| (19) |
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(11) |
EP 2 288 749 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.11.2011 Patentblatt 2011/48 |
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Anmeldetag: 25.05.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/056289 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/144195 (03.12.2009 Gazette 2009/49) |
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ANLAGE ZUR HERSTELLUNG EINER FASERSTOFFBAHN
INSTALLATION FOR PRODUCING A FIBROUS-MATERIAL WEB
INSTALLATION DESTINÉE À FABRIQUER UNE BANDE DE MATIÈRE FIBREUSE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
29.05.2008 DE 102008002087
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.03.2011 Patentblatt 2011/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- MEUSER, Günter
52372 Kreuzau (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
einer Langfaserpapier- oder Nassvliesbahn, umfassend eine Faserstoffsuspendierungseinheit
zur Herstellung einer wässrigen Suspension aller Komponenten, einen Bahnbildner zur
Entwässerung der wässrigen Suspension und zur Bildung der Faserstoffbahn, der ein
zumindest streckenweise unter einem Winkel zur Horizontalen verlaufendes Schrägsieb
und zumindest einen wenigstens einschichtigen, vorzugsweise mehrschichtigen Stoffauflauf
aufweist, eine Bindersiebpartie zur Aufbringung eines wässrigen Bindemittels auf die
Faserstoffbahn die ein zumindest streckenweise horizontal oder annähernd horizontal
verlaufendes Bindersieb und wenigstens einen Binderstoffauflauf aufweist, eine ein
Trocknersieb aufweisende Trocknungseinheit zur Trocknung und Verfestigung der Faserstoffbahn
und einen Aufwickler zum kontinuierlichen Aufwickeln der Faserstoffbahn auf Wickelkerne
zu Wickelrollen.
[0002] Eine derartige Anlage zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Langfaser-
oder Nassvliesbahn und die damit anwendbaren Verfahren zur Herstellung derselben,
die so genannten Nassverfahren, gehören bereits seit mehreren Jahrzehnten zum bekannten
Stand der Technik und sind beispielsweise aus der Druckschrift
US 4,294,655 A, insbesondere Figur 1, bekannt.
Bei diesen Nassverfahren wird in einer Faserstoffsuspendierungseinheit beispielsweise
eine Glasfaser-Aufschlämmung durch Zugabe einer eine Faserlänge im Bereich von 6 bis
40 mm, vorzugsweise von 8 bis 30 mm, insbesondere von 10 bis 25 mm, aufweisenden Glasfaser
zu einem typischen Weißwasser in einem Pulper zur Dispersion der Glasfaser in dem
Weißwasser unter Bildung der Glasfaser-Aufschlämmung mit einer Faserkonzentration
von etwa 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent hergestellt und einem Weißwasserstrom zugeteilt.
Diese Glasfaser-Aufschlämmung wird dann in einem Bahnbildner mit zumindest einem wenigstens
einschichtigen, vorzugsweise mehrschichtigen Stoffauflauf auf ein zumindest streckenweise
unter einem Winkel zur Horizontalen verlaufendes Schrägsieb aufgebracht und entwässert.
Durch die Entwässerung der Glasfaser-Aufschlämmung wird ein Glasfaser-Nassvlies gebildet.
Das gebildete Glasfaser-Nassvlies wird anschließend auf ein zumindest streckenweise
horizontal oder annähernd horizontal verlaufendes Bindersieb einer Bindersiebpartie
überführt. In dieser Bindersiebpartie wird wenigstens ein wässriges Bindemittel, wie
beispielsweise ein wässriges Harnstoff-Formaldehyd(UF)-Harz-basierendes Bindemittel,
mittels wenigstens eines Binderstoffauflaufs auf das nasse Glasfaser-Nassvlies aufgebracht.
Nachfolgend wird das überschüssige Bindemittel abgesaugt. Die wässrige Bindemittellösung
wird vorzugsweise unter Verwendung eines Vorhangbeschichters oder eines Tauch- und
Quetschapplikators auf das nasse Glasfaser-Nassvlies aufgebracht, allerdings sind
auch andere Aufbringmethoden wie Sprühen geeignet. Das nasse und noch unverklebte
Glasfaser-Nassvlies wird dann in eine ein Trocknersieb aufweisende Trocknungseinheit
zur Trocknung und Aushärtung (Polymerisation) des Bindemittels, das die Glasfasern
in dem Glasfaser-Vlies miteinander verklebt, überführt. Die Trocknungseinheit kann
beispielsweise einen beheizten Durchlaufofen oder einen Trommel- bzw. Bandtrockner
aufweisen, wobei das Glasfaser-Vlies im Regelfall einer Temperatur von 100 bis 250
°C ausgesetzt wird, dies jedoch nicht länger als 1 bis 2 Minuten. Und letztlich wird
das einen Flächenmassebereich von 40 bis 200 g/m
2 und einen Binderanteil von 10 bis 30 % aufweisende Glasfaser-Vlies in einem Aufwickler
auf Wickelkerne zu Wickelrollen aufgewickelt, um dann nachfolgenden Bearbeitungs-
bzw. Verarbeitungsstationen zugeführt werden zu können.
[0003] Die Überführung des nassen und noch unverklebten Glasfaser-Vlieses aus der Bindersiebpartie
in die Trocknungseinheit erfolgt zuweilen mittels einer längs geriffelten, verchromten
und mit einem eigenen Antrieb versehenen Walze. Hierbei besteht fortwährend die Gefahr,
dass die Walze, sobald sie mit dem sehr nassen und aufgrund des Binderauftrags klebrigen
Glasfaser-Nassvlies in Kontakt gelangt, sehr schnell mit Glasfasern verschmutzt. Diese
Verschmutzung bedingt einen hohen Produktionsausfall und eine damit einhergehende
schlechte Runnability, da die Anlage vollständig abgestellt und die mit Glasfasern
verschmutzte Walze gereinigt werden muss. Vereinzelt werden zwar Konstruktionen zum
Zwecke einer "Online"-Walzenreinigung eingesetzt, die damit erreichbaren Reinigungsergebnisse
sind jedoch, sowohl hinsichtlich der Reinigungsqualitäten als auch der Reinigungszeiten,
mehr als unbefriedigend. Auch sind die Kosten für solche Konstruktionen, unter anderem
durch die notwendige Ersatzteilhaltung einer Reservewalze, gewöhnlich nicht zu vernachlässigen.
[0004] Die Walze wird bei den derzeitigen Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 350 m/min
auch nicht positioniert, da dies für diese Produktionsgeschwindigkeiten nicht erforderlich
ist. Es ist jedoch erkennbar, dass die aus dem Glasfaser-Nassvlies bestehende Faserstoffbahn
in diesem Überführungsbereich einen "unruhigen" Lauf erfährt und somit ein Hemmnis
für eine zukünftige Steigerung der Produktionsgeschwindigkeiten vorliegen könnte.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Saugeinrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, die die genannten Nachteile des Stands der Technik weitestgehend,
vorzugsweise gänzlich vermeidet. Insbesondere soll die Überführung der nassen und
noch unverklebten Faserstoffbahn aus der Bindersiebpartie in die Trocknungseinheit
prozesssicherer gestaltet werden, so dass sie die Runnability der Anlage nicht negativ
beeinflusst und kein Hemmnis für eine zukünftige Steigerung der Produktionsgeschwindigkeiten
darstellt.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Anlage der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass zwischen der Bindersiebpartie und der Trocknungseinheit mindestens eine
vorzugsweise anstellbare Blaseinrichtung zur kontaktlosen Schwebendführung der Faserstoffbahn
mittels Luft oder einem anderen strömungsfähigen Medium vorgesehen ist, die quer zu
der Laufrichtung der Faserstoffbahn mehrere unabhängig voneinander steuer-/regelbare
Blaszonen aufweist.
[0007] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0008] Das Vorsehen dieser Blaseinrichtung zur kontaktlosen Schwebendführung der Faserstoffbahn
erlaubt eine prozesssichere Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Langfaserpapier-
oder Nassvliesbahn.
[0009] Aufgrund der Erzeugung eines Schwebepolsters durch die Blaseinrichtung wird die Möglichkeit
einer etwaigen Verschmutzung eines Bauteils oder einer Baugruppe weitestgehend, ja
sogar gänzlich vermieden. Da dadurch etwaige kosten- und zeitintensive Reinigungsaktivitäten
mit anspruchsvollen Reinigungseinrichtungen entfallen, können wiederum eine wesentlich
höhere Runnability und niedrigere Betriebskosten der Anlage erreicht werden.
[0010] Das von der Blaseinrichtung erzeugte Schwebepolster gewährleistet zudem eine signifikante
Stabilisierung der Faserstoffbahn in diesem Überführungsbereich, was sich letztlich
positiv auf eine mögliche Steigerung der Produktionsgeschwindigkeiten auswirken kann.
[0011] Und die erwähnten Blaszonen, die quer zu der Laufrichtung der Faserstoffbahn unabhängig
voneinander steuer-/regelbar sind, erlauben einen optimalen und effizienten Betrieb
der Blaseinrichtung über die Breite der Faserstoffbahn hinweg.
[0012] In einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform weist die Blaseinrichtung ein sich
zumindest über die Breite der Faserstoffbahn erstreckendes Gehäuse auf, welches an
wenigstens ein vorzugsweise steuer-/regelbares Gebläse zur Erzeugung eines Schwebepolsters
angeschlossen ist und welches eine Begrenzungswand aufweist, deren äußere Wandfläche
als Führungsfläche für die Faserstoffbahn vorzugsweise gekrümmt verläuft und eine
Vielzahl von Austrittsöffnungen für die Luft oder das andere strömungsfähige Medium
aufweist. Hierdurch wird eine sowohl schwebende als auch stabilisierte Führung der
Faserstoffbahn um die äußere Begrenzungsfläche des Gehäuses sichergestellt. Durch
die gezielte Ausbildung des Luftpolsters, beispielsweise aufgrund der herrschenden
Gebläseleistung, und/oder der gewählten Krümmung der äußeren Wandfläche als Führungsfläche
für die Faserstoffbahn kann gezielt Einfluss auf die Führung der Faserstoffbahn genommen
werden.
[0013] Damit eine sowohl gleichmäßige Ausbildung des Luftpolsters als auch gleichzeitige
oder annähernd gleichzeitige Beaufschlagung der Faserstoffbahn mit Luft oder dem anderen
strömungsfähigen Medium erfolgt, sind die Austrittsöffnungen für die Luft oder das
andere strömungsfähige Medium bevorzugt in wenigstens einer quer zur Laufrichtung
der Faserstoffbahn verlaufenden Reihe angeordnet. Hierbei ist es besonders günstig,
wenn die Austrittsöffnungen für die Luft oder das andere strömungsfähige Medium in
zwei quer zur Laufrichtung der Faserstoffbahn verlaufenden Reihen angeordnet sind,
wobei die erste Reihe an Austrittsöffnungen in einem im einlaufseitigen Bereich des
Gehäuses angeordneten Luftkanal und die zweite Reihe an Austrittsöffnungen in einem
im auslaufseitigen Bereich des Gehäuses angeordneten Luftkanal vorgesehen ist und
wobei die in den beiden Luftkanälen vorgesehenen Austrittsöffnungen zu der Mittenebene
des Gehäuses hin gerichtet sind.
[0014] Ferner kann vorgesehen sein, dass im einlaufseitigen Bereich des Gehäuses und/oder
im auslaufseitigen Bereich des Gehäuses eine Abdeckplatte angeordnet ist, die sich
von dem Gehäuse in Richtung der Faserstoffbahn erstreckt und in einem Abstand zwischen
5 und 30 mm, vorzugsweise zwischen 10 und 25 mm, von der Faserstoffbahn endet und
die im Wesentlichen über die gesamte Breite der Faserstoffbahn reicht. Damit wird
unter anderem sichergestellt, dass die Faserstoffbahn in einem stabilen Bahnlauf,
also ohne zu flattern auf die Führungsfläche der Blaseinrichtung aufläuft und diese
auch wieder so verlässt. Ein Grund hierfür ist, dass die Abdeckplatte zu einer Stabilisierung
der Luftströmung führt und somit ein Flattern der Faserstoffbahn verhindert. Die Abdeckplatte
kann an dem Gehäuse befestigt und/oder in Richtung zu der Faserstoffbahn verstellbar
gelagert sein. Diese beiden Möglichkeiten erlauben eine Anpassung an unterschiedliche
Betriebsbedingungen.
[0015] Im Hinblick auf eine optimale Anordnung der Blaseinrichtung kann sie in ihrer Arbeitsposition
einen Anstellbereich gegenüber der Horizontalen von +50 bis -80 mm, vorzugsweise von
+30 bis -50 mm, insbesondere von +20 bis -30 mm, aufweisen. Somit kann sie mehr oder
weniger in den Verlauf der zu überführenden Faserstoffbahn angestellt werden, wodurch
gegebenenfalls eine prozesssichere Führung der Faserstoffbahn erzielt werden kann.
[0016] Damit das Schwebepolster in ausreichender Größe erzeugt werden kann, weist die mehrere
unabhängig voneinander steuer-/regelbare Blaszonen aufweisende Blaseinrichtung bevorzugt
einen Luftvolumendurchsatz im Bereich von 20 bis 300 m
3/min·m, vorzugsweise von 30 bis 250 m
3/min·m, insbesondere von 50 bis 200 m
3/min·m, und/oder einen Luftdruck im Bereich von 0,02 bis 3,0 bar, vorzugsweise von
0,05 bis 2 bar, auf.
[0017] Überdies ist die Blaseinrichtung bevorzugt zwischen der Arbeitsposition und einer
Ruheposition mittels mindestens einer Positioniereinrichtung positionierbar, insbesondere
mittels mindestens einer Schwenkeinrichtung schwenkbar gelagert. Diese Lagerung erlaubt
je nach Bedarfsfall eine gute Zugänglichkeit zu der Blaseinrichtung und ihren Komponenten.
[0018] Auch ist die Anlage und ihre zwischen der zwischen der Bindersiebpartie und der Trocknungseinheit
vorgesehene Blaseinrichtung bevorzugt für eine Faserstoffbahn mit einer Breite im
Bereich von 2.000 bis 6.000 mm, vorzugsweise von 3.000 bis 6.000 mm, insbesondere
von 4.500 bis 6.000 mm, und für eine maximale Produktionsgeschwindigkeit von bis zu
600 m/min ausgelegt. Insbesondere in diesen Breitenbereichen kommt die prozesssichere
Stabilisierung der Faserstoffbahn voll zum Tragen.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0020] Es zeigen
- Figur 1
- ein schematisches Layout einer Anlage zur Herstellung einer Faserstoffbahn gemäß dem
Stand der Technik;
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen und zwischen der Bindersiebpartie
und der Trocknungseinheit angeordneten Blaseinrichtung in ihrer Arbeitsposition;
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen und zwischen der Bindersiebpartie
und der Trocknungseinheit angeordneten Blaseinrichtung in ihrer Ruheposition;
- Figur 4
- die in der Figur 2 dargestellte und in ihrer Arbeitsposition befindliche Blaseinrichtung
gemäß der Detaildarstellung X; und
- Figur 5
- die in der Figur 2 dargestellte und in ihrer Arbeitsposition befindliche Blaseinrichtung
gemäß der Ansicht Y.
[0021] Die Figur 1 zeigt ein schematisches Layout einer Anlage 1 zur Herstellung einer Faserstoffbahn
2, insbesondere einer Langfaserpapier- oder Nassvliesbahn.
[0022] Diese Anlage 1 zur Herstellung der Faserstoffbahn 2 umfasst eine Faserstoffsuspendierungseinheit
3, einen Bahnbildner 4, der ein zumindest streckenweise unter einem Winkel α zur Horizontalen
H verlaufendes Schrägsieb 5 und zumindest einen wenigstens einschichtigen, vorzugsweise
mehrschichtigen Stoffauflauf 6 aufweist, eine Bindersiebpartie 7, die ein zumindest
streckenweise horizontal oder annähernd horizontal verlaufendes Bindersieb 8 und wenigstens
einen Binderstoffauflauf 9 aufweist, eine ein Trocknersieb 11 aufweisende Trocknungseinheit
10 und einen Aufwickler 12 zum kontinuierlichen Aufwickeln der Faserstoffbahn 2 auf
Wickelkerne 13 zu Wickerollen 14.
[0023] In der Faserstoffsuspendierungseinheit 3 werden alle zur Herstellung einer wässrigen
Suspension benötigten Komponenten, wie beispielsweise Wasser, Schnittfasern, Bindemittel
und dergleichen, in einen ersten, mit einem Rührwerk 16 versehenen Behälter ("Pulper")
15 und danach in eine zweiten, ebenfalls mit einem Rührwerk 18 versehenen Behälter
("Pulper") 17 gegeben; den Transport der wässrigen Suspension übernehmen die Pumpen
19, 20. Die wässrige Suspension kann beispielsweise eine Glasfaser-Aufschlämmung sein,
die Glasfasern mit einer Faserlänge im Bereich von 6 bis 40 mm, vorzugsweise von 8
bis 30 mm, insbesondere von 10 bis 25 mm, und so genanntes Weißwasser umfasst und
eine Faserkonzentration von etwa 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent besitzt.
[0024] Der Faserstoffsuspendierungseinheit 3 schließt sich die nächste Verfahrensstufe an,
nämlich die Entwässerung der wässrigen Suspension und die Bildung der Faserstoffbahn
2 mit Hilfe des in dem Bahnbildner 4 angeordneten Schrägsiebs 5. Hierzu wird die wässrige
Suspension mittels eines wenigstens einschichtigen, vorzugsweise mehrschichtigen Stoffauflaufs
6 auf das Schrägsieb 5 aufgebracht. Das unterhalb des Schrägsiebs 5 aus der wässrigen
Suspension abgefilterte Wasser wird gemäß dem Pfeil 21 im Kreislauf zurückgeführt
und beispielsweise der den zweiten Behälter ("Pulper") 17 der Faserstoffsuspendierungseinheit
3 verlassenden wässrigen Suspension beigemengt.
[0025] In der folgenden Verfahrensstufe wird wenigstens ein wässriges Bindemittel, wie beispielsweise
ein wässriges Harnstoff-Formaldehyd(UF)-Harz-basierendes Bindemittel, mittels eines
Binderstoffauflaufs 9 auf die noch nasse und auf dem Bindersieb 8 der Bindersiebpartie
7 aufliegende Faserstoffbahn 2 aufgebracht. In dieser Bindersiebpartie 7 wird danach
das überschüssige Bindemittel in bekannter Weise auch abgesaugt. Das wässrige Bindemittel
kann in nicht dargestellter Weise auch unter Verwendung eines Vorhangbeschichters
oder eines Tauch- und Quetschapplikators auf die noch nasse Faserstoffbahn aufgebracht
werden, allerdings sind auch andere Aufbringmethoden wie Sprühen geeignet.
[0026] Die nächste Verfahrensstufe dient der Trocknung und Verfestigung der noch nassen
Faserstoffbahn 2 durch eine Aushärtung (Polymerisation) des Bindemittels, das die
Glasfasern in dem Glasfaser-Vlies miteinander verklebt. Hierzu wird sie durch die
das Trocknersieb 11 aufweisende Trocknungseinheit 10 geführt, die zwei beheizte und
dargestellte Durchlauföfen 22 oder einen nicht dargestellten Trommel- bzw. Bandtrockner
aufweist. Die Faserstoffbahn 2 wird hierbei im Regelfall einer Temperatur von 100
bis 250 °C ausgesetzt, dies jedoch nicht länger als 1 bis 2 Minuten.
[0027] Und in einer letzten Verfahrensstufe wird die einen Flächenmassebereich von 40 bis
200 g/m
2 und einen Binderanteil von 10 bis 30 % aufweisende Faserstoffbahn in dem Aufwickler
12 auf Wickelkerne 14 zu Wickerollen 13 aufgewickelt, um dann nachfolgenden Bearbeitungs-
bzw. Verarbeitungsstationen zugeführt werden zu können.
[0028] Zwischen der Bindersiebpartie 7 und der Trocknungseinheit 10 ist nun in schematischer
Darstellung eine anstellbare Blaseinrichtung 23 zur kontaktlosen Schwebendführung
der Faserstoffbahn 2 mittels Luft 24 oder einem anderen strömungsfähigen Medium 25
vorgesehen, die quer zu der Laufrichtung L (Pfeil) der Faserstoffbahn 2 mehrere unabhängig
voneinander steuer-/regelbare Blaszonen 26.1 bis 26.5 (vgl. Figur 5) aufweist.
[0029] Die Figur 2 zeigt nun eine schematische Seitenansicht der zwischen der Bindersiebpartie
7 und der Trocknungseinheit 10 angeordneten Blaseinrichtung 23 in ihrer Arbeitsposition
A, die Figur 3 hingegen zeigt die Blaseinrichtung 23 in ihrer Ruheposition R. Die
Positionierung der Blaseinrichtung 23 zwischen der Arbeitsposition A und einer Ruheposition
R erfolgt mittels mindestens einer Positioniereinrichtung 27. Die als Schwenkeinrichtung
28 ausgebildete Positioniereinrichtung 27 ist hierbei sowohl an der Trocknungseinheit
10 als auch an der ein Gehäuse 30 aufweisenden Blaseinrichtung 23 angelenkt. Eine
derartige Schwenkeinrichtung 28 ist dem Fachmann wohl bekannt und sie umfasst beispielsweise
einen hydraulischen oder pneumatischen Schwenkzylinder 29. Die Faserstoffbahn 2 weist
eine Bahnlaufrichtung L (Pfeil) auf und die Bindersiebpartie 7 umfasst ein Bindersieb
8, wohingegen die Trocknungseinheit 10 ein Trockensieb 11 umfasst.
[0030] Die Figur 4 zeigt die in der Figur 2 dargestellte und in ihrer Arbeitsposition A
befindliche Blaseinrichtung 23 gemäß der Detaildarstellung X.
[0031] Die Blaseinrichtung 23 weist ein sich zumindest über die Breite B (Pfeil) der Faserstoffbahn
2 erstreckendes Gehäuse 30 auf, welches an wenigstens ein vorzugsweise steuer-/regelbares
Gebläse 31 (Pfeildarstellung) zur Erzeugung eines Schwebepolsters 32 angeschlossen
ist. Sie weist ferner eine Begrenzungswand 33 auf, deren äußere Wandfläche 34 als
Führungsfläche 35 für die Faserstoffbahn 2 gekrümmt verläuft und eine Vielzahl von
Austrittsöffnungen 36 für die Luft 24 oder das andere strömungsfähige Medium 25 aufweist.
Die Austrittsöffnungen 36 können in bekannter Weise als einfache Bohrungen ausgeführt
sein, sie können jedoch auch mit Düseneinsätzen versehen sein.
[0032] Die Austrittsöffnungen 36 für die Luft 24 oder das andere strömungsfähige Medium
25 sind in zwei quer zur Laufrichtung L (Pfeil) der Faserstoffbahn 2 verlaufenden
Reihe R1, R2 angeordnet. Die erste Reihe R1 an Austrittsöffnungen 36 ist in einem
im einlaufseitigen Bereich 37 des Gehäuses 30 angeordneten Luftkanal 38 und die zweite
Reihe R2 an Austrittsöffnungen 36 ist in einem im auslaufseitigen Bereich 39 des Gehäuses
30 angeordneten Luftkanal 40 vorgesehen. Zudem sind die in den beiden Luftkanälen
38, 40 vorgesehenen Auftrittsöffnungen 36 zu der Mittenebene M des Gehäuses 30 hin
gerichtet.
[0033] Weiterhin ist sowohl im einlaufseitigen Bereich 37 des Gehäuses 30 als auch im auslaufseitigen
Bereich 39 des Gehäuses 30 jeweils eine Abdeckplatte 41 angeordnet, die sich von dem
Gehäuse 30 in Richtung der Faserstoffbahn 2 erstreckt und in einem Abstand a zwischen
5 und 30 mm, vorzugsweise zwischen 10 und 25 mm, von der Faserstoffbahn 2 endet und
die im Wesentlichen über die gesamte Breite B (Pfeil) der Faserstoffbahn 2 reicht.
Die einzelne Abdeckplatte 41 ist an dem Gehäuse 30 befestigt und in Richtung zu der
Faserstoffbahn 2 verstellbar gelagert. Die jeweilige Verlagerung ist mittels eines
Doppelpfeils angedeutet.
[0034] Die Blaseinrichtung 23 weist in ihrer dargestellten Arbeitsposition A einen Anstellbereich
S gegenüber der Horizontalen h von +50 bis -80 mm, vorzugsweise von +30 bis -50 mm,
insbesondere von +20 bis -30 mm, auf. Somit kann sie mehr oder weniger in den Verlauf
der zu überführenden Faserstoffbahn 2 angestellt werden, wodurch gegebenenfalls eine
prozesssichere Führung der Faserstoffbahn 2 erzielt werden kann.
[0035] Auch weist die mehrere unabhängig voneinander steuer-/regelbaren Blaszonen 26.1 bis
26.5 aufweisende Blaseinrichtung 23 (vgl. Figur 5) einen Luftvolumendurchsatz V (Pfeil)
im Bereich von 20 bis 300 m
3/min·m, vorzugsweise von 30 bis 250 m
3/min·m, insbesondere von 50 bis 200 m
3/min·m, und einen Luftdruck p im Bereich von 0,02 bis 3,0 bar, vorzugsweise von 0,05
bis 2 bar, auf.
[0036] Die Figur 5 zeigt die in der Figur 2 dargestellte und in ihrer Arbeitsposition A
befindliche Blaseinrichtung 23 gemäß der Ansicht Y.
[0037] Die fünf unabhängig voneinander steuer-/regelbaren Blaszonen 26.1 bis 26.5 aufweisende
Blaseinrichtung 23 ist für eine Faserstoffbahn 2 mit einer Breite B im Bereich von
2.000 bis 6.000 mm, vorzugsweise von 3.000 bis 6.000 mm, insbesondere von 4.500 bis
6.000 mm, und für eine maximale Produktionsgeschwindigkeit v (Pfeil) von bis zu 600
m/min ausgelegt.
[0038] Sowohl der Luftvolumendurchsatz V (Pfeil) als auch der Luftdruck p in den einzelnen
voneinander unabhängigen Blaszonen 26.1 bis 26.5 ist durch entsprechende, dem Fachmann
bekannte und somit lediglich angedeutete Einrichtungen 42 steuer-/regelbar.
[0039] Die in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Anlage 1 ist insbesondere zur Herstellung
einer Langfaserpapier- oder Nassvliesbahn geeignet. Die jeweilige Bahn kann dabei
einen Flächenmassebereich von 40 bis 200 g/m
2, jeweilige Faserlängen im Bereich von 6 bis 40 mm, vorzugsweise von 8 bis 30 mm,
insbesondere von 10 bis 25 mm, und einen Binderanteil von 10 bis 30 % aufweisen.
[0040] Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Erfindung eine verbesserte
Saugeinrichtung der eingangs genannten Art geschaffen wird, die die Nachteile des
Stands der Technik weitestgehend, vorzugsweise gänzlich vermeidet. Insbesondere wird
die Überführung der nassen und noch unverklebten Faserstoffbahn aus der Bindersiebpartie
in die Trocknungseinheit prozesssicherer gestaltet, so dass sie die Runnability der
Anlage nicht negativ beeinflusst und kein Hemmnis für eine zukünftige Steigerung der
Produktionsgeschwindigkeiten darstellt.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Anlage
- 2
- Faserstoffbahn
- 3
- Faserstoffsuspendierungseinheit
- 4
- Bahnbildner
- 5
- Schrägsieb
- 6
- Stoffauflauf
- 7
- Bindersiebpartie
- 8
- Bindersieb
- 9
- Binderstoffauflauf
- 10
- Trocknungseinheit
- 11
- Trocknersieb
- 12
- Aufwickler
- 13
- Wickelkern
- 14
- Wickelrolle
- 15
- Behälter ("Pulper")
- 16
- Rührwerk
- 17
- Behälter ("Pulper")
- 18
- Rührwerk
- 19
- Pumpe
- 20
- Pumpe
- 21
- Pfeil
- 22
- Durchlaufofen
- 23
- Blaseinrichtung
- 24
- Luft
- 25
- Medium
- 26.1 bis 26.5
- Blaszone
- 27
- Positioniereinrichtung
- 28
- Schwenkeinrichtung
- 29
- Schwenkzylinder
- 30
- Gehäuse
- 31
- Gebläse (Pfeildarstellung)
- 32
- Schwebepolster
- 33
- Begrenzungswand
- 34
- Äußere Wandfläche
- 35
- Führungsfläche
- 36
- Austrittsöffnung
- 37
- Einlaufseitiger Bereich
- 38
- Luftkanal
- 39
- Auslaufseitiger Bereich
- 40
- Luftkanal
- 41
- Abdeckplatte
- 42
- Einrichtung
- A
- Arbeitsposition
- a
- Abstand
- B
- Breite (Pfeil)
- H
- Horizontale
- h
- Horizontale
- L
- Laufrichtung (Pfeil)
- M
- Mittenebene
- p
- Luftdruck
- R
- Ruheposition
- R1
- Reihe
- R2
- Reihe
- S
- Anstellbereich
- V
- Luftvolumendurchsatz (Pfeil)
- v
- Produktionsgeschwindigkeit (Pfeil)
- X
- Detaildarstellung
- Y
- Ansicht
- α
- Winkel
1. Anlage (1) zur Herstellung einer Faserstoffbahn (2), insbesondere einer Langfaserpapier-
oder Nassvliesbahn, umfassend eine Faserstoffsuspendierungseinheit (3) zur Herstellung
einer wässrigen Suspension aller Komponenten, einen Bahnbildner (4) zur Entwässerung
der wässrigen Suspension und zur Bildung der Faserstoffbahn (2), der ein zumindest
streckenweise unter einem Winkel zur Horizontalen (H) verlaufendes Schrägsieb (5)
und zumindest einen wenigstens einschichtigen, vorzugsweise mehrschichtigen Stoffauflauf
(6) aufweist, eine Bindersiebpartie (7) zur Aufbringung eines wässrigen Bindemittels
auf die Faserstoffbahn (2), die ein zumindest streckenweise horizontal oder annähernd
horizontal verlaufendes Bindersieb (8) und wenigstens einen Binderstoffauflauf (9)
aufweist, eine ein Trocknersieb (11) aufweisende Trocknungseinheit (10) zur Trocknung
und Verfestigung der Faserstoffbahn (2) und einen Aufwickler (12) zum kontinuierlichen
Aufwickeln der Faserstoffbahn (2) auf Wickelkerne (13) zu Wickelrollen (14),
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Bindersiebpartie (7) und der Trocknungseinheit (10) mindestens eine
vorzugsweise anstellbare Blaseinrichtung (23) zur kontaktlosen Schwebendführung der
Faserstoffbahn (2) mittels Luft (24) oder einem anderen strömungsfähigen Medium (25)
vorgesehen ist, die quer zu der Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (2) mehrere unabhängig
voneinander steuer-/regelbare Blaszonen (26.1 bis 26.5) aufweist.
2. Anlage (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blaseinrichtung (23) ein sich zumindest über die Breite (B) der Faserstoffbahn
(2) erstreckendes Gehäuse (30) aufweist, welches an wenigstens ein vorzugsweise steuer-/regelbares
Gebläse (31) zur Erzeugung eines Schwebepolsters (32) angeschlossen ist und welches
eine Begrenzungswand (33) aufweist, deren äußere Wandfläche (34) als Führungsfläche
(35) für die Faserstoffbahn (2) vorzugsweise gekrümmt verläuft und eine Vielzahl von
Austrittsöffnungen (36) für die Luft (24) oder das andere strömungsfähige Medium (25)
aufweist.
3. Anlage (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Austrittsöffnungen (36) für die Luft (24) oder das andere strömungsfähige Medium
(25) in wenigstens einer quer zur Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (2) verlaufenden
Reihe (R1, R2) angeordnet sind.
4. Anlage (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Austrittsöffnungen (36) für die Luft (24) oder das andere strömungsfähige Medium
(25) in zwei quer zur Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (2) verlaufenden Reihen
(R1, R2) angeordnet sind, wobei die erste Reihe (R1) an Austrittsöffnungen (36) in
einem im einlaufseitigen Bereich (37) des Gehäuses (30) angeordneten Luftkanal (38)
und die zweite Reihe (R2) an Austrittsöffnungen (36) in einem im auslaufseitigen Bereich
(39) des Gehäuses (30) angeordneten Luftkanal (40) vorgesehen ist und wobei die in
den beiden Luftkanälen (38, 40) vorgesehenen Auftrittsöffnungen (36) zu der Mittenebene
(M) des Gehäuses (30) hin gerichtet sind.
5. Anlage (1) nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass im einlaufseitigen Bereich (37) des Gehäuses (30) und/oder im auslaufseitigen Bereich
(39) des Gehäuses (30) eine Abdeckplatte (41) angeordnet ist, die sich von dem Gehäuse
(30) in Richtung der Faserstoffbahn (2) erstreckt und in einem Abstand (a) zwischen
5 und 30 mm, vorzugsweise zwischen 10 und 25 mm, von der Faserstoffbahn (2) endet
und die im Wesentlichen über die gesamte Breite (B) der Faserstoffbahn (2) reicht.
6. Anlage (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckplatte (41) an dem Gehäuse (30) befestigt ist.
7. Anlage (1) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckplatte (41) in Richtung zu der Faserstoffbahn (2) verstellbar gelagert
ist.
8. Anlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blaseinrichtung (23) in ihrer Arbeitsposition (A) einen Anstellbereich (S) gegenüber
der Horizontalen (h) von +50 bis -80 mm, vorzugsweise von +30 bis -50 mm, insbesondere
von +20 bis -30 mm, aufweist.
9. Anlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mehrere unabhängig voneinander steuer-/regelbare Blaszonen (26.1 bis 26.5) aufweisende
Blaseinrichtung (23) einen Luftvolumendurchsatz (V) im Bereich von 20 bis 300 m3/min·m, vorzugsweise von 30 bis 250 m3/min·m, insbesondere von 50 bis 200 m3/min·m, aufweist.
10. Anlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mehrere unabhängig voneinander steuer-/regelbare Blaszonen (26.1 bis 26.5) aufweisende
Blaseinrichtung (23) einen Luftdruck (p) im Bereich von 0,02 bis 3,0 bar, vorzugsweise
von 0,05 bis 2 bar, aufweist.
11. Anlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blaseinrichtung (23) zwischen der Arbeitsposition (A) und einer Ruheposition
(R) mittels mindestens einer Positioniereinrichtung (27) positionierbar, insbesondere
mittels mindestens einer Schwenkeinrichtung (28) schwenkbar gelagert ist.
12. Anlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie für eine Faserstoffbahn (2) mit einer Breite (B) im Bereich von 2.000 bis 6.000
mm, vorzugsweise von 3.000 bis 6.000 mm, insbesondere von 4.500 bis 6.000 mm, und
für eine maximale Produktionsgeschwindigkeit (v) von bis zu 600 m/min ausgelegt ist.
1. Installation (1) for producing a fibrous material web (2), in particular a long-fibre
paper web or wet nonwoven web, comprising a fibrous material suspension unit (3) for
producing an aqueous suspension of all the components, a web former (4) for dewatering
the aqueous suspension and for forming the fibrous material web (2), which has an
inclined wire (5) running at an angle to the horizontal (H), at least over some distance,
and at least one at least single-ply, preferably multi-ply, flowbox (6), a binder
wire section (7) for applying an aqueous binder to the fibrous material web (2), which
has a binder wire (8) running horizontally or approximately horizontally, at least
over some distance, and at least one binder flowbox (9), a drying unit (10) having
a dryer fabric (11) for drying and consolidating the fibrous material web (2), and
a winder (12) for the continuous winding of the fibrous material web (2) onto winding
cores (13) to form wound rolls (14),
characterized in that
between the binder wire section (7) and the drying unit (10) there is provided at
least one preferably displaceable blowing device (23) for the non-contact floating
guidance of the fibrous material web (2) by means of air (24) or another free-flowing
medium (25), which, transversely with respect to the running direction (L) of the
fibrous material web (2), has a plurality of blowing zones (26.1 to 26.5) that can
be controlled/regulated independently of one another.
2. Installation (1) according to Claim 1,
characterized in that
the blowing device (23) has a housing (30) which extends at least over the width (B)
of the fibrous material web (2), which is connected to at least one blower (31) that
can preferably be controlled/regulated in order to produce a floating cushion (32),
and which has a boundary wall (33) of which the outer wall surface (34) preferably
runs in a curve as a guide surface (35) for the fibrous material web (2) and has a
multiplicity of outlet openings (36) for the air (24) or the other free-flowing medium
(25).
3. Installation (1) according to Claim 2,
characterized in that
the outlet openings (36) for the air (24) or the other free-flowing medium (25) are
arranged in at least one row (R1, R2) running transversely with respect to the running
direction (L) of the fibrous material web (2).
4. Installation (1) according to Claim 2 or 3,
characterized in that
the outlet openings (36) for the air (24) or the other free-flowing medium (25) are
arranged in two rows (R1, R2) running transversely with respect to the running direction
(L) of the fibrous material web (2), the first row (R1) of outlet openings (36) being
provided in an air duct (38) arranged in the inlet-side region (37) of the housing
(30), and the second row (R2) of outlet openings (36) being provided in an air duct
(40) arranged in the outlet-side region (39) of the housing (30), and the outlet openings
(36) provided in the two air ducts (38, 40) being directed towards the midplane (M)
of the housing (30).
5. Installation (1) according to Claim 2, 3 or 4,
characterized in that
in the inlet-side region (37) of the housing (30) and/or in the outlet-side region
(39) of the housing (30) there is arranged a cover plate (41), which extends from
the housing (30) in the direction of the fibrous material web (2) and ends at a distance
(a) from the fibrous web (2) of between 5 and 30 mm, preferably between 10 and 25
mm, and which reaches substantially over the entire width (B) of the fibrous material
web (2).
6. Installation (1) according to Claim 5,
characterized in that
the cover plate (41) is fixed to the housing (30).
7. Installation (1) according to Claim 5 or 6,
characterized in that
the cover plate (41) is mounted such that it can be adjusted in the direction towards
the fibrous material web (2).
8. Installation (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
in its working position (A), the blowing device (23) has a setting range (S) with
respect to the horizontal (h) of +50 to -80 mm, preferably from +30 to -50 mm, in
particular from +22 to -30 mm.
9. Installation (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the blowing device (23) having a plurality of blowing zones (26.1 to 26.5) that can
be controlled/regulated independently of one another has an air volume throughput
(V) in the range from 20 to 300 m3/min·m, preferably from 30 to 250 m3/min·m, in particular from 50 to 200 m3/min·m.
10. Installation (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the blowing device (23) having a plurality of blowing zones (26.1 to 26.5) that can
be controlled/regulated independently of one another has an air pressure (p) in the
range from 0.02 to 3.0 bar, preferably from 0.05 to 2 bar.
11. Installation (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the blowing device (23) is mounted such that it can be positioned between the working
position (A) and a rest position (R) by means of at least one positioning device (27),
in particular such that it can be pivoted by means of at least one pivoting device
(28).
12. Installation (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
it is designed for a fibrous material web (2) having a width (B) in the range from
2000 to 6000 mm, preferably from 3000 to 6000 mm, in particular from 4500 to 6000
mm, and for a maximum production speed (v) of up to 600 m/min.
1. Installation (1) pour la fabrication d'une bande de matière fibreuse (2), en particulier
d'une bande de papier à fibres longues ou d'une bande de non tissé humide, comprenant
une unité de mise en suspension de matière fibreuse (3) pour la fabrication d'une
suspension aqueuse de tous les composants, un formateur de bande (4) pour l'essorage
de la suspension aqueuse et pour la formation de la bande de matière fibreuse (2),
qui présente une toile oblique (5) s'étendant au moins localement sous un angle par
rapport à l'horizontale (H) et au moins une caisse de tête (6) à au moins une couche,
de préférence à plusieurs couches, une partie de toile de liage (7) pour l'application
d'un liant aqueux sur la bande de matière fibreuse (2), qui présente une toile de
liage (8) s'étendant au moins localement horizontalement ou à peu près horizontalement
et au moins une caisse de tête de liage (9), une unité de séchage (10) présentant
une toile de séchoir (11) pour le séchage et la consolidation de la bande de matière
fibreuse (2) et une enrouleuse (12) pour l'enroulement continu de la bande de matière
fibreuse (2) sur des mandrins d'enroulement (13) en bobines (14), caractérisée en ce qu'il est prévu entre la partie de toile de liage (7) et l'unité de séchage (10) au moins
un dispositif de soufflage (23) de préférence réglable pour le guidage flottant sans
contact de la bande de matière fibreuse (2) au moyen d'air (24) ou d'un autre fluide
capable de s'écouler (25), qui présente transversalement à la direction de défilement
(L) de la bande de matière fibreuse (2) plusieurs zones de soufflage (26.1 à 26.5)
réglables/régulables indépendamment l'une de l'autre.
2. Installation (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de soufflage (23) présente un boîtier (30) s'étendant au moins sur
la largeur (B) de la bande de matière fibreuse (2), qui est raccordé à au moins une
soufflante (31) de préférence réglable/régulable pour la production d'un coussin flottant
(32), et qui présente une paroi de limitation (33), dont la face de paroi extérieure
(34) s'étend, de préférence de façon courbe, comme face de guidage (35) pour la bande
de matière fibreuse (2) et présente une pluralité d'ouvertures de sortie (36) pour
l'air (24) ou l'autre fluide capable de s'écouler (25).
3. Installation (1) selon la revendication 2, caractérisée en ce que les ouvertures de sortie (36) pour l'air (24) ou l'autre fluide capable de s'écouler
(25) sont disposées en au moins une rangée (R1, R2) s'étendant transversalement à
la direction de défilement (L) de la bande de matière fibreuse (2).
4. Installation (1) selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que les ouvertures de sortie (36) pour l'air (24) ou l'autre fluide capable de s'écouler
(25) sont disposées en deux rangées (R1, R2) s'étendant transversalement à la direction
de circulation (L) de la bande de matière fibreuse (2), dans laquelle la première
rangée (R1) d'ouvertures de sortie (36) est prévue dans un canal d'air (38) disposé
dans la région d'entrée (37) du boîtier (30) et la deuxième rangée (R2) d'ouvertures
de sortie (36) est prévue dans un canal d'air (40) disposé dans la région de sortie
(39) du boîtier (30) et dans laquelle les ouvertures de sortie (36) prévues dans les
deux canaux d'air (38, 40) sont dirigées vers le plan médian (M) du boîtier (30).
5. Installation (1) selon la revendication 2, 3 ou 4, caractérisée en ce qu'il se trouve dans la région d'entrée (37) du boîtier (30) et/ou dans la région de
sortie (39) du boîtier (30) une plaque de couverture (41), qui s'étend à partir du
boîtier (30) en direction de la bande de matière fibreuse (2) et qui se termine à
une distance (a) comprise entre 5 et 30 mm, de préférence entre 10 et 25 mm, de la
bande de matière fibreuse (2) et qui s'étend essentiellement sur toute la largeur
(B) de la bande de matière fibreuse (2).
6. Installation (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que la plaque de couverture (41) est fixée sur le boîtier (30).
7. Installation (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que la plaque de couverture (41) est montée de façon réglable en direction de la bande
de matière fibreuse (2).
8. Installation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de soufflage (23) présente, dans sa position de travail (A), une plage
de réglage (S) par rapport à l'horizontale (h) de +50 à -80 mm, de préférence de +30
à -50 mm, en particulier de +20 à -30 mm.
9. Installation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de soufflage (23) présentant plusieurs zones de soufflage (26.1 à 26.5)
réglables/régulables indépendamment l'une de l'autre présente un débit volumique d'air
(V) de 20 à 300 m3/min*m, de préférence de 30 à 250 m3/min*m, en particulier de 50 à 200 m3/min*m.
10. Installation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de soufflage (23) présentant plusieurs zones de soufflage (26.1 à 26.5)
réglables/régulables indépendamment l'une de l'autre présente une pression d'air (p)
dans la plage de 0,02 à 3,0 bar, de préférence de 0,05 à 2 bar.
11. Installation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de soufflage (23) est monté de façon positionnable entre une position
de travail (A) et une position de repos (R) au moyen d'au moins un dispositif de positionnement
(27), en particulier au moyen d'au moins un dispositif de pivotement (28).
12. Installation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'elle est conçue pour une bande de matière fibreuse (2) d'une largeur (B) dans une
plage de 2 000 à 6 000 mm, de préférence de 3 000 à 6 000 mm, en particulier de 4
500 à 6 000 mm, et pour une vitesse de production maximale (v) pouvant aller jusque
600 m/min.
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