[0001] Die Erfindung betrifft einen Antriebsträger zur drehbaren Lagerung einer Antriebseinheit
eines Flurförderzeugs, die ein Antriebsrad und einen Antriebsmotor umfasst, nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 6.
[0002] Bei dem Flurförderzeug kann es sich insbesondere um ein deichselgeführtes Flurförderzeug
mit einem elektrischen Fahrantrieb handeln. Bei derartigen Flurförderzeugen hat die
Antriebseinheit häufig ein einziges Antriebsrad, das um eine horizontale Achse drehbar
gelagert ist, beispielsweise in einem Schemel. Die Antriebseinheit hat einen Elektromotor,
der über ein Getriebe das Antriebsrad antreibt. Die gesamte Antriebseinheit ist um
eine vertikale Achse schwenkbar in dem Flurförderzeug gelagert, um eine Lenkbewegung
ausführen zu können.
[0003] Die Figuren 6 und 7 zeigen einen Ausschnitt eines aus dem Stand der Technik bekannten
Flurförderzeugs. Dieses weist eine Antriebseinheit mit einem Elektromotor 10 und einem
Antriebsrad 12 auf. Die bekannte Antriebseinheit umfasst weiterhin ein Getriebe, das
in einem Gehäuse 14 angeordnet ist. Die gesamte Antriebseinheit ist um eine vertikale
Achse schwenkbar in einem Antriebsträger 16 gelagert. Der Antriebsträger 16 hat einen
Befestigungsarm 18, der an einer Rahmenplatte 20 des Flurförderzeugs befestigt ist,
und einen ringförmigen Körper 22, in dem die Antriebseinheit drehbar gelagert ist.
Wie die teilweise geschnittene Darstellung der Fig. 7 zeigt, ist diese drehbare Lagerung
mit Hilfe von zwei Rollenlagern verwirklicht. Die Rollenlager weisen jeweils einen
Innenring 24 und einen Außenring 26 auf, zwischen denen als Wälzkörper Rollen 28 angeordnet
sind, und die jeweils eine Lauffläche für die Rollen des Rollenlagers aufweisen. Die
Achsrichtungen der Rollen der beiden Rollenlager sind leicht gegeneinander geneigt,
so dass das von den beiden Rollenlagern gebildete Lager sowohl Radial- als auch Axialkräfte
aufnehmen kann.
[0004] Die beiden Innenringe 24 der Rollenlager sind auf einem zylindrischen Abschnitt 30
am oberen Ende der Antriebseinheit fest angeordnet. Die Außenringe 26 der beiden Rollenlager
sind in Aufriahmeabschnitte des ringförmigen Körpers 22 des Antriebsträgers 16 eingepresst.
[0005] Fig. 5 zeigt eine Antriebseinheit eines anderen bekannten Flurförderzeugs. Diese
umfasst ein Antriebsrad 32, einen Antriebsmotor 34 und ein Getriebe 36. Die Antriebseinheit
ist um eine vertikale Achse schwenkbar in einer horizontal angeordneten Rahmenplatte
38 des Flurförderzeugs gelagert. Hierzu dient ein Kugellager mit einem Innenring 40,
der einen zylindrischen Abschnitt des Gehäuses des Getriebes 36 und des Gehäuses des
Motors 34 umschließt. Ein Außenring 42 des Kugellagers weist einen ringförmigen Flansch
auf, der mit der Rahmenplatte 38 verschraubt ist. Innenring 40 und Außenring 42 weisen
jeweils eine Lauffläche für die Kugeln 44 des Kugellagers auf.
[0006] Aus der Druckschrift
DE 202 21 136 U1 ist eine Antriebseinheit für ein Flurförderzeug bekannt geworden, bei der ein lenkbares
Antriebsrad über eine Getriebeeinheit mit einem elektrischen Antriebsmotor verbunden
ist. Eine Lagereinheit weist einen Innenring und einen Außenring auf Der Außenring
ist drehstarr mit einem Rahmenbauteil des Flurförderzeugs verschraubt. Der Innenring
der Lagereinheit ist wahlweise mit der Getriebeeinheit oder mit dem Antriebsmotor
verschraubt.
[0007] Aus der Druckschrift
DE 195 22 456 A1 ist ein Deichselhubwagen mit einem Antriebsteil und einem Lastteil bekannt geworden.
Eine Baueinheit weist einen Lagerabschnitt auf, der einteilig mit dem Mantel eines
Hubzylinders ausgebildet ist. Zwei Wälzlager, die jeweils einen Innen- und einen Außenring
aufweisen, sind in einer Öffnung des Lagerabschnitts ausgebildet. Die Wälzlager nehmen
einen Zapfen zur Lagerung einer Deichsel auf.
[0008] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Antriebsträger zur drehbaren
Lagerung einer Antriebseinheit eines Flurförderzeugs, die ein Antriebsrad und einen
Antriebsmotor umfasst, anzugeben, der eine kostengünstigere Fertigung und Montage
des Flurförderzeugs und einen kompakten Aufbau erlaubt.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Antriebsträger mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
[0010] Der erfindungsgemäße Antriebsträger hat
- einen ringförmigen Körper und
- mindestens einen radial und/oder axial von dem ringförmigen Körper vorstehenden Befestigungsarm
zur Befestigung des ringförmigen Körpers an einem Rahmen des Flurförderzeugs, wobei
- der Antriebsträger einteilig aus einem einzigen Rohteil gefertigt ist und
- der ringförmige Körper eine Gleitfläche für ein Gleitlager oder eine Lauffläche für
Wälzkörper eines Wälzlagers zur Aufnahme der drehbar zu lagernden Antriebseinheit
aufweist.
[0011] Der ringförmige Körper umschließt eine Öffnung, in die die Antriebseinheit einsetzbar
ist. Abgesehen von der Gleit- bzw. Lauffläche ist er nicht notwendigerweise rotationssymmetrisch.
Insbesondere an seiner Außenseite kann der ringförmige Körper eine recht- oder vieleckige
Grundform aufweisen, wobei die Ecken mehr oder weniger stark abgerundet sein können.
Die Befestigungsarme können in diesem Fall beispielsweise von den Eckbereichen des
ringförmigen Körpers vorstehen oder von diesen gebildet sein.
[0012] Im Gegensatz zu einem herkömmlichen, mit einer Rahmenplatte verbindbaren Außenring
eines Lagers hat der erfindungsgemäße Antriebsträger vorstehende Befestigungsarme.
Er hat daher keine vollständig rotationssymmetrische Form und kann, anders als ein
herkömmlicher Außenring, nicht vollständig durch Drehen hergestellt werden. Es handelt
sich bei dem Antriebsträger vielmehr um ein Bauteil mit einer komplexen Geometrie,
das dem Konstrukteur viele Freiheiten bei der Anordnung der Antriebseinheit mit Bezug
auf den Rahmen des Flurförderzeugs lässt. Insbesondere kann eine Ebene des Lagers
gegenüber dem Fahrzeugrahmen geneigt und/oder beabstandet sein. Der Antriebsträger
ist einteilig aus einem einzigen Rohteil gefertigt. Das Rohteil kann beispielsweise
ein Guss- oder Schmiedeteil sein.
[0013] Zur Lagerung der Antriebseinheit in dem Antriebsträger ist ein Gleitlager oder ein
Wälzlager vorgesehen, das die drehbar zu lagernde Antriebseinheit aufnimmt. Die dem
Antriebsträger zugeordnete Gleitfläche im Falle eines Gleitlagers bzw. die Lauffläche
für Wälzkörper im Falle eines Wälzlagers ist bei der Erfindung unmittelbar an dem
ringförmigen Körper des Antriebsträgers ausgebildet. Dadurch kann ein separater Lagerring
eingespart werden, und die Montage eines solchen Rings entfällt. Die Gleitfläche ist
diejenige Fläche des Gleitlagers, an der eine an der Antriebseinheit ausgebildete
Gleitfläche entlang gleitet. Die Lauffläche für Wälzkörper eines Wälzlagers ist diejenige
Fläche, auf der die Wälzkörper des Wälzlagers abrollen. Bei den Wälzkörpern kann es
sich beispielsweise um Kugeln, Rollen oder Nadeln handeln. Die Gleit- bzw. Lauffläche
kann durch mechanische Bearbeitung eine Oberfläche des Antriebsträgers hergestellt
werden, beispielsweise durch Drehen oder Fräsen, Schleifen oder Polieren.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Integration der Gleit- bzw. Lauffläche in den Antriebsträger
kann sich der Aufbau und die Montage des Flurförderzeugs vereinfachen. Sie kann auch
einen kompakteren Aufbau ermöglichen.
[0015] In einer Ausgestaltung weist der mindestens eine Befestigungsarm mindestens eine
Bohrung auf zur Befestigung des Antriebsträgers an dem Rahmen des Flurförderzeugs
mittels Schrauben und/oder Bolzen. Grundsätzlich kann der Befestigungsarm auf beliebige
Weise mit dem Rahmen des Flurförderzeugs verbunden werden. Eine Befestigung mittels
Schrauben und/oder Bolzen ist besonders zweckmäßig und kann bei Bedarf einfach wieder
gelöst werden.
[0016] In einer Ausgestaltung erstreckt sich der mindestens eine Befestigungsarm ausgehend
von dem ringförmigen Körper radial nach außen und schräg nach unten.
[0017] Die Richtungsangabe "nach unten" bezieht sich dabei auf die vorgesehene Montageposition
des Antriebsträgers in einem Flurförderzeug. Bei dieser Anordnung kann der mindestens
eine Befestigungsarm einen Abstand zwischen der Lagerung der Antriebseinheit und dem
Rahmen des Flurförderzeugs überbrücken.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltung ist eine Befestigungsfläche des mindestens einen Befestigungsarms,
die im montierten Zustand des Antriebsträgers an ein rahmenfestes Element des Flurförderzeugs
angrenzt, in einem Abstand in Richtung der Symmetrieachse der Gleit- oder Lauffläche
von der Gleit- oder Lauffläche angeordnet. Das rahmenfeste Element kann entweder ein
Teil des Rahmens des Flurförderzeugs selbst oder ein bezüglich des Rahmens fest angeordnetes
Zwischenstück, etwa eine Unterlegscheibe oder dergleichen, sein. Durch die genannte
Anordnung der Befestigungsfläche kann das Lager für die Antriebseinheit in einer bevorzugten
Position unter- oder oberhalb des rahmenfesten Elements angeordnet werden.
[0019] In einer Ausgestaltung ist die Gleit- oder Lauffläche an einer Innenseite des ringförmigen
Körpers angeordnet. Grundsätzlich kann die Gleit- oder Lauffläche auch an einer Außenseite
des ringförmigen Körpers ausgebildet und von einem außenringförmigen Gegenstück an
der Antriebseinheit umgriffen werden, oder beispielsweise an einer Ober- und/oder
Unterseite des ringförmigen Körpers. Bevorzugt ist die Gleit- oder Lauffläche jedoch
an einer Innenseite des ringförmigen Körpers ausgebildet, so dass der ringförmige
Körper des Antriebsträgers einen Außenring des Lagers bildet.
[0020] Die oben genannte Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch den Antriebsträger mit den
Merkmalen des Anspruchs 6. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden
Unteransprüchen angegeben.
[0021] Der erfindungsgemäße Antriebsträger dient zur drehbaren Lagerung einer Antriebseinheit
eines Flurförderzeugs, die ein Antriebsrad mit einem Antriebsmotor umfasst, und weist
folgendes auf:
- einen Träger, der einen Teil eines Rahmens des Flurförderzeugs bildet, und
- eine Gleitfläche für ein Gleitlager oder eine Lauffläche für Wälzkörper eines Wälzlagers
zur Aufnahme der drehbar zu lagernden Antriebseinheit, wobei
- der Antriebsträger einteilig aus einem einzigen Rohteil gefertigt ist und
- die Gleit- oder Lauffläche in oder an dem Träger ausgebildet ist.
[0022] Hinsichtlich der Merkmale des Antriebsträgers gemäß Anspruch 6, die bei dem vorstehend
erläuterten Antriebsträger und seinen besonderen Ausgestaltungen ebenfalls vorhanden
sind, wird auf die obigen Erläuterungen verwiesen, die analog auch für den Antriebsträger
gemäß Anspruch 6 gelten.
[0023] Der Antriebsträger nach Anspruch 6 bildet selbst einen Teil des Rahmens des Flurförderzeugs.
Dieser Teil kann beispielsweise ein Quer- oder Längsträger oder ein sonstiger Träger
des Flurförderzeugrahmens sein. Der Rahmen des Flurförderzeugs bildet eine Tragstruktur,
an der die Räder des Flurförderzeugs befestigt und ein Lasttragmittel des Flurförderzeugs
gehalten, geführt oder abgestützt ist.
[0024] Die Gleit- bzw. Lauffläche ist in oder an dem Träger, der einen Teil des Rahmens
bildet, ausgebildet. Beispielsweise kann die Gleitfläche durch entsprechende Oberflächenbearbeitung
einer zylindrischen Fläche des Trägers gebildet werden. Die Lauffläche für Wälzkörper
eines Wälzlagers kann beispielsweise durch mechanische Bearbeitung durch Drehen oder
Fräsen in den Träger eingebracht sein. Der Antriebsträger mit Träger und Gleit- bzw.
Lauffläche ist einteilig aus einem einzigen Rohteil gefertigt.
[0025] In einer Ausgestaltung ist der Träger zur unlösbaren Verbindung mit weiteren Rahmenteilen
ausgebildet. Beispielsweise kann der Träger zum Verschweißen mit weiteren Trägern
des Rahmens vorgesehen sein. Der Antriebsträger und die übrigen Rahmenteile bilden
dann nach Montage des Antriebsträgers eine unlösbar miteinander verbundene Einheit.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltung weist der Antriebsträger ein Lagerbett oder eine
weitere Gleit- oder Lauffläche zur Aufnahme einer gegenüber dem Antriebsträger drehbar
zu lagernden Lenkeinrichtung auf. Die Lenkeinrichtung kann beispielsweise ein mit
einer Deichsel zu verbindender Deichselbock sein. Die Lenkeinrichtung kann mit Hilfe
eines Gleit- oder Wälzlagers drehbar an dem Antriebsträger gelagert sein. Hierzu kann
entweder ein konventionelles, einen Innen- und Außenring aufweisendes Gleit- oder
Wälzlager in das Lagerbett des Antriebsträgers eingesetzt werden. Alternativ kann
der Antriebsträger eine weitere Gleit- oder Lauffläche aufweisen, die wie diejenige
für die Lagerung der Antriebseinheit integral mit dem Antriebsträger ausgebildet ist.
In beiden Fällen erfüllt der Antriebsträger eine Doppelfunktion, indem er sowohl die
Antriebseinheit als auch die Lenkeinrichtung lagert. Dadurch kann der Montage- und
Bauteilaufwand weiter reduziert werden.
[0027] Eine gegenüber dem Antriebsträger drehbare Lenkeinrichtung, die unabhängig von der
Antriebseinheit gelagert wird, findet Verwendung insbesondere bei Flurförderzeugen,
die zur Drehung der Antriebseinheit einen Lenkantrieb aufweisen, wobei die Drehbewegung
der Lenkeinrichtung von der Drehbewegung der Antriebseinheit entkoppelt ist.
[0028] Die obige Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch das Antriebssystem mit den Merkmalen
des Anspruchs 9. Es weist eine Antriebseinheit mit einem Antriebsmotor und einem Antriebsrad
sowie einen Antriebsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8 auf.
[0029] In einer Ausgestaltung des Antriebssystems weist die Antriebseinheit eine mit der
Gleit- oder Lauffläche des Antriebsträgers zusammenwirkende Gleit- bzw. Lauffläche
auf, die an einem Gehäuse des Antriebsmotors oder an einem Gehäuse eines Getriebes
der Antriebseinheit ausgebildet und einteilig mit diesem gefertigt ist. Grundsätzlich
kann die der Antriebseinheit zugeordnete Gleit- oder Lauffläche auch als separater
Lagerring, der mit der Antriebseinheit verbunden wird, ausgeführt werden. Vorteilhaft
kann jedoch auch aus diese Gleit- oder Lauffläche unmittelbar in ein Gehäuse der Antriebseinheit
integriert werden.
[0030] Die obige Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch das Flurförderzeug mit den Merkmalen
des Anspruchs 11. Das erfindungsgemäße Flurförderzeug weist ein Antriebssystem nach
Anspruch 9 oder 10 auf.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in vier Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Antriebsträger mit einer Antriebseinheit im montierten Zustand
in einer teilweise geschnittenen Darstellung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Anordnung aus Fig. 1 von oben;
- Fig. 3
- ein erfindungsgemäßes Flurförderzeug in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 4
- das Flurförderzeug aus Fig. 3 mit einer entfernten Abdeckung in einer weiteren perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 5
- eine montierte Antriebseinheit eines Flurförderzeugs nach dem Stand der Technik in
einer teilweise geschnittenen Darstellung;
- Fig. 6
- eine weitere montierte Antriebseinheit eines anderen aus dem Stand der Technik bekannten
Flurförderzeugs in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 7
- die Antriebseinheit aus Fig. 6 in einer teilweise geschnittenen Darstellung.
[0032] Die Anordnung der Fig. 1 umfasst eine Antriebseinheit mit einem Antriebsmotor 50
und einem Antriebsrad 52, das um eine horizontale Achse drehbar an einem Arm 54 gelagert
ist. Fest mit dem Gehäuse des Motors 50 verbunden ist ein Deichselbock 56, der zwei
Lageraugen 58 zur schwenkbaren Befestigung einer Deichsel aufweist. Ein Getriebe mit
einem Getriebegehäuse 60 ist unterhalb des Antriebsmotors 50 angeordnet.
[0033] Die gesamte Antriebseinheit mit Antriebsmotor 50, Deichselbock 56, Antriebsrad 52
und Getriebegehäuse 60 ist um eine vertikale Achse drehbar in dem Antriebsträger 62
gelagert. Der Antriebsträger hat einen ringförmigen Körper 64, der im Wesentlichen
rotationssymmetrisch ist. An der Innenseite eines oberen Abschnitts des ringförmigen
Körpers 64 ist ein Lagerbett 66 angeordnet, das bei einer nicht dargestellten Verwendung
des Antriebsträgers 62 für ein Flurförderzeug mit einer von der Drehbewegung der Antriebseinheit
entkoppelten Lenkeinrichtung vorgesehen ist und in das ein Lager für die Lenkeinrichtung
eingesetzt bzw. eine Gleit- oder Lagerfläche eingearbeitet werden kann.
[0034] An der Innenseite eines unteren Abschnitts des ringförmigen Körpers 64 ist eine Lauffläche
68 ausgebildet. Auf dieser Lauffläche 68 rollen die Wälzkörper des Lagers für die
Antriebseinheit, nämlich Kugeln, ab. In diesem Sinne bildet der ringförmige Körper
64 einen Außenring des Wälzlagers zur Aufnahme der Antriebseinheit. Die Funktion des
Innenrings wird unmittelbar von dem Getriebegehäuse 60 übernommen, in das eine Lauffläche
70 eingearbeitet ist.
[0035] Ausgehend von der Außenseite des ringförmigen Körpers 64 erstrecken sich Befestigungsarme
72 radial nach außen und nach unten. Die Befestigungsarme 72 bestehen jeweils aus
zwei in einem Abstand in Umfangsrichtung an dem ringförmigen Körper 64 beginnenden,
radial nach außen und unten schräg zusammenlaufenden Schenkeln 72a, 72b. An den äußeren
Enden der Befestigungsarme 72 befindet sich jeweils ein vertikal ausgerichteter, zylinderförmiger
Abschnitt 74, der eine Bohrung 76 aufweist. Am unteren Ende jedes zylindrischen Abschnitts
74 befindet sich eine ringförmige Anlagefläche 78, die an die Oberseite einer Rahmenplatte
80 des Flurförderzeugs angrenzt. Eine durch die Bohrung 76 hindurch geführte Schraube
82 greift in eine Gewindebohrung 82 der Rahmenplatte 80 ein und befestigt so den Antriebsträger
62 an der Rahmenplatte 80.
[0036] In der Ansicht der Fig. 2 von oben ist in der Mitte der Antriebsmotor 50 erkennbar
und außerhalb davon der Antriebsträger 62. Ebenfalls erkennbar ist der Deichselbock
56. Besonders deutlich wird die Anordnung der drei Befestigungsarme 72, die bezüglich
der Symmetrieachse der Antriebseinheit asymmetrisch angeordnet sind. Der Antriebsträger
62 ist mit drei Schrauben 82 mit der Rahmenplatte 80 des Flurförderzeugs verschraubt.
Die Rahmenplatte 80 wiederum ist mit weiteren Trägern 86 des Rahmens des Flurförderzeugs
fest verbunden.
[0037] Die Anordnung der Figuren 1 und 2 ist montiert in einem Flurförderzeug, das in Fig.
3 dargestellt ist. Es weist zwei Lasttragmittel 88 auf, die an einem Hubgerüst 90
höhenverstellbar angeordnet sind. Der Antriebsteil 92 des Flurförderzeugs ist in der
Fig. 3 mit mehreren Abdeckungen versehen. Gesteuert wird das Flurförderzeug über eine
Deichsel 94 mit einem Multifunktionsgriff 96.
[0038] In der Ansicht der Fig. 4 ist die Deichsel 94 und eine Abdeckung des Antriebsteils
92 entfernt. Dadurch ist die Antriebseinheit sichtbar, wobei in der Fig. 4 insbesondere
der Antriebsmotor 50 und der Antriebsträger 62 sowie deren vorgesehene Einbauposition
erkennbar sind.
[0039] Die Figuren 5 bis 7 wurden bereits in der Beschreibungseinleitung erläutert.
1. Antriebsträger (62) zur drehbaren Lagerung einer Antriebseinheit eines Flurförderzeugs,
die ein Antriebsrad (52) und einen Antriebsmotor (50) umfasst, mit einem ringförmigen
Körper (64), der eine Gleitfläche für ein Gleitlager oder eine Lauffläche (68) für
Wälzkörper eines Wälzlagers zur Aufnahme der drehbar zu lagernden Antriebseinheit
aufweist,
gekennzeichnet durch
• mindestens einen radial und/oder axial von dem ringförmigen Körper (64) vorstehenden
Befestigungsarm (72) zur Befestigung des ringförmigen Körpers (64) an einem Rahmen
des Flurförderzeugs, wobei
• der Antriebsträger (62) einteilig aus einem einzigen Rohteil gefertigt ist.
2. Antriebsträger (62) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Befestigungsarm (72) mindestens eine Bohrung (76) aufweist zur
Befestigung des Antriebsträgers (62) an dem Rahmen des Flurforderxeugs mittels Schrauben
(82) und/oder Bolzen,
3. Antriebsträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der mindestens eine Befestigungsarm (72) ausgehend von dem ringförmigen Körper
(64) radial nach außen und schräg nach unten erstreckt.
4. Antriebsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Befestigungsfläche (78) des mindestens einen Befestigungsarms (72), die im montierten
Zustand des Antriebsträgers (62) an ein rahmenfestes Element (80) des Flurförderzeugs
angrenzt, in einem Abstand in Richtung der Symmetrieachse der Gleit- oder Lauffläche
(68) von der Gleit- oder Lauffläche (68) angeordnet ist.
5. Antriebsträger (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleit- oder Lauffläche (68) an einer Innenseite des ringförmigen Körpers (64)
angeordnet ist.
6. Antriebsträger zur drehbaren Lagerung einer Antriebscinheit eines Flurförderzeugs,
die ein Antriebsrad und einen Antriebsmotor umfasst, mit
• einem Träger, der einen Teil eines Rahmens des Flurfördeizeugs bildet, und
• einer Gleitfltiche für ein Gleitlager oder einer Lauffläche für Wälzkörper eines
Wälzlagers zur Aufnahme der drehbar zu lagernden Antriebseinheit, dadurch gekennzeichnet, dass
• der Antriebsträger mit dem Träger und der Gleit- oder Lauffläche einteilig aus einem
einzigen Rohteil gefertigt ist, wobei die Gleit- oder Lauffläche in oder an dem Träger
ausgebildet ist.
7. Antriebsträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger zur unlösbaren Verbindung mit weiteren Rahmenteilen ausgebildet ist.
8. Antriebsträger (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsträger (62) ein Lagerbett (66) oder eine weitere Gleit- oder Lauffläche
zur Aufnahme einer gegenüber dem Antriebsträger (62) drehbar zu lagernden Lenkeinrichtung
aufweist.
9. Antriebssystem umfassend eine Antriebseinheit mit einem Antriebsmotor (50) und einem
Antriebsrad (52) sowie einen Antriebsträger (62) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Antriebssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinhcit eine mit der Gleit- oder Lauffläche (68) des Antriebsträgers
(62) zusammenwirkende Gleit- bzw. Lauffläche aufweist, die an einem Gehäuse des Antriebsmotors
oder an einem Gehäuse eines Getriebes der Antriebseinheit ausgebildet und einteilig
mit diesem gefertigt ist.
11. Flurförderzeug mit einem Antriebssystem nach Anspruch 9 oder 10.
1. A drive mount (62) for rotatable mounting of a drive unit of an industrial truck which
comprises a driven wheel (52) and a drive motor (50), said drive mount having an annular
body (64) which has a sliding surface for a slide bearing or a running surface (68)
for rolling bodies of a rolling bearing for receiving the drive unit that is to be
rotatably mounted,
characterised by
• at least one fastening arm (72), projecting radially and/or axially from the annular
body (64), for fastening the annular body (64) on a frame of the industrial truck,
wherein
• the drive mount (62) is made in one piece from one single unmachined part.
2. The drive mount (62) according to claim 1, characterised in that the at least one fastening arm (72) has at least one bore (76) for fastening the
drive mount (62) on the frame of the industrial truck by means of screws (82) and/or
bolts.
3. A drive mount (62) according to claim 1 or 2, characterised in that starting from the annular body, the at least one fastening arm (72) extends radially
towards the outside and skew towards the downside.
4. A drive mount (62) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a fastening surface (78) of the at least one fastening arm (72), which abuts against
a frame-fixed element (80) of the industrial truck in the mounted condition of the
drive mount (62), is disposed in a distance from the sliding- or running surface (68)
in the direction of the symmetry axis of the sliding- or running surface (68).
5. A drive mount (62) according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the sliding- or running surface (68) is disposed on an inner side of the annular
body (64).
6. A drive mount (62) for rotatable mounting of a drive unit of an industrial truck which
comprises a driven wheel and a drive motor, with
• a support which forms a part of a frame of the industrial truck, and
• a sliding surface for a slide bearing or a running surface for rolling bodies of
a rolling bearing for receiving the drive unit that is to be rotatably mounted, characterised in that
• the drive mount with the support and the sliding- or running surface is made in
one piece from one single unmachined part, the sliding- or running surface being realised
in or on the support.
7. The drive mount according to claim 6, characterised in that the support is configured for inseparable connection to further frame parts.
8. A drive mount (62) according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the drive mount (62) has a support bed (66) or a further sliding- or running surface
for receiving a steering device that is to be mounted rotatably with respect to the
drive mount (62).
9. A drive system comprising a drive unit with a drive motor (50) and a driven wheel
(52) and with a drive mount (62) according to any one of claims 1 to 8.
10. The drive system according to claim 9, characterised in that the drive unit has a sliding- or running surface, cooperating with the sliding- or
running surface (68) of the drive mount (62) and being realised on a casing of the
drive motor or on a casing of a gearbox of the drive unit, and being made in one piece
with the same.
11. An industrial truck with a drive system according to claim 9 or 10.
1. Support d'entraînement (62) pour le stockage rotatif d'une unité d'entraînement d'un
chariot de manutention qui comporte une roue entraînée (52) et un moteur d'entraînement
(50), ledit support d'entraînement ayant un corps annulaire (64) qui a une surface
de glissement pour un palier à glissement ou une surface de roulement (68) pour des
corps de roulement d'un palier à roulement pour recevoir l'unité d'entraînement qu'on
veut monter de façon rotative,
caractérisé par
• au moins un bras d'attache (72), faisant saillie de façon radiale et/ou axiale à
partir du corps annulaire (64), pour attacher le corps annulaire (64) sur un cadre
du chariot de manutention, dans lequel
• le support d'entraînement (62) est fait en une seule pièce à partir d'une seule
ébauche.
2. Support d'entraînement (62) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un bras d'attache (72) a au moins un trou (76) pour attacher le support
d'entraînement (62) sur le cadre du chariot de manutention à l'aide de vis (82) et/ou
de boulons.
3. Support d'entraînement (62) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que à partir du corps annulaire, l'au moins un bras d'attache (72) s'étend radialement
vers l'extérieur et en écharpe vers le dessous.
4. Support d'entraînement (62) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que une surface d'attache (78) de l'au moins un bras d'attache (72), qui est adjacente
à un élément (80) fixé dans le cadre du chariot de manutention dans la condition montée
du support d'entraînement (62), est disposée en un écart de la surface de glissement
ou de roulement (68) dans la direction de l'axe de symétrie de la surface de glissement
ou de roulement (68).
5. Support d'entraînement (62) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la surface de glissement ou de roulement (68) est disposée sur un côté intérieur
du corps annulaire (64).
6. Support d'entraînement pour le stockage rotatif d'une unité d'entraînement d'un chariot
de manutention qui comporte une roue entraînée et un moteur d'entraînement, avec
• un support qui forme une partie d'un cadre du chariot de manutention, et
• une surface de glissement pour un palier à glissement ou une surface de roulement
pour des corps de roulement d'un palier à roulement pour recevoir l'unité d'entraînement
qu'on veut monter de façon rotative, caractérisé en ce que
• le support d'entraînement avec le support et la surface de glissement ou de roulement
est fait en une seule pièce à partir d'une seule ébauche, la surface de glissement
ou de roulement étant formée dans ou sur le support.
7. Support d'entraînement selon la revendication 6, caractérisé en ce que le support est configuré pour connexion inséparable à des autres parts du cadre.
8. Support d'entraînement (62) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le support d'entraînement (62) a un lit de support (66) ou une autre surface de glissement
ou de roulement pour recevoir un dispositif de commande de direction qu'on veut loger
de façon rotative par rapport au support d'entraînement (62).
9. Système d'entraînement comportant une unité d'entraînement avec un moteur d'entraînement
(50) et une roue entraînée (52) et avec un support d'entraînement (62) selon l'une
quelconque des revendications 1 à 8.
10. Système d'entraînement selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement a une surface de glissement ou de roulement qui coopère avec
la surface de glissement ou de roulement (68) du support d'entraînement (62) et est
réalisée sur un boîtier du moteur d'entraînement ou sur un boîtier d'une transmission
de l'unité d'entraînement, et est faite en une seule pièce avec cela.
11. Chariot de manutention avec un système d'entraînement selon la revendication 9 ou
10.