| (19) |
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(11) |
EP 2 289 841 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.10.2012 Patentblatt 2012/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.04.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Sattelunterlage
Saddle underlay
Support de selle
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
01.09.2009 DE 202009011826 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.03.2011 Patentblatt 2011/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Bechmann, Peter |
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9182 Maria Elend (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bechmann, Peter
9182 Maria Elend (AT)
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| (74) |
Vertreter: Müller Schupfner & Partner |
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Bavariaring 11 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 134 877 GB-A- 2 372 690
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GB-A- 2 308 799
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- 'Rubber granulate', [Online] Gefunden im Internet: <URL:http://www.jakobsrubber.com/eng/inhoud
/rubbergranulaat.htm> [gefunden am 2011-06-09]
- 'MaLuAn Kunststoffen', [Online] Gefunden im Internet: <URL:http://www.maluan.eu/epdm-sbr-granulaa
t.html> [gefunden am 2011-06-09]
- 'KAHL Recycling Plants for Waste Tyres', [Online] Gefunden im Internet: <URL:http://www.akahl.de/akahl/files/Prospe
kte/Prospekte_englisch/AK36_Altreifen_10e.p df> [gefunden am 2011-06-09]
- ANSGAR BEHLER: 'Granulate', [Online] 01 November 2005, Gefunden im Internet: <URL:http://www.roempp.com/prod/>
[gefunden am 2011-12-19]
- 'RÖMPP',
- 'Gemisch', [Online] Gefunden im Internet: <URL:www.wikipedia.com>
- 'Reinstoff', [Online] Gefunden im Internet: <URL:www.wikipedia.com>
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sattelunterlage nach den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1, siehe z.B.
DE-C-134 877.
[0002] In einem herkömmlichen Reitsattel ist in der Regel ein Sattelbaum integriert, der
über die Trachten das Reitergewicht auf den Pferderücken verteilt. Unter einem Sattelbaum
versteht man dabei ein verhältnismäßig starres Kunststoff- oder Holzgerüst, das in
den Sattel zur Stabilisierung eingearbeitet ist. Die Form der Auflagefläche der Trachten
sollte im günstigsten Fall der Form des Pferderückens genau angepasst sein.
[0003] Moderne Sattelbäume können auch aus Aluminium oder Fiberglasfaser bestehen, der dem
Sattel die Form und Steifigkeit gibt. Inzwischen gibt es auch baumlose Sättel, die
sich einfacher dem Pferderücken anpassen lassen, und Sättel mit Lederbaum. Für die
Passgenauigkeit auf dem Pferderücken werden Sattelbäume in einer großen Zahl von Größen
und Kammerweiten angeboten. Schabracken, Satteldecken, Pads, Westernpads oder Woilache
schützen den Sattel vor Schweiß und dienen bei Bedarf als Polster.
[0004] Die Form eines Pferderückens verändert sich aber trainings- oder altersbedingt durch
das Zu- oder Abnehmen des Pferdes. Bei jungen Pferden muss damit gerechnet werden,
dass durch die Veränderung des Muskelaufbaus, beispielsweise durch das Training oder
durch Wachstum später ein anderer Sattel notwendig ist.
[0005] Die Verwendung einer Sattelunteriage soll eine Schonung des Pferderückens gegenüber
Druck- und Scheuerstellen durch den aufliegenden Sattel bewirken. Übliche Sattelunterlagen
haben den Nachteil, dass eine gleichmäßige Druckverteilung des Reitergewichts bei
einer Formabweichung zwischen Sattel und Pferderücken nicht gewährleistet werden kann.
[0006] In der G 9411519.2 ist eine Sattelunterlage beschrieben, die mit einem Gel gefüllt
ist. Diese Sattelunterlage ermöglicht eine annähernd hydrostatische Druckverteilung,
sowie eine Formanpassung an den Pferderücken. Diese Unterlage bleibt aber ständig
weich und hat somit den Nachteil, dass kein guter Kontakt zwischen Reiter und Pferd
möglich ist. Der Reiter schwimmt gewissermaßen auf dem Pferd.
[0007] Die
DE 29923655 U1 beschreibt eine Sattelunterlage, die abgesteppte Kammern aufweist, die mit einem
pyramidenförmigen Granulat der Größe 2-3mm gefüllt ist. Der Nachteil bei dieser Sattelunterlage
ist, dass durch die abgesteppten Kammern keine Formanpassung über die gesamte Länge
der Sattelauflage möglich ist und somit auch keine gleichmäßige Druckverteilung erfolgen
kann.
[0008] Die
GB 2 308 799 offenbart eine Sattelunterlage, die mit einem Granulat gefüllt wird, wobei das Granulat
in eine Umhüllung gefüllt wird, die luftdicht ist. Durch die Regelung der Luft innerhalb
der Umhüllung und des Füllstands des Granulats wird die Anpassung an den Sattel und
den Pferderücken ermöglicht.
[0009] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, eine Sattelunterlage zu schaffen,
die eine gleichmäßige Druckverteilung und eine exakte Formanpassung an den Pferderücken
gewährleistet und einen guten und festen Kontakt zwischen Reiter und Pferd ermöglicht,
um die Reiterhilfen unverfälscht übertragen zu können.
[0010] Diese Aufgabe wird erfingdungsgemäß durch eine Sattelunterlage mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet und beansprucht.
[0011] Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Sattelunterlage ist darin zu sehen,
dass eine textile Umhüllung, die mit Vorteil annähernd oder genau dem Umriss der Trachtenform
des Sattelbaumes entspricht, mit einem feinen, bikohärenten, dispersen Pulver gefüllt
ist, wobei das Füllvolumen der Umhüllung durch eine lose Schüttung mit dem Pulver
aufgefüllt wird.
[0012] Das Pulver weist erfindungsgemäß eine Korngröße von 0,001- weniger als 2,0 mm, bevorzugt
0,002-1,0 mm, besonders bevorzugt 0,002-0,5 mm auf und zeichnet sich auch dadurch
durch eine hohe Fließeigenschaft aus. Für das Basispulvermaterial eignen sich unter
anderen beispielsweise die Kunststoffe PE, PA, PVC.
[0013] Um eine bessere Fließfähigkeit zu erreichen, wird dem Kunststoffpulvermaterial ein
Fließmittel, bevorzugt Kieselsäurepulver, beigemischt und zwar bevorzugt mit Anteilen
von 15 bis 35 Volumen-%, bevorzugt um die 25 Volumen-%, bezogen auf den Gesamtvolumenanteil
des Pulvergemisches. Der Kontakt zwischen den Pulverteilchen wird häufig über Solvatbrücken
hergestellt. Damit ist eine leichte Verschiebung der Teilchen gegeneinander gegeben.
Durch dieses Pulvergemisch und dessen hohe Fließfähigkeit erreicht man nun annähernd
hydrostatische Eigenschaften, durch die Formabweichungen zwischen Sattel und Pferderücken
ausgeglichen werden und sich somit eine gleichmäßige Druckverteilung ergibt.
[0014] Wenn nun eine gleichmäßige Druckverteilung erreicht ist, gibt es keine relative Bewegung
mehr zwischen den Pulverkörnern, die Sattelunterlage wird verdichtet und ist somit
formstabil. Dadurch wird ein fester Kontakt zwischen Reiter und Pferd gewährleistet.
Bei der Abnahme des Sattels löst sich der Druck auf das Pulver wieder und es erlangt
seine Fließfähigkeit zurück.
[0015] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Sattelunterlage
in wenigstens zwei Abteilungen getrennt, wobei mit Vorteil mindestens eine der wenigstens
zwei Abteilungen auf einer Seite des Pferderückens zu liegen kommt oder unter einer
der Trachten bzw. unter den Trachten befestigte Sattelpolsterungen befestigbar ist.
Dabei sind die mindestens zwei Abteilungen mit mindestens einem Durchlass verbunden,
der einen Austausch bzw. ein "Fließen" des Pulvers zum Ausgleich zwischen den einzelnen
Abteilungen ermöglicht.
[0016] Durch unterschiedlich große Öffnungen in den sich zwischen den Abteilungen befindlichen
Durchlässen kann die Fließgeschwindigkeit und damit auch die Festigkeit der erfindungsgemäßen
Sattelunterlage eingestellt werden.
[0017] Die erfindungsgemäße Sattelunterlage kann unter der Sattelpolsterung und über einer
herkömmlichen zweiten Sattelunterlage, wie beispielsweise einer Decke, angebracht
sein. Die erfindungsgemäße Sattelunterlage kann aber auch fest an einer Auflage angebracht
sein, wobei die Auflage bevorzugt aus einem luftdurchlässigen Gewebe oder aus einem
feinmaschigen Antirutschnetz besteht. Das luftdurchlässige Gewebe kann auch ein feinmaschiges
Antirutschnetz sein. Die Auflage verbindet dabei mit Vorteil die auf den Seiten der
Trachten anzubringenden erfindungsgemäßen Sattelunterlagen.
[0018] Nach einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die erfindungsgemäße
Sattelunterlage in eine fest an die zweite Sattelunterlage angebrachte Aufnahme, wie
z.B. eine oder mehrere Taschen, eingelegt. Die zweite Sattelunterlage ist dabei bevorzugt
diejenige Unterlage, die direkt mit dem Rücken des Pferdes in Verbindung steht. Auch
diese kann aus einem luftdurchlässigen Gewebe bestehen. Diese Aufnahme besteht dabei
mit Vorteil aus einem textilen, luftdurchlässigen Gewebe, vorzugsweise aus einem engmaschigem
Antirutschnetz.
[0019] Die Aufnahme hat mit Vorteil eine Öffnung, in die eine oder mehrere der erfindungsgemäßen
Sattelunterlagen eingeschoben werden können.
[0020] Die erfindungsgemäße Sattelunterlage ist nach einer Ausführungsform der Erfindung
zwischen den Trachten und der Polsterung des Sattels angebracht.
[0021] Weitere zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungen der erfindungsgemäßen Sattelunterlage
sind in den beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- zwei Längsquerschnitte A-B und C-D durch die erfindungsgemäße Sattelunterlage,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Sattelunterlage,
- Fig. 3
- schematisch den seitlichen Querschnitt von einem Sattel mit der erfindungsgemäßen
Sattelunterlage auf einem Pferderücken ohne Formabweichung,
- Fig. 4
- schematisch den seitlichen Querschnitt von einem Sattel mit der erfindungsgemäßen
Sattelunterlage auf einem Pferderücken mit einer Formabweichung,
- Fig. 5
- schematisch einen Querschnitt des Sattels und der erfindungsgemäßen Sattelunterlage,
die auf einer Auflage befestigt ist, auf dem Pferd von hinten,
- Fig. 6
- schematisch einen Querschnitt des Sattels und der erfindungsgemäßen Sattelunterlage
auf dem Pferd von hinten, wobei die erfindungsgemäße Sattelunterlage auf einer zweiten
Sattelunterlage in einer Aufnahme eingelegt ist.
- Fig. 7
- schematisch einen Querschnitt des Sattels und der erfindungsgemäßen Sattelunterlage
auf dem Pferd von hinten wobei die erfindungsgemäße Sattelunterlage direkt unter den
Trachten des Sattels integriert ist, und
- Fig. 8
- die Seitenansicht von Fig. 6 mit der Öffnung für das Einlegen der erfindungsgemäßen
Sattelunterlage in die dafür vorgesehene Aufnahme.
[0022] In den nachfolgenden Figuren bezeichnen, sofern nicht anders angegeben, gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile mit gleicher Bedeutung.
[0023] Fig. 1 zeigt zwei Längsquerschnitte A-B und C-D durch die erfindungsgemäße Sattelunterlage
1, die vorzugsweise eine weichflexible, nicht dehnbare, textile Umhüllung aufweist
und die bevorzugt aus zwei gleichen, spiegelsymmetrisch angeordneten Bahnen 2 und
3 besteht, welche am Rand 4 verbunden sind. Die Verbindung der Bahnen 2 und 3 kann
unter anderem durch vernähen, verkleben und verschweißen erfolgen. Die Bahnen 2 und
3 haben bevorzugt eine doppelnierenförmige Formgebung, jedoch können die Bahnen aber
auch auf den Einsatzzweck der erfindungsgemäßen Sattelunterlage abgestimmt sein, d.h.
ellipsenförmig, kreisförmig oder oval, je nach dem ob die Sattelunterlage 1 einzeln
oder getrennt am Sattel zur Anwendung kommt.
[0024] Durch eine teilweise mittige Trennung 5 wird die Sattelunterlage 1 in zwei Abteilungen
7 und 8 getrennt, wobei ein Durchlass 9 für einen Volumenausgleich zwischen den beiden
Abteilungen 7 und 8 vorgesehen ist. Die Größe der teilweisen, mittigen Trennung 5
kann zur Regulierung des Pulverflusses variiert werden. Die Abteilungen 7 und 8 sind
mit einem fließfähigen Pulver 6 oder vorzugsweise mit einem Pulvergemisch 6 durch
eine lose Schüttung gefüllt.
[0025] Die zwei Bahnen 2 und 3 bestehen z.B. aus einem textilen, luftdurchlässigen Gewebe,
das ein Auslaufen des Pulvers verhindert. Auch Plastikmaterialen oder Leder sind einsetzbar.
[0026] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht der Sattelunterlage 1, die durch die Trennung 5 in zwei
Abteilungen 7 und 8 getrennt ist, sowie den umlaufenden Rand 4, mit dem die Bahnen
2 und 3 verbunden sind. Durch die Trennung 5, die ebenfalls durch vernähen, verkleben
oder verschweißen erfolgen kann, wird durch den Durchlass 9 der Schwerpunkt des Reiters
dem Schwerpunkt des Pferdes angeglichen, indem das Pulver sich an denjenigen Stellen
der Sattelunterlagen sammelt, die mit weniger Druck beaufschlagt werden, so dass es
zu einer genauen Anpassung an die Form des Pferderückens kommt.
[0027] Fig. 3 zeigt den seitlichen Querschnitt von einem Sattel 10, wobei die Sattelunterlage
1 unter der Sattelpolsterung 11 und über der zweiten Sattelunterlage 12 bzw. Schabracke
12 angebracht ist. Die Sattelform 10 und die Pferderückenform 13 sind hier identisch
dargestellt.
[0028] Fig. 4 zeigt eine unterschiedliche Form des Sattels 10 gegenüber der Form des Pferderückens
13.Die Sattelunterlage 1 passt sich ausgleichend dem Formunterschied an.
[0029] Fig. 5 zeigt einen Querschnitt des Sattels 10, der Sattelunterlage 1, der Sattelunterlage
12, Trachten 14, Sattelpolsterung 11 und einer Auflage 15, auf der bzw. an der die
Sattelunterlage 1 fest angebracht ist. Die Auflage 15 besteht z.B. aus einem textilen,
luftdurchlässigen Gewebe, vorzugsweise aus einem feinmaschigen Antirutschnetz aus
40% PE und 60% PVC. Die Befestigung der Sattelunterlage 1 auf oder an der Auflage
15 erfolgt am Rand 4 der Sattelunterlage 1 und kann durch vernähen, verkleben oder
verschweißen erfolgen.
[0030] Die Auflage 15 mit den daran befestigten Sattelunterlagen 1 ist unter der Sattelpolsterung
11 und über der zweiten Sattelunterlage 12 bzw. Schabracke 12 angebracht.
[0031] Fig.6 zeigt eine fest an die zweite Sattelunterlage12 angebrachte Aufnahme 16 für
die erfindungsgemäße Sattelunterlage1. Die Aufnahme 16 besteht aus einem textilen
luftdurchlässigen Gewebe, vorzugsweise aus einem feinmaschigen Antirutschnetz aus
40% PE und 60% PVC. Die Aufnahme 16 wird am Verbindungsrand 17 mit der zweiten Sattelunterlage
12, vorzugsweise durch Vernähen verbunden und weist eine Öffnung 18 (siehe Fig. 8)
für das Einführen der Sattelunterlage 1 auf.
[0032] Fig. 7 zeigt die Sattelunterlage 1, die zwischen den Trachten 14 des Sattels 10 und
der Polsterung 11 angebracht ist und somit schon eine Formabweichung innerhalb des
Sattels ausgleicht. Die Polsterung 11 liegt bevorzugt auf der zweiten Sattelunterlage
12, die auf dem Pferderücken 13 zu liegen kommt.
[0033] Fig. 8 zeigt die Seitenansicht der Fig.6 mit der Öffnung 18 für das Einlegen der
Sattelunterlage 1 in die Aufnahme 16. Die Aufnahme 16 kann eine auf die zweite Sattelunterlage
12 aufgenähte oder aufgebügelte Tasche sein. Wahlweise kann die Aufnahme 16 aber auch
an der Polsterung 11 des Sattels 10 angebracht sein.
1. Sattelunterlage für einen Sattel,
wobei
die Sattelunterlage (1) eine Umhüllung aufweist, die mit einem feinen, fließfähigen
Pulver (6) gefüllt ist, wobei das Pulver (6) eine Korngröße von 0,001 bis weniger
als 2,0mm aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver (6) aus einem kunststoffmaterial besteht.
2. Sattelunterlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Umhüllung aus einem weichflexiblen, nicht dehnbaren, textilen Material besteht,
und die Umhüllung aus zwei gleichen, spiegelsymmetrischen Bahnen (2, 3) besteht, welche
am Rand 4 verbunden sind.
3. Sattelunterlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Korngröße des Pulvers (6) 0,002-0,5 mm ist.
4. Sattelunterlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Pulver (6) aus einem Kunststoffmaterial, bevorzugt PE, PA oder PVC besteht.
5. Sattelunterlage nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Pulver (6) ein Fließmittel, bevorzugt Kieselsäurepulver, beigemischt ist.
6. Sattelunterlage nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sattelunterlage (1) fest an einer Auflage (15) angebracht ist.
7. Sattelunterlage nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auflage (15) aus einem luftdurchlässigen Gewebe und/oder aus einem feinmaschigen
Antirutschnetz besteht.
8. Sattel mit Sattelunterlage nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sattelunterlage (1) unter der Sattelpolsterung (11) und über einer zweiten Sattelunterlage
(12) angebracht ist.
9. Sattel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sattelunterlage (1) in eine fest an der Sattelunterlage (12) und/oder die Sattelpolsterung
(11) angebrachte Aufnahme (16) eingelegt ist.
10. Sattel nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahme (16) aus einem textilen, luftdurchlässigen Gewebe, vorzugsweise aus einem
engmaschigem Antirutschnetz besteht.
11. Sattel nach einem der Ansprüche 8 - 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahme (16) eine Öffnung (18) aufweist.
12. Sattel nach einem der Ansprüche 8 - 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sattelunterlage (1) zwischen den Trachten (14) und der Polsterung (11) angebracht
ist.
13. Sattel nach einem der Ansprüche 8 - 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Form der Sattelunterlage (1) in wesentlichen annähernd der Form der Trachten (14)
entspricht.
1. A saddle underlay for a saddle,
wherein the saddle underlay (1) comprises a casing which is filled with a fine, flowable
powder (6), wherein the powder (6) has a grain size of 0.001 to less than 2.0 mm,
characterized in that,
the powder (6) is made of a plastic material.
2. The saddle underlay of claim 1,
characterized in that
the casing is made of a soft-flexible, non-stretchable textile material, and the casing
is made of two identical, mirror-symmetric webs (2, 3) which are connected at the
edge (4).
3. The saddle underlay of claim 1 or 2,
characterized in that
the grain size of the powder (6) is 0.002-0.5 mm.
4. The saddle underlay of claim 3,
characterized in that
the powder (6) is made of a plastic material, preferably PE, PA or PVC.
5. The saddle underlay of any one of the preceding claims,
characterized in that
a free-flow agent, preferably silicic acid powder, is added to the powder (6).
6. The saddle underlay of any one of the preceding claims,
characterized in that
the saddle underlay (1) is fixedly attached to a support (15).
7. The saddle underlay of any one of the preceding claims,
characterized in that
the support (15) is made of a tissue permeable to air and/or a fine-meshed anti-slip
mesh.
8. A saddle with the saddle underlay of any one of the preceding claims,
characterized in that
the saddle underlay (1) is attached below the saddle padding (11) and above a second
saddle underlay (12).
9. The saddle of claim 8,
characterized in that
the saddle underlay (1) is inserted into an accommodation (16) which is fixedly attached
to the saddle underlay (12) and/or the saddle padding (11).
10. The saddle of any one of claims 8 or 9,
characterized in that
the accommodation (16) is made of a textile tissue permeable to air, preferably of
a fine-meshed anti-slip mesh.
11. The saddle of any one of claims 8 - 10,
characterized in that
the accommodation (16) comprises an opening (18).
12. The saddle of any one of claims 8 - 11,
characterized in that
the saddle underlay (1) is attached between the heels (14) and the padding (11).
13. The saddle of any one of claims 8 - 12,
characterized in that
the shape of the saddle underlay (1) essentially corresponds approximately to the
shape of the heels (14).
1. Tapis de selle pour une selle,
dans lequel le tapis de selle (1) comporte une enveloppe qui est remplie avec une
fine poudre (6) capable de s'écouler, la poudre (6) présentant une taille de particules
de 0,001 à moins de 2,0 mm,
caractérisé en ce que la poudre (6) est en matière plastique.
2. Tapis de selle selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'enveloppe est en un matériau textile souple et flexible, résistant à l'allongement,
et l'enveloppe est formée de deux nappes égales et symétriques (2, 3), lesquelles
sont reliées au niveau de la bordure (4).
3. Tapis de selle selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la taille de particules de la poudre (6) est de 0,002 à 0,5 mm.
4. Tapis de selle selon la revendication 3,
caractérisé en ce que la poudre (6) est en matière plastique, de préférence PE, PA ou PVC.
5. Tapis de selle selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un agent fluidifiant, de préférence de la poudre de silice est mélangée à la poudre
(6).
6. Tapis de selle selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tapis de selle (1) est rapporté fermement sur un support (15).
7. Tapis de selle selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le support (15) est formé d'un textile perméable à l'air et/ou d'un filet anti-glissement
à mailles fines.
8. Selle avec un tapis de selle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le tapis de selle (1) est rapporté sous le rembourrage de selle (11) et par-dessus
un second tapis de selle (12).
9. Selle selon la revendication 8,
caractérisée en ce que le tapis de selle (1) est mis en place dans un logement (16) ménagé de manière fixe
sur le tapis de selle (12) et/ou le rembourrage de selle (11).
10. Selle selon l'une des revendications 8 ou 9,
caractérisée en ce que le logement (16) est constitué d'un textile perméable à l'air, de préférence d'un
filet anti-glissement à mailles étroites.
11. Selle selon l'une des revendications 8 à 10,
caractérisée en ce que le logement (16) présente une ouverture (18).
12. Selle selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisée en ce que le tapis de selle (1) est rapporté entre le quartier (14) et le rembourrage (11).
13. Selle selon l'une des revendications 8 à 12,
caractérisée en ce que la forme du tapis de selle (1) correspond sensiblement approximativement à la forme
du quartier (14).
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