[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine,
mit einem Spülbehälter, dessen Beschickungsöffnung durch eine Tür verschließbar ist.
[0002] Im geschlossenen Zustand wird die Tür einer Geschirrspülmaschine üblicherweise durch
ein Türschloss arretiert. Um die Tür zu öffnen, ist es in der Regel erforderlich,
eine Mindestzugkraft auf die Tür aufzubringen. Erst ab dieser Mindestzugkraft löst
das Türschloss ihre Arretierung. In der Praxis kann dies ggf. nicht ausreichend sein,
ein ungewolltes Öffnen der Tür z. B. durch ein Kind zu verhindern.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Geschirrspülmaschine, insbesondere
eine Haushaltsgeschirrspülmaschine bereitzustellen, bei der einfach und kostengünstig
ein unbeabsichtigtes Öffnen der Tür der Geschirrspülmaschine verhinderbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine,
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass am Spülbehälter, insbesondere an dessen
vorderem Randbereich, bevorzugt Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen, oder
an der Tür ein Türschloss vorgesehen ist, das einen beweglichen Schließkolben umfasst,
und dass eine Begrenzungseinrichtung vorgesehen ist, die in einer ersten Stellung
die Bewegung des Schließkolbens blockiert und in einer zweiten Stellung die Bewegung
des Schließkolbens freigibt.
[0005] Durch die zusätzliche Begrenzungseinrichtung ist eine zuverlässige und einfache Absicherung
gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen der Tür der Geschirrspülmaschine bereitgestellt.
Sie kann insbesondere als kostengünstige Kindersicherung dienen.
[0006] Bevorzugt am Spülbehälter, insbesondere an dessen vorderem Randbereich, bevorzugt
vorderen Spülbehälterrandelement oder an dem Spülbehälterrahmen, der Geschirrspülmaschine
oder alternativ dazu an deren Tür, insbesondere Innentür oder Türrahmen, ist ein Türschloss
vorgesehen, das einen beweglichen Schließkolben, auch als Schließkloben bezeichnet,
umfasst. Durch seine bewegliche Lagerung kann der Schließkolben in einer ersten Position,
wenn insbesondere die Tür in ihrer Schließendposition gebracht ist, einer Aufzugkraft
beim Öffnen der Tür mit einer vorgegebenen Schließkraft entgegenwirken. In einer zweiten
Position gibt der Schließkolben die Bewegung der Tür frei. Besonders bevorzugt ist
der Schließkolben linear beweglich geführt. Insbesondere ist in dem Gehäuse des Türschlosses
eine lineare Führung für den Schließkolben vorgesehen.
[0007] Durch die Begrenzungseinrichtung kann die Bewegung des Schließkolbens verhindert
werden. D.h., die Begrenzungseinrichtung kann in einer ersten Stellung (Arretierstellung
bzw. Blockierstellung) die Bewegung des Schließkolbens blockieren. Durch die Begrenzungseinrichtung
kann der Schließkolben insbesondere in einer Arretierposition bzw. Blockierposition
gehalten werden, wodurch ein Öffnen der Tür der Geschirrspülmaschine in deren Schließendstellung
verhindert wird. D.h., die Tür kann nur geöffnet werden, wenn in der Freigabestellung
der Begrenzungseinrichtung der Schließkolben nicht blockiert wird, sondern beweglich
bleibt. Wenn sich die Begrenzungseinrichtung in ihrer Freigabestellung befindet, ist
der Schließkolben derart freibeweglich gelagert, dass beim Öffnen der Tür der Schließkolben
durch Kontakt mit der Tür, insbesondere deren Innentür oder Türrahmen, oder einer
Erhöhung bzw. einem Vorsprung an der Tür, deren Türrahmen oder deren Innentür, bewegt
wird, insbesondere von der Beschickungsöffnung des Spülbehälters weg zurückgedrängt
wird, so dass die Tür weiter geöffnet werden kann. Blockiert die Begrenzungseinrichtung
die Bewegung des Schließkolbens in ihrer Arretierstellung, so verharrt dieser in seiner
Arretierposition bzw. Blockierposition und verhindert dadurch, dass die Tür geöffnet
werden kann. In einer zweiten Stellung (Freigabestellung) blockiert die Begrenzungseinrichtung
die Bewegung des Schließkolbens des Türschlosses nicht, so dass der Schließkolben
frei beweglich bleibt und die Tür entsprechend geöffnet werden kann.
[0008] Die Begrenzungseinrichtung ist also derart ausgebildet, dass sie in mindestens zwei
Stellungen, insbesondere in eine Arretierstellung und eine Freigabestellung, gebracht
werden kann. In der ersten Stellung blockiert die Begrenzungseinrichtung die Bewegung
des Schließkolbens des Türschlosses, in der zweiten Stellung blockiert die Begrenzungseinrichtung
die Bewegung des Schließkolbens nicht, sondern gibt diesen frei.
[0009] Die Begrenzungseinrichtung stellt eine zusätzliche Sicherung dar, die ein unbeabsichtigtes
Öffnen der Tür der Geschirrspülmaschine verhindern kann. Erst, wenn die Begrenzungseinrichtung
in der zweiten Stellung ist, kann die Tür der Geschirrspülmaschine geöffnet werden.
Durch das Blockieren der Bewegung des Schließkolbens des Türschlosses kann auf eine
einfach Art und Weise das Öffnen der Tür der Geschirrspülmaschine unterbunden werden.
Erst durch die Freigabe der Bewegung des Schließkolbens, d.h. durch eine Überführung
der Begrenzungseinrichtung von der ersten Stellung in die zweite Stellung, ist der
Schließkolben in seiner Bewegung frei und die Tür kann durch Aufbringen einer bestimmten
Öffnungszugkraft auf die Tür geöffnet werden.
[0010] Die Geschirrspülmaschine kann nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
insbesondere zum Einbau in eine Nische ausgebildet sein. Eine Nische im Sinne der
Erfindung ist insbesondere eine Aussparung in einem Möbelstück, beispielsweise in
einer Küchenzeile, die zur Aufnahme einer Einbaugeschirrspülmaschine, insbesondere
einer Einbauhaushaltsgeschirrspülmaschine, ausgebildet ist. Dabei ist die Nische beispielsweise
zumindest bereichsweise durch Schrankwände und/oder eine Arbeitsplatte gebildet. Die
Nische kann auch nur durch eine Abdeckplatte gebildet sein, unter der die Geschirrspülmaschine
angeordnet wird. Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann
die Geschirrspülmaschine alternativ insbesondere als Tischgerät oder Solo- Standgerät
ausgebildet sein.
[0011] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei der Geschirrspülmaschine
vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung am Spülbehälter, insbesondere an
dessen vorderem Randbereich, bevorzugt Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen,
oder an dem Gehäuse des Türschlosses, oder alternativ an der Tür, insbesondere deren
Innentür oder Türrahmen, bevorzugt Türrahmenelement, schieb-, schwenk- und/oder drehbeweglich
gehalten ist. D.h., die Begrenzungseinrichtung ist von der ersten in die zweite Stellung
verschiebbar, verschwenkbar und/oder drehbar, und umgekehrt. So kann beispielsweise
die Begrenzungseinrichtung in einer Führung verschiebbar gehalten sein. In einer ersten
Stellung, d.h. Blockierstellung, ist eine derartige Begrenzungseinrichtung in der
Führung derart angeordnet, dass die Begrenzungseinrichtung die Bewegung des Schließkolbens
des Türschlosses blockiert. Vorzugsweise kontaktiert die Begrenzungseinrichtung den
Schließkolben durch eine Berührung desselben. Wird die Begrenzungseinrichtung von
der ersten Stellung in die zweite Stellung (Freigabestellung) geschoben oder gezogen,
so blockiert die Begrenzungseinrichtung den Schließkolben nicht mehr, sondern gibt
den Verschiebe- bzw. Laufweg für diesen frei, und dieser kann aufgrund seiner freien
Bewegbarkeit ein Öffnen der Tür zulassen. Beispielsweise kann eine derartige Begrenzungseinrichtung
als ein länglicher Profilkörper ausgebildet sein, der in einer Kulissenführung führbar
gehalten ist. Dabei kann die Begrenzungseinrichtung vorzugsweise am Spülbehälter,
insbesondere an dessen vorderem Randbereich, bevorzugt Spülbehälterrandelement oder
Spülbehälterrahmen, zweckmäßigerweise an der der Beschickungsöffnung des Spülbehälters
abgewandten Außenseite des Spülbehälters im Bereich des Schließkolbens oder dessen
Gehäuses angeordnet sein. Alternativ kann die Begrenzungseinrichtung vorzugsweise
direkt an dem Türschloss, insbesondere an dem Gehäuse des Türschlosses, vorgesehen
sein. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass nur eine einzige Befestigung am Spülbehälter,
insbesondere an dessen vorderem Randbereich, bevorzugt Spülbehälterrandelement oder
Spülbehälterrahmen, erforderlich ist. D.h., es ist lediglich erforderlich, das Gehäuse
des Türschlosses am Spülbehälter, insbesondere an dessen vorderem Randbereich, bevorzugt
Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen, vorzugsweise außenseitig, bevorzugt
oberseitig an der Deckenwandung des Spülbehälters, zu befestigen, da die Begrenzungseinrichtung
an dem Gehäuse des Türschlosses als Zusatzbestandteil angeordnet ist. Die Begrenzungseinrichtung
kann insbesondere vor der Befestigung des Türschlosses bzw. des Türschlossgehäuses
an der vorderen Randzone des Spülbehälters bereits an dem Türschlossgehäuse angebracht
werden. Hierdurch bilden das Türschloss und die Begrenzungseinrichtung eine zusammenhängende
Einheit. Dies erspart Befestigungsaufwand und damit auch Montagekosten. Allgemein
ausgedrückt kann die Befestigungseinrichtung im Bereich des Türschlosses am Spülbehälter,
an dessen vorderem Randbereich oder Spülbehälterrahmen, oder am Türschloss selbst
vorgesehen sein. Alternativ kann sie ggf. alternativ auch an der Tür, insbesondere
deren Innentür oder Türrahmenelement, im Bereich derjenigen Stelle angebracht sein,
die mit dem Türschloss am Spülbehälter, insbesondere an dessen vorderem Randbereich,
bevorzugt Spülbehälterrand oder -rahmen, in der Schließendstellung der Tür zusammenwirkt,
vorzugsweise gegenüberliegt.
[0012] Zweckmäßigerweise ist das Türschloss mit dem Schließkolben derart am oberen Randabschnitt
des vorderen Randbereichs der Deckenwandung des Spülbehälters, insbesondere in dessen
Mittenbereich, angebracht, dass dem Schließkolben in seiner Freigabestellung eine
im Wesentlichen vertikale Aufwärts- und/oder Abwärtsbewegung ermöglicht ist. Wird
z. B. die Tür geschlossen, so drückt deren Innentür oder Türrahmen ab einer bestimmten
Zumachstellung bzw. Anschlagstellung während der Zumachbewegung der schwenkbeweglichen
Tür von unten auf den Schließkolben und drückt diesen in das Gehäuse des Türschlosses
hinein. Dabei wird ein federelastisches Element, insbesondere eine Schraubenfeder,
im Gehäuse des Türschlosses zusammengedrückt und vorgespannt. Sobald die Tür bei ihrer
Zumachbewegung in die Nähe ihrer Schließendstellung kommt und dem Schließkolben eine
Vertiefung, insbesondere Schließmulde, in der Tür, insbesondere Innentür oder Türrahmen,
vorzugsweise weitgehend kongruent am oberen Randabschnitt der Innentür oder Türrahmens
gegenüberliegt, wird der Schließkolben aufgrund der Vorspannkraft bzw. Federkraft
des federelastischen Elements im Gehäuse des Türschlosses, nach unten, insbesondere
vertikal nach unten, in die vorzugsweise zur Außenkontur des Schließkolbens korrespondierend
angepasste Innenkontur der Vertiefung, insbesondere Schließmulde, gedrückt, so dass
er dort an der Innenkontur der Schließmulde formangepasst anliegt und dort mit einer
definierten Haltekraft bzw. Schließkraft festgehalten wird. Der Schließkolben sitzt
dabei insbesondere weitgehend pass- bzw. formschlüssig in der Schließmulde. Es ist
somit ein Aufreiß- bzw. Schnappschloss gebildet, bei dem die Tür nur bei Überwindung
dieser vertikal wirkenden Schließkraft durch Aufbringung einer entsprechend großen
Zugkraft auf die Tür aus ihrer Schließendstellung heraus in eine Offenstellung aufgezogen
werden kann. Dadurch ist eine zuverlässige Absicherung, insbesondere eine Kindersicherung,
gegen unbeabsichtigtes Öffnen der Tür bereitgestellt.
[0013] Insbesondere ist es zweckmäßig, wenn die Schließmulde in der Schließendstellung der
Tür von vorne betrachtet eine hintere Schräge bzw. Flanke aufweist, die steiler als
ihre vordere Schräge bzw. Flanke ist. Entsprechend weist der Schließkolben zweckmäßigerweise
eine hintere Schräge bzw. Flanke auf, die im Wesentlichen der Steilheit der hinteren
Schräge bzw. Flanke der Schließmulde entspricht, sowie eine vordere Schräge bzw. Flanke
auf, die im Wesentlichen der Steilheit der vorderen Schräge bzw. Flanke der Schließmulde
entspricht. Der Schließkolben ist also frontseitig mit einer flacheren Abkantung bzw.
Schräge als an seiner Hinter- bzw. Rückseite ausgebildet. Dadurch gleiten die vorderen
Abschrägungsflächen des Schließkolbens und der Schließmulde beim Zumachen der Tür
leichtgängig unter Aufwendung einer geringen horizontalen Schiebekraftkomponente aneinander,
während der gegenüber beim Öffnen bzw. Aufziehen der Tür aus deren Schließendstellung
heraus eine größere Mindestzugkraft erforderlich ist. Denn für ein Aneinandergleiten
der hinteren, aneinanderliegenden Flanken von Schließkolben und Schließmulde und damit
ein Zurückdrücken des Schließkolbens in eine Freigabestellung in das Türschlossgehäuse
hinein ist eine derart größere Zugkraft in horizontaler Richtung erforderlich, dass
gegen die vertikal nach unten gerichtete Federvorspannkraft des Federelements des
Türschlosses eine vertikal nach oben gerichtete, Kraftkomponente (durch die nach vorne,
von der Beschickungsöffnung wegbewegte Tür) bewirkbar ist, die größer als diese Federvorspannkraft
des Federelements ist. Je größer die Steilheit der aneinanderliegenden hinteren Flanken
von Schließkolben und Schließmulde, desto größer ist deren Haltekraft aneinander bei
einer nach vorne gerichteten, horizontalen Aufzugsbewegung der Tür und desto größer
ist die aufzubringende Zugkraft, um die Tür zu öffnen.
[0014] Alternativ kann das Türschloss ggf. auch an der Tür, insbesondere deren Innentür
oder Türrahmenelement, vorzugsweise am oberseitigen Rand, bevorzugt im Mittenbereich,
angebracht sein und mit einer dazu lagekorrespondierend vorgesehenen Vertiefung, insbesondere
Schließmulde, am vorderen Innenrand des Spülbehälters, insbesondere des frontseitigen
Spülbehälterrand- oder Spülbehälterrahmenelements, zusammenwirken. Die Begrenzungseinrichtung
kann dann vorzugsweise Bestandteil des Türschlosses sein, oder an der Tür, insbesondere
deren Innentür oder Türrahmen, oder im Bereich der Vertiefung am Spülbehälter, insbesondere
an dessen vorderen Spülbehälterrand oder -rahmen, vorgesehen sein. Der Schließkolben
ist dabei im Türschlossgehäuse in Richtung auf die vordere Innenrandzone des Spülbehälters,
insbesondere dessen frontseitigen Spülbehälterrahmens oder Spülbehälterrandelements,
zu unter einer Federvorspannung beweglich gelagert. Insbesondere wird er durch ein
Federelement im Türschlossgehäuse in Richtung der Vertiefung, insbesondere Schließmulde,
gedrückt, die bei dieser alternativen Ausführungsvariante z. B. an der dem Spülraum
zugewandten Innenseite des vorderen Spülbehälterrands oder ggf. des Spülbehälterrahmenelements
dem Türschloss gegenüberliegend, insbesondere etwa mittig angeordnet ist.
[0015] Alternativ oder zusätzlich zu einer schiebebeweglichen Anordnung der Begrenzungseinrichtung
kann diese insbesondere schwenkbeweglich am Spülbehälter, insbesondere außenseitig
an dessen vorderem Randbereich oder am dort angebrachten Türschlossgehäuse selbst,
oder alternativ dazu an der Tür, insbesondere deren Innentür oder Türrahmenelement,
angeordnet sein. Dabei kann die Begrenzungseinrichtung beispielsweise verschieb- und
zugleich verschwenkbar gehalten sein. So kann nach einer ersten Verschiebung der Begrenzungseinrichtung
beispielsweise durch eine anschließende Verschwenkung die Begrenzungseinrichtung von
der ersten, blockierenden Stellung in die zweite Stellung bewegt werden.
[0016] Besonders bevorzugt ist eine Geschirrspülmaschine, bei der die Begrenzungseinrichtung
an dem vorderen bzw. frontseitigen Randbereich des Spülbehälters oder dem Gehäuse
des Türschlosses lediglich schwenkbeweglich um eine Drehachse gelagert ist. Dies stellt
eine besonders einfache und kostengünstige Lagerung der Begrenzungseinrichtung dar.
Die Begrenzungseinrichtung kann zwischen der ersten und der zweiten Stellung verschwenkt
werden.
[0017] Ferner kann die Begrenzungseinrichtung vorzugsweise drehbeweglich gelagert sein.
So kann die Begrenzungseinrichtung beispielsweise als eine kreisrunde Scheibe mit
zumindest einer Aussparung ausgebildet sein. Die kreisrunde Scheibe ist vorzugsweise
um ihre Längsachse drehbar gelagert. Wenn die Aussparung der Scheibe fluchtend zum
Schließbolzen angeordnet ist, blockiert diese den Schließbolzen in seiner Bewegung
nicht. Ist die Aussparung der Scheibe nicht fluchtend zum Schließbolzen angeordnet,
so blockiert die Scheibe den Schließbolzen, so dass dieser nicht bewegt werden kann.
Ist der Schließbolzen in der Schließendposition, in der er die Tür arretiert, und
die Begrenzungseinrichtung in der ersten Stellung, in der sie eine Bewegung des Schließbolzens
unterbindet, so kann die Tür aufgrund der Unbeweglichkeit des Schließbolzens nicht
geöffnet werden. Die Tür der Geschirrspülmaschine kann erst wieder geöffnet werden,
wenn der Schließbolzen nicht mehr durch die Begrenzungseinrichtung blockiert wird.
Durch die einfache Drehung, Verschwenkung und/oder Verschiebung der Begrenzungseinrichtung
ist eine einfache und effektive zusätzliche Sicherung der Tür gegeben.
[0018] Die Begrenzungseinrichtung kann also unterschiedlich ausgebildet sein. Die Begrenzungseinrichtung
ist insbesondere derart ausgebildet, dass sie relativ einfach durch einen Nutzer der
Geschirrspülmaschine betätigt werden kann, d.h., dass der Nutzer die Begrenzungseinrichtung
einfach von der ersten in die zweite Stellung bringen kann, oder umgekehrt. Im eingebauten
Zustand der Geschirrspülmaschine in einer Einbaunische ist die Begrenzungseinrichtung
jedoch vorzugsweise derart angeordnet an der Geschirrspülmaschine, dass diese nicht
sofort sichtbar ist, so dass Unbefugte, insbesondere Kinder, diese nicht sofort erkennen
können. Wie bereits ausgeführt, kann die Begrenzungseinrichtung beispielsweise als
drehbar gelagerte Scheibe oder als, insbesondere in Breitenrichtung des Spülbehälters,
verschiebbares Längsprofil ausgebildet sein. Gemäß einer besonders zweckmäßigen Weiterbildung
der Erfindung kann bei der Geschirrspülmaschine vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung
als ein Hebel ausgebildet ist. Ein Ende des Hebels ist vorzugsweise drehbar um eine
Drehachse an dem vorderen Randbereich des Spülbehälters, oder an dem Türschlossgehäuse,
oder alternativ dazu an der Tür gelagert. An dem anderen Ende kann der Hebel zur Verschwenkung
bevorzugt gegriffen werden. Der Hebel weist vorzugsweise einen ebenen Grundkörper
auf, dessen Lageebene im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schließbolzens
des Türschlosses angeordnet ist. Der Grundkörper weist insbesondere ein längliches,
plattenförmiges Profil auf. In der ersten Stellung des Hebels blockiert der Grundkörper
die Bewegung des Schließbolzens, indem der Grundkörper direkt vor dem Schließbolzen
angeordnet wird. Dadurch kann dieser sich nicht mehr bewegen, da er an den Grundkörper
des Hebels anstößt. In der zweiten Stellung ist der Hebel derart angeordnet, dass
er eine Bewegung des Schließbolzens des Türschlosses nicht mehr blockieren kann. Dabei
ist der Hebel vorzugsweise in einer Ebene parallel zu einer Seite des Gehäuses des
Türschlosses, insbesondere zu der dem Spülbehälterinneren abgewandten Seite des Türschlossgehäuses,
verschwenkbar angeordnet.
[0019] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei der Geschirrspülmaschine
vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung in ihrer ersten Stellung, d.h. Blockier-
bzw. Arretierstellung eine erste Durchgangsöffnung im Gehäuse des Türschlosses abdeckt,
durch die dasjenige Ende des Schließkolbens, das einer dem Schließkolben zugewandten,
zugeordneten Schließmulde abgewandt ist, ansonsten in der Freigabestellung der Begrenzungseinrichtung
hindurchführbar ist. Der Schließbolzen bzw. Schließkolben wird in der Schließendposition
der Tür dabei durch ein Federelement, insbesondere im Gehäuse des Türschlosses, in
Richtung einer ihm zugeordneten, zugewandten Vertiefung, insbesondere Schließmulde
der Tür, bevorzugt deren Türrahmenelements, gedrückt, und dort festgehalten. Insbesondere
weist diese Vertiefung eine Innenkontur auf, die zur Außenkontur des ihr zugewandten,
freien Endes des Schließkolbens weitgehend korrespondiert, das in Richtung Vertiefung
aus dem Türschlossgehäuse durch das Federelement in der Schließendstellung der Tür
herausgedrückt wird. Deckt die Begrenzungseinrichtung die Durchgangsöffnung im Gehäuse
am gegenüberliegenden vertiefungsabgewandten Ende des Schließkolbens ab, so ist dieser
in seiner Schließstellung arretiert bzw. blockiert. Wird die Begrenzungseinrichtung
von dieser Durchgangsöffnung weggenommen, so lässt sich das der Vertiefung abgewandte
Ende des Schließkolbens beim Öffnen der Tür in das Gehäuse des Türschlosses durch
die Durchgangsöffnung zurückdrücken, wobei das im Gehäuse des Türschlosses vorgesehene
Federelement zusammengedrückt und die von ihm auf den Schließkolben ausgeübte Federvorsprung
erhöht wird. Beim Öffnen der Tür der Geschirrspülmaschine wird verallgemeinert betrachtet
der Schließbolzen bevorzugt durch eine Durchgangsöffnung in dem Gehäuse des Türschlosses
hindurchgeführt, so dass das der Vertiefung abgewandte Ende des Schließbolzens in
der zurückgedrängten Position des Schließbolzens aus dem Gehäuse des Türschlosses
auf dessen der Vertiefung abgewandten Seite hinausragt. Ist die Begrenzungseinrichtung
in die erste Stellung gedreht, verschwenkt und/oder geschoben, deckt ein Bereich der
Begrenzungseinrichtung diese Durchgangsöffnung ab. Hierdurch kann das der Vertiefung
abgewandte Ende des Schließbolzens nicht aus dem Inneren des Türschlossgehäuses hinausgeführt
werden, d.h. der Schließbolzen wird in der Position, in der er die Tür arretiert,
gehalten. Der Schließbolzen des Türschlosses ist bevorzugt mit einer Spannkraft beaufschlagt,
die den Schließbolzen immer in Richtung des Spülbehälterinneren führt. Durch die Kontur
der Tür der Geschirrspülmaschine kann der dem Spülbehälterinneren abgewandten Schaft
des Schließbolzens beim Öffnen der Tür entgegen der Spannkraft, die auf den Schließbolzen
wirkt, bewegt, insbesondere linear, bevorzugt vertikal, verschoben, werden, und zumindest
teilweise durch die Durchgangsöffnung des Türschlossgehäuses hindurchgeführt werden,
wenn dies nicht durch die Begrenzungseinrichtung verhindert wird.
[0020] Gemäß einer weiteren besonders zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei
der Geschirrspülmaschine vorgesehen sein, dass die Bewegung der Begrenzungseinrichtung
durch wenigstens ein Begrenzungselement eingeschränkt ist. Einschränkung der Bewegung
der Begrenzungseinrichtung bedeutet insbesondere, dass die erste und die zweite Stellung
der Begrenzungseinrichtung vorzugsweise die jeweiligen Endstellungen der Begrenzungseinrichtung
darstellen. Dabei kann das jeweilige Begrenzungselement derart ausgebildet und angeordnet
sein, dass dieses eine weitere Verdrehung, Verschiebung und/oder Verschwenkung unterbindet,
wenn die erste oder die zweite Stellung der Begrenzungseinrichtung erreicht ist. Hierdurch
weiß der Nutzer der Geschirrspülmaschine, dass der Schließbolzen des Türschlosses
blockiert ist bzw. nicht blockiert ist. Die Begrenzungseinrichtung, wie beispielsweise
ein Hebel, schlägt insbesondere an dem Begrenzungselement an, wenn die Endstellungen,
d.h. die erste oder die zweite Stellung, der Begrenzungseinrichtung erreicht sind.
Durch den Anschlag der Begrenzungseinrichtung an dem Begrenzungselement spürt der
Nutzer, dass die Geschirrspülmaschine zusätzlich gegen unbeabsichtigtes Öffnen der
Tür gesichert ist, oder nicht. Beispielsweise kann das Begrenzungselement durch zwei
an der Außenseite des Türschlossgehäuses hervorstehende Anschläge, insbesondere Bolzen
oder Zapfen, gebildet sein.
[0021] Insbesondere kann es ggf. zweckmäßig sein, wenn mindestens ein Haptikelement, insbesondere
eine Erhebung, bevorzugt Nase, zwischen der ersten und der zweiten Stellung der Begrenzungseinrichtung
am Gehäuse des Türschlosses oder am Spülbehälter, insbesondere an dessen vorderem
Randbereich, insbesondere vorderem Spülbehälterrahmen oder vorderem Randelement, oder
alternativ an der Tür, insbesondere deren Innentür oder Türrahmenelement, vorgesehen
ist. Dadurch kann ein Benutzer ertasten, ob die Begrenzungseinrichtung beim Wechsel
von der ersten Stellung zur zweiten Stellung die zweite Stellung erreicht hat (und
umgekehrt), d.h. beim Bewegen der Begrenzungseinrichtung von der ersten in die zweite
Stellung und umgekehrt erhält der Benutzer eine haptische Rückmeldung.
[0022] Ferner kann bei einer weiteren, besonders zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
bei der Geschirrspülmaschine vorgesehen sein, dass an der dem Schließkolben abgewandten
Seite der Begrenzungseinrichtung ein Niederhalter vorgesehen ist, der eine Bewegung
der Begrenzungseinrichtung in Richtung der Erstreckungsrichtung des Schließkolbens,
verhindert. D.h., der Niederhalter verhindert, dass die Begrenzungseinrichtung durch
den Schließbolzen verschoben werden kann. Der Niederhalter stützt die Begrenzungseinrichtung
und stellt sicher, dass diese nicht parallel zu der Erstreckungsrichtung des Schließbolzens
bewegt werden kann. Der Niederhalter ist beispielsweise als ein winkelförmiges, insbesondere
hakenförmiges, Bauteil ausgebildet, dass am Spülbehälter, insbesondere dessen vorderen
Randbereich, oder an dem Außengehäuse des Türschlosses angeordnet ist. Das freie Ende
des winkelförmigen Bauteils ist vorzugsweise derart angeordnet, dass zumindest in
der ersten Stellung der Begrenzungseinrichtung diese zwischen der Außenseite des Türschlossgehäuses
und dem freien Ende des winkelförmigen Bauteils formschlüssig an dem freien Ende anliegt.
In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung des Niederhalters kann dieser als ein
brückenartiges Element ausgebildet sein, das vorzugsweise an der Außenseite des vorderen
Randbereichs des Spülbehälters oder des Türschlossgehäuses angeordnet ist. Die Begrenzungseinrichtung,
insbesondere der Hebel, ist zwischen den Pfeilern/Schenkeln des brückenartigen Elementes
bewegbar. Die dem Schließbolzen abgewandte Seite der Begrenzungseinrichtung ist direkt
an der Innenseite des die Pfeiler/Schenkel verbindenden Basisteils des brückenartigen
Elementes entlang geführt. Hierdurch stellt das brückenartige Element sicher, dass
die Begrenzungseinrichtung, insbesondere der Hebel, nur in einer Ebene verschwenkt,
verschoben und/oder verdreht, aber nicht senkrecht zu dieser Ebene bewegt werden kann.
Der Niederhalter wirkt der beim unbeabsichtigten Öffnen der Tür auf den Schließbolzen
wirkenden Kraft entgegen.
[0023] Gemäß einer weiteren, zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei der Geschirrspülmaschine
vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung einen Grundkörper und einen, insbesondere
senkrecht, zu dem Grundkörper angeordneten Lagerungsbolzen umfasst, der zur schwenk-
und/oder drehbeweglichen Lagerung der Begrenzungseinrichtung in einer Bohrung in dem
vorderen Randbereich des Spülbehälters oder dem Gehäuse des Türschlosses gelagert
ist. Der Lagerungsbolzen weist vorzugsweise ein zylinderförmiges Profil auf und ist
formschlüssig, schwenk- und/oder drehbeweglich in einer Bohrung in dem vorderen Spülbehälterrandbereich
oder dem Gehäuse des Türschlosses gelagert. Die Bohrung ist insbesondere an der dem
Spülbehälterinneren abgewandten Seite des vorderen Spülbehälterrandbereichs oder des
Türschlossgehäuses in diesen angeordnet. Vorzugsweise ist der Lagerungsbolzen der
Begrenzungseinrichtung senkrecht zu dem Grundkörper der Begrenzungseinrichtung an
dieser angeordnet. Ist die Begrenzungseinrichtung beispielsweise als kreisrunde Scheibe
ausgebildet, so verläuft der Lagerungsbolzen vorzugsweise achsparallel oder koaxial
zu der Längsachse der Scheibe. Ist die Begrenzungseinrichtung alternativ als länglicher
Hebel ausgebildet, ist der Lagerungsbolzen vorzugsweise an einem Ende des Grundkörpers
des Hebels an diesem, insbesondere senkrecht zu diesem, angeordnet. Das andere Ende
des Grundkörpers des Hebels dient insbesondere als Griff zum Verschwenken des Hebels.
[0024] Gemäß einer weiteren, besonders zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei
der Geschirrspülmaschine vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung in einer
Ebene, die senkrecht zu der Erstreckungsrichtung des Schließkolbens verläuft, verschieb-,
verschwenk- und/oder drehbar angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Außenseite des Türschlossgehäuses,
die dem Spülbehälterinneren abgewandt ist, eben ausgebildet. Der Schließbolzen ist
insbesondere senkrecht zu der ebenen Außenseite des Gehäuses des Türschlosses verschiebbar.
Dabei kann der Schließbolzen vorzugsweise durch eine Durchgangsöffnung in dem Gehäuse
des Türschlosses hindurchgeführt werden, wenn er beim Öffnen der Tür durch diese zurückgedrängt
wird. Die Begrenzungseinrichtung ist vorzugsweise in einer Ebene parallel zu der ebenen
Außenseite des Türschlossgehäuses, die dem Spülbehälterinneren abgewandt ist, verschieb-,
verschwenk- und/oder drehbeweglich gelagert. Dadurch kann die Begrenzungseinrichtung
die Durchgangsöffnung in der Außenseite des Türschlossgehäuses in ihrer ersten Stellung
abdecken, so dass der Schließbolzen nicht aus der Durchgangsöffnung bzw. Durchgangsbohrung
hinausgeführt werden kann.
[0025] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei der Geschirrspülmaschine
vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung einen Griff zur Durchführung einer
Verschiebung, Verschwenkung und/oder Drehung umfasst. Der Griff dient dazu, dass ein
Nutzer der Geschirrspülmaschine, der die Geschirrspülmaschine gegen unbeabsichtigtes
Öffnen zusätzlich sichern möchte, die Begrenzungseinrichtung leicht greifen und bedienen
kann. Beispielsweise kann ein Ende eines länglichen Hebels als Griff dienen. Vorzugsweise
ist an der Begrenzungseinrichtung ein zusätzlicher Griff angeordnet. Dieser kann beispielsweise
geneigt zu dem Grundkörper der Begrenzungseinrichtung an dieser angeordnet sein.
[0026] Gemäß einer zusätzlichen zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei der Geschirrspülmaschine
vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung derart am Spülbehälter oder dem Gehäuse
des Türschlosses angeordnet ist, das der Griff im geschlossenen Zustand der Tür oberhalb
des Türrahmens der Tür, insbesondere der Außentür, angeordnet ist. Die Geschirrspülmaschine
ist zum Einbau in eine Nische ausgebildet. In dem eingebauten Zustand ist insbesondere
nur die Vorderseite der Geschirrspülmaschine, an der die Tür schwenk- oder schiebbeweglich
angeordnet ist, von einem Nutzer sichtbar. Die Begrenzungseinrichtung bzw. der Griff
der Begrenzungseinrichtung ist daher bevorzugt oberhalb des Rahmens der Tür und unterhalb
einer Deckenwandung der Nische, beispielsweise unterhalb einer Arbeitsplatte, zugänglich
angeordnet. Hierdurch ist die Begrenzungseinrichtung nicht sofort sichtbar, kann aber
dennoch einfach durch einen Nutzer, der die Begrenzungseinrichtung kennt, gegriffen
und bedient werden.
[0027] Gemäß einer weiteren besonders zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei
der Geschirrspülmaschine vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung kraftschlüssig,
insbesondere durch eine Rast- oder Klemmverbindung, am Spülbehälter, insbesondere
an deren vorderem Spülbehälterrandbereich, bevorzugt vorderem Randelement oder Spülbehälterrahmen,
oder dem dort angebrachten Türschlossgehäuse schieb-, schwenk- und/oder drehbeweglich
gelagert ist. Damit die Begrenzungseinrichtung sicher am Spülbehälter oder dem Türschlossgehäuse
sitzt, ist diese vorzugsweise kraftschlüssig am Spülbehälter oder dem Türschlossgehäuse
befestigt. Bevorzugt weist der Lagerungsbolzen der Begrenzungseinrichtung ein oder
mehrere Rast- oder Klemmelemente auf, die in entsprechende ein oder mehrere Einbuchtungen
bzw. Nuten an der Innenkontur einer Bohrung im Spülbehälter, insbesondere dessen vorderen
Spülbehälterrands oder - rahmens oder dem dort angebrachten Türschlossgehäuse, in
die der Lagerungsbolzen eingesteckt wird, einschnappen. Beispielsweise kann an der
Innenkontur der Bohrung eine umlaufende oder teilumlaufende Nut vorgesehen sein. Dabei
spannt die Nut insbesondere eine Ebene auf, die senkrecht zu der Längsachse der Bohrung
verläuft. Die ein oder mehreren Rastelemente des Lagerungsbolzens schnappen in die
wenigstens eine Einbuchtung oder Nut der Bohrung ein und halten so die Begrenzungseinrichtung
dreh- oder schwenkbeweglich am Spülbehälter oder dem Türschlossgehäuse fest.
[0028] Gemäß einer weiteren besonders zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann bei
der Geschirrspülmaschine vorgesehen sein, dass die Begrenzungseinrichtung ein Kunststoffmaterial
oder ein Metall umfasst. Vorzugsweise ist für die Begrenzungseinrichtung ein Kunststoffmaterial
verwendet. Eine derartige Begrenzungseinrichtung kann beispielsweise einfach durch
ein Gießverfahren, insbesondere ein Spritzgießverfahren, hergestellt werden. Dabei
kann der Lagerungsbolzen und ggf. der Griff einteilig, insbesondere monolithisch,
mit dem Grundkörper der Begrenzungseinrichtung hergestellt werden. Alternativ kann
der Lagerungsbolzen nachträglich an den Grundkörper der Begrenzungseinrichtung befestigt
werden. Bei einem aus Metall ausgebildeten Grundkörper kann der Lagerungsbolzen beispielsweise
an diesen stoffschlüssig, beispielsweise durch eine Schweiß- oder Klebeverbindung,
befestigt sein.
[0029] Die Erfindung betrifft auch ein Türschloss zum Verschließen der Tür einer Geschirrspülmaschine,
insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass
es eine Begrenzungseinrichtung umfasst oder an ihm eine Begrenzungseinrichtung anbringbar
ist, die in einer ersten Stellung die Bewegung des Schließkolbens des Türschlosses
blockiert und in einer zweiten Stellung die Bewegung des Schließkolbens freigibt.
[0030] Sonstige Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
Die vorstehend erläuterten Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sowie die Weiterbildungen
gemäß den Unteransprüchen können dabei sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
bei der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine zur Anwendung kommen.
[0031] Die Erfindung und ihre Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden nachfolgend anhand
von Zeichnungen näher erläutert.
[0032] Es zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels einer Geschirrspülmaschine,
insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, die nach dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip
eine Begrenzungseinrichtung zur zusätzlichen Arretierung bzw. Kindersicherung ihres
Türschlosses umfasst,
- Figuren 2, 3
- jeweils eine Draufsicht auf das Gehäuse des Türschlosses und auf eine an dem Gehäuse
des Türschlosses verschwenkbar gelagerte Begrenzungseinrichtung bei der Geschirrspülmaschine
von Figur 1, wobei die Begrenzungseinrichtung der Figur 2 eine Sperr- bzw. Blockierstellung
und in der Figur 3 eine Freigabestellung für den Schließkolben des Türschlosses einnimmt,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht auf den oberen Bereich der Beschickungsöffnung des vorteilhaften
Ausführungsbeispiels der Haushaltsgeschirrspülmaschine von Figur 1 im Detail, die
nach dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip an dem Gehäuse des Türschlosses eine
verschwenkbar gelagerte Begrenzungseinrichtung aufweist,
- Figur 5
- einen Seitenquerschnitt durch das am oberen Vorderrand des Spülbehälters angeordnete
Türschloss gemäß der Figur 2, 3, 4 und die an dem Gehäuse des Türschlosses angeordnete
Begrenzungseinrichtung,
- Figur 6
- von der Seite her teilweise aufgeschnitten betrachtet eine perspektivische Ansicht
auf das am vorderen Spülbehälterrandbereich angeordnete Türschloss von Figur 5 mit
zugehöriger Begrenzungseinrichtung,
- Figur 7
- von vorne, teilweise aufgeschnitten betrachtet eine perspektivische Ansicht auf das
am vorderen Spülbehälterrandbereich angeordnete Türschloss der Figur 5, 6 mit zugehöriger
Begrenzungseinrichtung, und
- Figur 8
- von oben betrachtet eine perspektivische Draufsicht auf das am vorderen Spülbehälterrandbereich
angeordnete Türschloss gemäß den Figuren 5 mit 7 mit zugehöriger Begrenzungseinrichtung.
[0033] Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren 1 mit 8 jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0034] Fig. 1 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
einer Geschirrspülmaschine 1, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, die nach
dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip eine Begrenzungseinrichtung 6 zur zusätzlichen
Sicherung der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 umfasst. Sie kann insbesondere als Einbaugerät
zum Einbau in eine Nische wie z. B. einer Küchenzeile oder eines Küchenschranks, als
Tischgerät, oder Einzelstandgerät ausgebildet sein. Die Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 weist einen Spülbehälter 20 auf. Der Spülbehälter 20 setzt sich aus einer vertikal
angeordneten Spülbehälterrückwandung 223, zwei an den beiden Seitenrändern der Spülbehälterrückwandung
223 senkrecht zu dieser angeordnete, sich nach vorne erstreckende Spülbehälterseitenwandungen
221, 222 sowie einer Spülbehälterdeckenwandung 224 und eine Bodenwanne 25 zusammen.
Insbesondere kann er aus einer U-förmigen Haube 221, 222, 224 und der Rückwandung
223 zusammengesetzt sein. Der Spülbehälter 20 ist auf eine Bodenbaugruppe 10, auch
als Basisträger bezeichnet, aufgesetzt. D.h., in Höhenrichtung bzw. in z-Richtung
des dargestellten x,y,z-Koordinatensystems ist die Bodenbaugruppe 10 unterhalb des
Spülbehälters 20 angeordnet. Die Bodenbaugruppe 10 stellt den Kontakt zu einem Untergrund,
insbesondere einer Küchenarbeitsplatte im Fall eines Tischgeschirrspülers oder zum
Boden einer Einbaunische im Fall einer Einbaugeschirrspülmaschine her. Der Spülbehälter
kann zusätzlich zu seinem Innengehäuse mit einem Außengehäuse umgeben sein, insbesondere
wenn der Geschirrspüler als Standgerät oder Tischgerät ausgebildet ist. Der Spülbehälter
weist an seiner Frontseite eine Beschickungsöffnung zur Beschickung der im Spülraum
des Spülbehälters vorgesehenen ein oder mehreren Geschirrkörbe 200 mit zu reinigendem
Spülgut auf. Die frontseitige Beschickungsöffnung 21 des Spülbehälters 20 kann durch
eine Tür 30 verschlossen werden. Die Tür 30 ist schwenkbeweglich an Lagerungsbolzen,
die an Halteeinrichtungen der Bodenbaugruppe 10 vorgesehen sind, gelagert.
[0035] Die Beschickungsöffnung 21 wird also zum Beschicken der ein oder mehreren Geschirrkörbe
durch eine an der Geschirrspülmaschine 1 befestigte Tür 30 geöffnet und zum Betrieb
der Geschirrspülmaschine durch die an der Geschirrspülmaschine 1 befestigte Tür 30
verschlossen. Insbesondere bei Haushaltsgeschirrspülmaschinen ist die Beschickungsöffnung
zumeist frontseitig angeordnet, so dass die Tür in der Regel im unteren Bereich des
Spülbehälters, insbesondere an der Bodenbaugruppe der Haushaltsgeschirrspülmaschine,
schwenkbeweglich oder alternativ ausziehbar -ähnlich einer Schublade- befestigt ist.
[0036] Der Spülbehälter 20 weist einen vorderen Spülbehälterrandbereich 22 auf. Dieser ist
frontal von vorne betrachtet U-förmig ausgebildet und verläuft entlang den frontseitigen
Stirnseiten der beiden Seitenwände 221, 222 und der Deckenwandung 224. Am frontseitigen
Rand des Spülbehälters kann ggf. ein zusätzliches Randelement oder Spülbehälterrahmenelement
lediglich lokal an ausgewählten Stellen, nur abschnittsweise, oder durchgehend entlang
dessen Gesamtlänge vorgesehen sein. Es kann insbesondere zur Sicherstellung einer
ausreichenden mechanischen Stabilität des Spülbehälters 20 und/oder zur Bereitstellung
eines Dichtbetts für eine Tür 30 dienen. Diese vordere Randzone 22 des Spülbehälters
kann ggf. zur Befestigung der Geschirrspülmaschine 1 in einer Einbaunische, insbesondere
in einer Nische einer Küchenzeile, ausgebildet sein. Der vordere Spülbehälterrandbereich
22 kann dazu vorzugsweise steif ausgebildet. Am oberen Abschnitt 23 des Spülbehälterrandbereichs
22, d.h. am vorderen, sich im Wesentlichen in Tiefen- und Breitenrichtung y, x erstreckenden
Randabschnitt 23 (siehe Figur 4) der Deckenwandung 224 des Spülbehälters 20 ist, hier
in der Figur 1 nur schematisch dargestellt, ein Türschloss 3 mit einer zugehörigen
Begrenzungseinrichtung 6 vorgesehen. Figur 4 zeigt das Türschloss 3 auf der oberen
Außenseite 23 des vorderen Spülbehälterrandbereichs 22, die in der x,y-Lageebene etwa
parallel zur Deckenwandung 224 angeordnet ist, in perspektivischer Darstellung. Es
ist etwa mittig an dem oberseitigen Abschnitt 23 des Spülbehälterrandbereichs 22,
insbesondere des etwaig vorhandenen vorderen Randelements des Spülbehälters oder Spülbehälterrahmenelements,
außenseitig angebracht. Es sitzt mit seinem Schließkolben 4 vorzugsweise derart am
oberen, waagrecht bzw. horizontal verlaufenden Spülbehälterrandbereich 23, dass sein
Schließkolben 4 durch eine Durchbruchsöffnung 220 hindurchtauchen bzw. hindurchtreten
kann. Sein Schließkolben 4 steht aus dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 durch eine Durchbruchsöffnung
220 (siehe Figur 5) im oberen Abschnitt 23 des vorderen Spülbehälterrandbereichs 22,
der im Wesentlichen vertikal nach unten als federelastisch gelagertes Schnappelement
heraus, dem eine Vertiefung bzw. Schließmulde 32 an der Oberseite bzw. Oberkante des
Türrahmens 31, insbesondere Türrahmenelements, gegenüberliegend zugeordnet ist (siehe
Figur 4). Dieser obere Randabschnitt 23 ist die vordere Randzone der Deckenwandung
224 des Spülbehälters 20, die in Aufbau- bzw. Einbaulage der Geschirrspülmaschine
in einer sich in Tiefenrichtung y und Breitenrichtung x erstreckenden Lageebene liegt.
Die Vertiefung bzw. 32 weist eine Innenkontur auf, die im Wesentlichen komplementär
zur Außenkontur des unteren Endes des Schließkolbens 4 ausgebildet ist. Die Schließmulde
kann in die Oberkante des Türrahmens 31, insbesondere Türrahmenelements, durch eine
Einprägung mit eingeformt sein. Alternativ kann sie ggf. durch ein Formteil gebildet
sein, das als selbständiges Bauteil in eine entsprechende Ausnehmung auf der Oberseite
des Türrahmens, insbesondere Türrahmenelements eingesetzt ist. Die jeweilige Vertiefung
dieses separaten Formteils kann in fertigungstechnisch einfacher Weise mit gewünschten
Innenkonturen hergestellt werden. Vorzugsweise ist für dieses Formteil mit Schließmulde
Kunststoff gewählt, so dass sich unterschiedliche Schließmuldenformen einfach, produktionstechnisch
effizient und kostengünstig herstellen lassen. In der Schließendstellung der Tür 30
sind der Schließkolben 4 und die Schließmulde weitgehend fluchtend aufeinander ausgerichtet.
Die frontseitige Beschickungsöffnung 21 des Spülbehälters 20 kann durch die Tür 30
mittels des Türschlosses 3 verschlossen werden. Die Tür 30 ist schwenkbeweglich gelagert.
Im geschlossenen Zustand der Tür 30 ist die Begrenzungseinrichtung 6 oberhalb des
Rahmens 31 der Tür 30 angeordnet, so dass sie durch einen Nutzer betätigt werden kann.
In dieser Schließendposition der Tür 30 taucht deren Türrahmen 31 teilweise oder ganz
in den frontseitigen Spülbehälterrand des Spülbehälters ein, so dass der Türrahmen
31 und der Spülbehälter 20 zumindest in einer vorderen Randzone zur Deckung kommen,
d.h. sich dort überlappen.
[0037] Die Figuren 2 und 3 zeigen eine schematische Draufsicht auf das Gehäuse 5 des Türschlosses
3 und auf die an dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 verschwenkbar gelagerten Begrenzungseinrichtung
6 von Figur 1. Die Begrenzungseinrichtung 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als ein länglicher Hebel ausgebildet. Dabei verläuft der Grundkörper 6b der Begrenzungseinrichtung
6 in einer Ebene x, y parallel zur oberseitigen, ebenen Außenseite des Gehäuses 5
des Türschlosses 3. Der durch das Kreuz schematisch angedeutete Lagerungsbolzen 6c
der Begrenzungseinrichtung 6 ist in eine Bohrung 9 im Gehäuse 5 des Türschlosses 3
eingesteckt und in dieser Bohrung 9 verschwenkbeweglich gelagert. Der Lagerungsbolzen
6c ist vorzugsweise in der Bohrung 9 durch wenigstens eine Schnappverbindung gehalten.
In den Figuren 2 und 3 ist die Begrenzungseinrichtung 6 von oben betrachtet in zwei
Stellungen dargestellt. Figur 2 zeigt die Begrenzungseinrichtung 6 in einer ersten
Stellung (Blockierstellung) 10. In dieser ersten Stellung 10 deckt der Grundkörper
6b der Begrenzungseinrichtung 6 eine dem Inneren des Spülbehälters abgewandte Durchgangsöffnung
5a im Türschlossgehäuse 5, die strichpunktiert angedeutet ist, von oben her als eine
Art Deckel ab. Die Durchgangsöffnung 5a erstreckt sich dabei im Wesentlichen in vertikaler
Richtung z. Sie bildet die gedachte Verlängerung einer Durchbruchsöffnung 220 im oberen
Längsabschnitt 23 des vorderen Spülbehälterrandbereichs 22, d.h. sie sitzt weitgehend
fluchtend über dieser. Wenn die Begrenzungseinrichtung 6 über der Durchbruchsöffnung
220 sitzt und diese abdeckt, kann der in den Figuren 2, 3 nicht dargestellte Schließbolzen
bzw. Schließkolben 4 des Türschlosses 3 nicht aus seiner Arretierstellung 10, in der
er in die Schließmulde 32 gedrückt ist, aus der dem Spülbehälterinneren abgewandten
Durchgangsöffnung 5a nach oben herausgedrückt oder herausgeführt werden. Die Begrenzungseinrichtung
6 blockiert in dieser ersten Stellung 10 die Nach-Oben-Bewegung des Schließbolzens
4, so dass dieser die Arretierung der Tür 30 der Geschirrspülmaschine 1 durch den
Schließbolzen 4 nicht freigibt und die Tür 30 nicht geöffnet werden kann. Der Schließbolzen
4 des Türschlosses 3 ist in der Durchgangsöffnung 5a linear bzw. longitudinal verschiebbar
im Türschlossgehäuse 5 gelagert (siehe Figur 5). Insbesondere ist er koaxial in der
Durchgangsöffnung bzw. Durchgangsbohrung 5a des Türschlossgehäuses 5 angeordnet. In
Figur 2 ist die zweite Stellung (Freigabestellung) 11 der Begrenzungseinrichtung 6
strichpunktiert dargestellt. In dieser zweiten Stellung 11 deckt der Grundkörper 6b
der Begrenzungseinrichtung 6 die Durchgangsöffnung 5a in dem Türschlossgehäuse 5 nicht
ab, sondern gibt sie vollständig frei, so dass die Bewegung des Schließbolzens 4 nicht
blockiert werden kann. Die Begrenzungseinrichtung 6 kann zwischen dieser ersten Stellung
10 und dieser zweiten Stellung 11 verschwenkt werden.
[0038] An der dem Schließkolben bzw. Schließkloben 4 abgewandten Seite 6a der Begrenzungseinrichtung
6 ist zusätzlich ein Niederhalter 8 an der Oberseite des Gehäuses 5 des Türschlosses
3 vorgesehen. Dieser Niederhalter 8 stellt von außen sicher, dass die Begrenzungseinrichtung
6 nicht durch die Kraft, die beim Versuch des Öffnens der Tür 30 der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 auf den Schließbolzen 4 wirkt, verbogen oder aus der Bohrung 9 im Gehäuse 5 der
Türschlosses 3 herausgehoben werden kann. Der Niederhalter 8 ist dabei derart an der
Oberseite 6a der Begrenzungseinrichtung 6 angeordnet, dass der Grundkörper 6b der
Begrenzungseinrichtung 6 an der Unterseite des Niederhalters 8 entlanggleitet, wenn
dieser von der ersten Stellung (Blockierstellung) 10 in die zweite Stellung (Freigabestellung)
11 verschwenkt wird, oder umgekehrt. Der Niederhalter 8 dient in diesem Ausführungsbeispiel
gleichzeitig als seitliches Begrenzungselement 7 für die Schwenkbewegung der Begrenzungseinrichtung
6 entlang des Gehäuses 5 des Türschlosses 3. Er ist hier brückenförmig ausgebildet.
Die randseitigen Pfeiler/Schenkel des brückenförmig ausgebildeten Niederhalters 8
bilden die Begrenzungselemente 7 und begrenzen die Schwenkbewegung der Begrenzungseinrichtung
6. Stößt die Begrenzungseinrichtung 6 an die äußeren Schenkel 7 des Niederhalters
8 an, so wird dem Nutzer der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 indiziert, insbesondere
haptisch kenntlich gemacht, dass die erste Stellung 10 bzw. die zweite Stellung 11
der Begrenzungseinrichtung 6 erreicht ist.
[0039] In der Figur 3 befindet sich die Begrenzungseinrichtung 6 in der zweiten Stellung
(Freigabestellung) 11, in der diese die Durchgangsöffnung 5a in dem Gehäuse 5 des
Türschlosses 3 nicht abdeckt, sondern vollständig freigibt, so dass die Durchgangsöffnung
5a oberseitig offen ist. Die blockierende erste Stellung 10 ist in der Figur 3 strichpunktiert
dargestellt. An dem (von vorne betrachtet) hinteren Ende des Grundkörpers 6b der Begrenzungseinrichtung
6 ist diese schwenkbeweglich gelagert. An dem anderen, nach vorne abstehenden Ende
des Grundkörpers 6b der Begrenzungseinrichtung 6 ist ein Griff 6d (siehe auch Figur
5) vorgesehen, der zur Verschwenkung der Begrenzungseinrichtung 6 durch einen Nutzer
gegriffen werden kann.
[0040] Allgemein betrachtet kann die Begrenzungseinrichtung verschiedenartige Formen aufweisen.
So kann die Begrenzungseinrichtung beispielsweise als ein längliches Profil ausgebildet
sein, das in oder an dem Gehäuse des Türschlosses verschiebbar gelagert ist. In einer
ersten Stellung der verschiebbar geführten Begrenzungseinrichtung blockiert die Begrenzungseinrichtung
die Bewegung des Schließkolbens des Türschlosses. Durch eine Verschiebung der Begrenzungseinrichtung
in eine zweite Stellung ist die Bewegung des Schließbolzens freigegeben. Alternativ
kann die Begrenzungseinrichtung als kreisrunde Scheibe ausgebildet sein. Diese ist
vorzugsweise mittels eines Lagerungsbolzens an der Scheibe drehbeweglich um eine Drehachse
gelagert. Die Scheibe kann eine Aussparung bzw. Durchgangsöffnung aufweisen, durch
die der Schließbolzen hindurchgeführt werden kann, wenn die Scheibe die zweite Stellung
erreicht hat. D.h., die Aussparung ist in der zweiten Stellung fluchtend zu der Durchgangsöffnung
in dem Gehäuse des Türschlosses angeordnet. Durch eine Drehung der Scheibe kann der
Grundkörper der Scheibe die Durchgangsöffnung abdecken, so dass die Bewegung des Schließbolzens
des Türschlosses unterbunden und dadurch die Öffnung der Tür der Einbauhaushaltsgeschirrspülmaschine
verhindert werden kann.
[0041] Fig. 4 zeigt schematisch eine perspektivische Darstellung auf den oberen Bereich
der Beschickungsöffnung 21 der Haltsgeschirrspülmaschine 1 von Figur 1, wenn deren
Tür 30 in eine Öffnungsstellung gebracht ist, in der deren Türrahmen 31 im Bereich
des oberen Abschnitts 23 des vorderen Spülbehälterrandbereichs 22 in diesen nicht
mehr eintaucht. An diesem oberen Abschnitt 23 des vorderen Spülbehälterrandbereichs
22 sitzt das Türschloss außenseitig etwa mittig angeordnet. Am Gehäuse 5 des Türschlosses
3 ist zusätzlich die verschwenkbar gelagerte Begrenzungseinrichtung 6 angebracht.
Der nicht dargestellte Schließbolzen 3 des Türschlosses 3 greift in der Schließendstellung
der Tür 30 (siehe Figur 2 und Figur 5), in der diese die Beschickungsöffnung 21 des
Spülbehälters 20 verschließt, aufgrund einer auf den Schließbolzen 4 wirkenden Spannkraft
F
s in die Vertiefung 32 ein, die an der Oberseite des Türrahmens 31 korrespondierend
zur Position des Schließbolzens 4, d.h. hier etwa mittig angeordnet ist, und arretiert
dadurch die Tür 30 in der Schließendstellung, siehe Fig. 5.
[0042] Figur 5 zeigt schematisch einen Seitenquerschnitt durch das an dem vorderen Spülbehälterrandbereich
22 angeordnete Türschloss 3 und die an dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 angeordnete
Begrenzungseinrichtung 6 der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1. In dieser Darstellung
arretiert das Türschloss 3 die Tür 30 in ihrer Schließendposition. Ein erstes, unteres
Ende des Schließbolzens 4 sitzt in der Vertiefung 32 in dem Türrahmen 31 der Tür 30
ein. Das zweite, obere Ende des Schließbolzens 4 ist in der Durchgangsöffnung 5a des
Gehäuses 5 des Türschlosses 3 angeordnet. Beim Öffnung der Tür 30 würde der Schließbolzen
4 durch die Kontur des Türrahmens 31 in der Durchgangsöffnung des Türschlossgehäuses
5 nach oben zurückgedrängt und zumindest teilweise durch die Durchgangsöffnung 5a
des Gehäuses 5 aus dem Gehäuse 5 nach oben herausgeführt werden. In der Figur 5 befindet
sich die an dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 schwenkbeweglich gelagerte Begrenzungseinrichtung
6 in der ersten Stellung 10 (Blockierstellung) und verhindert dadurch, dass der Schließbolzen
4 durch die Durchgangsöffnung 5a aus dem Gehäuse 5 herausgeführt werden kann. D.h.,
die Begrenzungseinrichtung 6 blockiert die lineare, hier insbesondere vertikale, Verschiebung
des Schließbolzens 4 entlang der linearen Führung 12 des Türschlosses 3. Hierdurch
kann der Schließbolzen 4 nicht durch die Kontur des Türrahmens 31 aus der Vertiefung
32 in vertikaler Richtung vom Spülbehälters weg zurückgedrängt werden, so dass der
Schließbolzen 4 weiter in der Schließendposition verharrt und die Öffnung der Tür
30 verhindert. Die Begrenzungseinrichtung 6 ist über ihren Lagerungsbolzen 6c schwenkbeweglich
in der Bohrung 9 in dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 gelagert. Über den nach vorne
abstehenden Griff 6d kann die Begrenzungseinrichtung 6 verschwenkt werden. Das Türschloss
3 umfasst in dieser Ausführungsvariante ein federelastisches Element 13, insbesondere
eine Feder, die eine Spannkraft F
s in Richtung der Tür 30 bzw. der Beschickungsöffnung 21 des Spülbehälters 20 auf den
Schließbolzen 4 ausübt. Die Spannkraft F
s stellt sicher, dass der Schließbolzen 4 in die Vertiefung 32 in dem Rahmen 31 der
Tür 30 eintaucht und die Verriegelung der Tür 30 realisiert, wenn die Tür ihre Schließendstellung
einnimmt.
[0043] In den Figuren 6 bis 8 sind jeweils verschiedene perspektivische Ansichten auf das
an dem oberen Abschnitt 23 des Spülbehälterrandbereichs 22 außenseitig angeordnete
Türschloss 3 und auf die an dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 angeordnete Begrenzungseinrichtung
6 schematisch dargestellt. In der Figur 6 ist ein Seitenschnitt durch das Türschloss
3 und die Begrenzungseinrichtung 6 gezeigt. Der Lagerungsbolzen 6c der Begrenzungseinrichtung
6 ist in der Bohrung 9 des Gehäuses 5 des Türschlosses 3 drehbar gelagert. Hierdurch
kann die Begrenzungseinrichtung 6 verschwenkt werden. Der Grundkörper 6b der Begrenzungseinrichtung
6 verläuft entlang der oberen Außenseite des Gehäuses 5 des Türschlosses 3. In dieser
Ausführungsvariante der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 weist die Begrenzungseinrichtung
6 einen Vorsprung 14, auch als Nase bezeichnet, auf. Dieser Vorsprung 14 sitzt beweglich
in dem bügelartigen Niederhalter 8 ein. D.h., der Niederhalter 8 stellt sicher, dass
die Begrenzungseinrichtung 6 nicht durch den Schließbolzen 4, hier vertikal nach oben,
angehoben werden kann. Die beiden äußeren bzw. seitlichen Schenkel des bügelartigen
Niederhalters 8 stellen seitliche Begrenzungselemente 7 dar, die die Schwenkbewegung
der Begrenzungseinrichtung 6 seitlich begrenzen. Die Begrenzungseinrichtung 6 kann
in einer horizontalen x,y- Verschwenkebene, d.h. parallel zur Außenseite des Gehäuses
5 verschwenkt werden, bis der Vorsprung 14 an eines der Begrenzungselemente 7 anstößt.
Hierdurch weiß der Nutzer, dass die erste Stellung 10 oder die zweite Stellung 11
der Begrenzungseinrichtung 6 erreicht ist. Das Gehäuse 5 des Türschlosses 3 ist vorzugsweise
durch eine mechanische Verbindung, insbesondere durch eine Klemm- oder Steckverbindung,
bevorzugt kraft-, form-, und/oder passschlüssig, an dem Spülbehälterrandbereich 22
befestigt. Das Gehäuse 5 des Türschlosses 3 kann alternativ oder zusätzlich durch
eine stoffschlüssige Verbindung an dem Spülbehälterrahmen 22 befestigt sein.
[0044] Figur 7 zeigt schematisch ebenfalls einen Seitenschnitt durch das Türschloss 3 und
die Begrenzungseinrichtung 6. Hier ist deutlich erkennbar, wie der Vorsprung 14 der
Begrenzungseinrichtung 6 in dem Niederhalter 8 geführt ist. In dieser Darstellung
befindet sich die Begrenzungseinrichtung 6 in der zweiten Stellung 11, d.h. die Begrenzungseinrichtung
6 blockiert die Bewegung des Schließbolzens 4 des Türschlosses 3 nicht, sondern gibt
diesen vollständig frei. Ein oberes Ende des Schließbolzens 4 ist durch die obere
Durchgangsöffnung 5a des Gehäuses 5 hindurchgeführt und ragt aus dem Gehäuse 5 nach
oben heraus. In dieser Position des Schließbolzens 4 arretiert der Schließbolzen 4
die Tür 30 der Einbauhaushaltsgeschirrspülmaschine 1 nicht, da er in das Gehäuse 5
zurückgedrückt ist, so dass die Tür geöffnet werden kann. Der Schließbolzen 4 wird
nach oben in das Gehäuse 5 von der Oberkante 23 des Türrahmens 31 beim Schließen der
Tür 30 vor Erreichen deren Schließendstellung und beim Öffnen der Tür beim Verlassen
der korrespondierenden Vertiefung 32 zurückgedrückt und macht somit jeweils den Weg
für die Türbewegung frei. Der Niederhalter 8 ist brückenförmig ausgebildet und an
dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 angeordnet, insbesondere einteilig an diesem angeformt.
Er erstreckt sich in Breitenrichtung x über beide Stellungspositionen 10, 11 der Begrenzungseinrichtung
6 hinweg (siehe auch die Figuren 2, 3).
[0045] Figur 8 zeigt eine perspektivische Draufsicht auf das an dem Spülbehälterrandbereich
22 angeordnete Türschloss 3 und auf die an dem Gehäuse 5 des Türschlosses 3 angeordnete
Begrenzungseinrichtung 6 der Haushaltsgeschirrspülmaschine 1. Der Griff 6d der Begrenzungseinrichtung
6 ragt über den Spülbehälterrandbereich 22 nach vorne hinaus, so dass er durch einen
Nutzer gegriffen werden kann. Die Begrenzungseinrichtung 6 befindet sich in der zweiten
Stellung 11 (siehe Figur 7), so dass die Durchgangsöffnung 5a nicht durch den Grundkörper
6b der Begrenzungseinrichtung 6 abgedeckt ist. Hierdurch kann der Schließbolzen 4
durch die obere Durchgangsöffnung 5a hindurchgeführt werden und aus dem Gehäuse 5
des Türschlosses 3 heraustreten, wenn er von unten nach oben entgegen der Vorspannung
des Federelements 13 in das Gehäuse 5 durch den Türrahmen 31 beim Öffnen oder Schließen
der Tür 30 gedrückt wird, so dass die Federspannung des Federelements 13 gegenüber
dessen Federspannung in der Schießendposition des Schließkolbens 4 in der Schließmulde
32 erhöht wird, mit der dieses versucht, den Schließkolben, insbesondere vertikal,
nach unten zu drücken. Der nach unten gerichtete Vorsprung 14 der Begrenzungseinrichtung
6 wird durch den Niederhalter 8 und die als Begrenzungselemente 7 fungierenden Schenkel
des Niederhalters 8 in seiner Schwenkbewegung begrenzt.
[0046] Insbesondere kann folgende Ausführungsvariante vorteilhaft sein:
Die zusätzliche Sicherung bzw. Kindersicherung besteht beispielsweise lediglich aus
einem Hebel, der insbesondere aus Kunststoff hergestellt ist. Ein Lagerungsbolzen
des Hebels kann in eine Bohrung des Türschlosses von oben eingesteckt werden. Auf
dem Türschlossgehäuse befindet sich vorteilhafterweise ein Niederhalter. Zur Betätigung
der Sicherung kann der Hebel in horizontaler bzw. waagrechter Ebene, beispielsweise
durch den Finger einer Bedienperson oder einen anderen Gegenstand, wie durch einen
Löffelstiel, bewegt werden. Der Hebel schlägt vorzugsweise gegen seitliche Begrenzungselemente
an, was dem Nutzer der Einbauhaushaltsgeschirrspülmaschine die jeweilige Endstellung
des Hebels signalisiert. Wird in der ersten Stellung (Blockierstellung) des Hebels
versucht, die Tür zu öffnen, stößt der Schließkolben gegen die Unterseite des Hebels,
der seinerseits wieder von dem Niederhalter (insbesondere gegen die Hubbewegung vertikal
nach oben) begrenzt wird und dadurch ein Öffnen der Tür verhindert. Dies stellt eine
kostengünstige und einfach zu bedienende Ausführung einer zusätzlichen Sicherung bzw.
Kindersicherung einer Geschirrspülmaschine, insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine,
dar. Die Geschirrspülmaschine ist bevorzugt als Einbauhaushaltsgeschirrspülmaschine
ausgebildet. Die Geschirrspülmaschine kann auch als Tischgeschirrspülmaschine ausgebildet
sein. Insbesondere ist die Geschirrspülmaschine in eine Nische von Möbeln, beispielsweise
von Küchenmöbeln, eingebaut.
[0047] Insbesondere kann es zweckmäßig sein, dass zusätzlich mindestens ein Haptikelement
wie z.B. 40 (siehe Figuren 2, 3), insbesondere eine Erhebung, bevorzugt Nase, zwischen
der ersten Stellung 10 und der zweiten Stellung 11 der Begrenzungseinrichtung am Gehäuse
des Türschlosses oder am Spülbehälter, insbesondere an dessen frontseitigem Spülbehälterrahmen
oder Spülbehälterrandelement - falls ggf. vorhanden - , oder alternativ der Tür, insbesondere
deren Innentür, oder Türrahmenelement, vorgesehen ist.
[0048] Zweckmäßigerweise ist das Türschloss 3 mit dem Schließkolben 4 derart am oberen Randabschnitt
23 des vorderen Spülbehälterrandbereichs 22, insbesondere in dessen Mittenbereich,
angebracht, dass dem Schließkolben in seiner Freigabestellung eine im Wesentlichen
vertikale Aufwärts- und/oder Abwärtsbewegung ermöglicht ist. Wird z. B. die Tür 30
geschlossen, so drückt deren Innentür oder Türrahmen 31 ab einer bestimmten Zumachstellung
bzw. Anschlagstellung während der Zumachbewegung der schwenkbeweglichen Tür von unten
auf den Schließkolben 4 und drückt diesen in das Gehäuse 5 des Türschlosses 3 hinein.
Dabei wird ein federelastisches Element 13, insbesondere eine Schraubenfeder, im Gehäuse
des Türschlosses 3 zusammengedrückt und vorgespannt. Sobald die Tür bei ihrer Zumachbewegung
in die Nähe ihrer Schließendstellung kommt und dem Schließkolben 4 eine Vertiefung
32, insbesondere Schließmulde, in der Tür, insbesondere Innentür oder Türrahmen 31,
vorzugsweise weitgehend kongruent am oberen Randabschnitt der Innentür oder Türrahmens
gegenüberliegt, wird der Schließkolben aufgrund der Vorspannkraft bzw. Federkraft
F
s des federelastischen Elements 13 im Gehäuse 5 des Türschlosses 3, nach unten, insbesondere
vertikal nach unten, in die vorzugsweise zur Außenkontur des Schließkolbens korrespondierend
angepasste Innenkontur der Vertiefung, insbesondere Schließmulde, gedrückt, so dass
er dort an der Innenkontur der Schließmulde formangepasst anliegt und dort mit einer
definierten Haltekraft bzw. Schließkraft festgehalten wird. Der Schließkolben sitzt
dabei insbesondere weitgehend pass- bzw. formschlüssig in der Schließmulde. Es ist
somit ein Aufreiß- bzw. Schnappschloss gebildet, bei dem die Tür nur bei Überwindung
dieser vertikal wirkenden Schließkraft F
s durch Aufbringung einer entsprechend großen Zugkraft F
z auf die Tür aus ihrer Schließendstellung heraus in eine Offenstellung aufgezogen
werden kann. Dadurch ist eine zuverlässige Absicherung, insbesondere eine Kindersicherung,
gegen unbeabsichtigtes Öffnen der Tür bereitgestellt.
[0049] Insbesondere ist es zweckmäßig, wenn die Schließmulde 32 in der Schließendstellung
der Tür 30 von vorne betrachtet eine hintere Schräge bzw. Flanke 321 aufweist, die
steiler als ihre vordere Schräge bzw. Flanke 322 ist. Entsprechend weist der Schließkolben
4 zweckmäßigerweise an seinem unteren Ende eine hintere Schräge bzw. Flanke 41 auf,
die im Wesentlichen der Steilheit der hinteren Schräge bzw. Flanke 321 der Schließmulde
32 entspricht, sowie eine vordere Schräge bzw. Flanke 42 auf, die im Wesentlichen
der Steilheit der vorderen Schräge bzw. Flanke 322 der Schließmulde 32 entspricht.
Der Schließkolben ist also frontseitig mit einer flacheren Abkantung bzw. Schräge
als an seiner Hinterseite ausgebildet. Dies ist in der Seitenansicht von Figur 5 schematisch
dargestellt. Dadurch gleiten die vorderen Abschrägungsflächen des Schließkolbens und
der Schließmulde beim Zumachen der Tür leichtgängig unter Aufwendung einer geringen
horizontalen Schiebekraftkomponente aneinander, während der gegenüber beim Öffnen
bzw. Aufziehen der Tür aus deren Schließendstellung heraus eine größere Mindestzugkraft
F
z (in y-Richtung nach vorne) erforderlich ist. Denn für ein Aneinandergleiten der hinteren,
aneinanderliegenden Flanken von Schließkolben und Schließmulde und damit ein Zurückdrücken
des Schließkolbens in eine Freigabestellung in das Türschlossgehäuse hinein ist eine
derart größere Zugkraft in horizontaler Richtung erforderlich, dass gegen die vertikal
nach unten gerichtete Federvorspannkraft F
s des Federelements 13 des Türschlosses eine vertikal nach oben gerichtete, Kraftkomponente
(durch die nach vorne, von der Beschickungsöffnung wegbewegte Tür) bewirkbar ist,
die größer als diese Federvorspannkraft des Federelements ist. Je größer die Steilheit
der aneinanderliegenden hinteren Flanken von Schließkolben und Schließmulde, desto
größer ist deren Haltekraft aneinander bei einer nach vorne gerichteten, horizontalen
Aufzugsbewegung der Tür und desto größer ist die aufzubringende Zugkraft bzw. Aufreißkraft
F
z, die aufzubringen ist, die Tür zu öffnen.
[0050] Alternativ können die Positionen von Türschloss 3 und Schließmulde 32 auch vertauscht
sein. Das Türschloss kann ggf. auch an der Tür, insbesondere deren Innentür oder Türrahmenelement,
vorzugsweise am oberseitigen Rand, bevorzugt im Mittenbereich, angebracht sein und
mit einer dazu lagekorrespondierend vorgesehenen Vertiefung, insbesondere Schließmulde,
am vorderen Innenrand des Spülbehälters, insbesondere an dessen etwaig vorhandenem,
frontseitigem Spülbehälterrahmenelement oder Spülbehälterrandelement, zusammenwirken.
Die Begrenzungseinrichtung kann dann vorzugsweise Bestandteil des Türschlosses sein,
oder an der Tür, insbesondere deren Innentür oder Türrahmen, oder alternativ im Bereich
der Vertiefung am Spülbehälter, insbesondere an dessen frontseitigem Spülbehälterrahmen,
vorgesehen sein. Der Schließkolben ist dabei im Türschlossgehäuse in Richtung auf
die vordere Innenrandzone des Spülbehälters, insbesondere dessen frontseitigen Spülbehälterrahmens
oder - randelements, zu unter einer nach oben gerichteten Federvorspannung beweglich
gelagert. Insbesondere wird er durch ein Federelement im Türschlossgehäuse in Richtung
der Vertiefung, insbesondere Schließmulde, gedrückt, die bei dieser alternativen Ausführungsvariante
z.B. an der dem Spülraum zugewandten Innenseite des vorderen Spülbehälterrands oder
ggf. des etwaig vorhandenen, frontseitigen Spülbehälterrand- oder Spülbehälterrahmenelements
des Spülbehälters dem Türschloss gegenüberliegend, insbesondere etwa mittig angeordnet
ist.
[0051] Weiterhin kann in vorteilhafter Weise die Begrenzungseinrichtung 6 derart ausgebildet
sein, dass sie z.B. insbesondere vom vorderen Spülbehälterrandbereich 22 abgenommen
werden kann, wenn sie nicht benötigt wird, z.B. weil der Benutzer keine Kleinkinder
zu Hause hat. Die Begrenzungseinrichtung 6 ist also lösbar ausgebildet. Sie kann im
Bedarfsfall an den Spülbehälter, insbesondere dessen vorderes Spülbehälterrahmenelement
oder -randelement, wieder angesteckt werden. Sie bildet somit ein Zusatzbehörteil
zur Geschirrspülmaschine.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Geschirrspülmaschine/Haushaltsgeschirrspülmaschine
- 3
- Türschloss
- 4
- Schließbolzen des Türschloss
- 5
- Gehäuse des Türschlosses
- 5a
- Durchgangsöffnung im Gehäuse des Türschlosses
- 6
- Begrenzungseinrichtung
- 6a
- dem Schließkolben abgewandten Seite der Begrenzungseinrichtung
- 6b
- Grundkörper der Begrenzungseinrichtung
- 6c
- Lagerungsbolzen der Begrenzungseinrichtung
- 6d
- Griff der Begrenzungseinrichtung
- 7
- Begrenzungselement
- 8
- Niederhalter
- 9
- Bohrung
- 10
- erste Stellung der Begrenzungseinrichtung
- 11
- zweite Stellung der Begrenzungseinrichtung
- 12
- lineare Führung des Türschlosses
- 13
- federelastisches Element des Türschlosses
- 14
- Vorsprung des Begrenzungselementes
- 200
- Geschirrkörbe
- 20
- Spülbehälter
- 21
- frontseitige Beschickungsöffnung
- 22
- vorderer Spülbehälterrandbereich
- 220
- Durchbruchsöffnung des vorderen Spülbehälterrandbereichs
- 221, 222
- Seitenwandungen des Spülbehälters
- 223
- Rückwandung des Spülbehälters
- 224
- Deckenwandung des Spülbehälters
- 23
- oberer Abschnitt des vorderen Spülbehälterrandbereichs
- 25
- Bodenelement des Spülbehälters
- 25
- Bodenelement des Spülbehälters
- 30
- Tür der Geschirrspülmaschine
- 31
- Türrahmen der Tür
- 32
- Vertiefung im Türrahmen der Tür
- 321
- hintere Schräge der Schließmulde
- 322
- vordere Schräge der Schließmulde
- 41
- hintere Schräge des Schließkolbens
- 42
- vordere Schräge des Schließkolbens
- 40
- Haptikelement
- Fs
- Spannkraft
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem Spülbehälter
(20), dessen Beschickungsöffnung (21) durch eine Tür (30) verschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Spülbehälter (20), insbesondere an dessen vorderem Randbereich (22), bevorzugt
Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen, oder an der Tür (30) ein Türschloss
(3) vorgesehen ist, das einen beweglichen Schließkolben (4) umfasst, und dass eine
Begrenzungseinrichtung (6) vorgesehen ist, die in einer ersten Stellung (10) die Bewegung
des Schließkolbens (4) blockiert und in einer zweiten Stellung (11) die Bewegung des
Schließkolbens (4) freigibt.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) am Spülbehälter (20), insbesondere an dem vorderen
Spülbehälterrandbereich (22), bevorzugt Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen,
des Spülbehälters (20) oder an dem Gehäuse (5) des Türschlosses (3) oder an der Tür
(30) , insbesondere deren Innentür oder Türrahmenelement, schieb-, schwenk- und/oder
drehbeweglich gehalten ist.
3. Geschirrspülmaschine nach einen der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) als ein Hebel ausgebildet ist.
4. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) in der ersten Stellung (10) eine Durchgangsöffnung
(5a) in dem Gehäuse (5) des Türschlosses (3), durch die der Schließkolben (4) hindurchführbar
ist, abdeckt.
5. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Begrenzungseinrichtung (6) durch wenigstens ein Begrenzungselement
(7) eingeschränkt ist.
6. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Haptikelement (7), insbesondere eine Erhebung, bevorzugt Nase, zwischen
der ersten und der zweiten Stellung (10, 11) der Begrenzungseinrichtung (6) am Gehäuse
(5) des Türschlosses (3) oder am Spülbehälter (20), insbesondere an dessen vorderen
Randbereich (22), bevorzugt Randelement oder Spülbehälterrahmen, oder der Tür (30),
insbesondere deren Innentür, oder Türrahmenelement vorgesehen ist.
7. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Schließkolben (4) abgewandten Seite (6a) der Begrenzungseinrichtung (6)
ein Niederhalter (8) vorgesehen ist, der eine Bewegung der Begrenzungseinrichtung
(6) in Richtung der Erstreckungsrichtung des Schließkolbens (4), verhindert.
8. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) einen Grundkörper (6b) und einen, insbesondere senkrecht,
zu dem Grundkörper (6b) angeordneten Lagerungsbolzen (6c) umfasst, der zur schwenk-
und/oder drehbeweglichen Lagerung der Begrenzungseinrichtung (6) in einer Bohrung
(9) in dem Spülbehälter (20), insbesondere dessen vorderen Randbereich (22), bevorzugt
Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen, oder dem Gehäuse (5) des Türschlosses
(3) vorgesehen ist.
9. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) in einer Ebene, die quer, insbesondere senkrecht,
zu der Erstreckungsrichtung des Schließkolbens (4) verläuft, verschieb-, verschwenkbar
und/oder drehbar angeordnet ist.
10. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) einen Griff (6d) zur Durchführung einer Verschiebung,
Verschwenkung und/oder Drehung umfasst.
11. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) derart an dem Spülbehälter (20), insbesondere an dessen
vorderen Randbereich (22), bevorzugt Randelement oder Spülbehälterrahmen, oder dem
Gehäuse (5) des Türschlosses (3) oder der Tür (30), insbesondere deren Innentür oder
Türrahmen, angeordnet ist, dass der Griff (6d) im geschlossenen Zustand der Tür (30)
oberhalb des Türrahmens (31) der Tür (30), insbesondere der Außentür, angeordnet ist.
12. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) kraftschlüssig, insbesondere durch eine Rast- oder
Steckverbindung, am Spülbehälter (20), insbesondere an dessen vorderen Randbereich
(22), bevorzugt Spülbehälterrandelement oder Spülbehälterrahmen, oder dem Türschlossgehäuse
(5) oder der Tür (30), insbesondere deren Innentür oder Türrahmen, schieb-, schwenk-
und/oder drehbeweglich gelagert ist.
13. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungseinrichtung (6) ein Kunststoffmaterial oder ein Metall umfasst.
14. Geschirrspülmaschine nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (31) der Tür (30) in der Schließendstellung der Tür (30) in den vorderen
Spülbehälterrandbereich (22), insbesondere in das Spülbehälterrandelement oder in
den Spülbehälterrahmen, hineinragt und von diesem von außen umfasst ist.
15. Türschloss (3) zum Verschließen der Tür (30) einer Geschirrspülmaschine, insbesondere
Haushaltsgeschirrspülmaschine, insbesondere nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Türschloss (3) eine Begrenzungseinrichtung (6) umfasst oder am Türschloss (3)
eine Begrenzungseinrichtung (6) anbringbar ist, die in einer ersten Stellung (10)
die Bewegung des Schließkolbens (4) des Türschlosses (3) blockiert und in einer zweiten
Stellung (11) die Bewegung des Schließkolbens (4) freigibt.