[0001] Die Erfindung betrifft einen Anschlussbügelkorb gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen
Patentanspruchs 1.
Beschreibung
[0002] Anschlussbügelkörbe, Anschlusskörbe oder Bügelkörbe für Anschlussbewehrungen sind
Begriffe aus dem Beton- bzw. Stahlbetonbau. Im Stand der Technik ist ein Anschlussbügelkorb
im Dokument
DE 3210680 beschrieben. Dabei sind mehrere Längsstäbe mit einer Vielzahl von U-förmig gebogenen
und einen Quersteg aufweisenden Bügeln verbunden, wobei jeweils die einen Schenkel
der Bügel längsstabfrei sind. Die Anschlussbügelkörbe werden vorzugsweise bei Bautenübergängen
von Boden- oder Deckenelementen zu Wandelementen eingesetzt. In der Praxis hat sich
gezeigt, dass die freien Schenkelenden bei der Montage eine gewisse Flexibilität gewähren,
gleichzeitig aber durch die längsstabfreien Schenkel ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko
besteht.
[0003] Im Dokument
EP 0495135 wird zur Behebung dieses Verletzungsrisikos vorgeschlagen, einen der Längsstäbe unlösbar
an den einen Schenkeln anzuordnen, während die anderen, längsstabfreien Schenkel mit
einem lösbaren Längsstab verbunden sind, welcher leicht entfernbar sein soll. Einer
der Nachteile dieser Vorrichtung besteht darin, dass das Entfernen lösbarer Längsstäbe
mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist und gerade im kostensensiblen Baugewerbe
zu Zusatzkosten führt.
[0004] Es sind zudem Anschlussbügelkörbe bekannt, bei welchem die beschriebene Problematik
der Verletzungsgefahr bei längsstabfreien Schenkeln dadurch behoben werden soll, indem
die Enden der freien Schenkel mit einem U-förmigen Haken versehen sind. Einer der
Nachteile dieser Ausbildung der Anschlussbügelkörbe besteht darin, dass sich die Körbe
durch die abgebogenen Enden sowohl beim Stapeln und Entstapeln der Körbe vor oder
nach dem Transport ineinander verhaken. Des Weiteren verfangen sich auch andere aus
Armierungsstahl bestehende Anschlussbewehrungen bei deren Positionierung und beim
Verlegen in den Endhaken. Zudem ist nachteilig, dass sich das Endstück eines Betonvibrators
in den eingebauten Anschlussbügelkörben verfangen kann. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, dass bei der Herstellung dieser mit Haken versehenen Anschlussbügelkörbe gegenüber
den Anschlussbügelkörben ohne Haken ein zusätzlicher Arbeitsschritt nötig ist.
[0005] Aus
CH 675442 A5 ist ein Anschlussbügelkorb für Bauteile aus Stahlbeton bekannt, welcher mehrere zueinander
beabstandete U-förmige Bügel aufweist, welche mit senkrecht zu den Bügeln verlaufenden
Stäben verbunden sind, wobei die Verbindungsstäbe ausschliesslich an oder nahe den
freien Enden beider Schenkel der Bügel angeordnet sind. Dabei sind auf jeder Seite
der Bügel zwei oder mehr Verbindungsstäbe vorgesehen. Einer der Nachteile der Erfindung
besteht darin, dass die Bügel schlecht stabilisiert sind, so dass der Transport sowie
die Handhabung bei der Montage eines Korbs erschwert werden.
[0006] Aus
GB 1267474 A ist eine Bügelbewehrung für balkenförmige Träger aus Beton bekannt, wobei die Bügelbewehrung
aus zwei zusammengesteckten Bügelkörben gebildet wird, so dass die Bügelbewehrung
an verschiedene Trägerhöhen angepasst werden kann. Jeder Bügelkorb weist mindestens
je einen durchgehenden Längsstab an den Enden der freien Schenkel der Bügel auf, welche
der Aussteifung des Korbes dienen sollen. Nachträglich könnten im oberen Bereich der
Bügelbewehrung Montagestäbe bspw. durch Verrödelung angebracht werden.
[0007] Aus
DE 20 2005 013 048 U1 ist ein Bauelement zur Schubbewehrung von Betonbauteilen bekannt, welches aus einer
Mehrzahl von als Kopfbolzen ausgebildeten Schubbewehrungsbügeln besteht, wobei die
U-förmig ausgebildeten Kopfbolzen endständige Bolzenköpfe aufweisen. Die U-förmige
Ausbildung der Kopfbolzen würde gegenüber geschlossenen Schubbewehrungsbügeln ein
nachträgliches Einsetzen von Längsbewehrungsstäben ermöglichen. Es wird vorgeschlagen,
die U-förmigen Kopfbolzen aus verschweissten Einzelteilen zu bilden.
[0008] Aus
CH 681096 A5 ist ein Armierungskorb für Boden-Wandanschluss bekannt, welcher aus einer Vielzahl
U-förmig gebogener Bügel besteht, wobei jeweils ein vertikal angeordneter Bügel mit
einem horizontal angeordneten Bügel im Winkel von 90 Grad verschweisst ist, wobei
zwischen den Schenkel der vertikal angeordneten Bügel ein Stab zur Befestigung eines
Fugenbandes angeordnet ist, wobei eine Anzahl von im Winkel von 90 Grad verbundener
Bügel in regelmässigen Abständen mittels Längssstäben fest miteinander verbunden sind,
wobei die vertikalen Bügel längsstabfrei sind. Einer der Nachteile der Erfindung ist,
dass die längsstabfreien Enden der vertikalen Bügel bei der Handhabung ein Verletzungsrisiko
darstellen. Des Weiteren sind die freien Enden beim Transport des Armierungskorbs
geeignet, sich zu verhaken oder verklemmen.
[0009] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Anschlussbügelkorb vorzuschlagen,
welcher die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist. Insbesondere soll der
Anschlussbügelkorb kostengünstig herstellbar sein und eine sichere und effiziente
Montage auf Baustellen ermöglichen.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch einen Anschlussbügelkorb mit mehreren
in Abstand nebeneinander und parallel zueinander angeordneten, U-förmig gebogenen,
zwei Schenkel sowie einen Quersteg aufweisenden Bügeln, welche mit mindestens drei,
parallel zueinander auf Abstand angeordneten Längsstäben verbunden sind, wobei ein
erster und ein zweiter Längsstab mit den einen Schenkeln der Bügel verbunden sind,
wobei ein dritter Längsstab mit den jeweils anderen Schenkeln der Bügel verbunden
ist, wobei der erste und der dritte Längsstab jeweils im Bereich eines entsprechenden
freien Schenkelendes eines Bügel angeordnet sind.
[0011] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass keine hervor- oder abstehenden
Stäbe des Anschlussbügelkorbs vorhanden sind, welche eine Verletzungsgefahr darstellen
könnten. Dadurch können das Hantieren und die Montage der erfindungsgemässen Anschlussbügelkörbe
sicher erfolgen und Unfallgefahren werden dadurch reduziert. Damit ist der erfindungsgemässe
Anschlussbügelkorb geeignet, die Vorschriften und Empfehlungen, welche die Arbeitssicherheit
im Baugewerbe betreffen, zu erfüllen.
[0012] Es ist ein weiterer Vorteil der Erfindung, dass ein derartiger Anschlussbügelkorb
kostengünstig herstellbar ist und gleichzeitig die Stapelbarkeit mehrerer Körbe zu
einer Transporteinheit gewährt ist, was insbesondere mittels des zweiten Längsstabs
erzielt wird. Die Handhabung auf der Baustelle sowie das Verlegen der Bügelkörbe zwecks
Anschlussbewehrung werden mit dem erfindungsgemässen Anschlussbügelkorb erleichtert.
Störende Endhaken an den Anschlussbügelkörben sind nicht vorhanden, an welchen sich
bspw. das Endstück eines Betonvirbrators beim Vibrieren des ausgegossenen Betons verhaken
könnte.
[0013] Es ist ein anderer Vorteil der Erfindung, dass mittels der asymmetrischen Anordnung
der Längsstäbe eine ausreichende Verwindungssteifigkeit zum Transportieren und Hantieren
des Anschlussbügelkorbs erzielt wird. Zudem ist eine hohe Flexibilität des Anschlusskorbs
beim Verbauen, bspw. beim Ineinanderstellen zweier erfindungsgemässer Anschlusskörbe,
gewährleistet, da der jeweils eine Schenkel eines Bügels stets längsstabfrei ist.
[0014] In einer Ausführungsvariante der Erfindung sind die Längsstäbe des Anschlussbügelkorbs
unlösbar mit den Bügeln verbunden. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin,
dass insbesondere bei der Herstellung der Körbe eine einheitliche Verbindungstechnik
gewählt werden kann. So werden bspw. alle Längsstäbe mit bekannter Schweisstechnik
auf die vorab länglich ausgebildeten und später zu Bügeln gebogenen Stahlstäbe aufgeschweisst,
so dass jeweils eine feste und dauerhafte Verbindung realisiert ist. Die Biegung erfolgt
üblicherweise derart, dass die Längsstäbe im Anschlussbügelkorb innenliegend angeordnet
sind. Innenliegend bedeutet in diesem Zusammenhang, dass jeder Bügel einen zwischen
den jeweiligen Schenkel liegenden Innenbereich definiert, wobei jeder Längsstab in
besagtem Innenbereich angeordnet und mit dem jeweiligen Schenkel verbunden ist. Grundsätzlich
kann nach Bedarf die Biegung auch derart erfolgen, dass die Stäbe aussenliegend sind.
[0015] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung ist der Quersteg des Anschlussbügelkorbs
längsstabfrei ausgebildet. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass ein
Anschlussbügelkorb zwecks Anschluss in einen weiteren Bügelkorb und/oder in ein Armierungsnetz
und/oder andere bspw. aus mehreren Einzelstäben bestehenden Bewehrungen durchführbar
ist. Es sind also keine störenden Längsstäbe vorhanden, die vorab manuell abgeschlagen
oder entfernt werden müssten oder die ein Einfädeln des Bügelkorbs nach sich ziehen
würden.
[0016] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung weisen die Schenkel des Anschlussbügelkorbs
die Länge L auf, wobei der zweite Längsstab von den freien Enden der Bügel ungefähr
auf der halben Länge L an den Schenkeln befestigt ist. Einer der Vorteile der Erfindung
besteht darin, dass bei Anordnung des zweiten Längstabs auf ungefähr der halben Schenkellänge
einerseits ein stabiler Anschlussbügelkorb realisierbar ist, so dass die Bügel genügend
starr zusammengehalten werden. Andererseits wird durch diese Anordnung ermöglicht,
dass der Anschlussbügelkorb flexibel einsetzbar ist, bspw. beim Einsetzen des Korbs
in die Maschen eines Armierungsnetzes, in andere, aus einzelnen Armierungsstäben bestehenden
Bewehrungen oder in weitere Bügelkörbe.
[0017] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung ist der zweite Längsstab in dem
freien Schenkelende nahegelegenen Drittel der gesamten Länge L des Schenkels angeordnet.
[0018] In einer Ausführungsvariante der Erfindung sind der erste und der dritte Längsstab
des Anschlussbügelkorbs jeweils im Abstand h von den entsprechenden freien Schenkelenden
eines Bügels beabstandet. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass durch
diese Anordnung die Anforderungen an die Sicherheit beim Bau erfüllt sind. Da keine
abstehenden oder vorstehenden freien Enden von Bügeln eines Anschlussbügelkorbs vorhanden
sind, ist das Verletzungsrisiko minimal.
[0019] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung sind der erste und der dritte
Längsstab des Anschlussbügelkorbs jeweils am entsprechenden freien Schenkelende eines
Bügels angeordnet. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass die Längsstäbe
auch mit den Stirnseiten der Schenkelenden der Bügel verbunden sein können, bspw.
durch Schweissung oder Verklebung.
[0020] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist der zweite Längsstab des
Anschlussbügelkorbs zwischen dem freien Schenkelende eines Bügels und dem mit dem
Quersteg verbundenen Schenkelende angeordnet. Vorteilhafterweise können unterschiedliche
Bedürfnisse befriedigt bzw. Anforderungen an den Anschlussbügelkorb dadurch erfüllt
werden, indem der zweite Längstab näher beim Quersteg oder näher beim freien Ende
eines jeweiligen Schenkels angeordnet wird. So ist einerseits ein Anschlussbügelkorb
realisierbar, der eine ausreichende Stabilität aufweist, was sich insbesondere beim
Hantieren und Verlegen auszeichnet. Andererseits kann der zweite Längsstab derart
angeordnet werden, dass die Flexibilität beim Verlegen des Korbs und Verbinden mit
anderen Armierungselementen gewährt ist.
[0021] In einer Ausführungsvariante der Erfindung ist der zweite Längsstab des Anschlussbügelkorbs
an dem entsprechenden Schenkel eines Bügels mindestens um eine Bügelbreite b beabstandet
vom Quersteg eines Bügels angeordnet. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin,
dass ein stabiler und verdrehstarrer Korb realisierbar ist, welcher die notwendige
Freiheit zum Einbau in Armierungsnetze, andere Anschlussbügelkörbe oder weitere aus
Einzelstäben bestehenden Bewehrungen erlaubt.
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Hierbei gehen aus den Figuren und ihrer Beschreibung weitere wesentliche
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Fig. 1 zeigt in einer nicht massstabgetreuen Seitenansicht einen Bügel eines Anschlussbügelkorbs;
Fig. 1a zeigt in einer Detailansicht ein Schenkelende des Bügels des Anschlussbügelkorbs,
wobei zugleich ein beim Schenkelende verbundener Längsstab ersichtlich ist;
Fig. 2 zeigt den Anschlussbügelkorb in einer Vorderansicht mit mehreren Bügeln, welche
mittels Längsstäben verbunden sind, wobei hier eine abgebrochene Darstellung der Ansicht
gewählt worden ist;
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf des Anschlussbügelkorbs;
Fig. 4 zeigt zwei ineinander gestellte Anschlussbügelkörbe, wie sie beispielsweise
beim Armieren eines Übergangs von einem Boden- in einen Wandabschnitt eingesetzt werden;
Fig. 5 zeigt die beiden ineinander gestellten Anschlussbügelkörbe aus Fig. 4 in einer
Vorderansicht;
Fig. 6 zeigt eine weitere Verwendungsvariante zweier ineinander gestellter Anschlussbügelkörbe
in einer Seitenansicht;
Fig. 7 zeigt die beiden Anschlussbügelkörbe aus Fig. 6 in einer Vorderansicht;
Fig. 8 zeigt eine Vielzahl, insbesondere zum Zweck des Transports und Lagerung zu
einem Bund zusammengefasste Anschlussbügelkörbe in einer Seitenansicht;
Fig. 9 zeigt zwei ineinander gestapelte Bünde von Anschlussbügelkörben in einer Seitenansicht;
Fig. 10 zeigt eine weitere Möglichkeit, mehrere Bünde von Anschlussbügelkörben ineinander
zu stapeln und
Fig. 11 zeigt den erfindungsgemässen Anschlussbügelkorb in einer dreidimensionalen
Darstellung.
[0023] Figur 1 illustriert in einer Seitenansicht einen Anschlussbügelkorb 1 mit mehreren
in Abstand nebeneinander und parallel zueinander angeordneten, U-förmig gebogenen,
zwei Schenkel sowie einen Quersteg aufweisenden Bügeln. Die Schenkel sind mit mindestens
drei, parallel zueinander auf Abstand angeordneten Längsstäben verbunden. Mindestens
ein erster und ein zweiter Längsstab 6,7 sind mit den einen Schenkeln 2 der Bügel
10 verbunden. Mindestens ein dritter Längsstab 8 ist mit den jeweils anderen Schenkeln
3 der Bügel 10 verbunden. Der erste und der dritte Längsstab 6,8 sind jeweils im Bereich
bzw. nahe bei den freien Schenkelenden 11,12 eines Bügels 10 angeordnet. Üblicherweise
sind die beiden Längsstäbe 6,8 in gleichem Abstand von den jeweiligen Schenkelenden
beabstandet. Es kann aber vorgesehen sein, die Längsstäbe in unterschiedlichen Abständen,
jedoch stets nahe bei den Enden, zu befestigen. Erste und dritte Längsstäbe 6,8 können
auch an den Stirnseiten der Enden der Schenkel angeordnet sein, bspw. durch Verschweissung.Die
Befestigung bzw. Herstellung der Verbindung zwischen den üblicherweise aus Baustahl
gebildeten Längs- und Querstäben wird vorzugsweise mittels einer automatisierten Schweissanlage
realisiert. Vorzugsweise wird Stahl der Qualität B500 mit Duktilitätsklasse "B", gemäss
DIN 488 bzw. SIA 262, verwendet. Die Längsstäbe weisen gegenüber den Stäben der Bügel
vorzugsweise den gleichen oder einen geringeren Stabquerschnitt auf. Der Bügel 10
mit den Schenkeln 6,8 und dem Quersteg 4 wird durch Biegung aus einem Querstab gebildet.
Der Quersteg 4 eines Bügels 10 eines Anschlussbügelkorbs 1 ist frei von Längsstäben.
Das Bezugszeichen b bezeichnet die Breite des Anschlussbügelkorbs. Die Schenkel 2,3
weisen die Länge L auf. Dabei ist der zweite Längsstab 7 von den freien Enden 11 der
Bügel 10 vorzugsweise ungefähr auf der halben Länge L bzw. um den Abstand k von den
freien Enden 11 an den jeweiligen Schenkeln 2 befestigt. Der Abstand k liegt im Bereich
von wenigen Zentimetern bis ungefähr der Länge L.
[0024] Figur 1a illustriert in einer Detailansicht ein Schenkelende 11 des Bügels 10 des
Anschlussbügelkorbs 1, wobei zugleich ein beim Schenkelende 11 verbundener Längsstab
6 ersichtlich ist. Dieser ist vom Ende des Schenkels um den Abstand h beabstandet
angeordnet. Der Abstand h liegt vorzugsweise im Bereich von 0 bis wenigen Zentimetern.
In einer Ausführungsvariante ist der Abstand h gleich 0, so dass der Längsstab 6 an
der Stirnseite des Schenkelendes angeordnet und mit diesem verbunden ist.
[0025] Figur 2 illustriert den Anschlussbügelkorb 1 in einer Vorderansicht mit mehreren
Bügeln 10, welche mittels Längsstäben 7,8 verbunden sind. In dieser Figur ist in einer
abgebrochenen Darstellung der Anschlussbügelkorb verkürzt dargestellt.
[0026] Figur 3 illustriert eine Draufsicht des Anschlussbügelkorbs 1 mit mehreren Bügeln,
wobei hier ersichtlich ist, dass die Querstege 4 jedes Bügels längsstabfrei sind.
Die Längsstäbe 6 und 8 sind im Bereich der Enden der Schenkel der Bügel 10 angeordnet.
Das Bezugszeichen b bezeichnet die Breite des Anschlussbügelkorbs.
[0027] Figur 4 illustriert zwei ineinander gestellte Anschlussbügelkörbe 1 und 1', wie sie
beispielsweise beim Armieren eines Übergangs von einem Boden- in einen Wandabschnitt
eingesetzt werden. Die erfindungsgemässe Anordnung der Längsstäbe an den Bügeln erlaubt
eine flexible Verwendung der Anschlussbügelkörbe. Der zweite Längsstab 7,7' ist vorliegend
etwa auf halber Schenkellänge mit den Bügelschenkeln verbunden.
[0028] Figur 5 illustriert die beiden ineinander gestellten Anschlussbügelkörbe 1 und 1'
aus Figur 4 in einer Vorderansicht.
[0029] Figur 6 illustriert eine weitere Verwendungsvariante zweier ineinander gestellter
Anschlussbügelkörbe 1 und 1' in einer Seitenansicht. Der zweite Längsstab 7,7' ist
etwa auf halber Schenkellänge an den Bügelschenkeln verbunden.
[0030] Figur 7 illustriert die beiden Anschlussbügelkörbe 1 und 1' aus Figur 6 in einer
Vorderansicht.
[0031] Figur 8 illustriert eine Vielzahl, insbesondere zum Zweck des Transports und der
Lagerung zu einem Bund 2 zusammengefasste Anschlussbügelkörbe 1 in einer Seitenansicht.
[0032] Figur 9 illustriert zwei ineinander gestapelte Bünde 2 von Anschlussbügelkörben 1
in einer Seitenansicht.
[0033] Figur 10 illustriert eine weitere Möglichkeit, mehrere Bünde von Anschlussbügelkörben
ineinander zu stapeln.
[0034] Figur 11 illustriert den erfindungsgemässen Anschlussbügelkorb 1 mit drei Längsstäben
6,7,8, welche an mehreren Bügel 10 verbunden sind, wobei zwei Längsstäbe 6,8 nahe
den Enden 11,12 der jeweiligen Schenkel der Bügel angeordnet sind. An den Schenkeln
2 der Bügel 10 sind jeweils der erste Längsstab 6 und der zweite Längsstab 7 verbunden.
Die Querstege 4 der Bügel 10 sind dabei längsstabfrei gehalten, was eine hohe Flexibilität
beim Transport der Anschlussbügelkörbe und bei deren Verlegen bzw. Montieren auf der
Baustelle erlaubt.
Bezugszeichenlegende
[0035]
- 1
- Anschlussbügelkorb, Anschlusskorb, Bügelkorb
- 10
- Bügel eines Anschlussbügelkorbs
- 11,12
- freies Schenkelende
- 2,3
- Schenkel
- 4
- Quersteg
- 6
- erster Längsstab
- 7
- zweiter Längsstab
- 8
- dritter Längsstab
- b
- Breite, Bügelbreite
- h
- Abstand
- k
- Abstand
- L
- Länge
- 2
- Bund mehrerer Anschlussbügelkörbe
- 3
- Vielzahl von Bünden von Anschlussbügelkörben
1. Anschlussbügelkorb (1) mit mehreren in Abstand nebeneinander und parallel zueinander
angeordneten, U-förmig gebogenen, zwei Schenkel (2,3) sowie einen Quersteg (4) aufweisenden
Bügeln (10), welche mit mindestens drei, parallel zueinander auf Abstand angeordneten
Längsstäben (6,7,8) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
dass ein erster und ein zweiter Längsstab (6,7) mit den Schenkeln (2) der Bügel (10) verbunden
sind,
dass ein dritter Längsstab (8) mit den Schenkeln (3) der Bügel (10) verbunden ist,
dass der erste und der dritte Längsstab (6,8) jeweils im Bereich eines entsprechenden
freien Schenkelendes (11,12) des jeweiligen Bügels (10) angeordnet sind.
2. Anschlussbügelkorb (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstäbe (6,7,8) unlösbar mit den Bügeln (10) verbunden sind.
3. Anschlussbügelkorb (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (4) längsstabfrei ausgebildet ist.
4. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2,3) die Länge L aufweisen, wobei der zweite Längsstab (7) von den
freien Enden (11) der Bügel (10) auf ungefähr der halben Länge L an den Schenkeln
(2) befestigt ist.
5. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Längsstab (7) zwischen dem freien Schenkelende (11) des jeweiligen Bügels
(10) und dem mit dem Quersteg (4) verbundenen Schenkelende angeordnet ist.
6. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Längsstab (7) an dem entsprechenden Schenkel (11) des jeweiligen Bügels
(10) mindestens um eine Bügelbreite b beabstandet vom Quersteg (4) des jeweiligen
Bügels (10) angeordnet ist.
7. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der dritte Längsstab (6,8) jeweils im Abstand h von dem jeweils entsprechenden
freien Schenkelende (11,12) des jeweiligen Bügels (10) angeordnet sind, derart, dass
keine Verletzungsgefahr besteht.
8. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der dritte Längsstab (6,8) jeweils an der Stirnseite eines entsprechenden
freien Schenkelendes (11,12) eines Bügels (10) angeordnet sind.
9. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Bügel (10) und Längsstäbe (6,7,8) zwischen den jeweiligen Schenkel (2,3) liegenden
Innenbereich definiert, wobei jeder Längsstab (6,7,8) in besagtem Innenbereich angeordnet
und mit dem jeweiligen Schenkel (2,3) verbunden ist.
10. Anschlussbügelkorb (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Bügel (10) und Längsstäbe aus Betonstahl B500, vorzugsweise der Duktilitätsklasse
B, hergestellt sind.