(19)
(11) EP 2 292 865 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.03.2011  Patentblatt  2011/10

(21) Anmeldenummer: 10006081.3

(22) Anmeldetag:  11.06.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04D 13/03(2006.01)
E06B 1/70(2006.01)
E06B 1/34(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME RS

(30) Priorität: 14.07.2009 DE 102009033936

(71) Anmelder: ROTO FRANK AG
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Galm, Bernd
    74736 Hardheim (DE)
  • Wendel, Frank
    97265 Hettstadt (DE)

   


(54) Wohndachfenster mit einem Flügelrahmen und daran befestigtem Abdeckblech mit einer Endkappe


(57) Die Erfindung betrifft ein Wohndachfenster mit einem Flügelrahmen, an dem mindestens ein Abdeckblech (1) befestigt ist, das mit einer eine Stirnseite (17) des Abdeckblechs abdeckenden Endkappe (3) versehen ist. Dabei ist vorgesehen, dass die Endkappe (3) am Abdeckblech (1) mittels mindestens einer Rastverbindung (7) gehalten ist und dass die Endkappe (3) eine Aufnahmestufe (13) mit einer Stützfläche (14) und einer Abdeckfläche (15) aufweist, wobei die Stützfläche (14) an einer Unterseite (16) des Abdeckblechs (1) zumindest bereichsweise anliegt und die Abdeckfläche (15) der Stirnseite (17) gegenüberliegt, und wobei die Stufenhöhe der Aufnahmestufe (13) ebenso groß oder etwa ebenso groß ist wie die Blechstärke des Abdeckblechs (1).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Wohndachfenster mit einem Flügelrahmen, an dem mindestens ein Abdeckblech befestigt ist, das mit einer eine Stirnseite des Abdeckblechs abdeckenden Endkappe versehen ist.

[0002] Aus dem Stand der Technik sind Wohndachfenster bekannt, die derartige Endkappen aufweisen. Ziel ist es dabei, die Stirnseite des Abdeckblechs abzudecken beziehungsweise zu verschließen, um einen guten optischen Eindruck des Wohndachfensters zu erzielen. Zur Befestigung der Endkappe an dem Abdeckblech, welches seinerseits an dem Flügelrahmen des Wohndachfensters angeordnet ist, umgreift die Endkappe das Abdeckblech an dessen Stirnseite zumindest bereichsweise. Die Endkappe wird dabei derart auf das Abdeckblech aufgeschoben, dass dieses klemmend an der Endkappe gehalten ist. Auf diese Weise liegt ein Bereich der Endkappe auf einer Außenseite des Abdeckblechs auf, wodurch kein sauberer, stetiger Verlauf der Oberfläche des Abdeckblechs vorliegt. Die Stelle, an welcher das Abdeckblech in die Endkappe übergeht, ist deutlich erkennbar, da dort eine Art Schattenfuge vorliegt. Dies beeinträchtigt den optischen Eindruck des Wohndachfensters in nicht unerheblicher Weise.

[0003] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Wohndachfenster vorzustellen, welches diesen Nachteil nicht aufweist, sondern vielmehr eine einwandfreie Abstimmung von Abdeckblech und Endkappe und somit einen guten optischen Eindruck des Wohndachfensters gewährleistet.

[0004] Dies wird erfindungsgemäß mit einem Wohndachfenster mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass die Endkappe am Abdeckblech mittels mindestens einer Rastverbindung gehalten ist und dass die Endkappe eine Aufnahmestufe mit einer Stützfläche und einer Abdeckfläche aufweist, wobei die Stützfläche an einer Unterseite des Abdeckblechs zumindest bereichsweise anliegt und die Abdeckfläche der Stirnseite gegenüberliegt, und wobei die Stufenhöhe der Aufnahmestufe ebenso groß oder etwa ebenso groß ist wie die Blechstärke des Abdeckblechs. Um eine stabile und dauerhafte Verbindung zwischen Abdeckblech und Endkappe zu erzielen, ist die Rastverbindung vorgesehen. Diese stellt eine rastende Verbindung zwischen Endkappe und Abdeckblech her, die auch lösbar sein kann, wobei jedoch unbeabsichtigtes Lösen ausgeschlossen sein soll. Um den optisch einwandfreien Eindruck des Übergangs zwischen Abdeckblech und Endkappe umzusetzen, weist die Endkappe die Abdeckfläche auf. Diese liegt, nach einem Befestigen der Endkappe an dem Abdeckblech, der Stirnseite des Abdeckblechs gegenüber. Die Abdeckfläche ist zusammen mit der Stützfläche Teil der Aufnahmestufe.

[0005] Das Abdeckblech und insbesondere dessen Stirnseite sind zumindest bereichsweise in dieser Aufnahmestufe aufgenommen. Das bedeutet, dass die Unterseite des Abdeckblechs an der Stützfläche anliegt. Die Aufnahmestufe ist so dimensioniert, dass ein Übergang zwischen Abdeckblech und Endkappe im Wesentlichen stetig ist, also keine Schattenfugen vorliegen. Zu diesem Zweck weist die Aufnahmestufe eine Stufenhöhe auf, die im Wesentlichen ebenso groß ist wie die Blechstärke des Abdeckblechs. Das bedeutet, dass sobald das Abdeckblech auf der Stützfläche aufliegt, die Endkappe beziehungsweise eine Oberseite der Endkappe auf Stoß mit dem Abdeckblech angeordnet ist, sodass das Abdeckblech nicht über die Aufnahmestufe übersteht und auch keine geringere vertikale Erstreckung aufweist. Es kann vorgesehen sein, dass das Abdeckblech mittels der Rastverbindung auf die Stützfläche der Endkappe gedrängt wird. Dabei kann die Stützfläche gleichzeitig als Niederhalter beziehungsweise als Gegenstützelement für die Rastverbindung dienen.

[0006] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Abdeckblech ein Profilblech ist und insbesondere einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist. Das Abdeckblech weist also zumindest in seinem Querschnitt eine Formgebung auf, die beispielsweise an den Flügelrahmen des Wohndachfensters angepasst ist. Insbesondere ist das Abdeckblech so ausgebildet, dass nach einem Anbringen des Abdeckblechs an dem Wohndachfenster der Flügelrahmen zumindest bereichsweise in dem Abdeckblech angeordnet und somit von diesem vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Zu diesem Zweck kann das Abdeckblech den im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweisen. Das bedeutet jedoch lediglich, dass das Abdeckblech im Querschnitt gesehen zumindest drei Schenkel aufweist, die den U-förmigen Querschnitt ausbilden. Zusätzlich können weitere Elemente vorgesehen sein, beispielsweise Sicken, die in einen oder mehrere der Schenkel eingearbeitet sind. Das Profil des Abdeckblechs kann auch dazu ausgebildet sein, die Rastverbindungen mit auszubilden beziehungsweise die Endkappe an dem Abdeckblech zu halten.

[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Aufnahmestufe in ihrem Verlauf an das Profil des Abdeckblechs angepasst. Dabei ist die Aufnahmestufe zumindest an ein Querschnittsprofil beziehungsweise eine Innenkontur des Abdeckblechs angepasst. Auf diese Weise wird erreicht, dass das Abdeckblech nach der Montage der Endkappe in den vorgesehenen Bereichen durchgängig an der Stützfläche anliegt. Zu diesem Zweck ist die Endkappe beispielsweise als Gegenstück zu dem U-förmigen Querschnitt des Abdeckblechs vorgesehen.

[0008] Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Aufnahmestufe zumindest bereichsweise bogenförmig verläuft. In axialer Richtung des Abdeckblechs weist die Endkappe über ihren Querschnitt hinweg den bogenförmigen Verlauf der Aufnahmestufe auf. Es ist also zumindest ein Bogen beziehungsweise eine Krümmung vorgesehen. Dies gilt insbesondere für die Abdeckfläche der Aufnahmestufe, die in ihrem Verlauf derart ausgebildet ist, dass sie durchgehend an der Stirnseite des Abdeckblechs anliegt. Liegen also über den Querschnitt des Abdeckblechs gesehen unterschiedliche Axialerstreckungen des Abdeckblechs vor, so ist der Verlauf der Abdeckfläche beziehungsweise der Aufnahmestufe daran angepasst, um ein sauberes Anliegen des Abdeckblechs beziehungsweise der Stirnseite an der Abdeckfläche zu gewährleisten.

[0009] In einer bevorzugten Weiterbildung verschließt die Endkappe einen Endbereich des Abdeckblechs oder überragt diesen. Um den Flügelrahmen, der unter dem Abdeckblech angeordnet ist, vor äußeren Einflüssen zu schützen und gleichzeitig den guten optischen Eindruck des Wohndachfensters zu gewährleisten, ist der Endbereich des Abdeckblechs mittels der Endkappe verschlossen. Dies ist insbesondere dann vorgesehen, wenn das Abdeckblech ein Profilblech ist und den im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist. In diesem Fall soll der offene Querschnitt, der den Endbereich des Abdeckblechs darstellt, vollständig verschlossen sein beziehungsweise die Stirnseite des Abdeckblechs vollständig abgedeckt. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass die Endkappe zumindest bereichsweise über den Querschnitt des Abdeckblechs übersteht, diesen also überragt. Dies ist jedoch lediglich an Stellen vorgesehen, an welchen das Abdeckblech nicht in der Aufnahmestufe vorliegt, sodass der optische Eindruck des Wohndachfensters nicht beeinträchtigt ist.

[0010] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Rastverbindung mindestens eine das Abdeckblech durchsetzende Öffnung und einen in diese Öffnung eingreifenden Vorsprung der Endkappe auf. Die Rastverbindung weist also Rastmittel auf, wozu die Öffnung und der Vorsprung gehören. Zusätzlich kann ein Niederhalter vorgesehen sein. Die Öffnung ist in das Abdeckblech eingebracht und durchgreift dieses. Alternativ kann jedoch auch lediglich eine Rastvertiefung vorgesehen sein, also eine Öffnung, die an dem Abdeckblech vorgesehen ist, dieses jedoch nicht durchgreift. Nach Herstellen der Rastverbindung, beispielsweise durch Ineinanderstecken von Abdeckblech und Endkappe, greift der Vorsprung, welcher an der Endkappe vorgesehen ist, in die Öffnung ein. Damit ist eine formschlüssige Verbindung zwischen Abdeckblech und Endkappe hergestellt.

[0011] Eine bevorzugte Weiterbildung sieht mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordnete Rastverbindungen vor. Werden mehrere Rastverbindungen zur Befestigung der Endkappe an dem Abdeckblech verwendet, so kann, werden diese mit Abstand zueinander angeordnet, ein Verkippen von Abdeckblech und Endkappe gegeneinander verhindert werden. Dies erfolgt umso wirkungsvoller, je weiter die Rastverbindungen voneinander beabstandet sind. Mit Vorteil werden also zwei Rastverbindungen vorgesehen, wobei eine erste der Rastverbindungen auf einer Seite der Endkappe und eine zweite der Rastverbindungen auf einer gegenüberliegenden Seite vorgesehen sind.

[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Endkappe durch die Aufnahmestufe an dem Abdeckblech in Axialrichtung des Abdeckblechs abgestützt ist. Zu diesem Zweck stützt sich die Stirnfläche des Abdeckblechs an der Abdeckfläche der Endkappe ab. Die Abdeckfläche tritt also einer Fläche der Stirnseite des Abdeckblechs entgegen, wobei die beiden Flächen idealerweise vollflächig aneinander anliegen. Weil die Endkappe mittels der Rastverbindung an dem Abdeckblech gehalten ist und dabei vorzugsweise auf die Stützfläche gedrängt wird, kann das Abdeckblech nicht aus der Aufnahmestufe herausbewegt werden, womit das Abdeckblech in Axialrichtung an der Endkappe vorbeibewegbar wäre. Die Abstützung der Endkappe an dem Abdeckblech in dessen Axialrichtung liegt also vor, solange die Stützfläche an dem Abdeckblech anliegt.

[0013] In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Endkappe durch die Aufnahmestufe an dem Abdeckblech in lateraler Richtung gehalten. Durch das an der Stützfläche der Aufnahmestufe anliegende Abdeckblech ist somit eine laterale Fixierung gegeben. Diese kann beispielsweise durch die Ausbildung des Abdeckblechs als Profilblech vorliegen, indem das Abdeckblech einen Querschnitt aufweist, der die Endkappe im Querschnitt gesehen beidseitig - also auf gegenüberliegenden Seiten - umgreift.

[0014] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Stützfläche an ihrer der Abdeckfläche abgewandten Seite eine Aufschiebeschräge aufweist. Um das Aufschieben der Endkappe auf das Abdeckblech zu erleichtern, ist die Aufschiebeschräge vorgesehen. Die Stützfläche ist dabei so ausgebildet, dass das Abdeckblech beim Aufschieben der Endkappe auf das Abdeckblech auf die Aufschiebeschräge aufläuft und von diesem während des Aufschiebens in Richtung einer Montageposition gedrängt wird. Somit wird ein Verkanten der Endkappe an dem Abdeckblech während des Aufschiebens vermieden.

[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Es zeigen:
Figur 1
eine perspektivische Ansicht eines Abdeckblechs, das auf einer Stirnseite mit einer Endkappe versehen ist,
Figur 2
die Endkappe ohne Abdeckblech in einer Ansicht von oben, wobei eine Aufnahmestufe erkennbar ist,
Figur 3
eine weitere Ansicht der Endkappe, wobei Rastmittel erkennbar sind,
Figur 4
das Abdeckblech ohne Endkappe, wobei hier mit den Rastmitteln der Endkappe zusammenwirkende Rastmit- tel erkennbar sind, und
Figur 5
das Abdeckblech mit daran montierter Endkappe.


[0016] Die Figur 1 zeigt ein Abdeckblech 1, welches an seinem Endbereich 2 mit einer Endkappe 3 versehen ist. Das Abdeckblech 1 ist als Profilblech ausgebildet und weist einen - hier nicht erkennbaren - U-förmigen Querschnitt auf. Zusätzlich ist eine Sicke 4 in dem Abdeckblech 1 vorgesehen. Es ist deutlich erkennbar, dass eine Oberfläche 5 des Abdeckblechs 1 bündig in eine Oberfläche 6 der Endkappe 3 übergeht. Die Oberflächen 5 und 6 sind also auf Stoß angeordnet und weisen einen im Wesentlichen stetigen Übergang auf. Zu diesem Zweck ist die Endkappe 3 mit ihrer Kontur an die Kontur des Abdeckblechs 1 angepasst. Die Endkappe 3 ist mittels mehrerer Rastverbindungen 7 an dem Abdeckblech gehalten. In Figur 1 ist eine Rastzunge 8 erkennbar, die in der Sicke 4 verläuft und in eine Öffnung 9 (hier nicht erkennbar) eingreift, welche im Bodenbereich der Sicke 4 eingebracht ist. Die Rastzunge 8 füllt die Sicke 4 im Querschnitt gesehen im Wesentlichen aus. Das bedeutet, dass auch an dieser Stelle ein stetiger Übergang zwischen Oberfläche 5 und einer Oberfläche der Rastzunge 8 vorliegt. Somit ist ein einwandfreier optischer Eindruck eines Wohndachfensters (nicht dargestellt) gegeben, welches mindestens einen Flügelrahmen aufweist, an dem das Abdeckblech 1 zusammen mit der Endkappe 3 befestigt ist. Die Endkappe 3 kann dabei Bestandteil einer Befestigungsvorrichtung sein, welche zum Befestigen des Abdeckblechs 1 an den Flügelrahmen beziehungsweise dem Wohndachfenster dient.

[0017] Die Figur 2 zeigt die Endkappe 3 in einer Ansicht von oben. Erkennbar ist erneut die Rastzunge 8. Ebenso ist ein weiterer Rastvorsprung 10 einer weiteren Rastverbindung 7 sowie ein Niederhalter 11 dargestellt. Der Niederhalter 11 dient dazu, das Abdeckblech 1 gegen die Rastzunge 8 zu drängen und so eine Rastnase (nicht dargestellt) der Rastzunge 8 in der Öffnung 9 des Abdeckblechs 1 zu halten. Um die Endkappe 3 zum Befestigen des Abdeckblechs an dem Wohndachfenster beziehungsweise dem Flügelrahmen zu verwenden, ist eine Befestigungsvorrichtung 12 vorgesehen, mittels welcher die Endkappe 3 beispielsweise mit einem Halteelement verbunden werden kann. Die Endkappe 3 weist eine Aufnahmestufe 13 zur Aufnahme eines Bereichs des Abdeckblechs 1 auf. Die Aufnahmestufe 13 verfügt über eine Stützfläche 14 und eine Abdeckfläche 15. Nach einer Montage der Endkappe 3 an dem Abdeckblech 1 liegt die Stützfläche 14 zumindest bereichsweise an einer Unterseite 16 (siehe Figur 4) an, während die Abdeckfläche 15 einer Stirnseite 17 des Abdeckblechs 1 entgegentritt. Dabei ist die Stufenhöhe der Aufnahmestufe 13 - also die vertikale Erstreckung der Abdeckfläche 15 - im Wesentlichen genauso groß wie die Blechstärke des Abdeckblechs 1.

[0018] Mittels der Rastverbindungen 7 wird das Abdeckblech 1 mit seiner Unterseite 16 gegen die Stützfläche 14 gedrängt. Die Stützfläche 14 bildet dabei einen weiteren Niederhalter für die Rastzunge 8 beziehungsweise verhindert ein Herausrutschen des Rastvorsprungs 10 aus einer korrespondierenden Ausnehmung 18 (siehe Figur 4) des Abdeckblechs 1. In Figur 2 ist deutlich zu erkennen, dass die Aufnahmestufe 13 zumindest bereichsweise bogenförmig verläuft. Das bedeutet, dass die Abdeckfläche 15 über eine Quererstreckung der Endkappe 3 mindestens einen Bogen aufweist. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Stirnseite 17 des Abdeckblechs 1, wie in Figur 4 erkennbar, in Axialrichtung des Abdeckblechs 1 unterschiedlich weit vorstößt. Wie in Figur 4 am besten erkennbar, ist die Stirnseite 17 des Abdeckblechs 1 in dessen Mitte zurückgezogen, während es in Randbereichen weiter in Richtung der Endkappe 3 vorstößt. Um dennoch ein Anliegen der Abdeckfläche 15 an der Stirnseite 17 des Abdeckblechs 1 zu gewährleisten, ist, wie in Figur 2 ersichtlich, der Verlauf der Aufnahmestufe 13 an den Verlauf der Stirnseite 17 angepasst.

[0019] Die Endkappe 3 ist zur Anordnung der Stützfläche 14 in dem U-förmigen Abdeckblech 1 ausgebildet. Sie ist daher in ihren äußeren Bereichen abgeknickt, wobei diese abgeknickten Bereiche mit Schenkeln des U-förmigen Abdeckblechs 1 in Berührkontakt stehen, um die Endkappe 3 in lateraler Richtung an dem Abdeckblech 1 abzustützen beziehungsweise zu halten. Gleichzeitig stützt sich die Abdeckfläche 15 an der Stirnseite 17 des Abdeckblechs 1 ab, während die Rastverbindungen 7 das Abdeckblech 1 gegen die Stützfläche 14 drängen. Auf diese Weise ist die Endkappe 30 an dem Abdeckblech 1 gehalten, wobei gleichzeitig ein guter optischer Eindruck des Wohndachfensters vorliegt, da der Übergang zwischen den Oberflächen 5 und 6 im Wesentlichen stetig ist und keine Schattenfuge vorliegt.

[0020] Die Figur 3 zeigt eine weitere Ansicht der Endkappe 3. Erkennbar sind die Rastzunge 8 und der Rastvorsprung 10 sowie die Befestigungsvorrichtung 12, die, wie hier erkennbar ist, über Rastelemente 19 verfügt. Mit diesen Rastelementen 19 erfolgt eine Befestigung der Endkappe 3 an einem Befestigungsteil, welches beispielsweise an dem Flügelrahmen befestigt ist. Auf diese Weise kann die Endkappe 3 zusammen mit dem Abdeckblech 1 auf schnelle und einfache Weise an dem Flügelrahmen montiert werden.

[0021] Die Figur 4 zeigt das Abdeckblech 1 ohne die Endkappe 3. Das Abdeckblech 1 ist als Profilblech ausgebildet. Es ist unter anderem im Wesentlichen U-förmig ausgebildet und weist zusätzlich die Sicke 6 auf. Auf der Stirnseite 2 des Abdeckblechs 1 ist die Öffnung 9 im Bodenbereich der Sicke 4 eingebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite des Abdeckblechs 1 ist die Ausnehmung 18 randoffen in dem Abdeckblech 1 beziehungsweise einem Schenkel des Abdeckblechs 1 eingebracht. Zum Befestigen der Endkappe 3 an dem Abdeckblech 1 greift die Rastzunge 8 in die Öffnung 9 und der Rastvorsprung 10 in die randoffene Ausnehmung 18 ein. In diesem Montagezustand liegt die Unterseite 16 zumindest bereichsweise auf der Stützfläche 14 der Endkappe 3 auf und die Stirnseite 17 liegt an der Abdeckfläche 15 an.

[0022] Die Figur 5 zeigt schließlich die an dem Abdeckblech 1 montierte Endkappe 3, wobei eine Ansicht von unten dargestellt ist, also ein Bereich des Abdeckblechs 1 sichtbar ist, in welchem nach einer Montage an dem Wohndachfenster der Flügelrahmen angeordnet ist. Es ist deutlich erkennbar, wie die Rastzunge 8 in die Öffnung 9 eingreift, während der Niederhalter 11 ein Herausrutschen verhindert. Auf der gegenüberliegenden Seite greift der Rastvorsprung 10 in die randoffene Ausnehmung 18 ein. Lediglich angedeutet ist hier, dass die Unterseite 16 des Abdeckblechs 1 tatsächlich auf der Stützfläche 14 der Aufnahmestufe 13 ruht.

[0023] Mit dem Wohndachfenster, welches über das beschriebene Abdeckblech beziehungsweise die beschriebene Endkappe verfügt, ist ein hervorragender optischer Eindruck erzielbar. Die Endkappe 3 ist dabei im Wesentlichen ohne Überlappung an dem Endbereich 2 des Abdeckblechs 1 angeordnet. Somit fluchten die Oberflächen 5 und 6 im Wesentlichen, Endkappe 3 und Abdeckblech 1 sind also zumindest bereichsweise auf Stoß angeordnet.


Ansprüche

1. Wohndachfenster mit einem Flügelrahmen, an dem mindestens ein Abdeckblech (1) befestigt ist, das mit einer eine Stirnseite (17) des Abdeckblechs (1) abdeckenden Endkappe (3) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappe (3) am Abdeckblech (1) mittels mindestens einer Rastverbindung (7) gehalten ist und dass die Endkappe (3) eine Aufnahmestufe (13) mit einer Stützfläche (14) und einer Abdeckfläche (15) aufweist, wobei die Stützfläche (14) an einer Unterseite (16) des Abdeckblechs (1) zumindest bereichsweise anliegt und die Abdeckfläche (15) der Stirnseite (17) gegenüberliegt, und wobei die Stufenhöhe der Aufnahmestufe (13) ebenso groß oder etwa ebenso groß ist wie die Blechstärke des Abdeckblechs (1).
 
2. Wohndachfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (1) ein Profilblech ist und insbesondere einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist.
 
3. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmestufe (13) in ihrem Verlauf an das Profil des Abdeckblechs (1) angepasst ist.
 
4. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmestufe (13) zumindest bereichsweise bogenförmig verläuft.
 
5. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappe (3) einen Endbereich (2) des Abdeckblechs verschließt oder diesen überragt.
 
6. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindung (7) mindestens eine das Abdeckblech (1) durchsetzende Öffnung (9,18) und einen in die Öffnung (9,18) eingreifenden Vorsprung (8,10) der Endkappe (3) aufweist.
 
7. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordnete Rastverbindungen (7).
 
8. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappe (3) durch die Aufnahmestufe (13) an dem Abdeckblech (1) in Axialrichtung des Abdeckblechs (1) abgestützt ist.
 
9. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappe (3) durch die Aufnahmestufe (13) an dem Abdeckblech (1) in lateraler Richtung gehalten ist.
 
10. Wohndachfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (14) an ihrer der Abdeckfläche (15) abgewandten Seite eine Aufschiebeschräge aufweist.
 




Zeichnung