[0001] Die Erfindung betrifft eine Rostplatte für Kühler von schuttfähigem Gut mit einer
zur Aufnahme eines Gutbetts ausgebildeten Plattenoberfläche und einer Vielzahl in
dieser Oberfläche mündender Luftdurchtrittsöffnungen mit einer vorbestimmten Weite.
[0002] Es ist bekannt, den Rost eines Kühlers für schüttfähiges gebranntes Gut, insbesondere
Klinker, aus einer Vielzahl von Rostplatten zusammenzusetzen. Auf der Oberfläche der
Rostplatte liegt das zu kühlende Gutbett, wobei die zum Kühlen erforderliche Luft
durch jeweils eine Vielzahl von Luftdurchtrittsöffnungen in diese Oberfläche geblasen
wird. Die Rostplatten sind mit ihrer Oberfläche großen Belastungen ausgesetzt, nämlich
wegen der zumindest anfänglich oder zwischenzeitlich auftretenden hohen Temperatur
des zu kühlenden Guts und durch Abrasion, insbesondere bei scharfkantigem Gut wie
Klinker. Diese große Belastung führt zu einem beträchtlichen Verschleiß der Rostplatten.
Um sie ausreichend robust und andererseits rationell herstellbar zu machen, sind sie
häufig aus Gussmaterial hergestellt. Eine Schwierigkeit hierbei ist, dass nur verhältnismäßig
einfache Formen mit großen Toleranzen für die Geometrie der Luftdurchtrittsöffnungen
im Gussverfahren herstellbar sind. Es entsteht damit das Problem, dass verhältnismäßig
viel Gutmaterial durch die Luftaustrittsöffnungen nach unten durchfällt (Rostdurchfall).
[0003] Zur Verringerung des Rostdurchfalls ist es weiter bekannt, gebaute Rostplatten vorzusehen,
bei denen gesonderte Einsätze zur Anordnung in den Luftaustrittsöffnungen vorgesehen
sind (
WO 94/08187 A1). Die Einsätze weisen ein L-förmiges Profil auf. Sie sind so in den Luftaustrittsöffnungen
angeordnet, dass sie mit ihrer Oberseite bündig mit der Plattenoberfläche abschließen
und an ihrer Unterseite bilden sie mit ihrem nach unten rausragenden horizontalen
Teil des L-förmigen Profils eine Umlenkung, womit der unerwünschte Rostdurchfall verringert
wird. Die damit verbleibende effektive Weite der Luftaustrittsöffnungen wird durch
den Einsatz verringert, und die beim Gießen unvermeidlich auftretenden relativ großen
Toleranzen nehmen in Bezug auf die Gesamtbreite der Schlitze einen dominierenden Einfluss
ein. Ohne mechanische Nachbearbeitung, beispielsweise durch Auffräsen auf ein definiertes
Maß, ergeben sich damit große Unterschiede und damit ein stark unterschiedlicher Kühlluftfluss
über den Rost hinweg.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Rostplatte zu schaffen,
bei welcher dieser Nachteil verringert ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung liegt in einer Rostplatte mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Bei einer Rostplatte für Kühler von schuttfähigem Gut, insbesondere Klinker, mit
einer zur Aufnahme eines Gutbetts ausgebildeter Plattenoberfläche und einer Vielzahl
in dieser Oberfläche mündender Luftdurchtrittsöffnungen mit einer vorbestimmten Weite,
umfassend einen Plattenkörper mit einem Rahmen und einer oben auf dem Rahmen angeordneten
Tragplatte, sowie Schlitzen in der Tragplatte für die Luftdurchtrittsöffnungen, ist
erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Schlitze eine Überweite aufweisen, die größer
als die vorbestimmte Weite ist, und dass ein Satz von Gasführungseinsätzen vorgesehen
ist, wobei die Gasführungseinsätze mit ihrem Mittelstück durch die Schlitze durchgesteckt
sind und mit ihrem Führstück variabel positionierbar sind zur unterschiedlichen Verengung
der Schlitze.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, eine Entkopplung der vorher berechneten (vorbestimmten),
effektiv wirksamen, von der tatsächlichen Weite der Schlitze in der Tragplatte vorzusehen.
Dazu dient eine zweiteilige Konstruktion, wobei die Schlitze in der Tragplatte von
vornherein mit einer zu großen Weite (Überweite) hergestellt sind. Die Verringerung
auf die angestrebte vorbestimmte Weite zur Gewährleistung eines bestimmten Kühlluftdurchsatzes
erfolgt dann durch entsprechendes Anordnen eines Gasführungseinsatzes. Die Ausführung
mit Mittelstück und abgewinkeltem Führstück ermöglicht es, die Gasführungseinsätze
an verschiedenen Positionen im Schlitz anzuordnen, so dass sich je nach Position eine
andere wirksame Weite des Schlitzes ergibt. Damit kann auch bei großen Toleranzabweichungen
der Schlitzweite (wie sie sich insbesondere beim Gießen ergeben können) ohne weitere
Nachbearbeitung die gewünschte vorbestimmte Weite erreicht werden, und zwar auch bei
den bisher fertigungstechnisch nur schwer zu beherrschenden stark geneigten Schlitzen.
[0008] Die Erfindung ermöglicht es damit, den eigentlichen Plattengrundkörper mit engen
und/oder stark geneigten Schlitzen herzustellen, wodurch bisherige gießtechnische
Probleme und Limitationen vermieden bzw. überwunden werden können. Dank des Vorsehens
des Satzes von Gasführungseinsätzen unterschiedlicher Stärke kann mit demselben Grundkörper
durch Auswahl passender Einsätze die effektiv wirksame vorbestimmte Weite auf einfache
Weise eingestellt werden. Damit können ohne Veränderung des Grundkörpers Rostplatten
mit geringem, mittlerem oder hohem Luftdurchsatz hergestellt werden. Der Ausgleich
von Herstellungstoleranzen bei der Weite des Schlitzes, die insbesondere bei gießtechnisch
hergestellten Rostplatten beträchtlich sein können, kann durch einen passend positionierten
Gasführungseinsatz leicht erfolgen, so dass sich eine homogenere Kühlluftverteilung
über die Rostplatten und über den gesamten Rost hinweg ergibt. Dies ermöglicht einen
qualitativ höherwertigen Kühlbetrieb. Weiter ermöglicht es die gesonderte Ausführung
der Gasführungseinsätze, diese bei Bedarf gezielt auszutauschen, insbesondere, wenn
sie verschlissen sind und damit zu erhöhtem Rostdurchfall führen. Der gesonderte Austausch
der Gasführungseinsätze ist erheblich rationeller als der Austausch einer gesamte
Rostplatte. Weiter ermöglicht es die Ausführung mit gesonderten Gasführungseinsätzen,
solche mit verschiedenen Formen und Profilarten bereitzustellen. Die Auswahl eines
bestimmten Profils kann dann abgestimmt auf die Verwendung der Rostplatte im Kühler
erfolgen. Damit ergeben sich wesentlich größere Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug
auf das Design der Kühlluftkanäle in der Rostplatte als bei herkömmlich gießtechnisch
hergestellten Rostplatten, und dies ohne nennenswerten Zusatzaufwand.
[0009] Im Kern beruht die Erfindung auf der Erkenntnis, dass durch die gießtechnische Herstellung
der Rostplatte Schlitze mit Übermaß geschaffen werden, wobei es auf deren Toleranz
nicht ankommt, denn das endgültige Maß wird hergestellt durch eine gezielte Verkleinerung
mittels der Gasführungseinsätze, die abhängig von ihrer Anordnung und/oder Stärke
den Schlitz auf die gewünschte freie Weite verengen. Auf den ersten Blick mag dies
zwar aufwendiger erscheinen, ermöglicht aber die rationelle Herstellung des Grundkörpers
im gießtechnischen Verfahren, und dennoch die Erreichung guter Werte für Homogenität
der Kühlluftverteilung und niedrigem Rostdurchfall.
[0010] Vorzugsweise sind hierfür drei verschiedene Arten von Gasführungseinsätzen vorgesehen,
die jeweils für sich die Erfindung realisieren. Bei der ersten Ausführungsform sind
einheitliche Gasführungseinsätze vorgesehen, die unterschiedlich in den Schlitzen
der Rostplatte positioniert sind und damit - wie vorstehend beschrieben - deren wirksame
Weite bestimmen. Bei einer zweiten Ausführungsform sind die Gasführungseinsätze des
Satzes mit unterschiedlichen Stärke ausgeführt. Dies vereinfacht die Montage, da die
Verengung des Schlitzes auf die gewünschte wirksame Weite durch die jeweilige Stärke
erfolgt. Bei einer dritten Ausführungsform sind Abstandshalter für die Gasführungseinsätze
vorgesehen, welche einen Abstand des Gasführungseinsatzes von einem Rand des Schlitzes
bestimmen. Damit kann ebenfalls definiert die Luftdurchtrittsöffnung verengt werden.
Die Abstandshalter ermöglichen es damit, ein und denselben Gasführungseinsatz auf
verschiedene Weise einzusetzen und damit Luftdurchtrittsöffnungen verschiedener Weite
zu erzeugen. Die Anzahl der Teile von Gasführungseinsätzen mit unterschiedlicher Stärke
reduziert sich dadurch.
[0011] Die Gasführungseinsätze ragen vorzugsweise sowohl an der Ober- wie auch an der Unterseite
aus der Tragplatte heraus. Der nach unten abragende Teil ist vorzugsweise als eine
rinnenförmig ausgebildet, um Rostdurchfall aufzufangen. Dabei weisen der nach oben
abragende Teil oder der nach unten abragende Teil eine solche Form und Ausdehnung
auf, die einen Durchgang durch den Schlitz in der Tragplatte erlauben. Damit ist es
ermöglicht, die Gasführungseinsätze durch den Schlitz hindurch einzusetzen, was den
Austausch bei bereits montierten Rostplatten deutlich vereinfacht.
[0012] Der Plattenkörper ist vorzugsweise einteilig ausgeführt, und zwar als Gusskörper.
Die Schlitze weisen mit Vorteil einen Winkel von höchstens 45 Grad, vorzugsweise zwischen
25 und 35 Grad, zur Oberfläche der Rostplatte auf. Damit wird zusammen mit der engtolerierten
effektiven Weite dank der Gasführungseinsätze eine Geometrie geschaffen, die Rostdurchfall
minimiert und dennoch rationell herzustellen ist. Schlitze mit großer Neigung ließen
sich traditionell kaum mit ausreichender Genauigkeit herstellen, so dass erst die
Erfindung die Kombination von großer Neigung und eng toleriertem schmalen Schlitz
ermöglicht.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert,
in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittansicht einer Rostplatte gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfin-
dung;
- Figur 2
- eine Aufsicht auf die Rostplatte gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine Aufsicht auf eine Rostplatte gemäß ei- nem zweiten Ausführungsbeispiel; und
- Figur 4
- eine vergrößerte Detailansicht im Schnitt der Rostplatte gemäß Figur 1;
- Figur 5 a-d
- Schnittdarstellungen zur Montage von Gasfüh- rungseinsätzen;
- Figur 6a, 6b
- Darstellungen zweier alternativer Sätze von Gasdurchführungseinsätzen.
[0014] Der generelle Aufbau eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Rostplatte
ist aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich. Die in ihrer Gesamtheit mit der Bezugsziffer
1 bezeichnete Rostplatte umfasst einen Rostplattenrahmen 2 und eine darauf angeordnete
Tragplatte 3. Der Rahmen 2 ist von kastenartiger Gestalt und weist eine Unterseite
21 auf, die an einem vorderen Ende in die Rostplatte 1 mit einer großen Öffnung 22
zur Zuführung von Kühlluft versehen ist. Nach oben ist die Rostplatte 1 durch die
Tragplatte 3 abgeschlossen, so dass insgesamt ein Hohlraum 20 umgrenzt ist. In diesen
Hohlraum 20 wird Kühlluft über die Öffnung 22 zugeführt und über nachfolgend näher
erläuterte Schlitze in der Tragplatte 3 in das auf der Tragplatte 3 aufliegende Kühlgut
9 eingebracht.
[0015] Der Rahmen 2 und die Tragplatte 3 bestehen vorzugsweise aus einem Gussmaterial, beispielsweise
aus hitzebeständigem Stahlguss (z. B. 1.4825GX25CrNiSi18-9 nach EN 10295). Sie kann
mehrteilig, insbesondere zweiteilig ausgeführt sein; es soll aber nicht ausgeschlossen
sein, dass der Rahmen 2 und die Tragplatte 3 einteilig hergestellt sind.
[0016] In Figur 2 ist eine Aufsicht auf eine solche Rostplatte 1 dargestellt. Dazu sei angemerkt,
dass ein Rost gebildet ist aus einer Vielzahl von Rostplatten, die neben- und hintereinander
matrixartig angeordnet sind. Dazu sind Rostplattenträger (nicht dargestellt) vorgesehen,
auf welchen die einzelnen Rostplatten 1 quer oder längs zu einer Arbeitsrichtung eines
Kühlers angeordnet sind. Vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen Rostplatten in einem
Rostkühler, vorwiegend in einem Schubrostkühler, eingebaut, und zwar zum Abkühlen
von stark schleißendem Gut (wie Zementklinker). Es soll aber nicht ausgeschlossen
sein, dass die erfindungsgemäße Rostplatte auch in andere ähnliche Roste eingebaut
werden kann, bei denen aufliegendem schüttfähigem Gut ein Arbeits- oder Behandlungsgas
durch die Rostplatte zugeführt wird, beispielsweise einem dem Rost vorgeschalteten
Einlaufmodul, auf das das zu kühlende Gut aufgeworfen wird und von dem es auf den
Rost rutscht.
[0017] In Figur 4 ist in einer vergrößerten Ausschnittsdarstellung ein Bereich der Tragplatte
3 dargestellt, durch welchen in den Hohlraum 20 der Rostplatte 1 zugeführtes Kühlgas
nach oben in die aufliegende Schüttgutschicht abgegeben wird. Die Tragplatte 3 ist
mit einer Mehrzahl von quer zur Längsrichtung verlaufenden Schlitzen 31 versehen.
Bei diesen Schlitzen 31 handelt es sich insbesondere um solche, wie sie bei dem Gießen
der Tragplatte 3 bzw. der gesamten Rostplatte 1 hergestellt werden können. Um einen
bestimmten Kühlluftdurchsatz zu erzielen, für den die Rostplatte ausgelegt ist, ist
eine Gasdurchtrittsöffnung mit einer vorbestimmten Weite erforderlich; diese Weite
ist in Figur 5a durch eine gestrichelte Linie 34 und der Kühlluftstrom durch einen
Pfeil 33 dargestellt. Die Weite der Schlitze 31 ist so bemessen, dass sie deutlich
größer ist als es für die Abführung der Kühlgasmenge aus dem Hohlraum 20 in das aufliegende
Gut erforderlich wäre (Überweite). Die Schlitze 31 weisen also eine verhältnismäßig
große Weite auf, bedingt durch die Herstellung im Gussverfahren ist die Weite nicht
konstant, sondern unterliegt beträchtlichen Schwankungen (grobe Toleranz). In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Winkel α der Schlitze 31 zur Oberfläche
30 aus Darstellungsgründen übertrieben groß dargestellt. Bewährt hat sich ein Winkel
von 30 Grad.
[0018] Die Schlitze 31 können sich über die gesamte Breite der Rostplatte 1 erstrecken oder
nur Über einen Teil. Letzteres ist in einer Ausführung 1 mit versetzten Schlitzen
31 in Fig. 3 dargestellt. Die erfindungsgemäß vorgesehenen Gasführungseinsätze 4 eignen
sich für beide Ausführungsformen gleichermaßen.
[0019] Der Gasdurchführungseinsatz 4 weist mehrere Bereiche auf. Er umfasst ein Mittelstück
41, das im Wesentlichen gerade ausgebildet und so bemessen ist, dass es von der Unterseite
der Tragplatte 3 bis zu deren Oberseite 30 reicht. An dem unteren Ende des Mittelstücks
41 ist eine Rinne 42 angeordnet, welche in den Hohlraum 20 unterhalb der Tragplatte
3 ragt. Die Rinne 42 ist an ihrer Innenseite bogenförmig konkav ausgebildet, so dass
sie ein Gegenstück zu einer optionalen Konvexität 32 bildet. An dem oberen Ende des
Mittelstücks 41 ist ein über die Oberfläche 30 hinausragendes Führstück 43 angeordnet.
Es stößt mit seinem freien Ende an der Oberfläche 30 an und ist dort durch Verschweißung
befestigt. Die einzelnen Schritte zur Montage und Positionierung des Gasführungseinsatzes
4 sind in Fig. 5 a) - d) dargestellt. Die Position, in der der Gasführungseinsatz
4 schließlich in den Schlitz 31 eingeschweißt ist (positioniert), bestimmt die effektiv
wirksame Weite 34 des Schlitzes 31. Damit können auch grob unterschiedliche Schlitzbreiten,
wie sie insbesondere beim Herstellen im Gussverfahren meist entstehen, problemlos
und mit hoher Genauigkeit ausgeglichen werden.
[0020] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform sind die verschiedenen effektiven
Weiten durch unterschiedliche Positionierung an sich einheitlicher Gasführungseinsätze
4 erreicht. Gemäß einer alternativen Ausführungsform können auch Sätze von Gasdurchführungseinsätzen
4 mit unterschiedlicher Stärke vorgesehen (siehe Figur 6a, b). Die Gasdurchführungseinsätze
4', 4" eines Satzes unterscheiden sich durch ihre unterschiedliche Stärke, mit der
sie nach dem Einsetzen in eine Luftdurchtrittsöffnung 31 deren effektiv für den Luftdurchtritt
wirksame Weite verringern. Die Gasdurchführungseinsätze 4' können massiv ausgeführt
sein (Fig. 6a) oder sie 4" können in Skelettbauweise (Fig. 6b) ausgeführt sein. Bei
den Gasführungseinsätzen 4" in ist an einem Mittelstück 41 des Gasdurchführungseinsatzes
4" ein Profil 45 angeordnet. Es ist dazu ausgebildet, zusammen mit einer anderen Komponente
des Gasdurchführungseinsatzes 4" (hierbei kann es sich um ein weiteres - nicht dargestelltes
- Profil oder um das Führstück 43 handeln) die Lage des Gasdurchführungseinsatzes
4" in dem Schlitz 31 festzulegen und damit eine effektiv wirksame Stärke (verglichen
mit der massiven Ausführung 4', wie in Figur 6a dargestellt) zu bestimmen. Die Montage
ist bei diesen Gasführungseinsätzen 4', 4" vereinfacht, da sie nur jeweils bündig
an die Seitenwand des Schlitzes 31 angelegt und befestigt werden müssen.
[0021] Die Gasdurchführungseinsätze 4 sind vorzugsweise einstückig ausgeführt. In vielen
Fällen heißt dies, dass sowohl das Mittelstück 41 wie auch die Rinne 42 und das Führstück
43 dieselbe Materialstärke aufweisen (s. Fig. 6a). Erforderlich ist dies aber nicht.
Es kann vielmehr auch zweckmäßig sein, dass sich bei dem Satz lediglich die Materialstärke
im Bereich des Mittelstücks 41 unterscheidet, und die Rinne 42 und insbesondere das
Führstück 43 stets dieselbe Materialstärke aufweisen (s. Fig. 6b). Letzteres bietet
den Vorteil, gleichförmige Strömbedingungen für die durch den Schlitz mit der effektiven
Weite 34 ausströmenden Kühlluft.
1. Rostplatte für Kühler von schuttfähigem Gut mit einer zur Aufnahme eines Gutbetts
ausgebildeten Plattenoberfläche (30) und einer Vielzahl in dieser Oberfläche mündender
Luftdurchtrittsöffnungen mit einer vorbestimmten Weite, umfassend einen Plattenkörper
mit einem Rahmen (2) und einer oben auf den Rahmen angeordneten Tragplatte (3) und
Schlitzen (31) in der Tragplatte für die Luftdurchtrittsöffnungen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schlitze (31) eine Überweite aufweisen, die größer als die vorbestimmte Weite
(34) ist und dass
Gasführungseinsätze (4) mit einem Mittelstück (41) und einem Führstück (43) vorgesehen
sind, die mit ihrem Mittelstück (41) durch die Schlitze (31) durchgesteckt sind und
mit ihrem Führstück (43) variabel positionierbar sind zur unterschiedlichen Verengung
des Schlitzes (31).
2. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Abstandshalter (45) für die Gasführungseinsätze (4) vorgesehen sind, welche einen
Abstand des Gasführungseinsatzes (4) von einem Rand des Schlitzes (31) bestimmen.
3. Rostplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasführungseinsätze (4') unterschiedliche Stärken aufweisen.
4. Rostplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasführungseinsätze (4") in Skelettbauweise mit einem Vorsprung (45) ausgeführt
sind.
5. Rostplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasführungseinsätze (4) sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite der Tragplatte
(3) herausragen.
6. Rostplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasführungseinsätze (4) unsymmetrisch bezüglich ihres oben über die Tragplatte
hinaus und unten aus der Tragplatte vorragenden Bereiche sind.
7. Rostplatte nach einem der Ansprüche 4,5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der nach unten abragende Teil eine vorzugsweise rinnenförmige Überlappung (42) bildet.
8. Rostplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasführungseinsätze (4) höchstens solche Abmessungen aufweisen, wie sie für den
Durchgang durch den Schlitz (31) in der Tragplatte (3) ausreichen.
9. Rostplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (31) einen Winkel α von höchstens 45 Grad, vorzugsweise zwischen 25
und 35 Grad, zur Oberfläche (30) der Rostplatte bilden.