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EP 2 290 180 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.04.2018 Patentblatt 2018/14 |
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Anmeldetag: 13.08.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schloss
Lock
Serrure
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
01.09.2009 DE 102009029068
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.03.2011 Patentblatt 2011/09 |
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Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Hössel, Stephan
36466, Dermbach (DE)
- Stegmann, Claus Peter
97640, Oberstreu (DE)
- Warnow, Dirk
98529, Suhl (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 620 341 EP-A2- 0 712 987 DE-C- 654 099
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EP-A1- 0 657 606 CZ-A3- 20 060 360 US-A- 5 896 764
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss, insbesondere Einsteckschloss, mit einer von einer
hervorstehenden Stellung in eine zurückgezogene Stellung bewegbaren Falle, mit einem
Fallenrückzugselement, mit zwei Nusshälften und mit einer von einer Verstelleinheit
umstellbaren Kupplung zur Erzeugung eines Formschlusses des Fallenrückzugselements,
wahlweise mit der einen Nusshälfte oder der anderen Nusshälfte, wobei die Kupplung
ein formschlüssig mit dem Fallenrückzugselement verbundenes Stellteil hat und das
Stellteil zur Erzeugung eines Formschlusses wahlweise in den Bewegungsbereich der
einen oder der anderen Nusshälfte hineinragt.
Solche Schlösser werden häufig eingesetzt, um den Rückzug der Falle mittels einer
Handhabe nur von einer Seite her zuzulassen. Von der anderen Seite ist der Rückzug
der Falle beispielsweise nur in Verbindung mit einer Entriegelung eines Schließzylinders
zu ermöglichen. Die Festlegung, von welcher Seite der Rückzug der Falle mittels der
Handhabe jederzeit erfolgen kann, erfolgt über die Kupplung.
Ein solches Schloss ist beispielsweise aus der
EP 0 712 987 A2 bekannt. Bei diesem Schloss ist das Stellteil auf einer Spindel zwischen zwei Endstellungen
antreibbar. In der einen Endstellung koppelt das Stellteil die eine Nusshälfte mit
einem auf einem Fallenschwanz angeordneten Fallenrückzugselement, während in der anderen
Endstellung das Stellteil das Fallenrückzugselement mit der anderen Nusshälfte koppelt.
Da das Stellteil durch die Spindel antreibbar ist, besteht die Gefahr, dass das Stellteil
fehlerhaft in eine mittlere Stellung bewegt wird, in der entweder beide Nusshälften
mit dem Fallenrückzugselement gekoppelt sind oder der Fallenrückzug klemmt. Das Stellteil
ist zudem ständig mit derselben Ausrichtung den Nusshälften gegenüber ausgerichtet.
[0002] Weiterhin ist aus der
EP 0 620 341 A1 ein Schloss bekannt geworden, bei dem die Kupplung einen Formschluss der Nusshälften
mit einem zwischen den Nusshälften angeordneten Mittenhebel erzeugt. Das Stellteil
ist als Schraube ausgebildet, welche wahlweise von der einen Nusshälfte oder der anderen
Nusshälfte in den Mittenhebel eingedreht wird. Nachteilig bei diesem Schloss ist jedoch,
dass es aus sehr vielen Bauteilen besteht und daher aufwändig zu fertigen ist. Weiterhin
gestaltet sich die Umstellung der Kupplung aufwändig, weil fluchtende Schraubbohrungen
der jeweiligen Nusshälfte mit dem Mittenhebel gefunden werden müssen.
[0003] Aus der
EP 0 913 550 B2 ist ein Schloss bekannt geworden, bei dem das Stellteil in einen Mittenhebel eingepresst
ist und mit einem überstehenden Ende in den Bewegungsbereich einer der Nusshälften
hineinragt. Damit weist das Schloss ebenfalls eine große Anzahl an Bauteilen auf.
Weiterhin besteht die Gefahr, dass das Stellteil zu weit in den Mittenhebel gedrückt
wird und damit in den Bewegungsbereich beider Nusshälften hineinragt oder aus den
Bewegungsbereichen beider Nusshälften herausgedrückt ist.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Schloss der eingangs genannten Art
so weiter zu bilden, dass es einfach aufgebaut ist und eine zuverlässige Umstellung
ermöglicht.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Stellteil zwei räumlich
voneinander getrennte Anschläge aufweist und zwischen zwei Schwenkstellungen schwenkbar
ist und dass in der einen Schwenkstellung einer der Anschläge in den Bewegungsbereich
der einen Nusshälfte und in der anderen Schwenkstellung der andere der Anschläge in
den Bewegungsbereich der anderen Nusshälfte hineinragt.
[0006] Die getrennte Anordnung der Anschläge auf dem Stellteil stellt sicher, dass nicht
ein einzelner Anschlag zwischen die beiden Nusshälften gelangt und mit beiden Nusshälften
gleichzeitig oder mit keiner der Nusshälften zusammenwirkt. Hierdurch werden Fehlfunktionen
des erfindungsgemäßen Schlosses zuverlässig vermieden. Die Schwenkstellungen des Stellteils
lassen sich besonders einfach festlegen und fixieren, so dass das erfindungsgemäße
Schloss besonders einfach aufgebaut ist. Weiterhin ermöglicht die Gestaltung der Kupplung
die zuverlässige Umstellung des erfindungsgemäßen Schlosses.
[0007] Das Fallenrückzugselement könnte beispielsweise einen schwenkbar in einem Schlosskasten
gelagerten Hebel aufweisen, welcher einen Formschluss zwischen dem Stellteil und der
Falle erzeugt. Ein solcher Hebel führt jedoch zu einem hohen Baulichen Aufwand des
Treibstangenschlosses. Der bauliche Aufwand des erfindungsgemäßen Schlosses lässt
sich jedoch besonders gering halten, wenn das Fallenrückzugselement auf einem länglichen,
an der Falle befestigten Fallenschwanz angeordnet ist.
[0008] Das erfindungsgemäße Schloss gestaltet sich besonders kompakt und lässt sich kostengünstig
fertigen, wenn die Nusshälften unmittelbar aneinander liegen und wenn das Stellteil
auf dem am Fallenschwanz angeordneten Fallenrückzugselement befestigt ist. Durch diese
Gestaltung sind sämtliche Bauteile der Kupplung an dem Fallenschwanz angeordnet. Damit
lässt sich der häufig beim Stand der Technik verwendete, zwischen den Nusshälften
gelagerte Mittenhebel zum Rückzug der Falle vermeiden.
[0009] Die Anzahl der Bauteile des erfindungsgemäßen Schlosses lässt sich besonders gering
halten, wenn die Nusshälften jeweils einen Fallenrückzugshebel aufweisen und wenn
das Stellteil senkrecht von dem Fallenschwanz absteht und in Abhängigkeit von der
Schwenkstellung mit einem oder dem anderen der Anschläge dem einen oder dem anderen
Fallenrückzugshebel gegenübersteht.
[0010] Das erfindungsgemäße Schloss ist besonders vielseitig einsetzbar, wenn das Stellteil
einen dritten Anschlag hat und wenn der dritte Anschlag in einer dritten Schwenkstellung
des Stellteils gleichzeitig in den Bewegungsbereich beider Nusshälften hineinragt.
[0011] Die Kupplung lässt sich besonders einfach in dem erfindungsgemäßen Schloss montieren,
wenn die Kupplung einen mit dem Fallenschwanz axial unverschieblich verbundenen Grundkörper
hat und wenn das Stellteil in dem Grundkörper befestigt ist.
[0012] Zur weiteren Verringerung der Anzahl der Bauteile des erfindungsgemäßen Schlosses
trägt es bei, wenn eine die Falle aus einem Schlosskasten heraus vorspannende Fallenfeder
an dem Grundkörper der Kupplung anliegt.
[0013] Eine Einstellung des Stellteils auf die vorgesehene Nusshälfte gestaltet sich gemäß
einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders einfach, wenn das
Stellteil um eine quer zu dem Fallenschwanz verlaufende Achse drehbar ist und Bohrungen
hat, in die der Fallenschwanz einschiebbar ist. Hierdurch wird das Stellteil von dem
Fallenschwanz formschlüssig gegen ein Verdrehen gesichert.
[0014] Ein unbeabsichtigtes Verschwenken des Stellteils lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung einfach vermeiden, wenn die Schwenkachse des Stellteils
parallel zur Achse des Fallenschwanzes angeordnet ist.
[0015] Zur Erhöhung der Sicherheit des erfindungsgemäßen Schlosses gegen ein selbständiges
Verstellen des Stellteils trägt es bei, wenn das Stellteil in seinen Schwenkstellungen
zwischen einem Vorsprung und einem Rasthaken formschlüssig gehalten ist.
[0016] Das erfindungsgemäße Schloss gestaltet sich konstruktiv besonders einfach und lässt
sich kostengünstig fertigen, wenn das Stellteil außermittig auf einem in dem Grundkörper
verdrehbaren Zapfen angeordnet ist, wenn die Schwenkachse des Zapfens quer zum Fallenschwanz
angeordnet ist und wenn die Anschläge auf gegenüberliegenden Seiten des Stellteils
angeordnet sind.
[0017] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips sind mehrere davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Schloss während eines Fallenrückzugs,
- Fig. 2
- vergrößert eine perspektivische Darstellung eines Teilbereichs des erfindungsgemäßen
Schlosses mit einer Falle,
- Fig. 3
- vergrößert eine perspektivische Darstellung eines Teilbereichs einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Schlosses,
- Fig. 4a
- zwei Nusshälften und ein Stellteil einer Kupplung der Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schlosses aus den Figuren 2 und 3,
- Fig. 4b
- die Kupplung aus Figur 4a in einer weiteren Schwenkstellung des Stellteils,
- Fig. 5
- vergrößert eine perspektivische Darstellung eines Teilbereichs einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Schlosses,
- Fig. 6
- zwei Nusshälften und ein Stellteil einer Kupplung der Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Schlosses aus Figur 5.
[0018] Figur 1 zeigt ein als Treibstangenschloss ausgebildetes Schloss mit einem offen dargestellten
Schlosskasten 1. Das Schloss hat eine Falle 2 und einen Riegel 3, welche von einer
aus dem Schlosskasten 1 hervorstehenden Stellung in eine in den Schlosskasten 1 zurückgezogene
Stellung bewegbar sind. Zum Antrieb der Falle 2 und des Riegels 3 hat das Schloss
zwei übereinander liegende und schwenkbar gelagerte Nusshälften 4, 5 zur drehfesten
Verbindung mit nicht dargestellten, auf jeder Seite des Schlosses angeordneten Handhaben
und eine Aufnahme 6 für einen ebenfalls nicht dargestellten Schließzylinder. Über
den Schließzylinder lässt sich der Riegel 3 von der hervorstehenden Position in eine
zurückgezogene Position verschieben oder die Bewegung des Riegels 3 über die Nusshälften
4, 5 freigeben. Weiterhin lässt sich über den Schließzylinder ein Treibstangenanschlussschieber
7 oder ein Wechselhebel 8 antreiben, über den die Falle 2 zurückziebar ist. Die Nusshälften
4, 5 werden jeweils von Federpaketen 9 in eine Grundstellung vorgespannt, in der die
Falle 2 von der Kraft einer Fallenfeder 10 aus dem Schlosskasten 1 heraus vorgespannt
ist. Auf einem mit der Falle 2 verbundenen Fallenschwanz 11 ist ein Fallenrückzugselement
12 angeordnet. Die Nusshälften 4, 5 weisen jeweils einen Fallenrückzugshebel 13, 14
auf.
Figur 2 zeigt vergrößert den die Nusshälften 4, 5 und die Falle 2 aufweisenden Teilbereich
des Schlosses aus Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung. Das Fallenrückzugselement
12 hat eine Kupplung mit einem einen Anschlag 16 aufweisendes Stellteil 17. Der Anschlag
16 des Stellteils 17 ragt in den Bewegungsbereich des Fallenrückzugshebels 13 der
einen Nusshälfte 4 hinein. In der dargestellten Stellung des Schlosses ist die mit
dem Stellteil 17 zusammenwirkende Nusshälfte 4 verschwenkt und zieht mit seinem Fallenrückzugshebel
13 über das Stellteil 17 und das Fallenrückzugselement 12 die Falle 2 zurück. Die
Kupplung hat eine Verstelleinheit 18, mit der sich das Stellteil 17 schwenken lässt,
so dass wahlweise der dargestellte Anschlag 16 mit dem einen Fallenrückzugshebel 13
zusammenwirkt oder ein dem Anschlag 16 gegenüberliegend angeordneter zweiter Anschlag
19 mit dem anderen Fallenrückzugshebel 14 zusammenwirkt. Die Verstelleinheit 18 ist
hier als Schraubenkopf eines in einem Grundkörper 20 mit seiner Schwenkachse quer
zum Fallenschwanz 11 angeordneten Zapfens 21 ausgebildet. Das Stellteil 17 ist außermittig
auf dem Zapfen 21 angeordnet. Der Grundkörper 20 ist aus Blechteilen zusammengesetzt
und hält den Zapfen 21 formschlüssig in seiner eingestellten Lage.
Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schlosses, welches sich von dem aus
Figur 2 nur dadurch unterscheidet, dass ein Grundkörper 22 aus Vollmaterial gefertigt
ist.
Figur 4a zeigt zur Verdeutlichung die Nusshälften 4, 5, das Stellteil 17 mit den beiden
Anschlägen 16, 19 und die Verstelleinheit 18 der Ausführungsformen aus den Figuren
2 und 3 in einer vergrößerten perspektivischen Darstellung. Hierbei ist zu erkennen,
dass die Nusshälften 4, 5 unmittelbar aneinander liegen. Wie oben erläutert, wirkt
in der dargestellten Stellung einer der Fallenrückzugshebel 13 der im Bild vorderen
Nusshälfte 4 mit dem einen Anschlag 16 des Stellteils 17 zusammen. Damit kann die
in Figur 1 dargestellte Falle 2 durch Verschwenken dieser Nusshälfte 4 in den Schlosskasten
1 zurückgezogen werden. Ein Verschwenken der anderen, im Bild hinteren Nusshälfte
5 führt nicht zu einem Rückzug der Falle 2, da dessen Fallenrückzugshebel 14 an dem
Stellteil 17 vorbeischwenkt. Durch Drehung des Zapfens 21 um 180° mittels der Verstelleinheit
18 kann das Schloss umgestellt werden, so dass der zweite Anschlag 19 in den Bewegungsbereich
des anderen Fallenrückzugshebels 14 hineinragt und damit die hintere Nusshälfte 5
mit dem Stellteil 17 zusammenwirkt. Das Stellteil 17 hat Bohrungen 23, in die ein
nicht dargestellter Zapfen des Fallenschwanzes 11 einführbar ist. Durch das Einführen
des Fallenschwanzes 11 in die entsprechende Bohrung 23 wird das Stellteil 17 gegen
Verdrehen gesichert.
[0019] Figur 4b zeigt die Kupplung aus Figur 4a in einer weiteren Schwenkstellung des Stellteils
17. In dieser Schwenkstellung steht ein dritter Anschlag 35 des Stellteils 17 beiden
Fallrückzugshebeln 13, 14 der Nusshälften 4, 5 gegenüber. Damit vermögen beide Nusshälften
4, 5 die Falle 2 zurückzuziehen.
[0020] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schlosses aus Figur 1, bei dem eine
Kupplung 24 ein plattenförmiges Stellteil 25 hat. Das Stellteil 25 ist mit einer eine
Schraube 26 aufweisenden Verstelleinheit 27 an einem mit dem Fallenschwanz 11 verbundenen
Fallenrückzugselement 28 befestigt. Damit hat das Stellteil 25 eine parallel zum Fallenschwanz
11 angeordnete Schwenkachse. Das Fallenrückzugselement 28 hat einen Grundkörper 29
mit einem Vorsprung 30 zur Abstützung des Stellteils 25. Ein dem Vorsprung 30 gegenüberliegend
angeordneter Rasthaken 31 hält das Stellteil 25 in seiner vorgesehenen Lage. Das Stellteil
25 hat zwei Anschläge 32, 33, von denen einer mit dem einen Fallenrückzugshebel 13
der einen Nusshälfte 4 zusammenwirkt. Bei einer Verschwenkung des Stellteils 25 um
180° gelangt der andere der Anschläge 33 in den Schwenkbereich des anderen Fallenrückzugshebels
14 der anderen Nusshälfte 5. In dieser Stellung wird das Stellteil 25 von einem zweiten
Rasthaken 34 hintergriffen und in seiner Lage gehalten.
[0021] Figur 6 zeigt zur Verdeutlichung die Kupplung der Ausführungsform des Schlosses aus
Figur 5 mit dem Stellteil 25, dem Vorsprung 30 und den Rasthaken 31, 34 in einer vergrößerten
perspektivischen Darstellung.
1. Schloss, insbesondere Einsteckschloss, mit einer von einer hervorstehenden Stellung
in eine zurückgezogene Stellung bewegbaren Falle (2), mit einem Fallenrückzugselement
(12, 28), mit zwei Nusshälften (4, 5) und mit einer von einer Verstelleinheit (18,
27) umstellbaren Kupplung (24) zur Erzeugung eines Formschlusses des Fallenrückzugselements
(12, 28), wahlweise mit der einen Nusshälfte (4, 5) oder der anderen Nusshälfte (5,
4), wobei die Kupplung (24) ein formschlüssig mit dem Fallenrückzugselement (12, 28)
verbundenes Stellteil (17, 25) hat und das Stellteil (17, 25) zur Erzeugung eines
Formschlusses wahlweise in den Bewegungsbereich der einen oder der anderen Nusshälfte
(4, 5) hineinragt, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (17, 25) zwei räumlich voneinander getrennte Anschläge (16, 19, 32,
33) aufweist und zwischen zwei Schwenkstellungen schwenkbar ist und dass in der einen
Schwenkstellung einer der Anschläge (16, 32) in den Bewegungsbereich der einen Nusshälfte
(4) und in der anderen Schwenkstellung der andere der Anschläge (19, 33) in den Bewegungsbereich
der anderen Nusshälfte (5) hineinragt.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallenrückzugselement (12, 28) auf einem länglichen, an der Falle (2) befestigten
Fallenschwanz (11) angeordnet ist.
3. Schloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nusshälften (4, 5) unmittelbar aneinander liegen und dass das Stellteil (17,
25) auf dem am Fallenschwanz (11) angeordneten Fallenrückzugselement (12, 28) befestigt
ist.
4. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nusshälften (4, 5) jeweils einen Fallenrückzugshebel (13, 14) aufweisen und dass
das Stellteil (17, 25) senkrecht von dem Fallenschwanz (11) absteht und in Abhängigkeit
von der Schwenkstellung mit einem oder dem anderen der Anschläge (16, 19, 32, 33)
dem einen oder dem anderen Fallenrückzugshebel (13, 14) gegenübersteht.
5. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (17) einen dritten Anschlag (35) hat und dass der dritte Anschlag (35)
in einer dritten Schwenkstellung des Stellteils (17) gleichzeitig in den Bewegungsbereich
beider Nusshälften (4, 5) hineinragt.
6. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (24) einen mit dem Fallenschwanz (11) axial unverschieblich verbundenen
Grundkörper (20, 22, 29) hat und dass das Stellteil (17, 25) in dem Grundkörper (20,
22, 29) befestigt ist.
7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Falle (2) aus einem Schlosskasten (1) heraus vorspannende Fallenfeder (10)
an dem Grundkörper (20, 22, 29) der Kupplung (24) anliegt.
8. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (17) um eine quer zu dem Fallenschwanz (11) verlaufende Achse drehbar
ist und Bohrungen (23) hat, in die der Fallenschwanz (11) einschiebbar ist.
9. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse des Stellteils (25) parallel zur Achse des Fallenschwanzes (11)
angeordnet ist.
10. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (25) in seinen Schwenkstellungen zwischen einem Vorsprung (30) und
einem Rasthaken (31, 34) formschlüssig gehalten ist.
11. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellteil (17) außermittig auf einem in dem Grundkörper (20, 22) verdrehbaren
Zapfen (21) angeordnet ist, dass die Schwenkachse des Zapfens (21) quer zum Fallenschwanz
(11) angeordnet ist und dass die Anschläge (16, 19) auf gegenüberliegenden Seiten
des Stellteils (17) angeordnet sind.
1. A lock, in particular, a mortise lock, with a latch (2) movable from a protruding
position into a retracted position, with a latch retraction element (12, 28), with
two nut halves (4, 5) and with a coupling (15, 24) adaptable by an adjustment unit
(18, 27) for generating a positive locking of the latch retraction element (12, 28),
optionally with the one nut half (4, 5) or the other nut half (5, 4), wherein the
coupling (15, 24) has an adjusting part (17, 25) connected positively with the latch
retraction element (12, 28) and the adjusting part (17, 25) for generating a positive
locking optionally extends into the area of movement of the one or the other nut half
(4, 5), characterized in that the adjusting part (17, 25) has two stops (16, 19, 32, 33) separated spatially from
one another and is pivotable between two pivot positions and that in the one pivot
position one of the stops (16, 32) extends into the area of movement of the one nut
half (4) and in the other pivot position the other of the stops (19, 33) into the
area of movement of the other nut half (5).
2. A lock according to Claim 1, characterized in that the latch retraction element (12, 28) is arranged on an elongated latch tail (11)
fastened to the latch (2).
3. A lock according to Claim 1 or 2, characterized in that the nut halves (4, 5) abut directly against one another and that the adjusting part
(17, 25) is fastened on the latch retraction element (12, 28) arranged on the latch
tail (11).
4. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the nut halves (4, 5) in each case have a latch retraction lever (13, 14) and that
the adjusting part (17, 25) projects perpendicularly from the latch tail (11) and,
depending on the pivot position, faces the one or the other latch retraction lever
(13, 14) with the one or the other of the stops (16, 19, 32, 33).
5. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting part (17) has a third stop (35) and that in a third pivot position
of the adjusting part (17) the third stop (35) extends simultaneously into the area
of movement of both nut halves (4, 5).
6. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the coupling (15, 24) has a base body (20, 22, 29) connected axially non-displaceably
with the latch tail (11) and that the adjusting part (17, 25) is fastened in the base
body (20, 22, 29).
7. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that a latch spring (10) pretensioning the latch (2) out of a lock case (1) abuts against
the base body (20, 22, 29) of the coupling (15, 24).
8. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting part (17) is rotatable about an axis running transversely to the latch
tail (11) and has boreholes (23), into which the latch tail (11) is retractable.
9. A lock according to any one of the Claims 1 to 7, characterized in that the pivot axis of the adjusting part (25) is arranged parallel to the axis of the
latch tail (11).
10. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting part (25) is held using positive locking in its pivot positions between
a projection (30) and a latching hook (31, 34).
11. A lock according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting part (17) is arranged eccentrically on a pivot (21) rotatable in the
base body (20, 22), that the pivot axis of the pivot (21) is arranged transversely
to the latch tail (11) and that the stops (16, 19) are arranged on opposite sides
of the adjusting part (17).
1. Serrure, plus particulièrement serrure à mortaiser, avec une pêne (2) mobile d'une
position en saillie vers une position en retrait, avec un élément de rétraction de
pêne (12, 28), avec deux moitiés de fouillot (4, 5) et avec un couplage (15, 24) pouvant
être déplacé par une unité de réglage (18, 27) pour l'établissement d'une complémentarité
de la forme de l'élément de rétraction de pêne (12, 28), au choix, avec une moitié
de fouillot (4, 5) ou l'autre moitié de fouillot (5, 4), le couplage (15, 24) comprenant
un organe de commande (17, 25) relié par complémentarité de forme avec l'élément de
rétraction de pêne (12, 28) et l'organe de commande (17, 25) dépassant, pour l'établissement
d'une complémentarité de forme, au choix, dans la zone de déplacement de l'une ou
de l'autre moitié de fouillot (4, 5), caractérisée en ce que l'organe de commande (17, 25) comprend deux butées (16, 19, 32, 33) séparées physiquement
entre elles et est pivotante entre deux positions de pivotement et en ce que, dans une position de pivotement, une des butées (16, 32) dépasse dans la zone de
déplacement d'une moitié de fouillot (4) et, dans l'autre position de pivotement,
l'autre butée (19, 33) dépasse dans la zone de déplacement de l'autre moitié de fouillot
(5).
2. Serrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de rétraction de pêne (12, 28) est disposé sur une queue de pêne (11) allongée
fixée au pêne (2).
3. Serrure selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les moitiés de fouillot (4, 5) sont immédiatement adjacentes et en ce que l'organe de commande (17, 25) est fixé sur l'élément de rétraction de pêne (12, 28)
disposé sur la queue de pêne (11).
4. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moitiés de fouillot (4, 5) comprennent chacune un levier de rétraction de pêne
(13, 14) et en ce que l'organe de commande (17, 25) s'étend perpendiculairement à partir de la queue de
pêne (11) et, en fonction de la position de pivotement, fait face, avec l'une ou l'autre
des butées (16, 19, 32, 33), à l'un ou à l'autre levier de rétraction de pêne (13,
14).
5. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'organe de commande (17) comprend une troisième butée (35) et en ce que la troisième butée (35) dépasse, dans une troisième position de pivotement de l'organe
de commande (17), simultanément, dans la zone de déplacement des deux moitiés de fouillot
(4, 5).
6. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le couplage (15, 24) comprend un corps de base (20, 22, 29) relié de manière fixe
axialement avec la queue de pêne (11) et en ce que l'organe de commande (17, 25) est fixé dans le corps de base (20, 22, 29).
7. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un ressort de pêne (10) précontraignant le pêne (2) hors d'un boîtier de serrure (1)
s'appuie contre le corps de base (20, 22, 29) du couplage (15, 24).
8. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'organe de commande (17) est rotatif autour d'un axe s'étendant transversalement
par rapport à la queue de pêne (11) et comprend des alésages (23) dans lesquels la
queue de pêne (11) peut être insérée.
9. Serrure selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'axe de pivotement de l'organe de commande (25) est disposé parallèlement à l'axe
de la queue de pêne (11).
10. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'organe de commande (25) est maintenu dans ses positions de pivotement par complémentarité
de forme entre une saillie (30) et un crochet d'encliquetage (31, 34).
11. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'organe de commande (17) est disposé de manière excentrée sur un pivot (21) tournant
dans le corps de base (20, 22), en ce que l'axe de pivotement du pivot (21) est disposé transversalement par rapport à la queue
de pêne (11) et en ce que les butées (16, 19) sont disposées sur des côtés opposés de l'organe de commande
(17).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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