[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug zum Zuschneiden eines Steigfells
für einen Tourenski.
[0002] Um mit Tourenskiern auch ansteigendes Gelände überwinden zu können, ist es bekannt,
auf die Laufflächen der Ski Steigfelle zu kleben, welche eine gerichtete Haarstruktur
aufweisen, so dass beim Vorwärtsschieben des Skis sich die Haare anlegen und ein Gleiten
des Skis erlauben, während sie sich beim Zurückschieben der Skier aufstellen, in den
Schnee eingraben und ein Zurückgleiten des Skis bergab blockieren. Steigfelle werden
für den Aufstieg an der Lauffläche der Skier angeklebt und ggf. mit zusätzlichen Hacken
oder dergleichen am Ski fixiert.
[0003] Die Breite der Steigfelle muss an die Breite der Skier angepasst werden, wobei die
Steigfelle vorzugsweise eine etwas geringere Breite aufweisen als die Skier, um die
aus Metall gebildeten Längskanten der Skier freizulassen, so dass die Skier auch bei
angeklebten Steigfellen noch Kantengriff haben. Dies ist z.B. beim Queren eines Hangs
von Vorteil, um ein Wegrutschen der Skier zu verhindern, oder kann für kürzere Abfahrten
bei einer abschüssigen Teilstrecke des Anstiegs von Vorteil sein.
[0004] Aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Modelle und Typen von Skiern, welche unterschiedliche
Abmessungen, insbesondere unterschiedliche Längen und Breiten ihrer Laufflächen aufweisen,
müssen Steigfelle stets an ein bestimmtes Skimodell angepasst werden. Dies geschieht
üblicherweise in einer Werkstatt, in welcher ein Steigfell einer relativ großen Standardgröße
oder ein als Meterware vorliegendes Steigfell entsprechend den Abmessungen eines bestimmtes
Skis eines Kundens maßgenau zugeschnitten wird. Dieser Zuschnitt erfolgt durch Abmessen
der Lauffläche des Skis, markieren der Schnittlinien auf dem Steigfell und Schneiden
des Steigfells mittels eines geeigneten Messers oder einer Schere. Dieser Vorgang
ist nicht nur arbeitsintensiv und damit relativ teuer sondern erzielt oftmals auch
nicht die gewünschte Genauigkeit, insbesondere, wenn gerade die Längskante des Skis
noch freibleiben soll. Reicht nämlich das Steigfell zu weit an die Kante des Skis
heran, so bietet der Ski während des Gebrauchs keinen ausreichenden Kantengriff, wobei
zu schmale Felle den Halt der Skier gegen ein Zurückrutschen am Berg gefährden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schneidwerkzeug bereitzustellen, mit welchem ein
Steigfell einfach und maßgenau für einen bestimmten Ski zugeschnitten werden kann,
so dass Arbeitskosten einer Werkstatt reduziert und die Gebrauchseigenschaften der
Felle verbessert werden können.
[0006] Nach einem ersten Aspekt der Erfindung wird die oben genannte Aufgabe gelöst durch
ein Schneidwerkzeug zum Zuschneiden eines Steigfells, umfassend eine Schneidklinge,
welche eine Schnittlinie definiert, einen Seitenanlageabschnitt, welcher eine Seitenanlagelinie
für eine Längsseite eines Skis definiert, einen Flächenanlageabschnitt, welcher eine
Flächenanlageebene für eine Lauffläche oder eine dazu parallelen Fläche des Skis definiert,
wobei in einer Projektion in die Flächenanlageebene die Schnittlinie parallel versetzt
zu der Seitenanlagelinie verläuft.
[0007] Zur Verwendung des erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs wird zunächst das Steigfell
auf die Lauffläche des betreffenden Skis aufgeklebt, wobei es noch eine zu große Breite
aufweist, d.h. bis zur Längskante des Skis oder darüber hinaus reicht. Das erfindungsgemäße
Schneidwerkzeug kann dann in einfacher Weise mit dem Seitenanlageabschnitt an der
Längsseite des Skis angelegt werden und mit dem Flächenanlageabschnitt an der Lauffläche
oder einer dazu parallelen Fläche (z.B. der Oberseite des Skis) angelegt werden. Auf
diese Weise ist die Position des Schneidwerkzeugs in Bezug auf den Ski und damit auch
die Position der Schneidklinge in Bezug auf das am Ski angeklebte Steigfell zuverlässig
definiert. Die genaue Relativposition kann während des Schneidens in einfacher Weise
beibehalten werden, wenn der Benutzer während des Schneidens den Seitenanlageabschnitt
und den Flächenanlageabschnitt sicher in Anlage gegen den Ski drückt.
[0008] Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung ist bei Betrachtung des Schneidwerkzeugs in
einer Projektion in die Flächenanlageebene des Flächeanlageabschnitts die Schnittlinie
der Schneidklinge parallel versetzt zur Seitenanlagelinie des Seitenanlageabschnitts.
Dies bedeutet, dass dann, wenn ein Ski mit seiner Längsseite am Seitenanlageabschnitt
angelegt ist und mit seiner Lauffläche oder einer dazu parallelen Fläche am Flächeanlageabschnitt
angelegt ist, die Schnittlinie der Schneidklinge gegenüber der Kante des Skis um einen
vorbestimmten Abstand zur Skimitte hin versetzt ist. Auf diese Weise kann sichergestellt
werden, dass durch einfaches Entlangführen des Schneidwerkzeugs am Ski das Steigfell
gerade so abgeschnitten werden kann, dass die Kante des Skis frei bleibt, genauer
gesagt, zwischen dem seitlichen Schnittrand des geschnittenen Steigfells und der Kante
des Skis ein vorbestimmter Abstand bleibt.
[0009] Vorzugsweise liegt - bei Betrachtung einer Projektion in die Flächenanlageebene -
der vorbestimmte Abstand zwischen der Schnittlinie und der Seitenanlagelinie zwischen
ungefähr 0,2 mm und ungefähr 10,00 mm, da unterhalb von ungefähr 0,2 mm das Steigfell
die Kante zu weit abdeckt, so dass kein zuverlässiger Kantengriff mehr möglich ist
und die Skier dazu neigen, seitlich weg zu rutschen, und da ein frei bleibender Abschnitt
von mehr als ungefähr 10,00 mm die Rückhaltewirkung der Steigfelle deutlich beeinträchtigt
und der Ski am Hang zum Rückwärtsrutschen neigt. Besonders bevorzugt liegt der Abstand
zwischen ungefähr 1 mm und ungefähr 5 mm, da in diesem Bereich eine besonders gute
Balance zwischen Kantengriff und Rückhaltewirkung erreicht wird. In Versuchen hat
sich ein Optimalwert von ungefähr 2 mm als am optimal erwiesen.
[0010] Nach einem zweiten Aspekt wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch ein Schneidwerkzeug
zum Zuschneiden eines Steigfells, umfassend: eine Schneidklinge, einen Seitenanlageabschnitt
zur Anlage an einer Längsseite eines Skis, und einen im Wesentlichen plattenförmigen
Vorsprung, welcher von dem Schneidwerkzeug absteht, wobei an einer unteren Plattenseite
des Vorsprungs ein Flächenanlageabschnitt zur Anlage an einer Lauffläche oder einer
dazu parallelen Fläche des Skis ausgebildet ist und wobei an der oberen Plattenseite
des Vorsprungs die Schneidklinge angeordnet ist.
[0011] Das Schneidwerkzeug des zweiten Aspekts löst die Erfindungsaufgabe selbständig, so
dass unabhängiger Schutz dafür beansprucht wird. Vorteilhaft kann jedoch ein Schneidwerkzeug
die Merkmale sowohl des ersten als auch des zweiten Aspekts aufweisen.
[0012] Ein Schneidwerkzeug des zweiten Aspekts der Erfindung kann zum Zuschneiden eines
auf der Lauffläche eines Skis aufgeklebten Steigfells in ähnlicher Weise wie ein Schneidwerkzeug
des ersten Aspekts am Ski angelegt und in Längsrichtung des Skis geschoben oder gezogen
werden, wobei sich dabei der erfindungsgemäße, im Wesentliche plattenförmige Vorsprung
zwischen Lauffläche und Steigfell schiebt, d.h. das Steigfell etwas von der Lauffläche
abhebt, so dass das Steigfell über die obere Plattenseite des Vorsprungs zur Schneidklinge
hin gleitet. An der oberen Plattenseite des Vorsprungs schneidet die Schneidklinge
dann das Steigfell auf dem Vorsprung. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass
die Schneidklinge beim Schneiden die Lauffläche des Skis oder die Kante des Skis berührt,
so dass eine Beschädigung des Skis oder der Schneidklinge verhindert werden kann.
[0013] Vorzugsweise verläuft eine Schneidkante der Schneidklinge in einem Winkel zur oberen
Plattenseite des Vorsprungs und reicht insbesondere bis zur oberen Plattenseite des
Vorsprungs. Auf diese Weise dringt die Schneidklinge besonders leicht in das Steigfell
ein, so dass der Schneidvorgang vereinfacht wird. Das Steigfell wird dabei durch den
Vorsprung von der Lauffläche abgehoben und in einen sich verjüngenden Spalt zwischen
der oberen Plattenseite des Vorsprungs und der Schneidkante der Schneidklinge eingeschoben
und schließlich durchtrennt.
[0014] Der Winkel zwischen der Schneidkante der Schneidklinge und der oberen Plattenseite
des Vorsprungs kann vorzugsweise zwischen ungefähr 10° und ungefähr 60° liegen. Bei
einem Winkel von weniger als 10° ist zum Durchtrennen des Steigfells eine zu lange
Schneidklinge erforderlich, während bei einem Winkel von mehr als ungefähr 60° die
Schnittfähigkeit der Schneidklinge deutlich abnimmt. Besonders bevorzugt liegt der
Winkel zwischen ungefähr 15° und ungefähr 25°, da in diesem Bereich ein besonders
guter Ausgleich zwischen der Länge der Schneidklinge und der Schnittleistung der Schneidklinge
möglich ist. Ein Winkel von ungefähr 20° hat sich in praktischen Versuchen besonders
bewährt.
[0015] Wenn der plattenförmige Vorsprung an einem Randabschnitt eine Abflachung aufweist,
so kann der Vorsprung sich besonders leicht zwischen Lauffläche und Steigfell schieben
und ein Ablösen des Steigfells im Bereich der Schnittlinie unterstützen. An der Abflachung
nimmt die Plattendicke des Vorsprungs vorzugsweise in Richtung der Schnittlinie allmählich
ab, so dass der Vorschub des Schneidwerkzeugs in Schnittrichtung erleichtert wird.
Alternativ oder zusätzlich dazu nimmt die Plattendicke an der Abflachung in einer
zur Schnittlinie orthogonalen Richtung allmählich ab, so dass nur ein möglichst geringer,
für den Schnitt erforderlicher Längsrand des Steigfells von der Lauffläche abgelöst
wird und damit ebenfalls der Vorschub des Schneidwerkzeugs erleichtert wird.
[0016] Die Führung des Schneidwerkzeugs entlang des Skis kann besonders sicher und unter
Vermeidung von Beschädigung des Skis erfolgen, wenn der Seitenanlageabschnitt und
der Flächenanlageabschnitt durch zwei im Wesentlichen orthogonal zueinander verlaufende
Anlageflächen gebildet sind. Das flächige Abgleiten der Anlageabschnitte am Ski schont
einerseits das Material und erlaubt andererseits eine stabile Führung des Schneidwerkzeugs.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Schneidklinge hinter einer Verengung des Schneidwerkzeugs angeordnet ist, wobei
die Verengung eine Weite aufweist, die die Hindurchführung eines Steigfells erlaubt,
jedoch den Finger einer Bedienperson zurückhält. Auf diese Weise ist die Schneidklinge
vor einer unbeabsichtigten Berührung durch die Bedienperson geschützt.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Schneidwerkzeug
zwei Schneidklingen, welche die gleiche Schnittlinie jedoch entgegengesetzte Schnittrichtungen
aufweisen. Mit einem solchen Schneidwerkzeug lassen sich besonders komfortabel nacheinander
beide Längsränder des Steigfells zuschneiden, wobei bei beiden Schneidvorgängen das
Schneidwerkzeug von der Skispitze zum Skiende hin und somit in Streichrichtung der
Haare des Steigfells bewegt werden kann. Es kann somit vermieden werden, das Schneidwerkzeug
entgegen einer Streichrichtung der Haare des Steigfells zu bewegen.
[0019] Vorzugsweise weist das Schneidwerkzeug ferner mindestens einen Griffabschnitt auf,
welcher eine sich quer zur Schnittlinie erstreckende Abstützfläche zur Aufnahme von
Druck- oder Zugkraft von einer Bedienperson aufweist. Der Griffabschnitt kann beispielsweise
durch einen von dem Schneidwerkzeug im Wesentlichen orthogonal zur Schnittlinie abstehenden
Zapfen oder dergleichen gebildet sein. Wenn das Schneidwerkzeug zwei Schneidklingen
umfasst, so können vorteilhaft zwei Griffabschnitte, z.B. zwei abstehende Zapfen,
vorgesehen sein, die in Schnittrichtung im Abstand voneinander angeordnet sind.
[0020] Wenn der Seitenanlageabschnitt, der Flächenanlageabschnitt und eine Aufnahme zur
Befestigung der Schneidklinge, sowie ggf. der plattenförmige Vorsprung durch einen
im Wesentlichen materialeinheitlichen Grundkörper gebildet sind, so kann das Schneidwerkzeug
besonders kostengünstig und gleichzeitig stabil ausgeführt werden. Beispielsweise
könnte der Grundkörper ein Gusskörper aus Metall oder Kunststoff sein.
[0021] Ein preiswertes Schneidwerkzeug könnte auch als Kit zusammen mit einem Steigfell
vertrieben werden, so dass der Käufer des Steigfells mit dem Schneidwerkzeug das Steigfell
an seinem Ski selbständig anpassen kann.
[0022] Aufgabe der Erfindung ist ferner die Bereitstellung eines Verfahrens zum Zuschneiden
eines Steigfells, mit welchem ein Steigfell in einfacher Weise und maßgenau für einen
speziellen Ski zugeschnitten werden kann. Diese Aufgabe wird durch Verfahren der folgenden
Aspekte A - D gelöst.
- A. Verfahren zum Zuschneiden eines Steigfells, umfassend die Schritte:
- Aufkleben eines Steigfells auf eine Lauffläche eines Skis,
- Schneiden des Steigfells, insbesondere unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, entlang einer Schnittlinie, welche gegenüber der
Kante des Skis um einen vorbestimmten Abstand zur Skimitte hin versetzt ist.
- B. Verfahren nach Aspekt A, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Abstand zwischen der Schnittlinie und der Kante zwischen ungefähr
0,2 mm bis ungefähr 10,0 mm, vorzugsweise zwischen ungefähr 1 mm bis ungefähr 5 mm,
besonders bevorzugt bei ungefähr 2 mm, liegt.
- C. Verfahren zum Zuschneiden eines Steigfells, insbesondere Verfahren nach Aspekt
A oder Aspekt B, umfassend die Schritte:
- Aufkleben eines Steigfells auf einer Lauffläche eines Skis,
- Schneiden des Steigfells, insbesondere unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Schneidwerkzeugs
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, entlang einer Schnittlinie, welche entlang der
Kante des Skis verläuft oder gegenüber der Kante des Skis um einen vorbestimmten Abstand
zur Skimitte hin versetzt ist, - wobei während des Schneidens des Steigfells ein im
Wesentlichen plattenförmiger Abschnitt zwischen der Lauffläche des Skis und einem
Längsrandabschnitt des Steigfells geführt wird, so dass eine untere Plattenseite des
plattenförmigen Abschnitts auf der Lauffläche gleitet und der Längsrandabschnitt des
Steigfells zwischen einer oberen Plattenseite des plattenförmigen Abschnitts und der
Schneidklinge geschnitten wird.
- D. Verfahren nach Aspekt C, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schneiden des Steigfells eine Schneidkante der Schneidklinge in einem Winkel
zur oberen Plattenseite des plattenförmigen Abschnitts geführt wird.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten
[0024] Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines an einem Ski angelegten Fellschneiders nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Figur 2
- eine gemäß einer Linie II-II der Figur 1 geschnittene, perspektivische Ansicht des
Fellschneiders des Ausführungsbeispiels, und
- Figur 3
- den Fellschneider des Ausführungsbeispiels sowie den Ski in einer Ansicht in Richtung
Skilängsachse (Schnittgemäße Linie III-III in Figur 1).
[0025] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Fellschneider des Ausführungsbeispiels der Erfindung
allgemein mit 10 bezeichnet. Er umfasst einen Grundkörper 12, an welchem ein Griffabschnitt
14, ein Hauptabschnitt 16 sowie ein Anlageabschnitt 18 materialeinheitlich ausgebildet
sind. Der Grundkörper 12 ist beispielsweise ein einstückiger Aluminiumkörper oder
ein Kunststoff-Spritzgussteil.
[0026] Der Anlageabschnitt 18 weist eine Seitenanlagefläche 20 und eine Laufflächenanlagefläche
22 auf, wobei die beiden Anlagenflächen 20, 22 im rechten Winkel zueinander verlaufen.
Im Betrieb des Fellschneiders 10 ist der Anlageabschnitt an einem Ski 24 so angesetzt,
dass die Seitenanlagefläche 20 an einer Seitenfläche 26 des Skis 24 anliegt und die
Laufflächenanlagefläche 22 auf einer Lauffläche 28 des Skis 24 aufliegt. Eine Kante
30 des Skis 24, welche in bekannter Weise aus einem Metall hergestellt ist und für
ausreichenden Kantengriff des Skis sorgen soll, liegt im Betriebszustand des Fellschneiders
10 dann genau in dem rechten Winkel zwischen Seitenanlagefläche 20 und Laufflächenanlagefläche
22.
[0027] Die Laufflächenanlagefläche 22 ist an der Unterseite eines horizontalen Plattenabschnitts
32 ausgebildet, während die Seitenanlagefläche 20 an der dem Ski 24 zugewandten Seite
eines vertikalen Plattenabschnitts 34 ausgebildet ist. Horizontaler und vertikaler
Plattenabschnitt 32, 34 sind einstückig miteinander verbunden, so dass sie ein sich
in einer Längsrichtung L des Schneidwerkzeugs 10 erstreckendes L-Profil bilden. Das
L-Profil hat in Längsrichtung L eine Länge I von ungefähr 5 cm bis ungefähr 10 cm,
um einerseits eine stabile Führung am Ski 24 zu gewährleisten und andererseits ein
handliches Werkzeug bereitzustellen. Vorzugsweise hat das L-Profil eine Länge I von
ungefähr 7,5 cm.
[0028] Anzumerken ist an dieser Stelle, dass sich in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen
die Bezeichnungen "horizontal" und "vertikal" sowie auch weitere ähnliche Bezeichnungen
wie "oben", "unten", "seitlich" oder dergleichen auf eine Betriebsposition des Fellschneiders
10 beziehen, in welcher der Fellschneider 10 an einem Ski 24 angesetzt ist, der horizontal
mit senkrecht nach oben weisender Lauffläche 28 ausgerichtet ist. Selbstverständlich
kann der Fellschneider auch mit anderen Orientierungen des Skis verwendet werden,
so dass die vorgenannten Richtungsangaben nicht beschränkend zu verstehen sind, sondern
lediglich der Vereinfachungen der Darstellung der Erfindung dienen.
[0029] Von dem horizontalen Plattenabschnitt 32 aus erstreckt sich im Wesentlichen orthogonal
nach oben der Hauptabschnitt 16 des Fellschneiders 10, wobei der Hauptabschnitt 16
ebenfalls im Wesentlichen plattenförmig ist. Oberhalb des horizontalen Plattenabschnitts
32 weist der plattenförmige Hauptabschnitt 16 zwei Aussparungen 38 auf, welche sich
in Längsrichtung L zu entgegengesetzten Seiten hin, von einander weg gerichtet, öffnen.
Die untere Begrenzung der Aussparungen 38 ist durch den horizontalen Plattenabschnitt
32 gebildet.
[0030] In den Aussparungen 38 ist jeweils eine Schneidklinge 40 aufgenommen und am Hauptabschnitt
16 geeignet befestigt. Jede der Schneidklingen 40 weist eine gerade Schneidkante 42,
welche in einem Winkel α von ungefähr 20° zur oberen Fläche des horizontalen Plattenabschnitts
32 verläuft. Die durch die Schneidkanten 42 definierten Schnittrichtungen SR der beiden
Schneidklingen 40 sind einander entgegengesetzt gerichtet und weisen voneinander weg.
Ferner ist in den Figuren gut zu erkennen, dass die Schnittkanten 42 jeweils bis an
den horizontalen Plattenabschnitt 32 heran reichen. An dieser Stelle, an der im Betrieb
des Fellschneider 10 ein Steigfell geschnitten wird, definieren die Schneidklingen
40 eine Schnittlinie SL, entlang welcher die Schneidklingen 40 das Steigfell schneiden.
Die Schnittlinie SL verläuft durch beide Schneidklingen 40 parallel zur Längsrichtung
L des Fellschneiders 10.
[0031] Wie besonders gut in Figur 3 zu erkennen ist, definiert die Seitenanlagefläche 20
eine Anlagelinie AL, entlang welcher der Ski 24 seitlich am Anlageabschnitt 18 anliegt,
und die Laufflächenanlagefläche 22 definiert eine Anlageebene AE, in welcher die Lauffläche
28 des Skis 24 am Anlageabschnitt 18 anliegt. Dabei ist dabei daraufhin zuweisen,
dass der Anlageabschnitt 18 nicht notwendigerweise durch zwei orthogonal zueinander
verlaufende Flächen gebildet sein muss sondern z.B. Vorsprünge oder Rippen aufweisen
könnte, an welchen der Ski zur Anlage kommt. Anlagelinie und Anlageebene sind dann
durch die Richtung und Orientierung der Seitenfläche 26 des Skis 24 bzw. der Lauffläche
28 des Skis 24 definiert, wenn der Ski 24 an dem Anlageabschnitt 18 angelegt ist.
[0032] Betrachtet man eine Projektion des Fellschneiders 10 in die Anlageebene AE, so verläuft
die Projektion SL' der Schnittlinie SL parallel zur Projektion AL' der Anlagelinie
AL, wobei zwischen den projizierten Linien SL' und AL' ein vorbestimmter Abstand d
besteht, welcher im Ausführungsbeispiel ungefähr 2 mm beträgt. Das bedeutet, dass
das Steigfell derart abgeschnitten wird, dass es nicht ganz bis zur Kante 30 reicht
sondern nur bis zur Projektion SL' der Schnittlinie SL und somit einen Abstand d am
Rand frei lässt. Die Kante 30 liegt somit frei und gewährleistet ausreichend Kantengriff
für den Ski.
[0033] Von dem Hauptabschnitt 16 aus steht ein Teil des horizontalen Plattenabschnitts 32
als plattenartiger Vorsprung 44 zur Skimitte hin vor. An den beiden in Längsrichtung
L gegenüberliegenden Endabschnitten ist der Vorsprung 44 bzw. der horizontale Plattenabschnitt
32 jeweils mit einer Abflachung 46 versehen, d.h. die Plattendicke des horizontalen
Plattenabschnitts 32 nimmt in Längsrichtung L zum Rand hin allmählich ab. Eine weitere
Abflachung oder Abrundung 48 ist am Längsrand des Vorsprungs 44 ausgebildet, d.h.
die Plattendicke des Vorsprungs 44 nimmt in Richtung zur Skimitte zum Rand hin allmählich
ab. Die Abflachungen 46, 48 dienen dazu, dass Steigfell möglichst einfach von der
Lauffläche 26 abzuheben, um es in den Schnittspalt zwischen der Schneidkante 42 und
dem horizontalen Plattenabschnitt 32 einzuführen.
[0034] Eine weitere Abflachung 50 ist im Hauptabschnitt 16 vorgesehen und schafft einen
allmählichen Übergang zwischen der Ebene der Schneidklinge 40, d.h. der Schnittebene,
und der Oberfläche des Hauptabschnitts 16, so dass das durchtrennte Steigfell nur
allmählich auseinander getrieben wird und somit der Vorschub des Schneidwerkzeugs
erleichtert wird.
[0035] Durch erweiterte Abschnitte 52 des Hauptabschnitt 16 sind die Aussparungen 38, in
welchen die Schneidklingen 40 angeordnet sind, im Bereich ihrer Öffnungen 54 verengt.
Im Bereich jeder Öffnung 54 beträgt der Abstand s zwischen dem erweiterten Abschnitt
52 und dem horizontalen Plattenabschnitt 32 ungefähr 0,5 cm bis ungefähr 1,cm und
ermöglicht damit zwar das einfache und problemlose Einführen eines Steigfells in die
Aussparung 38, während ein Finger einer Bedienperson die Öffnung 54 nicht passieren
kann und somit vor einem Kontakt mit der Schneidklinge 40 geschützt bleibt.
[0036] Der Griffabschnitt umfasst zwei zylindrische Zapfen 56, welche im Abstand voneinander
sich im Wesentlichen orthogonal zur Längsrichtung L vom Hauptabschnitt 16 aus in einer
vom Ski 24 weg weisenden Richtung erstrecken. Zum Griffabschnitt 14 gehört ferner
eine Längsmulde 58, welche im Hauptabschnitt 16 ausgebildet ist und sich in Längsrichtung
L zwischen den beiden Zapfen 56 erstreckt. Die Längsmulde 58 ist in etwa an die Kontur
eines menschlichen Daumens angepasst, so dass eine Bedienperson das Schneidwerkzeug
10 besonders ergonomisch fassen kann, indem sie den Daumen in die Längsmulde 58 legt
und mit den übrigen Fingern einen der beiden Zapfen 56 ergreift.
[0037] Nachfolgend wird die Verwendung des Schneidwerkzeugs des Ausführungsbeispiels näher
beschrieben, wobei die im folgenden erläuterten Schritte gleichzeitig ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Schneiden eines Steigfells angeben.
[0038] In einem ersten Schritt wird ein Steigfell 60 (in Figuren 1 und 2 durch gepunktete
Linien und in Figur 3 gestrichelt angedeutet) mit seiner selbstklebenden Seite auf
die Lauffläche 28 des Skis 24, aufgeklebt. Das unbearbeitete Steigfell 60 hat eine
größere Breite als der Ski 24, so dass ein seitlicher Längsrand 62 des Steigfells
60 über die Kante 30 des Skis 24 übersteht. In den Figuren 1 bis 3 ist die Streichrichtung
der Haare des Steigfells 60 durch einen Pfeil H gekennzeichnet, wobei die Streichrichtung
H von der Skispitze zum Skiende hin gerichtet ist.
[0039] Der Fellschneider 10 wird im Bereich der Skispitze an den Ski 24 angesetzt, so dass
er, wie in den Figuren gezeigt, mit seinem Anlageabschnitt 18 an der Seitenfläche
26 und der Lauffläche 28 des Skis anliegt. Dazu muss das Steigfell 60 im Bereich des
horizontalen Plattenabschnitts 32 etwas angehoben werden, so dass sich der horizontale
Plattenabschnitt 32 zwischen das Steigfell 60 und die Lauffläche 28 des Skis 24 schiebt.
Das Steigfell 60 gleitet auf der Oberseite des horizontalen Plattenabschnitts 32 und
gelangt durch die Öffnung 54 in den Schnittspalt zwischen Schneidklinge 40 und Plattenabschnitt
32.
[0040] Der Fellschneider 10 wird nun entlang des Skis 24 vorwärts geschoben oder alternativ
gezogen, wobei die Bedienperson eine Kraft auf den Griffabschnitt 14 derart ausübt,
dass einerseits sowohl Seitenanlagefläche 20 als auch Laufflächenanlagenfläche 22
in sicherem Kontakt mit dem Ski 24 bleiben, und andererseits das Schneidwerkzeug 10
am Ski 24 entlang weiter bewegt wird. Dabei hebt der plattenartige Vorsprung 44, unterstützt
durch die Abflachungen 46, 48, kontinuierlich weitere Teile des Steigfells 60 an,
das abgehobene Steigfell 60 läuft über die Oberseite des Vorsprungs 44 und die Schneidklinge
42 schneidet das Steigfell 60 entlang der Schnittlinie SL. Das durchtrennte Steigfell
60 wird dann durch die Abflachungen 50 allmählich auseinander getrieben und läuft
beiderseits des Hauptabschnitts 16 an dem Fellschneider 10 vorbei, d.h. ein abgeschnittener
Randstreifen 62 des Steigfells 60 läuft auf der dem Ski 24 abgewandten Seite des Hauptabschnitts
16 und der verbleibende Abschnitt des Steigfells 60 läuft auf der dem Ski zugewandten
Seite am Hauptabschnitt 16 vorbei. Nachdem das Schneidwerkzeug 10 einen Abschnitt
des Steigfells 60 passiert und zugeschnitten hat, läuft das geschnittene Steigfell
an dem der aktiven Schneidklinge abgewandten Längsende des horizontalen Plattenabschnitts
32 von diesem herunter und legt sich an der Lauffläche 28 des Skis 24 wieder an.
[0041] Durch kontinuierliches Entlangführen des Schneidwerkzeugs 10 am Ski 24 und Schneiden
des Steigfells 60 wird kontinuierlich ein Randabschnitt 62 des Steigfells 60 durch
das Schneidwerkzeug 10 abgehoben, geschnitten und anschließend wieder freigegeben.
Der mit Abstand größte Teil des Steigfells 60 bleibt dabei jedoch fest an der Lauffläche
28 des Skis 24 verklebt, so dass das Steigfell 60 nicht verrutscht und daher zuverlässig
maßgenau geschnitten werden kann.
[0042] Nach dem Zuschneiden einer Längskante wird das Schneidwerkzeug an der anderen Längskante,
an welcher das Steigfell 60 noch über die Kante übersteht, angesetzt, und zwar wieder
im Bereich der Skispitze, und der Schneidvorgang wird analog zu dem der ersten Längskante
wiederholt. Dabei kommt nun die andere der beiden Schneidklingen 40 zum Einsatz. Durch
die Bereitstellung von zwei Schneidklingen kann somit der Vorteil erzielt werden,
dass beide Längskanten des Steigfells von der Skispitze zum Skiende hin geschnitten
werden können, d.h. stets in Streichrichtung H der Haare des Steigfells 60.
[0043] Kommt beim zweiten Schneidvorgang die andere Schneidklinge zum Einsatz, so kann die
Bedienperson gewünschtenfalls auch den anderen Zapfen 56 als Griff verwenden. Allgemein
steht es der Bedienperson jedoch frei, einen der beiden Zapfen 56 oder auch beide
Zapfen 56 zu ergreifen und das Schneidwerkzeug 10 entweder schiebend oder ziehend
entlang des Skis 24 zu bewegen.
[0044] Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter dem Begriff "Ski" auch sogenannte
Splitboards verstanden, d.h. in Längsrichtung mittig teilbare Snowboards, welche während
des Anstiegs mit je einem Teil an einen Fuß geschnallt werden können und somit wie
Tourenski verwendet werden können, wobei die beiden Teile des Splitboards vor der
Abfahrt wieder zu einem einheitlichen Brett aneinander befestigt werden.
[0045] Ferner können an Stelle der vorstehend beschriebenen Schneidklingen mit gerader Schneidkante
42 auch Schneidklingen mit gebogener Schneidkante, darunter auch kreisförmiger Schneidkante
und ggf. Drehlagerung der Schneidklingenscheibe eingesetzt werden oder auch zusammenwirkende
Paare von Schneidklingen.
1. Schneidwerkzeug (10) zum Zuschneiden eines Steigfells (60), umfassend
- eine Schneidklinge (40), welche eine Schnittlinie (SL) definiert,
- einen Seitenanlageabschnitt (20), welcher eine Seitenanlagelinie (AL) für eine Längsseite
(26) eines Skis (24) definiert,
- einen Flächenanlageabschnitt (22), welcher eine Flächenanlageebene (AE) für eine
Lauffläche (28) oder eine dazu parallelen Fläche (24) des Skis definiert,
wobei in einer Projektion in die Flächenanlageebene (AE) die Schnittlinie (SL') parallel
versetzt zu der Seitenanlagelinie (AL') verläuft.
2. Schneidwerkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Projektion in die Flächenanlageebene (AE) der Abstand (d) zwischen der Schnittlinie
(SL') und der Seitenanlagelinie (AL') zwischen ungefähr 0,2 mm und ungefähr 10,0 mm,
vorzugsweise zwischen ungefähr 1 mm bis ungefähr 5 mm, besonders bevorzugt bei ungefähr
2 mm, liegt.
3. Schneidwerkzeug (10) zum Zuschneiden eines Steigfells (60), insbesondere Schneidwerkzeug
(10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, umfassend:
- eine Schneidklinge (40),
- einen Seitenanlageabschnitt (20) zur Anlage an einer Längsseite (26) eines Skis
(24), und
- einen im Wesentlichen plattenförmigen Vorsprung (44), welcher von dem Schneidwerkzeug
(10) absteht,
wobei an einer unteren Plattenseite des Vorsprungs (44) ein Flächenanlageabschnitt
(22) zur Anlage an einer Lauffläche (28) oder einer dazu parallelen Fläche des Skis
(24) ausgebildet ist und
wobei an der oberen Plattenseite des Vorsprungs (44) die Schneidklinge (40) angeordnet
ist.
4. Schneidwerkzeug (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schneidkante (42) der Schneidklinge (40) in einem Winkel (α) zur oberen Plattenseite
des Vorsprungs (44) verläuft und im Wesentlichen bis zur oberen Plattenseite des Vorsprungs
(44) reicht.
5. Schneidwerkzeug (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) zwischen Schneidkante und oberer Plattenseite zwischen ungefähr 10°
und ungefähr 60°, vorzugsweise zwischen ungefähr 15° und ungefähr 25°, besonders bevorzugt
bei ungefähr 20° liegt.
6. Schneidwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der plattenförmige Vorsprung (44) an einem Randabschnitt eine Abflachung (46, 48)
aufweist.
7. Schneidwerkzeug (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abflachung (46, 48) die Plattendicke des Vorsprungs (44) in Richtung der Schnittlinie
(SL) oder/und in einer zur Schnittlinie (SL) orthogonalen Richtung allmählich abnimmt.
8. Schneidwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenanlageabschnitt (20) und der Flächenanlageabschnitt (22) durch zwei im
Wesentlichen orthogonal zueinander verlaufende Anlageflächen gebildet sind.
9. Schneidwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidklinge (40) hinter einer Verengung (54) des Schneidwerkzeugs (10) angeordnet
ist, wobei die Verengung (54) eine Weite (s) aufweist, die die Hindurchführung eines
Steigfells (60) erlaubt, jedoch den Finger einer Bedienperson zurückhält.
10. Schneidwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug (10) zwei Schneidklingen (40) aufweist, welche die gleiche Schnittlinie
(SL) jedoch entgegengesetzte Schnittrichtungen (SR) aufweisen.
11. Schneidwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner gekennzeichnet durch mindestens einen Griffabschnitt (14), welcher eine sich quer zur Schnittlinie (SL)
erstreckende Abstützfläche zur Aufnahme von Druck- oder Zugkraft von einer Bedienperson
aufweist.
12. Schneidwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenanlageabschnitt (20), der Flächenanlageabschnitt (20), und eine Aufnahme
(16, 38) zur Befestigung der Schneidklinge (40) durch einen im Wesentlichen materialeinheitlichen
Grundkörper (12) gebildet sind.
13. Verfahren zum Zuschneiden eines Steigfells, umfassend die Schritte:
- Aufkleben eines Steigfells auf eine Lauffläche eines Skis,
- Schneiden des Steigfells, insbesondere unter Verwendung eines erfindungsgemäßen
Schneidwerkzeugs nach einem der Ansprüche 1 bis 12, entlang einer Schnittlinie, welche
gegenüber der Kante des Skis um einen vorbestimmten Abstand zur Skimitte hin versetzt
ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Abstand zwischen der Schnittlinie und der Kante zwischen ungefähr
0,2 mm bis ungefähr 10,0 mm, vorzugsweise zwischen ungefähr 1 mm bis ungefähr 5 mm,
besonders bevorzugt bei ungefähr 2 mm, liegt.
15. Verfahren zum Zuschneiden eines Steigfells, insbesondere Verfahren nach Anspruch 13
oder Anspruch 14, umfassend die Schritte:
- Aufkleben eines Steigfells auf einer Lauffläche eines Skis,
- Schneiden des Steigfells, insbesondere unter Verwendung eines erfindungsgemäßen
Schneidwerkzeugs nach einem der Ansprüche 1 bis 12, entlang einer Schnittlinie, welche
entlang der Kante des Skis verläuft oder gegenüber der Kante des Skis um einen vorbestimmten
Abstand zur Skimitte hin versetzt ist,
- wobei während des Schneidens des Steigfells ein im Wesentlichen plattenförmiger
Abschnitt zwischen der Lauffläche des Skis und einem Längsrandabschnitt des Steigfells
geführt wird, so dass eine untere Plattenseite des plattenförmigen Abschnitts auf
der Lauffläche gleitet und der Längsrandabschnitt des Steigfells zwischen einer oberen
Plattenseite des plattenförmigen Abschnitts und der Schneidklinge geschnitten wird,
wobei vorzugsweise beim Schneiden des Steigfells eine Schneidkante der Schneidklinge
in einem Winkel zur oberen Plattenseite des plattenförmigen Abschnitts geführt wird.