Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2006 060 320 A1 ist bereits eine Handwerkzeugmaschinenvorrichtung, insbesondere für einen Bohr- und/oder
Schlaghammer, mit zumindest einem Schlagwerk, das einen Schläger, ein Schlagmittel,
ein Federmittel und ein Führungsmittel aufweist, wobei das Federmittel dazu vorgesehen
ist, den Schläger in zumindest einem Betriebszustand zu beschleunigen und das Führungsmittel
dazu vorgesehen ist, den Schläger zu führen, bekannt.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer gattungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenvorrichtung,
insbesondere für einen Bohr- und/oder Schlaghammer, mit zumindest einem Schlagwerk,
das einen Schläger, ein Schlagmittel, ein Federmittel und ein Führungsmittel aufweist,
wobei das Federmittel dazu vorgesehen ist, den Schläger in zumindest einem Betriebszustand
zu beschleunigen und das Führungsmittel dazu vorgesehen ist, den Schläger zu führen.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass das Schlagwerk ein Dämpfungsmittel aufweist, das mit
dem Federmittel während zumindest eines Betriebszustands in Reihe geschaltet ist.
Unter einem "Schlagwerk" soll insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden, die
dazu vorgesehen ist, einen mechanischen Schlagimpuls zu erzeugen und an ein Einsatzwerkzeug
weiterzuleiten. Vorteilhaft weist das Schlagwerk zumindest eine Komponente auf, die
dazu vorgesehen ist, eine Rotationsbewegung in eine translatorische Bewegung umzuwandeln.
Vorzugsweise ist das Schlagwerk als ein Hammerschlagwerk mit einer Kulissenführung,
mit einem Taumellager und/oder vorteilhaft mit einem Exzenterelement ausgebildet.
Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet und/oder ausgelegt verstanden
werden. Insbesondere soll unter einem "Schläger" eine Einheit verstanden werden, die
dazu vorgesehen ist, von einem Element des Schlagwerks beschleunigt zu werden und
einen dadurch gespeicherten mechanischen Schlagimpuls im Wesentlichen an das Einsatzwerkzeug,
insbesondere nach einer Beschleunigungsstrecke, abzugeben. Vorzugsweise ist der Schläger
translatorisch bewegt antreibbar. Vorteilhaft beschleunigt das Federmittel den Schläger
relativ zu dem Schlägermittel in eine Richtung entgegen einer Schlagrichtung. Vorzugsweise
wird das Federmittel mittels einer Bewegungsenergie des Schlägers vor einem Schlag
auf das Schlagmittel vorgespannt und speichert insbesondere einen Teil, vorteilhaft
1 % bis 20 %, besonders vorteilhaft 2 % bis 10 %, der Bewegungsenergie des Schlägers.
Unter "im Wesentlichen" soll, wenn es sich auf einen Impuls, eine Kraft oder eine
Energie bezieht, insbesondere wenigstens 80%, vorteilhaft wenigstens 90%, besonders
vorteilhaft wenigstens 95% verstanden werden. Unter dem Begriff "Schlagrichtung" soll
insbesondere eine Richtung verstanden werden, die von dem Schläger in Richtung des
Schlagmittels weist, vorzugsweise in Impulsrichtung, und die vorzugsweise parallel
zu einer Rotationsachse des Einsatzwerkzeugs ausgerichtet ist. Das "Schlagmittel"
stellt bevorzugt einen Schlagbolzen bzw. einen Döpper dar und ist vorteilhafterweise
ein vom Schläger getrenntes Mittel. Vorteilhaft überträgt das Schlagmittel den Schlagimpuls
direkt auf das Einsatzwerkzeug. Unter einem "Federmittel" soll insbesondere eine pneumatische
Feder, eine dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Feder und/oder vorteilhaft eine
Spiralfeder verstanden werden. Durch das Federmittel entsteht ein besonders schwingungsfähiges
System aus Kolben, Schläger und Schlagmittel, welches den Anlauf des Schlägers auf
das Schlagmittel unterstützt. Insbesondere soll unter einem "Führungsmittel" eine
Vorrichtung verstanden werden, die den Schläger parallel zu der Schlagrichtung bewegbar
lagert. Vorteilhaft umschließt das Führungsmittel den Schläger auf zumindest einer
Ebene senkrecht zu der Schlagrichtung und ist vorzugsweise als Hammerrohr ausgebildet.
Alternativ könnte der Schläger das Führungsmittel auf zumindest einer Ebene senkrecht
zu der Schlagrichtung umschließen. Unter einem "Dämpfungsmittel" soll insbesondere
ein Mittel verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, ein Element relativ zu einem
anderen Element, vorzugsweise bis die Elemente relativ zueinander unbewegt sind, abzubremsen.
Vorteilhaft wandelt das Dämpfungsmittel dabei zumindest einen Teil einer Bewegungsenergie
in eine andere Energieform, vorzugsweise in Wärmeenergie, um. Dabei weist das Dämpfungsmittel
vorzugsweise ein Elastizitätsmodul auf, das zumindest um eine zehner Potenz kleiner
ist als ein Elastizitätsmodul eines Teils des Schlagmittels und besonders vorzugsweise
aus einem gummiartigen Werkstoff, wie insbesondere aus einem elastomeren Kunststoff,
gebildet ist. Unter der Wendung "in Reihe geschaltet" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere verstanden werden, dass zumindest eine parallel zu der Schlagrichtung
wirkende Kraft auf ein erstes Mittel, vorzugsweise auf das Federmittel und von dem
ersten Mittel auf ein zweites Mittel, vorzugsweise auf das Dämpfungsmittel, übertragen
wird. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
kann vorteilhaft das Dämpfungsmittel für zwei Aufgaben, insbesondere eine Dämpfung
des Schlagmittels und einer Federung des Schlägers, verwendet werden, wodurch Bauraum,
Bauteile, Materialkosten und konstruktiver Aufwand eingespart werden können und eine
gleichzeitig effiziente Federung bereitgestellt werden kann.
[0005] Ferner geht die Erfindung aus von einer gattungsgemäßen Handwerkzeugmaschine, wobei
das Federmittel in einem radial äußeren Bereich des Führungsmittels angeordnet ist.
Unter einer Anordnung in einem "radial äußeren Bereich" soll hierbei insbesondere
verstanden werden, dass das Federmittel zumindest teilweise, bezogen auf eine Symmetrieachse
des Führungsmittels, auf einem größeren Radius angeordnet ist als wenigstens ein Bereich
einer in radialer Richtung weisenden Außenkontur des Führungsmittels. Durch diese
erfindungsgemäße Ausgestaltung der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung kann vorteilhaft
Bauraum, insbesondere innerhalb des Führungsmittels, für andere Zwecke, beispielsweise
eine Gewichtsoptimierung, ein vergrößertes Luftpolster oder andere dem Fachmann als
sinnvoll erscheinende Zwecke verwendet werden und gleichzeitig ein großes und effizientes
Federmittel verbaut werden.
[0006] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Federmittel
das Führungsmittel umschließt. Unter der Wendung "umschließen" soll insbesondere verstanden
werden, dass das Federmittel das Führungsmittel auf zumindest einer Ebene, die vorzugsweise
im Wesentlichen senkrecht der Schlagrichtung ausgerichtet ist, zu wenigstens 180°,
vorzugsweise wenigstens 270°, umgibt. Unter der Wendung "im Wesentlichen" soll, wenn
es sich auf einen Winkel bezieht, insbesondere eine Abweichung kleiner 30°, vorteilhaft
kleiner 10°, besonders vorteilhaft kleiner 5°, verstanden werden. Durch eine entsprechende
Ausgestaltung kann vorteilhaft ein einfaches Federmittel, wie insbesondere eine Schraubenfeder,
eingesetzt werden.
[0007] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Federmittel und das
Dämpfungsmittel in einem Kraftfluss, der in zumindest einem Betriebszustand zwischen
dem Schläger und dem Schlagmittel wirkt, in Reihe geschaltet sind, wodurch ein besonders
großer Federweg zwischen dem Schlagmittel und dem Schläger erreicht und somit eine
besonders preiswerte und leichte Feder verbaut werden kann. Unter einem Kraftfluss
soll insbesondere ein Weg einer Kraft und/oder eines Moments in einem Bauteil oder
mehreren Bauteilen vom Angriffspunkt bis zu einer bestimmten Stelle, wie insbesondere
einer Stelle, an der diese durch eine Reaktionskraft und/oder ein Reaktionsmoment
aufgenommen wird, verstanden werden.
[0008] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Dämpfungsmittel dazu vorgesehen ist, das
Schlagmittel zu dämpfen. Unter "dämpfen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere
verstanden werden, dass das Dämpfungsmittel eine Bewegungsenergie des Schlagmittels
zumindest teilweise in eine andere Energieform umwandelt. Ferner leitet das Dämpfungsmittel
vorteilhaft einen Impuls des Schlagmittels aus dem Schlagwerk heraus. Vorzugsweise
leitet das Dämpfungsmittel den Impuls über das Führungsmittel auf ein Gehäuse einer
Handwerkzeugmaschine, in der die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung verbaut ist. Durch
das Dämpfungsmittel kann erreicht werden, dass eine Kraft, die bei einem Abbremsen
einer Bewegung des Schlagmittels entgegen der Schlagbewegung wirkt, begrenzt ist.
Somit kann durch das Dämpfungsmittel ein durch diese Kraft verursachter Verschleiß
vorteilhaft vermieden werden.
[0009] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Schlagwerk zumindest ein bewegbares Anschlagelement
aufweist. Unter einem "Anschlagelement" soll insbesondere ein Element verstanden werden,
das dazu vorgesehen ist, in zumindest eine Richtung eine Kraft abzustützen. Vorteilhaft
überträgt das Anschlagelement in zumindest eine Richtung eine Kraft, insbesondere
mittels eines Formschlusses von einem ersten Objekt auf ein zweites Objekt. Durch
das bewegbare Anschlagelement kann konstruktiv besonders einfach ein Element, insbesondere
das Dämpfungsmittel, in eine bestimmte Richtung mit einer Kraft belastet eine Funktion
erfüllen.
[0010] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Anschlagelement in zumindest einem Betriebszustand
eine Kraft entgegen einer Schlagrichtung abstützt, wodurch das Anschlagelement vorteilhaft
einen Rückschlag des Einsatzwerkzeugs abstützen kann.
[0011] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Anschlagelement
in zumindest einem Betriebszustand eine Kraft von dem Federmittel auf das Dämpfungsmittel
überträgt, wodurch besonders vorteilhaft das Dämpfungsmittel für zwei Funktionen verwendet
werden kann, was Bauraum und konstruktiven Aufwand spart.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Schlagmittel einen Befestigungsbereich
zu einer Befestigung des Federmittels aufweist. Unter einem "Befestigungsbereich"
soll insbesondere ein Fortsatz, eine Nut, ein dem Fachmann als sinnvoll erscheinendes
Befestigungsmittel und/oder vorteilhaft ein Einstich, in den eine Windung des Federmittels
eingebogen werden kann, verstanden werden. Vorzugsweise ist das Federmittel an dem
Befestigungsbereich über eine Strecke in Schlagrichtung verschiebbar befestigt. Durch
den Befestigungsbereich kann konstruktiv einfach das Federmittel mit dem Schlagmittel
verbunden werden.
[0013] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Führungsmittel eine Sicherungseinheit aufweist,
die dazu vorgesehen ist, das Anschlagelement abzustützen. Unter einer "Sicherungseinheit"
soll insbesondere eine dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Vorrichtung, eine radiale
Aussparung in dem Führungsmittel, eine Erhebung auf dem Führungsmittel und/oder vorteilhaft
ein Sicherungsring verstanden werden. Durch die Sicherungseinheit kann das Anschlagelement
konstruktiv einfach und zuverlässig das Dämpfungsmittel abstützen.
[0014] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Anschlagelement das Dämpfungsmittel in zumindest
einem Betriebszustand an dem Führungsmittel abstützt, wodurch konstruktiv besonders
einfach ein Impuls aus der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung heraus und insbesondere
auf das Gehäuse der Handwerkzeugmaschine weitergeleitet werden kann.
[0015] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Anschlagelement das Führungsmittel in wenigstens
einem Bereich in radialer Richtung durchgreift. Unter der Wendung "radialer Richtung
durchgreifen" soll insbesondere in einer Richtung senkrecht zu einer Schlagrichtung
durchdringen verstanden werden. Vorteilhaft sind die Bereiche auf zumindest zwei unterschiedlichen
Seiten des Führungsmittels angeordnet. Unter "unterschiedlich" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere mit einem Winkel von wenigsten 45°, vorteilhaft wenigstens 90°, zueinander
ausgerichtet verstanden werden. Durch das Anschlagelement, das das Führungsmittel
durchgreift, kann konstruktiv einfach eine Kraft auf ein vorteilhaft angeordnetes
Federmittel, insbesondere auf ein das Führungsmittel umgreifendes Federmittel, geleitet
werden.
[0016] Ferner geht die Erfindung von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
aus, wobei sämtliche, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Handwerkzeugmaschinen,
wie Bohrmaschinen, Bohrhämmer, Schrauber, Fräsen, Multifunktionswerkzeuge und/oder
insbesondere Bohr-und/oder Schlaghammer zum Betreiben mit der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
denkbar wären, wodurch eine vorteilhaft auf die Handwerkzeugmaschine abstimmbare Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
bereitgestellt werden kann.
Zeichnung
[0017] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Handwerkzeugmaschine mit einer teilweise schematisch dar- gestellten erfindungsgemäßen
Handwerkzeugmaschinenvorrich- tung,
- Fig. 2
- einen Teilschnitt der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung aus Figur 1 in einem ersten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- einen weiteren Teilschnitt der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung aus Figur 2,
- Fig. 4
- einen Teilschnitt der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung aus Figur 1 in einem zweiten
Ausführungsbeispiel
- Fig. 5
- einen weiteren Teilschnitt der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung aus Figur 4.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0019] Figur 1 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 32a, die als ein Schlagbohrhammer ausgebildet
ist. Die Handwerkzeugmaschine 32a weist ein Gehäuse 34a und eine Einsatzwerkzeugbefestigung
36a auf. In der Einsatzwerkzeugbefestigung 36a ist ein Einsatzwerkzeug 38a befestigt.
Ferner weist die Handwerkzeugmaschine 32a eine Getriebeeinheit 40a und eine nicht
näher dargestellte Zwischenwelle auf. Die Getriebeeinheit 40a teilt während eines
Betriebs einen Kraftfluss, den ein nicht näher dargestellter Motor verursacht, schaltbar
in einen Kraftfluss für ein Schlagwerk 12a und einen Kraftfluss für die Zwischenwelle
auf. Die Zwischenwelle treibt während eines Bohrbetriebs ein Führungsmittel 20a und
die Einsatzwerkzeugbefestigung 36a um eine Drehachse 42a drehend an.
[0020] Des Weiteren weist die Handwerkzeugmaschine 32a eine erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10a mit dem Schlagwerk 12a auf. Die Figuren 2 und 3 zeigen Teile der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10a in einer Schnittdarstellung. Das Schlagwerk 12a erzeugt während eines Schlagbetriebs
einen Schlagimpuls auf das Einsatzwerkzeug 38a in eine Schlagrichtung 26a, die parallel
zu der Drehachse 42a ausgerichtet ist und in eine Hauptarbeitsrichtung, das heißt
von der Einsatzwerkzeugbefestigung 36a in Richtung des Einsatzwerkzeugs 38a, weist.
Das Schlagwerk 12a umfasst einen Schläger 14a, ein Schlagmittel 16a, ein Federmittel
18a, das Führungsmittel 20a, einen Kolben 44a und eine Exzentervorrichtung 46a. Das
Schlagwerk 12a ist entlang der Drehachse 42a in Schlagrichtung 26a gesehen vor der
Einsatzwerkzeugbefestigung 36a angeordnet.
[0021] Das Führungsmittel 20a weist ein Hammerrohr 48a auf. Der Schläger 14a, das Schlagmittel
16a und der Kolben 44a sind innerhalb des Führungsmittels 20a angeordnet. Das Führungsmittel
20a führt den Schläger 14a, das Schlagmittel 16a und den Kolben 44a axial, das heißt
parallel zu der Schlagrichtung 26a, bewegbar. Das Schlagmittel 16a weist ein Befestigungsbereich
28a zu einer Befestigung des Federmittels 18a auf. Der Befestigungsbereich 28a ist
als eine Nut ausgebildet, die das Schlagmittel 16a kreisförmig um die Drehachse 42a
umläuft. In dem Befestigungsbereich 28a ist das Federmittel 18a über eine Strecke,
die einerseits von der Nut und andererseits von einem Dämpfungsmittel 22a begrenzt
ist, entlang der Schlagrichtung 26a bewegbar, befestigt. Das Federmittel 18a ist koaxial
zu dem Führungsmittel 20a innerhalb des Führungsmittels 20a angeordnet und als eine
Spiralfeder bzw. Druckfeder ausgebildet. Es umschließt das Schlagmittel 16a auf einer
dem Schläger 14a zugewandten Seite 50a des Schlägers 14a und erstreckt sich in Richtung
des Schlägers 14a über das Schlagmittel 16a heraus.
[0022] Das Schlagwerk 12a weist das Dämpfungsmittel 22a auf. Das Dämpfungsmittel 22a umschließt
das Schlagmittel 16a auf einer Ebene, die senkrecht zu der Schlagrichtung 26a ausgerichtet
ist, und ist in Schlagrichtung 26a neben dem Führungsmittel 20a angeordnet. Das Dämpfungsmittel
22a weist einen Ring aus einem elastisch und zumindest geringfügig plastisch verformbaren
Material auf. In Schlagrichtung 26a und in einer der Drehachse 42a zugewandten Richtung
wird das Dämpfungsmittel 22a von Flächen 52a des Schlagmittels 16a abgestützt.
[0023] Ferner weist das Schlagwerk 12a ein bewegbares Anschlagelement 24a auf. Das Anschlagelement
24a ist als ein formstabiler Ring ausgebildet. Es umschließt das Schlagmittel 16a
zwischen dem Federmittel 18a und dem Dämpfungsmittel 22a. Das Anschlagelement 24a
wird von dem Schlagmittel 16 über das Federmittel 18a und das Dämpfungsmittel 22a
bei Bewegungen des Schlagmittels 16a mitgeführt.
[0024] Das Führungsmittel 20a weist eine Sicherungseinheit 30a mit einer Nut 54a und einem
Sicherungsmittel 56a auf. Die Nut 54a ist an einer Innenseite des Hammerrohrs 48a
in das Hammerrohr 48a eingebracht und umschließt die Drehachse 42a ringförmig. Das
Sicherungsmittel 56a ist als ein formstabiler Ring ausgebildet. Das Sicherungsmittel
56a ist teilweise in der Nut 54a angeordnet und somit fest mit dem Hammerrohr 48a
verbunden. Es weist teilweise über eine Innenebene des Hammerrohrs 48a hinaus in einen
Innenbereich des Hammerrohrs 48a hinein. Die Sicherungseinheit 30a ist teilweise in
Schlagrichtung 26a gesehen vor dem Anschlagelement 24a angeordnet und kann somit das
Anschlagelement 24a in eine Richtung entgegen der Schlagrichtung 26a abzustützen.
[0025] Der Motor treibt mittels der Exzentervorrichtung 46a den Kolben 44a translatorisch
bewegt an. In Figur 2 ist die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10a in einem Betriebszustand,
kurz bevor der Schläger 14a auf das Schlagmittel 16a schlägt, dargestellt. Mittels
eines Luftpolsters 58a hat der Kolben 44a zuvor den Schläger 14a in Schlagrichtung
26a beschleunigt. Bevor der Schläger 14a einen Impuls auf das Schlagmittel 16a überträgt,
trifft der Schläger 14a auf das Federmittel 18a. Das Federmittel 18a und das Dämpfungsmittel
22a bremsen den Schläger 14a geringfügig ab und speichern dabei etwa 5% einer Bewegungsenergie
des Schlägers 14a. Während das Federmittel 18a den Schläger 14a bremst sind das Federmittel
18a und das Dämpfungsmittel 22a in einem Kraftfluss in Reihe geschaltet. Der Kraftfluss
wirkt zwischen dem Schläger 14a und dem Schlagmittel 16a. Während dessen überträgt
das Anschlagelement 24a eine Kraft von dem Federmittel 18a auf das Dämpfungsmittel
22a. Wenn der Schläger 14a auf das Schlagmittel 16a trifft, überträgt der Schläger
14a seinen Impuls auf das Schlagmittel 16a. Das Schlagmittel 16a wiederum überträgt
den Impuls auf das Einsatzwerkzeug 38a. Der Impuls treibt das Einsatzwerkzeug 38a
in ein nicht näher dargestelltes Werkstück.
[0026] Nach einem Schlag beschleunigt das Federmittel 18a und das Dämpfungsmittel 22a den
Schläger 14a in eine Richtung entgegen der Schlagrichtung 26a, das heißt auf den Kolben
44a zu. Zusätzlich beschleunigt der Kolben 44a den Schläger 14a. Von dem Werkstück
wird ein Teil des Impulses reflektiert. Dadurch wird das Schlagmittel 16a in eine
Richtung entgegen der Schlagrichtung 26a bewegt. Das Schlagmittel 16a bewegt das Anschlagelement
24a, bis dieses auf die Sicherungseinheit 30a trifft. Das Dämpfungsmittel 22a bremst
dann das Schlagmittel 16a ab. Dabei verformt sich das Dämpfungsmittel 22a und begrenzt
so auftretende Bremskräfte. Das Anschlagelement 24a stützt dabei eine von dem Dämpfungsmittel
22a auf das Anschlagelement 24a wirkende Kraft, die entgegen der Schlagrichtung 26a
ausgerichtet ist an dem Führungsmittel 20a ab.
[0027] In den Figuren 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt.
Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1, 2 und 3 durch den Buchstaben b in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels in den Figuren 4 und 5 ersetzt. Die nachfolgenden Beschreibungen
beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen,
wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung
des anderen Ausführungsbeispiels in den Figuren 1, 2 und 3 verwiesen werden kann.
[0028] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10b einer Handwerkzeugmaschine 32b, wie sie in Figur 1 dargestellt ist. Die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10b weist ein Schlagwerk 12b auf, das einen Schläger 14b, ein Schlagmittel 16b, ein
Federmittel 18b und ein Führungsmittel 20b umfasst. Das Federmittel 18b beschleunigt,
wie zuvor beschrieben, den Schläger 14b nach einem Schlag in eine Richtung entgegen
der Schlagrichtung 26b.
[0029] Das Federmittel 18b ist in einem radial äußeren Bereich des Führungsmittels 20b angeordnet
und umschließt das Führungsmittel 20b in einem mittleren Bereich des Führungsmittels
20b. Zudem ist das Federmittel 18b koaxial zu dem Führungsmittel 20b angeordnet. Das
Federmittel 18b wird von einem Gehäuse 34b der Handwerkzeugmaschine 32b parallel zu
der Schlagrichtung 26b bewegbar geführt. Alternativ könnte ein Führungsmittel ein
Federmittel an seiner Außenseite führen.
[0030] Das Schlagwerk 12b weist ein erstes Anschlagelement 24b und ein zweites Anschlagelement
25b auf. Beide Anschlagelemente 24b und 25b sind parallel zu der Schlagrichtung 26b
bewegbar an dem Führungsmittel 20b gelagert. Das Federmittel 18b ist in einem Kraftfluss
angeordnet, der von dem ersten Anschlagelement 24b über das Federmittel 18b auf das
zweite Anschlagelement 25b wirkt. Das erste Anschlagelement 24b ist auf einer Ebene
60b angeordnet, die zwischen einem Dämpfungsmittel 22b des Schlagwerks 12b und dem
Federmittel 18b liegt und die senkrecht zu der Schlagrichtung 26b ausgerichtet ist.
Es weist einen inneren Bereich 62b auf, der innerhalb des Führungsmittels 20b angeordnet
ist, und zwei axial spiegelsymmetrische äußere Bereiche 64b auf, die das Führungsmittel
20b in Ausnehmungen 66b des Führungsmittels 20b durchdringen. Der innere Bereich 62b
ist ringförmig ausgebildet und stützt das Dämpfungsmittel 22b in eine Richtung entgegen
der Schlagrichtung 26b ab. Die äußeren Bereiche 64b sind als an den inneren Bereich
62b angeformte Ohren ausgebildet, diese stützen das Federmittel 18b in Schlagrichtung
26b ab. Somit stützt das erste Anschlagelement 24b das Federmittel 18b über das Dämpfungselement
22b an dem Schlagmittel 16b ab. Zudem stützt das erste Anschlagelement 24b eine von
dem Schlagmittel 16b auf das Dämpfungselement 22b wirkende Kraft an einer Sicherungseinheit
30b des Führungsmittel 20b ab, und zwar über die äußeren Bereiche 64b. Die Sicherungseinheit
30b ist als eine entgegen der Schlagrichtung 26b gelegene Seite der Ausnehmungen 66b
des Führungsmittels 20b ausgebildet.
[0031] Das zweite Anschlagelement 25b ist auf einer Ebene 68b angeordnet, die zwischen dem
Schläger 14b und dem Schlagmittel 16b liegt und senkrecht zu der Schlagrichtung 26b
ausgerichtet ist. Das zweite Anschlagelement 25b weist einen äußeren Bereich 70b und
zwei innere Bereiche 72b auf. Der äußere Bereich 70b ist ringförmig ausgebildet, umschließt
das Führungsmittel 20b und ist an dem Führungsmittel 20b bewegbar gelagert. Die Anschlagelemente
24b, 25b durchdringen das Führungsmittel 20b senkrecht zu der Schlagrichtung 26b in
zwei Bereichen, die gegenüberliegend angeordnet sind. Die inneren Bereiche 70b durchgreifen
das Führungsmittel 20b und sind teilweise in einem Bereich angeordnet, in den der
Schläger 14b bei einem Schlag bewegt wird. Dabei bewirkt der Schläger eine Kraft auf
das zweite Anschlagelement 25b.
[0032] Das zweite Anschlagelement 25b überträgt diese Kraft auf die dem Schläger 14b zugewandte
Seite des Federmittels 18b. Dazu ist das Anschlagelement 25b formschlüssig mit dem
Federmittel verbunden. Alternativ könnte ein Anschlagelement stoffschlüssig und/oder
kraftschlüssig mit einem Federmittel verbunden sein oder teilweise einstückig mit
einem Federmittel ausgebildet sein.
1. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung, insbesondere für einen Bohr-und/oder Schlaghammer,
mit zumindest einem Schlagwerk (12a; 12b), das einen Schläger (14a; 14b), ein Schlagmittel
(16a; 16b), ein Federmittel (18a; 18b) und ein Führungsmittel (20a; 20b) aufweist,
wobei das Federmittel (18a; 18b) dazu vorgesehen ist, den Schläger (14a; 14b) in zumindest
einem Betriebszustand zu beschleunigen und das Führungsmittel (20a; 20b) dazu vorgesehen
ist, den Schläger (14a; 14b) zu führen, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (12a; 12b) ein Dämpfungsmittel (22a; 22b) aufweist, das mit dem Federmittel
(18a; 18b) während zumindest eines Betriebszustands in Reihe geschaltet ist.
2. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und insbesondere
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federmittel (18b) in einem radial äußeren Bereich des Führungsmittels (20b) angeordnet
ist.
3. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federmittel (18b) das Führungsmittel (20b) umschließt.
4. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federmittel (18a; 18b) und das Dämpfungsmittel (22a; 22b) in einem Kraftfluss,
der in zumindest einem Betriebszustand zwischen dem Schläger (14a; 14b) und dem Schlagmittel
(16a; 16b) wirkt, in Reihe geschaltet sind.
5. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungsmittel (22a; 22b) dazu vorgesehen ist, das Schlagmittel (16a; 16b) zu
dämpfen.
6. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (12a; 12b) zumindest ein bewegbares Anschlagelement (24a; 24b, 25b)
aufweist.
7. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (24a; 24b) in zumindest einem Betriebszustand eine Kraft entgegen
einer Schlagrichtung (26a, 26b) abstützt.
8. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (24a; 24b) in zumindest einem Betriebszustand eine Kraft von
dem Federmittel (18a; 18b) auf das Dämpfungsmittel (22a; 22b) überträgt.
9. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagmittel (16a) ein Befestigungsbereich (28a) zu einer Befestigung des Federmittels
(18a) aufweist.
10. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (20a; 20b) eine Sicherungseinheit (30a; 30b) aufweist, die dazu
vorgesehen ist, das Anschlagelement (24a; 24b) abzustützen.
11. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (24a; 24b) das Dämpfungsmittel (22a; 22b) in zumindest einem
Betriebszustand an dem Führungsmittel (20a; 20b) abstützt.
12. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (24b, 25b) das Führungsmittel (20b) in wenigstens einem Bereich
in radialer Richtung durchgreift.
13. Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung (10a; 10b) nach einem
der Ansprüche 1 bis 12.