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(11) |
EP 2 282 853 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.08.2012 Patentblatt 2012/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/055230 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/135796 (12.11.2009 Gazette 2009/46) |
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| (54) |
STÜTZKERN UND VERFAHREN FÜR DIE HERSTELLUNG VON HOHLPROFILEN
SUPPORTING CORE AND METHOD FOR PRODUCING HOLLOW PROFILED ELEMENTS
NOYAU DE SUPPORT ET PROCÉDÉ POUR PRODUIRE DES PROFILÉS CREUX
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.05.2008 DE 102008022402
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.02.2011 Patentblatt 2011/07 |
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Patentinhaber: ThyssenKrupp Steel Europe AG |
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47166 Duisburg (DE) |
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Erfinder: |
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- BRÜGGENBROCK, Michael
48720 Rosendahl (DE)
- FLEHMIG, Thomas
40885 Ratingen (DE)
- GORSCHLÜTER, Jörg
59075 Hamm (DE)
- SILZ, Harald
96257 Unterlangenstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- und Rechtsanwälte
Partnerschaftsgesellschaft
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/41949 DE-A1- 3 000 170 JP-A- 3 193 220 SU-A1- 740 344 US-A- 3 973 717
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DD-A1- 276 043 DE-C- 562 804 JP-U- 62 020 710 US-A- 1 387 199
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stützkern zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Umformen
von Platinen in ein strukturiertes Hohlprofil mit einer Mehrzahl miteinander verbundener
Stützglieder sowie ein Verfahren zur Herstellung strukturierter Hohlprofile aus einer
Platine.
[0002] Bei der Herstellung von strukturierten Hohlprofilen durch diskontinuierliche Verfahren,
beispielsweise durch eine U-O-Umformung oder durch die Anwendung einer Einrolltechnik,
werden Stützkerne benötigt, welche weitestgehend der Innenkontur des Hohlprofils entsprechen.
Die Stützkerne müssen in der Lage sein, die Umformkräfte während des Einformens der
Platinen ohne wesentliche Verformung aufzunehmen, um ein genaues Abformen der Innenkontur
des Hohlprofils zu ermöglichen. Gekrümmte Hohlprofile oder Hohlprofile mit veränderlichem
Querschnitt lassen die Verwendung eines starren Stützkerns nicht mehr zu. Stützkerne
aus einem Elastomer können zwar die Innenkontur vollflächig abstützen, sind aber nur
bedingt in der Lage, die hohen Umformkräfte aufzunehmen. Insbesondere lokal auftretende,
sehr große Flächenpressungen sind hier problematisch. Eine weitere Problematik bei
Stützkernen aus einem Elastomer besteht darin, dass die Krümmungsfähigkeit des Elastomers
mit zunehmender Härte sinkt, so dass entweder Probleme beim Ziehen des Kerns aufgrund
der verringerten Krümmungsfähigkeit bestehen oder die Rückformung nach dem Einschieben
des Stützkerns nicht vollständig erfolgt. Schließlich muss auch erwähnt werden, dass
der Verschleiß des Elastomers die Herstellung geringer Stückzahl an strukturierten
Hohlprofilen zulässt, ohne erneuert werden zu müssen.
[0003] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 30 00 170 A1 ist darüber hinaus ein Kern zur Verwendung während des Rohrbiegens bekannt, welcher
aus einer Mehrzahl miteinander verbundener Stützglieder besteht. Problematisch bei
diesem Kern ist, dass er relativ komplex ausgestaltet ist und eine vollflächige Abstützung,
wie sie bei der Herstellung von strukturierten Hohlprofilen notwendig ist, nicht ermöglicht.
[0004] Die deutsche Patentschrift
562 804 C offenbart einen Dorn zum Biegen von Rohren. Der Dorn ist aus einzelnen Gliedern aufgebaut,
welche durch Langlöcher aufweisende Platten und darin enthaltene Bolzen miteinander
verbunden sind. Nachteilig ist die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit der einzelnen
Glieder.
[0005] Auch die Druckschrift
JP 03 193220 A offenbart einen solchen sehr ähnlichen Dorn zum Biegen von Rohren.
[0006] Die US-Patentschrift
US-A-3 973 717 betrifft zudem das Formen eines Zylinders aus einer Metallplatine, wobei die Platine
zunächst mittels eines ersten Gesenks und eines zylindrischen, integralen Dorns u-förmig
umgeformt und anschließend mit einem zweiten Gesenk in eine zylindrische Form gebracht
wird.
[0007] Hiervon ausgehend hat sich die vorliegende Erfindung damit zur Aufgabe gestellt,
einen Stützkern zur Verwendung bei der Herstellung von strukturierten Hohlprofilen
zur Verfügung zu stellen, welcher einerseits eine vollflächige Abstützung der Platine
gewährleistet und dennoch die Herstellung von Hohlprofilen mit veränderlichem Querschnitt
oder gekrümmtem Verlauf ermöglicht. Darüber hinaus soll ein Verfahren zur Herstellung
von strukturierten Hohlprofilen vorgeschlagen werden.
[0008] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die oben aufgezeigte Aufgabe dadurch gelöst,
dass die einzelnen Stützglieder in zusammengeschobenem Zustand zumindest teilweise
flächig die Innenkontur des herzustellenden Hohlprofils bilden und über Kupplungselemente
miteinander verbunden sind, die Kupplungselemente ein Auseinanderziehen der Stützglieder
ermöglichen, wobei in auseinandergezogenem Zustand die Stützglieder gelenkartig miteinander
verbunden sind.
[0009] Aufgereiht wie auf einer Perlenkette lassen sich die Stützglieder des erfindungsgemäßen
Stützkerns beim Ziehen des Stützkerns auseinanderziehen, so dass diese während des
Ziehens in einem bestimmten Abstand voneinander gehalten sind. In dieser Position
sind die Stützglieder des erfindungsgemäßen Stützkerns gelenkartig miteinander verbunden,
so dass diese gegeneinander abgewinkelt werden können. Dies ermöglicht, dass die Stützglieder
des Stützkerns während des Ziehens des Stützkerns der Form des Hohlprofils folgen
können und ein Ziehen des Stützkerns trotz eines gekrümmten Verlaufs des Hohlprofils
oder eines veränderlichen Querschnitts ermöglicht wird. In zusammengeschobenem Zustand
ergeben die Stützglieder zumindest teilweise flächig die Innenkontur des herzustellenden
Hohlprofils und ermöglichen damit ein genaues Abformen der Innenkontur. Vorzugsweise
sind dabei die Stützglieder über die Kupplungselemente lösbar miteinander verbunden,
so dass der Stützkern durch Verwendung unterschiedlicher Stützglieder an andere Hohlprofile
in den Konturen angepasst werden kann. Die axiale Länge der Stützglieder des Stützkerns
wird typischerweise so gewählt, dass der Aufbau des Stützkerns möglichst einfach ist.
Andererseits kann durch eine geringere Länge der Stützglieder ein einfaches Ziehen
des Stützkerns nach dem Umformen unterstützt werden.
[0010] Erfindungsgemäß bestehen kann ein die Kupplungselemente der Stützglieder aus einem
Fortsatz mit einem Formschlussbereich und einer Öffnung zur formschlüssigen Aufnahme
des Fortsatzes und des Formschlussbereichs. Über den Formschluss ist auf einfache
Weise gewährleistet, dass während des Ziehens des Stützkerns alle Stützglieder aus
dem hergestellten Hohlprofil herausgezogen werden können.
[0011] Ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Stützkerns der Formschlussbereich
des Fortsatzes kugelförmig ausgebildet, kann dieser in einer auseinandergezogenen
Position in alle Raumrichtungen abgewinkelt werden, ohne den Formschluss zu verlieren.
Ein entsprechend ausgerüsteter, erfindungsgemäßer Stützkern ist daher besonders flexibel
einsetzbar. Es ist aber auch denkbar den Formschlussbereich des Fortsatzes mit einer
anderen geometrischen Form zu versehen, beispielsweise kegelförmig auszugestalten,
um ein Abwinkeln zu ermöglichen.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützkerns sind die
Stirnflächen der Stützglieder als axiale Stützflächen ausgebildet. Durch diese Stützflächen
kann der Stützkern mit Kräften in axialer Richtung beaufschlagt werden, dass der Stützkern
axial verspannt und damit einen höheren Widerstand gegen die formgebenden Kräfte während
des Umformens leisten kann.
[0013] Schließlich kann der erfindungsgemäße Stützkern dadurch vorteilhaft und bevorzugt
ausgestaltet werden, dass die Stützglieder über die Stirnflächen in Anlage gebracht
die vollständige Innenkontur des zu formenden Hohlprofils bilden. Die Abformgenauigkeit
während der Herstellung des strukturierten Hohlprofils kann hierdurch weiter verbessert
werden.
[0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die oben aufgezeigte Aufgabe für ein Verfahren
zur Herstellung strukturierter Hohlprofile aus einer Platine dadurch gelöst, dass
ein erfindungsgemäßer Stützkern verwendet wird.
[0015] Wie bereits oben ausgeführt, ermöglicht der erfindungsgemäße Stützkern einerseits
ein sicheres Umformen der Platine zu einem strukturierten Hohlprofil und andererseits
ein vereinfachtes Ziehen des Stützkerns nach dem Umformen.
[0016] Im Ergebnis ermöglicht damit das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung des
erfindungsgemäßen Stützkerns einen vereinfachten Herstellungsprozess für strukturierte
Hohlprofile mit größerer Abformgenauigkeit und dennoch einem hohen Maß an Flexibilität
hinsichtlich der Formgebung der Hohlprofile.
[0017] Gemäß einer beverzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Platine
zunächst u-förmig umgeformt und der Stützkern in die u-förmige Platine eingebracht,
wobei an einem Ende eines u-förmigen Gesenkes, in der sich die u-förmige Platine befindet,
ein Anschlag für den Stützkern vorgesehen ist, gegen welchen der Stützkern zumindest
während des Umformens durch eine Kraftbeaufschlagung in axialer Richtung gedrückt
werden kann. Die Verwendung des Anschlags ist eine einfache Möglichkeit, den Stützkern
in axialer Richtung unter Druck zu setzen, so dass die beweglichen Stützglieder des
Stützkerns zusätzlichen Widerstand gegen die Umformkräfte während des Umformens der
u-förmigen Platine zu einem Hohlprofil entgegensetzen können.
[0018] Gemäß einer vereinfachten und beverzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der Stützkern in auseinandergezogenem Zustand in die u-förmige Platine eingebracht,
durch eine axial gerichtete Kraft werden die einzelnen Stützglieder gegeneinander
geschoben und über ihre Stirnflächen mit einer axialen Kraft beaufschlagt. Die Stirnflächen
bieten zumeist große Anlageflächen der einzelnen Stützglieder gegeneinander, so dass
der Stützkern in axialer Richtung mit relativ hohen axialen Kräften beaufschlagt werden
kann.
[0019] Wird nach dem Umformen der u-förmigen Platine zu einem strukturierten Hohlprofil
der Stützkern gezogen, wobei die einzelnen Stützglieder während des Ziehens über den
Formschlussbereich der Kupplungselemente auseinandergezogen werden und in auseinandergezogenem
Zustand aus dem Hohlprofil gezogen werden, wird ermöglicht, dass der Stützkern auf
einfache Weise aus dem hergestellten Hohlprofil entfernt werden kann. Die Stützglieder
des Stützkerns in auseinandergezogenem Zustand befinden sich dann in einer beweglichen
Position und können der beispielsweise gekrümmten Form des Hohlprofils ohne weiteres
folgen.
[0020] Ein besonders wirtschaftliches und rationales Verfahren zur Herstellung strukturierter
Hohlprofile kann schließlich dadurch zur Verfügung gestellt werden, dass die Platine
durch eine U-O-Umformung oder unter Anwendung einer Einrolltechnik zu einem Hohlprofil
umgeformt wird.
[0021] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, den erfindungsgemäßen Stützkern sowie
das erfindungsgemäße Verfahren auszugestalten und weiterzubilden. Hierzu wird verwiesen
einerseits auf die den Patentansprüchen 1 und 5 nachfolgenden Patentansprüche sowie
auf die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung. Die
Zeichnung zeigt in
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Stützkerns in auseinandergezogenem Zustand
in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Stützkern aus Fig. 1 in zusammengeschobenem Zustand und
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Kupplungselemente
des Stützkerns aus Fig. 1.
[0022] Fig. 1 zeigt nun in einer perspektivischen Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Stützkerns 1, welcher aus einer Mehrzahl einzelner Stützglieder
2 besteht. Der Stützkern 1 ist in der Fig. 1 in auseinandergezogenem Zustand dargestellt,
so dass die Stützflächen 3 der einzelnen Stützglieder 2 sowie die Kupplungselemente
4 sichtbar sind. Zur Vereinfachung der Darstellung, dass der Stützkern 1 aus einer
Vielzahl von Stützgliedern aufgebaut ist, sind die Stützglieder unterschiedlich eingefärbt.
Wie man anhand der auseinandergezogenen Stützglieder 2 erkennen kann, weisen diese
neben zwei Stirnflächen auch eine unterschiedliche Ausprägung in axialer Richtung
auf. So ist beispielsweise das erste Glied 2a des Stützkerns 1 keilförmig aufgebaut,
um in zusammengeschobenem Zustand beispielsweise eine Krümmung des Stützkerns 1 zu
bewirken. Die Stützglieder 2 sind daher derart ausgebildet, dass bei Anlage der Stützglieder
an ihre jeweiligen Stirnflächen der Stützkern 1 die Innenkontur des herzustellenden
Hohlprofils zumindest teilweise einnimmt.
[0023] Dies zeigt Fig. 2 in einer perspektivischen Darstellung des zusammengeschobenen Stützkerns
1. Im zusammengeschobenen Zustand ist der Stützkern gekrümmt und bildet die Innenkontur
des herzustellenden Hohlprofils ab. Das erste Glied 5 des Stützkerns 1 weist zusätzlich
eine Zentrierung auf, welche zur Anlage an einem Anschlag dient. Wird der Stützkern
an den Stützgliedern 5, 6 in Pfeilrichtung mit einer Kraft beaufschlagt und insofern
die Stützglieder 2 in axialer Richtung mit einer axialen Kraft beaufschlagt, bildet
der Stützkern einen die Umformkräfte aufnehmenden Kern, welcher nach dem Umformen
in Richtung des Gliedes 6 aus dem umgeformten Hohlprofil entfernt werden kann.
[0024] In einer perspektivischen Darstellung ist in Fig. 3 der Aufbau des Kupplungselements
7 dargestellt, welches an seiner dem Glied 2b des Stützkerns 1 zugewandten Seite einen
Fortsatz 8 aufweist, welcher einen kugelförmigen Formschlussbereich 9 umfasst. Der
kugelförmige Formschlussbereich 9 greift in eine von dem nächsten Kupplungselement
bereitgestellte Öffnung 10 ein. Die Position des Fortsatzes 8 kann im Kupplungselement
7 variiert werden, so dass sowohl ein Zusammenschieben der Stützglieder 2 des Stützkerns
möglich ist als auch ein Auseinanderziehen. Durch den kugelförmigen Formschlussbereich
9 des Fortsatzes 8 können die Stützglieder des Stützkerns in auseinandergezogenem
Zustand gegeneinander abgewinkelt oder auch verdreht werden. Dies ermöglicht ein einfaches
Ziehen des Stützkerns beispielsweise auch dann, wenn gebogene bzw. gekrümmte Hohlprofile
hergestellt werden sollen.
[0025] Insgesamt wird die Herstellung von strukturierten Hohlprofilen durch die Verwendung
des erfindungsgemäßen Stützkerns wesentlich vereinfacht und eine genaue Abformung
der Form des Stützkerns ermöglicht.
1. Stützkern (1) zur Verwendung in einer Vorrichtung zum Umformen von Platinen in ein
strukturiertes Hohlprofil mit einer Mehrzahl miteinander verbundener Stützglieder
(2), wobei die einzelnen Stützglieder (2) in zusammengeschobener Position zumindest
teilweise flächig die Innenkontur des herzustellenden Hohlprofils bilden und über
Kupplungselemente (4) miteinander verbunden sind und die Kupplungselemente (14) ein
Auseinanderziehen der Stützglieder (2) ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet, dass in auseinandergezogener Position die Stützglieder (12) gelenkartig miteinander verbunden
sind und die Kupplungselemente (4) der Stützglieder (2) aus einem Fortsatz (8) mit
einem Formschlussbereich (9) und einer Öffnung (10) zur formschlüssigen Aufnahme des
Fortsatzes (8) und des Formschlussbereichs (9) bestehen.
2. Stützkern nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Formschlussbereich (9) des Fortsatzes (8) kugelförmig ausgebildet ist.
3. Stützkern nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen (3) der Stützglieder (2) als axiale Stützflächen (2) ausgebildet
sind.
4. Stützkern nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stützglieder (2) über die Stirnflächen (3) in Anlage gebracht die vollständige
Innenkontur des zu formenden Hohlprofils bilden.
5. Verfahren zur Herstellung strukturierter Hohlprofile aus einer Platine, wobei ein
Stützkern nach einem der Ansprüche 1 bis 4 verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Platine u-förmig umgeformt wird, der Stützkern in die u-förmige Platine eingebracht
wird, wobei an einem Ende des u-förmigen Gesenkes, in der sich die u-förmige Platine
befindet, ein Anschlag für den Stützkern vorgesehen ist, gegen welchen der Stützkern
zumindest während des Umformens in axialer Richtung unter Druck gesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkern in auseinandergezogenem Zustand in die u-förmige Platine eingebracht
wird, durch eine axial gerichtete Kraft die einzelnen Stützglieder gegeneinander geschoben
werden und über ihre Stirnflächen mit einer axialen Kraft beaufschlagt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Umformen der u-förmigen Platine zu einem strukturierten Hohlprofil der Stützkern
gezogen wird, wobei die einzelnen Stützglieder während des Ziehens über den Formschlussbereich
der Kupplungselemente auseinander gezogen werden und in auseinander gezogenem Zustand
aus dem Hohlprofil gezogen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Platine durch eine U-O-Umformung oder unter Anwendung einer Einrolltechnik zu
einem Hohlprofil umgeformt wird.
1. Supporting core (1) for use in a device for forming plates into a structured hollow
profile comprising a plurality of interconnected supporting members (2), in which
the individual supporting members (2) when being pushed together at least in part
form as a surface the inner contour of the hollow profile to be produced and are interconnected
by means of coupling elements (4), wherein the coupling elements (14) allow the supporting
members (2) to be pulled apart, characterised in that the supporting members (12) are interconnected in a hinged manner in the pulled-apart
position and the coupling elements (4) of the supporting members (2) comprise an extension
(8) with a form-fit area (9) and an opening (10) for the form-fitting accommodation
of the extension (8) and the form-fit area (9).
2. Supporting core according to Claim 1, characterised in that the form-fit area (9) of the extension (8) has a spherical design.
3. Supporting core according to any one of Claims 1 or 2, characterised in that the end faces (3) of the supporting members (2) are designed as axial supporting
surfaces (2).
4. Supporting core according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the supporting members (2) when abutting via the end faces (3) form the full inner
contour of the hollow profiled element to be formed.
5. Method for producing structured hollow profiles from a plate, wherein a supporting
core according to any one of Claims 1 to 4 is used.
6. Method according to Claim 5, characterised in that the plate is formed into a U-shape and the supporting core is introduced into the
U-shaped plate, wherein at one end of the U-shaped die, in which the U-shaped plate
is located, a stop for the supporting core is provided, against which the supporting
core at least during forming is put under pressure in the axial direction.
7. Method according to Claim 5 or 6, characterised in that the supporting core is introduced into the U-shaped plate in the pulled-apart state,
by means of an axially directed force the individual supporting members are pushed
together and via their end faces these are subjected to an axial force.
8. Method according to any one of Claims 5 to 7, characterised in that after the forming of the U-shaped plate into a structured hollow profile the supporting
core is pulled, wherein the individual supporting members during pulling are pulled
apart via the form-fit area of the coupling elements and are pulled out of the hollow
profile in the pulled-apart state.
9. Method according to any one of Claims 5 to 8, characterised in that by means of U-O forming or by using a rolling-in technique the plate is formed into
a hollow profile.
1. Noyau d'appui (1) destiné à être utilisé dans un dispositif pour façonner des flans
en un profilé creux structuré comprenant une pluralité de membres d'appui (2) reliés
entre eux, sachant que les membres d'appui (2) individuels forment en position rentrée
au moins partiellement de manière plane le contour intérieur du profilé creux à fabriquer
et sont reliés entre eux via des éléments de couplage (4) et les éléments de couplage
(4) permettent d'étirer les membres d'appui (2),
caractérisé en ce que
dans la position étirée, les membres d'appui (2) sont reliés entre eux de manière
articulée et les éléments de couplage (4) des membres d'appui (2) sont composés d'un
prolongement (8) avec une partie de complémentarité de forme (9) et d'une ouverture
(10) pour la réception par complémentarité de forme du prolongement (8) et de la partie
de complémentarité de forme (9).
2. Noyau d'appui selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la partie de complémentarité de forme (9) du prolongement (8) est sphérique.
3. Noyau d'appui selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les faces avant (3) des membres d'appui (2) sont formées en tant que surfaces d'appui
(2) axiales.
4. Noyau d'appui selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les membres d'appui (2), en appui via les faces avant (3), forment le contour intérieur
complet du profilé creux à façonner.
5. Procédé de fabrication de profilés creux structurés à partir d'un flan, sachant qu'un
noyau d'appui selon l'une des revendications 1 à 4 est employé.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le flan est formé en U, le noyau d'appui est inséré dans le flan en U, sachant que
sur une extrémité de la matrice en U dans laquelle le flan en U se trouve, une butée
est prévue pour le noyau d'appui, contre laquelle le noyau d'appui est comprimé en
direction axiale au moins pendant le façonnage.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce que
le noyau d'appui est inséré dans le flan en U dans l'état étiré, les membres d'appui
individuels sont poussés l'un contre l'autre par une force dirigée axialement et reçoivent
une force axiale via leurs faces avant.
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce qu'
après le façonnage du flan en forme de U en un profilé creux structuré, le noyau d'appui
est tiré, sachant que les membres d'appui individuels s'étirent via la partie de complémentarité
de forme pendant la traction et sont tirés hors du profilé creux dans l'état étiré.
9. Procédé selon l'une des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que
le flan est formé en un profilé creux par un façonnage en U-0 ou par l'application
d'une technique d'enroulage.


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