[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft zur Anwendung in Wasch-, Reinigungs- sowie Pflegeprodukten
geeignete Partikel, welche einen wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Träger
sowie aktivstoffhaltige Mikrokapsein aufweisen. Ferner betrifft sie ein Verfahren
zur Herstellung solcher Partikel sowie Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel, welche
solche Partikel enthalten. Schließlich betrifft sie noch die Verwendung solcher bei
der Textilwäsche bzw. -textilbehandlung.
[0002] Bei der Textilwäsche verfolgt der Verbraucher im allgemeinen nicht nur das Ziel,
die Wäsche aus hygienischen und optischen Gründen von Anschmutzungen zu befreien,
sondern er wünscht sich auch einen Mehrwert, welcher über die bloße Textilreinigung
hinausgeht. Dieser Mehrwert kann z.B. darin liegen, dass die Textilien nach der Wäsche
gut riechen mögen oder dass die Textilien bei der Wäsche gepflegt werden, so dass
sich z.B. ein weicherer Griff des Textils ergibt.
[0003] Besonders großes Interesse haben die Verbraucher an einem Wohlgeruch der Wäsche.
[0004] Aus diesem Grunde und um den Eigengeruch des Textilwaschmittels zu überdecken, enthalten
die meisten kommerziell verfügbaren Textilwaschmittel Riechstoffe. Beim Einsatz herkömmlicher
Waschmittel bleibt nach dem Waschen jedoch oft nur ein verhältnismäßig schwacher Duft
auf der Wäsche zurück, insbesondere dann, wenn ein Wäschetrockner benutzt wird.
[0005] Die
WO 2005/059083 A1 offenbart beschichtete Granulate mit einem funktionellen Kern, deren Beschichtung
verkapselte Parfüme enthält.
[0006] Aus der
WO 2007/115872 A1 sind feste Textilbehandlungsmittel mit einem wasserlöslichen Träger, der eine Umhüllung
aus einem wasserlöslichen Polymer und Parfüm aufweist, wobei die Umhüllung zumindest
teilweise mit einer textil-pflegenden Verbindung beschichtet ist, bekannt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es vor diesem Hintergrund, ein Mittel bereitzustellen,
welches es dem Verbraucher ermöglicht, im Rahmen der herkömmlichen maschinellen Textilbehandlung
einen Mehrwert zu erlangen, welcher über die bloße Reinigung der Textilien hinausgeht.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst vom Gegenstand der Erfindung, nämlich durch ein Partikel
nach Anspruch 1, geeignet zur Anwendung in Wasch-, Reinigungs- oder Pflegeprodukten,
umfassend einen wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Träger sowie aktivstoffhaltige
Mikrokapseln.
[0009] Mikrokapseln als solche sind bekannt. Die Durchmesser einsetzbarer Mikrokapseln liegen
im Bereich von einigen Nanometern bis zu Millimetern. In die Mikrokapseln sind erfindungsgemäß
feste und/oder flüssige Aktivstoffe eingeschlossen. Als Materialen für die Kapseln
kommen üblicherweise hochmolekulare Verbindungen in Frage wie z.B. Eiweißverbindungen
(z. B. Gelatine, Albumin, Casein und andere), Cellulose-Derivate (z.B. Methylcellulose,
Ethylcellulose, Celluloseacetat, Cellulosenitrat, Carboxymethylcellulose und andere)
sowie vor allem auch synthetische Polymere (z.B. Polyamide, Polyethylenglycole, Polyurethane,
Epoxydharze und andere). Hierzu wird später noch genaueres gesagt werden. Das allgemeine
Prinzip der Mikroverkapselung ist bekannt, insbesondere als Einkapselung flüssiger
oder fester Phasen durch Umhüllung mit filmbildenden (z.B. den vorgenannten) Polymeren,
die sich nach Emulgierung und Koazervation oder Grenzflächenpolymerisation auf dem
einzuhüllenden
[0010] Material niederschlagen. Aktivstoffhaltige Mikrokapseln wie z.B. riechstoffhaltige
Mikrokapseln sind kommerziell breit verfügbar.
[0011] Die erfindungsgemäßen Partikel können insbesondere im Hauptwaschgang eines automatischen
Wasch- oder Reinigungsverfahrens eingesetzt werden, insbesondere als extra zu dosierendes
Additiv zusätzlich zu einem normalen Wasch- oder Reinigungsmittel oder aber als integrierter
Bestandteil eines Wasch- oder Reinigungsmittels. Die Partikel können beispielsweise
zusammen mit dem Wasch- oder Reinigungsmittel in die Trommel oder die Einspülkammer
einer Waschmaschine gegeben werden.
[0012] Insbesondere die in den Mikrokapseln enthaltenen Aktivstoffe tragen dazu bei, den
zu realisierenden Mehrwert zu erlangen, welcher über die bloße Reinigung der Textilien
hinausgeht. Dieser Mehrwert kann sich erfindungsgemäß insbesondere in einer verbesserten
Textilbeduftung, in einer verbesserten Textilpflege und/oder sogar in dem Bewirken
von kosmetischen Hautpflegeeffekten manifestieren, je nach Wahl der implementierten
Aktivstoffe.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Partikel umfasst neben Mikrokapseln als wesentlichen Bestandteil
auch einen wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Träger. Der wasserlösliche oder
wasserdispergierbare Träger umfasst Kohlenhydrate, insbesondere ausgewählt aus Dextrose,
Fructose, Galactose, Isoglucose, Glucose, Saccharose, Raffinose oder Mischungen daraus,
weitere wasserlösliche oder wasserdispergierbare Träger Material(ein) umfassen anorganischen
Alkalimetallsalzen, organischen Alkalimetallsalzen, anorganischen Erdalkalimetallsalzen,
organischen Erdalkali-metallsalzen, organischen Säuren, Silikaten, Harnstoff oder
Mischungen daraus.
[0014] Solche Trägermaterialien sind nicht nur preiswert, sondern lösen sich in der Regel
sehr gut in Wasser. Außerdem sind diese Materialien geruchsneutral.
[0015] Geeignete Materialien sind z.B. anorganische Alkalimetallsalze wie beispielsweise
Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumsulfat, Natriumcarbonat, Kaliumsulfat, Kaliumcarbonat,
Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat oder deren Mischungen, organische
Alkalimetallsalze wie beispielsweise Natriumacetat, Kaliumacetat, Natriumcitrat, Natriumtartrat
oder Kaliumnatriumtartrat, anorganische Erdalkalimetallsalze wie beispielsweise Calciumchlorid,
Magnesiumsulfat oder Magnesiumchlorid, organische Erdalkalimetallsalze wie beispielsweise
wie Calciumlactat, Kohlenhydrate, organische Säuren wie beispielsweise Zitronensäure
oder Weinsäure, Silikate wie beispielsweise Wasserglas, Natriumsilikat oder Kaliumsilikat,
Harnstoff sowie Mischungen daraus. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der eingesetzte
wasserlösliche oder wasserdispergierbare Träger zumindest zu 80 Gew.-%, vorzugsweise
zumindest zu 90 Gew.-%, insbesondere zumindest zu 95 Gew.-% oder gar vollständig auf
Kohlenhydraten basiert.
[0016] Das einsetzbare Kohlenhydrat kann beispielsweise Kandiszucker oder Hagelzucker sein.
Der Einsatz von kristallinem Zucker ermöglicht ästhetisch besonders ansprechende Partikel
mit erhöhter Verbraucherakzeptanz.
[0017] Die erfindungsgemäßen Partikel zeichnen sich dadurch aus, dass der Träger in Form
von Kristallen vorliegt.
[0018] Der wasserlösliche oder wasserdispergierbare Träger kann auch Mischungen aus den
genannten Materialien enthalten, also z.B. Mischungen aus Salzen wie z.B. Natriumcitrat
und Kohlenhydraten.
[0019] Bei Verwendung eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Trägers, der aus
Kohlenhydraten bzw. zumindest überwiegend aus Kohlenhydraten besteht, wird das Problem
der Korrosion in der Waschmaschine vermieden, welches insbesondere bei Verwendung
von anorganischen Chlorid-Salzen als wasserlöslicher oder wasserdispergierbarer Träger
womöglich auftreten könnte.
[0020] Bezogen auf das gesamte Partikel beträgt der Anteil des wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Trägers in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform 50 bis 99 Gew.-%, bevorzugt
75 bis 95 Gew.-%.
[0021] Die erfindungsgemäß enthaltenen Mikrokapseln enthalten nach einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung einen vorzugsweise flüssigen Aktivstoff, welcher für
Wasch-, Reinigungs-, Pflege- und/oder Veredelungszwecke geeignet ist, insbesondere
- (a) Riechstoffe,
- (b) Textilpflegestoffe, wie vorzugsweise Silikonöle, kationische Polymere, und/oder
- (c) Hautpflegestoffe, wie vorzugsweise Vitamin E, natürliche Öle, Aloe-Vera-Extrakt,
Grüner-Tee-Extrakt, D-Panthenol, Plankton Extrakt, Vitamin C, Harnstoff und/oder Glycin.
[0022] Die Mikrokapseln können ohne weiteres auch Feststoffe enthalten, z.B. in Form von
Dispersionen, beispielsweise hochfeines hydrophobes Silica fein verteilt in einem
Parfümöl.
[0023] Im Folgenden werden einige Aussagen zu Riechstoffen, Textilpflegestoffen sowie Hautpflegestoffen
gemacht. Es sei darauf hingewiesen, dass alle diese Stoffe auf bzw. in den erfindungsgemäßen
Partikeln sowohl außerhalb als auch innerhalb der Mikrokapseln vorliegen können.
[0024] Werden Hautpflegestoffe (vorzugsweise als Aktivstoffe in den Mikrokapseln) eingesetzt,
so entfalten diese ihre Wirkung vorzugsweise mittelbar über das behandelte Textil,
welches den Hautpflegestoff bei Kontakt mit der Haut an diese weiter transferiert,
woraus die Haut dann einen kosmetischen Nutzen ziehen kann.
[0025] Der Hautpflegestoff ist vorzugsweise hydrophob, kann flüssig oder fest sein. Als
Hautpflegestoff können beispielsweise
- a) Wachse wie Carnauba, Spermaceti, Bienenwachs, Lanolin, Derivate davon sowie Mischungen
daraus;
- b) Pflanzenextrakte, zum Beispiel pflanzliche Öle wie Avokadoöl, Olivenöl, Palmöl,
Palmenkernöl, Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Erdnussöl, Korianderöl, Ricinusöl, Mohnöl, Kakaoöl,
Kokosnussöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Macadamianussöl,
Aprikosenkernöl, Haselnussöl, Jojobaöl, Canolaöl, Kamille oder Aloe Vera sowie Mischungen
daraus;
- c) höhere Fettsäuren wie Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure,
Behensäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Isostearinsäure oder mehrfach ungesättigte
Fettsäuren;
- d) höhere Fettalkohole wie Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol,
Behenylalkohol oder 2-Hexadecanol,
- e) Ester wie Cetyloctanoat, Lauryllactat, Myristyllactat, Cetyllactat, Isopropylmyristat,
Myristylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropyladipat, Butylstearat, Decyloleat, Cholesterolisostearat,
Glycerolmonostearat, Glyceroldistearat, Glyceroltristearat, Alkyllactat, Alkylcitrat
oder Alkyltartrat;
- f) Kohlenwasserstoffe wie Paraffine, Mineralöle, Squalan oder Squalen;
- g) Lipide;
- h) Vitamine wie Vitamin A, C und/oder E und/oder Vitaminalkylester;
- i) Phospholipide;
- j) Sonnenschutzmittel wie Octylmethoxylcinnamat und Butylmethoxybenzoylmethan;
- k) Silikonöle wie lineare oder cyclische Polydimethylsiloxane, Amino-, Alkyl-, Alkylaryl-
oder Arylsubstituierte Silikonöle und
- l) Mischungen daraus
eingesetzt werden.
[0026] Am meisten bevorzugt sind jedoch die Riechstoffe, insbesondere auch in Kombination
mit Textilpflegestoffen (wie z.B. Silikonöl usw.) und/oder in Kombination mit Hautpflegestoffen
(wie beispielsweise mit Mandelöl usw.).
[0027] Bei der Wäsche von Textilien erwartet der Verbraucher nicht nur eine optisch einwandfreie
Sauberkeit, sondern auch das Fehlen von etwaigen unangenehmen Gerüchen auf den gereinigten
Textilien. Ein Zurückbleiben von Riechstoffen, die aus Waschmittel stammen und für
einen Wohlgeruch sorgen, wird dabei als besonders angenehm empfunden und verstärkt
den Sauberkeitseindruck. Verbraucher wünschen sich für gewaschene Wäsche einen Duft,
der nicht nur am Produkt selbst und direkt nach dem Waschen noch zu bemerken ist,
sondern der insbesondere auch über mehrere Tage am behandelten Objekt wahrnehmbar
ist.
[0028] Allerdings ist die Menge an Parfüm, die aus dem Wasch- oder Spülvorgang aus wässriger
Lösung z.B. auf Textilien aufzieht, oftmals zu gering, um auch über längere Zeit einen
wahrnehmbaren Dufteindruck zu gewährleisten. Da Riechstoffe besonders kostenintensive
Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln sind, ist man bestrebt, sie nur in
geringen Mengen einzusetzen. Der Verlust an diesen Inhaltsstoffen (zum Beispiel in
einer Waschmaschine) ist für die Hersteller und die Verbraucher solcher Mittel gleichermaßen
unbefriedigend.
[0029] Es wurde nun gefunden, dass durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Partikel, wenn
diese riechstoffhaltig sind, beim Waschen beziehungsweise Reinigen der Oberflächen,
insbesondere von Textilien, ein besonders vorteilhafter Dufteindruck (gesteigertes
Gefallen / höhere Intensität /bessere Dauerhaftigkeit) erzielt werden kann, insbesondere
wenn die eingesetzten Partikel wasserunlösliche, riechstoffhaltige Mikrokapseln enthalten.
[0030] Als Riechstoffe bzw. Parfümöle bzw. Duftstoffe (diese Begriffe werden hier synonym
verwendet) können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte
vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet
werden. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die
gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche
Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.
[0031] Besonders vorteilhaft ist es, Parfümöle zu verwenden, welche im Allgemeinen mit bestimmten
Eindrücken assoziiert werden. Ein Parfümöl kann vorteilhafterweise Assoziationen zu
Eindrücken wie "Sauberkeit" und "Frische" wecken, welche im Allgemeinen mit der Verwendung
von Waschmitteln in Verbindung gebracht werden. Ein anderes Parfümöl kann vorteilhafterweise
den Eindruck von "Pflege" unterstützen. Vorteilhaft ist es z.B. die Riechstoffe, welche
den Eindruck von "Pflege" unterstützen, mehrheitlich in die Mikrokapseln einzuarbeiten
und die Riechstoffe, welche Assoziationen zu Eindrücken wie "Sauberkeit" und "Frische"
wecken, mehrheitlich außerhalb der Mikrokapseln in das Partikel einzuarbeiten, oder
umgekehrt.
[0032] Im Rahmen dieser Erfindung bevorzugte Riechstoffe, welche mit Vorteil eingesetzt
werden können, um den Eindruck von "Sauberkeit" und "Frische" zu vermitteln bzw. zu
begleiten, sind Bergamotteöl, Tangerineöl, Dimethylanthranilat, Aldehyd C 11(en),
Dihydromyrcenol, 4-tert- Butylcyclohexylacetat, Allylamylglycolat, Tetrahydrolinalool,
6-Methyl-gamma-ionon, Isobornylacetat, Cyclovertal, Ethyllinalool, Aldehyd C 12, Dynascone
10, Limonen, Orangenoel, Isobornylacetat, Eucalyptusoel (globulus), Calone, Cyclovertal,
Ethyl-2-methylbutyrat, Tetrahydrolinalool, Aldehyd C 10, Styrolylacetat, Otbca, Waterfruit
base, Citronitril, Undecavertol, Styrolylacetat, Tonalid und/oder Dihydromethyljasmonat,
insbesondere aber Dihydromyrcenol und/oder 4-tert-Butylcyclohexylacetat. Bevorzugte
Parfümöle können folglich zumindest einen der zuvor genannten Riechstoffe umfassen.
[0033] Im Rahmen dieser Erfindung bevorzugte Riechstoffe, welche eingesetzt werden können,
um den Eindruck einer "pflegenden Wirkung" zu verstärken bzw. zu begleiten, sind Aldehyd
C 14, Decalacton gamma, Cyclamenaldehyd, Lilial, Troenan, Canthoxal, Citronellol,
Geraniol, Moschus, Phenylethylalkohol, Dihydrofloriffone, Dmbca, Phenirat, Phenylethylisobutyrat,
Rosenoxid, Jasmelia, Hexylzimtaldehyd (alpha), Jonon beta, Ylang, Cyclohexylsalicylat,
Hexenylsalicylat (cis-3), Sandelice, Santobar, Bacdanol, Guajakholzoel, Iso E Super,
Timberol (forte), Norlimbanol, Ambroxan, Zimtalkohol, Cyclopentadecanolide, Nirvanol,
Javanol, Aldehyd C 11, Habanolide, Maltol, Benzylaceton, Cumarin, Benzylsalicylat,
Melonal, Galbanum(öl), Ethylvanillin, Koavone, Ptbca 25 cis, Hedione, Lilial, Dihydrofloriffone,
Isoraldein, Methylpalmitat, Methyloleat und/oder Methylmyristat. Bevorzugte Parfümöle
können folglich zumindest einen der zuvor genannten Riechstoffe umfassen.
[0034] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Produkt
zumindest einen Riechstoff, vorzugsweise 2, 3 oder mehr Riechstoffe, aus der Liste
Galaxolid, Dihydromyrcenol, 4-tert-Butylcyclohexylacetat, gamma-iso-Methylionon, Tetrahydro-linalool,
Hexylcinnamaldehyd, Lilial, Linalool, Amylcinnamaldehyd, 6-Methyl-gamma-ionon, Methyloleat,
Nerylacetat, 15-Pentadecalacton, Phenoxyethylisobutyrat, Phenylethylmethanoat, α-Pinene,
ß-Pinene, Rose Oxide, Sabinene, Anethol, Benzoesäure-2-hydroxy-pentylester, Diphenylether,
Benzophenon, Cyclamenaldehyd, α-Damascon, Decanal, Dicyclopentadien Alkohol, Allylcyclohexylpropionat,
Isobornylacetat, Bornylacetet, Dihydromethyljasmonat, Eucalyptol, n-Dodecanol, Ethylpalmitat,
Geraniolacetat, Hexylacetat, n-Hexylsalicylat, α-Ionon, Methylpalmitat, 2-Naphthylmethylketon,
iso-Propylmyristat, Rosephenon, Widdrene, Styrallylacetat, Thujopsen, Dimethylbenzylcarbinylbutyrat,
Limonen, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Citronellol, 2-tert-Butylcyclohexanol, Caryophyllene,
Ethylstearat, Tonalid, 2,4-Hexadienal, Methanoazulen, Methyllaurat, Methylmyristat,
2-Methylundecanal, Myrcene, Nonanal, Nopylacetat, 15-Pentadecalacton, beta-Phellandrene,
3-Phenyl-2-methyl-propen, Rosacetat, Traseolide und/oder α-Terpineol.
[0035] Der Einsatz von Duftstoffvorläufern ist ebenfalls sehr vorteilhaft, vorzugsweise
wenn diese in der (vorzugsweise wasserunlöslichen) Mikrokapsel enthalten sind. Ein
Duftstoffvorläufer ist eine Verbindung, welche durch das Aufbrechen einer chemischen
Bindung, beispielsweise durch Hydrolyse, ein erwünschtes Geruchs- und/oder Duftstoffmolekül
freisetzt. Typischerweise wird zur Bildung eines Duftstoffvorläufers ein gewünschtes
Duftstoffrohmaterial chemisch mit einem Träger, vorzugsweise einem geringfügig flüchtigen
oder mäßig flüchtigen Träger, verbunden. Die Kombination führt zu einem weniger flüchtigen
und stärker hydrophoben Duftstoffvorläufer mit verbesserter Anlagerung auf Stoffen.
Der Duftstoff wird danach durch Aufbrechen der Bindung zwischen dem Duftstoffrohmaterial
und dem Träger freigesetzt, beispielsweise durch eine Veränderung des pH-Werts (z.
B. durch Transpiration beim Tragen), Luftfeuchtigkeit, Wärme und/oder Sonnenlicht
während der Lagerung oder des Trocknens auf der Wäscheleine.
[0036] Das Duftstoffrohmaterial für Verwendung in Duftstoffvorläufern sind typischerweise
gesättigte oder ungesättigte, flüchtige Verbindungen, die einen Alkohol, einen Aldehyd
und/oder eine Ketongruppe enthalten. Zu den hierin nützlichen Duftstoffrohmaterialien
gehören jegliche wohlriechenden Substanzen oder Mischungen von Substanzen.
[0037] Besondere vorteilhafte, erfindungsgemäß einsetzbare Duftstoffvorläufer gehorchen
der Formel

worin R Wasserstoff, lineares C1-C8-Alkyl, verzweigtes C3-C20-Alkyl, cyclisches C3-C20-Alkyl,
verzweigtes cyclisches C6-C20-Alkyl, lineares C6-C20-Alkenyl, verzweigtes C6-C20-Alkenyl,
cyclisches C6-C20-Alkenyl, verzweigtes cyclisches C6-C20-Alkenyl, substituiertes oder
unsubstituiertes C6-C20-Aryl und Mischungen hiervon bedeutet; R
1, R
2 und R
3 unabhängig lineares, verzweigtes oder substituiertes C1-C20-Alkyl; lineares, verzweigtes
oder substituiertes C2-C20-Alkenyl; substituiertes oder unsubstituiertes, cyclisches
C3-C20-Alkyl; substituiertes oder unsubstituiertes C6-C20-Aryl, substituiertes oder
unsubstituiertes C2-C40-Alkylenoxy; substituiertes oder unsubstituiertes C3-C40-Alkylenoxyalkyl;
substituiertes oder unsubstituiertes C6-C40-Alkylenaryl; substituiertes oder unsubstituiertes
C6-C32-Aryloxy; substituiertes oder unsubstituiertes C6-C40-Alkylenoxyaryl; C6-C40-Oxyalkylenaryl
und Mischungen hiervon bedeuten. Der Einsatz solcher Substanzen, insbesondere in den
(vorzugsweise wasserunlöslichen) Mikrokapseln, entspricht einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung.
[0038] Eine bevorzugte Ausführungsform liegt vor, wenn der erfindungsgemäß einsetzbare Duftstoffvorläufer
Verbindungen freisetzt, gehorchend der Formel

worin R Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Phenyl und Mischungen hiervon ist; R
1 gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus 4-(1-Methylethyl)cyclohexanmethyl, 2,4-Dimethyl-3-cyclohexen-1-ylmethyl,
2,4-Dimethylcyclo-hex-1-ylmethyl, 2,4,6-Trimethyl-3-cyclohexen-1-ylmethyl, 2-Phenylethyl,
1-(4-Isopropylcyclohexyl)ethyl, 2,2-Dimethyl-3-(3-methylphenyl)propan-1-yl, 3-Phenyl-2-propen-1-yl,
2-Methyl-4-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopen-ten-1-yl)-2-buten-1-yl, 3-Methyl-5-phenylpentan-1-yl,
3-Methyl-5-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopenten-1-yl)-4-pen-ten-2-yl, 2-Methyl-4-phenylpentan-1-yl,
cis-3-Hexen-1-yl, 3,7-Dimethyl-6-octen-1-yl, 3,7-Dimethyl-2,6-octadi- en-1-yl, 7-Methoxy-3,7-dimethyloctan-2-yl,
6,8-Dimethylnonan-2-yl, cis-6-Nonen-1-yl, 2,6-Nonadien-1-yl, 4-Methyl-3-decen-5-yl,
Benzyl, 2-Methoxy-4-(1-propenyl)phenyl,2-Methoxy-4-(2-propenyl)phenyl und Mischungen
hiervon. Der Einsatz solcher Substanzen, insbesondere in den (vorzugsweise wasserunlöslichen)
Mikrokapseln, entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0039] Weitere besonders vorteilhafte, erfindungsgemäß einsetzbare Duftstoffvorläufer, sind
Acetale oder Ketale, vorzugsweise gehorchend der Formel

worin R lineares C1-C20-Alkyl, verzweigtes C3-C20-Alcyl, cyclisches C6-C20-Alkyl,
verzweigtes cyclisches C6-C20-Alkyl, lineares C2-C20-Alkenyl, verzweigtes C3-C20-Alkenyl,
cyclisches C6-C20-Alkenyl, verzweigtes cyc-lisches C6-C20-Alkenyl, substituiertes
oder unsubstituiertes C6-C20-Aryl und Mischungen hiervon ist; R
1 Wasser-stoff oder R ist; R
2 und R
3 jeweils unabhängig voneinander gewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus lineares
C1-C20-Alkyl, verzweigtes C3-C20-Alkyl, cyclisches C3-C20-Alkyl, verzweigtes cyclisches
C6-C20-Alkyl, lineares C6-C20-Alkenyl, verzweigtes C6-C20-Alkenyl, cyclisches C6-C20-Alkenyl,
verzweigtes cyclisches C6-C20-Al-kenyl, C6-C20-Aryl, substituiertes C7-C20-Aryl und
Mischungen hiervon. Der Einsatz solcher Substanzen, insbesondere in den (vorzugsweise
wasserunlöslichen) Mikrokapseln, entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung.
[0040] Weitere besonders vorteilhafte, erfindungsgemäß einsetzbare Duftstoffvorläufer gehorchen
der Formel

worin R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander lineares, verzweigtes oder substituiertes C1-C20-Alkyl; lineares,
verzweigtes oder substituiertes C2-C20-Alkenyl; substituiertes oder unsubstituiertes,
cyclisches C5-C20-Al-kyl; substituiertes oder unsubstituiertes C6-C20-Aryl, substituiertes
oder unsubstituiertes C2-C40-Alkylenoxy; substituiertes oder unsubstituiertes C3-C40-Alkylenoxyalkyl;
substituiertes oder unsubstituiertes C6-C40-Alky-lenaryl; substituiertes oder unsubstituiertes
C6-C32-Aryloxy; substituiertes oder unsubstituiertes C6-C40-Alkylen-oxyaryl; C6-C40-Oxyalkylenaryl;
und Mischungen hiervon sind. Der Einsatz solcher Substanzen, insbesondere in den (vorzugsweise
wasserunlöslichen) Mikrokapseln, entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung.
[0041] Besonders bevorzugt ist es, wenn die eingesetzten Riechstoffe Kieselsäureester-Mischungen
umfassen, welche Kieselsäureester der Formeln

und

enthalten, wobei alle R unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe, die
H, die geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten, substituierten
oder unsubstituierten C1-6-Kohlenwasserstoffreste und die Duftstoffalkoholreste und/oder
Biozidalkoholreste enthält, und m Werte aus dem Bereich 1 bis 20 und n Werte aus dem
Bereich 2 bis 100 annimmt.Vorzugsweise ist mindestens einer der Reste R sowohl in
Formel (I) als auch in Formel (II) ein Duftstoffalkoholrest und/oder Biozidalkoholrest.
Dabei machen die Kieselsäureester-Mischungen vorzugsweise mindestens 2 Gew.-% der
gesamten Riechstoffmenge aus, Gew.-% bezogen auf alle Riechstoffe des gesamten Partikel.
Die Kieselsäureester-Mischungen gelangen insbesondere in den (vorzugsweise wasserunlöslichen)
Mikrokapseln zum Einsatz.
[0042] Besonders geeignet Duftstoffvorläufer sind Reaktionsprodukte von Verbindungen, die
mindestens eine primäre und/oder sekundäre Amingruppe umfassen, beispielsweise einem
aminofunktionellen Polymer, insbesondere einem aminofunktionellen Silikon, und einem
Duftstoffbestandteil, der aus Keton, Aldehyd und Mischungen davon ausgewählt ist.
Der Einsatz solcher Substanzen, insbesondere in den (vorzugsweise wasserunlöslichen)
Mikrokapseln, entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0043] Wenn das in der Partikel enthaltene Parfümöl, insbesondere in den (vorzugsweise wasserunlöslichen)
Mikrokapseln, weiterhin Riechstoffe mit einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert
von ≥ 3,0 umfasst, so liegt eine bevorzugte Ausführungsform vor.
[0044] Der Einsatz solcher Riechstoffe, insbesondere in den (vorzugsweise wasserunlöslichen)
Mikrokapseln, ermöglicht eine noch weitere Verbesserung der Duftwirkung, was Gefallen,
Intensität und Dauerhaftigkeit des Dufteindruckes anbetrifft.
[0045] Wenn das in den (vorzugsweise wasserunlöslichen) Mikrokapseln enthaltene Parfümöl
zu mindestens 1, 5 oder 10 Gew.-% aus Riechstoffen (Gew.-% bezogen auf das in den
Mikrokapseln enthaltene Parfümöl) mit einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert
von ≥ 3,0 besteht, so liegt eine bevorzugte Ausführungsform vor. Es hat sich gezeigt,
dass erfindungsgemäße Partikel, welche solche Mindestmengen an Riechstoffen mit einem
Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert von ≥ 3,0 in den (vorzugsweise wasserunlöslichen)
Mikrokapseln enthalten, besonders vorteilhafte Dufteigenschaften aufweisen. Beispielsweise
kann ein noch länger anhaltender Dufteindruck auf der Wäsche erzielt werden.
[0046] Der Octanot/Wasser-Verteilungskoeffizient eines Duftstoff-Bestandteils ist das Verhältnis
zwischen seiner Gleichgewichtskonzentration in Octanol und in Wasser. Da die Verteilungskoeffizienten
der Duftstoffbestandteile oft hohe Werte haben, z.B. 1000 oder höher, werden sie zweckmäßiger
in der Form ihres Logarithmus zur Basis 10 angegeben, man spricht dann vom so genannten
log-P-Wert.
[0047] Der logP-Wert zahlreicher Riechstoffe ist dokumentiert; zum Beispiel enthält die
Pomona92-Datenbank, verfügbar von Daylight Chemical Information Systems, Inc., (Daylight
CIS), Irvine, Kalifornien, zahlreiche logP-Werte, zusammen mit Zitaten zur Originalliteratur.
Jedoch werden die logP-Werte am zweckmäßigsten durch das "CLOGP"-Programm, das auch
von Daylight CIS verfügbar ist, berechnet. Dieses Programm führt auch die experimentellen
logP-Werte auf, wenn sie in der Pomona92-Datenbank verfügbar sind. Der "errechnete
logP" (ClogP-Wert) wird durch die Fragmentannäherung nach Harsch und Leo (siehe
A. Leo, in Comprehensive Medicinal Chemistry, Bd. 4, C. Harsch, P. G. Sammens, J.
B. Taylor und C. A. Ransden, Hrsg., S. 295, Pergamon Press, 1990, hierin durch den Bezug eingeschlossen). Die Fragmentannäherung basiert auf der chemischen
Struktur jedes der Duftstoffbestandteile und berücksichtigt die Zahlen und Typen von
Atomen, die Atombindungsfähigkeit und die chemische Bindung. Die ClogP-Werte, welches
die zuverlässigsten und meistverwendeten Schätzwerte für diese physikochemische Eigenschaft
sind, werden im Rahmen dieser Erfindung vorzugsweise an Stelle der experimentellen
logP-Werte bei der Auswahl der Duftstoffbestandteile verwendet, die in der vorliegenden
Erfindung nützlich sind.
[0049] Andere Siedepunktwerte können z.B. von verschiedenen, bekannten Chemiehandbüchern
und Datenbanken erhalten werden. Wenn ein Siedepunkt nur bei einem unterschiedlichen
Druck angegeben ist, in der Regel einem niedrigeren Druck als dem Normaldruck von
760 mm Hg, kann der Siedepunkt bei Normaldruck ungefähr mit Hilfe der Siedepunkt-Druck-Nomographen,
wie die in "
The Chemist's Companion", A. J. Gordon und R. A. Ford, John Wiley & Sons Publishers,
1972, S. 30-36, angegebenen, geschätzt werden. Wo anwendbar, können die Siedepunktwerte auch durch
Computerprogramme errechnet werden, basierend auf den Molekülstrukturdaten, wie jenen,
die beschrieben sind in "
Computer-assisted Prediction of Normal Boiling Points of Pyrans and Pynoles", D. T.
Starton et al., J. Chem. Inf. Comput. Sci., 32 (1992), SS. 306-316, "
Computer-assisted Prediction of Normal Boiling Points of Furans, Tetrahydrofurans,
and Thiophenes" (Computergestützte Vorhersage der normalen Siedepunkte von Furanen,
Tetrahydrofuranen und Thiophenen), D. T. Starton et al., J. Chem. Inf. Comput. Sci.,
31 (1992), SS. 301-310, und den darin zitierten Referenzen, und "
Predicting Physical Properties from Molecular Structure", R. Murugan et al., Chemtech.
Juni 1994, S. 17-23. Alle oben genannten Veröffentlichungen sind durch den Bezug eingeschlossen.
[0050] Im Folgenden werden in Tabelle 1 einige Riechstoffe beispielhaft aufgeführt, welche
die Kriterien Siedepunkt > 250°C und ClogP ≥ 3 erfüllen.
Tabelle 1: Beispiele für einsetzbare Riechstoffe
| Duftstoffbestandteile |
Ungefährer Siedepunkt (°C) |
ClogP |
| Siedepunkt > 250°C und ClogP ≥ 3,0 |
| Allylcylclohexanpropionat |
267 |
3,935 |
| Ambrettolid |
300 |
6,261 |
| Amylbenzoat |
262 |
3,417 |
| Amylcinnamat |
310 |
3,771 |
| Amylzimtaldehyd |
285 |
4,324 |
| Amylzimtaldehyddimethylacetal |
300 |
4,033 |
| iso-Amylsalicylat |
277 |
4,601 |
| Aurantiol |
450 |
4,216 |
| Benzophenon |
306 |
3,120 |
| Benzylsalicylat |
300 |
4,383 |
| para-tert-Butylcyclohexylacetat |
>250 |
4,019 |
| iso-Butylchinolin |
252 |
4,193 |
| beta-Caryophyllen |
256 |
6,333 |
| Cardinen |
275 |
7,346 |
| Cedrol |
291 |
4,530 |
| Cedrylacetat |
303 |
5,436 |
| Cedrylformiat |
>250 |
5,070 |
| Cinnamylcinnamat |
370 |
5,480 |
| Cyclohexylsalicylat |
304 |
5,265 |
| Cyclamenaldehyd |
270 |
3,680 |
| Dihydroisojasmonat |
>300 |
3,009 |
| Diphenylmethan |
262 |
4,059 |
| Diphenyloxid |
252 |
4,240 |
| Dodecanlacton |
258 |
4,359 |
| iso E super |
>250 |
3,455 |
| Ethylbrassylat |
3321 |
4,554 |
| Ethylmethylphenylglycidat |
260 |
3,165 |
| Ethylundecylenat |
264 |
4,888 |
| Exaltolid |
280 |
5,346 |
| Galaxolid |
>250 |
5,482 |
| Geranylanthranilat |
312 |
4,216 |
| Geranylphenylacetat |
>250 |
5,233 |
| Hexadecanolid |
294 |
6,805 |
| Hexenylsalicylat |
271 |
4,716 |
| Hexylzimtaldehyd |
305 |
5,473 |
| Hexylsalicylat |
290 |
5,260 |
| alpha-Iron |
250 |
3,820 |
| Lilial (p-t-bucinal) |
258 |
3,858 |
| Linalylbenzoat |
263 |
5,233 |
| 2-Methoxynaphthalin |
274 |
3,235 |
| Methyldihydrojasmon |
>300 |
4,843 |
| gamma-n-Methylionen |
252 |
4,309 |
| Moschus-Indanon |
>250 |
5,458 |
| Moschus-Keton |
FP = 137°C |
3,014 |
| Moschus-Tibetin |
FP = 136°C |
3,831 |
| Myristicin |
276 |
3,200 |
| Oxahexadecanolid-10 |
>300 |
4,336 |
| Oxahexadecanolid-11 |
FP = 35°C |
4,336 |
| Patchoulialkohol |
285 |
4,530 |
| Phantolid |
288 |
5,977 |
| Phenylethylbenzoat |
300 |
4,058 |
| Phenylethylphenylacetat |
325 |
3,767 |
| Phenylheptanol |
261 |
3,478 |
| Phenylhexanol |
258 |
3,299 |
| alpha-Santalol |
301 |
3,800 |
| Thibetolid |
280 |
6,246 |
| delta-Undecalacton |
290 |
3,830 |
| gamma-Undecalacton |
297 |
4,140 |
| Vetiverlyacetat |
285 |
4,882 |
| Yara-yara |
274 |
3,235 |
| FP ist der Schmelzpunkt; diese Bestandteile haben einen Siedepunkt von höher als 250°C. |
[0051] Unabhängig davon, ob die Mikrokapseln als solche Riechstoffe bzw. Parfümöl enthalten,
kann das Partikel als solches auch außerhalb der Mikrokapseln noch Riechstoffe bzw.
Parfümöl enthalten. Dementsprechend betrifft eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
ein solches Partikel, welches ein Parfümöl außerhalb der Mikrokapseln enthält, wobei
sich vorzugsweise die Zusammensetzung des Parfümöls außerhalb der Mikrokapseln von
dem ggf. in den Mikrokapseln enthaltenen Parfümöl unterscheidet.
[0052] Es ist besonders bevorzugt, wenn sowohl in den Mikrokapseln als auch außerhalb der
Mikrokapseln in bzw. auf der Partikel Parfümöl enthalten ist. Diese Parfümöle können
gleich sein, es ist aber bevorzugt, wenn sich diese Parfümöle unterscheiden, um einen
zusätzlichen Dufteindruck generieren zu können.
[0053] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Partikeln, welche insbesondere riechstoffhaltige
(vorzugsweise wasserunlösliche) Mikrokapseln enthalten, ist darin zu sehen, dass insbesondere
gewöhnliche parfümbeladene Zuckerkristalle den Nachteil aufweisen können, dass diese
eher hohe Parfümkonzentrationen benötigen, um z.B. einen gewünschten long-lasting-Beduftungseffekt
der behandelten Textilien zu erzielen. Der Einsatz von (vorzugsweise wasserunlöslich)
verkapselten Parfümölen, insbesondere mit long-lasting-Eigenschaften, ermöglicht einen
effektiveren und somit ressourcenschonenden Einsatz von Parfümölen.
[0054] Ein hoher Parfümgehalt kann insbesondere bei parfümbeladenen Zuckerkristallen zudem
zu prozesstechnischen Schwierigkeiten bei der Parfümaufbringung führen. Infolge eingeschränkter
Absorptivität der Kristalle können die Riechstoffe im wesentlich nur an der Oberfläche
aufgebracht werden, etwa im Verbund mit einer Coatingschicht. Wird zum Coaten der
Kristalle z.B. eine Parfüm-PEG-Schmelze verwendet, so wird bei hohem Parfümgehalt
der Schmelzpunkt des PEG stark erniedrigt und so die Erstarrung der Mischung gehemmt.
In Folge dessen ist die Ausbildung einer stabilen Coatingschicht problematisch. Solche
Probleme werden von unserer Erfindung überwunden.
[0055] Wenn die in dem Partikel enthaltene Gesamtmenge an Parfüm 0,1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt
0,3 bis 15 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 7 Gew.-% beträgt, Gew.-% bezogen auf das
gesamte Partikel, so liegt ebenfalls eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
vor.
[0056] Beträgt die Menge des in den Mikrokapseln enthaltenen Parfümöls 0,01-20 Gew.-%, vorzugsweise
0,05-10 Gew.-% beträgt, Gew.-% bezogen auf die gesamte Partikel, so liegt wiederum
eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.
[0057] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung liegt vor, wenn die Menge des
nicht in den Mikrokapseln enthaltenen Parfümöls 0-10 Gew.-%, vorzugsweise 0,05-5 Gew.-%
beträgt, Gew.-% bezogen auf die gesamte Partikel.
[0058] Wie bereits dargelegt, können die Aktivstoffe in den Mikrokapseln auch Textilpflegestoffe
umfassen. Auf diese Weise wird eine Bereitstellung von Wasch- oder Reinigungsmitteln
bzw. Additiven mit textilpflegenden Eigenschaften ermöglicht. Auf diese Weise werden
bei der Reinigung von Textilien diese nicht nur rein gewaschen, sondern die zu reinigenden
Textilien werden auch gepflegt, so dass sie z.B. einen angenehm weichen Griff erhalten.
[0059] Die Textilpflegestoffe können in der erfindungsgemäßen Partikel innerhalb der Mikrokapseln
und/oder außerhalb der Mikrokapseln vorhanden sein.
[0060] Ein erfindungsgemäßes Partikel kann als Textilpflegestoff vorteilhafterweise textilweichmachende
Tone umfassen.
[0061] Da textilweichmachende Tone auch einen wasserenthärtenden Effekt aufweisen, werden
zusätzlich Kalkablagerungen auf der Wäsche verhindert.
[0062] Insbesondere der weichmachende Ton kann allerdings besonders gut außerhalb der Mikrokapseln
aufgebracht werden. Soll weichmachender Ton auf das Partikel aufgebracht werden, so
ist es z.B. möglich, zuerst den wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Träger
mit dem weichmachenden Ton zu beschichten, und danach Mikrokapseln und thermoplastisches
Polymer aufzubringen. Alternativ kann man auch ein Gemisch aus Mikrokapsein, weichmachenden
Ton und thermoplastischem Polymer aufbringen. Alternativ kann man auch abschließend
mit textilweichmachendem Ton abpudern, was einer besonders bevorzugten Ausführungsform
entspricht.
[0063] Als textilweichmachender Ton ist beispielsweise Smectit-Ton geeignet. Bevorzugte
Smectit-Tone sind Beidellit-Tone, Hectorit-Tone, Laponit-Tone, Montmorillonit-Tone,
Nontronit-Tone, Saponit-Tone, Sauconit-Tone und Mischungen daraus. Montmorillonit-Tone
sind die bevorzugten weichmachenden Tone. Bentonite enthalten hauptsächlich Montmorillonite
und können als bevorzugte Quelle für den textilweichmachenden Ton dienen.
[0064] Geeignete Bentonite werden beispielsweise unter den Bezeichnungen Laundrosil® von
der Firma Süd-Chemie oder unter der Bezeichnung Detercal von der Firma Laviosa vertrieben.
[0065] Die Menge an textilweichmachendem Ton in der erfindungsgemäßen Partikel kann z.B.
zwischen 0,1 und 10 Gew.-% und bevorzugt 1 bis 5 Gew.-% betragen. Nach einer anderen
Ausführungsform ist in den erfindungsgemäßen Partikeln gar kein Textil-weichmachender
Ton enthalten oder nur sehr geringe Menge, z.B. < 0,1 Gew.-%. Eine sinnvolle Obergrenze
kann z.B. auch bei 15 Gew.-% liegen.
[0066] Eine Hauptkomponente, die in Kombination mit dem Gewebeweichmacherton oder auch unabhängig
von diesem verwendet werden kann, ist ein organischer Fettsäureweichmacher. Auch dieser
kann in der erfindungsgemäßen Partikel innerhalb der Mikrokapseln und/oder außerhalb
der Mikrokapseln vorhanden sein. Der organische Weichmacher kann aus anionischen,
kationischen oder nichtionischen Fettketten bestehen (C10-C22, bevorzugt C12-C18).
Anionische Weichmacher umfassen Fettsäureseifen. Bevorzugte organische Weichmacher
sind nichtionische Verbindungen, wie Fettsäureester, ethoxylierte Fettsäureester,
Fettalkohole und Polyolpolymere. Der organische Weichmacher ist am stärksten bevorzugt
ein höherer Fettsäureester einer Pentaerythritolverbindung, wobei der Ausdruck in
dieser Beschreibung verwendet wird, um höherer Fettsäureester von Pentaerythritol,
höhere Fettsäureester von Pen-taerythritololigomeren, höhere Fettsäureester von Niederalkylenoxidderivaten
von Pentaerythritol und höhere Fettsäureester von Niederalkylenoxidderivaten von Pentaerythritololigomeren
zu beschreiben.
[0067] Ein erfindungsgemäßes Partikel kann als möglichen Textilpflegestoff beispielsweise
ein textilweichmachendes Polymer, insbesondere ein Polysiloxan und/oder ein kationisches
Polymer, enthalten. Das textilweichmachende Polymer kann dabei in und/oder außerhalb
der Mikrokapseln enthalten sein. Geeignete kationische Polymere umfassen insbesondere
solche, die in "
CTFA International Cosmetic Ingredient Dictionary", Fourth Edition, J. M. Nikitakis,
et al, Editors, veröffentlicht durch die Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association,
1991 beschrieben sind und unter der Sammelbezeichnung "Polyquaternium" zusammengefasst
sind. Die kationischen Polymere weisen dabei einen textilweichmachenden, somit textilpflegenden
Effekt auf, und zusätzlich können sie hautpflegenden Beitrag leisten. Ein erfindungsgemäßes
Partikel kann auch weitere geeignete textilpflegende Verbindungen umfassen, bevorzugt
z.B. Fluoreszenzmittel, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmittel, UV-Absorber,
Phobiermittel, Imprägniermittel.
[0068] Weiterhin enthält ein erfindungsgemäßes Partikel thermoplastisches Polymer, vorzugsweise
in Mengen von 0,01-25 Gew.-%, insbesondere 0,05-10 Gew.-%. Als thermoplastisches Polymer
sind vorzugsweise Polyethylenglycole (PEG), Polyvinylalkohole, Polyacrylat, PVP oder
Polyester geeignet. Besonders geeignet sind bei Raumtemperatur feste Polyethylenglycole
mit einem Schmelzpunkt um ca. 65°C±20°C, beispielsweise mit einem Schmelzpunkt von
ca.60°C oder z.B. von 65°C oder z.B. von ca. 55°C.
[0069] Weiterhin kann ein erfindungsgemäßes Partikel auch noch wasserbindende Substanzen
umfassen. Wenn das erfindungsgemäßes Partikel also wasserbindende Substanzen umfasst,
vorzugsweise in Mengen von 0,1-10 Gew.-%, Gew.-% bezogen auf die gesamte Partikel,
wobei die wasserbindende Substanz insbesondere ausgewählt ist aus Zeolith, Silica,
textilweichmachendem Ton, Stärke und/oder deren Derivate und/oder Cellulose(derivate),
wie vorzugsweise Carboxymethylcellulose, so liegt eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung vor.
[0070] Das erfindungsgemäße Partikel zeichnet sich dadurch aus, dass der wasserlösliche
oder wasserdispergierbare Träger mit einem Gemisch, umfassend thermoplastisches Polymer
und Mikrokapseln beschichtet ist.
[0071] Im Coating können z.B. auch wasserbindende Substanzen und Wasser enthalten sein.
[0072] Geeignet ist z.B. eine Ausgestaltungsform, in welcher der Partikelkern von dem wasserlöslichen
oder wasserdispergierbaren Träger gebildet wird, wobei der Kern mit thermoplastischem
Polymer und Mikrokapseln belegt ist.
[0073] Es ist bevorzugt, dass ein erfindungsgemäßes Partikel, d.h. ein mit thermoplastischem
Polymer und Mikrokapseln beschichtetes Partikel weiterhin mit einem Pudermittel, insbesondere
umfassend Zeolith, Silica, textilweichmachenden Ton (z.B. Bentonit), Stärke und/oder
deren Derivate und/oder Cellulose(derivate) wie vorzugsweise Carboxymethylcellulose
abgepudert ist. Dies entspricht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0074] In einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist das erfindungsgemäße
Partikel frei von oberflächenaktiven Mitteln, Weichmachern und Gerüststoffen.
[0075] Bei den erfindungsgemäß einsetzbaren Mikrokapseln kann es sich um wasserlösliche
und/oder wasserunlösliche Mikrokapseln handeln, bevorzugt handelt es sich aber um
wasserunlösliche Mikrokapseln. Die Wasserunlöslichkeit der Mikrokapseln hat den Vorteil,
dass hierdurch eine die Waschanwendung überdauernde Trennung von Aktivstoffen ermöglicht
werden kann. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn es sich bei den wasserunlöslichen
Mikrokapseln um aufreibbare Mikrokapseln handelt, wobei das Wandmaterial der Mikrokapseln
Polyurethane, Polyolefine, Polyamide, Polyester, Polysaccharide, Epoxydharze, Silikonharze
und/oder Polykondensationsprodukte aus CarbonylVerbindungen und NH-Gruppen enthaltenden
Verbindungen umfasst. Der Begriff aufreibbare Mikrokapseln meint solche Mikrokapseln,
welche, wenn sie an damit behandeltem Textil haften, durch mechanisches Reiben oder
durch Druck geöffnet bzw. aufgerieben werden können, so dass eine Inhaltsfreisetzung
erst als Resultat einer mechanischen Einwirkung resultiert, beispielsweise wenn man
sich mit einem Handtuch, auf welchem solche Mikrokapseln abgelagert sind, die Hände
abtrocknet. Bevorzugt einsetzbare Mikrokapseln weisen mittlere Durchmesser im Bereich
von 0,05 bis 500 µm auf, vorzugsweise zwischen 5 und 150 µm, insbesondere zwischen
10 und 100 µm, z.B. zwischen 10 und 80 µm. Die den Kern bzw. (gefüllten) Hohlraum
umschließende Schale der Mikrokapseln hat eine durchschnittliche Dicke im Bereich
zwischen rund 0,01 und 50 µm, vorzugsweise zwischen rund 0,1 µm und etwa 30 µm, insbesondere
zwischen rund 0,5 µm und etwa 8 µm. Mikrokapseln sind insbesondere dann gut aufreibbar,
wenn sie innerhalb der zuvor angegebenen Bereiche betreffend den mittleren Durchmesser
und betreffend die durchschnittliche Dicke liegen.
[0076] Das Vorgehen bei der Mikrokapselherstellung als solches ist dem Fachmann wohlbekannt.
Geeignete Verfahren zur Mikrokapselherstellung sind dem Fachmann vertraut und sind
z.B. in
US 3,870,52, in
US 3,516,941, in
US 3,415,758 oder auch in
EP 0 026 914 A1 beschrieben. Letztgenannte beschreibt beispielsweise die Mikrokapselherstellung durch
säureinduzierte Kondensation von MelaminFormaldehyd-Vorkondensaten und/oder deren
C1-C4-Alkylethern in Wasser, in dem das den Kapselkern bildende hydrophobe Material
dispergiert ist, in Gegenwart eines Schutzkolloids. Bevorzugt können beispielsweise
Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln oder Melamin- Formaldehyd-Mikrokapseln
oder Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln eingesetzt werden, z.B. erhältlich von der
3M Corporation oder der BASF. Einsatzbare Mikrokapseln werden auch in
EP 1 244 768 A2 beschrieben, auf die wir hiermit Bezug nehmen.
[0077] Bei der Partikelherstellung kann man die einzusetzenden Mikrokapseln beispielsweise
direkt in der Dispersion, so wie sie also beim gewöhnlichen Herstellungsprozess in
der Regel anfallen, verarbeiten. Ggf. kann man die Dispersion modifizieren, z.B. verdicken
und/oder den Wassergehalt der Dispersion so einstellen, dass sie 5 bis 80 Gew.-%,
vorzugsweise 40 bis 80 Gew.-% Mikrokapseln enthält. Man kann die einzusetzende Mikrokapseldispersion
auch zuvor mit wasserbindenden Substanzen vermischen. Dies entspricht einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung. Der Slurry kann z.B. auch durch Einsatz von Verdickungsmitteln
oder durch Einstellen des Wassergehaltes modifiziert werden. Andererseits kann man
die Mikrokapseln als solche einsetzen, d.h. in trockener Form und nicht in dispergierter
Form.
[0078] Ein bevorzugter erfindungsgemäßer Partikel zeichnet sich dadurch aus, dass der wasserlösliche
oder wasserdispergierbare Träger eine Teilchengröße im Bereich von 0,1 bis 30 mm,
insbesondere 0,2 bis 7 mm und besonders bevorzugt 0,5 bis 3 mm, aufweist, z.B. im
Bereich von 0,8 bis 2,5 mm.
[0079] Der Partikel als solcher kann eine Teilchengröße aufweisen im Bereich ≥ 0,1 bis 30
mm, vorzugsweise ≥ 0,2 bis 10 mm, insbesondere ≥ 0,5 bis 5 mm, z.B. im Bereich 0,8
bis 3 mm.
[0080] Um den ästhetischen Eindruck der Partikel zu verbessern, können sie mit geeigneten
Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei
Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber
den übrigen Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reinigungsmittel und gegen Licht sowie
keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
[0081] Ein erfindungsgemäßes Partikel kann zur Erhöhung des Glanzes auch ein Perlglanzmittel
enthalten. Beispiele für geeignete Perlglanzmittel sind Ethylenglykolmono- und -distearat
(zum Beispiel Cutina® AGS von Cognis) sowie PEG-3-distearat.
[0082] Die Partikel der vorliegenden Erfindung können vorzugsweise eine Schüttdichte in
dem Bereich von 300 bis 900 g/l oder 400 bis 800 g/l, beispielsweise in der Nähe von
650 g/l, aufweisen.
[0083] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung liegt in einem Verfahren zur Herstellung
von Partikeln, wie zuvor beschrieben, umfassend
- (a) die Herstellung einer Mischung aus Mikrokapseln und thermoplastischen Polymer,
wie vorzugsweise PEG, PVA, Polyacrylat, PVP oder Polyester in Form einer die Mikrokapseln
enthaltenden Schmelze, sowie
- (b) die Vermengung der Schmelze aus Schritt (a) mit wasserlöslichem oder wasserdispergierbarem
Trägermaterial.
[0084] Die Schritte (a) und (b) können in den üblichen Mischapparaturen durchgeführt werden.
[0085] Die Mikrokapseln in Schritt (a) können in trockener Form oder aber auch als wässriger
Slurry zugegeben werden.
[0086] Wenn dabei in dem Schritt (a) die Mikrokapseln als wässriger Slurry zusammen mit
wasserbindenden Substanzen in die Schmelze eingemischt werden, so liegt eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung vor. Der Slurry kann z.B. auch durch Einsatz von Verdickungsmitteln
oder durch Einstellen des Wassergehaltes modifiziert werden.
[0087] Wenn in dem erfindungsgemäßen Verfahren das in Schritt (b) eingesetzte wasserlösliche
oder wasserdispergierbare Trägermaterial durch Mischen des eigentlichen Trägers mit
einem Textilweichmachenden Ton in Gegenwart von textil- oder hautpflegenden Verbindungen
und/oder insbesondere in Gegenwart von Parfüm zuvor prämodifiziert wurde, so liegt
eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.
[0088] Wenn in dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Schritt (b) das Partikel noch mit einem
Pudermittel, vorzugsweise umfassend Textil-weichmachenden Ton, abgepudert wird, so
liegt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor.
[0089] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Wasch-, Reinigungs- oder
Pflegemittel, enthaltend erfindungsgemäße Partikel wie zuvor beschrieben bzw. wie
nach einem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlich.
[0090] Die erfindungsgemäßen Partikel können problemlos in ein festes Wasch- oder Reinigungsmittel
eingebracht werden. Ein bevorzugtes festes Wasch- oder Reinigungsmittel kann 0,1 bis
20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%, der erfindungsgemäßen Partikel enthalten,
welche man beispielsweise einfach untermischt.
[0091] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung liegt in der Verwendung der erfindungsgemäßen
Partikel, wie zuvor beschrieben, oder des erfindungsgemäßen Wasch-, Reinigungs- oder
Pflegemittels, wie zuvor beschrieben, bei der Textilwäsche bzw. -behandlung, vorzugsweise
in einer automatischen Waschmaschine.
[0092] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können neben der erfindungsgemäßen
Partikel vorzugsweise auch Tensid(e) enthalten, wobei anionische, nichtionische, zwitterionische
und/oder amphotere Tenside eingesetzt werden können. Bevorzugt sind aus anwendungstechnischer
Sicht Mischungen aus anionischen und nichtionischen Tensiden. Der Gesamttensidgehalt
eines Waschmittels liegt vorzugsweise oberhalb von 5 Gew.-%, besser oberhalb von 10
Gew.-%, vorteilhafterweise aber unterhalb von 40 Gew.-% und besonders bevorzugt unterhalb
von 35 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Waschmittel.
[0093] Als nichtionische Tenside können vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt werden, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO, 4 EO oder 7 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Auch nichtionische Tenside, die EO-und PO-Gruppen
zusammen im Molekül enthalten, sind erfindungsgemäß einsetzbar. Hierbei können Blockcopolymere
mit EO-PO-Blockeinheiten bzw. PO-EO-Blockeinheiten eingesetzt werden, aber auch EO-PO-EO-Copolymere
bzw. PO-EO-PO-Copolymere. Selbstverständlich sind auch gemischt alkoxylierte Niotenside
einsetzbar, in denen EO- und PO-Einheiten nicht blockweise, sondern statistisch verteilt
sind. Solche Produkte sind durch gleichzeitige Einwirkung von Ethylen- und Propylenoxid
auf Fettalkohole erhältlich. Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch
Alkylglykoside der allgemeinen Formel RO(G)
x eingesetzt werden, in der R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten,
insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise
12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit
5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der
die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl
zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4. Alkylglykoside sind bekannte,
milde Tenside. Eine weitere Klasse bevorzugt einsetzbarer nichtionischer Tenside,
die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen
nichtionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte
oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester. Auch nichtionische
Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid und
N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
Der optionale Gehalt an nichtionischen Tensiden beträgt in den Wasch- oder Reinigungsmitteln
bevorzugt > 0,1 Gew.-%, beispielsweise 5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 7 bis 20 Gew.-%
und insbesondere 9 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.
In einer anderen Ausführungsform enthält das Wasch- oder Reinigungsmittel keine nichtionischen
Tenside oder nur geringe Mengen, Z.B. < 0,5 Gew.-%
[0094] Als anionische Tenside können beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt werden. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-,
Palmkern- oder Talgfettsäuren geeignet. Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte
Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern sind die Mono-, Di- und Triester
sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der Herstellung durch Veresterung von
einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung von Triglyceriden
mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte sulfierte Fettsäureglycerinester
sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen,
beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure. Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali-
und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche als Handelsprodukte der Shell
Oil Company unter dem Namen DAN® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
Insbesondere bevorzugte anionische Tenside sind Seifen. Geeignet sind gesättigte und
ungesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, (hydrierten) Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern-, Olivenöl- oder Talgfettsäuren, abgeleitete
Seifengemische. Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer
Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie
Mono-, Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside
in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
Der optionale Gehalt bevorzugter Wasch- oder Reinigungsmittel an anionischen Tensiden
beträgt vorzugsweise > 0,1 Gew.-%, beispielsweise 2 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 4
bis 25 Gew.-% und insbesondere 5 bis 22 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Wasch-
oder Reinigungsmittel.
[0095] Zusätzlich zu den erfindungsgemäßen Partikeln und den optionalen Tensiden können
die Wasch- oder Reinigungsmittel weitere Inhaltsstoffe enthalten, die die anwendungstechnischen
und/oder ästhetischen Eigenschaften des Wasch- oder Reinigungsmittels weiter verbessern.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können bevorzugte Wasch- oder Reinigungsmittel
zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel,
Bleichaktivatoren, Enzyme, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren,
Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren,
Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell-
und Schiebefestmittel, neutrale Füllsalze sowie UV-Absorber enthalten.
[0096] Als Gerüststoffe, die in den Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten sein können,
sind insbesondere Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Carbonate,
Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren sowie Mischungen dieser Stoffe zu nennen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das Wasch- oder Reinigungsmittel
keinen Zeolith. Organische Builder, welche in dem Wasch- oder Reinigungsmittel vorhanden
sein können, umfassen Polycarboxylatpolymere wie Polyacrylate und Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymere,
Polyaspartate und monomere Polycarboxylate wie Citrate, Gluconate, Succinate oder
Malonate, die bevorzugt als Natriumsalze eingesetzt werden. Die Gesamtmenge der optional
enthaltenen Gerüststoffe, umfassend z.B, Zeolith, Polycarboxylat, Natriumcitrat, beträgt
vorzugsweise 1-70 Gew.-%. Sinnvolle Untergrenzen können z. B. bei 10, 15, 20 oder
30 Gew.-% liegen. Sinnvolle Obergrenzen können z.B. bei 40, 55 oder 60 Gew.-% liegen.
[0097] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaliminopersäure oder Diperdodecandisäure. Die Gesamtmenge der optional enthaltenen
Bleichmittel kann z.B.5-25 Gew.-% oder vorzugsweise auch 10-20 Gew.-% betragen, sofern
die Anwesenheit von Bleichmittel erwünscht ist.
[0098] Das Wasch- oder Reinigungsmittel kann Enzyme in verkapselter Form und/oder direkt
in dem Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten. Als Enzyme kommen insbesondere solche
aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen, Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch
wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere Glykosylhydrolasen, Hemicellulase,
Cutinasen, β-Glucanasen, Oxidasen, Peroxidasen, Perhydrolasen und/oder Laccasen und
Gemische der genannten Enzyme in Frage. Die Enzyme können an Trägerstoffe adsorbiert
sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme oder der
Enzymgranulate direkt in dem Wasch- oder Reinigungsmittel kann beispielsweise etwa
0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,12 bis etwa 2,5 Gew.-% betragen.
[0099] In einer Ausführungsform enthält das Wasch- oder Reinigungsmittel gegebenenfalls
ein oder mehrere Parfüms in einer Menge von üblicherweise bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
0,5 bis 7 Gew.-%, insbesondere 1 bis 3 Gew.-%. Dabei ist die Menge an eingesetztem
Parfüm auch von der Art des Wasch- oder Reinigungsmittels abhängig. Es ist aber insbesondere
bevorzugt, dass Parfüm zumindest teilweise über die erfindungsgemäßen Partikel in
das Wasch- oder Reinigungsmittel eingebracht wird. Es ist allerdings auch möglich,
dass das Wasch- oder Reinigungsmittel Parfüm enthält, welches nicht über die erfindungsgemäßen
Partikel in das Wasch- oder Reinigungsmittel eingebracht wird.
[0100] Soil-Release-Polymere können üblicherweise in Mengen zwischen 0% und z.B. 5 Gew.-%,
bezogen auf das fertige Wasch- oder Reinigungsmittel, eingesetzt werden. Optische
Aufheller können üblicherweise in Mengen zwischen 0% und 0,3 Gew.-%, bezogen auf das
fertige Wasch- oder Reinigungsmittel, eingesetzt werden.
[0101] Die Menge an optionalem Farbübertragungsinhibitor bezogen auf die Gesamtmenge des
Wasch- oder Reinigungsmittel liegt bevorzugt von 0,01 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise von
0,05 bis 1 Gew.-% und mehr bevorzugt von 0,1 bis 0,5 Gew.-%.
[0102] Um die durch Schwermetalle katalysierte Zersetzung bestimmter Waschmittel-Inhaltsstoffe
zu vermeiden, können Stoffe eingesetzt werden, die Schwermetalle komplexieren. Geeignete
Schwermetallkomplexbildner sind beispielsweise die Alkalisalze der Ethylendiamintetraessigsäure
(EDTA) oder der Nitrilotriessigsäure (NTA) sowie Alkalimetallsalze von anionischen
Polyelektrolyten wie Polymaleaten und Polysulfonaten.
[0103] Eine bevorzugte Klasse von Komplexbildnern sind die Phosphonate, die in bevorzugten
Wasch- oder Reinigungsmittel in Mengen von 0,01 bis 2,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,02
bis 2 Gew.-% und insbesondere von 0,03 bis 1,5 Gew.-% enthalten sind. Zu diesen bevorzugten
Verbindungen zählen insbesondere Organophosphonate wie beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure) (ATMP), Diethylentriamin-penta(methylenphosphonsäure)
(DTPMP bzw. DETPMP) sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBS-AM), die zumeist
in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze eingesetzt werden können.
[0104] Zusätzlich können noch neutrale Füllsalze wie Natriumsulfat oder Natriumcarbonat
in den festen Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten sein.
[0105] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können insbesondere zum Reinigen
und Konditionieren von textilen Flächengebilden verwendet werden.
[0106] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel wird zunächst
das Wasch- oder Reinigungsmittel ohne die erfindungsgemäßen Partikel nach bekannten
Verfahren, welche beispielsweise Trocknungsschritte, Mischungsschritte, Verdichtungsschritte,
Formgebungsschritte und/oder die nachträgliche Zugabe wärmeempfindlicher Inhaltsstoffe
("Post Addition") umfassen können, hergestellt. Anschließend wird das erhaltene Produkt
mit den erfindungsgemäßen Partikeln vermischt. Zur Herstellung von Wasch- oder Reinigungsmittelformkörpern
können sich dem Mischungsschritt weitere Verdichtungs- und/oder Formgebungsschritte
anschließen.
Beispiel
[0107] In Tabelle 1 sind erfindungsgemäße Partikel E1 bis E3 gezeigt. Die Zahlenangaben
in der Tabelle 1 sind in Gew.-% angegeben.
Tabelle 1:
| |
E1 |
E2 |
E3 |
| Saccharose-Kristalle (0,5 bis 3 mm) |
70,998 |
78,9989 |
77,998 |
| Bentonit |
4 |
4 |
4 |
| Silica |
4 |
3 |
4 |
| Parfüm |
3 |
4 |
2 |
| Polydimethylsiloxan |
7 |
-- |
-- |
| Polyquaternium-7 |
-- |
1 |
-- |
| Polyquaternium-10 |
-- |
-- |
2 |
| Parfümmikrokapseln |
5 |
4 |
4 |
| PEG 6000 |
6 |
5 |
6 |
| Farbstoff |
0,002 |
0,002 |
0,002 |