[0001] Die Erfindung betrifft eine Strahlheizvorrichtung und ein Verfahren zur Überwachung
der Strahlheizvorrichtung. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Strahlheizvorrichtung
für eine Ofenanlage, beispielsweise einen Industrieofen, sowie auf ein Verfahren zur
Überwachung einer solchen Strahlheizvorrichtung mit zumindest einem Brenner, der innerhalb
eines keramischen Strahlheizrohres angeordnet ist und über eine Verbrennungsgasleitung
an eine Gassammelleitung und über eine Verbrennungsluftleitung an eine Luftsammelleitung
angeschlossen ist.
[0002] In vielen technischen Anwendungen im Bereich des Industrieofenbaus bedarf es der
Wärmeübertragung an ein zu behandelndes Gut in einem Schutz- oder Reaktionsgas. Die
indirekte Beheizung der eingesetzten Ofenanlagen erfolgt dabei durch Elektroheizungen
oder durch Strahlheizrohrvorrichtungen, bei denen üblicherweise mehrere Strahlheizrohre
mit jeweils zumindest einem Gasbrenner befeuert werden. Dabei ist das Strahlheizrohr,
das aus Metall oder einem keramischen Material besteht, derart ausgeführt, dass es
im Betrieb die Wärme mittels Strahlung an das Gut überträgt. Solche Beheizungsanlagen
für Industrieöfen, die den Ofeninnenraum indirekt über Strahlungswärme beheizen, sind
hinlänglich bekannt und können für Öfen verwendet werden, in welche ein mit Wärme
zu behandelndes Gut für eine bestimmte Zeitdauer eingebracht wird oder kontinuierlich
von einem Ofeneingang zu einem entfernt zu diesem angeordneten Ofenausgang bewegt
wird. Zur Erzeugung der Strahlungswärme werden oftmals Strahlheizrohre verwendet,
die beispielsweise als einseitig offenes Rohr oder als U-Rohr ausgebildet sind und
in deren hohlen Innenraum mittels eines Brenners ein Brennstoff bzw. Verbrennungsgas
mit Verbrennungsluft verbrannt wird. Durch eine Anordnung, bei der mehrere solcher
Strahlheizrohre nebeneinander liegend im Ofeninnenraum angeordnet sind, kann der Ofeninnenraum
gleichmäßig beheizt werden.
[0003] Ferner finden sogenannte Rekuperatorbrenner Verwendung, bei denen die Wärme von Abgasen
zur Verbrennungsluftvorwärmung benutzt wird. Bei solchen Rekuperatorbrennern ist einem
Strahlheizrohr zumindest ein Brenner und ein Rekuperator zugeordnet. Um einen guten
Wirkungsgrad zu erzielen, wird angestrebt, einen möglichst großen Teil der Abgaswärme
auf die Luft zu übertragen. Dabei wird ein Teil des im Strahlheizrohr zurückströmenden
Abgases zur Vorwärmung der Verbrennungsluft bzw. Frischluft verwendet, wobei die Wärmeübertragung
bzw. der Wärmeaustausch im Rekuperator stattfindet. Derartige Brenner werden in indirekt
mit Strahlheizrohren beheizten Industrieöfen eingesetzt, bei denen das in den Ofenraum
eingebrachte Gut bzw. die im Ofenraum vorhandene Atmosphäre nicht durch Abgase beaufschlagt
und/oder verunreinigt werden darf. Durch die Verwendung von Rekuperatorbrennern lassen
sich je nach Brennermodel und Betriebsweise erhebliche Energieeinsparngen realisieren.
[0004] Die bekannten Strahlheizrohre bestehen aus zumindest einem Brenner mit Brennerdüse,
einer Verbrennungsluftzuführung und einem Brennrohr sowie einem Außenrohr. Das Außenrohr
bzw. Mantelrohr ist durch einen Boden verschlossen, so dass die Abgase in einen Ringraum
zwischen Brennrohr und Außenrohr zurückgeführt werden. Am Ende dieser Rückführstrecke
ist dann ein Rekuperator eingebaut, mittels dessen die zum Betrieb des Brenners notwendige
Verbrennungsluft im Gegenstrom vorgewärmt wird. Die Abgase verlassen das Außenrohr
über einen Ringspalt und werden direkt oder über einen Abgas-Sammelkopf in ein Rohrsystem
geleitet.
[0005] Bei solchen Strahlheizvorrichtungen kommen metallische oder keramische Strahlheizrohre
zum Einsatz, wobei heutzutage keramische Strahlheizrohre den Vorzug genießen, weil
sie gegenüber metallischen Rohren eine Vielzahl von Vorteilen aufweisen, wie zum Beispiel
eine höhere Temperaturfestigkeit.
[0006] Der wesentliche Nachteil von keramischen Strahlheizrohren gegenüber metallischen
Strahlheizrohren ist die Sprödigkeit des keramischen Materials. Während sich Schäden
an metallischen Strahlheizrohren meistens schleichend einstellen, führt ein Schaden
an einem keramischen Strahlheizrohr zu einem sofortigen Bruch des Rohres, wodurch
ein großer freier Querschnitt zum Ofenraum hin vorhanden ist, so dass die bei der
Verbrennung entstehenden Abgase vom Strahlheizrohr in den Ofenraum gelangen. Eine
Beschädigung eines keramischen Strahlheizrohres ist vom Betreiber der Ofenanlage nicht
ohne weiteres zu erkennen. Dies kann zu erheblichen Nachteilen im Betrieb der Ofenanlage
führen. Falls die Ofenanlage unter Schutz- oder Reaktionsgas betrieben wird, wird
die Ofenatmosphäre durch die aus dem beschädigten Strahlheizrohr austretenden Abgase
verändert und verunreinigt, was im Allgemeinen zu einer qualitativen Beeinträchtigung
des zu erzeugenden Produkts führt.
[0007] Um Produktionsverluste oder Produktabwertungen durch ein beschädigtes Strahlheizrohr
zu vermeiden, ist es erforderlich, die Beschädigung an einer Strahlheizvorrichtung
sofort zu erkennen und den Brenner des gebrochenen Strahlheizrohres aus- bzw. abzuschalten.
Da eine Ofenanlage meist eine Vielzahl von keramischen Strahlheizrohren aufweist,
ist jedes einzelne Strahlheizrohr auf eine mögliche Beschädigung hin zu überwachen.
[0008] Da die Abgasmenge eines Strahlheizrohres im Allgemeinen klein ist im Vergleich zum
dem Ofenraum zugeführten Volumenstrom an Schutz- oder Reaktionsgas, tritt bei einer
Beschädigung bzw. bei einem Bruch eines Strahlheizrohres kein Druckanstieg auf, so
dass die Beschädigung meist nicht sofort erkannt wird. Bei einem Betrieb der Ofenanlage
nur mit Luft ist eine Beschädigung einer Strahlheizvorrichtung kaum feststellbar,
wohingegen bei einem Betrieb der Ofenanlage mit einem Schutz- oder Reaktionsgas die
Atmosphäre des Ofeninnenraumes verändert wird, was aufgrund des schleichenden Vorgangs
nur durch ständige Analysen feststellbar ist. Ferner ist bei einer eine Vielzahl von
Strahlheizvorrichtungen aufweisenden Ofenanlage nicht sofort festzustellen, welches
Strahlrohr beschädigt ist. Entweder muss die gesamte Ofenanlage abgeschaltet werden
und jede einzelne Strahlheizvorrichtung auf Beschädigung überprüft werden, oder es
muss durch einzelnes Abschalten jeder Strahlheizvorrichtung eine Eingrenzung vorgenommen
werden. Beide Vorgehensweisen sind kosten- und zeitintensiv, so dass verschiedenste
Überwachungsmöglichkeiten ins Auge gefasst wurden, um diesen Nachteil zu vermeiden.
Beispielsweise sind aus dem Stand der Technik Maßnahmen bekannt, bei denen die Funktionsweise
eines Brenners mit Hilfe eines Flammendetektors überwacht wird. Ferner sind Überwachungen
hinsichtlich der Dichtheit von Strahlheizrohren bekannt, bei denen der Abgasstrom
des Brenners überwacht wird. Meist sind zu diesem Zweck Mess- oder Sensorvorrichtungen
im Abgasstrom angeordnet, die Druckverluste bewirken, so dass dies bei der Zuführung
der Verbrennungsluft und des Verbrennungsgases zum Brenner entsprechend berücksichtigt
und kompensiert werden muss. Insgesamt stellen die bekannten Maßnahmen aufwendige,
komplizierte und teure Überwachungsmöglichkeiten dar.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die auf konstruktiv
einfache Weise und kostengünstig eine vereinfachte und verbesserte Möglichkeit der
Überwachung einer Strahlheizvorrichtung bereitstellt.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Überwachen einer
Strahlheizvorrichtung mit den Merkmalen gemäß dem Patentanspruch 1.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ist zur Überwachung einer Strahlheizvorrichtung geeignet,
die zum indirekten Beheizen oder Kühlen einer Ofenanlage, insbesondere eines Industrieofens,
verwendet wird, wobei die Strahlheizvorrichtung zumindest einen Brenner aufweist,
der innerhalb eines keramischen Strahlheizrohres angeordnet ist und über eine Verbrennungsgasleitung
an eine Gassammelleitung und über eine Verbrennungsluftleitung an eine Luftsammelleitung
angeschlossen ist. Der zumindest eine Brenner wird zum indirekten Beheizen der Ofenanlage
mit Verbrennungsluft und Verbrennungsgas versorgt. Im Fall, dass die Strahlheizvorrichtung
zum indirekten Kühlen der Ofenanlage verwendet wird, wird der zumindest eine Brenner
ausschließlich mit Kühlluft versorgt. Ferner werden bei indirekter Beheizung der Ofenanlage
der Druck von in der Verbrennungsluftleitung geführter Verbrennungsluft und der Druck
von in der Verbrennungsgasleitung geführtem Verbrennungsgas bis zur Zuführung zum
zumindest einen Brenner auf einen jeweils vorbestimmten Druck abgesenkt. Die Zuführung
der Verbrennungsluft und/oder des Verbrennungsgases zum zumindest einen Brenner werden
von einer in der Verbrennungsluftleitung und/oder in der Verbrennungsgasleitung angeordneten
Überwachungseinrichtung überwacht. Bei der Überwachung werden von der Überwachungseinrichtung
ein aktueller Druck der Verbrennungsluft und/oder des Verbrennungsgases unmittelbar
vor Zuführung zum zumindest einen Brenner ermittelt. Ein eine Undichtigkeit des keramischen
Strahlheizrohres anzeigendes Signal wird dann ausgegeben, wenn der von der Überwachungseinrichtung
aktuell ermittelte Druck einen vorbestimmten Grenzwert unterschreitet und/oder wenn
eine aus aktuell ermitteltem Druck und einem Druck einer korrespondierenden Sammelleitung
gebildete Druckdifferenz Δp einen Grenzwert überschreitet.
[0012] Ebenso wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch eine Strahlheizvorrichtung
mit den Merkmalen gemäß dem Patentanspruch 4 gelöst.
[0013] Die erfindungsgemäße Strahlheizvorrichtung für eine Ofenanlage, insbesondere für
einen Industrieofen, weist zumindest einen Brenner auf, der innerhalb eines keramischen
Strahlheizrohres angeordnet ist und über eine Verbrennungsgasleitung an eine Gassammelleitung
und über eine Verbrennungsluftleitung an eine Luftsammelleitung angeschlossen ist.
Eine Überwachungseinrichtung zur Ermittelung eines aktuellen Druckes ist in der Verbrennungsluftleitung
und/oder in der Verbrennungsgasleitung unmittelbar vor Eintritt in das Gehäuse des
zumindest einen Brenners vorgesehen und gibt den aktuell ermittelten Druck an eine
Brennersteuerung aus. Dabei ist die Überwachungseinrichtung und/oder die Brennersteuerung
derart ausgestaltet, dass sie den aktuell ermittelten Druck mit einem vorbestimmten
Grenzwert vergleicht und/oder sie eine aus einem aktuell ermitteltem Druck und einem
Druck einer korrespondierenden Sammelleitung gebildete Druckdifferenz Δp mit einem
vorbestimmten Grenzwert vergleicht. Die Überwachungseinrichtung und/oder die Brennersteuerung
gibt ferner ein eine Undichtigkeit des keramischen Strahlheizrohres anzeigendes Signal
aus, wenn der aktuell ermittelte Druck den vorbestimmten Grenzwert unterschreitet
und/oder wenn die aus aktuell ermitteltem Druck und einem Druck einer korrespondierenden
Sammelleitung gebildete Druckdifferenz Δp einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
[0014] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den entsprechenden Unteransprüchen.
[0015] Durch die Erfindung wird eine Möglichkeit bereitgestellt, mit welcher auf sichere
Weise eine Beschädigung eines Strahlheizrohres erkannt wird und darüber hinaus verhindert
wird, dass im Fall einer Beschädigung ein bei einer Wärmebehandlung in eine Ofenanlage
eingebrachtes Gut mit Abgasen beaufschlagt und verunreinigt wird. Die Überwachung
erfolgt ebenso sicher für eine Ofenanlage, die mit Schutz- oder Reaktionsgas betrieben
wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass kontinuierlich ein charakteristischer
Druckwert in der Verbrennungsluftleitung und/oder in der Verbrennungsgasleitung überwacht
wird. Sobald ein aktuell ermittelter Wert einen Grenzwert unterschreitet und/oder
eine aus dem aktuell ermittelten Druckwert und einem am Anfang der Zuleitungen zum
Brenner vorherrschenden Druckwert ermittelte Druckdifferenz überschreitet, werden
Maßnahmen von der Überwachungseinrichtung oder der Brennersteuerung eingeleitet, die
den Brenner der beschädigten Strahlheizvorrichtung abschalten und eine Zufuhr von
Verbrennungsluft und Verbrennungsgas augenblicklich unterbinden, damit keine Abgase
bzw. keine Verbrennungsluft und - gase in den Offeninnenraum gelangen. Durch die Erfindung
sind keine baulichen Veränderungen des Brenners erforderlich. Ferner werden im Gegensatz
zu vergleichbaren Überwachungseinrichtungen keine zusätzlichen Druckverluste im Abgasstrom
erzeugt, die durch eine Druckerhöhung in den Zuleitungen zum Brenner überwunden werden
müssten.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann als
Grenzwert für den aktuell ermittelten Druck zum Beispiel ein Wert von 10 mbar, vorzugsweise
von 5 mbar, weiter bevorzugt von 3 mbar, insbesondere von 2 mbar, verwendet werden.
[0017] In alternativer oder zusätzlicher Ausgestaltung des Verfahrens und der Vorrichtung
kann der Grenzwert für die gebildete Druckdifferenz Δp 70 mbar, vorzugsweise 50 mbar,
weiter bevorzugt 30 mbar, betragen.
[0018] Denkbar sind aber auch davon abweichende Grenzwerte für den aktuell ermittelten Druck
und für die gebildete Druckdifferenz Δp, die von der Geometrie und den Betriebsbedingungen
der Strahlheizvorrichtung abhängig sind.
[0019] In Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Strahlheizvorrichtung ist ferner vorgesehen,
dass die Überwachungseinrichtung einen Druckschalter umfasst. Dadurch ist eine sofortige
Unterbindung der Zuführung von Verbrennungsluft und/oder Verbrennungsgas und darüber
hinaus ein sofortiges Abschalten des Brenners möglich, ohne dass eine zeitliche Verzögerung
der Abschaltung infolge einer Signalübertragung von der Überwachungseinrichtung zu
der Brennersteuerung und von dieser zurück zu beispielsweise in der Verbrennungsluftleitung
und der Verbrennungsgasleitung vorgesehenen Schließventilen eintritt.
[0020] Zur Erzielung geringer NOx-Emissionen bei gleichzeitig hohem Wirkungsgrad der Strahlheizvorrichtung
ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass in dem keramischen Strahlheizrohr
ein Rekuperator vorhanden ist, der einen Teil des im keramischen Strahlheizrohr strömenden
Abgases zur Vorwärmung der Verbrennungsluft verwendet.
[0021] Schließlich sieht die Erfindung die Verwendung zumindest einer Strahlheizvorrichtung
nach einem der Ansprüche 4 bis 8 unter Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 3 zum Beheizen oder Kühlen einer Ofenanlage vor.
[0022] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.
[0023] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit der Zeichnung, in der
beispielhaft ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.
[0024] In der Zeichnung zeigt die einzige Figur 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Heizstrahlvorrichtung 1. Die Heizstrahlvorrichtung 1 weist einen nicht im Detail dargestellten
Brenner 2 vom Typ eines Rekuperatorbrenners auf. Dabei ist der Brenner 2 innerhalb
eines hohlen Mantelrohrs, dem sogenannten Strahlheizrohr 3 der Heizstrahlvorrichtung
1, angeordnet und weist zu seiner Überwachung eine Flammenüberwachungseinrichtung
bzw. einen Flammendetektor (beispielsweise eine UV-Überwachung) 4 auf, die bzw. der
mit einer Brennersteuerung 5 gekoppelt ist. Das Strahlheizrohr 3 besteht üblicherweise
aus einem keramischen Material, wobei auch ein metallisches Strahlheizrohr 3 denkbar
ist.
[0025] Die als Gasfeuerungsautomat ausgebildete Brennersteuerung 5 ist derart konfiguriert,
dass sie Betriebs- und Störzustände der Heizstrahlvorrichtung 1 anzeigen kann. Neben
der Überwachung der Heizstrahlvorrichtung 1 dient die Brennersteuerung 5 zum Zünden
und Steuern des Brenners 2, zum Einstellen verschiedener Betriebsweisen der Heizstrahlvorrichtung
1 und zum Steuern der Zufuhr von Verbrennungsluft sowie von Verbrennungsgas. Dabei
können die verschiedenen Betriebsweisen der Brennersteuerung 5 über eine Speicherprogrammierbare
Steuerung (SPS) 6 eingegeben werden. Denkbar ist aber auch, dass die Speicherprogrammierbare
Steuerung (SPS) 6 die Steuerung und Regelung des Brenners 2 über die Brennersteuerung
5 realisiert und dabei den flexiblen Teil zur Umsetzung verschiedener Betriebsweisen
übernimmt. Über die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) 6 kann auch die Anbindung
an einen zentralen Rechner bzw. Computer erfolgen, welcher die Steuerung und Regelung
einer Vielzahl von Brennern 2 bzw. Strahlheizvorrichtungen 1 einer Ofenanlage übernimmt.
[0026] Der Brenner 2 wird mit Verbrennungsluft und Verbrennungsgas versorgt. Dabei wird
die Verbrennungsluft einer Luftsammelleitung 7 entnommen und gelangt über eine Verbrennungsluftleitung
8 zu dem Brenner 2. Ferner wird das zur Verbrennung benötigte Verbrennungsgas einer
Gassammelleitung 9 entnommen und gelangt über eine Verbrennungsgasleitung 10 zu dem
Brenner.
[0027] In der Verbrennungsluftleitung 8 sind ein Handabsperrventil 11 zum manuellen Öffnen
oder Schließen der Verbrennungsluftzufuhr, ein Kompensator 12 zum Ausgleich von Bewegungen
in der Verbrennungsluftleitung 8 infolge von Vibrationen oder thermischen Dehnungen
bzw. Verkürzungen, eine Messblende 13 mit einem Differenzschalter 14, ein Dosierventil
15 zur einfachen Einstellung und präzisen Dosierung der Verbrennungsluft und ein mit
der Brennersteuerung 5 gekoppeltes Magnetventil 16 zum automatisierten Öffnen oder
Schließen der Verbrennungsluftleitung 8 angeordnet. Ferner ist stromab des Magnetventils
16 und stromauf des Brenners 2 ein Druckschalter 17 angeordnet. Der Druckschalter
17 ist mit der Brennersteuerung 5 gekoppelt und derart ausgelegt, dass er bei Unterschreiten
eines vorbestimmten Mindestdruckes der Verbrennungsluft ein Signal und/oder einen
Druckwert der Verbrennungsluft an die Brennersteuerung 5 ausgibt.
[0028] Ebenso wie in der Verbrennungsluftleitung 8 sind in der Verbrennungsgasleitung 10
ein Handabsperrventil 18 zum manuellen Öffnen oder Schließen der Verbrennungsgaszufuhr,
ein Bewegungen in der Verbrennungsluftleitung 8 infolge von Vibrationen oder thermischen
Dehnungen bzw. Verkürzungen ausgleichender Kompensator 19, eine Messblende 20 mit
einem Differenzschalter 21, ein zur einfachen Einstellung und präzisen Dosierung des
Verbrennungsgases vorgesehenes Dosierventil 22 und ein mit der Brennersteuerung 5
gekoppeltes Magnetventil 23 angeordnet. Stromab des Magnetventils 23 und stromauf
des Brenners 2 ist ein mit der Brennersteuerung 5 gekoppelter Druckschalter 24 vorgesehen,
der bei Unterschreiten eines vorbestimmten Mindestdruckes des Verbrennungsgases ein
Signal und/oder einen Druckwert des Verbrennungsgases an die Brennersteuerung 5 ausgibt.
[0029] Alternativ zu der Differenzdruckmessung mittels der nach dem Wirkdruckprinzip funktionierenden
Messblenden 13, 20 kann auch eine volumetrische Messung, eine Strömungsgeschwindigkeitsmessung
mit einem induktiven oder Ultraschall-Verfahren oder eine Drucksondenmessung verwendet
werden.
[0030] Die Strahlheizvorrichtung 1 ist zu einem Teil in eine in Figur 1 nicht dargestellte
Wand einer Ofenanlage, insbesondere eines Industrieofen, eingebaut, wobei zumindest
das Heizstrahlrohr 3 in den Ofeninnenraum 25 hineinragt, um diesen mittels Wärmestrahlung
zu beheizen. Zur indirekten Beheizung des Ofeninnenraumes 25 sind selbstverständlich
mehrere Strahlheizvorrichtungen vorgesehen, die nebeneinander liegend in der Ofenwand
eingebaut sind und für eine gleichmäßige Beheizung des Ofeninnenraumes 25 sowie eines
darin eingebrachten Gutes sorgen. Die über das Strahlheizrohr 3 zurückgeführten Verbrennungsgase
bzw. Abgase gelangen über einen Ausgang des Strahlheizrohres 3 und einen Zugunterbrecher
27 in eine Abgasleitung 26.
[0031] Nachstehend wird ein beispielhafter Betrieb der Strahlheizvorrichtung 1 zum indirekten
Beheizen des Ofeninnenraumes 25 beschrieben. Die angegebenen Werte sind lediglich
exemplarisch gewählt und müssen in Abhängigkeit der Brennergeometrie und der konkreten
Anwendung angepasst werden.
[0032] Bei indirekter Beheizung des Ofenraumes 25 herrscht im Strahlheizrohr 3 bei Volllastbetrieb
des Brenners 2 ein Überdruck von etwa 10 mbar (ca. 100 mmWS). Dieser Überdruck ist
im Wesentlichen identisch mit dem abgasseitigen Druckverlust im Brenner 2, d.h. mit
dem abgasseitigen Druckverlust im Rekuperator des Brenners 2.
[0033] Dabei beträgt der Verbrennungsluftdruck am Handabsperrventil 11 des Brenners 2 mindestens
40 mbar (ca. 400 mmWS), möglichst aber 60 oder 80 mbar (ca. 600 oder 800 mmWS). Im
Betrieb wird der Verbrennungsluftdruck am Handabsperrventil 11 des Brenners 2 mit
einer Toleranz von +/- 5% konstant gehalten. Der Abbau des Verbrennungsluftdruckes
bis auf den Druck im Strahlheizrohr 3 von etwa 10 mbar (ca. 100 mmWS) bei Volllastbetrieb
des Brenners 2 erfolgt in den Armaturen der Verbrennungsluftleitung 8, d.h. im Handabsperrventil
11, der Messblende 13 und dem Dosierventil 15, und luftseitig im Rekuperator des Brenners
2, d.h. in dem Teil des Brenners 2, durch welchen die Verbrennungsluft zum Wärmeaustausch
mit dem heißen Abgas strömt. Der luftseitige Druckverlust im Rekuperator, d.h. der
Druckverlust der im Brenner 2 vorgewärmten Verbrennungsluft, liegt ebenfalls in der
Größenordnung von 10 mbar (ca. 100 mmWS).
[0034] Der Druck des Verbrennungsgases in der Verbrennungsgasleitung 10 beträgt am Handabsperrventil
18 mindestens 40 mbar (ca. 400 mmWS), möglichst aber 60 mbar (ca. 600 mmWS). Dieser
Druck des Verbrennungsgases am Handabsperrventil 18 des Brenners 2 wird ebenfalls
mit einer Toleranz von +/- 5% konstant gehalten. Bei Volllastbetrieb des Brenners
2 wird der Druck des Verbrennungsgases in der Verbrennungsgasleitung 10 bis auf den
Druck im Strahlheizrohr 3 von etwa 10 mbar (ca. 100 mmWS) abgebaut, wobei der Druckabbau
in dem Handabsperrventil 18, der Messblende 20, in dem Dosierventil 22 und in den
Gasdüsen im Brennermund des Brenners 2 erfolgt. Der Druckverlust in den Gasdüsen im
Brennermund liegt in der Größenordnung von 10 bis 20 mbar (ca. 100 bis 200 mmWS).
[0035] Somit werden bei einem Betrieb der Strahlheizvorrichtung 1 zur indirekten Beheizung
der Ofenanlage der Druck von in der Verbrennungsluftleitung 8 geführter Verbrennungsluft
und der Druck von in der Verbrennungsgasleitung 10 geführtem Verbrennungsgas bis zur
Zuführung zu dem Brenner 2 auf einen jeweils vorbestimmten Druck abgesenkt. Die Zuführung
der Verbrennungsluft und des Verbrennungsgases werden dabei von jeweils einer Überwachungseinrichtung
in Form des Druckschalters 17 bzw. 24 überwacht, wobei von den beiden Druckschaltern
17, 24 jeweils ein aktueller Druck der Verbrennungsluft und des Verbrennungsgases
unmittelbar stromauf des Brenners 2 vor ihrer Zuführung zum Brenner 2 ermittelt werden.
[0036] Wenn nun das Strahlheizrohr 3 beschädigt oder gebrochen ist, nehmen die Verbrennungsabgase
nicht mehr den Weg über den Rekuperator zu der Abgasleitung 26, sondern treten ohne
großen Druckverlust in den Ofeninnenraum 25 aus. Üblicherweise liegt der Überdruck
im Ofeninnenraum 25 bei weniger als 1 mbar, beispielsweise 0,1 bis 0,5 mbar (ca. 1
bis 5 mmWS). Durch die zusätzlich in den Ofeninnenraum 25 eintretenden Verbrennungsabgase
steigt der Druck geringfügig an.
[0037] Bei einem Bruch des Strahlheizrohres 3 tritt an die Stelle der abgasseitigen Druckverluste
(etwa 10 mbar bzw. 100 mmWS) im Rekuperator, d.h. der Druckverluste des aus dem Brenner
2 abgeführten Verbrennungsgases, der Überdruck im Ofeninnenraum 25 von einigen mbar.
Aus diesem Grund steigt die Menge bzw. der Massen- oder Volumenstrom der Verbrennungsluft
und des Verbrennungsgases, die dem Brenner zugeführt werden, geringfügig an, wodurch
sich der luftseitige Druckverlust im Rekuperator, d.h. der Druckverlust der in dem
Brenner vorgewärmten Verbrennungsluft, und der Druckverlust in den Gasdüsen erhöht.
Trotz der Erhöhung des luftseitigen Druckverlustes im Rekuperator, d.h. trotz der
Erhöhung der Druckverluste der im Rekuperator vorgewärmten Verbrennungsluft, fällt
beim Bruch des Strahlheizrohres 3 der Druck der Verbrennungsluft in der Verbrennungsluftleitung
8 hinter dem Magnetventil 16 unmittelbar vor Eintritt in das Gehäuse des Brenners
2 signifikant ab. Analoges ist bei einem Bruch des Strahlheizrohres 3 für den Druck
des Verbrennungsgases unmittelbar vor Eintritt in den Brenner 2, d.h. stromauf des
Brenners 2, stromab des Magnetventils 23 festzustellen.
[0038] Erfindungsgemäß wird der Druck der Verbrennungsluft und/oder der Druck des Verbrennungsgases
unmittelbar vor Eintritt in den Brenner 2 mit einer Überwachungseinrichtung in Form
des Druckschalters 17 bzw. 24 überwacht. Falls bei Volllastbetrieb des Brenners 2
der Druck der Verbrennungsluft und/oder der Druck des Verbrennungsgases an den Druckschaltern
17, 24 unter einen vorgegebenen Grenzwert fällt, liegt eine Beschädigung des Strahlheizrohres
3 vor, was durch ein entsprechendes von dem Druckschalter 17 an die Brennersteuerung
5 ausgegebenes Signal angezeigt wird. Hierbei ist die Verwendung nur eines Druckschalters
17 oder 24 ausreichend, um eine Beschädigung des Strahlheizrohres 3 zu ermitteln bzw.
um die Dichtheit des Strahlheizrohres 3 zu überwachen. Vorzugsweise wird lediglich
ein Druckschalter 17 in der Verbrennungsluftleitung 8 verwendet. Das Verhältnis des
luftseitigen Druckverlustes im Rekuperator zu dem abgasseitigen Druckverlust im Rekuperator
ist kleiner als das Verhältnis des Druckverlustes in den Gasdüsen zu dem abgasseitigen
Druckverlust im Rekuperator, so dass anstelle der Verwendung eines Druckschalters
in der Verbrennungsgasleitung 10 die Verwendung eines Druckschalters 17 in der Verbrennungsluftleitung
8 aufgrund der höheren Sensitivität geeigneter ist.
[0039] Alternativ oder zusätzlich kann der eine Beschädigung des Strahlheizrohres 3 anzeigende
Druckabfall in der Verbrennungsluftleitung 8 und/oder der Verbrennungsgasleitung 10
auch dadurch detektiert werden, wenn eine Druckdifferenz Δp einen Grenzwert unterschreitet.
Die Druckdifferenz Δp wird hierbei von einem aktuell bestimmten Druckwert, beispielsweise
an der Position der Druckgeber 17, 24, und einem korrespondierenden Druck, welcher
in der Sammelleitung, d.h. der Luftsammelleitung 7 oder der Gassammelleitung 9, am
Übergang zu der Verbrennungsluftleitung 8 oder zu der Verbrennungsgasleitung 10 vorherrscht,
bestimmt.
[0040] Bei Undichtigkeit des Strahlheizrohres 3 wird somit ein entsprechendes Signal ausgegeben,
welches direkt von einem oder von beiden Druckschaltern 17, 24 oder von der Brennersteuerung
5 ausgegeben werden kann. Dieses Signal wird dann ausgegeben, wenn der von zumindest
einem der beiden Druckschalter 17, 24 aktuell ermittelte Druck einen vorbestimmten
Grenzwert unterschreitet. In dem vorliegenden Fall kann als Grenzwert für den aktuell
ermittelten Druck zum Beispiel ein Wert zwischen 2 mbar und 10 mbar verwendet werden.
Zusätzlich oder alternativ kann dieses Signal auch dann ausgegeben werden, wenn eine
aus aktuell ermitteltem Druck und einem Druck einer korrespondierenden Sammelleitung
(Luftsammelleitung 7 bzw. Gassammelleitung 9) gebildete Druckdifferenz Δp einen Grenzwert
überschreitet. Als Grenzwert für die gebildete Druckdifferenz Δp kommt hierbei ein
Wert zwischen 30 mbar und 70 mbar in Betracht.
[0041] Die Strahlheizvorrichtung 1 kann aber nicht nur zum Beheizen des Ofeninnenraumes
25 verwendet werden. Denkbar ist auch eine Verwendung zum (indirekten) Kühlen des
Ofeninnenraumes 25, wobei dem Brenner 2 dann lediglich Kühlluft zugeführt wird und
das Strahlheizrohr 3 als Wärmetauscher derart dient, um den heißen Ofeninnenraum 25
mittels eines Wärmetausches mit kühlerer Luft, welche durch das Strahlheizrohr 3 strömt,
abzukühlen. Zu diesem Zweck kann nicht nur die Luft aus einem Verbrennungsluftventilator,
sondern auch Luft aus einem separaten Kühlventilator verwendet werden. Eine mögliche
Beschädigung oder ein möglicher Bruch des Strahlheizrohres 3 wird dann ebenfalls wie
vorstehend beim Betrieb zum Beheizen des Ofeninnenraumes 25 erkannt, indem der Druckabfall
von dem Druckschalter 17 erfasst und an die Brennersteuerung 5 ausgegeben wird, die
dieses Signal dann weiter verarbeitet, um die Luftzufuhr zum Strahlheizrohres 3 zu
unterbinden bzw. um Maßnahmen zur Abschaltung des Strahlheizrohres 3 zu treffen.
[0042] Zur Erhöhung einer sicheren Überwachung der Strahlheizvorrichtung 1 sowohl beim indirekten
Beheizen als auch Kühlen einer Ofenanlage können ferner der aktuelle Druck bzw. die
Druckdifferenz Δp und ein den Betriebszustand des Brenners anzeigendes Signal miteinander
verknüpft werden, so dass bei einer nicht zulässigen Kombination des den Betriebszustand
der Strahlheizvorrichtung (Beheizen oder Kühlen) anzeigenden Signals und dem aktuellen
Druck bzw. der aktuellen Druckdifferenz Δp ein eine Beschädigung des Strahlheizrohres
3 anzeigendes Signal von zumindest einem der beiden Druckschalter 17, 24 ausgegeben
wird und Maßnahmen zur Abschaltung der Strahlheizvorrichtung 3 bzw. des Brenners 2
ausgeführt werden.
1. Verfahren zum Überwachen einer Strahlheizvorrichtung (1) zum indirekten Beheizen oder
Kühlen einer Ofenanlage, insbesondere eines Industrieofens, wobei die Strahlheizvorrichtung
(1) zumindest einen Brenner (2) aufweist, der innerhalb eines keramischen Strahlheizrohres
(3) angeordnet ist und über eine Verbrennungsgasleitung (10) an eine Gassammelleitung
(9) und über eine Verbrennungsluftleitung (8) an eine Luftsammelleitung (7) angeschlossen
ist,
wobei der zumindest eine Brenner (2) zum indirekten Beheizen mit Verbrennungsluft
und Verbrennungsgas versorgt wird oder der zumindest eine Brenner (2) zum indirekten
Kühlen ausschließlich mit Kühlluft versorgt wird,
wobei bei indirekter Beheizung der Ofenanlage der Druck von in der Verbrennungsluftleitung
(8) geführter Verbrennungsluft und der Druck von in der Verbrennungsgasleitung (10)
geführtem Verbrennungsgas bis zur Zuführung zum zumindest einen Brenner (2) auf einen
jeweils vorbestimmten Druck abgesenkt werden,
wobei die Zuführung der Verbrennungsluft und/oder des Verbrennungsgases zum zumindest
einen Brenner (2) von einer in der Verbrennungsluftleitung (8) und/oder in der Verbrennungsgasleitung
(10) angeordneten Überwachungseinrichtung überwacht werden,
wobei von der Überwachungseinrichtung ein aktueller Druck der Verbrennungsluft und/oder
des Verbrennungsgases unmittelbar vor Zuführung zum zumindest einen Brenner (2) ermittelt
werden, und
wobei ein eine Undichtigkeit des keramischen Strahlheizrohres (3) anzeigendes Signal
ausgegeben wird, wenn der von der Überwachungseinrichtung aktuell ermittelte Druck
einen vorbestimmten Grenzwert unterschreitet und/oder wenn eine aus aktuell ermitteltem
Druck und einem Druck einer korrespondierenden Sammelleitung gebildete Druckdifferenz
Δp einen Grenzwert überschreitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Grenzwert für den aktuell ermittelten Druck ein
Wert von 10 mbar, vorzugsweise von 5 mbar, weiter bevorzugt von 3 mbar, insbesondere
von 2 mbar, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei als Grenzwert für die gebildete Druckdifferenz
Δp ein Wert von 70 mbar, vorzugsweise 50 mbar, weiter bevorzugt 30 mbar, verwendet
wird.
4. Strahlheizvorrichtung (1) für eine Ofenanlage, insbesondere für einen Industrieofen,
mit zumindest einem Brenner (2), der innerhalb eines keramischen Strahlheizrohres
(3) angeordnet ist und über eine Verbrennungsgasleitung (10) an eine Gassammelleitung
(9) und über eine Verbrennungsluftleitung (8) an eine Luftsammelleitung (7) angeschlossen
ist,
wobei eine Überwachungseinrichtung zur Ermittelung eines aktuellen Druckes in der
Verbrennungsluftleitung (8) und/oder in der Verbrennungsgasleitung (10) unmittelbar
vor Eintritt in das Gehäuse des zumindest einen Brenners (2) vorgesehen ist, die den
aktuell ermittelten Druck an eine Brennersteuerung (5) ausgibt,
wobei die Überwachungseinrichtung und/oder die Brennersteuerung (5) derart ausgestaltet
ist, dass sie den aktuell ermittelten Druck mit einem vorbestimmten Grenzwert vergleicht
und/oder sie eine aus einem aktuell ermitteltem Druck und einem Druck einer korrespondierenden
Sammelleitung gebildete Druckdifferenz Δp mit einem vorbestimmten Grenzwert vergleicht,
und
wobei die Überwachungseinrichtung und/oder die Brennersteuerung (5) ein eine Undichtigkeit
des keramischen Strahlheizrohres (3) anzeigendes Signal ausgibt, wenn der aktuell
ermittelte Druck den vorbestimmten Grenzwert unterschreitet und/oder wenn die aus
aktuell ermitteltem Druck und einem Druck einer korrespondierenden Sammelleitung gebildete
Druckdifferenz Δp einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
5. Strahlheizvorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei die Überwachungseinrichtung einen
Druckschalter (17, 24) umfasst.
6. Strahlheizvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, wobei in dem keramischen Strahlheizrohr
(3) ein Rekuperator vorhanden ist, der einen Teil des im keramischen Strahlheizrohr
(3) strömenden Abgases zur Vorwärmung der Verbrennungsluft verwendet.
7. Strahlheizvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei der Grenzwert für
den aktuell ermittelten Druck 10 mbar, vorzugsweise 5 mbar, weiter bevorzugt 3 mbar,
insbesondere 2 mbar, beträgt.
8. Strahlheizvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei der Grenzwert für
die gebildete Druckdifferenz Δp 70 mbar, vorzugsweise 50 mbar, weiter bevorzugt 30
mbar, beträgt.