[0001] Die Erfindung betrifft eine Azimut-Propellerantriebseinrichtung mit niedriger Einbauhöhe
für eine schwimmende Einrichtung wie z.B. ein Schiff oder eine Offshore-Plattform
mit
- einem unterhalb einer Struktur der schwimmenden Einrichtung im Wasser anzuordnenden
Gehäuse, in dem zumindest eine Propellerwelle drehbar gelagert ist, mit der zumindest
ein Propeller gekoppelt ist,
- mindestens einem Elektromotor mit einem Stator und einem Rotor zum Antrieb des zumindest
einen Propellers,
- einem hohlen Schaft, der das Gehäuse drehfest haltert,
- wobei der Elektromotor außerhalb des Gehäuses angeordnet ist und mit seinem Rotor
eine Antriebswelle antreibt, die mit der zumindest einen Propellerwelle gekoppelt
ist und die zumindest teilweise durch den hohlen Schaft verläuft.
[0002] Derartige Propellerantriebseinrichtungen werden insbesondere in Form von Azimut-Propulsionsanlagen
für Schiffe, d.h. der Propellerantrieb dient sowohl für den Vortrieb als auch für
die Steuerung des Schiffes, immer häufiger und mit immer höheren Leistungen eingesetzt,
da sie den Einsatzbereich vieler Schiffstypen signifikant erweitern und damit ein
Schiff für ein breiteres Anwendungsspektrum zur Verfügung stellen.
[0003] Beispiele für derartige Azimut-Propulsionsanlagen sind Ruderpropeller, POD-Antriebe
und Thruster. Dabei ist der Schaft und das daran befestigte Propellergehäuse in Form
einer Gondel mittels eines Stellantriebes in Bezug auf eine im Wesentlichen vertikale
Drehachse gegenüber der Schiffsstruktur drehbar. Die mindestens eine Propellerwelle
ist im Wesentlichen horizontal in diesem gondelförmigen Gehäuse gelagert. Der elektrische
Motor zum Antrieb der Antriebswelle ist hierbei am oberen Ende des Schaftes in der
Regel an dem Schaft oder an einer im Schiff drehfest befestigten Tragstruktur befestigt
und weist einen Stator und einen Rotor auf, wobei der Rotor mit der Antriebswelle
verbunden ist, die zumindest teilweise durch den hohlen Schaft verläuft. Die Übertragung
des Drehmomentes des elektrischen Motors von der Antriebswelle auf die Propellerwelle
kann dann beispielsweise über ein Winkelgetriebe erfolgen, das in dem gondelförmigen
Gehäuse angeordnet ist.
[0004] Da bei derartigen Motoren die Länge des Motors in axialer Richtung, d.h. in Richtung
der Drehachse des Rotors, relativ groß ist, erstreckt sich der Motor mit einer relativ
großen Länge oberhalb des Schaftes bis in die schwimmende Einrichtung hinein. Die
Propellerantriebseinrichtung weist somit eine beträchtliche Einbauhöhe auf, wodurch
sich Einschränkungen hinsichtlich der Positionierung der Propellerantriebseinrichtung
an der schwimmenden Einrichtung sowie des in der schwimmenden Einrichtung zur Verfügung
stehenden Platzes ergeben.
[0005] Aus der
EP 1 687 201 B1 ist ein Strahlantrieb für Wasserfahrzeuge bekannt, der auf dem Äntriebskonzept eines
Elektroringmotors beruht. Bei einem derartigen Elektroringmotor handelt es sich um
eine elektrische Maschine mit einem ringförmig ausgebildeten Rotor und einem Stator,
der ringförmig derart um den Rotor angeordnet ist, dass er mit dem Rotor eine elektrische
Maschine bildet. An der Ringinnenseite des Rotors sind Schaufeln angeordnet sind.
Der Strahlantrieb weist keine zentrale Rotorwelle auf, d.h. er ist frei von einem
Bauteil, das entlang der Drehachse des Rotors durch diesen hindurch verläuft.
[0006] JP 2000142576 A das als nächstliegender Stand der Technik betrachtet wird, offenbart einen Antrieb
für einen Propeller eines Schiffes, bei dem der Propeller durch einen darüber angeordneten
Elektromotor mit einer vertikal verlaufenden Motorwelle angetrieben wird.
[0007] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Propellerantriebseinrichtung
gemäß Oberbegriff des Patentan spruchs 1 derart weiterzubilden, dass sie eine geringere
Einbauhöhe in der schwimmenden Einrichtung aufweist.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch eine Propellerantriebseinrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Erfindungsgemäß ist der Elektromotor als ein elektrischer Ringmotor ausgebildet ist,
der ringförmig um die Antriebswelle angeordnet ist, wobei der Rotor des Ringmotors
über einen Rotorträger drehfest mit der Antriebswelle verbunden ist.
[0011] Unter einem Ringmotor wird hierbei ein Motor verstanden, der in Bezug auf die Drehachse
des Rotors in radialer Richtung eine deutlich größere Ausdehnung als in axialer Richtung
aufweist. Der Rotor ist hierbei ringförmig ausgebildet und der Stator ist ringförmig
um den Rotor angeordnet.
[0012] Unter einer ringförmigen Anordnung des Rotors um die Antriebswelle wird hierbei verstanden,
dass die Antriebswelle entlang der Drehachse des Rotors verläuft und bevorzugt sogar
durch den Rotor hindurch, d.h. durch die von dem Rotor aufgespannte Fläche, verläuft.
[0013] Durch die relativ geringe Ausdehnung des elektrischen Ringmotors in axialer Richtung
ist die Einbauhöhe des Motors in der schwimmenden Einrichtung sehr gering. Der im
Gegenzug aufgrund der größeren radialen Ausdehnung notwendige größere Einbauplatz
in radialer Richtung ist in vielen schwimmenden Einrichtungen dagegen meist gegeben
und als weniger kritisch anzusehen. Vorzugsweise ist der Ringmotor hinsichtlich seines
Außendurchmessers an den Außendurchmesser einer Tragstruktur der schwimmenden Einrichtung
für die Azimut-Propellerantriebseinrichtung angepasst. Bevorzugt ist der Außendurchmesser
des Ringmotors dabei kleiner oder gleich dem Außendurchmesser der Tragstruktur. Der
Ringmotor kann hierbei oberhalb oder innerhalb der Tragstruktur (auch "Tragkegel"
genannt) angebracht sein.
[0014] Gemäß einer konstruktiv besonders einfachen Ausgestaltung der Erfindung umfasst der
Rotorträger eine Nabe, einen kreisförmigen Tragkranz und ein Verbindungselement zur
Verbindung der Nabe mit dem Tragkranz, wobei die Nabe drehfest mit der Antriebswelle
verbunden ist und der Tragkranz den Rotor trägt.
[0015] Eine gute Drehmomentübertragung bei gleichzeitig geringem Platz- und Gewichtsbedarf
ist hierbei dadurch möglich, dass das Verbindungselement als ein Scheibenrad ausgebildet
ist. Zur weiteren Gewichtsreduzierung kann das Scheibenrad mit Löchern oder Schlitzen
versehen sein. Alternativ kann das Verbindungselement auch als ein Speichenrad ausgebildet
sein.
[0016] Der Rotorträger kann auch ein Getriebe, z.B. ein Planetengetriebe, beinhalten. Hierdurch
kann die Baugröße des Motors verringert werden.
[0017] Hierbei ist bevorzugt die Antriebswelle drehbar in dem Schaft gelagert. Zusätzlich
kann auch der Rotor drehbar in dem Schaft gelagert sein. Bei einer geeigneten Lagerung
des Rotors im Schaft kann ggf. auf eine (zusätzliche) Lagerung der Antriebswelle in
dem Schaft verzichtet werden.
[0018] Um eine Drehbarkeit der Propelleräntriebseinrichtung um eine vertikale Achse in Bezug
auf die schwimmende Einrichtung zu ermöglichen, kann der hohle Schaft über mindestens
einen Elektro- oder Hydraulikmotor (im Folgenden als "Drehmotor" bezeichnet) um eine
Drehachse drehbar sein.
[0019] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist dabei der als Elektromotor
ausgebildete Drehmotor als ein elektrischer Ringmotor ausgebildet, der ringförmig
um die Drehachse des Schaftes angeordnet ist, wobei der Rotor des Elektromotors mit
dem Schaft verbunden ist und der Stator des Elektromotors mit der Struktur der schwimmenden
Einrichtung verbunden ist. Eine besonders große Leistung des für den Antrieb der Antriebswelle
oder den Stellantrieb verwendeten elektrischen Ringmotors bei kleinem Platzbedarf
ist hierbei dadurch möglich, dass der als Ringmotor ausgebildete Elektromotor als
eine permanent erregte Synchronmaschine ausgebildet ist.
[0020] Durch die Anordnung eines Getriebes zwischen dem Motor zum Antrieb der Antriebswelle
und der Antriebswelle bzw. zwischen dem Drehmotor und dem Schaft und/oder dem Drehmotor
und der schwimmender Einrichtung kann jeweils ein zusätzlich gesteigertes Drehmoment
bei gleicher Baugröße erreicht werden.
[0021] Von Vorteil erfolgt die Kopplung der Antriebswelle mit der Propellerwelle über ein
Kegelradgetriebe, da sich derartige Kegelradgetriebe durch eine gute Drehmomentübertragung
und hohe Zuverlässigkeit auszeichnen.
[0022] Gemäß einer auch für größere Leistungsklassen einer erfindungsgemäßen Propellerantriebseinrichtung
hydrodynamisch besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Gehäuse
geschlossen, insbesondere gondelartig geformt, und bildet in seinem Inneren einen
Hohlraum aus, in dem dann beispielsweise das Kegelradgetriebe untergebracht werden
kann.
[0023] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gemäß Merkmalen
der Unteransprüche werden im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles in der Figur
näher erläutert.
[0024] Die Figur zeigt in schematischer Darstellung einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen
Azimut-Propellerantriebseinrichtung 1 für eine schwimmende Einrichtung wie z.B. ein
Schiff oder eine Offshore-Plattform. Die Propellerantriebseinrichtung 1 umfasst einen
hohlen Schaft 2, der mittels Lager 13 an seinem unteren und oberen Ende um eine im
Wesentlichen vertikale Achse 3 drehbar von einer Haltestruktur 4 der schwimmenden
Einrichtung gehaltert ist. Dichtungen 14 dichten einen Zwischenraum 15 zwischen dem
Schaft 2 und der Haltestruktur 4 gegen ein Eindringen von Wasser ab.
[0025] Ein strömungsgünstig, gondelartig geformtes Gehäuse 5, das in seinem Inneren einen
Hohlraum 6 ausbildet, ist am unteren Ende des Schaftes 2 drehfest gehaltert. In dem
Gehäuse 5 ist eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Propellerwelle 7 mittels
Lager 8 um eine Achse 9 drehbar gelagert. Die Drehachse 3 des Schaftes 2 und die Drehachse
9 der Propellerwelle 7 stehen somit im Wesentlichen senkrecht aufeinander.
[0026] Die Propellerwelle 7 ist an einem Ende 10 bis außerhalb des Gehäuses 5 geführt und
weist an diesem Ende 10 einen daran befestigten Propeller 11 auf. Ein Elektromotor
20 treibt über eine Antriebswelle 21 und ein in dem Gehäuse 5 angeordnetes Kegelradgetriebe
28 bestehend aus einem Kegelrad 29a und einem Tellerrad 29b die Propellerwelle 7 an.
Der Elektromotor 20 ist außerhalb des Schaftes 2 und des Gehäuses 5 im Inneren der
schwimmenden Einrichtung angeordnet. In der schwimmenden Einrichtung befindet sich
ein nicht näher dargestellter Generator oder eine andere Stromquelle, der bzw. die
den Elektromotor, ggf. über einen Umrichter, mit dem nötigen Strom versorgt.
[0027] Die gezeigte Propellerantriebseinrichtung stellt eine um eine vertikale Achse 3 verdrehbare
Azimut-Propulsionsanlage in Form eines Ruderpropellers dar. Es ist dabei möglich,
dass die Propellerwelle 7 auch an ihrem zweiten Ende oder eine zusätzliche Propellerwelle,
die über ein geeignetes Getriebe mit der Propellerwelle 7 oder der Antriebswelle 21
gekoppelt ist, bis außerhalb des Gehäuses 5 geführt ist und dort ebenfalls einen daran
befestigten Propeller aufweist. Die beiden Propeller können sich dann in die gleiche
oder auch in entgegengesetzte Richtungen drehen (d.h. kontrarotieren).
[0028] Der Elektromotor 20 ist als elektrischer Ringmotor ausgebildet und weist einen ringförmig
ausgebildeten Rotor 22 und einen ringförmig ausgebildeten Stator 23 auf, der den Rotor
22 ringförmig unter Bildung eines Luftspaltes umschließt. Der Rotor 22 und die Antriebswelle
21 sind um die gleiche Achse 3 wie der Schaft 2 drehbar gelagert. Der Rotor 22 ist
dabei ringförmig um die Antriebswelle 21 angeordnet, d.h. dass die Antriebswelle 21
entlang der Drehachse 3 des Rotors 22 und dabei sogar durch den Rotor 22 hindurch,
d.h. durch die von dem Rotor 22 aufgespannte Fläche, verläuft.
[0029] Der als Ringmotor ausgebildete Elektromotor 20 weist in Bezug auf die Drehachse 3
des Rotors 22 in radialer Richtung einen Durchmesser A auf, der deutlich größer als
die Länge B des Motors in seiner axialen Längsrichtung ist.
[0030] Der ringförmige Stator 23 des Motors 20 ist drehfest an dem Schaft 2, hier einer
Tragstruktur 24 (häufig auch als "Tragkegel" bezeichnet) am oberen Ende des Schaftes
2, befestigt.
[0031] Das Verhältnis A/B hängt im Wesentlichen vom Durchmesser der Tragstruktur 24, von
dem an dem Propeller 11 aufzubringenden Moment und der Übersetzung eines ggf. zwischen
dem Motor 20 und der Antriebswelle 21 angeordneten Getriebes sowie der des Winkelgetriebes
ab. Durch geeignete Auswahl eines Ringmotors kann ggf. ein Getriebe innerhalb der
vertikalen Ausdehnung des Motors 20 eingesetzt werden, was eine optimale Abstimmung
des Motors 20 an das durch den Propeller erforderliche Antriebsdrehmoment ermöglicht.
[0032] Der Ringmotor 20 ist hinsichtlich seines Außendurchmessers an den Außendurchmesser
der Tragstruktur 24 der schwimmenden Einrichtung für die Azimut-Propellerantriebseinrichtung
angepasst und weist einen Außendurchmesser auf, der etwa gleich dem Außendurchmesser
der Tragstruktur 24 ist.
[0033] Der ringförmige Rotor 22 ist über einen an seiner Ringinnenseite befestigten Rotorträger
25 drehfest mit der Antriebswelle 21 verbunden. Der Rotorträger 25 trägt somit auf
seiner Außenseite den Rotor 22. Der Rotorträger 25 umfasst eine Nabe 40, einen kreisförmigen
Tragkranz 41 und ein Verbindungselement 42 zur Verbindung der Nabe 40 mit dem Tragkranz
41. Die Nabe 40 ist dabei drehfest mit der Antriebswelle 21 verbunden und der Tragkranz
41 trägt auf seiner Außenseite den Rotor 22. Das Verbindungselement 42 kann beispielsweise
als ein Scheibenrad ausgebildet sein, das zur Gewichtseinsparung vorzugsweise mit
Löchern oder Schlitzen versehen ist. Alternativ kann der Rotorträger auch ein Getriebe,
z.B. ein Planetengetriebe, beinhalten.
[0034] mehrere Lager 26 dienen zur drehbaren Lagerung und horizontalen und vertikalen Fixierung
der Antriebswelle 21, des Rotorträgers 25 und des Rotors 22 gegenüber dem Stator 23
und dem Schaft 2.
[0035] Das Drehen der Propellerantriebseinrichtung 1 um die vertikale Achse 3 erfolgt mit
Hilfe eines elektrischen Motors 30, der ebenfalls als ein elektrischer Ringmotor ausgebildet
ist. Der Motor 30 weist einen ringförmig ausgebildeten Rotor 32 und einen ringförmig
ausgebildeten Stator 33 auf, der den Rotor 32 ringförmig unter Bildung eines Luftspaltes
umschließt. Der Rotor 32 ist um die gleiche Achse 3 wie der Schaft 2, die Antriebswelle
21 und der Rotor 22 des Elektromotors 20 drehbar gelagert.
[0036] Der als Ringmotor ausgebildete Elektromotor 30 weist in Bezug auf die Drehachse 3
des Rotors 32 in radialer Richtung einen Durchmesser C auf, der deutlich größer als
die Länge D des Motors in seiner axialen Längsrichtung ist.
[0037] Der ringförmige Stator 33 des Motors 30 ist drehfest an einem feststehenden Teil
der Propellerantriebseinrichtung 1 oder der schwimmenden Einrichtung, z.B. der Haltestruktur
4, und der ringförmige Rotor 32 des Motors 30 ist mittels eines an seiner Ringinnenseite
befestigten Rotorträgers 45, der den Rotor 32 trägt, drehfest mit dem Schaft 2, hier
einem Flansch 34 am oberen Ende des Schaftes 2, verbunden. Die Verbindung zwischen
dem Motor 30 und dem Schaft 2 bzw. zwischen dem Motor 30 und der schwimmenden Einrichtung
kann auch über ein geeignetes Getriebe erfolgen. Auf diese Weise ist eine optimale
Anpassung des Motors 30 an die erforderliche Drehgeschwindigkeit sowie die benötigten
Momente zum Verdrehen der Propellerantriebsanlage möglich.
[0038] Durch die jeweils relativ geringe Ausdehnung in axialer Richtung sowohl des Motors
20 zum Antrieb der Propeller 11 als auch des Motors 30 zum Drehen des Schaftes 2 ist
die Einbauhöhe der gesamten Propellerantriebseinrichtung in der schwimmenden Einrichtung
sehr gering. Der im Gegenzug aufgrund der größeren radialen Ausdehnung notwendige
größere Einbauplatz der Motoren 20, 30 ist unkritisch, da er sich nach der im Wesentlichen
horizontalen Ausdehnung der Anlagen richtet.
[0039] Die Elektromotoren 20, 30 sind bevorzugt als permanenterregte Synchronmaschinen ausgebildet.
[0040] Aufgrund der geringen Einbauhöhe kann die Propellerantriebseinrichtung 1 auch ein-
und ausfahrbar in einer schwimmenden Einrichtung angeordnet sein. In der schwimmenden
Einrichtung kann hierzu ein Schacht ausgebildet sein, in den die Propellerantriebseinrichtung
1 im eingefahrenen Zustand aufgenommen ist.
[0041] Bei Verwendung eines elektrischen Ringmotors als Antriebsmotor für eine Azimut-Propulsionsanlage
einer schwimmenden Einrichtung, insbesondere in Verbindung mit einem weiteren elektrischen
Ringmotor als Drehantrieb für die azimutale Drehungder Propulsionsanlage, kann somit
eine besonders niedrige Einbauhöhe der Azimut-Propulsionsanlage in der schwimmenden
Einrichtung erzielt werden. In besonderem Maße gilt dies auch für die Verwendung eines
Ringmotors als elektrischen Stellantrieb für die azimutale Drehung von POD-Anlagen.
1. Azimut-Propellerantriebseinrichtung (1) mit niedriger Einbauhöhe für eine schwimmende
Einrichtung, wie z.B. ein Schiff oder eine Offshore-Plattform, mit
- einem unterhalb einer Struktur der schwimmenden Einrichtung im Wasser anzuordnenden
Gehäuse (5), in dem zumindest eine Propellerwelle (7) drehbar gelagert ist, mit der
zumindest ein Propeller (11) gekoppelt ist,
- mindestens einem Elektromotor (20) mit einem Stator (23) und einem Rotor (22) zum
Antrieb des zumindest einen Propellers (11),
- einem hohlen Schaft (2), der das Gehäuse (5) drehfest haltert,
- wobei der Elektromotor (20) außerhalb des Gehäuses (5) angeordnet ist und mit seinem
Rotor (22) eine Antriebswelle (21) antreibt, die mit der zumindest einen Propellerwelle
(7) gekoppelt ist, und die zumindest teilweise durch den hohlen Schaft (2) verläuft,
wobei
der Elektromotor (20) als ein elektrischer Ringmotor ausgebildet ist, der ringförmig
um die Antriebswelle (21) angeordnet ist, wobei der Rotor (22) des Elektromotors (20)
über einen Rotorträger (25) mit der Antriebswelle (21) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotorträger (25) eine Nabe (40), einen kreisförmigen Tragkranz (41) und ein Verbindungselement
(42) zur Verbindung der Nabe (40) mit dem Tragkranz (41) umfasst, wobei die Nabe (40)
drehfest mit der Antriebswelle (21) verbunden ist und der Tragkranz (42) den Rotor
(22) trägt und das Verbindungselement (42) als ein mit Löchern oder Schlitzen versehenes
Scheibenrad oder als ein Speichenrad ausgebildet ist,
und
gekennzeichnet durch einen Elektromotor (30) zur Drehung des Schaftes (2) um eine Drehachse (3), wobei
der Elektromotor (30) ebenfalls als ein elektrischer Ringmotor ausgebildet ist und
ringförmig um die Drehachse (3) des Schaftes (2) angeordnet ist, und wobei der Rotor
(32) des Elektromotors (30) drehfest mit dem Schaft (2) verbunden ist und der Stator
(33) des Elektromotors (30) drehfest mit der Struktur der schwimmenden Einrichtung
verbunden ist.
2. Propellerantriebseinrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rotorträger (25) ein Getriebe, z.B. ein Planetengetriebe, beinhaltet.
3. Propellerantriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (21) drehbar in dem hohlen Schaft (2) gelagert ist.
4. Propellerantriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (22) drehbar in dem Schaft oder in dem Stator (23) gelagert ist.
5. Propellerantriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der als Ringmotor ausgebildete Elektromotor (20 bzw. 30) als permanent erregte Synchronmaschine
ausgebildet ist.
6. Propellerantriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (21) über ein Kegelradgetriebe (28) mit der zumindest einen Propellerwelle
(7) gekoppelt ist.
7. Propellerantriebseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) geschlossen ist, insbesondere gondelartig geformt ist, und in seinem
Inneren einen Hohlraum (6) ausbildet.
1. Azimuth propeller drive unit (1) with low installation height for a floating device,
such as a ship or an offshore platform, having
- a housing (5) to be arranged in the water, below a structure of the floating device,
in which housing (5) at least one propeller shaft (7) is rotatably mounted, to which
propeller shaft (7) at least one propeller (11) is coupled,
- at least one electric motor (20) with a stator (23) and a rotor (22) for driving
the at least one propeller (11),
- a hollow shank (2) which secures the housing (5) in a rotationally fixed manner,
- wherein the electric motor (20) is arranged outside the housing (5) and drives a
drive shaft (21) with its rotor (22), which drive shaft (21) is coupled to the at
least one propeller shaft (7) and at least partially extends through the hollow shank
(2), wherein
the electric motor (20) is embodied as an electric ring motor which is annularly arranged
around the drive shaft (21), wherein the rotor (22) of the electric motor (20) is
connected via a rotor support (25) to the drive shaft (21),
characterised in that the rotor support (25) comprises a hub (40), a circular supporting rim (41) and a
connecting element (42) for connecting the hub (40) to the supporting rim (41), wherein
the hub (40) is connected to the drive shaft (21) in a rotationally fixed manner and
the supporting rim (42) supports the rotor (22) and the connecting element (42) is
embodied as a disc wheel provided with holes or slits or as a spoked wheel,
and
characterised by an electric motor (30) for rotating the shank (2) around an axis of rotation (3),
wherein the electric motor (30) is likewise embodied as an electric ring motor and
is annularly arranged around the axis of rotation (3) of the shank (2), and wherein
the rotor (32) of the electric motor (30) is connected to the shank (2) in a rotationally
fixed manner and the stator (33) of the electric motor (30) is connected to the structure
of the floating device in a rotationally fixed manner.
2. Propeller drive unit (1) according to claim 1,
characterised in that the rotor support (25) contains a transmission, for example a planetary gear.
3. Propeller drive unit (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the drive shaft (21) is rotatably mounted in the hollow shank (2).
4. Propeller drive unit (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the rotor (22) is rotatably mounted in the shank or in the stator (23).
5. Propeller drive unit (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the electric motor (20 or 30) embodied as a ring motor is embodied as a permanently
excited synchronous machine.
6. Propeller drive unit (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the drive shaft (21) is coupled via a bevel gear (28) to the at least one propeller
shaft (7).
7. Propeller drive unit (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the housing (5) is closed, in particular is shaped in the manner of a nacelle, and
forms a hollow space (6) in its interior.
1. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice azimutal de petite hauteur de montage pour
un dispositif flottant, comme par exemple un bâtiment de navigation ou une plate-forme
offshore, comprenant
- un carénage ( 5 ) qui se met dans l'eau sous une structure du dispositif flottant
et dans lequel est monté tournant au moins un arbre ( 7 ) d'hélice, auquel est accouplé
au moins une hélice ( 11 ),
- au moins un moteur ( 20 ) électrique ayant un stator ( 23 ) et un rotor ( 22 ) pour
l'entraînement de la au moins une hélice ( 11 ),
- un fût ( 2 ) creux qui maintient le carénage ( 5 ) fixe en rotation,
- dans lequel le moteur ( 20 ) électrique est mis à l'extérieur du carénage ( 5 )
et entraîne par son rotor ( 22 ) un arbre ( 21 ) d'entraînement, qui est accouplé
au au moins un arbre ( 7 ) d'hélice et qui passe au moins en partie dans le fût (
2 ) creux,
- le moteur ( 20 ) électrique est constitué sous la forme d'un moteur électrique annulaire,
disposé annulairement autour de l'arbre ( 21 ) d'entraînement, le rotor ( 22 ) du
moteur ( 20 ) électrique étant relié à l'arbre ( 21 ) d'entraînement par un support
( 25 ) de rotor,
caractérisé en ce que le support ( 25 ) de rotor comprend un moyeu ( 40 ), une couronne ( 41 ) de support
circulaire et un élément ( 42 ) de liaison du moyeu ( 40 ) à la couronne ( 41 ) support,
le moyeu étant solidaire en rotation de l'arbre ( 21 ) d'entraînement et la couronne
( 42 ) de support, portant le rotor ( 22 ) et l'élément ( 42 ) de liaison étant constituée
sous la forme d'une roue pleine, pourvue de trous ou de fentes ou d'une roue à rayons,
et
caractérisé par un moteur ( 30 ) électrique pour mettre le fût ( 2 ) en rotation autour d'un axe
( 3 ) de rotation, le moteur ( 30 ) électrique étant constitué également sous la forme
d'un moteur électrique annulaire et étant disposé annulairement autour de l'axe (
3 ) de rotation du fût ( 2 ) et le rotor ( 32 ) du moteur ( 30 ) électrique étant
solidaire de rotation du fût ( 2 ) et le stator ( 33 ) du moteur ( 30 ) électrique
étant solidaire en rotation de la structure du dispositif flottant.
2. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que le support ( 25 ) de rotor comporte un engrenage, par exemple un engrenage planétaire.
3. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'arbre ( 21 ) d'entraînement est monté tournant dans le fût ( 2 ) creux.
4. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le rotor ( 22 ) est monté tournant dans le fût ou dans le stator ( 23 ).
5. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le moteur ( 20 ou 30 ) électrique constitué sous la forme d'un moteur annulaire est,
constitué sous la forme d'une machine synchrone à excitation permanente.
6. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'arbre ( 21 ) d'entraînement est accouplé au au moins un arbre ( 7 ) d'hélice par
un engrenage ( 28 ) à roue conique.
7. Dispositif ( 1 ) d'entraînement d'hélice suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le carénage ( 5 ) est fermé, en étant notamment en forme de gondole, et une cavité
( 6 ) y est formée à l'intérieur.