[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schneidwerkzeug zum Ausschneiden eines flächigen
Abschnitts aus einem flächigen Gebilde, insbesondere eines dünnwandigen Wandabschnitts
aus einem Behälter, und zum Aufnehmen des flächigen Abschnitts bzw. des ausgeschnittenen
Wandabschnitts in dem Schneidwerkzeug.
[0002] Derartige Schneidwerkzeuge sind bekannt. Sie werden z.B. zum Öffnen von Konservendosen
oder von Getränkedosen verwendet. Meistens wird dabei aus einer z.B. zylinderförmigen
Konserven- oder Getränkedose die Stirnfläche durch das Schneidwerkzeug aufgeschnitten,
wobei ein Teil der Dosenwand teilweise oder vollständig ausgeschnitten wird. Wenn
nur teilweise ausgeschnitten wird, kann der ausgeschnittene Abschnitt der Dosenwand
in die Dose hinein oder aus ihr heraus gebogen werden, um eine ausreichend grosse
Öffnung in der Dose zu erzeugen.
[0003] Wenn vollständig ausgeschnitten wird, sollte vor allem aus hygienischen Gründen verhindert
werden, dass der ausgeschnittene Teil in die Dose und deren Inhalt hineinfällt. Hierfür
gibt es Schneidwerkzeuge in Form einer zylinderförmigen Wand, bei der eine der stirnseitigen
Kanten als Schneidmesser geschliffen ist. Wenn ein solches Schneidwerkzeug mit seinem
Schneidmesser gegen eine Dosenwand gedrückt wird, kann bei ausreichend scharfem Schneidmesser
und/oder ausreichend starkem Anpressen des Schneidmessers gegen die Dosenwand der
Teil der Dosenwand meist problemlos ausgeschnitten werden. Hingegen treten immer wieder
Probleme auf beim Aufnehmen des ausgeschnittenen Teils der Dosenwand in dem Schneidwerkzeug.
Wenn die Oberfläche der Innenwand des zylinderförmigen Schneidwerkzeugs eine glatte
reine Zylinderfläche ist, kann es bei nacheinander stattfindendem Ausschneiden von
Wandabschnitten aus identischen Dosen vorkommen, dass sich der ausgeschnittene Teil
der Dosenwand im Innern des Zylinders festklemmt, oder dass der ausgeschnittene Teil
der Dose aus dem Innern des Zylinders heraus- und in die Dose hineinfällt. Da für
den Unterschied zwischen herausfallendem Ausschnitt und moderat festgeklemmtem, d.h.
aus dem Schneidwerkzeug leicht entfernbarem Ausschnitt nur sehr kleine Unterschiede
in den Abmessungen des ausgeschnittenen Teils und/oder in der Geometrie des Aufnahmezylinders
verantwortlich sind, konnten bisher keine befriedigenden Ergebnisse mit reproduzierbarem
Ausschneiden und Festklemmen des Dosenwand-Ausschnitts erzielt werden.
[0004] Es gab Versuche, mit Widerhaken an der Schneidwerkzeug-Innenseite, d.h. an der inneren
Zylinderwand ein zuverlässigeres Ergebnis zu erzielen. Auch dies führte zu keinem
reproduzierbarem Ausschneiden und Festklemmen. Vielmehr neigten solche Schneidwerkzeuge
vor allem beim Aufschneiden von Blechdosen und Festklemmen der ausgeschnittenen Teile
zur Bildung von Metallspänen, die in die Dose gelangen können. Dies ist sowohl bei
Konservendosen als auch bei Getränkedosen inakzeptabel.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schneidwerkzeug der eingangs beschriebenen
Bauart bereitzustellen, das reproduzierbar funktioniert und bei dem praktisch keine
Späne, insbesondere keine Metallspäne entstehen.
[0006] Zur Lösung der Erfindung stellt die Erfindung ein Schneidwerkzeug bereit zum Ausschneiden
eines flächigen Abschnitts aus einem flächigen Gebilde, insbesondere eines dünnwandigen
Wandabschnitts aus einem Behälter, und zum Aufnehmen des flächigen Abschnitts bzw.
des ausgeschnittenen Wandabschnitts in dem Schneidwerkzeug. Das Schneidwerkzeug ist
durch einen Grundkörper gebildet. Dieser Grundkörper weist zumindest in einem Teilbereich
einen prismenförmigen Hohlkörper mit einer prismenförmigen Mantelwand auf, deren Stirnkante
als eine sich entlang der gesamten Umfangsrichtung des prismenförmigen Hohlkörpers
durchgehend erstreckende und die Stirnöffnung des Hohlkörpers umrandende Schneidkante
geformt ist. Der Grundkörper weist ausserdem einen Verbindungsbereich zum Verbinden
des Grundkörpers mit einem Antriebsmittel auf. Die als Schneidkante geformte Stirnkante
der prismenförmigen Mantelwand hat entlang der Umfangsrichtung einen Verlauf mit unterschiedlichen
axialen Positionen in Axialrichtung des prismenförmigen Hohlkörpers. Erfindungsgemäss
hat die mit der Schneidkante versehene Stirnkante zumindest in zwei Schneidkanten-Umfangsbereichen
jeweils einen entlang der Axialrichtung vorstehenden Schneidkanten-Abschnitt, an dessen
Innenseite die prismenförmige Mantelwand-Innenfläche eine Vertiefung aufweist, die
an den jeweiligen vorstehenden Schneidkanten-Abschnitt der Schneidkante angrenzt.
[0007] An einem Schneidkanten-Bereich, der an eine solche Vertiefung angrenzt, weist die
Projektion des Schneidkanten-Verlaufs auf eine zur Axialrichtung orthogonale Ebene,
wie z.B. die Ebene des flächigen Gebildes, eine Ausbuchtung bzw. ein "Ohr" auf. Beim
Ausschneiden eines Abschnitts aus einem flächigen Gebilde entsteht an dem ausgeschnittenen
flächigen Abschnitt eine Ausbuchtung, die der Ausbuchtung in der genannten Projektion
des Schneidkanten-Verlaufs entspricht.
[0008] Aufgrund der mindestens zwei in Axialrichtung vorstehenden Schneidkanten-Abschnitte
mit jeweils einer an diesen Schneidkanten-Abschnitt angrenzenden Vertiefung in der
Mantelwand-Innenfläche erhält man beim Ausschneiden des Abschnitts aus dem flächigen
Gebilde einen Abschnitt mit zwei Ausbuchtungen.
[0009] Im allgemeinen ist es so, dass dort wo die Vertiefung der Mantelwand-Innenfläche
an die Schneidkante grenzt, der Verlauf der Projektion der Schneidkante sowie der
Umriss des mit einer solchen Schneidkante ausgeschnittenen flächigen Abschnitts eine
Ausbuchtung haben. An diesen Ausbuchtungen bzw. "Ohren", von denen der erfindungsgemäss
ausgeschnittene flächige Abschnitt mindestens zwei hat, klemmt sich der Abschnitt
im Innern des Hohlkörpers an der prismenförmigen Mantelwand fest, die sich an die
vorstehenden Schneidkanten-Abschnitte anschliesst. Die über solche Ausbuchtungen festgeklemmten
flächigen Abschnitte bzw. Wandabschnitte klemmen fest genug, um ihr unkontrolliertes
Herausfallen aus dem prismenförmigen Hohlkörper zu verhindern. Andererseits klemmen
sie nicht so fest, dass man für ihr Ausstossen sehr grosse Stosskräfte ausüben muss.
[0010] Zur Herstellung des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs kann man von einem prismenförmigen
Hohlkörper ausgehen, der den Grundkörper des Schneidwerkzeugs bildet. Man kann dann
in einem ersten Schritt der Stirnkante, die um die Stirnöffnung dieses Hohlkörpers
herum verläuft, z.B. durch Abschleifen und Schärfen einen Schneidkanten-Verlauf entlang
der Umfangsrichtung verleihen, der unterschiedliche axiale Positionen, d.h. axial
vorstehende Schneidkanten-Abschnitte entlang der Axialrichtung des prismenförmigen
Hohlkörpers hat. In einem zweiten Schritt können dann in den Bereichen der vorstehenden
Schneidkanten-Abschnitte die Vertiefungen in die Mantelwand-Innenfläche eingearbeitet
werden. An den Stellen, wo die Vertiefungen auf die Schneidkante treffen, entstehen
Ausbuchtungen in der Projektion des Schneidkanten-Verlaufs. Die beiden Schritte können
auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden. Nachdem man in einem ersten Schritt
die Vertiefungen in der Mantelwand-Innenfläche des Grundkörpers hergestellt hat, erfolgt
das Abschleifen und Schärfen in einem zweiten Schritt, wobei man dafür sorgt, dass
die hergestellte Schneidkante die Vertiefungen kreuzt. An den Stellen, wo die Schneidkante
die Vertiefungen kreuzt, entstehen Ausbuchtungen in der Projektion des Schneidkanten-Verlaufs.
[0011] Bei einer speziellen Ausführung hat die Schneidkante zumindest in zwei Umfangsbereichen
in Axialrichtung jeweils einen vorstehenden Abschnitt, an dem die Mantelwand-Innenfläche
entlang der Axialrichtung bis zur Schneidkante einen schrägen Verlauf hat, wobei der
von einer Längsachse des prismenförmigen Hohlkörpers gemessene radiale Abstand zur
Mantelwand-Innenfläche entlang der Axialrichtung zur Schneidkante hin zunimmt.
[0012] Dies bewirkt, dass beim ersten, gleichzeitigen Auftreffen der vorstehenden Abschnitte
der Schneidkante auf einen (praktisch ebenen) dünnwandigen Wandabschnitt eines Behälters
der erste Anschnitt oder Anstich an Punkten erfolgt, die bezogen auf den ausgeschnittenen
Teil der Behälterwand weiter aussen liegen. Dringt die Schneidkante nun etwas tiefer
in die Behälterwand ein, so nimmt der von der Längsachse des eindringenden prismenförmigen
Hohlkörpers gemessene radiale Abstand zur Mantelwand-Innenfläche entlang der Axialrichtung
zur Schneidkante hin ab. Diese Abnahme des radialen Abstands zwischen der Schneidkante
und der Längsachse des prismenförmigen Hohlkörpers erfolgt zumindest in zwei Umfangsbereichen,
in denen die in Axialrichtung vorstehende Abschnitte, sog. Vorschneider bzw. Spitzen,
angeordnet sind. Diese zunehmende Verringerung der Querschnittsfläche im Innern des
prismenförmigen Hohlkörpers beim Eindringen der Schneidkante in die Behälterwand bewirkt
eine definierte Verformung des ausgeschnitten Wandabschnitts an der Innenwand des
prismenförmigen Hohlkörpers sowie ggfs. auch ein Stauchen des ausgeschnittenen Wandabschnitts
während seines Ausschneidens. Dadurch wird der ausgeschnittene Wandabschnitt auf reproduzierbare
Art und Weise im Innern des prismenförmigen Hohlkörpers festgeklemmt.
[0013] Das erfindungsgemässe Schneidwerkzeug eignet sich zum Schneiden von dünnem Metall
(Blech), insbesondere Aluminium, sowie zum Schneiden von dünnem Polymermaterial (Folie,
Bögen, dünne Platten), insbesondere Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat
(PBT), Material auf Cellulosebasis wie Papier oder Karton, oder aber Material auf
Stärkebasis wie flach gewalzte oder gepresste Lebensmittel.
[0014] Für das Schneiden von dünnem Polymermaterial ist es vorteilhaft, wenn das Schneidwerkzeug
beheizt wird. Je nach Polymermaterial kann dann eine für das Schneiden optimale Schneidwerkzeug-Temperatur
eingestellt werden.
[0015] Vorzugsweise hat die Mantelwand-Innenfläche des Schneidwerkzeugs nur in den Umfangsbereichen
mit den jeweiligen vorstehenden Schneidkanten-Abschnitten den zur Schneidkante hin
schrägen Verlauf. Der schräge Verlauf der Mantelwand-Innenfläche kann durch einen
ebenen Schliff oder durch einen gekrümmten Schliff gebildet sein.
[0016] Ähnlich wie die Mantelwand-Innenfläche hat vorzugsweise auch die Mantelwand-Aussenfläche
entlang der Axialrichtung bis zur Schneidkante einen schrägen Verlauf, wobei der von
einer Längsachse des prismenförmigen Hohlkörpers gemessene radiale Abstand zur Mantelwand-Aussenfläche
entlang der Axialrichtung zur Schneidkante hin abnimmt.
[0017] Vorzugsweise sind die Umfangsbereiche mit den in Axialrichtung vorstehenden Abschnitten
entlang der Umfangsrichtung gleichmässig verteilt.
[0018] Der prismenförmige Hohlkörper kann einen kreisförmigen, einen ovalen oder einen polygonförmigen
Querschnitt haben.
[0019] Ein zylindrisches Schneidwerkzeug mit kreisförmigem Querschnitt lässt sich besonders
leicht herstellen. Die Vertiefungen können z.B. durch Schleifen einer Ringnut an der
zylinderförmigen Mantelwand-Innenfläche hergestellt werden. Danach können die Ausbuchtungen
in der Projektion des Schnittkanten-Verlaufs hergestellet werden, indem man beim Schleifen
und Schärfen der Zylinderwand-Stirnkante die zuvor hergestellte Ringnut kreuzt. Auch
hier kann die Reihenfolge der beiden Schritte vertauscht werden.
[0020] Zweckmässigerweise besteht die prismenförmige Mantelwand zumindest im Bereich ihrer
Schneidkante aus Stahl, aus Keramikmaterial oder aus Hartmetall.
[0021] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die axiale Länge (b) des Bereichs
mit der Vertiefung an der Mantelwand-Innenfläche bei den vorstehenden Abschnitten
kleiner als die maximale Differenz (a) der verschiedenen axialen Positionen der Schneidkante
entlang der Umfangsrichtung.
[0022] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführung hat die Mantelwand-Innenfläche des prismenförmigen
Hohlkörpers zumindest in einem axialen Teilbereich der Innenfläche eine mikroskopisch
rauhe Oberfläche und/oder makroskopische Erhebungen.
[0023] Vorzugsweise hat das Oberflächenprofil der Mantelwand-Innenfläche (4a) und das Oberflächenprofil
der Mantelwand-Innenfläche (4b) entlang der axialen Richtung stumpfe Kanten (8) von
mindestens 120° bzw. Richtungsänderungen der Oberflächentangente (d bzw. e) von höchstens
60°.
[0024] Vorzugsweise hat das Schneidwerkzeug einen Stössel, der sich durch eine Stösselöffnung
des Grundkörpers hindurch erstreckt und/oder in diesem gelagert ist, und der im Innern
des prismenförmigen Hohlkörpers axial hin und her bewegbar ist, so dass im Innern
des Hohlkörpers enthaltene ausgeschnittene Wandabschnitte aus dem Hohlkörper ausgestossen
werden können.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Schneidwerkzeug zusätzlich zur Stirnöffnung
eine Austrittsöffnung hat, so dass im Innern des prismenförmigen Hohlkörpers zuvor
aufgenommene und ggfs. gestapelte ausgeschnittene Wandabschnitte über in den Hohlkörper
später nachrückende ausgeschnittene Wandabschnitte ausgestossen werden können.
[0026] Alternativ kann an der Austrittsöffnung auch eine Saugvorrichtung angeschlossen sein,
so dass im Innern des Hohlkörpers enthaltene ausgeschnittene Wandabschnitte aus dem
Hohlkörper abgesaugt werden können.
[0027] Der Verbindungsbereich des Schneidwerkzeugs kann einen Handgriff aufweisen. Insbesondere
kann das Schneidwerkzeug eine zangenartige oder klammerartige Haltevorrichtung aufweisen,
an deren erstem Schenkel der die Schneidkante aufweisende Grundkörper mittels seines
Verbindungsbereichs befestigt ist, und an deren zweitem Schenkel der den dünnen Wandabschnitt
aufweisende Behälter befestigbar ist, so dass durch eine Relativbewegung der beiden
Schenkel die Schneidkante gegen den dünnwandigen Wandabschnitt und durch diesen hindurch
gedrückt werden kann.
[0028] Der prismenförmige Hohlkörper kann in einem Teilbereich seiner Innenwand entlang
seiner Axialrichtung einen erweiterten Querschnitt haben. In diesem axialen Bereich
des Hohlkörpers können ausgeschnittene Abschnitte lose gestapelt werden, so dass nach
einer gewissen Anzahl von Öffnungs- bzw. Ausschneidevorgängen das Ausstossen der in
dem Hohlraum angesammelten Abschnitte ohne grossen Kraftaufwand erfolgen kann.
[0029] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
aus der nun folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen
Schneidwerkzeugs anhand der Zeichnung, wobei:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs
entlang seiner Längsachse L zeigt;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 quer zu seiner Längsachse
L zeigt;
Fig. 3 eine vergrösserte Ansicht einer Einzelheit des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs
im eingekreisten Bereich Z der Fig. 1 zeigt;
Fig. 4 eine Ansicht des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs entlang der Schnittebene
X-X der Fig. 1 ist;
Fig. 5 eine Ansicht des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs entlang der Schnittebene
Y-Y der Fig. 1 ist;
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen ausgeschnittenen flächigen Abschnitt zeigt, der mit
einem Schneidwerkzeug gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel hergestellt wurde;
Fig. 7 eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen
Schneidwerkzeugs entlang seiner Längsachse L zeigt;
Fig. 8 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 7 quer zu seiner Längsachse
L zeigt;
Fig. 9 eine vergrösserte Ansicht einer Einzelheit des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs
im eingekreisten Bereich Z der Fig. 7 zeigt;
Fig. 10 eine Ansicht des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs entlang der Schnittebene
X-X der Fig. 7 ist;
Fig. 11 eine Ansicht des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs entlang der Schnittebene
Y-Y der Fig. 7 ist; und
Fig. 12 eine Draufsicht auf einen ausgeschnittenen flächigen Abschnitt zeigt, der
mit einem Schneidwerkzeug gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiel hergestellt wurde.
[0030] In Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen
Schneidwerkzeugs 1 entlang seiner Längsachse L gezeigt. Das Schneidwerkzeug 1 dient
zum Ausschneiden eines dünnwandigen Wandabschnitts aus einem Behälter, wie z.B. einer
Getränkedose (nicht gezeigt), und zum Aufnehmen des ausgeschnittenen Wandabschnitts
in dem Schneidwerkzeug 1. Hierzu hat das Schneidwerkzeug 1 entlang seiner Schneidkante
5 vier vorstehende Abschnitte 5a, 5b, 5c und 5d sowie vier zurückgezogene Abschnitte
5e, 5f, 5g und 5h (siehe auch Fig. 2). Ausserdem ist an dem Verbindungsbereich 6 (siehe
auf Fig. 2) ein mittiges Loch 6a vorgesehen, an dem das Schneidwerkzeug 1 mit einem
(nicht gezeigten) Antriebsmittel verbunden werden kann.
[0031] In Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 quer zu seiner
Längsachse L gezeigt. Das Schneidwerkzeug 1 ist durch einen Grundkörper 2 gebildet,
der in einem Teilbereich einen prismenförmigen Hohlkörper 3 aufweist. Dieser Hohlkörper
3 wird durch eine prismenförmige Mantelwand 4 gebildet, deren Stirnkante 5 als eine
sich entlang der Umfangsrichtung des prismenförmigen Hohlkörpers 3 erstreckende und
dessen Stirnöffnung umrandende Schneidkante 5 geformt ist, die in Fig. 2 nach oben
weist. An seinem in Fig.2 nach unten weisenden Ende hat der Grundkörper 2 seinen Verbindungsbereich
6 mit dem Loch 6a, an dem er mit dem (nicht gezeigten) Antriebsmittel verbunden werden
kann. Das Antriebsmittel kann eine handbetätigte, einen Hebel aufweisende Maschine
sein, in der das Schneidwerkzeug durch Muskelkraft über eine Hebelanordnung auf und
ab bewegt werden kann. Eine Dose, z.B. Getränkedose, kann in der Maschine befestigt
werden.
[0032] Die Schneidkante 5 hat entlang ihrer Umfangsrichtung einen Verlauf mit unterschiedlichen
axialen Positionen in Axialrichtung des prismenförmigen Hohlkörpers 3. Im vorliegenden
Beispiel hat die Schneidkante 5 in vier Umfangsbereichen in Axialrichtung vorstehende
Abschnitte 5a, 5b, 5c und 5d (siehe Fig. 1), wovon in Fig. 2 nur die beiden Abschnitte
5a und 5b sichtbar sind. An diesen vorstehenden Abschnitten 5a, 5b, 5c und 5d, die
als "Vorschneider" bzw. "Weitschneider" dienen, hat die Mantelwand-Innenfläche 4a
entlang der Axialrichtung bis zur Schneidkante 5 einen schrägen Verlauf 7a (siehe
Fig. 3). Bei diesem schrägen Verlauf nimmt der von der Längsachse L des prismenförmigen
Hohlkörpers 3 gemessene radiale Abstand Ri von der Längsachse L zur Mantelwand-Innenfläche
4a entlang der Axialrichtung zur Schneidkante 5 hin zu.
[0033] Zwischen ihren vorstehenden Abschnitten 5a, 5b, 5c und 5d hat die Schneidkante 5
zurückgezogene Abschnitte 5e, 5f, 5g und 5h (siehe Fig. 1), wovon in Fig. 2 nur die
Abschnitte 5e, 5f und 5h sichtbar sind. An diesen Abschnitten 5e, 5f, 5g und 5h, die
als "Nachschneider" dienen, hat die Mantelwand-Innenfläche 4a keinen schrägen Verlauf
7a (siehe Fig. 3). Hier ist der von der Längsachse L des prismenförmigen Hohlkörpers
3 gemessene radiale Abstand Ri von der Längsachse L zur Mantelwand-Innenfläche 4a
entlang der Axialrichtung konstant.
[0034] Damit kann beim Abwärtsbewegen des Schneidwerkzeugs 1 gegen eine Dose der Deckel
an der Dosen-Stirnfläche aufgeschnitten und letztendlich ausgeschnitten werden. An
den vorstehenden Abschnitten 5a, 5b, 5c und 5d, bei denen es sich um abgerundete Spitzen
handelt, wird der Dosendeckel zunächst angestochen. Beim anschliessenden weiteren
Eindringen der Abschnitte 5e, 5f, 5g und 5h des Schneidwerkzeugs 1 in den Dosendeckel
wird dieser vollständig ausgeschnitten und wird im Innern 11 des Hohlkörpers 3 durch
die Mantelwand-Innenfläche 4a festgeklemmt.
[0035] In Fig. 3 ist eine vergrösserte Ansicht einer Einzelheit des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs
im eingekreisten Bereich Z der Fig. 1 gezeigt. Man erkennt an der Mantelwand-Innenfläche
4a einen schrägen Verlauf 7a in Form eines schrägen Anschliffs an der Schneidkante
5. Dieser schräge Verlauf 7a ist nur an den Bereichen mit den vorstehenden Abschnitten
bzw. abgerundeten Spitzen 5a, 5b, 5c und 5d der Mantelwand-Innenfläche 4a ausgebildet.
In den restlichen Bereichen entlang der Umfangsrichtung der Schneidkante 5 hat die
Mantelwand-Innenfläche 4a keinen schrägen Verlauf 7a.
[0036] In Fig. 4 ist eine Ansicht des erfindungsgemässen Schneidwerkzeugs 1 entlang der
Schnittebene X-X der Fig. 1 gezeigt, und in Fig. 5 ist eine Ansicht des erfindungsgemässen
Schneidwerkzeugs entlang der Schnittebene Y-Y der Fig. 1 gezeigt. Der Spitzwinkel
f liegt im Bereich von 5° bis 90°, vorzugsweise im Bereich von 10° bis 60° und am
bevorzugtesten im Bereich von 25° bis 45°. Der Spitzwinkel f ist der Winkel an der
spitz zulaufenden Schnittkante 5 zwischen der Abschrägung 7a an der Mantelwand-Innenfläche
4a und der Abschrägung 7b an der Mantelwand-Aussenfläche 4b. Die Abschrägung 7a bildet
einen Winkel d zur Längsachse L. Die Abschrägung 7b bildet einen Winkel e zur Längsachse
L. Der Spitzwinkel f ist die Summe der Winkel d und e.
[0037] Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch einen vorstehenden Abschnitt 5b als einem der vier
vorstehenden Abschnitte (siehe Schnitt X-X in Fig. 1). Von dem Verbindungsbereich
6 erstreckt sich die zylinderförmige Mantelwand 4 bis zur Schneidkante 5. Die Mantelwand-Innenfläche
4a ist eine Zylinderwand mit Radius Ri (siehe Fig. 2) und weist nur im Bereich der
Schnittkante 5 einen schrägen Verlauf 7a auf, der als ebener oder als konischer Schliff
ausgebildet sein kann. Die Mantelwand-Aussenfläche 4b ist eine Zylinderwand mit Radius
Ra (siehe Fig. 2) und weist im Bereich der Schnittkante 5 ebenfalls einen schrägen
Verlauf 7b auf, der als konischer Schliff ausgebildet ist und sich entlang der gesamten
Umfangsrichtung des Schneidwerkzeugs 1 erstreckt. Der in Fig. 4 im Schnitt dargestellte
vorstehende Abschnitt 5b der Schneidkante 5 dient als "Vorschneider". Dieselbe Funktion
haben die weiteren drei vorstehenden Abschnitte 5a, 5c und 5d der Schneidkante 5.
Diese vier Vorschneider 5a, 5b, 5c und 5d sind entlang der Umfangsrichtung des Schneidwerkzeugs
1 gleichmässig verteilt.
[0038] Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch zurückgezogenen Abschnitt 5f als einem der vier
zurückgezogenen Abschnitte (siehe Schnitt Y-Y in Fig. 1). Von dem Verbindungsbereich
6 erstreckt sich die zylinderförmige Mantelwand 4 bis zur Schneidkante 5. Die Mantelwand-Innenfläche
4a ist eine Zylinderwand mit Radius Ri (siehe Fig. 2) und weist nur im Bereich der
Schnittkante 5 keinen schrägen Verlauf 7a auf. Die Mantelwand-Aussenfläche 4b ist
eine Zylinderwand mit Radius Ra (siehe Fig. 2) und weist im Bereich der Schnittkante
5 ebenfalls einen schrägen Verlauf 7b auf, der als konischer Schliff ausgebildet ist
und sich entlang der gesamten Umfangsrichtung des Schneidwerkzeugs 1 erstreckt. Der
in Fig. 5 im Schnitt dargestellte zurückgezogene Abschnitt 5f der Schneidkante 5 dient
als "Nachschneider". Dieselbe Funktion haben die weiteren drei zurückgezogenen Abschnitte
5e, 5g und 5h der Schneidkante 5. Diese vier Nachschneider 5e, 5f, 5g und 5h sind
entlang der Umfangsrichtung des Schneidwerkzeugs 1 ebenfalls gleichmässig verteilt.
[0039] Die axiale Länge b des Bereichs mit schrägem Verlauf 7a an den Vorschneidern 5a,
5b, 5c und 5d der Mantelwand-Innenfläche 4a ist kleiner als die maximale axiale Differenz
a zwischen den verschiedenen vorstehenden axialen Positionen 5a, 5b, 5c, 5d und den
verschiedenen zurückgezogenen axialen Positionen 5e, 5f, 5g, 5h der Schneidkante 5
entlang der Umfangsrichtung.
[0040] In der Draufsicht der Fig. 1 und noch deutlicher in der vergrösserten Draufsicht
der Fig. 3 erkennt man wie sich die Schneidkante 5 entlang des Kreisrings, der durch
die axiale Projektion der zylinderförmigen Mantelwand 4 gebildet ist, schlängelnd
erstreckt. In den Bereichen 5a, 5b, 5c und 5d, die dem Schnitt der Fig. 4 entsprechen
(Vorschneider), verläuft die Schneidkante 5 von dem Innenkreis, der durch die Mantelwand-Innenfläche
4a gebildet ist, ins Innere der Fläche der Kreisring-Projektion und wieder zurück
zum Innenkreis. In den dazwischen liegenden Bereichen 5e, 5f, 5g und 5h, die dem Schnitt
der Fig. 5 entsprechen (Nachschneider), verläuft die Schneidkante 5 auf der Innenkreis-Projektion.
[0041] Die stumpfen Winkel g und h (siehe Fig. 4 bzw. Fig. 5) an den Übergängen von der
zylinderförmigen Mantelwand-Innenfläche 4a zur Abschrägung 7a bzw. von der zylinderförmigen
Mantelwand-Aussenfläche 4b zur Abschrägung 7b betragen jeweils mindestens 120°. Dies
entspricht Richtungsänderungen d bzw. e der Oberflächentangente in der Axialrichtung
L von höchstens 60° bzw. einem Spitzwinkel f = d + e von höchstens 60°.
[0042] Das erfindungsgemässe Schneidwerkzeug 1 eignet sich zum Ausschneiden eines dünnwandigen
Wandabschnitts aus einer Blechdose, wie z.B. einer Aluminium-Getränkedose, oder aus
einem Polymerbehälter, wie z.B. einem Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET),
und zum Aufnehmen des ausgeschnittenen Wandabschnitts im Innern 11 des Schneidwerkzeugs
1.
[0043] Speziell für die zylinderförmige Geometrie des dargestellten Ausführungsbeispiels
kann auch gesagt werden, dass der durch die Schneidkanten-Positionen der Vorschneider
5a, 5b, 5c und 5d bestimmte grosse bzw. äussere Schneidekreis SKG an einer jeweiligen
Zahnspitze (siehe Fig. 4) einen grösseren Durchmesser hat als der durch die Schneidkanten-Positionen
der Nachschneider 5e, 5f, 5g und 5h bestimmte kleine bzw. innere Schneidekreis SKK
an einem jeweiligen Zahngrund (siehe Fig. 5). Die Differenz der Durchmesser der beiden
Schneidekreise SKG und SKK beträgt 2c (siehe Fig. 4).
[0044] Dringt die Schneidkante 5 nun etwas tiefer in die Behälterwand ein, erfolgt eine
definierte Verformung des ausgeschnitten Wandabschnitts an der Innenwand 4a des zylinderförmigen
Hohlkörpers 3 sowie ggfs. auch ein Stauchen des ausgeschnittenen Wandabschnitts während
seines Ausschneidens. Der ausgeschnittene Wandabschnitt wird dadurch auf reproduzierbare
Art und Weise im Innern 11 des zylinderförmigen Hohlkörpers 3 festgeklemmt.
[0045] In Fig. 4 und in Fig. 5 erkennt man an dem prismenförmigen Hohlkörper 3 einen Teilbereich
4c seiner Innenwand, der entlang seiner Axialrichtung einen erweiterten Querschnitt
hat. In diesem axialen Bereich des Hohlkörpers 3 können ausgeschnittene Abschnitte
12 (siehe Fig. 6) lose gestapelt werden, so dass nach einer gewissen Anzahl von Öffnungs-
bzw. Ausschneidevorgängen das Ausstossen der in dem Hohlraum 3 angesammelten Abschnitte
12 ohne grossen Kraftaufwand erfolgen kann.
[0046] In Fig. 6 ist eine Draufsicht auf einen ausgeschnittenen flächigen Abschnitt 12 gezeigt,
der mit einem Schneidwerkzeug 1 gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel hergestellt
wurde. Der Aussenrand 13 des Abschnitts 12 hat vier entlang der Umfangsrichtung gleichmässig
verteilte Ausbuchtungen 13a, 13b, 13c und 13d (übertrieben dargestellt), die durch
die vorstehenden Abschnitte 5a, 5b, 5c bzw. 5d hergestellt wurden. Die Verlauf der
Projektion der Schneidkante 5 (siehe Fig. 1 und Fig. 3) entspricht dem Verlauf des
Aussenrandes 13 des Abschnitts 12.
[0047] In Fig. 7 ist eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen
Schneidwerkzeugs entlang seiner Längsachse L gezeigt. Dieses zweite Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass in den vorstehenden
Abschnitten 5a', 5b', 5c' und 5d' eine Vertiefung 7a' in Form einer Ringnut vorgesehen
ist. Diese Vertiefung 7a' grenzt nicht bis an die Spitze der jeweiligen vorstehenden
Abschnitte 5a', 5b', 5c' und 5d'. An den Stellen, wo diese Ringnut-Vertiefung 7a'
von der Schneidkante 5 geschnitten wird (siehe Fig. 8), hat die Projektion des Schneidkanten-Verlaufs
eine Ausbuchtung. Da die Ringnut-Vertiefung 7a' von der Schneidkante an jedem vorstehenden
Abschnitt zweimal gekreuzt wird, ergeben sich an jedem vorstehenden Abschnitt 5a',
5b', 5c' und 5d` zwei Ausbuchtungen in der Schneidkanten-Projektion (siehe Fig. 7
und Fig. 9).
[0048] In den Figuren 7 bis 12 sind Teile, welche dieselben Bezugszeichen wie in den Figuren
1 bis 6 tragen, mit diesen Teilen identisch.
[0049] In Fig. 12 ist eine Draufsicht auf einen ausgeschnittenen flächigen Abschnitt 12'
gezeigt, der mit einem Schneidwerkzeug 1' gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiel hergestellt
wurde. Der Aussenrand 13' des Abschnitts 12' hat vier entlang der Umfangsrichtung
gleichmässig verteilte Ausbuchtungspaare 13a', 13b', 13c' und 13d' (übertrieben dargestellt),
die durch die vorstehenden Abschnitte 5a', 5b', 5c' bzw. 5d' hergestellt wurden. Die
Verlauf der Projektion der Schneidkante 5' (siehe Fig. 7 und Fig. 9) entspricht dem
Verlauf des Aussenrandes 13' des Abschnitts 12'.
1. Schneidwerkzeug (1, 1') zum Ausschneiden eines flächigen Abschnitts aus einem flächigen
Gebilde, insbesondere eines dünnwandigen Wandabschnitts aus einem Behälter, und zum
Aufnehmen des flächigen Abschnitts bzw. des ausgeschnittenen Wandabschnitts in dem
Schneidwerkzeug, wobei das Schneidwerkzeug (1) durch einen Grundkörper (2) gebildet
ist, der zumindest in einem Teilbereich einen prismenförmigen Hohlkörper (3) mit einer
prismenförmigen Mantelwand (4) aufweist, deren Stirnkante als eine sich entlang der
gesamten Umfangsrichtung des prismenförmigen Hohlkörpers (3) durchgehend erstreckende
und die Stirnöffnung des Hohlkörpers umrandende Schneidkante (5; 5') geformt ist;
und der einen Verbindungsbereich (6) zum Verbinden des Grundkörpers (2) mit einem
Antriebsmittel aufweist; wobei die als Schneidkante (5; 5') geformte Stirnkante der
prismenförmigen Mantelwand (4) entlang der Umfangsrichtung einen Verlauf mit unterschiedlichen
axialen Positionen in Axialrichtung des prismenförmigen Hohlkörpers (3) hat, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Schneidkante (5; 5') versehene Stirnkante zumindest in zwei Schneidkanten-Umfangsbereichen
jeweils einen entlang der Axialrichtung vorstehenden Schneidkanten-Abschnitt (5a,
5b, 5c, 5d; 5a', 5b', 5c', 5d') aufweist, an dessen Innenseite die prismenförmige
Mantelwand-Innenfläche (4a) eine Vertiefung (7a; 7a') aufweist, die an den jeweiligen
Schneidkanten-Abschnitt (5a, 5b, 5c, 5d; 5a', 5b', 5c', 5d') der Schneidkante (5;
5') angrenzt.
2. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkante (5) zumindest in zwei Umfangsbereichen in Axialrichtung jeweils
einen vorstehenden Abschnitt (5a, 5b, 5c, 5d) aufweist, an dem die Mantelwand-Innenfläche
(4a) entlang der Axialrichtung bis zur Schneidkante (5a, 5b, 5c, 5d) einen schrägen
Verlauf (7a) hat, wobei der von einer Längsachse (L) des prismenförmigen Hohlkörpers
(3) gemessene radiale Abstand (Ri) zur Mantelwand-Innenfläche (4a) entlang der Axialrichtung
zur Schneidkante (5) hin zunimmt.
3. Schneidwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelwand-Innenfläche (4a) nur in den Umfangsbereichen mit den jeweiligen vorstehenden
Schneidkanten-Abschnitten (5a, 5b, 5c, 5d) den zur Schneidkante (5) hin schrägen Verlauf
(7a) hat.
4. Schneidwerkzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der schräge Verlauf (7a) der Mantelwand-Innenfläche (4a) durch einen ebenen Schliff
oder durch einen gekrümmten Schliff gebildet ist.
5. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelwand-Aussenfläche (4b) entlang der Axialrichtung bis zur Schneidkante (5)
einen schrägen Verlauf (7b) hat, wobei der von einer Längsachse (L) des prismenförmigen
Hohlkörpers (3) gemessene radiale Abstand (Ra) zur Mantelwand-Aussenfläche (4b) entlang
der Axialrichtung zur Schneidkante (5) hin abnimmt.
6. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsbereiche mit den in Axialrichtung vorstehenden Abschnitten (5a, 5b, 5c,
5d) entlang der Umfangsrichtung gleichmässig verteilt sind.
7. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der prismenförmige Hohlkörper (3) einen kreisförmigen, einen ovalen oder einen polygonförmigen
Querschnitt hat.
8. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die prismenförmige Mantelwand (4) zumindest im Bereich ihrer Schneidkante (5) aus
Stahl, aus Keramikmaterial oder aus Hartmetall besteht.
9. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge (b) des Bereichs mit der Vertiefung (7a; 7a') an der Mantelwand-Innenfläche
(4a) bei den vorstehenden Abschnitten (5a, 5b, 5c, 5d) kleiner als die maximale Differenz
(a) der verschiedenen axialen Positionen der Schneidkante (5) entlang der Umfangsrichtung
ist.
10. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mantelwand-Innenfläche (4a) des prismenförmigen Hohlkörpers (3) zumindest in
einem axialen Teilbereich der Innenfläche eine mikroskopisch rauhe Oberfläche und/oder
makroskopische Erhebungen aufweist.
11. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberflächenprofil der Mantelwand-Innenfläche (4a) und das Oberflächenprofil der
Mantelwand-Innenfläche (4b) entlang der axialen Richtung stumpfe Kanten (8) von mindestens
120° bzw. Richtungsänderungen der Oberflächentangente (d bzw. e) von höchstens 60°
aufweist.
12. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Stössel aufweist, der sich durch eine Stösselöffnung (10) des Grundkörpers
(2) hindurch erstreckt und/oder in diesem gelagert ist, und der im Innern des prismenförmigen
Hohlkörpers (3) axial hin und her bewegbar ist, so dass im Innern (11) des Hohlkörpers
(3) enthaltene ausgeschnittene Wandabschnitte aus dem Hohlkörper ausgestossen werden
können.
13. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich zur Stirnöffnung eine Austrittsöffnung aufweist, so dass im Innern
(11) des prismenförmigen Hohlkörpers (3) zuvor aufgenommene und ggfs. gestapelte ausgeschnittene
Wandabschnitte über in den Hohlkörper später nachrückende ausgeschnittene Wandabschnitte
ausgestossen werden können.
14. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der prismenförmige Hohlkörper in einem Teilbereich (4c) seiner Innenwand entlang
seiner Axialrichtung einen erweiterten Querschnitt hat.