[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit Platine und abnehmbarem und wieder aufsetzbarem
Deckel.
[0002] Derartige Behälter sind beispielsweise für Brotaufstriche udgl. bekannt, üblicherweise
für solche Lebensmittel, bei denen anzunehmen ist, dass der Behälter nach dem Öffnen
nur teilweise geleert wird und ein erneutes Verschließen wünschenswert ist. Da die
Platinen üblicherweise nicht gut für das Wiederverschließen geeignet sind, wird über
den gefüllten und mit der Platine verschlossenen Behälter ein kostengünstig herstellbarer,
meist durchsichtiger Deckel aus dünnem Kunststoff aufgesetzt, der meistens dadurch
am Behälter hält, dass er über den nach außen leicht vorstehendes Behälterrand geschnappt
wird.
[0003] Es sind seit einiger Zeit auf dem Gebiete von Behältern für Flüssigkeiten, die mit
Platinen verschlossenen sind, mehrlagige Platinen bekannt, bei deren Öffnung die innere
Lage fest am Behälterrand verschweißt bleibt während die äußere Lage abpeelbar ist
und beim Abpeelen einen meist kleinflächigen Teil der inneren Lage mitnimmt, sodass
der Behälter bis auf eine mehr oder weniger kleine Entnahmeöffnung verschlossen bleibt.
Dies ist beim Verpacken von Flüssigkeiten, insbesondere von Getränken vorteilhaft,
da dann aus der kleinflächigen Öffnung getrunken oder durch sie ein Trinkhalm in den
Behälter eingebracht werden kann. Dazu wird auf die
WO 2006/113951 A, die
EP 0 812 782 A und die
AT 501 789 B verwiesen.
[0004] Auch wenn diese Öffnungen relativ kleinflächig sind, ist es doch so, dass der einmal
geöffnete Behälter mit Vorsicht und Sorgfalt zu behandeln ist, und dass insbesondere
beim Öffnen in fahrenden Verkehrsmitteln aber auch bei anderen Gelegenheiten das Ausschütten
des noch im Behälter befindlichen Inhaltes nicht zuverlässig verhindert werden kann.
[0005] Bei Behältern für Salz im Haushalt ist es in Übereinstimmung mit der
US 5 507 419 A bekannt, einen fest mit dem Behälter verbundenen Deckel mit einer relativ kleinen
Öffnung vorzusehen. Oberhalb dieses festen Deckels ist ein Drehdeckel mit einer Öffnung,
die der genannten Öffnung zumindest im Wesentlichen entspricht und mit einem Bereich
mit mehreren kleinen Öffnungen angebracht. Durch entsprechendes Verdrehen kann die
Öffnung im festen Deckel somit entweder gänzlich freigegeben oder gänzlich verschlossen
oder deutlich verkleinert freigegeben werden. Dazu kommt noch ein Garantieverschluss
zum Zeitpunkt des Verkaufes; das Ganze ist somit recht aufwändig. Diese Konstruktion
erfüllt ihren Zweck bei Behältern, die über einen längeren Zeitraum verwendet werden,
für Einweg-Verpackungen ist sie zu teuer.
[0006] Von Getränkedosen ist es aus der
GB 2 441 602 A bekannt, einen zusätzlichen Deckel mit zumindest einer Öffnung vorzusehen, der drehbar
auf die Dose aufsetzbar ist. Je nach Winkellage deckt die Öffnung des Drehdeckels
die Dosenöffnung ab oder gibt sie frei. Für diese Vorrichtung gilt das zum letzten
Schutzrecht gesagte, die Kosten sind für Einweg-Verpackungen zu hoch.
[0007] Es ist das Ziel der Neuerung, hier Abhilfe zu schaffen und einen Verschluss anzugeben,
der diese Nachteile nicht aufweist.
[0008] Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, dass der Behälter samt kreisförmiger Platine
mit einem kreisförmigen Deckel der eingangs genannten Art verschlossen ist, wobei
der Deckel eine Öffnung aufweist, die der Entnahmeöffnung der Platine zumindest im
Wesentlichen in Form, Größe und (in zumindest einer Winkellage) Lage entspricht und
wobei der Behälter bzw. die Platine und der Deckel einen kreisrunden Querschnitt aufweist
und die Entnahmeöffnung Abstand vom Mittelpunkt der Kreisfläche aufweist.
[0009] Die Herstellung und Anbringung des Deckels ist mit den gleichen Kosten wie bisher
verbunden, sodass die oben genannten Kosten, die durch die wesentlich stabilere Ausführung
bedingt sind, hier nicht anfallen.
[0010] Auf diese Weise ist sichergestellt, dass es nach der Abnahme des Deckels, dem Abpeelen
der äußeren Schichten der Platine, die auch als Garantieverschluss dient, und dem
Wiederaufsetzen des Deckels durch dessen einfaches Verdrehen möglich ist, Zugang zur
Entnahmeöffnung zu erhalten oder diese so gut wie vollständig abzudichten.
[0011] Beim geschilderten Aufbau des Behälters samt Deckel ist für den Fachmann klar, dass
es zu keinem flüssigkeitsdichten oder gar gasdichten Verschließen der Entnahmeöffnung
kommt, es ist aber auch klar, dass das Ausspritzen so gut wie vollständig verhindert
wird und selbst beim Umstoßen des Behälters der Austritt an Flüssigkeit so langsam
erfolgt, dass gröbere Unannehmlichkeiten vermieden werden können.
[0012] Darüber hinaus eignet sich diese Kombination von Deckel und Behälter mit schichtweise
abpeelbarer Platine auch für den Transport, Verkauf und das Aufbewahren von Stückgut
im weitesten Sinne des Wortes, von Salz, Zucker, Süßstoff, Gewürzen, über kleine Muttern
und Schrauben, bis hin Tabletten und Pastillen und ähnlichem mehr.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigt
die einzige Figur rein schematisch eine eindimensionale Explosionsdarstellung eines
Behälters mit erfindungsgemäßer Platine und Deckel.
[0014] Ein Behälter 1 ist mit einer Platine 2 und einem Deckel 3 verschlossen. Die Platine
2 besteht aus einer am Becherrand 4 fest aufgesiegelten, Verschlussschichte 5 und
einer darüber (außerhalb) angeordneten, und von der Verschlussschichte 5 leicht abpeelbaren
Deckschichte 6.
[0015] Wie an sich bekannt, ist in der Verschlussschichte 5 eine Entnahmeöffnung 7 vorgesehen,
was durch eine in sich geschlossene und im dargestellten Ausführungsbeispiel kreisförmig
verlaufende Schwächungslinie der Versschlussschicht 5 ausgebildet werden kann. Die
Fläche, die der Entnahmeöffnung 7 entspricht, bleibt beim Abpeelen der Deckschichte
6 an dieser haften bzw. kleben und befindet sich in der Darstellung auf der Unterseite
der Deckschichte 6 und daher nicht sichtbar. Die Schwächungslinie kann mechanisch,
durch Lasern, durch Plasmabeschuss oder auf andere Art und Weise hergestellt werden.
[0016] Der Deckel 3 weist nun eine Deckelöffnung 8 auf, deren Lage und Größe so gewählt
ist, dass es je nach Orientierung des Deckels um die Behälterachse 10 möglich ist,
die Entnahmeöffnung vollständig durch den Deckel abzudecken, oder aber zumindest teilweise
durch die Deckelöffnung 8 freizugeben.
[0017] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Deckelöffnung 8 in eine solche
Position zu bringen ist und eine solche Ausgestaltung aufweist, dass Ihr Rand allseits
außerhalb, bevorzugt knapp außerhalb des Randes der Entnahmeöffnung 7 der Verschlussschichte
5, liegt, da dann beim Ausleeren des Behältergutes, so dieses flüssig oder pastös
ist, der Deckel 3 nicht verschmutzt wird.
[0018] Es ist selbstverständlich auch möglich, im Deckel 3 mehrere unterschiedlich gestaltete
Deckelöffnungen 8 vorzusehen, beispielsweise wenn der Behälter Salz enthält und zur
Entnahme einerseits während des Kochens eine relativ große Deckelöffnung die mit einer
groß ausgebildeten Entnahmeöffnung 7 korrespondiert, zur Deckung gebracht wird, während
zur feinen Dosierung auch eine nur kleine Deckelöffnung vorgesehen ist, oder eine
Art vergitterte Deckelöffnung, durch die das Salz (oder der Zucker, etc.) sehr fein
dosiert entnommen werden kann. Wichtig ist auch in diesem Fall, dass es eine Drehlage
des Deckels 3 gibt, in der die Entnahmeöffnung 7 der Verschlussschichte 5 vom Deckelmaterial
vollständig abgedeckt ist.
[0019] Es ist, wie bereits kurz erwähnt, möglich, das Profil des Deckels in einem Schnitt
entlang der Achse 10 so auszugestalten, dass seine dem Behälter 1 zugewandte Unterseite
im Wesentlichen flächig an der Oberseite der Verschlussschichte 5 anliegt, um den
ungewollten Austritt von Gut aus dem Behälter 5, insbesondere wenn dieses flüssig
oder pastös ist, zu erschweren.
[0020] Es sind noch viele andere Varianten denkbar, die in Kenntnis der Erfindung und in
Kenntnis der Herstellungstechnologie der in mehreren Schichten peelbaren Platinen,
entsprechend den eingangs genannten Druckschriften, für den Fachmann auf dem Gebiete
der Platinenherstellung nach den Wünschen der Konsumenten leicht auszulegen sind.
[0021] Die Materialien sind alle bekannt und ihre Kombination zum erfindungsgemäßen Verschluss
bringt keine Probleme oder Schwierigkeiten mit sich.
1. Behälter (1) mit Platine (2) und abnehmbarem und wieder aufsetzbarem Deckel (3), wobei
der Querschnitt des Behälterrandes (4) in einer Ebene normal zur Behälterachse (10)
kreisförmig ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Platine (2) auf an sich bekannte Weise aus zwei voneinander peelbaren Schichten
(5, 6) besteht, dass die mit dem Behälterrand (4) fest verbundene Verschlussschichte
(5) eine beim Abpeelen der Deckschichte (6) frei werdende Entnahmeöffnung (7) aufweist,
und dass der am Behälter (1) drehbare Deckel (3) zumindest eine Deckelöffnung (8)
aufweist, die durch Verdrehen des Deckels einerseits in eine Position gelangt, in
der sie die Entnahmeöffnung (7) zumindest teilweise überdeckt, andererseits in eine
Position, in der das Deckelmaterial sie vollständig abdeckt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (3) zwei Deckelöffnungen aufweist, die unterschiedliche Größe haben.
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelöffnung des Deckels (3) größer ist als die Entnahmeöffnung der Verschlussschichte
(5).