[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schneidmesser für Maschinen zum Aufschneiden
von Lebensmittelprodukten, insbesondere für Hochleistungs-Slicer, sowie ein Verfahren
zum Herstellen eines Schneidmessers.
[0002] Hochleistungs-Slicer dienen dazu, Lebensmittelprodukte, wie Schinken, Wurst oder
Käse, mit hoher Schnittfolge aufzuschneiden. Die dazu eingesetzten Schneidmesser sind
im Betrieb hohen Belastungen ausgesetzt, weshalb es zu einem dementsprechend erhöhten
Verschleiß kommt. Je nach Produktart kann daher ein relativ häufiges Auswechseln des
jeweiligen Schneidmessers an der zugehörigen Schneidvorrichtung notwendig sein, was
hinsichtlich der Effektivität nachteilig ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Schneidmesser bereitzustellen, bei welchem
die Verschleißfestigkeit erhöht ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Schneidmesser mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
eine Vorrichtung zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten mit den Merkmalen des
Anspruchs 12 gelöst. Erfindungsgemäß weist das Schneidmesser wenigstens einen Arbeitsbereich
auf, der mittels eines heißisostatischen Pressprozesses sowohl von einem Ausgangszustand
in einen Fertigzustand überführt als auch mit einem Grundkörper des Schneidmessers
und/oder mit einem weiteren Arbeitsbereich verbunden ist.
[0005] Es wird also ein Arbeitsbereich des Schneidmessers definiert, welcher z.B. während
des Betriebs einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt ist. Dieser Arbeitsbereich
des Schneidmessers kann aus einem speziellen Werkstoff bestehen, welcher hinsichtlich
der besonderen Beanspruchung optimiert ist. Durch einen heißisostatischen Pressprozess
(HIP-Prozess) wird zum Einen erreicht, dass der Arbeitsbereich von einem Ausgangszustand
in einen Fertigzustand überführt wird. Zum Anderen beruht auch die Verbindung zwischen
dem Arbeitsbereich und den angrenzenden Messerbereichen auf einer heißisostatischen
Pressverbindung. Eine derartige Verbindung ist besonders fest und beständig, da die
verschiedenen Bereiche unter den Bedingungen des heißisostatischen Pressens an den
Grenzflächen ineinander übergehen, sodass eine ähnliche Verbindung entsteht wie beim
Diffusionsschweißen. Es kann auf diese Weise ein Schneidmesser mit beanspruchungsgerechter
Bereichseinteilung bereitgestellt werden. Beispielsweise kann ein einzelner Arbeitsbereich
mit einem Grundkörper des Schneidmessers verbunden sein. Alternativ können auch mehrere
unterschiedliche Arbeitsbereiche vorgesehen sein. Bei bestimmten Anwendungen kann
es auch von Vorteil sein, keinen Grundkörper, sondern ausschließlich unterschiedliche
Arbeitsbereiche vorzusehen.
[0006] Der Arbeitsbereich kann einen Schneidenbereich des Schneidmessers bilden, welcher
insbesondere eine radial nach außen weisende Schneidkante des Schneidmessers definiert.
Dieser Bereich ist während des Schneidens einer besonders hohen Belastung ausgesetzt,
sodass es vorteilhaft ist, ihn aus einem Spezialwerkstoff zu fertigen, welcher einen
auf einem HIP-Prozess beruhenden Fertigzustand aufweist. Dadurch dass die Verwendung
des Spezialwerkstoffs auf den unmittelbaren Schneidenbereich beschränkt ist, können
damit eventuell verbundene höhere Kosten minimiert werden.
[0007] Alternativ kann der Arbeitsbereich einen Aufnahme- oder Befestigungsbereich des Schneidmessers
bilden. An den Befestigungsbereich sind üblicherweise besondere Anforderungen zu stellen,
da dieser beispielsweise relativ hohe Spannkräfte aufnehmen muss. Es kann daher günstig
sein, den Befestigungsbereich aus einem Spezialwerkstoff zu fertigen, welcher einen
auf einem HIP-Prozess beruhenden Fertigzustand aufweist. Je nach Vorgabe kann sowohl
der Schneidenbereich als auch der Aufnahme- oder Befestigungsbereich des Schneidmessers
als Arbeitsbereich vorgesehen sein.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform besteht wenigstens ein Arbeitsbereich aus einem pulvermetallurgischen
Stahl. Durch die Verwendung von pulvermetallurgischem Stahl (PM-Stahl) kann die Härte
und die Verschleißfestigkeit des Arbeitsbereichs erhöht werden. Pulvermetallurgische
Stähle sind leichter und mit besseren Maßtoleranzen herstellbar als herkömmliche Stähle,
sodass sich durch die Verwendung von pulvermetallurgischem Stahl ein guter Kosten-Nutzen-Effekt
ergibt. Insbesondere können auch Werkstücke mit relativ komplexer Formgebung leicht
gefertigt werden. Durch die Ausbildung eines Arbeitsbereichs aus einem pulvermetallurgischen
Stahl kann somit ein Schneidmesser von beliebiger Form mit einer erhöhten Verschleißfestigkeit
bereitgestellt werden, ohne hierzu schwer zu verarbeitende Spezialstähle heranzuziehen.
Dadurch dass die Verwendung des pulvermetallurgischen Stahls als Werkstoff auf den
Arbeitsbereich beschränkt ist, können die erhöhten Kosten, mit der die PM-Technologie
in Kombination mit dem HIP-Prozess verbunden sind, auf ein Minimum beschränkt werden.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht ein Grundkörper des Schneidmessers aus
einem nicht pulvermetallurgischen Material. Der Grundkörper, welcher je nach Anwendung
einen beträchtlichen Teil des Schneidmessers bildet, kann also auf einfache und kostengünstige
Weise wie bei bestehenden Schneidmessern gefertigt sein. Insbesondere kann der Grundkörper
aus geschmiedetem, gegossenem oder gewalztem Stahl bestehen.
[0010] Der Grundkörper ist vorzugsweise aus einem Material gefertigt, das in einem sich
an den heißisostatischen Pressprozess anschließenden Härtungsprozess keine wesentliche
Eigenschaftsänderung erfährt. Das heißt der Grundkörper verhält sich während des nach
dem HIP-Prozess vorzunehmenden Härtens weitgehend neutral, sodass durch das Härten
der HIP-basierten Arbeitsbereiche keine Beeinträchtigung des nicht HIP-basierten Grundkörpers
zu befürchten ist.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ein Grundkörper des Schneidmessers als Platte
oder Scheibe ausgebildet.
[0012] Der einen Schneidenbereich des Schneidmessers bildende Arbeitsbereich kann insbesondere
auf einen äußeren Umfangsbereich eines Grundkörpers des Schneidmessers aufgebracht
sein. Bei der Messerherstellung wird also zunächst der Grundkörper in bekannter Weise
hergestellt und in einem anschließenden Verarbeitungsschritt wird auf dessen Umfangsbereich
mittels eines HIP-Prozesses ein Schneidenbereich - z.B. aus pulvermetallurgischem
Stahl - aufgebracht.
[0013] Der einen Schneidenbereich des Schneidmessers bildende Arbeitsbereich kann zumindest
teilringförmig, insbesondere teilkreisringförmig, ausgebildet sein und/oder die Form
eines geschlossenen Rings aufweisen. Bei einem Kreismesser erstreckt sich ein derartiger
Schneidenbereich also kontinuierlich umlaufend um die Messerachse. Bei einem Sichelmesser
kann sich der Schneidenbereich insbesondere entlang eines spiralartig geformten Teilrings
erstrecken.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ein bündiger Übergang zwischen dem Arbeitsbereich
und einem Grundkörper und/oder zwischen mehreren Arbeitsbereichen untereinander vorgesehen.
Ein bündiger Übergang erleichtert den Schneidvorgang und vermeidet hygienische Probleme,
die durch Kanten, Rillen oder Vorsprünge entstehen könnten.
[0015] Das Schneidmesser kann als, insbesondere sowohl rotierendes als auch planetarisch
umlaufendes, Kreismesser oder als, insbesondere rotierendes, Sichel-, Spiral- oder
Cuttermesser ausgebildet sein. Da der Arbeitsbereich z.B. in einem nachträglichen
Verarbeitungsschritt auf einen zuvor bereitgestellten Grundkörper aufgebracht wird,
sind für die Herstellung eines erfindungsgemäßen Schneidmessers keine größeren Umstellungen
in der Fertigung nötig.
[0016] Die vorstehend genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren zum Herstellen
eines Schneidmessers mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Erfindungsgemäß wird
ein Grundkörper bereitgestellt und es wird wenigstens ein mit dem Grundkörper verbundener
Arbeitsbereich mittels eines heißisostatischen Pressprozesses erzeugt. Der Grundkörper
kann ebenfalls aus einem HIP-basierten Material bestehen, sodass durch den HIP-Prozess
sowohl der Grundkörper als auch der Arbeitsbereich in einen Fertigzustand überführt
werden und gleichzeitig eine feste Verbindung zwischen Grundkörper und Arbeitsbereich
hergestellt wird. Der Grundkörper bildet in diesem Fall also ebenfalls einen Arbeitsbereich.
[0017] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Herstellung von Schneidmessern
zu vereinfachen.
[0018] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen einer Mehrzahl von Schneidmessern
mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst. Erfindungsgemäß wird eine, insbesondere
zylindrische, Stapelanordnung aus mehreren Grundkörpern bereitgestellt, eine Auftragsschicht
wird mittels eines heißisostatischen Pressprozesses auf die Stapelanordnung, insbesondere
auf eine Mantelfläche der Stapelanordnung, aufgebracht, und die Stapelanordnung wird
aufgetrennt, um mehrere einzelne Grundkörper mit Auftragsschicht zu erhalten. Durch
die Verwendung einer derartigen Stapelanordnung können die Herstellungskosten gesenkt
werden, da nicht jedes Schneidmesser einzeln dem energieintensiven HIP-Prozess zu
unterziehen ist.
[0019] Die Auftragsschicht jedes Grundkörpers kann zur Herstellung eines Schneidenbereichs
bearbeitet werden. Insbesondere können Schleif-, Fräs- oder Zerspanungsprozesse durchgeführt
werden.
[0020] Mögliche Weiterbildungen der Erfindung sind auch in den abhängigen Ansprüchen, der
Zeichnung sowie der Beschreibung angegeben.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine vereinfachte Draufsicht auf ein erfindungs- gemäßes Schneidmesser.
- Fig. 2A
- zeigt eine Querschnittsansicht einer Stapelanordnung aus mehreren Grundkörpern, die
zum Herstellen einer Mehrzahl von Schneidmessern bereitgestellt wird.
- Fig. 2B
- zeigt die Stapelanordnung gemäß Fig. 2A mit einer aufgebrachten Auftragsschicht.
- Fig. 3
- zeigt eine Anordnung aus mehreren getrennten Grundkörpern mit einer jeweiligen Auftragsschicht.
- Fig. 4
- zeigt eine Querschnittsansicht eines fertig bearbeiteten erfindungsgemäßen Schneidmessers.
[0022] Gemäß Fig. 1 umfasst ein Hochleistungs-Slicer ein Schneidmesser 11 mit einem zentralen
Arbeitsbereich 12, einem ringförmig ausgebildeten Grundkörper 13 sowie einem ebenfalls
ringförmig ausgebildeten äußeren Arbeitsbereich 14.
[0023] Der zentrale Arbeitsbereich 12 besteht aus einem Festkörper, welcher mittels eines
HIP-Prozesses von einem festen Ausgangszustand in einen Fertigzustand überführbar
ist. Der äußere Arbeitsbereich 14 besteht aus einem pulvermetallurgischen Material,
welches ebenfalls mittels eines HIP-Prozesses von einem pulverförmigen Ausgangszustand
in einen Fertigzustand überführbar ist. Der Grundkörper 13 ist aus herkömmlichem gewalztem
Stahl gefertigt.
[0024] Das Schneidmesser 11 wird bei der Herstellung einem HIP-Prozess unterzogen, durch
welchen sowohl der zentrale Arbeitsbereich 12 als auch der äußere Arbeitsbereich 14
in einen Fertigzustand überführt werden. Insbesondere wird das pulvermetallurgische
Material des äußeren Arbeitsbereiches 14 zu einem Festkörper gesintert. Während des
HIP-Prozesses wird auch eine feste Verbindung zwischen dem zentralen Arbeitsbereich
12 und dem Grundkörper 13 sowie zwischen dem Grundkörper 13 und dem äußeren Arbeitsbereich
14 erzeugt. In einem anschließenden Verarbeitungsschritt wird das Schneidmesser 11
einem Härtungsprozess unterzogen. Der Grundkörper 13 aus dem herkömmlichen Stahl erfährt
in diesem Härtungsprozess keine wesentliche Änderung seiner mechanische Eigenschaften,
d.h. er verhält sich beim Härten nach dem heißisostatischen Pressen weitgehend neutral.
[0025] Nach dem Härten kann das Schneidmesser 11 weiteren Verarbeitungsschritten unterzogen
werden. Insbesondere kann es derart bearbeitet werden, dass der Umfang des äußeren
Arbeitsbereiches 14 eine radial nach außen weisende Schneidkante 21 bildet. Ferner
können im zentralen Arbeitsbereich 12 Durchführungen zur Befestigung des Schneidmessers
11 an einer zugehörigen Messeraufnahme des Hochleistungs-Slicers vorgesehen werden.
Bei dem fertig bearbeiteten Schneidmesser 11 bildet der äußere Arbeitsbereich 14 somit
einen Schneidenbereich, während der zentrale Arbeitsbereich 12 einen Aufnahme- oder
Befestigungsbereich bildet. Der zentrale Arbeitsbereich 12 und der äußere Arbeitsbereich
14 stellen in den hochbelasteten Abschnitten der Messerschneide und der Messerbefestigung
optimierte Materialabschnitte bereit, die wesentlich zu einer Erhöhung der Maschinen-
bzw. Messerstandzeit beitragen.
[0026] Das Schneidmesser 11 ist in Fig. 1 lediglich beispielhaft als sowohl um eine Messerachse
M rotierendes als auch planetarisch umlaufendes Kreismesser dargestellt. Alternativ
könnte es auch als rein rotierendes Sichel-, Spiral- oder Cuttermesser ausgebildet
sein. Während des Betriebs des zugehörigen Hochleistungs-Slicers wird ein Produkt
mittels einer Produktzuführung dem Schneidmesser 11 zugestellt, um so Produktscheiben
von dem Produkt abzuschneiden und einer weiteren Verarbeitung zuzuführen.
[0027] Unter Bezugnahme auf Fig. 2A, 2B, 3 und 4 wird nun ein Verfahren zur Herstellung
einer Mehrzahl von Schneidmessern 11 beschrieben. Gemäß Fig. 2A wird eine zylindrische
Stapelanordnung 23 aus mehreren übereinander angeordneten und jeweils durch eine Zwischenlage
25 getrennten Grundkörpern 13 bereitgestellt die z.B. aus einem austenitischem Cr-Ni-Stahl
(beispielsweise Werkstoffnummer 1.4301) bestehen. Die Zwischenlagen 25 können beispielsweise
aus einer Al
2O
3-Folie bestehen. Die gestapelten Grundkörper 13 werden anschließend zur Fixierung
und zur Verhinderung einer Hohlraumbildung gegeneinander verspannt. Die Stapelanordnung
23 wird dann durch eine nicht dargestellte Hülse gekapselt, wobei zwischen der Mantelfläche
26 der Stapelanordnung 23 und der Hülsenwand ein Hohlraum vorgesehen ist, welcher
in einem nachfolgenden Herstellungsschritt mit einem pulvermetallurgischen Material
gefüllt wird. Die gekapselte Stapelanordnung 23 wird anschließend gerüttelt, um das
pulvermetallurgische Material in dem Hohlraum mechanisch zu verdichten und eventuell
vorhandene Hohlräume auszutreiben. Die Hülse wird danach dichtgeschweißt und einem
HIP-Prozess unterzogen. Durch den HIP-Prozess wird das pulvermetallurgische Material
in dem Hohlraum zu einem homogenen, dichten Festkörper gesintert. Die Zwischenlagen
25 verhindern eine HIP-bedingte Verbindung der Grundkörper 13 untereinander. Nach
Beendigung des HIP-Prozesses wird die Hülse geöffnet und die Stapelanordnung 23, welche
nun eine in Fig. 2B gezeigte Auftragsschicht 27 aufweist, wird entnommen. Die Auftragsschicht
27 liegt zunächst noch in weichgeglühter Form vor.
[0028] Die Grundkörper 13 werden danach voneinander getrennt, indem die Stapelanordnung
23 jeweils auf Höhe der Zwischenlagen 25 durchtrennt wird, z.B. durch Abstechen. Die
erhaltenen Messerrohlinge 29, also die einzelnen Grundkörper 13 mit jeweiliger Auftragsschicht
27, welche in Fig. 3 dargestellt sind, können dann zum Glätten der Oberfläche und
zum Einstellen einer gleichmäßigen Materialstärke plangeschliffen werden. Je nach
Anwendung kann sich an das Planschleifen ein Abkanten, Pressen und/oder eine zerspanende
Bearbeitung anschließen. Weiterhin werden die Messerrohlinge 29 einem Härtungsprozess
unterzogen, vorzugsweise einer vakuumbasierten Volumenwärmebehandlung. Die mechanischen
Eigenschaften der Grundkörper 13 werden bei dem Härtungsprozess nicht beeinflusst,
da sich der entsprechende Stahlwerkstoff weitgehend neutral gegenüber dem Härten verhält.
Nach dem Härten erfolgt die Endbearbeitung der Messerrohlinge 29 durch Fräsen und/oder
Schleifen, um schließlich jeweils ein Schneidmesser 11 mit einer Schneidebene S gemäß
Fig. 4 zu erhalten, welches einen gesinterten Schneidenbereich 14 aufweist.
[0029] Da bei dem beschriebenen Verfahren eine Vielzahl von Grundkörpern 13 gleichzeitig
einem HIP-Prozess unterzogen werden, können insbesondere die Energiekosten gesenkt
werden.
[0030] Es ist anzumerken, dass der Grundkörper 13 des fertig bearbeiteten Schneidmessers
11 in Fig. 4 lediglich vereinfacht dargestellt ist. Je nach Messertyp können unterschiedliche
Bohrungen für Befestigungszwecke oder ein separater Befestigungsbereich vorgesehen
sein. Ferner kann der Grundkörper 13 zur Stabilisierung bzw. Versteifung nicht dargestellte
Auswölbungen oder Erhebungen aufweisen.
[0031] Da pulvermetallurgische Werkstoffe besser formbar sind als herkömmliche Stähle, kann
der gesinterte Schneidenbereich 14 auch eine relativ komplizierte geometrische Formgebung
aufweisen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 11
- Schneidmesser
- 12
- zentraler Arbeitsbereich
- 13
- Grundkörper
- 14
- äußerer Arbeitsbereich
- 21
- Schneidkante
- 23
- Stapelanordnung
- 25
- Zwischenlage
- 26
- Mantelfläche
- 27
- Auftragsschicht
- 29
- Messerrohling
- M
- Messerachse
- S
- Schneidebene
1. Schneidmesser für Maschinen zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten, insbesondere
für Hochgeschwindigkeitsslicer,
wobei das Schneidmesser (11) wenigstens einen Arbeitsbereich (12, 14) aufweist, der
mittels eines heißisostatischen Pressprozesses sowohl von einem Ausgangszustand in
einen Fertigzustand überführt als auch mit einem Grundkörper (13) des Schneidmessers
(11) und/oder mit einem weiteren Arbeitsbereich verbunden ist.
2. Schneidmesser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Arbeitsbereich (14) einen Schneidenbereich des Schneidmessers (11) bildet, welcher
insbesondere eine radial nach außen weisende Schneidkante (21) des Schneidmessers
(11) definiert.
3. Schneidmesser nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Arbeitsbereich (12) einen Aufnahme- oder Befestigungsbereich des Schneidmessers
(11) bildet.
4. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Arbeitsbereich (14) aus einem pulvermetallurgischen Stahl besteht.
5. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Grundkörper (13) des Schneidmessers (11) aus einem nicht pulvermetallurgischen
Material besteht.
6. Schneidmesser nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundkörper (13) aus einem Material gefertigt ist, das in einem sich an den heißisostatischen
Pressprozess anschließenden Härtungsprozess keine wesentliche Eigenschaftsänderung
erfährt.
7. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Grundkörper (13) des Schneidmessers (11) als Platte oder Scheibe ausgebildet ist.
8. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der einen Schneidenbereich des Schneidmessers (11) bildende Arbeitsbereich (14) auf
einen äußeren Umfangsbereich eines Grundkörpers (13) des Schneidmessers (11) aufgebracht
ist.
9. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der einen Schneidenbereich des Schneidmessers (11) bildende Arbeitsbereich (14) zumindest
teilringförmig, insbesondere teilkreisringförmig, ausgebildet ist und/oder die Form
eines geschlossenen Rings aufweist.
10. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein bündiger Übergang zwischen dem Arbeitsbereich (12, 14) und einem Grundkörper (13)
und/oder zwischen mehreren Arbeitsbereichen untereinander vorgesehen ist.
11. Schneidmesser nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schneidmesser (11) als, insbesondere sowohl rotierendes als auch planetarisch
umlaufendes, Kreismesser oder als, insbesondere rotierendes, Sichel-, Spiral- oder
Cuttermesser ausgebildet ist.
12. Vorrichtung zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten, insbesondere Hochleistungs-Slicer,
mit
einer Produktzuführung, die ein oder mehrere aufzuschneidende Produkte einer Schneidebene
(S) zuführt, in der sich wenigstens ein Schneidmesser (11), insbesondere rotierend
und/oder umlaufend, bewegt,
wobei das Schneidmesser (11) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet
ist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Schneidmessers für Maschinen zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten,
insbesondere für Hochgeschwindigkeitsslicer,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- Bereitstellen eines Grundkörpers (13), und
- Erzeugen wenigstens eines mit dem Grundkörper (13) verbundenen Arbeitsbereichs (14)
mittels eines heißisostatischen Pressprozesses.
14. Verfahren zum Herstellen einer Mehrzahl von Schneidmessern für Maschinen zum Aufschneiden
von Lebensmittelprodukten, insbesondere für Hochgeschwindigkeitsslicer,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- Bereitstellen einer, insbesondere zylindrischen, Stapelanordnung (23) aus mehreren
Grundkörpern (13),
- Aufbringen einer Auftragsschicht (27) auf die Stapelanordnung (23), insbesondere
auf eine Mantelfläche (26) der Stapelanordnung (23), mittels eines heißisostatischen
Pressprozesses, und
- Auftrennen der Stapelanordnung (23), um mehrere einzelne Grundkörper (13) mit Auftragsschicht
(27) zu erhalten.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auftragsschicht (27) jedes Grundkörpers (13) zur Herstellung eines Schneidenbereiches
bearbeitet wird.