| (19) |
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(11) |
EP 2 283 176 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.05.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/056029 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/144151 (03.12.2009 Gazette 2009/49) |
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| (54) |
FALSCHDRALLAGGREGAT
FALSE-TWIST ASSEMBLY
MACHINE DE FAUSSE TORSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.05.2008 DE 102008026343
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.02.2011 Patentblatt 2011/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SINGH, Suprit, Pal
Balwyn 3103
Victoria (AU)
- SCHÄFER, Klaus
42897 Remscheid (DE)
- BARTKOWIAK, Klaus
44623 Herne (DE)
- FAULSTICH, Stefan
53129 Bonn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Falschdrallaggregat zum Falschdrallen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Falschdrallaggregate sind Bestandteile von Falschdralltexturiermaschinen. Sie sind
als quer zur Fadenlaufrichtung rotierende Friktionsfalschdrallaggregate bekannt, über
die der zu drallende Faden derart mit einer Umschlingung geführt wird, dass eine quer
zur Fadenlaufrichtung wirkende Reibkraft auf den Faden wirkt. Darüber hinaus ist es
bekannt, den Faden zwischen zwei Drallkörpern zu klemmen.
[0003] Friktionsfalschdrallaggregate enthalten rotierende, untereinander angeordnete und
sich teilweise überlappende Drallscheiben, durch deren sich aufgrund der Überlappung
bildenden Zwickel ein zu drallender Faden geführt wird. Die Drallscheiben sind dabei
so angeordnet, dass der Faden nicht zwischen den Drallscheiben eingeklemmt wird. Die
Fadenspannung verhindert, dass der Faden zwischen den sich drehenden Drallscheiben
hindurchrutscht. Das grundlegende Prinzip ist in der Offenlegungsschrift
DE 2 317 630 gezeigt. Weiterbildungen enthalten Scheibenstapel, die auf drei in einem Dreieck
parallel zueinander angeordneten Achsen vorgesehen sind. Der zu drallende Faden durchläuft
dabei schraubenförmig die Mittelachse der drei Achsen. Diese Aggregate sind beispielsweise
bekannt durch die Patentschrift
EP 1 664 406 B1. Weiterhin ist es bekannt, zur Erhöhung der Umschlingung eine Scheibe mit einer Nutscheibe
zusammenwirken zu lassen, wie aus der Patentschrift
US 3,921,379 bekannt.
[0004] Aus der Offenlegungsschrift
EP 2 042 626 A1 ist ein weiteres Falschdrallaggregat mit auf drei in einem Dreieck zueinander angeordneten
Scheibenstapeln, bei denen der Durchmesser der unteren Scheiben 90 % - 98 % der Durchmesser
der oberen Scheiben ist.
[0005] Klemmende Falschdrallaggregate klemmen den Faden zwischen zwei Körpern ein, von denen
zumindest einer elastisch ist. Dies können zwei sich kreuzende Riemen oder zwei versetzt
angeordnete elastische Scheiben sein, die im Klemmpunkt entgegengesetzt wirkende Bewegungskomponenten
auf den Faden ausüben und ihn so drallen. Zusätzlich ist eine Förderkomponente in
Fadenlaufrichtung vorgesehen. Als Beispiel für ein den Faden klemmendes Friktionsaggregat
ist die Offenlegungsschrift
DE 29 52 305 A1 zu nennen.
[0006] Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Die Friktionsfalschdrallaggregate weisen
grundsätzlich das Risiko auf, dass die Reibkraft nicht ausreicht, den Faden zu drallen.
Dies führt zu einem Durchrutschen des Fadens, dem sogenannten Surging.
[0007] Hingegen können sich bei den Faden klemmenden Friktionsaggregaten die beiden gegenläufigen
Drallerteiler großflächig berühren, was zu erhöhtem Verschleiß führt.
[0008] Üblicherweise kann pro Friktionsaggregat nur ein Faden behandelt werden. Dies zieht
neben hohen Bauraum auch erhöhte Investitionskosten nach sich. Es ist zwar aus der
Patentanmeldung
JP 52-124958 bekannt, mehrere dreiachsige Friktionsaggregaten dicht nebeneinander anzuordnen,
so dass sich zusätzliche Fadenläufe ergeben, an denen weitere Fäden gedrallt werden
können. Diese Anordnung ist aber hinsichtlich der Antriebs- und Lagerungstechnik schwierig
umzusetzen.
[0009] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, vor dem Hintergrund einer meist für mehrere Fäden
ausgelegten Falschdralltexturiermaschine ein wirtschaftlich vorteilhaftes Friktionsaggregat
für mehrere Fäden bereitzustellen, das eine einfache und kostengünstige Antriebs-
und Lagerungstechnik verspricht.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Falschdrallaggregat gelöst, bei dem eine größere zentral
angeordnete Zentralscheibe als Drallerteiler mit mehreren kleineren, achsparallel
um die zentrale Scheibe herum angeordneten Scheiben in der Form zusammenwirkt, dass
die im wesentlichen parallel zu den Achsen zulaufenden Fäden von den Scheiben gedrallt
werden.
[0011] In einer Ausfiihrungsvariante weist eine der Scheiben an ihrem Außenumfang eine Nut
auf und bildet so eine Nutscheibe. Der mit diese Nutscheibe zusammenwirkende Drallerteiler
ist als Scheibe ausgeführt, der in die Nut der Nutscheibe hinein ragt.
[0012] Bevorzugt ist die Tiefe der Nut kleiner als die Breite der Nut. Die Tiefe der Nut
kann auch geringfügig größer als die Breite der Nut sein.
[0013] Um ein schonendes Ein- und Auslaufen des Fadens in die Überlappung zwischen Nutscheibe
und Scheibe zu gewährleisten, sind sowohl die Nut als auch der Außenmantel der Scheibe
in ihrem Querschnitt abgerundet.
[0014] Ein Andrückmittel drückt die Scheibe so gegen die Nutscheibe, dass ein sehr enger
Spalt zwischen den Oberflächen verbleibt, so dass einerseits die Oberflächen nicht
aneinander reiben, andererseits der Faden zwischen den Oberflächen geklemmt wird.
[0015] Bevorzugt sind im Querschnitt die Radien der Nut und der Scheibe so abgestimmt, dass
der Klemmpunkt sich im Nutgrund befindet. Der achsparallel durchlaufende Faden wird
dadurch so über den Außenmantel der Scheibe sowie über die Flanken der Nutscheibe
geführt, dass ein zusätzlicher Drall auf den Faden ausgeübt wird.
[0016] In einer Weiterbildung der Erfindung weist das Falschdrallaggregat mehrere in Achsrichtung
angeordnete Nutscheiben auf.
[0017] In einer alternativen Weiterbildung weist eine Nutscheibe mehrere Nuten auf, wobei
jeder Nut entweder pro Fadenlauf je eine Scheibe zugeordnet ist oder es wird pro Fadenlauf
eine Scheibe eingesetzt, die eine oder mehrere Nuten enthält, so dass die entstehenden
Flanken erfindungsgemäß mit den Nuten der Nutscheibe zusammenwirken.
[0018] In einer alternativen Ausführungsform wird jeder Faden von der Zentralscheibe und
zwei weiteren Scheiben gedrallt. Die drei Scheiben sind überlappend in Fadenlaufrichtung
hintereinander angeordnet. Ein Antriebsmittel dreht sich Scheiben gleichsinnig und
mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit. Da von der Zentralscheibe mehrere Fäden gedrallt
werden, ist die Zentralscheibe von mehreren Scheibenpaaren umgeben.
[0019] Die zwei weiteren Scheiben werden in einer Antriebsvariante über ein Zwischenrad
durch die Zentralscheibe angetrieben.
[0020] In eine anderen Antriebsvariante werden die zwei weiteren Scheiben durch Riemen von
der Zentralscheibe angetrieben.
[0021] Bevorzugt sind axial hintereinander mehrere Zentralscheibe Scheiben angeordnet, die
jeweils denselben Faden drallen.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
[0023] Es stellen dar:
Figur 1: Die Draufsicht einer Variante des erfindungsgemäßen Falschdrallaggregates,
Figur 2: Eine Schnittdarstellung einer Variante des erfindungsgemäßen Falschdrallaggregates,
Figur 3 und 4: Weiterbildungen einer Variante des erfindungsgemäßen Falschdrallaggregates
im Schnitt,
Figur 5: Die Draufsicht einer anderen Variante des erfindungsgemäßen Falschdrallaggregates,
Figur 6: Die Draufsicht der Variante aus Figur 5 in einer anderen Ausführungsform,
Figur 7: Die Draufsicht der Variante aus Figur 5 mit alternativem Antrieb.
Figur 8: Die Seitenansicht der Variante aus Figur 5 in einer anderen Ausführungsform.
[0024] In Figur 1 ist eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Falschdrallaggregat dargestellt.
Es wirkt eine Zentralscheibe 1 mit mehreren Scheiben 4 zusammen, so dass mit einem
Falschdrallaggregat mehrere Fäden 6 gedrallt werden können. Eine im Vergleich zu den
Scheiben 4 größere Zentralscheibe ermöglicht es, eine Vielzahl von Scheiben 4 auf
dem Umfang der Zentralscheibe 1 vorzusehen und somit eine Vielzahl von Fäden 6 gleichzeitig
zu drallen.
[0025] In Figur 2 ist das erfindungsgemäße Falschdrallaggregat im Schnitt dargestellt. Die
Nutscheibe 1 weist auf ihrem Außenumfang eine umlaufende Nut 2 auf. In die Nut 2 ragt
die Scheibe 4 hinein, so dass in dem Nutgrund der Nut 2 ein enger Spalt 11 gebildet
wird. Im Wesentlichen parallel zu der Nutscheibenachse 3 und der Scheibenachse 5 wird
der Faden 6 so von den Fadenführern 7 und 8 geführt, dass dieser durch den Spalt 11
läuft und dort zwischen der Nutscheibe 1 und der Scheibe 4 geklemmt wird. In diesem
Klemmpunkt wird der Faden gedrallt. Einen zusätzlichen Drall erfährt der Faden beim
Überlauf über die Krümmung der Scheibe 4 sowie über die beiden Flanken der Nutscheibe
1.
[0026] Eine Lagerung 9 der Scheibe 4 sowie ein Andrückmittel 10 ermöglichen die exakte Positionierung
der Scheibenachse 5 gegenüber der Nutscheibenachse 3, so dass sich der gewünschte
Spalt 11 einstellt.
[0027] Figur 3 zeigt eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Falschdrallaggregates. Hier
wird durch das Verwenden einer Nutscheibe 1 mit zwei Nuten 2 und zwei axial hintereinander
angeordnete Scheiben 4 eine bessere Drallwirkung erreicht. Diese Lösung ist analog
einer Anordnung von zwei separaten Nutscheiben 1 axial hintereinander. Es ist sinnvoll,
in dieser Anordnung nur einen Spalt 11 vorzusehen, da es ausreicht, den Faden in nur
einem Punkt zu klemmen. Zudem kann hier kein Fadenführer zwischen den beiden Scheiben
4 vorgesehen werden, der sicherstellt, dass der Faden 6 in beiden Nuten 2 durch den
Spalt 11 geführt wird.
[0028] Eine Alternative zu der Weiterbildung in Figur 3 ist in Figur 4 dargestellt. Hier
werden die beiden Scheiben aus Figur 3 zu einer Scheibe 4 vereint deren beiden Flanken
mit den beiden Nuten 2 der Nutscheibe 1 zusammenwirken.
[0029] Figur 5 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung. Um die Zentralscheibe
1 herum angeordnet sind mehrere Scheibenpaare 4, 4' angeordnet, wobei die Scheiben
4, 1, 4' in Laufrichtung des senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Fadens 6 hintereinander
und sich gegenseitig in der Form überlappend angeordnet sind, dass der Faden 6 schraubenförmig
zwischen den Scheiben 4, 1, 4' hindurchgeführt wird. Ein Antriebsmittel 12 bewirkt,
dass die Scheiben 4, 1, 4' in gleicher Drehrichtung drehend angetrieben werden.
[0030] Somit stellt jedes Scheibenpaar 4, 4' in Verbindung mit der gemeinsamen Zentralscheibe
1 ein Texturiermittel für je einen Fadenlauf 6 dar.
[0031] Das Antriebsmittel 12 besteht aus einem unterhalb der Zentralscheibe und direkt mit
der Zentralscheibe 1 verbundenen, 12.1 dass die beispielsweise ein Zahnrad oder Reibrad
sein kann. Dieses Antriebsrad treibt über je ein Zwischenrad 12.2 die Scheibenpaare
4, 4' an. Dazu weisen die Scheiben 4, 4' Antriebsräder 12.3 auf, die ebenfalls direkt
mit den Scheiben 4, 4' verbunden sind.
[0032] In Figur 5 sind nur jeweils eine Zentralscheibe und pro Fadenlauf eine Scheibe 4
und 4' dargestellt. Erfindungsgemäß ist es auch vorgesehen, in Form eines Scheibenstapels
mehrere Scheiben hintereinander anzuordnen, so dass der Faden 6 zum Drallen von mehr
als 3 Scheibenoberflächen angetrieben wird.
[0033] Figur 6 zeigt eine Variante der Ausführung aus Figur 5, bei der die Scheibenpaare
4, 4' lückenlos um die Zentralscheibe 1 angeordnet sind. Der besondere Vorteil dieser
Variante ist, dass die Drallrichtung des Fadens 6 leicht umgestellt werden kann, indem
die Drehrichtung des Antriebsmittels 12 umgekehrt wird und die zu drallenden Fäden
einem Fadenlauf 6' jeweils zwischen zwei benachbarte Scheibenpaare 4, 4' zugeordnet
werden.
[0034] Figur 7 stellt eine Variante der in Figur 5 gezeigten Vorrichtung, bei der Antrieb
anstelle der Zahn- oder Reibscheibe durch einen umlaufenden Riemen 13 erfolgt. Dazu
sind Abtriebsrad 12.3 und Antriebsrad 12.1 als Riemenscheibe ausgeführt. Umlenkrollen
14 stellen die für die Übertragung der Kräfte erforderliche Umschlingung der An- und
Abtriebsräder sicher.
[0035] Die Seitenansicht der Vorrichtung stellt Figur 8 dar. Ähnlich wie in der in Figur
5 gezeigten Variante sind in dieser Anordnung jeweils hier als Scheibenstapel angeordnete
Scheibenpaare 4, 4' um eine ebenfalls als Scheibenstapel angeordnete Zentralscheibe
1 herum angeordnet, so dass jeweils ein Scheibenpaar 4, 4' mit der Zentralscheibe
1 zusammenwirkt. Nachfolgend wird sprachlich nicht zwischen Einzelscheiben und Scheibenstapeln
unterschieden. Wenn Scheiben genannt werden, so ist hier erfindungsgemäß der Scheibenstapel
eingeschlossen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind hier nur zwei Scheibenpaare
4, 4' gezeigt. Zentral angeordnet ist die große Zentralscheibe 1 mit der Achse 3 und
dem Antriebsrad 12.1 Das Antriebsrad 12.1 treibt über je ein Zwischenrad mehrere Scheibenpaare
4, 4' an. Aufgrund der in Figur 5 gezeigten Überlappung der Scheiben 1, 4 und 4' laufen
die Fäden 6 in der gezeigten Form schraubenförmig durch die Vorrichtung.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Zentralscheibe
- 2
- Nut
- 3
- Zentralscheibenachse
- 4, 4'
- Scheibe
- 5
- Scheibenachse
- 6, 6'
- Faden, Fadenlauf
- 7
- erster Fadenführer
- 8
- zweiter Fadenführer
- 9
- Lagerung
- 10
- Andrückmittel
- 11
- Spalt
- 12
- Antriebsmittel
- 12.1
- Antriebsrad
- 12.2
- Zwischenrad
- 12.3
- Abtriebsrad
- 13
- Riemen
- 14
- Umlenkrolle
1. Falschdrallaggregat mit zusammenwirkenden drehbar gelagerten radförmigen Drallerteilern,
zwischen denen der zu drallende Faden (6) so hindurchgeführt wird, dass er beide Drallerteiler
touchiert, dadurch gekennzeichnet, dass
als Drallerteiler eine zentral angeordnete Zentralscheibe (1) mit mehreren kreisförmig
um sie herum angeordneten Scheiben (4) zusammenwirkt, die mehrere Fäden (6) drallen,
und dass der Durchmesser der Zentralscheibe (1) mindestens 50% größer ist als der
Durchmesser der Scheiben (4).
2. Falschdrallaggregat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zentralscheibenachse (3) der Zentralscheibe (1) und die Scheibenachse (5) der
Scheibe (4) im Wesentlichen parallel angeordnet sind,
dass der zu drallende Faden (6) im Wesentlichen in Achsrichtung geführt wird,
dass der Abstand der Achsen (3, 5) so gewählt ist, dass sich die Scheibe (4) und die
Zentralscheibe (1) in der Projektion in Fadenlaufrichtung überlappen,
und dass Fadenführer (7, 8) vorgesehen sind, die den Faden (6) im Bereich der Überlappung
zwischen der Nutscheibe (1) und der Scheibe (4) hindurch führen,
3. Falschdrallaggregat nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
einer der Drallerteiler mit einer Nut (2) auf dem Außenumfang ausgeführt ist und die
mit diesem Drallerteiler zusammenwirkende Scheibe mit ihrem Außenumfang in die Nut
eintaucht.
4. Falschdrallaggregat nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tiefe der Nut (2) kleiner als die Breite der Nut (2) ist.
5. Falschdrallaggregat nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nut (2) an der Zentralscheibe (1) vorgesehen ist.
6. Falschdrallaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nut (2) und der Außenmantel der mit der Nut zusammenwirkenden Scheibe einen abgerundeten
Querschnitt aufweisen.
7. Falschdrallaggregat nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
für die Scheiben (4) je eine Andrückmittel (10) vorgesehen ist, das Scheibe (4) und
Zentralscheibe (1) so gegeneinander andrückt, dass ein enger Spalt (11) zwischen Scheibe
(4) und Zentralscheibe (1) verbleibt.
8. Falschdrallaggregat nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Spalt (11) kleiner oder gleich dem Fadendurchmesser ist.
9. Falschdrallaggregat nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querschnitte der Nut (2) und des Außenmantels der mit der Nut zusammenwirkenden
Scheibe so abgestimmt sind, dass der Spalt (11) im Nutgrund gebildet wird.
10. Falschdrallaggregat nach einem der Ansprüche 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Falschdrallaggregat mehrere in Fadenlaufrichtung angeordnete Zentralscheiben (1)
aufweist.
11. Falschdrallaggregat nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die genutete Scheibe mehrere Nuten (2) aufweist und für jeden Fadenlauf mit mehreren
axial hintereinander angeordneten Scheiben zusammenwirkt.
12. Falschdrallaggregat nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zentralscheibe (1) und die Scheibe (4) genutet sind.
13. Falschdrallaggregat nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Fadenführer (7, 8) und Scheiben (1, 4, 4') so angeordnet sind, dass jeder
der Fäden (6) von der auf der Zentralscheibenachse (3) angeordneten Zentralscheibe
(1) sowie von zumindest zwei auf getrennten, parallel angeordneten Scheibenachsen
(5, 5') angeordneten Scheiben (4, 4') gedrallt wird und dass in Fadenlaufrichtung
gesehen die Scheiben (1, 4, 4') sich überlappend hintereinander angeordnet sind,
dass ein Antriebsmittel (12) zum Antrieb der Scheiben (4, 4') vorgesehen ist und dass
das Antriebsmittel (12) so ausgeführt ist, dass die Zentralscheibe (1) und die Scheiben
(4, 4') gleichsinnig und am Außenumfang mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit gedreht
werden.
14. Falschdrallaggregat nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Antriebsmittel (12) gebildet wird durch ein mit der Zentralscheibe (1) verbundenes
Antriebsrad (12.1) und ein an jeder Scheibe (4, 4') vorgesehenes Abtriebsrad (12.3),
wobei das Antriebsrad (12.1) und ein oder zwei Abtriebsräder (12.3) jeweils über ein
Zwischenrad (12.2) miteinander gekoppelt sind.
15. Falschdrallaggregat nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Antriebsrad (12.1) und die Abtriebsrad (12.3) über einen Riementrieb miteinander
gekoppelt sind.
16. Falschdrallaggregat nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
axial hintereinander auf gleicher Achse jeweils mehrere Zentralscheiben (1) und Scheiben
(4, 4') angeordnet sind.
1. A false-twist assembly having cooperating, rotatably mounted wheel-shaped twisting
means, between which the thread (6) to be twisted is guided such that it touches both
twisting means, characterized in that
as twisting means a centrally arranged central disk (1) cooperates with a plurality
of circular disks, which are arranged around it and twist a plurality of threads (6),
and in that the diameter of the central disk (1) is at least 50% greater than the diameter of
the disks (4).
2. The false-twist assembly as claimed in claim 1,
characterized in that
the central disk axis (3) of the central disk (1) and the disk axis (5) of the disk
(4) are arranged substantially parallel,
in that the thread to be twisted (6) is guided substantially in the axial direction,
in that the spacing of the axis (3, 5) is selected such that the disk (4) and the central
disk (1) overlap in projection in the thread running direction,
and in that thread guides (7, 8), which guide the thread (6) through in the region of overlap
between the grooved disk (1) and the disk (4), are provided.
3. The false-twist assembly as claimed in claim 1 or 2,
characterized in that
one of the twisting means is designed with a groove (2) on the outer circumference,
and the outer circumference of the disk cooperating with this twisting means engages
into the groove.
4. The false-twist assembly as claimed in claim 3,
characterized in that
the depth of the groove (2) is smaller than the width of the groove (2).
5. The false-twist assembly as claimed in claim 3 or 4,
characterized in that
the groove (2) is provided on the central disk (1).
6. The false-twist assembly as claimed in one of claims 1 to 3,
characterized in that
the groove (2) and the outer casing of the disk cooperating with the groove have a
rounded cross section.
7. The false-twist assembly as claimed in one of claims 3 to 6,
characterized in that
a pressing means (10) is provided for each of the disks (4) and presses the disk (4)
and the central disk (1) together such that a narrow gap (11) remains between the
disk (4) and the central disk (1).
8. The false-twist assembly as claimed in claim 7,
characterized in that
the gap (11) is smaller than or equal to the thread diameter.
9. The false-twist assembly as claimed in one of claims 3 to 8,
characterized in that
the cross sections of the groove (1) and of the outer casing of the disk cooperating
with the groove are coordinated such that the gap (11) is formed in the groove bottom.
10. The false-twist assembly as claimed in one of claims 3 to 9,
characterized in that
the false-twist assembly has a plurality of central disks (1) arranged in the thread
running direction.
11. The false-twist assembly as claimed in one of claims 3 to 10,
characterized in that
the grooved disk has a plurality of grooves (2) and cooperates for each thread run
with a plurality of disks arranged axially in succession.
12. The false-twist assembly as claimed in claim 9,
characterized in that
the central disk (1) and the disk (4) are grooved.
13. The false-twist assembly as claimed in claim 1 or 2,
characterized in that
a plurality of thread guides (7, 8) and disks (1, 4, 4') are arranged such that each
of the threads (6) is twisted by the central disk (1) arranged on the central disk
axis (3) and by at least two disks (4, 4') arranged on separate, parallel disk axis
(5, 5'), and in that, as seen in the thread running direction, the disks (1, 4, 4') are arranged in succession,
overlapping one another,
in that a drive means (12) for driving the disks (4, 4') is provided, and in that the drive means (12) is designed such that the central disk (1) and the disks (4,
4') rotate in the same direction and with the same circumferential speed on the outer
circumference.
14. The false-twist assembly as claimed in claim 13,
characterized in that
the drive means (12) is formed by a drive wheel (12.1) connected to the central disk
(1) and a driven wheel (12.3) provided on each disk (4, 4'), wherein the drive wheel
(12.1) and one or two driven wheels (12.3) are coupled to one another in each case
via an intermediate wheel (12.2).
15. The false-twist assembly as claimed in claim 14,
characterized in that
the drive wheel (12.1) and the driven wheel (12.3) are coupled to one another via
a belt drive.
16. The false-twist assembly as claimed in one of claims 13 to 15,
characterized in that
in each case a plurality of central disks (1) and disks (4, 4') are arranged axially
in succession on the same axis.
1. Ensemble de fausse torsion, comprenant des moyens de torsion coopérants en forme de
roues et montés rotatifs, entre lesquels le fil (6) devant être tordu est guidé de
telle sorte qu'il soit en contact avec les deux moyens de torsion,
caractérisé en ce que,
en tant que moyen de torsion, un disque central (1) disposé de manière centrale coopère
avec plusieurs disques (4) circulaires disposés autour de ce dernier, lesquels disques
circulaires tordent plusieurs fils (6), et en ce que le diamètre du disque central (1) est au moins supérieur de 50% au diamètre des disques
(4).
2. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 1,
Caractérisé en ce que
l'axe (3) du disque central (1) et l'axe (5) du disque (4) sont disposés essentiellement
de manière parallèle,
en ce que le fil (6) devant être tordu est guidé essentiellement dans la direction de l'axe,
en ce que l'écartement des axes (3, 5) est choisi de telle sorte que le disque (4) et le disque
central (1) se chevauchent dans la projection dans la direction d'avance du fil,
et en ce que des guide-fils (7, 8) sont prévus, lesquels guident le fil (6) à travers la région
du chevauchement entre le disque rainuré (1) et le disque (4).
3. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
l'un des moyens de torsion est réalisé avec une rainure (2) sur la périphérie extérieure,
et le disque coopérant avec ce moyen de torsion s'enfonce, par l'intermédiaire de
sa périphérie extérieure, dans la rainure.
4. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la profondeur de la rainure (2) est inférieure à la largeur de la rainure (2).
5. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
la rainure (2) est prévue sur le disque central (1).
6. Ensemble de fausse torsion selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la rainure (2) et l'enveloppe extérieure du disque coopérant avec la rainure possèdent
une section transversale arrondie.
7. Ensemble de fausse torsion selon l'une quelconque des revendications 3 à 6,
caractérisé en ce
qu'un moyen de pression (10) est prévu pour chacun des disques (4), lequel moyen de pression
presse le disque (4) et le disque central (1) l'un contre l'autre de telle sorte qu'un
interstice étroit (11) demeure entre le disque (4) et le disque central (1).
8. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'interstice (11) est inférieur ou égal au diamètre du fil.
9. Ensemble de fausse torsion selon l'une quelconque des revendications 3 à 8,
caractérisé en ce que
les sections transversales de la rainure (2) et de l'enveloppe extérieure du disque
coopérant avec la rainure sont ajustées de telle sorte que l'interstice (11) soit
formé dans le fond de la rainure.
10. Ensemble de fausse torsion selon l'une quelconque des revendications 3 à 9,
caractérisé en ce que
l'ensemble de fausse torsion comprend plusieurs disques centraux (1) disposés dans
la direction d'avance du fil.
11. Ensemble de fausse torsion selon l'une quelconque des revendications 3 à 10,
caractérisé en ce que
le disque rainuré comprend plusieurs rainures (2), et coopère avec plusieurs disques
disposés axialement les uns derrière les autres pour chaque avance du fil.
12. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le disque central (1) et le disque (4) sont rainurés.
13. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
plusieurs guide-fils (7, 8) et disques (1, 4, 4') sont disposés de telle sorte que
chacun des fils (6) soit tordu par le disque central (1) disposé sur l'axe de disque
central (3) ainsi que par au moins deux disques (4, 4') disposés sur des axes de disque
(5, 5') parallèles séparés, et de telle sorte que, vu dans la direction d'avance du
fil, les disques (1, 4, 4') soient disposés les uns derrière les autres en se chevauchant,
en ce qu'un moyen d'entraînement (12) est prévu pour l'entraînement des disques (4, 4'), et
en ce que le moyen d'entraînement (12) est réalisé de telle sorte que le disque central (1)
et les disques (4, 4') soient entraînés en rotation dans le même sens et à la même
vitesse périphérique au niveau de la périphérie extérieure.
14. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
le moyen d'entraînement (12) est formé par une roue d'entraînement (12.1) reliée au
disque central (1) et par une roue de sortie (12.3) prévue sur chaque disque (4, 4'),
la roue d'entraînement (12.1) et une ou deux roues de sortie (12.3) étant accouplées
les unes aux autres à chaque fois au moyen d'une roue intermédiaire (12.2).
15. Ensemble de fausse torsion selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
la roue d'entraînement (12.1) et la roue de sortie (12.3) sont accouplées l'une à
l'autre au moyen d'un entraînement par courroie.
16. Ensemble de fausse torsion selon l'une quelconque des revendications 13 à 15,
caractérisé en ce que
plusieurs disques centraux (1) et disques (4, 4') respectifs sont disposés axialement
les uns derrière les autres sur un même axe.
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