[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beeinflussen einer Lage eines eine mehrgerüstige
Walzstraße, insbesondere Warmwalzstraße, durchlaufenden Walzguts, insbesondere Metallbands,
wobei das Walzgut wenigstens ein erstes Walzgerüst, aufweisend einen ersten Walzspalt,
und ein zweites Walzgerüst, aufweisend einen zweiten Walzspalt, durchläuft, wobei
sich das Walzgut zwischen dem ersten Walzgerüst und dem zweiten Walzgerüst erstreckt.
Ferner betrifft die Erfindung eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung für eine Walzstraße,
sowie eine Walzstraße zum Walzen von Walzgut, mit einem ersten Walzgerüst, aufweisend
einen ersten Walzspalt, und einem zweiten Walzgerüst, aufweisend einen zweiten Walzspalt.
[0002] Die Erfindung liegt auf dem technischen Gebiet der Walzwerkstechnologie. Beim Herstellen
von Walzgut mittels eines Walzprozesses spielt die Lage eines zu walzenden Bandes
innerhalb der Walzstraße eine nicht unerhebliche Rolle für die Qualität des letztlich
herstellbaren Walzendprodukts. Ist der Verlauf des Walzguts von der Soll-Position
des Walzguts in der Walzstraße zu groß, muss ggf. sogar der Walzprozess unterbrochen
werden. Auch kann es zu Beschädigungen der Anlage kommen.
[0003] Aus diesem Grund ist es wünschenswert, dass ein Walzgut eine Walzstraße möglichst
mittig durchläuft. Da dies in der Regel jedoch von selbst nicht über längere Zeit
der Fall ist, versucht man durch entsprechende Einflussnahme auf das Walzgut, insbesondere
mittels der Arbeitswalzen der Walzgerüste, den Lauf des Walzguts bzw. die Lage des
Walzguts gezielt einzustellen.
[0004] Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise bekannt aus der Offenlegungsschrift
DE 198 43 039 A1, welche ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Korrigieren eines Bandlaufs beim Walzen
von Bändern mit mindestens einem Walzgerüst zeigt. Hier wird offenbart, dass die Lage
des Bandes über mit den Zugspannungswerten des Walzguts in Bezug stehende Messgrößen
ermittelt wird. Weichen die Istwerte der ermittelten Messgrößen von den gewünschten
Sollwerten ab, so wird dies als Fehler einer Bandlage in der Walzstraße interpretiert
und die Walzenanstellung geändert, wodurch die Bandlage korrigiert werden soll.
[0005] Nachteil dieses Vorgehens ist, dass die Bandlage des Walzguts nur indirekt über für
die Zugspannung charakteristische Messgrößen ermittelt wird. Denn deren Abweichung
von einem Sollwert beruht nicht notwendigerweise auf einer fehlerhaften Bandlage.
Darüber hinaus wird durch das Ändern der Anstellung der Arbeitswalzen der Walzgerüste
der Walzprozess gegebenenfalls in unerwünschter Weise beeinflusst, d.h. es kann aufgrund
der Korrektur des Bandverlaufs durch die Änderung der Walzenanstellungen zu unerwünschten
Abweichungen von anderen Parametern des Walzguts kommen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Bandlauf von Walzgut in einer Walzstraße
weiter zu verbessern.
[0007] Ein verfahrensmäßiger Teil der Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren der eingangs
genannten Art, wobei zwischen dem ersten Walzgerüst und dem zweiten Walzgerüst Mittel
zum Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung des
Walzguts vorgesehen sind, wobei die Zugspannungsverteilung im Bereich des ersten Walzspalts
und/oder des zweiten Walzspalts wirksam ist, und die Lage des Walzguts durch Einstellen
der Zugspannungsverteilung gezielt beeinflusst wird. Durch derartige Mittel erhält
der Walzwerksbetreiber ein zusätzliches Stellglied zur Beeinflussung der Bandlage,
ohne zwangsläufig auf die Anstellung der Walzen der Walzgerüste der Walzstraße Einfluss
nehmen zu müssen. Dadurch wird einerseits ein qualitativ sehr hochwertiges Walzendprodukt
ermöglicht, und andererseits kann eine gewünschte Bandlage des Walzguts während des
Walzprozesses in der Walzstraße mittels der oben genannten Mittel eingestellt werden.
Als Mittel können insbesondere Einrichtungen verwendet werden, welche ohnehin in der
Walzstraße vorhanden sind. Diese sind jedoch dann in der Art zu modifizieren bzw.
herzurichten, dass mit diesen eine veränderliche Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung
des Walzguts im Bereich des ersten Walzspalts und/oder zweiten Walzspalts eingestellt
werden kann. Dadurch ist eine besonders kostengünstige Bereitstellung der Mittel realisierbar.
Auch können bspw. Seitenführungen als potentiell geeignetes Mittel verwendet werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine
Lage des Walzguts relativ zu einem für das Walzgut vorgesehenen Transportweg, vorzugsweise
zwischen den beiden Walzgerüsten erfasst, und die Lage des Walzguts durch Einstellen
der Zugspannungsverteilung anhand der erfassten Lage des Walzguts gesteuert und/oder
geregelt. Der Transportweg ist der gewünschte Weg, den ein Walzgut durch die Walzstraße
nehmen soll. Als ein Maß für den Transportweg kann bspw. die Mittenachse der Walzstraße
auf Höhe des Transportniveaus des Walzguts herangezogen werden. Da bei der Erfassung
der Lage in der Regel stets irgendwelche Bezugspunkte der Walzstraße miterfasst werden,
erfolgt in diesem Fall stets eine Erfassung der Lage relativ zu einem vorgesehenen
Transportweg. Jedwede Messung, welche eine Einschätzung der Lage bzw. des Laufs des
Walzguts in der Walzstraße erlaubt, erfüllt das Merkmal der "Erfassung relativ zu
einem vorgesehenen Transportweg". Durch dieses Vorgehen lässt sich besonders genau
ein gewünschter Bandverlauf bzw. eine gewünschte Bandlage des Bandes in der Walzstraße
realisieren. Insbesondere kann hier eine automatisierte Lösung bereitgestellt werden,
welche vorzugsweise auf einer optischen Erfassung der Bandlage beruht. Dadurch wird
die Bandlage direkt erfasst und es kann anhand dieser direkt erfassten Bandlage eine
besonders genaue Steuerung bzw. Regelung der Lage des Walzguts in der Walzstraße erfolgen,
indem durch die obigen Mittel eine entsprechende Zugspannungsverteilung im Bereich
des ersten Walzspalts und/oder zweiten Walzspalts eingestellt wird.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfassen die
Mittel einen Schlingenheber, über welchen das Walzgut geführt wird. Indem als Mittel
zum Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung des
Walzguts ein Schlingenheber eingesetzt wird, kann in besonders einfacher Weise mittels
einer ohnehin erforderlichen Einrichtung eine Bandlage gezielt beeinflusst werden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, dass der Schlingenheber ein erstes Stellglied für die
Antriebsseite der Walzstraße und ein zweites Stellglied für die Bedienseite der Walzstraße
aufweist, wobei das erste Stellglied und/oder das zweite Stellglied zur Einstellung
der veränderlichen Zugspannungsverteilung verwendet werden. Indem für Antriebsseite
und Bedienseite verschiedene Stellglieder verwendet werden, kann der Schlingenheber
bzw. dessen Rolle auf Antriebsseite und Bedienseite unabhängig verfahren werden. D.h.
es können unterschiedliche Anstellungen für Antriebsseite und Bedienseite realisiert
werden und damit insbesondere nahezu beliebige Schräglagen der Schlingenheberrolle
zwischen Antriebs- und Bedienseite. Dies erlaubt eine variable Einstellung der Zugspannungsverteilung
im Bereich des ersten Walzspalts und/oder zweiten Walzspalts.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind das erste Stellglied und das zweite Stellglied jeweils als Hydraulikzylinder
ausgebildet, mittels derer eine Position und/oder Ausrichtung einer Rolle des Schlingenhebers
zum Einstellen der veränderlichen Zugspannung eingestellt wird. Durch die Verwendung
zweier unabhängig voneinander betreibbarer Hydraulikzylinder wird eine möglichst große
Variabilität in der Positionierbarkeit und Ausrichtbarkeit der Rolle realisierbar.
Die Verwendung zweier unabhängiger Linearstellglieder ist besonders zur Ausführung
der Erfindung geeignet. Hier kann mit größtmöglicher Flexibilität eine veränderliche
Zugspannungsverteilung im ersten Walzspalt und/oder zweiten Walzspalt eingestellt
werden, um die Bandlage des Walzguts in der Walzstraße gezielt zu beeinflussen.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine
Zugspannungsverteilung für das Walzgut im Bereich des Schlingenhebers mittels einer
Messeinrichtung, insbesondere mittels einer vom Schlingenheber umfassten Messrolle,
zur Erfassung einer in Breitenrichtung aufgelösten Zugspannung ermittelt. Dadurch
kann eine Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung für das Walzgut ermittelt werden.
Aus dieser Zugspannungsverteilung können Rückschlüsse auf die Zugspannungsverteilung
im ersten und/oder zweiten Walzspalt gezogen werden, wodurch der Bandlauf bzw. die
Bandlage beeinflussbar ist. Die Messeinrichtung kann bspw. als segmentierte Messrolle
ausgestaltet sein. Hier wird die herkömmliche Schlingenheberrolle durch eine entsprechende
Messrolle ersetzt. Alternativ oder zusätzlich kann bspw. eine für Antriebsseite und
Bedienseite erfolgende Kraftmessung für die Rolle des Schlingenhebers zur Ermittlung
einer Zugspannungsverteilung im Bereich des Schlingenhebers verwendet werden.
[0013] In einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt zur Beeinflussung
der Lage des Walzguts, insbesondere anhand der erfassten Walzgutlage, zusätzlich ein
Stelleingriff an wenigstens einem der beiden Walzgerüste, insbesondere an deren Arbeitswalzen,
zur Einstellung der Lage des Walzguts. Insofern wird das bekannte Schwenken der Arbeitswalzen
zur Einstellung der Walzgutlage in der Walzstraße mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
kombiniert. Da jedoch weiterhin eine Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung im
Bereich des ersten Walzspalts und/oder zweiten Walzspalts mittels entsprechender Mittel
eingestellt wird, kommt es hier zu einer Wechselwirkung bei einer Änderung der Anstellung
der Arbeitswalzen der Walzgerüste. Insbesondere ändert sich hierbei die effektive
Zugspannung in Breitenrichtung des Walzguts im Bereich des Walzspalts, wenn die den
Walzspalt bildenden Arbeitswalzen in veränderter Weise angestellt werden. Dadurch
werden weitere Variationen der Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung ermöglicht.
Dadurch erhöht sich die Variabilität des Verfahrens zur Beeinflussung der Bandlage
durch Erhöhung der Variabilität der einstellbaren Zugspannungsverteilung im Walzspalt
weiter.
[0014] Ein vorrichtungsmäßiger Teil der Aufgabe wird gelöst durch eine Steuer- und/oder
Regeleinrichtung für eine Walzstraße, mit einem maschinenlesbaren Programmcode, welcher
Steuerbefehle aufweist, die bei deren Ausführung die Steuer- und/oder Regeleinrichtung
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 veranlassen.
[0015] Der vorrichtungsmäßige Teil der Aufgabe wird ebenfalls gelöst mittels einer Walzstraße
zum Walzen von Walzgut, mit einem ersten Walzgerüst, aufweisend einen ersten Walzspalt,
und einen zweitem Walzgerüst, aufweisend einen zweiten Walzspalt, mit Mitteln zum
Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung des Walzguts,
wobei die Mittel zwischen dem ersten Walzgerüst und dem zweiten Walzgerüst angeordnet
sind, wobei die Zugspannungsverteilung im Bereich des ersten Walzspalts und/oder des
zweiten Walzspalts wirksam ist, mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung nach Anspruch
7, wobei die Mittel zum Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung mit
der Steuer- und/oder Regeleinrichtung wirkverbunden sind. Hierdurch wird eine Vorrichtung
bereitgestellt, mittels der das erfindungsgemäße Verfahren ausführbar ist. Die Vorteile
hierfür ergeben sich analog aus den obigen Ausführungen zum korrespondierenden Verfahrensanspruch.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist eine Einrichtung zur Erfassung einer Lage eines die Walzstraße durchlaufenden
Walzguts, insbesondere relativ zu einem vorgesehenen Transportweg, vorhanden, welche
mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung wirkverbunden ist. Dadurch ist es möglich,
die Bandlage des Walzguts anhand der erfassten Bandlage des Walzguts in der Walzstraße
zu steuern bzw. zu regeln, indem die Mittel zum Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung
in Breitenrichtung des Walzguts im Bereich des ersten und/oder zweiten Walzspalts
vorgesehen sind.
[0017] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
umfassen die Mittel einen Schlingenheber. Der Schlingenheber ist dazu hergerichtet,
eine veränderliche Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung des Walzguts im Bereich
des ersten Walzspalts und/oder des zweiten Walzspalts zu erzeugen. Ferner hat der
Schlingenheber zusätzlich die Funktion die Zugspannung des Walzguts zwischen dem ersten
Walzgerüst und dem zweiten Walzgerüst zu erfassen. Dadurch werden somit verschiedene
Funktionalitäten in einer in der Regel ohnehin vorhandenen Einrichtung kombiniert.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist der
Schlingenheber ein erstes Stellglied für die Antriebsseite der Walzstraße, und ein
zweites Stellglied für die Bedienseite der Walzstraße auf, wobei das erste Stellglied
und das zweite Stellglied unabhängig voneinander betreibbar sind. Durch die Verwendung
mehrerer Stellglieder, welche eine unterschiedliche Anstellung des Schlingenhebers
für Antriebsseite und Bedienseite erlauben, kann die oben genannte veränderliche Zugspannungsverteilung
in Breitenrichtung im Bereich des ersten Walzspalts und/oder zweiten Walzspalts erzeugt
werden.
[0019] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass das erste Stellglied und das zweite Stellglied
jeweils als Hydraulikzylinder ausgebildet ist, mittels derer eine Position und/oder
eine Ausrichtung einer Rolle des Schlingenhebers zum Einstellen der veränderlichen
Zugspannung einstellbar ist. Insbesondere handelt es sich hierbei um Mittel zur linearen
Verstellung der Höhe der Rolle des Schlingenhebers, wobei die Position der Rolle auf
Antriebsseite und Bedienseite nahezu beliebig eingestellt werden kann. Dadurch wird
eine hohe Variabilität in der Einstellung der veränderlichen Zugspannungsverteilung
erreicht.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Walzstraße
umfasst der Schlingenheber eine Messeinrichtung, wobei die Messeinrichtung zur Erfassung
einer Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung eines über den Schlingenheber geführten
Walzguts ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Messeinrichtung als Messrolle zur Erfassung
einer Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung des Walzguts ausgebildet. Diese Messrolle
kann die herkömmliche Rolle des Schlingenhebers ersetzen. Insbesondere kann diese
Messrolle bspw. als segmentierte Messrolle ausgebildet sein, welche bspw. unter dem
Namen Planicim-Messrolle auf dem Markt verfügbar ist. Dadurch kann mittels des Schlingenhebers
nicht nur die Zugspannung eingestellt werden, sondern gleichzeitig eine Zugspannung
in Breitenrichtung des Metallguts im Bereich der Rolle des Schlingenhebers ermittelt
werden. Dadurch lässt sich eine geschlossene Regelung besonders einfach realisieren.
Alternativ kann die Messeinrichtung auch über eine Kraftmesseinrichtung realisiert
werden. So kann bspw. mittels einer antriebsseitigen und bedienseitigen Messung der
Kraft auf die Rolle des Schlingenhebers eine Kraftverteilung auf die Rolle des Schlingenhebers,
insbesondere in Längsrichtung der Rolle, ermittelt werden und diese Kraftverteilung
bzw. Kraftdifferenz zwischen Antriebsseite und Bedienseite zur Steuerung und/oder
Regelung der Zugspannung in Breitenrichtung im Bereich des ersten und/oder zweiten
Walzspalts verwendet werden. Die antriebsseitige und/oder bedienseitige Messung der
Kraft kann bspw. über Kraftmessdosen erfolgen. Über die Messung der Kraft in Längsrichtung
der Rolle lässt sich ebenfalls eine Zugspannungsverteilung ermitteln, welche zur Steuerung
und/oder Regelung der Bandlage herangezogen werden kann.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist zusätzlich wenigstens eines der beiden Walzgerüste mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung
wirkverbunden und es erfolgt anhand der erfassten Lage des Walzguts zusätzlich ein
Stelleingriff für wenigstens eines der beiden Walzgerüste, insbesondere für die Arbeitswalzen,
zur Einstellung der Lage des Walzguts. Es handelt sich hierbei um eine Kombination
der herkömmlichen Mittel zur Einstellung der Lage eines Walzguts in der Walzstraße
durch Änderung der Anstellung von Arbeitswalzen. Aufgrund der im Walzspalt wirksamen
Zugspannungsverteilung erzeugt durch die entsprechenden Mittel zwischen erstem Walzgerüst
und zweitem Walzgerüst, wird die Beeinflussbarkeit der Lage des Walzguts weiter verbessert.
[0022] Ferner erstreckt sich die Erfindung auf einen maschinenlesbaren Programmcode für
eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung nach Anspruch 7, welcher Steuerbefehle umfasst,
welche die Steuer- und/oder Regeleinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 veranlassen.
[0023] Darüber hinaus erstreckt sich die Erfindung auf ein Speicher-medium, z.B. einen Flash-Speicher-Medium
oder eine CD oder DVD, mit maschinenlesbaren Programmcode.
[0024] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen,
welche anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
- FIG 1
- eine Seitenansicht eines Ausschnitts einer Walzstraße,
- FIG 2
- einen Querschnitt des Ausschnitts der Walzstraße aus FIG 1 mit einer ersten Anstellung
des Schlingenhebers,
- FIG 3
- einen Querschnitt des Ausschnitts der Walzstraße aus FIG 1 mit einer zweiten Anstellung
des Schlingenhebers,
- FIG 4
- einen Querschnitt des Ausschnitts der Walzstraße aus FIG 1 mit einer dritten Anstellung
des Schlingenhe- bers.
[0025] FIG 1 zeigt einen Ausschnitt einer Walzstraße 1. Die vorliegende Walzstraße 1 kann
zweigerüstig, dreigerüstig, viergerüstig, fünfgerüstig ausgebildet sein oder auch
mehr als fünf Walzgerüste aufweisen. D.h. die Walzstraße 1 weist wenigstens zwei Walzgerüste
2 bzw. 3 auf.
[0026] Die Ausführungen gelten für beliebige benachbarte Walzgerüste einer mehrgerüstigen
Walzstraße.
[0027] FIG 1 zeigt eine Walzstraße 1 in Betrieb. Hierbei durchläuft Walzgut G, d.h. im Rahmen
dieses Ausführungsbeispiels Warmband, die Walzstraße 1 und befindet sich insbesondere
sowohl im Walzspalt WS 1 des ersten Walzgerüsts 2 als auch im Walzpalt WS 2 des zweiten
Walzgerüsts 3. Das Walzgut G erstreckt sich dabei von Walzgerüst 2 zu Walzgerüst 3,
d.h. ist zumindest in diesem Bereich einteilig ausgebildet.
[0028] Zwischen den Walzgerüsten 2 bzw. 3 ist eine Erfassungseinrichtung 4 zur Erfassung
einer Bandlage des Walzguts G in der Walzstraße 1, insbesondere relativ zu deren Transportmittenachse.
Damit kann die Lage des Walzguts G in der Walzstraße 1, insbesondere zwischen den
Walzgerüsten 2 bzw. 3 bestimmt werden.
[0029] Ferner ist zwischen dem ersten Walzgerüst 2 und dem zweiten Walzgerüst 3 ein Schlingenheber
5 angeordnet. Der Schlingenheber 5 befindet sich im gezeigten Zustand in Kontakt mit
dem Walzgut G und wird zur Erfassung der Bandspannung eingesetzt.
[0030] Darüber hinaus dient der Schlingenheber 5 einer Einstellung einer Zugspannungsverteilung
in Breitenrichtung des Walzguts G, welche sowohl im Walzspalt WS 1 des ersten Walzgerüsts
2, als auch im Walzspalt WS 2 des zweiten Walzgerüsts 3 wirkt.
[0031] Diese Zugspannungsverteilung in den Walzspalten WS 1 bzw. WS 2 führt zur Ausbildung
einer abhängig von der Zugspannungsverteilung wirkenden Querkraft auf das Walzgut
G im jeweiligen Walzspalt WS 1 bzw. WS 2. Mittels dieser über die Zugspannungsverteilung
einstellbaren Querkraft kann ein Verlauf eines Bandes in der Walzstraße 1 eingestellt
werden.
[0032] Zur Einstellung dieser Zugspannungsverteilung weist der Schlingenheber 5 zwei unabhängig
voneinander betreibbare Hydraulikzylinder 6 bzw. 7 auf. Diese dienen der Einstellung
der Position einer Rolle 5' des Schlingenhebers für Antriebsseite A bzw. Bedienseite
B. Durch die unabhängig betreibbaren Hydraulikzylinder 6 bzw. 7 kann die Rolle 5'
des Schlingenhebers 5 Schwenkbewegungen um eine Vielzahl an Drehpunkten realisieren.
Dadurch kann die Zugspannung im Walzspalt WS 1 des ersten Walzgerüsts und im Walzspalt
WS 2 des zweiten Walzgerüsts nahezu beliebig eingestellt werden. Dementsprechend vielseitig
ist die Beeinflussbarkeit der Bandlage des Walzguts G in der Walzstraße 1.
[0033] Ist ein derartiges Verfahren zur Beeinflussung der Bandlage bzw. des Bandlaufs als
Steuer- bzw. Regelverfahren ausgeführt, so kann ein besonders stabiler Bandlauf eingestellt
werden.
[0034] Konkret wird hierzu die Erfassungseinrichtung 4 mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung
8 wirkverbunden. Die erfasste Bandlage mittels der Kamera, vorzugsweise einer 3D-Kamera,
wird über Signale einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 zugeführt.
[0035] Ferner ist der Schlingenheber 5, insbesondere seine Stellglieder, d.h. im vorliegenden
Fall die Hydraulikzylinder 6 bzw. 7 für Antriebsseite A und Bedienseite B, mit der
Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 wirkverbunden.
[0036] Darüber hinaus sind auch die Anstellsysteme des ersten Walzgerüsts 2 und des zweiten
Walzgerüsts 3 mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 wirkverbunden.
[0037] Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 ist zur Ausführung einer Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens hergerichtet. Dazu wird ein maschinenlesbarer Programmcode 9, welcher Steuerbefehle
umfasst, die die Durchführung des Verfahrens veranlassen, über ein Netzwerk oder über
ein Speichermedium 10, z.B. ein USB-Stick oder eine CD, zugeführt. Der maschinenlesbare
Programmcode 9 ist vorzugsweise speicherprogrammiert auf der Steuer- und/oder Regeleinrichtung
8 hinterlegt.
[0038] Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 veranlasst bei Ausführung des Programmcodes
9 eine Erfassung der Bandlage des Walzguts G in der Walzstraße 1. Anhand dieser erfassten
Bandlage ermittelt die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 eine Abweichung der aktuellen
und/oder zukünftigen Ist-Bandlage von einer Soll-Bandlage in der Walzstraße 1.
[0039] Aufgrund dieser Abweichung ermittelt die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 8 eine
Zugspannungsverteilung, welche die Bandlage von der Ist-Bandlage in Richtung Soll-Bandlage
ändert.
[0040] Dies geschieht mit einem die Verhältnisse im jeweils ersten und/oder zweiten Walzspalt
beschreibenden Modells.
[0041] Anschließend werden auf dieser Grundlage Stellsignale für die Hydraulikzylinder 6
bzw. 7 und/oder für die Anstellsysteme der Arbeitswalzen 11 des ersten und/oder zweiten
Walzgerüsts 2 bzw. 3 ermittelt, so dass die ermittelte Zugspannungsverteilung im ersten
und/oder zweiten Walzspalt WS 1 bzw. WS 2 eingestellt wird.
[0042] Alternativ kann die Einstellung der Bandlage ohne den Zwischenschritt einer Zugverteilungsberechnung
erfolgen. In diesem Fall wird anhand historischer Daten eine Bewegung der Rolle 5'
des Schlingenhebers 5 derart ausgeführt, dass eine gewünschte Bandlage eingestellt
wird. In diesem Fall basiert die Steuerung bzw. Regelung der Bandlage auf einem Lernprozess
der Steuer- und/oder Regeleinrichtung, bspw. mittels eines neuronalen Netzes.
[0043] Durch Einsatz derartiger Verfahren kann ein Bandlauf eines Walzguts G durch eine
Walzstraße 1 stabil eingestellt werden, was sich positiv auf die Qualität der mit
der Walzstraße 1 hergestellten Produkte auswirkt.
[0044] Insbesondere ist eine einfach Regelung der Bandlage möglich, indem die Rolle 5' des
Schlingenhebers als segmentierte Messrolle zur Erfassung einer Zugspannung des Walzguts
in Breitenrichtung ausgebildet ist. Die durch die Zugspannungsmessung an der Rolle
vorliegenden Zugspannungswerte können vorteilhaft mit der optischen Erfassung der
Bandlage kombiniert werden und zur Steuerung und/oder Regelung der Bandlage verwendet
werden.
[0045] In FIG 1 ist unterhalb des ersten Walzgerüsts 2 eine Draufsicht auf das das erste
Walzgerüst 2 durchlaufende Walzgut G dargstellt. Die dabei eingezeichneten Pfeile
stellen eine beispielhafte Zugspannungsverteilung über die Breite des Walzguts G dar.
[0046] FIG 2, FIG 3 und FIG 4 zeigen unterschiedliche Positionen und Ausrichtungen der Rolle
5' des Schlingenhebers 5.
[0047] FIG 2 zeigt eine parallele Anstellung für die Rolle 5' auf Antriebsseite A und Bedienseite
B des Schlingenhebers 5. In diesem Fall wird keine zusätzliche Zugspannungsverteilung
auf die Walzspalte WS 1 bzw. WS 2 beaufschlagt. Diese Position entspricht im Wesentlichen
dem Betriebszustand eines heutzutage in der Walzstraße 1 verwendeten Schlingenhebers
5, der nur zur Erfassung der Zugspannung eingesetzt wird.
[0048] FIG 3 zeigt eine "schiefe" Anstellung der Rolle 5' des Schlingenhebers 5. Durch Anheben
des bedienseitigen Rollenendes relativ zum antriebsseitigen Rollenende wird eine zusätzliche
asymmetrische Zugspannungsverteilung im ersten und/oder zweiten Walzspalt WS 1 bzw.
WS 2 erreicht. In diesem Fall ist die Zugspannung im Walzspalt WS 1 bzw. WS 2 auf
der Bedienseite B höher als auf der Antriebsseite A. Das Band läuft somit beim Walzen
in Richtung der Antriebsseite A.
[0049] FIG 4 zeigt eine im Wesentlichen umgekehrte Anstellung der Hydraulikzylinder 6 bzw.
7 des Schlingenhebers 5 verglichen mit FIG 3. Hier ist das bedienseitige Ende der
Rolle 5' relativ zum antriebsseitigen Ende der Rolle 5' abgesenkt. In diesem Fall
wird ein verstärkter Zug auf Antriebsseite A im Walzspalt WS 1 bzw. WS 2 erzeugt,
was zum Verlaufen des Bandes G beim Austritt aus dem Walzspalt WS 1 in Richtung Bedienseite
B führt.
[0050] Zusätzlich können die Arbeitswalzen 11 des ersten und/oder zweiten Walzgerüsts 2
bzw. 3 abgestimmt auf die Position und/oder Lage der Rolle 5' des Schlingenhebers
5 eingestellt, insbesondere geschwenkt, werden. Es ist hierbei zu berücksichtigen,
dass durch Schwenken der Arbeitswalzen 11 die Zugspannung im jeweiligen Walzspalt
WS 1 bzw. WS 2 zusätzlich beeinflusst wird. Durch Schwenken der Arbeitswalzen kann
somit zusätzlich eine Feineinstellung des Bandlaufs vorgenommen werden.
1. Verfahren zum Beeinflussen einer Lage eines eine mehrgerüstige Walzstraße (1), insbesondere
Warmwalzstraße, durchlaufenden Walzguts (G), insbesondere Metallbands, wobei das Walzgut
wenigstens ein erstes Walzgerüst (2) aufweisend einen ersten Walzspalt (WS 1) und
ein zweites Walzgerüst (3) aufweisend einen zweiten Walzspalt (WS 2) durchläuft, wobei
sich das Walzgut (G) zwischen dem ersten Walzgerüst (2) und dem zweiten Walzgerüst
(3) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Walzgerüst (2) und dem zweiten Walzgerüst (3) Mittel (5, 5',
6, 7) zum Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung
des Walzguts (G) vorgesehen sind, wobei die Zugspannungsverteilung im Bereich des
ersten Walzspalts (WS 1) und/oder des zweiten Walzspalts (WS 2) wirksam ist, und die
Lage des Walzguts (G) durch gezieltes Einstellen der Zugspannungsverteilung beeinflusst
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage des Walzguts (G) relativ zu einem für das Walzgut (G) vorgesehenen Transportweg,
vorzugsweise zwischen den beiden Walzgerüsten (2, 3), erfasst wird, und dass die Lage
des Walzguts (G) durch Einstellen der Zugspannungsverteilung anhand der erfassten
Lage des Walzguts (G) gesteuert und/oder geregelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (5, 5', 6, 7) einen Schlingenheber (5) umfassen, über welchen das Walzgut
(G) geführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schlingenheber (5) ein erstes Stellglied (6) für die Antriebsseite (A) der Walzstraße
(1), und ein zweites Stellglied (7) für die Bedienseite (B) der Walzstraße (1) aufweist,
wobei das erste Stellglied (6) und/oder das zweite Stellglied (7) zum Einstellen der
veränderlichen Zugspannungsverteilung verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Stellglied (6) und das zweite Stellglied (7) jeweils als Hydraulikzylinder
(6, 7) ausgebildet sind, mittels derer eine Position und/oder Ausrichtung einer Rolle
(5') des Schlingenhebers (5) zum Einstellen der veränderlichen Zugspannung eingestellt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Beeinflussung der Lage des Walzguts (G), insbesondere anhand der erfassten Walzgutlage,
zusätzlich ein Stelleingriff an wenigstens einem der beiden Walzgerüste (2, 3), insbesondere
deren Arbeitswalzen (11), zur Einstellung zur Lage des Walzguts (G) erfolgt.
7. Steuer- und/oder Regeleinrichtung (8) für eine Walzstraße (1), mit einem maschinenlesbaren
Programmcode (9), welcher Steuerbefehle aufweist, die bei deren Ausführung die Steuer-
und/oder Regeleinrichtung (8) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche veranlassen.
8. Walzstraße (1) zum Walzen von Walzgut (G), mit einem ersten Walzgerüst (2), aufweisend
einen ersten Walzspalt (WS 1), und einem zweiten Walzgerüst (3), aufweisend einen
zweiten Walzspalt (WS 2), mit Mitteln (5, 5', 6, 7) zum Einstellen einer veränderlichen
Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung des Walzguts (G), wobei die Mittel (5, 5',
6, 7) zwischen dem ersten Walzgerüst (2) und dem zweiten Walzgerüst (3) angeordnet
sind und derart ausgebildet sind, dass die Zugspannungsverteilung im Bereich des ersten
Walzspalts (WS 1) und/oder des zweiten Walzspalts (WS 2) wirksam ist, mit einer Steuer-
und/oder Regeleinrichtung (8) nach Anspruch 7, wobei die Mittel (5, 5', 6, 7) zum
Einstellen einer veränderlichen Zugspannungsverteilung mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung
(8) wirkverbunden sind.
9. Walzstraße nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch eine Einrichtung (4) zur Erfassung einer Lage eines die Walzstraße (2) durchlaufenden
Walzguts (G), insbesondere relativ zu einem vorgesehenen Transportweg (T), welche
mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung (8) wirkverbunden ist.
10. Walzstraße nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (5, 5', 6, 7) einen Schlingenheber (5) umfassen.
11. Walzstraße nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schlingenheber (5) ein erstes Stellglied (6) für die Antriebsseite (A) der Walzstraße
(1), und ein zweites Stellglied (7) für die Bedienseite (B) der Walzstraße (1) aufweist,
wobei das erste Stellglied (6) und das zweite Stellglied (7) unabhängig voneinander
betreibbar sind.
12. Walzstraße nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Stellglied (6) und das zweite Stellglied (7) jeweils als Hydraulikzylinder
(6, 7) ausgebildet sind, mittels derer eine Position und/oder Ausrichtung einer Rolle
(5') des Schlingenhebers (5) zum Einstellen der veränderlichen Zugspannung einstellbar
ist.
13. Walzstraße nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schlingenheber (5) eine Messeinrichtung, insbesondere eine Messrolle (5'), umfasst,
wobei die Messeinrichtung (5') zur Erfassung einer Zugspannungsverteilung in Breitenrichtung
eines über den Schlingenheber (5) geführten Walzguts (G) ausgebildet ist.
14. Walzstraße nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich wenigstens eines der beiden Walzgerüste (2, 3) mit der Steuer- und/oder
Regeleinrichtung (8) wirkverbunden ist und anhand der erfassten Lage des Walzguts
(G) zusätzlich ein Stelleingriff für wenigstens eines der beiden Walzgerüste (2, 3),
insbesondere für die Arbeitswalzen (11), zur Einstellung der Lage des Walzguts (G)
erfolgt.