[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Isoliervorrichtung für warme oder kühle Lebensmittel,
die insbesondere für den Transport von Lebensmitteln geeignet ist, und sich durch
eine einfache Handhabung auszeichnet, sowie die Verwendung der Isoliervorrichtung
zur Isolierung oder Temperierung von Lebensmitteln. Die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung
kann innerhalb einer herkömmlichen Transportkiste, beispielsweise in einer genormten
E2-Kiste aus Kunststoff, die im Wesentlichen nicht isoliert, so angeordnet werden,
dass sie nach Art einer Haube über den Boden der Transportkiste gestülpt wird, wobei
die Kistenwände die Isoliervorrichtung abschnittsweise umfassen. Mittels der Seitenwände
und der Deckelplatte, wahlweise mittels einer zusätzlichen Bodenplatte, die z.B. innerhalb
einer Transportkiste angeordnet sein kann, schließt die Isoliervorrichtung Lebensmittel
isolierend ein. Die Seitenwände, die Deckelplatte und die optionale Bodenplatte der
Isoliervorrichtung weisen Isoliermaterial auf oder bestehen aus Isoliermaterial, insbesondere
Isoliermaterial aus formstabilem Kunststoffschaum, beispielsweise expandiertes oder
extrudiertes aufgeschäumtes Polystyrol. In bevorzugter Ausführungsform ist die erfindungsgemäße
Isoliervorrichtung zumindest abschnittsweise ineinander stapelbar, sodass zwei oder
mehr Isoliervorrichtungen mit jeweils gleichen Abmessungen von Deckelplatten und Seitenwänden
ineinander anordnbar sind. Dabei sind bei gestapelten Isoliervorrichtungen die jeweiligen
Deckelplatten um weniger als die Erstreckung des Seitenwände senkrecht zur Deckelplatte
voneinander beabstandet, insbesondere können zwei oder mehr Isoliervorrichtungen aufeinander
bzw. abschnittsweise ineinander zu einem Stapel angeordnet werden, bei dem die Isoliervorrichtungen
jeweils mit ihren Seitenwänden und/oder mit ihren Deckelplatten aneinander anstoßen.
Auf diese Weise ermöglicht die Erfindung das platzsparende Stapeln der Isoliervorrichtungen,
wenn diese nicht im Gebrauch zur Isolierung von Lebensmitteln verwendet sind.
Stand der Technik
[0002] Es ist allgemein bekannt, die Temperatur von kühlen oder warmen Lebensmitteln durch
Anordnung in Transportbehältern zu isolieren, die isoliert sind bzw. aus Isoliermaterial
bestehen, insbesondere aus aufgeschäumtem Kunststoff.
[0003] Isolierende Transportbehälter für Lebensmittel sind dahingehend nachteilig, dass
sie außerhalb ihres Gebrauchs das selbe Volumen einnehmen wie im Gebrauch und nicht
platzsparend gestapelt werden können.
[0004] Die
DE 202004008227 U1 beschreibt eine isolierende Faltschachtel, bei alle Wände zusammenhängen und nach
Verschwenkung gegeneinander durch Anordnen von Laschen in passend ausgerichteten Löchern
miteinander verbunden werden können.
[0005] Die
FR 2839498 A1 beschreibt eine isolierende Faltschachtel mit Deckel, die aus aneinander angelenkten
Platten durch Verschwenken erzeugt wird. Die Kanten der Platten weisen Fasen auf,
deren Flächen beim Verschwenken gegeneinander liegen. Deckel und Boden sind immer
mit den Seitenwänden verbunden, so dass die Faltschachtel nur komplett mit Boden und
Deckel in eine größere Kiste gestellt werden kann und auch nicht ohne Boden aus der
Kiste entnehmbar ist.
[0006] Die
EP0711964 A1 beschreibt einen Isolierbehälter mit einer einstückigen Kiste und einem Deckel. Die
Kiste kann einen Einsatz aus aneinander entlang gemeinsamer Kanten angelenkten hohlen
Platten aufweisen, die mit einem Kühlmedium gefüllt sein können.
Aufgabe der Erfindung
[0007] Gegenüber bekannten Transportbehältern zur Isolierung von Lebensmitteln ist es Aufgabe
der Erfindung, eine alternative Isoliervorrichtung bereitzustellen, insbesondere eine
Isoliervorrichtung, die platzsparend stapelbar ist. Eine bevorzugte Aufgabe ist die
Bereitstellung einer Isoliervorrichtung, die sowohl platzsparend stapelbar ist, als
auch bei einfacher Handhabung in eine übliche, nicht isolierende Transportkiste eingestellt
werden kann.
Beschreibung der Erfindung
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe mit den Merkmalen der Ansprüche und insbesondere durch
Bereitstellen einer Isoliervorrichtung, die innerhalb einer Transportkiste über zu
isolierende Waren, die auf dem Kistenboden einer Transportkiste liegen, anordnbar
ist. Die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung erlaubt durch die Anordnung innerhalb
einer Transportkiste vorzugsweise ohne die Neuplatzierung der Waren dadurch, dass
sie nach Art einer Haube innerhalb der Kiste über die Waren geschoben wird und kombiniert
damit vorteilhafterweise die Isolation mit einfacher Handhabung bei weiterer Verwendung
üblicher Transportkisten ohne die Notwendigkeit, Waren in einer Transportkiste umplatzieren
zu müssen.
[0009] Die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung weist eine Deckelplatte auf, vorzugsweise
von konstanter Dicke, die z.B. auf einer ersten Seite einen Griff aufweist, der entlang
der umfänglichen Kante der Deckelplatte angeordnet sein kann, insbesondere an gegenüberliegenden
Abschnitten der umfänglichen Kante, und der vorzugsweise im Flächenschwerpunkt der
Deckelplatte bzw. mittig angeordnet ist, während Seitenwände an der Deckelplatte angeordnet
sind, die über die der ersten Seite der Deckelplatte gegenüberliegende zweite Seite
hervorstehen, insbesondere in einem Winkel von bis zu 90° gegen die Deckelplatte.
Mit einem, vorzugsweise nur einem, Griff, der im Schwerpunkt der Deckelplatte angeordnet
ist, ist die Isoliervorrichtung zur bevorzugten einhändigen Handhabung geeignet. Die
erfindungsgemäße Isoliervorrichtung kann aus der Deckelplatte, die an ihrer ersten
Seite einen Griff aufweist und den an der Deckelplatte angelenkten Seitenwänden, die
über die der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite der Deckelplatte hervorstehen
und die entlang ihrer aneinanderstoßenden Kanten miteinander verrastbar sind, und
optional einer Bodenplatte mit einer Ausnehmung, in die die der Deckelplatte gegenüberliegenden
Kanten der Seitenwände anordnbar sind, bestehen, wobei Deckelplatte und/oder Seitenwände
vorzugsweise einen Ansatz aufweisen, der die Verschenkung der Seitenwände gegen die
Deckelplatte begrenzt.
[0010] In einer einfachen Ausführungsform sind die Seitenwände der Isoliervorrichtung etwa
senkrecht an der zweiten Seite der Deckelplatte fixiert, die vorzugsweise rechteckig
ist.
[0011] Generell ist bevorzugt, dass die Deckelplatte rechteckig ist und parallel zu jeder
Kante eine Seitenwand angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist jeweils eine Seitenwand
mit einer ersten Kante an jeweils an einer Kante der Deckelplatte angeordnet. Von
den Seitenwänden weist jede beidseitig der ersten Kante eine zweite Kante auf. Die
zweiten Kanten können senkrecht oder z.B. in einem Winkel von 60-90° zu der ersten
Kante angeordnet sein und begrenzen die Erstreckung der Seitenwände parallel zur ersten
Kante, z.B. zu einer rechteckigen oder trapezförmigen Seitenwand, die vorzugsweise
zu ihrer Mittelachse senkrecht zur ersten Kante symmetrisch ist. Die zweiten Kanten
der Seitenwände begrenzen die Seitenplatten daher in einem Winkel zu den ersten Kanten
der Seitenwände, an denen die Seitenwände an der Deckelplatte angelenkt sind.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenwände schwenkbar an der Deckelplatte
angelenkt und von einer ersten Position, beispielsweise in der Ebene der Deckelplatte,
bis in eine zweite Position schwenkbar, z.B. in einen Winkel von 90° gegen die Deckelplatte,
bzw. gegen die Ebene, in der die Deckelplatte angeordnet ist.
[0013] Seitenwände, die an der Deckelplatte schwenkbar angelenkt sind, ermöglichen das Stapeln
der Isoliervorrichtungen aufeinander, auch wenn diese deckungsgleich zueinander angeordnet
sind, durch Schwenken der Seitenwände in eine erste Position, z.B. einen flachen Winkel
gegen die Ebene, in der die Deckelplatte angeordnet ist, während die Seitenwände in
der zweiten Position, beispielsweise in einem Winkel von 60 - 90°, vorzugsweise 90°
zur Ebene der Deckelplatte mit ihren zweiten Kanten aneinander anstoßen und eine im
Wesentlichen umfänglich geschlossene Wand bilden, die über die Deckelplatte hervorsteht.
Zur Verwendung für den Transport von Lebensmitteln sind die Seitenwände gegen die
Deckelplatte verschwenkt, vorzugsweise in 90° zur Deckelplatte, wobei die sich gegenüberliegenden
zweiten Kanten benachbarter Seitenplatten aneinander anstoßen. Vorzugsweise ist die
erfindungsgemäße Isoliervorrichtung in einer nicht isolierenden Transportkiste angeordnet,
die beispielsweise eine E2-Kiste aus nicht aufgeschäumtem Kunststoff und/oder aus
Metall ist, wobei die Isoliervorrichtung mit dem offenen Querschnitt gegen den Boden
der Transportkiste angeordnet ist. Bei Verwendung der Isoliervorrichtung zur Isolierung
von Waren, wobei die Isoliervorrichtung in einer Transportkiste angeordnet sind, sind
die Seitenwände der Isoliervorrichtung mit ihren zweiten Kanten aneinander angeordnet
und ragen über die Deckelplatte hervor, so dass die Deckelplatte durch die Seitenwände
vom Boden der Transportkiste beabstandet ist. Der auf der ersten Seite der Deckelplatte
angeordnete Griff erlaubt eine einfache Handhabung der erfindungsgemäßen Isoliervorrichtung,
beispielsweise mit einer Hand, insbesondere das Anordnen der Seitenwände, die in einem
Winkel von 80 - 90° zur Ebene der Deckelplatte positioniert sind, innerhalb einer
Transportkiste.
[0014] Optional weist eine Seitenwand, vorzugsweise zwei gegenüberliegende Seitenwände,
auf ihren Oberflächen, die der gegenüberliegenden Seitenwand abgewandt sind, einen
Vorsprung und/oder eine Griffausnehmung auf, die jeweils passend zu einer Grifföffnung
einer Transportkiste angeordnet sind. Ein Vorsprung kann in die Grifföffnung einer
Transportkiste eingreifen und die Isoliervorrichtung in die Transportkiste einrasten,
während eine Griffausnehmung, die vorzugsweise die Grifföffnung der Transportkiste
überdeckt, das Eingreifen einer Hand in die Grifföffnung erleichtert. Die Griffausnehmung
kann wahlweise umlaufend um die Isoliervorrichtung angeordnet sein, z.B. in einem
an die Deckelplatte angrenzenden Abschnitt der Seitenwände, insbesondere parallel
zu den ersten Kanten der Seitenwände verlaufen. Die Griffausnehmung, insbesondere
eine parallel zu den ersten Kanten der Seitenwände angeordnete Griffausnehmung, kann
dadurch gebildet sein, dass die Seitenwände in einem ersten Abschnitt parallel zu
ihren ersten Kanten aufeinander zulaufend ausgebildet sind, während sie in dem angrenzenden
zweiten Abschnitt in einem kleineren Winkel gegeneinander angeordnet sind, vorzugsweise
parallel zueinander, insbesondere senkrecht zur Deckelplatte sind. Vorzugsweise steht
die Deckelplatte in dieser Ausführungsform über die ersten Abschnitte der Seitenwände
vor und bildet mit diesen eine umlaufende Nut und erstreckt sich z.B. über eine Fläche,
die von den äußeren Flächen der zweiten Abschnitte der Seitenwände parallel zur Deckelplatte
aufgespannt wird, insbesondere deckungsgleich über die Fläche, die von senkrechten
Seitenwänden in einer Ebene parallel zur Deckelplatte aufgespannt wird.
[0015] Bevorzugt sind die schwenkbar an der Deckelplatte angelenkten Seitenwände entlang
ihrer zweiten Kanten miteinander verbindbar, beispielsweise dadurch, dass aneinander
anstoßende zweite Kanten benachbarter Seitenwände jeweils ein Element einer lösbar
haftenden Verbindungseinrichtung aufweisen. Besonders bevorzugt weisen gegenüberliegende
zweite Kanten benachbarter Seitenwände eines von zwei Oberflächenelementen einer lösbaren
Haftverbindung auf, beispielsweise jeweils ein Oberflächenelement eines Klettverschlusses.
Alternativ oder zusätzlich können in einer zweiten Position aneinander anstoßende
zweite Kanten benachbarter Seitenwände miteinander verrastbar sein, und beispielsweise
passend zueinander angeordnete, ineinander eingreifende Ausnehmungen und Vorsprünge
aufweisen, insbesondere ineinander eingreifende Nuten und Zapfen einer lösbaren bzw.
klemmenden Verzapfung.
[0016] Die Seitenwände können entlang ihrer aneinander anstoßenden bzw. einander gegenüberliegenden
zweiten Kanten Kantenflächen aufweisen, die parallel zur zweiten Kante in einem Winkel
von 20-90°, insbesondere 45° zur äußeren Oberfläche der Seitenplatte angeordnet ist.
In dieser Ausführungsform liegen die Kantenflächen zweiter Kanten bei Anordnung der
Seitenwände aneinander angrenzend, z.B. bei Anordnung der Seitenwände in 60-90° zur
Deckelplatte, zumindest abschnittsweise aneinander. Alternativ oder zusätzlich können
die Kantenflächen zweiter Kanten einander abschnittsweise überlappend ausgebildet
sein, insbesondere stufenförmig sein und z.B. längs der Kante verlaufende ineinander
eingreifende Kanten aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann eine erste Seitenwand
über die parallele Kante der Deckelplatte hinausragen, während die zweite Kante einer
benachbarten zweiten Seitenwand etwa bündig mit der Deckelplatte ist und gegen die
innere Oberfläche der ersten Seitenwand angeordnet ist. In diesen Ausführungsformen
ist bevorzugt, dass die zweiten Kanten entlang ihrer Kantenflächen mit einem Oberflächenelement
einer lösbaren Verbindungseinrichtung, z.B. eines Klettverschlusses, versehen sind.
[0017] Die schwenkbaren Seitenwände können dadurch an der Deckelplatte angelenkt sein, dass
sie mit einem Scharnier, beispielsweise einem Film- oder Folienscharnier, mit der
Deckelplatte verbunden sind. Wahlweise kann das Scharnier einstückig mit der Deckelplatte
und/oder einer Seitenwand sein. Das Scharnier kann, ob einstückig oder als zwischen
Deckelplatte und Seitenwänden angeordnetes Element, die Seitenwände von der Deckelplatte
beabstanden, sodass die Seitenwände z.B. um eine von der Oberfläche der Deckelplatte
beabstandete Schwenkachse schwenkbar sind.
[0018] Optional sind die Seitenwände in Ruhestellung des Scharniers etwa senkrecht zur Deckelplatte
positioniert, und optional weist das Scharnier eine Feder- oder Rückstellspannung
gegen die Verschwenkung aus der Ruhestellung auf, so dass eine Seitenwand gegen eine
Federspannung des Scharniers in die erste Position schwenkbar ist, in der die Seitenwände
in einem Winkel <90° gegen die Ebene der Deckelplatte positioniert sind. In dieser
Ausführungsform unterstützt die Federspannung des Scharniers die Anordnung der Seitenwände
in der zweiten Position zur Verwendung bei der Isolierung, während für die Stapelbildung
die Seitenwände gegen die Federspannung des Scharniers in die dazu bevorzugte erste
Position verschwenkt werden.
[0019] Bevorzugt weisen Deckelplatte und/oder Seitenwände angrenzend an die erste Kante,
entlang derer sie schwenkbar miteinander verbunden sind, einen Ansatz oder Anschlag
auf, der bei Verschwenkung von Deckelplatte und Seitenwand in einen Winkel, in welchem
die zweiten Kanten der Seitenwände aneinander anstoßen, z.B. in einem Winkel von Deckelplatte
und Seitenwand von 60-100°, insbesondere 60-90° oder 90-100°, gegen die Seitenwand
bzw. Deckelplatte anstößt. Ein solcher Ansatz begrenzt die Verschwenkung der Seitenwand
gegen die Deckelplatte, insbesondere auf 90°, und erlaubt daher unabhängig von der
Verschwenkung der anderen Seitenwände die Verschwenkung jeder Seitenwand gegen die
Deckelplatte in den Winkel, in dem die Seitenwände längs ihrer zweiten Kanten aneinander
stoßen, und vorzugsweise längs ihrer zweiten Kanten miteinander verrasten. In dieser
Ausführungsform erleichtern Ansätze an der Deckelplatte, die in einem Verschwenkungswinkel
gegen Seitenwände stoßen und/oder Ansätze an Seitenwänden, die in dem Verschwenkungswinkel
gegen die Deckelplatte stoßen, die Verschwenkung der Seitenwände in den Winkel, in
dem die Seitenwände aneinander anstoßen, ohne dass die benachbarten Seitenwände koordiniert
ebenfalls in einen Winkel verschwenkt werden müssten, in dem sie entlang ihrer zweiten
Kante anstoßen können.
[0020] Besonders bevorzugt kann ein Ansatz an einer Seitenwand und/oder an der Deckelplatte
in eine passend ausgerichtete Ausnehmung an der Deckelplatte bzw. der Seitenwand geschwenkt
werden und gegen einen Oberflächenabschnitt der Ausnehmung anstoßen. Weiter bevorzugt
kann ein Ansatz einer Seitenwand mit einer passend ausgerichteten Ausnehmung in der
Deckelplatte und/oder ein Ansatz in der Deckelplatte mit einer passend ausgerichteten
Ausnehmung einer Seitenwand bei Verschwenkung von Seitenwand zu Deckelplatte in einen
Winkel, in welchem die zweiten Kanten der Seitenwände aneinander anstoßen, in Eingriff
treten bzw. verrasten. In dieser Ausführung sind z.B. Deckelplatte und Seitenwände
in dem Winkel miteinander verrastbar, in dem der Ansatz in der passend ausgerichteten
Ausnehmung angeordnet ist. Bevorzugt sind Ansätze und passend ausgerichtete Ausnehmungen
entlang der Fasen einander gegenüberliegend angeordnet, die an der ersten Kante der
Seitenwände und an der parallel zu dieser ersten Kante angeordneten umfänglichen Kante
der Deckelplatte sind. Bevorzugt stoßen die Ansätze, die an einem von Deckelplatte
und Seitenwand angeordnet sind, bei Verschwenkung von Seitenwand gegen Deckelplatte
zu 60-100°, oder zu 80-100°, insbesondere zu 90°, gegen Seitenwand bzw. Deckelplatte.
Entsprechend umfaßt ein Ansatz den Winkel, der den Winkel zu 60-100°, oder zu 80-100°,
insbesondere zu 90° ergänzt, in dem die Stoßfläche liegt, an welche der Ansatz anstößt;
in Ausführungen, in denen der Ansatz in eine passend ausgerichtete, gegenüberliegende
Ausnehmung einrastet, umfasst der Ansatz z.B. den Winkel von 60-100°, oder von 80-100°,
insbesondere von 90° in seiner Rastposition in der Ausnehmung.
[0021] Bevorzugt sind Seitenwände entlang ihrer zweiten Kanten, mit denen sie gegeneinander
stoßen, dadurch miteinander verrastbar, dass sie passend ausgerichtete lösbar ineinander
eingreifende Ausnehmungen und Vorsprünge aufweisen, die z.B. jeweils passend versetzt
angeordnet sind.
[0022] Bevorzugt ist die Isoliervorrichtung zur Verwendung oder Anordnung innerhalb einer
Transportkiste 10 geeignet, wobei die Isoliervorrichtung eine Deckelplatte 1 einen
auf ihrer ersten Seite angeordneten Griff 3 aufweist und mit ihren ersten Kanten 5
an der Deckelplatte 1 schwenkbar sind. Weiter bevorzugt verlaufen benachbarte Seitenwände
4 jeweils entlang aneinander anstoßender zweiter Kanten 6, die in einem Winkel zu
ihren ersten Kanten 5 angeordnet sind und die Erstreckung der Seitenwände 4 parallel
zur ersten Kante 5 begrenzen, wobei die Seitenwände 4 miteinander lösbar verbindbar
sind. Bei Verschwenkung der Seitenplatten weisen 4 aneinander anstoßende zweite Kanten
5 benachbarter Seitenplatten 4 bevorzugt jeweils ein Oberflächenelement auf, das eine
lösbare Haftverbindung mit dem anstoßenden Oberflächenelement eingeht, insbesondere
jeweils ein Oberflächenelement eines Klettverschlusses. Bevorzugt sind die Seitenplatten
4 entlang ihrer aneinander anstoßenden zweiten Kanten 5 miteinander verrastbar, z.B.
dadurch, dass bei Verschwenkung der Seitenplatten 4 aneinander anstoßende zweite Kanten
6 der Seitenwände 4 jeweils passend versetzt zueinander angeordnete, lösbar ineinander
eingreifende Ausnehmungen und Vorsprünge aufweisen.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform sind die Seitenwände jeweils entlang ihrer zweiten
Kanten unlösbar miteinander verbunden, beispielsweise sind benachbarte Seitenwände
einstückig und in einem festgelegten Winkel an der Deckelplatte fixiert. Für eine
Stapelbarkeit der Isoliervorrichtungen in dieser Ausführungsform sind die Seitenwände
gegenüber der Deckelplatte nicht rechtwinklig angeordnet, sondern in einem Winkel
gegen die Ebene der Deckelplatte geneigt, sodass sie mit zunehmendem Abstand von der
Deckelplatte weiter beabstandet sind, bzw. dass gegenüberliegende Seitenwände in Bezug
auf ihre ersten Kanten in einem Winkel auseinander laufen, beispielsweise um 1 - 20°
voneinander weg geneigt sind, vorzugsweise um 2 - 10°, und entsprechend die Seitenwände
symmetrisch trapezförmig sind. Bei Anordnung jeweils gegenüberliegender Seitenwände
so, dass sie ausgehend von der Deckelplatte in einem Winkel auseinander laufen, spannen
die Seitenwände in einem Abstand zur Deckelplatte, beispielsweise in einer Ebene,
die durch die Seitenwände von der Deckelplatte beabstandet ist, eine größere Querschnittsfläche
auf, als die Deckelplatte einnimmt. Entsprechend können solche Isoliervorrichtungen
ineinander platzsparend gestapelt werden, indem die Deckelplatte einer Isoliervorrichtung
zwischen den Seitenwänden einer anderen Isoliervorrichtung angeordnet wird, wobei
z.B. die Deckelplatten und/oder die Seitenwände der Isoliervorrichtungen etwa parallel
zueinander angeordnet sind.
[0024] Vorzugsweise weist eine erfindungsgemäße Isoliervorrichtung eine gegenüber der Deckelplatte
anordnbare isolierende Bodenplatte auf, die vorzugsweise aus Isoliermaterial besteht.
Eine solche Bodenplatte kann beispielsweise in eine Transportkiste eingelegt werden,
um bei Anordnung der Isoliervorrichtung in der Transportkiste die von den Seitenwänden
der Isoliervorrichtung aufgespannte lichte Öffnung isolierend abzuschließen. Bevorzugt
ist die lichte Öffnung von den Seitenwänden in einem Abstand und vorzugsweise parallel
zur Deckelplatte aufgespannt. Entsprechend weist die Bodenplatte vorzugsweise gleiche
Abmessungen auf, wie die von den gegenüber der Deckelplatte angeordneten Innenkanten
oder Außenkanten der Seitenwände aufgespannte Fläche. Besonders bevorzugt weist die
Bodenplatte eine umfängliche Ausnehmung auf, in die ein Abschnitt der Kanten der Seitenwände,
die gegenüber der Deckelplatte angeordnet sind, eingreift. Die Bodenplatte kann beispielsweise
eine umlaufende Fase oder Nut haben, und die Kanten der Seitenwände, die gegenüber
den ersten Kanten angeordnet sind, eine passende Fase oder Feder.
[0025] Besonders bevorzugt weist die Bodenplatte und/oder die Deckelplatte jeweils eine
Temperiereinrichtung auf, z.B. ein elektrisch betriebenes Heizelement, dessen elektrischer
[0026] Anschluß vorzugsweise von einer Außenfläche zugänglich ist, z.B. mittels eines Kabels
nach außerhalb der Isoliervorrichtung geführt ist. Besonders bevorzugt ist eine Temperierreinrichtung
elektrisch mit einem Stecker verbunden, der in der Deckelplatte angeordnet ist, und
besonders bevorzugt von der Oberfläche der Deckelplatte zugänglich ist, die der Bodenplatte
und/oder den Seitenwänden abgewandt ist. Eine Temperiereinrichtung in der Bodenplatte
hat den Vorteil der Wärmeleitung zum Boden eines in die Isoliervorrichtung eingestellten
Behälters, während eine Temperiereinrichtung in der Deckelplatte die Bildung von Kondenswasser
verhindern kann und das Volumen innerhalb der Isoliervorrichtung erwärmen kann.
[0027] Weiter bevorzugt findet die erfindungsgemäße Isoliervorrichtung in Kombination mit
einer Transportkiste Verwendung oder weist eine Transportkiste auf, deren Wände die
Seitenwände umfassen, wobei zwischen den Seitenwänden der Isoliervorrichtung ein Schale
angeordnet ist, z.B. aus Metall oder Keramik. Vorzugsweise ist der Abstand zumindest
zweier gegenüberliegender Seitenwände etwa gleich dem Abstand der äußeren Kanten der
Schale, sodass die Schale zumindest von zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden
gehalten ist, während die Seitenwände von den Kistenwänden umfasst sind.
[0028] Ein auf der ersten Seite der Deckelplatte angeordneter Griff ist vorzugsweise im
Wesentlichen bündig mit der ersten Fläche der Deckelplatte. Bevorzugt ist der Griff
in einer Ausnehmung der Deckelplatte angeordnet oder in eine Ausnehmung der Deckelplatte
schwenkbar. In einer einfachen Ausführungsform kann der Griff durch eine oder durch
zwei beabstandete Ausnehmungen der Deckelplatte gebildet sein, wobei optional zusätzlich
eine Unterschneidung bzw. ein zwischen den beabstandeten Ausnehmungen angeordneter
Abschnitt der Deckelplatte vorhanden ist.
[0029] Die Erfindung wird nun genauer mit Bezug auf die Figuren beschrieben, in denen schematisch
- Figur 1 eine Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Isoliervorrichtung zeigt,
- Figur 2 im Schnitt von Figur 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Verwendung mit
Transportkiste und Schale zeigt,
- Figur 3 eine erfindungsgemäße Isoliervorrichtung mit schwenkbar angelenkten Seitenwänden
in einer ersten Position zeigt,
- Figur 4 eine Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Isoliervorrichtung mit schwenkbar
angelenkten Seitenwänden zeigt, die senkrecht zur Deckelplatte in eine zweite Position
geschwenkt sind,
- Figur 5 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit Schale und Transportkiste sowie deren
Verwendung zeigt,
- Figur 6 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in bevorzugter Ausführungsform zeigt,
- Figur 7 eine erfindungsgemäß bevorzugte Ausführungsform in einer Explosionszeichnung
zeigt,
- Figur 8 eine perspektivische Aufsicht von außen auf die zweite Kante von Seitenwänden
zeigt,
- Figur 9 eine Aufsicht auf die Vorrichtung senkrecht zur Ebene der Deckelplatte zeigt,
- Figur 10 ein Detail der Vorrichtung zeigt, wobei die Seitenwände von der Deckelplatte
weg geschwenkt sind und
- Figur 11 ein Detail einer weiteren Ausführungsform zeigt, wobei die Seitenwände von
der Deckelplatte weg geschwenkt sind.
[0030] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugsziffern funktional gleiche Elemente.
[0031] Eine einfache Ausführungsform der erfindungsgemäßen Isoliervorrichtung ist in Figur
1 gezeigt, bei der eine Deckelplatte 1 Kanten 2 aufweist, entlang derer Seitenwände
4 angeordnet sind. Ein Griff 3 ist mittig in der Deckelplatte 1 angeordnet.
[0032] Die Schnittansicht von Figur 2 zeigt, dass die Seitenwände 4 senkrecht auf der zweiten
Seite der Deckelplatte 1 angeordnet sind, die der ersten Seite der Deckelplatte 1
gegenüber liegt, auf welcher der Griff 3 angeordnet ist.
[0033] Entsprechend der bevorzugten Verwendung ist die Isoliervorrichtung mit Deckelplatte
1 und Seitenwänden 4 um eine Schale 12 angeordnet. Die Seitenwände 4 können in jeder
Verwendung in einer Transportkiste 10 angeordnet sein, sodass die Seitenwände 4 von
den Kistenwänden 11 umfasst sind, während die Schale 12 von gegenüberliegenden Seitenwänden
4 kontaktiert wird und auf diese Weise festgehalten wird. Die Seitenwände 4 beabstanden
die Deckelplatte 1 vom Boden der Transportkiste 10.
[0034] Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform weist Seitenwände 4 auf, die entlang der ersten
Kanten 5 schwenkbar an der Deckelplatte 1 angelenkt sind.
[0035] In der ersten Position, die in Figur 3 gezeigt ist, sind die Seitenwände 4 etwa in
die Ebene der Deckelplatte 1 geschwenkt, sodass die zweiten Kanten 6 der Seitenwände
4 voneinander beabstandet sind. In dieser Position ist die Isoliervorrichtung gut
stapelbar, da die Seitenwände 4 durch Verschwenkung in einen flachen Winkel zur Ebene
der Deckelplatte 1 der Isoliervorrichtung insgesamt eine flache Gestalt geben. Bei
Anordnung mehrerer Isoliervorrichtungen übereinander, deren Seitenwände in die zweite
Position geschwenkt sind, können die Seitenwände 4 benachbarter Isoliervorrichtungen
aufeinander liegen, und die jeweiligen Deckelplatten 1 nicht oder nur in geringerem
Maße voneinander beabstanden.
[0036] Figur 4 zeigt schematisch die Anordnung der schwenkbaren Seitenwände 4 in der zweiten
Position, in der vorzugsweise die Seitenwände 4 etwa senkrecht zur Deckelplatte 1
angeordnet sind. Die zweiten Kanten 6 sind entsprechend der bevorzugten Ausführungsform
senkrecht zur ersten Kante 5 angeordnet und grenzen aneinander an, so dass die Seitenwände
4 insgesamt umfänglich geschlossen sind und eine offene Querschnittsfläche gegenüber
der Deckelplatte 1 aufspannen. Bei Verschwenkung der Seitenplatten 4 in die zweite
Position, vorzugsweise etwa senkrecht zu der Deckelplatte 1, stoßen die zweiten Kanten
6 benachbarter Seitenplatten 4 gegeneinander. In dieser Ausführungsform ist bevorzugt,
dass die aneinander anstoßenden zweiten Kanten 6 benachbarter Seitenwände 4 miteinander
lösbar verrastet sind, beispielsweise jeweils mit passend zueinander ausgerichteten
Nuten und Zapfen bzw. aneinander lösbar haftenden Elementen einer Haftverbindung versehen
sind, beispielsweise mit jeweils miteinander verbindbaren Oberflächenelementen eines
Klettverschlusses versehen sind.
[0037] Figur 4 zeigt beispielhaft verschiedene Ausführungsformen der Kantenflächen parallel
zu den zweiten Kanten 6 der Seitenwände 4. Vorzugsweise sind die Kantenflächen zweiter
Kanten 6 einer Isoliervorrichtung zueinander passend kongruent bzw. jeweils gleich.
Figur 4 zeigt in den unten dargestellten zweiten Kanten 6 jeweils Kantenflächen, die
in einem Winkel von 20-90°, insbesondere 45° zur äußeren Oberfläche der Seitenplatten
4 angeordnet sind. Dabei können die Kantenflächen in der gezeigten zweiten Position
für ein leichteres Lösen einer Haftverbindung in einem Winkel zueinander verlaufen,
z.B. können die einander gegenüberliegenden Kantenflächen jeweils zu <40°, bevorzugt
<30° oder zu >50°, bevorzugt >60° gegen die äußere Oberfläche der Seitenwand 4 geneigt
sein. In dieser Ausführungsform liegen die Kantenflächen zweiter Kanten 6 bei Anordnung
der Seitenwände 4 aneinander angrenzend nicht vollflächig, sondern nur abschnittsweise
aneinander. Eine alternative Ausführung der Kantenflächen zweiter Kanten 6 einander
abschnittsweise überlappend ist für die obere rechte Ecke der Figur gezeigt, in der
die benachbarten Kantenflächen zweiter Kanten 6 stufenförmig sind.
[0038] Für die obere linke Ecke der Figur ist gezeigt, wie eine erste Seitenwand über die
parallele Kante der Deckelplatte hinausragt, während die zweite Kante einer benachbarten
zweiten Seitenwand etwa bündig mit der Deckelplatte ist und gegen die innere Oberfläche
der ersten Seitenwand angeordnet ist.
[0039] Eine Schnittansicht von Figur 4 ist in Figur 5 gezeigt. Diese Schnittansicht macht
die Verschwenkung der Seitenwände 4 gegenüber der Deckelplatte 1 entlang der ersten
Kanten 5 deutlich. Wie bei Verschwenkung der Seitenwände 4 in die erste Position,
in der die Seitenwände 4 in der Ebene bzw. in etwa 45° zur Ebene der Deckelplatte
1 gezeigt sind, können die Seitenwände 4 an ihren Kanten gegenüber den ersten Kanten
5 optional mit einer Feder versehen sein, die in eine entsprechende Ausnehmung oder
Nut einer Bodenplatte 7 eingreift, die durch die Seitenwände 4 beabstandet, optional
an den Seitenwänden 4 gegenüber der Deckelplatte 1 anordnbar ist.
[0040] Auch in dieser Ausfiihrungsform kann die Isoliervorrichtung mit einer Schale 17 verwendet
werden, die zwischen bündig an die Schale 1 angrenzenden Seitenwänden 4 anordnbar
ist, während weiter bevorzugt die Isoliervorrichtung mit einer Transportkiste 10 verwendet
wird, wobei deren Kistenwände 11 die Seitenwände 4 umfassen.
[0041] Figur 6 zeigt eine erfindungsgemäß bevorzugte Isoliervorrichtung, die innerhalb einer
Transportkiste 10 angeordnete Seitenwände 4 aufweist, die schwenkbar an einer Deckelplatte
1 angelenkte Seitenwände 4 aufweist, wobei die Seitenwände 4 durch ein Scharnier 9
von der Deckelplatte 1 beabstandet sind, und Seitenwände 4 eine Griffausnehmung 13
aufweisen, die passend zu Grifföffnungen 14 der Transportkiste 10 angeordnet sind.
[0042] Eine Bodenplatte 7 ist durch die Seitenwände 4 von der Deckelplatte 1 beabstandet
an den Kanten der Seitenplatten 4 angeordnet, die den ersten Kanten 5 der Seitenplatten
4 gegenüberliegen. Die Bodenplatte 7 ist angrenzend an den Kistenboden 12 der Transportkiste
10 angeordnet. Die den ersten Kanten 5 gegenüberliegenden Kanten der Seitenwände 4
greifen in eine Ausnehmung 15 ein, die parallel zu den Kanten der Bodenplatte 7 verläuft.
[0043] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Figur 7 gezeigt,
bei der ebenfalls die Bodenplatte 7 eine Ausnehmung bzw. Nut 8 aufweist, in welche
die Kanten der Seitenwände 4 eingreifen, die gegenüber den ersten Kanten 5 angeordnet
sind. Es ist bevorzugt, dass die Isoliervorrichtung Vorsprünge an einer Seitenwand
4 aufweist, vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden 4, jeweils auf deren
Oberfläche, die der gegenüberliegenden Seitenfläche 4 abgewandt ist, und ein solcher
Vorsprung 16 passend zu einer Grifföffnung 14 einer Transportkiste 10 angeordnet ist.
Entsprechend rastet der Vorsprung 16 in eine Grifföffnung 14 einer Transportkiste
10 ein, wenn die Deckelplatte 1 mit den senkrecht dazu angeordneten Seitenwänden 4
zumindest abschnittsweise in der Transportkiste 10 angeordnet ist, beispielsweise
zwischen den Kistenwänden 11 angeordnet ist.
[0044] Figur 8 zeigt in der Aufsicht auf eine zweite Kante 6 miteinander verrasteter Seitenwände
4, von denen die eine einen Vorsprung 18 entlang ihrer zweiten Kante 6 aufweist, während
die angrenzende Seitenwand, in der Figur 8 rechts gezeigt, eine passend zum Vorsprung
18 ausgerichtete Ausnehmung 19 aufweist. Bei Verschwenken der Seitenwände 4 gegen
die Deckelplatte, mit der sie entlang jeweils ihrer ersten Kante 5 miteinander schwenkbar
verbunden sind, verrasten die aneinander angrenzenden Seitenwände entlang ihrer zweiten
Kanten 6 dadurch, dass der Vorsprung 18 in die passend ausgerichtete Ausnehmung 19
eingreift.
[0045] Generell ist es bevorzugt, dass eine Verrastung von Seitenwänden entlang zweiter
Kanten 6, bzw. die Verrastung der Deckelplatte 1 mit daran angelenkten Seitenwänden
4 entlang erster Kanten 5 lösbar und kraftschlüssig ist, sodass z.B. die Seitenwände
4 in einen größeren Winkel von der Deckelplatte 1 weggeschwenkt werden können, um
eine flachere Gestalt einzunehmen, sodass die Vorrichtungen auf einfache Weise aufeinander
bzw. ineinander stapelbar sind.
[0046] Figur 9 zeigt in einer Aufsicht senkrecht auf die ersten Kanten 5 der Seitenwände
4 die erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei die Deckelplatte 1 nicht dargestellt ist.
Die
[0047] Deckelplatte 1 hat schematisch gezeigte Ausnehmungen oder Stoßflächen 20, in bzw.
gegen welche Ansätze (nicht gezeigt) angeordnet werden können, die an Seitenwänden
4 angebracht sind. Die Seitenwände 4 sind in der Position gezeigt, in der sie entlang
ihrer zweiten Kanten 6 aneinander anstoßen und eine geschlossene Umfangsfläche bilden,
und in dem Winkel gegen die Deckelplatte 1 geschwenkt sind, in dem die Ansätze 22
gegen die Stoßflächen 20 anstoßen, bzw. in die die Stoßflächen enthaltenden Ausnehmungen
24 der Deckelplatte eingreifen.
[0048] Entsprechend der Verschwenkung der Seitenwände 4 gegen die Deckelplatte 1 kann die
Vorrichtung innerhalb der Seitenwände 11 einer Transportkiste 10 angeordnet sein.
[0049] Weiterhin ist in Figur 9 schematisch gezeigt, dass optional auf der den Seitenwänden
4 zugewandten inneren bzw. zweiten Oberfläche der Deckelplatte 1 ein Heizelement 21
als Temperiereinrichtung angeordnet sein kann, und/oder alternativ ein Heizelement
21 als Temperiereinrichtung an oder in der Bodenplatte 7 angeordnet ist. In der Figur
9 kann daher das Heizelement 21 an oder in der Deckelplatte 1 und/oder an oder in
der Bodenplatte 7 angeordnet sein.
[0050] Besonders bevorzugt ist die Temperiereinrichtung, insbesondere das Heizelement 21
elektrisch durch einen Stecker kontaktiert, der in der Deckelplatte 1 angeordnet ist
und der von der Außenfläche der Vorrichtung zugänglich ist, beispielsweise von der
Oberfläche der Deckelplatte 1, die den ersten Kanten 5 abgewandt ist.
[0051] Figur 10 zeigt schematisch eine erste Ausführungsform, in der die Seitenwände 4 dadurch
miteinander verrastbar sind, dass sie entlang ihrer zweiten Kanten 6 passend zueinander
ausgerichtete Ausnehmungen 19 bzw. Vorsprünge 18 aufweisen, die ineinander greifen,
wenn die Seitenwände 4 entlang ihrer ersten Kanten 5 gegen die Deckelplatte 1 verschwenkt
sind.
[0052] Weiterhin zeigt Figur 10 entlang der ersten Kanten 5 der Seitenwände 4 angeordnete
Ansätze 22, die beim Verschwenken der Seitenwände 4 gegen die Deckelplatte 1 an passend
ausgerichtete Stoßflächen 20 stoßen, die an der Deckelplatte 1 angeordnet sind, und
entsprechend der bevorzugten Ausführungsform in Ausnehmungen 24 liegen, die in der
Deckelplatte 1 angeordnet sind. In dieser bevorzugten Ausführungsform begrenzen die
Ansätze 22 die Verschwenkung der Seitenwände 4 gegen die Deckelplatte 1 dadurch, dass
die Ansätze 22 gegen jeweils eine passend ausgerichtete Stoßfläche 20, die bevorzugt
jeweils in einer Ausnehmung 24 in der Deckelplatte 1 angeordnet sind, anstoßen. Entsprechend
der bevorzugten Ausführungsform ist weiterhin gezeigt, dass sowohl die Deckelplatte
1 als auch die Seitenwände 4 jeweils entlang ihrer ersten Kanten 5 eine Fase 25 aufweisen,
die bei Verschwenken der Seitenwände 4 gegen die Deckelplatte 1 aneinander anliegen.
[0053] Weiterhin ist in Figur 10 gezeigt, dass auch Seitenwände 4 im Bereich ihrer Ecke,
an der die erste Kante 5 an die zweite Kante 6 anstößt, eine weitere Fase 26 aufweist,
sodass die Fasen 26 beim Verrasten der Seitenwände 4 entlang ihrer zweiten Kanten
6 gegeneinander liegen.
[0054] Figur 11 zeigt eine weitere Ausführungsform der bevorzugten Ausführung der Vorrichtung,
bei der Ansätze 22 entlang der ersten Kante 5 an Seitenwänden 4 angeordnet sind, die
gegen Stoßflächen 20 anstoßen, wenn die Seitenwände 4 gegen die Deckelplatte 1 verschwenkt
sind. Wie bereits mit Bezug auf Figur 10 beschrieben, sind die Stoßflächen 20 vorzugsweise
in Ausnehmungen 24 in der Deckelplatte 1 angeordnet, sodass ein Ansatz 22 in eine
passend ausgerichtete Ausnehmung 24 an der ersten Kante 5 der Deckelplatte 1 eingreifen
kann. In der in Figur 11 gezeigten Ausführungsform sind die Seitenplatten 4 jeweils
entlang ihrer ersten Kante 5 mit einer Schulter 27 versehen, entlang welcher wie voranstehend
beschrieben die Elemente entlang der ersten Kante 5 angeordnet sind, insbesondere
eine Fase 25, die gegen die Fase 25 der Deckelplatte 1 geschwenkt werden kann, sowie
Ansätze 22, die in passend ausgerichtete Ausnehmungen 24 an der ersten Kanten 5 der
Deckelplatte 1 schwenkbar sind.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Deckelplatte
- 2
- umfängliche Kante der Deckelplatte
- 3
- Griff
- 4
- Seitenwand
- 5
- erste Kante
- 6
- zweite Kante
- 7
- Bodenplatte
- 8
- Nut
- 9
- Scharnier
- 10
- Transportkiste
- 11
- Kistenwand
- 12
- Kistenboden
- 13
- Griffausnehmung
- 14
- Grifföffnung
- 15
- Ausnehmung
- 16
- Vorsprung
- 17
- Schale
- 18
- Vorsprung an zweiter Kante der Seitenwand
- 19
- Ausnehmung in zweiter Kante der Seitenwand
- 20
- Stoßfläche
- 21
- Heizelement
- 22
- Ansatz
- 24
- Ausnehmung an erster Kante
- 25
- Fase
- 26
- Fase an Ecke
- 27
- Schulter
1. Isoliervorrichtung zur Verwendung innerhalb einer Transportkiste (10), wobei die Isoliervorrichtung
eine Deckelplatte (1) und angrenzend an die Deckelplatte (1) angeordnete Seitenwände
(4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (4) mit ihren ersten Kanten (5) schwenkbar an der Deckelplatte (1)
angelenkt sind, wobei benachbarte Seitenwände (4) jeweils entlang aneinander anstoßender
zweiter Kanten (6), die in einem Winkel zu ihren ersten Kanten (5) verlaufen und die
Seitenwände (4) begrenzen, miteinander dadurch lösbar verbindbar sind, dass von den bei Verschwenkung der Seitenplatten (4) aneinander
anstoßenden zweiten Kanten (5) benachbarter Seitenplatten (4) jeweils die eine einen
Vorsprung (18) aufweist und die andere eine passend dazu angeordnete Ausnehmung (19),
die lösbar ineinander eingreifen und mittels derer die benachbarten Seitenwände (5)
miteinander verrastbar sind.
2. Isoliervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Seitenwand (4) zumindest einen Ansatz (22) aufweist, der bei Verschwenkung
der Seitenwand (4) in einen Winkel von 60 bis 90° gegen die Deckelplatte (1) an eine
an der Deckelplatte (1) angeordnete Stoßfläche (23) stößt.
3. Isoliervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelplatte (1) zumindest einen Ansatz (22) aufweist, der bei Verschwenkung
der Seitenwand (4) in einen Winkel von 60 bis 90° gegen die Deckelplatte (1) an eine
an der Seitenwand (1) angeordnete Stoßfläche (23) stößt.
4. Isoliervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßfläche (23) in einer Ausnehmung (24) angeordnet ist, in welche der Ansatz
(22) verschwenkbar ist.
5. Isoliervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Seitenwand (4) parallel zu ihrer ersten Kante (5) eine Schulter aufweist,
die in einem Winkel zur Ebene der Seitenwand (4) angeordnet ist.
6. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelplatte (1) einen auf einer ersten Seite der angeordneten Griff (3) aufweist,
die der zweiten Seite der Deckelplatte gegenüber liegt, über die die Seitenwände (4)
hervorstehen.
7. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (4) bis in einen Winkel von 90° gegen die Deckelplatte (1) schwenkbar
sind.
8. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelplatte (1) rechteckig ist.
9. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine gegenüber der Deckelplatte (1) anordnbare Bodenplatte (7), welche parallel zu
ihrem Umfang eine Ausnehmung (8) aufweist, in welche die gegenüber den ersten Kanten
(5) liegenden Kanten der Seitenwände (4) anordnbar sind.
10. Isoliervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (8) der Bodenplatte eine umfängliche Nut ist.
11. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Deckelplatte (1) und Seitenwände (4) aus Kunststoffschaum bestehen.
12. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, durch gekennzeichnet, dass die ersten Kanten (5) der Seitenwände (4) durch ein Scharnier (9) von der Deckelplatte
(1) beabstandet sind.
13. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, durch gekennzeichnet, dass auf der zweiten Seite der Deckelplatte (1), über welche die Seitenwände hervorstehen,
eine Temperiereinrichtung angeordnet ist.
14. Isoliervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, durch gekennzeichnet, dass sie aus a) einer rechteckigen Deckelplatte (1) mit einem an ihrer ersten Seite
angeordneten Griff (3), b) an der umfänglichen ersten Kante (5) der Deckelplatte (1)
angelenkten Seitenwänden (4), die entlang ihrer zweiten Kanten (6), die in einem Winkel
zu ihren ersten Kanten (5) verlaufen und die Seitenwände (4) begrenzen, die sich bis
in eine gemeinsame, parallel zur Deckelplatte (1) angeordnete Ebene über die der ersten
Seite gegenüber liegende zweite Seite der Deckelplatte (1) erstrecken, wobei die Seitenwände
miteinander dadurch lösbar verbindbar sind, dass von den bei Verschwenkung der Seitenplatten (4) aneinander
anstoßenden zweiten Kanten (5) benachbarter Seitenplatten (4) jeweils die eine einen
Vorsprung (18) aufweist und die andere eine passend dazu angeordnete Ausnehmung (19),
die lösbar ineinander eingreifen und mittels derer die benachbarten Seitenwände (5)
miteinander verrastbar sind und c) einer Bodenplatte (7) mit einer Ausnehmung 8, in
die die Kanten der Seitenwände (4) gegenüber ihrer ersten Kante (5) anordnbar sind,
besteht, wobei zumindest eine Seitenwand (4) einen Ansatz () aufweist, der bei Verschwenkung
der Seitenwand (4) in einen Winkel von 60 bis 90° gegen die Deckelplatte (1) an eine
passend angeordnete Stoßfläche (23) der zweiten Seite der Deckelplatte (1) anstößt.
15. Isoliervorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus a) einer rechteckigen Deckelplatte (1) mit einem an ihrer ersten Seite angeordneten
Griff (3) und b) an der umfänglichen ersten Kante (5) der Deckelplatte (1) angelenkten
Seitenwänden (4), die entlang ihrer zweiten Kanten (6), die in einem Winkel zu ihren
ersten Kanten (5) verlaufen und die Seitenwände (4) begrenzen, die sich bis in eine
gemeinsame, parallel zur Deckelplatte (1) angeordnete Ebene über die der ersten Seite
gegenüber liegende zweite Seite der Deckelplatte (1) erstrecken, wobei die Seitenwände
miteinander dadurch lösbar verbindbar sind, dass von den bei Verschwenkung der Seitenplatten (4) aneinander
anstoßenden zweiten Kanten (5) benachbarter Seitenplatten (4) jeweils die eine einen
Vorsprung (18) aufweist und die andere eine passend dazu angeordnete Ausnehmung (19),
die lösbar ineinander eingreifen und mittels derer die benachbarten Seitenwände (5)
miteinander verrastbar sind, besteht.