[0001] Die Erfindung betrifft eine mit einem Spülgutauszug, dem eine Etagere für in der
Haushaltsgeschirrspülmaschine anzuordnendes Spülgut zugeordnet ist, die in eine Arbeitsposition
zum Reinigen des Spülguts und in eine Beladeposition zum Beladen und/oder Entladen
der Etagere gebracht werden kann, wobei den Spülgutauszug und die Etagere verbindende
Führungsmittel vorgesehen sind,
[0002] Haushaltsgeschirrspülmaschinen können einen Spülgutauszug aufweisen, der in einem
Spülraum der Haushaltsgeschirrspülmaschine angeordnet ist. An beziehungsweise auf
dem Spülgutauszug kann zu reinigendes Spülgut angeordnet werden. Der Spülgutauszug
ist zum Beladen aus dem Spülraum herausverlagerbar. Zu diesem Zweck kann beispielsweise
ein Schienensystem für den Spülgutauszug vorgesehen sein. Um den für Spülgut verfügbaren
Platz des Spülgutauszugs zu vergrößern, kann eine zusätzliche Etagere vorgesehen sein,
die dem Spülgutauszug zugeordnet ist. Die Etagere ist gegenüber einer Ablageebene
des Spülgutauszugs erhöht angeordnet. Auf diese Weise kann sowohl auf der Etagere
als auch zwischen Ablageebene und Etagere Spülgut angeordnet werden. Um den Bereich
der Ablageebene zu beladen, welcher unterhalb der Etagere liegt, ist es vorteilhaft,
diesen freizugeben, um möglichst einfach Spülgut auf der Ablageebene anordnen zu können.
Daher können die Etageren vom Spülgutauszug abgenommen werden, beispielsweise mittels
einer entkoppelbaren Scharniereinrichtung. Zu diesem Zweck ist ein Scharnierbereich
der Etagere häufig aus einem elastischen Material gefertigt und kann somit auf ein
Gegenelement des Spülgutauszugs aufgedrückt und auch wieder von diesem abgezogen werden.
Ebenso ist es bekannt, dass die Etagere mittels der Scharniereinrichtung hochgeklappt
werden kann. Beide Möglichkeiten erlauben es zwar, den Bereich der Ablageebene des
Spülgutauszugs, der unter der Etagere angeordnet ist, auf einfache Weise zu beladen.
Nach dem Beladen der Ablageebene muss jedoch die Etagere wieder an dem Spülgutauszug
befestigt oder in ihre Beladestellung zurückgeklappt werden. Erst danach kann ein
Beladen der Etagere mit in dem Haushaltsgerät anzuordnendem Spülgut vorgenommen werden.
Zudem muss bei einem Entladen zunächst das Spülgut von der Etagere entfernt werden,
um an das Spülgut zu gelangen, welches auf der Ablageebene angeordnet ist. Es ist
also nicht ohne Weiteres möglich, unmittelbar auf dieses zuzugreifen.
[0003] Es ist somit die Aufgabe der Erfindung, eine Haushaltsgeschirrspülmaschine bereitzustellen,
welche diese Nachteile nicht aufweist, sondern ein einfaches Beladen und Entladen
des Spülgutauszugs als auch der Etagere ermöglicht.
[0004] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Führungsmittel die Ablagefläche der Etagere
während einer Bewegung der Etagere aus der Arbeits- in die Beladeposition und umgekehrt
mit im Wesentlichen gleichbleibender Orientierung halten. Dabei wird unter der gleichbleibender
Orientierung der Etagere verstanden, dass die Ablagefläche der Etagere zur Lagerung
von Spülgut nicht derart verschwenkt wird, dass Winkellagen der Etagere erreicht werden,
die ein ungewolltes Herabfallen von auf der Ablagefläche der Etagere gelagerten Spülguts
zur Folge haben könnten. Ferner werden unter im Wesentlichen Abweichungen im Bereich
üblicher Fertigungstoleranzen verstanden, z. B. bis 5°. Es ist also eine Verlagerung
möglich, ohne das die Ablagefläche der Etagere geneigt wird, was ein Hinabfallen von
Spülgut zur Folge hätte. Dies erlaubt es, dass die Etagere auch in einem mit Spülgut
beladenen Zustand z.B. aus der Arbeitsposition in die Beladeposiion gebracht werden
kann, um anschließend den Raum unterhalb der Etagere mit zu reinigendem Spülgut zu
beladen.
[0005] In einer Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Etagere derart an
dem Spülgutauszug befestigt ist, dass sie um eine vertikale Achse schwenkbar ist.
Die Etagere ist also derart ausgebildet, dass sie den Bereich der Ablageebene des
Spülgutauszugs, welcher im Bereich der Etagere liegt, zum einfachen Beladen und Entladen
freigeben kann. Dazu wird die Etagere vorzugsweise in einen Bereich neben dem Spülgutauszug
verlagert. Das Verlagern erfolgt dabei in der horizontalen Ebene. Zusätzlich kann
auch die Verlagerung um die vertikale Ebene durchgeführt werden, sodass die Verlagerung
sowohl aus der Verlagerung in der horizontalen als auch der vertikalen Ebene besteht.
Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass lediglich die Verlagerung in der vertikalen
Ebene durchgeführt wird, die Etagere also derart angehoben wird, dass ein Beladen
der Ablageebene des Spülgutauszugs einfach möglich ist. Das Verlagern also erfolgt
derart, dass eine Winkelausrichtung der Etagere konstant bleibt. Es soll insbesondere
kein Verkippen um eine horizontale Achse vorliegen. Die Ebene, in welcher die Etagere
oder eine Ablagefläche der Etagere vorliegt soll folglich bei dem Verlagern stets
parallel zu derjenigen Ebene liegen, in welcher die Etagere beziehungsweise die Ablagefläche
vor dem Verlagern vorlag. Etagere und Spülgutauszug müssen bei einer solchen Ausgestaltung
nicht nacheinander beladen beziehungsweise entladen werden, sondern das Spülgut kann
wahlweise auf der Ablageebene des Spülgutauszugs beziehungsweise auf der Etagere in
beliebiger Reihenfolge angeordnet werden. Das Schwenken des Spülgutauszugs um die
vertikale Achse beziehungsweise das Verlagern in der horizontalen und/oder vertikalen
Ebene ist derart vorgesehen, dass es auch zusammen mit dem auf dem Spülgutauszug angeordneten
Spülgut durchgeführt werden kann.
[0006] In einer weiter Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Führungsmittel
als Doppellenker oder Scherengelenk ausgebildet sind. Dabei kann der Doppellenker
zwei Lenkerarme gleicher Länge aufweisen, deren z.B. vertikal oder horizontal verlaufende
Rotationsachsen versetzt zueinander angeordnet sind, wobei beide Lenker mit je einem
Ende mit der Etagere und mit dem je andere Ende an der Spülgutablage drehbar befestigt
sind.
[0007] In einer weiter Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Führungsmittel
als Führungsschienen oder Kulissenführungen ausgebildet sind. Das Schwenken und/oder
Verlagern der Etagere kann dabei manuell - also durch einen Krafteinfluss eines Benutzers
der Haushaltsgeschirrspülmaschine - oder automatisch - beispielsweise bewirkt durch
Federkraft - durchgeführt werden.
[0008] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Projektionsfläche der Ablagefläche
der Etagere auf der Ablageebene des Spülgutauszugs wenigstens teilweise außerhalb
der Ablageebene liegt, d. h. in dieser Position überragt die Etagere in einer Erstreckungsrichtung
den Spülgutauszug.
[0009] Ferner kann vorgesehen sein, dass bei in der Beladepostion befindlichen Etagere eine
Einschubbewegung des Spülgutauszugs in den Spülraum durch die Etagere verhindert ist.
Dies ist der Fall, wenn die Etagere in Bezug zum Spülgutauszug in eine Richtung senkrecht
zur Einschubrichtung verlagert wurde, ohne dass der Höhenabstand zwischen Ablageebene
und Ablagefläche verändert wurde. In der Arbeitsposition ist die Etagere derart angeordnet,
dass der Spülgutauszug in den Spülraum der Haushaltsgeschirrspülmaschine eingebracht
beziehungsweise der Spülvorgang der Haushaltsgeschirrspülmaschine durchgeführt werden
kann. Dagegen befindet sich die Beladeposition zumindest bereichsweise seitlich neben
dem Spülgutauszug. In der Beladeposition ist der Spülgutauszug beziehungsweise die
Ablageebene des Spülgutauszugs im Wesentlichen freigegeben, sodass ein einfaches Beladen
des Spülgutauszugs erfolgen kann. Die Beladeposition muss jedoch nicht zum Freigeben
der vollständigen Ablageebene des Spülgutauszugs ausgebildet sein. Um die Etagere
von der Arbeitsposition in die Beladeposition und umgekehrt zu bringen, ist das Schwenken
und/oder Verlagern der Etagere vorgesehen.
[0010] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Schwenken und/oder Verlagern
der Etagere manuell bewirkbar und/oder ein automatisches Schwenken und/oder Verlagern
bei einer Betätigung des Spülgutauszugs vorgesehen ist. Das Freigeben des Spülgutauszugs
kann also durch einen Krafteinfluss des Benutzers der Haushaltsgeschirrspülmaschine
durchgeführt werden. Dabei muss der Benutzer auf die Etagere eine Kraft derart aufbringen,
dass diese in die Beladeposition verschwenkt beziehungsweise verlagert wird. Alternativ
kann auch das automatische Schwenken und/oder Verlagern vorgesehen sein. Beispielsweise
kann die Etagere bei einem Herausziehen des Spülgutauszugs aus dem Spülraum der Haushaltsgeschirrspülmaschine
durch Federkraft aus der Arbeitsposition in die Beladeposition verschwenkt beziehungsweise
verlagert werden. Bei einem Einschieben des Spülgutauszugs in den Spülraum kann beispielsweise
die Etagere mit einem Bereich der Haushaltsgeschirrspülmaschine zusammenwirken, um
die Etagere wieder in die Arbeitsposition zurückzuverlagern beziehungsweise zu verschwenken.
Auch eine Kombination des manuellen und automatischen Schwenken und/oder Verlagern
ist möglich. Beispielsweise kann das automatische Schwenken/Verlagern bei einem Ausziehen
des Spülgutauszugs aus dem Spülraum vorgesehen sein und das manuelle Schwenken/Verlagern
der Etagere notwendig sein, bevor der Spülgutauszug wieder in den Spülraum zurückgeschoben
werden kann.
[0011] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht eine Sperrvorrichtung zum Verhindern der Betätigung
des Spülgutauszugs, wenn sich die Etagere nicht in der Arbeitsposition befindet, vor.
Der Spülgutauszug ist also blockiert beziehungsweise in seiner Position gehalten,
solange die Etagere nicht in der Arbeitsposition, sondern beispielsweise in der Beladeposition
vorliegt. Dies kann insbesondere dazu vorgesehen sein, ein Einschieben des Spülgutauszugs
in den Spülraum der Haushaltsgeschirrspülmaschine zu verhindern, solange sich die
Spülgutablage nicht in der Arbeitsposition befindet, womit ein Einschieben des Spülgutauszugs
in den Spülraum zumindest eine Beschädigung des auf der Etagere angeordneten Spülguts
oder gar der Etagere selbst zur Folge hätte. Beispielsweise kann die Etagere derart
ausgebildet sein, dass sie in ihrer Beladeposition bereichsweise mit einem Bereich
der Haushaltsgeschirrspülmaschine in Kontakt kommt, sobald der Spülgutauszug in den
Spülraum hineinverlagert werden soll. Auf diese Weise wird die Betätigung des Spülgutauszugs,
also das Hineinverlagern in den Spülraum, durch die Etagere selbst verhindert. Die
Sperrvorrichtung ist also Bestandteil der Etagere beziehungsweise ist von dieser ausgebildet.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Sperrvorrichtung an einer Führungsschiene
des Spülgutauszugs vorgesehen ist und/oder mit dieser zusammenwirkt. Im Gegensatz
zu der bereits beschriebenen Vorgehensweise kann auch über die Führungsschiene die
Betätigung des Spülgutauszugs verhindert werden. Zu diesem Zweck ist die Sperrvorrichtung
an dieser vorgesehen beziehungsweise wirkt mit ihr zusammen. Die Sperrvorrichtung
wird aktiviert, sobald die Etagere aus der Arbeitsposition herausverlagert beziehungsweise
verschwenkt wird. Dabei kann beispielsweise der Spülgutauszug an der Führungsschiene
festgesetzt werden oder alternativ eine Bewegung der Führungsschiene verhindert werden.
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Etagere eine Ablagefläche, insbesondere
für Küchenutensilien, Besteck und/oder Gefäße, aufweist. An der Etagere ist also die
Ablagefläche vorgesehen, auf welcher das Spülgut angeordnet werden kann. Die Ablagefläche
kann eine spezielle Ausgestaltung aufweisen, die beispielsweise für Küchenutensilien,
Besteck, Gefäße oder dergleichen optimiert ist und auf diese angepasste Haltemittel
aufweist.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform können in der Arbeitsposition der Etagere die Ablageebene
des Spülgutauszugs wenigstens in dem Abschnitt unterhalb der Ablagefläche der Etagere
und die Ablagefläche der Etagere in der Arbeitsposition im Wesentlichen parallel zueinander
sein, wobei unter im Wesentlichen Abweichungen von +/- 15° verstanden werden, sodass
die Führungsmittel die Ablagefläche der Etagere während einer Bewegung der Etagere
aus der Arbeits- in die Beladeposition und umgekehrt im Wesentlichen parallel zu dem
Abschnitt der Ablageebene des Spülgutauszugs halten. Dabei kann der Abschnitt der
Ablageebene des Spülgutauszug geneigt ausgebildet sein, z.B. mit bis 20° gegenüber
der horizontalen, um eine schräge Aufstellfläche für Gläser oder Tassen zu bilden,
die üblicherweise auf den Kopf stehend im Spülgutauszug angeordnet werden.
[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Haushaltsgeschirrspülmaschine mit einem Spülgutauszug,
dem eine Etagere zugeordnet ist,
- Figur 2a
- eine Frontansicht des Spülgutauszugs, wobei die Etagere in einer Arbeitsposition angeordnet
ist,
- Figur 2b
- den Spülgutauszug mit der Etagere, wobei diese in einer horizontalen Ebene in eine
Beladeposition verlagert ist, und
- Figur 3
- eine Ansicht des Spülgutauszugs von oben, wobei zwei verschiedene Ausführungsformen
der Etagere dargestellt sind, wobei eine der Etageren um eine vertikale Achse schwenkbar
und die weitere Etagere in der horizontalen Ebene verlagerbar ist.
[0016] Die Figur 1 zeigt einen Bereich einer Haushaltsgeschirrspülmaschine 1, wobei ein
Gehäuse 2 mit einem davon eingeschlossenen Spülraum 3 bereichsweise dargestellt ist.
In dem Spülraum 3 ist ein Spülgutauszug 4 mittels zweier Führungsschienen 5 und 6
derart befestigt, dass er aus dem Spülraum 3 heraus in die in Figur 1 dargestellte
Position verlagert werden kann. Zum Durchführen eines Spülvorgangs der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 ist der Spülgutauszug 4 vollständig in dem Spülraum 3 angeordnet, während zum Beladen
des Spülgutauszugs 4 mit Spülgut dieser in die dargestellte Position gebracht wird.
Beim Beladen des Spülgutauszugs 4 wird Spülgut auf einer Ablageebene 7 beziehungsweise
Ablagefläche angeordnet. Nachfolgend wird der Spülgutauszug 4 zusammen mit dem Spülgut
in den Spülraum 3 zum Durchführen des Spülvorgangs eingebracht. Um die für die Anordnung
von Spülgut zur Verfügung stehende Fläche des Spülgutauszugs 4 zu erhöhen, ist eine
Etagere 8 vorgesehen. Diese ist dem Spülgutauszug 4 zugeordnet und weist eine Ablagefläche
9 auf, die zusätzlich zur Anordnung von zu spülendem Spülgut verwendet werden kann.
Die Etagere 8 befindet sich in der Darstellung der Figur 1 in einer Beladeposition,
die zumindest bereichsweise seitlich neben dem Spülgutauszug 4 angeordnet ist. Eine
Arbeitsposition (nicht dargestellt) liegt dagegen vor, wenn die Etagere 8 derart verlagert
ist, dass ein Einschieben des Spülgutauszugs 4 in den Spülraum 3 der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 möglich ist. Dies ist in dem abgebildeten Zustand nicht möglich, da hier bei einem
Einschieben des Spülgutauszugs 4 in den Spülraum 3 ein Bereich 10 der Etagere 8 mit
einem Abstützbereich 11 des Gehäuses 2 zusammenwirken und ein Einschieben des Spülgutauszugs
4 in den Spülraum 3 verhindern würde. Um das Beladen eines Bereichs 12 der Ablageebene
7 des Spülgutauszugs 4 einfach zu ermöglichen, ist die Etagere 8 zwischen der Arbeitsposition
und der Beladeposition schwenkbar und/oder verlagerbar, d.h. entlang einer Achse verschiebt
werden kann
[0017] Alternativ kann auch eine Sperrvorrichtung (nicht dargestellt) vorgesehen sein, die
das Einschieben des Spülgutauszugs 4 in den Spülraum 3 verhindert, wenn sich die Etagere
8 nicht in der Arbeitsposition befindet. Die Sperrvorrichtung kann an einer oder beiden
der Führungsschienen 5 und 6 vorgesehen sein beziehungsweise mit diesen zusammenwirken.
Dabei kann ein Rastmechanismus vorgesehen sein, der den Spülgutauszug 4 bezüglich
der Führungsschienen 5 und 6 festsetzt, wenn die Sperrvorrichtung durch das Vorliegen
der Gutablage 8 in der Beladeposition aktiv ist.
[0018] In dem in der Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 ist lediglich eine Etagere 8 an dem Spülgutauszug 4 vorgesehen. Dies ist jedoch
rein beispielhaft zu verstehen. Es können auch mehrere Etageren 8 an dem Spülgutauszug
4 befestigt sein.
[0019] In den Figuren 2a und 2b ist eine Ausführungsform der Etagere 8 beschrieben, welche
in einer horizontalen Ebene 13 verlagerbar ist. Das bedeutet, dass die Etagere 8 in
der Ebene 13 oder zumindest parallel zu ihr in Bezug auf den Spülgutauszug 4 verlagert
werden kann. Zu diesem Zweck ist eine Verlagerungseinrichtung (nicht dargestellt)
vorgesehen, die beispielsweise einen Gelenkmechanismus aufweist. Alternativ ist es
auch möglich, das Verlagern in der horizontalen Ebene mit einem Verlagern in einer
vertikalen Ebene zu kombinieren. Dabei kann in beliebiger Reihenfolge das horizontale
und vertikale Verlagern in der jeweiligen Ebene durchgeführt werden. Möglich ist auch
ein gleichzeitiges Verlagern in der horizontalen beziehungsweise vertikalen Ebene.
Wichtig ist dabei lediglich, dass während des Verlagerns die Etagere 8 beziehungsweise
die Ablagefläche 9 stets so angeordnet ist, dass ein Herunterfallen von Spülgut nicht
möglich ist, die Etagere 8 beziehungsweise ihre Ablagefläche 9 also stets parallel
zu der Ebene 13 angeordnet ist.
[0020] Die Figur 3 zeigt die Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 mit dem Spülgutauszug 4, wobei
die Etagere 8 und eine weitere Etagere 14 vorgesehen sind, die unterschiedliche Ausführungsformen
darstellen. Das Vorliegen der unterschiedlichen Ausführungsformen der Etagere 8 beziehungsweise
14 ist rein beispielhaft zu verstehen. Der Spülgutauszug 4 kann entweder zwei Etageren
8 oder alternativ zwei Etageren 14 aufweisen. Die Etagere 8 ist, wie bereits vorstehend
beschrieben, in der horizontalen Eben 13 verlagerbar. Mit einer strichpunktierten
Linie 15 ist die Arbeitsposition der Etagere 8 angedeutet, während diese in der Beladeposition
dargestellt ist, die sich seitlich neben dem Spülgutauszug 4 befindet. Beim Verlagern
in der horizontalen Ebene 13 von der Arbeitsposition zu der Beladeposition wird also
die Etagere 8 in Richtung des Pfeils 16 bewegt. Alternativ kann die weitere Ausführungsform
der Etagere 14 vorgesehen sein. Diese ist um eine vertikale Achse 17 schwenkbar gelagert.
Dabei ist die Lagerung in einem hinteren Bereich des Spülgutauszugs 4 vorgesehen.
Die Arbeitsposition der Etagere 14 ist durch die Linie 18 angedeutet, ein Verschwenken
von der Arbeitsposition in die Beladeposition ist durch den Pfeil 19 symbolisiert.
[0021] Beiden Etageren 8 und 14 ist gemeinsam, dass sie den Bereich 12 der Ablageebene 7,
welcher sich in der Arbeitsposition der Etagere 8 und 14 unter diesen befindet, in
der Beladeposition zumindest bereichsweise freigeben. Auf diese Weise ist ein einfaches
Beladen sowohl dieses Bereichs 12 als auch der Etageren 8 und 14 möglich, ohne diese
etwa von dem Spülgutauszug 4 abnehmen zu müssen. Das Schwenken beziehungsweise Verlagern
der Etageren 8 und 14 kann manuell bewirkbar oder automatisch vorgesehen sein. Dabei
soll insbesondere das Schwenken beziehungsweise Verlagern in die Beladeposition automatisch
ablaufen, beispielsweise mittels Federkraft. Bei der Etagere 14 ist zusätzlich auch
ein automatisches Verschwenken von der Beladeposition in die Arbeitsposition möglich,
da bei einem Einschieben des Spülgutauszugs 4 in den Spülraum 3 der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 eine Gleitfläche 20 der Etagere 14 in Kontakt mit dem Gehäuse 2 tritt und auf diese
Weise ein Drehmoment um die Achse 17 erzeugt, das ein Verschwenken der Etagere 14
in die Arbeitsposition bewirkt. Dieses Drehmoment wirkt dann beispielsweise entgegen
der Federkraft der Feder, sodass diese für das nächste Ausziehen des Spülgutauszugs
4 aus dem Spülraum 3 vorgespannt wird.
[0022] Bisher aus dem Stand der Technik bekannte Lösungen für die Etageren 8 beziehungsweise
14 zeigen lediglich ein Verschwenken der Etageren 8 beziehungsweise 14 nach oben.
Dazu muss notwendigerweise ausreichend Platz zur Verfügung stehen. In einer normalen
Einbausituation der Haushaltsgeschirrspülmaschine sind Räume seitlich des Spülgutauszugs
4 üblicherweise frei, sodass das vorstehend beschriebene Verschwenken beziehungsweise
Verlagern in der horizontalen Ebene auf einfache Weise möglich ist. Auch kann das
Verschwenken beziehungsweise Verlagern erfolgen, während Spülgut auf den Etageren
8 beziehungsweise 14 angeordnet ist. Wie bereits vorstehend beschrieben, kann das
Verschwenken beziehungsweise Verlagern der Etageren 8 und 14 manuell oder automatisch
erfolgen. Möglich ist es auch, dass das automatische Verschwenken beziehungsweise
Verlagern erst erfolgt, nachdem es manuell durch einen Benutzer der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 ausgelöst wurde.
1. Haushaltsgeschirrspülmaschine (1) mit einem Spülgutauszug (4), dem eine Etagere (8,
14) für in der Haushaltsgeschirrspülmaschine (1) anzuordnendes Spülgut zugeordnet
ist, die in eine Arbeitsposition zum Reinigen des Spülguts und in eine Beladeposition
zum Beladen und/oder Entladen der Etagere (8, 14) gebracht werden kann, wobei den
Spülgutauszug (4) und die Etagere (8, 14) verbindende Führungsmittel vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel die Ablagefläche (9) der Etagere (8,14) während einer Bewegung
der Etagere (8, 14) aus der Arbeits- in die Beladeposition und umgekehrt mit im Wesentlichen
gleichbleibender Orientierung halten.
2. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach Anspruch 1, durch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel eine in der Gebrauchsposition der Haushaltsgeschirrspülmaschine
vertikal verlaufende Achse (17) aufweisen.
3. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach Anspruch 1, durch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel als Doppellenker oder Scherengelenk ausgebildet sind.
4. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach Anspruch 1, durch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel als Führungsschienen oder Kulissenführungen ausgebildet sind
5. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, durch gekennzeichnet, dass in der Beladeposition die Projektionsfläche der Ablagefläche (9) auf der Ablageebene
(7) wenigstens teilweise außerhalb der Ablageebene (7) liegt.
6. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, durch gekennzeichnet, dass bei in der Beladeposition befindlichern Etagere (8, 14) eine Einschubbewegung des
Spülgutauszugs (4) in den Spülraum (3) durch die Etagere (8,14) verhindert ist.
7. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung der Etagere (8, 14) aus der Arbeits- in die Beladeposition und/oder
umgekehrt manuell bewirkbar und/oder ein automatisches Bewegen bei einer Betätigung
des Spülgutauszugs (4) vorgesehen ist.
8. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sperrvorrichtung zum Verhindern der Betätigung des Spülgutauszugs (4), wenn
sich die Etagere (8, 14) nicht in der Arbeitsposition befindet.
9. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung an einer Führungsschiene (5,6) des Spülgutauszugs (4) vorgesehen
ist und/oder mit dieser zusammenwirkt.
10. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablagefläche (9) zur Lagerung von Küchenutensilien, Besteck und/oder Gefäße ausgebildet
ist.
11. Haushaltsgeschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Arbeitsposition der Etagere (8, 14) die Ablageebene (7) des Spülgutauszugs
(4) wenigstens in dem Abschnitt unterhalb der Ablagefläche (9) der Etagere (8, 14)
und die Ablagefläche (9) der Etagere (8, 14) in der Arbeitsposition im Wesentlichen
parallel sind, wobei die Führungsmittel die Ablagefläche (9) der Etagere (8, 14) während
der Bewegung der Etagere (8, 14) aus der Arbeits- in die Beladeposition und umgekehrt
im Wesentlichen parallel zu dem Abschnitt der Ablageebene (7) des Spülgutauszugs (4)
halten.