[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Velours-Teppichs,
welcher gegenüber Velours-Teppichen des Standes der Technik vorteilhafte Eigenschaften
aufweist.
[0002] Der Begriff "Tuften" oder englisch "Tufting" bezeichnet eine Technik zur Herstellung
dreidimensionaler textiler Flächen. Es ist das weltweit am häufigsten eingesetzte
Verfahren zur Herstellung von Teppichböden.
[0003] Tufting funktioniert nach dem Prinzip einer Nähmaschine. Nadeln bringen das sogenannte
Polgarn in ein Grundmaterial (Gewebe oder Vlies), den sogenannten
Erstrücken bzw. Träger ein.
[0004] Die Nadeln stechen durch das Grundmaterial; bevor die Nadeln wieder zurücklaufen,
wird das eingebrachte Polgarn von Greifern festgehalten. So entstehen Schlaufen (Polnoppen)
auf der Oberseite des Tuftings.
[0005] Auf diese Weise erhält man einen sogenannten Schlingenflorteppich. Werden die Schlingen
mit einem Messer aufgeschnitten, so entsteht ein Velours-Teppich (Schnittflorteppich).
Das Messer ist häufig bereits am Greifer befestigt, sodass das Halten und Schneiden
des Pols in einem Arbeitsgang erfolgt.
[0006] Um das eingenadelte Polgarn festzuhalten, muss ein
Zweitrücken oder eine
Latexierung aufgebracht werden. Diesen Vorgang nennt man Kaschierung oder Einbindung.
[0007] Im Stand der Technik ist darüber hinaus auch ein "einfacheres" Verfahren bekannt,
welches ähnliche Teppiche ohne von außen in den Erstrücken eingebrachtes Polgarn herstellt.
Für die Velourisierung durchstechen hierbei Nadeln ein Faservlies / Malivlies und
ziehen Faserschlingen zwischen die Borsten eines unterhalb des Faservlieses / Malivlieses
liegenden Bürstenbandes. Die durch Auf- und Abwärtsbewegung der Nadeln mitgeführten
Fasern werden verkreuzt und dadurch miteinander verfestigt. Bei den zum Einsatz kommenden
Nadeln kann es sich um seitlich kleine Widerhaken aufweisende Nadeln, sogenannte Kronennadeln,
oder um Gabel-ähnliche Enden aufweisende Nadeln, sogenannte Gabelnadeln, handeln.
[0008] Nach der Vernadelung wird der Velours durch ein Walzenpaar vom laufenden Bürstenband
getrennt. Der Grad der Verdichtung wird durch die Stichzahl pro Flächeneinheit, die
Einstichtiefe der Nadeln in das Faservlies / Malivlies und die Faserfeinheit bestimmt.
[0009] Bei der Herstellung zweischichtiger Beläge (Velours + Nutzschicht) wird die Ware
nach der ersten Nadelzone gewendet und in der zweiten Nadelzone mit der Nutzschicht
vernadelt. Anschließend erfolgt eine rückseitige Verfestigung der Fasern mittels Binder
auf SyntheseKautschuk- oder Acrylat-Basis über unterschiedliche Applikationsverfahren.
Für latexfreie Einbindungen finden Bindefasern oder thermoplastische Dispersionen
Anwendung. Die Faserstärken liegen hierbei zwischen 6,7 und 17 dtex.
[0010] Wie soeben bei dem letztgenannten "einfacheren" Verfahren beschrieben, wird kein
zusätzliches Polgarn von außen in das vorgelegte Vlies, insbesondere Malivlies, den
Erstrücken, eingebracht. Die Gestalt eines Velours-Teppichs wird hierbei dadurch erhalten,
dass durch die Nadeln einzelne Fasern aus dem Faservlies, insbesondere Malivlies in
das Bürstenband hineingetragen werden.
[0011] Dieses Verfahren liefert zwar Velours-Teppiche, welche denen nach dem Tuftingverfahren
hergestellten Velours-Teppichen ähnlich sind, doch weisen Erstere ein etwas schlechteres
Eigenschafts-Profil auf als Letztere. Tuftingvelours-Teppiche besitzen nämlich in
der Regel eine höhere Faserdichte. Eine hohe Faserdichte gilt wiederum als ein wichtiges
Qualitätsmerkmal solcher Velours-Teppiche, da sie unter anderem bessere Reinigungseigenschaften,
eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Druckbelastung und eine bessere Abriebsfestigkeit
zur Folge hat.
[0012] JP 06 299453 A beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Velours-Teppichs, wobei ein Vlies
mit einer Nadelmaschine vernadelt wird, anschließend das Vlies von dem Band getrennt
wird, bevor ein weiteres Vlies auf der Rückseite des Vlieses aufgelegt wird.
[0013] DE 44 09 771 A1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Velournadelfilzes. Zum Herstellen eines
Velournadelfilzes wird ein gegebenenfalls vorgenadeltes Stapelfaservlies (12) auf
eine umlaufende, bürstenartige Stichunterlage (3) aufgelegt und dann unter einer Polausbildung
auf der der Stichunterlage (3) zugekehrten Seite genadelt. Um die Verzugsfestigkeit
des Velournadelfilzes zu steigern, wird vorgeschlagen, dass das Stapelfaservlies (12)
unter Zwischenlage einer Schicht mit einer höheren Verzugsfestigkeit als das Stapelfaservlies
(12), insbesondere eines Spinnvlieses (9), auf die bürstenartige Stichunterlage (3)
aufgelegt wird und dass dann beim Nadeln die Polfasern durch die Schicht mit der höheren
Verzugsfestigkeit gezogen werden.
[0014] EP 0 183 952 A1 beschreibt eine Anlage zum Herstellen strukturierter textiler Velournadelfilzbahnen.
Insbesondere beschrieben wird eine Anlage zum Herstellen von strukturierten textilen
Velournadelfilzbahnen aus einem vorgenadelten Vlies aus Stapelfasern, bestehend aus
einer Vlieslegemaschine, wobei wenigstens die Velournadelmaschine (15) mit einem,
das zu nadelnde Vlies (14) tragenden und als Stichunterlage dienenden, endlosen Bürstenband
(21) ausgerüstet ist, welches aus einer Vielzahl von die Borstenbüschel (25) tragenden
Bürstenplatten (24) zusammengesetzt ist, deren Außenkanten (26) zickzackförmig derart
ausgebildet sind, dass die Kanten (26) jeweils einander benachbarter Bürstenplatten
(24) in der Weise ineinandergreifen, dass die Borstenbüschel (25) entlang den Außenkanten
(26) die gleichen Abstände voneinander haben wie die im inneren Bereich der Bürstenplatte
(24), die Borsten der Borstenbüschel (25) an ihrem freien Ende konisch oder keilförmig
angeschliffen sind, die Niederhalteplatte auf der Faservliesbahn (14) aufliegt und
gegen diese niedergedrückt wird und zur dreidimensionalen Strukturierung des vorgenadelten
Faservlieses Kronennadeln (23) Anwendung finden.
[0015] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Verfahren des Standes der
Technik und hier insbesondere das oben geschilderte "einfachere" Verfahren zur Herstellung
von Velours-Teppichen dahingehend zu verbessern, dass sich ein Velours-Teppich mit
einer höheren Faserdichte herstellen lässt, als dies nach den bisher bekannten Verfahren
des Standes der Technik möglich ist.
[0016] Gelöst wird die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe in einer ersten
Ausführungsform durch ein Verfahren zur Herstellung eines Velour-Teppichs mit den
folgenden Schritten:
a) Vernadeln eines Vlieses / Malivlieses (1) auf einem Bürstenband (3) mit einer Nadelmaschine
(2), wobei man ein Pol/Trägervlies in das Bürstenband (3) und teilweise wieder zurück
zieht, so dass die Fasern des Pol/Trägervliese in der Ebene des Bürstenbandes (3)
liegen,
a1) Auflegen eines weiteren Vlieses / Malivlieses (1), insbesondere eines Pol/Trägervlieses,
auf die Rückseite des Vlieses / Malivlieses (1) zwischen einer ersten und zweiten
Nadeleinheit (2) zur Erhöhung der Faserdichte bzw. Steigerung der Polstabilität,
b) Trennen des Vlieses (1) von dem Bürstenband (3) mittels Walzenbürste (4) und gleichzeitiges
c) Aufbürsten der Polseite bevor die Schlingen aufgeschnitten werden und
nach Schritt c) Besprühen der Rückseite des Vlieses / Mativlieses (1) mit Wasser,
trocknen und einbinden.
[0017] Bei einem herkömmlichen (einlagigen) Dilour kann man mit zunehmender Einstichdichte
die Poldichte ab einer gewissen Grenze nicht mehr steigern. Dies wird durch zwei Ursachen
verhindert, nämlich der Abnahme der Faserbeweglichkeit bei zunehmender Vliesverdichtung
und durch den Rückholeffekt durch Mehrfacherfassung derselben Polschlingen. Erfindungsgemäß
wird der Rückholeffekt durch das Zuführen des zweiten Vlieses mit einem neuen Vorrat
an wenig verdichteten und hochbeweglichen Fasern vermieden.
[0018] Im Nachfolgenden werden die verschiedenen Varianten des erfindungsgemä-βen Verfahrens
näher erläutert:
Referenz-Variante 1:
[0019] Schritt a) ist dabei zum einen so zu verstehen, dass das Pol/Trägervlies in das Bürstenband
eingebracht werden kann (analog dem Tuftingverfahren). Alternativ und/oder kumulativ
können aber auch die Fasern des Vlieses / Malivlieses die Polschicht darstellen; in
diesem Falle wird also von außen kein separates Polgarn eingeführt, sondern die Fasern
durch die Nadeln mit in das Bürstenband hineingezogen (analog dem oben beschriebenen
"einfacheren" Verfahren ohne Polgarn).
[0020] Das Vlies / Malivlies wird nach der Vernadelung nicht nur in Schritt b) vom Bürstenband
getrennt. In Schritt c) werden darüber hinaus zusätzliche Fasern mittels Bürsten aus
dem Vlies herausgearbeitet. Damit wird ein definierter Faserstand erzielt und das
Vlies behält seine Trägerschicht. Die Faserdichte ist somit bei gleichen Gewichten
1,5 bis 2 Mal höher als dies bei Standardvelours-Teppichen der Fall ist. Durch den
Einsatz von Bindefasern wird die Faserdichte noch weiter gesteigert.
[0021] Insbesondere ist es bei dem oben beschriebenen Verfahren vorteilhaft, wenn die Schritte
b) und c) gleichzeitig durchgeführt werden. Dies entspricht in der Summe einer Einsparung
eines Verfahrensschrittes und ist somit unter Verfahrens-ökonomischen Gesichtspunkten
besonders günstig.
[0022] Weiterhin ist es bevorzugt, dass man nach Schritt c) die Rückseite des Vlieses mit
Wasser und/oder einer handelsüblichen Dispersion besprüht oder nur durch Einsatz von
Bindefasern und insbesondere spannungslos trocknet. Hierdurch wird der Stand der Fasern
fixiert und die Faserdichte nochmals erhöht. Gleichzeitig werden die Fasern eingebunden.
[0023] Weiterhin ist es bevorzugt, dass man nach Schritt c) die Polseite des Vlieses / Malivlieses
zur Aufstellung der Fasern gegen den Strich bürstet, und überstehende Fasern abschert.
Dadurch wird der Stand der Fasern noch einmal zusätzlich fixiert und die Oberfläche
des Velours-Teppichs deutlich geglättet, was insbesondere für solche Anwendungen von
Bedeutung ist, bei denen die Polseite die Sichtseite des Velours-Teppichs darstellt.
[0024] Bevorzugt setzt man ein Vlies / Malivlies und/oder ein Polgarn ein, welches Fasern
aus Polypropylen (PP), Polyester (PES), Polyamid (PA) oder deren Mischungen umfasst.
[0025] Der jeweilige Vorteil der Fasern und/oder Fasermischungen liegt je nach Anwendung
im Preis, in der Lichtechtheit und dem Abriebwert.
[0026] Weiterhin setzt man bevorzugt ein Vlies / Malivlies und/oder ein Pol/Trägervlies
ein, dessen/deren Fasern eine Garnfeinheit in einem Bereich von 3,3 bis 11 dtex aufweisen.
[0027] Der jeweilige Vorteil liegt in der höheren Dichte bei gleichen Fasereinsatzgewichten,
in der verbesserten Reinigungsfähigkeit und in der Erhöhung der Abriebwerte.
[0028] Insbesondere ist es bevorzugt, dass man als Vlies / Malivlies ein verdichtetes Pol/Trägervlies
einsetzt, insbesondere ein Vlies mit einem Festigkeitsverhältnis von längs/quer =
1,0/1,2 bis 1,4.
[0029] Es dient dem höheren Fasertransport während der Vernadelung, sowie der besseren Dehneigenschaften
im Verformprozess.
Erfindungsemäße Variante 2:
[0030] Zur Erhöhung der Faserdichte bzw. Steigerung der Polstabilität
wird zwischen den Schritten a) und b) ein weiteres Vlies / Malivlies, insbesondere ein
Pol/Trägervlies, auf die Rückseite des Vlieses / Malivlieses auflegt.
[0031] Unter Verwendung eines solchen zusätzlichen Pol/Trägervlies resultiert letzten Endes
eine etwa 2 bis 3 mal höhere Faserdichte als bei Standardvelours-Teppichen. Die zusätzliche
Steigerung der Pol dichte und Verwendung des Malivlieses bedingt einen verbesserten,
das heißt verminderten Abrieb, eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Druckbelastung
sowie eine erhöhte Reinigungsfähigkeit.
[0032] Das erfindungsgemäße Verfahren soll beispielhaft anhand der Fig. 1 bis 6 erläutert
werden.
[0033] In Fig. 1 wird das auf dem Bürstenband 3 aufliegende Pol/Trägervlies 1 zunächst vernadelt
und dabei verdichtet. Eine Vielzahl von Nadeln sind an dem Nadelbalken 2 angebracht.
Nach diesem Schritt wird das vernadelte Vlies / Malivlies durch die Walzenbürsten
4 von dem Bürstenband getrennt - entsprechend einer gleichzeitigen Durchführung der
Schritte b) und c).
[0034] In Fig. 2 ist erfindungsgemäß dargestellt, wie das zunächst unverdichtete und auf
dem Bürstenband 3 aufliegende Pol/Trägervlies 1 unter Hinzuziehung des Nadelbalkens
2 zunächst verdichtet und anschließend mit dem zusätzlichen Pol/Trägervlies 9 vernadelt
wird. Die gleichzeitige Durchführung der Schritte c) und d) erfolgt auch in diesem
Falle durch die Walzenbürsten 4.
[0035] Fig. 3 zeigt die rückseitige Besprühung des Vlieses mit Wasser und/oder Dispersion
mit Hilfe des Sprühbalkens 5 oder nur Verwendung von Bindefasern und eine sich daran
anschließende (spannungslose) Trocknung über die Hängeschleife 6, wobei der Stand
der Fasern fixiert, die Faserdichte noch einmal erhöht wird und eine gleichzeitige
Einbindung der Fasern stattfindet.
[0036] Fig. 4 zeigt einen sich in der Regel an die Trocknung anschließenden Verfahrensschritt,
beim dem die fixierten Fasern mit der weiteren Bürste 7 zunächst gegen den Strich
aufgestellt werden. Anschließend wird das Vlies / Malivlies über einen Schertisch
geleitet und Faserschlingen mit dem Scherzylinder 8 abgeschoren.
[0037] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform der Walzenbürsten 4.
[0038] Fig. 6 zeigt den schematisch dargestellten Velours-Teppich 10, welcher noch einmal
in einer Makroaufnahme 11 dargestellt ist, den man durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhält.
Bezugszeichen:
[0039]
- 1
- (Pol/Träger-) Vlies / Malivlies
- 2
- Nadelbalken
- 3
- Bürstenband
- 4
- Walzenbürsten
- 5
- Sprühbalken
- 6
- Hängeschleife
- 7
- Bürste
- 8
- Schertisch mit Scherzylinder
- 9
- Zusätzliches Pol / Trägervlies
- 10
- Prinzipzeichnung
- 11
- Makroaufnahme
Ausführungsbeispiele :
[0040] Anhand des oben beschriebenen Verfahrens wurden zwei verschiedene Velours-Teppichmaterialien
hergestellt (im Folgenden als Variante I bzw. Variante II bezeichnet - letzterer wurde
unter Verwendung eines zusätzlichen Pol/Trägervlies 9, wie es in Fig. 2 dargestellt
ist, hergestellt).
[0041] In der folgenden Tabelle 1 sind die erhaltenen Velours-Teppichmaterialien Var. I
bzw. Var. II anderen Materialien des Standes der Technik (Tuft Velours BCF bzw. Velours
Standard) gegenübergestellt.
[0042] Die Pfeile stellen einen Vergleich der erfindungsgemäßen Materialien mit denen des
Standes der Technik dar. Es bedeuten (jeweils bezogen auf ähnliche Polgewichte) :
⇒ gleich gut
⇑ besser
⇓ schlechter
[0043] Wie aus dieser Tabelle ersichtlich ist, weisen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Velours-Teppichmaterialien durchweg günstigere Eigenschaften auf, als
dies bei den Materialien des Standes der Technik der Fall ist.
Tabelle 1:
| |
Variante I |
Variante II |
Tuft Velours BCF |
Variante I |
Variante II |
Velours Standard |
| Pol |
|
|
|
|
|
|
| Feinfasern |
3,3 - 4,4 dtex |
6,7 - 11 dtex |
8 - 10 dtex |
3,3 - 4,4 dtex |
6,7 - 11 dtex |
6,7 - 17 dtex |
| Poleinsatzgewicht |
300 g/m2 |
150 g/m2 |
270 g/m2 |
300 g/m2 |
150 g/m2 |
450 - 600 g/m2 |
| Träger |
--------- |
150 g/m2 |
120 g/m2 |
--------- |
150 g/m2 |
--------- |
| Geschoren |
ja |
ja |
ja |
ja |
Ja |
nein |
| Gesamtgewicht |
270 g/m2 ⇑ |
270 g/m2 ⇑ |
360 g/m2 |
270 g/m2 ⇑ |
270 g/m2 ⇑ |
450 - 600 g/m2 |
| Faserdichte |
hoch ⇑ |
sehr hoch ⇑⇑ |
mittel |
hoch ⇑ |
sehr hoch ⇑⇑ |
gering - mittel |
| Faserstand |
gut ⇑ |
sehr gut ⇑⇑ |
mittel bis gut |
gut ⇑ |
sehr gut ⇑⇑ |
mittel |
| Abrieb |
befriedigend ⇒ |
befriedigend ⇒ |
befriedigend |
befriedigend ⇒ |
befriedigend ⇒ |
befriedigend |
| Reinigung |
befriedigend ⇓ |
gut ⇒ |
gut+ |
befriedigend ⇑ |
gut ⇑⇑ |
gut+ |
| Auszugsgrad |
gut ⇑ |
sehr gut ⇑⇑ |
gering |
gut ⇑ |
sehr gut ⇑⇑ |
gut |
| Aufzeilung |
gering ⇑ |
gering ⇑⇑ |
hoch |
gering ⇑ |
gering ⇑⇑ |
gering |
| Preis |
gering ⇑⇑ |
gering ⇑ |
mittel bis hoch |
gering ⇑⇑ |
gering ⇑ |
hoch |
1. Verfahren zur Herstellung eines Velour-Teppichs mit den folgenden Schritten:
a) Vernadeln eines Vlieses / Malivlieses (1) auf einem Bürstenband (3) mit einer Nadelmaschine
(2), wobei man ein Pol/Trägervlies in das Bürstenband (3) und teilweise wieder zurück
zieht, so dass die Fasern des Pol/Trägervliese In der Ebene des Bürstenbandes (3)
liegen,
a1) Auflegen eines weiteren Vlieses / Malivlieses (9), insbesondere eines Pol/Trägervlieses,
auf die Rückseite des Vlieses / Malivlieses (1) zwischen einer ersten und zweiten
Nadeleinheit (2) zur Erhöhung der Faserdichte bzw. Steigerung der Polstabilität,
b) Trennen des Vlieses (1) von dem Bürstenband (3) mittels Walzenbürste (4) und gleichzeitiges
c) Aufbürsten der Polseite bevor die Schlingen aufgeschnitten werden und nach Schritt
c) Besprühen der Rückseite des Vlieses / Malivlieses (1) mit Wasser, trocknen und
einbinden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Schritt c) die Polseite des Vlieses (1) zur Aufstellung der Fasern gegen den
Strich bürstet, und die überstehenden Fasern abschert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Vlies / Malivlies (1) und/oder ein Pol/Trägervlies (4) einsetzt, welches
Fasern aus PP, PES, PA oder deren Mischungen umfasst.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Vlies / Malivlies (1) und/oder ein Polgarn einsetzt, dessen/deren Fasern
eine Garnfeinheit in einem Bereich von 3,3 bis 11 dtex aufweisen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Vlies / Malivlies (1) ein verdichtetes Pol/Trägervlies einsetzt, insbesondere
ein Vlies / Malivlies (1) mit einem Festigkeltsverhältnis von längs/quer = 1,0/1,2-1,4.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen den Schritten a) und b) ein weiteres Vlies / Malivlies (1), insbesondere
ein Pol/Trägervlies, auf die von dem Bürstenband (3) abgewandte Seite des Vlieses
/ Malivlieses (1), insbesondere zwischen einer ersten und zweiten Nadeleinheit (2)
auflegt.
1. A process for preparing a velour carpet, comprising the following steps:
a) needling a web/Malifleece (1) on a brush belt (3) using a needling machine (2),
a pile/support web being drawn into the brush belt (3) and partially back again, so
that the fibers of the pile/support web are in the plane of the brush belt (3);
a1) applying a further web/Malifleece (1), especially a pile/support web, to the back
side of the web/Malifleece (1) between a first and a second needling unit (2) to increase
the fiber density and enhance the pile stability;
b) separating the web (1) from the brush belt (3) by means of a roller brush (4);
and simultaneously
c) brushing up the pile side before the loops are cut open; and
after step c), spraying the back side of the web/Malifleece (1) with water, drying,
and integrating.
2. The process according to claim 1, characterized in that the pile side of the web (1) is brushed against the grain in step c) for erecting
the fibers, and protruding fibers are shorn off.
3. The process according to claim 1 or 2, characterized in that a web/Malifleece (1) and/or a pile/support web (4) comprising fibers of PP, PES,
PA or mixtures thereof is employed.
4. The process according to any of claims 1 to 3, characterized in that a web/Malifleece (1) and/or a pile yarn whose fibers have a yarn count within a range
of from 3.3 to 11 dtex is employed.
5. The process according to any of claims 1 to 4, characterized in that a densified pile/support web, especially a web/Malifleece (1) with a longitudinal/transversal
strength ratio of 1.0/1.2-1.4, is employed as the web/Malifleece (1).
6. The process according to any of claims 1 to 5, characterized in that a further web/Malifleece (1), especially a pile/support web, is applied to the side
of the web/Malifleece (1) facing away from the brush belt (3) between steps a) and
b), especially between a first and a second needling unit (2).
1. Procédé pour préparer un tapis en velours, comprenant les étapes consistant à :
a) aiguilleter une voile/Malifleece (1) sur une courroie brosse (3) avec une aiguilleteuse
(2), une voile de poils/de support étant tirée dans ladite courroie brosse (3) et
partiellement retirée de manière que les fibres de la voile de poils/de support se
situent dans le plan de la courroie brosse (3),
a1) appliquer une autre voile/Malifleece (1), notamment une voile de poils/de support,
sur l'envers de ladite voile/Malifleece (1) entre une première et une deuxième unité
d'aiguille (2) pour augmenter la densité de fibres et pour augmenter la stabilité
des poils,
b) séparer la voile (1) de la courroie brosse (3) au moyen d'une brosse circulaire
(4), et simultanément à
c) brosser le côté des poils avant d'ouvrir les boucles, et après l'étape c), asperger
l'envers de la voile/Malifleece (1) avec de l'eau, sécher et intégrer.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on brosse le côté des poils de la voile (1) contre les poils dans l'étape c) pour
redresser les fibres, et que l'on coupe les fibres protubérantes.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on utilise une voile/Malifleece (1) et/ou une voile de poils/de support (4), qui
comporte des fibres de PP, PES, PA ou des mélanges de ceux-ci.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise une voile/Malifleece (1) et/ou un fil poil dont les fibres ont un denier
compris entre 3,3 et 11 dtex.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on utilise une voile de poils/de support (4) densifiée en tant que voile/Malifleece
(1), notamment une voile/Malifleece (1) ayant un rapport de la résistance dans la
direction longitudinale à la résistance dans la direction transversale de 1,0/1,2-1,4.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on applique une autre voile/Malifleece (1), notamment une voile de poils/de support,
sur le coté de la voile/Malifleece (1) opposé à la courroie brosse (3), notamment
entre une première et une deuxième unité d'aiguille (2), entre les étapes a) et b).