[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abfallsammelfahrzeug mit einer Reinigungsvorrichtung
zur Reinigung einer Oberfläche.
[0002] Aus dem Stand der Technik bekannte Reinigungsfahrzeuge für Straßen oder Wege weisen
Kehrsysteme auf, die in der Regel eine Kehrwalze und ein Absaugsystem und/oder eine
Kehrwalze mit einer rampenartigen Führung für das Kehrgut zu einem Aufnahmebehälter
aufweisen.
[0003] Derartige Reinigungsfahrzeuge weisen jedoch den Nachteil auf, dass die Kehrwalzenvorrichtungen
komplex aufgebaut und aufgrund des Zusammenwirkens mit der Absaugvorrichtung, die
regelmäßig im Inneren des Reinigungsfahrzeugs angebracht ist, direkt in den Aufbau
z.B. des Bodens des Reinigungsfahrzeug integriert wird. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten
beim Austausch z.B. der Kehrwalzen, so dass sich die Dauer der Wartung und damit auch
die Kosten für die Wartung erhöhen können.
[0004] Weiter wäre es wünschenswert, die Vorteile bekannter Abfallsammelfahrzeuge wie etwa
von Müllfahrzeugen und die Vorteile von Reinigungsfahrzeugen zu kombinieren.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Abfallsammelfahrzeug der
eingangs genannten Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden, insbesondere dahingehend,
dass eine Reinigungsvorrichtung des Abfallsammelfahrzeugs einfach sowie leicht austauschbar
aufgebaut ist und die Einsatzbreite eines Abfallsammelfahrzeuges erhöht werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Abfallsammelfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Danach ist vorgesehen, dass ein Abfallsammelfahrzeug eine Reinigungsvorrichtung
zur Reinigung einer Oberfläche aufweist, vorzugsweise zur Reinigung einer Oberfläche
durch Aufnahme von Kehrgut, wobei die Reinigungsvorrichtung mittels Kopplungsmitteln
am Abfallsammelfahrzeug ankoppelbar ist, wobei die Reinigungsvorrichtung wenigstens
ein erstes mechanisches Aufnahmemittel und wenigstens ein zweites mechanisches Aufnahmemittel
aufweist und wobei mittelbar und/oder unmittelbar Kehrgut vom ersten Aufnahmemittel
zum zweiten Aufnahmemittel übergebbar ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass
die Reinigungsvorrichtung anstelle der im Heck befindlichen, abklappbaren Schüttung
eines Abfallsammelfahrzeuges an der Heckklappe des Abfallsammelfahrzeuges befestigt
werden kann. Dadurch kann vorteilhafterweise die Einsatzbreite eines herkömmlichen
Abfallsammelfahrzeugs erhöht werden. Durch die Ausgestaltung der Reinigungsvorrichtung
ergibt sich der Vorteil, dass Kehrgut wie z.B. Kehricht oder andere Verunreinigungen
ausschließlich mechanisch aufgenommen werden können. Dabei ist denkbar, dass nur ein
Aufnahmemittel mit der Oberfläche in Kontakt ist, wobei es ausreichend ist, wenn ein
annähernd regelmäßig wiederkehrender Kontakt mit der Oberfläche besteht.
[0007] Es ist möglich, dass das erste und das zweite mechanische Aufnahmemittel der Reinigungsvorrichtung
zumindest teilweise ineinander eingreifen und/oder bei Drehung zumindest teilweise
miteinander kämmen.
[0008] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das erste und/oder zweite Aufnahmemittel
der Reinigungsvorrichtung eine Kehrwalze ist und/oder dass das erste und zweite Aufnahmemittel
gegenläufig drehbar sind. So kann beispielsweise das erste Aufnahmemittel entgegen
der Fahrtrichtung drehen, während das zweite Aufnahmemittel mit der Fahrtrichtung
dreht.
[0009] Es ist ferner denkbar, dass das erste Aufnahmemittel der Reinigungsvorrichtung auf
der Oberfläche zur Aufnahme von Kehrgut abrollbar ist und/oder dass das Kehrgut von
dem ersten Aufnahmemittel zum zweiten Aufnahmemittel der Reinigungsvorrichtung übergebbar
ist und/oder dass mittels des zweiten Aufnahmemittels das aufgenommene Kehrgut weiterleitbar
ist. Vom zweiten Aufnahmemittel kann das aufgenommene Kehrgut beispielsweise direkt
in einen Aufnahmebehälter weitergeleitet werden. Genausogut kann vorgesehen sein,
dass z.B. ein weiteres Aufnahmemittel oder Weiterleitungsmittel, wie beispielsweise
eine Rampe oder Walze oder Förderschnecke oder Förderband oder Elevator vorgesehen
ist.
[0010] Es ist des Weiteren möglich, dass das erste und/oder zweite Aufnahmemittel der Reinigungsvorrichtung
wenigstens zwei Kehrleisten mit zwischen den Kehrleisten befindlichen Zwischenräumen
aufweist und/oder dass das zweite Aufnahmemittel zumindest teilweise oberhalb des
ersten Aufnahmemittels angeordnet ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass mittels
der Kehrleisten, die beispielsweise in axialer Richtung auf einer quer zur Fahrtrichtung
angeordneten Walze angeordnet sind, Kehrgut einfach mechanisch aufgesammelt, also
aufgekehrt und in den Zwischenräumen aufgesammelt werden kann. Bis zum Eingriff der
ersten Walze mit der zweiten Walze verbleibt das Kehrgut beispielsweise im Zwischenraum
und wird während des Eingriffs der beiden Walzen von dem Zwischenraum der einen Kehrwalze
zur anderen Kehrwalze übergeben.
[0011] Ferner ist denkbar, dass die Reinigungsvorrichtung modular aufgebaut ist und/oder
als Anbaugerät oder als Anhänger oder integriert in das Abfallsammelfahrzeug ausgeführt
ist. Durch den einfachen Aufbau und die mechanische Aufsammelart kann die Reinigungsvorrichtung
vorteilhafterweise kompakt und modular aufgebaut sein. Insbesondere ist es möglich,
die Reinigungsvorrichtung nachzuziehen bzw. im Heck eines Abfallsammelfahrzeuges anzuordnen
und bereits überfahrenes Kehrgut aufzusammeln.
[0012] Es kann darüber hinaus vorgesehen sein, dass wenigstens ein ausstellbares Kehrmittel
an der Reinigungsvorrichtung und/oder am Abfallsammelfahrzeug vorgesehen ist, insbesondere
dass das Kehrmittel ein Kehrteller mit zur Fahrrichtung entgegengesetzter Drehrichtung
ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass z.B. am Straßenrand befindliches Kehrgut
der Reinigungsvorrichtung ergänzend zugeführt werden kann, wodurch die Effizienz der
Reinigungsvorrichtung erhöht werden kann und die Gesamtkehrbreite über die Fahrzeugbreite
ausgedehnt werden kann.
[0013] Es ist möglich, dass das Abfallsammelfahrzeug einen Tank und/oder einen Container
oder einen Unterdruckcontainer, zur Aufnahme des Kehrgutes, vorzugsweise zur Aufnahme
des von dem zweiten Aufnahmemittel weitergeleiteten Kehrgutes, aufweist. Weiter kann
das Abfallsammelfahrzeug eine zusätzliche Förder- und/oder Presseinrichtung zum Transport
und/oder zur Komprimierung des Kehrgutes aufweisen.
[0014] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Reinigungsvorrichtung hydraulisch und/oder
pneumatisch und/oder mechanisch angetrieben ist und/oder dass wenigstens ein Aufnahmemittel
hydraulisch und/oder pneumatisch und/oder mechanisch angetrieben ist.
[0015] Es ist darüber hinaus denkbar, dass die Reinigungsvorrichtung trocken und/oder feucht
betreibbar ist und/oder dass optional eine Luftfiltereinheit für Abluft vorgesehen
ist. Beispielsweise können Sprühdüsen oder Sprühvorrichtungen vorgesehen sein, um
eine Naß- oder Feuchtreinigung zu ermöglichen. Durch die Luftfiltereinheit ergibt
sich der Vorteil, beispielsweise aufgewirbelten Staub oder Ähnliches aus der Abluft
der Reinigungsvorrichtung entfernen zu können.
[0016] Es kann weiter vorgesehen sein, dass Ausgleichsmittel zum Ausgleich von Unebenheiten
der Oberfläche vorgesehen sind und/oder dass hydraulische und/oder pneumatische Hebemittel
vorgesehen sind. Dabei kann es sich beispielsweise um Hydraulik- und/oder Pneumatikzylinder
handeln, die an der Reinigungsvorrichtung angeordnet sind und eine Bewegung relativ
zum Abfallsammelfahrzeug ermöglichen.
[0017] Es ist des Weiteren möglich, dass die Reinigungsvorrichtung relativ zum Abfallsammelfahrzeug
verschwenkbar ist und/oder dass die Reinigungsvorrichtung austauschbar ist.
[0018] Es ist weiter denkbar, dass die Kopplungsmittel eine Normschnittstelle umfassen und/oder
dass die Reinigungsvorrichtung an einer Normschnittstelle mit dem Abfallsammelfahrzeug
koppelbar ist.
[0019] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Reinigungsvorrichtung an einer Kippvorrichtung
des Abfallsammelfahrzeugs ankoppelbar oder angekoppelt ist.
[0020] Des Weiteren ist möglich, dass das Abfallsammelfahrzeug ein Kleinfahrzeug für den
Einsatz auf kommunalen Straßen, Wegen und/oder Plätzen mit geringer Tonnage, geringerer
Fahrzeugbreite, geringerem Gesamtgewicht oder ein Großfahrzeug für den Einsatz auf
Landstraßen und/oder Autobahnen mit hoher Tonnage und größerer Kehrbreite ist. Kleinfahrzeuge
können beispielsweise besonders vorteilhaft in engen Gassen und/oder auf Gehwegen
eingesetzt werden.
[0021] Besonders bevorzugt wird es, wenn es sich um ein kombiniertes Kehr- und Abfallsammelfahrzeug
handelt, bei dem die z.B. im Heck befindliche Schüttung zur Abfallsammlung, etwa zum
Abkippen von Mülltonnen, gegen eine modular aufgebaute Reinigungsvorrichtung austauschbar
ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass einfach und schnell die Betriebsart der
so erhaltenen Mehrzweckfahrzeuges angepasst werden kann.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung einer im Heck eines Abfallsammelfahr- zeuges angeordneten
Reinigungsvorrichtung;
- Fig. 2:
- eine weitere schematische Darstellung einer im Heck eines Abfallsam- melfahrzeuges
angeordneten Reinigungsvorrichtung;
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges mit Reini- gungsvorrichtung;
- Fig. 4:
- eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges in der Ausführungsform
als Pritschenwagen mit Reinigungsvorrichtung;
- Fig. 5:
- eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges in der Ausführungsform
als Zugfahrzeug mit Anhänger und Reinigungsvorrich- tung und
- Fig. 6:
- eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges in der Ausführungsform
als Kehrfahrzeug mit integrierter Reinigungsvorrich- tung.
[0023] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer im Heck angeordneten Reinigungsvorrichtung
10 eines Reinigungsfahrzeuges 20 bzw. eines als Mehrzweckfahrzeug 20 ausgeführten
Abfallsammelfahrzeuges 20. Die Reinigungsvorrichtung 10 ist modular aufgebaut und
mittels Kopplungsmitteln 40 an der verschwenkbaren Heckklappe 22 bzw. Kippvorrichtung
22 befestigt. Die Kopplungsmittel 40 umfassen im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
eine als DIN-Rahmen ausgeführte Normschnittstelle 42, an der die Reinigungsvorrichtung
10 angekoppelt wird. An dieser Normschnittstelle 42 kann auch eine nicht näher dargestellte
Schüttung des Abfallsammelfahrzeuges 20 befestigt werden, wobei mittels der Schüttung
beispielsweise Mülltonnen in die Heckklappe 22 durch Ausschütten entleert werden können.
[0024] Die Reinigungsvorrichtung 10 weist ein erstes und ein zweites Aufnahmemittel 12,
16 auf, die jeweils als Kehrwalze 12, 16 ausgeführt sind. Die zweite Kehrwalze 16
befindet sich oberhalb der ersten Kehrwalze 12 und ist mit ihrer Achse leicht in Fahrrichtung
nach vorne gegenüber der ersten Kehrwalze 12 in der Reinigungsvorrichtung 10 versetzt
angeordnet.
[0025] Die Kehrwalzen 12, 16 weisen mehrere Kehrleisten 13, 17 auf, wobei die Kehrleisten
13 der ersten Kehrwalze 12 mit den Kehrleisten 17 der zweiten Kehrwalze 16 kämmen.
Zwischen den Kehrleisten 13, 17 einer Kehrwalze 12, 16 befinden sich jeweils Zwischenräume
14, 18, in denen sich das von der Oberfläche O aufgenommene Kehrgut sammeln kann.
Dabei dreht sich die erste bzw. untere Kehrwalze 12 entgegengesetzt zur Fahrrichtung
in einer Drehrichtung a und sammelt hierdurch Kehrgut in den Zwischenraum 14 vor der
die Oberfläche O kehrenden Kehrleiste 13.
[0026] Durch die Drehung der unteren Kehrwalze 12 wird das Kehrgut nach oben in die Reinigungsvorrichtung
10 eingetragen und in einen Zwischenraum 18 der oberen Kehrwalze 16 übergeben bzw.
eingetragen, die sich gegenläufig zur Kehrwalze 12 in der Drehrichtung b dreht. Von
dort wird das Kehrgut in den oberen Bereich der Reinigungsvorrichtung 10 weitergeleitet
und von dort in den nicht näher dargestellten Container des Reinigungsfahrzeugs 20
überführt, z.B. angesaugt. Dies ist insbesondere vorteilhaft dann der Fall, wenn es
sich bei dem Container des Reinigungsfahrzeuges 20 um einen Unterdruckcontainer handelt.
[0027] Mittels der hydraulischen Ausgleichsmittel 30 wird die Reinigungsvorrichtung 10 auf
der Oberfläche O z.B. im Reinigungsbetrieb aufgesetzt, wobei Bodenunebenheiten mittels
der Ausgleichsmittel 30 ausgeglichen werden können. Das Ausgleichsmittel 30 weist
hierzu in Fig. 1 beim Überfahren der Bodenunebenheit bzw. Senke der Oberfläche O die
Höhe h1 auf, die notwendig ist, um die untere Kehrwalze 12 gegen die Oberfläche O
angestellt zu halten. Zudem sind die Ausgleichsmittel 30 auch als Hebemittel 30 ausgeführt,
so dass z.B. bei Beendigung des Reinigungsbetriebs die Reinigungsvorrichtung 10 von
der Oberfläche 10 abgehoben bzw. angehoben werden kann.
[0028] Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 gezeigte schematische Darstellung einer im Heck eines
Reinigungsfahrzeuges 20 angeordneten Reinigungsvorrichtung 10 beim Überfahren einer
Bodenwelle in der Oberfläche O. Dabei wird der sich ergebende Höhenunterschied durch
das Ausgleichsmittel 30 ausgeglichen. Das Ausgleichsmittel 30 weist hierzu in Fig.
2 beim Überfahren der Bodenunebenheit bzw. Bodenwelle der Oberfläche O die Höhe h2
auf, die notwendig ist, um die untere Kehrwalze 12 gegen die Oberfläche O angestellt
zu halten.
[0029] Das Ausgleichsmittel 30 umfasst zumindest einen Hydraulikkolben 32, vorzugsweise
ein Paar Hydraulikkolben 32, die beidseitig der Reinigungsvorrichtung 10 angeordnet
sind.
[0030] Grundsätzlich ist denkbar, dass anstelle oder zusätzlich zu den hydraulischen Ausgleichsmittel
30 pneumatische Ausgleichsmittel 30 vorgesehen sind. Diese können beispielsweise Pneumatikzylinder
32 umfassen.
[0031] In diesem Zusammenhang ist denkbar, dass die hydraulischen und/oder Ausgleichsmittel
30 eine nicht näher dargestellte Steuerungs- und/oder Regelungseinheit umfassen oder
mit einer Steuerungs- und/oder Regelungseinheit in Verbindung stehen, die die hydraulischen
und/oder pneumatischen Ausgleichsmittel 30 bezüglich des auszugleichenden Höhenunterschiedes
z.B. durch Oberflächenunebenheiten ansteuert bzw. einregelt. Die nicht näher dargestellte
Steuerungs- und/oder Regelungseinheit kann ferner das Absenken und Anheben der Reinigungseinheit
10 mittels des/der Ausgleichs- und Hebemittel 30 steuern bzw. einregeln.
[0032] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges 20 mit einer
Reinigungsvorrichtung 10 zur Reinigung einer Oberfläche O gemäß dem in Fig. 1 und
2 gezeigten Ausführungsbeispiel. Die Reinigungsvorrichtung 10 ist bereits vorstehend
erläutert mittels Kopplungsmitteln 40 am Abfallsammelfahrzeug 20 befestigt.
[0033] Grundsätzlich ist der Begriff des Abfallsammelfahrzeuges 20 nicht einschränkend zu
verstehen, sondern kann auch durch weitere Fahrzeugtypen verwirklicht werden, wie
dies nachfolgend anhand Fig. 4 bis 6 verdeutlicht werden soll:
[0034] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges 20 in der
Ausführungsform als Pritschenwagen mit Reinigungsvorrichtung 10. Auch hier ist die
Reinigungsvorrichtung 10 mittels Kopplungsmitteln 40 heckseitig am Abfallsammelfahrzeug
20 befestigt. Das Abfallsammelfahrzeug 20 ist dabei als Pritschenwagen ausgeführt.
[0035] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges 20 in der
Ausführungsform als Zugfahrzeug mit Anhänger 50 und Reinigungsvorrichtung. Dabei umfasst
das Abfallsammelfahrzeug ein Zugfahrzeug 60 mit Anhänger 50. Am Anhänger 50 ist dabei
heckseitig mittels Kopplungsmitteln 40 die Reinigungsvorrichtung 10 befestigt.
[0036] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines Abfallsammelfahrzeuges 20 in der
Ausführungsform als Kehrfahrzeug mit integrierter Reinigungsvorrichtung 10.
1. Abfallsammelfahrzeug (20) mit einer Reinigungsvorrichtung (10) zur Reinigung einer
Oberfläche (O), vorzugsweise zur Reinigung einer Oberfläche (O) durch Aufnahme von
Kehrgut, wobei die Reinigungsvorrichtung (10) mittels Kopplungsmitteln (40) am Abfallsammelfahrzeug
(20) ankoppelbar ist, wobei die Reinigungsvorrichtung (10) wenigstens ein erstes mechanisches
Aufnahmemittel (12) und wenigstens ein zweites mechanisches Aufnahmemittel (16) aufweist
und wobei mittelbar und/oder unmittelbar Kehrgut vom ersten Aufnahmemittel (12) zum
zweiten Aufnahmemittel (16) übergebbar ist.
2. Abfallsammelfahrzeug (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite mechanische Aufnahmemittel (12, 16) der Reinigungsvorrichtung
(10) zumindest teilweise ineinander eingreifen und/oder bei Drehung zumindest teilweise
miteinander kämmen.
3. Abfallsammelfahrzeug (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite Aufnahmemittel (12, 16) der Reinigungsvorrichtung (10)
eine Kehrwalze (12, 16) ist und/oder dass das erste und zweite Aufnahmemittel (12,
16) der Reinigungsvorrichtung (10) gegenläufig drehbar sind.
4. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Aufnahmemittel (12) der Reinigungsvorrichtung (10) auf der Oberfläche (O)
zur Aufnahme von Kehrgut abrollbar ist und/oder dass das Kehrgut von dem ersten Aufnahmemittel
(12) zum zweiten Aufnahmemittel (16) der Reinigungsvorrichtung (10) übergebbar ist
und/oder dass mittels des zweiten Aufnahmemittels (16) der Reinigungsvorrichtung (10)
das aufgenommene Kehrgut weiterleitbar ist.
5. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite Aufnahmemittel (12, 16) der Reinigungsvorrichtung (10)
wenigstens zwei Kehrleisten (13, 17) mit zwischen den Kehrleisten (13, 17) befindlichen
Zwischenräumen (14, 18) aufweist und/oder dass das zweite Aufnahmemittel (16) zumindest
teilweise oberhalb des ersten Aufnahmemittels (12) angeordnet ist.
6. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) modular aufgebaut ist und/oder als Anbaugerät oder
als Anhänger oder integriert in das Abfallsammelfahrzeug (20) ausgeführt ist.
7. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein ausstellbares Kehrmittel an der Reinigungsvorrichtung (10) und/oder
am Abfallsammelfahrzeug (20) vorgesehen ist, insbesondere dass das Kehrmittel ein
Kehrteller mit zur Fahrrichtung entgegengesetzter Drehrichtung ist.
8. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abfallsammelfahrzeug (20) einen Tank und/oder einen Container oder einen Unterdruckcontainer,
zur Aufnahme des Kehrgutes, vorzugsweise zur Aufnahme des von dem zweiten Aufnahmemittel
(16) weitergeleiteten Kehrgutes, aufweist.
9. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abfallsammelfahrzeug (20) eine zusätzliche Förder- und/oder Presseinrichtung
und/oder Förderschnecke zum Transport und/oder zur Komprimierung des Kehrgutes aufweist.
10. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) hydraulisch und/oder pneumatisch und/oder mechanisch
angetrieben ist und/oder dass wenigstens ein Aufnahmemittel (12, 16) hydraulisch und/oder
pneumatisch und/oder mechanisch angetrieben ist.
11. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) trocken und/oder feucht betreibbar ist und/oder dass
eine Luftfiltereinheit für Abluft vorgesehen ist.
12. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgleichsmittel (30) zum Ausgleich von Unebenheiten der Oberfläche vorgesehen sind
und/oder dass hydraulische und/oder pneumatische Hebemittel (30) vorgesehen sind.
13. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) relativ zum Abfallsammelfahrzeug (20) verschwenkbar
ist und/oder dass die Reinigungsvorrichtung (10) austauschbar ist und/oder dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsmittel (40) eine Normschnittstelle umfassen und/oder dass die Reinigungsvorrichtung
(10) an einer Normschnittstelle, vorzugsweise einem DIN Rahmen, mit dem Abfallsammelfahrzeug
(20) koppelbar ist.
14. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (10) an einer Kippvorrichtung (22) des Abfallsammelfahrzeugs
(20) ankoppelbar oder angekoppelt ist.
15. Abfallsammelfahrzeug (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abfallsammelfahrzeug (20) ein Kleinfahrzeug für den Einsatz auf kommunalen Straßen,
Wegen und/oder Plätzen mit geringer Tonnage oder ein Großfahrzeug für den Einsatz
auf Landstraßen und/oder Autobahnen mit hoher Tonnage ist.