[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Glühkerze bei laufendem
Motor, wobei aus einer Bordnetzspannung eine Effektivspannung erzeugt und an die Glühkerze
angelegt wird.
[0002] Für selbstzündende Verbrennungskraftmaschinen sind beispielsweise aus der
DE 10 2005 026 074 A1 Glühkerzen bekannt, die einen integrierten Brennraumdrucksensor aufweisen. Derartige
Druckmessglühkerzen werden verwendet, um den Brennraumdruck kontinuierlich oder quasi
kontinuierlich zu messen und einem Motorsteuerungsgerät zu melden, welches die Einspritzung
von Kraftstoff unter Berücksichtigung des Brennraumdrucks regelt.
[0003] Mit modernen Motorsteuerungsgeräten kann auf diese Weise ein niedrigerer Kraftstoffverbrauch
und eine höhere Lebensdauer des Motors erzielt werden. Allerdings werden durch die
Integration eines Brennraumdrucksensors die Herstellungskosten von Glühkerzen erhöht.
Dies fällt umso stärker ins Gewicht, je kürzer die Lebensdauer einer Glühkerze ist.
Ständiges Ziel bei der Entwicklung von Glühkerzen und Glühkerzensteuergeräten ist
es deshalb, einerseits Herstellungskosten zu senken und andererseits die Lebensdauer
von Glühkerzen zu erhöhen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie bei Kraftfahrzeugen
mit Dieselmotoren Kosten eingespart werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0006] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren werden während eines Arbeitszyklus des Zylinders
jeweils mehrere Messwerte des in dem Zylinder herrschenden Brennraumdrucks gemessen
und für die einzelnen Messwerte jeweils die Winkelstellung der Kurbelwelle ermittelt.
Aus dem Verlauf des in Abhängigkeit von der Winkelstellung der Kurbelwelle gemessenen
Brennraumdrucks wird eine Kenngröße des Verbrennungsvorgangs ermittelt, der ermittelte
Wert der Kenngröße mit einem Sollwert verglichen und die Effektivspannung auf einen
zum Erreichen des Sollwerts erforderlichen Mindestwert eingestellt. Als Kenngröße
des Verbrennungsvorgangs kann beispielsweise die Winkelstellung der Kurbelwelle bei
einem Maximum des Brennraumdrucks verwendet werden.
[0007] Mit einem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Lebensdauer einer Glühkerze wesentlich
verlängert werden, ohne dass die Qualität der Verbrennung beeinträchtigt wird. Indem
bei einem erfindungsgemäßen Verfahren durch Auswertung des in Abhängigkeit vom Kurbelwellenwinkel
gemessenen Brennraumdrucks die Qualität der Verbrennung fortlaufend überwacht werden
kann, lässt sich die Temperatur der Glühkerze durch Reduzieren der Effektivspannung
auf den für eine optimale Verbrennung erforderlichen Mindestwert reduzieren. Eine
eventuell zu starke Absenkung kann praktisch sofort erkannt und korrigiert werden.
Die thermische Belastung der Glühkerze kann auf diese Weise auf ein Mindestmaß reduziert
und die Lebensdauer entsprechend gesteigert werden.
[0008] Für eine gute Verbrennung des Kraftstoffs in einem selbstzündenden Motor ist eine
vom Motorzustand abhängige Mindesttemperatur der Glühkerze erforderlich. Während eine
zu niedrige Temperatur der Glühkerze zu einer erheblichen Verschlechterung des Verbrennungsverhaltens
führt, hat ein Überschreiten der Mindesttemperatur keinen oder nur einen vernachlässigbaren
Einfluss auf die Qualität der Verbrennung. Bei bekannten Glühkerzensteuergeräten wird
deshalb eine Betriebstemperatur der Glühkerzen eingestellt, die der im ungünstigsten
Fall erforderlichen Mindesttemperatur entspricht und deshalb die meiste Zeit unnötig
hoch ist. Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Kerzentemperatur
in allen Betriebszuständen des Motors auf die für eine optimale Verbrennung erforderliche
Mindesttemperatur gesenkt werden. Insbesondere kann eine Glühung praktisch sofort
beendet werden, wenn kein Bedarf mehr besteht.
[0009] Der Sollwert der Kenngröße des Verbrennungsvorgangs kann fest vorgegeben werden und
beispielsweise als unveränderliche Konstante in dem Speicher eines Glühkerzensteuergeräts
gespeichert sein. Vorteilhaft ist es aber auch möglich, dass der Sollwert in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl und/oder in Abhängigkeit von der Motorlast vorgegeben wird.
Der Sollwert der Kenngröße des Verbrennungsvorgangs kann dem Glühkerzensteuergerät
von einem Motorsteuergerät vorgegeben werden. Möglich ist es aber auch, dass das Glühkerzensteuergerät
den Sollwert in Abhängigkeit von der Motordrehzahl selbst ermittelt. Dies ist ohne
größeren Aufwand möglich, da das Glühkerzensteuergerät für die einzelnen Messwerte
des Brennraumdrucks jeweils die Winkelstellung der Kurbelwelle ermittelt und deshalb
die zur Bestimmung der Drehzahl erforderlichen Informationen vorliegen hat. Aus der
Motordrehzahl und/oder der Motorlast kann der Sollwert beispielsweise mittels einer
Kennlinie oder eines Kennlinienfeldes ermittelt werden.
[0010] Wie bereits erwähnt, kann als Kenngröße des Verbrennungsvorgangs der Kurbelwellenwinkel,
bei dem der Brennraumdruck maximal ist, verwendet werden. Da einzelne Messwerte unvermeidlich
mit Messfehlern behaftet sind und deshalb oft eine erhebliche Fluktuation zeigen,
kann in manchen Fällen die genaue Lage des Maximums aus den zur Verfügung stehenden
Messwerten nur mit einer erheblichen Ungenauigkeit ermittelt werden. Um diesem Problem
zu begegnen kann als Kenngröße beispielsweise auch das Verhältnis zwischen zwei Integralen
des Brennraumdrucks über verschiedenen Kurbelwellenwinkelbereichen verwendet werden.
[0011] Beispielsweise kann das Integral das Brennraumdrucks von einem ersten Kurbelwellenwinkel,
beispielsweise dem Beginn des Arbeitszyklus oder des Maximaldruckes, bis zu einem
zweiten Kurbelwellenwinkel, beispielsweise dem Kurbelwellenwinkel, bei dem eine Zündung
des Kraftstoffgemisches optimalerweise erfolgen sollte, in Relation zu einem zweiten
Intergral, das bevorzugt an das erste Integral unmittelbar anschließt, ins Verhältnis
gesetzt werden. Bei einer solchen Vorgehensweise wird die Kenngröße aus dem Brennraumdruck
also ermittelt, indem ein erstes Integral des Brennraumdrucks zwischen zwei vorgegebenen
Kurbelwellenwinkeln berechnet wird, ein zweites Intergral zwischen zwei vorgegebenen
Kurbelwellenwinkeln berechnet wird und die Kenngröße als Quotient aus den beiden Integralen
berechnet wird. Die obere Integrationsgrenze des ersten Integrals kann mit der unteren
Integrationsgrenze des zweiten Integrals übereinstimmen, jedoch ist dies nicht zwingend
erforderlich. Als untere Integrationsgrenze des ersten Integrals kann der Beginn des
Arbeitszyklus oder ein beliebiger späterer Wert des Kurbelwellenwinkels verwendet
werden. Entsprechend kann als obere Integrationsgrenze des zweiten Integrals das Ende
des Arbeitszyklus oder ein kleinerer Wert des Kurbelwellenwinkels verwendet werden.
[0012] Ein Integral des Brennraumdrucks kann numerisch mit geringem Aufwand berechnet werden,
beispielsweise durch Summation der zwischen den jeweiligen Integrationsgrenzen liegenden
Druckmesswerte.
[0013] Allgemein gesagt kann die Kenngröße des Verbrennungsvorgangs beispielsweise als Verhältnis
zwischen Werten des Brennraumdrucks bei vorgegebenen Werten des Kurbelwellenwinkels
bzw. als Verhältnis von Integralen des Brennraumdrucks über vorgegebenen Kurbelwellenwinkelbereichen
berechnet werden. Eine Kenngröße des Verbrennungsvorgangs kann auch durch Differenziation
des Verlaufs des Brennraumdrucks bestimmt werden, beispielsweise kann als Kenngröße
ein Maximum der ersten Ableitung des Brennraumdrucks nach dem Kurbelwellenwinkel verwendet
werden.
[0014] Durch Auswertung des Verlaufs des in Abhängigkeit von der Winkelstellung der Kurbelwelle
gemessenen Brennraumdrucks können verschiedene die Verbrennung beschreibende Größen,
beispielsweise die Wärmeumsetzung der Verbrennung, ermittelt werden. Übliche Größen
zur Charakterisierung der Wärmeumsetzung einer Verbrennung sind beispielsweise AQ5,
AQ50 oder AQ90. Dabei gibt der Zahlenwert jeweils den Prozentsatz der bis zu dem betreffenden
Kurbelwellenwinkel erfolgten Wärmeumsetzung an. Die Größe AQ50 ist also der Kurbelwellenwinkel,
bei welchem 50% der Wärmeumsetzung während eines Arbeitszyklus erfolgt ist.
[0015] Beim Starten eines Motors wird in der Regel einige Zeit benötigt, bis eine Glühkerze
ihre Betriebstemperatur erreicht hat und sich Motorbauteile in der Umgebung der Glühkerze
soweit erwärmt haben, dass einigermaßen stabile Verhältnis vorliegen. Das Aufheizverhalten
beim Starten kann in manchen Fällen durch eine fest vorgegebenen Aufheizroutine besser
als mit dem beschriebene Verfahren durchgeführt werden. Es kann deshalb vorteilhaft
sein, mit dem erfindungsgemäßes Verfahren erst zu beginnen, wenn nach dem Starten
des Motors, also der beginnenden Drehung der Kurbelwelle, eine vorgegebene Zeitspanne,
beispielsweise 20 Sekunden oder mehr, vergangen ist. Diese Zeitspanne kann auch als
eine festgelegte Anzahl von Umdrehungen der Kurbelwelle vorgegeben werden, so dass
das Verfahren beispielsweise begonnen wird, wenn die Kurbelwelle seit dem Motorstart
mindestens 100 Umdrehungen durchgeführt hat.
[0016] Vorteilhaft kann bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zudem der Wert der Kenngröße
auf einen Sollwert geregelt und so die Verbrennung verbessert werden.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert.
- Figur 1
- zeigt beispielhaft den Verlauf des Brennraumdrucks und einiger verbren- nungsabhängiger
Größen in Abhängigkeit vom Kurbelwellenwinkel.
[0018] Zum Betreiben einer Glühkerze bei laufendem Motor wird aus einer Bordnetzspannung
durch Pulsweitenmodulation eine Effektivspannung erzeugt, die an die Glühkerze angelegt
wird. Der Motor ist ein Dieselmotor oder ein anderer selbstzündender Verbrennungsmotor.
Der Motor eine Kurbelwelle, die an die in den Motorzylindern beweglichen Kolben gekoppelt
ist und deren Hin- und Herbewegung in eine Drehbewegung umsetzt. Der Motor hat mindestens
einen, im Regelfall 2, 4 oder mehr Zylinder.
[0019] Der Wert der Effektivspannung kann individuell für die einzelnen Glühkerzen der Zylinder
festgelegt werden. Dafür werden während eines Arbeitszyklus des Zylinders jeweils
mehrere Messwerte des in dem Zylinder herrschenden Brennraumdrucks gemessen und für
die einzelnen Messwerte jeweils die Winkelstellung der Kurbelwelle ermittelt. Als
Glühkerze wird bevorzugt eine Druckmessglühkerze verwendet, die den Brennraumdruck
mit einem integrierten Sensor misst und deshalb einem Glühkerzensteuergerät Messwerte
des Brennraumdrucks zur Verfügung stellen kann. Eine geeignete Druckmessglühkerze
ist beispielsweise aus der
DE 10 2005 026 074 A1 bekannt.
[0020] Bevorzugt wird der Brennraumdruck kontinuierlich oder quasi kontinuierlich gemessen,
so dass die Messwerte zeitlich dicht aufeinander folgen. Bevorzugt werden während
eines Arbeitszyklus mindestens 20, besonders bevorzugt mindestens 50, insbesondere
mindestens 100, Messwerte des Brennraumdrucks gemessen. Um für die einzelnen Messwerte
jeweils die Winkelstellung der Kurbelwelle zu ermitteln, genügt es, wenn dem Glühkerzensteuergerät
mindestens einmal die momentane Position der Winkelstellung mitgeteilt wird. Beispielsweise
genügt es, dem Glühkerzensteuergerät jeweils den Nulldurchgang der Kurbelwelle zu
melden, also mitzuteilen, wenn die Winkelstellung der Kurbelwelle 0° ist oder einen
anderen vorgegebenen Wert hat. Durch eine einfache Zeitmessung kann ein Glühkerzensteuergerät
dann den zwischen zwei solchen Signalen eines Kurbelwellensensors ermittelten Messwerten
des Brennraumdrucks Werte des Kurbelwellenwinkels zuordnen.
[0021] In Figur 1 gibt die Kurve 1 den Verlauf des Brennraumdrucks in bar in Abhängigkeit
von den Kurbelwellenwinkel in Grad an. Aus dem Verlauf Brennraumdrucks wird eine Kenngröße
des Verbrennungsvorgangs ermittelt. Als Kenngröße des Verbrennungsvorgangs kann beispielsweise
die Winkelstellung der Kurbelwelle verwendet werden, die auftritt, wenn der Brennraumdruck
während des Arbeitszyklus sein Maximum erreicht hat. Bei dem dargestellten Beispiel
ist der Brennraumdruck bei einem Kurbelwellenwinkel von etwa 17,5° maximal.
[0022] Der ermittelte Wert der Kenngröße wird mit einem Sollwert verglichen und die Effektivspannung
auf einen zum Erreichen des Sollwerts erforderlichen Mindestwert eingestellt. Wenn
der ermittelte Wert der Kenngröße dem vorgegebenen Sollwert entspricht, wird die Effektivspannung
abgesenkt. Wenn bei einem späteren Arbeitszyklus festgestellt wurde, dass die Effektivspannung
zu weit abgesenkt wurde und deshalb der Wert der Kenngröße nun von dem Sollwert abweicht,
wird die Effektivspannung erhöht. Auf diese Weise kann die Effektivspannung auf einen
zum Erreichen des Sollwerts erforderlichen Mindestwert eingestellt werden.
[0023] Beispielsweise kann die Effektivspannung gesenkt werden, wenn das Maximum des Brennraumdrucks
bei einem Kurbelwellenwinkel auftritt, der kleiner als oder gleich wie ein Sollwert
ist, und die Effektivspannung erhöht werden, wenn das Maximum des Brennraumdrucks
bei einem Kurbelwellenwinkel auftritt, der größer als der Sollwert ist.
[0024] Es ist zweckmäßig, die Effektivspannung in kleinen Schritten abzusenken, wenn festgestellt
wird, dass der ermittelte Wert der Kenngröße dem Sollwert entspricht. Bevorzugt wird
die Effektivspannung in Schritten geändert, die weniger als 5%, besonders bevorzugt
weniger als 2%; insbesondere weniger als 1%, der Bordnetzspannung betragen. Die Effektivspannung
wird reduziert, indem die Dauer der Spannungspulse relativ zu den dazwischen liegenden
Pausen verkürzt wird.
[0025] Um die Stabilität des Verfahrens zu erhöhen kann es vorteilhaft sein, eine Änderung
der Effektivspannung nicht bei jedem Arbeitszyklus vorzunehmen, sondern den Vergleich
zwischen dem ermittelten Wert der Kenngröße und dem Sollwert oder eine Absenkung bei
Übereinstimmung erst nach einer vorgegebenen Anzahl von Arbeitszyklen, beispielsweise
nach 3 oder mehr, etwa nach 5 Arbeitszyklen, vorzunehmen. Dabei kann der jeweils aktuelle
ermittelte Wert mit dem Sollwert verglichen werden oder eine statistische Auswertung
der für eine vorgegebene Anzahl von vorangegangenen Zyklen ermittelten Werte vorgenommen
werden. Beispielsweise kann das statistische Mittel der ermittelten Werte der Kenngröße
mit einem Sollwert verglichen werden.
[0026] Der Sollwert kann einem Glühkerzensteuergerät von einem Motorsteuergerät in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl und der Motorlast vorgeben werden.
[0027] Aus dem Verlauf des Brennraumdrucks 1 kann beispielsweise der Anteil des bereits
verbrannten Kraftstoffs berechnet werden. In Figur 1 gibt die Kurve 2 den Anteil des
in dem Arbeitszyklus bereits verbrannten Kraftstoffs an, also den Grad der Energieumwandlung.
Zu Beginn des Arbeitszyklus ist der Anteil 0, da noch kein Kraftstoff verbrannt wurde.
Am Ende des Arbeitszyklus ist der Anteil 1, da der Kraftstoff dann vollständig verbrannt
ist. Die Kurve 2 bzw. ihr Wert bei einem gegebenen Kurbelwellenwinkel kann deshalb
ebenfalls als Kenngröße der Verbrennung verwendet werden.
[0028] Zusätzlich ist in Figur 1 die Wärmeabgabe in willkürlichen Einheiten als Kurve 3
eingetragen. Das Maximum der Wärmeabgabe fällt in Figur 1 mit dem Druckmaximum zusammen.
Bei dem entsprechenden Kurbelwellenwinkel ist die Hälfte des Kraftstoffes verbrannt.
1. Verfahren zum Betreiben einer Glühkerze bei laufendem Motor, der eine Kurbelwelle
und mindestens einen Zylinder aufweist, wobei
aus einer Bordnetzspannung eine Effektivspannung erzeugt wird, die an die Glühkerze
angelegt wird,
während eines Arbeitszyklus des Zylinders jeweils mehrere Messwerte des in dem Zylinder
herrschenden Brennraumdrucks gemessen werden und für die einzelnen Messwerte jeweils
die Winkelstellung der Kurbelwelle ermittelt wird,
aus dem Verlauf des in Abhängigkeit von der Winkelstellung der Kurbelwelle gemessenen
Brennraumdruckes eine Kenngröße des Verbrennungsvorgangs ermittelt wird,
der ermittelte Wert der Kenngröße mit einem Sollwert verglichen und die Effektivspannung
auf einen zum Erreichen des Sollwerts erforderlichen Mindestwert eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert in Abhängigkeit von der Motordrehzahl vorgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert in Abhängigkeit von der Motorlast vorgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngröße die Winkelstellung der Kurbelwelle bei einem Maximum des Brennraumdruckes
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Effektivspannung gesenkt wird, wenn das Maximum des Brennraumdrucks bei einem
Kurbelwellenwinkel auftritt, der kleiner als ein Sollwert ist, und die Effektivspannung
erhöht wird, wenn das Maximum des Brennraumdrucks bei einem Kurbelwellenwinkel auftritt,
der größer als der Sollwert ist.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngröße aus dem Brennraumdruck ermittelt wird, indem ein erstes Integral des
Brennraumdruckes zwischen zwei vorgegebenen Kurbelwellenwinkeln berechnet wird,
ein zweites Integral zwischen zwei vorgegebenen Kurbelwellenwinkeln berechnet wird,
und
die Kenngröße als Quotient aus den beiden Integralen berechnet wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Effektivspannung abgesenkt wird, wenn festgestellt wird, dass der ermittelte
Wert der Kenngröße dem Sollwert entspricht.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Effektivspannung zum Einstellen auf den zum Erreichen des Sollwerts erforderlichen
Mindestwert während eines Arbeitszyklus höchstens um 5%, bevorzugt weniger als 2%,
insbesondere weniger als 1 %, abgesenkt wird.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert der Kenngröße durch Regeln auf einen Sollwert optimiert wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Effektivspannung durch ein Verfahren der Pulsweitenmodulation erzeugt wird.
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Verfahren erst begonnen wird, wenn seit dem Motorstart einen vorgegebene
Zeitspanne vergangen ist.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngröße des Verbrennungsvorgangs der Zündzeitpunkt ist.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ermittelte Wert der Kenngröße von einem Motorsteuergerät mit einem Sollwert verglichen
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ergebnis des Vergleichs an ein Glühkerzensteuergerät gemeldet wird, welches
die Effektivspannung in Abhängigkeit von dem Ergebnis des Vergleichs ändert, um die
Effektivspannung auf einen zum Erreichen des Sollwerts erforderlichen Mindestwert
einzustellen.
15. Verwendung einer Glühkerze, die einen integrierten Brennraumdrucksensor aufweist,
für ein Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche.