[0001] Die Erfindung betrifft ein Kugelgelenk mit einem ersten und einem zweiten Gelenkteil,
die gelenkig miteinander verbunden sind und miteinander verbundene Flüssigkeitskanäle
aufweisen und von denen ein Gelenkteil an einem Wasserzulauf lösbar befestigbar ist
und das andere Gelenkteil als Wasserablauf ausgebildet oder mit einem Wasserablauf
lösbar verbindbar ist.
[0002] Man kennt bereits derartige Kugelgelenke, die an den Wasserauslauf einer sanitären
Wasserauslaufarmatur anschraubbar sind, um dort den Wasserstrahl umlenken und in die
gewünschte Auslaufrichtung ausrichten zu können. Die vorbekannten Kugelgelenke weisen
ein Anschlussteil auf, das an dem Anschlussgewinde am Wasserauslauf der sanitären
Auslaufarmatur angeschraubt werden kann. Die vorbekannten Kugelgelenke haben ein Auslaufteil,
das mit dem Anschlussteil gelenkig verbunden ist. Am Anschlussteil steht dazu ein
Kugelkopf vor, der in einer komplementären Gelenkpfanne im Auslaufteil verschwenkbar
gelagert ist. Dabei ist an dem dem Anschlussteil zugewandten Randbereich der Gelenkpfanne
ein Dichtring vorgesehen, der den Kugelkopf hintergreift. Da am Anschlussteil der
Kugelkopf vorsteht, da zwischen Anschlussteil und Auslaufteil eine Querschnittsverjüngung
als Schwenkbereich freizuhalten ist und da der in der Gelenkpfanne gehaltene Kugelkopf
mit einem Kugelsegment seiner Kugelform auch über das Auslaufteil vorsteht, weisen
die vorbekannten Kugelgelenke im Verlaufe ihrer Längserstreckung mehrere Durchmessersprünge
auf, die das Design einer sanitären Auslaufarmatur beeinträchtigen und hässliche Spalte
bilden, welche nur schwer zu reinigen sind. Da der am Randbereich der Gelenkpfanne
vorgesehene Dichtring nicht nur zwischen Gelenkpfanne oder Kugelkopf abzudichten hat,
sondern vielmehr auch den von ihm hintergriffenen Kugelkopf auch unter vergleichsweise
hohen Drücken und Temperaturen in der Gelenkpfanne halten muss, ist die Konstruktion
aufgrund der Doppelfunktion des Dichtringes mit funktionalen Nachteilen verbunden.
[0003] Es besteht daher insbesondere die Aufgabe, ein Kugelgelenk der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, das eine hohe Funktionssicherheit bietet, auch ohne zur Verschmutzung
neigende Querschnittsverjüngungen und Spalte ausgebildet sein kann, und die Gestaltungsfreiheit
bei der Gestaltung einer sanitären Auslaufarmatur nicht einschränkt oder beeinträchtigt.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei dem Kugelgelenk der eingangs
erwähnten Art insbesondere darin, dass das erste Gelenkteil mit einem kugelkalotten-
bzw. kugelsegmentförmigen oder dergleichen kugeligen Stirnendbereich seiner Wandung
zwischen einer formangepassten Gelenkpfanne am zweiten Gelenkteil einerseits und einem
Gelenkkopf an einem in der Innenhöhlung des ersten Gelenkteiles vorgesehenen Halteelement
andererseits verschwenkbar gehalten ist, dass das Halteelement mit einem am zweiten
Gelenkteil angreifenden Verbindungsschaft eine Durchstecköffnung des ersten Gelenkteiles
durchsetzt und dass das Halteelement die Flüssigkeitskanäle des ersten Gelenkteiles
sowie des zweiten Gelenkteiles miteinander verbindet.
[0005] Das erfindungsgemäße Kugelgelenk weist zwei gelenkig miteinander verbundene Gelenkteile
auf, von denen ein erstes Gelenkteil einen kugelkalotten- bzw. kugelsegmentförmigen
oder dergleichen kugeligen Stirnendbereich hat. Dabei ist das erste Gelenkteil mit
seinem stirnseitigen und kugelig ausgestalteten Stirnendbereich zwischen einer formangepassten
Gelenkpfanne am zweiten Gelenkteil einerseits und einem Gelenkkopf an einem in der
Innenhöhlung des ersten Gelenkteiles vorgesehenen Halteelement andererseits verschwenkbar
gehalten. Da das erste Gelenkteil somit zwischen dem zweiten Gelenkteil und dem Halteelement
sicher und fest gehalten ist und da das erste Gelenkteil nicht bloß mit einem Dichtring
gesichert wird, verfügt das erfindungsgemäße Kugelgelenk über eine vergleichsweise
hohe Funktionalität, da die Halte- und die Dichtfunktion getrennt voneinander sind
und jeweils für sich optimiert werden können. Da das erste Gelenkteil, das auf der
Zuströmseite oder der Abströmseite des erfindungsgemäßen Kugelgelenkes angeordnet
sein kann, in einer Gelenkpfanne des zweiten Gelenkteiles verschwenkbar angeordnet
ist, können erstes Gelenkteil und zweites Gelenkteil ohne größere Übergänge und insbesondere
ohne ästhetisch störende Durchmessersprünge miteinander verbunden werden. Dabei durchsetzt
das Halteelement mit einem am zweiten Gelenkteil angreifenden Verbindungsschaft eine
Durchstecköffnung des ersten Gelenkteiles, wobei das Halteelement die Flüssigkeitskanäle
des ersten Gelenkteiles sowie des Auslaufteiles miteinander verbindet.
[0006] Eine besonders formschöne und ansprechende Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht
vor, dass sich an den kugeligen Stirnendbereich des ersten Gelenkteiles ein zylindrischer
und sich vorzugsweise bis zum Wasserablauf erstreckender Teilbereich anschließt. Insbesondere
eine solche Ausführungsform lässt sich praktisch über ihre gesamte Längserstreckung
mit einem im wesentlichen gleichbleibenden Außendurchmesser ausgestalten.
[0007] Da das erfindungsgemäße Kugelgelenk beispielsweise anstelle eines üblichen Auslaufmundstücks
an der Auslaufarmatur angebracht werden kann, ist es vorteilhaft, wenn an einem der
Gelenkteile und vorzugsweise am ersten Gelenkteil eine sanitäre Funktionseinheit mit
zumindest einem Strahlregler, einem Durchflussmengenregler, einem Durchflussbegrenzer,
einem Rückflussverhinderer und/oder einem Vorsatzsieb vorgesehen ist. Das erfindungsgemäße
Kugelgelenk kann aber ebenso gut mit einer flexiblen Wasserleitung verbunden und dazu
beispielsweise an einem Eckventil befestigt oder an einem armaturenseitigen Brauseschlauchanschluss
oder einem Brausegriffanschluss montiert sein, um im Bereich dieser Einspannstellen
der flexiblen Wasserleitung einen Torsionsschutz zu erreichen und um einer mechanischen
Überbelastung entgegenzuwirken.
[0008] Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn an einem der Gelenkteile und vorzugsweise am
ersten Gelenkteil beispielsweise ein Durchflussmengenregler oder ein Durchflußbegrenzer
angeordnet ist. Eine solche Ausführungsform erweist sich als besonders vorteilhaft,
weil die Funktionen der Durchflussmengenregulierung und des Knickschutzes sowie darüber
hinaus auch der Torsionsschutz für die angeschlossene flexible Wasserleitung in einem
Bauteil realisiert werden können. Es ist bekannt, dass flexible Schlauchleitungen
und insbesondere Brauseschläuche häufig an den Einspannstellen, d.h. also am Armaturenanschluss
oder am Brausegriffanschluss wegen mechanischer Überbelastung versagen. Die hier beschriebene
Ausführungsform veranschaulicht, dass eine solche flexible Wasserleitung und insbesondere
ein entsprechender Brauseschlauch durch das erfindungsgemäße Kugelgelenk formschön
und effizient gegen eine mechanische Biegeüberlastung gesichert werden kann, weil
im Kugelgelenk schon ein großer Kippwinkel aufgenommen werden kann, was den Schlauch
entsprechend entlastet. Durch die allseitige Beweglichkeit des Kugelgelenkes ergibt
sich die Möglichkeit, den Schlauch torsionsfrei anzubinden, was bisher nur mit entsprechend
aufwendig gestalteten Nippelkonstruktionen möglich war. Die Torsionsfreiheit einer
flexiblen Wasserleitung und insbesondere eines Brauseschlauches bietet dem Benutzer
bei der Handhabe beispielsweise einer Handbrause große Vorteile.
[0009] Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn anstelle des üblicherweise am Wasserauslauf
der Auslaufarmatur befestigten Mundstücks eines der Gelenkteile und vorzugsweise das
erste Gelenkteil mit einem hülsenförmigen Auslaufmundstück lösbar verbunden ist, das
in seinem Hülseninneren die sanitäre Funktionseinheit trägt. Stattdessen ist es aber
auch möglich, dass eines der Gelenkteile und vorzugsweise das erste Gelenkteil eine
auslaufseitige Einsetzöffnung hat, in welche die sanitäre Funktionseinheit vorzugsweise
lösbar einsetzbar ist. Ein Kugelgelenk, bei dem in die auslaufseitige Einsetzöffnung
insbesondere des ersten Gelenkteiles eine sanitäre Funktionseinheit einsetzbar ist,
weist auch die in diesem Bereich üblichen Spalte und Absätze nicht auf.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Einsetzöffnung eine axiale Längserstreckung
hat, die etwa gleich oder größer als die Einbauhöhe der sanitären Funktionseinheit
ist. Die Längserstreckung der Einsetzöffnung ist somit so bemessen, dass darin die
sanitäre Funktionseinheit praktisch vollständig verdeckt untergebracht werden kann.
[0011] Das erfindungsgemäße Kugelgelenk weist an seinem ersten Gelenkteil eine Durchstecköffnung
auf, welche das Halteelement mit einem am zweiten Gelenkteil angreifenden Verbindungsschaft
durchsetzt. Dabei dient der die Durchstecköffnung begrenzende Umfangsrand und der
Verbindungsschaft als Führungsanschlag, der die Schwenkbewegung des ersten Gelenkteiles
relativ zum zweiten Gelenkteil begrenzt. Sofern es die Einbausituation erfordert,
dass beispielsweise das erste Gelenkteil nicht oder allenfalls nur teilweise in eine
der verschiedenen Richtungen verschwenkt werden darf, weil andernfalls der mit Hilfe
des Kugelgelenks umgelenkte und ausgerichtete Wasserstrahl beispielsweise eventuell
über den äußeren Umfangsrand der Sanitärkeramik reichen würde, ist es zweckmäßig,
wenn zwischen dem ersten Gelenkteil und dem zweiten Gelenkteil ein Schwenkanschlag
wirksam ist, der die Schwenkbewegung der Gelenkteile zueinander und vorzugsweise des
ersten Gelenkteiles in einer definierten Schwenkrichtung vorzugsweise einseitig begrenzt.
[0012] Dabei sieht eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung vor, dass das Halteelement
am abströmseitigen Randbereich seines Gelenkkopfes einen vom Innenumfang des ersten
Gelenkteiles beaufschlagbaren Schwenkanschlag trägt, der vorzugsweise als Anschlagnase
ausgestaltet ist.
[0013] Möglich ist aber auch, dass das erste Gelenkteil dazu eine unrunde und/oder exzentrisch
angeordnete Durchstecköffnung hat, welche als ein die Schwenkbewegung des ersten Gelenkteiles
begrenzender Schwenkanschlag ausgestaltet ist.
[0014] Eine bevorzugte Weiterbildung gemäß der Erfindung sieht vor, dass zwischen dem ersten
Gelenkteil und dem zweiten Gelenkteil und/oder zwischen dem Halteelement und dem ersten
Gelenkteil ein die Drehbewegung der Gelenkteile zueinander begrenzender Drehanschlag
vorgesehen ist. Ein solcher Drehanschlag ermöglicht zwar eine Drehbewegung zwischen
den gelenkig miteinander verbundenen Bauelementen des erfindungsgemäßen Kugelgelenkes
um nahezu 360°, geht dann jedoch auf Anschlag. Eine solche Ausführungsform ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn an das Kugelgelenk eine sanitäre Funktionseinheit nachgeschaltet
wird, deren Verstellmechanismus ebenfalls eine Drehbewegung um die Längsachse erfordert,
wobei die Reibungswerte der Verstellung der sanitären Funktionseinheit einerseits
definiert verschieden zu den Reibungsverhältnissen der im erfindungsgemäßen Kugelgelenk
vorgesehenen Drehbewegung andererseits sein können.
[0015] Werden diese definiert unterschiedlichen Reibungsverhältnisse zwischen dem auslaufseitigen
Gelenkteil einerseits und dem Kugelgelenk andererseits beispielsweise durch Alterung
der eingesetzten Elastomere verändert, so dass sich diese nicht mehr voneinander unterscheiden,
kann es vorkommen, dass bei zu hohem Reibungswiderstand des auslaufseitigen Gelenkteiles
der Benutzer dieses Gelenkteiles nicht mehr von der einen in die andere Schaltstellung
bewegen kann, da sich das Kugelgelenk scheinbar endlos mitdreht. Da jedoch die hier
beschriebene Ausführungsform einen Torsionsanschlag hat, könnte sich das Kugelgelenk
allenfalls um nahezu 360° drehen, bis der Torsionsanschlag wirksam wird und eine Verstellung
des nachgeschalteten auslaufseitigen Gelenkteiles auch bei erhöhter Reibung möglich
ist. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn der Dreh- oder Torsionsanschlag einen am
Halteelement in Auslaufrichtung vorstehenden Anschlag hat, der mit einem Gegenanschlag
am Innenumfang des ersten Gelenkteiles zusammenwirkt.
[0016] Eine besonders einfache und kostengünstig herstellbare Ausführungsform gemäß der
Erfindung sieht vor, dass der Anschlag und/oder der Gegenanschlag stiftförmig ausgestaltet
sind.
[0017] Möglich ist es, dass der Drehanschlag die Drehbewegung in jeder Schwenkposition des
ersten Gelenkteiles begrenzt. Stattdessen kann es aber auch vorteilhaft sein, wenn
der Drehanschlag die Drehbewegung des ersten Gelenkteiles in Abhängigkeit von dessen
Schwenkposition freigibt oder begrenzt. Zu einer solchen Ausführungsform wird der
Drehanschlag nur in einer bestimmten Relativposition zwischen den Gelenkteilen wirksam,
während der Drehanschlag in einer anderen extremen Auslenkstellung nicht zum Eingriff
kommt. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn der Anschlag und der Gegenanschlag in
einer Schwenk-Endstellung einander passieren.
[0018] Um die Bauelemente des erfindungsgemäßen Kugelgelenks auf einfache Weise montieren
zu können, ist es zweckmäßig, wenn das Halteelement mit einem Außengewinde in ein
Innengewinde im zweiten Gelenkteil einschraubbar ist und/oder wenn der Hülseninnenraum
des Halteelements als Werkzeugangriffsfläche und insbesondere als Innensechskant ausgestaltet
ist.
[0019] Dabei kann das Außengewinde des Halteelements in das Innengewinde im zweiten Gelenkteil
lösbar einschraubbar und/oder wasserdicht verklebt sein.
[0020] Um im Bereich zwischen den Gelenkteilen gut abdichten zu können ist es zweckmäßig,
wenn zwischen dem ersten Gelenkteil und dem zweiten Gelenkteil und/oder zwischen dem
Halteelement und dem ersten Gelenkteil zumindest eine Ringdichtung vorgesehen ist.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zumindest eine Ringdichtung vorgesehen ist, und
wenn wenigstens eine Ringdichtung zwischen dem ersten Gelenkteil und dem Halteelement
und/oder zwischen dem ersten Gelenkteil und dem zweiten Gelenkteil wirksam ist.
[0022] Zweckmäßig kann es sein, wenn am Außenumfang des Halteelements, am Innen- oder Außenumfang
des ersten Gelenkteiles und/oder am Innenumfang des zweiten Gelenkteiles im Bereich
der Gelenkpfanne eine Ringnut zur Aufnahme einer Ringdichtung vorgesehen ist.
[0023] Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung, die mit vergleichsweise geringem
Aufwand herstellbar ist, sieht vor, dass das Haltelement mit einem Verbindungsschaft
eine Durchstecköffnung am zweiten Gelenkteil durchsetzt, und dass der Verbindungsschaft
in der Durchstecköffnung mittels eines am zuströmseitigen freien Schaftende des Verbindungsschaftes
angreifenden Splint- oder Sicherungsring gesichert ist.
[0024] Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn das Halteelement in seinem das erste Gelenkteil
hintergreifenden Teilbereich kappenförmig ausgestaltet ist. Damit das Halteelement
die Flüssigkeitskanäle des ersten Gelenkteiles sowie des zweiten Gelenkteiles miteinander
verbinden kann, sieht eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung vor, dass
das Halteelement in seinem kappenförmigen Teilbereich zumindest eine Durchströmöffnung
hat.
[0025] Um das erfindungsgemäße Kugelgelenk an einer handelsüblichen sanitären Auslaufarmatur
befestigen zu können, ist es vorteilhaft, wenn an einem der Gelenkteile und insbesondere
am zweiten Gelenkteil ein Außen- oder Innengewinde vorgesehen ist, das mit einem Innen-
oder Außengewinde an der sanitären Auslaufarmatur lösbar verbindbar ist.
[0026] Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, dass zumindest eines
der Gelenkteile und vorzugsweise wenigstens das zweite Gelenkteil am Wasserauslauf
einer sanitären Auslaufarmatur oder einer Wasserversorgungsleitung lösbar befestigbar
ist.
[0027] Möglich ist aber auch, dass zumindest eines der Gelenkteile und vorzugsweise das
erste Gelenkteil mit einem Brauseschlauch oder einer flexiblen Wasserleitung lösbar
verbindbar ist. Dabei kann eine vorteilhafte Ausführungsform gemäß der Erfindung auch
darin bestehen, dass das erfindungsgemäße Kugelgelenk in eine sanitäre Wasserleitung
und insbesondere in eine Schlauchleitung zwischengeschaltet ist.
[0028] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, dass eines
der Gelenkteile und vorzugsweise das erste Gelenkteil mit einer Dusch-, Küchen- oder
dergleichen Handbrause lösbar verbindbar ist.
[0029] Eine besonders einfache, leicht herstellbare und bequem handhabbare Ausführungsform
gemäß der Erfindung sieht vor, dass das erste Gelenkteil als Auslaufteil und das zweite
Gelenkteil als Anschlussteil ausgebildet ist.
[0030] Weiterbildungen gemäß der Erfindung sind in weiteren Patentansprüchen aufgeführt.
Nachstehend wird die Erfindung anhand vorteilhafter Ausführungsbeispiele noch näher
beschrieben.
[0031] Es zeigt in verschiedenen Darstellungen:
- Fig. 1-4
- ein Kugelgelenk mit zwei gelenkig miteinander verbundenen Gelenkteilen, von denen
an einem ersten Gelenkteil ein übliches Auslaufmundstück anzubringen ist, das beispielsweise
einen Strahlregler oder dergleichen sanitäre Auslaufeinheit tragen kann,
- Fig. 5-8
- das Kugelgelenk aus den Figuren 1 bis 4 in einer abgewinkelten Relativposition zwischen
seinen Gelenkteilen,
- Fig. 9-10
- ein mit den Figuren 1 bis 8 vergleichbares Kugelgelenk, das jedoch an seinem auslaufseitigen
ersten Gelenkteil eine Einsetzöffnung hat, in die eine sanitäre Auslaufeinheit eingesetzt
ist und versenkt werden kann,
- Fig. 11
- ein mit den Figuren 9 und 10 vergleichbares Kugelgelenk, dessen zulaufseitiges Gelenkteil
derart tief in eine Einschrauböffnung an der sanitären Auslaufarmatur eingeschraubt
werden kann, dass nur noch das abströmseitige Gelenkteil des Kugelgelenks über den
Wasserauslauf der Auslaufarmatur übersteht,
- Fig. 12-17
- ein Kugelgelenk, bei dem zwischen den Gelenkteilen ein Drehanschlag wirksam ist,
- Fig. 18-23
- ein in verschiedenen Schwenkpositionen dargestelltes Kugelgelenk, bei dem sich das
auslaufseitige Gelenkteil und das zuströmseitige Gelenkteil mittels eines Drehanschlages
praktisch nur in einer Ebene verschwenken lassen,
- Fig. 24-25
- ein Kugelgelenk, bei welchem die Drehbewegung zwischen den Gelenkteilen in Abhängigkeit
ihrer Schwenkstellung zueinander in bestimmten Richtungen begrenzt ist,
- Fig. 26-31
- ein mit Figur 24 bis 25 vergleichbares Kugelgelenk, bei welchem die Relativbewegung
zwischen den Gelenkteilen in definierten Richtungen begrenzt ist,
- Fig. 32-35
- ein mit den Figuren 12 bis 31 vergleichbar ausgestaltetes Kugelgelenk,
- Fig. 36-37
- ein beispielsweise mit den Figuren 1 bis 4 vergleichbares Kugelgelenk, wobei das Kugelgelenk
hier in einer koaxial zueinander ausgerichteten Position von zuströmseitigem und abströmseitigem
Gelenkteil (Fig. 36) und in einer zueinander verschwenkten Schwenkposition der Gelenkteile
(Fig. 37) gezeigt ist,
- Fig. 38-39
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Kugelgelenks, dessen Halteelement mit einem
kappenförmigen und mehrere Durchflussöffnungen aufweisenden Teilbereich das auslaufseitige
Gelenkteil hintergreift, wobei das Kugelgelenk auch hier in einer koaxial zueinander
ausgerichteten Position der Gelenkteile (Fig. 38) und in einer zueinander verschwenkten
Verschwenkposition der Gelenkteile (Fig. 39) gezeigt ist,
- Fig. 40
- das Halteelement des Kugelgelenks aus Figur 38 bis 39 in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 41
- ein in einem Teil-Querschnitt dargestelltes Kugelgelenk, das an einem seiner Gelenkteile
und insbesondere an seinem abströmseitigen Gelenkteil mit einer flexiblen Wasserleitung
verbunden ist, und
- Fig. 42
- das Kugelgelenk aus Figur 41 in einer perspektivischen Darstellung, wobei das perspektivisch
dargestellte Kugelgelenk hier in einer Verschwenkposition seiner Gelenkteile gezeigt
ist.
[0032] In den Figuren 1 bis 42 sind verschiedene Ausführungsformen eines Kugelgelenks 1
in unterschiedlichen Ansichten dargestellt. Das Kugelgelenk 1 weist ein erstes Gelenkteil
5 und ein zweites Gelenkteil 2 auf, die gelenkig miteinander verbunden sind und miteinander
verbundene Flüssigkeitskanäle haben. Während eines der Gelenkteile an einem Wasserzulauf
lösbar befestigt ist, kann das jeweils andere Gelenkteil als Wasserablauf ausgebildet
oder mit einem Wasserablauf fest oder lösbar verbunden sein.
[0033] Dabei ist ein erstes Gelenkteil 5 vorgesehen, das mit einem kugelkalottenförmigen
oder dergleichen kugeligen Stirnendbereich 6 seiner Wandung zwischen einer formangepassten
Gelenkpfanne 7 am zweiten Gelenkteil 2 einerseits und einem Gelenkkopf 8 an einem
in der Innenhöhlung des ersten Gelenkteiles 5 vorgesehenen Halteelement 9 andererseits
verschwenkbar gehalten. Das Halteelement 9 durchsetzt mit einem am zweiten Gelenkteil
2 angreifenden Verbindungsschaft 10 eine Durchstecköffnung des ersten Gelenkteiles
5, wobei das Halteelement 9 die Flüssigkeitskanäle der Gelenkteile 2, 5 miteinander
verbindet. Aus einer zusammenschauenden Betrachtung der Figuren 1 bis 42 wird deutlich,
dass das erste Gelenkteil 5 auf der Zuströmseite oder der Abströmseite des Kugelgelenks
1 angeordnet sein kann.
[0034] Die in den Figuren 1 bis 40 dargestellten Kugelgelenke 1 weisen ein zuströmseitiges
und hier als Anschlussteil ausgebildetes Gelenkteil 2 auf, das mit Hilfe eines Außengewindes
3 oder eines Innengewindes 4 an dem Wasserauslauf einer sanitären Auslaufarmatur 20
befestigt werden kann, um dort den Wasserstrahl umlenken und in die gewünschte Auslaufrichtung
ausrichten zu können. Das zuströmseitige und als Anschlussteil ausgebildete Gelenkteil
2 der in den Figuren 1 bis 40 dargestellten Kugelgelenke 1 ist dazu mit einem abströmseitigen
und als Auslaufteil ausgestalteten Gelenkteil 5 gelenkig verbunden, wobei Anschlussteil
2 und Auslaufteil 5 Flüssigkeitskanäle aufweisen, die miteinander verbunden sind.
[0035] Das Auslaufteil 5 der hier dargestellten Kugelgelenke 1 ist mit einem kugeligen Stirnendbereich
6 seiner Wandung zwischen einer formangepassten Gelenkpfanne 7 am Anschlussteil 2
einerseits und einem Gelenkkopf 8 an einem in der Innenhöhlung des Auslaufteiles 5
vorgesehenen Halteelement 9 andererseits verschwenkbar gehalten. Das Halteelement
9 durchsetzt mit einem am Anschlussteil 2 angreifenden Verbindungsschaft 10 eine Durchstecköffnung
11 des Auslaufteiles 5. Das Halteelement 9 verbindet die Flüssigkeitskanäle des Anschlussteiles
2 sowie des Auslaufteiles 5 miteinander.
[0036] Aus den Figuren 1 bis 37 ist erkennbar, dass das Halteelement 9 dazu hülsenförmig
ausgebildet sein kann. In den Figuren 38 bis 40 ist demgegenüber ein Kugelgelenk 1
dargestellt, dessen Halteelement 9 einen stabförmigen Verbindungsschaft 10 hat, wobei
der eine Durchstecköffnung 40 am Anschlussteil 2 durchsetzende Verbindungsschaft 10
in der Durchstecköffnung 40 mittels eines am zuströmseitigen freien Schaftende des
Verbindungsschaftes angreifenden Splint- oder Sicherungsringes 41 gesichert ist. Das
Halteelement 9 des in den Figuren 38 bis 40 gezeigten Kugelgelenks ist in seinem das
Auslaufteil 5 hintergreifenden Teilbereich 8 kappenförmig ausgestaltet und weist in
diesem kappenförmigen Teilbereich 8 mehrere Durchströmöffnungen 42 auf, welche die
Flüssigkeitskanäle des Anschlussteiles 2 sowie des Auslaufteiles 5 miteinander verbinden.
[0037] Da das Auslaufteil 5 somit zwischen dem Anschlussteil 2 und dem Halteelement 9 sicher
und fest gehalten ist, und da das Auslaufteil 5 nicht bloß mit einem Dichtring gesichert
wird, lassen sich die hier dargestellten Kugelgelenke vergleichsweise funktionssicher
und kostengünstig herstellen. Da das Auslaufteil 5 in der Gelenkpfanne 7 des Anschlussteiles
2 verschwenkbar angeordnet ist, können Anschlussteil 2 und Auslaufteil 5 ohne größere
Übergänge und insbesondere ohne ästhetisch störende Durchmessersprünge miteinander
verbunden werden.
[0038] Das in den Figuren 1 bis 4 in nicht ausgelenkter Relativposition zwischen Anschlussteil
2 und Auslaufteil 5 dargestellte Kugelgelenk ist in den Figuren 5 bis 8 in einer ausgelenkten
Schwenkposition gezeigt, in welcher das Anschlussteil 2 und das Auslaufteil 5 im Winkel
zueinander angeordnet sind. Das in den Figuren 1 bis 8 dargestellte Kugelgelenk weist
an der Abströmseite seines Auslaufteiles ein Außengewinde 21 auf, auf welches Außengewinde
21 ein übliches Auslaufmundstück aufgeschraubt werden kann. Dieses aufschraubbare
Auslaufmundstück kann einen Strahlregler oder dergleichen sanitäre Funktionseinheit
tragen.
[0039] In den Figuren 9 und 10 ist ein ästhetisch besonders ansprechendes Kugelgelenk 1
dargestellt, bei dem starke Durchmessersprünge vermieden werden und das Kugelgelenk
1 praktisch über die gesamte Längserstreckung seiner Kontur nahezu ununterbrochen
den gleichen Durchmesser hat. Das in den Figuren 9 und 10 dargestellte Kugelgelenk
1 ist ästhetisch besonders ansprechend und zeigt, dass die hier dargestellten Kugelgelenke
1 dem Gestalter einen vergleichsweise großen Gestaltungsspielraum lassen.
[0040] Das in den Figuren 9 und 10 dargestellte Kugelgelenk 1 weist an seinem Auslaufteil
5 eine abströmseitige Einstecköffnung mit einem Innengewinde auf, in welches eine
hier als Strahlregler 22 ausgestaltete Funktionseinheit einsetzbar ist. Diese Funktionseinheit
weist dazu ein Außengewinde auf, welches mit einem Innengenwinde am Innenumfang der
Einsetzöffnung lösbar verschaubbar ist. Das in den Figuren 9 und 10 dargestellte Kugelgelenk
1 macht ein Auslaufmundstück am Auslaufteil 5 entbehrlich.
[0041] In Figur 11 ist ein Kugelgelenk 1 in seiner Einbauposition am Wasserauslauf einer
sanitären Auslaufarmatur dargestellt. Bei der in Figur 11 dargestellten Ausführungsform
weist das Kugelgelenk 1 an seinem Anschlussteil 2 ein Außengewinde 3 auf, das derart
weit in eine Gewindebohrung im Wasserauslauf der sanitären Auslaufarmatur eingeschraubt
werden kann, so dass für den Anwender die vorzugsweise allseitige Beweglichkeit im
Bereich des Wasserauslaufs praktisch überhaupt nicht in Augenschein tritt.
[0042] In den Figuren 12 bis 17 ist ein Kugelgelenk 1 dargestellt, das einen zusätzlichen
Drehanschlag 23 hat. Dieser Drehanschlag 23 lässt zwar eine Drehbewegung zwischen
Anschlussteil 2 und Auslaufteil 5 um nahezu 360° zu, um spätestens dann jedoch auf
Anschlag zu gehen. Die in den Figuren 12 bis 17 dargestellte Ausführungsform bietet
den Vorteil, dass an das Kugelgelenk 1 eine sanitäre Funktionseinheit nachgeschaltet
sein kann, deren Verstellmechanismus ebenfalls eine Drehbewegung um die Längsachse
voraussetzt, wobei die Reibungswerte der Verstellung der sanitären Funktionseinheit
definiert verschieden zu den Reibungsverhältnissen während der Drehbewegung des Kugelgelenks
1 sein können. Werden diese definiert unterschiedlichen Reibungsverhältnisse beispielsweise
durch Alterung der eingesetzten Elastomere verändert, so dass sich diese nicht mehr
voneinander unterscheiden, kann es vorkommen, dass bei zu hohem Reibungswiderstand
der am Auslaufteil 5 des Kugelgelenks 1 vorgesehenen sanitären Funktionseinheit diese
Funktionseinheit nicht mehr von der einen in die andere Schaltstellung bewegt werden
kann, da sich das Kugelgelenk 1 praktisch endlos mitdrehen würde. Die in den Figuren
12 bis 17 dargestellte Ausführungsform lässt sich um nahezu 360° drehen, bis sein
Drehanschlag 23 in der in den Figuren 12 bis 14 dargestellten Position wirksam wird,
der dann eine Verstellung der in ihrem Reibungswert nachgeschalteten sanitären Funktionseinheit
auch bei erhöhter Reibung ermöglicht.
[0043] Während das Kugelgelenk 1 in den Figuren 15 bis 17 noch geringfügig verdrehbar ist,
ist der Drehanschlag 23 in den Figuren 12 bis 14 wirksam. Aus eine Vergleich der Figuren
12 bis 17 wird deutlich, dass der Drehanschlag 23 einen am Innenumfang des Auslaufteiles
radial vorstehenden und hier stiftförmig ausgestalteten Anschlag 24 hat, der mit einem
in Ausströmrichtung weisenden und hier ebenfalls stiftförmig ausgestalteten Gegenanschlag
25 am Gelenkkopf 8 des Halteelements 9 zusammenwirkt.
[0044] In den Figuren 18 bis 23 ist ein Kugelgelenk 1 dargestellt, das dem in den Figuren
12 bis 17 gezeigten Kugelgelenk weitestgehend entspricht, jedoch wirkt der am Auslaufteil
9 in radialer Richtung vorstehende, stiftförmig ausgebildete Anschlag 24 mit zwei
Gegenanschlägen 25 zusammen, die beidseits des Anschlags 24 in Auslaufrichtung am
Halteelement 9 vorstehen. Das in den Figuren 18 bis 23 dargestellte Kugelgelenk 1
erlaubt zwar eine Schwenkbewegung des Auslaufteiles 5 in einer Schwenkebene, jedoch
wird eine Drehbewegung von Auslaufteil 5 und Anschlussteil 2 in Umfangsrichtung verhindert.
Die stiftförmigen Anschläge 24 und Gegenanschläge 25 der in den Figuren 12 bis 17
beziehungsweise 18 bis 23 dargestellten Drehanschläge 23 wirken auch bei voll ausgelenktem
Auslaufteil 5, das heißt die stiftförmigen Anschläge 24 beziehungsweise Gegenanschläge
25 sind von ihrer Länge so dimensioniert, dass auch bei maximaler Abwinklung auch
ein Kontakt der Anschläge 24 beziehungsweise Gegenanschläge 25 erfolgen kann.
[0045] In den Figuren 24 und 25 ist eine Kugelgelenk-Ausführung 1 dargestellt, in der die
stiftförmigen Anschläge 24 und Gegenanschläge 25 des Drehanschlags 23 nur in einer
Schwenkstellung zum Eingriff (vgl. Fig. 24) kommen, während der Drehanschlag in anderen
Schwenkpositionen (vgl. Fig. 25) nicht wirksam wird. Dies hat den Vorteil, dass in
der in Figur 24 dargestellten Schwenkposition ein auf das Auslaufteil aufgebrachtes
Drehmoment auch auf das Anschlussteil derart übertragen werden kann, dass genügend
Vorspannung auf die zwischen Kugelgelenk 1 und Auslaufarmatur vorgesehene Ringdichtung
26 aufgebracht werden kann. Ist ein solcher Drehanschlag 23 nicht vorgesehen, kann
das Kugelgelenk 1 nur durch einen entsprechenden Kraftangriff am Außenumfang des Anschlussteiles
2 einerseits oder durch Einstecken eines Schlüssels in das als Innen-Sechskant 27
ausgestaltete Hülseninnere des hülsenförmigen Halteelementes 9 andererseits durchgeführt
werden.
[0046] In den Figuren 26 bis 31 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei welcher
der in Figur 28 bzw. 29 dargestellte Schwenkwinkel α
1 stark von dem Schwenkwinkel α
2 abweicht, der in den Figuren 30 und 31 abgebildet ist. Eine solche Ausführungsform,
die in verschiedenen Schwenkrichtungen unterschiedliche maximale Schwenkwinkel erlaubt,
kann beispielsweise bei Bidetarmaturen sinnvoll sein, um den Schwenkbereich des Wasseraustrittes
einzuschränken und um zu verhindern, dass der Wasserstrahl über den Rand des Bidetbeckens
spritzt. Dabei wird aus den Figuren 26 bis 31 und insbesondere aus einem Vergleich
der Figuren 26, 28 und 30 deutlich, dass an der Auslaufstirnseite des Halteelements
9 einseitig eine Anschlagnase 43 vorsteht, an die sich das Halteelement 9 innenumfangsseitig
derart anlegen kann, dass eine weitere Schwenkbewegung des Auslaufteiles 5 begrenzt
wird. Während das Auslaufteil 5 bei Wirksamwerden der Anschlagnase 43 lediglich einen
Schwenkwinkel α
1 erreicht, kann das Auslaufteil 5 in der entgegengesetzten Schwenkrichtung, in der
die Anschlagnase 43 nicht wirksam werden kann, bis zu einem demgegenüber größeren
Schwenkwinkel α
2 ausgeschwenkt werden.
[0047] In den Figuren 32 bis 35 ist eine weitere Art einer Bewegungsbegrenzung dargestellt,
bei welcher die vom Verbindungsschaft 8 des Halteelements 9 durchsetzte Durchstecköffnung
11 derart oval ausgestaltet ist, dass eine Bewegung in der Zeichnungsebene ungehindert
möglich ist, während eine Relativbewegung zwischen Anschlussteil 2 und Auslaufteil
5 senkrecht zur Zeichnungsebene aufgrund der kurzen Achse der oval ausgestalteten
Durchstecköffnung 11 vergleichsweise stark eingeschränkt wird.
[0048] In den Figuren 36 und 37 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Kugelgelenks
1 dargestellt. Das Kugelgelenk 1 weist ein Anschlussteil 2 auf, das mit Hilfe eines
Innengewindes 4 an dem Wasserauslauf einer sanitären Auslaufarmatur befestigt werden
kann. Das Anschlussteil 2 des in den Figuren 36 und 37 gezeigten Kugelgelenks 1 ist
mit einem Auslaufteil 5 gelenkig verbunden. Dabei ist das Auslaufteil 5 mit einem
kugeligen Stirnendbereich 6 seiner Wandung zwischen einer formangepassten Gelenkpfanne
7 am Anschlussteil 2 einerseits und einem Gelenkkopf 8 an einem in der Innenhöhlung
des Auslaufteiles 5 vorgesehenen Halteelement 9 andererseits verschwenkbar gehalten.
Das Halteelement 9 durchsetzt mit einem am Anschlussteil 2 angreifenden Verbindungsschaft
10 eine Durchstecköffnung 11 des Auslaufteiles 5. Das Halteelement 9 ist hier hülsenförmig
ausgebildet und verbindet die Flüssigkeitskanäle des Anschlussteiles 2 sowie des Auslaufteiles
5 miteinander. Das Halteelement 9 weist an dem dem Anschlussteil 2 zugewandten Schaftende
seines Verbindungsschaftes 10 ein Außengewinde 44 auf, das in ein Innengewinde im
Anschlussteil 2 eingeschraubt werden kann. Die zwischen dem Außengewinde und dem Innengewinde
vorgesehene Schraubverbindung kann lösbar oder auch wasserdicht verklebt sein. Um
das Außengewinde des Halteelements 9 in das Innengewinde am Anschlussteil einschrauben
zu können, weist das hülsenförmige Halteelement 9 im Hülseninneren seines Verbindungsschaftes
10 eine hier als Innensechskant ausgestaltete Werkzeugangriffsfläche auf. In den Figuren
36 und 37 ist erkennbar, dass sich an den kugeligen Stirnendbereich 6 des Auslaufteiles
5 ein zylindrischer Teilbereich anschließt. Dabei ist das Auslaufteil 5 an seinem
zylindrischen Teilbereich mit einem hülsenförmigen Auslaufmundstück 45 lösbar verbunden,
das in seinem Hülseninneren eine als Strahlregler 46 ausgebildete sanitäre Funktionseinheit
trägt. Zwischen dem Haltelement 9 und dem Innenumfang des Auslaufteiles 5 ist eine
Ringdichtung 47 vorgesehen, die in einer Ringnut 48 am Innenumfang des Auslaufteiles
5 angeordnet ist. Diese Ringdichtung 47 liegt dichtend zwischen Halteelement 9 und
Auslaufteil 5 an.
[0049] Wie aus einem Vergleich des bereits oben näher beschriebenen Kugelgelenks gemäß den
Figuren 38 bis 40 einerseits und des in den Figuren 36 und 37 gezeigten Kugelgelenks
andererseits deutlich wird, weist das Kugelgelenk 1 in Figur 38 bis 40 eine Ringdichtung
49 auf, die zwischen den die Gelenkpfanne 7 bildenden Innenumfang des Anschlussteiles
2 und dem kugeligen Stirnendbereich 6 des Auslaufteiles 5 wirksam wird. Diese Ringdichtung
49 ist dabei in einer Ringnut 50 gehalten, die an dem dem Auslaufteil 5 zugewandten
Randbereich der Gelenkpfanne 7 angeordnet ist. Demgegenüber weist das Kugelgelenk
1 in den Figuren 36 und 37 eine Ringdichtung auf, die zwischen dem Halteelement 9
und dem Innenumfang des Auslaufteiles 5 wirksam ist. Möglich ist auch eine hier nicht
weiter dargestellte Ausführungsform, die mehrere Ringdichtungen hat, welche Ringdichtungen
beispielsweise zwischen dem Halteelement 9 und dem Innenumfang des Auslaufteiles 5
sowie zwischen der Gelenkpfanne 7 des Anschlussteiles 2 und dem Außenumfang des Auslaufteiles
5 angeordnet sind.
[0050] In den Figuren 41 und 42 ist ein Kugelgelenk 1 gezeigt, das an seinem ersten Gelenkteil
5 mit einer flexiblen Wasserleitung 60 verbunden ist, während das zweite, hier zuströmseitige
Gelenkteil 2 mit einem hier nicht dargestellten Eckventil verbunden oder am Wasserauslauf
einer sanitären Auslaufarmatur befestigt sein kann. Das erste Gelenkteil 5 weist an
seinem, dem Halteelement 9 abgewandten Endbereich ein Gewinde 61 auf, das mit einem
Gegengewinde 62 am benachbarten Leitungsanschluss 63 der flexiblen Wasserleitung 60
lösbar verschraubbar ist. Dabei beaufschlagt das erste Gelenkteil 5 mit seinem Stirnrandbereich
eine als Dichtring ausgebildete Ringdichtung 64, die im Inneren des Leitungsanschlusses
63 vorgesehen ist. Aus dem Teil-Querschnitt in Figur 41 wird deutlich, dass im Inneren
des ersten Gelenkteiles 5 eine als Durchflussmengenregler 65 ausgebildete sanitäre
Funktionseinheit vorgesehen ist, welche die maximale Durchflussleistung auf einen
festgelegten Wert begrenzt. Das erste Gelenkteil 5 weist dazu eine auslaufseitige
Einsetzöffnung auf, in welche der als sanitäre Funktionseinheit dienende Durchflussmengenregler
65 eingesetzt ist.
[0051] Das in den Figuren 41 und 42 gezeigte und beispielsweise mit einem Brauseschlauch
60 verbundene Kugelgelenk 1 erweist sich als besonders vorteilhaft, weil die Funktionen
eines Brauseknickschutzes und/oder eines Torsionsschutzes mit der Funktion einer Durchflussmengenregulierung
in einem Bauteil 1 realisiert werden können. Solche Brauseschläuche versagen häufig
aufgrund einer mechanischen Überbelastung an den Einspannstellen, d.h. also am Armaturenanschluss
oder am Brausegriffanschluss. Mit Hilfe des hier verwendeten Kugelgelenks 1 kann der
Brauseschlauch 60 formschön und effizient gegen eine mechanische Biegeüberlastung
gesichert werden, weil das Kugelgelenk 1 einen großen Kippwinkel aufnehmen kann, was
die flexible Wasserleitung 60 entsprechend entlastet. Durch die allseitige Beweglichkeit
des Kugelgelenks 1 ergibt sich die Möglichkeit, die flexible Wasserleitung 60 torsionsfrei
anzubringen, was bisher nur mit entsprechend aufwendig gestalteten Nippelkonstruktionen
möglich war. Die mit Hilfe des Kugelgelenks 1 erreichbare Torsionsfreiheit des Brauseschlauches
60 bietet dem Benutzer bei der Handhabe einer Dusch-, Küchen- oder dergleichen Handbrause
große Vorteile. Diese Handbrause kann beispielsweise an dem dem Kugelgelenk abgewandten
Ende der Wasserleitung 60 vorgesehen sein.
1. Kugelgelenk (1) mit einem ersten und einem zweiten Gelenkteil (5, 2) die gelenkig
miteinander verbunden sind und miteinander verbundene Flüssigkeitskanäle aufweisen
und von denen ein Gelenkteil (2) an einem Wasserzulauf lösbar befestigbar ist und
das andere Gelenkteil (5) als Wasserablauf ausgebildet oder mit einem Wasserablauf
lösbar verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gelenkteil (5) mit einem kugelkalotten- beziehungsweise kugelsegmentförmigen
oder dergleichen kugeligen Stirnendbereich (6) seiner Wandung zwischen einer formangepassten
Gelenkpfanne (7) am zweiten Gelenkteil (2) einerseits und einem Gelenkkopf (8) an
einem in der Innenhöhlung des ersten Gelenkteiles (5) vorgesehenen Halteelement (9)
andererseits verschwenkbar gehalten ist, dass das Halteelement (9) mit einem am zweiten
Gelenkteil (2) angreifenden Verbindungsschaft (10) eine Durchstecköffnung (11) des
ersten Gelenkteiles (5) durchsetzt und dass das Halteelement (9) die Flüssigkeitskanäle
des ersten Gelenkteiles (5) sowie des zweiten Gelenkteiles (2) miteinander verbindet.
2. Kugelgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den kugeligen Stirnendbereich (6) des ersten Gelenkteiles (5) ein zylindrischer
und sich vorzugsweise bis zum Wasserauslauf erstreckender Teilbereich anschließt.
3. Kugelgelenk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Gelenkteile (2, 5) und vorzugsweise am ersten Gelenkteil (5) eine sanitäre
Funktionseinheit (22, 65) mit zumindest einem Strahlregler, einem Durchflussmengenregler,
einem Durchflussbegrenzer, einem Rückflussverhinderer und/oder einem Vorsatzsieb vorgesehen
ist.
4. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Gelenkteile (2, 5) und vorzugsweise das erste Gelenkteil (5) mit einem
hülsenförmigen Auslaufmundstück lösbar verbunden ist, das in seinem Hülseninneren
die sanitäre Funktionseinheit trägt.
5. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Gelenkteile (2, 5) und vorzugsweise das erste Gelenkteil (5) eine auslaufseitige
Einsetzöffnung hat, in welche die sanitäre Funktionseinheit (22, 65) vorzugsweise
lösbar einsetzbar ist.
6. Kugelgelenk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsetzöffnung eine axiale Längserstreckung hat, die etwa gleich der oder geringfügig
größer als die Einbauhöhe der sanitären Funktionseinheit (22) ist.
7. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Gelenkteil (5) und dem zweiten Gelenkteil (2) ein Schwenkanschlag
wirksam ist, der die Schwenkbewegung der Gelenkteile (2, 5) relativ zueinander und
insbesondere des ersten Gelenkteiles (5) in einer definierten Schwenkrichtung vorzugsweise
einseitig begrenzt.
8. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) am abströmseitigen Randbereich seines Gelenkkopfes (8) einen
vom Innenumfang des ersten Gelenkteiles (5) beaufschlagbaren Schwenkanschlag trägt,
der vorzugsweise als Anschlagnase (43) ausgestaltet ist.
9. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gelenkteil (5) eine unrunde und/oder exzentrisch angeordnete Durchstecköffnung
(11) hat, welche als ein die Schwenkbewegung des ersten Gelenkteiles (5) begrenzender
Schwenkanschlag ausgestaltet ist.
10. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Gelenkteil (5) und dem zweiten Gelenkteil (2) und/oder zwischen
dem Halteelement (9) und ersten Gelenkteil (5) ein die Drehbewegung der Gelenkteile
(2, 5) zueinander begrenzender Drehanschlag (23) vorgesehen ist.
11. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehanschlag einen am ersten Gelenkteil (5) vorzugsweise radial vorstehenden
Anschlag (24) hat, der mit zumindest einem am Halteelement innenseitig vorzugsweise
in Ablaufrichtung vorstehenden Gegenanschlag (25) zusammenwirkt.
12. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (24) und/oder der zumindest eine Gegenanschlag (25) stiftförmig ausgestaltet
sind.
13. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehanschlag (23) die Drehbewegung in jeder Schwenkposition des ersten Gelenkteiles
(5) begrenzt.
14. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehanschlag die Drehbewegung des ersten Gelenkteiles (5) in Abhängigkeit von
dessen Schwenkposition freigibt oder begrenzt.
15. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (24) und der zumindest eine Gegenanschlag (25) in einer Schwenk-Endstellung
einander passieren.
16. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) mit einem Außengewinde (30) in ein Innengewinde (31) im zweiten
Gelenkteil (2) einschraubbar ist und/oder dass der Hülseninnenraum des Halteelements
(9) als Werkzeugangriffsfläche und insbesondere als Innensechskant (27) ausgestaltet
ist.
17. Kugelgelenk nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde des Halteelements (9) in das Innengewinde (31) im zweiten Gelenkteil
(2) lösbar einschraubbar oder darin wasserdicht verbunden ist.
18. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Gelenkteil (5, 2) und/oder zwischen dem Halteelement
(9) und dem ersten Gelenkteil (5) zumindest eine Ringdichtung (32) vorgesehen ist.
19. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Ringdichtung vorgesehen ist, und dass wenigstens eine Ringdichtung
zwischen dem ersten Gelenkteil (5) und dem Halteelement (9) und/oder zwischen dem
ersten Gelenkteil (5) und dem zweiten Gelenkteil (2) wirksam ist.
20. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass am Außenumfang des Halteelements (9), am Innen- oder Außenumfang des ersten Gelenkteiles
(5) und/oder am Innenumfang des zweiten Gelenkteiles (2) im Bereich der Gelenkpfanne
eine Ringnut zur Aufnahme einer Ringdichtung vorgesehen ist.
21. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) mit einem Verbindungsschaft (10) eine Durchstecköffnung am zweiten
Gelenkteil (2) durchsetzt, und dass der Verbindungsschaft (10) in der Durchstecköffnung
mittels eines am zuströmseitigen freien Schaftende des Verbindungsschaftes (10) angreifenden
Splint- oder Sicherungsringes (41) gesichert ist.
22. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) in seinem das erste Gelenkteil (5) hintergreifenden Teilbereich
(8) kappenförmig ausgestaltet ist.
23. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) in seinem kappenförmigen Teilbereich (8) zumindest eine Durchströmöffnung
(42) hat.
24. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Gelenkteil (2) ein Außen-oder Innengewinde (3, 4) vorgesehen ist, das
mit einem Innen- oder Außengewinde an der sanitären Auslaufarmatur lösbar verbindbar
ist.
25. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das am zweiten Gelenkteil (2) vorgesehene Außengewinde (3) an den auslaufseitigen
Umfangsrandbereich des Auslaufteils (5) angrenzt.
26. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Gelenkteile (2, 5) und vorzugsweise wenigstens das zweite Gelenkteil
(2) am Wasserauslauf einer sanitären Auslaufarmatur oder einer Wasserversorgungsleitung
lösbar befestigbar ist.
27. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Gelenkteile (2, 5) und vorzugsweise das erste Gelenkteil (5)
mit einem Brauseschlauch oder einer flexiblen Wasserleitung lösbar verbindbar ist.
28. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Gelenkteile (2, 5) und vorzugsweise das erste Gelenkteil (5)
mit einer Dusch-, Küchen- oder dergleichen Handbrause lösbar verbindbar ist.
29. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gelenkteil (5) als Auslaufteil und das zweite Gelenkteil (2) als Anschlussteil
ausgebildet ist.