Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Saugnippeleinheit gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Stand der Technik
[0002] Im Stand der Technik sind die unterschiedlichsten Saugnippel für Babyflaschen bekannt.
Sie werden üblicherweise von Hand mittels einer Verbindungs- oder Aufnahmeeinheit,
beispielsweise eines Drehrings, auf einen Hals der Babyflasche befestigt. Ein bekannter
Saugnippel weist einen radial nach aussen vorstehenden Flansch auf. Er wird am Mundstück
angefasst und durch einen Drehring gezogen, bis er mit seinem Flansch an einer Innenseite
des Drehrings anliegt. Der Drehring wird anschliessend auf den Hals der Babyflasche
aufgeschraubt. Dieser Saugnippel lässt sich zwar äusserst einfach montieren. Nachteilig
ist jedoch, dass das Mundstück von Hand angefasst werden muss und so verunreinigt
werden könnte.
[0003] US 7 320 678 offenbart einen Saugnippel mit einem radial nach aussen abstehenden Flansch und mit
einer im Mundstück verlaufenden, bis in den Grundkörper des Saugnippels ragenden zylinderförmigen
Saugröhre, durch welche die Milch aus der Flasche zur Saugöffnung des Mundstücks gesogen
wird. Diese Saugröhre muss in eine entsprechende Aufnahmeröhre der Aufnahmeeinheit
gesteckt werden. Dies ist relativ schwierig durchzuführen. Des Weiteren lässt sich
dieser Saugnippel schlecht reinigen.
[0004] US 1 904 710 offenbart einen Saugnippel, welcher direkt auf einen Flaschenhals aufgesteckt wird.
Dieser Saugnippel ist umklappbar ausgestaltet.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, einen Saugnippel der eingangs genannten
Art zu schaffen, welcher auf möglichst einfache Art und Weise auf die Babyflasche
montiert werden kann und welcher trotz allfällig komplexem Aufbau einfach zu reinigen
ist.
[0006] Diese Aufgabe löst eine Saugnippeleinheit mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0007] Der erfindungsgemässe Saugnippel zur Verbindung mit einer Aufnahmeeinheit eines Getränkebehälters
weist einen Grundkörper und ein an den Grundkörper anschliessendes, gegenüber dem
Grundkörper verjüngtes Mundstück mit mindestens einer Saugöffnung auf, durch welche
Flüssigkeit aus dem Saugnippel nach aussen austritt, und mit einem freien Ende. Der
Saugnippel weist ein erstes Verbindungselement zur Verbindung mit der Aufnahmeeinheit
und ein zweites Verbindungselement zur Verbindung mit der Aufnahmeeinheit sowie einen
Saugkanal auf. Der Saugkanal verläuft im Mundstück, mündet mit einem ersten Ende in
die Saugöffnung und ist mit einem zweiten Ende zum Grundkörper hin gerichtet. Dieses
zweite Ende bildet das erste Verbindungselement zur dichtenden Verbindung mit der
Aufnahmeeinheit. Erfindungsgemäss ist der Grundkörper zum freien Ende des Mundstücks
hin umklappbar ausgestaltet, vorzugsweise zwecks Verbindung des ersten Verbindungselements
mit der Aufnahmeeinheit.
[0008] Vorzugsweise befindet sich die Saugöffnung im freien Ende des Mundstücks, d.h. in
seiner vordersten Spitze und besteht aus einem einzigen Loch. Die Saugöffnung kann
auch im vorderen Bereich des Mundstücks nicht in der Spitze, sondern seitlich angeordnet
sein. Sie kann zudem in beiden Varianten durch mehrere Löcher gebildet sein.
[0009] Da der Grundkörper umgeklappt werden kann und das erste Verbindungselement dadurch
gut zugänglich ist, insbesondere freiliegt, kann es so einfacher mit der Aufnahmeeinheit
verbunden werden.
[0010] Vorzugsweise ist der Grundkörper von einer bestimmungsgemässen Gebrauchslage, welche
eine erste stabile Lage bildet, in den umgeklappten Zustand klappbar, wobei dieser
umgeklappte Zustand eine zweite stabile Lage bildet.
[0011] Ein weiterer Vorteil ist, dass der umgeklappte Saugnippel besser gereinigt werden
kann, da allfällige komplexe Strukturen im Innern des Grundkörpers, wie beispielsweise
das erste Verbindungselement, frei liegen und zwecks Reinigung besser zugänglich sind.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Grundkörper im Wesentlichen kegelstumpfförmig,
kalotten- oder halbkugelförmig ausgebildet. Vorzugsweise weist er einen radial nach
innen ragenden Flansch auf.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform liegen im umgeklappten Zustand des Grundkörpers
Flächen zur Berührung frei, welche bei bestimmungsgemässem Gebrauch des Saugnippels
nicht in Kontakt mit einer durch den Saugnippel fliessenden Flüssigkeit stehen, wobei
der Saugnippel alleine durch Halten an diesen Flächen mit der Aufnahmeeinheit bestimmungsgemäss
verbindbar ist. Vorzugsweise ist der Saugnippel ohne zusätzliche Hilfsmittel oder
Werkzeuge mit der Aufnahmeeinheit verbindbar bzw. auf dieser montierbar.
[0014] Dies ist ein weiterer Vorteil, da der Saugnippel ausschliesslich an Stellen angefasst
werden kann, welche später im bestimmungsgemässen Gebrauch weder in den Mund des Babys
gelangen, noch von der Milch oder der zu trinkenden Flüssigkeit kontaktiert werden.
Dadurch ist gewährleistet, dass auch die Montage des Saugnippels unter Berücksichtigung
hoher Hygienestandards erfolgen kann. Gerade bei Frühgeborenen und Neugeborenen ist
dies sehr wichtig.
[0015] Der umgeklappte Grundkörper lässt sich auf seiner Innenseite anfassen und das Mundstück
muss zu keinem Zeitpunkt berührt werden. Ist im Innern des Grundkörpers ein röhrenförmiger
Saugkanal vorhanden, so kommt auch die Innenseite des Grundkörpers nicht in Kontakt
mit der zu trinkenden Flüssigkeit.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Saugnippel deshalb einen Saugkanal
auf, welcher im Mundstück verläuft, mit einem ersten Ende in die Saugöffnung mündet
und mit einem zweiten Ende in den Grundkörper hineinragt. Dieses zweite Ende bildet
dabei das erste Verbindungselement zur dichtenden Verbindung mit der Aufnahmeeinheit.
Vorzugsweise überragt dieses zweite Ende den Grundkörper im Gebrauchszustand nicht.
In seinem umgeklappten Zustand hingegen wird er vom ersten Verbindungselement mindestens
teilweise oder sogar vollständig überragt. Vorzugsweise ist der Saugkanal im Bereich
des zweiten Endes hohlzylinderförmig ausgestaltet, wobei er beispielsweise einen radial
nach aussen oder radial nach innen ragenden Flansch aufweisen kann.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Saugnippel ein einwandiges Mundstück
auf, an welchem eine axial nach innen ragende und in den Grundkörper hineinreichende
Schürze angeformt ist.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen
hervor.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Im Folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels,
welches in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, erläutert. Gleiche Teile
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Explosionsdarstellung einer Babyflasche mit einer Aufnahmeeinheit und eine erfindungsgemässe
Saugnippeleinheit in einer ersten Ausführungsform ;
- Figur 2
- die Babyflasche, Aufnahmeeinheit und Saugnippel gemäss Figur 1 mit einem für die Montage
umgeklappten Saugnippel;
- Figur 3
- den auf einem Teil der Aufnahmeeinheit befestigten Saugnippel gemäss Figur 1;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung des Saugnippels gemäss Figur 1 in bestimmungsgemässer
Gebrauchslage;
- Figur 5
- den Saugnippel gemäss Figur 4 im umgeklappten Zustand;
- Figur 6
- einen Längsschnitt durch den Saugnippel gemäss Figur 4 bei Nichtgebrauch;
- Figur 7
- einen Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Saugnippels durch einen oberen Bereich
des Saugnippels gemäss Figur 6;
- Figur 8
- einen Längsschnitt durch den Saugnippel gemäss Figur 4 bei einem bestimmungsgemässen
Gebrauch und
- Figur 9
- einen Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Saugnippels durch einen oberen Bereich
des Saugnippels gemäss Figur 8.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] In den Figuren 1 bis 9 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen
Saugnippeleinheit dargestellt.
[0021] Figur 1 zeigt einen Flüssigkeitsbehälter, hier eine Babymilchflasche 1, mit einem
Hals 11 mit einem Aussengewinde 12. Auf der Babymilchflasche 1 lässt sich ein Saugnippel
4 mittels einer Montage- oder Aufnahmeeinheit 2, 3 befestigen.
[0022] Die Aufnahmeeinheit 2, 3 besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: einem Basisteil
2 und einem Aufnahmekopf 3. Das Basisteil 2 besteht vorzugsweise aus Polypropylen
(PP) oder einem Polyamid, der Aufnahmekopf 3 aus einer Kombination von PP oder einem
Polyamid mit Silikon, Kautschuk oder TPE. Für den Saugnippel 4 wird vorzugsweise Silikon,
ein Kunststoff auf Silikonbasis, Kautschuk oder TPE verwendet.
[0023] Das Basisteil 2 ist formstabil ausgebildet. Es besteht im Wesentlichen aus einem
Ringkörper 20 und einem daran angeformten Kegelstumpf 25. Zentrisch im Kegelstumpf
25 ist als Eingangsöffnung der Einheit eine Durchgangs- oder Ausflussöffnung 24 vorhanden,
welche den Behälterinnenraum des Behälters 1 nach aussen, d.h. zum Saugnippel hin,
verbindet. Der Kegelstumpf 25 überragt den Ringkörper 20 und erstreckt sich nach oben
zum Aufnahmekopf 3 hin. Die Ausflussöffnung 24 ist vorzugsweise im obersten Bereich,
vorzugsweise in der abgeflachten Spitze, angeordnet.
[0024] Dieses Basisteil 2 lässt sich auf den Behälterhals 11 aufsetzen, ohne dass es jedoch
bereits relativ zu ihm lagefixiert, insbesondere verdrehgesichert ist. Dabei ist ein
unterer Anschlag vorhanden, welcher begrenzt, wie weit der Behälterhals 11 das Basisteil
2 durchsetzen kann, d.h. wie weit das Basisteil 2 auf dem Behälterhals 11 nach unten
rutschen kann. Der Anschlag kann beispielsweise eine innere Auflagefläche im oberen
Bereich des Basisrings 2 sein. Andere Arten von Anschlägen, wie beispielsweise vorstehende
Nasen oder Rippen, sind auch möglich.
[0025] Der Aufnahmekopf 3 ist ebenfalls ringförmig und vorzugsweise rotationssymmetrisch
ausgebildet. Der Aufnahmekopf 3 besteht im Wesentlichen aus zwei Bereichen. Der untere,
vorzugsweise harte Bereich wird hier durch mehrere Steckelemente 30 gebildet, welche
gleichmässig über den Umfang verteilte Abschnitte eines gemeinsamen Mantels bilden.
Die Steckelemente 30 bilden auf ihrer Innenseite ein gemeinsames Innengewinde 301.
Anstelle eines Innengewindes kann auch ein Aussengewinde vorhanden sein, falls der
Trinkbehälter 1 mit einem entsprechenden Innengewinde versehen ist.
[0026] Die Steckelemente 30 lassen sich in Schlitze 21 des Basisteils 2 einstecken. Einrastrippen
33 am Basisteil und am Aufnahmekopf 3 verhindern ein Herausfallen des Aufnahmekopfes
3 aus dem Basisteil 2.
[0027] Der obere Bereich des Aufnahmekopfes 3 kann aus demselben oder einem weicheren Material
als der untere gefertigt sein. Er kann im peripheren Bereich beliebig geformt sein.
Vorzugsweise weist er periphere Stützkörper bzw. -strukturen, hier Stützflügel 340
auf, welche mit dem nachfolgend beschriebenen Saugkörper oder Saugnippel 4 zusammenwirken.
[0028] Der Saugnippel 4 ist in den Figuren 4 bis 6 gut erkennbar. Er weist einen kegelstumpfförmigen,
kalotten- oder halbkugelförmigen Grundkörper 40 und ein daran einstückig angeformtes
Mundstück 42 auf. Das Mundstück 42 ist in seinem äusseren Umfang gegenüber dem Grundkörper
40 verjüngt bzw. dieser ist gegenüber dem Mundstück in seinem äusseren Umfang erweitert.
Der Grundkörper 40 ist vorzugsweise mit seinem unteren Rand nach innen gebogen, so
dass ein radial nach innen gerichteter Flansch 41 entsteht. Dieser Flansch 41 ist
in einem Winkel nach unten aus der Öffnung des Grundkörpers 40 hinaus gerichtet. Der
Flansch 41 ist vorzugsweise relativ schmal ausgebildet und versteift den unteren Bereich
des Grundkörpers 40 nicht oder nur unwesentlich.
[0029] Das Mundstück 42 ist vorzugsweise in bekannter Weise hohlzylinderförmig oder als
Kegelstumpf ausgebildet. Es bildet vorzugsweise einen dünnwandigen Hohlkörper mit
einer Saugöffnung 43. Es ist biegeweich und/oder flexibel verformbar ausgebildet.
Im Mundstück 42, vorzugsweise in der obersten Spitze, ist die Saugöffnung 43 vorhanden.
Aus dieser tritt bei Gebrauch die aus dem Behälter 1 gesogene Flüssigkeit aus.
[0030] Im Mundstück 42 verläuft ein röhrenförmiger Saugkanal 48, auch Flüssigkeits- oder
Milchkanal genannt. Der Saugkanal 48 mündet mit einem Ende in die Saugöffnung 43.
Mit seinem zweiten Ende ragt er in den Grundkörper 40 hinein und bildet die Eingangsöffnung
des Saugnippels 4.
[0031] In diesem Beispiel bildet das Mundstück 42 den oberen Bereich des Saugkanals 48.
Der untere Bereich des Saugkanals 48 wird durch eine umlaufende Schürze 46 gebildet,
welche eine in den Grundkörper 40 hineinragende Verlängerung des Mundstücks 42 bildet.
Diese Schürze 46 ragt zum Aufnahmekopf 3 hin. An der Schürze 46 ist vorzugsweise ein
nach innen oder nach aussen ragender Flansch 460 angeformt. Vorzugsweise weist die
Saugöffnung 43 bzw. der Saugkanal 48 im oberen Bereich einen runden Querschnitt auf,
wie dies in Figur 7 erkennbar ist. Da das Mundstück 42 relativ weich ausgebildet ist,
wird es im bestimmungsgemässen Gebrauch verformt und die Saugöffnung 43 bzw. der Saugkanal
48 im benachbarten Bereich kann beispielsweise eine ovale Form annehmen, wie dies
in Figur 9 erkennbar ist.
[0032] Das Mundstück 42 kann beliebig geformt sein, solange es flexibel und biegeweich bleibt.
Wie insbesondere in den Figur 6 und 8 erkennbar ist, kann die Wandung des Mundstücks
42 zum Kopfteil 3 hin in ihrer Dicke zunehmen. Dies erfolgt hier stufenweise. Typische
Wandstärken sind: t1 circa 0.5 mm, t2 circa 1.5 mm, t3 und t4 circa 2.0 mm. Andere
Masse sind jedoch möglich. Vorzugsweise ist im Mundstück 42 eine Verjüngung 420 im
inneren Durchmesser vorhanden, so dass im Bereich der Saugöffnung 43 ein sich verformender
Hohlraum 421 gebildet ist. Der Hohlraum 421 ist angrenzend an die Verjüngung 420 angeordnet.
Vorzugsweise weist dieser Hohlraum 421 wie auch die Saugöffnung 43 einen im Wesentlichen
runden Querschnitt auf. Der Querschnitt dieses Hohlraums 421 verformt sich im bestimmungsgemässen
Gebrauch. Der Hohlraum 421 kann insbesondere länger, aber schmaler werden und von
einem runden Querschnitt in einen ovalen Querschnitt wechseln. Diese Form kann sich
während des Saugvorgangs nach Massgabe des Babys ändern.
[0033] Das Mundstück ist vorzugsweise biegeweich ausgebildet und im bestimmungsgemässen
Gebrauch ragen vorzugsweise keine Teile, welche das Mundstück über einen wesentlichen
Teil seiner Länge versteifen, in dieses hinein. Im bestimmungsgemässen Gebrauch ist
das Mundstück deshalb vorzugsweise deformierbar ausgebildet.
[0034] Andere Ausführungsformen sind möglich. In diesem Beispiel ist der Saugkanal 48 einstückig
gemeinsam mit dem Mundstück 42 gefertigt und besteht vorzugsweise aus demselben Material.
Vorzugsweise ist der ganze Saugnippel 4 einstückig ausgebildet.
[0035] Die Saugöffnung 43 ist im montierten Zustand über diesen Saugkanal 48 und anschliessend
über die Durchgangsöffnung 32 und die Durchflussöffnung 24 mit dem Innenraum des Behälters
1 verbunden, so dass das Baby durch diese Öffnung sein Getränk, z.B. Tee, Wasser oder
Milch, trinken kann.
[0036] Wie in Figur 2 erkennbar ist, lässt sich der Saugnippel 4 mit seinem Grundkörper
40 über den Aufnahmekopf 3 stülpen. Dabei wird der Grundkörper 40 erfindungsgemäss
umgestülpt, bis er seine zweite stabile Lage erhalten hat. Dieses Umstülpen kann von
Hand erfolgen, indem der untere Rand des Grundkörpers 40 ergriffen und nach oben und
aussen gebogen wird. Der Grundkörper 40 nimmt dabei von sich aus seine zweite stabile
Lage an, wie sie in Figur 5 dargestellt ist. Wie in dieser Figur 5 gut erkennbar ist,
liegt in dieser stabilen umgestülpten Lage das erste Verbindungs- oder Befestigungsmittel,
nämlich das untere Ende des Saugkanals 48, frei und überragt den umgestülpten Grundkörper
40. Der Saugnippel 4 kann von Hand auf der nun nach aussen ragenden Innenfläche 400
des Grundkörpers 40 ergriffen werden, und das freie Ende des Saugkanals 48, hier die
Schürze 46, kann über den Kegelstumpf 35 und somit über die Durchgangsöffnung 32 des
Aufnahmekopfes 3 gestülpt werden. Der Flansch 460 der Schürze 46 hintergreift einen
Wulst oder eine Rippe des Kegelstumpfes 35 und liegt dort dichtend an. Da die Schürze
46 gut sichtbar und gut zugänglich ist, kann dies auf einfache Art und Weise erfolgen.
[0037] Der Grundkörper 40 wird nun wieder in seine stabile Gebrauchslage hinuntergeklappt,
indem wiederum lediglich der freie Rand des Grundkörpers 40 nach unten gezogen wird.
Der Flansch 41 des Grundkörpers 40 hintergreift die vorstehende Kante zwischen oberem
und unterem Bereich des Aufnahmekopfes 3 und liegt flach und dichtend an der äusseren
Dichtfläche 310 des Aufnahmekopfes 3 an. Der Saugnippel 4 ist nun auf dem Aufnahmekopf
3 montiert, wie dies in Figur 3 dargestellt ist.
[0038] Der Saugnippel 4 lässt sich somit auf den Aufnahmekopf 3 aufstecken bzw. teilweise
über ihn stülpen. Anschliessend lässt sich der Aufnahmekopf 3 in das Basisteil 2 einstecken.
Der Aufnahmekopf 3 lässt sich in das Basisteil 2 stecken, wenn dieses frei ist, aber
auch, wenn es sich bereits auf dem Behälterhals 1 befindet. Da sich das Basisteil
2 in axialer Richtung bezüglich des Aufnahmekopfes 2 noch leicht verschieben lässt,
kann der Saugnippel 4 wahlweise auch erst bei zusammengestecktem Aufnahmekopf 3/ Basisteil
2 über ersteren gestülpt werden.
[0039] Durch Drehen des Basisteils 2 oder des Aufnahmekopfes 3 auf dem Behälterhals 11 greifen
die zwei Gewinde, Aussengewinde 12 und Innengewinde 301, ineinander. Der Aufnahmekopf
3 läuft dem Gewinde entlang nach unten. Mit ihm wird das Basisteil hinuntergezogen
bis zu seinem unteren Anschlag. Basisteil 2 und Aufnahmekopf 3 sind nun auf dem Behälter
1 befestigt und relativ zueinander verdrehgesichert. Dadurch wird nun die äussere
Dichtfläche 270 des Basisteils 2 relativ zur äusseren Dichtfläche 310 des Aufnahmekopfes
3 gedrückt. Sie klemmen dabei den Flansch 41 des Saugnippels 4 ein und sorgen somit
für eine flüssigkeits- und luftdichte Verbindung zwischen Saugnippel 4, Aufnahmekopf
3 und Basisteil 2. Je nach Ausgestaltung kann auch ein anders geformter unterer Rand
41 des Saugnippels 4 zwischen den zwei Teilen 2, 3 dichtend eingeklemmt werden.
[0040] Wie oben beschrieben, lässt sich somit der Saugnippel trotz relativ kompliziertem
inneren Aufbau auf einfache Art und Weise montieren. Wie in Figur 5 erkennbar ist,
lässt er sich auch gut reinigen, da alle Bereiche des Saugnippels gut zugänglich sind.
[0041] Die beschriebene Montageart mit der zweiteiligen Aufnahmeeinheit ist lediglich eines
von vielen möglichen Beispielen, wie ein umgestülpter Saugnippel mit freiliegendem
Verbindungselement montiert werden kann. Der Saugnippel muss auch nicht zwingend auf
eine Aufnahmeeinheit aufgesetzt werden. Er kann eine Aufnahmeeinheit auch beispielsweise
durchdringen. Der radial nach innen gerichtete Flansch des Grundkörpers kann mit der
Öffnungsebene des Grundkörpers fluchten oder kann auch in einem Winkel nach unten
aus der Öffnung des Grundkörpers hinaus gerichtet sein.
[0042] Des Weiteren kann anstelle des Saugkanals oder der Schürze auch ein anders geformtes
inneres Verbindungsmittel vorhanden sein. Beispielsweise kann ein Saugkanal einen
radial nach aussen ragenden Flansch aufweisen, welcher eine entsprechend geformte
Aufnahme der Aufnahmeeinheit, insbesondere des Aufnahmekopfes, hintergreift.
[0043] Das erste Verbindungselement, d.h. das freie Ende des Saugkanals, muss nicht zwingend
in den Grundkörper hineinragen. Es ist auch möglich, dass der Saugkanal mit dem zum
Grundkörper hin gerichteten Ende des Mundstücks endet. Dieses freie Ende des Saugkanals
ist dabei so geformt, dass es eine dichtende, vorzugsweise steckbare Verbindung mit
der Aufnahmeeinheit ermöglicht, beispielsweise durch Vorsehung geeigneter Dichtmittel
am oder im Saugkanal. Insbesondere kann dieser Endbereich des Saugkanals als Konus
ausgebildet sein, welcher die Aufnahmeeinheit unter Vorspannung aufnimmt.
[0044] Das Mundstück und/oder der Saugkanal können innen und/oder aussen beispielsweise
hohlzylinderförmig oder kegelstumpfförmig ausgebildet sein. Die Saugöffnung kann relativ
gross oder klein gewählt sein. Die Saugöffnung kann insbesondere annähernd dieselbe
Querschnittsfläche aufweisen wie der Saugkanal über seine gesamte Länge. Die Saugöffnung
kann auch eine kleinere Querschnittsfläche aufweisen als der Saugkanal. Diese Varianten
lassen sich beliebig miteinander kombinieren.
[0045] Die erfindungsgemässe Saugnippeleinheit lässt sich auf einfache sowie hygienische
Art und Weise mit der Saugflasche verbinden und des Weiteren gut reinigen.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Behälter
- 11
- Behälterhals
- 12
- Aussengewinde
- 2
- Basisteil
- 20
- Ringkörper
- 21
- Schlitz
- 24
- Ausflussöffnung
- 25
- innerer Kegelstumpf
- 3
- Aufnahmekopf
- 30
- Steckelemente
- 301
- Innengewinde
- 310
- äussere Dichtfläche
- 32
- Durchgangsöffnung
- 33
- Einrastrippen
- 340
- Stützflügel
- 35
- Kegelstumpf
- 4
- Saugnippel
- 40
- Grundkörper
- 400
- Innenfläche
- 41
- Flansch
- 42
- Mundstück
- 420
- Verjüngung
- 421
- Hohlraum
- 43
- Saugöffnung
- 430
- Flansch
- 46
- Schürze
- 460
- Flansch
- 48
- Saugkanal
- 480
- Verjüngung
- t1 bis t4
- Wanddicke
1. Saugnippeleinheit mit einem Saugnippel (4) und einer Aufnahmeeinheit (2, 3) zur Befestigung
des Saugnippels (4) auf einen Flüssigkeitsbehälter, wobei der Saugnippel (4)
einen Grundkörper (40) und
ein an den Grundkörper (40) anschliessendes, gegenüber dem Grundkörper (40) verjüngtes
Mundstück (42) mit mindestens einer Saugöffnung (43) und einem freien Ende aufweist,
wobei der Saugnippel (4) ein erstes Verbindungselement (46) zur Verbindung mit der
Aufnahmeeinheit (2, 3) und ein zweites Verbindungselement (41) zur Verbindung mit
der Aufnahmeeinheit (2, 3) sowie einen Saugkanal (48) aufweist,
wobei der Saugkanal (48) im Mundstück (42) verläuft, mit einem ersten Ende in die
Saugöffnung (43) mündet und mit einem zweiten Ende (46) zum Grundkörper (40) hin gerichtet
ist und wobei dieses zweite Ende (46) das erste Verbindungselement zur dichtenden
Verbindung mit der Aufnahmeeinheit (2, 3) bildet,
und wobei der Grundkörper (40) zum freien Ende des Mundstücks (42) hin umklappbar
ausgestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit ein Basisteil (2) und einen Aufnahmekopf (3) aufweist, wobei
zur Befestigung des Saugnippels (4) auf den Flüssigkeitsbehälter der Saugnippel (4)
mit seinem Grundkörper (40) über den Aufnahmekopf (3) stülpbar und der Aufnahmekopf
(3) in das Basisteil (2) einsteckbar ist.
2. Saugnippeleinheit nach Anspruch 1, wobei ein diesem zweiten Ende zugewandter Bereich
des Saugkanals (48) durch eine umlaufende Schürze (46) gebildet ist, welche eine in
den Grundkörper (40) hinein ragende Verlängerung des Mundstücks (42) bildet, wobei
an dieser Schürze (46) ein nach innen oder nach aussen ragender Flansch (460) angeformt
ist und wobei dieser Flansch (460) das zweite Verbindungselement bildet.
3. Saugnippeleinheit nach Anspruch 1, wobei der Grundkörper (41) von einer bestimmungsgemässen
Gebrauchslage, welche eine erste stabile Lage bildet, in den umgeklappten Zustand
klappbar ist, wobei dieser umgeklappte Zustand eine zweite stabile Lage bildet.
4. Saugnippeleinheit nach Anspruch 3, wobei das zweite Ende (46) in den Grundkörper (40)
hineinragt.
5. Saugnippeleinheit nach Anspruch 4, wobei das zweite Ende (46) im umgeklappten Zustand
des Grundkörpers (40) diesen mindestens teilweise überragt.
6. Saugnippeleinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Saugkanal (48) mindestens
im Bereich des zweiten Endes (46) hohlzylinderförmig ausgestaltet ist.
7. Saugnippeleinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Grundkörper (40) im
Wesentlichen kegelstumpfförmig oder kalottenförmig oder halbkugelförmig ausgebildet
ist.
8. Saugnippeleinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Grundkörper (40) einen
radial nach innen ragenden Flansch (41) aufweist.
9. Saugnippeleinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei im umgeklappten Zustand
des Grundkörpers (40) Flächen (400) zur Berührung freiliegen, welche bei bestimmungsgemässen
Gebrauch des Saugnippels (4) nicht in Kontakt mit einer durch den Saugnippel (4) fliessenden
Flüssigkeit stehen, und wobei der Saugnippel (4) alleine durch Halten an diesen Flächen
(400) mit der Aufnahmeeinheit (2, 3) bestimmungsgemäss verbindbar ist.
10. Saugnippeleinheit nach Anspruch 9, wobei der Saugnippel (4) ohne zusätzliche Hilfsmittel
oder Werkzeuge mit der Aufnahmeeinheit (2,3) verbindbar ist.
1. Teat unit with a teat (4) and a receiving unit (2, 3) for securing the teat (4) on
a liquid container, wherein the teat (4) comprises a main body (40) and,
adjoining the main body (40) and tapered relative to the main body (40), a mouthpiece
(42) with at least one suction opening (43) and a free end, wherein the teat (4) has
a first connector element (46) for connection to the receiving unit (2, 3), a second
connector element (41) for connection to the receiving unit (2, 3), and a suction
channel (48),
wherein the suction channel (48) extends within the mouthpiece (42), opens via a first
end into the suction opening (43) and is directed via a second end (46) towards the
main body (40), and wherein this second end (46) forms the first connector element
for leaktight connection to the receiving unit (2, 3),
and wherein the main body (40) is designed such that it is adapted to be turned back
towards the free end of the mouthpiece (42), characterized in that the receiving unit comprises a base part (2) and a receiving head (3), wherein, for
securing the teat (4) on the liquid container, the teat (4) can be pushed with its
main body (40) over the receiving head (3) and the receiving head (3) is plugged into
the base part (2).
2. Teat unit according to Claim 1, wherein an area of the suction channel (48), which
is turned towards this second end, is formed by a circumferential skirt (46) which
forms an extension of the mouthpiece (42), extending into the main body (40), wherein
a flange (460) extending into the interior or protruding is integrally formed at this
skirt (46) and wherein this flange (460) forms the second connector element.
3. Teat unit according to Claim 1, wherein the main body (40) is adapted to be turned
back from an intended position of use, which forms a first stable position, to the
turned-back state, which turned-back state forms a second stable position.
4. Teat unit according to Claim 3, wherein the second end (46) protrudes into the main
body (40).
5. Teat unit according to Claim 4, wherein the second end (46), in the turned-back state
of the main body (40), at least partly protrudes from the latter.
6. Teat unit according to one of Claims 1 to 5, wherein the suction channel (48) has
a hollow cylindrical shape, at least in the area of the second end (46).
7. Teat unit according to one of Claims 1 to 6, wherein the main body (40) has a substantially
frustoconical, spherical cap-shaped or hemispherical design.
8. Teat unit according to one of Claims 1 to 7, wherein the main body (40) has a radially
inwardly protruding flange (41).
9. Teat unit according to one of Claims 1 to 8, wherein, in the turned-back state of
the main body (40), surfaces (400) are exposed which can be touched and which, during
the intended use of the teat (4), do not come into contact with a liquid flowing through
the teat (4), and wherein the teat (4) is adapted to be correctly connected to the
receiving unit (2, 3) simply by holding it via these surfaces (400).
10. Teat unit according to Claim 9, wherein the teat (4) is adapted to be connected to
the receiving unit (2, 3) without the use of additional aids or tools.
1. Unité à tétine comprenant une tétine (4) et une unité de réception (2, 3) pour la
fixation de la tétine (4) sur un contenant de liquide, la tétine (4) comprenant
un corps de base (40) et
un embout (42) se raccordant au corps de base (40) et de section décroissante par
rapport au corps de base (40), lequel embout comprend au moins une ouverture de succion
(43) et une extrémité libre, la tétine (4) comprenant un premier élément de liaison
(46) pour la liaison à l'unité de réception (2, 3) et un deuxième élément de liaison
(41) pour la liaison à l'unité de réception (2, 3) ainsi qu'un canal de succion (48),
le canal de succion (48) s'étendant dans l'embout (42), débouchant par une première
extrémité dans l'ouverture de succion (43) et étant orienté par une deuxième extrémité
(46) en direction du corps de base (40), et cette deuxième extrémité (46) formant
le premier élément de liaison pour la liaison étanche à l'unité de réception (2, 3),
et le corps de base (40) étant configuré de manière à pouvoir être rabattu en direction
de l'extrémité libre de l'embout (42), caractérisée en ce que l'unité de réception comprend une partie de base (2) et une tête de réception (3)
et, pour la fixation de la tétine (4) sur le contenant de liquide, la tétine (4) pouvant
être enfoncée, par son corps de base (40), par-dessus la tête de réception (3) et
la tête de réception (3) pouvant être insérée dans la partie de base (2).
2. Unité à tétine selon la revendication 1, dans laquelle une région du canal de succion
(48) tournée vers cette deuxième extrémité est formée par une jupe périphérique (46),
laquelle forme un prolongement de l'embout (42) faisant saillie dans le corps de base
(40), dans laquelle un rebord (460) faisant saillie vers l'intérieur ou vers l'extérieur
est formé sur cette jupe (46) et dans laquelle ce rebord (460) forme le deuxième élément
de liaison.
3. Unité à tétine selon la revendication 1, dans laquelle le corps de base (40) peut
être replié à partir d'une position d'utilisation correcte, laquelle forme une première
position stable, jusqu'à l'état rabattu, dans laquelle cet état rabattu forme une
deuxième position stable.
4. Unité à tétine selon la revendication 3, dans laquelle la deuxième extrémité (46)
pénètre dans le corps de base (40).
5. Unité à tétine selon la revendication 4, dans laquelle la deuxième extrémité (46)
dépasse au moins partiellement au-delà du corps de base (40) dans l'état rabattu de
celui-ci.
6. Unité à tétine selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans laquelle le canal
de succion (48) est configuré sous forme cylindrique creuse au moins dans la région
de la deuxième extrémité (46).
7. Unité à tétine selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans laquelle le corps
de base (40) est réalisé essentiellement sous forme tronconique ou en forme de calotte
ou sous forme hémisphérique.
8. Unité à tétine selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans laquelle le corps
de base (40) comprend un rebord (41) faisant saillie radialement vers l'intérieur.
9. Unité à tétine selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans laquelle des
surfaces (400) de contact sont exposées à l'état rabattu du corps de base (40), lesquelles
surfaces ne sont pas en contact avec un liquide s'écoulant à travers la tétine (4)
en cas d'utilisation correcte de la tétine (4), et dans laquelle la tétine (4) peut
être reliée de manière correcte à l'unité de réception (2, 3) uniquement par retenue
au niveau de ces surfaces (400).
10. Unité à tétine selon la revendication 9, dans laquelle la tétine (4) peut être reliée
à l'unité de réception (2, 3) sans moyens auxiliaires ou outils supplémentaires.