[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussschraube aus metallischem Werkstoff für eine
Flüssigkeitsleitung -- insbesondere für eine Ölleitung oder ein Ölgefäß -- mit einem
ein Außengewinde enthaltenden zylindrischen Schaft an einer Firstplatte, in welcher
zentrisch ein Sackloch mehreckigen Querschnitts als Aufnahmeorgan für ein Werkzeug
vorgesehen ist gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
EP-A-0 461 344 ist eine mit Sackloch versehene Kunststoffverschlussschraube bekannt.
[0004] Aus der
JP 57 151246 U ist eine Verschlussschraube bekannt, die auf einer einer Antriebsöffnung gegenüberliegenden
Seite ein Sackloch aufweist. Die Herstellung einer derartigen Schraube ist vergleichsweise
aufwändig. Die bekannte Schraube weist am Kopf einen Phasenabschnitt auf, in welchen
das Außengewinde ausläuft. Die bekannte Schraube kann nicht bis zur Anlage der Unterseite
des Kopfes in ein Innengewinde eingeschraubt werden, wodurch es bei der Herstellung
einer dichten Verbindung Probleme geben kann.
[0005] Verschlussschrauben dieser Art werden vor allem bei Kraftfahrzeugen eingesetzt und
müssen deshalb in großen Stückzahlen erzeugt werden. Dabei hat es sich bislang als
günstig erwiesen, dass ihre Herstellung in zumindest drei Fertigungsstufen erfolgen
muss. Dies verbessernd zu ändern, ist Aufgabe der Erfindung.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Anspruches; die Unteransprüche
geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen
aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen
offenbarten Merkmale.
[0007] Erfindungsgemäß ist der Schaft als mit dem Außengewinde versehener Rohrstumpf ausgebildet
und von der Stirnfläche des Schaftes der Verschlussschraube geht ein zum üblichen
Sackloch der Firstplatte koaxiales -- neu konzipiertes -- Sackloch aus. Von besonderer
Bedeutung ist, dass bei einem von der Firstplatte achswärts -- in einem längsschnittlichen
Winkel von bevorzugt 30° -- geneigten sowie sich firstwärts erweiternden Phasenabschnitt
als Übergang zum Rohrstumpf die rohrwärtige Fußkontur dieses Phasenabschnittes gleichzeitig
-- konstruktiv -- innere Ansatzlinie für das über diese Kontur radial hinausragende
Außengewinde sein soll. Im übrigen wird ein Durchmesser der Fußkontur des Phasenabschnitts
von 19,5 mm bevorzugt.
[0008] Als günstig hat es sich erwiesen, das Lochtiefste des Sackloches des Rohrstumpfes
einen von dessen Wandfläche zur Schraubenlängsachse geneigten Querschnitt aufweisen
zu lassen; vorteilhafterweise soll die Tiefe der Wandfläche etwa 8 mm betragen, insbesondere
7,8 mm.
[0009] Die Formgebung der erfindungsgemäßen Verschlussschraube umfasst auch, dass dem freien
Rohrrand des Rohrstumpfes zumindest ein -- und bevorzugt beidseits jeweils ein --
von diesem Rohrrand weg zur Firstplatte hin geneigter Phasenrand zugeordnet ist, wobei
der außen liegende Phasenrand in das Außengewinde übergehen soll.
[0010] Im Rahmen der Erfindung liegt vor allem ein Verfahren zum Herstellen dieser Verschlussschraube,
bei dem ein Rohling mit einem an eine Firstplatte angeformt anschließenden zylindrischen
Rohrstumpf erzeugt wird, dessen Innendurchmesser und Außendurchmesser kürzer geformt
werden als die vorgesehenen, diesen entsprechenden Durchmesser der Verschlussschraube;
der Rohrstumpf des Rohlings wird unter gleichzeitigem Erzeugen von Druck auf die innere
Wandfläche von dessen Sackloch aufgeweitet. Nach einem anderen Merkmal der Erfindung
wird in das Sackloch des Rohlingrohrstumpfes ein Druckstempel als Dornwerkzeug eingetrieben
und durch dieses die Wandung des Rohrstumpfes radial aufgeweitet.
[0011] Dabei hat es sich als günstig erwiesen, wenn die Außenfläche des Rohrstumpfes über
die Fußkontur des an die Firstplatte anschließenden -- querschnittlich achswärts geneigten
-- Phasenabschnitts des Rohlings radial hinausgedrückt wird; das Außengewinde soll
in die Rohraußenfläche des aufgeweiteten Rohrstumpfes eingeformt werden, vorteilhafterweise
in den achswärts von jener Fußkontur des Phasenabschnitts bestimmten Bereich des Rohrstumpfes.
Diese Einformung erfolgt vorteilhafterweise nach der Fertigung der oben beschriebenen
Gestalt der Verschlussschraube durch einen gesonderten Gewinderollvorgang.
[0012] Jedoch liegt im Rahmen der Erfindung auch ein Verfahren, in dessen Verlauf die Au-βenfläche
des Rohrstumpfes bei dessen Aufweitung gegen eine sie umgebende Formfläche mit Gewindenegativ
gepresst wird.
[0013] Bevorzugt ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohling (34) mit einem
an eine Firstplatte (12) angeformt anschließenden zylindrischen Rohrstumpf (36) erzeugt
wird, dessen Innendurchmesser (e
1) und Außendurchmesser (f
1) kürzer geformt werden als die vorgesehenen entsprechenden Durchmesser (e, f) der
Verschlussschraube (10), und dass der Rohrstumpf (36) des Rohlings unter Erzeugung
von Druck auf die innere Wandfläche (19
a) von dessen Sackloch (18
a) aufgeweitet wird.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in das Sackloch (18
a) des Rohrstumpfes (36) des Rohlings (34) ein dessen Innendurchmesser (e
1) querschnittlich übersteigender Abschnitt (52) eines Druckstempels (50) als Dornwerkzeug
eingeführt und der Rohrstumpf durch diesen/dieses radial aufgeweitet wird.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Außenfläche (38) des Rohrstumpfes
(36) über die Fußkontur (25) eines an die Firstplatte (12) anschließenden, querschnittlich
achswärts geneigten Phasenabschnitts (24) radial hinausgedrückt wird.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in die Rohraußenfläche (38) des
aufgeweiteten Rohrstumpfes (36) ein Außengewinde (22) eingeformt wird.
[0017] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Außengewinde (22) in den achsenwärts von der Fußkontur
(25) des Phasenabschnitts (24) bestimmten Bereich des Rohrstumpfes (36) eingeformt
wird.
[0018] Weiter bevorzugt ist vorgesehen, dass das Außengewinde (22) in die Außenfläche (38)
des Rohrstumpfes (36) auf dem Wege des Gewinderollens eingeformt wird.
[0019] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Außenfläche (38) des Rohrstumpfes
(36) gegen ein diesen umfangendes Formwerkzeug gepresst wird.
[0020] Von besonderer Bedeutung ist der für das Verfahren genutzte Rohling zum Herstellen
der Verschlussschraube; bei diesem schließt an die Firstplatte ein zylindrischer Rohrstumpf
eines Außendurchmessers sowie eines Durchmessers des Sackloches an, deren Maße kürzer
sind als die des Außendurchmessers und des Lochdurchmessers der eigentlichen Verschlussschraube;
der Durchmesser des Sackloches soll etwa 12 mm sowie der Außendurchmesser des Rohrstumpfes
etwa 19 mm messen, bevorzugt 19,2 mm. Die Maßdifferenz zum Endprodukt wird durch den
Aufweitungsvorgang kompensiert.
[0021] Vorzugsweise ist ein Rohling zum Herstellen einer Verschlussschraube (10) vorgesehen,
der dadurch gekennzeichnet ist, dass an die Firstplatte (12) des Rohlings (34) ein
zylindrischer Rohrstumpf (36) eines Außendurchmessers (f
1) sowie eines Durchmessers (e
1) des Sackloches (18
a) anschließt, deren Maße kürzer sind als die von Außendurchmesser (f) und Lochdurchmesser
(e) der Verschlussschraube (10).
[0022] In Weiterbildung des Rohlings ist mit Vorteil vorgesehen, dass der Außendurchmesser
(f
1) des Rohrstumpfes (36) am Rohling (34) kürzer ist als der Fußdurchmesser (g) des
Phasenabschnittes (24) an der Verschlussschraube (10).
[0023] Bevorzugt ist mit Vorteil vorgesehen, dass der Phasenabschnitt (24) des Rohlings
(34) mit der Rohlingslängsachse (A) einen Winkel (w) einschließt, der bevorzugt etwa
30° misst.
[0024] Der Rohling zeichnet sich bevorzugt aus durch einen Durchmesser (e
1) des Sackloches (18
a) von etwa 12 mm sowie eines Außendurchmessers (f
1) des Rohrstumpfes (36) von etwa 19 mm, bevorzugt von 19,2 mm.
[0025] Der Rohling ist vorzugsweise gekennzeichnet dadurch, dass dem Rohrrand (16
a) des Rohrstumpfes (36) beidseits jeweils ein vom Rohrrand weg geneigter Phasenrand
(15
a, 17
a) zugeordnet ist.
[0026] In Weiterbildung des Rohlings ist mit Vorteil vorgesehen, dass der äußere Phasenrand
(17
a) jenes Rohrstumpfes (36) in die zylindrische Rohraußenfläche (38) übergeht.
[0027] Auch hat es sich als günstig erwiesen, den Außendurchmesser des Rohrstumpfes am Rohling
kürzer zu wählen als den Fußdurchmesser des Phasenabschnittes an der Verschlussschraube;
letzterer -- sowie der Phasenabschnitt des Rohlings -- soll mit der Rohlingslängsachse
einen Winkel einschließen, der bevorzugt etwa 30° misst.
[0028] Nach einem anderen Merkmal der Erfindung ist auch dem Rohrrand des Rohrstumpfes beidseits
jeweils ein vom Rohrrand weg geneigter Phasenrand zugeordnet, wobei der äußere Phasenrand
in die zylindrische Rohraußenfläche übergeht.
[0029] Von erfinderischer Bedeutung ist auch ein Werkzeug, mit dem die Umformung des Rohlings
auf einfache Weise erfolgen kann; erfindungsgemäß ist in einem Gehäuse ein Druckstempel
als Dornwerkzeug einends festgelegt und dessen freiem Ende ein relativ dazu bewegbar
angeordneter Trag- oder Haltekopf mit einer Aufnahme für einen Rohling zugeordnet;
dessen Achse verläuft in der Mittelachse des Werkzeugs bzw. des Druckstempels. Günstig
ist zudem, dass an dem jenem dem Trag- oder Haltekopf fernen Ende des hülsenartigen
Gehäuses eine stationäre Sockelplatte vorgesehen ist, die ein Widerlager für den ihr
aufsitzenden Druckstempel bildet. Das freie Ende des teilweise von einem ein Stempelrohr
umfangenen Druckstempels soll erfindungsgemäß in eine zentrische Bohrung des Trag-
oder Haltekopfes eingreifen, wobei dann ein Druckkopf des Druckstempels den Mündungsrand
des Stempelrohres axial überragt. Dazu hat es sich als günstig erwiesen, wenn dieses
Stempelrohr andernends -- bevorzugt mit einem Tellerfuß -- einer stationären Standhülse
des Werkzeugs aufsitzt, die eine Auflagefläche für den die Standhülse durchsetzenden
Druckstempel bildet. Um den Druckvorgang zu verbessern, kann an jene Sockelplatte
ein zentrischer Drucksockel angeformt sein, der ein gemeinsames Widerlager für den
Druckstempel sowie die Standhülse bildet.
[0030] Bevorzugt wird ein Werkzeug zum Herstellen einer Verschlussschraube (10) eingesetzt,
das dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem Gehäuse (42) ein Druckstempel (50) als
Dornwerkzeug einends festgelegt und dessen freiem Ende ein relativ dazu bewegbar angeordneter
Trag- oder Haltekopf (68) mit einer Aufnahme für einen Rohling (34) zugeordnet ist,
wobei dessen Achse (A) in der Mittelachse (M) des Werkzeugs (40) bzw. des Druckstempels
verläuft.
[0031] Bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass dem hülsenartigen Gehäuse (42) an
jenem dem Trag- oder Haltekopf (68) fernen Ende eine stationäre Sockelplatte (44)
zugeordnet ist, die ein Widerlager für den ihr aufsitzenden Druckstempel (50) bildet.
Weiter bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass das freie Ende des teilweise
von einem ein Stempelrohr (54) umfangenen Druckstempels (50) in eine zentrische Bohrung
(70) des Trag- oder Haltekopfes (68) eingreift, wobei ein Druckkopf (52) des Druckstempels
den Mündungsrand (56) des Stempelrohres axial überragt.
[0032] Weiter bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass das Stempelrohr (54) andernends,
bevorzugt mit einem Tellerfuß (57), einer stationären Standhülse (48) des Werkzeugs
(40) aufsitzt, die eine Auflagefläche für den die Standhülse durchsetzenden Druckstempel
(50) bildet.
[0033] In Weiterbildung ist das Werkzeug gekennzeichnet, durch einen scheibenartigen zentrischen
Drucksockel (46) der Sockelplatte (44) als Widerlager für den Druckstempel (50) sowie
die Standhülse (48).
[0034] Bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass der Trag- oder Haltekopf (68) einer
Gleithülse (60) aufsitzt, die koaxial dem Druckstempel (50) sowie der Standhülse (48)
zugeordnet ist.
[0035] Weiter bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass der Durchmesser (q
1) des Drucksockels (46) dem aufsitzenden Durchmesser der Gleithülse (60) etwa entspricht.
[0036] Noch weiter bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass die Gleithülse (60) an
einem dem Drucksockel (46) zugeordneten Fußabschnitt (64
t) einen gegenüber diesem radial erweiterten Kopfabschnitt (64) aufweist.
[0037] Bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass die Gleithülse (60) mit dem Haltekopf
(68) von einem Führungsfutter (80) haltend umfangen sowie mit diesem relativ zu dem
Gehäuse (42) axial bewegbar angeordnet ist.
[0038] Weiter bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass zwischen der Sockelplatte
(44) sowie dem Führungsfutter (80) ein Kraftspeicher (78) angeordnet ist.
[0039] In Weiterbildung ist das Werkzeug gekennzeichnet durch ein Profilelement (78) aus
elastischem Werkstoff als Kraftspeicher.
[0040] Bevorzugt ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass der Kraftspeicher bzw. das Profilelement
(78) ringförmig um den Drucksockel (46) der Sockelplatte (44) gelegt ist. Weiter bevorzugt
ist bei dem Werkzeug vorgesehen, dass der im Trag- oder Haltekopf (68) sitzende Rohling
(34) bei dessen axialer Bewegung auf den Druckkopf (52) des Druckstempels (50) aufpressbar
angeordnet ist, wobei dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser (e
1) des Sackloches (18
a) des Rohlings.
[0041] Im Rahmen der Erfindung liegt auch, dass der Trag- oder Haltekopf des Werkzeugs einer
Gleithülse aufsitzt, die koaxial dem Druckstempel sowie der Standhülse zugeordnet
ist. Der Durchmesser des Drucksockels soll dem aufsitzenden Durchmesser der Gleithülse
dann etwa entsprechen.
[0042] Letztere weist im übrigen an einem dem Drucksockel zugeordneten Fußabschnitt einen
gegenüber diesem radial erweiterten Kopfabschnitt auf und soll mit dem Haltekopf von
einem Führungsfutter haltend umfangen sowie mit diesem relativ zu dem Gehäuse axial
bewegbar angeordnet werden.
[0043] Zur Unterstützung der Bewegung von Sockelplatte sowie dem Führungsfutter ist erfindungsgemäß
zwischen diesen Werkzeugteilen ein Kraftspeicher angeordnet, insbesondere ein Profilelement
aus elastischem Werkstoff. Dieses Profilelement ist bevorzugt ringförmig um den Drucksockel
der Sockelplatte gelegt und kann aus Materialsträngen unterschiedlicher Querschnittsform
hergestellt werden.
[0044] Schließlich hat es sich als günstig erwiesen, dass der im Trag- oder Haltekopf sitzende
Rohling bei dessen axialer Bewegung auf den Druckkopf des Druckstempels aufgepresst
zu werden vermag, wobei der Durchmesser des Druckstempels größer ist als der Durchmesser
des Sackloches im Rohling, d.h. beim Einschub des Druckstempels weitet sich der Rohling
auf.
[0045] Insgesamt ergibt sich ein bestechend einfaches Verfahren zum Herstellen der eingangs
erwähnten Verschlussschrauben.
[0046] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung; diese
zeigt in
Fig. 1: eine skizzenhafte Schrägsicht auf einen erfindungsgemäßen Rohling für eine
Verschlussschraube;
Fig. 2: einen Diametralschnitt durch die Verschlussschraube;
Fig. 3: eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung des Rohlings zur Herstellung der
Verschlussschraube;
Fig. 4: den Längsschnitt durch ein Werkzeug zum Herstellen der Verschlussschraube
mit oberhalb eines Pressstempels eingesetztem Rohling vor Beginn des Formvorganges;
Fig. 5: die der Fig. 4 entsprechende Darstellung des Werkzeuges am Ende des Formvorganges
mit entstandener Verschlussschraube;
Fig. 6: den Längsschnitt durch den Presstempel mit zugeordnetem Rohling.
[0047] Eine Verschlussschraube 10 für eine aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht wiedergegebene
Ölleitung oder ein Ölgefäß eines Kraftfahrzeuges weist an einer tellerartigen Firstplatte
12 axialer Höhe b von 4,5 mm sowie des Durchmessers d von etwa 27 mm einen zur Längsachse
A der Verschlussschraube 10 axial angeformten Rohrstumpf 14 des Außendurchmessers
f auf; die axiale Höhe a der Verschlussschraube 10 misst 19 mm, woraus sich eine Höhe
c des Rohrstumpfes 14 von 14,5 mm errechnet.
[0048] In den Rohrstumpf 14 ist ein -- von seiner als Rohrrand 16 ausgebildeten Stirnfläche
ausgehendes -- Sackloch 18 des Durchmessers e von 13,8 mm und der Wandtiefe c von
7,8 mm vorgesehen, dessen Tiefstes 20 von der Wandfläche 19 des Sackloches 18 zur
Schraubenlängsachse A hin -- querschnittlich gesehen -- zentrisch geneigt ist, also
eine flachkonische Fläche bildet. Jenen Rohrrand 16 begleitet zum Sackloch 18 hin
ein geneigter Phasenrand 15.
[0049] Ein solcher geneigter Phasenrand 17 umgibt den Rohrrand 16 auch von außen her und
geht über in ein Außengewinde 22. An den oberen Rand des Außengewindes 22 schließt
ein eingeformter, sich zur Firstplatte 12 in einem Querschnittswinkel w von 30° (s.
Fig. 3) konisch erweiternder Phasenabschnitt 24 axialer Höhe i von 2,5 mm an. Dessen
randwärtiger Fußdurchmesser g misst 19,5 mm. Das Außengewinde 22 setzt an die rohrwärtige
Fußkontur 25 des Phasenabschnitts 24 an und ragt radial über diese hinaus.
[0050] Von der Oberfläche 13 der Firstplatte 12 geht ein zentrisches Sackloch 28 sechseckigen
Querschnitts des Durchmessers z von etwa 4,8 mm (SW 10) sowie der Wandtiefe y von
7 mm aus. Auch dessen Lochtiefstes 30 ist querschnittlich von der Wandfläche 29 zur
Schraubenlängsachse A zentrisch geneigt, ebenfalls unter Bildung einer flachkonischen
Fläche. In dieses Firstsackloch 28 wird zum Drehen der Verschlussschraube 10 ein --
in der Zeichnung nicht wiedergegebenes -- Werkzeug eingesetzt.
[0051] Zum Herstellen der Verschlussschraube 10 wird ein in Fig. 3 dargestellter Rohling
34 aus Metall (beispielsweise aus 19 MnB4) hergestellt aus der -- das Firstsackloch
28 enthaltenden -- Firstplatte 12 sowie einen an sie angeformten zylindrischen Rohrstumpf
36; während die Firstplatte 12 in ihrer und ihres Sackloches 30 Bemaßung (b, d, y,
z) jener der fertigen Verschlussschraube 10 entspricht, ist zu deren Rohrstumpf 14
der Rohrstumpf 36 des Rohlings 34 unterschiedlich gestaltet. Die Rohraußenfläche 38
setzt hier an dem der Firstplatte 12 fernen Ende des -- ebenfalls die Endmaße g, w
aufweisenden -- geneigten Phasenabschnitts 24 an; der Durchmesser f1 ihrer Zylinderkontur
beträgt 19,2 mm, ist also um 1,77 mm kürzer als der Außendurchmesser f an der fertigen
Verschlussschraube 10. Der Durchmesser e1 des im Rohling 34 vorhandenen, an den inneren
Phasenrand 15a des Rohrrandes 16a anschließenden Sackloches 18a misst 12 mm, ist also
1,8 mm kürzer als der Durchmesser e an der fertigen Verschlussschraube 10. Der äußeren
Phasenrand ist hier mit 17a bezeichnet.
[0052] Zur Fertigung der Verschlussschraube 10 aus dem Rohling 34 wird dessen Rohrstumpf
36 etwa durch Eintreiben eines Dornes in das Sackloch 18a und Druckerzeugung auf des
letzteren Wandfläche 19a maßgenau zum Rohrstumpf 14 aufgeweitet, wobei problemlos
das Außengewinde 22 geformt zu werden vermag.
[0053] Ein Werkzeug 40 für eine bevorzugte Art der Herstellung der Verschlussschraube 10
ist den Fig. 4 bis 6 zu entnehmen. Koaxial zu dessen Mittelachse M ist einem zylindrischen
Werkzeuggehäuse 42 des beispielsweisen Außendurchmessers q von 120 mm eine Sockelplatte
44 mit zentrisch angeformtem Drucksockel 46 eines Durchmessers q1 von 60 mm und einer
Höhe n1 von 21,5 mm sowie mit einer radialen Stufenbohrung 45 zugeordnet.
[0054] Auf dem Drucksockel 46 sitzt eine Standhülse 48 der Länge n2 von etwa 47 mm mit einer
Axialbohrung 47, die einen querschnittlich erweiterten Endabschnitt 47t des Durchmessers
t1 von 16 mm anbietet. Diese Axialbohrung 47, 47t nimmt einen Druckstempel 50 als
Dornwerkzeug auf, den oberhalb der Standhülse 48 ein Stempelrohr 54 der Länge n von
nahezu 60 mm aus einem Rohrabschnitt 55 mit diesem einends angeformtem Tellerfuß 57
des Durchmessers t3 von etwa 40 mm umfängt; der äußere Rohrdurchmesser t2 misst 21
mm, der Innendurchmesser t des Rohrinnenraumes 58 etwa 14 mm. Letzterer setzt sich
nach unten hin durch jene Axialbohrung 47 der Standhülse 48 fort. Neben der Axialbohrung
47, 47t und zu ihr in radialem Abstand verläuft in der Standhülse 48 noch eine achsparallele
Bohrung 49 engeren Durchmessers, die mit einer entsprechenden Bohrung 49a in der Sockelplatte
44 fluchtet.
[0055] An der Standhülse 46 des Durchmessers q2 ist außen eine Gleithülse 60 einer Höhe
von etwa doppeltem Maß der erwähnten Länge n2 angebracht; deren Unterkante 62 sitzt
in Fig. 5 dem zentrischen Drucksockel 46 der Sockelplatte 44 auf. Die zylindrische
Außenfläche der unteren Hälfte bzw. des Fußabschnitts 64t der Gleithülse 60 setzt
die Außenfläche des Drucksockels 46 fort und begrenzt einen zylindrischen Hohlraum
63. In einem der Länge n2 der Standhülse 48 etwa entsprechenden Abstand zu jener Unterkante
62 beginnt ein breiterer Kopfabschnitt 64 der Gleithülse 60, die auf ihrer Firststirn
66 einen Haltekopf 68 -- aufwärts sich verjüngenden Querschnitts -- mit zentrischer
Bohrung 70 trägt; diese nimmt das obere Ende des Rohrabschnitts 55 des Stempelrohres
54 auf, dessen Außendurchmesser t2 den Durchmesser der Bohrung 70 bestimmt. Die Höhe
n3 des Haltekopfes 68 ist geringfügig kürzer als die Länge n2 der Standhülse 48.
[0056] Zwischen dem äußeren Werkzeuggehäuse 42 einerseits sowie der Gleithülse 60 und dem
Haltekopf 68 anderseits verläuft ein den Zwischenraum füllendes, ebenfalls hülsenähnliches
Führungsfutter 80. Dieses umfängt die Gleithülse 60 sowie den Haltekopf 64 schlüssig
und kann mit diesen inneren Teilen zusammen als Einheit im Werkzeuggehäuse 42 axial
verschoben werden. Im Bereich jenes Hohlraumes 63 ist sie mit einem Gewinde 81 für
eine Schraubhülse 84 ausgestattet, die in jenem Hohlraum 63 verläuft.
[0057] Mit 43 ist ein zur Mittelachse M hin gerichteter Führungsrand des Gehäuses 42 bezeichnet,
mit 41 ein radiales Führungsorgan, das in eine achsparallele Führungsausnehmung 82
des Führungsfutters 80 eingreift.
[0058] Der Firstabschnitt der Bohrung 70 ist querschnittlich an die Konstruktionsgestalt
der Verschlussschraube 10 angepasst, d.h. der Durchmesser der Bohrung 70 entsprichtmit
geringem Spiel -- dem Außendurchmesser f des Rohrstumpfes 14 der Verschlussschraube
10 und erweitert sich etwa in einem der axialen Höhe b der Firstplatte 12 entsprechenden
Abstand von der Stirnfläche 76 des Haltekopfes 68 von einer konischen Ringebene 72
der Bohrungswand 71 -- entsprechend den geneigten Phasenabschnitten 24 der Verschlussschraube
10 -- bis zu einer Stufe 74, auf welche gemäß Fig. 4 die Firstplatte 12 des Rohlings
34 aufgelegt wird. Der Umfang von dessen Rohrstumpf 36 verläuft in einem Ringabstand
zu der Bohrungswand 71 der zentrischen Bohrung 70.
[0059] Während dieses Einsetzvorganges steht der Phasenrand 15a des Rohlings 34 -- in Abstand
zum Mündungsrand 56 des Rohrabschnitts 55 -- auf dem entsprechend einwärts geneigten
First- oder Phasenrand 51 des endwärtigen Abschnittes oder Druckkopfes 52 jenes Druckstempels
50, welcher den Mündungsrand 56 des Stempelrohres 54 entsprechend überragt. Der Durchmesser
dieses Firstrandes 51 entspricht dem Durchmesser e des Sackloches 18 der Verschlussschraube
10, ist also größer als der entsprechende Durchmesser e1 am Rohling 34.
[0060] Für den Druck- oder Formvorgang wird das Führungsfutter 80 innerhalb des Gehäuses
42 in Formrichtung x zur Sockelplatte 44 hin gegen einen bei 78 angedeuteten Profilring
etwa kreisförmigen Querschnittes aus elastischem Werkstoff abgesenkt, d.h. der Abstand
s zwischen ihnen wird vermindert, wobei der Stempel- oder Druckkopf 52 des stehenden
Druckstempels 50 in das Sackloch 18a des Rohlings 34 eindringt und den Rohrstumpf
36 aufweitet, bis dessen Außenfläche 38 der Bohrungswand 71 der Bohrung 70 anliegt.
Das Maß k von hier 7 mm des Druckweges ist in Fig. 5 erkennbar. Jener zwischen Sockelplatte
44 und Führungsplatte 80 angeordnete Profilring 78 kann im übrigen querschnittlich
auch anders gestaltet sein, als dies in Fig. 5 skizziert ist; gegebenenfalls ist er
als Hohlprofil ausgebildet.
[0061] Nach dem Ausformvorgang wird die noch nicht ganz fertige Verschlussschraube 10
r aus dem Haltekopf 68 herausgenommen und ihr aufgeweiteter Rohrstumpf 36 mit dem Außengewinde
22 ausgestattet; dann ist die Verschlussschraube 10 einsatzbereit.
1. Verschlussschraube aus metallischem Werkstoff für eine Flüssigkeitsleitung, insbesondere
für eine Ölleitung oder ein Ölgefäß, mit einem ein Außengewinde (22) enthaltenden
zylindrischen Schaft (36) an einer Firstplatte (12), in welcher zentrisch ein Sackloch
(28) mehreckigen Querschnitts als Aufnahmeorgan für ein Werkzeug vorgesehen ist, wobei
der Schaft (36) als mit dem Außengewinde (22) versehener Rohrstumpf (14) ausgebildet
ist sowie von der Stirnfläche (16) des Schaftes ein zum Sackloch (28) der Firstplatte
(12) koaxiales Sackloch (18) ausgeht, und wobei ein eine rohrwärtige Fußkontur (25)
aufweisender, von der Firstplatte (12) achswärts geneigter Phasenabschnitt (24) als
Übergang zum Schaft (36) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die rohrwärtige Fußkontur (25) des Phasenabschnitts innere Ansatzlinie für das über
diese Kontur radial hinausragende Außengewinde (22) ist.
2. Verschlussschraube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sich firstwärts erweiternde Phasenabschnitt (24) der Verschlussschraube (10)
mit der Schraubenlängsachse (A) längsschnittlich einen Winkel (w) einschließt, der
bevorzugt etwa 30° misst.
3. Verschlussschraube nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Durchmesser (g) der Fußkontur (25) des Phasenabschnitts (24) von 19,5 mm.
4. Verschlussschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochtiefste (20) des Sackloches (18) des Rohrstumpfes (14) einen von dessen Wandfläche
(19) zur Schraubenlängsachse (A) geneigten Querschnitt aufweist.
5. Verschlussschraube nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Tiefe (c) der Wandfläche (19) von etwa 8 mm, insbesondere von 7,8 mm.
6. Verschlussschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rohrrand (16) zumindest ein von diesem weg firstwärts geneigter Phasenrand (15
bzw. 17) zugeordnet ist.
7. Verschlussschraube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rohrrand (16) beidseits jeweils ein vom Rohrrand weg firstwärts geneigter Phasenrand
(15, 17) zugeordnet ist.
8. Verschlussschraube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Phasenrand (17) in das Außengewinde (22) übergeht.
9. Verwendung einer Verschlussschraube nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem
von der Stirnfläche (16) des Schaftes ausgehenden Sackloch (18) als Verschlussschraube
für eine Ölleitung oder ein Ölgefäß.