TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen aus wenigstens zwei flächigen Teildruckträgern
koplanar zusammengefügten Druckträger, wobei einer der Teildruckträger eine Papierschicht
umfasst. Die Erfindung betrifft auch einen Teildruckträger mit einer Papierschicht
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Druckträgers und Teildruckträgers.
[0002] Unter Druckträger bzw. Teildruckträger soll im Rahmen der vorliegenden Erfindung
ein insbesondere blatt-, bahn- oder bogenförmiges Substrat verstanden werden, das
ein-oder beidseitig bedruckt und/oder bedruckbar ist. Das Substrat kann ein- oder
mehrschichtig aufgebaut sein.
STAND DER TECHNIK
[0003] In zunehmendem Umfang werden Druckträger auf Basis von Papierbögen benötigt, die
durch lokale Aufspendungen meist in Verbindung mit Stanzungen veredelt sind und beispielsweise
integrierte Karten oder Etiketten enthalten. Bei den Aufspendungen handelt es sich
in der Regel um Laminate, welche die für die integrierten Karten oder Etiketten benötigten
Pastifizierungs- und Kleberschichten enthalten. Als ein Beispiel kann auf
WO 95/20493 verwiesen werden.
[0004] Durch die Aufspendungen werden die Druckträger lokal verdickt, was am einzelnen Druckträgerbogen
nicht weiter ins Gewicht fällt, im Stapel sich jedoch aufaddiert und zu einer von
unten nach oben zunehmenden Schräglage der Bögen führt.
[0005] Zur Vermeidung dieser Schräglage, die in Bogendrucken verhindert, dass deren Magazine
voll befüllt werden können, wurden bereits verschiedene Lösungen vorgeschlagen:
[0006] Ein Vorschlag gemäss
DE 197 41 563 bestand darin, anstatt lokaler Aufspendungen den Druckträger mit integrierter Karte
einheitlich auszubilden, d.h. ihn vollflächig mit den für die integrierte Karte benötigten
Schichten zu versehen. Durch die wesentlich grössere Menge an dazu erforderlichem,
teurem Material konnte sich diese Lösung jedoch nicht durchsetzen. Die Druckträger
sind bei dieser Ausbildung auch insgesamt recht steif und schwer und lassen sich wegen
der meist vorhandenen Folienschichten kaum falten.
[0007] Ein Vorschlag gemäss
WO 2005/100006 bestand darin, unter Beibehaltung von teilflächigen Aufspendungen die Schräglage
der Bögen im Stapel durch ihre Dicke ebenfalls erhöhende, in das Papiermaterial eingeprägte
Verformungen zu vermeiden. Auf Grund der hohen Elastizität von Papier haben sich diese
Verformungen jedoch als nicht ausreichend zeitlich stabil erwiesen.
[0008] In
WO 92/05036 wurde ein Druckträger in Form eines Kartenlaminats mit einer ersten Karte z.B. aus
Papier und einer zweiten Karte vorgeschlagen, wobei die zweite Karte in einem unter
Druckeinwirkung eingetieften Abschnitt der ersten Karte befestigt ist und mit dieser
eine koplanare Oberfläche aufweist, so dass eine Schräglage im Stapel nicht auftreten
kann. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieser Vorschlag nicht erfolgreich realisiert
werden konnte, weil die Eintiefung in dem Papiermaterial der ersten Karte wegen der
hohen Elastizität von Papier wie die vorgenannten Verformungen sich mit der Zeit zurückbilden
dürfte.
[0009] In
WO 00/41895 wurde ein aus zwei flächigen Teildruckträgern koplanar zusammengefügter Druckträger
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, wobei die Teildruckträger mit aneinanderstossenden
Kanten im wesentlichen nicht überlappend miteinander verklebt sind. Eine für die Praxis
ausreichende Festigkeit der Verbindung konnte jedoch nicht, jedenfalls nicht mit vertretbarem
Aufwand, erreicht werden.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0010] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen Druckträger der eingangs genannten Art
anzugeben, bei welchem die beiden Teildruckträger auf technisch einfache und rationell
auszuführende Weise robust miteinander koplanar verbunden sind und wobei der die Papierschicht
umfassende Teildruckträger einfach aus dieser Papierschicht und der andere Teildruckträger
insbesondere aus einem für integrierte Karten geeigneten Laminat bestehen kann.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch einen Druckträger mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0012] Mit ihren beiden Randstreifen können die beiden Teildruckträger insbesondere in gegenseitiger
Überlappung stabil miteinander verbunden werden. Im Überlappungsbereich kann hierbei
eine Gesamtdicke erhalten werden, die nicht grösser als die Dicke der Teildruckträger
im Übrigen ist. Alternativ könnten die beiden Teildruckträger mit ihren Randstreifen
auch auf Stoss mit wenigstens einem Streifen, insbesondere einem Klebestreifen, miteinander
verbunden werden, wobei die Dicke des Streifens durch die geringere Dicke der Teildruckträger
im Bereich ihrer Randstreifen kompensiert wird und durch den mindestens einen Streifen
ebenfalls in der Summe keine Dickenerhöhung gegenüber der Dicke der einzelnen Teildruckträger
im Übrigen verursacht wird.
[0013] Gemäss der Erfindung ist die Teilschicht der Papierschicht durch Abreissen entfernt.
Diesbezüglich macht sich die Erfindung die Erkenntnis zunutze, dass Papiermaterial
in sich spaltbar ist und dass ein Streifen mit einer Teilschicht des Papiermaterials
nach einem geeigneten Anriss praktisch endlos mit äusserst konstanter Dicke weiter
abgerissen werden kann.
[0014] Wenn es sich bei dem zweiten Druckträger um ein mehrschichtiges Kartenlaminat mit
mindestens zwei voneinander trennbaren Schichten handelt, kann ein Streifen wenigstens
einer Schicht dieses Laminats entfernt und dadurch ebenfalls eine Dickenreduzierung
entlang eines Randstreifens erhalten werden.
[0015] Bevorzugt ist der Randstreifen der Papierschicht des einen Teildruckträgers gegenüber
der Papierschicht im Übrigen durch einen Einschnitt in die Papierschicht begrenzt.
Gleiches gilt für den anderen Teildruckträger, insbesondere wenn dieser ein Laminat
mit mindestens zwei voneinander ablösbaren Schichten ist.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der andere Teildruckträger in Richtung
des Randstreifens kürzer als der die Papierschicht umfassende Teildruckträger. Diese
Ausbildung ist dann besonders vorteilhaft, wenn die beispielsweise für eine integrierte
Karte im anderen Teildruckträger benötige Fläche weniger breit, insbesondere nur halb
so breit wie der die Papierschicht umfassende Druckträger zu sein braucht und der
andere Teildruckträger zudem aus einem teuren Laminat besteht.
[0017] Die beiden Teildruckträger können durch einen Klebstreifen miteinander verbunden
sein, welcher mit einem Transponder versehen ist. Ein Transponder könnte auch in einem
Klebestreifen enthalten sein, der entlang eines durch Entfernen einer Teilschicht
geschwächten Streifens eines Druckträgers eingeklebt ist.
[0018] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Teildruckträger mit einer Papierschicht zur
Herstellung eines erfindungsgemässen Druckträgers, bei welchem die Papierschicht entlang
eines Randstreifens in ihrer Dicke durch Entfernen einer Teilschicht geschwächt ist.
Bevorzugt ist die Teilschicht der Papierschicht durch Abreissen entfernt.
[0019] Der Teildruckträger kann auf dem Randstreifen der Papierschicht mit einer durch eine
ablösbare Abdeckschicht abgedeckten Kleberschicht versehen sein.
[0020] Zur Herstellung eines erfindungsgemässen Druckträgers oder eines Teildruckträgers
wird die Teilschicht der Papierschicht entlang des Randstreifens vorzugsweise durch
Abreissen entfernt.
[0021] Vorzugsweise wird die Teilschicht der Papierschicht mit einem Klebestreifen abgerissen.
Entscheidend für die sich hierbei ergebende Dicke der Teilschicht sind die Abrissbedingungen.
Bevorzugt wird der Klebestreifen zusammen mit der an ihm anhaftenden Teilschicht der
Papierschicht über eine Rolle abgezogen. Bei endloser Herstellung, bei der die Papierbahn
und der Klebestreifen als Endlosbahnen vorliegen, werden beide Bahnen über zwei aufeinander
ablaufende Rollen geführt. Durch die hierbei jeweils sehr gleichmässigen Abrissbedingungen,
die eher einem Abheben entsprechen, lässt sich eine sehr gleichmässige Dicke für die
Teilschicht und damit auch für die Restschicht der Papierschicht entlang des Randstreifens
erreichen. Vor allem lässt sich die Dicke der Teilschicht hierbei durch die Wahl des
Durchmessers der Rolle/n beeinflussen.
[0022] Damit der Randstreifen der Papierschicht gegenüber der Papierschicht im Übrigen eine
glatte Kante aufweist, wird er vor dem Entfernen der Teilschicht mit einem Einschnitt
in der Papierschicht abgegrenzt. Die Tiefe des Einschnitts sollte etwa der gewünschten
Dicke der Teilschicht entsprechen.
[0023] Sofern es sich bei dem zweiten Druckträger um ein mehrschichtiges Laminat handelt,
kann der Randstreifen an diesem vor dem Ablösen der mindestens einen Schicht gegenüber
dem Laminat im Übrigen ebenfalls durch einen Einschnitt in das Laminat abgegrenzt
werden. Die Tiefe des Einschnitts sollte hierbei mindestens der gewünschten Dicke
der Teilschicht entsprechen.
[0024] Zum Verbinden der beiden Teildruckträger entlang ihrer beiden Randstreifen mit den
beiden Randstreifen einander überlappend wird bevorzugt eine Klebverbindung eingesetzt,
wobei weiter vorzugsweise, wenn das erforderlich ist, eine Kleberschicht von einem
Träger auf einen der beiden Randstreifen trocken transferiert wird. Gegenüber einem
Nassauftrag der Kleberschicht hat dies den Vorteil, dass die Kleberschicht anschliessend
sofort zur Verklebung der beiden Teildruckträger zur Verfügung steht und nicht erst
noch getrocknet werden muss. Ein Heisskleber käme ebenfalls in Frage oder eine Verbindung
unter Verwendung einer schon bestehenden Beschichtung mit Verpressen der beiden Bahnen.
[0025] Das Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemässen Druckträgers oder eines Teildruckträgers
ist schliesslich bevorzugt ein Endlosverfahren, bei welchem die beiden Teildruckträger
als Bahnen vorliegen und z.B. ab Rolle im Durchlauf, vorzugsweise gleichzeitig, verarbeitet
werden. Ausser ihrer Verbindung könnten die beiden Teildruckträger im gleichen Durchlauf
ggf. auch noch weiteren Verarbeitungsschritten wie z.B. Bedrucken oder Stanzen sowie
letztlich Vereinzeln unterzogen werden.
[0026] In einem erfindungsgemässen Verfahren zur im wesentlichen abfallfreien Herstellung
eines Druckträgers, bei dem der andere Teildruckträger in Richtung des Randstreifens
kürzer als der die Papierschicht umfassende Teildruckträger ist, werden zwei äussere
und ein mittlerer Teildruckträger verwendet, wobei die beiden äusseren Teildruckträger
jeweils eine Papierschicht umfassen und jeweils entlang eines Randstreifens in ihrer
Dicke durch Entfernen einer Teilschicht geschwächt sind und wobei der mittlere Teildruckträger
entlang zweier, einander gegenüberliegender Randstreifen eine geringere als seine
Dicke im Übrigen aufweist. Die äusseren Teildruckträger werden jeweils entlang ihres
Randstreifen mit einem der Randstreifen des mittleren Teildruckträgers verbunden.
Danach werden die so miteinander verbundenen Teildruckträger durch eine abwechselnd
entlang der einander gegenüberliegenden Randstreifen geführte und dazwischen den mittleren
Teildruckträger querenden Trennline in mindestens zwei der Druckträger unterteilt.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0027] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen jeweils schematisch:
- Fig. 1
- unter g) einen erfindungsgemässen, aus zwei Teildruckträgern koplanar zusammengefügten
Druckträger und unter a) - f) die einzelnen Schritte zur Herstellung dieses Druckträgers;
- Fig. 2
- unter a) eine Vorrichtung zur Herstellung des Druckträgers von Fig. 1 in einem Endlosprozess,
bei welchem zwei, den Teildruckträgern entsprechende Bahnen bearbeitet und koplanar
zusammengefügt werden, unter b) bzw. b') Aufsichten und unter c) bzw. c') Schnittdarstellungen
dieser Bahnen; d) zeigt eine modifizierte Stanzeinheit der unter a) dargestellten
Vorrichtung;
- Fig. 3
- unter a), a'), b), b)' und c) Schnittdarstellungen der Bahnen auf verschiedenen Zylindern
der Vorrichtung von Fig. 2a);
- Fig. 4
- unter a) - c) alternative Ausführungsformen zur koplanaren Verbindung zweier Teildruckträger
mittels Streifen;
- Fig. 5
- unter a) einen efindungsgemässen Druckträger im Schnitt mit integrierter Karte und
unter b) den Druckträger mit entnommener Karte;
- Fig. 6
- unter a) einen erfindungsgemässen Druckträger im Schnitt mit integrierter Klebeetikette
unter b) den Druckträger mit entnommener Klebeetikette;
- Fig. 7
- in einer Darstellung gemäss Fig. 6 b) einen erfindungsgemässen Druckträger im Schnitt
mit entnommener Faltkarte;
- Fig. 8
- unter a) einen weiteren erfindungsgemässen Druckträger im Schnitt mit integrierter
Flip-Karte, unter b) Schritte zur Herstellung der Flip-Karte und unter c) die herausgelöste
Flip-Karte;
- Fig. 9
- unter a) eine Aufsicht auf einen Druckträgerbogen mit unterschiedlich breiten Teildruckträgern,
unter b) den Druckträgerbogen gefaltet, unter c) Aufsichten auf Bahnen A1, A2 und
B1 im Durchlauf durch Einheiten entsprechend den Einheiten I-IV von Fig. 2 a), unter
d) und e) jeweils einen Schnitt durch die sich dabei ergebende, dreiteilige Druckträgerbahn
A1/B1/A2, und unter f) eine Aufsicht auf diese Druckträgerbahn im Durchlauf durch
eine Stanzeinheit entsprechend der Stanzeinheit V von Fig. 2 a);
- Fig. 10
- unter a) eine-Aufsicht auf einen weiteren Drückträgerbogen mit unterschiedlich breiten
Teildruckträgern und einer im Teildruckträger B integrierten Faltkarte sowie, jeweils
im Schnitt, unter b) den Druckträgerbogen, unter c) den Druckträgerbogen mit der entnommenen
Faltkarte, unter d) die Faltkarte angeknickt und unter e) die fertige Faltkarte; und
- Fig. 11
- unter a) - d) vier Ausführungsformen von Druckträgern mit streifenförmigen Schwächungen
mit darin eingearbeiteten Transpondern.
[0028] In den Figuren sind die Grössenverhältnisse der verschiedenen Teile nicht realistisch.
Insbesondere sind die Dicken der einzelnen Schichten zu ihrer besseren Erkennbarkeit
stark übertrieben dargestellt.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0029] Fig. 1 zeigt unter g) einen aus zwei flächigen Teildruckträgern A und B koplanar
mit gegenseitiger Überlappung zusammengefügten Druckträger A/B. Der Teildruckträger
A besteht aus einer einzigen Lage bzw. Schicht 1 aus Papier. Der Teildruckträger B
ist ein Laminat etwa entsprechender Dicke aus drei Schichten 2, 3 und 4, wobei die
Schichten 2 und 4 ebenfalls eine Papierschicht oder eine Folienschicht sein können
und die Schicht 3 eine sogenannte Schälleimschicht ist, die eine Ablösung der Schicht
2 von ihr erlaubt und dabei auf der Schicht 4 zurückbleibt.
[0030] Zum Zwecke ihrer koplanaren Verbindung werden die Teildruckträger A und B jeweils
entlang eines Randstreifens 5 bzw. 6 durch Entfernen einer streifenförmigen Teilschicht
7 am Teildruckträger A bzw. einer streifenförmigen Schicht 8 am Teildruckträger B
in ihrer Dicke geschwächt. Um dies zu erleichtern und um eine saubere Begrenzung der
Randstreifen 5 bzw. 6 zu erhalten, können die Druckträger A und B vorgängig mit Einschnitten
9 bzw. 10 versehen werden. Unter a) und b) zeigt Fig. 1 die beiden Teildruckträger
A und B im Originalzustand, jedoch bereits mit solchen Einschnitten 9 und 10 versehen.
Unter c) ist die streifenförmige Teilschicht 7 der Papierschicht 1 entlang des Einschnitts
9 von der Papierschicht 1 und damit dem Teildruckträger A abgetrennt dargestellt,
wobei die Abtrennung durch Abreissen unter Zerfaserung des Papiermaterials erfolgt
ist. Unter d) ist die streifenförmige Schicht 8 entlang des Einschnitts 10 von dem
Teildruckträger B abgelöst dargestellt, wobei sie einen Teil der Schicht 2 bildet
und sich von der Schälleimschicht 3 abgelöst hat. Danach wird auf wenigstens einen
der geschwächten Randstreifen 5 oder 6, hier den Randstreifen 6 des Teildruckträgers
B, ein Kleber 11 streifenförmig aufgebracht, wie dies Fig. 1 e) zeigt. Wie in Fig.
1 f) dargestellt, werden die beiden Teildruckträger A und B mit ihren Randstreifen
5 und 6 in gegenseitiger Überlappung schliesslich miteinander verklebt, so dass sie
im wesentlichen koplanar zu liegen kommen, wie dies Fig. 1 unter g) zeigt. Bei geeigneter
Schwächung beider Teildruckträger A und B ggf. unter Berücksichtigung der Dicke der
Klebers 11 wird in ihrem Überlappungsbereich 5/6, wie dies bevorzugt ist, maximal
die gleiche Dicke erhalten, die die beiden Teildruckträger A und B jeweils für sich
aufweisen. Der aus den beiden Teildruckträgern A und B zusammengesetzte Druckträger
A/B weist dann auf seiner gesamten Fläche ebenfalls eine im wesentlichen übereinstimmende
Dicke auf.
[0031] Fig. 2 zeigt unter a) eine Vorrichtung zur Herstellung eines Druckträgers A/B gemäss
Fig. 1 in einem Endlosprozess unter Verwendung von Teildruckträgern A und B, die als
Endlosbahnen vorliegen und von Vorratsrollen 20 und 21 abgerollt werden. Unter b)
zeigt Fig. 2 Aufsichten auf die Bahnen A und B im Durchlauf durch die Vorrichtung
von Fig. 2 a). Unter c) ist ein Schnitt durch den fertigen Druckträger A/B dargestellt.
[0032] Von der Vorratsrolle 20 wird die Bahn A einer ersten Stanzeinheit I mit einem untenliegenden
Stanzzylinder 22 und einem obenliegenden Gegenzylinder 23 zugeführt, wobei sie in
der Stanzeinheit auf dem Gegenzylinder 23 abläuft. Der Stanzzylinder 22 ist mit wenigstens
einer umlaufenden Schneide zur Anbringung des Einschnittes 9 von Fig. 1 beim Durchlauf
der Bahn A durch den Spalt zwischen den beiden Zylindern 22 und 23 versehen. In Drehrichtung
vor diesem Spalt liegt an dem Stanzzylinder 22 eine Rolle 24 an, über welche ein erster,
von einer Rolle 25 abgezogener Klebestreifen K1 mit einer tragenden Folienschicht
und einer Klebschicht auf den Stanzzylinder 22 mit der Klebschicht nach aussen gerichtet
transferiert wird. Gleichzeitig wird auf der Rolle 24 eine Abdeckung für die Klebschicht
z.B. in Form eines Silikonpapiers S1 von dem Klebstreifen K1 abgezogen und einer Rolle
26 zugeführt, auf der sie aufgewickelt wird. Der Klebsteifen K1 kommt im Spalt zwischen
den beiden Zylindern 22 und 23 mit der Bahn A in Kontakt und wird dort unter Druck
fest mit dieser verklebt. Anschliessend läuft er - unter Mitnahme einer Teilschicht
der Papierschicht der Bahn A, wie nachstehend noch ausgeführt wird - weiter um den
Stanzzylinder 22 herum bis zu einer Ablenkrolle 27, über welche er von dem Stanzzylinder
weg- und einer Aufrollung bei 28 zugeführt wird.
[0033] Der Klebstreifen K1 ist bezüglich seiner Breite so bemessen und relativ zur Bahn
A und der den Einschnitt 9 in dieser verursachenden Schneide 22.1 (Fig. 3 a)) so ausgerichtet,
dass er zwischen einem der Seitenränder der Bahn A und dem Einschnitt 9 zu liegen
kommt und vorzugsweise auch den Abstandsbereich zwischen diesen im wesentlichen ausfüllt.
Insbesondere liegt er auf dem Stanzzylinder 22 dicht an der Schneide 22.1 an.
[0034] Indem nun die Haftkraft der Klebschicht des Klebestreifens K1 an dem Papiermaterial
der Bahn A höher gewählt ist als die innere Festigkeit des Papiermaterials, zerreist
bzw. zerfasert dieses in Laufrichtung in dem genannten Randstreifen 5 und zwar so,
dass eine Teilschicht der Papierschicht entsprechend der Teilschicht 7 von Fig. 1
an dem Klebstreifen K1 haftend auf dem Stanzzylinder 22 zurückbleibt, während die
Bahn A im Übrigen weiter um den Gegenzylinder 23 umläuft. Die durch den Klebstreifen
K1 abgerissene und an ihm haftende Teilschicht 7 wird zusammen mit dem Klebstreifen
K1 auf der Rolle 28 aufgerollt. Die spezifischen Reissverhältnisse können bei der
beschriebenen Vorgehensweise im Ablauf präzise konstant gehalten werden, so dass sich
eine annähernd konstante Reisstiefe mit entsprechend konstanter Schwächung der Bahn
A entlang ihres Randstreifens 5 ergibt.
[0035] Im Spalt zwischen den beiden Zylindern 22 und 23 finden demnach drei Prozesse fast
gleichzeitig statt: Anbringen des Einschnittes 9 zur geraden Abgrenzung des zu schwächenden
Randstreifens 5, Aufbringen des Klebstreifens K1 und Abreissen der Teilschicht 7 mit
dem Klebstreifen K1.
[0036] Die Bahn A mit ihrem geschwächten Randstreifen 5 wird im weiteren über verschiedene
Umlenkrollen um unter anderem eine zweite Stanzeinheit II herum geführt, die im folgenden
beschrieben wird.
[0037] Die zweite Stanzeinheit II umfasst einen obenliegenden Stanzzylinder 30 und einen
untenliegenden Gegenzylinder 31. Dieser zweiten Stanzeinheit II wird die Bahn B von
der Vorratsrolle 21 aus so zugeführt, dass sie auf dem Gegenzylinder 31 abläuft. Der
Stanzzylinder 30 ist wie der Stanzzylinder 22 mit wenigstens einer umlaufenden Schneide
(30.1 in Fig. 3 b)) zur Anbringung des Einschnittes 10 von Fig. 1 beim Durchlauf der
Bahn B durch den Spalt zwischen den Zylindern 30 und 31 versehen. Durch den Einschnitt
10 wird die streifenförmige Schicht 8 von Fig. 1 d) freigeschnitten und kann danach
um den Stanzzylinder 30 herum von der Bahn B im Übrigen abgezogen und auf einer Rolle
32 aufgewickelt werden.
[0038] Die Bahn B mit ihrem so geschwächten Randstreifen 6 wird nachfolgend einer Station
III zugeführt, in welcher ein Kleber entsprechend dem Kleber 11 von Fig. 1 e) streifenförmig
auf den geschwächten Randstreifen 6 aufgebracht wird. Der Kleber 11 wird über ein
Rollenpaar 33, 34 mit Druck trocken aufgebracht und dazu von einer Vorratsrolle 35
zugeführt, auf der er zwischen zwei Abdeckschichten aus Silikonpapier S2 und S3 angeordnet
ist. Eine, S2, dieser Abdeckschichten wird über eine auf der Rolle 33 ablaufende Rolle
36 vor dem Aufbringen der Klebeschicht 11 von dieser abgezogen und auf einer Rolle
37 aufgerollt. Die andere, S3, dieser Abdeckschichten wird erst nach dem Aufbringen
des Klebers 11 auf die Bahn B über eine Rolle 38 von diesem abgezogen und auf einer
Rolle 39 aufgewickelt. Der Kleber 11 liegt danach auf der Oberseite der Bahn B auf
deren Randstreifen 6 frei. Damit sich der Kleber in der richtigen Reihenfolge von
den Abdeckschichten S2, S3 trennt, muss seine Haftkraft gegenüber der Abdeckschicht
S2 deutlich geringer als gegenüber der Abdeckschicht S3 sein.
[0039] In einer weiteren Station IV mit zwei Anpressrollen 40 und 41 werden die Bahn A und
die Bahn B zusammengeführt und in Überlappung ihrer beiden geschwächten Randstreifen
5 und 6 mit dem Kleber 11 unter Druck miteinander verklebt, wie dies auch aus Fig.
2 c) ersichtlich ist. Wichtig ist, dass der Druck durch die Rollen 40, 41 im Überlappungsbereich
ausgeübt wird, wozu dort ggf. eine sogenannte Zurichtung vorzusehen ist. In Fig. 2
a) ist erkennbar, wie die Bahn A um die Anpressrolle 40 herum geführt und mit der
Bahn B verbunden wird. In Fig. 2 b) ist erkennbar, dass die beiden Bahnen A und B
lateral so gegeneinander versetzt durch die Vorrichtung geführt werden, dass in der
Station IV mit den Anpressrollen 40 und 41 ihre beiden geschwächten Randstreifen passgenau
in die gewünschte Überlappung miteinander kommen und verpresst werden.
[0040] Damit ist ein Druckträger A/B gemäss der vorliegenden Erfindung bereits fertig hergestellt,
wenn auch in Form einer Endlosbahn, die auf einer Rolle 46 aufgewickelt und zur weiteren
Endlosverarbeitung z.B. einer Druckerei zur Verfügung gestellt werden könnte. In der
Praxis werden jedoch zunehmend Einzelbögen benötigt, die von Bogendruckem verarbeitet
werden können. Bei der Vorrichtung von Fig. 2 a) ist deshalb auch eine dritte Stanzeinheit
V vorgesehen mit einem Stanzzylinder 42 und einem Gegenzylinder 43, wobei auf dem
Stanzzylinder 42 wenigstens eine quer zur Laufrichtung der Bahn A/B ausgerichtete
Schneide zum Ablängen von Einzelbögen ab der Bahn A/B vorhanden ist. 44 bezeichnet
eine Vorrichtung zur Übernahme und zum Abstapeln der vereinzelten Bögen und 45 einen
Bogenstapel. Die Bögen können übliche Formate wie A4 oder Letter aufweisen.
[0041] Fig. 3 verdeutlicht unter a), b) und c) die Verhältnisse auf den drei Stanzzylindern
22, 30 und 42 in den Stanzeinheiten I, II und V, wobei die einzelnen Figuren jeweils
Längsschnitte durch die Stanzzylinder zeigen und wobei die Schnittebenen jeweils wie
in Fig. 2 a) durch strichlierte Linien angedeutet gewählt sind.
[0042] Fig. 3 a) zeigt die Verhältnisse auf dem Stanzzylinder 22 der ersten Stanzeinheit
I. Die Schnittebene ist hier leicht schief gewählt, so dass sie den oberen Rand des
Stanzzylinders 22 kurz nach dem Spalt zwischen ihm und dem nur in Fig. 2 a) dargestellen
Gegenzylinder 23 schneidet. Die auf dem Stanzzylinder 22 umlaufende Schneide zur Erzeugung
des Einschnittes 9 in der Bahn A ist mit 22.1 bezeichnet und auf einem dünnen Stanzblech
ausgebildet, das magnetisch auf dem Stanzzylinder 22 gehalten wird. Der Stanzzylinder
22 ist dazu, wie die anderen Stanzzylinder übrigens auch, als Magnetzylinder ausgebildet.
Das Klebeband K1 wird wie bereits beschrieben dem Stanzzylinder 22 so zugeführt, dass
es dicht an der Schneide 22.1 anliegt. Im Spalt zwischen dem Stanzzylinder 22 und
dem Gegenzylinder 23 dringt die Schneide 22.1 in die Bahn A ein. Auch wird dort der
Klebestreifen K1 mit der Bahn A unter hohem Druck verklebt. Praktisch gleichzeitig
beginnt in dem Spalt auch der Abriss und die Trennung der Teilschicht 7 von der Bahn
A, indem der Klebestreifen K1 mit der auf ihm haftenden Teilschicht 7 auf dem Stanzzylinder
22 über einen gewissen Umdrehungswinkel noch weiter abläuft, während die Bahn A um
den Gegenzylinder 23 umläuft und sich nach dem Spalt, wie in Fig. 3 a) ersichtlich,
von dem Klebstreifen K1 und der Teilschicht 7 entfernt.
[0043] Fig. 3 b) zeigt die Verhältnisse auf dem Stanzzylinder 30 der zweiten Stanzeinheit
II. Die Schnittebene ist hier erneut leicht schief gewählt, so dass sie den unteren
Rand des Stanzzylinders 30 kurz nach dem Spalt zwischen ihm und dem nur in Fig. 2
a) dargestellen Gegenzylinder 31 schneidet. Die auf dem Stanzzylinder 30 umlaufende
Schneide zur Erzeugung des Einschnittes 10 in der Bahn B ist mit 30.1 bezeichnet und
wiederum auf einem dünnen Stanzblech ausgebildet, das magnetisch auf dem Stanzzylinder
30 gehalten wird. Die durch den Einschnitt 10 freigeschnittene streifenförmige Teilschicht
8 der Bahn B wird von der Bahn B abgezogen, indem sie noch über einen gewissen Umdrehungswinkel
weiter auf dem Stanzzylinder 30 abläuft, während die Bahn B den Spalt zwischen dem
Stanzzylinder 30 und dem Gegenzylinder in gerader Line verlässt.
[0044] In den soweit beschriebenen Ausführungsbeispielen sind die Randstreifen 5 und 6 der
beiden Teildruckträger A und B jeweils gerade und parallel zueinander ausgerichtet
und zwar sowohl was ihre äusseren Kanten als auch die Einschnitte 9 und 10 anbetrifft.
Am fertigen Druckträger A/B ergeben sich dadurch zwei, in Fig. 1 g) mit G1 und G2
bezeichnete Scharnierzonen, entlang welcher die beiden Teildruckträger A und B mit
geringerem Widerstand gegeneinander verdreht werden können. Für manche Anwendungen
kann das unerheblich oder gar von Vorteil, für andere dagegen unerwünscht sein. Im
letzteren Fall lässt sich durch eine gegenseitige Verzahnung der beiden Teildruckträger
entlang ihrer Randstreifen 5 und 6 der Schamiereffekt weitgehend vermeiden und eine
biegesteife Verbindung herstellen. Dazu genügt es beispielsweise, die beiden Randstreifen
5 und 6 gegensinnig wellig auszubilden und zwar sowohl hinsichtlich ihrer äusseren
Kanten als auch hinsichtlich der Einschnitte 9 und 10, so wie dies in Fig. 2 b') dargestellt
ist, wobei hier die Einschitte mit 9' und 10' bezeichnet sind. Auf den Stanzzylindern
22 und 30 müssen dazu die Schneiden entsprechend wellig ausgebildet sein, wie dies
die Figuren 3 a') und 3 b') zeigen und wobei die entsprechenden Schneiden mit 22.1',
22,2', 30.1' und 30.2'. bezeichnet sind. Die Schneiden 22.2' und 30.2' sind hier zusätzlich
erforderlich, um die äusseren Kanten der Bahnen A und B wellig zu schneiden, wobei
ein Schneidabfall anfällt. Auf dem Stanzzylinder 22 können die beiden Schneiden 22.1'
und 22.2' mit Vorteil auch dazu verwendet werden, aus dem beispielsweise mit geraden
Kanten von der Rolle 25 zugeführten Klebstreifen K1 einen genau in die wellige Kontur
passenden Klebstreifen K1' auszuschneiden, wobei auch hier natürlich Schneidabfall
anfällt, der jedoch zusammen mit der Abdeckung S1 abgeführt werden kann.
[0045] Die Dicke der von der Papierschicht des Teildruckträgers A zu dessen randseitiger
Schwächung abgerissenen Teilschicht 7 und damit das Mass dieser Schwächung hängt ausser
von der verwendeten Papierqualität sowie zum Teil der Abreissgeschwindigkeit vor allem
vom Abreisswinkel ab, wobei die Dicke mit grösser werdendem Abreisswinkel abnimmt.
Die Tiefe des Einschnittes 9 spielt in diesem Zusammenhang praktisch keine Rolle.
Es ergibt sich eine kantenscharfe Abtrennung der Teilschicht 7 selbst dann, wenn die
Tiefe des Einschnittes 9 etwas geringer als die Dicke der Teilschicht 7 ist. Auch
die Haftkraft des bei der Vorrichtung von Fig. 2 a) verwendeten Klebestreifens K1
an der Papieroberfläche spielt keine wesentliche Rolle für die Dicke der Teilschicht
7, sofern diese Haftkraft nur gross genug ist.
[0046] Bei der Vorrichtung von Fig. 2 a) wird der Abreisswinkel einerseits durch den Durchmesser
des Stanzzylinders 22 und andererseits durch den des Gegenzylinders 23 bestimmt. Typischerweise
betragen diese Durchmesser 110 - 150 mm für den Stanzzylinder 22 und 60 - 140 mm für
den Gegenzylinder 23 und sind dadurch relativ gross, was einen relativ kleinen Abreisswinkel
und eine für die Praxis meist günstig grosse Dicke für die abgerissene Teilschicht
7 ergibt. Wenn man diese Dicke jedoch verringern möchte, kann man beispielsweise die
modifizierte Stanzeinheit l'verwenden, wie sie in Fig.2 d) dargestellt ist. Bei dieser
werden die Bahn A und der Klebstreifen K1 mit der anhängenden Teilschicht 7 an einem
dem Stanz- und dem Gegenzylinder nachgeordneten Rollenpaar 29 mit deutlich kleinerem
Durchmesser voneinander getrennt.
[0047] Durch die vorbeschriebenen Massnahmen kann die Dicke der Teilschicht 7 relativ genau
auf den jeweils gewünschten Wert insbesondere im Bereich zwischen 20 - 120 µm eingestellt
werden, wobei beispielsweise eine Dicke von 25 µm bei Papieren mit 80 g/m2 und eine
Dicke von 50 µm bei Papieren mit 120 g/m2 geeignet ist. Für Papiere ab 140 g/m2 und
Dicken ab 185 µm kann die Dicke der Teilschicht 7 bis 100 µm betragen.
[0048] Das in den Figuren 1 - 3 für den Teildruckträger B bzw. die Bahn B verwendete Laminat
ist speziell geeignet für die Herstellung integrierter Karten, insbesondere wenn die
Schicht 2 ausreichend dick, steif und damit selbsttragend ist. Die Vorrichtung von
Fig. 2 a) erlaubt aufgrund der in ihr sowieso vorhandenen Stanzeinheiten im gleichen
Durchlauf zusammen mit der Verbindung der beiden Bahnen A und B zumindest im Laminat
der Bahn B in der Schicht 2 gerade auch noch solche integrierten Karten zu erzeugen.
Dazu genügt es prinzipiell, das auf dem Stanzzylinder 30 gehaltene Stanzblech mit
einer zusätzlichen umlaufenden Schneide zu versehen, wie sie in Fig. 3 b) bzw. Fig.
3b') dargestellt und mit 30.3 bezeichnet ist und mit dieser die Bahn B auf der Seite
der Schicht 2 bis zur Tiefe der Schälleimschicht 3 einzuschneiden. Die dadurch entlang
ihres Umfangs aus der Schicht 2 freigeschnittenen Karten sind in Fig.2 b) und Fig.
2 b') mit 12 und der entsprechende Einschnitt in der Schicht 2 in Fig. 3 b) und Fig.
3 b') mit 13 bezeichnet. Die integrierten Karten 12 werden in der Bahn B bzw. im fertigen
Druckträger A/B durch die Schälleimschicht 3 auf der Schicht 4 gehalten, können aber
wegen der Trenneigenschaften der Schälleimschicht 3 von der Schicht 4 abgelöst und
aus dem Druckträger A/B herausgelöst werden.
[0049] Auf dem Stanzzylinder 42 der dritten Stanzeinheit V der Vorrichtung von Fig. 2 a)
könnte ebenfalls, wie in Fig. 3 c) dargestellt, ein Stanzblech beispielsweise mit
einer umlaufenden Schneide 42.1 vorgesehen sein, wobei durch diese Schneide 42.1 einzelne
Druckträgerbögen aus der Bahn A/B unter Erzeugung eines Stanzgitters ausgestanzt werden
könnten (im Unterschied zum Ablängen der Bahn unter Querschneiden derselben). Alternativ
oder auch zusätzlich könnte mit einer umlaufenden Schneide 42.2 die Schicht 4 der
Bahn B eingeschnitten werden. Interessant wäre dies beispielsweise innerhalb der Kontur
der in der Schicht 2 der Bahn B erzeugten integrierten Karten 12 wie in Fig. 2 b)
oder Fig. 2 b') strichliert dargestellt und mit 14 bezeichnet, weil dadurch auf den
integrierten Karten 12 eine bei ihrer Herauslösung aus dem Druckträger mitgehende
Schicht entstehen würde, die beispielsweise mit einem vorgängig aufgebrachten Aufdruck
versehen sein könnte.
[0050] In den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen wurden die Teildruckträger A und B
mit gegenseitiger Überlappung ihrer beiden geschwächten Randstreifen 5 und 6 miteinander
koplanar verbunden. Fig. 4 zeigt unter a) - c) wie dies grundsätzlich auch ohne gegenseitige
Überlappung dieser Randstreifen auf Stoss unter Verwendung eines Streifens 15 oder
von zwei Streifen 15 und 16 möglich wäre, wobei der oder die Streifen den Stossbereich
jeweils überbrücken. Die Gesamtdicke aus der Reststärke der beiden Randstreifen und
der Dicke des oder der Streifen, sollte wieder etwa der Dicke der beiden Teildruckträger
A und B entsprechen. Bei den Streifen 15 und 16 kann es sich insbesondere um Klebestreifen
handeln.
[0051] Die Teildruckträger A und B sind in Fig. 4 in ihrem Aufbau nicht weiter spezifiziert.
Tatsächlich könnte es sich bei beiden Teildruckträgern um eine einheitliche Papierschicht
handeln. Einer oder beide Teildruckträger könnte/n auch ein mehrschichtiges Laminat
sein wie z.B. das für den Teildruckträger B in Fig. 1 dargestellte und in den Fig.
2 und 3 zur Herstellung integrierter Karten verwendete.
[0052] Bei dem mehrschichtigen Laminat, wie es für den Teildruckträger B in Fig. 1 dargestellt
und in den Fig. 2 und 3 zur Herstellung integrierter Karten verwendet ist, könnte
es sich bei der Schicht 2 insbesondere um eine Kunststofffolie z.B. aus Polyester
mit einer Dicke im Bereich zwischen 75 - 250 µm handeln. Die Schälleimschicht könnte
eine Dicke im Bereich von 3 - 10 µm aufweisen und die Schicht 4 eine Trägerschicht
mit einer Dicke von 23 - 36 µm sein. Es ergäbe sich in diesem Fall eine Gesamtdicke
für den Teildruckträger B und damit vorzugsweise auch für das Papiermaterial des Teildruckträgers
A zwischen 101 - 296 µm. Als Papiermaterial würde bevorzugt ein solches verwendet,
das ein grosses Volumen bei geringem Gewicht, d.h. eine niedrige Dichte, aufweist.
[0053] Die beiden Randstreifen 5, 6 könnten insbesondere bei einer Verbindung mit gegenseitiger
Überlappung eine Breite zwischen 3-12 mm, vorzugsweise jedoch zwischen 4 - 8 mm aufweisen.
[0054] In den Figuren 5 - 8 werden weitere ausgewählte Beispiele für den Schichtaufbau der
beiden Teildruckträger A und B erläutert, der einerseits ihre erfindungsgemässe Verbindung
ermöglicht und andererseits die Herstellung unterschiedlicher integrierter Produkte,
wobei in den Figuren 5 - 7 der Teildruckträger A jeweils wiederum nur aus einer einheitlichen
Papierschicht besteht und der Teildruckträger B jeweils ein mehrschichtiges Laminat
ist.
[0055] In Fig. 5 weist der Teildruckträger B von oben nach unten folgenden Schichtaufbau
auf: Eine erste Foliendeckschicht 50, eine erste Haftkleberschicht 51, eine Papierschicht
52, eine zweite Haftkleberschicht 53, eine zweite Foliendeckschicht 54, eine Schälleimschicht
55 und eine Trägerschicht aus Papier oder Folie 56. Entlang eines. Randstreifens ist
ein Streifen mit den Schichten 50 - 54 von der Schälleimschicht 55 entfernt und dort
in Überlappung mit einem geschwächten Randstreifen des Teildruckträgers A mit einem
Kleber 57 verklebt. Durch eine umlaufende, von der ersten Foliendeckschicht 50 bis
zur Schälleimschicht 55 herabreichende Stanzung 58 ist im Teildruckträger B eine integrierte
Karte 59 freigestanzt, welche wegen der Trenneigenschaften der Schälleimschicht 55
herauslösbar und herausgelöst unter b) in Fig. 5 dargestellt ist. Die Karte 59 weist,
wie dies bei solchen Karten aktuell häufig der Fall ist, einen Papierkern 52 mit beidseitiger
Plastifizierung durch die Foliendeckschichten 50 und 54 auf.
[0056] In Fig. 6 weist der Teildruckträger B von oben nach unten eine z.B. aus Papier bestehende
Schicht 60, eine Haftkleberschicht 61, eine Silikon-Trennschicht 62 und eine Trägerschicht
63 aus Papier oder Folie auf. Entlang eines Randstreifens ist ein Streifen mit den
Schichten 62 und 63 von der Haftkleberschicht 61 entfernt und dort in Überlappung
mit einem geschwächten Randstreifen des Teildruckträgers A unter Verwendung des Haftklebers
der Haftkleberschicht 61 verklebt. Durch eine in der Schicht 60 umlaufende, bis zur
Trennschicht 62 herabreichende Stanzung 64 ist im Teildruckträger B eine integrierte
Selbstklebeetikette 65 freigestanzt, welche wegen der Trenneigenschaften der Trennschicht
62 herauslösbar und herausgelöst unter b) in Fig. 6 dargestellt ist.
[0057] Fig. 7 zeigt, dass aus einem dem Laminat des Teildruckträgers B von Fig. 6 im Aufbau
entsprechenden Laminat mit einer Nutzschicht 70 z.B. auch eine aussenseitig nicht
klebrige Faltkarte 71 hergestellt werden könnte, die nach dem Zusammenfalten und dem
miteinander Verkleben ihrer Teile 72 und 73 eine gegenüber der Dicke der Schicht 70
mehr als doppelte Dicke aufweist. Die Schicht 70 könnte hier mit Vorteil eine relativ
dicke Folienschicht sein.
[0058] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher auch der Teildruckträger A ein mehrschichtiges
Laminat ist und ausser einer oberen Papierschicht 80 eine Haftkleberschicht 81 und
eine Trägerschicht 82 aus reissfester Folie aufweist. Dieser Aufbau hat den besonderen
Vorteil, dass zum Abreissen einer Teilschicht der Papierschicht 80 zu ihrer randseitigen
Schwächung kein extra Klebestreifen benötigt wird, weil ein solcher durch die Schichten
81 und 82 bereits vorhanden ist. Es genügt insofern, den Teildruckträger A mit einem
Einschnitt zu versehen, wonach mit dem integrierten Klebestreifen die Teilschicht
der Papierschicht 80 sofort abgerissen werden kann.
[0059] Der Teildruckträger B von Fig. 8 weist die umgekehrte Schichtreihenfolge wie die
Teildruckträger von Fig. 6 oder 7 mit den Schichten 83 - 86 auf, wobei die Schicht
86 eine transparente Folienschicht ist. Zur randseitigen Schwächung des Teildruckträgers
B ist ein Streifen mit den Schichten 83 und 84 entfernt, wobei die Schicht 84 ja eine
Trennschicht ist, die sich leicht von der Haftkleberschicht 85 ablösen lässt. Der
Haftkleber dieser Haftkleberschicht ist unmittelbar zur Verbindung der beiden Teildruckträger
A und B verwendet, so dass auch kein extra Kleber hierzu benötigt wird.
[0060] Aus dem vorbeschriebenen Aufbau lässt sich z.B. eine Flip-Karte 90 gewinnen, bei
der ein zuvor auf der Papierschicht 80 des Teildruckträgers A aufgebrachter Aufdruck
91 unter einer transparenten Folienschicht geschützt angeordnet ist. Dazu ist im Teildruckträger
A durch eine erste Stanzung eine erste Teilkarte 87 freigestanzt, wobei diese durch
einzelne Stege in der Trägerschicht 82 im Teildruckträger A jedoch noch gehalten ist.
Im Teildruckträger B ist durch eine zweite Stanzung eine zweite Teilkarte 88 freigestanzt,
welche ebenfalls durch einzelne Stege in der Schicht 86 im Teildruckträger B noch
gehalten ist. Zur Herstellung der Flip-Karte wird in einem ersten Schritt das mit
89 bezeichnete Teil umfassend die Schichten 83 und 84 aus dem Teildruckträger B entnommen,
wobei der unter diesem liegende Bereich der Haftkeberschicht 85 freigelegt wird. In
einem zweiten Schritt wird der Teildruckträger B auf den Teildruckträger A um die
Verbindungszone als Gelenk herum geklappt, wobei die freigelegte Haftkleberschicht
85 mit der mit dem erwähnten Aufdruck 91 versehenen Oberfläche der Teilkarte 87 in
Verbindung kommt und mit dieser verklebt werden kann. In einem dritten Schritt kann
die fertige Flip-Karte 90 durch Brechen der erwähnten Stege aus dem Druckträger A/B
entnommen werden.
[0061] Erfindungsgemässe Druckträger A/B werden für ihren bestimmungsgemässen Gebrauch letztendlich
in Form von Einzelbögen benötigt, wobei die Formate A4 mit 297 x 210 mm oder Letter
mit 297 x 216 mm am gängigsten sind. Sofern hierbei im Teildruckträger B lediglich
eine einfache integrierte Karte oder Etikette im üblichen Scheckkartenformat von 85
x 54 mm vorhanden ist, ist diese weniger als halb so breit wie der Teildruckträger
B, selbst wenn dieser an einer Schmalseite des A4- oder des Letter-Formats angeordnet.
Mehr als die Hälfte des im Vergleich mit dem Teildruckträger A meist wesentlich teureren
Materials für den Teildruckträger B ist in diesem Fall nicht ausgenutzt. Fig. 2 b)
zeigt diesen Fall. Demgegenüber würde eine Ausbildung, wie sie Fig. 9 a) zeigt und
bei welcher sich der Teildruckträger B nur über die Hälfte der Schmalseite des Druckträgerbogens
bzw. des Teildruckträgers A erstreckt, in der Praxis vollauf genügen. Fig. 9 b) zeigt
den gleichen Druckträgerbogen einfach zusammengefaltet, wobei der nur halbbreite Teildruckträger
B durch den vollbreiten Teildruckträger A gestützt und geschützt wird und in dieser
Form problemlos z.B. in einen Briefumschlag eingesteckt werden kann.
[0062] Nachstehend wird nun ein Verfahren erläutert, mit dem Druckträgerbögen 92 der Art
von Fig. 9 a) in einem Endlossprozess rationell sowie praktisch abfallfrei hergestellt
werden können. Bei diesem Verfahren werden drei Teildruckträgerbahnen A1, A2 und B1
gleichzeitig verarbeitet, wobei die Teildruckträgerbahnen A1 und A2 beiseitig der
Teildruckträgerbahn B1 angeordnet und mit dieser jeweils auf die beschriebene erfindungsgemässe
Art koplanar zu einem dreiteiligen Druckträger A1/B1/A2 verbunden werden.
[0063] Ausführen lässt sich das Verfahren mit einer Vorrichtung entsprechend der von Fig.
2a mit den Stanzeinheiten I, II und III, wobei lediglich zusätzliche Aggregate für
die Zuführung und Verbindung der dritten Teildruckträgerbahn A2 mit der Teildruckträgerbahn
B1 vorgesehen sein müssen. Die Abrollung der Teildruckträgerbahn A2 kann ab der gleichen
Welle wie für den Teildruckträger A1 erfolgen. Das Schwächen der Randstreifen, die
verschiedenen Stanzungen und das Verkleben müssen doppelt ausgeführt werden. Unter
c) zeigt Fig. 9 Aufsichten auf die Bahnen A1, A2 und B1 im Durchlauf durch die Einheiten
I - IV einer entsprechend ausgebildeten Vorrichtung. Die mittlere Bahn B1 ist z.B.
ein mehrschichtiges Laminat gemäss dem von Fig. 5, welches speziell für die Herstellung
von integrierten Karten 12 geeignet ist. Die beiden äusseren Teildruckträger A1, A2
können Papierbahnen sein. Die sich ergebende dreiteilige Druckträgerbahn A1/B1/A2
zeigt Fig. 9 unter d) und e) jeweils in Schnitten C1 - C1 in Fig. 9 c) bzw. C2 - C2
in Fig. 9 f).
[0064] In der dreiteiligen Druckträgerbahn A1/B1/A2 liegen sich Druckträgerbögen 92 entsprechend
Fig. 9 a) jeweils paarweise gegensinnig orientiert gegenüber. Die Trennlinie 93 zwischen
den sich gegenüberliegenden Druckträgern 92 verläuft alternierend entlang der äusseren
Ränder des mittleren Teildruckträgers B1, wie dies in Fig. 9 e) angedeutet ist und
dazwischen quer durch den mittleren Teildruckträger B1 hindurch. Durch geeignetes
Beschneiden bzw. Stanzen der Druckträgerbahn A1/B1/A2 können dadurch Druckträgerbögen
92 entsprechend Fig. 9 a) aus der Druckträgerbahn A1/B1/A2 erhalten werden.
[0065] Unter f) zeigt Fig. 9 eine Aufsicht auf die Druckträgerbahn A1/B1/A2 im Durchlauf
durch eine Stanzeinheit V derselben Vorrichtung. In dieser Stanzeinheit V werden z.B.
mittels eines auf einem Magnetzylinder angeordneten Stanzbleches einzelne Druckträgerbögen
92 entsprechend Fig. 9 a) paarweise aus der laufenden Bahn A1/B1/A2 ausgestanzt, wobei
die Trennlinie 93 zwischen den sich gegenüberliegenden Druckträgern die Form einer
Rechteckkurve aufweist, die wie bereits erwähnt, alternierend entlang der äusseren
Ränder des mittleren Teildruckträgers B1 verläuft. Diese sind als verdeckte Linien
in Fig. 9 f) strichliert dargestellt. Gleichzeitig werden die Druckträgerbögen 92
in der Stanzeinheit III auch noch auf das gewünschte Format geschnitten (Stanzlinien
94), wobei ein Stanzgitter anfällt. Durch Wenden jeweils eines Druckträgerbogens 92
von jedem erhaltenen Bogenpaar können alle Druckträgerbögen 92 miteinander zur Deckung
gebracht und mit dem Teildruckträger B1 z.B. jeweils rechts unten abgestapelt werden.
[0066] Es wäre auch möglich, die dreiteilige Druckträgerbahn A1/B1/A2 in der Stanzeinheit
III entlang der Trennline 90 lediglich in zwei gegensinnige Bahnen A1/B1 und B1/A2
aufzutrennten und diese für eine spätere endlose Weiterverarbeitung z.B. aufzurollen.
Ebenfalls wäre es möglich, die Druckträgerbögen ohne äusseres Beschneiden durch einfaches
Querschneiden der Bahn paarweise von dieser abzulängen
[0067] Das vorbeschriebene Verfahren ist abgesehen davon, dass es Druckträgerbögen gemäss
Fig. 9 a) praktisch abfallfrei herzustellen gestattet, auch deshalb hochrationell,
weil die Druckträgerbögen gemäss Fig. 9 a) stets paarweise anfallen. Eine paarweise
Herstellung von "normalen" Druckträgerbögen z.B. gemäss Fig. 2b) ist demgegenüber
nicht ohne weiteres möglich, weil die Druck- oder Webfinishing-Maschinen, wie sie
für die Herstellung und Verarbeitung erfindungsgemässer Druckträger üblicherweise
eingesetzt werden, standardmässig eine Breite von nur 520 mm aufweisen. Dies reicht
nicht aus, um zwei Bahnen mit einer Breite entsprechend der Höhe des A4 Formates nebeneinander
durchlaufen zu lassen. Bei dem beschriebenen Verfahren zur Herstellung der dreiteiligen
Druckträgerbahn A1/B1/A2 bzw. von Druckträgern gemäss Fig. 9 a) werden jedoch Teile
der mittleren Bahn B1 bei der Trennung entlang der Trennlinie 93 alternierend den
beiden äusseren Bahnen A1, A2 zugeordnet. Die fertigen zweiteiligen Druckträger A1/B1,
A2/B1 können somit jeweils eine Gesamthöhe entsprechend der Höhe des A4 Formats aufweisen,
obwohl der dreiteilige Druckträger A1/B1/A2 eine deutlich geringere Breite, insbesondere
eine Breite von weniger als 520 mm aufweist.
[0068] Fig. 10 zeigt unter a) noch einen weiteren Druckträgerbogen 100 nach der Erfindung
in Aufsicht, bei welchem sich der Teildruckträger B nur über die Hälfte der Schmalseite
des Druckträgerbogens bzw. des Teildruckträgers A erstreckt. Im Teildruckträger B
ist hier eine Faltkarte 101 integriert, deren Teile mit 102 und 103 bezeichnet sind.
Über den Teil 102 der Faltkarte 101 hinweg parallel zu den sich überlappenden Randstreifen
der Teile A und B verläuft zudem als optionale Ergänzung ein Magnetstreifen 104 zur
Speicherung von Informationen. Auch dieser Druckträgerbogen kann mit dem vorbeschriebenen
Verfahren aus einer dreiteiligen Druckträgerbahn hergestellt werden, wobei sogar das
Beschreiben oder Lesen des Magnetstreifens 104 bereits an der laufenden Druckträgerbahn
erfolgen könnte.
[0069] Der Schichtaufbau des Druckträgers 100 ist aus Fig. 10 b) ersichtlich. Bei dem Teildruckträger
A kann es sich wie auch dargestellt wieder um eine einfache, randseitig geschwächte
Papierschicht handeln. Der Teildruckträger B ist ein mehrschichtiges Laminat und weist
von oben nach unten eine Schicht 105 z.B. aus einer Kunststofffolie, eine Haftklebersicht
106, eine Schicht 107 z.B. aus Papier, eine weitere Haftkleberschicht 108, eine Silikon-Trennschicht
109 sowie eine Trägerschicht 110 z.B. aus Papier oder Folie auf. Entlang eines Randstreifens
des Teildruckträgers B ist ein Streifen mit den Schichten 109 und 110 von der Haftkleberschicht
108 entfernt und der Teildruckträger B dort in Überlappung mit einem geschwächten
Randstreifen des Teildruckträgers A unter Verwendung des Haftklebers der Haftkleberschicht
108 verklebt. Durch eine in den Schichten 105, 106 und 107 umlaufende, bis maximal
zur Trägerschicht 110 herabreichende, stegfreie Stanzung 111 ist die Faltkarte 101
bezüglich des äusseren Umfangs ihrer beiden Teile 102 und 103 freigestanzt und kann
wegen der Trenneigenschaften der Trennschicht 109 aus dem Teildruckträger B herausgelöst
werden, so wie dies Fig. 10 unter c) zeigt.
[0070] Entlang der Verbindungslinie zwischen den beiden Teilen 102 und 103 der Faltkarte
101 ist als Falthilfe eine weitere Stanzlinie 112 vorhanden, die in der Schicht 105
als durchgehender Vollschnitt, in der Schicht 107 dagegen als Perforation mit Stegen
und/oder als ein diese Schicht nicht vollständig durchtrennender Anschnitt ausgeführt
ist. Die beiden Teile 102 und 103 der Faltkarte 101 hängen dadurch lediglich noch
über die Schicht 107 zusammen und in dieser auch nur noch über einzelne Stege und/oder
über eine gewisse Reststärke. Erkennbar ist dies in Fig. 10 d), wobei hier die Schnittline
der Darstellung im Bereich eines Stanzsteges 113 zwischen den beiden Teilen 102 und
103 gewählt ist.
[0071] Unter e) zeigt Fig. 10 die fertig zusammengeklappte und bezüglich ihrer Teile 102
und 103 miteinander verklebte Faltkarte 101. Bei dieser haben die aus der Schicht
105 stammenden, aussenliegenden und dadurch die Deckschichten der Faltkarte 101 bildenden
Schichten keine Verbindung miteinander. Ihr vollumlaufend glatt und stegfrei geschnittener
Rand bestimmt im wesentlichen die äussere Kontur der Faltkarte 101. Die innenliegenden
Stege 113 zwischen den als Kernschichten der Faltkarte dienenden, aus der Schicht
107 stammenden Schichten sind dagegen optisch kaum erkennbar auch taktil praktisch
nicht fühlbar. Die Faltkarte 101 macht dadurch als Ganzes trotz der vorhandenen Stege
113 den Eindruck einer allseitig stegfreien Karte. Dies ist besonders ausgeprägt dann
der Fall, wenn die Deckschichten aus einer relativ dicken und steifen Folie und die
Kemschichten aus einer demgegenüber dünneren Papierschicht bestehen. Zum maschinellen
Lesen und Beschreiben des Magnetstreifens 104 auf der fertigen Faltkarte 101 sollte
diese sowieso über eine gewisse Steifigkeit verfügen.
[0072] Fig. 11 zeigt unter a) einen aus zwei flächigen Teildruckträgern A und B koplanar
mit gegenseitiger Überlappung zusammengefügten Druckträger A/B ähnlich dem von Fig.
1 g). Die Teildruckträger A und B sind in Fig. 11 in ihrem Aufbau nicht weiter spezifiziert.
Tatsächlich könnte es sich bei beiden Teildruckträgern um eine einheitliche Papierschicht
handeln. Einer der Teildruckträger könnte/n auch ein mehrschichtiges Laminat sein
wie z.B. das für den Teildruckträger B in Fig. 1 dargestellte und in den Fig. 2 und
3 zur Herstellung integrierter Karten verwendete.
[0073] Die beiden Teildruckträger A und B sind in Fig. 11 a) jeweils randseitig geschwächt
und sind mit diesen Randstreifen 205 und 206 in gegenseitiger Überlappung koplanar
mittels eines speziellen doppelseitigen Klebstreifens 210 miteinander verbunden. Der
doppelseitige Klebstreifen 210 weist zwei äussere Klebschichten 211 und 212 auf und
dazwischen eine tragende Schicht 213, bei der es sich um eine einfache Folienschicht,
handeln kann.
[0074] Um den Druckträger A/B von Fig. 11 a) mit zusätzlicher Funktionalität und damit einem
Mehrwert zu versehen, kann für die tragende Schicht 213 jedoch ein Transponder verwendet
werden. Bei Transpondem, welche auch als RFID-Tags bezeichnet werden, handelt es sich
um passive Speicherchips ohne eigene Stromversorgung jedoch mit Antenne zur kontaktlosen
Codierung mit Information bzw. zum kontaktlosen Auslesen von in ihnen gespeicherter
Information. Solche Transponder werden üblicherweise auf mehreren dünnen, miteinander
laminierten Folienschichten (in Fig. 11 nicht dargestellt) aufgebaut und lassen sich
nach dem Stand der Technik für die vorliegende Applikation bereits ausreichend dünn
sowie in Streifenform mit z.B. nur 10 mm Breite bei ca. 100 mm Länge herstellen. Eine
teilweise oder sogar komplett drucktechnische Herstellung ist möglich.
[0075] Zwischen den beiden Randstreifen 205 und 206 ist der streifenförmige Transponder
213 beidseitig verdeckt sowie geschützt angeordnet, wobei der Druckträger von Fig.
11 a) beidseitig vollflächig bedruckbar ist. Zwischen den beiden Randstreifen 205
und 206 bewirkt der Transponder 213 vor allem aber auch keinerlei lokale Verdickung
des Druckträgers A/B, anders als wenn er beispielsweise, wie nach dem Stand der Technik
üblich, auf den Druckträger wie eine Etikette aufgeklebt oder zwischen zwei Lagen
einlaminiert wäre. Im letzteren Fall müsste der Transponder, um Dickenunterschiede
zu vermeiden, flächenmässig gleich gross wie der Druckträger als Ganzes ausgebildet
werden oder es müssten Ausgleichslagen neben dem Transponder mit einlaminiert werden,
was beides nicht sehr wirtschaftlich wäre. Gleiches gälte für das Einlaminieren eines
Transponders zwischen gleich grossen Papierlagen im Bereich eines geschwächten Streifens
in einer oder beiden Papierlagen.
[0076] Herstellen lässt sich der Druckträger von Fig. 11a) mit der Vorrichtung von Fig.
2 a), sofern für die Bahn B ein Laminat z.B. entsprechend dem des Teildruckträgers
B von Fig. 1 verwendet wird. Soll als Bahn B eine reine Papierbahn verwendet werden,
müsste als zweite Stanzeinheit II eine solche verwendet werden, welche wie die erste
Stanzeinheit I ausgebildet ist, um einen geschwächten Randstreifen an ihr zu erhalten.
Der Transponder 213 wird dann wie der Kleber 11 in Fig. 2 a) in der Station III über
das Rollenpaar 33, 34 mit Druck auf den geschwächten Randstreifen 6 aufgebracht und
dazu als Endlosbahn von der Vorratsrolle 35 zugeführt, auf der er zwischen den beiden
Klebschichten 211 und 212 sowie zwei Abdeckschichten aus Silikonpapier S2 und S3 angeordnet
ist.
[0077] Damit der Transponder jeweils richtig in den in der Stanzeinheit V allfällig hergestellten
Bögen zu liegen kommt, muss er bezüglich seiner Länge geeignet bemessen sein und muss
zudem eingesteuert werden. Das Einsteuern kann beispielsweise mittels einer sogenannten
Insetting Gruppe (nicht dargestellt) erreicht werden, die zwischen der Vorratsrolle
35 und dem Rollenpaar 33, 34 angeordnet wird und durch welche die Transponderbahn
bei Bedarf mehr oder weniger geringfügig gedehnt wird. Zum Einsteuern muss die Transponderbahn
mit Steuermarken versehen sein.
[0078] Sofern Transponder in Druckträgerbögen 92 der Art von Fig. 9 a) mit einem Format
A4 oder Letter eingearbeitet werden sollen, dürfen diese in ihrer Länge nur der halben
Breite der Druckträgerbögen entsprechen, damit pro Druckträgerbogen je ein Transponder
Platz hat.
[0079] Fig. 11 b) zeigt eine Ausführungsform entsprechend der von Fig. 4a), wobei sich die
beiden Randstreifen 205 und 206 hier nicht gegenseitig überlappen und mit einem Klebstreifen
215 miteinander verbunden sind. Der Klebstreifen 215 weist eine Deckschicht 216 insbesondere
aus Papier, eine Hafkleberschicht 217 sowie zwischen diesen beiden Schichten einen
Transponder 218 entsprechend dem von Fig. 11 a) auf. Auch hier ist der Transponder
218 verdeckt im Druckträger A/B integriert und bewirkt keine lokale Verdickung des
Druckträgers.
[0080] Der Druckträger von Fig. 11 c) ist eine Abwandlung des Druckträgers von Fig. 11 b),
wobei hier nur entlang des geschwächten Randstreifens 205 des Teildruckträgers A ein
Klebstreifen entsprechend dem Klebstreifen 215 mit Transponder 218 von Fig. 11 b)
eingeklebt ist. Diese Ausführungsform bietet sich an, wenn es vor allem um das Versehen
eines Teildruckträgers A mit einem Transponder ohne Dickenauftrag geht und der Teildruckträger
B nicht von zusätzlichem Nutzen wäre. Der den Transponder enthaltende Klebstreifen
215 könnte im Übrigen auch als eine besondere Art von Teildruckträger B angesehen
werden, dem einfach eine verdickte Partie fehlt.
[0081] Der Druckträger von Fig. 11 d) ist eine Abwandlung des Druckträgers von Fig. 11 c),
wobei hier in nur einem Druckträger D aus einer Papierschicht 220 entlang eines Streifens
221, der nicht mehr länger ein Randstreifen ist, eine Schwächung vorhanden ist, in
welche ein Klebstreifen entsprechend dem Klebstreifen 215 mit Transponder 218 von
Fig. 11 b) eingeklebt ist. Die Schwächung entlang des Streifens 221 kann insbesondere
wieder durch Abreissen einer streifenförmigen Teilschicht z.B. nach einem vorgängigen
Versehen des Druckträgers D mit ggf. zwei parallelen Einschnitten erzeugt werden,
so wie dies z.B. für die geschwächten Randstreifen 5, 6 vorbeschrieben ist.
[0082] Die vorstehend erläuterten Beispiele sind keinesfalls als abschliessend zu verstehen.
Sie sollen vielmehr nur verdeutlichen, dass die vorliegende Erfindung mit einer Vielzahl
unterschiedlich aufgebauter Teildruckträger anwendbar ist und dass im Rahmen der vorliegenden
Erfindung auch die unterschiedlichsten integrierten Produkte damit herstellbar sind.
[0083] Um eine Schräglage im Stapel zu vermeiden, sollten die beiden miteinander verbundenen
Teildruckträger möglichst gleich dick sein. Gewisse Dickenunterschiede können jedoch
tolerabel sein. Zumindest bis +/- 5% Dickenunterschied wird die sich ergebende Planlage
für die meisten Anwendungen ausreichend sein.
[0084] Integrierte Karten, Faltkarten oder Etiketten weisen typisch Abmessungen von 55 auf
85 mm auf, so dass der zu ihrer Herstellung bevorzugt verwendete Teildruckträger B
eine Breite um 80 mm aufweisen kann. Wird der Teildruckträger B bespielsweise bei
einem erfindungsgemässen Druckträger A/B im Format eines A4-Blattes entlang einer
von dessen Schmalseiten angeordnet, ergibt sich für den Teildruckträger A eine Höhe
von jedenfalls mehr als 200 mm, so dass der Teildruckträger A, der ja aus einem kostengünstigen
Papiermaterial bestehen kann, flächenmässig den grössten Teil des Druckträgers A/B
ausmacht.
[0085] Bei allen vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen könnte die Abstufung entlang des
Randstreifens des Teildruckträgers B, soweit dieser ein mehrschichtiges Laminat ist,
ausser durch Schwächen unter Entfernen einzelner Schichten auch durch andere Massnahmen
insbesondere direkt bei der Laminatherstellung erreicht werden.
[0086] Mit dem anhand von Fig. 2 und Fig. 9 erläuterten Verfahren können erfindungsgemässe
Druckträger A/B mit integrierter Karte in einem einzigen Durchlauf hergestellt werden,
wobei das Verfahren und die dazu verwendete Vorrichtung je nach dem Schichtaufbau
der verwendeten Teildruckträger ggf. etwas modifiziert werden müssen. So wird z.B.
zur Herstellung des Druckträgers von Fig. 8 kein extra Klebestreifen K1 und auch kein
Kleber 11 benötigt. Es könnte auch sein, dass bereits ein Kleber in der Bahn A vorhanden
ist und dass nach dem Freilegen dieses Klebers nur ein unbeschichtetes Bändchen aufgebracht
werden müsste. Ggf. kann das Abreissen der Teilschicht der Papierschicht auch ganz
ohne Zuhilfenahme eines Klebstreifens ausgeführt werden. Es wäre auch möglich, ausschliesslich
die erste Stanzeinheit von Fig. 2 mit ihren Zusatzaggregaten zu verwenden und in einem
Durchlauf lediglich eine randseitig geschwächte Papierbahn zu erzeugen, die als Ausgangsmaterial
für eine spätere Weiterverarbeitung ggf. sogar einem anderen Hersteller zugeliefert
werden könnte. Diese geschwächte Papierbahn könnte bereits auch schon entlang ihres
geschwächten Randstreifens mit einer durch eine ablösbare Abdeckschicht abgedeckten
Kleberschicht versehen werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0087]
- 1
- Lage bzw. Schicht aus Papier
- 2
- Papier- oder Folienschicht
- 3
- Schälleimschicht
- 4
- Papier- oder Folienschicht
- 5
- Randstreifen
- 6
- Randstreifen
- 5/6
- Überlappungsbereich
- 7
- streifenförmige Teilschicht 7 am Teildruckträger A
- 8
- streifenförmige Schicht 8 am Teildruckträger B
- 9'
- Einschnitt
- 10
- Einschnitt
- 11
- Kleber
- 12
- Karten
- 13
- Einschnitt
- 14
- Einschnitt
- 15
- Streifen, Klebestreifen
- 16
- Streifen, Klebstreifen
- 20
- Vorratsrolle
- 21
- Vorratsrolle
- 22
- Stanzzylinder
- 22.1
- Schneide
- 22.1'
- Schneide
- 22,2'
- Schneide
- 23
- Gegenzylinder
- 24
- Rolle
- 25
- Rolle
- 26
- Rolle
- 27
- Ablenkrolle
- 28
- Aufrollung
- 29
- Rollenpaar
- 30
- Stanzzylinder
- 30.1
- umlaufende Schneide
- 30.1'
- Schneide
- 30.2
- Schneide
- 31
- Gegenzylinder
- 32
- Rolle
- 33
- Rolle
- 34
- Rolle
- 35
- Vorratsrolle
- 36
- Rolle
- 37
- Rolle
- 38
- Rolle
- 39
- Rolle
- 40
- Anpressrolle
- 41
- Anpressrolle
- 42
- Stanzzylinder
- 42.1
- umlaufende Schneide
- 42.2
- umlaufende Schneide
- 43
- Gegenzylinder
- 44
- Vorrichtung zum Abstapeln von Bögen
- 45
- Bogenstapel
- 46
- Rolle
- 50
- erste Foliendeckschicht, Foliendeckschicht
- 51
- erste Haftkleberschicht
- 52
- Papierschicht, Papierkern
- 53
- zweite Haftkleberschicht
- 54
- zweite Foliendeckschicht, Foliendeckschicht
- 55
- Schälleimschicht
- 56
- Trägerschicht
- 57
- Kleber
- 58
- Stanzung
- 59
- integrierte Karte
- 60
- Papierschicht
- 61
- Haftkleberschicht
- 62
- Silikon-Trennschicht
- 63
- Trägerschicht
- 64
- Stanzung
- 65
- integrierte Selbstklebeetikette
- 70
- Nutzschicht
- 71
- nicht klebrige Faltkarte
- 72
- Teil der Faltkarte 71
- 73
- Teil der Faltkarte 71
- 80
- obere Papierschicht
- 81
- Haftkleberschicht
- 82
- Trägerschicht
- 83
- Papier- oder Folienschicht
- 84
- Trennschicht
- 85
- Haftkleberschicht
- 86
- transparente Folienschicht
- 87
- erste Teilkarte
- 88
- zweite Teilkarte
- 89
- Teil mit Schichten 83
- 90
- Flip-Karte
- 91
- Aufdruck
- 92
- Druckträgerbogen
- 93
- Trennlinie
- 94
- Stanzlinien
- 100
- Druckträgerbogen
- 101
- Faltkarte
- 102
- Faltkartenteil
- 103
- Faltkartenteil
- 104
- Magnetstreifen
- 105
- Kunststofffolie, Deckschichten
- 106
- Haftklebersicht,
- 107
- Papierschicht, Kemschichten
- 108
- Haftkleberschicht
- 109
- Silikon-Trennschicht
- 110
- Trägerschicht
- 111
- stegfreie Stanzung
- 112
- weitere Stanzlinie
- 113
- Stanzstege
- 205
- Randstreifen
- 206
- Randstreifen
- 210
- doppelseitiger Klebstreifen mit Transponder
- 211
- äussere Klebschicht
- 212
- äussere Klebschicht
- 213
- tragende Schicht / Transponder
- 215
- Klebstreifen
- 216
- Deckschicht
- 217
- Hafkleberschicht
- 218
- Transponder
- 220
- Papierschicht
- 221
- kanalartige Schwächung
- A
- Bahn / Teildruckträger
- B
- Bahn / Teildruckträger
- A/B
- Druckträger, Druckträgerbahn
- A1
- Teildruckträgerbahn
- A2
- Teildruckträgerbahn
- B1
- Teildruckträgerbahn
- A1/B1/A2
- dreiteiliger Druckträger, Druckträgerbahn
- A1/B1
- Druckträgerbahn
- B1/A2
- Druckträgerbahn
- D
- Druckträger
- G1
- Scharnierzone
- G2
- Scharnierzone
- S1
- Silikonpapier
- S2
- Silikonpapier
- S3
- Silikonpapier
- K1
- Klebstreifen
- I
- erste Stanzeinheit
- I'
- modifizierte Stanzeinheit
- II
- zweite Stanzeinheit
- III
- Station
- IV
- Station
- V
- dritte Stanzeinheit
1. Aus wenigstens zwei flächigen Teildruckträgern (A, B; A', B') koplanar zusammengefügter
Druckträger (A/B; A'/B'; A1/B1/A2), wobei einer der Teildruckträger (A; A'; A1, A2)
eine Papierschicht (1, 80)) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierschicht (1, 80) des einen Teildruckträgers (A; A') entlang eines Randstreifens
(5; 5') in ihrer Dicke durch Entfernen einer Teilschicht (7) geschwächt ist, dass
die Teilschicht (7) durch Abreissen entfernt ist, dass der andere Teildruckträger
(B; B') entlang eines Randstreifens (6; 6') eine geringere als seine Dicke im Übrigen
aufweist, und dass die beiden Teildruckträger (A, B; A', B') entlang ihrer beiden
Randstreifen (5, 6; 5', 6') miteinander verbunden sind.
2. Druckträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder beide Randstreifen (5, 6; 5', 6') eine Breite zwischen 3 - 12 mm, vorzugsweise
jedoch zwischen 4 - 8 mm, aufweisen.
3. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teildruckträger (A, B; A', B') entlang ihrer beiden Randstreifen (5, 6;
5', 6') mit den beiden Randstreifen einander überlappend miteinander verbunden sind.
4. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teildruckträger (A, B) entlang ihrer beiden Randstreifen (5, 6) mit mindestens
einem Streifen (15, 16) auf Stoss miteinander verbunden sind.
5. Druckträger nach einer der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teildruckträger (A, B; A' B') etwa gleich dick sind.
6. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass seine Dicke im Bereich, wo die beiden Teildruckträger (A, B; A' B') entlang ihrer
beiden Randstreifen (5, 6, 5', 6') miteinander verbunden sind, nicht grösser als die
Dicke des dickeren der beiden Teildruckträger ist.
7. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Randstreifen (5; 5') der Papierschicht (1) gegenüber der Papierschicht (1) im
Übrigen durch einen Einschnitt (9; 9') in die Papierschicht (1) begrenzt ist.
8. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Teildruckträger (B; B') ein Laminat mit wenigstens zwei voneinander trennbaren
Schichten (2, 4; 50- 54, 56; 60, 63; 83, 86) ist, von denen wenigstens eine (2; 50
- 54; 63; 83) entlang des Randstreifens (8) entfernt ist.'
9. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder eines der oder beider Randstreifen (5, 6; 5', 6') ein- oder beidseitig
gerade oder gewellt ausgebildet sind.
10. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Teildruckträger (B; B') in Richtung des Randstreifens (8) kürzer, insbesondere
nur halb so lang wie der die Papierschicht (1; 80) umfassende Teildruckträger (A;
A') ist.
11. Druckträger nach einem der Ansprüche 1 - 3 oder 5 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Teildruckträger (B) ein Laminat mit einer relativ dickeren Nutzschicht
(60; 70;) aus Papier oder Folie, einer Haftkleberschicht (61), einer Silikon-Trennschicht
(62) und einer relativ dünneren Trägerschicht (63) aus Papier oder Folie und entlang
des Randstreifens durch Entfernen der Trägerschicht (63) und der Silikon-Trennschicht
(62) von der Haftkleberschicht (61) geschwächt ist und dass die beiden Teildruckträger
(A, B) entlang ihrer beiden Randstreifen in Überlappung unter Verwendung des Haftklebers
der Haftkleberschicht (61) verklebt sind.
12. Teildruckträger (A; A') zur Herstellung eines Druckträgers (A/B; A'/B') gemäss einem
der Ansprüche 1 - 11 mit einer Papierschicht (1; 80), die entlang eines Randstreifens
(5; 5') in ihrer Dicke durch Entfernen einer Teilschicht (7) geschwächt ist, wobei
die Teilschicht (7) durch Abreissen entfernt ist.
13. Teildruckträger (A; A') nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Streifen (5) der Papierschicht (1) eine durch eine ablösbare Abdeckschicht
abgedeckte Kleberschicht vorhanden ist.
14. Verfahren zur Herstellung von Druckträgern (A1/B1; A2/B1) gemäss Anspruch 10 unter
Verwendung von zwei äusseren (A1, A2) und einem mittleren Teildruckträger (B1), wobei
die beiden äusseren Teildruckträger (A1, A2) jeweils eine Papierschicht umfassen und
jeweils entlang eines Randstreifens (5.1, 5.2) in ihrer Dicke durch Entfernen einer
Teilschicht geschwächt sind, und wobei der mittlere Teildruckträger (B1) entlang zweier,
einander gegenüberliegender Randstreifen (6.1, 6.2) eine geringere als seine Dicke
im Übrigen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Teildruck-träger (A1, A2) jeweils entlang ihres Randstreifen (5.1, 5.2)
mit einem der Randstreifen (6.1, 6.2) des mittleren Teildruckträgers (B1) verbunden
werden und dass die so miteinander verbundenen Teildruckträger (A1, B1, A2) durch
eine abwechselnd entlang der einander gegenüberliegenden Randstreifen (5.1, 6.1, 5.2,
6.2) geführte und dazwischen den mittleren Teil-druckträger (B1) querenden Trennlinie
(93) in mindestens zwei der Druck-träger unterteilt sind.
1. Printing carrier (A/B; A'/B'; A1/B1/A2) made up of at least two laminar partial printing
carriers (A, B; A', B') joined in a coplanar manner, one of said partial printing
carriers (A; A'; A1, A2) comprising a paper layer (1, 80), characterised in that the paper layer (1, 80) of said one partial printing carrier (A; A') is reduced in
thickness along an edge strip (5; 5') by removing a partial layer (7), in that said partial layer (7) is torn off, in that the other partial printing carrier (B; B') has a lesser thickness along an edge strip
(6; 6') than elsewhere, and in that the two partial printing carriers (A, B; A', B') are interconnected along the respective
edge strips (5, 6; 5' 6') thereof.
2. Printing carrier according to claim 1, characterised in that one or both edge strips (5, 6; 5', 6') have a width of between 3-12 mm, but preferably
of between 4-8 mm.
3. Printing carrier according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the two partial printing carriers (A, B; A', B') are interconnected along the respective
edge strips (5, 6; 5', 6') thereof, said respective edge strips overlapping one another.
4. Printing carrier according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the two partial printing carriers (A, B) are interconnected along the respective
edge strips (5, 6) thereof using at least one strip (15, 16) in contiguity.
5. Printing carrier according to any of claims 1 to 4, characterised in that the two partial printing carriers (A, B; A', B') have about the same thickness.
6. Printing carrier according to any of claims 1 to 5, characterised in that the thickness thereof in the region where the two partial printing carriers (A, B;
A', B') are interconnected along the respective edge strips (5, 6, 5', 6') thereof
is no greater than the thickness of the thicker of said two partial printing carriers.
7. Printing carrier according to any of claims 1 to 6, characterised in that the edge strip (5; 5') of the paper layer (1) is delimited from the rest of the paper
layer (1) by means of a cut (9; 9') in said paper layer (1).
8. Printing carrier according to any of claims 1 to 7, characterised in that the other partial printing carrier (B; B') is a laminate comprising at least two
layers (2, 4; 50-54, 56; 60, 63; 83, 86) which are separable from one another, at
least one (2; 50-54; 63; 83) of said two separable layers being removed along the
edge strip (8).
9. Printing carrier according to any of claims 1 to 8, characterised in that the edges of one or both edge strips (5, 6; 5', 6') are straight or undulating on
one or both sides.
10. Printing carrier according to any of claims 1 to 9, characterised in that, in the direction of the edge strip (8), the other partial printing carrier (B; B')
is shorter than, in particular only half as long as, the partial printing carrier
(A; A') comprising the paper layer (1; 80).
11. Printing carrier according to any of claims 1 to 3 or 5 to 10, characterised in that the other partial printing carrier (B) is a laminate with a relatively thick top
layer (60; 70) of paper or film, a contact-adhesive layer (61), a silicone separating
layer (62) and a relatively thin paper or film backing layer (63), and is reduced
in thickness along the edge strip by removing the backing layer (63) and the silicone
separating layer (62) from the contact-adhesive layer (61), and in that the two partial printing carriers (A, B) are glued along the respective edge strips
thereof by means of the contact adhesive on the contact-adhesive layer (61) so as
to overlap.
12. Partial printing carrier (A; A') for producing a printing carrier (A/B; A'/B') according
to any of claims 1 to 11, comprising a paper layer (1; 80) which is reduced in thickness
along an edge strip (5; 5') by the removal of a partial layer (7), said partial layer
(7) being torn off.
13. Partial printing carrier (A; A') according to claim 12, characterised in that an adhesive layer covered by a detachable covering layer is provided on the strip
(5) of the paper layer (1).
14. Method for producing printing carriers (A1/B1; A2/B1) according to claim 10, using
two outer partial printing carriers (A1, A2) and one middle partial printing carrier
(B1), the two outer partial printing carriers (A1, A2) each comprising a paper layer
and being reduced in thickness along an edge strip (5.1, 5.2) by removing a partial
layer, and the middle partial printing carrier (B1) having a lesser thickness along
two opposing edge strips (6.1, 6.2) than elsewhere, characterised in that the outer partial printing carriers (A1, A2) are each connected to one of the edge
strips (6.1, 6.2) of the middle partial printing carrier (B1) along the respective
edge strips (5.1, 5.2) thereof, and in that the partial printing carriers (A1, B1, A2) interconnected in this way are separated
into at least two of the printing carriers by means of a parting line (93) which passes
alternately along the opposing edge strips (5.1, 6.1, 5.2, 6.2) and therebetween crosses
the middle partial printing carrier (B1).
1. Support d'impression (A/B; A'/B' ; A1/B1/A2) assemblé de façon coplanaire, composé
d'au moins deux supports d'impression plans partiels (A, B ; A', B'), l'un des supports
d'impression partiels (A ; A' ; A1, A2) comportant une couche de papier (1, 80), caractérisé en ce que l'épaisseur de la couche de papier (1, 80) d'un support d'impression partiel (A ;
A') est réduite par enlèvement d'une couche partielle (7) le long d'une bande en bordure
(5 ; 5'), et caractérisé en ce que la couche partielle (7) est retirée par arrachement, et caractérisé en ce que l'autre support d'impression partiel (B ; B') présente une bande en bordure (6 ;
6') dont l'épaisseur est réduite par rapport au reste du support d'impression partiel,
et caractérisé en ce que les deux supports d'impression partiels (A, B ; A', B') sont reliés l'un à l'autre
le long de leur deux bandes en bordure (5,6; 5', 6').
2. Support d'impression selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'une ou les deux bandes en bordure (5, 6; 5', 6') présentent une largeur comprise
entre 3 et 12 mm, de préférence toutefois entre 4 et 8 mm.
3. Support d'impression selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les deux supports d'impression partiels (A, B ; A', B') sont reliés l'un à l'autre
par chevauchement par les deux bandes en bordure le long de leur deux bandes en bordure
(5, 6 ; 5', 6').
4. Support d'impression selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les deux supports d'impression partiels (A, B) sont reliés l'un à l'autre bord à
bord par au moins une bande (15, 16) le long de leur deux bandes en bordure (5, 6).
5. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les deux supports d'impression partiels (A, B ; A', B') sont à peu près de la même
épaisseur.
6. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que son épaisseur, au niveau où les deux supports d'impression partiels (A, B ; A', B')
sont reliés l'un à l'autre le long de leur deux bandes en bordure (5, 6, 5', 6'),
n'est pas plus grande que l'épaisseur du plus épais des deux supports d'impression
partiels.
7. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la bande en bordure (5 ; 5') de la couche de papier (1) est limitée, par rapport
au reste de la couche de papier (1), par une entaille (9 ; 9') dans la couche de papier
(1).
8. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'autre support d'impression partiel (B ; B') est un stratifié avec au moins deux
couches séparables l'une de l'autre (2, 4 ; 50 - 54, 56 ; 60, 63 ; 83, 86), desquelles
au moins l'une des couches (2 ; 50 - 54 ; 63 ; 83) est éloignée le long de la bande
en bordure (8).
9. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les bordures de l'une ou des deux bandes en bordure (5, 6 ; 5', 6') sont formées
de manière plane ou ondulée sur une face ou sur leurs deux faces.
10. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'autre support d'impression partiel (B ; B') est plus court dans le sens de la bande
en bordure (8), et en particulier est deux fois moins long que le support d'impression
partiel (A ; A') entourant la couche de papier (1 ; 80).
11. Support d'impression selon l'une des revendications 1 à 3 ou 5 à 10, caractérisé en ce que l'autre support d'impression partiel (B) est un stratifié avec une couche utile relativement
plus épaisse (60; 70) en papier ou en film, une couche adhésive autocollante (61),
une couche de séparation en silicone (62) et avec une couche de support relativement
plus mince (63) en papier ou en film et dont l'épaisseur de cet autre support d'impression
partiel (B) est réduite le long de la bande en bordure par enlèvement de la couche
de support (63) et de la couche de séparation en silicone (62) de la couche adhésive
autocollante (61), et caractérisé en ce que les deux supports d'impression partiels (A, B) sont encollés par chevauchement le
long de leur deux bandes en bordure au moyen de la colle adhésive de la couche adhésive
autocollante (61).
12. Support d'impression partiel (A ; A') en vue de la fabrication d'un support d'impression
(A/B ; A'/B') selon l'une des revendications 1 à 11 avec une couche de papier (1 ;
80), dont l'épaisseur est réduite le long d'une bande en bordure (5 ; 5') par enlèvement
d'une couche partielle (7), la couche partielle (7) étant retirée par arrachement.
13. Support d'impression partiel (A ; A') selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'une couche de colle recouverte par une couche de revêtement détachable est mise en
place sur la bande (5) de la couche de papier (1).
14. Procédé destiné à la fabrication de supports d'impression (A1/B1 ; A2/B1) selon la
revendication 10 au moyen de deux supports d'impression partiels externes (A1, A2)
et d'un support d'impression partiel central (B1), les deux supports d'impression
partiels externes (A1, A2) comportant chacun une couche de papier, et dont l'épaisseur
de chacun étant réduite le long d'une bande en bordure (5.1, 5.2) par enlèvement d'une
couche partielle, et le support d'impression partiel central (B1) présentant deux
bandes en bordure (6.1, 6.2) disposées à l'opposé l'une de l'autre, et dont l'épaisseur
est réduite par rapport au reste du support d'impression partiel central, caractérisé en ce que les supports d'impression partiels externes (A1, A2) sont chacun reliés le long de
leur bande en bordure (5.1, 5.2) par l'une des bandes en bordure (6.1, 6.2) du support
d'impression partiel central (B1), et caractérisé en ce que les supports d'impression partiels (A1, B 1, A2) ainsi reliés les uns aux autres
sont divisés dans au moins deux des supports d'impression par une ligne de séparation
(93), qui traverse entre ceux-ci le support d'impression partiel central (B1), et
est guidée en alternance le long de l'une des bandes en bordure (5.1, 6.1, 5.2, 6.2)
disposées à l'opposé l'une de l'autre.