(19)
(11) EP 2 283 471 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.05.2015  Patentblatt  2015/21

(21) Anmeldenummer: 09732973.4

(22) Anmeldetag:  17.04.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07D 1/00(2006.01)
G07D 9/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2009/054616
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/127731 (22.10.2009 Gazette  2009/43)

(54)

SELBSTBEDIENUNGSSYSTEM ZUR EINZAHLUNG UND AUSZAHLUNG VON MÜNZEN

SELF-SERVICE SYSTEM FOR PAYING IN AND WITHDRAWING COINS

SYSTÈME EN LIBRE-SERVICE POUR ENCAISSER ET DÉLIVRER DES PIÈCES DE MONNAIE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 17.04.2008 DE 102008019436

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.02.2011  Patentblatt  2011/07

(73) Patentinhaber: Wincor Nixdorf International GmbH
33106 Paderborn (DE)

(72) Erfinder:
  • WONKA, Helge
    33181 Bad Wünnenberg (DE)
  • EICK, Eckhard
    33106 Paderborn (DE)
  • NEUMANN, Thorsten
    33106 Paderborn (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 583 048
WO-A-2005/104046
US-B1- 6 230 928
WO-A-01/38173
US-A1- 2003 111 395
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Selbstbedienungssystem zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen mit einer Vorrichtung zur Eingabe von Münzen und einer Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen.

    [0002] Aus Selbstbedienungszonen von Banken sind Selbstbedienungsautomaten zur Versorgung mit Münzen und Entsorgung von Münzen bekannt. Die Versorgung von Einzelhändlern mit Münzen (Wechselgeldversorgung) erfolgt durch die Bereitstellung definierter Münzgebinde (z. B. in Form von in Papier eingeschlagenen Münzrollen). Bei der Entsorgung der Tageseinnahmen spielt die Massenmünzeinzahlung eine wichtige Rolle, wobei eine Vielzahl von Münzen beispielsweise über eine trichterförmige Eingabevorrichtung eingeben wird. Derzeit existieren im Selbstbedienungsumfeld für beide Anwendungen separate Systeme, d. h. Massenmünzeinzahlungsautomaten und Münzrollenauszahlungsautomaten. Beide Systeme werden durch die jeweiligen Bankfilialen betrieben. Dabei erfolgt die Entleerung der Massenmünzeinzahlungsautomaten und die Bestückung der Münzrollenauszahlungsautomaten in zwei voneinander vollständig getrennten Prozessen durch Mitarbeiter der Bank oder durch Mitarbeiter von Werttransportunternehmen. Für den Betrieb der beiden voneinander getrennten Systeme fallen jeweils erhebliche Betriebskosten an.

    [0003] Aus dem Dokument WO 01/38173 A1 ist eine Vorrichtung zur Handhabung von Münzen bekannt, bei der eingegebene Münzen zur Wiederausgabe zu Gebinden zusammengefasst werden, wobei hierfür ein Packmechanismus vorgesehen ist, der zwei Folienrollen umfasst. Der Packmechanismus fertigt aus den Folien Münzbeutel, in denen die Münzen aufgenommen sind.

    [0004] Aus dem Dokument WO 2005/104046 A1 ist eine Vorrichtung zur Handhabung von Münzen bekannt, in die Münzen eingegeben werden können und die die eingegebenen Münzen wieder nach ihrer Denomination sortiert ausgibt.

    [0005] Das Dokument EP 1 583 048 A1 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von Wertbeuteln, die ein RFID-Chip zum Aufbringen von Informationen umfasst.

    [0006] Aus dem Dokument US 6,320,928 B1 ist eine Vorrichtung zur Handhabung von Münzen bekannt, mit deren Hilfe Münzrollen ausgegeben werden können.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Selbstbedienungssystem auszugeben, das zur Versorgung mit Münzen und Entsorgung von Münzen geeignet ist.

    [0008] Diese Aufgabe wird durch ein Selbstbedienungssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

    [0009] Durch die Kombination einer Vorrichtung zur Eingabe von Münzen und einer Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen in Form von verpackten Münzgebinden in einem Selbstbedienungssystem wird erreicht, dass für die Versorgung mit Münzen und für die Entsorgung von Münzen nur noch ein Selbstbedienungssystem notwendig ist. Hierdurch werden sowohl die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten gesenkt. Ferner wird der benötigte Bauraum reduziert. Da die eingezahlten Münzen zumindest zum Teil wieder ausgezahlt werden, sind die Zeitabstände, in denen dem Selbstbedienungssystem Münzen durch einen Mitarbeiter der Bank oder eines Werttransportunternehmens zugeführt oder aus dem Selbstbedienungssystem entnommen werden müssen, größer als bei einem reinen Münzeinzahlungsautomaten bzw. einem reinen Münzrollenauszahlungsautomaten.

    [0010] Es ist vorteilhaft, eine Sammel- und Verpackungseinheit vorzusehen, mit deren Hilfe die auszuzahlenden Münzen jeweils erst nach Anforderung durch einen Bediener zu einem Münzgebinde bzw. zu Münzgebinde zusammengestellt und verpackt werden. Es ist besonders verteilhaft, wenn die Anforderung des Bedieners eine Angabe zur Anzahl der Münzen im auszugebenden Münzgebinde und/oder eine Angabe über den Wert der Münzen im Münzgebinde umfasst. Hierdurch wird erreicht, dass der Wert des Münzgebindes und/oder die Zusammenstellung des Münzgebindes durch den Bediener frei oder innerhalb eines voreingestellten Bereichs wählbar sind.

    [0011] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn mit Hilfe der Sammelund Verpackungseinheit aus dem Vorrat der eingezahlten Münzen hinsichtlich der Münzanzahl und der Münzwerte voreingestellte verpackte Münzgebinde gebildet und in einem Münzgebindespeicher gespeichert werden, wobei eines der bzw. die im Münzgebindespeicher gespeicherten Münzgebinde auf Anforderung des Bedieners an diesen ausgegeben werden. Hierdurch wird erreicht, dass die benötigte Zeit für die Ausgabe des durch den Bediener angeforderten Münzgebindes reduziert wird. Es ist besonders vorteilhaft, wenn die voreingestellte Münzanzahl und der voreingestellte Münzwert der vorproduzierten Münzgebinde derart gewählt sind, dass die am häufigsten durch den Bediener angeforderten Münzgebinde gebildet werden.

    [0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind auf der Münzgebindeverpackung des verpackten Münzgebindes die Anzahl, der Wert und die Stücklung der Münzen in dem Münzgebinde als Information vermerkt. Es ist vorteilhaft, eine Druckvorrichtung zum Aufdrucken dieser Informationen auf die Münzgebindeverpackung vorzusehen. Alternativ können Münzgebindeverpackungen mit vorgedruckten Informationen verwendet werden und die Münzen entsprechend den vorgedruckten Informationen in die entsprechende Münzgebindeverpackungen gefüllt werden. Durch diese aufgedruckten Informationen erhält der Benutzer schnell alle notwendigen Informationen über das Münzgebinde, wodurch die Handhabung vereinfacht wird.

    [0013] Die Münzgebinde werden mit Hilfe der Sammel- und Verpackungseinheit vorzugsweise derart verpackt, dass eine spätere Öffnung der Münzgebindeverpackung feststellbar ist. Auf diese Weise können eventuelle Manipulationen einfach und zeitnah festgestellt werden.

    [0014] Als Münzgebindeverpackungen werden vorzugsweise Kunststoffbeutel verwendet. Solche Kunststoffbeutel sind auf einfache Weise herzustellen und lassen sich kostengünstig beschaffen.

    [0015] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in dem Selbstbedienungssystem ein Kunststoffbeutelvorrat bestehend aus einer Vielzahl von untereinander verbundenen auf einer Rolle angeordneten Kunststoffbeuteln vorgesehen. Die Kunststoffbeutel sind zum Einfüllen der Münzen in der Sammel- und Verpackungseinheit von der Kunststoffbeutelrolle abrollbar. Die Sammel- und Verpackungseinheit umfasst eine Verschlusseinheit zum Verschließen der Kuriststoffbeutel nach dem Befüllen mit den Münzen und eine Abtrenneinheit zum Abtrennen der befüllten Kunststoffbeutel von der Kunststoffbeutelrolle. Die Abtrenneinheit umfasst insbesondere ein Schneideelement, mit dem der zuletzt befüllte Kunststoffbeutel von den noch nicht befüllten Kunststoffbeuteln der Kunststoffbeutelrolle abgeschnitten wird. Hierdurch wird erreicht, dass kein Abfall anfällt, wodurch der Wartungsaufwand reduziert und die Umweltfreundlichkeit erhöht werden kann. Durch die Verwendung einer Kunststoffbeutelrolle zur Bevorratung von Kunststoffbeuteln wird eine einfache Handhabung der Kunststoffbeutel, insbesondere ein einfacher Transport der Kunststoffbeutel vom Kunststoffbeutelvorrat in die Sammel- und Verpackungseinheit erreicht. Ferner können so die noch nicht befüllten Kunststoffbeutel einfach dem Selbstbedienungssystem zugeführt werden. Alternativ können die Kunststoffbeutel einzeln im Kunststoffbeutelvorrat bevorratet werden. Ein befüllter Kunststoffbeutel wird vorzugsweise durch Verschweißen verschlossen.

    [0016] Ferner ist vorteilhaft, wenn die Kunststoffbeutel auf der Kunststoffbeutelrolle jeweils mindestens eine auslesbare Markierung für den gesteuerten Transport der Kunststoffbeutel zur Sammel- und Verpackungseinheit aufweisen.

    [0017] Die Sammel- und Verpackungseinheit umfasst vorzugsweise eine Befülleinheit zum Befüllen der Kunststoffbeutel mit den Münzen. Die Befülleinheit wiederum umfasst insbesondere eine Blasdüse zum Öffnen einer Befüllöffnung der Kunststoffbeutel mit Hilfe eines durch die Blasdüse erzeugten Luftstroms und einen Fülltrichter zum Zuführen der Münzen in den Kunststoffbeutel durch die Befüllöffnung. Auf diese Weise wird eine einfache und zuverlässige Zuführung der Münzen in die Kunststoffbeutel erreicht.

    [0018] Die Kunststoffbeutel umfassen jeweils eine Rückseite und eine Vorderseite, wobei die Breite der Rückseite und die Breite der Vorderseite gleich sind und die Höhe der Rückseite größer ist als die Höhe der Vorderseite. Die Rückseite und die Vorderseite sind derart miteinander verbunden, dass durch die Vorderseite und einen Teil der Rückseite ein Aufnahmebereich zur Aufnahme der Münzen gebildet wird. Die Kunststoffbeutel werden insbesondere derart hergestellt, dass eine Folie aus dem Kunststoff, aus dem die Kunststoffbeutel hergestellt sind, von einer Endlosrolle abgerollt und mit ungleicher Schenkellänge übereinander gefaltet wird. Auf diese Weise wird die unterschiedliche Höhe der Vorder- und der Rückseite erreicht. Die Vorder- und Rückseite werden mit einer Verschweißzeile rechtwinklig zur Transportsrichtung der Folie bzw. der Kunststoffbeutel verschweißt. Auf diese Weise wird eine kostengünstige Herstellung der Kunststoffbeutel bzw. der Kunststoffbeutelrolle erreicht.

    [0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Figuren die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.

    [0020] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung eines Selbstbedienungssystems;
    Fig. 2
    eine schematische Darstellung eines Kunststoffbeutels;
    Fig. 3
    eine schematische Darstellung einer eine Vielzahl von Kunststoffbeuteln nach Figur 2 umfassende Kunststoffbeutelrolle;
    Fig. 4
    eine schematische Darstellung des Transports der Kunststoffbeutel im Selbstbedienungssystem; und
    Fig. 5
    eine schematische Darstellung der Befüllung der Kunststoffbeutel mit Münzen.


    [0021] In Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines Selbstbedienungssystems zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen gezeigt. Bei einer Einzahlungstransaktion werden Münzen in ein Eingabefach 12 von einer Bedienperson eingegeben und mit Hilfe einer Münzvereinzelungs- und Zählmaschine 14 geprüft. Die eingezahlten Münzen werden mit Hilfe einer Sortiereinheit 16 in Münzspeicher 18a bis 18d oder in einen Zwischenspeicher 20 befördert. Der Zwischenspeicher 20 wird auch als Escrow bezeichnet. Nach einer Einzahlungsbestätigung durch den Bediener werden die im Zwischenspeicher 20 zwischengespeicherten Münzen in einen Transportbehälter 22 befördert. Die Einzahlungstransaktion ist hiermit abgeschlossen. Im Falle eines Abbruchs der Einzahltransaktion (Storno) werden die Münzen aus dem Zwischenspeicher 20 und den Münzspeicher 18a bis 18d zu einem Rückgabefach 24 befördert und an den Bediener ausgegeben.

    [0022] Bei einer Auszahltransaktion wird eine Anzahl von jeweils aus einer Vielzahl von Münzen gebildeten Münzgebinden ausgezahlt. Hierzu wird die für die Bildung der jeweiligen Münzgebinden notwendige Anzahl von Münzen aus den jeweilgen Münzspeichern 18a bis 18d entnommen und vereinzelt und zu einer Sammel- und Verpackungseinheit 26 zum Sammeln und Verpacken der Münzen zu Münzgebinden transportiert. Hier werden die Münzen in eine Münzgebindeverpackung durch eine Befüllöffnung der Münzgebindeverpackung eingefüllt und die Befüllöffnung revisionssicher zugeschweißt, so dass eventuelle Manipulationen zeitnah und einfach feststellbar sind. Als Münzgebindeverpackungen werden insbesondere Beutel oder Sachets verwendet. Die Beutel sind insbesondere aus Kunststoff gefertigt. Die Beutel werden dann in einem Münzgebindespeicher 28 abgelegt. Aus dem Münzenbindespeicher 28 können die Beutel zur Auszahlung in ein Auszahlfach 30 zur Auszahlung von Münzgebinden transportiert werden. Der Münzgebindespeicher 28 kann Münzgebinde, die nach Anforderung der Bedienperson produziert wurden, direkt zur Auszahlung bringen. Solche auf Anforderung des Bedieners produzierte Münzgebinde werden auch als "on-demand" produzierte Münzgebinde bezeichnet. Alternativ oder zusätzlich wird der Münzgebindespeicher 28 in den Zeiten, in denen das Selbstbedienungssystem 10 nicht von einem Bediener bedient wird (Standby-Zeiten), mit den gängigsten Münzgebinden standortoptimiert vorbefüllt, um diese dann gegebenenfalls ohne Produktionszeit zur Auszahlung zu bringen. Die Münzen, aus denen die Münzgebinde gebildet sind, sind insbesondere Münzen, die zuvor in das Selbstbedienungssystem 10 eingezahlt und in den Münzspeichern 18a bis 18d gespeichert wurden. Werden mehr Münzen in das Selbstbedienungssystem 10 eingezahlt als wieder ausgezahlt werden, so kann der eingezahlte Münzüberschuss in der Transporteinheit 22 von einem Werttransportunternehmen dem Selbstbedienungssystem 10 entnommen werden. Hierzu stehen entweder revisionssichere Kassetten bereit oder die Entsorgung geschieht mit Hilfe von dünnwandigen Transportbehältern, so genannten Safebags.

    [0023] Eine Entleerung der Münzspeicher 18a bis 18d in die Transporteinheit 22 ist ebenfalls möglich. Hierdurch ist eine Leerung des gesamten Münzbestandes durch das Werttransportunternehmen möglich. Da zu erwarten ist, dass die meisten Selbstbedienungssysteme 10 zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen einzahlungslastig sind, d. h. das mehr Münzen eingezahlt als ausgezahlt werden, kann durch die Bereitstellung der Münzenrecyclingfunktion das Werttransportunternehmenentsorgungsintervall verlängert werden. Die Einzahlung von Münzen und die Auszahlung von Münzen durch nur einen Automaten wird als Münzrecyclingfunktion bezeichnet. Das Werttransportunternehmenentsorgungsintervall ist der zeitliche Abstand zwischen Entnahmen der Transporteinheit 22 aus dem Selbstbedienungssystem 10.

    [0024] Vor Beginn der Auszahlungstransaktion wird ein Beutel aus einem Beutelvorrat 32 entnommen und in die Sammel- und Verpackungseinheit 10 transportiert. Die aus den Münzspeichern 18a bis 18d entnommenen Münzen fallen durch die Befüllöffnung des Beutels in einen Aufnahmebereich des Beutels. Anschließend wird der Beutel und somit das Münzgebinde durch Verschweißen revisionssicher verschlossen. Nach diesem Vorgang wird das produzierte Münzgebinde zum Münzgebindezwischenspeicher 28 transportiert. Auf den Beutel sind die Nennfüllwerte bereits aufgedruckt und von außen lesbar. Die mit einem Standarddruck bereits vorbedruckten Beutel werden entsprechend den aufgedruckten Informationen mit den Münzen befüllt. Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist in der Sammel- und Verpackungseinheit 26 eine Druckeinheit zum Bedrucken des Beutels mit einem Individualdruck vorgesehen. In beiden Fällen kann der erzeugte Aufdruck die enthaltene Stücklung, den Münzwert und/oder die Anzahl der Münzen aufweisen.

    [0025] In Figur 2 ist eine schematische Darstellung eines Beutels 40 zur Aufnahme der Münzen gezeigt. Elemente mit gleichem Aufbau oder gleicher Funktion haben dieselben Bezugszeichen.

    [0026] Der Beutel 40 umfasst eine Vorderseite 42 und eine Rückseite 44. Die Breite der Vorderseite 42 und die Breite der Rückseite 44 sind identisch. Die Rückseite 44 des Beutels ist länger ausgeführt als die Vorderseite 42, d. h. die Rückseite 44 hat eine größere Höhe als die Vorderseite 42. Die Vorderseite 42 und die Rückseite 44 sind an den Kannten 48, 50, 52 fest miteinander verbunden, sodass durch die Vorderseite 42 und eine Zeile der Rückseite 44 ein Aufnahmebereich zur Aufnahme der Münzen des Münzgebindes ausgebildet wird.

    [0027] Die Münzen werden dem Aufnahmebereich des Beutels 40 über eine Befüllöffnung 54 in Richtung des Pfeils P1 zugeführt. Der sich aus den unterschiedlichen Höhen der Rückseite 44 und der Vorderseite 42 ergebenen Überstand wird als Transport- und Haltelasche 46 zum Transport und Halten des Beutels 40 genutzt. Eine auf die Transport- und Haltetasche 46 aufgedruckte Marke 56 dient der Steuerung des Transports des Beutels 40. Der Beutel 40 ist vorzugsweise aus bedruckbarem Kunststoff ausgeführt. Der bedruckbare Bereich 58 ist in Figur 2 durch das gestrichelte Rechteck angedeutet.

    [0028] Der Beutelvorrat 32 ist insbesondere in Form einer Beutelrolle ausgebildet. Die Beutelrolle umfasst eine Vielzahl von Beuteln 40, welche endlos zu der Beutelrolle ausgerollt sind.

    [0029] In Figur 3 ist eine schematische Darstellung einer solchen Beutelrolle gezeigt. Die Beutel 60 bis 64 sind seitlich aneinander als Band gefertigt und endlos auf einer Rolle 66 aufrollbar. Trotz der allgemein üblichen Bezeichnung endlos umfasst die Beutelrolle eine endliche Anzahl an Beuteln 60 bis 64. Mehrere seitlich aneinander gefertigte, ein Band bildende Beutel 60 bis 64 werden auch als Endlosbeutel bezeichnet. Die Herstellung solcher Endlosbeutel kann kostengünstig dadurch erfolgen, das eine Folie von einer Rolle abgerollt, mit ungleicher Schenkellänge übereinander gefaltet und mit nur einer Verschweißzeile rechtwinklig zu der Richtung, in der die Folie von der Rolle 66 abgerollt wird, verschweißt wird. Anschließend erfolgt das Aufdrucken der Marken 68 bis 72 auf die Beutel 60 bis 64. Bei der Herstellung von Beuteln 60 bis 64 mit einem Standardaufdruck wird auch dieser auf die Beutel 60 bis 64 aufgedruckt. Anschließend werden die so produzierten Beutel 60 bis 64 auf der Rolle 66 aufgerollt.

    [0030] Zwischen zwei benachbarten Beuteln 60 bis 64 befindet sich jeweils ein Trennbereich 74, 76, in dem ein Trennschnitt zwischen den Beuteln 60 bis 64 gesetzt werden kann. Eine dieser Trennschnitte ist durch die Strichlinie 78 dargestellt und beispielhaft mit dem Bezugszeichen 78 bezeichnet. Die vorgefertigten Beutel 60 bis 64 der Beutelrolle werden anschließend in Transportrichtung P2 von der Rolle 66 abgerollt und der Sammel- und Verpackungseinheit 26 zugeführt. Die befüllten Beutel 60 bis 64 werden nach den Befüllen verschweißt. Die Schweißnaht des Beutels 60 ist durch die Strichpunktlinie 80 dargestellt.

    [0031] Das Einlegen und Einspannen einer neuen Beutelrolle in den Beutelvorrat 32 ist einfach und kann durch einen ungeschulten Operator, insbesondere einem Bankangestellten, durchgeführt werden. Durch den zuvor beschriebenen Herstellungsprozess der Beutel 60 bis 64, insbesondere durch das Trennen zweier benachbarter Beutel 60 bis 64 entlang dem Trennschnitt 78, erfolgt die Herstellung der Beutel 60 bis 64, ohne dass Abfall anfällt.

    [0032] In Figur 4 ist eine schematische Darstellung des Transports eines Endlosbeutels 90 entlang einer Transportstrecke in Transportrichtung P3 gezeigt. Der Endlosbeutel 90 wird in Betrieb des Selbstbedienungssystems 10 von der Rolle 66 abgerollt und zwischen zwei Zahnriemen eines Riemenpaares 92 entlang eines Transportweges zur Sammel- und Verpackungseineinheit 26 transportiert. Dort werden die Beutel 60 bis 64 des Endlosbeutels 90 geöffnet und mit den Münzen befüllt.

    [0033] Das Riemenpaar 92 wird mit Hilfe einer Vielzahl von Rollen 94a bis 94f geführt und angetrieben. Entsprechend der Anordnung der Rollen 94a bis 94f kann der Transportweg eine beliebige Kontur haben.

    [0034] In Figur 5 sind vier Beutel 100 bis 106 während des Befüllens der Beutel 100 bis 106 mit Münzen 108 gezeigt. Die Sammel- und Verpackungseinheit 26 umfasst eine Blasedüse 110 zum Öffnen der Befüllöffnung 112 des Beutels 102 über die Zuführung eines Luftstroms in den Beutel 102. Ferner umfasst die Sammel- und Verpackungseinheit 26 einen Münzeinfülltrichter 114 zum Zuführen der Münzen 108 durch die Befüllöffnung 112 in den Aufnahmebereich des Beutels 102.

    [0035] Der in Transportrichtung P4 vor dem Beutel 102 angeordneten und direkt an diesem Beutel 102 angrenzenden Beutel 104 ist bereits vollständig mit den auszuzahlenden Münzen 116 befüllt. Der Beutel 104 wird in dem Bereich 118 bedruckt und die Füllöffnung 122 des Beutels 104 wird durch Schweißen im Schweißbereich 120 verschlossen. Mit Hilfe eines Trennelements 124 wird der Beutel 104 vom Beutel 102 abgetrennt. Der Beutel 106 ist bereits von den anderen Beuteln 100 bis 104 abgetrennt und durch die Schweißnaht 126 verschweißt.

    [0036] Bei dem Befüllen eines Beutels 102 mit Münzen 108 wird in einem ersten Schritt der in das Riemenpaar 92 eingefädelte Endlosbeutel 90 derart verfahren, dass ein noch nicht befüllter Beutel 102 unter dem Münzeinfülltrichter 114 hängt. Diese Position wird auch als Ausgangsposition bezeichnet. In einem zweiten Schritt wird die Befüllöffnung 112 des Beutels 102 mit Hilfe der Blasdüse 110 über die Zufuhr eines Luftstroms in den Beutel 102 geöffnet. Im nächsten Schritt wird der Münzeinfülltrichter 114 in die Befüllöffnung 112 des Beutels 102 abgesenkt. Die Münzen 108 fallen in den Beutel 102. Im nächsten Schritt transportiert der nicht dargestellte Antrieb den Endlosbeutel eine Position weiter, d. h. der nächste leere Beutel 100 befindet sich unterhalb des Münzeinfülltrichters 114, während dessen der gerade befüllte Beutel 102 in die nächste Position transportiert wird. Im nächsten Schritt wird der Beutel 102 verschweißt und anschließend bedruckt. Anschließend wird der Beutel 102 von der Beutelrolle abgeschnitten und in den Münzgebindespeicher 28 transportiert.

    Bezugszeichenliste



    [0037] 
    10
    Selbstbedienungssystem
    12
    Eingabefach
    14
    Münzvereinzelungs- und Zählmaschine
    16
    Sortiereinheit
    18a bis 18d
    Münzspeicher
    20
    Zwischenspeicher
    22
    Transporteinheit
    24
    Rückgabefach
    26
    Sammel- und Verpackungseinheit
    28
    Münzgebindespeicher
    30
    Ausgabefach
    32
    Beutelvorrat
    40, 60, 62, 64, 100, 102, 104, 106
    Beutel
    42
    Vorderseite
    44
    Rückseite
    46
    Transport- und Haltelasche
    48, 50, 52
    Kante
    54, 112, 122
    Befüllöffnung
    56, 68, 70, 72
    Marke
    58, 118
    Bedruckbereich
    66
    Rolle
    74, 76
    Trennbereich
    78
    Trennlinie
    80, 120
    Schweißbereich
    90
    Endlosbeutel
    92
    Riemenpaar
    94a bis 94d
    Rolle
    108, 116
    Münzen
    110
    Blasdüse
    114
    Münzeinfülltrichter
    124
    Trennelement
    126
    Schweißnaht
    P1 bis P4
    Transportrichtung



    Ansprüche

    1. Selbstbedienungssystem zur Einzahlung und Auszahlung von Münzen,
    mit einer Vorrichtung (12) zur Eingabe von Münzen (108, 116), und
    einer Vorrichtung zur Ausgabe (30) für Münzen (108, 116),
    wobei Mittel vorgesehen sind, welche die auszugebenden Münzen (108, 116) aus dem Vorrat (18a bis 18d) der eingezahlten Münzen (108, 116) in Form eines verpackten Münzgebindes bestehend aus einer Vielzahl von Münzen (108, 116) bereitstellt,
    dadurch gekennzeichnet, dass in dem Selbstbedienungssystem (10) ein Kunststoffbeutelvorrat (32) bestehend zu einer Vielzahl von untereinander verbundenen in Form einer Kunststoffbeutelrolle auf einer Rolle (66) angeordneten Kunststoffbeutel (40) vorgesehen ist, wobei die Kunststoffbeutel (40) zum Einfüllen der Münzen (106, 116) in einer Sammelund Verpackungseinheit (26) von der Kunststoffbeutelrolle abrollbar sind, und wobei die Sammel- und Verpackungseinheit (26) eine Verschlusseinheit zum Verschließen der Kunststoffbeutel (40) nach der Befüllung mit den Münzen (108, 116) und eine Abtrenneinheit (124) zum Abtrennen der befüllten Kunststoffbeutel (40) von der Kunststoffbeutelrolle umfasst.
     
    2. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sammel- und Verpackungseinheit (26) vorgesehen ist, mit deren Hilfe die auszuzahlenden Münzen (108, 116) jeweils erst nach Anforderung durch einen Bediener zu einem Münzgebinde bzw. zu Münzgebinden zusammengestellt und verpackt werden.
     
    3. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anforderungen durch den Bediener eine Angabe zur Anzahl der Münzen (108, 116) im Münzgebinde und/oder eine Angabe über den Wert (z. B. 1-Euro-Münze oder 2-Euro-Münze) der Münzen (108, 116) im Münzgebinde umfasst.
     
    4. Selbstbedienungssystem (10) nach einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Sammel- und Verpackungseinheit (26) aus dem Vorrat (18a bis 18d) der eingezahlten Münzen (108, 116) hinsichtlich der Münzanzahl und der Münzwerte voreingestellte verpackte Münzgebinde gebildet und in einem Münzgebindespeicher (28) gespeichert werden, wobei eines der bzw. die im Münzgebindespeicher (28) gespeicherte Münzgebinde auf Anforderung eines Bedieners zur Auszahlung gebracht werden.
     
    5. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Münzgebindeverpackung (40) des verpackten Münzgebindes die Anzahl, der Wert und gegebenenfalls die Stücklung der Münzen (108, 116) in dem Münzgebinde als Information vermerkt, vorzugsweise aufgedruckt, sind.
     
    6. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckvorrichtung zum Aufdrucken der Informationen auf die Münzgebindeverpackung (40) vorgesehen ist.
     
    7. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Münzgebindeverpackungen (40) mit vorgedruckten Informationen verwendet werden.
     
    8. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammel- und Verpackungseinheit (26) die Münzgebinde derart verpackt, dass eine spätere Öffnung der Münzgebindeverpackung (40) feststellbar ist.
     
    9. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kunststoffbeutel (40) zur Verpackung der Münzgebinde vorgesehen sind.
     
    10. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffbeutel (40) der Kunststoffbeutelrolle jeweils mindestens eine auslesbare Markierung (56, 68 bis 72) für die Steuerung des Transports der Kunststoffbeutel (40) zur Sammel- und Verpackungseinheit (26) aufweisen.
     
    11. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammel- und Verschlusseinheit (26) eine Befülleinheit zum Befüllen der Kunststoffbeutel (40) mit Münzen (108, 116) umfasst.
     
    12. Selbstbedienungssystem (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Befülleinheit eine Blasdüse (110) zum Öffnen der Befüllöffnung (54, 112, 122) des Kunststoffbeutels (40) mittels eines Luftstroms und einen Fülltrichter (114) zum Zuführen der Münzen (108, 116) in den Kunststoffbeutel (40) umfasst.
     
    13. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusseinheit die Befüllöffnung (54, 112, 122) des Kunststoffbeutels (40) verschweißt.
     
    14. Selbstbedienungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kunststoffbeutel (40) eine Rückseite (44) und eine Vorderseite (42) umfasst, wobei die Breite der Rückseite (44) und die Breite der Vorderseite (42) gleich sind und die Höhe der Rückseite (44) größer ist als die Höhe der Vorderseite (42), und wobei die Rückseite (44) und die Vorderseite (42) derart miteinander verbunden sind, dass durch die Vorderseite (42) und einen Teil der Rückseite (44) ein Aufnahmebereich zur Aufnahme der Münzen (108, 116) ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Self-service system for paying in and paying out coins,
    having a device (12) for the input of coins (108, 116), and
    a device for the output (30) of coins (108, 116), means being provided which provides the coins (108, 116) to be output from the stock (18a to 18d) of the paid-in coins (108, 116) in the form of a packed coin package consisting of a multiplicity of coins (108, 116),
    characterized in that, in the self-service system (10), a stock of plastic bags (32) comprising a multiplicity of plastic bags (40) arranged on a roll (66) and connected to one another in the form of a plastic bag roll is provided, wherein the plastic bags (40) can be unrolled from the plastic bag roll in a collecting and packing unit (26) in order to put in the coins (108, 116), and wherein the collecting and packing unit (26) comprises a closing unit for closing the plastic bags (40) after they have been filled with the coins (108, 116), and a severing unit (124) for severing the filled plastic bags (40) from the plastic bag roll.
     
    2. Self-service system (10) according to Claim 1, characterized in that a collecting and packing unit (26) is provided, with the aid of which the coins to be paid out (108, 116) are each assembled and packed to form a coin package or coin packages only when requested by an operator.
     
    3. Self-service system (10) according to Claim 2, characterized in that the requests by the operator comprise a statement relating to the number of coins (108, 116) in the coin package and/or a statement relating to the value (e.g. 1-euro coins or 2-euro coins) of the coins (108, 116) in the coin package.
     
    4. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that, with the aid of the collecting and packing unit (26), packed coin packages preset with regard to the number of coins and the coin values are formed from the stock (18a to 18d) of paid-in coins (108, 116) and are stored in a coin package store (28), one of the coin packages or the coin packages stored in the coin package store (28) being paid out upon request of an operator.
     
    5. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the number, the value and, if appropriate, the denomination of the coins (108, 116) in the coin package are noted as information on the coin package packaging (40) of the packed coin package, preferably printed on.
     
    6. Self-service system (10) according to Claim 5, characterized in that a printing device is provided to print the information onto the coin package packaging (40).
     
    7. Self-service system (10) according to Claim 5, characterized in that coin package packaging (40) with pre-printed information is used.
     
    8. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the collecting and packing unit (26) packs the coin packages in such a way that subsequent opening of the coin package packaging (40) can be detected.
     
    9. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that plastic bags (40) for packing the coin packages are provided.
     
    10. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the plastic bags (40) of the plastic bag roll each have at least one legible marking (56, 68 to 72) for the control of the transport of the plastic bags (40) to the collecting and packing unit (26).
     
    11. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the collecting and closing unit (26) comprises a filling unit for filling the plastic bags (40) with coins (108, 116).
     
    12. Self-service system (10) according to Claim 11, characterized in that the filling unit comprises a blower nozzle (110) for opening the filling opening (54, 112, 122) of the plastic bag (40) by means of an air stream, and a filling hopper (114) for feeding the coins (108, 116) into the plastic bag (40).
     
    13. Self-service system (10) according to one of Claims 10 to 13, characterized in that the closing unit welds the filling opening (54, 112, 122) of the plastic bag (40).
     
    14. Self-service system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that each plastic bag (40) comprises a rear side (44) and a front side (42), wherein the width of the rear side (44) and the width of the front side (42) are equal and the height of the rear side (44) is greater than the height of the front side (42), and wherein the rear side (44) and the front side (42) are connected to each other in such a way that a receiving area for receiving the coins (108, 116) is formed by the front side (42) and part of the rear side (44).
     


    Revendications

    1. Système en libre-service de versement et de retrait de pièces de monnaie,
    comprenant un dispositif (12) pour l'introduction de pièces de monnaie (108, 116), et
    un dispositif pour la délivrance (30) de pièces de monnaie (108, 116),
    des moyens étant prévus, lesquels fournissent les pièces de monnaie à délivrer (108, 116) à partir de la réserve (18a à 18d) des pièces de monnaie versées (108, 116) sous la forme d'un paquet de pièces de monnaie emballé constitué d'une pluralité de pièces de monnaie (108, 116), caractérisé en ce qu'une réserve de sacs en plastique (32) constituée d'une pluralité de sacs en plastique (40) reliés les uns aux autres et disposés sous la forme d'un rouleau de sacs en plastique sur un rouleau (66) est prévue dans le système en libre-service (10), les sacs en plastique (40) pouvant être déroulés du rouleau de sacs en plastique pour le remplissage avec les pièces de monnaie (108, 116) dans une unité de collecte et d'emballage (26), et l'unité de collecte et d'emballage (26) comprenant une unité de fermeture pour la fermeture des sacs en plastique (40) après le remplissage avec les pièces de monnaie (108, 116) et une unité de séparation (124) pour la séparation des sacs en plastique remplis (40) du rouleau de sacs en plastique.
     
    2. Système en libre-service (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une unité de collecte et d'emballage (26) est prévue, à l'aide de laquelle les pièces de monnaie à retirer (108, 116) ne sont respectivement rassemblées et emballées en un paquet de pièces de monnaie ou en paquets de pièces de monnaie qu'à la demande d'un opérateur.
     
    3. Système en libre-service (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que les demandes de l'opérateur comportent une indication quant au nombre des pièces de monnaie (108, 116) dans le paquet de pièces de monnaie et/ou une indication quant à la valeur (par exemple des pièces de monnaie de 1 euro ou des pièces de monnaie de 2 euros) des pièces de monnaie (108, 116) dans le paquet de pièces de monnaie.
     
    4. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'aide de l'unité de collecte et d'emballage (26), des paquets de pièces de monnaie emballés prédéterminés en termes du nombre de pièces de monnaie et des valeurs des pièces de monnaie sont formés à partir de la réserve (18a à 18d) des pièces de monnaie versées (108, 116) et sont stockés dans un réservoir de paquets de pièces de monnaie (28), l'un des paquets de pièces de monnaie ou les paquets de pièces de monnaie stockés dans le réservoir de paquets de pièces de monnaie (28) étant amené(s) pour le retrait à la demande d'un opérateur.
     
    5. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le nombre, la valeur et éventuellement la valeur nominale des pièces de monnaie (108, 116) dans le paquet de pièces de monnaie sont mentionnés, de préférence imprimés, en tant qu'information sur l'emballage de paquet de pièces de monnaie (40) du paquet de pièces de monnaie emballé.
     
    6. Système en libre-service (10) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un dispositif d'impression est prévu pour l'impression des informations sur l'emballage de paquet de pièces de monnaie (40).
     
    7. Système en libre-service (10) selon la revendication 5, caractérisé en ce que des emballages de paquet de pièces de monnaie (40) présentant des informations pré-imprimées sont utilisés.
     
    8. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de collecte et d'emballage (26) emballe les paquets de pièces de monnaie de telle sorte qu'une ouverture ultérieure de l'emballage de paquet de pièces de monnaie (40) puisse être détectée.
     
    9. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des sacs en plastique (40) sont prévus pour l'emballage des paquets de pièces de monnaie.
     
    10. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les sacs en plastique (40) du rouleau de sacs en plastique comprennent respectivement au moins un marquage (56, 68 à 72) pouvant être lu pour la commande du transport des sacs en plastique (40) jusqu'à l'unité de collecte et d'emballage (26).
     
    11. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de collecte et de fermeture (26) comporte une unité de remplissage pour le remplissage des sacs en plastique (40) avec des pièces de monnaie (108, 116).
     
    12. Système en libre-service (10) selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'unité de remplissage comporte une buse de soufflage (110) pour l'ouverture de l'ouverture de remplissage (54, 112, 122) du sac en plastique (40) au moyen d'un flux d'air et un entonnoir de remplissage (114) pour l'introduction des pièces de monnaie (108, 116) dans le sac en plastique (40).
     
    13. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que l'unité de fermeture soude l'ouverture de remplissage (54, 112, 122) du sac en plastique (40).
     
    14. Système en libre-service (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque sac en plastique (40) comporte un côté arrière (44) et un côté avant (42), la largeur du côté arrière (44) et la largeur du côté avant (42) étant identiques et la hauteur du côté arrière (44) étant supérieure à la hauteur du côté avant (42), et le côté arrière (44) et le côté avant (42) étant reliés l'un à l'autre de telle sorte qu'une région de réception pour la réception des pièces de monnaie (108, 116) soit formée par le côté avant (42) et une partie du côté arrière (44).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente