[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transportieren von
Gegenständen, insbesondere von Postsendungen, an von Bildmustern abhängende Zielpunkte.
[0002] Häufig wird eine große Anzahl gleichartiger Gegenstände, z. B. viele Exemplare einer
Zeitschriftenausgabe, auf dem Postweg an die jeweiligen Empfänger verschickt. In der
Regel können einige dieser Postsendungen nicht an den Empfänger zugestellt werden,
weil die Empfängeradresse auf der Postsendung nicht mehr gültig ist. Solche Postsendungen
sollen oft an den Absender zurückgesandt werden. Das Problem tritt auf, dass die Absenderadresse
auf der Postsendung gar nicht von außen lesbar ist oder jedenfalls schwieriger lesbar
ist als die Empfängeradresse.
[0003] In
DE 19836767 C1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Postsendungen, die an
den jeweiligen Absender zurückzuschicken sind, beschrieben. Beispielsweise stellt
ein Zusteller fest, dass ein als Postsendung transportierter Katalog nicht an denjenigen
Empfänger zugestellt werden kann, der auf der Postsendung angegeben ist, und versieht
die Postsendung mit einem Rücksendevermerk. Diese Postsendung durchläuft erneut einen
Sortierprozess. Ein Abbild von jeder zurückzusendenden Postsendung wird erzeugt. Diese
Abbilder enthalten Bereiche mit Abbildern von Absenderadressen. Ähnlichkeiten derjenigen
Bereiche in den Abbildern, die Absenderadressen zeigen, werden ermittelt. Diejenigen
Abbilder, die zureichend ähnlich sind, werden als Abbilder von Postsendungen behandelt,
die alle an denselben Absender zurückzutransportieren sind. In einer Videocodierstation
liest ein Bearbeiter die Absenderangaben in einem dieser Abbilder und gibt sie in
ein Datenerfassungsgerät ein. Alle Postsendungen mit gleichartigen Absender-Abbildern
werden an diesen einen erkannten Absender zurückgesandt.
[0004] In
DE 102006059525 B3 wird ein Verfahren beschrieben, um den Transport von Postsendungen zu überprüfen.
Festgestellt wird, ob eine Postsendung, die zweimal eine Sortieranlage durchläuft,
beim zweiten Durchlauf korrekt wiedererkannt wird, ohne dass eine eindeutige Kennung
auf die Postsendung aufgedruckt wird.
[0005] In
DE 102007038186 B4 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem ein Versender eine Menge mit vielen gleichartigen
Postsendungen ein Abbild einer Oberfläche dieser gleichartigen Postsendungen an einen
Transporteur sendet. Diese Postsendungen werden gemeinsam mit anderen Postsendungen
in einer Sortieranlage sortiert. Unter Verwendung des Abbilds wird entschieden, ob
eine zu sortierende Postsendung zu dieser Menge gehört oder nicht.
[0006] In
EP 1622065 B1 und
AU 2005203141 A1 wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem Postsendungen identifiziert werden, die
an den gleichen Empfänger zu senden sind.
[0007] In
US 20080008376 A1 wird ein Verfahren beschrieben, um einen Freimachungsvermerk ("postal indicia") auf
dem Briefumschlag einer Postsendung zu identifizieren. Eine "region of interest" wird
identifiziert, und in dieser "region of interest" wird mindestens ein Kandidat gefunden.
Von jedem Kandidat wird ein Satz von Merkmalswerten berechnet, wofür ein Abbild des
Umschlags erzeugt und ausgewertet wird. Jeder Kandidat wird mit Hilfe dieser Merkmalswerte
klassifiziert.
[0008] In
US 20070239848 A1 wird ein Verfahren beschrieben, um ein Abbild einer Postsendung zu skalieren ("to
normalize"). Hierfür werden zwei Abbilder der Postsendung erzeugt. Neben die Postsendung
wird jedes Mal ein Logo positioniert. Das Abbild des Logos wird zum Skalieren des
Abbilds verwendet.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Transportieren von Gegenständen zu Zielpunkten bereitzustellen, bei der Bildmuster
auf den Gegenständen beim Transport ausgewertet werden, wobei die Notwendigkeit vermieden
wird, manuell rechnerverfügbare Beschreibungen von Bildmustern einzugeben.
[0010] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0011] Die lösungsgemäße Vorrichtung umfasst
- eine Klassifizierungs-Vorrichtung,
- eine Sortieranlage und
- einen Bildmuster-Datenspeicher.
[0012] Die Klassifizierungs-Vorrichtung weist ein Bildaufnahmegerät und einen Gruppierer
auf. Die Sortieranlage weist ebenfalls ein Bildaufnahmegerät sowie einen Bildmuster-Erkenner
auf.
[0013] Lösungsgemäß werden zunächst eine Trainingsphase und anschließend eine Sortierphase
durchgeführt. Die Sortieranlage wird mindestens in der Sortierphase verwendet.
[0014] In der Trainingsphase wird eine vorgegebene Stichprobe mit zu transportierenden Gegenständen
verwendet. Folgende Schritte werden lösungsgemäß in der Trainingsphase durchgeführt:
[0015] Die zu transportierenden Gegenständen der Stichprobe durchlaufen die Klassifizierungs-Vorrichtung.
[0016] Das Bildaufnahmegerät erzeugt von jedem Gegenstand der Stichprobe jeweils mindestens
ein Abbild.
[0017] Der Gruppierer stellt automatisch fest, welche verschiedenen Bildmuster auf jeweils
mindestens einem Gegenstand der Stichprobe dargestellt werden. Hierbei wendet der
Gruppierer eines Clustering-Verfahrens auf die Abbilder der Stichprobe an.
[0018] Die dergestalt ermittelten Bildmuster werden in dem Bildmuster-Datenspeicher abgespeichert.
[0019] In der Sortierphase werden lösungsgemäß für jeden zu transportierenden Gegenstand
die folgenden Schritte durchgeführt:
- Der zu transportierende Gegenstand durchläuft die Sortieranlage.
- Das Bildaufnahmegerät erzeugt von dem zu transportierenden Gegenstand mindestens ein
Abbild.
- Der Bildmuster-Erkenner stellt automatisch fest, ob auf dem Gegenstand ein Bildmuster
dargestellt wird, das in dem Bildmuster-Datenspeicher abgespeichert ist, und wenn
ja welches. Hierfür wertet der Bildmuster-Erkenner das Abbild des Gegenstands aus.
- die Sortieranlage ermittelt dann, wenn auf dem Gegenstand ein abgespeichertes Bildmuster
dargestellt wird, unter Verwendung des Bildmusters einen Zielpunkt, an den dieser
Gegenstand zu transportieren ist.
- die Sortieranlage löst einen Transport des Gegenstands zu diesem Zielpunkt aus.
[0020] Die Erfindung spart die Notwendigkeit ein, dass in einer Trainingsphase ein Bearbeiter
rechnerverfügbare Beschreibungen von Bildmustern verfügbar macht, so dass die Sortieranlage
diese Bildmuster für die Sortierphase verwenden kann. Dies ist insbesondere dann von
Vorteil, wenn laufend neue Bildmuster auf Gegenständen hinzukommen, so dass eine Trainingsphase
mit manueller Eingabe stets zu spät kommen würde.
[0021] Die Erfindung spart weiterhin die Notwendigkeit ein, dass ein Versender von Gegenständen
eine rechnerverfügbare Beschreibung eines Bildmusters an die Sortieranlage übermittelt.
Es genügt, dass der Versender - oder ein Dritter - Gegenstände mit dem Bildmuster
zur Verfügung stellt.
[0022] Vorzugsweise wird die Sortieranlage auch für die Trainingsphase verwendet. Dadurch
lassen sich Bestandteile der Sortieranlage, z. B. das Bildaufnahmegerät, in beiden
Phasen verwenden.
[0023] Vorzugsweise wird das Clustering-Verfahren so durchgeführt, dass Gruppen von Abbildern
gebildet werden, wobei jede Gruppe mindestens zwei Abbilder umfasst, die das gleiche
Bildmuster zeigen. Möglich ist auch, eine Mindestanzahl von Abbildern pro Clustern
festzulegen, die deutlich größer als 2 ist.
[0024] Vorzugsweise werden mehrere Bild-Merkmale vorgegeben. Durch Auswertung eines Abbilds
wird ermittelt, welchen Wert jedes Merkmal für dieses Abbild annimmt. Dadurch wird
ein Merkmalswerte-Vektor für das Abbild erzeugt. Im Bildmuster-Datenspeicher werden
charakteristische Merkmalswerte-Vektoren für die Bildmuster abgespeichert. In der
Sortierphase wird für jeden zu transportierenden Gegenstand jeweils ein MerkmalswerteVektor
erzeugt und mit den abgespeicherten Merkmalswerte-Vektoren verglichen. Dadurch lässt
sich besonders schnell entscheiden, ob und wenn ja welches Bildmuster auf dem Gegenstand
dargestellt ist.
[0025] Das lösungsgemäße Verfahren und die lösungsgemäße Vorrichtung lassen sich z. B. für
den Transport von flachen Postsendungen, Paketen, Frachtstücken, Gepäckstücken oder
Werkstücken in einer Fertigung verwenden.
[0026] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei
veranschaulichen:
- Fig. 1
- den ersten Durchlauf von Postsendungen durch eine Sortieranlage, wobei Bildmuster
per Clustering er- kannt werden;
- Fig. 2
- den zweiten Durchlauf von Postsendungen durch die Sortieranlage von Fig. 1, wobei
die Erkennungsergeb- nisse aus dem ersten Durchlauf angewendet werden;
[0027] Im Ausführungsbeispiel wird das Verfahren angewendet, um Bildmuster auf Postsendungen
zu erkennen. Die Postsendungen sind beispielsweise Exemplare einer Ausgabe einer Zeitschrift
oder eines Katalogs, die auf dem Postweg versandt werden. Die Postsendungen können
flach sein oder auch Pakete oder Frachtstücke sein. Binnen weniger Tage soll ein Post-Dienstleister
viele gleichartige Exemplare zusammen mit anderen Postsendungen an ihre jeweiligen
Empfänger zuzusenden.
[0028] Die Bildmuster sind z. B. Logos oder Embleme, mit denen Absender ihre Postsendungen
versehen. Das Bildmuster kennzeichnet den Absender und ist z. B. eine geschützte Bildmarke.
Natürlich kann das Bildmuster Buchstaben einer natürlichen Sprache oder andere Zeichen
enthalten.
[0029] Das Bildmuster auf einer Postsendung soll insbesondere dann erkannt werden, wenn
die Postsendung nicht an denjenigen Empfänger zugestellt werden kann, dessen Postadresse
auf der Postsendung angegeben ist. Beispielsweise ist der der Empfänger unbekannt
verzogen. Oder der Empfänger ist zwar umgezogen und hat seine neue Adresse dem Post-Dienstleister
mitgeteilt. Jedoch soll die Postsendung aufgrund einer Vorausverfügung ("endorsement")
des Absenders nicht an die neue Adresse nachgesandt werden. Vielmehr soll entweder
die Postsendung vernichtet werden, und eine Benachrichtigung über die Nichtzustellung
der Postsendung soll an den Absender übermittelt werden ("sender notification"). Oder
die Postsendung versehen mit einer Information über die neue Adresse soll an den Absender
zurückgesandt werden. Möglich ist, dass die Postsendung mit einer Vorausverfügung
("endorsement") versehen ist, die festlegt, was mit der Postsendung geschehen soll,
wenn die Postsendung nicht an diejenige Adresse gesandt werden kann, die auf der Postsendung
angegeben ist.
[0030] In den gerade beschriebenen Fällen ist es erforderlich, die Absenderadresse zu ermitteln.
Falls ein Bildmuster des Absenders auf der Postsendung erkannt werden kann, so wird
es erleichtert, die zurückzusendenden Postsendungen nach den jeweiligen Absendern
zu sortieren. Beispielsweise sind in einer Bildmuster-Adressen-Datenbank des Post-Dienstleisters
die Adressen und Bildmuster von registrierten Absendern abgespeichert. Möglich ist
auch, ein Verfahren durchzuführen, wie es in
DE 19836767 C1 beschrieben ist. Erkannt werden diejenigen Postsendungen, die mit je einer Darstellung
derselben Postsendung versehen sind. Die Zustelladresse desjenigen Versenders, der
Postsendungen mit dieser Bildmarke versehen hat, wird ermittelt, wofür ein Abbild
einer Postsendung mit dieser Bildmarke ausgewertet wird. Die Zustelladresse des Absenders
wird z. B. automatisch per Zeichenerkennung ("Optical Character Recognition", OCR)
oder manuell per Videocodierung ermittelt.
[0031] Die erkannten Bildmuster sowie weitere Angaben zum Absender auf der Postsendung werden
mit dieser Datenbank verglichen. Möglich ist es, nach erfolgreichem Vergleich die
Postsendungen nach Absendern zu gruppieren, um alle Postsendungen an denselben Absender
gemeinsam zustellen zu können. Im einfachsten Fall reicht es aus, die zurückzusendenden
Postsendungen nach Absender-Bildmustern zu sortieren, ohne dass notwendigerweise automatisch
die Absenderadresse bereits während des Sortierens entziffert wird.
[0032] In einer anderen Ausgestaltung liefert ein Versender eine Menge gleichartiger Postsendungen,
z. B. die Zeitschriften-Exemplare einer Ausgabe, ohne Zustelladresse und versehen
mit seinem eigenen Bildmuster zum Post-Dienstleister. Außerdem übermittelt der Versender
eine Adressliste mit Zustelladressen an den Post-Dienstleister, vorzugsweise in rechnerverfügbarer
Form. An jede Zustelladresse in dieser Adressliste soll jeweils mindestens ein Exemplar
der Menge gleichartiger Postsendungen zugestellt werden. Möglich ist, dass die Adressliste
für jede Zustelladresse die Anzahl von Exemplaren, die an diese Zustelladresse zuzustellen
sind, enthält.
[0033] Der Post-Dienstleister wertet die Adressliste aus und versieht jedes Exemplar mit
einer Zustelladresse aus der Adressliste. Hierbei sind die gleichartigen Postsendungen
von anderen Postsendungen aufgrund des gleichen Bildmusters zu unterscheiden.
[0034] In einer Trainingsphase, also einem ersten Verfahrensschritt des Ausführungsbeispiels,
wird eine Stichprobe mit Bildmuster-Abbildern erzeugt und ausgewertet. Fig. 1 veranschaulicht
den ersten Verfahrensschritt. In einem ersten Durchlauf von Postsendungen durch eine
Sortieranlage werden Bildmuster per Clustering erkannt.
[0035] Hierfür durchläuft eine bestimmte Menge von Postsendungen Ps-a, Ps-b, ..., Ps-n eine
Sortieranlage, z. B. alle Postsendungen, die an einem bestimmten Tag die Sortieranlage
erreichen. Eine Kamera 1 der Sortieranlage erzeugt von jeder Postsendung Ps-a, Ps-b,
... mindestens ein Abbild Abb-a, Abb-b, .... Möglich ist, dass mehrere Kameras mehrere
Abbilder von derselben Postsendung aus verschiedenen Richtungen erzeugen, um auch
Absenderangaben auf der Rückseite einer flachen Postsendung zu erfassen oder weil
die Postsendung ein Paket ist und sechs Oberflächen dafür in Betracht kommen, die
Absenderangaben zu zeigen. Ebenfalls ist möglich, dass zunächst ein Abbild Abb-a,
Abb-b, ... erzeugt und ausgewertet wird und nur dann, wenn dieses eine Abbild nicht
die Empfängeradresse oder nicht die Absenderadresse zeigt, die Postsendung gewendet
wird und ein weiteres Abbild erzeugt wird.
[0036] Einige oder viele dieser Abbilder Abb-a, Abb-b, ... enthalten Bildmuster verschiedener
Absender der Postsendungen Ps-a, Psb, .... Andere Abbilder enthalten keine Bildmuster.
[0037] Die n Abbilder Abb-a, Abb-b, ... werden ausgewertet. In einer Ausführungsform werden
die n Abbilder vor der eigentlichen Auswertung orientiert und skaliert. Durch das
Orientieren wird sichergestellt, dass in allen Abbildern mit gleichen Bildmuster das
Bildmuster in der gleichen Orientierung erscheint, also nicht einmal aufrecht stehend
und einmal auf dem Kopf stehend. Vorzugsweise werden die Abbilder anhand der jeweiligen
Empfängeradresse im Abbild orientiert. Durch das Skalieren werden alle Abbilder auf
dieselbe Größe normiert, auch wenn die Abbilder von unterschiedlich großen Postsendungen
stammen. Möglich ist auch, die eigentliche Auswertung durchzuführen, ohne vorab die
Abbilder zu orientieren und zu skalieren.
[0038] Bei der eigentlichen Auswertung wird in einer Ausgestaltung zunächst in jedem Abbild
nach demjenigen Bereich gesucht, der Angaben zum Absender der Postsendung enthält.
In diesem Bereich könnte eine Abbildung eines Bildmusters des Absenders enthalten
sein. Möglich ist natürlich, dass einzelne Abbilder keinerlei Absenderangaben enthalten.
[0039] Zunächst wird versucht, diesen Bereich mit Absenderangaben automatisch zu ermitteln.
Möglich ist, dass vorgegeben wird, dass ein interessierendes Bildmuster stets in einem
bestimmten Bereich der Postsendung zu suchen ist, z. B. im oberen linken Quadranten
oder der linken Hälfte der Postsendung, um so ein Bildmuster eines Absenders von einem
Freimachungsvermerk zu unterscheiden.
[0040] Gelingt es nicht, in einem Abbild eine Absenderangabe zu ermitteln, wird in einer
Ausgestaltung das Abbild auf einem Bildschirmgerät einer Videocodierstation dargestellt.
Ein Bearbeiter markiert im dargestellten Abbild den Bereich, der die Absenderangaben
enthält, oder gibt ein, dass das Abbild keine Absenderangaben enthält. Beispielsweise
positioniert der Absender mittels einer Maus ein Rechteck um den Bereich mit der Absenderangabe.
Möglich, aber nicht erforderlich ist, dass der Bearbeiter die Absenderadresse selber
eingibt. Ein Bildmuster kann er aber nicht eingeben, zumindest wenn sie aus mehr als
einem Text besteht oder einen Text in bestimmter Typographie zeigt.
[0041] Vorgegeben werden m Merkmale, die sich durch Auswertung eines Postsendungs-Abbilds
berechnen lassen. Für jedes einer Postsendung der Stichprobe wird jeweils ein Merkmalswertevektor
mit m Merkmalswerten erzeugt, indem das jeweilige Abbild Abb-a, Abb-b, ... der Postsendung
automatisch ausgewertet wird. Dieser Merkmalswertevektor gibt an, welche m Werte die
m Merkmale für diese Postsendung annehmen.
[0042] Einige dieser m Merkmale geben die Farbverteilung auf der Postsendung an. Hierfür
wird das Spektrum der sichtbaren Farben in endlich viele Farbbereiche ("Farbkanäle")
unterteilt. Für jeden Farbbereich werden Parameter derjenigen Fläche im Abbild Abb-a,
Abb-b, ... berechnet, die Bildpunkte mit Farbtönen aus diesem Farbbereich umfasst
("Farbbereichs-Fläche"). Zu diesen Parametern gehören z. B. die Größe der Farbbereichs-Fläche
selber, die Kantenlänge eines die Fläche umschreibenden Quadrats, die Diagonalen einer
umschreibenden Ellipse, der Schwerpunkt und die Umfangslänge der Farbbereichs-Fläche.
Möglich ist es, das Abbild der Postsendung in Bereiche zu unterteilen, z. B. in vier
Quadranten, und die jeweiligen Parameter der Farbbereichs-Fläche in jedem Quadranten
zu berechnen.
[0043] Weitere Merkmale können aus der Verteilung und Häufigkeit von Grauwerten resultieren,
wofür ein Raster über das Abbild gelegt wird. Derartige Verfahren sind z. B. bekannt,
um Postsendungen wiederzuerkennen, ohne sie mit einer Markierung zu versehen ("Fingerprint",
"Virtual ID").
[0044] Eine Cluster-Bildungs-Einrichtung 3 wendet ein Clustering-Verfahren an. Unter "cluster
analysis" oder auch "clustering" wird allgemein ein Verfahren verstanden, bei dem
eine menge von Objekten, die durch jeweils einen Merkmalswertevektor beschrieben sind,
auf Gruppen aufgeteilt werden, wobei die Objekte einer Gruppe zueinander ähnlich sind.
"Clustering" ist ein Verfahren des "unsupervised learning" und wird z. B. in den Gebieten
"machine learning", "data mining, "pattern recognition", "image analysis" und "bioinformatics"
angewendet. Beispiele für Clustering-Verfahren sind "k-means clustering", "fuzzy c-means
clustering", "QT clustering algorithm", "locality-sensitive hashing" und graphentheoretische
Modelle.
[0045] Für das Clustering-Verfahren des Ausführungsbeispiels wird ein Abstandsmaß zwischen
zwei Merkmalswertevektoren vorgegeben. Die Abstände zwischen jeweils zwei Merkmalswertevektoren
der Stichprobe werden berechnet. Bei n Abbildern Abb-a, Abb-b, ... der Stichprobe
sind dies n * (n-1) / 2 Abstandsberechnungen. Alle Abbilder, deren Abstände gemäß
diesem Abstandsmaß kleiner sind als eine vorgegebene Schranke, werden als Abbilder
einer Gruppe (eines "Clusters") behandelt, die das gleiche Bildmuster zeigen.
[0046] Vorzugsweise werden die Gruppen ("Cluster") so berechnet, dass in jede Gruppe mindestens
zwei Abbilder der Stichprobe fallen.
[0047] Durch diese Anwendung eines Clustering-Verfahrens erkennt die Cluster-Bildungs-Einrichtung
3 automatisch, welche verschiedenen Bildmuster in den Abbildern Abb-a, Abb-b, ...
enthalten sind. Das gleiche Bildmuster, z. B. das gleiche Logo eines Zeitschriftenverlags,
kann auf unterschiedlichen Postsendungen desselben Absenders in unterschiedlichen
Größen und - aufgrund von Variationen beim Druckvorgang und von Umgebungsbedingungen
beim Aufnehmen der Abbilder - in unterschiedlichen Ausgestaltungen auftreten. Daher
bildet die Cluster-Bildungs-Einrichtung 3 beim Anwenden des Clustering-Verfahren Gruppen
von annähernd gleichartigen Bildmustern.
[0048] Die erkannten Gruppen von gleichartigen Bildmustern werden in einer Bildmuster-Datenbank
4 oder einem sonstigen geeigneten Datenspeicher abgespeichert. Dadurch wird automatisch
eine Bildmuster-Datenbank 4 mit Referenz-Bildmustern erzeugt. Vorzugsweise wird jede
Gruppe dadurch abgespeichert, dass in der Bildmuster-Datenbank 4 eine rechnerverfügbare
Beschreibung desjenigen Bereichs im Raum der möglichen Merkmalswertevektoren abgespeichert
wird, in dem alle Merkmalswertevektoren dieser Gruppe liegen. Möglich ist auch, ein
charakteristischer Merkmalswertevektor oder ein charakteristisches Abbild aus dieser
Gruppe abzuspeichern. Möglich, aber nicht erforderlich, ist es, zusätzlich aus den
Abbildern jeweils ein Bildmuster zu extrahieren und eine Beschreibung dieses Bildmusters
abzuspeichern.
[0049] In einer Sortierphase, also einem zweiten Verfahrensschritt des Ausführungsbeispiels,
durchlaufen erneut Postsendungen die Sortieranlage. Im Ausführungsbeispiel wird die
Sortieranlage also sowohl für die Schritte der Trainingsphase als auch für die Schritte
der Sortierphase verwendet. Fig. 2 veranschaulicht den zweiten Durchlauf von Postsendungen
durch die Sortieranlage von Fig. 1, wobei die Erkennungsergebnisse aus der Trainingsphase,
also dem ersten Durchlauf angewendet werden
[0050] Festgestellt wird, welche Postsendungen an den Absender zurückzusenden sind und wegen
welchen Postsendungen eine Benachrichtigung an den Absender erzeugt werden soll. Von
jeder solchen Postsendung wird so wie oben beschrieben ein Bildmusters des Absenders,
das auf der Postsendung angebracht ist, ermittelt. Ein Bildmuster-Erkenner 5 identifiziert
ein Bildmuster auf einer Postsendung und vergleicht dieses Bildmuster mit denjenigen
Referenz-Bildmustern, die im ersten Verfahrensschritt automatisch ermittelt und in
der Bildmuster-Datenbank 4 abgespeichert wurden.
[0051] In einer Ausgestaltung werden alle Postsendungen, die mit verschiedenen Varianten
des gleichen Bildmusters versehen sind, in dieselbe Sortierendstelle - oder dieselben
Sortierendstellen, wenn nicht alle Postsendungen in eine einzige Sortierendstelle
passen - der Sortieranlage ausgeschleust. Diese Postsendungen sind an dieselbe Zustelladresse
zurückzusenden.
[0052] In einer Ausgestaltung werden alle Postsendungen aus derselben Sortierendstelle in
einen Transportbehälter verbracht, z. B. ein Postpaket. Dieser Transportbehälter wird
mit der Postadresse des Absenders versehen und an diese Postadresse transportiert.
In dieser Ausgestaltung wird die gemeinsame Absenderangabe nicht notwendigerweise
während des Sortierens ermittelt, sondern erst dann, wenn der Transportbehälter beschriftet
wird.
[0053] In einer anderen Ausgestaltung wird zusätzlich während des Sortierens, also in der
Sortierphase, die gemeinsame Absenderadresse aller Postsendungen, die an denselben
Absender zurückzusenden sind, ermittelt. Hierfür wird eine dieser Postsendungen ausgewählt.
Die auf der Postsendung aufgebrachte Absenderadresse wird ermittelt. Zunächst wird
versucht, die Absenderadresse auf der ausgewählten Postsendung automatisch zu ermitteln
und zu entziffern. Gelingt dies nicht, so wird ein Abbild der Oberfläche der Postsendung
auf einem Bildschirm einer Videocodierstation dargestellt. Ein Bearbeiter markiert
den Bereich im Abbild, der die Absenderangaben zeigt. Versucht wird, die Adresse in
diesem Bereich automatisch zu lesen. Gelingt dies nicht, so gibt der Bearbeiter die
Absenderangaben ein.
[0054] Möglich ist, dass die Postsendungen eines bestimmten Absenders keine Absenderangaben
enthalten, zumindest nicht auf einer von außen sichtbaren Seite. Beispielsweise zeigt
eine Ausgabe einer Zeitschrift zwar ein Bildmuster des herausgebenden Verlags im Deckblatt,
aber keine Absenderadresse.
[0055] In einer Ausgestaltung wird daher im zweiten Durchlauf zusätzlich eine Bildmuster-Adress-Datenbank
6 vorgegeben. Diese Bildmuster-Adress-Datenbank 6 enthält mehrere Datensätze. Jeder
Datensatz umfasst jeweils ein Referenz-Bildmuster eines Absenders sowie eine Zustelladresse
dieses Absenders. Der Datensatz kann zusätzliche Informationen enthalten, z. B. Informationen
für die Abrechnung von Transport-Dienstleistungen, die für diesen Absender erbracht
wurden.
[0056] Das Bildmuster der ausgewählten Postsendung wird ermittelt. Dieses Bildmuster wird
mit Referenz-Bildmustern von Datensätzen der Bildmuster-Adress-Datenbank 6 verglichen.
Der Datensatz mit dem ähnlichsten Referenz-Bildmuster wird automatisch ausgewählt.
Gelingt diese automatische Auswahl nicht, so wählt ein Bearbeiter das richtige Bildmuster
unter automatisch ausgewählten ähnlichen Referenz-Bildmustern aus. Diejenige Zustelladresse,
die vom Datensatz mit dem ähnlichsten Referenz-Bildmuster umfasst wird, wird als Zustelladresse
für alle Postsendungen mit diesem Bildmuster verwendet. Die Postsendungen werden vorzugsweise
gemeinsam an diese Zustelladresse des Absenders transportiert.
Bezugszeichenliste
[0057]
| Bezugszeichen |
Bedeutung |
| 1 |
Kamera, die Abbilder von Oberflächen von Postsendungen erzeugt |
| 2 |
Ausschleuseinrichtung |
| 3 |
Cluster-Bildungs-Einrichtung |
| 4 |
Bildmuster-Datenbank |
| 5 |
Bildmuster-Erkenner |
| 6 |
Bildmuster-Adress-Datenbank |
| 7 |
Steuerungseinrichtung |
| Abb-a, Abb-b, ..., Abb-n |
Abbilder von Oberflächen der Postsendungen Ps-a, Ps-b, ..., Ps-n |
| Abb-1, Abb-2, ..., Abb-N |
Abbilder von Oberflächen der Postsendungen Ps-1, Ps-2, ..., Ps-N |
| m |
Anzahl von Merkmalen für das Clustering-Verfahren |
| N |
Anzahl der Postsendungen der Stichprobe, die in der Trainingsphase verwendet werden |
| N |
Anzahl der Postsendungen, die in der Sortierphase sortiert werden |
| Ps-a, Ps-b, ..., Ps-n |
Postsendungen, die im ersten Verfahrensschritt die Sortieranlage durchlaufen und die
zur Stichprobe gehören |
| Ps-1, Ps-2, ..., Ps-N |
Postsendungen, die im zweiten Verfahrensschritt die Sortieranlage durchlaufen |
1. Verfahren zum Transportieren von Gegenständen zu Zielpunkten,
wobei in einer Trainingsphase die Schritte durchgeführt werden, dass
- eine Stichprobe mit zu transportierenden Gegenständen (Ps-a, Ps-b,...) eine Klassifizierungs-Vorrichtung
durchläuft,
- wobei die Klassifizierungs-Vorrichtung ein Bildaufnahmegerät (1) und einen Gruppierer
(3) aufweist,
- das Bildaufnahmegerät (1) von jedem Gegenstand (Ps-a, Ps-b,...) der Stichprobe jeweils
mindestens ein Abbild (Abb-a, Abb-b, ...) erzeugt,
- der Gruppierer (3) durch Anwendung eines Clustering-Verfahrens auf die Abbilder
(Abb-a, Abb-b, ...) automatisch feststellt, welche verschiedenen Bildmuster auf jeweils
mindestens einem Gegenstand (Ps-a, Ps-b,...) der Stichprobe dargestellt werden, und
- die dergestalt ermittelten Bildmuster in einem Bildmuster-Datenspeicher (4) abgespeichert
werden,
und wobei in einer Sortierphase für jeden zu transportierenden Gegenstand (Ps-1, Ps-2,
...) die Schritte durchgeführt werden, dass
- der zu transportierende Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...) eine Sortieranlage durchläuft,
- wobei die Sortieranlage ein Bildaufnahmegerät (1) und einen Bildmuster-Erkenner
(5) aufweist,
- das Bildaufnahmegerät (1) von dem zu transportierenden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...)
mindestens ein Abbild (Abb-1, Abb-2, ...) erzeugt,
- der Bildmuster-Erkenner (5) durch Auswertung des Abbilds (Abb-1, Abb-2, ...) automatisch
feststellt, ob auf dem Gegenstand ein in dem Bildmuster-Datenspeicher (4) abgespeichertes
Bildmuster dargestellt wird, und wenn ja welches,
- die Sortieranlage dann, wenn auf dem Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...) ein solches Bildmuster
dargestellt wird, unter Verwendung des Bildmusters einen Zielpunkt ermittelt, an den
dieser Gegenstand zu transportieren ist, und
- die Sortieranlage einen Transport des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, ...) zu diesem Zielpunkt
auslöst.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage
- auch den Gruppierer (3) umfasst und
- auch für die Verfahrensschritte der Trainingsphase verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Sortierphase für jedes im Bildmuster-Datenspeicher (4) abgespeicherte Bildmuster
die Schritte durchgeführt werden, dass
- ermittelt wird, auf welchen zu transportierenden Gegenständen (Ps-1, Ps-2, ...)
dieses Bildmuster dargestellt wird,
- ein gemeinsamer Zielpunkt ermittelt wird, an den alle Gegenstände (Ps-1, Ps-2, ...)
mit diesem Bildmuster zu transportieren sind, und
- die Sortieranlage den Transport aller Gegenstände (Ps-1, Ps-2, ...) mit diesem Bildmuster
an den ermittelten Zielpunkt auslöst.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
für mindestens ein Bildmuster die Ermittlung des Zielpunkts die Schritte umfasst,
dass
- einer der Gegenstände mit diesem Bildmuster ausgewählt wird,
- durch Auswertung des mindestens einen Abbilds dieses ausgewählten Gegenstands der
Zielpunkt ermittelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
für mindestens ein Bildmuster die Ermittlung des Zielpunkts die Schritte umfasst,
dass
ein Bildmuster-Zielpunkte-Datenspeicher (6) vorgegeben wird,
in dem mehrere Referenz-Bildmuster und für jedes Referenz-Bildmuster jeweils eine
Zielpunkt-Information abgespeichert sind,
das Bildmuster mit Referenz-Bildmustern im Bildmuster-Zielpunkte-Datenspeicher (6)
verglichen wird,
als Ergebnis des Vergleichs ein Referenz-Bildmustern ausgewählt wird und
die Zielpunkt-Information des ausgewählten Referenz-Bildmusters ermittelt und als
der gemeinsame Zielpunkt verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Abbild-Merkmale vorgegeben wird,
der Gruppierer (3) in der Trainingsphase
- für jedes Abbild eines Gegenstands der Stichprobe ermittelt, welchen Wert jedes
vorgegebene Merkmal für dieses Abbild jeweils annimmt,
- dadurch für jedes Abbild jeweils einen Merkmalswertevektor berechnet und
- die Merkmalswertevektoren für die Feststellung, welche verschiedenen Bildmuster
auf den Gegenständen dargestellt werden, verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Gruppierer (3) in der Trainingsphase
- alle Abbilder, deren Merkmalswertevektoren um höchstens eine vorgegebene oder in
der Trainingsphase berechnete Schranke voneinander differieren, zu einer Gruppe zusammenfasst
und
- automatisch entscheidet, dass in zwei Abbildern, die zu zwei verschiedenen Gruppen
gehören, unterschiedliche Bildmuster dargestellt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt, die in der Trainingsphase ermittelten Bildmuster im Bildmuster-Datenspeicher
(4) abzuspeichern,
den Schritt umfasst, eine rechnerverfügbare Beschreibung eines Bereichs im Raum der
möglichen Merkmalswertevektoren abzuspeichern, und
der Schritt, dass der Bildmuster-Erkenner (5) in der Sortierphase automatisch feststellt,
ob und wenn ja welches Bildmuster auf einem Abbild dargestellt wird,
die Schritte umfasst, dass der Bildmuster-Erkenner (5)
- für das Abbild einen Merkmalswertevektor berechnet und
- diese Merkmalswertevektor mit den im Bildmuster-Datenspeicher (4) abgespeicherten
Merkmalswertevektoren-Beschreibungen zu vergleichen.
9. Vorrichtung zum Transportieren von Gegenständen zu Zielpunkten,
wobei die Vorrichtung
- eine Klassifizierungs-Vorrichtung,
- eine Sortieranlage und
- einen Bildmuster-Datenspeicher (4)
umfasst,
die Klassifizierungs-Vorrichtung ein Bildaufnahmegerät (1) und einen Gruppierer (3)
aufweist,
die Sortieranlage ein Bildaufnahmegerät (1) und einen Bildmuster-Erkenner (5) aufweist,
die Vorrichtung dazu ausgestaltet ist, dass in einer Trainingsphase die Schritte durchgeführt
werden, dass
- eine Stichprobe mit zu transportierenden Gegenständen (Ps-a, Ps-b,...) die Klassifizierungs-Vorrichtung
durchläuft,
- das Bildaufnahmegerät (1) von jedem Gegenstand (Ps-a, Ps-b,...) der Stichprobe jeweils
mindestens ein Abbild (Abb-a, Abb-b, ...) erzeugt,
- der Gruppierer (3) durch Anwendung eines Clustering-Verfahrens auf die Abbilder
(Abb-a, Abb-b, ...) automatisch feststellt, welche verschiedenen Bildmuster auf jeweils
mindestens einem Gegenstand (Ps-a, Ps-b,...) der Stichprobe dargestellt werden, und
- die Vorrichtung die dergestalt ermittelten Bildmuster in einem Bildmuster-Datenspeicher
(4) abspeichert, und
die Vorrichtung weiterhin dazu ausgestaltet ist, dass in einer Sortierphase für jeden
zu transportierenden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...) die Schritte durchgeführt werden,
dass
- der zu transportierende Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...) eine Sortieranlage durchläuft,
- das Bildaufnahmegerät (1) von dem zu transportierenden Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...)
mindestens ein Abbild (Abb-1, Abb-2, ...) erzeugt,
- der Bildmuster-Erkenner (5) durch Auswertung des Abbilds (Abb-1, Abb-2, ...) automatisch
feststellt, ob auf dem Gegenstand ein in dem Bildmuster-Datenspeicher (4) abgespeichertes
Bildmuster dargestellt wird, und wenn ja welches,
- die Sortieranlage dann, wenn auf dem Gegenstand (Ps-1, Ps-2, ...) ein solches Bildmuster
dargestellt wird, unter Verwendung des Bildmusters einen Zielpunkt ermittelt, an den
dieser Gegenstand zu transportieren ist, und
- die Sortieranlage einen Transport des Gegenstands (Ps-1, Ps-2, ...) zu diesem Zielpunkt
auslöst.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage
- auch den Gruppierer (3) umfasst und
- auch für die Durchführung der Verfahrensschritte der Trainingsphase ausgestaltet
ist.