[0001] Die Erfindung betrifft eine feste, Textil-pflegende Zusammensetzung sowie deren Verwendung
und Herstellung. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Wasch- oder Reinigungsmittel,
das die feste, Textilpflegende Zusammensetzung enthält.
[0002] Durch wiederholtes Waschen werden Textilien oft hart und verlieren ihre Weichheit.
Um Textilien ihre Weichheit/Flexibilität wiederzugeben, um ihnen einen angenehmen
Duft zu verleihen und/oder um ihre antistatischen Eigenschaften zu verbessern, werden
die Textilien nach dem eigentlichen Wasch- und Reinigungsprozess in einem anschließenden
Spülprozess mit einem Weichspüler behandelt.
[0003] Die meisten, im Markt befindlichen Weichspüler sind wässrige Formulierungen, die
als Hauptwirkungsbestandteil eine kationische Textil-weichmachende Verbindung, die
eine oder zwei langkettige Alkylgruppen in einem Molekül aufweisen, enthalten. Weit
verbreitete kationische Textil-weichmachende Verbindungen umfassen beispielsweise
Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyloxyethyl)ammonium-Verbindungen oder N,N-Dimethyl-N,N-di(talgacyloxyethyl)ammonium-Verbindungen.
[0004] Diese herkömmlichen Weichspülerformulierungen können wegen der kationischen, Textil-weichmachenden
Verbindungen nicht gleichzeitig mit dem Wasch- oder Reinigungsmittel im eigentlichen
Wasch- oder Reinigungsprozess verwendet werden, da die kationischen Textil-weichmachenden
Verbindungen mit den anionischen Tensiden der Wasch- oder Reinigungsmittel unerwünscht
wechselwirken. Deshalb ist ein zusätzlicher Spülvorgang notwendig, der aber zeit-
und energieintensiv ist.
[0005] Ein weiterer Nachteil ist, dass herkömmliche Weichspüler nicht die Ablagerung von
Kalkrückständen während des Spülvorgangs auf der Wäsche verhindern. Zusätzlich hinterlassen
die herkömmlichen Weichspüler oft unschöne Ablagerung in der Einspülkammer der Waschmaschine.
[0006] Auch bei anderen Textil-pflegenden Verbindungen können Probleme auftreten, die beispielsweise
eine separate Dosierung und/oder einen separaten Spülgang erforderlich machen.
[0007] Aus der
WO 2007/115872 A1 sind deshalb feste Textilbehandlungsmittel mit einem wasserlöslichen Träger, der
eine Umhüllung aus einem wasserlöslichen Polymer und Parfüm aufweist, wobei die Umhüllung
zumindest teilweise mit einer textil-pflegenden Verbindung beschichtet ist, bekannt.
[0008] Die
WO 2007/113326 A1 offenbart ein festes Textilbehandlungsmittel, welches einen wasserlöslichen Träger
aus einer Alkalimetall-, Erdalkalimetall- und/oder Ammoniumverbindung, ein wasserlösliches
Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung und ein Parfüm enthält.
[0009] Bei der Herstellung und Lagerung kann es allerdings passieren, dass die einzelnen
Textilbehandlungsmittelpartikel aufgrund einer hohen Klebrigkeit aneinander kleben
und nicht problemlos weiter verarbeitet oder vom Verbraucher dosiert werden können.
[0010] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein festes Textilbehandlungsmittel
mit einem wasserlöslichen Träger, der eine Umhüllung aus einem wasserlöslichen Polymer,
einem Parfüm und einer Textil-pflegenden Verbindung aufweist, bereitzustellen, welches
bei der Herstellung und/oder Lagerung keine oder deutlich weniger Aggregate bzw. Verklumpungen
bildet.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine feste, Textil-pflegende Zusammensetzung, umfassend
einen wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung,
ein Polysaccharid und ein Parfüm, wobei der wasserlösliche Träger in partikulärer
Form vorliegt und zumindest teilweise eine Umhüllung aus dem wasserlöslichen Polymer
und dem Parfüm aufweist und eine Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und
dem Polysaccharid zumindest teilweise in und/oder zumindest teilweise auf der Umhüllung
vorhanden ist.
[0012] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass ein Verkleben der Textilbehandlungsmittelpartikel
verhindert werden kann, wenn die Umhüllung eine Mischung aus dem Textil-pflegenden
Mittel und einem Polysaccharid aufweist. Weder bei der Herstellung noch bei der Lagerung
zeigten derart umhüllte textilpflegende Zusammensetzungen Tendenzen zu verklumpen
bzw. zu agglomerieren. Zusätzlich sind derart umhülltee Textilbehandlungsmittelpartikel
fließfähiger. Ferner hat sich gezeigt, dass die frisch hergestellten Textilbehandlungsmittelpartikel
bei höheren Produktendtemperaturen abgefüllt werden können, was zu kürzeren Herstellungszeiten
führt.
[0013] Ebenso hat sich gezeigt, dass Textilbehandlungsmittelpartikel deren Umhüllung eine
Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und einem Polysaccharid aufweist, länger
ihre kristalline Optik behalten.
[0014] Weiterhin ist vorteilhaft, dass die feste, Textil-pflegende Zusammensetzung im Waschgang
eines Wäschereinigungsverfahrens eingesetzt werden kann und so die Textil-pflegende
Verbindung und das Parfüm bereits direkt zu Beginn des Waschverfahrens zur Wäsche
transportiert werden und so ihr volles Potential entfalten können. Weiterhin ist diese
feste Zusammensetzung einfacher und besser zu handhaben als flüssige Zusammensetzungen,
da keine Tropfen am Flaschenrand zurückbleiben, die bei der anschließenden Lagerung
der Flasche zu Rändern auf dem Untergrund oder zu unschönen Ablagerungen im Bereich
des Verschlusses führen. Dasselbe gilt für den Fall, dass bei der Dosierung etwas
von der Zusammensetzung versehentlich verschüttet wird. Die verschüttete Zusammensetzung
kann auch einfacher und sauberer entfernt werden.
[0015] Es ist bevorzugt, dass der wasserlösliche Träger ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus anorganischen Alkalimetallsalzen, organischen Alkalimetallsalzen, anorganischen
Erdalkalimetallsalzen, organischen Erdalkalimetallsalzen, organischen Säuren, Kohlenhydraten,
Silikaten, Harnstoff und Mischungen daraus.
[0016] Diese Materialien sind nicht nur preiswert, sondern lösen sich sehr gut in Wasser.
Außerdem sind diese Materialien geruchsneutral oder geruchsarm.
[0017] Es ist vorteilhaft, dass die feste, Textil-pflegende Zusammensetzung 50 bis 99 Gew.-%,
bevorzugt 75 bis 95 Gew.%, an dem wasserlöslichen Träger enthält.
[0018] Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Textil-pflegende Verbindung aus Textil-weichmachenden
Verbindungen, Bleichmitteln, Bleichaktivatoren, Enzymen, Silikonölen, Antiredepositionsmittel,
optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffen, Germiziden, Fungiziden,
Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmitteln, Phobier- und Imprägniermitteln, Quell-
und Schiebefestmitteln, UV-Absorber sowie Mischungen daraus ausgewählt ist.
[0019] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Textil-pflegende Verbindung eine Textil-weichmachende
Verbindung ist. Dabei ist ganz besonders bevorzugt, dass die Textil-weichmachende
Verbindung aus Polysiloxanen, Textil-weichmachenden Tonen, kationischen Polymeren
und Mischungen daraus ausgewählt ist.
[0020] Ein solcher Weichspüler kann im Hauptwaschgang eines automatischen Wasch- oder Reinigungsverfahrens
eingesetzt werden. Die Textil-pflegende Zusammensetzung kann beispielsweise zusammen
mit dem Wasch- oder Reinigungsmittel in die Trommel oder die Einspülkammer einer Waschmaschine
gegeben werden. Dies hat den Vorteil, dass kein zusätzlicher Spülgang notwendig ist
und keine unschönen Ablagerungen in der Einspülkammer auftreten
[0021] Die Verwendung von Polysiloxanen und/oder kationischen Polymeren als Textil-pflegende
Verbindung in der Textil-pflegenden Zusammensetzung ist vorteilhaft, da diese nicht
nur einen weichmachenden Effekt zeigen, sondern auch den Parfümeindruck auf der Wäsche
verstärken. Die Verwendung von weichmachenden Tonen als Textil-pflegende Verbindung
in der Textil-pflegenden Zusammensetzung ist vorteilhaft, da diese zusätzlich einen
Wasser-enthärtenden Effekt aufweisen und so Kalkablagerungen auf der Wäsche verhindert
werden. Um eine optimale Leistung zu erzielen, kann es bevorzugt sein, dass eine Textil-pflegende
Zusammensetzung eine Kombination von wenigstens zwei Textil-pflegenden Verbindungen
enthält.
[0022] Es ist bevorzugt, dass das wasserlösliche Polymer ausgewählt ist aus Polyalkylenglykolen,
Polyvinylalkoholen und Mischungen daraus. Diese wasserlöslichen Polymere fungieren
als Bindemittel.
[0023] Auch ist es bevorzugt, dass der wasserlösliche Träger Partikelgrößen im Bereich von
0,6 bis 30 mm, insbesondere 0,8 bis 7 mm und besonders bevorzugt 1 bis 3 mm, aufweist.
[0024] Textil-pflegende Zusammensetzungen mit Partikelgrößen im Bereich von 0,8 bis 7 mm
und besonders bevorzugt im Bereich 1 bis 3 mm lassen sich besonders gut und gezielt
dosieren.
[0025] Es ist weiterhin bevorzugt, dass das Polysaccharid ausgewählt ist aus der Gruppe
umfassend Glycogen, Stärke, Chitin, Callose, Cellulose, Dextran, Tunicin, Inulin,
Alginsäure, Xanthan, Gellan, Guar, Johannisbrotkernmehl, Carrageenan, Derivate dieser
Verbindungen oder Mischungen dieser Verbindungen sowie deren Derivate.
[0026] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Mischung als Polysaccharid Cellulose oder
ein Cellulosederivat ausgewählt aus der Gruppe umfassend Methylcellulose, Ethylcellulose,
Propylcellulose, Methylethylcellulose, Carboxymethylcellulose, Ethylcarboxymethylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Carboxymethylhydroxyethylcellulose,
Methylhydroxyethylcellulose Hydroxypropylmethylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose,
Methylethylhydroxyethylcellulose, quaternisierte Cellulose, quaternisierte Cellulosederivate,
Amin-modifizierte Cellulose, Amin-modifizierte Cellulosederivate oder Mischungen dieser
Verbindungen umfasst.
[0027] Cellulose und deren Derivate verhindern besonders effektiv ein Verkleben der Partikel
des Textilbehandlungsmittels. Es hat sich auch gezeigt, dass insbesondere Cellulose
oder deren Derivate die Farbstabilität gefärbter, fester Textil-pflegender Zusammensetzungen
erhöhen.
[0028] Um die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften der Textil-pflegenden
Zusammensetzung zu verbessern, kann diese zusätzliche Inhaltsstoffe enthalten, vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Farbstoffen, Füllstoffen, Perlglanzmitteln,
Haut-pflegenden Verbindungen, Bitterstoffe und Mischungen daraus.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Textil-pflegende Zusammensetzung
0,1 bis 15 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 10 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 2 bis 7 Gew.-%
Parfüm.
[0030] Bei herkömmlichen flüssigen Weichspülerzusammensetzungen mit quaternären Ammoniumverbindungen
als Textil-pflegende Verbindungen tritt bei höheren Parfümkonzentration (> 0,4 Gew.-%
Parfüm bei regulären Weichspülerzusammensetzungen und ≥ 1 Gew.-% bei konzentrierten
Weichspülerzusammensetzungen) ein Problem mit der Stabilität der Zusammensetzung auf.
Bei den erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzungen können problemlos größere
Mengen (≥ 1 Gew.-%) an Parfüm eingearbeitet werden.
[0031] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Mischung aus
der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid zumindest teilweise in die
Umhüllung eingearbeitet. In dieser Ausführungsform sind die zuvor beschriebenen Vorteile
(reduzierte bis nicht vorhandene Neigung zur Verklumpung bzw. Agglomerisation, Farbstabilität,
Erhalt der kristalline Optik, verbessertes Fliessverhalten, etc.) besonders stark
ausgeprägt.
[0032] In einer alternativen Ausführungsform ist die Umhüllung oder sind die Umhüllung und
die nicht-umhüllten Bereiche des wasserlöslichen Trägers zumindest teilweise mit einer
Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid beschichtet.
[0033] Die Erfindung betrifft auch die Verwendung einer erfindungsgemäßen festen, Textil-pflegenden
Zusammensetzung zum Konditionieren von textilen Flächengebilden.
[0034] Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer festen, Textil-pflegende
Zusammensetzung, umfassend einen partikulären wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches
Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung, ein Polysaccharid und ein Parfüm, bei dem
das wasserlösliche Polymer geschmolzen wird, im geschmolzenen Zustand mit dem Parfüm
gemischt wird, die erhaltene Schmelze derart auf den partikulären Träger gegeben wird,
dass dieser zumindest teilweise umhüllt ist und anschließend in die noch geschmolzene
Umhüllung eine Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid
eingearbeitet wird.
[0035] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer festen, Textil-pflegende
Zusammensetzung, umfassend einen partikulären wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches
Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung, ein Polysaccharid und ein Parfüm, bei dem
das wasserlösliche Polymer geschmolzen wird, im geschmolzenen Zustand mit dem Parfüm
gemischt wird, die erhaltene Schmelze derart auf den partikulären Träger gegeben wird,
dass dieser zumindest teilweise umhüllt ist und der zumindest teilweise umhüllte partikuläre
Träger mit einer Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid
beschichtet wird.
[0036] Ferner betrifft die Erfindung ein Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend eine erfindungsgemäße
feste, Textil-pflegende Zusammensetzung.
[0037] Durch das Einbringen der erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzung in ein
Wasch- oder Reinigungsmittel steht dem Verbraucher ein Textil-pflegendes Wasch- oder
Reinigungsmittel ("2in1"-Wasch- oder Reinigungsmittel) zur Verfügung und er braucht
nicht zwei Mittel zu dosieren. So steht beim Einbringen einer Textil-weichmachenden
Zusammensetzung in ein Wasch- oder Reinigungsmittel dem Verbraucher dann ein Textil-weichmachendes
Wasch- oder Reinigungsmittel ("2in1"-Wasch- oder Reinigungsmittel) zur Verfügung und
er braucht nicht zwei Mittel (Wasch- oder Reinigungsmittel und Weichspüler) zu dosieren
sowie keinen separaten Spülgang.
[0038] Weiterhin müssen nicht das Wasch- oder Reinigungsmittel und die Textil-pflegende
Zusammensetzung parfümiert werden, sondern nur noch eines der beiden Mittel, vorzugsweise
die Textil-pflegende Zusammensetzung. Dies führt nicht nur zu geringeren Kosten, sondern
ist auch für Verbraucher mit empfindlicher Haut und/oder Allergien vorteilhaft.
[0039] Im Folgenden soll die Erfindung unter anderem anhand von Beispielen eingehender beschrieben
werden.
[0040] Die feste Textil-pflegende Zusammensetzung enthält als essentielle Bestandteile einen
wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung,
ein Polysaccharid und ein Parfüm.
[0041] Ein essentieller Bestandteil der Textil-pflegenden Zusammensetzung ist der wasserlösliche
Träger. Dieser umfasst bevorzugt anorganische Alkalimetallsalze wie beispielsweise
Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumsulfat, Natriumcarbonat, Kaliumsulfat, Kaliumcarbonat,
Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat oder deren Mischungen, organische
Alkalimetallsalze wie beispielsweise Natriumacetat, Kaliumacetat, Natriumcitrat, Natriumtartrat
oder Kaliumnatriumtartrat, anorganische Erdalkalimetallsalze wie beispielsweise Calciumchlorid,
Magnesiumsulfat oder Magnesiumchlorid, organische Erdalkalimetallsalze wie beispielsweise
wie Calciumlactat, Kohlenhydrate, organische Säuren wie beispielsweise Citronensäure
oder Weinsäure, Silikate wie beispielsweise Wasserglas, Natriumsilikat oder Kaliumsilikat,
Harnstoff sowie Mischungen daraus. Der wasserlösliche Träger kann insbesondere ein
Kohlenhydrat umfassen, welches beispielsweise ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Dextrose, Fructose, Galactose, Isoglucose, Glucose, Saccharose, Raffinose, Isomalt,
Xylitol und Mischungen daraus. Das eingesetzte Kohlenhydrat kann beispielsweise Kandiszucker
oder Hagelzucker sein.
[0042] Kohlenhydrate als Träger haben den Vorteil, dass sie die Korrosion von metallischen
Bauteilen in automatischen Waschmaschinen nicht begünstigen. Citronensäure als Träger
hat den Vorteil, dass die Textil-pflegende Zusammensetzung gleichzeitig einen Gerüststoff
zur Senkung der Wasserhärte aufweist.
[0043] Der wasserlösliche Träger kann auch Mischungen aus den genannten Materialien enthalten.
[0044] Es ist bevorzugt, dass der wasserlösliche Träger partikulär ist und Partikelgrößen
im Bereich von 0,6 bis 30 mm, insbesondere 0,8 bis 7 mm und besonders bevorzugt 1
bis 3 mm, aufweist.
[0045] Unter einer Textil-pflegenden Verbindung wird in diesem Zusammenhang jede Verbindung
verstanden, die damit behandelten textilen Flächengebilden einen vorteilhaften Effekt
vermittelt, wie beispielsweise einen Textil-weichmachenden Effekt, Knitterfestigkeit
bzw. die schädliche oder negative Effekte, die beim Reinigen und/oder Konditionieren
und/oder Tragen auftreten können, wie beispielsweise Verblassen, Vergrauung, usw.,
reduziert.
[0046] Die Textil-pflegende Verbindung kann beispielsweise eine Textil-weichmachende Verbindung,
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optische
Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren,
antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmittel,
Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmitteln, UV-Absorber sowie Mischungen
daraus umfassen. Konkrete Beispiele für diese Textil-pflegenden Verbindungen finden
sich bei der Beschreibung des erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittels und
können auch in der festen, Textil-pflegenden Zusammensetzung verwendet werden.
[0047] Die Textil-pflegende Verbindung ist vorzugsweise eine Textil-weichmachende Verbindung
und ist beispielsweise ein Polysiloxan, ein Textil-weichmachender Ton, ein kationisches
Polymer oder eine Mischung aus wenigstens zwei dieser Textil-pflegenden Verbindungen.
Dementsprechend ist die Textilpflegende Zusammensetzung vorzugsweise eine Textil-weichmachende
Zusammensetzung.
[0048] Ein bevorzugt einsetzbares Polysiloxan weist zumindest folgende Struktureinheit auf

mit
R
1= unabhängig von einander C
1-C
30-Alkyl, vorzugsweise C
1-C
4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
n = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
[0049] Es kann bevorzugt sein, dass das Polysiloxan zusätzlich auch folgende Struktureinheit
aufweist:

mit
R'= C
1-C
30-Alkyl, vorzugsweise C
1-C
4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
Y = ggf. substituiertes, lineares oder verzweigtes C
1-C
20-Alkylen, vorzugsweise -(CH
2)
m- mit m= 1 bis 16, vorzugsweise 1 bis 8, insbesondere 2 bis 4, im speziellen 3,
R
2, R
3 = unabhängig voneinander H oder gegebenenfalls substituiertes, lineares oder verzweigtes
C
1-C
30-Alkyl, vorzugsweise mit Aminogruppen substituiertes C
1-C
30-Alkyl, besonders bevorzugt -(CH
2)
b-NH
2 mit b = 1 bis 10, äußerst bevorzugt b = 2,
x = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
[0050] Weist das Polysiloxan nur die Struktureinheit a) mit R
1 = Methyl auf, handelt es sich um ein Polydimethylsiloxan. Polydimethylpolysiloxane
sind als effiziente Textil-pflegende Verbindungen bekannt.
[0051] Geeignete Polydimethysiloxane umfassen DC-200 (ex Dow Corning), Baysilone® M 50,
Baysilone® M 100, Baysilone® M 350, Baysilone® M 500, Baysilone® M 1000, Baysilone®
M 1500, Baysilone® M 2000 oder Baysilone® M 5000 (alle ex GE Bayer Silicones).
[0052] Es kann allerdings auch bevorzugt sein, dass das Polysiloxan die Struktureinheiten
a) und b) enthält. Ein besonders bevorzugtes Polysiloxan weist die folgende Struktur
auf:
(CH
3)
3Si-[O-Si(CH
3)
2]
n-[O-Si(CH
3){(CH
2)
3-NH-(CH
2)
2-NH
2}]
x-OSi(CH
3)
3
wobei die Summe n + x eine Zahl zwischen 2 und 10.000 ist.
[0053] Geeignete Polysiloxane mit den Struktureinheiten a) und b) sind beispielsweise kommerziell
unter den Markennamen DC2-8663, DC2-8035, DC2-8203, DC05-7022 oder DC2-8566 (alle
ex Dow Corning) erhältlich. Erfindungsgemäß ebenfalls geeignet sind beispielsweise
die im Handel erhältlichen Produkte Dow Corning
® 7224, Dow Corning
® 929 Cationic Emulsion oder Formasil 410 (GE Silicones).
[0054] Ein geeigneter Textil-weichmachender Ton ist beispielsweise ein Smectit-Ton. Bevorzugte
Smectit-Tone sind Beidellit-Tone, Hectorit-Tone, Laponit-Tone, Montmorillonit-Tone,
Nontronit-Tone, Saponit-Tone, Sauconit-Tone und Mischungen daraus. Montmorillonit-Tone
sind die bevorzugten weichmachenden Tone. Bentonite enthalten hauptsächlich Montmorillonite
und können als bevorzugte Quelle für den Textil-weichmachenden Ton dienen. Die Bentonite
können als Pulver oder Kristalle eingesetzt werden.
[0055] Geeignete Bentonite werden beispielsweise unter den Bezeichnungen Laundrosil® von
der Firma Süd-Chemie oder unter der Bezeichnung Detercal von der Firma Laviosa vertrieben.
Es ist bevorzugt, dass die Textil-pflegende Zusammensetzung einen pulverförmigen Bentonit
als Textil-pflegende Verbindung enthält.
[0056] Geeignete kationische Polymere umfassen insbesondere solche, die in "
CTFA International Cosmetic Ingredient Dictionary", Fourth Edition, J. M. Nikitakis,
et al, Editors, veröffentlicht durch die Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association,
1991 beschrieben sind und unter der Sammelbezeichnung "Polyquaternium" zusammengefasst
sind. Im Folgenden sind einige geeignete Polyquaternium-Verbindungen genauer aufgeführt.
POLYQUATERNIUM-1 (CAS-Nummer: 68518-54-7)
Definition: {(HOCH2CH2)3N+-CH2CH=CHCH2-[N+(CH3)2-CH2CH=CHCH2]x-N+(CH2CH2OH)3}[Cl-]x+2
POLYQUATERNIUM-2 (CAS-Nummer: 63451-27-4)
Definition: [-N(CH3)2-CH2CH2CH2-NH-C(O)-NH-CH2CH2CH2-N(CH3)2-CH2CH2OCH2CH2-]2+(Cl-)2
POLYQUATERNIUM-3
Definition: Copolymer von Acrylamid und Trimethylammoniumethylmethacrylatmethosulfat
POLYQUATERNIUM-4 (CAS-Nummer: 92183-41-0)
Definition: Copolymer von Hydroxyethylcellulose und Diallyldimethylammoniumchlorid
Beispielsweise erhältlich als Celquat® H 100 oder Celquat® L200 (ex National Starch)
POLYQUATERNIUM-5 (CAS-Nummer: 26006-22-4)
Definition: Copolymer von Acrylamid und β-Methacrylyloxyethyltrimethylammoniummethosulfat.
POLYQUATERNIUM-6 (CAS-Nummer: 26062-79-3)
Definition: Polymer von Dimethyldiallylammoniumchlorid
POLYOUATERNIUM-7 (CAS-Nummer: 26590-05-6)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz bestehend aus Acrylamid- und Dimethyldiallylammoniumchlorid-Monomeren.
POLYQUATERNIUM-8
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz von Methyl- und Stearyldimethylaminoethylmethacrylat,
welches mit Dimethylsulfat quaternierte wurde
POLYQUATERNIUM-9
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz von Polydimethylaminoethylmethacrylat,
welches mit Methylbromid quaternierte wurde
POLYQUATERNIUM-11 (CAS-Nummer: 53633-54-8)
Definition: Quaternäres Ammoniumpolymer, welches durch Umsetzung von Diethylsulfat
mit dem Copolymer von Vinylpyrrolidon und Dimethylaminoethylmethacrylat gebildet wird.
POLYQUATERNIUM-12 (CAS-Nummer: 68877-50-9)
Definition: Quaternäres Ammoniumpolymersalz, welches durch Umsetzung des Ethylmethacrylat/Abietylmethacrylat/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymers
mit Dimethylsulfat erhältlich ist
POLYQUATERNIUM-13 (CAS Nummer: 68877-47-4)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung des Ethylmethacrylat/-
Oleylmethacrylat/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymers mit Dimethylsulfat erhältlich
ist
POLYQUATERNIUM-14 (CAS-Nummer: 27103-90-8)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz der Formel -{-CH2-C-(CH3)-[C(O)O-CH2CH2-N(CH3)3-]}x+[CH3SO4]-x
POLYQUATERNIUM-15 (CAS-Nummer: 35429-19-7)
Definition: Copolymer von Acrylamid und β-Methacrylyloxyethyltrimethylammoniumchlorid
POLYQUATERNIUM-16 (CAS-Nummer: 95144-24-4)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, gebildet aus Methylvinylimidazoliumchlorid
und Vinylpyrrolidon
POLYQUATERNIUM-17 (CAS-Nummer: 90624-75-2)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Adipinsäure
und Dimethylaminopropylamin mit Dichlorethylether erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-18
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Azelainsäure
und Dimethylaminopropylamin mit Dichlorethylether erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-19
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Polyvinylalkohol
mit 2,3-Epoxypropylamin erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-20
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Polyvinyloctadecylether
mit 2,3-Epoxypropylamin erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-21 (CAS-Nummer: 102523-94-4)
Definition: Polysiloxan/Polydimethyldialkylammoniumacetat-Copolymer
POLYQUATERNIUM-22 (CAS-Nummer: 53694-17-0)
Definition: Dimethyldiallylammoniumchlorid/Acrylsäure-Copolymer
POLYQUATERNIUM-24 (CAS-Nummer: 107987-23-5)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz aus der Umsetzung von Hydroxyethylcellulose
mit einem mit Lauryldimethylammonium substituierten-Epoxid
POLYQUATERNIUM-27
Definition: Blockcopolymer aus der Umsetzung von Polyquaternium-2 mit Polyquaternium-17.
POLYQUATERNIUM-28 (CAS-Nummer: 131954-48-8)
Definition: Vinylpyrrolidon/Methacrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid-Copolymer
POLYQUATERNIUM-29
Definition: Chitosan, welches mit Propylenoxid umgesetzt und mit Epichlorhydrin quaternisiert
wurde
POLYQUATERNIUM-30
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz der Formel: -[CH2C(CH3)(C(O)OCH3)]x-[CH2C(CH3)(C(O) OCH2CH2N+(CH3)2CH2COO-)]y-
POLYQUATERNIUM-31 (CAS-Nummer. 136505-02-7)
POLYQUATERNIUM-32 (CAS-Nummer: 35429-19-7)
Definition: Polymer von N,N,N-Trimethyl-2-[(2-methyl-1-oxo-2-propenyl)oxy]-ethanaminiumchlorid
mit 2-Propenamid
POLYQUATERNIUM-37 (CAS-Nummer: 26161-33-1)
Definition: Homopolymer von Methacryloyltrimethylchlorid
Beispielsweise erhältlich als Synthalen® CR (ex 3V Sigma)
POLYQUATERNIUM-44 (CAS-Nummer: 150595-70-5)
Definition: Quaternäres Ammoniumsalz des Copolymers von Vinylpyrrolidon und quaternisiertem
Imidazolin
POLYQUATERNIUM-68 (CAS-Nummer: 827346-45-2)
Definition: Quaternisiertes Copolymer von Vinylpyrrolidon, Methacrylamid, Vinylimidazol
und quatemisiertem Vinylimidazol
[0057] Es kann bevorzugt sein, dass die Textil-pflegende Zusammensetzung eine Textil-weichmachende
Verbindung und eine oder mehr weitere Textil-pflegende Verbindung(en) enthält.
[0058] Die Menge an Textil-pflegender Verbindung in der Textil-pflegenden Zusammensetzung
beträgt 0,1 bis 15 Gew.% und bevorzugt zwischen 2 und 12 Gew.%.
[0059] Ein weiterer Bestandteil der Textil-pflegenden Zusammensetzung ist das wasserlösliche
Polymer. Geeignete wasserlösliche Polymere weisen vorzugsweise einen Schmelz- oder
Erweichungspunkt im Bereich von 48°C bis 300°C auf und können Polyalkylenglykole,
insbesondere Polyethylenglykole, und/oder Polyvinylalkohole umfassen. Insbesondere
bevorzugt weisen die wasserlöslichen Polymere ein Schmelz- oder Erweichungspunkt im
Bereich von 48°C bis 120°C auf.
[0060] Mit Schmelzpunkt ist der Übergang von einem festen Zustand in einen flüssigen (frei
fließenden) Zustand gemeint. Die Erweichungstemperatur beschreibt den Übergang von
einem festen Zustand in eine gummiartige bis zähflüssige Schmelze. Der Schmelz- und
die Erweichungstemperatur können jeweils entweder eine bestimmte Temperatur oder ein
kleinerer Bereich innerhalb des Bereichs von 48°C bis 300°C sein.
[0061] Geeignete Polyalkylenglykole umfassen insbesondere Polyethylenglykole, die je nach
Kettenlänge flüssige oder feste Polymere sind. Ab einem Molekulargewicht von 3000
sind die Polyethylenglykole feste Substanzen und werden als Schuppen oder Pulver in
den Handel gebracht. Härte und Schmelzbereich steigen mit zunehmendem Molekulargewicht
an. Bevorzugt für die vorliegende Erfindung sind Polyethylenglykole mit einem mittleren
Molekulargewicht zwischen 3.000 und 12.000, mehr bevorzugt mit einem mittleren Molekulargewicht
zwischen 4.000 und 10.000 und insbesondere bevorzugt mit einem mittleren Molekulargewicht
zwischen 6.000 und 8.000.
[0062] Polyvinylalkohole sind als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit Polymerisationsgraden
im Bereich von ca. 500-2500 (Molmassen von ca. 20.000 - 100.000 g/mol) im Handel erhältlich.
Der Hydrolysegrad beträgt von 98-99 bzw. 87-89 Mol-% und somit enthalten die Polyvinylalkohole
noch einen Restgehalt an Acetyl-Gruppen. Charakterisiert werden die Polyvinylalkohole
von Seiten der Hersteller durch Angabe des Polymerisationsgrades des Ausgangspolymeren,
des Hydrolysegrades und/oder der Verseifungszahl. Vollverseifte Polyvinylalkohole
haben eine Erweichungstemperatur von 85 °C und einen Schmelzpunkt von 228 °C. Die
entsprechenden Werte für teilverseifte (87-89%) Produkte liegen mit ca. 58 °C (Erweichungspunkt)
bzw. 186 °C (Schmelzpunkt) deutlich niedriger.
[0063] Das wasserlösliche Polymer kann auch eine Mischung aus den genannten Materialien
enthalten. Es ist allerdings bevorzugt, dass die Textil-pflegende Zusammensetzung
ein Polyalkylenglykol und insbesondere ein Polyethylenglykol als wasserlösliches Polymer
umfasst.
[0064] Ein weiterer essentieller Bestandteil der Textil-pflegenden Zusammensetzung ist das
Parfüm. Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B.
die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und
Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener
Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle
können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen
zugänglich sind.
[0065] Die Menge an Parfüm in der Textil-pflegenden Zusammensetzung beträgt dabei vorzugsweise
zwischen 0,1 und 15 Gew.-%, insbesondere bevorzugt zwischen 0,5 und 10 Gew.-% und
ganz besonders bevorzugt zwischen 1 und 7 Gew.-%.
[0066] In einer alternativen Ausführungsform kann es bevorzugt sein, dass zumindest ein
Teil des Parfüms in verkapselter Form, insbesondere in Mikrokapseln, in der Umhüllung
eingesetzt wird. Bei den Mikrokapseln kann es sich um wasserlösliche und/oder wasserunlösliche
Mikrokapseln handeln. Es können beispielsweise Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln,
Melamin-Formaldehyd-Mikrokapseln, Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln oder Stärke-Mikrokapseln
eingesetzt werden.
[0067] Weiterhin enthält die Textil-pflegende Zusammensetzung als essentiellen Inhaltsstoff
ein Polysaccharid. Geeignete Polysaccharide umfassen beispielsweise Glycogen, Stärke,
Chitin, Callose, Cellulose, Dextran, Tunicin, Inulin, Alginsäure, Xanthan, Gellan,
Guar, Johannisbrotkernmehl, Carrageenan, Derivate dieser Verbindungen oder Mischungen
dieser Verbindungen sowie deren Derivate.
[0068] Es ist bevorzugt, dass das Polysaccharid Cellulose oder ein Cellulosederivat umfasst.
Es ist insbesondere Bevorzugt, dass das Polysaccharid ein Cellulosederivat umfasst.
Geeignete Cellulosederivate umfassen beispielsweise Methylcellulose, Ethylcellulose,
Propylcellulose, Methylethylcellulose, Carboxymethylcellulose, Ethylcarboxymethylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Carboxymethylhydroxyethylcellulose,
Methylhydroxypropylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose Hydroxypropylmethylcellulose,
Ethylhydroxyethylcellulose, Methylethylhydroxyethylcellulose, quaternisierte Cellulose,
quaternisierte Cellulosederivate, Amin-modifizierte Cellulose, Amin-modifizierte Cellulosederivate
oder Mischungen dieser Verbindungen. Geeignete Methylhydroxypropylcellulosen sind
beispielsweise unter den Bezeichnungen Methocel© J 40 MS oder Methocel© J 5 S (beide
ex Dow Chemical) erhältlich. Hydroxyethylcellulosen, die in der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, umfassen beispielsweise Cellosize© HEC QP (ex Dow Chemical).
Geeignete Methylcellulosen umfassen zum Beispiel Methocel© A (ex Dow Chemical). Geeignete
kationische Cellulosederivate sind beispielsweise die Polyquaternium-10-Verbindungen
Celquat® SC-240 (ex National Starch) oder UCARE® Polymer JR-125, UCARE® Polymer JR-400,
UCARE® Polymer JR-30M, UCARE® Polymer LR 400, UCARE® Polymer LR 30M und Ucare® Polymer
SR-10 (alle ex Amerchol). Als Carboxymethylcellulose kann beispielsweise Finnfix BDA
(ex Kelco) eingesetzt werden.
[0069] Dabei ist es weiterhin bevorzugt, dass die Cellulose und/oder Cellulosederivate in
Pulverform eingesetzt werden.
[0070] In der Mischung beträgt das Verhältnis Textilpflegende-Verbindung zu Polysaccharid
vorzugsweise zwischen 15 : 1 und 1 : 5, mehr bevorzugt zwischen 12 : 1 und 1 : 1 und
insbesondere bevorzugt zwischen 9 : 1 und 4 : 1.
[0071] Die Textil-pflegende Zusammensetzung kann optional weitere Inhaltsstoffe enthalten.
[0072] Um den ästhetischen Eindruck der Textil-pflegenden Zusammensetzung zu verbessern,
können sie mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren
Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, sollten eine hohe Lagerstabilität
und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reinigungsmittel
und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um
diese nicht anzufärben.
[0073] Weiterhin kann die Textil-pflegende Zusammensetzung einen Füllstoff, wie Silica,
enthalten. Die Menge an Füllstoff kann zwischen 0,1 und 10 Gew.-% betragen und beträgt
bevorzugt 1 bis 5 Gew.-%.
[0074] Die Textil-pflegende Zusammensetzung kann zur Erhöhung des Glanzes auch ein Perlglanzmittel
enthalten. Beispiele für geeignete Perlglanzmittel sind Ethylenglykolmono- und -distearat
(zum Beispiel Cutina®AGS von Cognis) sowie PEG-3-distearat.
[0075] Weiterhin kann die Textil-pflegende Zusammensetzung eine hautpflegende Verbindung
umfassen.
[0076] Unter einer hautpflegenden Verbindung wird eine Verbindung oder eine Mischung aus
Verbindungen verstanden, die bei Kontakt eines Textils mit dem Waschmittel auf das
Textil aufziehen und bei Kontakt des Textils mit Haut der Haut einen Vorteil verleihen
verglichen mit einem Textil, welches nicht mit dem erfindungemäßen Wasch- und Reinigungsmittel
behandelt wurde. Dieser Vorteil kann beispielsweise den Transfer der hautpflegenden
Verbindung vom Textil auf die Haut, einen geringeren Wassertransfer von der Haut auf
das Textil oder eine geringere Reibung auf der Hautoberfläche durch das Textil umfassen.
[0077] Die hautpflegende Verbindung ist vorzugsweise hydrophob, kann flüssig oder fest sein
und muss kompatibel mit den anderen Inhaltsstoffen der festen, Textil-pflegenden Zusammensetzung
sein. Die hautpflegende Verbindung kann beispielsweise
- a) Wachse wie Carnauba, Spermaceti, Bienenwachs, Lanolin, Derivate davon sowie Mischungen
daraus;
- b) Pflanzenextrakte, zum Beispiel pflanzliche Öle wie Avokadoöl, Olivenöl, Palmöl,
Palmenkernöl, Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Erdnussöl, Korianderöl, Ricinusöl, Mohnöl, Kakaoöl,
Kokosnussöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Macadamianussöl,
Aprikosenkernöl, Haselnussöl, Jojobaöl oder Canolaöl, Kamille, Aloe Vera sowie Mischungen
daraus;
- c) höhere Fettsäuren wie Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure,
Behensäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Isostearinsäure oder mehrfach ungesättigte
Fettsäuren;
- d) höhere Fettalkohole wie Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol,
Behenylalkohol oder 2-Hexadecanol,
- e) Ester wie Cetyloctanoat, Lauryllactat, Myristyllactat, Cetyllactat, Isopropylmyristat,
Myristylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropyladipat, Butylstearat, Decyloleat, Cholesterolisostearat,
Glycerolmonostearat, Glyceroldistearat, Glyceroltristearat, Alkyllactat, Alkylcitrat
oder Alkyltartrat;
- f) Kohlenwasserstoffe wie Paraffine, Mineralöle, Squalan oder Squalen;
- g) Lipide;
- h) Vitamine wie Vitamin A, C oder E oder Vitaminalkylester;
- i) Phospholipide;
- j) Sonnenschutzmittel wie Octylmethoxylcinnamat und Butylmethoxybenzoylmethan;
- k) Silikonöle wie lineare oder cyclische Polydimethylsiloxane, Amino-, Alkyl-, Alkylaryl-
oder Arylsubstituierte Silikonöle und
- l) Mischungen daraus
umfassen.
[0078] Die Menge an hautpflegender Verbindung beträgt vorzugsweise zwischen 0,01 und 10
Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,1 und 5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt zwischen
0,3 und 3 Gew.-% bezogen auf die feste, Textil-pflegende Zusammensetzung. Es kann
sein, dass die Haut-pflegende Verbindung zusätzlich auch einen Textil-pflegenden Effekt
besitzt.
[0079] Um eine orale Aufnahme der Textil-pflegenden Zusammensetzung durch Menschen, insbesondere
Kinder, oder Tiere zu verhindern, kann diese einen Bitterstoff wie Bitrex® (ex Macfarlan
Smith) enthalten.
[0080] Diese weiteren Inhaltsstoffe werden vorzugsweise in die Umhüllung aus dem wasserlöslichen
Polymer eingebracht.
[0081] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die feste, Textil-pflegende
Zusammensetzung einen wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende
Verbindung, ein Polysaccharid und ein Parfüm, wobei der wasserlösliche Träger in partikulärer
Form vorliegt und zumindest teilweise eine Umhüllung aus dem wasserlöslichen Polymer
und dem Parfüm aufweist und wobei in die Umhüllung eine Mischung aus der Textil-pflegenden
Verbindung und dem Polysaccharid eingearbeitet ist.
[0082] Zur Herstellung einer solchen festen, Textil-pflegenden Zusammensetzung wird zunächst
das wasserlösliche Polymer geschmolzen und im geschmolzenen Zustand mit dem Parfüm
gemischt. Die erhaltene Schmelze wird derart auf den partikulären Träger gegeben,
so dass dieser zumindest teilweise umhüllt ist und anschließend wird in die noch geschmolzene
Umhüllung eine Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid
eingearbeitet. Die Mischung wird dabei vorzugsweise vollständig in die Umhüllung eingearbeitet.
Es ist aber alternativ auch möglich, dass ein großer Teil der Mischung aus der textil-pflegenden
Verbindung und dem Polysaccharid an der Oberfläche der Umhüllung ist.
[0083] In einer alternativen Ausführungsform umfasst die feste, Textil-pflegende Zusammensetzung
einen wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung,
ein Polysaccharid und ein Parfüm, wobei der wasserlösliche Träger in partikulärer
Form vorliegt und zumindest teilweise eine Umhüllung aus dem wasserlöslichen Polymer
und dem Parfüm aufweist und wobei die Umhüllung oder die Umhüllung und die nicht-umhüllten
Bereiche des wasserlöslichen Trägers zumindest teilweise mit einer Mischung aus der
Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid beschichtet ist/sind.
[0084] Zur Herstellung einer solchen festen, Textil-pflegenden Zusammensetzung wird zunächst
das wasserlösliche Polymer geschmolzen und im geschmolzenen Zustand mit dem Parfüm
gemischt. Die erhaltene Schmelze wird derart auf den partikulären Träger gegeben,
so dass dieser zumindest teilweise umhüllt ist und anschließend wird die Umhüllung
oder werden die Umhüllung und die nicht-umhüllten Bereiche des wasserlöslichen Trägers
zumindest teilweise mit einer Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem
Polysaccharid beschichtet.
[0085] Es ist bei beiden Ausführungsformen bevorzugt, dass der partikuläre Träger vollständig
umhüllt ist.
[0086] Es ist insgesamt bevorzugt, dass die Textil-pflegende Verbindung ein Bentonit ist
und das Polysaccharid ein Cellulosederivat. Insbesondere bevorzugt ist das Cellulosederivat
eine N,N,N-Trialkylaminohydroxyalkyl-quaternisierte Hydroxyethylcellulose, eine N,N,N-Trialkylaminohydroxyalkyl-quaternisierte
Hydroxypropylcellulose, eine Carboxymethylcellulose, eine Methylhydroxypropylcellulose,
eine Hydroxyethylcellulose, ein N,N-Dialkylaminoalkyl-substituiertes Cellulosederivat
oder eine Methylcellulose. Es ist auch bevorzugt, dass beide Verbindungen in Pulverform
eingesetzt.
[0087] Die Textil-pflegende Zusammensetzung eignet sich insbesondere zum Konditionieren
von textilen Flächengebilden und wird dazu zusammen mit einem herkömmlichen Wasch-
oder Reinigungsmittel im (Haupt)Waschgang eines herkömmlichen Wasch- und Reinigungsprozesses
mit den textilen Flächengebilden in Kontakt gebracht.
[0088] Die Textil-pflegende Zusammensetzung kann in ein Wasch- oder Reinigungsmittel eingebracht
werden.
[0089] Dazu wird ein festes Wasch- oder Reinigungsmittel mit 1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise
5 bis 15 Gew.-%, der erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzung gemischt.
[0090] Die erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten neben
der Textil-pflegenden Zusammensetzung Tensid(e), wobei anionische, nichtionische,
zwitterionische und/oder amphotere Tenside eingesetzt werden können. Bevorzugt sind
aus anwendungstechnischer Sicht Mischungen aus anionischen und nichtionischen Tensiden.
Der Gesamttensidgehalt eines Waschmittels liegt vorzugsweise unterhalb von 40 Gew.-%
und besonders bevorzugt unterhalb von 35 Gew.-%, bezogen auf das gesamte flüssige
Waschmittel.
[0091] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt.
[0092] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside, Polyhydroxyfettsäureamide,
alkoxylierte Fettsäurealkylester Fettsäurealkanolamide und/oder Aminoxide eingesetzt
werden.
[0093] Der Gehalt an nichtionischen Tensiden beträgt in den Wasch- oder Reinigungsmitteln
bevorzugt 5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 7 bis 20 Gew.-% und insbesondere 9 bis 15
Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0094] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate. Ebenso sind auch
die Ester von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten
Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren geeignet. Weitere
geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Als Alk(en)ylsulfate
werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der
C
12-C
18-Fettalkohole bevorzugt. Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid
ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet.
[0095] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen.
[0096] Insbesondere bevorzugte anionische Tenside sind Seifen. Geeignet sind gesättigte
und ungesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, (hydrierten) Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern-, Olivenöl- oder Talgfettsäuren, abgeleitete
Seifengemische.
[0097] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0098] Der Gehalt bevorzugter Wasch- oder Reinigungsmittel an anionischen Tensiden beträgt
2 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 4 bis 25 Gew.-% und insbesondere 5 bis 22 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel. Es kann allerdings, beispielsweise
wenn die Textil-pflegende Zusammensetzung ein kationisches Polymer enthält, vorteilhaft
sein, dass das Wasch- oder Reinigungsmittel nur nichtionische Tenside enthält.
[0099] Zusätzlich zu der Textil-pflegenden Zusammensetzung und den Tensiden können die Wasch-
oder Reinigungsmittel weitere Inhaltsstoffe enthalten, die die anwendungstechnischen
und/oder ästhetischen Eigenschaften des Wasch- oder Reinigungsmittels weiter verbessern.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthalten bevorzugte Wasch- oder Reinigungsmittel
zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel,
Bleichaktivatoren, Enzyme, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren,
Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren,
Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell-
und Schiebefestmittel, neutrale Füllsalze sowie UV-Absorber.
[0100] Als Gerüststoffe, die in den Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten sein können,
sind insbesondere Silikate, Aluminiumsilikate (insbesondere Zeolithe), Carbonate,
Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren sowie Mischungen dieser Stoffe zu nennen.
[0101] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate.
[0102] Organische Builder, welche in dem Wasch- oder Reinigungsmittel vorhanden sein können,
umfassen Polycarboxylatpolymere wie Polyacrylate und Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymere,
Polyaspartate und monomere Polycarboxylate wie Citrate, Gluconate, Succinate oder
Malonate, die bevorzugt als Natriumsalze eingesetzt werden.
[0103] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure.
[0104] Um beim Waschen bei Temperaturen von 60°C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Wasch- oder Reinigungsmittel eingearbeitet
werden. Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2
bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt
werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl
und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte
Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT),
acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere
N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder
Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere
Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat
und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
[0105] Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch
so genannte Bleichkatalysatoren in die Wasch- oder Reinigungsmittel eingearbeitet
werden. Bei diesen Stoffen handelt es sich um bleichverstärkende Übergangsmetallsalze
bzw. Übergangsmetallkomplexe wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru- oder Mo-Salenkomplexe
oder -carbonylkomplexe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit
stickstoffhaltigen Tripod-Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe sind als
Bleichkatalysatoren verwendbar.
[0106] Das Wasch- oder Reinigungsmittel kann Enzyme in verkapselter Form und/oder direkt
in dem Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten. Als Enzyme kommen insbesondere solche
aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen, Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch
wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere Glykosylhydrolasen, Hemicellulase,
Cutinasen, β-Glucanasen, Oxidasen, Peroxidasen, Mannanasen, Perhydrolasen und/oder
Laccasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Besonders gut geeignet sind aus
Bakterienstämmen oder Pilzen wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis, Streptomyceus
griseus und Humicola insolens gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Enzymmischungen,
beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch
wirkenden Enzymen oder Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase bzw. lipolytisch
wirkenden Enzymen oder aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden
Enzymen oder Protease, Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere
jedoch Protease und/oder Lipase-haltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch
wirkenden Enzymen sind von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisch
wirkende Enzyme sind die bekannten Cutinasen. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben
sich in einigen Fällen als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere
α-Amylasen, Iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise
Cellobiohydrolasen, Endoglucanasen und β-Glucosidasen, die auch Cellobiasen genannt
werden, bzw. Mischungen aus diesen eingesetzt. Da sich verschiedene Cellulase-Typen
durch ihre CMCase- und Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte
Mischungen der Cellulasen die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.
[0107] Die Enzyme können an Trägerstoffe adsorbiert sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung
zu schützen. Der Anteil der Enzyme oder der Enzymgranulate direkt in dem Wasch- oder
Reinigungsmittel kann beispielsweise etwa 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,12 bis
etwa 2,5 Gew.-% betragen.
[0108] Es kann, beispielsweise bei speziellen Wasch- oder Reinigungsmitteln für Konsumenten
mit Allergien und/oder sensibler Haut, aber auch bevorzugt sein, dass das Wasch- oder
Reinigungsmittel keine Enzyme enthält.
[0109] In einer Ausführungsform enthält das Wasch- oder Reinigungsmittel gegebenenfalls
ein oder mehrere Parfüms in einer Menge von üblicherweise bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
0,5 bis 7 Gew.-%, insbesondere 1 bis 3 Gew.-%. Dabei ist die Menge an eingesetztem
Parfüm auch von der Art des Wasch- oder Reinigungsmittels abhängig. Es ist aber insbesondere
bevorzugt, dass das Parfüm über die Textilpflegende Zusammensetzung in das Wasch-
oder Reinigungsmittel eingebracht wird. Es ist allerdings auch möglich, dass das Wasch-
oder Reinigungsmittel Parfüm enthält, welches nicht über die Textilpflegende Zusammensetzung
in das Wasch- oder Reinigungsmittel eingebracht wird.
[0110] Um den ästhetischen Eindruck der Wasch- oder Reinigungsmittel zu verbessern, können
sie (gegebenenfalls auch nur teilweise) mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden.
Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet,
besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen
der Wasch- oder Reinigungsmittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität
gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
[0111] Als Schauminhibitoren, die in den Wasch- oder Reinigungsmitteln eingesetzt werden
können, kommen beispielsweise Seifen, Paraffine oder Silikonöle in Betracht, die gegebenenfalls
auf Trägermaterialien aufgebracht sein können.
[0112] Geeignete Soil-Release-Polymere, die auch als "Antiredepositionsmittel" bezeichnet
werden, sind beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose
mit einem Anteil an Methoxygruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropylgruppen
von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether sowie die
aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder
Polyethylen- und/oder Polypropylenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch
modifizierten Derivaten von diesen. Geeignete Derivate umfassen die sulfonierten Derivate
der Phthalsäure- und Terephthalsäure-Polymere. Eine weitere Klasse an geeigneten Soil-Release-Polymeren,
insbesondere für Baumwoll-haltige Textilien, stellen modifizierte, beispielsweise
alkoxylierte und/oder quaternierte und/oder oxidierte, Polyamine dar. Die Polyamine
sind beispielsweise Polyalkylenamine, wie Polyethylenamine, oder Polyalkylenimine,
wie Polyethylenimine. Bevorzugte Beispiele für diese Klasse an Soil-Release-Polymeren
sind ethoxylierte Polyethylenimine und ethoxylierte Polyethylenamine.
[0113] Optische Aufheller (so genannte "Weißtöner") können den Wasch- oder Reinigungsmitteln
zugesetzt werden, um Vergrauungen und Vergilbungen der behandelten textilen Flächengebilde
zu beseitigen. Diese Stoffe ziehen auf die Faser auf und bewirken eine Aufhellung
und vorgetäuschte Bleichwirkung, indem sie unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares
längerwelliges Licht umwandeln, wobei das aus dem Sonnenlicht absorbierte ultraviolette
Licht als schwach bläuliche Fluoreszenz abgestrahlt wird und mit dem Gelbton der vergrauten
bzw. vergilbten Wäsche reines Weiß ergibt. Geeignete Verbindungen stammen beispielsweise
aus den Substanzklassen der 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäuren (Flavonsäuren),
4,4'-Distyryl-biphenylen, Methylumbelliferone, Cumarine, Dihydrochinolinone, 1,3-Diarylpyrazoline,
Naphthalsäureimide, Benzoxazol-, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme sowie der
durch Heterocyclen substituierten Pyrenderivate. Die optischen Aufheller werden üblicherweise
in Mengen zwischen 0% und 0,3 Gew.-%, bezogen auf das fertige Wasch- oder Reinigungsmittel,
eingesetzt.
[0114] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze
von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche,
saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen
sich lösliche Stärkepräparate und andere als die oben genannten Stärkeprodukte verwenden,
zum Beispiel abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar.
Bevorzugt werden jedoch Celluloseether wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen
auf die Wasch- oder Reinigungsmittel, eingesetzt.
[0115] Um während des Waschens und/oder des Reinigens von gefärbten Textilien die Farbstoffablösung
und/oder die Farbstoffübertragung auf andere Textilien wirksam zu unterdrücken, kann
das Wasch- oder Reinigungsmittel einen Farbübertragungsinhibitor enthalten. Es ist
bevorzugt, dass der Farbübertragungsinhibitor ein Polymer oder Copolymer von cyclischen
Aminen ist. Als Farbübertragungsinhibitor geeignete Polymere umfassen Polyvinylpyrrolidon
(PVP), Polyvinylimidazol (PVI), Copolymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol (PVP/PVI),
Polyvinylpyridin-N-oxid, Poly-N-carboxymethyl-4-vinylpyridiumchlorid sowie Mischungen
daraus.
[0116] Die Menge an Farbübertragungsinhibitor bezogen auf die Gesamtmenge des Wasch- oder
Reinigungsmittel liegt bevorzugt von 0,01 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 bis
1 Gew.-% und mehr bevorzugt von 0,1 bis 0,5 Gew.-%.
[0117] Alternativ können aber auch enzymatische Systeme, umfassend eine Peroxidase und Wasserstoffperoxid
beziehungsweise eine in Wasser Wasserstoffperoxid-liefernde Substanz, als Farbübertragungsinhibitor
eingesetzt werden. Der Zusatz einer Mediatorverbindung für die Peroxidase, zum Beispiel
eines Acetosyringons, eines Phenolderivats oder eines Phenotiazins oder Phenoxazins,
ist in diesem Fall bevorzugt, wobei auch zusätzlich die oben genannten polymeren Farbübertragungsinhibitoren
eingesetzt werden können.
[0118] Da textile Flächengebilde, insbesondere aus Reyon, Zellwolle, Baumwolle und deren
Mischungen, zum Knittern neigen können, weil die Einzelfasern gegen Durchbiegen, Knicken,
Pressen und Quetschen quer zur Faserrichtung empfindlich sind, können die Wasch- oder
Reinigungsmittel synthetische Knitterschutzmittel enthalten. Hierzu zählen beispielsweise
synthetische Produkte auf der Basis von Fettsäuren, Fettsäureestern, Fettsäureamiden,
-alkylolestern, -alkylolamiden oder Fettalkoholen, die meist mit Ethylenoxid umgesetzt
sind, oder Produkte auf der Basis von Lecithin oder modifizierter Phosphorsäureester.
[0119] Zur Bekämpfung von Mikroorganismen können die Wasch- oder Reinigungsmittel antimikrobielle
Wirkstoffe enthalten. Hierbei unterscheidet man je nach antimikrobiellem Spektrum
und Wirkungsmechanismus zwischen Bakteriostatika und Bakteriziden, Fungistatika und
Fungiziden usw. Wichtige Stoffe aus diesen Gruppen sind beispielsweise Benzalkoniumchloride,
Alkylarylsulfonate, Halogenphenole und Phenolmercuriacetat, wobei bei den erfindungemäßen
Wasch- oder Reinigungsmitteln auch gänzlich auf diese Verbindungen verzichtet werden
kann.
[0120] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können Konservierungsmittel enthalten,
wobei vorzugsweise nur solche eingesetzt werden, die kein oder nur ein geringes hautsensibilisierendes
Potential besitzen. Beispiele sind Sorbinsäure und seine Salze, Benzoesäure und seine
Salze, Salicylsäure und seine Salze, Phenoxyethanol, 3-lod-2-propynylbutylcarbamat,
Natrium N-(hydroxymethyl)glycinat, Biphenyl-2-ol sowie Mischungen davon. Ein geeignetes
Konservierungsmittel stellt die lösungsmittelfreie, wässrige Kombination von Diazolidinylharnstoff,
Natriumbenzoat und Kaliumsorbat (erhältlich als Euxyl® K 500 ex Schuelke & Mayr) dar,
welches in einem pH-Bereich bis 7 eingesetzt werden kann.
[0121] Um unerwünschte, durch Sauerstoffeinwirkung und andere oxidative Prozesse verursachte
Veränderungen an den Wasch- oder Reinigungsmittel und/oder den behandelten textilen
Flächengebilden zu verhindern, können die Wasch- oder Reinigungsmittel Antioxidantien
enthalten. Zu dieser Verbindungsklasse gehören beispielsweise substituierte Phenole,
Hydrochinone, Brenzcatechine und aromatische Amine sowie organische Sulfide, Polysulfide,
Dithiocarbamate, Phosphite, Phosphonate und Vitamin E.
[0122] Ein erhöhter Tragekomfort kann aus der zusätzlichen Verwendung von Antistatika resultieren,
die den Wasch- oder Reinigungsmitteln beigefügt werden. Die zumeist grenzflächenaktiven
Antistatika lassen sich in stickstoffhaltige (Amine, Amide, quartäre Ammoniumverbindungen),
phosphorhaltige (Phosphorsäureester) und schwefelhaltige (Alkylsulfonate, Alkylsulfate)
Antistatika unterteilen.
[0123] Zur Verbesserung des der Wiederbenetzbarkeit der behandelten textilen Flächengebilde
und zur Erleichterung des Bügelns der behandelten textilen Flächengebilde können in
den Wasch- oder Reinigungsmitteln beispielsweise Silikonderivate eingesetzt werden.
Diese verbessern zusätzlich das Ausspülverhalten der Wasch- oder Reinigungsmittel
durch ihre schauminhibierenden Eigenschaften.
[0124] Schließlich können die Wasch- oder Reinigungsmittel auch UV-Absorber enthalten. Geeignete
Verbindungen umfassen Benzophenon mit Substituenten in 2- und/oder 4-Stellung oder
substituierte Benzotriazole.
[0125] Um die durch Schwermetalle katalysierte Zersetzung bestimmter Waschmittel-Inhaltsstoffe
zu vermeiden, können Stoffe eingesetzt werden, die Schwermetalle komplexieren. Geeignete
Schwermetallkomplexbildner sind beispielsweise die Alkalisalze der Ethylendiamintetraessigsäure
(EDTA) oder der Nitrilotriessigsäure (NTA) sowie Alkalimetallsalze von anionischen
Polyelektrolyten wie Polymaleaten und Polysulfonaten. Eine bevorzugte Klasse von Komplexbildnern
sind die Phosphonate. Zu diesen bevorzugten Verbindungen zählen insbesondere Organophosphonate
wie beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure)
(ATMP), Diethylentriamin-penta(methylenphosphonsäure) (DTPMP bzw. DETPMP) sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure
(PBS-AM), die zumeist in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze eingesetzt werden.
[0126] Zusätzlich können noch neutrale Füllsalze wie Natriumsulfat oder Natriumcarbonat
in den festen Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten sein.
[0127] Die erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel können insbesondere zum Reinigen
und Konditionieren von textilen Flächengebilden verwendet werden.
[0128] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel wird zunächst
das Wasch- oder Reinigungsmittel ohne die Textil-pflegende Verbindung nach bekannten
Verfahren, welche beispielsweise Trocknungsschritte, Mischungsschritte, Verdichtungsschritte,
Formgebungsschritte und/oder die nachträgliche Zugabe wärmeempfindlicher Inhaltsstoffe
("Post Addition") umfassen können, hergestellt. Anschließend wird das erhaltene Produkt
mit einer festen Textil-pflegenden Zusammensetzung vermischt. Zur Herstellung von
Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten können sich dem Mischungsschritt weitere Verdichtungs-
und/oder Formgebungsschritte anschließen.
[0129] In Tabelle 1 sind erfindungsgemäße Textil-pflegende Zusammensetzungen E1 bis E4 sowie
eine nicht erfindungsgemäße Zusammensetzung V1 gezeigt.
Tabelle 1:
| |
V1 |
E1 |
E2 |
E3 |
E4 |
| Saccharose-Kristalle (1 - 4 mm) |
69,99 |
69,99 |
69,99 |
69,99 |
69,99 |
| Bentonit (Pulver) |
10 |
9 |
9 |
9 |
9 |
| Methylhydroxypropylcellulose* |
-- |
1 |
-- |
-- |
-- |
| Hydroxyethylcellulose* |
-- |
-- |
1 |
-- |
-- |
| Methylcellulose* |
-- |
-- |
-- |
1 |
-- |
| Kationische Hydroxyethylcellulose* |
-- |
-- |
-- |
-- |
1 |
| Parfüm |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
| PEG 8000 |
15 |
15 |
15 |
15 |
15 |
| Farbstoff (blau) |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
| * Die Cellulosederivate wurden allesamt in Pulverform eingesetzt. |
[0130] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzungen
E1 bis
E4 wurde das Polyethylenglykol mit einer mittleren Molmasse von 8.000 (PEG 8.000) geschmolzen
und in die Schmelze wurden das Parfüm und der Farbstoff gegeben. Anschließend wurde
die gefärbte Schmelze auf die Saccharose-Kristalle gegeben und die umhüllten Saccharose-Kristalle
wurden unter Rühren mit einer Mischung aus Bentonit-Pulver und Cellulosederivat-Pulver
abgepudert während die Schmelze aus PEG 8000, Parfüm und Farbstoff noch nicht vollständig
erstarrt war.
[0131] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
E1 bis
E4 zeigten im frisch hergestellten Zustand ein besseres Fließverhalten als die Vergleichszusammensetzung
V1. Außerdem besaßen alle Zusammensetzungen
E1 bis
E4 und
V1 im frischen Zustand eine klare, kristalline Optik.
[0132] Nach 4 Wochen Lagerung bei Raumtemperatur begann die textil-pflegende Zusammensetzung
V1 an Klarheit zu verlieren. Bereits nach 8 Wochen Lagerung hatten die Kristalle
V1 ihre klare Optik vollständig verloren und wiesen sogar eine deutliche Farbveränderung
auf.
[0133] Dagegen wiesen insbesondere die Methylhydroxypropylcellulose-, Methylcellulose- und
Hydroxyethylcellulose-enthaltenden textil-pflegenden Zusammensetzungen
E1 bis
E3 nach 8 Wochen Lagerzeit bei Raumtemperatur eine klare Optik und keinerlei Farbveränderungen
auf. Die Methylcellulose- und Hydroxyethylcellulose-enthaltenden textil-pflegenden
Zusammensetzungen
E2 und
E3 zeigten auch nach 12 Wochen Lagerzeit noch ein klares, kristallines Aussehen und
wiesen keinerlei Farbveränderungen auf. Als besonders stabil in Bezug auf Klarheit
erwiesen sich die Hydroxyethylcellulose-enthaltende textil-pflegende Zusammensetzung
E3, welche nach 24 Wochen noch eine klare, kristalline Optik aufwiesen. Außerdem zeigten
die Kristalle
E3 auch nach 24 Wochen keinerlei Farbveränderungen. Die textil-pflegende Zusammensetzung
E4 zeigte auch nach 8 Wochen Lagerzeit bei Raumtemperatur eine klare Optik, jedoch konnte
auch eine leichte Neigung zur Bildung kleinerer Aggregate beobachtet werden.
[0134] Die Textil-pflegenden Zusammensetzungen
E1 bis
E4 zeigten ein sehr gutes Auflösungsverhalten bei Kontakt mit Wasser und im Vergleich
mit Wasser einen weichmachenden Effekt bezüglich damit behandelter textiler Flächengebilde.
Außerdem zeigten die Textil-pflegenden Zusammensetzungen
E1 bis
E4 an feuchter, frisch gewaschener Wäsche eine deutlich höhere Duftintensität verglichen
mit Wäsche, die mit einem herkömmlichen flüssigen, Esterquat-haltigen Weichspüler
behandelt wurde.
[0135] In Tabelle 2 sind weitere erfindungsgemäße Textil-pflegende Zusammensetzungen
E5 bis
E7 sowie eine nicht erfindungsgemäße Zusammensetzung
V2 gezeigt.
Tabelle 2:
| |
V2' |
E5 |
E6 |
E7 |
| Saccharose-Kristalle (1 - 4 mm) |
69,99 |
69,99 |
69,99 |
69,99 |
| Bentonit (Pulver) |
10 |
9,5 |
9 |
8 |
| Carboxymethylcellulose, Na-Salz* |
-- |
0,5 |
1 |
2 |
| Parfüm |
5 |
5 |
5 |
5 |
| PEG 8000 |
15 |
15 |
15 |
15 |
| Farbstoff (blau) |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
0,01 |
| * Das Cellulosederivat wurde in Pulverform eingesetzt. |
[0136] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzungen
E5 bis
E7 wurde das Polyethylenglykol mit einer mittleren Molmasse von 8000 (PEG 8000) geschmolzen
und in die Schmelze wurden das Parfüm und der Farbstoff gegeben. Anschließend wurde
die gefärbte Schmelze auf die Saccharose-Kristalle gegeben und die umhüllten Saccharose-Kristalle
mit einer Mischung aus Bentonit-Pulver und dem Cellulosederivat-Pulver abgepudert
während die Schmelze aus PEG 8000, Parfüm und Farbstoff noch nicht vollständig erstarrt
war.
[0137] Die Zusammensetzungen
E5 bis
E7 und
V2 besaßen im frisch hergestellten Zustand eine klare, kristalline Optik. Nach 4 Wochen
Lagerung bei Raumtemperatur begann die textil-pflegende Zusammensetzung
V2 an Klarheit zu verlieren. Bereits nach 8 Wochen Lagerung bei Raumtemperatur hatten
die Kristalle
V2 ihre klare Optik vollständig verloren und wiesen eine deutliche Farbveränderung auf.
[0138] Auch die erfindungsgemäße Textil-pflegende Zusammensetzung
E5 zeigte nach 4 Wochen Lagerung einen Verlust in der Klarheit. Dieser Verlust an Klarheit
war aber geringer als bei der nicht erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzung
V2. Die beiden erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzung
E6 und
E7 waren auch nach 8 Wochen Lagerung klar und farbstabil, während die nicht erfindungsgemäße
Textil-pflegende Zusammensetzung
V2 ihre Farbe vollständig verändert und ihre Klarheit verloren hatte. Die erfindungsgemäße
Textil-pflegende Zusammensetzung
E5 zeigte nach 8 Wochen Lagerung einen weiteren leichten Verlust in der Klarheit und
eine leichte Veränderung der Farbe.
[0139] Eine besonders farbstabile Textil-pflegende Zusammensetzung
E8 mit schöner, kristalliner Optik wurde bei Einsatz von Diethylaminoethyl-hydroxyethylcellulose
als Polysaccharid erhalten.
| |
E8 |
| Saccharose-Kristalle (1 - 4 mm) |
69,99 |
| Bentonit (Pulver) |
9,5 |
| Amin-substituiertes Cellulosederivat* |
0,5 |
| Parfüm |
5 |
| PEG 8000 |
15 |
| Farbstoff (blau) |
0,01 |
| * Das Cellulosederivat wurde in Pulverform eingesetzt. |
[0140] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzung
E8 wurde das Polyethylenglykol mit einer mittleren Molmasse von 8000 (PEG 8000) geschmolzen
und in die Schmelze wurden das Parfüm und der Farbstoff gegeben. Anschließend wurde
die gefärbte Schmelze auf die Saccharose-Kristalle gegeben und die umhüllten Saccharose-Kristalle
mit einer Mischung aus Bentonit-Pulver und dem Cellulosederivat-Pulver abgepudert
während die Schmelze aus PEG 8000, Parfüm und Farbstoff noch nicht vollständig erstarrt
war.
[0141] Die erfindungsgemäßen Textil-pflegenden Zusammensetzung
E8 war auch nach 20 Wochen Lagerung immer noch kristallin-klar und zeigte keinerlei
Veränderung der Farbe.
[0142] Bei der Herstellung der textil-pflegenden Zusammensetzungen
E1 bis
E8 sowie
V1 und
V2 konnten die erfindungsgemäßen textil-pflegenden Zusammensetzungen
E1 bis
E8 bei deutlich höheren Produktendtemperaturen verglichen mit den textil-pflegenden
Zusammensetzungen
V1 und
V2 abgefüllt werden. Außerdem zeigten insbesondere die erfindungsgemäßen textil-pflegenden
Zusammensetzungen
E1 bis
E3 sowie
E5 bis
E8 weder bei der Herstellung noch bei der Lagerung keinerlei Tendenzen zu verklumpen
bzw. zu agglomerieren. Die Agglomerisationsneigung bei der Lagerung der Textil-pflegenden
Zusammensetzung
E4 war nur gering und wirkte sich nicht negativ auf die Handhabung und insbesondere
auf das Dosierverhalten der Textil-pflegenden Zusammensetzung
E4 aus.
[0143] Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittels wurde ein festes,
unparfümiertes Wasch- oder Reinigungsmittel mit 15 Gew.-% (bezogen auf die Gesamtmenge
an fertigem Wasch- oder Reinigungsmittel) der Textil-pflegenden Zusammensetzung
E3 gemischt.
[0144] Das erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel zeigte gute reinigende und konditionierende
Eigenschaften.
[0145] Weder bei separater Verwendung der Textil-pflegenden Verbindung noch eingebracht
in einem Wasch- oder Reinigungsmittel wurden Kalkablagerungen auf der Wäsche und/oder
Ablagerungen/Rückstände in der Einspülkammer der Waschmaschinen beobachtet. Außerdem
behielten die festen Textil-pflegenden Zusammensetzungen ihre Farbe und ihre kristalline
Optik.
1. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung, umfassend einen wasserlöslichen Träger, ein
wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende Verbindung, ein Polysaccharid und ein
Parfüm, wobei der wasserlösliche Träger in partikulärer Form vorliegt und zumindest
teilweise eine Umhüllung aus dem wasserlöslichen Polymer und dem Parfüm aufweist und
eine Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid zumindest
teilweise in und/oder zumindest teilweise auf der Umhüllung vorhanden ist.
2. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserlösliche Träger ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus anorganischen
Alkalimetallsalzen, organischen Alkalimetallsalzen, anorganischen Erdalkalimetallsalzen,
organischen Erdalkalimetallsalzen, organischen Säuren, Kohlenhydraten, Silikaten,
Harnstoff und Mischungen daraus.
3. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Textil-pflegende Verbindung aus Textil-weichmachenden Verbindungen, Bleichmitteln,
Bleichaktivatoren, Enzymen, Silikonölen, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller,
Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren,
antimikrobiellen Wirkstoffen, Germiziden, Fungiziden, Antioxidantien, Antistatika,
Bügelhilfsmitteln, Phobier- und Imprägniermitteln, Quell- und Schiebefestmitteln,
UV-Absorber sowie Mischungen daraus ausgewählt ist.
4. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Textil-pflegende Verbindung eine Textil-weichmachende Verbindung ist.
5. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Textil-weichmachende Verbindung aus Polysiloxanen, Textil-weichmachenden Tonen,
kationischen Polymeren und Mischungen daraus ausgewählt ist.
6. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserlösliche Polymer ausgewählt ist aus Polyalkylenglykolen, Polyvinylalkoholen
und Mischungen daraus.
7. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Polysaccharid ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Glycogen, Stärke, Chitin,
Callose, Cellulose, Dextran, Tunicin, Inulin, Alginsäure, Xanthan, Gellan, Guar, Johannisbrotkernmehl,
Carrageenan, Derivate dieser Verbindungen oder Mischungen dieser Verbindungen sowie
deren Derivate.
8. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung als Polysaccharid Cellulose oder ein Cellulosederivat ausgewählt aus
der Gruppe umfassend Methylcellulose, Ethylcellulose, Propylcellulose, Methylethylcellulose,
Carboxymethylcellulose, Ethylcarboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose,
Carboxymethylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose Hydroxypropylmethylcellulose,
Ethylhydroxyethylcellulose, Methylethylhydroxyethylcellulose, quaternisierte Cellulose,
quaternisierte Cellulosederivate, Amin-modifizierte Cellulose, Amin-modifizierte Cellulosederivate
oder Mischungen dieser Verbindungen umfasst.
9. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die feste, Textil-pflegende Zusammensetzung zusätzliche Inhaltsstoffe enthält, vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Farbstoffen, Füllstoffen, Perlglanzmitteln,
hautpflegenden Verbindungen, Bitterstoffe und Mischungen daraus.
10. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid zumindest
teilweise in die Umhüllung eingearbeitet ist.
11. Feste, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung oder die Umhüllung und die nicht-umhüllten Bereiche des wasserlöslichen
Trägers zumindest teilweise mit einer Mischung aus der Textil-pflegenden Verbindung
und dem Polysaccharid beschichtet ist/sind.
12. Verwendung der festen, Textil-pflegende Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche
1 bis 11 zum Konditionieren von textilen Flächengebilden.
13. Verfahren zur Herstellung einer festen, Textil-pflegende Zusammensetzung, umfassend
einen partikulären wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende
Verbindung, ein Polysaccharid und ein Parfüm, bei dem das wasserlösliche Polymer geschmolzen
wird, im geschmolzenen Zustand mit dem Parfüm gemischt wird, die erhaltene Schmelze
derart auf den partikulären Träger gegeben wird, dass dieser zumindest teilweise umhüllt
ist und anschließend in die noch geschmolzene Umhüllung eine Mischung aus der Textil-pflegenden
Verbindung und dem Polysaccharid eingearbeitet wird.
14. Verfahren zur Herstellung einer festen, Textil-pflegende Zusammensetzung, umfassend
einen partikulären wasserlöslichen Träger, ein wasserlösliches Polymer, eine Textil-pflegende
Verbindung, ein Polysaccharid und ein Parfüm, bei dem das wasserlösliche Polymer geschmolzen
wird, im geschmolzenen Zustand mit dem Parfüm gemischt wird, die erhaltene Schmelze
derart auf den partikulären Träger gegeben wird, dass dieser zumindest teilweise umhüllt
ist und der zumindest teilweise umhüllte partikuläre Träger mit einer Mischung aus
der Textil-pflegenden Verbindung und dem Polysaccharid beschichtet wird.
15. Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend eine feste Textil-pflegende Zusammensetzung
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.
1. A solid, fabric care composition comprising a water-soluble carrier, a water-soluble
polymer, a fabric care compound, a polysaccharide and a perfume, wherein the water-soluble
carrier is present in particulate form and at least partially possesses a coating
of the water-soluble polymer and the perfume, and a mixture of the fabric care compound
and the polysaccharide is at least partially present in and/or at least partially
on the coating.
2. The solid, fabric care composition according to claim 1, characterized in that the water-soluble carrier is selected from the group consisting of inorganic alkali
metal salts, organic alkali metal salts, inorganic alkaline earth metal salts, organic
alkaline earth metal salts, organic acids, carbohydrates, silicates, urea and mixtures
thereof.
3. The solid, fabric care composition according to claim 1 or claim 2, characterized in that the fabric care compound is selected from fabric-softening compounds, bleaching agents,
bleach activators, enzymes, silicone oils, anti-redeposition agents, optical brighteners,
graying inhibitors, shrink inhibitors, anti-creasing agents, color transfer inhibitors,
antimicrobials, germicides, fungicides, antioxidants, antistats, ironing auxiliaries,
water proofing and impregnation agents, swelling and anti-slip agents, UV absorbers
and mixtures thereof.
4. The solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 3, characterized in that the fabric care compound is a fabric softening compound.
5. The solid, fabric care composition according to claim 4, characterized in that the fabric softening compound is selected from polysiloxanes, fabric softening clays,
cationic polymers and mixtures thereof.
6. The solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 5, characterized in that the water-soluble polymer is selected from polyalkylene glycols, polyvinyl alcohols
and mixtures thereof.
7. The solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 6, characterized in that the polysaccharide is selected from the group containing glycogen, starch, chitin,
callose, cellulose, dextran, tunicin, inulin, alginic acid, xanthane, gellan, guar,
carob flour, carrageenan, derivatives of these compounds or mixtures of these compounds
and their derivatives.
8. The solid, fabric care composition according to claim 7, characterized in that the polysaccharide contained in the mixture is cellulose or a cellulose derivative,
selected from the group comprising methyl cellulose, ethyl cellulose, propyl cellulose,
methyl ethyl cellulose, carboxymethyl cellulose, ethyl carboxymethyl cellulose, hydroxyethyl
cellulose, hydroxypropyl cellulose, carboxymethyl hydroxyethyl cellulose, methyl hydroxyethyl
cellulose, hydroxypropyl methyl cellulose, ethyl hydroxyethyl cellulose, methyl ethyl
hydroxyethyl cellulose, quaternized cellulose, quaternized cellulose derivatives,
amine-modified cellulose, amine-modified cellulose derivatives or mixtures of these
compounds.
9. The solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 8, characterized in that the solid, fabric care composition comprises additional ingredients, preferably selected
from the group consisting of colorants, fillers, pearlizers, skin care compounds,
bitter agents and mixtures thereof.
10. The solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 9, characterized in that the mixture of the fabric care compound and the polysaccharide is at least partially
incorporated into the coating.
11. The solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 9, characterized in that the coating or the coating and the non-coated area of the water-soluble carrier is/are
at least partially coated with a mixture of the fabric care compound and the polysaccharide.
12. Use of the solid, fabric care composition according to one of claims 1 to 11 for conditioning
textile fabrics.
13. A process for manufacturing a solid, fabric care composition, containing a particulate
water-soluble carrier, a water-soluble polymer, a fabric care compound, a polysaccharide
and a perfume, in which process the water-soluble polymer is melted, is mixed in the
molten state with the perfume, the resulting melt is added onto the particulate carrier
such that said carrier is at least partially coated and then a mixture of the fabric
care compound and the polysaccharide is incorporated into the still molten coating.
14. A process for manufacturing a solid, fabric care composition, containing a particulate
water-soluble carrier, a water-soluble polymer, a fabric care compound, a polysaccharide
and a perfume, in which process the water-soluble polymer is melted, is mixed in the
molten state with the perfume, the resulting melt is added to the particulate carrier
such that said carrier is at least partially coated and the at least partially coated
particulate carrier is coated with a mixture of the fabric care compound and the polysaccharide.
15. A washing or cleaning agent comprising a solid, fabric care composition according
to one of claims 1 to 11.
1. Composition solide pour le soin des textiles, comprenant un support soluble dans l'eau,
un polymère soluble dans l'eau, un composé d'entretien des textiles, un polysaccharide
et un parfum, le support soluble dans l'eau étant présent sous forme particulaire
et présentant au moins en partie une enveloppe réalisée à partir du polymère soluble
dans l'eau et du parfum, et un mélange du composé d'entretien des textiles et du polysaccharide
étant présent au moins en partie dans et/ou au moins en partie sur l'enveloppe.
2. Composition solide pour le soin des textiles selon la revendication 1, caractérisée en ce que le support soluble dans l'eau est choisi parmi le groupe constitué par des sels inorganiques
de métaux alcalins, des sels organiques de métaux alcalins, des sels inorganiques
de métaux alcalino-terreux, des sels organiques de métaux alcalino-terreux, des acides
organiques, des hydrates de carbone, des silicates, de l'urée, ainsi que leurs mélanges.
3. Composition solide pour le soin des textiles selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que le composé d'entretien des textiles est choisi parmi des composés assouplissant les
textiles, des agents de blanchiment, des activateurs du blanchiment, des enzymes,
des huiles de silicone, des agents antiredéposition, des azurants optiques, des inhibiteurs
du grisaillement, des agents empêchant le rétrécissement, des agents antifroissement,
des inhibiteurs du transfert des couleurs, des substances actives antimicrobiennes,
des germicides, des fongicides, des antioxydants, des agents antistatiques, des agents
facilitant le repassage, des agents rendant hydrophobes et d'imprégnation, des agents
antigonflement et antiglissement, des absorbants de l'ultraviolet, ainsi que leurs
mélanges.
4. Composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque des revendications
1 à 3, caractérisée en ce que le composé d'entretien des textiles est un composé assouplissant les textiles.
5. Composition solide pour le soin des textiles selon la revendication 4, caractérisée en ce que le composé assouplissant les textiles est choisi parmi des polysiloxanes, des argiles
assouplissant les textiles, des polymères cationiques, ainsi que leurs mélanges.
6. Composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisée en ce que le polymère soluble dans l'eau est choisi parmi des polyalkylèneglycols, des alcools
polyvinyliques, ainsi que leurs mélanges.
7. Composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, caractérisée en ce que le polysaccharide est choisi parmi le groupe comprenant le glycogène, l'amidon, la
chitine, la callose, la cellulose, le dextran, la tunicine, l'inuline, l'acide alginique,
la gomme de xanthane, la gomme de gellane, la gomme de guar, la farine de graines
de caroube, le carraghénane, des dérivés de ces composés ou des mélanges de ces composés
ainsi que leurs dérivés.
8. Composition solide pour le soin des textiles selon la revendication 7, caractérisée en ce que le mélange comprend à titre de polysaccharide de la cellulose ou un dérivé de cellulose
choisi parmi le groupe comprenant de la méthylcellulose, de l'éthylcellulose, de la
propylcellulose, de la méthyléthylcellulose, de la carboxyméthylcellulose, de l'éthylcarboxyméthylcellulose,
de l'hydroxyéthylcellulose, de l'hydroxypropylcellulose, de la carboxyméthylhydroxyéthylcellulose,
de la méthylhydroxyéthylcellulose, de l'hydroxypropylméthylcellulose, de l'éthylhydroxyéthylcellulose,
de la méthyléthylhydroxyéthylcellulose, de cellulose quaternisée, des dérivés de cellulose
quaternisée, de la cellulose modifiée par une amine, des dérivés de cellulose modifiés
par une amine, ou des mélanges de ces composés.
9. Composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisée en ce que la composition solide pour le soin des textiles contient des constituants supplémentaires
de préférence choisis parmi le groupe constitué par des colorants, des matières de
charge, des agents conférant un reflet nacré, des composés de soins pour la peau,
des substances amères, ainsi que leurs mélanges.
10. Composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, caractérisée en ce que le mélange du composé d'entretien des textiles et du polysaccharide est incorporé
au moins en partie dans l'enveloppe.
11. Composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, caractérisée en ce que l'enveloppe ou bien l'enveloppe et les zones du support soluble dans l'eau exemptes
d'enveloppe est/sont enduites au moins en partie avec un mélange du composé d'entretien
des textiles et du polysaccharide.
12. Utilisation de la composition solide pour le soin des textiles selon l'une quelconque
des revendications 1 à 11, pour le conditionnement de produits plats textiles.
13. Procédé pour la préparation d'une composition solide pour le soin des textiles, comprenant
un support particulaire soluble dans l'eau, un polymère soluble dans l'eau, un composé
d'entretien des textiles, un polysaccharide et un parfum, dans lequel on porte à fusion
le polymère soluble dans l'eau, on le mélange à l'état fondu avec le parfum, on ajoute
la masse fondue ainsi obtenue au support particulaire de telle sorte que ce dernier
est enveloppé au moins en partie et on incorpore ensuite, dans l'enveloppe encore
en fusion, un mélange du composé d'entretien des textiles et du polysaccharide.
14. Procédé pour la préparation d'une composition solide pour le soin des textiles, comprenant
un support particulaire soluble dans l'eau, un polymère soluble dans l'eau, un composé
d'entretien des textiles, un polysaccharide et un parfum, dans lequel on porte à fusion
le polymère soluble dans l'eau, on le mélange à l'état fondu avec le parfum, on ajoute
la masse fondue ainsi obtenue au support particulaire de telle sorte que ce dernier
est enveloppé au moins en partie et on enduit le support particulaire enveloppé au
moins en partie avec un mélange du composé d'entretien des textiles et du polysaccharide.
15. Agent de lavage ou de nettoyage comprenant une composition solide pour le soin des
textiles selon l'une quelconque des revendications 1 à 11.