[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der tabakverarbeitenden
Industrie aus Filtersegmenten, mit einem Strangeinlauf zum Zuführen der Filtersegmente
zu einer Strangformeinheit zum Umhüllen der Filtersegmente mit einem Umhüllungsmaterialstreifen,
und mit einer Verschließeinrichtung zum Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs der
tabakverarbeitenden Industrie aus Filtersegmenten, mit den Schritten: Die Filtersegmente
werden mittels eines Strangeinlaufs einer Strangformeinheit zugeführt und die Filtersegmente
werden in der Strangformeinheit mit einem Umhüllungsmaterialstreifen umhüllt, wobei
der Umhüllungsmaterialstreifen anschließend geschlossen wird.
[0003] Vorrichtungen und Verfahren der vorstehend genannten Art sind aus dem Stand der Technik
bekannt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Vorrichtungen und Verfahren der vorstehend
genannten Art zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der
tabakverarbeitenden Industrie aus Filtersegmenten, insbesondere zum Bilden eines Multifilterstrangs
aus zumindest teilweise Kohlefilterpartikel und/oder andere Granulate aufweisenden
Filtersegmenten, mit einem Strangeinlauf zum Zuführen der Filtersegmente zu einer
Strangformeinheit zum Umhüllen der Filtersegmente mit einem Umhüllungsmaterialstreifen,
und mit einer Verschließeinrichtung zum Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens,
gekennzeichnet durch eine vor der Verschließeinrichtung angeordnete Absaugeinrichtung
zum Absaugen von Luft aus der Umgebung der Filtersegmente.
[0006] Die Erfindung umfasst die Erkenntnis, dass Teilchen, die sich insbesondere auf der
Oberfläche der Filtersegmente und/oder auf der Oberfläche des Umhüllungsmaterialstreifens
befinden, das Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens beeinträchtigen können oder
zumindest das Aussehen des geschlossenen Umhüllungsmaterialstreifens, insbesondere
im Bereich seiner Naht, beeinträchtigen können. Bei diesen Teilchen kann es sich insbesondere
um Kohlepartikel aus mit Kohlepartikeln angereicherten Filtersegmenten, die auch als
Charcoalfilter bezeichnet werden, oder auch um andere Granulate handeln.
[0007] Die Erfindung umfasst weiterhin die Erkenntnis, dass derartige Teilchen mit einer
bestimmten Kraft an der Oberfläche der Filtersegmente und/oder auf der Oberfläche
des Umhüllungsmaterialstreifens anhaften. Mithilfe des erfindungsgemäßen Absaugens
von Luft aus der Umgebung der Filtersegmente wird nun diese Kraft überwunden, so dass
sich die Teilchen von der Oberfläche der Filtersegmente und/oder auf der Oberfläche
des Umhüllungsmaterialstreifens lösen. Dadurch wird vorteilhaft erreicht, dass weder
das Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens durch derartige Teilchen beeinträchtigt
wird noch das Aussehen des geschlossenen Umhüllungsmaterialstreifens, insbesondere
im Bereich seiner Naht, durch derartige Teilchen beeinträchtigt wird. Es ist vorteilhaft,
wenn eine Absaugstärke der Absaugeinrichtung zum Absaugen von, insbesondere an den
Filtersegmenten und/oder dem Umhüllungsmaterialstreifen haftenden, Kohlepartikeln
ausgelegt ist, die in derzeit üblichen Charcoalfiltern Verwendung finden. Die Erfindung
lässt sich auch bei den heutigen Maschinengeschwindigkeiten anwenden, bei denen sich
die Filtersegmente im Strangeinlauf mit mindestens etwa 400m/min bewegen.
[0008] Dank der vorliegenden Erfindung konnte die Anzahl von in der Naht des Umhüllungsmaterialstreifens
eingeschlossenen Kohlepartikeln um etwa einen Faktor 100 reduziert werden.
[0009] Der zum Absaugen zur Verfügung gestellte Unterdruck wird bevorzugt so eingestellt,
dass zum einen nur noch eine zu tolerierende Anzahl von Teilchen auf der Oberfläche
der Filtersegmente und/oder auf der Oberfläche des Umhüllungsmaterialstreifens zurückbleiben,
zum anderen jedoch eine Beschädigung der Filtersegmente und/oder des Umhüllungsmaterialstreifens
durch den Unterdruck vermieden wird.
[0010] Die Erfindung kann dadurch fortgebildet werden, dass die Verschließeinrichtung zum
Verschließen des Umhüllungsmaterialstreifens entlang einer Naht ausgebildet ist, und
wobei die Absaugeinrichtung zum Absaugen von Luft aus einem für die Naht vorgesehenen
Winkelabschnitt der Filtersegmente ausgebildet ist. Dadurch lässt sich insbesondere
im vorstehenden Sinne die Krafteinwirkung des Unterdruckes auf die Filtersegmente
und den Umhüllungsmaterialstreifen minimieren, da der Unterdruck nur für den vorgenannten
Winkelabschnitt ausreichen muss.
[0011] Die Absaugeinrichtung ist bevorzugt im Bereich des Strangeinlaufs, insbesondere im
Bereich eines Einlauffingers des Strangeinlaufs, weiter insbesondere in Förderrichtung
gesehen zwischen einem Anfang des Einlauffingers und der Verschließeinrichtung, angeordnet.
Diese Positionen stellen vorteilhafte Positionen der Absaugeinrichtung dar, da die
Erfindung erkannt hat, dass die Filtersegmente beim Einlaufen in den Strangeinlauf,
insbesondere in den Einlauffinger, Kräften ausgesetzt werden, welche insbesondere
störende Teilchen, vor allem die genannten Kohlepartikel, aus den Filtersegmenten,
insbesondere wenn es sich dabei um Charcoalfilter handelt, lösen. Diese Teilchen treten
daher in diesem Bereich verstärkt auf, so dass ein Absaugen besonders in diesem Bereich
sinnvoll ist. Dabei wirkt, wenn der Einlauffinger eine den zu führenden Filtersegmenten
zugewandte Führungsseite aufweist, die eine einer, bevorzugt konvexen, Oberflächenkrümmung
der zu führenden Filtersegmente angepaßte, bevorzugt konkave, Führungsoberfläche aufweist,
die Absaugeinrichtung mit einem zumindest auf einer der Führungsoberfläche abgewandten
Seite des Einlauffingers gebildeten, bevorzugt einen möglichst geringen Querschnitt
aufweisenden, weiter bevorzugt stromaufwärts geschlossenen, Absaugkanal zusammen.
Dies stellt eine leicht zu realisierende Umsetzung der erfindungsgemäßen Absaugeinrichtung
dar. Die Absaugeinrichtung kann vorteilhaft ein in den Absaugkanal mündendes Absaugrohr
aufweisen, welches vorteilhaft in einem, stromabwärts zwischen einer Förderrichtung
des Einlauffingers und einer Förderrichtung des Absaugrohrs gebildeten spitzen Winkel
angeordnet ist, bevorzugt in einem Winkel von 30-60 Grad, weiter bevorzugt von 45-60
Grad.
[0012] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung wird bevorzugt dadurch weitergebildet, dass der
Einlauffinger zum einen eine den zu führenden Filtersegmenten zugewandte Führungsseite
aufweist, die eine einer, bevorzugt konvexen, Oberflächenkrümmung der zu führenden
Filtersegmente angepaßte, bevorzugt konkave, Führungsoberfläche aufweist, und zum
anderen eine in seiner Führungsoberfläche gebildete Ausnehmung aufweist. Diese Ausnehmung
wirkt äußerst vorteilhaft mit der oben beschriebenen Absaugeinrichtung zusammen, da
die Erfindung erkannt hat, dass die Filtersegmente beim Einlaufen in den Strangeinlauf,
insbesondere in den Einlauffinger, von diesem mit einem Druck beaufschlagt werden,
welcher insbesondere vom sogenannten Formatband verursacht wird, welches die Filtersegmente
von unten an Strangeinlauf bzw. Einlauffinger andrückt. Durch die erfindungsgemäße
Ausnehmung wird dieser Druck auf die Filtersegmente nun plötzlich gelöst, was eine
Art Trampolineffekt zur Folge hat: Die Oberfläche der Filtersegmente bzw. ggf. auch
die Oberfläche der Umhüllungsmaterialstreifen hebt sich beim Einlaufen in die Ausnehmung
schlagartig an, so dass die auf den Filtersegmenten sitzenden Teilchen die Kraft,
mit der sie auf den jeweiligen Oberflächen anhaften, überwinden und sich von den jeweiligen
Oberflächen lösen. Dies ist sehr vorteilhaft, da dadurch der für die Absaugung verwendete
Unterdruck nicht mehr diese Haftkraft überwinden muss, sondern nur noch die Schwerkraft
der jedoch sehr leichten Teilchen, bspw. Charcoalteilchen, überwinden muss, um sie
abzusaugen. Dafür ist es vorteilhaft, wenn die Ausnehmung im Bereich, bevorzugt direkt
unterhalb, der Absaugeinrichtung liegt.
[0013] Die Ausnehmung ist vorteilhaft ausreichend tief, d.h. in ihrer Tiefe an das Verhalten,
insbesondere das Gewicht der zu lösenden Teilchen, vor allem an das von Kohlepartikeln,
derart angepasst, dass ein Lösen von an den Filtersegmenten und/oder dem Umhüllungsmaterialstreifen
haftenden Kohlepartikeln ermöglicht wird. Dabei weist die Ausnehmung bevorzugt eine,
in Förderrichtung gesehen bevorzugt am Anfang der Ausnehmung liegende, tiefste Tiefe
von etwa 1-4 mm und/oder eine Länge von etwa 0,5 bis 2 cm auf. Diese Maße haben sich
als für ein Lösen derjenigen Kohlepartikel als optimal erwiesen, die in derzeit üblichen
Charcoalfiltern Verwendung finden.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist
die Ausnehmung eine variable Tiefe auf, bevorzugt eine stromabwärts, weiter bevorzugt
kontinuierlich, kleiner werdende variable Tiefe aufweist.
[0015] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch erfüllt durch ein Verfahren zum Bilden eines
Filterstrangs der tabakverarbeitenden Industrie aus Filtersegmenten, insbesondere
zum Bilden eines Multifilterstrangs aus zumindest teilweise Kohlefilterpartikel aufweisenden
Filtersegmenten, mit den Schritten: die Filtersegmente werden mittels eines Strangeinlaufs
einer Strangformeinheit zugeführt, die Filtersegmente werden in der Strangformeinheit
mit einem Umhüllungsmaterialstreifen umhüllt, der Umhüllungsmaterialstreifen wird
geschlossen,
dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens ein Absaugen von Luft aus der
Umgebung der Filtersegmente vorgenommen wird.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren kann dadurch fortgebildet werden, dass die Filtersegmente
in dem Strangeinlauf mittels eines Einlauffingers geführt werden. Weiter ist es bevorzugt,
wenn der Umhüllungsmaterialstreifen entlang einer Naht geschlossen und das Absaugen
von Luft aus einem für die Naht vorgesehenen Abschnitt aus der Umgebung der Filtersegmente
vorgenommen wird.
[0017] Vorteilhaft es auch, wenn das Absaugen von Luft aus der Umgebung der Filtersegmente
im Bereich des Strangeinlaufs vorgenommen wird.
[0018] Wünschenswert ist es, wenn im Bereich des Strangeinlaufs ein auf die Filtersegmente
wirkender Druck, bevorzugt sprunghaft, verändert, bevorzugt verringert wird. Dabei
ist es vorteilhaft, wenn das Absaugen im Bereich der Veränderung des Druckes vorgenommen
wird.
[0019] Obwohl es beim Perforieren, d.h. einem aktiven Einbringen von Löchern, von stabförmigen
Artikeln der tabakverarbeitenden Industrie, aus der eigenen
DE 3742250 A1 bekannt ist, den dabei entstehenden Staub wegzublasen oder abzusaugen, ist ein Absaugen
der in dieser Erfindung beschriebenen Art bisher in keiner Form bekannt geworden.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung ergeben sich durch Kombination
der erörterten bevorzugten Merkmale.
[0021] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind insbesondere auch in den
Unteransprüchen angegeben.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen
zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht von schräg unten auf die erste Ausfüh- rungsform der
Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht eines Teils einer zweiten Ausfüh- rungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht von unten auf einen vorderen, in der Figur 3 rechts dargestellten
Abschnitt des in Figur 3 dargestellten Teils der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 5
- eine schematische Schnittansicht der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 6
- einen Blick schematisch von vorne, in der Figur 5 von rechts, auf die zweite Ausführungsform
der Erfindung gemäß Figur 5; und
- Figur 7
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein Filtersegment mit einem um das Filtersegment
gewickelten, fast entlang seiner Naht geschlossenen Umhüllungsmaterialstreifen.
[0023] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung.
Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung ist eine Vorrichtung 1 zum Bilden eines Filterstrangs
der tabakverarbeitenden Industrie aus in Figur 7 dargestellten Filtersegmenten 3,
insbesondere zum Bilden eines Multifilterstrangs aus zumindest teilweise Kohlefilterpartikel
und/oder Granulat aufweisenden derartigen Filtersegmenten 3. Die Vorrichtung 1 weist
einen Strangeinlauf 2 zum Zuführen der Filtersegmente 3 zu einer Strangformeinheit
4 zum Umhüllen der Filtersegmente 3 mit einem in Figur 7 dargestellten Umhüllungsmaterialstreifen
5 auf, wobei der Strangeinlauf 2 selbst Teil der Strangformeinheit 4 ist. Weiter weist
die Strangformeinheit jedoch zumindest noch eine weiter stromabwärts, in der Figur
1 weiter links dargestellte Verschließeinrichtung 6 zum Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens
5 auf. Zusätzlich weist die Vorrichtung 1 noch eine vor der Verschließeinrichtung
6 angeordnete Absaugeinrichtung 8 zum Absaugen von Luft aus der Umgebung der in den
Strangeinlauf 2 der Strangformeinheit 4 einlaufenden Filtersegmente 3 auf. Zum Führen
der Filtersegmente 3 weist die Strangformeinheit 4 weiterhin einen Strangkanal 10
auf, der sich, wie in Figur 1 durch Pünktchen angeordnet, nach links, d.h. stromabwärts,
weiter fortsetzen kann.
[0024] Wie in Figur 1 dargestellt, ist die Absaugeinrichtung 8 im Bereich des Strangeinlaufs
2 und insbesondere ganz vorne im Bereich des Strangeinlaufs 2, d.h. in der Figur 1
rechts am Beginn des Strangeinlaufs 2, stromaufwärts von der Verschließeinrichtung
6 angeordnet. Die Absaugstärke der Absaugeinrichtung 8 ist zum Absaugen von an Filtersegmenten
3 und/oder an Umhüllungsmaterialstreifen 5 der tabakverarbeitenden Industrie haftenden
Kohlepartikeln ausgelegt. Die Absaugeinrichtung 8 kann jedoch auch zum Absaugen anderer
an den Filtersegmenten 3 und/oder den Umhüllungsmaterialstreifen 5 haftenden Granulaten
ausgelegt sein. Die Absaugeinrichtung 8 weist ein Absaugrohr 12 auf.
[0025] Das Absaugrohr 12 der Absaugeinrichtung 8 mündet mit seinem strangkanalseitigen Ende,
wie in der in Figur 2 dargestellten perspektivischen Ansicht von unten auf die Absaugeinrichtung
8 zu erkennen ist, in einen Absaugkanal 14. In der Figur 2 ist der Strangkanal 10
weggelassen, um von unten in den Absaugkanal 14 hineinsehen zu können. In der Figur
2 befindet sich das stromabwärtsseitige Ende 16 rechts. Wie die Figur 2 weiter zeigt,
ist der Absaugkanal 14 nur in einem ersten Abschnitt 18 auf der dem Strangkanal 10
abgewandten Seite bis auf die Öffnung für das Absaugrohr 12 geschlossen, während der
Absaugkanal 14 in einem zweiten Abschnitt 20 auf der dem Strangkanal 10 abgewandten
Seite teilweise offen ist. Alternativ und nicht dargestellt kann der Absaugkanal 14
jedoch auf seiner gesamten in Figur 2 dargestellten Länge vollständig gemäß Abschnitt
18 geschlossen sein.
[0026] In einer weiteren alternativen, nicht dargestellten Ausführungsform kann der Absaugkanal
14 an seinem in der Figur 2 links dargestellten, stromaufwärtsseitigen Ende ebenfalls
geschlossen sein.
[0027] Das Absaugrohr 12 der Absaugeinrichtung 8 mündet in einer Weise in den Absaugkanal
14, dass die Absaugeinrichtung 8 zum Absaugen von Luft aus einem für eine Naht, entlang
derer der Umhüllungsmaterialstreifen 5 von der Verschließeinrichtung verschlossen
wird, vorgesehenen Winkelabschnitt der Filtersegmente 3 bzw. des Strangkanals 10,
in dem sich die Filtersegmente 3 bewegen, ausgebildet ist. In dem in Figur 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel saugt das Absaugrohr 12 der Absaugeinrichtung 8 die Luft aus einem
oberhalb der sich im Strangkanal 10 befindenden Filtersegmente 3 liegenden, etwa 60
Grad umfassenden Winkelabschnitt ab.
[0028] Das Absaugrohr 12 der Absaugeinrichtung 8 ist gemäß Figur 1 in einem stromwärts zwischen
der in der Figur 1 von rechts nach links laufenden Förderrichtung des Strangkanals
10 und einer durch den Pfeil 22 angedeuteten Förderrichtung des Absaugrohrs 12 gebildeten
spitzen Winkel von etwa 60 Grad angeordnet. Alternativ können jedoch auch andere spitze
Winkel von 30 bis 60 Grad, bevorzugt von 45 bis 60 Grad, gewählt werden.
[0029] Figur 3 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Teils einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Insbesondere zeigt die Figur 3 ein im Bereich des
Strangeinlaufs 2 angeordneten Einlauffinger 24. Der Einlauffinger 24 weist einen in
der Figur 3 rechts dargestellten Anfang 26 und ein in der Figur 3 links dargestelltes
Ende 28 auf. Der Anfang 26 liegt stromaufwärts, während das Ende 28 stromabwärts liegt.
An dem Anfang 26 gelangen die sich in dem Strangkanal 10 bewegenden Filtersegmente
3 oder auch andere Artikel der tabakverarbeitenden Industrie in Kontakt mit einer
Unterseite 29 des Einlauffingers 24. Diese Unterseite 29 ist in der Figur 4 für einen
vorderen Teil 30 des Einlauffingers 24 perspektivisch von unten gesehen dargestellt.
Die Unterseite 29 ist als eine den zu führenden Filtersegmenten 3 zugewandte Führungsseite
oder Führungsoberfläche 29 ausgebildet. Hierzu weist die Führungsoberfläche eine konvexe
Oberflächenkrümmung auf, die den zu führenden Filtersegmenten 3 angepasst ist. Diese
konvexe Oberflächenkrümmung ist beispielsweise in der Figur 6 gut zu erkennen.
[0030] Wie aus den Figuren 3 und 4 ebenfalls gut zu erkennen ist, weist der Einlauffinger
24 in dem vorderen Bereich 30 eine in seiner Führungsoberfläche 29 ausgebildete Ausnehmung
32 auf. Im Bereich der Ausnehmung ist auch eine Verringerung der Breite W der Führungsoberfläche
29 gemäß Figur 4 vorhanden.
[0031] Figur 5 zeigt eine schematische Schnittansicht der zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Gemäß Figur 5 befindet sich das Absaugrohr 12 der Absaugeinrichtung 8 auf einer der
Führungsoberfläche 29 des Einlauffingers 24 abgewandten Seite des Einlauffingers 24.
Dabei wirkt die Absaugeinrichtung 8 bzw. ihr Absaugrohr 12 weiterhin mit ihrem Absaugkanal
14 zusammen. In der dargestellten Ausführungsform wird der Einlauffinger 24 hierzu,
wie in Figur 5 schematisch dargestellt ist, in dem Absaugkanal 14 positioniert.
[0032] Die Ausnehmung 32 in dem Einlauffinger 24 ist ausreichend tief, um ein Lösen von
an den Filtersegmenten 3 und/oder dem Umhüllungsmaterialstreifen 5 haftenden Kohlepartikeln
und/oder anderen Granulaten zu ermöglichen. Die Ausnehmung 32 liegt zumindest teilweise
unterhalb der Öffnung des Absaugrohrs 12. Die tiefste Tiefe der Ausnehmung 32 liegt
in Förderrichtung gesehen, d.h. beispielsweise in der Figur 5 von rechts nach links
gesehen, am Anfang der Ausnehmung 32 und beträgt etwa 2 mm. Die Länge der Ausnehmung
32 beträgt etwa 2 cm. Die Ausnehmung 32 weist eine variable Tiefe auf, wie es beispielsweise
in der Figur 3 schematisch dargestellt ist. Die Tiefe der Ausnehmung 32 nimmt stromabwärts
kontinuierlich ab, wie aus Figur 3 hervorgeht.
[0033] Bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Bilden eines Filterstrangs
der tabakverarbeitenden Industrie aus Filtersegmenten 3, insbesondere zum Bilden eines
Multifilterstrangs aus zumindest teilweise Kohlepartikeln und/oder Granulat aufweisenden
Filtersegmente 3 werden die Filtersegmenten 3 mittels des Strangeinlaufs 2 der Strangformeinheit
4 zugeführt, in der Strangformeinheit 4 mit einem Umhüllungsmaterialstreifen 5 umhüllt,
wobei der Umhüllungsmaterialstreifen 5 in der Verschließeinrichtung 6 geschlossen
wird, wobei vor einem Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens 5 ein Absaugen von
Luft aus der Umgebung der Filtersegmente 3 in dem Strangkanal 10 mit Hilfe der Absaugeinrichtung
8 vorgenommen wird. Dabei werden die Filtersegmente 3 in dem Strangeinlauf 2 innerhalb
der Strangkanals 10 von der Führungsoberfläche 29 des Einlauffingers 24 geführt.
[0034] Das Absaugen der Luft mit Hilfe der Absaugeinrichtung 8 und insbesondere des Absaugrohrs
der Absaugeinrichtung 8 geschieht entlang der Naht, entlang derer der Umhüllungsmaterialstreifen
5 geschlossen wird, wobei die Luft etwa in einem Winkelbereich von 60 Grad oberhalb
der sich in dem Strangkanal 10 befindenden Filtersegmente 3 insbesondere aus dem Bereich
der Ausnehmung 32 in dem Einlauffinger 24 unterhalb des Absaugrohrs 12 vorgenommen
wird.
[0035] Durch die Tatsache, dass die Filtersegmente 3 in den Strangkanal 10 gemäß Figur 1
von rechts hineinlaufen und dann gemäß Figur 5 vom Anfang 26 der Führungsfläche 29
des Einlauffingers 24 geführt und auch leicht in den Strangkanal 10 gedrückt werden,
kommt es beim Einlaufen der Filtersegmente 3 in den Bereich unterhalb der Ausnehmung
32 des Einlauffingers 24 zu einer sprunghaften Verringerung des von der im Bereich
der Ausnehmung 32 nicht mehr vorhandenen Führungsfläche 29 auf die Filtersegmente
3 wirkenden Drucks. Durch diese sprunghafte Druckverringerung dehnt sich das entsprechende
Filtersegment 3 ebenso sprunghaft im Bereich der Ausnehmung 32 aus, so dass entsprechend
sich auf dem Filtersegmente 3 befindende Kohleteilchen oder andere Granulate einen
von dem Filtersegment 3 weg gerichteten Impuls in Richtung des Absaugrohrs 12 der
Absaugeinrichtung erfahren, von der diese Teilchen oder Granulate dann abgesaugt werden
können.
[0036] Figur 6 zeigt einen Blick von vorne, in der Figur 5 von rechts, auf die zweite Ausführungsform
der Erfindung gemäß Figur 5. Deutlich zu erkennen ist die konvexe Form der Führungsoberfläche
29 des Einlauffingers 24.
[0037] Figur 7 zeigt eine schematische Schnittdarstellung durch ein Filtersegment 3, welches
standardmäßig einen Hüllstreifen 3a aufweist. Das Filtersegment 3 ist weiterhin mit
einem um das Filtersegment 3 gewickelten, entlang seiner Naht fast geschlossenen Umhüllungsmaterialstreifen
5 dargestellt. Oberhalb der entstehenden Naht ist schematisch der minimale und der
maximale Winkelbereich angedeutet, aus dem die Luft von der Absaugeinrichtung 8 abgesaugt
wird.
1. Vorrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der tabakverarbeitenden Industrie aus Filtersegmenten
(3), insbesondere zum Bilden eines Multifilterstrangs aus zumindest teilweise Kohlefilterpartikel
aufweisenden Filtersegmenten (3),
mit einem Strangeinlauf (2) zum Zuführen der Filtersegmente zu einer Strangformeinheit
(4) zum Umhüllen der Filtersegmente mit einem Umhüllungsmaterialstreifen (5), und
mit einer Verschließeinrichtung (6) zum Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens
(5),
gekennzeichnet durch eine vor der Verschließeinrichtung (6) angeordnete Absaugeinrichtung (8) zum Absaugen
von Luft aus der Umgebung der Filtersegmente.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei die Verschließeinrichtung (6) zum Verschließen des Umhüllungsmaterialstreifens
(5) entlang einer Naht ausgebildet ist, und
wobei die Absaugeinrichtung (8) zum Absaugen von Luft aus einem für die Naht vorgesehenen
Winkelabschnitt der Filtersegmente ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei die Absaugeinrichtung (8) im Bereich des Strangeinlaufs (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
wobei eine Absaugstärke der Absaugeinrichtung (8) zum Absaugen von, ins-besondere
an den Filtersegmenten (3) und/oder dem Umhüllungsmaterialstreifen (5) haftenden,
Kohlepartikeln ausgelegt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
wobei die Absaugeinrichtung (8) im Bereich eines Einlauffingers (24) des Strangeinlaufs
(2) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
wobei die Absaugeinrichtung (8) in Förderrichtung (22) gesehen zwischen einem Anfang
(26) des Einlauffingers (24) und der Verschließeinrichtung (6) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
wobei der Einlauffinger eine den zu führenden Filtersegmenten (3) zugewandte Führungsseite
aufweist, die eine einer, bevorzugt konvexen, Oberflächenkrümmung der zu führenden
Filtersegmente angepaßte, bevorzugt konkave, Führungsoberfläche (29) aufweist, und
wobei die Absaugeinrichtung (8) mit einem zumindest auf einer der Führungsoberfläche
(29) abgewandten Seite des Einlauffingers (24) gebildeten, bevorzugt einen möglichst
geringen Querschnitt aufweisenden, weiter bevorzugt stromaufwärts geschlossenen, Absaugkanal
(14) zusammenwirkt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
wobei die Absaugeinrichtung (8) ein in den Absaugkanal (14) mündendes Absaugrohr (12)
aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
wobei das Absaugrohr (12) in einem, stromabwärts zwischen einer Förderrichtung (22)
des Einlauffingers (24) und einer Förderrichtung (22) des Absaugrohrs (12) gebildeten
spitzen Winkel angeordnet ist, bevorzugt in einem Winkel von 30-60 Grad, weiter bevorzugt
von 45-60 Grad.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5-9,
wobei der Einlauffinger eine den zu führenden Filtersegmenten (3) zugewandte Führungsseite
aufweist, die eine einer, bevorzugt konvexen, Oberflächenkrümmung der zu führenden
Filtersegmente angepaßte, bevorzugt konkave, Führungsoberfläche (29) aufweist, und
wobei der Einlauffinger eine in seiner Führungsoberfläche (29) gebildete Ausnehmung
(32) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
wobei die Ausnehmung (32) ausreichend tief ist, um ein Lösen von an den Filtersegmenten
(3) und/oder dem Umhüllungsmaterialstreifen (5) haftenden Kohlepartikeln zu ermöglichen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
wobei die Ausnehmung (32) eine, bevorzugt in Förderrichtung (22) gesehen am Anfang
(26) der Ausnehmung (32) liegende, tiefste Tiefe von etwa 1-4 mm und/oder eine Länge
von etwa 0,5 bis 2 cm aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-12,
wobei die Ausnehmung (32) eine variable Tiefe aufweist, bevorzugt eine stromabwärts,
bevorzugt kontinuierlich, kleiner werdende variable Tiefe aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-13,
wobei die Ausnehmung (32) im Bereich, bevorzugt unterhalb, der Absaugeinrichtung (8)
liegt.
15. Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs der tabakverarbeitenden Industrie aus Filtersegmenten
(3), insbesondere zum Bilden eines Multifilterstrangs aus zumindest teilweise Kohlefilterpartikel
und/oder Granulat aufweisenden Filtersegmenten (3),
mit den Schritten:
- die Filtersegmente werden mittels eines Strangeinlaufs (2) einer Strangformeinheit
(4) zugeführt,
- die Filtersegmente werden in der Strangformeinheit (4) mit einem Umhüllungsmaterialstreifen
(5) umhüllt,
- der Umhüllungsmaterialstreifen (5) wird geschlossen,
dadurch gekennzeichnet, dass vor einem Schließen des Umhüllungsmaterialstreifens (5) ein Absaugen von Luft aus
der Umgebung der Filtersegmente vorgenommen wird.