Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine feuersichere Vorrichtung zur Erzeugung
eines heißen Gases zur rauchfreien Inhalation von Nikotin und/oder Zusatzstoffen.
Allgemeine Einleitung
[0002] Beim Rauchen einer herkömmlichen Zigarette wird Tabak verbrannt und der bei dieser
Verbrennung entstehende Rauch wird inhaliert (Hauptstromrauch) oder an die Umgebung
abgegeben (Nebenstromrauch).
[0003] Der Hauptstromrauch ist maßgeblich für die Gesundheitsschädigung des Konsumenten
verantwortlich, liefert ihm aber den gewünschten Genuss. Der Nebenstromrauch ist maßgeblich
für die Gesundheitsschädigung der Passivraucher verantwortlich und ist weder von den
Passivrauchern noch vom Konsumenten gewünscht.
[0004] Im Rauch einer Zigarette wurden über 4800 verschiedene Substanzen nachgewiesen von
denen ungefähr 70 als nachweislich krebserregend gelten.
[0005] Verfahren und darauf basierende Vorrichtungen zur rauchfreien Inhalation von Nikotin
und/oder Zusatzstoffen haben zum Ziel dem Konsumenten ein Substitut zur herkömmlichen
Zigarette zu bieten, welches eine wesentlich geringere Gesundheitsschädigung bei Konsumenten
und Dritten, vorzugsweise gar keine Gesundheitsschädigung bei Konsumenten und Dritten
verursacht, dabei jedoch das Konsumerlebnis einer herkömmlichen Zigarette beibehält.
Stand der Technik
[0006] Es sind viele Verfahren zum Inhalieren von Nikotin oder anderen Wirk-und Aromastoffen
bekannt.
[0007] Bis heute existiert am Markt jedoch keine ernst zu nehmende Konkurrenz zur Zigarette.
Die meisten bekannten Produkte sind eigentlich Nikotin-Substitute und nicht als Genussprodukte,
sondern als Entwöhnungsprodukte gedacht.
[0008] Dagegen sind bekannte Produkte, die gezielt auf eine Alternative zur Zigarette ohne
deren negative Aspekte hingerichtet sind, oft durch Nachteile behaftet, die deren
Akzeptanz beim Raucher stark beschränken.
[0009] Gemein ist diesen Produkten, dass sie nicht die Verbrennungswärme des Tabaks, sondern
andere Energiequellen zur Freisetzung eines (Rauch-)Aerosols benutzen, wodurch die
Hauptquelle des Nebenstromrauchs weitgehend entfällt.
[0010] Es ist nur ein Ansatz bekannt, der das Potential einer echten Alternative zur Zigarette
aufweist, da er alle von Rauchern als positiv erachteten Aspekte des Rauchens in sich
vereint und die negativen Aspekte für Raucher und Dritte vollständig eliminiert.
[0011] WO 2008/113420 A1 beschreibt ein Verfahren zur Verflüchtigung von Wirk- und/oder Aromastoffen zwecks
Abgabe eines inhalierbaren Aerosols, wobei Verbrennungsgase eines brennbaren Gases,
welches vorzugsweise im Wesentlichen mit Luftüberschuss verbrannt wird, teilweise
oder vollständig, gegebenenfalls vermischt mit Umgebungsluft, durch einen Wirk- und/oder
Aromastoffdepot geführt werden und wobei eine gewünschte Temperatur durch den Anteil
an Verbrennungsgasen und ggf. durch das Mischungsverhältnis dieser Verbrennungsgase
mit Umgebungsluft wählbar ist.
[0012] Ein solches Verfahren, vorzugsweise zum Inhalieren einer Nikotin-Aroma-Mixtur, wird
ermöglicht durch die saubere Verbrennung eines Luft-Gasgemisches, d.h. die Abgase
bestehen aus Stickstoff, gesundheitlich unbedenklichem Kohlenstoffdioxid, Wasser und
ggf. Restsauerstoff und können so gefahrlos inhaliert werden. Dabei ist der Vorteil
eines solchen Verfahrens, im Gegensatz zu Verfahren worin die Wärme ausschließlich
über Wärmetauscher an die Luft übertragen wird, dass prinzipbedingt eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens mit sehr viel kleineren Abmessungen bei höherem
Wirkungsgrad und niedrigeren Herstellungskosten zu bewerkstelligen ist.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung erfolgt die Einstellung des Anteils an Verbrennungsgasen,
bzw. des Mischungsverhältnisses dieser Verbrennungsgase mit Umgebungsluft durch Reglung
des Mengenflusses an brennbarem Gas, wobei die Reglung des Mengenflusses an brennbarem
Gas vorzugsweise mittels eines durch einen Sog erzeugten Unterdrucks und/oder Luftstroms
erfolgt.
[0014] WO 2008/113420 A1 beschreibt u. a. einen Heizstab, der die Energie- und Wärmequelle des Gesamtsystems
darstellt und im Betrieb, durch den Sog des Benutzers gesteuert, ausreichend Energie
in Form von heißen Gasen zur Verfügung stellt, um eine ausreichende Menge Nikotin
und weitere Wirk- und/oder Aromastoffe und/oder weitere Zusatzstoffe aus einem austauschbaren
Mundstück zu verdampfen.
[0015] Obwohl in
WO 2008/113420 A1 ein Produkt vorgestellt wird, bei dem gegenüber der Zigarette alle negativen Aspekte
für Raucher und Dritte in Bezug auf die chemische Zusammensetzung von Aktiv- und Passivrauch
eliminiert wurden, fehlt die Berücksichtigung der von der Vorrichtung ausgehenden
Feuergefahr im regulären Betrieb.
[0016] Nach Zahlen des US-Verbands für Brandschutz kam es in den Vereinigten Staaten im
Jahr 2000 zu mehr als 167.000 Bränden, die durch Tabakerzeugnisse verursacht wurden.
807 Menschen starben, fast 2.200 wurden verletzt, der materielle Schaden durch solche
Brände betrug in den USA schätzungsweise fünf Milliarden Dollar.
[0017] Die EU-Kommission geht von bis zu 2000 Todesopfern sowie von 7500 Verletzten in ganz
Europa von durch Zigaretten verursachten Bränden aus.
Aufgabe der Erfindung
[0018] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach eine Vorrichtung, ähnlich einem
wie in
WO 2008/113420 A1 beschriebenen Heizstab zur Erzeugung eines heißen Gases zur rauchfreien Inhalation
von Nikotin und/oder Zusatzstoffen, bereit zu stellen, von der im Betrieb jedoch keine
Brandgefahr ausgeht.
[0019] Da die in
WO 2008/113420 A1 beschriebene Vorrichtung im Betrieb Flüssiggas verbrennt und somit prinzipiell Brandgefahr
besteht, muss die Vorrichtung so beschaffen sein, dass wenn der Konsument nicht am
Mundstück saugt und die Vorrichtung im Betrieb hinlegt oder fallen lässt, die vom
Brenner an die Umgebung abgegebene Energie nicht zum Entzünden von festen Materialien,
insbesondere Papieren und Textilien jeglicher Art ausreicht.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0020] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Bereitstellung einer Heizvorrichtung
in Form eines Stabs oder sog. Heizstabs, welche an einer mundstückseitigen Stirnseite
mit einem Mundstück zu dessen Versorgung mit Heißluft aus einer Flüssiggasverbrennung
mit Luftüberschuss lösbar verbindbar ist, und wobei der Heizstab allein, bzw. mit
Mundstück die Gestalt und Abmessungen einer Zigarette oder Zigarre aufweist. Die erfindungsgemäße
Heizvorrichtung umfasst:
➢ einen Brenner an einer der mundstückseitigen Stirnseite entgegengesetzten brennerseitigen
Stirnseite,
➢ eine Gehäusehülse mit einem oder mehreren brennerseitigen Lufteingängen und einem
oder mehreren mundstückseitigen Warmluftausgängen,
➢ ein Gastank für ein brennbares Gas, vorzugsweise Propan- und/oder Butangas, und
➢ ein Reglerventil zur gesteuerten Abgabe des Gases aus dem Gastank an den Brenner,
wobei die Steuerung des Reglerventils mittels eines durch einen Sog am Mundstück erzeugten
Unterdrucks und/oder Luftstroms erfolgt. Der Brenner ist ein Vormischbrenner, welcher
eine Düse bevorzugt zur Erzeugung eines kegeligen Flüssiggasdampfstrahls, ein Mischrohr
und eine Stauscheibe zum Erzeugen eines Flüssiggas-Luftgemischs und eine Brennkammer
als Begrenzung der Reaktionszone umfasst, die in genannter Reihenfolge vom Gas durchströmt
werden. Außerdem ist in der Brennkammer ein erster Katalysator stromabwärts der Stauscheibe
angeordnet und ein weiterer zweiter Katalysator dem ersten Katalysator nachgeschaltet.
[0021] Eine solche Heizvorrichtung kann z.B. in einer wie in
WO 2008/113420 A1 beschriebenen Vorrichtung vorteilhaft als sogenannter Heizstab Verwendung finden.
Dementsprechend versteht es sich, dass sich zusätzlich jene relevanten Merkmale nutzen
lassen, die in
WO 2008/113420 A1 gezeigt und beschrieben sind, auf die zur Vermeidung von Wiederholungen hiermit ausdrücklich
Bezug genommen ist.
[0022] Die Form und die Abmessungen des Heizstabs mit einem damit verbindbaren Mundstück
ermöglicht eine Benutzung die der einer herkömmlichen Zigarette sehr ähnlich ist.
In diesem Zusammenhang bedeutet der Ausdruck "Form/Gestalt und Abmessungen einer Zigarette
oder Zigarre", dass Heizstab und Mundstück eine grundsätzlich zylindrische Form haben
und einen Durchmesser zwischen ca. 6 bis ca. 14 mm, bevorzugt zwischen ca. 8 und 11
mm und eine Länge von ca. 50 bis ca. 150 mm, bevorzugt zwischen ca. 75 und ca. 105
mm aufweisen.
[0023] Die allgemeinen Vorteile der Heizvorrichtung entsprechen denen aus
WO 2008/113420 A1, z.B. die einfache Handhabung durch den Benutzer, welche außerdem durch ein sehr
geringes Gewicht unterstützt wird, sodass die Vorrichtung auch im Mund problemlos
tragbar ist ohne dass sie permanent in der Hand gehalten werden muss. Außerdem ist
die Wiederverwendbarkeit eines solchen Heizstabs im Besonderen zu erwähnen.
[0024] Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung jedoch durch die besondere Ausgestaltung
und Anordnung eines ersten (inneren) und zweiten (äußeren) Katalysators die Temperaturen
an der äußeren Brennerseite des Heizstabs erheblich zu senken, ohne die Funktionen
der Heizvorrichtung zu beeinträchtigen, wie bspw. das Erhitzen der Luft oder das Zünden
der Heizvorrichtung.
[0025] Durch die Absenkung der äußeren Temperaturen des Heizstabs, insbesondere dadurch
dass die vom Brenner an die Umgebung abgegebene Energie nicht zum Entzünden von festen
Materialien, insbesondere Papieren und Textilien jeglicher Art ausreicht, wird die
Brandgefahr im Betrieb, z.B. beim Hinlegen oder Fallenlassen der Vorrichtung erheblich
gemindert.
[0026] Die Erfindung trägt auch zur Sicherheit der Heizvorrichtung während der Benutzung
bei, z. B. durch unbeabsichtigtes Berühren des brennerseitigen Endes der Heizvorrichtung.
[0027] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist es, dass durch die Anordnung von zwei Katalysatoren
erreicht wird, dass der erste Katalysator eine geeignete Betriebstemperatur schneller
erreicht (als ein entsprechender einstückig gestalteter Katalysator aus erstem und
zweitem Katalysator), d.h. auch bei geringeren Gasmengen, und im Betrieb länger halten
kann (da dieser sich im Inneren der Brennkammer befindet) ohne eine Verletzungs- oder
Brandgefahr darzustellen.
[0028] Das Reglerventil ist steuerbar mittels eines durch den Sog eines Benutzers erzeugten
Unterdrucks und/oder Luftstroms. Dabei umfasst das Reglerventil einen Regelkörper,
sowie bevorzugt Mittel zur Erzeugung einer Rückstellkraft, wobei der Regelkörper bevorzugt
wenigstens einen ersten, minimal offenen und einen zweiten, offenen Zustand aufweist
und der Regelkörper mittels des erzeugten Unterdrucks und/oder Luftstroms aus dem
minimal offenen Zustand ggf. entgegen einer Rückstellkraft in den offenen Zustand
versetzbar ist. Somit ist es möglich mindestens zwei grundsätzliche Betriebsarten
zu erzielen: Betriebsflamme (offen) und Pilotflamme (minimal offen).
[0029] In diesem Zusammenhang ist unter "minimal offen" oder den entsprechenden Ausdrücken
"minimaler Durchfluss" oder "minimaler Strömungsquerschnitt" ein Zustand zu verstehen,
in dem eine geringe Menge an Gas durchströmt, die gerade ausreicht damit die Flamme
in dem nachgeschalteten Brenner nicht erlischt. Der daraus resultierende Betriebszustand,
auch Pilotflamme genannt, ermöglicht es dem Benutzer mehrere Züge zu tätigen ohne
jedes Mal den Brenner neu zu zünden, dabei aber möglichst wenig Gas zu verbrauchen,
was einer kompakteren Bauweise der Vorrichtung zugute kommt.
[0030] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung sind der erste Katalysator sowie
der minimal offene Zustand des Reglerventils derart dimensioniert, dass das Flüssiggas-Luftgemisch
im minimal offenen Zustand des Reglerventils vollständig am ersten Katalysator verbrennt.
Durch diese weitere Maßnahme erhitzt sich der zweite Katalysator während des sogenannten
Standby (nur Pilotflamme) praktisch nicht. So ist es möglich die Temperatur am brennerseitigen
Ende während eines erheblichen Zeitabschnitts der Benutzung weiter zu reduzieren und
somit die Sicherheit zu erhöhen.
[0031] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung sind der zweite Katalysator,
ggf. der erste Katalysator, sowie der offene Zustand des Reglerventils derart dimensioniert,
dass das Flüssiggas-Luftgemisch im offenen Zustand des Reglerventils vollständig am
ersten und zweiten Katalysator verbrennt.
[0032] Der erste Katalysator umfasst bevorzugt einen Trägerkörper und eine katalytische
Beschichtung zur Totaloxidation von Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise zur Totaloxidation
von Butan, Propan oder Gemischen davon. Die Beschichtung des ersten Katalysators enthält
bevorzugt z. B. Platin, Palladium und/oder nichtedle Metallmischoxide. Der Trägerkörper
des ersten Katalysators ist vorzugsweise ein metallischer Trägerkörper, z. B. ein
ringförmiger oder S-förmiger Draht, wodurch sich der oben beschriebene Effekt auf
die Betriebstemperatur weiter verstärken lässt.
[0033] Der zweite Katalysator umfasst bevorzugt ebenfalls einen Trägerkörper und eine katalytische
Beschichtung zur Totaloxidation von Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise zur Totaloxidation
von Butan, Propan oder Gemischen davon. Bevorzugt ist der Trägerkörper des zweiten
Katalysators aus einem keramischen Material, wodurch sich im Wesentlichen nicht der
Träger selbst, sondern bevorzugt nur die Beschichtung genügend erhitzt, bei Nichtgebrauch
demnach auch schneller abkühlt. Die Beschichtung des zweiten Katalysators kann identisch
mit oder verschieden von der des ersten Katalysators sein, wobei z. B. auch Platin,
Palladium und/oder nichtedle Metallmischoxide enthalten sein können.
[0034] Weiterhin ist die Verwendung von Keramik als Trägermaterial für den zweiten Katalysator
vorteilhaft, da dieser sich je nach Ausgestaltung, im Gegensatz zum ersten Katalysator,
teilweise ungeschützt in der stirnseitigen Öffnung des Heizstabs befindet und/oder
während der Montage an der Wandung der Brennkammer entlang gleitet, weshalb eine gute
Haftung der Beschichtung am Trägerkörper notwendig ist, welche bei der Verwendung
von Keramik als Trägermaterial in optimaler Weise gegeben ist. Dadurch wird die Gefahr
von sich lösenden und dem Inhalationsstrom zugeführten Bestandteilen der Beschichtung
weitestgehend eliminiert und die Standfestigkeit des zweiten Katalysators beträchtlich
erhöht.
[0035] Die Dimensionierung des ersten und zweiten Katalysators hängt im Wesentlichen von
der nutzbaren Oberfläche der Katalysatorbeschichtung und vom vorgesehen Durchfluss
an Gas, bzw. Gas-Luftgemisch ab. Je poröser der beschichtete Träger, desto kleiner
das benötigte Volumen und desto kompakter der Brenner und somit die Vorrichtung. Die
Dimensionierung von Katalysatoren im Hinblick auf eine saubere Verbrennung ist an
sich bekannt.
[0036] Die Regelung der jeweiligen Gasmenge erfolgt über das Reglerventil. Bevorzugt ist
das Reglerventil ein Hohlnadelventil mit Umfangseinlass und stirnseitigem Auslass,
wobei die Hohlnadel axial beweglich ist und Mittel zur Erzeugung einer Rückstellkraft
beinhaltet.
[0037] In einer weiteren Ausgestaltung dient das Hohlnadelventil gleichzeitig als Hauptventil.
Dabei ist es bevorzugt durch axiale Verschiebung der Hohlnadel von einem geschlossenen
Zustand, in einen minimal offenen, einen offenen und alle Zustände zwischen minimal
offenem und offenem Zustand versetzbar.
[0038] Vorteilhafterweise erfolgt die axiale Verschiebung der Hohlnadel, entgegen der Rückstellkraft,
durch einen mundstückseitig an der Hohlnadel angebrachten Kolben. Dieser Kolben wird
mundstückseitig beim Sog am Mundstück durch einen Unterdruck beaufschlagt und steht
bevorzugt auf der Gegenseite mit Atmosphärendruck in Kontakt.
[0039] Die hier beschriebene Heizvorrichtung bzw. der Heizstab kann mit einem einen Wirk-
und/oder Aromastoffdepot enthaltenden Mundstück verbunden werden. Die Abgase des Brenners
werden, teilweise oder vollständig, ggf. mit Umgebungsluft vermischt, durch das Mundstück
geführt um durch die so erzeugte Heißluft, bzw. -abgase die in einem Wirk- und/oder
Aromastoffdepot befindlichen Substanzen zu verdampfen, z. B. um sie als Aerosol inhalieren
zu können.
[0040] Zum lösbaren Verbinden oder Aufschieben des Mundstücks ist der Heizstab mundstückseitig
bevorzugt mit einem zylindrischen Flansch versehen.
[0041] Dieser zylindrische Flansch kann vorteilhaft mit einer oder mehreren Rampen versehen
sein, die durch Aufschieben eines Mundstücks radial nach innen geschoben werden, wobei
diese den Kolben und die damit verbundene Hohlnadel entgegen einer Rückstellkraft
so weit in axiale Richtung bewegen, dass das Hohlnadelventil vom geschlossenen in
den minimal offenen Zustand versetzt wird, und der geschlossene Zustand erst durch
Abziehen des Mundstücks wieder freigegeben wird.
[0042] Zum Zünden der Heizvorrichtung besitzt die Brennkammer bevorzugt mindestens eine
axiale Austrittsöffnung durch welche der Brenner von außen gezündet werden kann.
[0043] Zum Führen der erhitzten Luft, bzw. Abgase, ist die Vorrichtung bevorzugt derart
gestaltet, dass die Brennkammer eine oder mehrere bevorzugt koaxial angeordnete Öffnungen
im Bereich des zweiten Katalysators enthält. Die Öffnungen sind vorzugsweise so angeordnet,
dass die entlang ihrer Achsen projizierten Flächen der Öffnungen nicht unmittelbar
auf die Oberfläche der Katalysatoroberflächen treffen, sodass diese keine Strahlungsenergie
der Katalysatoren hindurch lassen, damit die Gehäusehülse auch bei Volllast im vorderen
brennerseitigen Bereich (entsprechend einer bestimmungsgemäßen Benutzung zur Inhalation,
d.h. im Wesentlichen der eines normalen Rauchakts) nicht wesentlich über 70 °C, bevorzugt
nicht über 60 °C, besonders bevorzugt nicht über 50 °C erhitzt wird.
[0044] In einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung, ist koaxial um die Brennkammer
ein Heißgassammler angeordnet, welcher über die koaxiale(n) Öffnung(en) mit der Brennkammer
in Verbindung steht und von der Gehäusehülse durch einen Luftspalt getrennt ist. Diese
besondere Ausgestaltung verhindert alternativ oder zusätzlich die Erhitzung der Gehäusehülse
und somit das Überschreiten der angegebenen Temperaturen.
[0045] Bevorzugt ist der Heißgassammler derart ausgestaltet, dass er mit den mundstückseitigen
Warmluftausgängen über ein Wärmeleitrohr in Verbindung steht, wobei das Wärmeleitrohr
durch einen Luftspalt von der Gehäusehülse und den übrigen Komponenten getrennt ist.
[0046] Wie bereits bemerkt, wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen auf hier nicht weiter
aufgeführte mögliche Merkmale des Heizstabs, wie Füllventil, Kohlenmonoxid-Oxydationskatalysator,
Glühgitter, usw., wie in
WO 2008/113420 A1 gezeigt und beschrieben, wodurch sich weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0047] Im Folgenden werden nun Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung anhand
der beiliegenden Figuren beschrieben.
[0048] Fig. 1 zeigt das Funktionsprinzip der vorliegenden Erfindung anhand einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Vorrichtung.
- a) Inaktiv: Es ist kein Mundstück 7 auf den Heizstab 1 aufgesteckt. Das Hauptventil 42 ist verschlossen.
- b) Aktiv: Ein Mundstück 7 ist aufgesteckt, das Hauptventil 42 ist geöffnet, das Reglerventil
4 minimal offen. Die minimale Gasmenge reicht nicht aus, um den Heizstab 1 durch eine
externe Zündquelle 8 zu entzünden, wobei die Pfeile in den Figuren die Strömungsrichtung
von Gas bzw. Luft darstellen.
- c) Zünden: Ein Benutzer zieht am Mundstück 7, das Reglerventil 4 öffnet, die Flamme einer externen
Zündquelle 8 wird eingesogen und entzündet das nun ausreichende Flüssiggas-Luft-Gemisch
am zweiten Katalysator 342. Durch Flammrückschlag und/oder Wärmeleitung wird auch
der erste Katalysator 341 auf Betriebstemperatur gebracht. Zieht der Benutzer länger
am Mundstück 7 geht der Heizstab 1 unmittelbar in Zustand e) über, zieht der Benutzer
nur kurz am Mundstück 7 geht der Heizstab 1 in Zustand d) über (je höher die Temperatur
des jeweiligen Katalysators, desto dunkler ist dieser grafisch dargestellt).
- d) Standby: Der Heizstab 1 ist gezündet, der Benutzer zieht nicht am Mundstück 7, das Reglerventil
4 ist minimal offen. Der erste Katalysator 341 ist nach dem Zünden auf Betriebstemperatur,
die minimale Gasmenge reicht aus, um ihn auf Betriebstemperatur zu halten. Die minimale
Gasmenge verbrennt bereits am ersten Katalysator 341, sodass der Zweite Katalysator
342 inaktiv ist. Die geringe Menge an Verbrennungsgasen reicht nach Verlassen des
Heizstabs 1 nicht aus, um Papier oder Textilien zu entzünden.
- e) Verdampfen: Der Heizstab 1 ist gezündet, der Benutzer zieht am Mundstück 7, das Reglerventil
4 ist offen. Die Gasmenge wird nicht mehr vollständig am ersten Katalysator 341 verbrannt,
sodass der zweite Katalysator 342 aktiv wird und das überschüssige Gemisch im zweiten
Katalysator 342 verbrennt. Die Verbrennungsgasmenge ist nun ausreichend, um Nikotin-
und/oder Aromastoffe aus dem Mundstück 7 zu verdampfen. Im hier dargestellten Idealfall
ist die in Abhängigkeit von der Zugstärke erzeugte Verbrennungsgasmenge identisch
mit dem Zugvolumen, sodass weder Verbrennungsgase den Heizstab 1 durch die axiale
Austrittsöffnung 343 verlassen, noch Umgebungsluft durch die axiale Austrittsöffnung
343 angesaugt wird.
[0049] Fig. 2 zeigt, wie der Heizstab 1 durch Aufsetzen eines Mundstücks 7 aktiviert wird.
Beim Aufschieben des Mundstücks 7 auf den Flansch 5 des Heizstabs 1 werden die Rampen
45 radial nach innen gedrückt, wodurch sie den Kolben 44 des Reglerventils 4 leicht
anheben. Das Hauptventil 42 wird so geöffnet, das Reglerventil 4 befindet sich im
minimal offenen Zustand.
[0050] Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Flansch 5 einer bevorzugten Ausgestaltung des
Heizstabs 1. Die Anordnung der Rampen 45 und des Kolbens 44 ist zu sehen.
[0051] Fig. 4 stellt einen Schnitt einer bevorzugten Ausgestaltung eines feuersicheren Heizstabs
1 mit allen Komponenten im Detail dar.
Beschreibung einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
[0052] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung dient eine erfindungsgemäße Vorrichtung
als Heizstab 1 z.B. in einer in
WO2008/113420A1 beschriebenen Vorrichtung, d. h. eine erfindungsgemäße Vorrichtung wird mit einer
Vorrichtung zur Abgabe von Wirk- und/oder Aromastoffen an einen Fluidstrom, z. B.
ein Wirk- und/oder Aromastoffe enthaltendes Mundstück 7, über einen Flansch 5 verbunden.
[0053] In dieser Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung,
➢ eine Gehäusehülse 10 aus Edelstahl mit einer Keramikbeschichtung auf der Außenseite,
welche vorzugsweise durch Bedrucken oder Ätzen einem Zigarettenpapier mit den typischen
Ringen nachempfunden ist, welche brennerseitig an ihrem vorderen Ende geöffnet ist
wodurch ein Lufteingang für alle Komponenten gebildet wird.
➢ einen mit der Gehäusehülse 10 verbundenen mundstückseitigen Flansch 5 zum Aufstecken
eines Mundstücks 7 mit einem stirnseitigen Warmluftausgang und einer ebenfalls stirnseitigen
Öffnung die mit der mundstückseitigen Fläche des Kolbens 44 des Reglerventils 4 in
Verbindung steht und einer dritten Öffnung inkl. Dichtfläche zum Anschluss eines Nachfüllsystems
(nicht dargestellt, z. B. Tankstation wie in WO 2008/113420 A1).
➢ zwei koaxial zur Flanschachse angeordnete Rampen 45 auf der Außenseite des Flansches
5, welche innerhalb des Flansches 5 miteinander verbunden sind, eine Blattfeder bilden
und mit der mundstückabgewandten Seite des Kolbens 44 in Kontakt stehen und so ausgeformt
sind, dass sich beim Aufstecken eines Mundstückes 7 die Rampen 45 nach innen drücken
und die eine Blattfeder bildende Verbindung der Rampen 45 in Richtung der mundstückseitigen
Stirnfläche ausbeult, wodurch der Kolben 44 entsprechend in Richtung der mundstückseitigen
Stirnfläche gedrückt wird. Beim Abziehen des Mundstücks 7 nehmen die eine Blattfeder
bildenden Rampen 45 wieder ihre ursprüngliche Position ein und der Kolben 44 kann
ebenfalls wieder in seine ursprüngliche Position zurückkehren.
➢ einen Gastank 2, welcher über ein Füllventil 21 mit der Öffnung inkl. Dichtfläche
zum Anschluss eines Nachfüllsystems (nicht dargestellt) im Flansch 5 verbunden ist
und welcher weiterhin über einen radial angeordneten in axialer Richtung verlaufenden
Auslassschlitz 22 mit einem Reglerventil 4 zur dosierten Abgabe von Flüssiggas an
einen nachgeschalteten Brenner 3 verbunden ist.
➢ ein Reglerventil 4 in Form eines Hohlnadelventils 4 mit Umfangseinlass 41, welcher
mit dem Auslassschlitz 22 im Tank verbunden ist und einem stirnseitigem Auslass, welcher
mit einem Brenner 3 verbunden ist, wobei die Hohlnadel 40 axial beweglich ist und
Mittel zur Erzeugung einer Rückstellkraft 43 beinhaltet. Das Hohlnadelventil 4 dient
gleichzeitig als Hauptventil 42, wobei das Hauptventil 42 durch eine in der Hohlnadel
40 befestigte stirnseitige Dichtung und den stirnseitigen Auslass 42 gebildet wird.
Dabei ist es bevorzugt durch axiale Verschiebung der Hohlnadel 40 von einem geschlossenen
Zustand, in einen minimal offenen, einen offenen und alle Zustände zwischen minimal
offenem und offenem Zustand versetzbar, wobei die axiale Verschiebung der Hohlnadel
40 entgegen der Rückstellkraft durch einen mundstückseitig an der Hohlnadel 40 angebrachten
Kolben 44 erfolgt. Dieser Kolben 44 wird mundstückseitig beim Sog am Mundstück 7 durch
die stirnseitige Öffnung, die mit der mundstückseitigen Fläche des Kolbens 44 in Verbindung
steht, durch einen Unterdruck beaufschlagt und steht bevorzugt auf der Gegenseite
mit Atmosphärendruck in Kontakt. Der minimal offene Zustand des Reglerventils 4 wird
dabei, wie oben beschrieben, durch die am Flansch 5 befindlichen Rampen 45 gesteuert.
➢ einen dem Reglerventil 4 nachgeschalteten Brenner 3, welcher eine Flammrückschlagsicherung,
welche z. B. aus einem kleinen Sieb mit ausreichend kleiner Maschenweite nach dem
Prinzip Grubenlampe besteht, eine Düse 31, ein Mischrohr 32, welches bevorzugt gleichzeitig
als Wärmeisolator dient und vorzugsweise aus einer schlecht wärmeleitenden Keramik
besteht, eine Stauscheibe 33 zum Verwirbeln des Gemisches und eine Brennkammer 34
mit einem darin befindlichen ersten Katalysator 341 und einem dem ersten Katalysator
341 nachgeschalteten zweiten Katalysator 342, eine axiale Austrittsöffnung 343, sowie
mehrere koaxiale Öffnungen 344 im Bereich des zweiten Katalysators 342 umfasst.
➢ einen Stofftauscher 6, welcher aus einem Heißgassammler 61, welcher koaxial um die
Brennkammer 34 angeordnet ist und über die koaxialen Öffnungen mit der Brennkammer
34 in Verbindung steht und von der Gehäusehülse 10 durch einen Luftspalt 63 getrennt
ist, und einem Wärmeleitrohr 62, welches den Heißgassammler 61 mit dem mundstückseitigen
Warmluftauslass verbindet und ebenfalls von einem umlaufenden Luftspalt 63 umgeben
ist, besteht.
Tabelle 1: Referenzliste
| Nr. |
Allgemeine Bezeichnung |
Spezifische Bezeichnung |
| 1 |
Heizvorrichtung |
Heizstab |
| 10 |
Gehäusehülse |
|
| 11 |
Lufteingänge |
|
| 12 |
Warmluftausgänge |
|
| 2 |
Gastank |
|
| 21 |
Füllventil |
|
| 22 |
Auslassschlitz |
|
| 3 |
Brenner |
|
| 31 |
Düse |
|
| 32 |
Mischrohr |
|
| 33 |
Stauscheibe |
|
| 34 |
Brennkammer |
|
| 341 |
erster Katalysator |
|
| 342 |
zweiter Katalysator |
|
| 343 |
axiale Austrittsöffnung |
|
| 344 |
koaxiale Öffnung(en) |
|
| 4 |
Reglerventil |
Hohlnadelventil |
| 40 |
Regelkörper |
Hohlnadel |
| 41 |
Umfangseinlass |
|
| 42 |
Hauptventil |
stirnseitiger Auslass |
| 43 |
Mittel zur Erzeugung einer Rückstellkraft |
|
| 44 |
Kolben |
|
| 45 |
Rampen |
|
| 5 |
Flansch |
|
| 6 |
Stofftauscher |
|
| 61 |
Heißgassammler |
|
| 62 |
Wärmeleitrohr |
|
| 63 |
Luftspalt |
|
| 7 |
Mundstück |
|
| 8 |
Zündquelle |
|
1. Heizvorrichtung (1) in Form eines Stabs in Gestalt und Abmessungen einer Zigarette
oder Zigarre, welche an einer mundstückseitigen Stirnseite mit einem Mundstück (7)
zu dessen Versorgung mit Heißluft aus einer Flüssiggasverbrennung mit Luftüberschuss
lösbar verbindbar ist, umfassend
➢ einen Brenner (3) an einer der mundstückseitigen Stirnseite entgegengesetzten brennerseitigen
Stirnseite,
➢ eine Gehäusehülse (10) mit einem oder mehreren Brennerseitigen Lufteingängen (11)
und einem oder mehreren mundstückseitigen Warmluftausgängen (12),
➢ ein Gastank (2) für ein brennbares Gas, vorzugsweise Propan-und/oder Butangas, und
➢ ein Reglerventil (4) zur gesteuerten Abgabe des Gases aus dem Gastank (2) an den
Brenner (3),
wobei die Steuerung des Reglerventils (4) mittels eines durch einen Sog am Mundstück
(7) erzeugten Unterdrucks und/oder Luftstroms erfolgt, wobei der Brenner (3) ein Vormischbrenner
ist, welcher eine Düse (31), ein Mischrohr (32) zum Erzeugen eines Flüssiggas-Luftgemischs,
eine Stauscheibe (33) und eine Brennkammer (34) umfasst die in genannter Reihenfolge
vom Gas durchströmt werden, wobei in der Brennkammer (34) ein erster Katalysator (341)
stromabwärts der Stauscheibe (33) angeordnet und ein weiterer zweiter Katalysator
(342) dem ersten Katalysator (341) nachgeschaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der erste Katalysator (341) einen Trägerkörper,
vorzugsweise einen metallischen Trägerkörper, und eine katalytische Beschichtung,
vorzugsweise mit Platin, Palladium und/oder nichtedlen Metallmischoxiden, zur Totaloxidation
von Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise zur Totaloxidation von Butan und/oder Propan,
umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweite Katalysator (342) einen Trägerkörper,
vorzugsweise einen keramischen Trägerkörper, und eine katalytische Beschichtung, vorzugsweise
mit Platin, Palladium und/oder nichtedlen Metallmischoxiden, zur Totaloxidation von
Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise zur Totaloxidation von Butan und/oder Propan, umfasst.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Katalysator (341), sowie
ein minimal offener Zustand des Reglerventils (4) derart dimensioniert sind, dass
das Flüssiggas-Luftgemisch im minimal offenen Zustand des Reglerventils (4) vollständig
am ersten Katalysator (341) verbrennt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der zweite Katalysator (342),
sowie ein offener Zustand des Reglerventils (4) derart dimensioniert sind, dass das
Flüssiggas-Luftgemisch im offenen Zustand des Reglerventils vollständig am ersten
und zweiten Katalysator (341, 342) verbrennt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Heizvorrichtung (1) mundstückseitig
mit einem zylindrischen Flansch (5) versehen ist, auf welchen ein Mundstück (7) aufgeschoben
werden kann.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Reglerventil (4) ein Hohlnadelventil
(4) mit Umfangseinlass (41) und stirnseitigem Auslass (42) ist, wobei die Hohlnadel
(40) axial beweglich ist und Mittel zur Erzeugung einer Rückstellkraft (43) beinhaltet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei das Hohlnadelventil (4) gleichzeitig als Hauptventil
(42) dient und durch axiale Verschiebung der Hohlnadel (40) von einem geschlossenen
Zustand, in einen minimal offenen, einen offenen und alle Zustände zwischen minimal
offenem und offenem Zustand versetzbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die axiale Verschiebung der Hohlnadel (40) entgegen
der Rückstellkraft durch einen mundstückseitig an der Hohlnadel (40) angebrachten
Kolben (44) erfolgt, welcher mundstückseitig beim Sog am Mundstück (7) durch einen
Unterdruck beaufschlagt wird und bevorzugt auf der Gegenseite mit Atmosphärendruck
in Kontakt steht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei der zylindrische Flansch (5) mit einer oder mehreren
Rampen (45) versehen ist, die durch Aufschieben eines Mundstücks radial nach innen
geschoben werden, wobei diese den Kolben (44) und die damit verbundene Hohlnadel (40)
entgegen einer Rückstellkraft so weit in axiale Richtung bewegen, dass das Hohlnadelventil
(4) vom geschlossenen in den minimal offenen Zustand versetzt wird, und der geschlossene
Zustand erst durch Abziehen des Mundstücks (7) wieder freigegeben wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Brennkammer (34) eine axiale
Austrittsöffnung (343) besitzt durch diese der Brenner (3) von außen gezündet werden
kann.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Brennkammer (34) eine oder mehrere koaxial
angeordnete Öffnungen (344) im Bereich des zweiten Katalysators enthält, wobei die
koaxialen Öffnung(en) (344) vorzugsweise so angeordnet ist (sind), dass die entlang
ihrer Achsen projizierten Flächen der koaxialen Öffnung(en) (344) nicht unmittelbar
auf die Oberfläche der Katalysatoroberflächen trifft (treffen), sodass diese keine
Strahlungsenergie der Katalysatoren (341, 342) hindurch lässt (lassen).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei koaxial um die Brennkammer (34) ein Heißgassammler
(61) angeordnet ist, welcher über die koaxiale(n) Öffnung(en) (344) mit der Brennkammer
(34) in Verbindung steht und von der Gehäusehülse (10) durch einen Luftspalt (63)
getrennt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei der Heißgassammler (61) mit den mundstückseitigen
Warmluftausgängen (12) über ein Wärmeleitrohr (62) in Verbindung steht, wobei das
Wärmeleitrohr (62) durch einen Luftspalt (63) von der Gehäusehülse (10) und übrigen
Komponenten getrennt ist.