.
14. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 12 oder
13, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (6, 7; 106, 107, 116, 117; 206, 207, 230; 306, 307, 320) von einem Teil
des Auslaufrohrs (2, 3; 102, 103; 203; 303; 403; 503) mit gebildet wird.
15. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (410; 510) einen Piezogeber, einen mechanischen, kontaktbehafteten
Schalter und/oder einen Inkrementalgeber aufweist.
16. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Schalter ein Drehschalter (411, 414; 511) ist.
17. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 15 oder
16, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Schalter ein mittels Drehung betätigbarer Inkrementalgeber ist.
18. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschalter (411, 414; 511) drei Stellungen aufweist.
19. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Drehschalter (411, 414; 511) eine automatische Rückstellung in eine Nullstellung
in seiner Mittelstellung aufweist.
20. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (10; 110; 210; 310; 410; 510) elektronisch ausgebildet
ist.
21. Sanitäre Wasserauslaufarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung wenigstens ein mechanisches Betätigungselement aufweist.