[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bestimmung einer Partikelumwandlungsintensität
in Vergasern, vorzugsweise Flugstromvergasern, grundsätzlich aber auch in Verbrennungs-,
Sublimations- und Verdampfungsvorgängen gemäß des ersten und des sechsten Patentanspruchs.
[0002] Bei einer Flugstromvergasung erfolgt eine druckgestütze Überführung von flüssigen
und suspendierten festen, insbesondere partikelförmigen Brennstoffen wie z.B. sog.
Slurries aus Biomasse gewonnenen Pyrolyseprodukte (Kokse, Kondensate, Öle) als Ausgangsstoffe
zu Rohsynthesegase (wie z.B. Stadtgas). Die Überführung der Partikel (Feststoff oder
Aerosol) erfolgt im Rahmen einer endothermen Reaktion, bei der die genannten Brennstoffe
mit Sauerstoff in unterstöchiometrischem Verhältnis zu Kohlenwasserstoffe umgesetzt
werden. Die Bereiche, in denen diese Überführung stattfindet, werden im Folgenden
Partikelumwandlungsbereiche genannt.
[0003] Vorzugsweise erfolgt eine Flugstromvergasung kontinuierlich in einem Flugstromvergaser,
in dem die vorgenannten Ausgangstoffe in eine Druckzerstäuberträgerluft sowie ein
separater Sauerstoffhaltiger Gasstrom gemeinsam in einen Reaktionsraum eingedüst werden
und als Vergasungsvolumenstrom durch diesen geleitet werden. Die Umwandlung erfolgt
in einem Partikelumwandlungsbereich im Reaktionsraum, der für die Aufrechterhaltung
der endothermen Reaktion - sofern erforderlich - Heizmittel wie Brenner oder andere
Heizelemente, die entweder direkt in den Reaktionsraum oder indirekt auf die Reaktionsraumwandung
wirken, aufweist.
[0004] Für eine optimale Vergasung z.B. von Koks/ÖI-Slurries in einem Flugstromvergaser
ist die Kenntnis über die aktuelle Intensität des Partikelumsatzes sowie deren räumliche
Verteilung im Vergaser von entscheidender Bedeutung. Insbesondere nicht homogene Ausgangsprodukte
und/oder sich ändernde Vergasungsvolumenströme erfordern für eine effektive Umwandlung
eine ständige Anpassung der Energiezufuhr für die Aufrechterhaltung der endothermen
Reaktion.
[0005] DE 44 38 229 A1) beschreibt eine Hochdrucksondenkonstruktion für die Videodiagnostik von Druckvergasungsvorgängen,
wobei die Flammengeometrie optisch erfasst wird.
[0006] Auch die
DE 10 2006 044 114 A1 umfasst eine optische Erfassung von Verbrennungen. Dabei wird die Dynamik der Gasphase
zur Unterscheidung von Verbrennungsbereiche genutzt. Diese Bereiche unterschieden
sich signifikant in der Helligkeit und in der Dynamik.
[0007] Davon ausgehend liegt die
Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung und ein Verfahren vorzuschlagen, die eine laufende Bestimmung
der Partikelumwandlungsintensität inkl. deren Verteilung in einem Vergaser oder sonstigen
Prozess für eine Partikelvergasung ermöglicht und als Regelgröße für eine Prozessregelung,
z.B. der Energiezufuhrregelung heranziehbar ist.
[0008] Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung und einem Verfahren mit den Merkmalen gem.
des ersten bzw. des sechsten Patentanspruchs gelöst. Auf diese rückbezogene Unteransprüche
umfassen vorteilhafte Ausgestaltungen.
[0009] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bestimmung der Partikelumwandlungsintensitätsverteilung
bei einer Überführung der Partikel in einen gasförmigen Zustand. Dies erfolgt vorzugsweise
durch Vergasung der fest oder flüssig in einem Vergasungsvolumenstrom befindlichen
Partikel in einem Vergaser, vorzugsweise in einem eingangs genannten Flugstromvergaser.
Andere Umwandlungsvorgänge wie z.B. Verbrennungen, Sublimationen oder Verdampfungen,
bei denen die genannten Partikel vorzugsweise in einem kontinuierlichen Volumenstrom
in den gasförmigen Zustand überführt werden, sind grundsätzlich als im Äquivalenzbereich
der Erfindung befindlich anzusehen.
[0010] Das Wesentliche an der Erfindung ist der Einsatz einer oder mehreren im sichtbaren
Wellenlängenbereich messenden Kamera, die die Partikel in einem kontinuierlichen Volumenstrom,
vorzugsweise des Vergasungsvolumenstrom vor einer gegenüber der Kamera angeordneten
Referenzfläche aufnehmen. Der Aufnahmebereich der Kamera kreuzt dabei den Volumenstrom,
z.B. den Vergasungsvolumenstrom des Vergasers. Die Referenzfläche liegt im Aufnahmebereich,
wobei der Vergasungsvolumenstrom zwischen Kamera und Referenzfläche verläuft und die
Schnittfläche von Aufnahmebereich und Referenzfläche einen Messbereich bildet. Die
erfassten Intensitäten (z.B. Strahlungsintensität) werden einer nachgeschalteten Auswerteeinheit
einem bestimmten Zustand insbesondere der Partikelumwandlungsintensität, Partikelkonzentration,
Verteilung, Abstrahlung und/oder Dynamik der Vergasung, Verbrennung, Verdampfung oder
Sublimation zugeordnet.
[0011] Die Referenzfläche weist eine Gestaltung oder Konditionierung auf, die die vorgenannten
erfassten Intensitäten der Partikel durch die Kameras nicht oder in korrigierbarer
Weise beeinflusst. Wesentlich ist dabei die Oberflächentemperatur der Referenzfläche,
die - wenn überhaupt - eine vorzugsweise geringere oder andere Strahlungsintensität
als die aufgenommenen Partikel emittiert. Vorzugsweise ist die Oberflächentemperatur
der Referenzwerte durch die vorgenannte Gestaltung oder Konditionierung geringer als
die Partikeltemperatur.
[0012] Die genannte Gestaltung umfasst konstruktive Maßnahmen, z.B. eine Anordnung an einer
kühleren Stelle im Vergasungsvolumen, Brennraum, Verdampfungsvolumen oder Sublimationsvolumen
oder an Wärmeableitenden Komponenten (Kühlrippen, Wärmebrücken aus den vorgenannten
Volumina).
[0013] Die wegen der besseren Regelbarkeit der Kühlung bevorzugte Konditionierung umfasst
den Einsatz aktiver Kühlelemente für die Referenzfläche, z.B. den Einsatz von flüssigen
oder gasförmigen Kühlmedien, die durch einen Wärmetauscher geleitet durch diesen Wärme
abführen. Vorzugsweise wird die Referenzfläche durch eine Oberfläche eines Wärmetauscher,
beispielsweise eines Mikrowärmetauschers gebildet.
[0014] Die Auswerteinheit und die in dieser stattfindenden Auswertung dient Erfassung mindestens
eines Intensitätswertes im Messbereich. Die Ausgabe erfolgt entweder als visuelle
Information via Bildschirm oder Messsignal, alternativ als Regelgröße für eine Prozesssteuerung
für die Vergasungs- Verbrennungs-, Verdampfungs- oder Sublimationsregelung. Vorzugsweise
umfasst die Auswertung vorgenannte Separierung der Intensitätswerte von Partikel und
Referenzfläche, sofern der Intensitätsanteil von der Referenzfläche nicht vernachlässigbar
klein ist oder die weitere Auswertung der aufgenommenen Intensität nicht unzulässig
verfälscht, d.h. tolerierbar ist.
[0015] Eine bevorzugte Auswertung, umfassend mindestens eine Tiefpass- oder Mittelwertfilterung
der Partikelumwandlungsintensitätswerte bei ansonsten stationären Prozessbedingungen
dient der selektiven Erfassung von Änderungen in der Partikelkonzentration.
[0016] So lässt sich mit Kenntnis der Partikelumwandlungsintensitätswerte der Prozess beispielhaft
für eine Flugstromvergasung beschrieben optimal regeln, indem die Primärluft, die
Slurry-Zufuhr sowie die Temperatur im Flugstromvergaser entsprechend zeitnah anpassbar
sind. Des Weiteren lässt sich über die Partikelumwandlungsintensität bei sonst konstanten
Prozessbedingungen der Partikelgehalt (Koksgehalt) des Slurry abschätzen. Diese Information
bietet weitere Möglichkeiten zur optimalen Führung des Prozesses.
[0017] Der Messbereich umfasst vorzugsweise einen Partikelumwandlungsbereich vorzugsweise
der flüssigen oder festen Partikel in den gasförmigen Zustand.
[0018] In einer bevorzugten Ausführung erfolgt eine segementweise Erfassung des Messbereichs.
Der Messbereich wird in mindestens zwei Messbereichssegmente unterteilt, wobei die
Intensitätswerte jedes dieser Messbereichssegmente in der Aufnahme der Kamera durch
die Auswerteeinheit separat erfasst und ausgewertet werden. Dies ist auch mit mehreren
Kameras und/oder Referenzflächen an unterschiedlichen Orten realisierbar, wobei die
Aufnahmebereiche der Kameras an unterschiedlichen Stellen den Vergasungsvolumenstrom
kreuzen. All diese Maßnahmen schließen eine mögliche Korrelationen der Intensitätswerte
untereinander aus verschiedenen, vorzugsweise benachbarten Messbereichssegmenten z.B.
für eine Verifikation der einzelnen Werte oder zur Verfolgung von dynamischen Effekten
nicht aus.
[0019] Die Kamera ist vorzugsweise eine Videokamera mit einem hohen Dynamikbereich (z.B.
CMOS-Kamera mit logarithmischer Kennlinie) für eine laufende Aufnahme der Messbereiche
vorzugsweise für eine Prozesssteuerung. Sie wird hierbei vorzugsweise mit einer laufenden
Erfassung der Intensitätswerte in der Auswerteeinheit kombiniert.
[0020] Die Erfindung schließt ein Verfahren zur Bestimmung der Partikelumwandlungsintensität
und/oder -verteilung unter Verwendung einer Vorrichtung mit vorgenannten Merkmalen
ein. Insbesondere schließt das Verfahren eine Aufnahme des Vergasungsvolumenstroms
im Messbereich mit der Kamera sowie eine Weiterleitung der Aufnahmen zu einer Auswerteinheit
zur Erfassung mindestens eines Intensitätswertes im Messbereich ein.
[0021] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels mit den folgenden Figuren näher
erläutert. Es zeigen
Fig.1 eine Ausführungsform an einem oberer Teil eines Flugstromvergasers mit drei Kameras
und einer Referenzfläche sowie
Fig.2 die experimentell erfasste Abhängigkeit des zeitlichen Mittelwerts der mittleren
Strahlungsintensität vom Partikelgehalt von Slurries.
[0022] Fig.1 zeigt eine prinzipielle Schnittdarstellung des oberen Teils eines Flugstromvergasers
1 mit einer Mehrstofflanze
2 mit einer Luftzuführung
3 (Sauerstoffzufuhr), einer Zuführung für einen eingangs genannten Slurry
4 (Slurry = heterogenes pastöses Stoffgemisch mit soliden und fluiden Bestandteilen)
sowie einer Primärluftzuführung
5 (Primär-/Zerstäuberluft). Derartige Flugstromvergaser dienen der Vergasung von Pyrolyseprodukten
im Rahmen einer Herstellung von synthetischen Kohlenwasserstoffen. Der Slurry besteht
dabei vorzugsweise aus soliden Kokspartikel und flüssigen Pyrolysekondensaten.
[0023] Das durch die Zuführungen
3 bis
5 in das Innere des Flugstromvergasers geleitete Stoffgemisch wird in diesem als gemeinsamer
Vergasungsvolumenstrom
6 weitergeleitet, wobei in diesem die eingangs genannte endotherme Vergasungsreaktion
spontan eingeleitet wird. An drei aufeinander folgenden Positionen kreuzen die Aufnahmebereiche
8 dreier in Wandungsöffnungen des Flugstromvergaser
1 eingesetzte Kameras
7 den Vergasungsvolumenstrom
6. Im Innern des Flugstromvergasers auf der den Kameras gegenüberliegenden Seite erstrecken
sich die drei Aufnahmebereiche
8 auf eine gemeinsame zwangsgekühlte Referenzfläche
9.
[0024] Ein wesentlicher Vorgang bei der Vergasung von Koks-/Öl-Slurries ist die Umwandlung
(Abbrand) fester Kokspartikel. Die Erfindung nutzt die bei der Umwandlung von den
Partikeln emittierte elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich.
Diese ist im Rahmen der beschriebenen Ausführungsform mit drei handelsüblichen Kamerasystemen
7 (z.B. CMOS-Kameras) in der dargestellten räumlichen Verteilung erfassbar. Die Referenzfläche
erleichtert die Unterscheidung der Partikelstrahlung von der Hintergrundstrahlung.
Diese weist konstruktiv bedingt oder aktiv gekühlt eine deutlich niedrigere Temperatur
und damit Emission elektromagnetischer Strahlung als die Partikel auf.
[0025] Als kühle Referenzfläche und damit als Messbereich dient beispielsweise ein bereits
vorhandener Deckel eines den Kameras gegenüberliegenden Schauglases, das ursprünglich
zur visuellen Vergasungskontrolle konzipiert ist und z.B. durch Gaskonvektion auf
der nach außen weisenden Fläche kühlbar ist.
[0026] Durch die in der Erfindung enthaltene Auswerteeinheit wird die mittlere Strahlungsintensität
im Bereich der Referenzfläche durch eine digitale Bildverarbeitung berechnet. Dieser
Wert stellt ein Maß für die Intensität des Partikelumsatzes für den durch die Kamera
erfassten Bereich dar.
[0027] Weiterhin wird der erfasste Bereich (Messbereich) in Segmente unterteilt. Für jedes
Segment lässt sich die mittlere Strahlungsintensität separat berechnen, wodurch die
Verteilung der Intensität des Partikelumsatzes ermittelt wird.
[0028] Durch den Einsatz mehrerer Kameras
7 mit entsprechenden Optiken (vgl.
Fig.1) lässt sich der gesamte für den Partikelumsatz relevante Bereich des Vergasungsvolumenstroms
6 im Flugstromvergaser erfassen und überwachen. Somit ist durch einen Vergleich der
Aufnahmen in der Auswerteeinheit die Verteilung der Intensität des Partikelumsatzes
für den gesamten relevanten Bereich im Flugstromvergaser ermittelbar.
[0029] Auf Basis einer segmentweise ermittelten mittleren Strahlungsintensität ist ferner
durch Berechnung deren Variation über ein vorgebbares Zeitfenster ein Maß für die
zeitliche Variation des Partikelumsatzes berechenbar.
[0030] Im kontinuierlichen stationären Betrieb eines Flugstromvergasers ändert sich für
ein betrachtetes Segment die über ein vorgegebenes Zeitfenster Tiefpass gefilterte
mittlere Strahlungsintensität wenig. Kommt es jedoch im stationären Betrieb zu einer
Veränderung des Partikelgehalts des Slurries, so ändert sich die mittlere Strahlungsintensität
spürbar, so dass auch ein Tiefpass oder Mittelwert gefilterter Wert für die mittlere
Strahlungsintensität eine deutliche Änderung erfährt.
Fig.2 zeigt hierzu beispielhaft den zeitlichen gefilterten Wert einer mittleren Strahlungsintensität
10 (digitales Kameraausgangssignal, 8 Bit Kameraauflösung) in Abhängigkeit zu dem Partikelgehalt
11 in [Gew.%] eines in den Flugstromvergaser eingespeisten Slurrys als Ergebnis eines
beispielhaften Experiments. Die sonstigen Betriebsgrößen wurden dabei nahezu unverändert
belassen. Die Strahlungsintensität zeigt eine signifikante und in weiteren nicht dargestellten
Versuchen verifizierte reproduzierbare Abhängigkeit vom Partikelgehalt und ist damit
grundsätzlich für Vergleichsversuche sowie für Temperaturüberwachung bei einer Vergasung
als zuverlässige Überwachungs- und/oder Regelgröße einsetzbar.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Flugstromvergaser
- 2
- Mehrstoffzerstäuberlanze
- 3
- Luftzuführung
- 4
- Zuführung für einen Slurry
- 5
- Primärluftzuführung
- 6
- Vergasungsvolumenstrom
- 7
- Kamera
- 8
- Aufnahmebereich
- 9
- Referenzfläche
- 10
- Mittelwert einer mittleren Strahlungsintensität (digitales Kameraausgangssignal 8
Bit)
- 11
- Partikelgehalt in [Gew.%]
1. Vorrichtung zur Bestimmung einer Partikelumwandlungsintensität, d.h. einer bei einer
Überführung von Partikeln in einen gasförmigen Zustand emittierten elektromagnetischen
Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich, in einem Vergaser, umfassend
a) eine Kamera (7) zur Aufnahme eines sichtbaren Wellenlängenbereichs in einem Aufnahmebereich (8), der einen Vergasungsvolumenstrom (6) des Vergasers kreuzt,
b) eine Referenzfläche (9) im Aufnahmebereich, wobei der Vergasungsvolumenstrom zwischen Kamera und Referenzfläche
verläuft und mit dem auf die Referenzfläche projizierten Aufnahmebereich einen Messbereich
bildet, wobei der Messbereich einen Partikelumwandlungsbereich umfasst sowie
c) eine Auswerteinheit zur Ermittlung mindestens eines Partikelumwandlungsintensitätswertes
im Messbereich,
dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzfläche durch aktive kühlelemente gekühlt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Messbereich in mindestens zwei Messbereichssegmente unterteilt ist und die Auswerteeinheit
die Partikelumwandlungsintensitätswerte jedes dieser Messbereichssegmente separat
erfasst.
3. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera eine Videokamera für eine laufende Aufnahme sowie die Erfassung eine laufende
Erfassung ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung in der Auswerteeinheit mindestens eine Tiefpass- oder Mittelwertfilterung
der Partikelumwandlungsintensitätswerte umfasst.
5. System, umfassend mindestens zwei der Vorrichtungen nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmebereiche der Kameras an unterschiedlichen Stellen den Vergasungsvolumenstrom
kreuzen.
6. Verfahren zur Bestimmung einer Partikelumwandlungsintensität, d.h. einer bei einer
Überführung von Partikeln in einen gasförmigen Zustand emittierten elektromagnetischen
Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich, in einem Vergaser, umfassend die folgenden
Verfahrensschritte:
a) Bereitstellung einer Kamera (7) zur Erfassung eines sichtbaren Wellenlängenbereichs in einem Aufnahmebereich (8), der einen Vergasungsvolumenstrom (6) des Vergasers oder der Brennkammer kreuzt,
b) Bereitstellung einer Referenzfläche (9) im Aufnahmebereich, wobei der Vergasungsvolumenstrom zwischen Kamera und Referenzfläche
verläuft und mit dem auf die Referenzfläche projizierten Aufnahmebereich einen Messbereich
bildet,
c) Aufnahme des Vergasungsvolumenstroms im Messbereich mit der Kamera, wobei die Aufnahme
einen Partikelumwandlungsbereich umfasst,
d) Weiterleitung der Aufnahmen zu einer Auswerteinheit zur Erfassung mindestens eines
Partikelumwandlungsintensitätswertes im Messbereich dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzfläche durch aktive kühlelemente gekühlt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme und die Erfassung der Partikelumwandlungsintensitätswerte für mindestens
zwei Messbereichssegmente im Messbereich separat erfolgen.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Aufnahme und die Erfassung laufend erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung mindestens eine Tiefpass- oder Mittelwertfilterung der Partikelumwandlungsintensitätswerte
umfasst.
1. Apparatus for determining a particle conversion intensity, i.e. an electromagnetic
radiation in the visible wavelength range that is emitted during a conversion of particles
into a gaseous state, in a gasifier, comprising
a) a camera (7) for recording a visible wavelength range in a recording range (8)
which crosses a gasification volume flow (6) of the gasifier,
b) a reference surface (9) in the recording range, wherein the gasification volume
flow runs between the camera and the reference surface and forms with the recording
range projected onto the reference surface a measurement area, wherein the measurement
area encompasses a particle conversion area, and
c) an evaluation unit for detecting at least one particle conversion intensity value
in the measurement area,
characterised in that the reference surface is cooled by active cooling elements.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the measurement area is subdivided into at least two measurement area segments and
the evaluation unit detects separately the particle conversion intensity values of
each of these measurement area segments.
3. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the camera is a video camera for continuous recording and the detection is a continuous
detection.
4. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the detection in the evaluation unit comprises at least one low-pass filtering or
mean-value filtering of the particle conversion intensity values.
5. System, comprising at least two of the apparatuses according to any one of the preceding
claims, characterised in that the recording ranges of the cameras cross the gasification volume flow at different
locations.
6. Method for determining a particle conversion intensity, i.e. an electromagnetic radiation
in the visible wavelength range that is emitted during a conversion of particles into
a gaseous state, in a gasifier, comprising the following method steps:
a) providing a camera (7) for recording a visible wavelength range in a recording
range (8) which crosses a gasification volume flow (6) of the gasifier or combustion
chamber,
b) providing a reference surface (9) in the recording range, wherein the gasification
volume flow runs between the camera and the reference surface and forms with the recording
range projected onto the reference surface a measurement area,
c) recording the gasification volume flow in the measurement area using the camera,
wherein the recording encompasses a particle conversion area,
d) forwarding the recordings to an evaluation unit for detecting at least one particle
conversion intensity value in the measurement area,
characterised in that the reference surface is cooled by active cooling elements.
7. Method according to claim 6, characterised in that the recording and the detection of the particle conversion intensity values take
place separately for at least two measurement area segments in the measurement area.
8. Method according to any one of the preceding claims 6 to 7, characterised in that the recording and the detection take place continuously.
9. Method according to any one of the preceding claims 6 to 8, characterised in that the detection comprises at least one low-pass filtering or mean-value filtering of
the particle conversion intensity values.
1. Dispositif permettant de déterminer l'intensité de conversion de particules, c'est-à-dire
d'un rayonnement électromagnétique dans la plage de longueurs d'ondes visible du domaine
émis lors de la conversion de particules à l'état gazeux, dans un gazéificateur comportant
:
a) une caméra (7) d'enregistrement d'une plage de longueurs d'ondes du domaine visible
dans une zone d'enregistrement (8) qui croise un flux volumique de gazéification (6)
du gazéificateur,
b) une surface de référence (9) dans la zone d'enregistrement, le flux volumique de
gazéification s'écoulant entre la caméra et la surface de référence et formant avec
la zone d'enregistrement projetée sur la surface de référence une zone de mesure,
cette zone de mesure renfermant une zone de conversion des particules, et
c) une unité d'exploitation pour déterminer au moins une valeur de l'intensité de
conversion des particules dans la zone de mesure,
caractérisé en ce que
la surface de référence est refroidie par des éléments de refroidissement actifs.
2. Dispositif conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
la zone de mesure est subdivisée en au moins deux segments de zone de mesure et l'unité
d'exploitation détecte séparément les valeurs de l'intensité de conversion des particules
de chacun de ces segments de zone de mesure.
3. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la caméra est une vidéo caméra permettant un enregistrement continu et la détection
est une détection continue.
4. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la détection dans l'unité d'exploitation comporte au moins un filtrage passe bas ou
un filtrage moyenneur des valeurs de l'intensité de conversion des particules.
5. Système comportant au moins deux dispositifs conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les zones d'enregistrement des caméras croisent le flux volumique de gazéification
en différents endroits.
6. Procédé permettant de déterminer l'intensité de conversion de particules, c'est-à-dire
d'un rayonnement électromagnétique dans la plage de longueurs d'ondes du domaine visible
émis lors du transfert de particules à l'état gazeux, dans un gazéificateur, comprenant
les étapes de procédé consistant à :
a) se procurer une caméra (7) d'enregistrement d'une plage de longueurs d'ondes visible
du domaine dans une zone d'enregistrement (8) qui croise un flux volumique de gazéification
(6) du gazéificateur de la chambre de combustion,
b) se procurer une surface de référence (9) dans la zone d'enregistrement, le flux
volumique de gazéification s'écoulant entre la caméra et la surface de référence,
et formant une zone de mesure avec la zone d'enregistrement projetée sur la surface
de référence,
c) enregistrer le flux volumique de gazéification dans la zone de mesure avec la caméra,
l'enregistrement comportant une zone de conversion de particules,
d) transmettre l'enregistrement à une unité d'exploitation pour détecter au moins
une valeur de l'intensité de conversion des particules dans la zone de mesure,
caractérisé en ce que
l'on refroidit la surface de référence par des éléments de refroidissement actifs.
7. Procédé conforme à la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'enregistrement et la détection des valeurs de l'intensité de conversion des particules
sont effectués séparément pour au moins deux segments de zone de mesure dans la zone
de mesure.
8. Procédé conforme à l'une des revendications 6 et 7,
caractérisé en ce que
l'enregistrement et la détection sont effectués en continu.
9. Procédé conforme à l'une des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
la détection comporte au moins un filtrage passe bas ou un filtrage moyenneur des
valeurs de l'intensité de conversion des particules.