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EP 2 292 935 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2016 Patentblatt 2016/44 |
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Anmeldetag: 19.07.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Radiallüftergehäuse
Radial ventilator housing
Boîtier de ventilateur radial
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
17.07.2009 DE 102009033776
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.03.2011 Patentblatt 2011/10 |
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Patentinhaber: MAHLE Behr GmbH & Co. KG |
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70469 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Zerelles, Paul
70197 Stuttgart (DE)
- Lang, Matthias
85748 Garching (DE)
- Sartorius, Dieter
71665 Vaihingen/Enz (DE)
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Vertreter: Grauel, Andreas et al |
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Grauel IP
Patentanwaltskanzlei
Wartbergstrasse 14 70191 Stuttgart 70191 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-90/09524 US-A- 3 846 040 US-B1- 6 273 679
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US-A- 1 778 015 US-A- 4 735 551
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Radiallüftergehäusevorrichtung für Belüftungsvordichtungen,
insbesondere für Belüftungsvorrichtungen von Kraftfahrzeugen, welche zumindest eine
Begrenzungswand aufweisen, die zumindest bereichsweise einen Radiaitufteraufnahmeraum
in radialer Richtung begrenzt wie im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert. Eine solche
vorrichtung ist z.B aus der
US 3846040 bekannt. Zusätzlich betrifft die Erfindung eine Gebläsevorrichtung insbesondere eine
Gebiasevorrichtung für ein Kraftfahrzeug. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Klimaanlage,
insbesondere eine Kraftfahrzeugktimaanlage.
[0002] In vielen Bereichen der Technik, wie insbesondere bei der Belüftung, Beheizung und
Klimatisierung von Gebäuden und Fahrzeugen ist es erforderlich unter Verwendung technischer
Hilfsmittel eine Luftströmung künstlich zu erzeugen. Für diesen Zweck haben sich sogenannte
Lüfter bzw. Gebläse bewährt. Dadurch ist es möglich, Innenräume mit einer ausreichenden
Luftzufahr zu versehen, wobei die zugeführte Luft gegebenenfalls vorab noch durch
Wärmetauscher (Heizkörper und/oder Verdampfer), Filter und dergleichen geleitet werden
kann. Je nach konkreten Anwendungszweck müssen die Lüfter bzw. Gebläse Unterschiedliche
Charakteristika aufweisen. Während es beispielsweise bei einem ersten Anwendungszweck
(wie beispielsweise bei einem Kühler eines Kraftfahrzeugs) primär auf einen hohen
Luftdurchsatz (und damit auf eine hohe Kühlleistung) ankommt, steht bei anderein Anwendungen
beispielsweise ein besonders niedriges Betriebsgeräusch (beispielsweise bei der Belüftung
eines Kraftfahrzeuginnenraums) im Vordergrund.
[0003] Zur Belüftung von Innenräumen, insbesondere von Kraftfährzeuginnenräumen, werden
insbesondere Radiallüfter verwendet Grundsätzlich erfüllen derartige Radiällüfter
die ihnen überlagenen Aufgaben befriedigend.
[0004] Nach wie vor ergeben sich jedoch Probleme, wenn die Rädiallüfter hinsichtlich mehrerer
Charakteristika möglichst gute Leistungswerte erzielen sollen. So ist es insbesondere
bei im Stand der Technik bekannten Radiallüftergehäusan problematisch, einerseits
einen besonders hohen maximal möglichen Luftmassenstrom zur Verfügung zu stellen,
andererseits jedoch ein möglichst geringes Betriebsgeräusch zu realisieren. Insbesondere
ist es problematisch, Radiallüfter derart auszubilden, dass über möglichst viele Betriebszustände
hinweg ein möglichst geringes Betriebsgerausch, insbesondere im niederfrequenten Bereich,
entsteht.
[0005] Um dieses Problem zu lösen wurden bereits unterschiedliche Lösungsansätze im Stand
der Technik verfolgt. So wurde beispielsweise in
DE 32 38 913 C2 vorgeschlagen, ein Gehäuse für einen Radialventilator mit Laufrad und einer von einer
Gehausezunge ausgehenden Gehäusekontur derart auszubilden, dass sich die Gehäusekontur
in einem ersten Bereich nach einer logarithmischen Spirale erweitert, um dann in einem
zweiten Bereich aquidistant zum Laufrad zu verlaufen und sich anschließend in einem
dritten Bereich wieder spiralförmig bis zu einem Ausblasstutzen zu erweitern. In
US 6,439,839 B1 wurde ein Radiallüfter vorgeschlagen, der ein Gehäuse aufweist, das sich in einem
ersten Bereich in einem geringeren Winkel als dem einer durchgängigen archimedischen
Spirale vergrößert, und sich in einem zweiten Bereich mit einem größeren Winkel als
dieser archimedischen Spirale vergrößert.
[0006] Derartige Gehäuse weisen jedoch nach wie vor Probleme, insbesondere hinsichtlich
ihrer Geräuschentwicklung auf.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine gegenüber dem Stand der Technik
verbesserte Radiallüftergehäusevorrichtung vorzuschlagen. Darüber hinaus besteht die
Aufgabe der Erfindung darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Gebläsevörrichtung
bzw. Klimaanlage vorzuschlagen.
[0008] Es wird vorgeschlagen eine Radiallüftergehäusevorrichtung für Belüftungsvörrichtungen,
welche zumindest eine Begrenzungswand, die zumindest bereichsweise einen Radiallüfteraufnahmeraum
in radialer Richtung begrenzt derart auszubilden, dass die Begrenzungswand derart
ausgebildet ist, dass sich der Radiallüfteraufnahmeraum stromabwärts in zumindest
einem ersten Wandbereich in logarithmischer Weise erweitert und in zumindest einem
zweiten Wandbereich in linearer Weise erweitert. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die Radiallüftergehäusevorrichtung für Belüftungsvorrichtungen von Kraftfahrzeugen
verwendet wird Versuche haben ergeben, dass eine derartige Kombination von logarithmischer
Erweiterung und anschließender linearer Erweiterung des Radiallüfteraufnahmeraums
(relativ zu einem im Radiallüfteraufnahmeraum angeordneten Radiallüfterrad) eine verblüffend
starke Geräuschminderung ergeben kann. Insbesondere kann sich eine besonders signifikante
Geräuschminderung speziell im niederfrequenten Bereich ergeben, was von besonderem
Vorteil ist, da Betriebsgeräusche im niederfrequenten Bereich oftmals als besonders
störend empfunden werden und/oder relativ schwer zu dämpfen sind. Erste Versuche haben
ergeben, dass sich durch die vorgeschlagene Bauform der Radiallüftergehäusevorrichtung
eine Geräuschminderung von typischerweise im Bereich von 2 bis 3,5 dB pro Terz im
Vergleich zu einer rein logarithmischen Spiratform ergeben kann. Als relativer Bezugspunkt
für den "Beginn" der Begrenzungswand in Ümfangsrichtung gesehen kann ein an sich beliebiger
Referenzpunkt gewählt werden. Bovorzugt sollte jedoch ein Referenzpunkt gewählt werden,
der eine charakteristische Eigenschaft aufweist und/oder eine möglichst eindeutige
bzw. gut referenzierbare Bezugnahme ermöglicht. Ein typisches Beispiel hierfür ist
beispielsweise eine Gebläsezunge, die typischerweise einen Übergang zwischen dem Radillüfteraufnahmeraum
und einem Luftabführkanal (üblicherweise in tangentialer bis radialer Richtung verlaufend)
bildet. Die vorgeschlagene Kombination von logarithmischer Erweiterung und lineares
Erweiterung kann darüber hinaus nicht nur ein besonders gutes akustisches Verhalten,
sondern insbesondere auch einen sehr guten Wirkungsgrad aufweisen. So kann beispielsweise
der logarithmische Bereich die entlang der Umfahgsrichtung des Radiallüfterrads zunehmende
Luftströmung aufnehmen, ohne dass es zu unerwünschten Strömungsphänomenen im entsprechenden
Bereich kommen muss. Mit Hilfe der linearen Erweiterung, welche typischerweise enger
gewickelt ist, als es einer Fortsetzung der logarithmischen Erweiterung entspräche,
können üblicherweise spezielle instationäre Strömungsphänomene in der Spiraidurchströmung
der geförderten Luft und eine entsprechende Anregung insbesondere niederfrequenter
Schallanteile wirksam vermieden werden. Derartige Effekte können ansonsten insbesondere
bei niedrigen Luftmassendurchsatzraten auftreten, Darüber hinaus ist es insbesondere
mit Hilfe des sich linear erweiternden Bereichs üblicherweise möglich, die AußenKontur
der Radiällüftergehäusevorrichtung so zur gestalten, dass ein geringerer Bauraum möglich
ist.
[0009] Eine logarithmische Erweiterung entspricht im Wesentlichen der Zunahme des Luftmassenströms
in Umfangsrichtung des Radiallüfterräds, so dass insbesondere unerwünschte Strömungsphänomene
der geförderten Luft vermieden werden können. Auf diese Weise ist insbesondere ein
besonders guter Wirkungsgrad der Radiallüftergehäusevorrichtung erzielbar.
[0010] Besonders sinnvoll kann es sein, wenn zumindest ein erster Wandbereich vor zumindest
einem zweiten Wandbereich angeordnet ist. Versuche haben ergeben, dass sich in diesem
Fall üblicherweise besonders gute Wirkungsgrade, gepaart mit einem besonders guten
akustischen Verhalten ergeben können.
[0011] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn lediglich ein erster Wandbereich und/oder
ein zweiter Wandbereich vorhanden ist. So haben Versuche ergeben, dass sich oftmals
der überwiegende Teil der Wirkungsgraderhöhung und/oder der akustischen Verbesserung
mit lediglich einer Abfolge von logarithmischer und linearer Erweiterung erzielen
lässt. Beschränkt man sich hier auf eine einzelne derartige Abfolge, so kann insbesondere
die Herstellung der Radiallüftergehäusevorrichtung vereinfacht werden.
[0012] Weiterhin kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn zumindest ein dritter Wandbereich
vorgesehen ist, welcher einen Übergangsbereich zu einem Luftaüstrittskanal hin bildet.
Dieser Wandbereich kann eine im Wesentlichen beliebige Formgebung aufweisen. Insbesondere
kann der dritte Wandbereich (die dritten Waridbereiche) derart ausgeführt sein, dass
sich eine trichderartige Erweiterung ergibt. Üblicherweise ist es ausreichend, wenn
der oder die dritten Wandbereiche eine im Verhältnis zum ersten Wandbereich und/öder
zweiten Wandbereich geringe Lange aufweisen. In aller Regel erweist es sich dabei
als vorteilhaft, wenn im Bereich des dritten Wandbereichs der Querschnittsflächenzuwachs
relativ stark gesteigert wird ohne dabei Strömungsablösungen zu begünstigen, beispielsweise
um zu vermeiden, dass durch zu enge Querschnitte Übergeschwindigkeiten entstehen,
die hochfrequentes Rauschen erzeugen können und/oder einen Wirkungsgradverlust bei
hohen Massenströmen zur Folge haben können.
[0013] Als besonders vorteilhaft hat es sich in diesem Zusammenhang erwiesen wenn zumindest
ein dritten Wandbereich zumindest bereichsweise zumindest eine geradlinige Begrenzungswand
aufweist. Auch hier haben Versuche ergeben, dass sich durch eine derartige Ausbildung
üblicherweise besonders gute Wirkungsgrade und/oder ein besonders gutes akustisches
Verhalten der Radiallüftergehäusevorrichtung ergeben können.
[0014] Darüber hinaus hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der erste Wandbereich in
einem Bereich ausgebildet ist, der bei 0°, 5°, 10°, 16° oder 20° beginnt und/oder
bei 85°, 90°, 90°, 100°, 105°, 110°, 115°, 120°, 125°, 130°, 135°, 140° oder 145°
endet. Die genannten Anfangs- bzw. Endwerte haben sich alls besonders vorteilhaft
erwiesen.
[0015] Eine weitere vorteilhaft Bauform ergibt sich, wenn der zweite Wandbereich in einem
Bereich ausgebildet ist, der bei 85°, 90°, 95°, 100°, 105°, 110°, 115°, 120°, 125°,
130°, 135°, 140° oder 145° beginnt und/oder bei 270°, 275°, 280°, 285°, 290°, 295°,
300°, 305°, 310°, 315°, 320°, 325° oder 330° endet. Auch hier hat sich gezeigt, dass
mit den genannten Anfangs- bzw. Endwerten besonders vorteilhafte Ergebnisse erzielt
werden können.
[0016] Vorteilhafte Ausführungen können sich darüber hinaus insbesondere dann ergeben, wenn
die Radiallüftergehäusevorrichtung zumindest eine Gehäusezunge aufweist. Diese kann
insbesondere den Übergangsbereich zwischen einem tangential und/oder radial angeordnentem
Luftabfuhrkanal und dem Radiallüfteraufnahmebereich bilden. Insbesondere kann die
Gebläsezunge auch als Referenzpunkt (Anfangspunkt) für die Ausbildung der Begrenzungswand
(und gegebenenfalls weitere Baugruppen) dienen.
[0017] Weiterhin wird eine Gebläsevorrichtung vorgeschlagen, welche zumindest eine Radiallüftergehäusevorrichtung
mit dem vorab beschriebenen Aufbau aufweist. Die Gebläsevorrichtung weist dann die
bereits beschriebenen Vorteile und Eigenschaften in analoger Weise auf. Insbesondere
kann es sich bei der Gebläsevorrichtung um eine Gebläsevorrichtung für ein Kraftfahrzeug
handeln.
[0018] Weiterhin wird eine Klimaanlage vorgeschiagen, welche zumindest eine Radiallüftergebläsevorrichtung
mit dem vorab beschriebenen Aufbau und/oder zumindest eine Gebläsevorrichtung mit
dem vorab beschriebenen Aufbau aufweist. Eine derart ausgebildete Klimaanlage weist
dann die vorab beschriebenen Eigenschaften und Vorteile in analoger Weise auf. Insbesondere
kann es sich bei der Klimaanlage um eine Kraftfahrzeugklimaanlage handeln.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhang vorteilhafter Ausführungsbeispiele und unter
Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1;
- ein Ausführungsbeispiel für einen Radiallüfter in Draufsicht von oben;
- Fig. 2:
- die Größendimensionierung der in Fig. 1 dargestellten Gebläsegehäusekontur in kartesischen
Koordinaten;
- Fig. 3:
- das Strömungsverhalten des vörgeschlagenen Radialgebläses im Vergleich mit dem Strömungsverhalten
eines Radialgebläses nach dem Stand der Technik.
[0020] In Fig. 1 ist in einer schematischen Draufsicht ein denkbares Ausführungsbeispiel
für einen Radiallüfter 1 dargestellt. Der Radiallüfter 1 weist ein Radiallüftergehäuse
2 auf, in dessen Innenraum 4 ein Radiallüfterrad 3 angeordnet ist. Das Radiallüfterrad
3 und die Begrenzungswand 5 sind so ausgebildet und angeordnet, dass sich zwischen
der Außenseite des Radiallüfterrads 3 und der Begrenzungswand 5 ein Kanal 6 bildet.
Ausgehend von einer sogenannten Zunge 7 nimmt der Querschnitt des Kanals 6 stetig
zu. Mit dem zunehmenden Querschnitt des Kanals 6 wird dem längs des Umfangs des Radiallüfterrads
3 stetig zunehmenden Luftmassenstrom (das Radiallüfterrad 3 gibt über seinen gesamten
Umfang hinweg einen im Wesentlichen winkelunabhängigen Luftmassenstrom zu seiner Außenseite
hin ab) Rechnung getragen. Im vorliegend in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
eines Radiallüfters 1 ist die Zunge 7 abgerundet ausgebildet. Als Referenzpunkt für
allfällige Winkelangaben wird daher der Kreismittelpunkt 8 der abgerundeten Oberfläche
der Zunge 7 verwendet. Zur Verdeutlichung ist die in radialer Richtung verlaufende
Bezugslinie 9 durch den Kreismittelpunkt 8 der abgerundeten Zunge 7 dargestellt. Darüber
hinaus ist die Begrenzungswand 5 in Fig. 1 als fette Linie eingezeichnet.
[0021] In einem ersten Winkelbereich 10 folgt die Begrenzungswand 5 des Radiallüftergehäuses
2 der Form einer herkömmlichen logarithmischen Spirale 13. Zum Vergleich ist in Fig.
1 eine sich linear erweiternde Spirale 11 dargestellt. Wie man sieht, ist die (veränderliche)
Steigung der Begrenzungswand 5 (logarithmische Spirale) in etwa im ersten Viertel
des Winkelbereichs 10 kleiner als die Steigung der zum Vergleich eingezeichneten linearen
Spirale 11. Weiterhin fällt auf, dass sich die Begrenzungswand 5 in diesem ersten
Winkelbereich 10 stets innerhalb der zum Vergleich eingezeichneten linearen Spirale
11 befindet. Auf diese Weise ist es möglich, Bauraum einzusparen. Dennoch weist der
Radiallüfter 1 in dieser Konfiguration einen guten Wirkungsgrad und eine geringe Geräuschentwicklung
auf. Der erste Winkelbereich 10 erstreckt sich im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel
von einem Winkel α = 0° ausgehend bis zu einem Winkel β = 115°.
[0022] Dem ersten Winkelbereich 10 schließt sich der zweite Winkelbereich 12 an, der sich
im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel von β = 115° bis γ = 300° erstreckt.
In diesem zweiten Winkelbereich 12 folgt nunmehr die Begrenzungswand 5 einer Spirale
11 mit linearer Steigung. Zum Vergleich ist in Fig. 1 die logarithmische Spirale 13,
der die Begrenzungswand 5 im ersten Winkelbereich 10 folgt, zum Vergleich fortgeführt.
Wie man Fig. 1 entnehmen kann, verläuft die Begrenzungswand 5 somit auch im zweiten
Winkelbereich 12 stets innerhalb der "alternativen" logarithmischen Spirale 13, so
dass auch hier Bauraum eingespart werden kann. Darüber hinaus haben Versuche ergeben,
dass die lineare Fortführung der Begrenzungswand 5 im zweiten Winkelbereich darüber
hinaus in aller Regel in einen Großteil von Betriebsbedingungen zu einer Geräuschverminderung
führt.
[0023] Nach dem Winkel γ von vorliegend γ = 300° schließt sich ein dritter Winkelbereich
14 an. Der dritte Winkelbereich 14 erstreckt sich jedoch nur über eine relativ kurze
Länge. Im Wesentlichen ist die Begrenzungswand 5 in diesem Bereich derart ausgebildet,
dass sich ein Übergangsbereich 15 vom Innenraum 4 des Radiallüftergehäuses 2 zu einem
nach außen führenden Luftabführkanal 16 bildet. Im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Begrenzungswand 5 in einem größeren Bereich des dritten Winkelbereicils 14
als geradlinige Wand 17 ausgebindet.
[0024] In Fig. 2 ist die Dimensionierung der Begrenzungswand 5 des in Fig. 1 dargestellten
Radiallüfters 1 in kartesischen Koordinaten dargestellt. Längs der Abszisse 18 ist
sowohl in Fig. 2a als auch in Fig. 2b der Winkel, ausgehend von der Begrenzüngslinie
9 (Nullpunkt) dargestellt. Die Ordinate 19 in Fig. 2a zeigt den Luftdurchtrittsquerschnitt
des Kanals in Abhängigkeit von der jeweiliegen Winkelposition dar. In Fig. 2b ist
längs der Ordinate 19 die differenzielle Veränderung des Luftdurchtrittsquerschnitts
durch den Kanal 6 pro Winkeleinheit dargestellt.
[0025] Sowohl in Fig. 2a, als auch in Fig. 2b ist jeweils der Verlauf einer linearen Spirale
11, der Verlauf einer logarithmischen Spirale 13 sowie der Verlauf der Begrenzungswand
5 des in Fig. 1 dargestellten Radiallüftergehäuses 2 eingezeichnet.
[0026] Wie man den Figuren entnehmen kann, folgt die Begrenzungswand 5 des Radiallüftergehäuses
2 im ersten Winkelbereich 10 von a = 0° bis β = 115° einer logarithmischen Spirale
13. Beginnend mit dem zweiten Winkelbereich 12 (zwischen β = 115° und γ = 300°) folgt
die Begrenzungswand 5 des Radiallüftergehäuses 2 dagegen einer linearen Spirale 11.
[0027] Dem zweiten Winkelbereich 12 schließt sich der dritte Winkelbereich 14 (Übergangsbereich
15) an, in dem die Begrenzungswand 5 an den folgenden Konturverlauf einer Anschlusskomponente,
wie beispielsweise dem Verdampfergehäuse der Klimaanlage angepasst wird. Im vorliegend
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Begrenzungswand 5 so ausgebildet, dass schlussendlich
wieder der Querschnitt der logarithmischen Spirale 13 erreicht wird.
[0028] In Fig. 3 ist schließlich noch das Ergebnis zweier Messungen dargestellt. Dort wird
die Geschwindigkeitsverteilung der durch den Kanal 6 strömenden Luft bei einem Radiallüfter
20 mit rein logarithmischer Spirale 13 mit der Luftgeschwindigkeitsverteilung des
in Fig. 1 dargestellten Radiallüfters 1 (aufweisend unterschiedliche Winkelbereiche
10, 12, 14) dargestellt. Wie man sieht ist die Geschwindigkeit der den Kanal 6 durchströmenden
Luft deutlich homogener verteilt. Darüber hinaus können auch Geschwindigkeitsspitzen
vermieden werden. Beide Effekte zusammen ergeben eine besonders effektive Geräuschminderung,
insbesondere im niederfrequenten Frequenzbereich, der in der Regel als besonders störend
empfunden wird. Darüber hinaus kann auch der Wirkungsgrad des Radiallüfters 1 besonders
hoch sein.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Radiallüfter
- 2
- Radiallüftergehäuse
- 3
- Radiallüfterrad
- 4
- Innenraum
- 5
- Begrenzungswand
- 6
- Kanal
- 7
- Zunge
- 8
- Kreismittelpunkt von 7
- 9
- Bezugslinie
- 10
- erster Winkelbereich
- 11
- lineare Spirale
- 12
- zweiter Winkelbereich
- 13
- logarithmische Spirale
- 14
- dritter Winkelbereich
- 15
- Übergangsbereich
- 16
- Luftabführkanal
- 17
- gerade Wand
- 18
- Abszisse
- 19
- Ordinate
- 20
- Radiallüfter (SDT)
1. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) für Belüftungsvorrichtungen (1), insbesondere für
Belüftungsvorrichtungen (1) von Kraftfahrzeugen, aufweisend zumindest eine Begrenzungswand
(5), welche zumindest bereichsweise einen Radiallüfteraufnahmeraum (4) in radialer
Richtung begrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungswand (5) derart ausgebildet ist, dass sich der Radiallüfteraufnahmeraum
(4) stromabwärts in zumindest einem ersten Wandbereich (10) in logarithmischer Weise
erweitert und in zumindest einem zweiten Wandbereich (12) in linearer Weise erweitert.
2. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein erster Wandbereich (10) in einem Winkelbereich vor zumindest einem
zweiten Wandbereich (12) angeordnet ist.
3. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich ein erster Wandbereich (10) und lediglich ein zweiter Wandbereich (12)
vorhanden sind.
4. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein dritter Wandbereich (14) vorgesehen ist, welcher einen Übergangsbereich
(15) zu einem Luftaustrittskanal (16) hin bildet.
5. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein dritter Wandbereich (14) zumindest bereichsweise zumindest eine geradlinige
Begrenzungswand (17) aufweist.
6. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine Gehäusezunge vorgesehen ist und ein Kreismittelpunkt, der durch eine
Bezugslinie mit dem Mittelpunkt der Radiallüftergehäusevorrichtung verbindbar ist,
zumindest einen ersten Wandbereich und einen zweiten Wandbereich aufweist, wobei der
erste Wandbereich (10) in einem Bereich ausgebildet ist, der von der Bezugslinie aus
betrachtet bei 0°, 5°, 10°, 15° oder 20° beginnt und/oder bei 85°, 90°, 95°, 100°,
105°, 110°, 115°, 120°, 125°, 130°, 135°, 140° oder 145° endet.
7. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine Gehäusezunge vorgesehen ist und ein Kreismittelpunkt, der durch eine
Bezugslinie mit dem Mittelpunkt der Radiallüftergehäusevorrichtung verbindbar ist,
zumindest einen ersten Wandbereich und einen zweiten Wandbereich aufweist, wobei der
zweite Wandbereich (12) in einem Bereich ausgebildet ist, der von der Bezugslinie
aus betrachtet bei 85°, 90°, 95°, 100°, 105°, 110°, 115°, 120°, 125°, 130°, 135°,
140° oder 145° beginnt und/oder bei 270°, 275°, 280°, 285°, 290°, 295°, 300°, 305°,
310°, 315°, 320°, 325° oder 330° endet.
8. Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Radiallüftergehäusevorrichtung (2) zumindest eine Gehäusezunge (7) aufweist.
9. Gebläsevorrichtung (1), insbesondere Gebläsevorrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug,
aufweisend zumindest eine Radiallüftergehäusevorrichtung (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 8.
10. Klimaanlage, insbesondere Kraftfahrzeugklimaanlage, aufweisend zumindest eine Radiallüftergehäusevorrichtung
(2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder zumindest eine Gebläsevorrichtung (1)
nach Anspruch 9.
1. A radial fan housing device (2) for ventilation devices (1), in particular for ventilation
devices (1) of motor vehicles, having at least one boundary wall (5) which at least
partially delimits a radial fan receiving space (4) in the radial direction, characterised in that the boundary wall (5) is formed in such a way that the radial fan receiving space
(4) extends downstream in a logarithmic manner in at least one first wall area (10)
and extends in a linear manner in at least one second wall area (12).
2. The radial fan housing device (2) according to claim 1, characterised in that at least one first wall area (10) is arranged in an angle area in front of at least
one second wall area (12).
3. The radial fan housing device (2) according to one of the preceding claims, characterised in that only one first wall area (10) and only one second wall area (12) are present.
4. The radial fan housing device (2) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one third wall area (14) forming a transition region (15) towards an air
outlet duct (16) is provided.
5. The radial fan housing device (2) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one third wall area (14) has at least one straight boundary wall (17), at
least in areas.
6. The radial fan housing device (2) according to one of the preceding claims, characterised in that further a housing tongue is provided and a circle centre, which can be connected
to the centre of the radial fan housing device via a reference line, has at least
one first wall area and one second wall area, wherein the first wall area (10) is
formed in an area which, seen from the reference line, starts at 0°, 5°, 10°, 15°
or 20° and/or ends at 85°, 90°, 95°, 100°, 105°, 110°, 115°, 120°, 125°, 130°, 135°,
140° or 145°.
7. The radial fan housing device (2) according to one of the preceding claims, characterised in that further a housing tongue is provided and a circle centre, which can be connected
to the centre of the radial fan housing device via a reference line, has at least
one first wall area and one second wall area, wherein the second wall area (12) is
formed in an area which, seen from the reference line, starts at 85°, 90°, 95°, 100°,
105°, 110°, 115°, 120°, 125°, 130°, 135°, 140° or 145° and/or ends at 270°, 275°,
280°, 285°, 290°, 295°, 300°, 305°, 310°, 315°, 320°, 325° or 330°.
8. The radial fan housing device (2) according to one of the preceding claims, characterised in that the radial fan housing device (2) has at least one housing tongue (7).
9. A blower device (1), in particular a blower device (1) for a motor vehicle, having
at least one radial fan housing device (2) according to one of claims 1 to 8.
10. An air-conditioning system, in particular a vehicle air-conditioning system, having
at least one radial fan housing device (2) according to one of claims 1 to 8 and/or
at least one blower device (1) according to claim 9.
1. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) pour des dispositifs de ventilation
(1), en particulier pour des dispositifs de ventilation (1) de véhicules automobiles,
présentant au moins une paroi de délimitation (5) qui délimite au moins partiellement,
dans la direction radiale, un espace de logement de ventilateur radial (4), caractérisé en ce que la paroi de délimitation (5) est conçue de telle façon, que l'espace de logement
de ventilateur radial (4) s'élargit en aval, de manière logarithmique, dans au moins
une première zone de paroi (10), et s'élargit de manière linéaire dans au moins une
deuxième zone de paroi (12).
2. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une première zone de paroi (10) est disposée, suivant une plage angulaire,
en amont d'au moins une deuxième zone de paroi (12).
3. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que seulement une première zone de paroi (10) et seulement une deuxième zone de paroi
(12) sont présentes.
4. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins une troisième zone de paroi (14) qui forme une zone de transition
(15) en direction d'un conduit de sortie d'air (16).
5. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une troisième zone de paroi (14) présente au moins partiellement au moins
une paroi de délimitation rectiligne (17).
6. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu en outre une languette de carter, et un centre de cercle, qui peut être
relié au centre du dispositif de carter de ventilateur radial, par une ligne de référence,
présente au moins une première zone de paroi et une deuxième zone de paroi, où la
première zone de paroi (10) est configurée dans une plage qui, considérée par rapport
à la ligne de référence, commence à environ 0°, 5°, 10°, 15° ou 20° et / ou se termine
à environ 85°, 90°, 95°, 100°, 105°, 110°, 115°, 120°, 125°, 130°, 135°, 140° ou 145°.
7. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu en outre une languette de carter, et un centre de cercle, qui peut être
relié au centre du dispositif de carter de ventilateur radial, par une ligne de référence,
présente au moins une première zone de paroi et une deuxième zone de paroi, où la
deuxième zone de paroi (12) est configurée dans une plage qui, considérée par rapport
à la ligne de référence, commence à environ 85°, 90°, 95°, 100°, 105°, 110°, 115°,
120°, 125°, 130°, 135°, 140° ou 145° et / ou se termine à environ 270°, 275°, 280°,
285°, 290°, 295°, 300°, 305°, 310°, 315°, 320°, 325° ou 330°.
8. Dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de carter de ventilateur radial (2) présente au moins une languette
de carter (7).
9. Dispositif de soufflante (1), en particulier dispositif de soufflante (1) pour un
véhicule automobile, présentant au moins un dispositif de carter de ventilateur radial
(2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8.
10. Système de climatisation, en particulier système de climatisation d'un véhicule automobile,
présentant au moins un dispositif de carter de ventilateur radial (2) selon l'une
quelconque des revendications 1 à 8 et / ou présentant au moins un dispositif de soufflante
(1) selon la revendication 9.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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