| (19) |
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(11) |
EP 2 285 720 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.2015 Patentblatt 2015/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.05.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2009/000175 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/143644 (03.12.2009 Gazette 2009/49) |
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| (54) |
FLACHPRÄGEDRUCKMASCHINE MIT EINER FOLIENBAHNFÜHRUNGSEINRICHTUNG
EMBOSSING MACHINE COMPRISING A FILM WEB GUIDE DEVICE
MACHINE D'IMPRESSION-GAUFRAGE À PLAT POURVUE D'UN DISPOSITIF DE GUIDAGE DE FEUILLES
CONTINUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.05.2008 CH 797082008
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.02.2011 Patentblatt 2011/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Gietz AG |
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9200 Gossau (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRENDLE, Marc Günther
CH-9403 Goldach (CH)
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| (74) |
Vertreter: Frei Patent Attorneys |
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Frei Patentanwaltsbüro AG
Postfach 1771 8032 Zürich 8032 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 989 086 CH-A5- 683 407 DE-U1- 9 420 707
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EP-A- 1 593 503 DE-A1- 3 037 376
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Flachprägedruckmaschine mit einer Folienbahnführungseinrichtung
für mehrere Folienbahnen, welche von Abwickelrollen über eine Prägeplatte einer Flachbettpresse
geführt werden gemäss Oberbegriff von Anspruch 1. Mit derartigen Flachprägedruckmaschinen,
wie z.B. in der
EP 0 858 888 beschrieben ist, können besonders hohe Prägeleistungen in bester Qualität und auch
für anspruchsvolle Prägeaufgaben ausgeführt werden. Diese Flachprägedruckmaschinen
stellen anderseits aber auch besonders hohe Ansprüche an die Führung und den präzisen
Vorzug der dünnen und sehr empfindlichen Prägefolienbahnen, mit Schichtdicken von
z.B. nur 12 - 20 um (0.02mm). Dabei müssen mehrere Folienbahnen verschiedener Art
(mit verschiedenen Bahnbreiten, Vorzugslängen und mit unterschiedlichen Ablösekräften
nach dem Prägen) gleichzeitig einwandfrei glatt geführt und gefördert werden. Die
Folienführung muss ohne Verzug, Rumpfbildung, Falten und Versetzungen einwandfrei
flächig glatt und richtig positioniert erfolgen. Und der rasche, intermittierende
Vorzug in kurzer Zeit muss optimal schonend ausgeführt werden, um hohe Leistungen
und Qualität erreichen zu können. Eine derartige Flachprägedruckmaschine und Folienbahnführung
ist z.B. aus der
EP 1 593 503 bekannt. Diese Folienbahnführung weist zur schonenden, besseren Einstellung der Zugspannung
in den Folienbahnen eine breite, flache abgesaugte Brems- und Führungswand vor dem
Prägetisch auf, wobei mit einem einstellbaren Unterdruck in der Brems- und Führungswand
die Zugspannung der darüber laufenden Folienbahnen reguliert werden kann. Dies ermöglicht
eine Folienbahnführung, welche keinen Kontakt mit Führungselementen auf der empfindlichen
Prägeschichtseite (Bildseite) der Folienbahnen erfordert und es ermöglicht sehr gute
Prägequalitäten mit Farbfolienbahnen.
[0002] Mit diesen bekannten Folienbahnführungen ist es jedoch nicht möglich, für anspruchsvolle
Bildprägeaufgaben, insbesondere für Hologrammprägen mit Bildsicherheitsmerkmalen,
z.B. für Wertscheine, Ausweise oder Banknoten, mit mehreren Bildfolienbahnen über
den ganzen Prägetisch für alle Prägefolienbahnen eine optimale, fehlerfreie Positionierung
der Bildmarken und damit auch der Prägebilder zu erreichen. Dazu müsste bei laufender
Maschine jede einzelne Bildfolienbahn in Vorzugsrichtung X und in Querrichtung Y separat
optimal eingestellt werden können. Dies ist mit der bekannten Folienbahnführung nach
EP 1 593 503, die als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird, jedoch nicht möglich.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bessere Folienbahnführung für
Flachprägedruckmaschinen zu schaffen mit einer optimalen Bildpositionierung in X-
und Y-Richtung für alle Bildfolienbahnen über der ganzen Prägestelle, welche auch
die optimale Einstellung der Folienspannungen in jeder einzelnen Bildfolienbahn bei
laufender Maschine ermöglicht, insbesondere für Hologrammprägen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch eine Flachprägedruckmaschine mit
einer Folienbahnführungseinrichtung mit mehreren, einzelnen, steuerbaren Führungsbahnen
für die einzelnen Bildfolienbahnen als Folienspanneinrichtungen vor der Prägeplatte
gemäss Anspruch 1.
[0005] Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung mit
weiteren Verbesserungen der Folienbahnführung und -positionierung der einzelnen Bildfolienbahnen
und damit auch der Maschinenleistungen und der Bildqualität.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen und Figuren weiter erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Flachprägedruckmaschine mit einer Folienbahnführungseinrichtung
mit mehreren einzelnen Führungsbahnen je mit steuerbaren Unterdruckquellen als Folienspanneinrichtungen
für die einzelnen Bildfolienbahnen,
- Fig. 2
- ein Beispiel einer Folienbahnführungseinrichtung mit Führungsbahnen und zugeordneten
Funktionselementen,
- Fig. 3
- eine Frontansicht auf die einzelnen symmetrischen Führungsbahnen,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch eine Führungsbahn mit Saugkanälen mit verschiedenen Zonen
für Folienbahnen unterschiedlicher Breite,
- Fig. 5
- im Querschnitt ein Beispiel einer Führungsbahn mit Saugkanälen mit zwei Zonen,
- Fig. 6
- eine Aufsicht auf die Führungsbahn von Fig. 5 mit Absaugöffnungen,
- Fig. 7
- ein weiteres Beispiel einer Führungsbahn mit Absaugöffnungen,
- Fig. 8
- ein Beispiel mit mehreren einzelnen Führungsbahnen und Bildfolienbahnen,
- Fig. 9
- ein Beispiel mit einzelnen Führungsbahnen für Bildfolienbahnen und einer zusätzlichen
kurzen Brems- und Führungswand für Farbfolienbahnen,
- Fig. 10a, b
- den einzelnen Führungsbahnen zugeordnete einstellbare Seitenführungselemente,
- Fig. 11
- ein Beispiel von zusammen einstellbaren Seitenführungselementen,
- Fig. 12
- eine Steuerung des zeitlichen Geschwindigkeitsverlaufs des Folienvorzugs mit erhöhter
Haftung beim Prägeprozess,
- Fig. 13
- ein Beispiel mit steuerbaren Unterdruckquellen und Vakuumschaltventilen.
[0007] Fig. 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemässe Flachprägedruckmaschine 1 mit einer Folienbahnführungseinrichtung
2 mit mehreren Folienbahnen 6.1- 6.4, welche von Abwickelrollen 7.1- 7.4 über eine
Prägeplatte 3 mit Cliches 28 und eine Gegendruckplatte als Prägestelle 8 an einer
Flachbettpresse 4 geführt werden. An der Prägestelle 8 werden Folienbilder auf ein
Flachmaterial 5, 5.1, 5.2 aufgeprägt. Die Folienbahnführung weist für jede Folienbahn
nach der Prägeplatte Folienvorzugseinrichtungen 9.1- 9.4 und vor der Prägeplatte 3
einzelne, in Querrichtung Y zur Vorzugsrichtung X einstellbare, lange, zentralsymmetrisch
ausgebildete Führungsbahnen 11.1 - 11.4 als Folienspanneinrichtungen auf. Die einzelnen
Führungsbahnen enthalten Saugkanäle 16, 17 und weisen eine glatte, reibungsarme Oberfläche
12 mit Absaugöffnungen 14 auf, welche mit steuerbaren Unterdruckquellen 13.1 - 13.4
zur unabhängigen Einstellung von Unterdruck pi und Bremskraft zfi an jeder einzelnen
Führungsbahn 11i verbunden sind. Dabei sind jeder Bildfolienbahn 6i je ein Bildmarkensensor
15i an der oder zwischen der Folienvorzugseinrichtung 9i und der Führungsbahn 11i
sowie einstellbare, beidseitige Seitenführungselemente 30 an reibungsarmen Umlenkelementen
31, 32 direkt vor den Führungsbahnen 11i und nach der Prägeplatte 3 zugeordnet, mit
welchen Seitenführungselementen 30 die Bildfolienbahnen 6i zentriert auf den Führungsbahnen
11i führbar sind. Damit kann jede einzelne Bildfolienbahn bei laufender Maschine in
X- und in Y-Richtung optimal auf die Bildmarken eingestellt und Bild-Positionsfehler
können dadurch minimiert werden.
[0008] Die optimale Einstellung und Positionierung jeder Bildfolienbahn 6i in Querrichtung
Y erfolgt durch Einstellung der Seitenführungselemente 30 an reibungsarmen Umlenkelementen
31, 32 direkt vor den Führungsbahnen 11i und nach der Prägestelle 8. Diese zentrierte
Führung der Bildfolienbahnen 6i auf den richtig positionierten, symmetrischen langen
Führungsbahnen 11 i bis nahe an die Prägestelle 8 verhindert seitliche Abweichungen.
Die Positionierung der Bildfolienbahnen in X-Richtung, d.h. das genaue Ausrichten
der Bildmarken 27 mittels der Bildmarkensensoren 15i in die fehlerfreie Soll-Position
wird durch Steuerung und Einstellung des Unterdrucks pi in den Führungsbahnen 11i
erreicht. Eine fehlerfreie Positionierung in X- und in Y-Richtung kann nur durch unabhängiges
Einstellen jeder einzelnen Folienbahn 6i bei laufender Maschine erreicht werden.
[0009] Die Bildmarkensensoren 15i können vorzugsweise an den Folienvorzugseinrichtungen
9i, in der Mitte der Prägeplatte 3 (an den Cliches) oder am Ende der Führungsbahnen
11i angeordnet sein.
[0010] Zum Prägen müssen alle Bildfolienbahnen an der Prägestelle 8 eine bestimmte optimale
Zugspannung z aufweisen, welche einer entsprechenden Dehnung ee von z.B. ee = 0.6
% entspricht. Diese Dehnung bewirkt über eine Prägetischlänge von z.B. 100 cm eine
Verlängerung der Folienbahnen um 6 mm. Die Cliches 28 werden unter Berücksichtigung
dieser Verlängerung bei optimaler Dehnung ee bzw. Zugspannung z auf der Prägeplatte
positioniert. Wenn die Zugspannungen zi (und damit die Dehnungen eei) in den einzelnen
Bildfolienbahnen 6i vom Sollwert abweichen, entstehen somit entsprechend grosse Bildpositionsfehler.
Für eine fehlerfreie Bildpositionierung müssen daher alle Bildfolienbahnen 6i die
optimale Zugspannung zi aufweisen. Die Zugspannung zi für eine Folienbahn 6i setzt
sich zusammen aus Zugspannung zai vor der Führungsbahn plus Bremskraft bzw. Zugspannung
zfi, welche durch die Führungsbahn 11i ausgeübt wird: zi = zai + zfi. Da die Zugspannungen
zai vor den Führungsbahnen 11 i sehr unterschiedlich sind, kann nur durch entsprechende
Steuerung der Zugspannungen zfi an jeder einzelnen Führungsbahn 11i der optimale Wert
zi für alle Bildfolienbahnen 6i erreicht werden.
[0011] Die Folienbahnen werden von Abwickelrollen 7 über einen Folienspeicher 20 (Fig. 1)
zu den Führungsbahnen 11 geführt. Als Folienspeicher werden vorzugsweise Vakuum-Schlaufenspeicher
20, im speziellen horizontale Vakuum-Doppelschlaufenspeicher mit Unterdrucksteuerung
eingesetzt, welche z.B. aus der
EP 0 858 888 bekannt sind. Im Folienspeicher 20 wird eine erste Zugspannung za auf die Folienbahnen
ausgeübt zur optimalen Führung bis an die Führungsbahnen 11. Diese Zugspannungen za
variieren zeitlich und sind für verschiedene Folienbahnen 6i sehr unterschiedlich
(zai), abhängig von Folienart und -breite, von Schlaufenlänge im Speicher und Art
des intermittierenden Vorzugs.
[0012] Mit der erfindungsgemässen Folienbahnführung nach Fig. 1 wird erreicht, dass über
die ganze Länge der Folienbahnführung von den Abwickelrollen 7 über den Vakuumschlaufenspeicher
20 und die Führungsbahnen 11 bis zur Prägestelle 8 keine Führungselemente auf der
Prägeschichtseite 6a der Folienbahnen vorhanden sind, d.h. dass die empfindliche Prägeschichtseite
6a nirgends kontaktiert und abgenützt wird.
[0013] Eine gut dosierbare Steuerung der Bremskraft zfi an den Folienbahnen 11i und damit
der optimalen Spannung zi an der Prägestelle 8 wird erreicht durch eine glatte, reibungsarme,
abriebfeste Oberfläche 12 mit konstanten Reibungskoeffizienten der langen Führungsbahnen.
Dazu müssen die Oberflächen 12 vorzugsweise eine minimale elektrische Leitfähigkeit
aufweisen, so dass keine elektrostatische Aufladung der Führungsbahnen 11 und der
Folienbahnen 6 entstehen kann.
[0014] Geeignete Oberflächen 12 können beispielsweise aus einer Schicht aus Fluorpolymerkunststoff
oder aus hartanodisiertem Aluminium mit eingelagertem Fluorpolymer (z.B. PTFE) bestehen,
z.B. in einer Schichtdicke von z.B. 20 - 50 um. Diese weisen relativ niedrige und
konstante Reibungskoeffizienten von z.B. 0.1 - 0.2 auf.
[0015] Vorzugsweise weisen diese Oberflächen 12 möglichst geringe Unterschiede zwischen
Haftreibungs- und Gleitreibungskoeffizienten der Folienbahnen von z.B. höchstens 10
- 20% auf zur Erzeugung gleichmässiger Zugspannungen zfi.
[0016] Fig. 2 zeigt detaillierter ein weiteres Beispiel einer Führungseinrichtung 2 mit
vier Bildfolienbahnen 6.1- 6.4 und mit zugeordneter Unterdruckquellen 13.1-13.4, welche
hier als steuerbare Vakuumregler 22.1- 22.4 ausgebildet und mit einem zentralen Sauggebläse
23 verbunden sind. Das Sauggebläse liefert einen konstanten Unterdruck (von z.B. 20
kPa), welcher durch die Vakuumregler auf die benötigten Unterdrücke pi an jeder Führungsbahn
11i reduziert werden (auf z.B. 5-10 kPa) zur Erzeugung der optimalen Zugspannungen
zfi mit zi = zai + zfi in jeder Bildfolienbahn.
[0017] Als weitere vorteilhafte Ausführung können nach den Führungsbahnen 11i Folienbahn-Spannungssensoren
40i angeordnet sein zur Bestimmung der Folienspannungen, womit die Steuerung der Unterdruckquellen
13i als Regelung auf einen einstellbaren Sollwert der Folienspannung zi bzw. der Foliendehnung
ee ausführbar ist.
[0018] Wie Fig. 2 illustriert, kann die erfindungsgemässe Folienbahnführung sowohl in Bogen-Prägedruckmaschinen
als auch in Rollen-Maschinen eingesetzt werden. Das zu beprägende Flachmaterial 5
besteht dabei aus Bogen 5.1, welche von einem Anleger 71 zu einem Ausleger 72 gefördert
werden oder aus Endlosbahnen 5.2 in Rollen-Maschinen, welche von einer Abwickelrolle
zu einer Aufwickelrolle gefördert werden (wie z.B. in der
EP 0 858 888 beschreiben ist).
[0019] Fig. 3 zeigt eine Frontansicht auf einzelne Führungsbahnen 11.1 -11.5, welche eine
Breite b und eine Länge L aufweisen (mit L > b). Die fünf Bildfolienbahnen 6.1-6.5
weisen hier unterschiedliche Folienbreiten b1 auf: die Folienbahn 6.3 eine relativ
kleine Folienbahnbreite b1.2 und die übrigen Folienbahnen eine relativ grosse Folienbahnbreite
b.1.1.
[0020] Zur optimalen Folienführung und Einstellung der Zugspannungen zfi bzw. zi reichen
die einstellbaren und auswechselbaren symmetrischen Führungsbahnen 11 i bis nahe an
die Prägestelle 8 heran und sind vorzugsweise möglichst lang ausgebildet mit einer
Länge L von z.B. 50 -100 cm und mit einem Verhältnis von Länge zu Breite L/b in einem
Bereich zwischen 5 und 15. Die Breite b der Führungsbahnen beträgt beispielsweise
5 bis 10 cm.
[0021] Die Fig. 4 und 5 zeigen im Querschnitt Beispiele von Führungsbahnen mit Saugkanälen,
welche für unterschiedliche Folienbahnbreiten b1 besonders geeignet sind. Fig. 4 zeigt
eine Führungsbahn mit Saugkanälen, welche eine zentrale Zone mit einem Saugkanal 16
und zwei symmetrische Randzonen mit den Saugkanälen 17.1 und 17.2 bilden. Entsprechend
der Folienbahnbreite b1 können hier nur die von der Folienbahn überdeckten Zonen mit
der Unterdruckquelle 13i verbunden und evakuiert werden. So kann eine sehr gleichmässige
Druckverteilung (pi) erreicht werden.
[0022] Fig. 5 zeigt ein Beispiel einer Führungsbahn mit einem zentralen Saugkanal 16 und
mit zwei anschliessenden, miteinander verbundenen seitlichen Saugkanälen 17, welche
über ein Fehlluft-Schaltventil 18 mit der Unterdruckquelle 13i verbunden sind. Nicht
überdeckte Zonen werden hier somit nicht evakuiert. Eine schmalere Folienbahn 6.2
mit Breite b.1.2 überdeckt den Saugkanal 16 und eine breitere Folienbahn 6.1 mit b1.1
überdeckt auch die Saugkanäle 17.
[0023] Fig. 6 zeigt eine Aufsicht auf die Führungsbahn von Fig. 5 mit wenigen, relativ kleinen
Absaugöffnungen 14 mit einem Durchmesser von z.B. 1-2 mm, welche in grossen Abständen
symmetrisch zur Mittelachse angeordnet sind. Vorzugsweise liegt der sehr kleine Flächenanteil
der Absaugöffnungen z.B. in einem Bereich von 0.5 - 3%. Dies ermöglicht es, gut einstellbare,
definierte Bremskräfte und Zugspannungen zfi zu erzeugen. Die Oberfläche 12 mit Absaugöffnungen
14 kann auch aus einer luftdurchlässigen mikroporösen Schicht bestehen, beispielsweise
analog der Luftpolster-Auflagefläche 37 von Fig. 10a, welche jedoch abgesaugt anstatt
belüftet wird.
[0024] Fig. 7 zeigt ein weiteres Beispiel mit einer symmetrischen Anordnung von Absaugöffnungen
14, welche in verschiedene Zonen einteilbar sind, analog zu Fig. 4.
[0025] Fig. 8 zeigt ein Beispiel mit acht schmalen Führungsbahnen 11.1-11.8 mit Unterdrücken
p1- p8 für acht Bildfolienbahnen 6.1- 6.8 für entsprechend hohe Bildprägeleistungen.
[0026] Fig. 9 zeigt ein Beispiel einer Folienbahnführung bei der Bildfolienbahnen 61, 6.2
mit Farbfolienbahnen 6.11, 6.12 kombiniert werden. Dazu kann unter den auswechselbaren
Führungsbahnen 11 i zusätzlich eine kurze und breite Brems- und Führungswand 10 als
Folienspanneinrichtung angeordnet sein für das gleichzeitige Prägen von Farbfolienbahnen
6.11, 6.12 und mehreren Bildfolienbahnen 6.1, 6.2. Dies ermöglicht einen sehr breiten
Einsatzbereich der Prägedruckmaschine von reinem Farbfolienprägen bis hin zu reinem
Bildfolienprägen.
[0027] Eine solche Brems- und Führungswand ist in Fig. 2 gezeigt und auch aus der
EP 1 593 503 bekannt. Diese eignet sich jedoch nicht für mehrere Bildfolienbahnen, da deren Zugspannungen
zi bei laufender Maschine nicht einzeln reguliert und eingestellt werden können.
[0028] Die Fig. 10 und 11 zeigen Beispiele von in Querrichtung Y einstellbaren beidseitigen
Seitenführungselementen 30 an reibungsarmen Umlenkelementen 31, 32, mit welchen die
Bildfolienbahnen 6i in Y-Richtung genau auf die optimalen Bildmarkenpositionen eingestellt
werden können. Bei feststehenden Umlenkelementen müssen die Folienbahnen auf den Umlenkelementen
in Y-Richtung sehr leicht, möglichst reibungsfrei, verschoben werden können. Dazu
können die Umlenkelemente 31, 32 als Luftpolster-Auflageflächen 37 ausgebildet sein
und z.B. aus einer luftdurchlässigen mikroporösen Schicht bestehen, welche belüftet
wird.
[0029] Die Fig. 10a, b zeigen in Seiten- und Frontansicht ein Beispiel eines praktisch reibungsfreien
Umlenkelements 31, welches als gebogene Luftpolster-Auflagefläche 37 ausgebildet ist.
Zuerst wird die Führungsbahn 11i bei stehender Maschine richtig positioniert und der
Abstand der beidseitigen Seitenführungselemente 30, welche hier auf dem Umlenkelement
verschiebbar befestigt sind (db1), wird auf die Folienbreite b1 eingestellt. Dann
können beide Seitenführungselemente 30 zusammen mit dem Umlenkelement (bei laufender
Maschine) in Y-Richtung auf die optimale Bildmarkenposition eingestellt werden (±Y).
[0030] Fig. 11 zeigt ein weiteres Beispiel, wo die beiden Seitenführungselemente 30 auf
die Folienbreite b1 einstellbar (db1) an einem Verbindungselement 34 befestigt sind.
Sie sind so zusammen in Querrichtung Y verschiebbar und einstellbar. Diese Einstellung
(±Y) kann z.B. über eine flexible Welle 36 an ein Bedienungspaneel übertragen werden
und mit einem Einstellgewinde 35 manuell oder mittels Servomotor (Stellantrieb) ausgeführt
werden.
[0031] Nach dem Vorziehen der Folienbahnen 6i in die nächste Prägeposition und dem Stillstand
der Folienbahnen für den Prägeschritt kann ein leichtes Nachrutschen entstehen. Um
dies zu verhindern, können die Folienbahnen kurz vor dem Stillstand durch erhöhten
Unterdruck pi an den Führungsbahnen 11 i stärker an diese angedrückt werden und ein
Nachrutschen der Folienbahnen im Stillstand kann damit verhindert werden.
[0032] Zur Illustration dazu zeigt Fig. 12 schematisch den zeitlichen Verlauf v(t) der Folienbahngeschwindigkeit
beim Vorziehen an die nächste Prägeposition: Zuerst erfolgt ein rascher Vorzug mit
hoher konstanter Beschleunigung und anschliessender Verzögerung a1 (von z.B. 10 -
30 m/s
2) bis kurz vor die Bildmarke (Zeitpunkt t1). Dann erfolgt bei reduzierter Geschwindigkeit
v2 (von z.B. 5 cm/s) die Detektion der Bildmarke (27) durch die Bildmarkensensoren
15i zum Zeitpunkt t2. Ab dem Zeitpunkt t3 werden die Bildfolienbahnen 6i mit viel
niedrigerer Verzögerung a2 (z.B. 2 m/s
2) abgebremst und kurz vor dem Stillstand (zum Zeitpunkt t4) wird der Unterdruck pi
in den Führungsbahnen 11i rasch erhöht und damit werden die Folienbahnen 6i stärker
an die Führungsbahnen angedrückt, so dass ein Nachrutschen im Stillstand verhindert
wird.
[0033] Fig. 13 zeigt ein Beispiel zur Erzeugung dieser raschen Erhöhung des Unterdrucks
pi mittels zusätzlicher schnell schaltender Vakuumventile 24.1 - 24.4, welche mit
den Unterdruckquellen 13.1-13.4, mit dem zentralen Sauggebläse 23 und mit den Führungsbahnen
11.1 -11.4 verbunden sind. Zum Zeitpunkt t4 (Fig. 12), kurz vor dem Stillstand der
Folienbahnen 6i, werden die Vakuumventile 24i rasch geöffnet (in msec) und der höhere
Unterdruck p0 des zentralen Sauggebläses 23 wird direkt an die Führungsbahnen 11i
geleitet. Nach erfolgtem Prägeprozess wird wieder auf den tieferen geregelten Unterdruck
pi der einzelnen Unterdruckquellen 13.1-13.4 umgeschaltet.
[0034] Im Rahmen dieser Beschreibung werden folgende Bezeichnungen verwendet:
- 1
- Flachprägedruckmaschine, Flachbett-Prägedruckmaschine
- 2
- Folienbahnführungseinrichtung
- 3
- Prägeplatte, Clicheplatte
- 4
- Flachbettpresse
- 5
- Flachmaterial
- 5.1
- Bogen
- 5.2
- Endlosbahn
- 6.1, 6.2
- Bildfolienbahnen
- 6.11, 6.12
- Farbfolienbahnen
- 6, 6i
- Folienbahnen, Prägefolienbahnen
- 6a
- Prägeschichtseite von 6
- 7, 7i
- Abwickelrollen
- 8
- Gegendruckplatte, Prägestelle
- 9i
- Folienvorzugseinrichtungen
- 10
- Brems- und Führungswand
- 11, 11i
- Führungsbahnen für 6
- 12
- Oberflächen von 11
- 13, 13i
- Unterdruckquellen für 11
- 14
- Absaugöffnungen in 12
- 15, 15i
- Bildmarkensensoren
- 16
- zentraler Saugkanal in 11
- 17
- seitliche Saugkanäle
- 18
- Fehlluft-Schaltventil
- 20
- Vakuumschlaufenspeicher, Folienspeicher
- 22i
- Vakuumregler
- 23
- zentrales Sauggebläse
- 24i
- Vakuumschaltventile
- 27
- Bildmarken auf 6
- 28
- Cliches
- 29
- Folienabzugsvorrichtung
- 30
- Seitenführungselemente
- 31, 32
- reibungsarme Umlenkelemente, Auflageflächen
- 34
- einstellbare Verbindung von 30
- 35
- Einstellvorrichtung für 30
- 36
- flexible Welle
- 37
- Luftpolster-Auflagefläche, Luftpolster-Achsen
- 40i
- Folienbahn-Spannungssensoren
- 71
- Anleger
- 72
- Ausleger
- L
- Länge von 11
- b
- Breite von 11
- b1
- Folienbahnbreite
- db 1
- Einstellen von b1
- ee
- Foliendehnungen an 8
- za, zai
- Zugspannungen vor 11
- zf, zfi
- Bremskräfte, Zugspannungen von 11
- z, zi
- Folienspannungen, Zugspannungen an Prägestelle 8, z = za + zf
- p, pi
- Unterdruck in 11
- p0
- Unterdruck in 23
- v
- Folienbahngeschwindigkeit
- a
- Beschleunigung
- t
- Zeit
- X
- Vorzugsrichtung von 6
- Y
- Querrichtung
1. Flachprägedruckmaschine mit einer Folienbahnführungseinrichtung (2) für mehrere Folienbahnen
(6), welche von Abwickelrollen (7) über eine Prägeplatte (3) an einer Flachbettpresse
(4) geführt werden, mit einer Folienspanneinrichtung vor der Prägeplatte
und mit Folienvorzugseinrichtungen (9) für jede Folienbahn nach der Prägeplatte,
dadurch gekennzeichnet, dass
- direkt vor der Prägeplatte (3) mehrere einzelne, in Querrichtung (Y) zur Vorzugsrichtung
(X) einzeln einstellbare, lange, zentralsymmetrisch ausgebildete Führungsbahnen (11.1,
11.2, 11.3) als Folienspanneinrichtungen vorgesehen sind,
- mit einer glatten, reibungsarmen Oberfläche (12)
- und mit Absaugöffnungen (14) in den Oberflächen, welche mit steuerbaren Unterdruckquellen
(13.1, 13.2, 13.3) zur unabhängigen Einstellung von Unterdruck (pi) und Bremskraft
(zi) an jeder einzelnen Führungsbahn (11.1, 11.2, 11.3) verbunden sind,
- wobei jeder Bildfolienbahn (6i) ein Bildmarkensensor (15i) zwischen der Folienvorzugseinrichtung
(9i) und der Führungsbahn (11i)
- und einstellbare beidseitige Seitenführungselcmente (30) an reibungsarmen Umlenkelementen
(31, 32) direkt vor den Führungsbahnen und nach der Prägeplatte (3) zugeordnet sind,
mit welchen Seitenführungselementen (30) die Folienbahnen (6i) zentriert auf den Führungsbahnen
führbar sind.
2. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (12) der Führungsbahnen Fluorpolymer-Kunststoff enthält oder aus hartanodisiertem
Aluminium mit eingelagertem Fluorpolymer (z.B. PTFE) besteht.
3. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen (12) der Führungsbahnen eine minimale elektrische Leitfähigkeit aufweisen,
so dass keine elektrostatische Aufladung der Folienbahnen entstehen kann.
4. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschied zwischen Haftreibungs- und Gleitreibungskoeffizient der Folienbahnen
auf der Oberfläche (12) der Führungsbahnen höchstens 10-20% beträgt.
5. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge L der Führungsbahnen (11) zwischen 50 und 100 cm liegt.
6. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Länge zu Breite L/b der Führungsbahnen in einem Bereich zwischen
5 und 15 liegt.
7. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugöffnungen (14) einen Durchmesser von 1 - 3 mm und/oder einen Flächenanteil
der Absaugöffnungen von 0.5 - 3% aufweisen.
8. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildmarkensensoren (15i) an den Folienvorzugseinrichtungen (9i), in der Mitte
der Prägeplatte (3) oder am Ende der Führungsbahnen (11i) angeordnet sind.
9. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkelemente (31, 32) vor den Führungsbahnen und nach der Prägeplatte als Luftpolster-Auflageflächen
(37) ausgebildet sind.
10. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Saugkanäle (16,17) in den Führungsbahnen (11) eine zentrale Zone und symmetrische
Randzonen bilden.
11. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahnen einen zentralen Saugkanal (16) und zwei anschliessende, miteinander
verbundene seitliche Saugkanäle (17), welche über ein Fehlluft-Schaltventil (18) mit
den Unterdruckquellen (13i) verbunden sind, aufweisen.
12. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über die ganze Länge der Folienbahnführung von den Abwickelrollen (7) bis zur Prägeplatte
(3) keine Führungselemente auf der Prägeschichtseite (6a) der Folienbahnen vorhanden
sind.
13. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Vakuum-Schlaufenspeicher (20) vor den Führungsbahnen (11).
14. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenführungselemente (30) miteinander verbunden sind, ihr Abstand auf die Folienbahnbreite
(b1) einstellbar ist und sie zusammen in Querrichtung (Y) einstellbar sind.
15. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbaren Unterdruckquellen (13i) als steuerbare Vakuumregler (22i) ausgebildet
sind, welche mit einem zentralen Sauggebläse (23) verbunden sind.
16. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass jede steuerbare Unterdruckquelle (13i) mit einem schnell schaltenden Vakuumventil
(24i) verbunden ist, welches auch eine Verbindung zum zentralen Sauggebläse (23) aufweist.
17. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Steuerung des Folienvorzugs, mit welcher die Bildfolienbahnen (6i) nach dem
Detektieren der Bildmarken (27) durch die Bildmarkensensoren (15i) langsam abgebremst werden und wobei kurz vor dem Stillstand
der Bildfolienbahnen der Unterdruck (pi) in den Führungsbahnen (11i) rasch erhöht
wird.
18. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach den Führungsbahnen (11i) Folienbahn-Spannungssensoren (40i) angeordnet sind
zur Bestimmung der Folienspannungen und wobei die Steuerung der Unterdruckquellen
(13i) als Regelung auf einen einstellbaren Sollwert der Folienspannung (zi) oder der
Foliendehnung (ee) ausführbar ist.
19. Flachprägedruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter den Führungsbahnen (11i) zusätzlich eine kurze und breite Brems- und Führungswand
(10) als Folienspanneinrichtung angeordnet ist für gleichzeitiges Prägen mit mehreren
Bildfolienbahnen (6.1, 6.2) und mit Farbfolienbahnen (6.11, 6.12).
1. Flat bed embossing machine with a foil web guiding device (2) for several foil webs
(6), which from unwinding rolls (7) are conducted over a tool plate (3) on a flat
bed press (4), with a foil tensioning device ahead of the tool plate and with foil
drawing devices (9) for every foil web after the tool plate,
characterised in that
- directly ahead of the tool plate (3) several individually adjustable in transverse
direction (Y) to the drawing direction (X), long, central symmetrically configured
web guides (11.1, 11.2, 11.3) are provided as foil tensioning devices,
- with a smooth, low-friction surface (12)
- and with suction openings (14) in the surfaces, which are connected with controllable
negative pressure sources (13.1, 13.2, 13.3) for the independent setting of negative
pressure (pi) and braking force (zi) on every individual web guide (11.1, 11.2, 11.3),
- wherein to every picture foil web (6i) a print mark sensor (15i) is assigned between
the foil drawing device (9i) and the web guide (11i)
- and lateral guiding elements (30) settable on both sides on low-friction deflecting
elements (31, 32) directly ahead of the web guides and behind the tool plate (3) are
assigned,
wherein said lateral guiding elements (30) can guide the foil webs (6i) centered on
the web guides.
2. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the surface (12) of the web guides comprise fluoride polymer plastic material or
consists of hard anodised aluminium with embedded fluoride polymer (e.g., PTFE).
3. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the surfaces (12) of the web guides comprise a minimum electrical conductivity, so
that no electro-static charging of the foil webs can take place.
4. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the difference between the static friction - and the sliding friction coefficient
of the foil webs on the surface (12) of the web guides amounts to a maximum of 10
- 20%.
5. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the length L of the web guides (11) amounts to between 50 and 100 cm.
6. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the ratio of length to width L/b of the web guides is situated within a range of
between 5 and 15.
7. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the suction openings (14) comprise a diameter of 1 - 3 mm and/or a surface proportion
of the suction openings of 0.5 - 3%.
8. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the print mark sensors (15i) are arranged on the foil drawing devices (9i), in the
centre of the tool plate (3) or at the end of the web guides (11i).
9. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the deflecting elements (31, 32) ahead of the web guides and after the tool plate
are designed as air cushion supporting surfaces (37).
10. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the suction channels (16, 17) in the web guides (11) form a central zone and symmetrical
edge zones.
11. Flat bed embossing machine according to claim 10, characterised in that the web guides comprise a central suction channel (16) and two adjoining lateral
suction channels (17) connected together, which through a leakage air control valve
(18) are connected with the negative pressure sources (13i).
12. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that over the whole length of the foil web guiding from the unwinding rolls (7) up to
the tool plate (3) there are no guiding elements on the image layer side (6a) of the
foil webs.
13. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised by a vacuum loop store (20) ahead of the web guides (11).
14. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the lateral guiding elements (30) are connected together, that their spacing is adjustable
to the width of the foil web foil (b1) and that they are adjustable together in transverse
direction (Y).
15. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that the controllable negative pressure sources (13i) are designed as controllable vacuum
controllers (22i), which are connected with a central suction fan (23).
16. Flat bed embossing machine according to claim 15, characterised in that every controllable negative pressure source (13i) is connected with a rapid switching
vacuum valve (24i), which also comprises a connection to the central suction fan (23).
17. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised by a controlling of the foil drawing, with which the picture foil webs (6i) after the
detection of the print marks (27) by the print mark sensors (15i) are slowly braked
and wherein shortly before the standstill of the picture foil webs the negative pressure
(pi) in the web guides (11i) is rapidly increased.
18. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that after the web guides (11i) foil web tension sensors (40i) are arranged for determining
the foil tensions and wherein the control of the negative pressure sources (13i) can
be executed as a controlling to a settable desired value of the foil tension (zi)
or of the foil strain (ee).
19. Flat bed embossing machine according to claim 1, characterised in that under the web guides (11i) additionally a short and wide braking - and guiding wall
(10) is arranged as foil tensioning device for the simultaneous embossing with several
picture foil webs (6.1, 6.2) and with dye foil webs (6.11, 6.12).
1. Machine d'impression-gaufrage à plat dotée d'un dispositif (2) qui guide plusieurs
nappes (6) de film en provenance de rouleaux de déroulement (7) au-dessus d'une plaque
de gaufrage (3) d'une presse (4) à lit plat et dotée d'un dispositif de tension de
film situé en avant de la plaque de gaufrage et de dispositifs (9) d'avancement de
film pour chaque nappe de film après la plaque de gaufrage,
caractérisée en ce que
plusieurs pistes de guidage (11.1, 11.2, 11.3) ajustables séparément dans la direction
transversale (Y) par rapport à la direction d'avancement (X), allongées et à symétrie
centrale sont prévues comme dispositifs de tension de film directement en avant de
la plaque de gaufrage (3), les pistes de guidage présentant une surface lisse (12)
à faible coefficient de frottement et des ouvertures d'aspiration (14) dans les surfaces,
raccordées à des sources asservies de dépression (13.1, 13.2, 13.3) en vue d'établir
de manière indépendante une dépression (pi) et une force freinage (zi) sur chaque
piste distincte de guidage (11.1, 11.2, 11.3),
en ce qu'un capteur (15i) de repère d'image situé entre le dispositif (9i) d'avancement de
film et la piste de guidage (11i) est associé à chaque nappe (6i) de film de l'image
et
en ce que des éléments (30) de guidage latéral réglables sont associés de chaque côté à des
éléments de renvoi (31, 32) à faible coefficient de frottement, directement en avant
des pistes de guidage et après la plaque de gaufrage (3), et
en ce que les nappes de films (6i) peuvent être guidées de manière centrée sur les pistes de
guidage à l'aide de ces éléments (30) de guidage latéral.
2. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que la surface (12) des pistes de guidage contient une matière synthétique à polymère
fluoré bu est constituée d'aluminium durci par anodisation dans lequel est incorporé
un polymère fluoré (par exemple le PTFE).
3. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les surfaces (12) des pistes de guidage présentent une conductivité électrique minimale
de telle sorte que les nappes de film ne puissent pas se charger électrostatiquement.
4. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que la différence entre le coefficient de frottement à l'adhérence et le coefficient
de frottement au glissement des nappes de films sur la surface (12) des pistes de
guidage est d'au plus 10-20 %.
5. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur L des pistes de guidage (11) est comprise entre 50 et 100 cm.
6. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport entre la longueur et la largeur L/b des pistes de guidage est compris
dans la plage de 5 à 15.
7. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ouvertures d'aspiration (14) présentent un diamètre de 1 à 3 mm et/ou en ce que les ouvertures d'aspiration occupent de 0,5 à 3 % de la surface.
8. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les capteurs (15i) de repère d'image sont disposés sur les dispositifs (9i) d'avancement
de film, au milieu de la plaque d'aspiration (3) ou à la fin des pistes de guidage
(11i).
9. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de renvoi (31, 32) sont configurés sous la forme de surfaces de soutien
(37) à coussin d'air en avant des pistes de guidage et après la plaque de gaufrage.
10. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les canaux d'aspiration (16, 17) forment dans les pistes de guidage (11) une zone
centrale et des zones symétriques de bordure.
11. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 10, caractérisée en ce que les pistes de guidage présentent un canal central d'aspiration (16) auquel se raccordent
deux canaux d'aspiration (17) latéraux, reliés l'un à l'autre et reliés aux sources
de dépression (13i) par une soupape (18) de commutation à absence d'air.
12. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'aucun élément de guidage n'est prévu sur le côté (6a) de la couche de gaufrage des
nappes de films sur toute la longueur du guide de nappe de film entre les rouleaux
de déroulement (7) et la plaque de gaufrage (3).
13. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée par un accumulateur (20) à boucle de dépression prévu en avant des pistes de guidage
(11).
14. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments (30) de guidage latéral sont raccordés les uns aux autres, en ce que leur distance sur la largeur (b1) de la nappe de film peut être ajustée et en ce qu'ils peuvent être ajustés ensemble dans la direction transversale (Y).
15. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce que les sources asservies de dépression (13i) sont configurées comme régulateurs de dépression
asservis (22i) raccordés à un ventilateur central d'aspiration (23).
16. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 15, caractérisée en ce que chaque source asservie de dépression (13i) est raccordée à une soupape de dépression
(24i) à commutation rapide qui présente également un raccordement au ventilateur central
d'aspiration (23).
17. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée par une commande de l'avancement de film par laquelle les nappes (6i) de films d'image
sont freinées lentement après la détection des repères d'image (27) par les capteurs
(15i) de repères d'image, la dépression (pi) étant augmentée rapidement dans les pistes
de guidage (11i) peu avant l'arrêt des nappes de films d'image.
18. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'après les pistes de guidage (11i), des capteurs (40i) de tension de film d'image sont
disposés pour déterminer la tension des films, la commande des sources de dépression
(13i) pouvant être réalisée sous la forme d'une régulation à une valeur de consigne
réglable de la tension de film (zi) ou de l'allongement des films (ee).
19. Machine d'impression-gaufrage à plat selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une courte et large paroi de freinage et de guidage (10) servant de dispositif de
tension de film est disposée en supplément en dessous des pistes de guidage (11i)
pour assurer un gaufrage simultané de plusieurs nappes (6.1, 6.2) de films d'image
et nappes (6.11, 6.12) de film coloré.
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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